WmdedgT im November 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Samstag, 5. November 2022
08:23 Uhr
Wuhaaaa, ich habe verschlafen. Nicht, dass ich den Schlaf nicht dringend gebraucht hätte, aber ich habe doch so viel zu tun an diesem Samstag, und nun ist der schon halb vorbei. 🤭
Als erstes, noch vor dem Gang ins Bad, wird die Waschfee eingeschaltet. Es sieht nach einem sonnigen Tag aus, so dass ich die Wäsche wohl draußen aufhängen kann.
Nach dem Fertigmachen sollte ein Kaffee an die Reihe kommen, aber zunächst musste ich mit Pocahontas korrespondieren, die mir einige dienstliche Anweisungen für Montag gab. Menno, da werden wieder alle meine Pläne und Zusagen für den Montag über den Haufen geworfen und die Arbeitswoche wird hektisch beginnen. Nunja, es muss eben gespart werden. Überall.
09:45 Uhr
Die Waschfee ist fertig. Raus geht es auf den Trockenplatz.
Ich setze eine zweite Trommel Wäsche an.
Danach packe ich alles zusammen, was ich der Mutti mitbringen will.
Und dann gibt es 10:45 Uhr endlich meinen ersten Milchkaffee.
Später Vormittag
Auf zu Mutti. Sie empfängt mich auf der Couch sitzend mit der dramatischen Nachricht: Ich kann nichts mehr sehen!
Ich erschrecke bis ins Mark und versuche, sie zu retten und zu erkunden, was überhaupt passiert ist. Da stellt sich heraus, dass sie "nur" ihre Lesebrille verbummelt hat. Wobei eine solche auf dem Couchtisch liegt. Die Mutti behauptet, das sei eine Kaufhausbrille. Ist es nicht! Aber zugegeben, sie hatte noch eine andere, bessere. Ich will mich nun auf die Suche machen, da meint sie, sie hätte schon überall gesucht und wir sollten doch jetzt lieber duschen.
Okay, dann eben erst mal duschen. Zwischenzeitlich rief meine Schwester an, was der Mutti gerade gar nicht passte. So musste ich sie abwimmeln, obwohl ich gern noch ein paar Minuten mit ihr geschwatzt hätte. Aber die Mutti geht nun mal vor.
Später präsentierte ich ihr, was ich alles mitgebracht hatte und wir verräumten die Schnitzel und den Braten portionsweise in den Tiefkühler.
Dann kam der Sohn, was mich sehr freute, weil ich ihn schon wieder … weiß nicht wie lange nicht gesehen hatte. Ach, doch, er war ja kürzlich da, nur hatte ich da wegen eines unfruchtbaren Telefonats mit der Mutti keine Zeit für ihn, bis er dann keine Zeit mehr für mich hatte. Hachzzz.
Ja, genau, am Mittwoch war das.
Nun jedenfalls war der Sohn bei Mutti aufgetaucht und nach einer liebevollen Begrüßung begann er sogleich, die Fenster zu putzen. Er ist groß, braucht keine Leiter, um überall heran zu kommen. UND er hat gutes Handwerkszeug {Abzieher und ähnliches} von dem Reinigungsprofi, mit dem er häufig zusammenarbeitet. Somit geht das bei ihm rasend schnell. Auch richtete er es so ein, dass er zuerst die Fenster putzte in den Räumen, in denen wir uns gerade aufhielten, so dass wir uns bissel unterhalten konnten. Nur die Mutti grummelte, wir sollten nicht so viel schwatzen, er solle lieber putzen. Tat er doch! Hachzzz.
Ich vermute, ihr passte unser "Geschwätz" deshalb nicht, weil wir uns in normaler Lautstärke und schnell unterhielten und sie wahrscheinlich die Hälfte davon akustisch nicht verstand und sich vielleicht ausgegrenzt fühlte.
Dann rief eine ihrer Spaziergeh-Freundinnen an und sie meinte, sie käme mit. Mir sagte sie: "Ich will dir damit eine Freude machen, damit du heim gehen und dich um deine Wäsche kümmern kannst."
Ach, mein Mütterchen, mein kleines.
15:15 Uhr war es dann soweit. Ich ging zum Auto. Der Sohn war beim vorletzten Fenster und winkte mir, wobei ich an Catrin denken musste, weil ich feststellte, wie schön das ist, wenn einem jemand winkt. Sie winkt ja auch immer, ihrem wbLM, ihrer Enkelin… Schön!
16:00 Uhr
Daheim. Ich hatte erst an der Kreuzung angestanden und danach noch an der Schranke. 🙈
Nun landete der zweite Schwung Wäsche im Korb. Den hatte ich am Vormittag nicht mehr geschafft aufzuhängen. Also musste das jetzt geschehen und die Wäsche bleibt über Nacht draußen. Das machen hier im Geviert viele, besonders jetzt, wenn es so früh dunkel wird. Das Wäscheaufhängen macht mir immer viel Spaß, das Abnehmen weniger, aber diesmal ging es flott von der Hand. Die Wäsche vom Vormittag war nämlich gut getrocknet in dem leisen Wind.
Danach gönnte ich mir noch einen Milchkaffee und beschloss, eine Kleinigkeit zu essen. {Das erste heute.} Da war noch ein Brötchen von vorgestern, das infolge der Aufbewahrung in einer Plastiktüte immer noch weich war. Ja, Plastik ist nicht immer schlecht.
Abend
Obwohl ich heute außer Wäsche, Muttibetüddelung und ein ganz klein wenig Haushalt nichts gemacht habe, bin ich erschöpft. Zu einem Teil mögen das noch die Nachwehen des gestrigen wundervollen Konzertabends mit 3 Stunden Tanzen am Stück sein und der Nacht, in der ich infolge Muskelkaters und schmerzender Knöchel immer wieder wach lag, bis ich auf die Idee kam, meine Magnesiumtablette doch noch einzunehmen. Zum anderen Teil ist es wohl dieser Daueranspannung geschuldet, dass ich immer MUSS, immer in Eile bin und herum hetze. Wenn dann abends alles erledigt ist, was schaffbar war und der immer verbleibende Rest auf morgen oder übermorgen verschoben ist, wohl wissend, dass auch da wieder nicht alles geschafft werden kann, dann bin ich eben breit.
So sinke ich auf meine Couch und greife nach dem Strickzeug. Ein Patch an der Decke geht noch. So bin ich bis Montag im Vorlauf, so dass das Innere Ich nichts zu meckern hat. Hat es aber doch: Du wolltest die Socken Größe 40 fertig machen! Jaja, halt die Klappe! 🤭
Ach Mensch Georg, du hast mein Inneres Ich aufgeweckt. Dabei hatte ich doch auch vorher schon genug Geister in meinem Kopf. Hachzzz.
Wer inzwischen aber auch schon wieder parat steht, sind die Müdlinge. Kennt ihr die? Sie sind winzig, nahezu unsichtbar, meist nur wahrnehmbar als dunkler Schatten unter den Augen. Dort hocken sie. Dann strecken sie sich, ergreifen das obere Augenlid und ziehen es mit all ihrer Kraft nach unten. Und da ihrer viele sind, haben sie auch genug Kraft, so dass die Augenlider unwiderstehlich nach unten klappen. Und schwups, bist du eingeschlafen.
21:52 Uhr
Telefon!
Schloafst du schon?
Nicht mehr.
Der Schwager hat mir Reisevorschläge geschickt. Nun muss ich mich drum kümmern, wer mitkommt. Hm. Ja, es war meine Idee. Aber doch bitte nicht mitten in der Nacht.
22:30 Uhr
Telefon!
Störe ich?
Du störst nie!
Der Sohn wollte bissel schwatzen, weil wir am Nachmittag nicht wirklich dazu gekommen waren.
Er schickt mir dann noch einen interessanten Link. In Österreich darf man noch sagen, was an der globalen Politik gerade noch scheißer läuft als seit Jahren schon. {Verzeihen Sie den Kraftausdruck. Er ist ohnehin kein echtes, im Duden nachschlagbares Wort, also darf er hier auch mal benutzt werden. Finde ich!}
Mitternacht
Der 5. November ist um. Ich habe, ja was eigentlich? gemacht.
Und nun gehe ich endlich ins Bett. Anrufen wird jetzt wohl niemand mehr.
Gute Nacht.

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WmdedgT im Oktober 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Mittwoch
01:14 Uhr
Ich wache auf und weiß, dass ich vorläufig nicht wieder einschlafen werde. Die Füße kribbeln und schmerzen. So komme ich auf den Gedanken, endlich wieder mal die Entgiftungs-Pflaster einzusetzen. Hab ich schon ein paar Wochen nicht mehr gemacht.
02:33 Uhr
Ich strecke mich nochmal im Bett aus und schlafe dann wohl auch recht schnell ein.
05:00 Uhr
Wecker, Bad, Küche, Taschen umräumen, Essen einpacken. Die Füße schmerzen kein bissel mehr. Die Pflaster helfen mir wirklich. Ich werde wohl Nachschub bestellen müssen.
07:00 bis 12:00 Uhr
Die Chefetage oder wer immer das tut, hat mich schon wieder für einen Online-Kurs eingeschrieben. Der dritte in einer Woche. Man gönnt sich ja sonst nichts. 🙈
Die Praktikantin bekommt eine Lehrunterweisung in Word. Mal bissel unterrichten genau am Tag des Lehrers macht schon auch Spaß.
wir schaffen für die gespendeten Kindersachen eine neues Ordnungssystem.
12:00 bis 15:30 Uhr
In der "Mittagspause" buche ich für die Mutti und mich einen Kurzurlaub, für das Feiertagswochenende Ende Oktober. Das wird hoffentlich lustig. Sie freut sich jedenfalls sehr, als ich sie anrufe, um ihr davon zu erzählen.
Aus unerfindlichen Gründen bin ich heute froh, als die Frühschicht nach Hause geht.
15:30 bis 18:00 Uhr
Auf dem Heimweg landen wir noch bei der Hexe an und später noch in einem Markt, den ich sonst nur sehr selten nutze {mir zu teuer}.
Feierabend
Es ist verschiedenes aus dem Auto zu räumen, Taschen aus- und umzupacken. Zum Abendessen werden Kartoffelpuffer gegrillt.
Dann geht es auf die Couch. Zuerst stricke ich eine Socke fertig, die erste von Paar #16 gesellt sich zur ersten von Paar #15. Ich stricke hierzu doch gleich die zweite an. Das mit den mehreren angefangenen Paaren ist doch keine so gute Idee. Dann gibt es noch ein Patch an die Decke der Hexe und dann, als ich schon längst ins Bett wollte, kommt noch ein weiteres Patch hinzu.
Die Hexe träumert noch auf dem Balkon herum, während ich mich ins Bett verziehe.

WmdedgT im September 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Es ist Montag. Die neue Arbeitswoche startet. Was mache ich da wohl den ganzen Tag?

Ich bin im Bad und stelle fest, dass ich noch eine Stunde Zeit habe, bis der Wecker schreit. Schön wäre es, wenn ich noch einmal einschlafen könnte. Klappt aber nicht. So stehe ich dann schon halb fünf in der Küche und brate Rührei mit Schinken, das ich dann mit zur Arbeit nehme.

07:30 Uhr
Die ersten Kollegen trudeln ein und es gibt Stress wegen der Verteilung der Dienste. Nachdem ich mich schon vier mal dafür entschuldigt habe, dass ich am vergangenen Donnerstag mit den Schichten etwas durcheinander geraten war und der Kollege zum fünften Mal wieder darauf herum hackte, wie Schei**e er das findet, reichte es mir. Das sagte ich ihm auch und ebenfalls, dass er überhaupt keinen Grund zum Meckern hat, weil ich an seiner Schicht gar nichts geändert hatte. Drei Leute aus seiner Schicht mussten leider gehen. Folglich kamen die drei Neuen in ebendiese Schicht. Ich fragte ihn, was daran so schlimm wäre, dass er mich hier so runtermachen müsste. Da beruhigte er sich langsam.
Wer keine Probleme hat, macht sich welche. Nicht mit mir.

11:00 Uhr
Die Welt kommt in Ordnung, als die zweite Schicht eintrudelt. Ach, schön.

15:00 bis 15:30 Uhr
Die Leute sind pünktlich in den Feierabend gegangen. Damit das auch für mich klappt, beginne ich schon mal, ein bissel zusammen zu packen. Leider hat die Mutti eine neue Angewohnheit. Sie ruft immer in der Zeit an wegen Belanglosigkeiten. Und dann komme ich eben nicht pünktlich vom Hof. Und diesmal habe ich sogar meine Handtasche im Büro vergessen. Mit allen Papieren und dem Bargeld. Das stelle ich jedoch erst zu Hause fest. Nun gut, dann ist das so.

17:30 Uhr
Ich hocke mich auf die Couch und widme mich der Catrin, der ich ihre Nachrichten bei Wh*ts*pp beantworte und noch jede Menge Kram erzähle. Das genieße ich. Es ist ein schönes Feierabendritual, finde ich.

19:00 Uhr
Ich gehe nochmal zum Auto, weil ich schauen will, ob die Tasche nicht doch vielleicht nur vom Sitz gerutscht istoder so. Außerdem hole ich die Stoffe herein, die ich schon eine Weile spazieren fahre und meine Neuerwerbung, den Dörrautomaten. Den stelle ich in der Küche auf, reinige ihn, wie in der Betriebsanleitung beschrieben. Ihn dann tatsächlich auszuprobieren, fehlt mir die Motivation.
Ich mache mir eine Brühe heiß, weil mir plötzlich einfällt, dass ich seit dem Mittag nichts mehr gegessen habe.

20:00 Uhr
Es ist schon recht düster draußen. Ich knuddel mich auf die Couch, um zu lesen. Lange dauert das sicher nciht mehr, bis mir die Augen zufallen. Ach menno, warum bin ich nur immer so müde?

Gute Nacht euch allen.

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WmdedgT im Juli 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Es ist Dienstag im Sommer. Was mache ich denn da?

05:00 Uhr
Der Wecker klingelt und ich ziehe die Entgiftungspflaster von den Fußsohlen und hopse ins Bad.

06:00 Uhr
10 Minuten gönne ich mir noch und spreche für Catrin eine Nachricht auf.

07:30 Uhr
Ich setze Kaffee auf, so viel Zeit muss sein, bevor ich mit der Kollegin zu einer Fahrt überland starte, um Spielzeugspenden abzuholen.

10:30 Uhr
Wir sind zurück und die Kollegen räumen das Auto aus. Es ist viel diesmal. Sogar zwei kleine Fußballtore sind dabei. Ich nehme mir etwas zu essen und noch einen Kaffee.

Der Nachmittag vergeht wie im Flug mit den verschiedensten Arbeiten. Einer Kollegin will ich zeigen, wie man Topflappen häkelt, aber sie mag heute nicht häkeln. Na, dann eben ein andermal.

15:30 Uhr
Ich trete den Heimweg an. Eine Stunde überland. Die Mirabellen werden reif.

16:30 Uhr
Ich fahre natürlich nicht direkt nach Hause, sondern hole die Mutti ab. Wir machen den Drogeriemarkt unsicher und ich denke diesmal endlich an die Hornhautsocken.

18:00 Uhr
Wieder vor Muttis Haus. Sie mag nicht aussteigen.
Kommst du nochmal mit hoch?
Nicht unbedingt. Ich möchte nach Hause.
Gehst du jetzt in den Garten?
Nein, ich möchte heim. Was hast du denn nur immer mit dem Garten?
Na, ich will da so gern hin.
Jetzt?
Na, es ist doch noch nicht so spät.

Ich sage ihr natürlich nicht, dass mich das nervt, nie mal einfach Feierabend zu machen. Klar, sie kann ja nichts dafür, dass ich schon am
Montag meins gemacht und das Hörspielfestival besucht habe. Hätte ich ja nicht tun müssen. Hätte in der Zeit ja den Haushalt schwingen können oder was ich sonst so immer am Feierabend machen will. Na, hab ich doch.
Es ist immer das gleiche und ich bin es Leid. Ich muss mich doch nicht rechtfertigen, wenn ich nach der Arbeit nach Hause will. Das machen alle anderen Menschen so. Nur ich nicht, weil die Mutti das nicht will.
Beinahe wäre ich tatsächlich mit ihr in den Garten gekutscht. Da meinte sie aber, ich soll es lassen und stieg aus.

19:00 Uhr
Die Taschen sind ausgepackt und ihr Inhalt verräumt.
Jetzt bin ich froh, dass die Mutti dann doch ausgestiegen ist. Ich hätte mich doch tatsächlich breitklopfen lassen und sie in den Garten gebracht. Und dann wäre ich den ganzen Abend wütend auf mich selbst gewesen und hätte mir selbst Stress gemacht, weil ich nicht NEIN gesagt hatte. Und irgendwann hätte ich sie ja auch wieder heim bringen müssen. So war das jetzt schon besser.

21:30 Uhr
Die Hexe ruft kurz an. Ich bin aber dröselig, weil ich schon überm Einschlafen war. Also verschwinde ich dann mal ins Bett.

Gute Nacht euch allen.

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WmdedgT im Juni 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Ja, was mache ich an einem Sonntag, auf den der Fünfte des Monats fällt?
Ich stehe um 3.30 Uhr auf, weil ich mal zwischendurch munter bin und mir sogleich wieder eine Menge zu tun einfällt. Mach mal langsam, könntet ihr sagen. Es ist schließlich Sonntag. Schon, aber Sonntag, genauer Pfingstsonntag, bedeutet für mich familiäre Verpflichtungen. Die Mutti will bespaßt werden, da ja Feiertag ist und das somit ihr gutes Recht ist, von mir bespaßt zu werden. Da die Schwester zu Besuch ist, ist das nun nicht nur ihr Recht, sondern meine Pflicht.
Also, dann mal los:

03:30 Uhr
Der Gedanke an, was ich noch alles erledigen muss, raubt mir den Schlaf. Also hoch mit dem alten Körper, raus aus dem Bett. Schlafen kannst du, wenn du tot bist! Das wusste 1992 schon der schöne John {Bon Jovi}

Ich erledige einige Überweisungen. Höre nebenbei Il Civetto. Trinke zwei Tassen Kaffee, dann ist mir schlecht.
Ich räume in der Küche herum. Irgendwas räume ich immer.

05:40 Uhr
Ich kommentiere verschiedene Samstagsplausche. Lese und genieße andere, ohne Kommentar. Ich suche die möglichen Routen zu unserem heutigen Ausflugsziel heraus und kann mich nicht entscheiden, ob ich Landstraße fahre, wie sonst immer oder, der Schnelligkeit halber Autobahn. Wobei das am Pfingstsonntag vielleicht gar nicht schneller geht. Ich überlege, was ich anziehen möchte und ärgere mich ein wenig, dass ich gestern nicht noch eine Trommel Wäsche angesetzt habe. Naja, nun ist es nicht zu ändern.

07:35 Uhr
Inzwischen bin ich bei Bon Jovi gelandet. Ne Schnulze, ich weiß, aber wenn der Gunter {von seiner damaligen Band gibt es wohl keine Aufzeichnungen} die gesungen hat, bin ich regelmäßig dahingeschmolzen.

07:50 Uhr
Jetzt bin ich müde, aber wenn ich mich jetzt nochmal hinlege, verschlafe ich nachher womöglich.
Also hose ich mich an und mache mich schön, also, soweit das bei mir geht. Nee, ich bin nicht hässlich, ich brauche nur länger als andere im Bad *hüstel*
Das ist natürlich nur ein Spruch, denn ich schminke mich nie. Mit meinen Haaren bin ich derzeit aber sehr unzufrieden. So pfriemle ich dauernd an Frisuren herum, die ich dann doch wieder auflöse. So auch heute.
Zum Frühstück gibt es süßen Bulgursalat. Also, wirklich süß ist der natürlich nicht, aber es sind Rosinen drin. In Zukunft mache ich mir den selbst. Ich muss nur erst mal wieder Couscous und Bulgur holen und vielleicht auch Hirse. Wobei… Reis hab ich da und Buchweizen auch. So ein Salat aus Buchweizen hat auch was. Das könnte ich morgen gleich mal ausprobieren.

09:00 Uhr
Ich mache mich auf den Weg zu Mutti. Wir wollen uns 10 Uhr dort treffen und ich will noch das Auto aufräumen, damit die beiden hinten überhaupt sitzen können.

09:30 Uhr
Ich sage der Mutti Bescheid, dass ich da bin, aber noch zu tun habe und dass ich am oberen Ende der Straße parke. Sie kommt runter. Bis sie das geschafft hat, bin ich mit meiner Umräumaktion fertig und das Auto ist wieder chic. Ich flitze noch mal in ihre Wohnung, weil ich schon wieder pieseln muss. Ach ist das nervig.
Dann warten wir.

10:30 Uhr
Schwester und Schwager trudeln endlich ein, steigen in mein Auto um, dann kann es losgehen. Ich habe mich mittlerweile doch für die Landstraße entschieden {War eigentlich klar, oder?} und bin erstaunt, wie zügig ich durch Leipzig durch komme. Einmal quer durch. Dabei ist WGT und Stadtfest, aber trotzdem nicht viel los.

Mittag
Wir erreichen das Wasserschloss St. Ulrich und sind enttäuscht. Es ist eine heruntergekommene Anlage, deren Charme man nur erahnen kann, wenn man die Gabe dazu hat. Die hab ich und stelle mir vor, wie schön man das alles sanieren könnte. Natürlich ist mir klar, dass die Sanierung der gesamten Anlage wahrscheinlich mehrere Millionen verschlingen würde. Wer hat die schon?
Meine Reisegesellschaft steigt trotzdem aus und vertritt sich die Beine. Der Schwager knuckert, was ich da für ein blödes Ziel ausgesucht habe und weil es hier keine Gastronomie gibt.
Na, dem kann geholfen werden, schließlich sind wir am Geiseltalsee. Ich steuere die Seebrücke Brausbedra an und endlich sind alle glücklich. Also, zumindest die Mutti, die Schwester und ich. Ich glaube, der Schwager kann gar nicht glücklich sein, aber wenigstens meckert er nicht mehr.

14:30 Uhr
Mir fällt mit Schrecken die Parkuhr ein, aber es ist noch etwas Zeit. Die Reisegesellschaft möchte ohnehin aufbrechen. Die haben alle kein Sitzfleisch.
Auf dem Rückweg fahre ich ein Stück Autobahn. Blöde Idee, weil ich nicht wusste, wie intensiv am Schkeuditzer Kreuz gebaut wird und dass ich dort gar nicht in Richtung Leipzig {Dresden} abfahren kann. So ergibt sich ab Wiedemar dann noch ein ordenlicher Umweg, wieder über Landstraßen. Mutti und Schwester erfreuen sich an den Feldern mit Mohn. Der Schwager meckert. Was auch sonst?

Spätnachmittag
Wir kommen bei Mutti an. Die Schwester bekommt noch ein größeres Geschenk. Dann gibt es eine Verabschiedungsrunde und schon sind die Zwei wieder fort. Mir fallen die Augen zu. Die Mutti stupst mich an: Also, ich will dich nicht wegschicken, aber…
Nee, nee, alles gut. Ich mache jetzt los.
Unterwegs rufe ich die Hexe zurück, was ich ihr versprochen hatte.

18:00 Uhr
Als ich daheim ankomme, ist der Sohn da. Er wollte duschen, sich chic machen und dann los zum Klassentreffen.
Wir schwatzen kurz. Ich erzähle ihm vom Dienstag und welche seltsamen Gedanken ich mir um die Hexe mache. Bei dem Thema wird er immer unwirrsch. Es ist aber auch seltsam und ich weiß nicht so recht, was ich denken soll.

Irgendwann dann
Ich möchte diesen Eintrag fertig schreiben, aber mir fallen schon wieder die Augen zu. Ist vielleicht auch normal, da ich schon so früh auf war. Ich strecke mich mal kurz auf die Couch und dann ist dieser 5. Juni 2022 auch schon zu Ende.

Euch allen noch einen schönen Pfingstmontag.
Macht es euch fein.

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Juni 2020
Juni 2018
Juni 2017

WmdedgT im Mai 2022

Ja jaaa, es ist wieder mal der Fünfte und Zeit für das Tagebuchbloggen unter dem Motto
Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Da meine Tage wieder einmal sehr vollgestopft sind, wäre das ja diese Woche an jedem Tag angebracht gewesen. Nun mal los.

04:45 Uhr
Ich bin vor dem Wecker wach, was gut ist, weil ich noch Verschiedenes erledigen will, bevor ich aufbreche. Unter anderem packe ich meine Balkonkastenhalterungen ein und dazu einen von den kleineren Kästen als Muster. Ich will einen Kollegen fragen, ob er mir die Halterungen mal richtig herum zusammenschraubt. Freilich könnte ich das selbst, aber da muss ich denken, und das gelingt mir abends nach einem vollgepackten Tag manchmal nicht mehr. Gestern Abend zumindest gelang es nicht. 🙈
Ich packe auch Küchenutensilien ein und Zwiebeln, damit eine Kollegin unser Team-Mittagessen für morgen vorbereiten kann.
Da noch Zeit ist, probiere ich die To-god-to-go-App endlich einmal aus und bestelle eine Magic-Box in der Bäckerei um die Ecke. Heute Abend zwischen 19.30 und 20.00 Uhr kann ich sie abholen und bin jetzt schon sehr gespannt, was alles drin sein wird.

07:00 bis 11.00 Uhr
Der Arbeitstag beginnt mit Unvorhergesehenem. Eine Kollegin meldet sich kurzfristig für heute ab. Ich habe in dieser Schicht aber niemanden, der ihre Arbeit übernehmen könnte, außer mir selbst. Das ist nicht meine Aufgabe, aber was bleibt mir übrig?
Natürlich erledige ich die Verwaltungsarbeiten "nebenbei", nur das Kreative und das Miteinander bleiben auf der Strecke. Mal geht das, es darf nur nicht zur Regel werden.

11:00 bis 12.00 Uhr
Es sind Wege zu erledigen, die besser schon erledigt wären. Aber ich konnte ja nicht weg, bevor die zweite Schicht da ist. So ist nun Eile geboten. Dummerweise sind die Wege nur teilweise erfolgreich. Oh, Mann, ich bin das noch so gewöhnt, dass ich einen Laden {in diesem Fall ein Baumarkt} gehe und die Gerätschaften oder Ersatzteile bekomme, die ich brauche. Das hat sich leider geändert und man wird wohl künftig im Laden nicht mehr sagen: Ich möchte bitte…, sondern, wie vor mehr als dreißig Jahren: Haben Sie…? Naja, das hatte ich die ersten dreißig Jahre meines Lebens, das werde ich jetzt auch wieder meistern. Also, Sägeblätter für Bandsägen gibt es jedenfalls nicht.

Nachmittag
Die Zeit bis zum Schichtende des zweiten Durchgangs vergeht wie im Flug. Ich habe viel geschafft, wir haben viel geschafft.

15:30 bis 17.30 Uhr
Die Heimfahrt wird immer länger. Jetzt ist auch noch Machern gesperrt, zumindest in dieser Richtung.
Zum Glück präsentiert sich die Fahrtstrecke über weite Teile sooo schön. Das versöhnt ein wenig mit dem langen Weg.

Feierabend
Ich wollte mit dem Sohn zum Baumarkt, aber weil ich mir noch nicht schlüssig war, was genau ich für die neue Küche kaufen wollte, traf ich mich zunächst zur Fachsimpelei im Garten. Leider hatte er die Kinder eines Nachbarn da, die auf unserem Gemüsebeet Löcher gruben. Das war ein Geschrei. Wie zwei Kinder nur so viel Lärm machen können. Wirklich zum Fachsimpeln kamen wir nicht. Als dann auch noch verschiedene Gartennachbarn bei uns einfielen, von denen ich zumindest eine nicht leiden kann {viel Alkohol, gepaart mit Machogehabe} hatte ich es satt und packte meine Taschen.
Da klar war, dass der Sohn den letzten Bus nicht schaffen würde, bot ich ihm an, ihn heim zu bringen, bat jedoch darum, er möge es nicht so spät werden lassen. Meine Zeitvorgabe war 20.30 Uhr, er meinte, 19.30 sei er da.
Nunja, wie das bei seinem Zeitmanagement immer ist… 20.45 Uhr fragte ich telefonisch an, wie lange es wohl noch dauert. 21.30 waren wir dann endlich unterwegs.
Das war mein 5. Mai 2022.

In früheren Jahren

Mai 2021
Mai 2020
Mai 2017

WmdedgT im April 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Im Januar berichtete ich von einem Samstag, obwohl das gar nicht der 5. war. Im Februar fiel der 5. dann tatsächlich auf einen Samstag. Das war im März noch einmal so, aber aus Gründen, sie ich nicht mehr weiß, habe ich da überhaupt nix aufgeschrieben, was ich an diesem Tag getan habe. Vermutlich war ich depressiv und knautschig. Das war ich oft in den letzten Monaten, besonders am Wochenende, wenn ich mich eigentlich erholen wollte. Kann das sein, dass ich einen gewissen Stresspegel brauche?
Nun ist Dienstag, ein ganz normaler Arbeitstag. Mal sehen, was ich da so alles anstelle.

04:30 Uhr
Der Wecker reißt mich aus einem seltsamen Traum. Ich brauche fast bis zum nächsten Klingeln {Erinnerungsfunktion in 5 Minuten}, um klar zu kommen. Das kenne ich so nicht, normalerweise bin ich hallowach.

05:00 Uhr
Es ist erstaunlich, wie schnell man eine Reisetasche für 4 Tage packen kann, wenn man das unbedingt will. Tja, nachdem mich der Wind am Montag auf der Heimfahrt fast von der Landstraße geweht hätte, wollte ich die gepackte Tasche zumindest dabei haben, falls ich mich kurzfristig entscheide zu bleiben.

07:30 Uhr
Diesmal hatte ich kein Problem mit der Geschwindigkeit bei Sturm. Ich zockelte hinter einem Laster her, der in Ortschaften 20 und auf der freien Strecke maximal 60 km/h fuhr. Der Kollege war schon da, als ich ankam, und die Einrichtung war dienstbereit, obwohl wir den Laden erst 8 Uhr öffnen.

08:00 Uhr
Pocahontas schneit zur Tür herein. Ich freue mich so. Sie auch, denke ich. Sie hat jede Menge Bastelmaterial im Gepäck und toll gestaltete Ostereier. Und ganz viel Wollespenden, die in Torgau nicht verarbeitet werden können.
Ich setze erst mal Tee auf. Dann fachsimpeln wir über diverse Projekte und über meine Fahrtkostenabrechnung für Januar, die jetzt aus der Zentrale zurückkam und angeblich falsch ist. Wir wissen aber beide nicht, was damit nicht stimmen soll.

10:00 Uhr
Pocahontas muss wieder los, weil sie ihre Mittagsschicht nicht allein lassen möchte. GabhÄu kommt früher und bringt Berge von Nudel- und Kartoffelsalat mit und super leckere knackige Würstchen. In diesem seltenen Fall sitzen alle beisammen, schlemmen und schwatzen. Ich begrüße solche Zusammenkünfte, da sie zur Teambildung beitragen. Für die Freitage, wenn alle in einer Schicht arbeiten, wollen wir das etablieren.

Ich verschenke mein erstes Gebamsel und erzeuge große Freude damit. Beate hat mich gewarnt, dass Gebamsel süchtig machen. Tun sie.

12:00 Uhr
Es wird fleißig an Osterdeko gewerkelt, während ich an neuen Gebamseln häkle.

Nachmittag
Ich bin so müde, dass ich mit der Häkelnadel in der Hand einschlafen könnte. Zum Glück ergeben sich während der Arbeit auch Gespräche, bei denen wir herzhaft lachen können. Das macht munter.
Trotzdem überlege ich, nach der Arbeit erst einmal nicht nach Hause zu fahren, sondern ein Power Napping einzulegen. Danach fahre ich erst mal noch zum Dönermann und genehmige mir einen Dürüm.

19:00
Jetzt ist wirklich Feierabend. Viel wird aber nicht mehr. Ich häkle wieder und schaue nebenbei diverse Krimis aus verschiedenen Mediatheken.

23:00
Das war mein 5. April 2022. Ich bin müde und mache mich lang. Gute Nacht.

WmdedgT April 2021

WmdedgT im Februar 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Schon im letzten Monat habe ich von einem Samstag berichtet. Und nun fällt der 5. tatsächlich auf einen Samstag, also schaun wir mal, was ich eigentlich gemacht habe.

03:00 Uhr
Ich habe wohl erst einmal ausgeschlafen. Das kommt davon, wenn man am Abend zuvor so müde ist, dass man schon 22:00 Uhr ins Bett kriecht. Hm.
Ich ziehe einen Kuschelpullover über das Nachtgewand, krame das Strickzeug hervor, stelle eine Folge von "Barnaby" ein und verbringe so einen Teil der Nacht.

05:00 Uhr
Jetzt habe ich wieder "Bettschwere". Was mache ich denn nun? Stehe ich endgültig auf, um die Müdigkeit wieder zu vertreiben oder lege ich mich nochmal hin? Ich entscheide mich für Hinlegen.

07:40 Uhr
Aufgewacht. Und jetzt habe ich es tatsächlich eilig, denn ich habe für den Samstagsplausch diesmal noch gar nichts vorbereitet. Also los. Nach dem Zähneputzen direkt an den Rechner. Zwischendurch mal ne Tasse Kaffee.

09:33 Uhr
Der Plauschbeitrag ist draußen. Noch ein paar Kommentare da und dort und dann ab in die Küche zum Entsafter. Die Mutti braucht frischen Saft, den ich ihr nachher mitnehmen will, weil ich morgen nicht noch einmal nur wegen des Saftes hinfahren möchte.

10:00 Uhr
Nun aber schnell zu Mutti und dann mit ihr zum Obsthof. So schön ist es da. Wir kaufen aber tatsächlich nur Eier.
Der Wind ist stürmisch und weht mir die Kleine Frau fast um. Dafür vertreibt er die Wolken und lässt immer wieder die Sonne hervor blitzen. Weil es draußen so schön ist, fahre ich noch ein Stück überland und halte bei Gotha an einem Weiher. Über die Dörfer kommen wir nach Eilenburg, und weil wir einmal da sind, schauen wir in den Schnickschnack-Laden. Töpfe gibt es dort diesmal nicht, nur Pfannen. Aber Pfannen brauchen wir gerade nicht. Dann ist die Mutti ziemlich fertig, so dass wir heimkehren. Sie meint dann auch, sie ginge jetzt mal in ihr Bett. So komme ich auch relativ früh wieder heim.

15:30 Uhr
Daheim angekommen, putze ich zu erst den Entsafter, weil ich das am Vormittag nicht mehr geschafft hatte, bevor ich los musste. Dann bin auch ich reif für die Couch. Einige wenige Runden stricke ich, dann fallen mir die Nadeln aus der Hand.

18:00 Uhr
Uiuiui, jetzt habe ich doch glatt den restlichen Nachmittag verschlafen. Nach der chaotischen Nacht habe ich das gebraucht.

Ich telefoniere mit Lili und mit dem Sohn.
Später setze ich das Eisbein auf. In den zwei Stunden, die es vor sich hin köchelt, stricke ich das 4. Sockenpaar fertig.

22:30 Uhr
Noch eine Folge Barnaby, dann ist der 5. Februar 2022 auch schon wieder Geschichte.

In früheren Jahren
Februar 2021
Februar 2020
Februar 2018

WmdedgT im Januar 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Ich hab mir das angewöhnt und schon drei Jahre mehr oder weniger regelmäßig an jedem Monatsfünften aufgeschrieben, was ich so den ganzen Tag über tue. Da nun aber dieser 5. Januar vollkommen unspektakulär verlief, dafür aber der Samstag einige Aktivitäten bereit hielt, berichte ich diesmal einfach vom 8. Januar.

06:00 Uhr
Meine Augen klappen auf und als ich die Uhrzeit sehe, schlenker ich die Beine aus dem Bett und stolpere in den Tag.
08:00 Uhr
Waschfee angeworfen und nun gibt’s Kaffee.
Jetzt hätte ich doch beinahe den Samstagsplausch vergessen. Dabei hatte ich den schon vorbereitet. Nun aber.
09:00 Uhr
Ich habe da was zu räumen und wie das bei mir oft passiert, verzettle ich mich. Da fällt mir hier was in die Hände, da muss dort erst noch was weggetan werden, bevor das, was ich eigentlich räumen will, Platz findet. Na, wahrscheinlich kennt ihr das auch. Also, vielleicht, oder?
10:11 Uhr
Es klingelt und ich erschrecke heftig. Dabei erwarte ich die Katl, also gibt es keinen Grund zu erschrecken.
Ich habe einen kleinen Plan für unsere Räumaktion, den die Katl auch umsetzt. Ich selbst bin immer noch fusselig und unkonzentriert. Renne hierhin und dahin und bekomme nicht wirklich was fertig.
Das ändert sich erst, als die Waschfee fertig ist und ich mich entschließe, die Wäsche draußen aufzuhängen. In der frischen Luft auf dem Trockenplatz komme ich zu mir. Das Wäscheaufhängen hat fast etwas Medidatives.
12:30 Uhr
Es klingelt. Diesmal erschrecke ich nicht. Es ist der Heizungsableser und er ist super pünktlich und auch ganz schnell wieder weg.
Ich habe Hunger, aber keine Lust zu kochen. Die Katl meint, wenn mir eine Schnitte reicht, reicht ihr das auch. Am Ende sind es ein paar Schnittchen mehr und es gibt Käse, Gehacktes und Gänsefett. Hmmmm.
Zwischendurch ruft der Sohn an, der für die Oma noch Wurst kaufen soll. Die will er dann zu mir bringen, damit ich sie mitnehmen kann. Wie jetzt?
Das mit dem "Russenladen" vertagen wir auf unbestimmte Zeit. Und dann fange ich an, den Nachmittag umzudisponieren und diese Idee der Katl nahe zu bringen.
15:00 Uhr
Wir fahren los, damit ich die Katl daheim absetzen und dann gleich zur Junghexe weiterfahren kann.
Das Mädel steht barfuß auf der Straße und ich decke ihr erst einmal meine Jacke über die Beine, als sie ins Auto eingestiegen ist. Wir plaudern im Auto bis mir kalt wird und sie mehrere Anrufe ihrer Freundin entgegengenommen hat, wann sie denn endlich wieder rein kommt.
Als ich von ihr wieder wegfahre, fällt mir ein, dass ich Sohn und SchwieTo gleich mitnehmen könnte zum Einkaufen. So brauche ich nicht darauf zu warten, dass sie irgendwann soweit sind.
Sie nehmen mein Angebot dankbar an. Danach fahren wir alle zusammen zu Oma/Mutti, wobei die SchwieTo lieber zu ihrer Schwester geht, die mit der Oma Wand an Wand wohnt.
Die Mutti ist froh über unsere "Mitbringsel", meint dann aber: Also, der Saft, den du gekauft hast, schmeckt gut. Aber deiner ist viiiiel besser. Na, das freut mich ja nun. Ich verspreche, ihr morgen selbstgepessten Saft zu bringen. Das freut nun wiederum sie.
19:00 Uhr
Langsam wird es Zeit, wieder heim zu fahren. Wir nehmen noch die andere Schwester der SchwieTo mit. Ich lade alle Menschen mit all ihren Einkäufen ab. Dann mache auch ich mich auf den Heimweg.
20:00 Uhr
Ich sitze auf meiner Couch. Aus der Mediathek habe ich mir einen Film herausgesucht und das Strickzeug liegt bereit.
Ich habe das gute Gefühl, dass dies ein sehr schöner Tag war und mir alles gelungen ist, was ich tun wollte.
Auch wenn ich viel Rennerei hatte {mehr als 10.000 Schritte} und viel Fahrerei {die Kilometer weiß ich gerade nicht}, war doch alles entspannt. So darf es öfter sein.
Das war nun mein WmdedgT vom Januar 2022.

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Januar 2019

WmdedgT im Dezember 2021

Auch heute fragte Frau Brüllen wieder Was machst du eigentlich den ganzen Tag?.
Ein besonderer Tag war und ist das für mich. Die Quarantänezeit ist vorüber und der offizielle Test im Testzentrum war negativ, so dass ich wieder unter Menschen darf und als genesen gelte. Übrigens hab ich mich nur ins Testzentrum getraut, weil ich vorher schon jeden Tag einen Schnelltest daheim gemacht hatte und diese seit Mittwoch oder so schon negativ waren. Andernfalls wäre ich selbstredend nicht rausgegangen.
Und nun, was war heute los?

05:03 Uhr
Ich wache auf und weiß, dass ich nicht nochmal einschlafen werde. Nicht gleich. Wirklich tun mag ich aber auch nichts, weil ich mich immer noch sehr abgeschlagen fühle. Also verkrieche ich mich auf meine Couch und schnappe mir eine frisches Knäuel Sockengarn. Heute macht das Spaß. Auf Spot**y suche ich mir {m}eine Playlist von Wenzel und träume davon, im kommenden Sommer vielleicht doch wieder zum Hafenfest nach Kamp zu dürfen.

06:00 Uhr
Ich habe einen Mordshunger. Also brate ich eine Zwiebel an und dann die Reste der Bratkartoffeln von gestern Abend. Ein Ei drüber. Lecker.
Ich schaffe nur die Hälfte. Wo ist denn mein riesiger Hunger hin?

08:05 Uhr
Ich wollte doch noch frischen Saft pressen für meine Lieben zum Frühstück. Also wasche ich Äpfel, schäle Karotten und Mandarinen und jage alles durch den Schredder {Rohentsafter, mein neuestes Lieblingsspielzeug}. Ich fülle den Saft in meine schönen bunten Flaschen, eine in den Kühlschrank, die andere in meine Tasche.

09:00 Uhr
Jetzt muss ich mich aber beeilen, denn ich muss unbedingt noch unter die Dusche, bevor ich losfahre zur Mutti. Da sind die Schwester samt Mann zu Besuch für 4 Tage und ich soll/möchte/darf zum Frühstück kommen.
Den Saft und das Strickzeug nehme ich mit.

Vormittag
Ich hänge strickenderweise im Sessel herum, während im Fernsehen Märchen laufen.
Gegen Mittag bekomme ich wieder Hunger, aber es gibt heute kein Mittagessen. Stattdessen am Nachmittag Kaffee und ein Stück Stolle.
Die Schwester besucht eine Freundin und ich fahre heim.

17:00 Uhr
Mir geht’s nicht gut. So seelisch. Ich versuche zu lesen, aber der Hiddensee-Krimi macht mich auch trübsinnig. Hätte ich nicht für möglich gehalten.

18:00 Uhr
Ich setzte mich an den Rechner und mit den Kommentaren zu meinem letzten Eintrag auseinander. Das kostet Kraft, doch ich finde, wenn ich eine Lawine von Kommentaren lostrete, bin ich auch in der Verantwortung, mich darum zu kümmern.

ab 19:45 Uhr
Ich schalte den Livestream zu Sarah Lesch ein, hole mir meine Saftflaschen aus dem Kühlschrank und genieße ein wunderbares Wohnzimmerkonzert.
Als dieses gegen 22:30 Uhr zu Ende ist, gibt es noch eine Live-Session auf Insta. Während ich die verfolge, schreibe ich diesen Eintrag hier. Und es geht mir seelisch wieder besser. Also, in den Kommentaren gestern und heute kam auch so bissel zum Ausdruck, dass wir wohl auf hohem Niveau jammern. Na, das machen wir ohnehin gern. *hüstel* Und dass wir mal überlegen sollten, was wir wirklich brauchen. Und ja, stimmt, es ist nicht notwendig, bei den kleinen Einzelhändlern Briefumschläge oder zwei Knäule Baumwollgarn zu kaufen, außer vielleicht für den Einzelhändler. Es ist auch nicht notwendig, Hähnchenfleisch oder Käse zu kaufen, die letzten 14 Tage ging es auch mit Butterbrot und es wäre auch ohne Butter gegangen. Sogar die seit 2 Wochen abgelaufene Buttermilch war noch genießbar. Das geht alles, und ich wäre auch in der Lage und bereit, auf noch viel mehr zu verzichten. Balast abwerfen wäre sowieso gut. Aber für die seelische Gesundheit brauche ich Kultur, brauche ich persönlich Musik und die auch nicht nur aus der Konserve, sondern bitte, bitte auch wenigstens ab und an so wie heute Abend. Also, doch, ich finde schon: Kultur ist systemrelevant, wie ein befreundeter Kabarettist schon im Spätherbst 2020 äußerte. Freilich werde ich mit dieser Meinung ganz bestimmt auch wieder anecken. …die Armee der Zeigefinger brüllt: du spinnst… Zitatende.
Egal. Das war’s für heute.
Gute Nacht.

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