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*kicher* Die Überschrift entstand, weil ich zwingend gerade jetzt im Moment zum Putztuch greifen und Staub von meiner Tastatur wischen musste. Und irgendwie passt das zu dem Thema, über das ich eigentlich schreiben wollte.
Immer mal wieder lese ich von Aufräum-, Entrümpelungs- und ähnlichen Aktionen, mit denen Menschen versuchen, den Balast abzuwerfen, der sich im Laufe ihres Lebens angesammelt hat und immer bedrückender wird.
Immer mal wieder dachte ich: Das müsste ich auch tun. Nur aufgerafft hatte ich mich bisher nie so recht. Nicht einmal, als meine Schwester im Herbst mit einer solchen Aktion begann.
Nun bin ich seit unserer Hauruck-Aktion am Sonntag voll dabei und kann gar nicht aufhören. Gestern war der Kleiderberg dran. Allerdings wurde ich damit nicht ganz fertig, weil ich zu müde war und verschob "den Rest" auf heute. Und jetzt ertappe ich mich dabei, dass ich in ruhigen Momente Plänen schmiede, welche Schrankfächer als nächstes an die Reihe kommen und wie ich die Aktion am besten fortsetze. Und {oh Schreck} ich freue mich sogar auf das Räumen. Na huch.
Nun hat auch noch Yvonne vom Buchbahnhof eine Rezension über eine 30-Tage-Aufräum-Challenge geschrieben {warum heißt das überhaupt Challenge und nicht Aktion oder Herausforderung?} und ich frage mich in diesem Zusammenhang, ob das Räumen auch zur Sucht werden kann? Ich meine, das Aufheben, das Sammeln von Dingen, die man nicht {mehr} braucht, das ist eine Sucht, im schwereren Fall eine anerkannte Erkrankung. Aber wenn man sich davon entfernt und anfängt zu räumen, und dann daran Spaß findet, kann das dann ebenfalls zur Sucht werden? Hm?
Jedenfalls habe ich mir gestern, als ich vor meinem halbausgeräumten Kleiderschrank stand, erst einmal ein Klamotten-Kaufverbot auferlegt. Ich habe so viel Zeug. Hilfe! Naja, nähen darf ich {falls ich mal dazu komme}, stricken und häkeln auch. Und, hm, zum Saisonbeginn könnte ich vielleicht das eine oder andere luftige Teil gebrauchen. Mal sehen. Ganz besonders stolz bin ich, dass ich mich von einigen Teilen getrennt habe, die ich wegen des Stoffs aufgehoben hatte für eventuelle Recyclingprojekte. Die habe ich rigoros entsorgt. Nur einige ganz wenige will ich vielleicht verschenken.
Ich fürchte, ich hab nen Knall, aber ich freue mich nachher auf’s Räumen.

Was für ein Wochenende…

…der Samstag brachte sehr schönes Wetter, solches, das der Seele gut tut. Sonne und Wind, naja, eher schon Sturm. Um die Mittagszeit entschloss ich mich, loszufahren, um ein wenig Büromaterial einzukaufen. Schließlich wollte ich vieles ein- oder umsortieren.
Als ich bereits im Auto saß und noch ein paar Nachrichten per WhatsApp schrieb, rüttelte der Wind spürbar am Auto. Jetzt am Meer sein. Hach.
Nach dem Einkauf fuhr ich zum Sohn, der mich erst einmal mit einem Kaffee und leckerem Ingwertee empfing. Zu naschen gab es deutschen Käse {darf der überhaupt noch so heißen?} und Schinken. Genießerzeit in seiner schönen, sonnendurchfluteten Wohnung. Ob wir noch ins Werk fahren, den Kram von Dannys Terrasse holen? Klar!
Gedacht, getan. Nachdem das Auto beladen war, musste der Kram ja auch irgendwo hin. Also fuhren wir zum Garten. An den Schlüssel hatte ich wohlweißlich gedacht. Nicht aner an eine Jacke. Das ist so typisch für mich. Ich sehe Sonne, spüre 10° plus und renne prompt ohne Jacke aus dem Haus. Zum Glück lag noch eine im Auto, sonst wäre der Gartenbesuch nicht so entspannt verlaufen. So aber konnten Franks Einladung zum Kaffee annehmen und saßen, nachdem wir alles verräumt hatten, noch eine ganze Weile auf seiner Terrasse. Er hatte ein Feuerchen entzündet, so dass es richtig gemütlich wurde. Es war längst dunkel, als wir die gartenanlage wieder verließen. Nach einem schnellen Labensmitteleinkauf brachte ich den Sohn wieder heim. Die Räumaktion hatten wir auf Sonntag vertagt. Da war ohnehin Regen vorhergesagt. Da konnten wir auch räumen.

Und das taten wir dann auch. Der Sohn hat gewühlt und ganz viel geschafft. Er kann unglaublich effektiv arbeiten. Ich bin davon immer sehr begeistert. Natürlich habe ich auch meinen Teil geschafft. Aber wie das immer so ist, wenn man erst einmal angefangen hat, sieht man noch dieses und jenes und wird und wird nicht fertig. Also ich zumindest. Dennoch, am Abend war alles fein. Fast alles. Übrig geblieben ist ein riesiger Berg Kleidung, den ich am Montag nach der Arbeit noch sortieren und verräumen will. Und dann habe ich aus den drei Wollreste-Taschen eine gemacht. Die Reste sind teilweise leicht verfitzt, so dass ich sie zeitnah alle mal umwickeln möchte. Und dann habe ich genug "Futter" für meine Decke{n}.

Fazit: Es war ein sehr schönes, teilweise anstrengendes und für die Seele sehr entspannendes Wochenende.

WmdedgT – Januar 2019

Wie gesagt, klingelte 05:10 Uhr der Wecker.
An einem Samstag. Das hat man nun davon, wenn man an irgend einem Samstag eine Freundin in aller Frühe zum Bus bringt und danach vergisst, die Weckereinstellung wieder auf "normal" umzustellen, also auf am Wochenende klingelst du nicht. Aber gut, so habe ich wenigstens etwas zu erzählen, wenn Frau Brüllen wie an jedem Fünften wieder fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?.
Ich setze Kaffeewasser auf, füttere die Waschfee mit den Badesachen von gestern, um in einem Spülgang erst einmal die Chlorrückstände herauszulösen und verbringe auch sonst einige Zeit im Bad.

06:00 Uhr
Die Waschfee dreht die zweite Runde, diesmal richtig mit Waschmittel und allem. Derweil schreibe ich den Beitrag für den Samstagsplausch.

07:30 Uhr
Noch eine Tasse Kaffee. Dann hängt die Wäsche auch schon auf der Leine.
Ich experimentiere mit einer App und ein paar Fotos herum, stricke ein paar Runden und schaue in der Mediathek den Film von gestern Abend zu Ende.
Später entdecke ich in einer anderen Mediathek eine Serie, die ich bisher noch nicht kannte. Dafür kenne ich die meisten Schauspieler und freue mich über diese Entdeckung. Zu Ende schauen kann ich den ersten Film nicht, weil er 1 Stunde 43 Minuten läuft und ich für den Vormittag noch etwas anderes auf dem Plan habe.
So rufe ich Mutti an, um zu fragen, ob der Sohn gestern bei ihr war. War er. Auch sehr geholfen hat er ihr, nur musste er dann zum Bus, so dass die kleine Frau ihm gar nicht erst gesagt hat, was sie außerdem gern erledigt haben wollte. Deshalb ziehe ich mich straßenfein an und mache mich gegen halb 11 zu ihr auf den Weg.
Zur Begrüßung bekomme ich einen weiteren Kaffee {nun ist es langsam genug} und mache ich dann über zwei Schrankfächer her, die ich komplett ausräume. Wir sichten den Inhalt gemeinsam und sortieren großzügig aus. Am Ende der Aktion hat sie zwei halbleere aufgeräumte Fächer.
Ich hocke noch ein wenig bei ihr herum und trete dann den Heimweg an.

13:00 Uhr
Ich habe Appetit auf eine heiße Brühe. Also ab in die Küche.

15:00 Uhr
Ein Mittagsschläfchen, das ich für dringend nötig hielt, habe ich zu Gunsten vieler Strickrunden gestrichen.

Nachmittag
Es gibt einige Telefonate, um die abendliche Fahrt nach Frohburg zu verabreden. Ich möchte nicht so spät los, damit noch etwas vom Abend übrig ist, wenn ich zurückgekehrt sein werde. Die Mädels möchten so spät wie möglich los, damit sie noch lange beisammen sein können. Wir einigen uns auf 20 Uhr.

20:17 Uhr
Die Mädels mussten erst noch ihre Tasche fertig packen, deshalb kommen wir mit Verspätung los. Zum Glück hatte ich den Sohn zuerst abgeholt. Er programmiert das Navi, das unterwegs andauernd die Route neu berechnen muss, weil ich mich nicht an die Vorgaben halte. Tatsächlich brauche ich die Unterstützung auch nur für das letzte Stück ab Bad Lausick.

Im Laufe des Abends
Wir werden sehr herzlich empfangen. Schwatzen, lachen, knuddeln das Baby. Vangelis kocht für uns und wir essen alle zusammen. Ich finde das herrlich, in einer großen Runde beisammen zu sitzen und gemeinsam zu essen. Neun Personen waren wir, plus Baby.

23:15 Uhr
Huch, wann ist es denn so spät geworden? [Insider] Nun aber schnell: Aufbruch. Wir werden um so eine Zeit doch JJ gar nicht mehr los. {Nicht, dass wir sie wirklich los werden wollen. Doch da sie keinen Schlüssel hat, ist sie darauf angewiesen, dass sie daheim von jemandem eingelassen wird. Wenn aber alle bereits schlafen, wird das schwierig, zumal wir nicht klingen können, weil es auch dort ein Baby gibt, das wir nicht wecken wollen.}

00:30 Uhr
Wir stehen vor JJs Haustür. Alles ist dunkel und wir schlagen vor, dass sie bei Papa übernachtet. Das erscheint mir einfacher, als jetzt noch wen heraus zu klingeln. Doch dann öffnet doch noch jemand.

01:00 Uhr
Ich habe noch shnell den Sohn nach Hause gebracht und bin selbst eben daheim angekommen. Der Fünfte ist natürlich vorüber, aber die Heimfahrt gehörte schon noch mit zu diesem schönen, abwechslungsreichen und doch sehr entspannten Tag.
Nun aber schnell ins Bett.
Gute Nacht.

Da ist es nun…

…das Jahr 2019. Und? Mal ehrlich: Fühlt es sich in irgend einer Weise anders an, als gestern?
Natürlich wünsche ich euch allen {und mir selbst auch} Gesundheit, Glück {definiere Glück}, Frieden in uns und um uns. Das alles wünsche ich für jeden Tag eines jeden Jahres, egal, welche Zahl da am Ende steht.
Vorsätze?
Habe ich keine. Wird doch ohnhin nie was draus.
Vorhaben gibt es einige, die ich gern auch 2018 umgesetzt hätte, wäre dieses Jahr länger gewesen. *lach*
Gestern habe ich mal meine Wollvorräte sortiert. Also die, welche ich zu Hause habe, die anderen sind ja sortiert. Dabei habe ich festgestellt, dass ich 19 Knäule Sockengarn habe, die ich eiligst verstricken möchte. Da habe ich mir ja was vorgenommen! Hinzu kommt ein Berg wunderschöner Reste, von denen ich nun überlege, ob ich überhaupt Restesocken daraus stricken oder sie gleich in der Decke verarbeiten soll. Das hätte den Vorteil, dass ich mit der Decke schneller voran käme. Na, mal sehen.
Apropos Vorhaben. Ab morgen beginnt sich mein Hamsterrad wieder zu drehen. Und es geht gleich wieder gut los, indem jeder Feierabend verplant und terminiert ist.
Mittwoch… hole ich die Junghexe samt Freundin aus Frohburg ab und bringe sie zur Hexe nach Hause. Je nach dem, was sich heute noch ergibt, hole ich vielleicht vorher noch den Sohn ab und nehme ihn gleich mit, die Weiblein abzuholen. Da sieht er sie wenigstens auch mal wieder.
Donnerstag… ist natürlich Einkaufstag. Ich brauche nichts, außer vielleicht Mineralwasser, aber die kleine Frau, die mir in den Ohren liegt, dass sie noch so viel Essen von den Feiertagen übrig hat und gar nicht weiß, wohin damit, weil auch der Froster voll ist, sie muss einkaufen. Na, irgendwas werde ich schon brauchen! *schmunzel*
Außerdem wollen/müssen wir in die Bücherei. Sie hatte ihre beiden Bücher schon vor Weihnachten ausgelesen und ich hatte diesmal mit meiner Auswahl keinen guten Griff getan, denn von den fünf Büchern, die ich mir ausgesucht hatte, kann man eines zur Not lesen. Bei allen anderen ist mir meine Zeit zu schade.
Freitag… möchte ich mich mit Katl in der Therme treffen, weil das in dieser kurzen Woche der einzig mögliche Abend dafür ist.
Samstag… möchte ich am Vormittag der Mutti helfen, den Baum zu entsorgen und ein Schrankfach aus- und aufzuräumen, weil sie da nicht mehr dran kann, aber etwas darin zu finden hofft, von dem sie ansonsten nicht wüsste, wo es geblieben sein könnte.
Das kenne ich. Das passiert bei uns in letzter Zeit dauernd, dass irgendwelche Dinge verschwinden, die eigentlich nur an einem bestimmten Platz sein können, aber uneigentlich eben nicht dort sind.
Am Nachmittag bringe ich dann die Freundin der Hexe wieder nach Hause und nehme JJ noch einmal mit, damit die beiden noch beisammen sein können. Außerdem hat der Sohn angekündigt, dass er ebenfalls mitfahren möchte. Vermutlich wird unser Abendessen aus den besten Knobikartoffeln bestehen, die ich bisher gegessen habe.
Tja, und am Sonntag… hat die Katl Geburtstag und ich möchte am Abend mit ihr ein Konzert besuchen, für das ich vorher noch Karten auftreiben möchte. Das muss irgendwie zwischendurch noch passieren.
Ihr seht, die nächsten fünf Tage sind schon wieder komplett verplant. Es hat sich also nichts geändert. Na doch, ein wenig entspannt habe ich mich in den unglaublich vielen freien Tagen zwischen Weihnachten und Silverster. Und heute lasse ich es auch noch einmal ganz ruhig angehen. Eine Trommel Wäsche ist schon durch, eine zweite will ich gleich noch ansetzen. Ja, auch wenn Feiertag ist. Wann soll ich es denn sonst machen?
Vorher gibt es erst einmal einen Kaffee. Den brauche ich jetzt und werde ihn genießen.

Besser als gedacht…

Vor dem Termin am Donnerstag Nachmittag war mir schon die ganze Woche etwas bang.
Jolanda sollte abgemeldet werden. Endlich. Bisher hatte ich das immer noch hinaus geschoben. Aber in dieser Woche musste es passieren. Warum unbedingt jetzt? Jolanda war vor 17 Jahren am 10. Dezember zugelassen worden. Deshalb wurde die Kfz-Steuer jedes Jahr am 10. Dezember fällig. {Blöd, so kurz vor Weihnachten.} Da Jolanda ein sehr altes Dieselfahrzeug ist {EU 4-Norm, darüber spricht schon gar niemand mehr}, ist die Steuer empfindlich hoch. Die wollte ich nicht noch einmal bezahlen müssen. Klar würde ich sie anteilig zurück bekommen, aber das würde doch ein wenig dauern, also sollte die Abmeldung vor der nächsten Fälligkeit erfolgen. Und das war also gestern. Das war der einzige Tag der Woche, an dem die Zulassungsstelle etwas länger geöffnet hat {bis 17 Uhr}. Eine Online-Terminvergabe war nicht mehr möglich, dazu hatte ich mir das zu spät überlegt. Also musste ich Wartezeit einplanen. Ich wusste nicht genau, wo in diesem riesigen Komplex des technischen Rathauses die Zulassungsstelle ist, ich wusste nicht, wo man dort parken kann. Ich rechnete mit ewiger Wartezeit. Und es war nicht mein einziger Termin an diesem Feierabend, denn der Einkauf mit Mutti konnte nicht auf den Freitag verschoben werden, weil die kleine alte Dame zu einer Feier eingeladen ist.
Super pünktlich ging ich von der Arbeit weg. Die Fahrt ging problemlos vonstatten, ein Parkplatz war schnell gefunden. Dann irrte ich ein wenig herum, um den richtigen Eingang zu finden. Der Wartebereich war sehr voll, aber es ging rasend schnell voran. Die Abmeldung war eine Kleinigkeit und ich fragte mich, warum mir vor diesem Termin so gegraust hatte. Albern. Hach.
Der Heimweg gestaltet sich etwas schwierig, weil ich nun eine Stunde später als sonst auf dem Weg aus der Stadt hinaus war. Die Straßen waren deutlich voller und weil ich nun aus einer anderen Ecke von Leipzig kam, wusste ich natürlich nicht, welche Straßen gesperrt waren und musste ein paar Umwege fahren.
Als Entschädigung wartete Mutti mit einer leckeren Kartoffelsuppe, die ich verputzte, bevor wir zum N-Markt fuhren.
Den Besuch in der Bücherei hätten wir nicht mehr geschafft, doch dafür hatte ich vorgesorgt, indem ich die Ausleihe all unserer Bücher telefonisch bis 3. Januar verlängert hatte. Eine weitere Aufgabe hatte ich schon vor Dienstbeginn erledigt. Mutti hätte beinahe die Stollen bei einem Bäcker gekauft, der zu einer Kette gehört. Dagegen hatte ich bereits interveniert, denn ich wollte sie bei "meiner" kleinen Bäckerei kaufen. {@Andrea, falls du das hier liest, Volz in Portitz probiere ich auch noch.} Nun wollte es die Mutti aber unbedingt diese Woche noch wissen. Also beeilte ich mich am Morgen, um noch vor der Arbeit eine ganze Stolle und zwei Probier-Scheiben zu besorgen.

Ähm ja, als ich gegen 19.30 Uhr daheim ankam, freute ich mich, wieviel ich an diesem Tag wieder geschafft und erledigt hatte. Nun war Zeit, einen leckeren Tee zu zu genießen und einfach die Seele baumeln zu lassen.

WmdedgT – Dezember 2018

Es ist wieder einmal der Fünfte und Frau Brüllen sammelt unsere Beiträge zu der Frage Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Dieser Mittwoch ist bisher der entspannteste Tag der gesamten Woche und wird das im Hinblick auf die Termine, die ich nicht vergessen darf, vermutlich auch bleiben. Der Start in den Tag war allerdings etwas unentspannt.

03:19 Uhr
Ich muss nur kurz ins Bad. Auf dem Rückweg treffe ich den Sohn in der Küche. Was macht er denn da?

05:15 bis 06:20 Uhr
Ich frage den Sohn vorsichtig an, ob er nun in aller Frühe mit in die Stadt fahren will oder eher doch nicht. {Ich möchte mich ja drauf einrichten, ob ich früher los muss, wegen veränderter Fahrtroute und so.} Zum Dank knurrt er mich an, alles sei sinnlos, er sei wach, seit wir uns vorhin in der Küche getroffen haben, und und und. Als könnte ich was dafür. Hach. Ich beschließe, mich nicht zu ärgern, und weil ich nun nicht früher los muss, kann ich meinen Adventskalender genießen.

08:00 bis 12:00 Uhr
Es gibt Menschen, mit denen kann man einfach nicht arbeiten, weil sie eben nicht arbeiten. Da versuche ich, eine gewisse Person dazu zu bringen, einfache Aufgaben auszuführen. Das versuche ich im Übrigen jeden Tag auf’s Neue. Da kommen dann so Sprüche wie: Ich schaue lieber erst nochmal zu, nicht dass ich was falsch mache oder Ich bin lieber so jemand, der im Team arbeitet, was dann aber so aussieht, dass die anderen arbeiten und derjenige dabei steht und minder schlaue Kommentare abgibt. Heute Vormittag dann die Krönung: Ich kann das ja gar nicht können, ich bin ja ganz neu hier.
Sie sind seit zwölf Wochen hier und ich erkläre es Ihnen jeden Morgen wieder. Die anderen sind seit 3 Wochen da und können es längst.
Ja, aber ich brauche das ja später nicht. Wenn ich in einen Betrieb komme, wo ich sowas machen muss, da müssen die mich ja erst mal einarbeiten. Dafür gibt es ja die Probezeit.
Herr, wirf Hirn vom Himmel! Und für die Weiterbildung solcher Menschen werden unsere Steuergelder verschwendet!

12:00 bis 15:00 Uhr
Ich konzentriere mich auf die Menschen, die lernen wollen. Die besondere Person wird dann nächste Woche eine besondere Beurteilung bekommen. Danach sehe ich sie hoffentlich nie wieder.

Feierabend
Es gibt mehrere Optionen.
1) Schnell einkaufen und danach zu Hause Plätzchen backen
2) Zu Katl fahren und mit ihr Tee trinken und vielleicht ein wenig stricken
3) Zum Sohn in den Garten fahren und erst, wenn es dunkel ist zu Katl gehen und Tee trinken
Unterwegs telefoniere ich mit Katl und entscheide mich für die zweite Variante. Wir essen zusammen Abendbrot. Da wir beide sehr müde sind, lassen wir das mit dem gemeinsamen Stricken für heute sein.
Ich bin relativ früh zu Hause und möchte die Zeit nutzen, diesen Eintrag zu schreiben. Während ich warte, dass der Rechner hochfährt, übermannt mich die Müdigkeit.
21.30 Uhr
So richtig bequem ist das nicht im Sessel. Trotzdem habe ich ulkiges Zeugs geträumt. Nun aber schnell noch den Blogeintrag schreiben. Inzwischen kommt der Sohn heim. Ich erzähle ihm von meinem Vormittag. Er schafft es, dass wir herzhaft darüber lachen und ich mich nicht mehr ärgere. Die vernichtende Beurteilung wird es nächste Woche trotzdem geben. Potenzielle Arbeitgeber sollen schließlich von vorn herein wissen, was sie da erwartet.
Jetzt verlinke ich diesen Eintrag noch bei Frau Brüllen und wünsche euch allen eine gute Nacht.

In eigener Sache…

…oder Internal Server Error.
[Werbung aus ehrlicher Überzeugung]
Wir hatten das schon zweimal als Thema, und gestern nun hatte es die JANI von Jani’s Allerlei erwischt, die bei mir nicht kommentieren konnte. Sie hat von der Fehlermeldung einen Screenshot geschickt und den habe ich dann an den Support weitergeleitet. Sie haben sofort reagiert, konnten aber zunächst keinen Fehler finden. Haben aber prophylaktisch "meine" PHP-Version aktualisiert. Kurz darauf erhielt ich noch eine Mail, in der sie dann doch noch einen Fehler gefunden haben, der sich aber vermutlich {hoffentlich} auf genau diese PHP-Geschichte bezog und damit nun behoben sein dürfte. Also, das finde ich ganz toll von bytecamp, wie schnell man da auf Serviceanfragen reagiert und dass man auch dann nicht locker lässt, wenn man erst einmal nichts findet. Das musste mal gesagt werden.

Und nun hoffe ich, dass all eure Kommentare hier im Blog erscheinen, ohne Fehlermeldungen zu erzeugen.

Was für ein Wochenende…

Ich sag es mal gleich vorweg, Fotos habe ich keine gemacht. Warum? Weil ich sehr eingespannt war und mir zum fotografieren die Ruhe fehlte.
ABER es war ein ganz tolles Wochenende.
Nachdem meine Schwester mir am Freitag tatkräftig geholfen hatte, das Auto zu beladen, startete ich am Samstag, 25. August in Richtung Neckeroda. Das Geschenk, das ich mitnehmen wollte, ließ ich dann doch besser daheim, weil ich es unter Zeitdruck nicht so schön verpacken konnte, wie ich gern wollte und weil außerdem ein kleiner Teil fehlte, der nicht zwingend notwendig gewesen wäre, das Ganze aber abgerundet hätte. Wie lustig, dass mich dann Eva empfing mit den Worten: Dein Geschenk habe ich nicht mitgebracht, weil ich mit einem Teil davon nicht zufrieden war. Unter Zeitdruck wäre das auch nichts mehr geworden. Hach, wie gut ich das verstehen kann und wie froh ich bin, da jemanden zu wissen, der mich versteht.
Nach dieser Begrüßung war dann Eile geboten. "Komm, komm, wir brauchen deinen Pavillon." Klar, der musste erst stehen, damit man sehen konnte, ob wir einen anderen überhaupt noch aufbauen, was wir letzten Endes bleiben ließen. Dann schnell Auto wegfahren und danach die Tische hübsch dekorieren. Ich fühlte mich etwas gestresst und hätte mit mehr Ruhe gern alles schöner dargestellt, allerdings hätte ich die Ruhe vielleicht auch drei Tage früher schon gebraucht, damit ich an ein paar schöne Ausstattungsteile gedacht hätte, die ich erst vor Ort vermisste. Die Besucher allerdings vermissten nichts, schwelgten in meinen Garnen, in den Farben und ich hatte gut zu tun. Wie im Flug verging die Zeit und man merkte ihr Vergehen hauptsächlich daran, dass zu vorgerückter Stunde der Rücken und die Füße zu schmerzen begannen. Dann gab es noch mal schwere Arbeit beim Abbau. Die Kartons mussten ja irgendwie auch wieder rein ins Auto.
Auf dem Heimweg hat mich das Navi noch ein wenig in die Irre geleitet. Erst als ich "meine" Strecke fuhr, fiel der Dame wieder ein, wolang sie mich eigentlich hätte schicken müssen. Zu Hause, also bei Mutti empfing mich die Schwester mit dem dringenden Wunsch, dass ich sie noch zum Stadtfest begleite. Ich war so fertig von 2 mal 1,5 Stunden Fahrt, je 2 Stunden Auf- und Abbau und weiteren 6 Stunden Markttreiben. Ich wollte nur noch ins Bett. Aber die Schwester ist ja extra wegen des Stadtfestes aus der Pfalz gekommen. So mochte ich ihr das auch nicht abschlagen, habe ihr aber den ganzen Weg die Ohren vollgejammert, dass ich kaum noch laufen kann und mir alles weh tut. Als wir dann aber auf dem Festplatz angekommen waren, einen schönen Sitzplatz gefunden hatten und der Band zuhörten, ging es mir immer besser und es wurde noch ein richtig schöner Abend mit einem Gläschen Rotwein.
Als ich in meiner Wohnung ankam, war bereits seit einer halben Stunde Sonntag, 26. August. Den nutzte ich zum Ausruhen und zunächst zum Ausschlafen. Bis nach 8 Uhr blieb ich im Bett, dann fütterte ich die Waschfee. Ansonsten träumte ich ein wenig herum, telefonierte eine Weile mit Evchen, um den Markttag noch ein wenig zu reflektieren. Zwischendurch nadelte ich an einem Tuch weiter, das ich auf dem Markt mal wieder hervorgeholt hatte.
Nach einer weiteren Trommel Wäsche und einem Mittagsschläfchen {der pure Luxus} beschlossen der Sohn und ich, uns mit einem Döner zu stärken und dann in die Lagerbox zu fahren und das Auto zu entladen. Das ging recht schnell. Den Tag beschloss ich bei herrlichem Abendsonnenschein strickenderweise und ging ausnahmsweise früh zu Bett.
Schön war das.

Montagsgedanken…

Ein seltsamer Tag war gestern dieser Sonntag… Nach einer prall gefüllten Woche hatte ich mir Zeit für mich ausbedungen, indem ich die Frau Mama am Samstag, als ich sie vor ihrer Haustür absetzte, mit den Worten beschied: "Morgen mal nicht…" Ich hatte tatsächlich schon Luft geholt, um zu einer Begründung anzusetzen, da fiel mir im letzten Moment der Hinweis meiner Ärztin wieder ein: Ein Nein braucht keine Begründung.
Als schluckte ich diese hinunter und fuhr davon. Zum N-Markt, um das versprochene Geschenk zu kaufen. Dann rief ich den Sohn an, der beim besten Freund im Garten Fußball schaute. Das Spiel um Platz 3.
Kann ich vorbei kommen?
Klar!
Kurz drauf ein Rückruf: Du, das lohnt doch gar nicht!
Da stand ich aber schon am Tor.
Und ich hatte Gelegenheit, Baby Arthur zu knuddeln. Also hat es sich doch gelohnt.
Den Rest des Tages und den Sonntag verbrachte ich in der grünen Oase nahezu allein. Ab und an flatterten ein paar Bemerkungen über den Zaun. Das war nett. Und zum Endspiel fand ich mich drei Gärten weiter ein. Dort herrschte allerings eine seltsame Stimmung. Ich kann es gar nicht recht beschreiben. Jacques Berndorf verwendet in seinen Eifel-Krimis immer das Wort "muffig". Ich glaube, das trifft es ganz gut. Ich wäre gern wieder gegangen, hatte aber keinen rechten Grund. Ich konnte ja schlecht sagen, mir gefällt bei euch die Stimmung nicht. Als aber das 3:1 fiel, hatte ich meine Begründung, nämlich, dass ich das Spiel satt hatte und den Rest nicht sehen wollte. Das entsprach ja auch den Tatsachen, nur dass ich üblicherweise nicht so launisch bin.
Eine depressive Wolke senkte sich über den Sonntag Abend. Zum Glück war der Sohn aufgetaucht, der zum Abendessen Bratkartoffeln zauberte. Crissi kam und brachte einen Krimi mit. Wie gut, ich hatte meinen nämlich ausgelesen und keinen anderen dabei.
Später, viel später wollte noch die Uraltfreundin wissen, wie es mir geht und eigentlich wollte ich gerade gar nicht darüber reden, hab es dann doch getan und als Quittung dafür dann noch miesere Stimmung und Grübeleien, die mich die ganze Nacht lang verfolgten.

Der Montagmorgen fühlte sich auch irgendwie zäh an, obwohl strahlender Sonnenschein meine Stimmung normalerweise hebt. Diesmal nicht. Die Kollegen waren auch "muffig", der Chef war aus dem Urlaub zurück, sah aber alles andere als erholt aus.

Und dann kam die Lieblingskollegin mit ihrer Raumplanung und auf einmal war die ganze Welt wieder schön. Wie schnell das manchmal geht.
Am Nachmittag gehe ich schwimmen. Wasser tut auch immer gut. Immer.

12 von 12 im April 2018

12_von_12
Die Freundin schrieb gestern wieder einen Erinnerungszettel, damit wir heute die 12 von 12 nicht vergessen. Den hätte ich diesmal gar nicht gebraucht, denn schon der Parkschein, der bis heute Morgen kurz nach 10 Uhr gereicht hätte, erinnerte mich daran, dass heute der 12. ist.180412_080131 Neuerdings bin ich donnerstag morgens immer sehr müde *lach* und kam heute nicht so recht in Gang. Dadurch musste ich mich auf dem Weg zur Arbeit etwas sputen und wagte nicht, unterwegs zum Fotografieren noch einmal anzuhalten. Dabei sah der Morgennebel über den Feldern sehr schön aus.
An der Ampel zur Autobahnauffahrt musste ich, wie meistens, zwei Grünphasen abwarten und nutze die Gelegenheit, wenn schon nicht den Frühnebel, so doch ein Stück meines Alltags einzufangen. 180412_065742 Trotz der Verzögerungen war ich scheinbar die Erste in der Firma, was natürlich nicht sein konnte, denn irgendwer musste schließlich aufgeschlossen haben und ein guter Geist hatte auch schon Kaffee gekocht. Begegnet bin ich jedoch niemandem, und so kam es, dass ich diesmal entdeckte, welch witzige Stühle wir da im Pausenraum haben.180412_073526 Ebenfalls witzig fand ich die Pflanze, die dort auf dem Tisch steht. Diese ist nämlich aus ihrer hübsch dekorierten Pflanzkiste heraus gewachsen und reckt sich zum Fenster hin. 180412_073509 Die Frühstückspause hatte ich verpasst, aber ich hatte gut vorgesorgt und an alles gedacht, sogar an eine Gabel. 180413_090655
Zum Feierabend war Eile geboten, denn ich arbeite in Halle bis 15 Uhr und wollte meine Schwester in Leipzig vom Flixbus abholen, der 16.05 Uhr ankommen sollte. Ja, ich erinnere mich, das hatte ich letzte Woche schon erwähnt. Ich schaffte es {natürlich}, pünktlich am ZOB zu sein. Nachdem ich der Schwester am Telefon schon erzählt hatte, ich würde Runden drehen und sie solle einfach mal schauen, ob sie mich da irgendwo sieht, fand ich doch noch einen Parkplatz und kurz darauf auch die Schwester, deren Bus sogar ein paar Minuten vorplanmäßig angekommen war.
Vorher hatte ich mich schon gefreut, dass ich gute Motive für die 12 von 12 finden würde. Dann aber war die Wiedersehensfreude so groß, dass ich die Knipserei völlig vergaß.
Nachdem ich die Schwester bei Mutti abgeliefert hatte, wurden erst einmal Geschenke übergeben.
180412_170507 Dieses hatte die Freundin mir am Mittwoch für die Mutti mitgegeben. Diese war zuerst total überrascht und konnte es gar nicht glauben. Und dann war sie ganz gerührt, dass meine Freundin für sie so ein liebevolles Geschenk zusammengepackt hatte. Und nun auch an dieser Stelle herzlichen Dank.
Dann war die Schwester an der Reihe, ihr Geschenk zu überreichen. 180412_170539
Als wir wieder losgingen, um wie üblich am Donnerstag einkaufen zu gehen, fiel mir die Handtasche meiner Schwester auf, die ich sogleich auf Bild bannen musste.180412_174400 Und nun schaut einmal, warum. Genau! Weil ich auch so eine Tasche habe. Diese gehörte zu dem wunderbaren Geschenk, das ich letzte Woche von Uta bekommen habe. Die musste ich jetzt einfach zeigen. 180413_084354
Nach dem Einkauf gab es noch ein schnelles kleines Abendessen. 180412_185542 Auf Muttis Küchentisch verbreiten diese hübschen Primeln gute Frühlingslaune. 180412_201340
Dann war es für mich an der Zeit, heim zu fahren, wo ich das letzte meiner 12 Motive für diesen Tag fand. Ich liebe Anthurien und habe mir diese als ganz kleine Pflanze im N-Markt gekauft. Seitdem steht sie im Fensterbrett, ist ordenlich gewachsen und neigte sie sehr intensiv hin zum Licht, so dass ich immer nur ihre Rückseite sah. Dann kam der Sohn mit seinem grünen Daumen und konnte die Pflanze so nicht stehen lassen. Die muss doch auch mal in die andere Richtung wachsen. Also drehte er sie um… und TaTaaa!!! eine Blütenfülle lachte mir entgegen
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Das waren sie, meine 12 von 12 für den April. Und ihr so?