WmdedgT im Dezember 2021

Auch heute fragte Frau Brüllen wieder Was machst du eigentlich den ganzen Tag?.
Ein besonderer Tag war und ist das für mich. Die Quarantänezeit ist vorüber und der offizielle Test im Testzentrum war negativ, so dass ich wieder unter Menschen darf und als genesen gelte. Übrigens hab ich mich nur ins Testzentrum getraut, weil ich vorher schon jeden Tag einen Schnelltest daheim gemacht hatte und diese seit Mittwoch oder so schon negativ waren. Andernfalls wäre ich selbstredend nicht rausgegangen.
Und nun, was war heute los?

05:03 Uhr
Ich wache auf und weiß, dass ich nicht nochmal einschlafen werde. Nicht gleich. Wirklich tun mag ich aber auch nichts, weil ich mich immer noch sehr abgeschlagen fühle. Also verkrieche ich mich auf meine Couch und schnappe mir eine frisches Knäuel Sockengarn. Heute macht das Spaß. Auf Spot**y suche ich mir {m}eine Playlist von Wenzel und träume davon, im kommenden Sommer vielleicht doch wieder zum Hafenfest nach Kamp zu dürfen.

06:00 Uhr
Ich habe einen Mordshunger. Also brate ich eine Zwiebel an und dann die Reste der Bratkartoffeln von gestern Abend. Ein Ei drüber. Lecker.
Ich schaffe nur die Hälfte. Wo ist denn mein riesiger Hunger hin?

08:05 Uhr
Ich wollte doch noch frischen Saft pressen für meine Lieben zum Frühstück. Also wasche ich Äpfel, schäle Karotten und Mandarinen und jage alles durch den Schredder {Rohentsafter, mein neuestes Lieblingsspielzeug}. Ich fülle den Saft in meine schönen bunten Flaschen, eine in den Kühlschrank, die andere in meine Tasche.

09:00 Uhr
Jetzt muss ich mich aber beeilen, denn ich muss unbedingt noch unter die Dusche, bevor ich losfahre zur Mutti. Da sind die Schwester samt Mann zu Besuch für 4 Tage und ich soll/möchte/darf zum Frühstück kommen.
Den Saft und das Strickzeug nehme ich mit.

Vormittag
Ich hänge strickenderweise im Sessel herum, während im Fernsehen Märchen laufen.
Gegen Mittag bekomme ich wieder Hunger, aber es gibt heute kein Mittagessen. Stattdessen am Nachmittag Kaffee und ein Stück Stolle.
Die Schwester besucht eine Freundin und ich fahre heim.

17:00 Uhr
Mir geht’s nicht gut. So seelisch. Ich versuche zu lesen, aber der Hiddensee-Krimi macht mich auch trübsinnig. Hätte ich nicht für möglich gehalten.

18:00 Uhr
Ich setzte mich an den Rechner und mit den Kommentaren zu meinem letzten Eintrag auseinander. Das kostet Kraft, doch ich finde, wenn ich eine Lawine von Kommentaren lostrete, bin ich auch in der Verantwortung, mich darum zu kümmern.

ab 19:45 Uhr
Ich schalte den Livestream zu Sarah Lesch ein, hole mir meine Saftflaschen aus dem Kühlschrank und genieße ein wunderbares Wohnzimmerkonzert.
Als dieses gegen 22:30 Uhr zu Ende ist, gibt es noch eine Live-Session auf Insta. Während ich die verfolge, schreibe ich diesen Eintrag hier. Und es geht mir seelisch wieder besser. Also, in den Kommentaren gestern und heute kam auch so bissel zum Ausdruck, dass wir wohl auf hohem Niveau jammern. Na, das machen wir ohnehin gern. *hüstel* Und dass wir mal überlegen sollten, was wir wirklich brauchen. Und ja, stimmt, es ist nicht notwendig, bei den kleinen Einzelhändlern Briefumschläge oder zwei Knäule Baumwollgarn zu kaufen, außer vielleicht für den Einzelhändler. Es ist auch nicht notwendig, Hähnchenfleisch oder Käse zu kaufen, die letzten 14 Tage ging es auch mit Butterbrot und es wäre auch ohne Butter gegangen. Sogar die seit 2 Wochen abgelaufene Buttermilch war noch genießbar. Das geht alles, und ich wäre auch in der Lage und bereit, auf noch viel mehr zu verzichten. Balast abwerfen wäre sowieso gut. Aber für die seelische Gesundheit brauche ich Kultur, brauche ich persönlich Musik und die auch nicht nur aus der Konserve, sondern bitte, bitte auch wenigstens ab und an so wie heute Abend. Also, doch, ich finde schon: Kultur ist systemrelevant, wie ein befreundeter Kabarettist schon im Spätherbst 2020 äußerte. Freilich werde ich mit dieser Meinung ganz bestimmt auch wieder anecken. …die Armee der Zeigefinger brüllt: du spinnst… Zitatende.
Egal. Das war’s für heute.
Gute Nacht.

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WmdedgT im November 2021

Was für ein Tag!
Dieser fünfte November, an dem Frau Brüllen wieder fragte Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Sie ist bei ihrer Corona-Edition mittlerweile bei Folge 20. Wer hätte das für möglich gehalten? Inzwischen scheint mir, wird das nie mehr anders werden. Corona ist die bequemste Ausrede aller Zeiten für jeden Mist, den die Politik verzapft.

03:23 Uhr
Aufgewacht und vor lauter Aufregung nicht noch einmal eingeschlafen.

06:20 Uhr
Heute ist alles anders als sonst. Ich lasse das Tor offen, damit Pocahontas {die kleine Chefin} kurz nach mir ebenfalls in den Hof fahren kann. Um die Hofparkplätze hat es neulich Trouble gegeben, aber das ist mir jetzt gerade egal. Unsere Firma zahlt dafür, also fahren wir auch rein.

07:00 Uhr
Ich briefe die Mitarbeiter wegen des Online-Meetings, das Pocahontas und ich um 8 Uhr mit dem großen Chef haben werden. {Der Grund meiner Aufregung.} Trotzdem kommt 5 Minuten später eine Frage nach der Frühstückspause. Ich wiederhole meine Ansage insgesamt 5 mal. Egal, das muss einfach klappen.

07:55 Uhr
Pocahontas ist pünktlich von ihrem Außentermin zurück und startet das Meeting selbst. Brauche ich das nicht zu tun. Nicht, dass ich es nicht könnte, aber dann müsste ich auch als erste reden, obwohl ich mich nur als zusätzliche Teilnehmerin in das Meeting gemogelt habe. Also. Pocahontas hat mich reingemogelt und dem Chef die Zustimmung regelrecht abgetrotzt mit der Begründung, dass ich die gesamte Arbeit mit dem neuen Projekt hatte, da sie das noch nie gemacht, ich aber Erfahrung habe. {Es hat zum Glück niemand hinterfragt, wo ich die Erfahrung gesammelt haben sollte. Besser so.}

08:45 Uhr
Meeting vorüber. Puh. Es lief super. Auch dank meiner Vorbereitungen. Und ganz am Schluss rückte der Chef noch mit einer Überlegung heraus, die ich nie für möglich gehalten hätte. Wenn wir das Projekt tatsächlich bekommen, habe ich ab kommenden März… Grund zu großer Freude.

09:00 Uhr
Jetzt frühstücken wir erst mal. Obwohl sich die Aufregung völlig gelegt hat, bekomme ich kaum etwas hinunter, außer Kaffee.

Vormittag
Kreativzeit.

12:00 Uhr
Die Mitarbeiter verabschieden sich ins Wochenende. Pocahontas und ich besprechen uns.
Die Hexe ruft an: Störe ich?
Was gibts denn?
Der Tourplan ist draußen. Seit einer Stunde.
Ich kümmere mich darum!

13:00 Uhr
Die Karten für Il Civetto am 15. Januar 22 purzeln aus dem Drucker.

Nachmittag
Katl schreibt, dass ein weiteres Päckchen angekommen ist und ich sage zu, dass ich heute nun wirklich komme, um sämtliche Lieferungen abzuholen.

Feierabend
Bei Katl gibt es Tee. Ich bin ziemlich fertig. Die Woche hat mich geschlaucht.
Katl hat auch noch Tomatensuppe gekocht. Die ist superlecker. Ich nehme mir zweimal Nachschlag. Bei Suppe kann ich nicht widerstehen, bei dieser erst recht nicht.

18.00 Uhr
Es ist stockfinster, so dass man das Gefühl hat, es wäre tief in der Nacht. Bei der Müdigkeit, die sich meiner bemächtigt hat, sowieso. Ich überlasse der Katl meine Fröbelsterne und trollere heimwärts.

Abend
Mutti ruft an: Ich wollte mal wissen, ob du überhaupt noch lebst.
Ich erzähle von meiner Woche.
Sie: Da hattest du aber viel zu tun! Und dann noch der Schlafmangel!
Huch! Wer sind Sie und was haben Sie mit meiner Mutter gemacht?
Die SchwieTo ruft an und unterbricht das Gespräch mit der Mutti. Ich belasse es dabei.
Halbherzig schaue ich noch einmal nach meinem grünen Strickbeutel und hoffe nun, dass er doch noch im Auto ist. Verschwunden ist keine Option.
Noch eine Viertelstunde Rücken-/Schultermassage. An manchen Stellen könnte ich kreischen vor Schmerz. Insgesamt tut es gut, sehr gut.

Späterer Abend
Ich habe Schlaf nachzuholen. Gute Nacht.

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WmdedgT im Oktober 2021

Kaum ist Oktober, ist auch schon wieder der Fünfte und
Frau Brüllen fragt Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Tja, was habe ich gemacht?
03:45 Uhr
Na, das lohnt ja kaum noch, mich nochmals herumzudrehen. Dennoch schlafe ich noch einmal ein.
04:15 Uhr
Der WEcker klingelt noch eine Viertelstunde früher als sonst, weil ich unbedingt am Morgen noch Haare waschen wollte. Und bei dieser Witterung müssen sie dann noch ausgiebig gefönt werden.
06:30 Uhr
Nicht nur dass ich im Dunklen aufstehe und auch losfahre. Inzwischen ist es auch noch dunkel, wenn ich auf Arbeit ankomme.
08:00 Uhr
Die Kleine Chefin kommt zum Kaffee und wir fachsimpeln über künftige und auch ganz neue Projekte. Ich kann nur hoffen, dass alles so läuft, wie wir uns das vorstellen. Hängt ja leider nicht nur von uns ab.
Die Mitarbeiter arbeiten an verschiedenen kreativen Projekten. Es geht zu, wie in einem Bienenstock. Ein fleißiges Gewusel.
12:00 Uhr
Mein Gurkengemüse schmeckt lecker. Manchmal macht so eine Nacht im Kühlschrank eine Menge aus.
15:00 Uhr
Sag mal…? Was machst du denn nach Feierabend?
Na, wenn er schon so fragt.
Abholen und nach B’dorf bringen könnte ich die Zwei, natürlich nur, wenn ich möchte. Was soll ich da sagen. Ich möchte schon.
Aber bitte erst 17:30 Uhr. Vorher schaffen wir nicht.
*kopfkratz* Wenn ich pünktlich losfahre, bin ich eine Stunde zu früh dort. Also trödle ich noch in der Firma herum, da ist immer was zu tun. Dann fahre ich unterwegs noch bei einem Markt ran.
Und dann… muss ich in Eilenburg wieder durch die Stadt, weil an der Umgehungsstraße gebaut wird. Nur kann ich diesmal nicht die übliche Umleitung nutzen, denn diese wird dann auch nochmals umgeleitet. Würde ich dieser Strecke folgen, hätte ich 40 km Umweg oder gar noch etwas mehr. Also wende ich und fahre in die andere Richtung, die ich laut Beschilderung nicht nutzen kann. Etwa 3 km nach der gesperrten Auffahrt zur Bundesstraße, zweigt eine schmale Straße in ein kleines Dorf ab. Die nehme ich. Wie gut, dass ich mich auf den Käffern auskenne. Der Umweg hält sich in Grenzen und ist auch noch angenehm zu fahren. Nur komme ich nun wegen dieser Kurverei erst gegen 18 Uhr ans Ziel.
18:00 Uhr
Die SchwieTo hat angerufen, sie möchten auch noch den B-man mitnehmen können. Den holen wir dann gemeinsam ab und starten durch nach B’dorf.
19:30 Uhr
Feierabend. Endlich daheim.
Ich räume meine Taschen aus, habe aber inzwischen keine Lust mehr, noch Abendessen zu kochen. Also mache ich mir ein Schüsselchen Pflaumen zurecht.
21:00 Uhr
Jetzt kuschle ich mich in meine Kissen und höre noch eine Geschichte zum Einschlafen
Gute Nacht.

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WmdedgT im September 2021

Der 5. Tag des Monats fällt diesmal auf Sonntag. Da die Sonntage in der letzten Zeit zu meinen Gammeltagen geworden sind, wird wohl nicht viel zusammenkommen, wenn Frau Brüllen heute Abend ihre Linkparty öffnet zum Thema Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
06:35 Uhr
Ausgeschlafen? Es ist Sonntag!!!
Ich wechsle auf die Couch und huschle mich da in eine Decke. Es ist schon empfindlich kühl morgens.
08:40 Uhr
Was war denn das für ein Traum? Inventur in meinem Laden samt Werkstatt. Der Chef kam mit der QM-Tante. Es war einiges im Argen, weil die Teilnehmer im letzten Moment nochmals umgeräumt hatten. Der Chef meinte aber, da ich neu sei, wäre das wohl kein Problem. Es müsse nur bei der Kontrolle im nächsten Jahr dann in Ordnung sein. Damit, dass ich mich wundere, wie feinfühlig und freundlich der Chef plötzlich sein konnte, wache ich auf. Gut, dass ich nicht noch länger geschlafen habe, man hat ja sonst nichts vom Tag.

10:22 Uhr
Zeit für einen zweiten Kaffee. Bisher habe ich mich im Netz treiben lassen. Ein Puzzel zusammengesetzt. Online macht das richtig Spaß und nimmt keinen Platz weg.

10:45 Uhr
Die Weinkönigin ruft an. Ich geh auch ran, weil ich schon lange nicht mehr mit ihr geschwatzt habe, stelle das Gespräch auf Lautsprecher und stricke währenddessen meine blaue Socke fertig und schlage gleich noch die zweite an. Das Gespräch dauert knapp zwei Stunden. Und ja, wir sollten uns mal zum Kaffee treffen.

13:15 Uhr
Der Sohn taucht auf, möchte etwas zum Mittagessen mitnehmen. Wir steigen in den Keller und kruschteln in der Gefriertruhe herum. Nuggets habe ich nicht mehr. Schnitzel auch nicht. Er entscheidet sich für Fisch. Bei der Gelegenheit sehe ich, dass bei den kleinen Eisbeinen die Verpackung eingerissen ist. Also nehme ich gleich alle Eisbeine mit nach oben und setze sie im großen Topf zum Kochen an. Das dauert nun ca. 2 Stunden.

16:15 Uhr
Die Eisbeine sind endlich fertig. Zwischendurch habe ich mit der Junghexe telefoniert. Und dann kam ein Anruf vom Eisenheinrich. Was hab ich mich darüber gefreut. Ach, ach, wie ewig hatten wir nichts mehr voneinander gehört. *freufreufreu*
Ich sitze auf dem Balkon in der Nachmittagssonne, die durch die Bäume luschert und stricke an der zweiten Socke.

20:20 Uhr
Die Schwester empfielt mir den Polizeiruf, ich möche erst noch einen alten Tatort zu Ende schauen, den ich am Abend zuvor begonnen hatte. Am Ende schaue ich beides und komme dabei mit der Socke ganz gut voran.

23:38 Uhr
Jetzt ist es aber wirklich Zeit ins Bett zu gehen. Der Tag morgen wird wieder heftig werden.

Und was habt ihr so gemacht an diesem Sonntag?

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WmdedgT im August 2021

Da wir heute den 5. August schreiben, wird Frau Brüllen auch heute Abend wieder fragen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Also fange ich schon mal an, mein Tun hier festzuhalten.
04:05 Uhr
Ich bin ein Stück vor dem Wecker wach und verkrümle mich ins Bad, weil nicht nur duschen, sondern auch Haare waschen will.
Die Taschen packe ich so, dass ich am Abend nicht zwingend nach Hause muss. Für den ersten Festivaltag habe ich alles dabei. Naja, fast alles. Die Eintrittskarten der Hexen müssen noch personalisiert werden.

06:25 Uhr
Ich bin pünktlich auf Arbeit und schon geht der Wirbel los. Eine Menge angenehmer Tätigkeiten, auch Gespräche, aber eben tausenderlei. Ehe ich es mich versehe ist es…
08:00 Uhr
…und der Kaffee steht auf dem Tisch. Für einen Anruf, den ich unbedingt erledigen wollte, ist es jetzt erst einmal zu spät. Vielleicht klappt das am Nachmittag noch.
09:15 Uhr
Due Spielzeuglieferung aus Leipzig trifft ein.
Ich bekomme endlich mein Headset, aber die Teamssprechstunde findet trotzdem wieder ohne mich statt. Mich kann man nun mal nicht am Schreibtisch festtackern.
Die Frühschicht verabschiedet sich. Wann ist es denn so spät geworden?
Mit der Spätschicht habe ich noch Verschiedenes wegen morgen zu klären.

13:35 Uhr
Eine Kollegin meldet sich über Teams. Headset testen. Sie hatte es mir mitgeschickt. 😉
Außerdem ist schon wieder mal eine Supervision nötig. Wer soll diese durchführen, wenn nicht ich?

14:25 Uhr
Puh. Das Gespräch war wichtig, aber meine Kollegen vor Ort wollen auch betüddelt werden. Das vom Morgen verschobene Telefonat mutiert zu einer kurzen Textnachricht.

Feierabend
Es regnet. An jedem anderen Tag wäre mir das egal, aber heute beginnt das Festival. Da können wir vieles gebrauchen, nur keinen Regen.
Die Hexen brauchen noch etwas Zeit, so dass ich schnell noch ein paar Snacks und Getränke einsammle, bevor ich sie abhole.

18:06 Uhr
Wir kommen endlich los zum Festivalgelände. Die Vergabe der Eintrittsbändchen ist dieses Jahr besonders aufwändig, weil der jeweilige Status geprüft und auf einen Chip gespeichert werden muss.
Erstaunlich, dass gefühlt 95% ein Testergebnis vorweisen. Kaum jemand zückt das Handy mit dem Impfnachweis. *grübel grübel*
Egal, das Festival ist safe. Jeder, der hier Zugang bekommt, ist gechipt und muss täglich einen frischen Test nachweisen und auf dem Chip speichern lassen. Das lasse ich mir gern gefallen, auch wenn die Hexen jammern, dass die Tests unangenehm sind. Nutzt ja nix, Gesundheit geht vor. Wer das eine will, muss das andere mögen. Und wir wollen das Festival. Unpetinkt.

20:45 Uhr
Wir sind durch. Das Fest gehört uns. Wir genießen Maultrommelklänge und die wunderbare Atmosphäre. Endlich schafft es auch Katl, sich zu entspannen.

Spätabends am Teich

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WmdedgT im Juli 2021

Im Juni hatte ich es nicht geschafft, meinen 5. des Monats aufzuschreiben. Zum Glück fragte Frau Brüllen auch im Juli wieder: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? und obwohl es ein ganz normaler Arbeitstag war, an dem es "eigentlich" nicht viel aufzuschreiben gibt, will ich diesen 5. Juli 2021 hier reflektieren.

04:30 Uhr
Der Wecker reißt mich aus einem seltsamen Traum, der sich um einen Job drehte, den es so gar nicht gibt. Naja, Traum eben.
Ich träumere im Bad herum und muss mich dann sputen, weil ich mir noch Rührei zum Mitnehmen brate und auch die Badetasche nicht vergessen darf.

06:30 Uhr
Die ersten Kollegen treffen gleichzeitig mit mir ein. Und dabei hatte ich gehofft, noch eine halbe Stunde im Büro für mich allein zu haben.
Die Knöllchenverteilerinnen sind Frühaufsteher. *grrrr*
Damit ich auf unseren Parkplatz fahren kann, bitte ich die Kollegin um den Transponder für das Hoftor. Den hat sie zu Hause. Bitte, was soll er denn da?

09:00 Uhr
Nach dem Kaffeetrinken geht es zum Baumarkt. Wir benötigen diverse Utensilien für unsere kleine Werkstatt. Ich mag die Abwechslung in diesem neuen Job, auch wenn ich zu meinen Bürotätigkeiten meist erst nach Feierabend komme, oder eben am Freitag ab Mittag.
Ein Anruf bei der kleinen Chefin während meiner Abwesenheit sorgt nachträglich für Herzklopfen, als ich davon erfahre. Nunjaaaa.
Beim Nachmittagskaffee erzähle ich von meiner Absicht, die Sauna zu besuchen. Das sorgt für Aufruhr: Wie kann ich nur? Dann haben wir so herzhaft gelacht, das tat richtig, richtig gut.

15:10 Uhr
Ich schließe gerade das Büro ab, als Mutti anruft. Warum steht denn in meinem Handy stumm neben deinem Namen?
Ich sitze noch 20 Minuten im aufgeheizten Auto und telefoniere mit ihr ohne sinnvolles Ergebnis. Das gesamte Gespräch ist unsinnig, weil sich herausstellt, dass das, was sie mir ursprünglich gesagt hatte, gar nicht zutreffend war. Es war wieder nur ein "Bewerbchen", in der Hoffnung, ich sage: Ich komme zu dir und schaue nach dem Handy. Aber genau dazu bin ich nicht bereit und tue es auch nicht.
Dann starte ich endlich Richtung Heimat, um Katl einzusammeln.
Sie steht schon vor der Haustür. Gemeinsam stauen wir uns dann in Richtung Therme. Als wir dort sind, stelle ich fest, dass die Karte, die ich für die Clubkarte hielt, doch nicht meine Clubkarte ist.
Es bleibt mir nichts anderes übrig, als heim zu fahren und die Karte zu suchen. Ich will Katl dort lassen, aber darauf geht sie nicht, ein. Allein will ich auch nicht. Lieber helfe ich dir suchen.
Nachdem wir die Karte gefunden haben {Sie war genau da, wo ich sie nun vermutet hatte.} wollen wir wieder los zur Therme. Aber nun ist mein Schlüssel weg. HILFEEEE!
Dieser war, als ich herein kam und die Schlüssel mit Schwung auf den Flurschrank warf, dahinter gerutscht. Hach.

18:30 Uhr
Mit 2 Stunden Verspätung landen wir endlich im Wasser. Ich kann das genießen, als wäre ich im Urlaub. Das hab ich mir jetzt aber auch verdient.

22:30 Uhr
Gerade heim gekommen. Ich packe die Taschen aus, beantworte schnell ein paar Nachrichten. Dann falle ich ins Bett.

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WmdedgT im Mai 2021

Weil Frau Brüllen sicher auch heute Abend wieder fragen wird: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?, beginne ich schon mal mit den Aufzeichnungen.

06:00 Uhr
Der Wecker klingelt. Wann habe ich das denn zuletzt erlebt? Seit einer Ewigkeit schon musste ich mir keinen Wecker mehr stellen. Aber der heutige Zahnarzttermin ist noch vor 8 Uhr. Da wollte ich mich nicht auf die innere Uhr verlassen.
Ich zupfe die Entgiftungspflaster von den Fußsohlen. Sie sind schwarz, wie Teer.
Hat das schon mal jemand ausprobiert? Lili brachte mich drauf und sie wiederum hatte es von ihrem Sohn. Das sind so Pflaster, getränkt mit diversen Wirkstoffen, die man sich vor dem Schlafengehen unter die Fußsohlen klebt. Über Nacht sollen sie dem Körper Giftstoffe entziehen und sind deshalb am nächsten Morgen pechschwarz. Manche sollen zudem noch den Schlaf verbessern, den Stoffwechsel anregen oder gar zu Gewichtsreduktion beitragen. Das glaube ich ja nun nicht. Wenn der Körper einfach ein wenig entgiftet würde, wäre mir das schon genug. Dass die Pflaster am Morgen schwarz sind, hat ja nun schon mal funktioniert. Die Frage ist jetzt, ob das wirklich von ausgezogenen Gibtstoffen kommt, oder ob sich die eingesetzten Substanzen eben bei Hautkontakt und/oder unter Wärmeeinwirkung ohnehin schwarz färben. Das könnte ich ja mal ausprobieren, indem ich ein solches Pflaster über Nacht an einen warmen Ort lege.
Während ich mir ausgiebig mein Gebiss putze, denke ich noch über diese Frage nach.
Dann gönne ich mir einen Milchkaffee und danach ist noch einmal Putzen angesagt. Irgendwas an dem gestern reparierten Zahn stört mich.

07:20 Uhr
Los geht’s.
Zum Glück parkt das Auto fast direkt vor der Haustür und die Schranken sind offen, so dass ich 5 Minuten vor dem Termin bei meiner Zahnärztin ankomme. Passt.

08:15 Uhr
Ich stehe wieder im Hof der Praxis und freue mich. Das Störende ist verschwunden und heute tut mir das erste Mal nicht die ganze Gusche weh. Die "Reparaturen" sind abgeschlossen. Nun folgt in einer Woche noch die professionelle Reinigung und dann dürfte ich erst einmal für ein halbes Jahr Ruhe haben. Also, mindestens, hoffe ich.

Ich fahre nach B-dorf zum Pe*n*ny. Meine Schwester hat in einem solchen Markt gestern eine sehr hübsche Lampe ergattert Eine blaue Glasflasche mit LED-Lämpchen drinnen. Ich will schauen, ob es die in unserem Markt auch gibt.
Gibt es natürlich nicht. Dafür bringe ich mir mal wieder ein paar Lebensmittel mit, die es eben nur dort gibt, beispielsweise ganz feine Fadennudeln, die ich gern in Hühnerbrühe mag.

08:50 Uhr
Ich rufe die Mutti an, ob ich jetzt schon zu ihr kommen kann. Wir sind zwar erst für 10 Uhr verabredet, aber ich will nicht erst nochmal heim fahren. Das lohnt nicht.
Als ich ankomme, hat sie mir schon ein Frühstückbrötchen geschmiert.
Zum Glück habe ich meinen eigenen Wohnungsschlüssel, ihrer ist nämlich weg und sie entsprechend wuschig, bis ich ihr erkläre, dass er in der Wohnung sein muss, da sie sich ansonsten nicht hätte einschließen können. Am Ende hing er an dem Haken, an den er gehört. Weil da aber noch zwei Jacken davor hingen, hatte sie dort gar nicht geschaut. Ach, die kleine alte Frau!

10:00 Uhr
Weil sie sich schon seit ein paar Wochen zwei Orchideen kaufen will und ich im Pe*n*ny schöne gesehen hatte, fahren wir gleich nochmal nach B-Dorf. Sie ist begeistert von den Blüten und kauft genau die beiden, die ich mir schon für sie ausgeguckt hatte. Da hätte ich sie auch gleich mitbringen können. Aber das weiß man bei ihr nie.
Zum Markt müssen wir trotzdem noch, weil sie zum Fleischerstand möchte. Und ich möchte zum Markt, weil ich Märkte liebe, selbst wenn es nur wenige Stände gibt.

11:00 Uhr
Ich entlade gerade das Auto und bemühe mich redlich, die Orchideen vor dem Sturm zu beschützen, als mein Telefon klingelt. Ausgerechnet jetzt. Ich habe da so eine Ahnung.
Nachdem ich die Pflanzen und Muttis restliche Einkäufe ausgepackt habe, fische ich das Handy aus den Tiefen meiner Tasche und stelle fest, dass es genau der Anrufer gewesen war…
Außerdem finde ich eine Nachricht von S., die mir den Auftrag ab kommendem Montag bestätigt. Sehr gut. Nun kann ich den Rückruf starten. Es wird ein sehr angenehmes Gespräch. Trotzdem komme ich zu dem Schluss, dass ich besser aufhöre, mir irgendwelche Schwachheiten einzubilden. Das war mit Sicherheit nie so gemeint. Man ist einfach nur nett und fertig.

12:15 Uhr
So langsam will ich auch mal wieder heim. Ich verräume die Einkäufe und mache mir eine Kleinigkeit zu Essen. Dafür trenne ich ein Ei. Die Tasse mit dem Eiklar kippt um und ich darf als nächstes den Küchenboden wischen. Man hat ja sonst nichts zu tun.

17:30 Uhr
Den Nachmittag habe ich zum Teil mit Herumgewusel verbracht, zum Teil mit Lesen, wobei ich mal wieder eingenickt bin. Zum Glück nicht lange.
Nun sitze ich am Rechner, habe in ein paar Blogs gestöbert, Kommentare geschrieben und wurde durch Susana zum Träumen aninmiert. Reisen mit einem Wohnmobil, das wäre es doch. Überhaupt alles verkaufen, was sich verkaufen lässt und nur noch unterwegs sein. Mir würde das gefallen.

18:07 Uhr
Inzwischen ist die Linkparty eröffnet.
Ich stehe am Fenster, halte den Kopf in den Wind. Regen spritzt mir ins Gesicht.
Drei Minuten später kommt die Sonne wieder heraus. Ich liebe dieses Abendlicht. Schon immer.
Die Tauben und ihr Schuhuh Schuhuh liebe ich nicht. Gar nicht!
Ich bin unruhig, unstet, mit mir selbst gerade nicht im Reinen. Dafür weiß ich keinen Grund. Vielleicht war ich zu lange daheim. Allein daheim.
Die ganze Zeit dachte ich, sobald ich wieder arbeiten darf, ist meine Welt wieder in Ordnung. Jetzt darf ich und habe sogar noch den Vorteil, dass es gemächlich losgeht mit rund 20 Wochenstunden, statt gleich wieder mit 40 bis 60. Trotzdem ist meine Gefühlswelt nicht in Ordnung. Als wäre über die Zeit etwas kaputt gegangen.
Ich sollte jemanden anrufen. Aber ob das hilft?

19:00 Uhr
Die Mutti ruft an und macht wieder mal die Pferde scheu. Sie hat die SchwieTo angerufen, ob sie am Sonntag zu ihr zum Kaffee kommen. Diese wollte genausowenig bei vorhergesagten 27°C bei der Oma in der Wohnung hocken, wie ich. Die Oma rang ihr dann eine Zusage ab, uns alle im Garten zu treffen. Sie wollte das unbedingt geklärt haben, weil sie dann einen Kuchen kaufen will. Menno! Ich hatte ihr heute Mittag schon gesagt, sie solle das mal nicht erzwingen nur wegen eines gekauften Kuchens. Erstens sind noch ein paar Tage Zeit und zweitens kann entweder die SchieTo oder ich etwas backen. *grrr*
Jetzt bin ich stinkig.
Der Sohn ruft an, er will jetzt vorbei kommen, damit ich seinen Bürokram erledige, den er schon seit 2 Wochen vor sich her schiebt. Zähneknirschend sage ich zu.

20:00 Uhr
Endlich schneit der Sohn herein. Nun darf ich mich noch einmal an den Rechner hocken. Als wir seinen Kram fertig haben, hocken wir uns auf den Balkon. Es ist schön draußen, wenn auch sehr frisch.
Ich erzähle von meinen künftigen Aufträgen und dem Durcheinander, das darum entstanden ist.

21:30 Uhr
Lili ruft an, um mir Gute Nacht zu sagen. Der Sohn geht.
Ich mache mir ein Süppchen heiß, notiere die letzten Begebenheiten des Tages.

22:30 Uhr
Bettfertig bin ich schon. Halt, nein, die Entgiftungspflaster fehlen noch.
Jetzt schließe ich mich der Linkparty an. Dann werde ich noch ein paar Seiten lesen. Und dann ist auch schon bald morgen.

WmdedgT im April 2021

Herzlichen Dank an Frau Brüllen, die auch heute wieder fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Ich sag es gleich: Es war Feiertag, es ist immer noch Lockdown und es war Mistwetter mit Regen und Schnee und hu kalt. Was also soll ich groß getan haben, den ganzen Tag.
06:21 Uhr
Aufgewacht und festgestellt, dass ich wohl nicht nochmal einschlafe. Also zumindest vorläufig.
07:20 Uhr
Nach Ewigkeiten im Bad erst einmal Kaffee gemacht und mich dann dem Brief gestellt, der am Samstag angekommen war, den ich gestern aus dem Kasten gefischt hatte und vor dessen Inhalt ich mich ein wenig gefürchtet hatte. Und das kam so: Im letzten August, als wir noch nicht für möglich hielten, dass wir in diesem Frühjahr immer noch zu Stubenarrest verurteilt werden, hatte ich für die Mutti und mich eine wunderschöne Reise gebucht. Im September, nachdem wir unseren schönen Ausflug ans Steinhuder Meer hatten, ningelte die Mutti plötzlich, sie will nicht mehr verreisen, ich soll das absagen. Schließlich hätte ich erst kürzlich gebucht, da könne ich das ja auch noch kostenlos stornieren. Nee, konnte ich nicht! Ich erklärte ihr das. Mein Standpunkt: Wir warten erst mal ab. Sollten wir Nachricht bekommen, dass die Reise leider nicht so stattfinden kann, wie wir sie gebucht hatten, können wir sie gebührenfrei stornieren. Sollte sie aber stattfinden, dann fahren wir auch und genießen das. Inzwischen hat sich jedoch meine Situation wegen des seit Weihnachten andauernden Lockdowns drastisch verschlechtert. Ich könnte die Reise jetzt gar nicht mehr bezahlen. Außerdem wäre ich so froh, wenn ich demnächst doch wieder arbeiten dürfte, dass ich dann keinesfalls gleich wieder Urlaub machen möchte. Und nun kam am Samstag ein Brief des Reiseveranstalters, den ich dann gestern aus dem Briefkasten gefischt hatte. Und erst mal auf den Flurschrank gelegt. Dort lege ich die ungeöffnete Post immer ab. Gestern Abend wollte ich den Brief nicht öffnen, weil ich fürchtete, er enthielte Reiseunterlagen und die Aufforderung, die Reisekosten zu zahlen.
Nun, am Morgen öffne ich den Brief, weil ich vermute, dass er mir sonst den ganzen Tag verderben könnte. Und was ist drin? Die Absage der Reise. Da kann ich aufatmen. Wieder was vom Tisch, was mir nicht gepasst hätte.
08:00 Uhr
Ganz entspannt mache ich mir jetzt einen Milchkaffee und stricke zwei komplette Mustersätze an meine Socke.
Am Vormittag
Ich treibe mich im Netz herum.
Schreibe meinen Sieben-Sachen-Sonntag,
meine Sonntags Top 7 und
den Montagsstarter
Da ich auch Kommentare hinterlasse und beantworte, vergeht eine Menge Zeit.
13:30 Uhr
Ich sollte mal was essen. Also steige ich in den Keller, krame in der Gefriertruhe, nehme 4 Körnerbrötchen mit hinauf, ein paar Würstchen und Schnitzel.
Eines der Brötchen backe ich auf meinem schönen neuen Toaster auf. Da liegt es immer noch und ist inzwschen wieder hart.
14:30 Uhr
Ich rufe die Mutti an, um ihr das mit der Reise zu erzählen. Es gießt in Strömen.
Nach dem Telefonat koche ich mir Kaffee und futtere den Kuchen, der von gestern übrig geblieben ist.
Am Nachmittag
Ich lese in meinem Krimi, nicke darüber ein. Kein Wunder, die letzte Nacht hatte wieder nur 4 Stunden Schlaf. Ich mache mir zu viele Sorgen.
Die Träunme an diesem Nachmittag auf der Couch drehen sich um einen interessanten Job. Was das Unterbewusstein so alles produziert, während man schläft. *kicher*
Am Abend
Ich mache mir ein Paar Würstchen heiß, treibe mich wieder im Netz herum, telefoniere mit Lili und chatte mit der Schwester.
Lili fragte nach Informationen. Ich habe keine. Da fällt mir eine Textzeile von Stoppok ein "…wenn Fremde das Neueste vom Tage mir bringen und ich nichts mehr habe zum Tausch." Genialer Song. Reinhören? Macht mal, lohnt sich.
Hach ja, der Stefan Stoppok! Ey, Flecke, der spielt euer Lied! {Insider}

Vielleicht schaue ich jetzt doch keinen Film, sondern höre noch ein bissel Stoppok und träume von Zeiten, die aus jetziger Sicht noch heil waren. Ähm, aus meiner damaligen Sicht auch. Ich war damals glücklich. Auch wenn ich dauernd Heimweh hatte. Ich konnte ja jedes Wochenende nach L.E. kommen und die Leute treffen, die Bands hören, die ich so sehr mochte. Ohoh, jetzt werde ich sehr sentimental. Aber schön, weils einfach eine wunderbare Zeit war und ich dankbar bin, dass ich sie erlebt habe und mich noch immer daran erinnern kann.

In früheren Jahren
April 2018

Dann mal Gute Nacht und bis zum nächsten Mal bei WmdedgT?

WmdedgT im März 2021

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? fragt Frau Brüllen.

Was für ein Tag
06:45 Uhr
Augen auf. Fenster auf. Es sieht ein wenig so aus, als wollte das ein sonniger Tag werden. Sonne für’s Gemüt. Die kann ich gut brauchen.
07:15 Uhr
Heizung zu, Balkontür auf.
Ich war inzwischen im Bad und nun gibt es erstmal Milchkaffee.
08:15 Uhr
Die Weinkönigin ruft an, um sich mit mir über den Link zu unterhalten, den ich ihr in der Nacht gesendet habe. Das ist der Beweis, dass es der Regierung überhaupt nicht um die Gesundheit der Bevölkerung geht, sondern ausschließlich um die Gewinnmaximierung einzelner Pharmakonzerne. Alles andere ist Lüge. Wohlgemerkt: Wer hier berichtet, ist nicht irgendein Wurschtblatt, dem man Verschwörungstheorien nachsagen könnte. Hier berichtet immerhin Der Spiegel, der üblicherweise feste in das Horn der Regierung tutet und den Müll verbreitet, den die Regierung verbreitet haben will.
12:00 Uhr
Ich habe fertig. Nun müssen die Briefe nur noch zugeklebt werden, dann kann ich sie zur Post bringen. Mal hören, ob ich danach noch zu Katl kommen darf.
12:30 Uhr
Die Mutti quengelt. Alle fragen, warum du das nicht für mich machst.
Ach ja? Wer sind denn ALLE? Ich denke, sie hat niemanden. Wenn es darum geht, mich schlecht zu reden und darüber zu jammern, dass ich nicht nach ihrer Pfeife tanze, gibt es da plötzlich ALLE!
Ich hänge mich an den Rechner, melde sie für einen Impftermin an. Ich bin dagegen, die alte Frau jetzt inmitten des ganzen Theaters um die Impferei spritzen zu lassen. Aber sie will es, weil ALLE gesagt haben, sie soll das machen lassen. Wenn Frau Merkel befehlen würde, alle über 80 sollen aufs Dach steigen und runterspringen, würde sie es wohl auch noch machen. Ich bin es leid, ihr immer wieder zu erklären, dass und warum ich mich dabei fühle, als würde ich ein Todesurteil vollstrecken. Ich kann nicht mehr. Wenn sie es unbedingt will, soll sie machen. ICH will allerdings ein Schreiben von ihr, dass sie dies entgegen meiner Überzeugung durchgesetzt hat. Denn falls etwas schief geht und sie Schaden nimmt, käme der Rest der Familie und auch besagte ALLE zu recht zu mir mit der Frage: Du hast doch die Betreuungsvollmacht! Warum hast du das denn nicht verhindert!
Als ich ihr den Termin mitteile, passt ihr der nicht. Also, fordere ich einen neuen an. Der gefällt ihr noch weniger. Können wir dann doch den anderen? NEE! Können wir nicht. Also einen dritten. Der passt mir nicht, aber das ist der alten Frau egal.
13:30 Uhr
Ich darf nicht zu Katl. Weil sie ein Problem hat. Es stellt sich heraus, dass sie … ach nee, das gehört nicht hier her. Ist ihr Leben.
14:00 Uhr
Ich komme immer noch nicht vom Hof, denn ER ruft an. Das hatte ich ja nun gar nicht mehr erwartet. Klar freut es mich, aber ich glaube, ich reagiere doch recht verhalten und zeige meine Freude nicht so. Irgendwann im Laufe des Gespräches sagt ER: Ich will Sie wieder haben! Was für ein Satz! Das Verrückte an der Sache, in Brandenburg dürfte ich sogar arbeiten. Mit Einschränkungen, klar. Aber immerhin.
17:30 Uhr
Ich war nun endlich bei der Post und danach noch im N-Markt. Da kann es nachher Gurkensalat geben.
Lili ruft an und stellt nach dem ersten Satz fest. Du klingst so aufgekratzt, hast du eine gute Nachricht erhalten? Najaaa, wie gut die Nachricht war, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Schaun wer mal.
18:30 Uhr
Doch kein Gurtekensalat, dafür frisches Brot mit Butter und ein paar Krümeln Salz. Köstlich.
Am Abend
Noch eine Kanne Tee, ein wenig bloggen, ein wenig lesen.

Das war mein 5. März 2021.

In früheren Jahren
März 2019
März 2018

WmdedgT im Februar 2021

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? fragt Frau Brüllen.
Was für ein Tag
05:36 Uhr
Noch anderthal Stunden bis zum Weckerklingeln. Das wäre ja nun schön, wenn ich nochmal einschlafen könnte. Kann ich aber nicht. Also aufstehen, fertig machen und dann?
Ich räume dann mal ein wenig. Das leere Regal von gestern möchte wieder gefüllt werden.
08:00 Uhr
Ich mache mich auf den Weg zur Weinkönigin, um dann mit ihr zur Zulassungsstelle zu fahren. Sie bringt mir einen Becher Tee mit.
Wir kommen rechtzeitig an und quatschen noch eine Viertelstunde, bevor sie 08:55 hinein geht. Vorher hätte sie das Gebäude nicht betreten dürfen. Und ich als "Begleitperson" darf erst recht nicht hinein.
09:30 Uhr
Bevor ich mir im ungeheizten Auto {man kann ja schlecht unmittelbar vor der Behörde eine halbe Stunde den Motor laufen lassen} den Tod hole, kommt die Weinkönigin mit ihren Nummernschildern zurück und wir machen uns auf den Weg zu ihrem Auto. Sie wünscht sich einen Zwischenstopp an der Tanke, und weil ich entdecke, dass der Diesel gerade "nur" 1,19 € kostet {Weihnachten habe ich noch für 99 Cent getankt, jetzt kostet er meist 1,28 €}, lasse ich die Walli volllaufen.
Als wir beim Auto der Weinkönigin ankommen, springt die Elsbeth natürlich nicht an. War zu erwarten. Deshalb hatte ich vorsorglich das Starterkabel dabei.
36/365
Nur leider bringt das erst einmal auch nichts.
Da ich den Sohn nicht erreichen kann, rufe ich den jungen Mann an, auf dessen Grundstück die Elsbeth die letzte Woche zugebracht hatte. Er kommt vorbei, macht einen Startversuch und meint: "Du musst deinen erst mal laufen lassen. "
"Das haben wir ja schoin versucht. Wie lange denn? "
"Lange!"
Er bietet uns Kaffee an, und weil die Weinkönigin ihm erzählt, dass ich lieber Tee trinke, macht er mir extra Tee.
Inzwischen ruft der Sohn zurück und bittet mich, mal herumzufragen, ob jemand noch anderthalb Eimer weiße Wandfarbe übrig hat. Hat natürlich niemand. ABER! Während die Baumärkte noch immer geschlossen sind, hat Thomas Phillipps geöffnet und hat auch die Farbe im Angebot. {Ja, Werbung, unbezahlt, einfach, weil ich mich freue, dass doch mal noch ein Laden offen hat, in dem man mehr als Kartoffeln und Brot kaufen kann/darf.}
12:00 Uhr
Elsbeth tuckert endlich vor sich hin. Ich verabschiede mich und düse in Richtung Restpostenmarkt, wo ich zwei Eimer Farbe erstehe, dich ich auf dem Rückweg gleich noch zum Sohn bringe. Das ist zwar ein Umweg, aber so muss ich wenigstens später nicht nochmal los. Der Sohn drückt mir einen Döner in die Hand. Hm, fein.
14:00 Uhr
In einer Stunde will Katl hier sein. Ich fühle mich im Moment so gar nicht danach, meine Räumaktion fortzusetzen, obwohl es eigentlich nicht mehr viel ist, was für heute auf dem Plan steht. Kälte, Schlepperei und das Warten haben mir zugesetzt. Ich könnte im Stehen einschlafen. Also schreibe ich der Katl, dass sie bitte später kommen möge, koche eine Kanne Tee und packe mich erst mal ein wenig auf die Couch.
17:00 Uhr
Katl trifft ein. Ich selbst bin nicht sehr erholt, weshalb wir uns doch erst mal noch am Tee gütlich tun.
Dann aber hauruck.
19:00 Uhr
Geschafft. Was wir uns für heute vorgenommen haben, ist erledigt. für morgen Vormittag heben wir uns ein paar Kleinigkeiten auf.
Da Katl zu Mittag beim Griechen eingeladen war und ich meinen leckeren Döner hatte, beschließen wir, das Abendessen zum Mittagessen für morgen umzufunktionieren. Zur Entspannung ist ein wenig Strickschwatzen angesagt.
20:00 Uhr
Katl macht sich auf den Heimweg.
Ich entscheide mich für zwei Soko-Folgen aus der Mediathek.
Danach fällt mir nichts mehr ein, als mich ins Bett zu kuscheln.
Das war mein 5. Februar 2021.

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