WmdedgT – März 2019

Ich war nur dreimal wach in dieser Nacht, 00:50, 03:10 und 04:50 Uhr. Geträumt hatte ich wieder allen möglichen Unsinn, kann mich aber inzwischen nicht mehr daran erinnern. Ich trödle zunächst im Bad herum, setze dann Kaffeewasser auf und schon bin ich mitten drin im Tagebuchblog unter dem Motto Was machst du eigentlich den ganzen Tag?, das Frau Brüllen auch heute wieder sammelt.
Den Guten-Morgen-Kaffee trinke ich nicht aus, weil ich plötzlich keine Ruhe mehr habe. Etwas drängt mich zu gehen. Das war gestern schon so.
Der Wind hat nachgelassen, gelegt {wie gestern Nachmittag vorhergesagt} hat er sich noch nicht. Heute Morgen lautet die Wetterprognose schon wieder ganz anders. Der stürmische Wind wird noch bis morgen anhalten. Die dunklen Wolken sorgen für eine seltsame Stimmung, für ein ganz eigenes Licht. Neonengellicht.
Am Arnoldplatz stehe ich plötzlich und ohne Vorwarnung vor einer Bake, die meinen üblichen Weg versperrt. Also wenden, die andern Fahrzeuge vorbei lassen und nach etwa 800 Metern wieder auf die alte Route treffen. Ein paar Kreuzungen weiter steht wieder eine Bake im Weg. Die kenne ich schon, die hat mich gestern Morgen überrascht. Nachdem ich sie umfahren habe, kehre ich nicht wieder auf die gewohnte Strecke zurück, sondern wage mich am Hauptbahnhof vorbei. So früh am Morgen ist der Verkehr dort noch erträglich.
07:01 Uhr stehe ich auf dem Parkplatz des Kaufmannsladens. Ich brauche Mineralwasser. Und Gemüse. Und irgendwas Kalorienarmes und Kohlehydratfreies, das den Magen beruhigt. Das finde mal! Ich kaufe Karotten, Brokkoli, braune Champignons, Hähnchenschinken {der ist neu} und Käse. Das ist dumm, denn der hat fast 300 Kalorien auf 100g. Den esse ich dann lieber doch nicht.
In der Firma habe ich noch Zeit für einen Kaffee und um einen Moment auf dem Fluss hinunter zu schauen. Das tut gut.
Am Ende des Arbeitstages genieße ich noch einmal ein paar Blicke auf den Fluss.

Auf dem Heimweg höre ich Catrins Sprachnachricht ab, gerate in einen heftigen Regenguss, erreiche den Sohn per Telefon und weil inzwischen wieder die Sonne strahlt, biete ich ihm an, ihn abzuholen und mit nach T. zu nehmen. Ich setze ihn vor meiner Haustür ab und fahre weiter zur Ärztin, um mir eine Überweisung abzuholen. Die Weiterfahrt zum Rathaus spare ich mir und düse heim, weil ich mit dem Sohn noch eine Tasse Kaffee trinken möchte. Im Kofferraum entdecke ich die beiden Rosenstöckchen wieder, die ich am Morgen aus dem Kaufmannsladen mitgebracht habe. Die hatte ich ganz vergessen. Am Wochenende werden wir die in den Garten pflanzen, ich muss nur noch überlegen, wohin genau.
Nach dem Kaffeetrinken verabschiedet sich der Sohn zu einem Bekannten, ich widme mich den Büchern, die ich ausgeliehen habe. Spannend.
Am Abend ruhe ich ein wenig auf der Couch, bis ich den Sohn wieder nach Hause bringen kann. Er kommt aber nicht, ist 23:00 Uhr noch unterwegs. Also gehe ich ins Bett, und der Sohn wird später auf meiner Couch übernachten.
So schnell verging der 5. März in diesem Jahr.

WmdedgT – Januar 2019

Wie gesagt, klingelte 05:10 Uhr der Wecker.
An einem Samstag. Das hat man nun davon, wenn man an irgend einem Samstag eine Freundin in aller Frühe zum Bus bringt und danach vergisst, die Weckereinstellung wieder auf "normal" umzustellen, also auf am Wochenende klingelst du nicht. Aber gut, so habe ich wenigstens etwas zu erzählen, wenn Frau Brüllen wie an jedem Fünften wieder fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?.
Ich setze Kaffeewasser auf, füttere die Waschfee mit den Badesachen von gestern, um in einem Spülgang erst einmal die Chlorrückstände herauszulösen und verbringe auch sonst einige Zeit im Bad.

06:00 Uhr
Die Waschfee dreht die zweite Runde, diesmal richtig mit Waschmittel und allem. Derweil schreibe ich den Beitrag für den Samstagsplausch.

07:30 Uhr
Noch eine Tasse Kaffee. Dann hängt die Wäsche auch schon auf der Leine.
Ich experimentiere mit einer App und ein paar Fotos herum, stricke ein paar Runden und schaue in der Mediathek den Film von gestern Abend zu Ende.
Später entdecke ich in einer anderen Mediathek eine Serie, die ich bisher noch nicht kannte. Dafür kenne ich die meisten Schauspieler und freue mich über diese Entdeckung. Zu Ende schauen kann ich den ersten Film nicht, weil er 1 Stunde 43 Minuten läuft und ich für den Vormittag noch etwas anderes auf dem Plan habe.
So rufe ich Mutti an, um zu fragen, ob der Sohn gestern bei ihr war. War er. Auch sehr geholfen hat er ihr, nur musste er dann zum Bus, so dass die kleine Frau ihm gar nicht erst gesagt hat, was sie außerdem gern erledigt haben wollte. Deshalb ziehe ich mich straßenfein an und mache mich gegen halb 11 zu ihr auf den Weg.
Zur Begrüßung bekomme ich einen weiteren Kaffee {nun ist es langsam genug} und mache ich dann über zwei Schrankfächer her, die ich komplett ausräume. Wir sichten den Inhalt gemeinsam und sortieren großzügig aus. Am Ende der Aktion hat sie zwei halbleere aufgeräumte Fächer.
Ich hocke noch ein wenig bei ihr herum und trete dann den Heimweg an.

13:00 Uhr
Ich habe Appetit auf eine heiße Brühe. Also ab in die Küche.

15:00 Uhr
Ein Mittagsschläfchen, das ich für dringend nötig hielt, habe ich zu Gunsten vieler Strickrunden gestrichen.

Nachmittag
Es gibt einige Telefonate, um die abendliche Fahrt nach Frohburg zu verabreden. Ich möchte nicht so spät los, damit noch etwas vom Abend übrig ist, wenn ich zurückgekehrt sein werde. Die Mädels möchten so spät wie möglich los, damit sie noch lange beisammen sein können. Wir einigen uns auf 20 Uhr.

20:17 Uhr
Die Mädels mussten erst noch ihre Tasche fertig packen, deshalb kommen wir mit Verspätung los. Zum Glück hatte ich den Sohn zuerst abgeholt. Er programmiert das Navi, das unterwegs andauernd die Route neu berechnen muss, weil ich mich nicht an die Vorgaben halte. Tatsächlich brauche ich die Unterstützung auch nur für das letzte Stück ab Bad Lausick.

Im Laufe des Abends
Wir werden sehr herzlich empfangen. Schwatzen, lachen, knuddeln das Baby. Vangelis kocht für uns und wir essen alle zusammen. Ich finde das herrlich, in einer großen Runde beisammen zu sitzen und gemeinsam zu essen. Neun Personen waren wir, plus Baby.

23:15 Uhr
Huch, wann ist es denn so spät geworden? [Insider] Nun aber schnell: Aufbruch. Wir werden um so eine Zeit doch JJ gar nicht mehr los. {Nicht, dass wir sie wirklich los werden wollen. Doch da sie keinen Schlüssel hat, ist sie darauf angewiesen, dass sie daheim von jemandem eingelassen wird. Wenn aber alle bereits schlafen, wird das schwierig, zumal wir nicht klingen können, weil es auch dort ein Baby gibt, das wir nicht wecken wollen.}

00:30 Uhr
Wir stehen vor JJs Haustür. Alles ist dunkel und wir schlagen vor, dass sie bei Papa übernachtet. Das erscheint mir einfacher, als jetzt noch wen heraus zu klingeln. Doch dann öffnet doch noch jemand.

01:00 Uhr
Ich habe noch shnell den Sohn nach Hause gebracht und bin selbst eben daheim angekommen. Der Fünfte ist natürlich vorüber, aber die Heimfahrt gehörte schon noch mit zu diesem schönen, abwechslungsreichen und doch sehr entspannten Tag.
Nun aber schnell ins Bett.
Gute Nacht.

WmdedgT – Dezember 2018

Es ist wieder einmal der Fünfte und Frau Brüllen sammelt unsere Beiträge zu der Frage Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Dieser Mittwoch ist bisher der entspannteste Tag der gesamten Woche und wird das im Hinblick auf die Termine, die ich nicht vergessen darf, vermutlich auch bleiben. Der Start in den Tag war allerdings etwas unentspannt.

03:19 Uhr
Ich muss nur kurz ins Bad. Auf dem Rückweg treffe ich den Sohn in der Küche. Was macht er denn da?

05:15 bis 06:20 Uhr
Ich frage den Sohn vorsichtig an, ob er nun in aller Frühe mit in die Stadt fahren will oder eher doch nicht. {Ich möchte mich ja drauf einrichten, ob ich früher los muss, wegen veränderter Fahrtroute und so.} Zum Dank knurrt er mich an, alles sei sinnlos, er sei wach, seit wir uns vorhin in der Küche getroffen haben, und und und. Als könnte ich was dafür. Hach. Ich beschließe, mich nicht zu ärgern, und weil ich nun nicht früher los muss, kann ich meinen Adventskalender genießen.

08:00 bis 12:00 Uhr
Es gibt Menschen, mit denen kann man einfach nicht arbeiten, weil sie eben nicht arbeiten. Da versuche ich, eine gewisse Person dazu zu bringen, einfache Aufgaben auszuführen. Das versuche ich im Übrigen jeden Tag auf’s Neue. Da kommen dann so Sprüche wie: Ich schaue lieber erst nochmal zu, nicht dass ich was falsch mache oder Ich bin lieber so jemand, der im Team arbeitet, was dann aber so aussieht, dass die anderen arbeiten und derjenige dabei steht und minder schlaue Kommentare abgibt. Heute Vormittag dann die Krönung: Ich kann das ja gar nicht können, ich bin ja ganz neu hier.
Sie sind seit zwölf Wochen hier und ich erkläre es Ihnen jeden Morgen wieder. Die anderen sind seit 3 Wochen da und können es längst.
Ja, aber ich brauche das ja später nicht. Wenn ich in einen Betrieb komme, wo ich sowas machen muss, da müssen die mich ja erst mal einarbeiten. Dafür gibt es ja die Probezeit.
Herr, wirf Hirn vom Himmel! Und für die Weiterbildung solcher Menschen werden unsere Steuergelder verschwendet!

12:00 bis 15:00 Uhr
Ich konzentriere mich auf die Menschen, die lernen wollen. Die besondere Person wird dann nächste Woche eine besondere Beurteilung bekommen. Danach sehe ich sie hoffentlich nie wieder.

Feierabend
Es gibt mehrere Optionen.
1) Schnell einkaufen und danach zu Hause Plätzchen backen
2) Zu Katl fahren und mit ihr Tee trinken und vielleicht ein wenig stricken
3) Zum Sohn in den Garten fahren und erst, wenn es dunkel ist zu Katl gehen und Tee trinken
Unterwegs telefoniere ich mit Katl und entscheide mich für die zweite Variante. Wir essen zusammen Abendbrot. Da wir beide sehr müde sind, lassen wir das mit dem gemeinsamen Stricken für heute sein.
Ich bin relativ früh zu Hause und möchte die Zeit nutzen, diesen Eintrag zu schreiben. Während ich warte, dass der Rechner hochfährt, übermannt mich die Müdigkeit.
21.30 Uhr
So richtig bequem ist das nicht im Sessel. Trotzdem habe ich ulkiges Zeugs geträumt. Nun aber schnell noch den Blogeintrag schreiben. Inzwischen kommt der Sohn heim. Ich erzähle ihm von meinem Vormittag. Er schafft es, dass wir herzhaft darüber lachen und ich mich nicht mehr ärgere. Die vernichtende Beurteilung wird es nächste Woche trotzdem geben. Potenzielle Arbeitgeber sollen schließlich von vorn herein wissen, was sie da erwartet.
Jetzt verlinke ich diesen Eintrag noch bei Frau Brüllen und wünsche euch allen eine gute Nacht.

WmdedgT – November 2018

Wie jeden Monat fragt Frau Brüllen am 5. wieder Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
02:58 Uhr
Ich wache schon das vierte Mal in dieser Nacht auf. Die Kopfschmerzen sind mittlerweile so heftig, dass ich mich doch auf die Suche nach einer Tablette mache. Zum Glück hatte ich noch zwei in der Handtasche. Also los. Runterschlucken. Und dann noch mal die Augen zu.
04:10 Uhr
Schon wieder wach. Aber wenigstens sind die Kopfschmerzen weg und eine Stunde bleibt noch bis zum Weckerklingeln.
05:00 Uhr
Ausgeschlafen kann man das nicht gerade nennen. Aber nutzt ja nix, die Nacht ist vorbei. Kaffeewasser aufsetzen, Kerzen in der Küche anzünden, dann ins Bad.
Der Guten-Morgen-Kaffee tut gut. Jetzt bin ich im Tag angekommen.
06:38 Uhr
Ich hätte früher losfahren sollen. Nun stehe ich im Stau. Zum Glück ruft meine Schwester an und versüßt mir die nächsten 50 Minuten mit einem leichten, lockeren Gespäch über alles Mögliche.
07:28 Uhr
Angekommen, Parkplatz gefunden. Es bleibt noch Zeit, zu dem Bäcker zu gehen, der die besten Stollen in ganz Leipzig bäckt. Ich kaufe mir zwei Scheiben. Dürfte ich eigentlich gar nicht essen. Aber ich kenne mich. Wenn ich die verputzt habe, brauche ich für den Rest des Jahres keine mehr.
08:00 bis 09:00 Uhr
Die Neuen trudeln ein. Hatten wir nicht 8 Uhr gesagt? Einer hat sich nicht hergefunden, einer saß im falschen Kurs, einer kam gar nicht. Das kann ja heiter werden.
10:20 Uhr
Ich habe die Einweisung endlich geschafft und darüber die Frühstückspause verpasst. Aber nun läuft wenigstens alles und ich kann zur Besprechung mit der Lieblingskollegin gehen. Danach kann ich gleich den Arbeitsplan für nächste Woche noch einmal neu schreiben, weil sich schon wieder Änderungen ergeben haben. Langweilig wird es hier jedenfalls nicht.
12:00 Uhr
Die Mittagspause habe ich nicht verpasst. Zeit für einen Kaffee. Dabei werde ich in ein Gespräch einbezogen, bei dem ich sehr interessante Dinge erfahre. Zuversicht erfüllt mich.
12:30 Uhr
Der Nachmittag verläuft entschleunigt. Die Neuen haben sich erstaunlich schnell zurecht gefunden. Das freut mich.
Außerdem ist die Sonne herausgekommen und spendet wenn schon keine Wärme, so immerhin gute Laune.
15:00 bis 16:10 Uhr
Auf dem Heimweg telefoniere ich mit Jürschn, wobei sich unsere Verabredung im Garten zerschlägt, denn ihm geht es nicht gut. Vielleicht morgen versucht er mich zu trösten, während ich ihm rate, sich erstmal um seine Gesundheit zu kümmern. Morgen kann ich sowieso nicht. Da bin ich mit Mutti zum Kino verabredet.
ab 16:15 Uhr
Feierabend daheim.
Gemütlichkeit zieht ein, sobald sich der Duft der aus der neuen Duftlampe in der Küche und später in der gesamten Wohnung verbreitet. Zum Abendessen gibt es ein Süppchen und Gemüse. Ich habe vergessen, Mineralwasser mitzubringen, also koche ich Tee. Ich möchte gern stricken, doch dann lese ich mich wieder in einem Krimi fest.
Zwischendurch gibt es ein paar Telefonate mit dem Sohn. Über Jobs und Busverbindungen und Dienstreisen und und und…
22:30 Uhr
Die Schrift verschwimmt vor meinen Augen, die mir immer wieder zufallen. Also dann, ab ins Bett.
Morgen schaue ich dann, was ihr anderen alle am 5. November eigentlich gemacht habt.

WmdedgT – Oktober 2018

Wie jeden Monat fragt Frau Brüllen am 5. wieder Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Es ist Freitag, und wir wollen mal schauen, was ich so alles zusammen bringe.
04:00 Uhr
Ich erwache aus einem chaotischen Traum. Immerhin: Ich träume wieder. Und ich freue mich, dass ich noch Zeit habe, mich noch einmal umzudrehen.
05:11 Uhr
Nun aber raus aus den Federn. Taschen packen. Was muss denn alles mit? Strickzeug, Buch, warme Klamotten, was Luftiges. Wer hier öfter liest, ahnt schon, worauf das hinaus läuft. Auf ein Gartenwochenende. Was ich nicht einpacke, sind die Utensilien, die ich für Übernachtung im Garten brauchen würde, denn das werde ich mir nun doch verkneifen. Auch wenn für die Tage Temperaturen bis 26°C vorhergesagt sind, werden die Nächte sicher recht kalt. Da schlafe ich daheim dann vermutlich doch besser. Außerdem habe ich noch Bürokram zu erledigen, der zwar vorbereitet, aber eben noch nicht fertig ist. Das kann ich machen, wenn es am Abend dunkel geworden ist. Passiert ja leider jeden Tag früher.
06:25 Uhr
Jetzt ist Eile geboten, denn ich will noch in den Kaufmannsladen. Wenn ich es schaffe, noch Kuchen für den Nachmittagskaffee zu kaufen, kann ich mir auf dem Heimweg den Gang in den N-Markt sparen und früher im Garten sein. Schließlich will ich den sonnigen Nachmittag ausnutzen.
07:45 Uhr
Geschafft. Kuchen gekauft, Gemüse für das Wochenende eingesammelt. Und einen Parkplatz gefunden. So treffe ich pünktlich am Arbeitsplatz ein. Der ist heute grenzwertig, denn ich kann momentan meinen Schreibtisch nicht benutzen. Der Raum wird in der nächsten Woche für einen Tag für eine Firmenschulung benötigt und wurde jetzt schon dafür vorbereitet. Nun darf er nicht mehr genutzt werden, damit wir die Vorbereitungen nicht wieder zunichte machen, indem wir dort arbeiten. Nunja. Den Raum, den wir jetzt nutzen, mag ich sehr. Er geht nach hinten hinaus zum Flüsschen. Sehr angenehm. Das Problem ist nur, dass er auch von einer anderen Gruppe genutzt wird {zeitgleich} und dass es dadurch zugeht, wie in der Klippschule.
12:00 bis 12:30 Uhr
Eine Teilnehmerin geht nahezu in jeder Mittagspause spazieren und hat dabei den Ulrichsteich entdeckt. Schon öfter hat sie gefragt, ob ich mitkomme, aber es hat sich nie ergeben, weil ich meine Mittagspausen sehr oft damit zubringe, anderen Kollegen zu helfen. Heute, dachte ich, könnte es klappen und wollte sie gerade fragen, als sie zu mir kam und fragte, ob ich heute vielleicht mitkäme. Jaaaaa!
Die Sonne wärmt, zwischen den Gärten ist es wunderbar ruhig. Als wir den Gartenverein verlassen und durch das alte Eisentor in den Park eintreten, wird es vollends still. Und dann, nach wenigen Schritten liegt der Teich vor uns.Ulrichsteich
Auf einer Bank verzehren wir unser mitgebrachtes Mittagessen. Bei mir gibt es Sushi.
Am liebsten würde ich gar nicht wieder zurück gehen. Andererseits ist der Raum, in dem wir noch drei Stunden zubringen werden, wirklich schön, so im Herbstsonnenlicht.
15:30 Uhr
Wochenfeierabend.
Ich hole die Mutti zu Hause ab und schleppe sie in den Garten. Dort mache ich Kaffee und backe 2 Stück Apfelkuchen auf.
Danach sitze ich mit dem Strickzeug in der Sonne.
Wenig später kommt der Sohn. Auch für ihn backe ich Kuchen auf. Dann möchte ich noch den Rosenkohl putzen. Das macht sich im Garten gut, weil ich die Abfälle gleich auf den Kompost bringen kann. Aber die Mutti friert. Obwohl der Sohn sie liebevoll in Decken wickelt, guckt sie wie ein Vögelchen, das aus dem Nest gefallen ist. Also packe ich das Gemüse wieder weg, schnappe das Mütterlein und bringe sie nach Hause.
19:00 Uhr
Ich überlege kurz, ob ich noch mal in den N-Markt gehe, lasse es aber sein. Um die Zeit auf den Freitag haben die dort sowieso nichts mehr in den Regalen liegen.
Daheim krame ich in der Wohnung herum, lese noch ein wenig und gehe früh zu Bett. Den Bürokram habe ich vertagt.

Das war mein WmdedgT? vom 5. Oktober 2018

WmdedgT – September 2018

Gestern fragte Frau Brüllen wieder Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Und? Was hab ich gemacht? Jede Menge, klar. War ja ein ganz normaler Arbeitstag. Also, dann will ich das hier mal festhalten.

05:00 Uhr
Der Wecker reißt mich aus einem seltsamen Traum über Dreharbeiten, die ich leitete und die ins Stocken gerieten, weil der Hauptdarstellter ins Gefängnis musste. Ich denke besser nicht darüber nach, was dieser Traum zu bedeuten haben könnte.

bis 06:20 Uhr
Ich springe noch im Nachtgewand auf den Dachboden, um mir ein Kleid zu holen, das dort zum Trocknen hing und das ich unbedingt an diesem Tag anziehen möchte. Danach trödele ich im Bad herum, nehme Sprachnachrichten für meine Schwester auf. Auf das Salatschnippeln verzichte ich an diesem Morgen. Dann muss ich auch schon los.

bis 07:25 Uhr
Im Auto stöpsle ich das Handy an, starte eine Tonaufnahme und schwatze während der Fahrt der Catrin die Ohren voll. Wie gut, dass wir herausgefunden haben, wie die Aufzeichnungen funktionieren, auch ohne dass man den Finger die ganze Zeit auf’s Display drückt.

8.00 Uhr bis 15:00 Uhr
Ein ganz normaler Arbeitstag, der alle 90 Minuten eine kurze und um die Mittagszeit eine längere Pause beinhalten sollte. Das ist in Schulen so üblich, auch in unserer. Nur nicht für mich. Denn ich komme an diesem Tag mal wieder überhaupt nicht dazu, irgend eine Pause zu machen. Dauernd, aber wirklich dauern werde ich wieder gerufen und muss Vorgänge erklären und zeigen, die ich keine 3 Minuten vorher schon einmal gezeigt und erklärt habe. Ich male es auf, ich lasse mir mit eigenen Worten wiedergeben, was man überhaupt tun und erreichen möchte. Und beim nächsten Versuch klappt es wieder nicht.
Erschwerend kommt hinzu, dass plötzlich und ohne ersichtlichen Grund auf einem Rechner die Software nicht mehr funktioniert, obwohl sie bis eben noch einwandfrei lief. Ich setze mich mit den Administratoren in Verbindung, die mir aber auch nicht wirklich helfen können.

15:00 Uhr
Ich bleibe länger im Büro, weil ich noch auf eine Mail eines der Admins warte. Diese kommt nicht, dafür eine andere, die mir zeigt, dass ich bei den Schuhen, die ich mir bestellt habe, doch die falsche Größe ausgewählt hatte. Schnell fülle ich die Retourenmeldung aus und bestelle die richtige Größe.

Hier für Catrin mal die "Latschen"

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Rieker Damen Clogs bei Amazon
Ich liebe Rieker-Schuhe, weil sie immer passen. Außerdem passt diese Art Schuhe zu meinem Kleidungsstil. Und die Modelle sind zeitlos.
Ganz besonders mag ich es, diese Schuhe bei Amazon zu kaufen, weil es dort die größte Auswahl dieses Herstellers gibt und weil ich dort auch Modelle bestellen kann, die es schon seit einigen Jahren gibt und mit denen sich Schuhgeschäfte, die ihren Kunden immer das Modernste und Neueste anbieten wollen, gar nicht bevorraten.
Dieses Modell habe ich mir nun schon zu dritten Mal bestellt, weil es mein Lieblingsmodell ist und ich die Schuhe beinahe täglich trage, und dass vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Klar, dass sie da nach 2 Jahren Tragezeit etwas abgewirtschaftet wirken und ich sie mal erneuern muss.

16:15 Uhr
Trotz Umleitung komme ich recht früh im Garten an und plündere erst mal den Kühlschrank. Ich hatte außer drei sauren Gürkchen noch nichts gegessen und das Gefühl, vor Hunger umzufallen. Dann höre ich Sprachnachrichten ab und quassele selbst ein paar, bis Katl kommt und mir die {zu großen} Schuhe bringt und etwas Spielgeld {jetzt hätte ich beinahe Falschgeld geschrieben}, das ich für den Unterricht brauche.
Wir machen Kaffee und hocken uns unter den Apfelbaum, wo ich ein wenig an meiner Decke stricke. Katl hat zwar Strickzeug dabei, aber wohl keine rechte Lust. Ich bin keine gute Gesellschafterin, aber das macht Katl nichts. Sie hat zum einen damit gerechnet und zum anderen verübelt sie mir das nicht.

gegen 19:00 Uhr
Katl bricht wieder auf. Sie will noch Apfelsaft kochen oder abfüllen oder sowas.
Ich bleibe noch und stricke noch ein wenig.
Es ist schon dunkel, als ich mich auf den Heimweg mache.
Daheim angekommen, höre ich noch einmal Sprachnachrichten ab. Dann lese ich.
23:00 Uhr
Zeit, ins Bett zu gehen.

Das war es, was ich den ganzen Tag gemacht habe.

WmdedgT – August 2018

Der 5. August, der Tag an dem Frau Brüllen wieder fragt Was machst du eigentlich den ganzen Tag?, fiel auf einen Sonntag. Ich freute mich schon darauf. Hey, Sonntag. Endlich mal Gelegenheit, etwas anderes zu tun, als Büroarbeit, die zwar interessant ist, aber nicht für die Blogleser, fürchte ich.
Und dann? Ja, dann hatte ich von dem schönen Sonntag auch nicht wirklich etwas zu berichten. Wobei…
Kurz nach Mitternacht.
Ich hatte es mir in meinem Lehnstuhl bequem gemacht, die Füße hochgelegt. Ich war eingerichtet für die Nacht. Der Sohn bestand allerdings darauf, mir noch ein Kissen zu bringen und eine leichte Decke. Dann verabschiedete er sich, wollte noch zu einem Freund. Im Nachbargarten ist noch eine Party im Gange mit Musik von Heintje und sehr viel Gekicher.
00:50 Uhr.
Ich ziehe vom Lehnstuhl auf die Hollywoodschaukel um. Die Party ist sehr viel leiser geworden. Irgendwo weit weg blitzt es immer wieder, aber über mir ist der Himmel sternenklar.
02:38 Uhr.
Kühler Wind streichelt mein Gesicht. Wie angenehm. Jetzt bin ich froh, dass ich die Decke habe. Die Party ist zu Ende, drüben ist alles dunkel. Nur das seltsame Blitzen, das gewiss kein Wetterleuchten ist, setzt sich noch immer fort. Es sieht fast aus wie das Blinken des Flughafen-Towers, nur steht der in einer ganz anderen Richtung.
05:03 Uhr.
Jetzt habe ich aber schön lange geschlafen, zweieinhalb Stunden am Stück. Es beginnt gerade zu dämmern. Ich ziehe die Decke, die bisher nur auf meinen Füßen lag, bis ans Kinn und weigere mich, aufzustehen. Schließlich ist Sonntag.
07:08 Uhr.
Sonne lugt zwischen den Apfelbäumen hindurch. Zeit, aufzustehen, mich frisch zu machen. Noch ist es angenehm kühl. Während das Kaffeewasser blubbert, mache ich erste Guten-Morgen-Fotos. Beim ersten Kaffee verbastle ich sie zu einem Gruß und versende ihn an meine Lieben. Crissi, die Nachbarin, kommt und wir trinken ein Käffchen gemeinsam. Es ist selten, dass sie am Sonntag Morgen dafür Zeit hat. Deshalb genießen wir das.
Etwas später bringt sie mir Tomaten, eigene Ernte. Hmmm, so aromatisch.
09:30 Uhr.
Nun ist Eile geboten, da ich um diese Zeit schon bei Mutti sein sollte. Ich rufe sie fix an und gebe Bescheid, dass ich unterwegs bin. Bis wir wieder im Garten ankommen, hat sich die Wolkendecke zugezogen. Ein frisches Lüftchen weht. Wir haben angenehme 24°C.
Ich koche Pellkartoffeln, die ich zum Abgießen einfach in die Wiese schütte. *kicher*
Ein paar davon schäle ich und schneide sie für den Salat. Mutti mopst mir mit spitzbübischem Lächeln immer wieder Kartoffelscheiben, bis ich ihr eine eigene Kartoffel zum Schälen gebe. Ich hole ihr noch Butter und Salz dazu, während ich noch eine Menge Gemüse schnipple und den Kartoffelsalat würze.
Zum Schutz vor gierigen Wespen muss die Salatschüssel unter die Käseglocke, die laut Etikett Speisen Abdeckhaube heißt.
12:30 Uhr
Die kleine alte Dame schreit Huuunger, dabei dachte ich, sie wäre schon vom Katroffeln-Naschen satt. Also essen wir unseren Salat. Ich räume den Tisch ab, hole Abwaschwasser, das heute nicht ganz so heiß wie sonst aus der Leitung kommt.
Mutti will unbedingt Unkraut rupfen, weil es heute ja so kühl ist. Zwischendurch ruft meine Schwester an. Ansonsten habe ich die ganze Zeit irgend etwas zu tun, zu muddeln. Nichts richtiges, aber da mal etwas Unkraut gezupft, dort mal was aufgeräumt. Ich würde gern lesen, aber Mutti fällt immer wieder etwas zu schwatzen ein, bis sie wieder zu ihrem Krimi greift und ich mich auf die Schaukel zurück ziehe. Aber da komme ich auch nicht zum lesen, weil ich einnicke.
Nach 20 Minuten erholsamem Schlaf ist es 15:00 Uhr und ich setze Kaffee auf. Nach dem Vesper vertieft sich Mutti wieder in ihr Buch, während ich wieder abwasche, den restlichen Salat transportsicher verpacke und dann durch den Garten ziehe, um unsere Pflanzen vor dem Verdorren zu retten.
Als ich mich wieder hinsetzen kann, um noch ein wenig zu lesen, hat Mutti ihren Krimi fertig und meiner ist weg. Ich frage mehr mich als sie, wo denn mein Buch geblieben ist. Da macht sie wieder ihr spitzbübisches Gesicht und hält das Buch hoch. AHA.
Nun gut. Also beschäftige ich mich noch ein bisschen. Zu muddeln gibt es immer etwas. Und dann packe ich auch schon langsam zusammen.
18:00 Uhr
Inzwischen hat auch die Mutti zusammengepackt, wir verlassen den Garten und ich bringe sie nach Hause. Vor der Haustür meint sie, es wäre ein sehr schöner Tag gewesen. Naja.
19:00 Uhr
Daheim füttere ich die Waschfee, schwatze mit dem Sohn. Esse zum Abend etwas von den mitgebrachten Resten.
Später hänge ich die Wäsche auf und lege mich für eine Weile ich die kühle Wanne.
Dann endlich lese ich noch eine Weile.
Gegen 22:30 Uhr beschließe ich diesen Sonntag, an dem ich das Gefühl hatte, immer nur herumgewuselt zu sein. Richtig fertig geworden ist nichts, aber richtig ausgeruht habe ich mich auch nicht. Da ist die Frage Was machst du eigentlich den ganzen Tag? nur allzu berechtigt.

WmdedgT – Juli 2018

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Das fragt Frau Brüllen auch heute wieder.

Jahaaa, es ist der 5. und schon Juli. Mehr als die Hälfte des Jahres um, die Sommersonnenwende vorüber und ich bilde mir ein, das Dunkler-Werden morgens schon zu spüren, wenn ich in der Dämmerung aufwache und hoffe, noch genug Zeit zu haben, um noch einmal einzuschlafen, bevor der Wecker schreit. So auch heute 04:00 Uhr.

05:15 bis 06:20 Uhr
Herumgetrödel im Bad, Kaffee, schnelles Frühstück {seeehr schnelles Frühstück}, ewiges Herumgeoper mit den Haaren. Eine Frisur wird das irgendwie nicht. Taschen zählen und gucken, ob alles drin ist. Sohn nerven, damit er aufsteht. Ihm noch einen Kaffee hinstellen.
UND LOS!
Jolanda springt ohne Zicken an.

08:00 bis 15:00 Uhr
Mit den beiden "kaufmännischen Mädels" die Kasseneingaben von gestern überprüft. Wo sind denn die Rabatte hin? Ah, die galten nur bis gestern. Es klappt.
Zwischendurch nach dünenbeige metallic gesucht und den Mädels gezeigt. Schöne Farbe. JA!
Die erste eigene Zucchini verspeist.
Kassentraining und kein Ende. Klar ist es immer wieder das gleiche. Und NEIN, wir haben keine unterschiedlichen Kassen. Es arbeiten alle nach dem gleichen Prinzip. Macht trotzdem Spaß, zumindest, wenn man bunte Bildchen auf den Tastenfeldern hat. Oder?
Und Bildbearbeitung macht auch Spaß, mal wieder, selbst wenn die Software dafür rudimentär und veraltet ist.
Es wird heiß. Das Blau des Himmels wird dunstig. Durchaus möglich, dass es zum Abend hin doch gewittert.
Diskussion über angeblich falsche Fragen in der Fahrschul-App. Ich bin mir sicher, dass sie richtig sind. Ein Fahrschüler behauptet das Gegenteil. Das hätte doch schon mal jemandem auffallen müssen, besonders, da es neuerdings gehäuft vorkommt, nur bei diesem Einen. Wahrscheinlich hat die böse App etwas gegen ihn.
Sechs Rechner sind zu überprüfen. Die brauche ich am Montag. Falls sie da nicht arbeiten mögen, wäre es zu spät.
Einen kleine Prüfung {etwa in der Wertigkeit einer Klassenarbeit} wird abgenommen und das Ergebnis besprochen.
Verwaltungskram für den neuen Kurs wird erledigt.
Eine weitere kleine Prüfung wird abgenommen.
13:30 Uhr kommt die Lieblingskollegin und meint, wir sollten 14.30 Uhr nach Hause gehen, weil bei der Hitze kein ordentliches Arbeiten mehr möglich sei.
Ich versuche, Katl zu erreichen, weil ich sie fragen möchte, ob wir uns nach meinem wichtigwichtigen Nachmittagstermin noch im Bad treffen wollen. Sie ist aber leider nicht erreichbar. Nun gut.
Kurz vor dem Termin
Katl meldet sich doch noch und wir verabreden uns in der Therme.
16:00 Uhr
Dann endlich: der wichtigste Termin dieser Woche. Auch der schönste. Zum soundsovielten Male Autohaus. Heute wird die verbindliche Bestellung ausgelöst.
Jaaaaaaaaahhhhhhhh!
17:00 Uhr
Ich treffe Katl auf dem Parkplatz vor der Therme. Das passt. Dummerweise komme ich erst mal nicht in das Bad hinein, weil meine Dauerkarte gesperrt ist. Ich habe meine "neue" Adresse noch nicht angegeben, und bezahlt habe ich auch nicht. Hallo? Geht’s noch? Ich hatte meine Adresse vor zwei Jahren genauso angegeben, wie sie damals und auch heute noch lautet[e]. Was kann ich dafür, dass eine übereifrige Mitarbeiterin zwar meine Straße richtig, den Ort aber falsch angegeben hat. Und weshalb meine Karte gesperrt wurde, obwohl der Beitrag am 2. Mai von meinem Konto eingezogen wurde, das konnte mir auch keiner erklären. Hätte ich überwiesen, könnte ich mir diverse Fehler noch erklären, aber es war ein Lastschrifteinzug. Das müssen sie doch zuordnen können! Nachdem ich ein wenig herumgezickt hatte und eigentlich einen Vorgesetzten sprechen wollte, ließ man mich dann doch ein.
17:20 Uhr
Endlich WASSER!!!
21:00 Uhr
Aufguss in der Kelo-Sauna. Zuerst Lavendelöl, dann Schweizer Kräuter, zum Schluss Zitrone. Herrlich.
22:00 Uhr
Wir haben die Therme verlassen. Als ich gerade dem Sohn eine Nachricht zukommen lassen will, fragt er mich, ob ich noch im Garten bin. Wir verabreden uns dort, ich bringe noch schnell die Katl heim, setze mich, während ich auf den Sohn warte, auf die Schaukel. So schön entspannt. Dann kommt der Sohn mit Sylvana, die sich zu mir setzt. Wir schwatzen, während der Sohn den Garten wässert.
Mitternacht
Sylvana bricht auf. Das nahme ich als Anlass, ebenfalls heim zu fahren. Der Sohn will bald nachkommen, was er dann aber doch nicht tut. Ein ereignisreicher und doch entspannender Tag ist vorüber.
Nachzulesen bei Frau Brüllen

WmdedgT – Juni 2018

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Das fragt Frau Brüllen an jedem 5.
Und ich frage mich das auch und fange hier gleich mal mit der Antwort an.
00:43 Uhr
Nachdem ich erst nach zehn aus dem Garten heim kam, wollte ich unbedingt noch ein Stück stricken. Da ich aber nur einmal müde bin, und das ist immer, fürchtete ich, mit dem Strickzeug in der Hand einzuschlafen. Deshalb suchte ich mir aus der Mediathek einen kleinen Krimi und als der zu Ende war, sogar noch einen weiteren. Der war recht heiter, aber leider war er nicht klein, denn er lief 128 Minuten. Das wollte ich mir dann mitten in der Nacht und mitten in der Arbeitswoche doch nicht antun, so dass ich lieber mitten im Film unterbrach und doch ins Bett kroch.
04:02 Uhr
Mein Körper zeigt seltsame Anwandlungen, die mich zur Unzeit wecken. Eine Stunde hätte ich noch. Aber nun muss ich erst mal ins Bad und bin entsprechend munter. Also stelle ich den Wecker auf 5.25 Uhr. Dann muss ich mich zwar sehr beeilen, wenn ich mit dem Sohn im Garten noch einen Kaffee trinken will, aber schaffbar ist das.
05:25 Uhr
Als der Wecker schreit, fühle ich mich derart zerschlagen, dass ich etwas tue, was ich sonst nie tue. Ich stelle den Wecker um 10 Minuten weiter und lasse mich in die Kissen sinken.
05:34 Uhr
Jetzt bin ich wach und eile sehr, weil ich nun doch unbedingt noch in den Garten will. Der Sohn möchte, bevor ich zur Arbeit fahre, noch etwas mit mir besprechen.
Als ich meine Lesebrille suche, die ich in der Nacht am Rechner habe liegen lassen, stelle ich fest, dass sich etwas verändert hat. Dieser Brief war doch gestern Abend noch nicht da, oder? Und diese Seiten im Browser habe ich auch nicht aufgerufen. Also ist der Sohn wohl doch noch hergekommen. Nur, wo ist er jetzt?
Ich gehe nachsehen und finde ihn auf dem Sonnendeck. In Ordnung, also kann ich den Garten streichen und die gewonnene Zeit hier auf ein Gespräch und einen Guten-Morgen-Kaffee verwenden. Als ich ihm wenig später seinen Kaffee bringen will, ist der Sohn vom Sonnendeck verschwunden. Er hockt vergnügt im Wohnzimmer und lacht, weil er mich "auch schon gesucht" hat. Man stelle sich das mal vor: Wir schaffen es, in einer 42-qm-Wohnung umeinander herum zu laufen, ohne uns zu begegnen. Das will was heißen. *lach*
Wir schlürfen unseren Kaffee und bereden, was es zu bereden gibt. Für seine Unterlagen bei der Krankenversicherung nehme ich ein Foto des Sohnes auf. Vor der weißen Wohnzimmerwand macht sich das recht gut. Ich zeige es hier nicht, wegen Datenschutz und so und überhaupt. Aber es ist wirklich tauglich.
06:45 Uhr
Ich fühle mich gerade leicht überfordert. Das Grau vor den Fenstern. Die Aufgaben, die heute alle wie eine unüberschaubare Wand vor mir stehen. Das Gefühl, mich niemals ausruhen zu können, niemals Kräfte zu sammeln. Der Sohn beruhigt mich: Du schaffst das. Du hast immer alles geschafft. Und falls nicht, ruf mich an.
Ich genehmige mir eine zweite Tasse Kaffee.
07:01 Uhr
Der Sohn: Du wolltest doch vor sieben los.
Es dauert dann noch ein paar Minuten.
07:11 Uhr
Ich sitze endlich im Auto. Die alte Jolanda springt ganz brav an. Und der Stress, all das Generve fällt wie eine alte Schlangenhaut von mir ab.
07:48 Uhr
Zwar nicht so früh wie sonst, aber immer noch sehr rechtzeitig komme ich bei der Arbeit an. Beginn ist 8 Uhr.
08.00 bis 12.00 Uhr
Ich erfahre, dass ein Großteil der Arbeiten, die ich bis zum Mittag fällig wähnte, Aufschub haben bis Donnerstag.
Eine ganz liebe Kollegin bittet mich um Hilfe und schenkt mir eine Banane.
Mein Bürokram nimmt Gestalt an.
12:20 Uhr
Ich verpasse die Mittagspause und flitze schnell zum Auto, um mir wenigstens Milch für meinen Kaffee und eine Flasche Mineralwasser aus dem Kofferraum zu holen. Mein Kofferraum birgt fast immer Reseven.
12.30 bis 15.00 Uhr
Die Sonne kommt heraus und es wird drückend warm. Trotzdem gönne ich mir einen großen Pott Kaffee.
Ich erledige eine Menge Schriftkram und komme mit all meinen Aufgaben gut voran.
15:20 Uhr
Ich komme nie pünktlich raus, aber heute hat das den Vorteil, dass niemand mehr im Eingangsbereich herum hängt, um noch ein Kippchen zu rauchen, bevor er zur Straßenbahn geht. So sieht auch niemand, wie ich einen verblühten Zweig von der herrlichen gelben Rose schneide, die an der Hofecke wächst. Ich weiß, es ist nicht die richtige Zeit für Rosenstecklinge, aber werde Ende Juli keine Gelegenheit haben, hier einen Zweig zu schneiden. Also…
Minuten später suche ich bei nahe gelegenen Supermarkt ein paar Geranien für den Sohn aus. Verblüht sind sie fast alle, aber ich finde vier, bei denen man die Farbe noch erkennen kann und die schon wieder neue Knospen angesetzt haben. Sie sind extrem reduziert. Der Sohn wird sie aufpäppeln.
Dann ab auf die Autobahn, was heute noch zügiger geht als sonst. Wenn ich von der Arbeit direkt in den Garten will, fahre ich immer schon Messegelände runter, weil ich mir damit das Anstellen am Bahnübergang spare. Heute entschloss ich mich, noch eine Abfahr früher zu nehmen und einen Abstecher zum Erdball-Markt zu machen. Dort gibt es so leckere Torten-to-Go. Außerdem fand ich einen runden Streuselkuchen, den ich unbedingt probieren wollte.
16:48 Uhr
Ankunft im Garten. Ab da habe ich nicht mehr auf die Uhr gesehen.
Ich stelle die Taschen ab und bemerke, dass ich allein bin. Auch von den Nachbarn ist noch niemand da. Also richte ich mir meinen Rückzugsplatz im Halbschatten ein, sitze da eine kleine Weile und spüre, wie ich schläfrig werde. Die arme Rose ist noch gar nicht versorgt. Also raffe ich mich wieder auf, schneide den Zweig zurecht, hole ein Foliehütchen, grabe ein Loch für die Rose. Ich habe sie gerade fertig eingesetzt und rede ihr gut zu, nun bitte auch zu wurzeln, als der Sohn ankommt. Er freut sich über die Geranien. Er freut sich über den Kuchen und setzt Kaffeewasser auf. Da kommt eine Nachbarin, die meine Krimileidenschaft teilt und bringt mir ein Buch. Wir trinken gemeinsam Kaffee, schlachten den Kuchen. Als sie geht, ziehe ich mich zurück und beginne zu lesen. Der Krimi spielt auf Hiddensee, und es hat etwas Eigenes, wenn Bücher an Orten spielen, an denen man jedes Sandkorn kennt.
Später reiße ich mich vom Krimi los, weil ich unbedingt noch ein Stück stricken möchte und bekomme immerhin die Ferse fertig.
Noch später, als die Sonne verschwunden ist, wird es feucht und kühl. Die ersten Solarlampen schalten sich ein. Ich stelle fest, dass die herrlichen Sommernächte schon wieder vorüber sind und man durchaus eine Strickjacke gebrauchen könnte. Und Socken. Ich habe beides nicht dabei, aber in meiner Stricktasche schlummert die angefangene Flickendecke. Sie hat derzeit die Breite eines Schals. Also krame ich sie hervor und wickle sie mir um den Hals. Das macht was aus. Dann bringt der Sohn mir eine leichte Decke.
Eine nach der anderen beginnen jetzt die Solarlampen zu leuchten. Ich gehe herum und fotografiere.
Dann packe ich meine Sachen zusammen und mache mich auf den Heimweg. Um diese Zeit brache ich mich weder am Bahnübergang anzustellen, noch an der Kreuzung.
22:48 Uhr komme ich zu Hause an, und es ist immer noch nicht vollends dunkel. Herrlich.
Eine Stunde später habe ich Taschen ausgepackt, Einkäufe verräumt, diesen Eintrag zu Ende geschrieben und nun ist auch dieser 5. Juni schon fast zu Ende.

Jetzt bringe ich diesen Eintrag noch schnell zu Frau Brüllen und dann ziehe ich mich zurück.
Ich wünsche euch allen eine gute Nacht.

WmdedgT – April 2018

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Das fragt Frau Brüllen an jedem 5. Und ich frage mich, ja, was habe ich denn eigentlich den ganzen Tag gemacht?
0:16 Uhr
Nach einem wunderschönen Abend bei Uta komme ich zu Hause an. Für die Fahrt von Halle habe ich ganze 35 Minuten gebraucht, für die 4 Treppen nach oben brauche ich eine halbe Ewigkeit. Oben angekommen, kann ich mich nicht direkt ins Bett fallen lassen, sondern hocke erst noch ein Weilchen am Küchentisch, träume vor mich hin, freue mich über meine Geschenke {Die bekommen am Wochenende einen eigenen Beitrag, denn ich möchte sie noch fotografieren.} und über die wunderbaren Menschen, mit denen ich befreundet bin. Irgendwann gehe ich doch schlafen.
5:10 Uhr
Wer säuselt da die Uhrzeit mitten hinein in meinen Traum? Ah, der Wecker. Na dann.
Tablette einnehmen –> Kaffeewasser aufsetzen –> dann ins Bad.
Obwohl die Nacht sehr kurz war, bin ich heute besonders schnell fertig und habe noch 15 Minuten Zeit für einen Guten-Morgen-Kaffee und ein paar Nachrichten an die Freundin. Mitten drin klingelt das Telefon. Der Sohn. Um die Zeit? Einen winzigen Moment fürchte ich, es ist etwas passiert, dann höre ich sein fröhliches Guten Morgen und die Frage, ob ich kurz Zeit habe. Puh, nichts passiert. Er hat Pläne für das Wochenende, will am Samstag Mittag im Garten grillen und fragt, ob ich dabei sein möchte. Klar doch.
6:40 Uhr
Es ist hell geworden. Zehn Minuten später als an den Tagen zuvor sitze ich im Auto. Die Morgensonne im Rücken düse ich nach Halle und freue mich an dem schönen Morgen.
7:15 Uhr
Es ist noch gar niemand da. Demnächst kann ich also noch 10 Minuten später losfahren. Ich suche jemanden, der mir aufschließen kann und bekomme als erstes einen Kaffee angeboten.
8:00 bis 12:00 Uhr
Es ist etwas schwierig, eine neue Arbeitstelle anzutreten, wenn die einzige Person, die dich einweisen könnte, erkrankt ist. Sie ist am Dienstag Morgen trotz Erkrankung extra reingekommen, um mir ein paar Unterlagen zu übergeben und das Wichtigste mitzuteilen. Dennoch sind im Laufe des Tages einige Fragen aufgetaucht, und ich hätte noch andere Unterlagen brauchen können. Am Mittwoch hatte ich eine andere Kollegin danach gefragt und mit ihr gemeinsam noch lange nach Feierabend alles Mögliche erörtert.
Nun sucht mir eben diese Kollegin noch einige Unterlagen heraus. Ich fitze mich hindurch, schreibe Ausbildungspläne, bearbeite diverse Freigaben und verpasse darüber die Mittagspause.
12:30 bis 15:00 Uhr
Tests stehen an. Einen absolviere ich mit dem Teilnehmer gemeinsam. Dadurch bekommt er deutlich mehr Punkte, als in allen vorangegangenen Tests. Tja.
Neiiin, ich habe definitiv nicht vorgesagt. Ich habe ihm nur Denkanstöße gegeben, damit er die Art der Fragestellung besser verinnerlichen kann.
15:00 Uhr
Ich beeile mich sehr, aus der Firma zu kommen, denn ich muss etwas ausprobieren. Genau in einer Woche kommt meine Schwester mit dem Flixbus nach Leipzig und ich habe zugesagt, sie abzuholen. Nun kommt der Bus schon 16:05 Uhr, und ich muss zusehen, dass ich das von Halle aus überhaupt schaffe, pünktlich dort zu sein.
16:00 Uhr
Ich treffe bei Mutti ein. Das ist zu schaffen, aber dazu muss ich ja auch nicht im Berufsverkehr ins Leipziger Zentrum. Na, mal sehen.
Wir fahren zur Bank und danach zum N-Markt. Dann bringe ich Mutti wieder nach Hause, trage die Einkäufe nach oben. Viel ist es diesmal nicht.
18:10 Uhr
Ich bin daheim, füttere die Waschmaschine, mache mir einen Kaffee, den ich dann vergesse und später kalt trinke. Auf Abendessen habe ich zunächst keinen Appetit, aber dann fällt mir der Räucherfisch ein, den ich direkt von der Ostsee nach Sachsen importiert habe. Hm, lecker.
Am Abend
Jetzt rächt sich die kurze Nacht. Die Müdigkeit schlägt zu. Ich schaffe es noch, die Wäsche aufzuhängen und mir die Kleider für morgen herauszulegen. Bei der Soko, die ich mir in der Mediathek anschauen will, bekomme ich gerade noch den Anfang mit und den Abspann. Nach dem zweiten Versuch, der ebenso verläuft, gebe ich auf und gehe ins Bett.
Nun wisst ihr, was ich den ganzen Tag gemacht habe .