Samstagsplausch {18.01.2020}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen.
Als ich vorhin aufwachte, schien noch der Halbmond ins Zimmer und für den Moment hätte ich mich gern noch einmal herumgedreht. Aber eine Freundin würde sich um mich sorgen, wenn dieser Eintrag nicht im Laufe des Vormittags erscheint. Da ich ihr aber keine unnötigen Sorgen bereiten will, sitze ich nun mit meinem ersten Milchkaffee des Tages hier und sortiere die Gedanken, die ich mir im Laufe der Woche so gemacht habe.

Die Alltagsfreuden…
setzten sich in dieser Woche fort, zumindest bis Mittwoch. Das begann schon am Sonntag, der insgesamt sehr schön war, mit ein paar Nachrichten, die dafür sorgten, dass ich für die folgende Woche zwei Verabredungen traf, auf die ich mich sehr freute. Eine für den Montag, eine für den Freitag.

Am Montag…
…traf ich mich gleich nach der Arbeit mit Tatjana, der ich für dieses Wochenende ein paar Dateien versprochen habe, die ich ihr senden möchte. Ich bin froh, dass ich von vorn herein gesagt hatte, dass es erst am Wochenende klappt. Ich muss nämlich noch ein paar Anpassungen vornehmen und ihr werdet nachher wahrscheinlich wissen, dass und warum ich das unter der Woche nicht geschafft hätte.
Na, jedenfalls wurde das am Montag ein richtig schöner Nachmittag mit tollen Gesprächen und ich hoffe, wir werden das mal wiederholen. Vielleicht muss ich zu der Datei ja noch eine kleine Hilfestellung mitliefern. 🙂 Ich sollte ohnehin viel öfter nach der Arbeit noch irgend etwas Schönes unternehmen. Dazu bin ich auf dem besten Wege, dachte ich Anfang dieser Woche.
Ein weiterer Freugrund war eine lange Sprachnachricht, die ich am Montag erhielt und die mir zeigte, wie gut es war, dass ich am Sonntag Abend einen langen Text versendet hatte. Tja. Es ist eben gut, wenn Missverständnisse schnell ausgeräumt werden.

Bei Kurz und gut habe ich am Dienstag ein Knäckebrotrezept gefunden. Wie passend, dass ich just an diesem Morgen Vollkornmehl gekauft hatte, einmal Roggen für den Sauerteig und einmal Dinkel für den guten Geschmack. Und dann noch eine kleine Tüte Buchweizenmehl, weil ich Buchweizen sehr gern mag. Weil der Sauerteig ohnehin ein paar Tage braucht und ich das Brot frühestens am Wochenende backen kann, kam mir Barbaras Knäckebrot gerade recht.
Da ich für das Knäckebrot noch Backpapier brauchte, hielt ich auf dem Heimweg noch einmal beim Kaufmannsladen. Als ich dort wieder heraus kam, biss der innere Schweinehund zu. Vor dem Kaufmannsladen stand nämlich ein Asia-Imbiss-Wagen, aus dem es verlockend duftete. So überredete ich mich selbst zu einer Portion Nudeln mit gebackener Ente, die ich mit heim nahm. Nachdem ich diese genüsslich aufgefuttert hatte, war ich so satt und rund und müde, dass ich Sauerteig und Knäckebrot auf unbestimmt später verschob und außer einer Trommel Wäsche nichts mehr erledigte.

Inzwischen hatte ich auch für den Mittwoch Abend eine Verabredung mit einer Kollegin zu einem Gespräch. Wir planen ein gemeinsames Projekt, das in kleinen Schritten voran geht. Zwischendurch erreichte mich ein Anruf meiner Freitagsverabredung. Sie hatte den Termin auf Mittwoch vorverlegt und mir das in einer SMS mitgeteilt. Diese hatte ich natürlich gar nicht gelesen. Ich war überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass mir jemand eine solche Nachricht gesendet haben könnte. Oups.
Mittlerweile habe ich die Benachrichtigungsfunktionen umgestellt, damit ich keine Nachricht von ihr mehr übersehe. Das hat aber zur Folge, dass ich nun andauernd auch völlig unwichtige Benachrichtigungen bekomme und erst einmal schauen muss, ob ich das vielleicht etwas spezieller einstellen kann. Jedenfalls war damit meine Verabredung für Freitag geplatz und wir mussten uns auf nächste Woche vertagen.
An den übrigen Tagen fühlte ich mich nicht so gut. Ich schlief schlecht und viel zu wenig, war dadurch den ganzen Tag über sehr müde und bekam am Feierabend nichts sinnvolles mehr auf die Reihe.
Immerhin schaffte ich es, am Freitag von unterwegs noch Fladenbrot und Paprika mitzubringen, so dass ich wenigstens ein leckeres Abendessen und heute nun auch schon ein feines Frühstück hatte.

Um den Sauerteig kümmere ich mich nachher. Catrin hat mir gestern Abend noch eine Anleitung gesendet und Katl hat es kurz und schmerzlos rübergebracht: Mehl und Wasser zu gleichen Teilen und NICHT in den Kühlschrank. Na dann!
Am Nachmittag werde ich die Mutti nach Leipzig schleppen, zum Eistraum. Ich möchte unbedingt mit dem neuen Riesenrad fahren.

Jetzt komme ich aber erst einmal zu Andrea in die Plauderecke.

Habt ein schönes Wochenende.

12 von 12 im Januar

Neues Jahr, neue Glück…
…schrieb Caro und läutete damit eine neue Runde 12_von_12 ein.
Schon gestern Abend…
…schickte mir Uta eine Erinnerung an #12 von 12. Die fand ich heute Nacht, als ich wieder einmal über eine Stunde wach war. Hoffentlich wird das nicht zur Gewohnheit. Das Wach sein in der Nacht, meine ich.

Am Morgen gönnte ich mir ein wenig Herumtrödeln mit Strickzeug.
Dann war endlich Zeit für das Frühstück. Weil die Sonne inzwischen aufgewacht war, zog es mich hinaus auf den Balkon. Schaut nur, wie schön es da draußen ist. Ich erwäge, dieses Foto vielleicht für einen Zwölftel Blick zu nutzen.
Als es mir draußen zu kalt wurde, hockte ich mich an den Rechner, um Bürokram zu erledigen. Das musste zwingend heute sein, damit ich es nicht wieder vergesse. Und weil ich nun einmal dran war und gleich noch Fotos für diesen Beitrag zusammensuchen wollte, räumte ich gleich noch die Speicherkarten auf und sicherte Fotos aus den Jahren 2018 und 2019. Das heißt, ich begann damit. Fertig bin ich noch nicht, denn das frisst sehr viel Zeit.

Als die Socken komplett fertig waren {mein Paar 01 von #20 für 20} musste aus dem Rest gleich ein Patch an die Decke anwachsen.
Weil ich mich am Nachmittag doch noch entschlossen hatte, eine Trommel Wäsche anzusetzen, stand ich am Abend wieder vor der Aufgabe, die Wäsche irgendwo zum Trocknen unterzubringen.
Als meine Schwester am Abend ein Foto ihres Abendessens schickte, bekam ich so großen Appetit, dass ich mich in die Küche stellte und ebenfalls ein Abendessen zurecht zauberte. Dem Trend folgend serviert als Bowl. Das kommt mir sehr gelegen, kann ich mich doch damit auf mein gemütliches Sofa zurückziehen.
Wie gut, dass ich jetzt darüber schreibe: Hat doch der Sohn mir vorhin etwas von Fischfilets erzählt, die ich dann fix für ihn gebacken habe…. und natürlich in der Röhre vergessen hatte. Zum Glück, weil ich jetzt über das Essen schrieb, dachte ich wieder dran und es ist alles noch mal gut gegangen, wie ihr sehen könnt.
Nun ist dieser 12. schon fast zu Ende und ich wollte um diese Zeit schon im Bett liegen. Aber es war mir einen Herzensangelegenheit, erst einmal eine längere Nachricht an eine Freundin zu schreiben. Das war mir sehr wichtig.
Und nun gibt es eine halbe Stunde vor Mitternacht als zwölftes Bild schon wieder ‘ne Blume, genauer gesagt, ein Asperagus. Diesmal aber nicht, weil ich nicht mehr weiß, was ich fotografieren soll, sondern weil ich ihn bei den Alltagsfreuden vergessen habe zu erwähnen. Es ist dies wieder eine Freude, die ich mir selbst bereitet habe, als ich die Pflanze beim Morgenritual im Kaufmannsladen entdeckte. Der Sohn brachte noch den schönen Übertopf aus dem Fundus mit und die Freude war perfekt. Genauso perfekt wie dieser Sonntag, an dem sich Entspannen, Hobbies pflegen und ein wenig Pflichterfüllung in wunderbarer Balance befanden.

Euch allen einen guten Start in die neue Woche.
Eure Mira

Bearbeitet…
…dann muss man das zwölfte Bild aber auch einfügen und nicht nur drüber labern. *hihi*

Noch was vergessen…
…die Rückblicke.
12 von 12 im Januar 2018
12 von 12 im Januar 2017

WmdedgT – Januar 2020

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? fragte Frau Brüllen auch in diesem Jahr wieder.
Nun fiel der Fünfte in diesem Monat auf einen Sonntag, weshalb es gar nicht sooo viel zu berichten gab. Schaun wir mal.
5.35 Uhr
Ich erwache fast pünktlich für einen Arbeitstag und bin sehr erleichtert, dass es keiner ist, denn ausgeschlafen fühle ich mich nicht. Wieder einmal frage ich mich, warum mir ausgerechnet morgens die Füße weh tun. Was tue ich denn nachts? Ich reibe die Füße mit Salbe ein und kuschle mich noch einmal in meine Decke.
6.30 Uhr
Ausgeschlafen bin ich noch immer nicht, aber zum Weiterschlafen reicht es auch nicht mehr. Also aufgestanden und Kaffee gemacht. Mit diesem und dem Strickzeug ziehe ich mich aufs Sofa zurück. Die beste Zeit, um in den Tag hinein zu träumen, schließlich ist es noch nicht mal hell. Ich genieße diese Zeit.
9.00 Uhr
Langsam wird es Zeit, mich um die Küche zu kümmern. Die Gänsesoße ist über Nacht fest geworden, so dass ich das Fett herunter kratzen kann. Dann verpacke ich Soße, Keulen, Klöße und Gemüse transportfertig, nehme Wäsche ab, krame im Papierberg herum, schaue im Netz nach verschiedenem und texte mit der Schwester.
Telefonate führe ich mit dem Sohn und mit Mutti, bei der wir zum Mittagessen verabredet sind.
Um die Mittagszeit fahre ich also zu ihr, beladen mit all dem Essen, das ich dann in ihrer Küche fertig zubereite. Wir bleiben noch eine Weile, schwatzen über eine Reise zu Ostern, die ich am Abend gleich noch buche. Davon erzähle ich natürlich der Schwester und stelle in den Raum, dass sie dieses Angebot auch buchen könnten, zumal der Schwager bei diesem Reiseanbieter Rabatte bekommt. Sie finden die Idee verlockend, wollen aber lieber sparen, was ich wiederum gut verstehen kann. Immerhin haben wir eine recht schöne Unterhaltung über Videochat.
Wer mich kennt, weiß, dass ich Fantasy sehr gern mag. Allerdings bin ich auch sehr kritisch, zum einen bezüglich Schreibstil und zum anderen in Bezug auf die Thematik. Ich mag es nicht so sehr, wenn die gesamte Geschichte nur von Kriegen und Schlachten dominiert wird oder von Grausamkeiten, die sich die Protagonisten gegenseitig antun. Freilich muss Kampf und Gefahr dabei sein, wie will man sonst die Spannung aufrecht erhalten? Aber die Dosis macht auch hier den Unterschied. Und nun habe ich mal wieder eine Fantasy-Geschichte nach meinem Geschmack gefunden. {Achtung! Affiliate-Link} Das Vermächtnis der Peldrin ist der erste Band der vierteiligen Legenden der Städtebauer. Mit ihm verbringe ich den restlichen Abend, und es ist bereits 0.08 Uhr, als ich mich zwinge, das Buch wegzulegen und das Licht zu löschen.
Ein rundum gelungener Sonntag. So mag ich das.

Das mit dem Licht…

…klappt jetzt im Winter nicht so, wie ich mir das dachte. Da schien gestern den ganzen Tag lang so schön die Sonne vom strahlend blauen Himmel, man hätte es glatt für einen Sommertag halten können. Selbst, als ich die Firma verließ, war es noch sonnig und hell, wenn auch eisig. Als ich aber den Heimweg hinter mich gebracht hatte, dämmerte es bereits und wenig später hatte sich das Thema Foto des Strickfortschritts bereits erledigt.
Um das versprochene Bild nachreichen zu können, schleppte ich das Strickzeug heute mit in die Firma und breitete es in der Mittagspause auf dem Schreibtisch aus. Soweit es sich denn ausbreiten ließ. Wenn ich es nachher wieder zur Hand nehme, werde ich zuerst ein längeres Seil an die Nadelspitzen schrauben.
Auf dem Heimweg telefonierte ich mit Evchen. Das war schön. Wir haben uns wieder einmal verabredet, uns bald zu treffen. Ich bin gespannt, wann wir es schaffen und freue mich jetzt schon sehr darauf.
Zu Hause erwartete mich eine Freude. Der Sohn hatte ein Regal für mich aufgebaut. Das wollte ich schon im alten Jahr machen, Katl wollte mir behilflich sein, was sich dann aber nicht ergab. Das läuft doch nicht weg, das machen wir schon mal noch. Nun hat’s der Sohn gemacht. Und anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Letzten Endes aber viel besser. Ich hätte es schmaler haben wollen, weil es in der anderen Richtung direkt neben der Couch stehen sollte. Der Sohn hat nachgemessen und festgestellt, dass auch das breite Regal hin passt. Also haben wir das gedreht und ich war der felsenfesten Überzeugung, es fotografiert zu haben, aber das Bild ist nirgends, also habe ich das wohl geträumt.

Später ging der Sohn seiner Wege, während ich meinen Haaren endlich wieder einen schönen Rotton verpasste, den halben Abend in der Badewanne verträumte und mir zum Abendessen Lammkoteletts und gegrillte Peperoni gönnte.

WmdedgT – September 2019

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? wird Frau Brüllen heute Abend wieder fragen. Hoffe ich. Also erzähle ich mal…

5.05 Uhr
Was waren das denn für seltsame Träume heute Nacht? Zum Glück hinterließen sie endlich einmal NICHT diesen depressiven Eindruck wie in den letzten beiden Wochen. Ich schreibe der Schwester einen Guten-Morgen-Gruß und bin froh, dass sie nicht gleich antwortet, denn heute kann ich mich nicht aufhalten. Der Sohn hat angekündigt, dass er kurz vorbei kommen will. Da möchte ich mit meinen morgendlichen Pflichten fertig sein.
5.40 Uhr
Ich starte einen Sicherheitsweckruf. Das hatte ich gestern Abend versprochen. Der Sohn hebt nach dem ersten Rufzeichen ab und steht wenig später bei mir im Flur. Es bleibt Zeit für eine Tasse Kaffee auf dem Balkon.
6.30 Uhr
Ich hoffe, ich habe an alles gedacht, denn heute muss ich direkt nach dem Dienst zu einer Vorsorguntersuchung. Der Gedanke daran vermiest mir den Tag. Ich hasse Arztbesuche, erst recht, wenn ich mich gesund fühle. Jetzt starte ich erst einmal meine abenteuerliche Fahrt zur Arbeit.
7.40 bis 12.00 Uhr
Recherchen füllen den Vormittag aus.
Einzelne Kollegen machen es sich einfach. Statt selbst aktiv zu werden, fragen sie mich nach jeder Kleinigkeit. Statt lang und breit zu erklären, erledige ich die Arbeiten. Eine Dauerlösung ist das nicht.
12.00 Uhr
Zu Mittag gibt es Knäckebrot, eine Tomate und zwei Karotten.
13.00 Uhr
Der Nachmittagstermin, auf den ich mich gefreut und intensiv vorbereitet hatte, wird wegen Krankheit abgesagt. Ich nutze die gewonnene Zeit für weitere Recherchen, auch nach Weiterbildungsangeboten für mich. Außerdem führe ich ein paar klärende Telefonate und freue mich über die Ergebnisse.
15.00 Uhr
Nun aber schnell! Ein wenig frisch machen muss sein. Es stellt sich heraus, dass ich am Morgen wirklich an alles gedacht habe. Dann beginnt auch schon wieder das Abenteuer. Normalerweise würde ich mit dem Auto bis zum Krankenhaus ganze 4 Minuten brauchen. Aber was ist in dieser Stadt schon normal? Der Straßenverkehr jedenfalls nicht. Weil die direkte Verbindung gesperrt ist und vier von fünf Straßen in diese Richtung als Sackgassen an der Baustelle enden, frage ich den Routenplaner, wie ich das Dilemma auf möglichst kurzem Weg umfahren kann. Er bietet mir eine {abenteuerliche} Route, für die ich nur 7 Minuten brauchen sollte. Ich weiß, dass dort vor einem sehr schmalen, verwinkelten Streckenabschnitt Poller stehen, um Autos fern zu halten. Ich folge der Route trotzdem und stelle fest: Der Planer ist schlauer als ich. Die Poller sind weg. Doch auch der schlaue Planer weiß nicht alles. Nach dem nächsten Abbiegen stehe ich in einer Sackgasse. Ich wende in 7 Zügen zwischen eng beieinander parkenden Autos und Monster-Baufahrzeugen und fahre weiter stadtauswärts, obwohl ich längst am Krankenhaus vorbei bin, nur eben einen Straßenzug zu weit unten. Drei Nebenstraßen weiter kann ich endlich abbiegen und tatsächlich am oberen Ende auf die Hauptstraße und dort wieder stadteinwärts fahren. Das Ziel befindet sich rechts. Ich habe nur 16 Minuten gebraucht, das Vierfache des normalen Weges. Dafür gibt es jede Menge freie Parkplätze direkt beim Eingang. Die Untersuchung beginnt pünktlich und dauert ganze 15 Minuten.
Details des Heimweges spare ich mir hier. Da ich erst einmal zu Mutti will, bietet sich ein Umweg an, auf dem es an diesem Nachmittag keine Überraschungen gibt. Allerdings geht unmittelbar bei Muttis Haus fast nichts mehr. Ich quäle mich drei Runden suchend ums Carré und parke am Ende in der Baustelle.
17.10 Uhr
Mutti hat Nudelsuppe für mich gekocht, die ich heißhungrig verschlinge. Dann können wir los zum Kaufmannsladen.
Man sollte bei der Stadt Zuschuss zu den Spritkosten beantragen, wegen der unzähligen Baustellen und dadurch nötigen Umwege.
Bei unserer Rückkehr ergattere ich einen legalen Parkplatz in der Nähe des Hauses. So habe ich keine Eile, wieder wegzufahren und zeige Mutti noch dieses Video von Frank Schöbel, in dem ich mich zur Zeit wiedererkenne.
19.30 Uhr
Endlich daheim. Ich lege die Taschen ab und plumpse auf mein Sofa. Nur mal ganz kurz entspannen.

Mühsam öffne ich die Augen. Es ist dunkel. Wie spät haben wir’s denn? Ah, 22.20 Uhr. Na, da kann ich doch noch einiges erledigen. Wenn ich doch nur nicht so müde wäre! Wenigstens den WmdedgT-Eintrag schreibe ich noch fertig. Dann ist dieser 5. September 2019 auch schon wieder Geschichte.

WmdedgT – Juli 2019

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? fragt Frau Brüllen auch heute wieder.
Die letzten Monate waren so voll, dass ich diese schöne Aktion entweder ganz vergessen hatte, oder zu spät daran gedacht oder schlicht keine Zeit gefunden hatte für einen Tagebuchblogeintrag. Heute ist das zum Glück etwas anders. Der Job hat sich vorübergehend ein wenig beruhigt, ein Großteil der Wir-räumen-die-alte-Wohnung-Aktion ist geschafft, Rechner und Internet sind in das neue zu Hause umgezogen, was soviel heißt, wie: Ich könnte täglich bloggen. Immer wenn ich für WmdedgT schreibe, frage ich mich auf’s Neue, warum ich das nicht täglich tue, so wie früher, ganz früher, als ich noch mehrere kurze Einträge am Tag schrieb, so wie es der Engelbert immer noch tut. Immer, wenn ich bei Georg lese, wünsche ich mir ebenfalls, jeden Tag zu bloggen. Dabei muss ich bei meinem Lebenswandel schon froh sein, wenn ich jeden Samstag eine Wochenrückschau schaffe. Hach, vielleicht wird es jetzt tatsächlich besser.
Immerhin ist heute erst einmal wieder ein Tagebuchbloggeintrag angesagt. Auf geht’s!
04:42 Uhr
Ich bin 18 Minuten vor dem Wecker wach und quäle mich aus dem Bett und ins Bad. Mit jedem Tag, den die Woche fortschreitet, fällt es mir schwerer, morgens in Gang zu kommen. Kein Wunder, denn seit rund drei Wochen habe ich nie mehr als 5 Stunden Schlaf pro Nacht, am Wochenende höchstens 6. Dafür arbeite ich 9 bis 11 Stunden im Job und danach in der alten oder manchmal auch in der neuen Wohnung, wobei mir letzters Freude macht, während die Arbeiten in der alten Wohnung zunehmend schwerer fallen, je länger sie sich hinziehen. Egal, einst wird es besser.
Im ansonsten leeren Flur installiere ich den Router und hoffe, dass das Lämpchen am Abend nicht mehr weiß, sondern grün leuchtet.
06:05 Uhr
Ich verlasse das Haus, muss aber noch einmal zurück, weil ich nach dem Lüften vergessen habe, die Balkontür zu schließen. Auf dem Weg zum Parkplatz wird noch schnell der Verpackungsmüll entsorgt. Dann starte ich in Richtung Garten.
Seit ich in der neuen Wohnung bin, haben sich die Morgenrituale grundlegend verändert, schon allein, weil ich einen völlig anderen Weg zur Arbeit nehmen muss/kann. Seit Dienstag habe ich eine weitere Änderung vorgenommen, weil ich mit dem Sohn vor der Arbeit eine Tasse Kaffee im Garten trinken möchte.
Im Garten wuselt der Sohn um mich herum, stellt einen Stuhl für mich auf die Terrasse, stellt mir Kaffee hin, packt einen Kohlrabi und eine Gurke aus eigener Ernte in meine Tasche und nimmt mir komplett die Ruhe mit seiner Wuselei.
Die Wäsche, die ich gestern spät noch aufgehängt hatte, ist noch nicht ganz trocken und darf noch im Garten bleiben. Heute ist der erste graue Tag seit Wochen, aber regnen wird es wohl nicht.
Bevor ich gehe, nehme ich noch den Anblick meines neuen Blumenbeetes mit.
In der Firma führe ich zunächst zwei Einzelgespräche. Manchmal brauchen das auch Menschen, die üblicherweise nicht in der Einzelbetreuung sind. Es wird deutlich, dass ich etwas bewegen konnte.
15:30 Uhr Wochenfeierabend – schön wäre es.
Ich quäle mich quer durch die Stadt zur alten Wohnung. Heute wollen wir die Küche leer räumen. Katl meint, das ginge schnell. Auch ich bin zuversichtlich. Allerdings werde ich unterwegs immer müder und stelle mir vor, falls die Katl noch nicht da ist, dass ich mich dann für 20 Minuten in den alten Sessel setze für ein kurzes Power Napping.
Als ich die Treppe herauf komme, stehen Katls Schuhe vor der Tür. Also nix mit Power Napping, erst recht nicht, als ich sehe, was Katl schon geschafft hat. Da hätte ich ein schlechtes Gewissen, mich jetzt auszuruhen.
Wir beraten kurz das weitere Vorgehen und ich bringe die Beutel für die Kleidersammung zum Auto. Durch das Treppauf-Treppab werde ich wieder munter.
Zwei Stunden später beenden wir unsere Räumaktion für diesen Tag. Ich muss dringend etwas essen, mir ist schon richtig übel. Zunächst flitze ich kurz vor Ladenschluss noch in den N-Markt, um noch ein paar Kleinigkeiten für morgen zu kaufen. Wirklich nur Kleinigkeiten. Dann steht der Sammelcontainer auf dem Plan. Bei jedem Beutel, den wir hinein werfen, denke ich, welch schöne Stücke die Bedürftigen da bekommen, wenn es denn wirklich Bedürftige bekommen. Man hört da so viel…
Dann endlich fahren wir zum Kino. Davor hat sich vor kurzem ein Döner-Bistro angesiedelt. Hier genießen wir unser Abendessen. Zu etwas anderem {Grieche oder Asiarestaurant} reicht die Kraft nicht mehr. Das Tischchen unter einem Lindenbaum ist an diesem Abend genau der richtige Platz für mich.
21:30 Uhr
Als ich zur Tür herein komme, zwinkert mir vom Router ein grünes Licht entgegen. Jippie, die Umschaltung hat funktioniert. Natürlich muss ich gleich noch das WLAN testen. Handy super schnell. Rechner etwas langsamer, was aber nicht an der Verbindung liegt, sondern an meinem Rechner-Veteran. Der ist mit seinen 15(!!!) Jahren nun mal nicht mehr der Schnellste. Da passt er zu mir. Ich bin nicht mehr in der Lage, diesen Eintrag zu Ende zu schreiben. Ich bin zu gar nichts mehr in der Lage, weil ich einschlafe, wo immer ich mich niederlasse. Außerdem ist mir mein provisorischer Computertisch {ein großer Umzugskarton} doch zu provisorisch. Ich kann so nicht schreiben.
Ich texte noch ein wenig mit meiner Schwester.
22:30 Uhr
Evchen ruft an. Das freut mich riesig und wir schwatzen eine ganze Weile. Wenn du fertig bist mit Einräumen und deine neue Wohnung wieder begehbar ist, komme ich Einzug feiern, sagt sie und lacht. Es ist schön, am Abend eines so vollgepackten Tages noch einmal von Herzen zu lachen.

Samstagsplausch {09.03.2019}

Guten Morgen ihr da draußen, schnell möchte ich euch von meinen Erlebnissen der vergangenen Woche erzählen. In der letzten Zeit habe ich meine Stichworte zu einzelnen Tagen vernachlässigt, und schon weiß ich nicht mehr so recht, was ich am Wochenende, 02. und 03. März überhaupt getrieben habe. Endlich mal wieder eine Socke zu stricken begonnen, das habe ich. Fertig ist sie allerdings noch nicht, erst recht nicht das ganze Paar. Eine Schande ist das, wie ewig ich für ein Paar Socken brauche. *verschämtkicher*
In der Firma ging es recht turbulent zu. Das begann am Montag, 04. März schon früh am Morgen
Einige Feierabende verbrachte ich mit dem Sohn. Mal holte ich ihn von daheim ab, mal erwartete er mich bei mir daheim und nach einem gemeinsamen Kaffee brachte ich ihn heim. Am Dienstag, 05. März berichtete ich etwas ausführlicher über meinen Tagesablauf.
Am Donnerstag, 07. März war der Feierabend wieder recht vollgestopft, da ich als erstes einen Arzttermin wahrnehmen musste. Dort war es diesmal so voll, wie ich das noch nie erlebt hatte. Dafür war die Ärztin mit meinen Werten sehr zufrieden. Ich werde aus dieser Frau nicht klug. Diesmal war sie so lieb, so besonders freundlich, fast als wollte sie ungeschehen machen, dass sie mich bei früheren Besuchen so angegiftet hatte. Ach, ich weiß nicht.
Statt nach dem Arzttermin direkt in die Apotheke zu gehen und das Medikament zu holen, das ich noch an diesem Abend hätte einnehmen sollen, fuhr ich natürlich brav zur Mutti, denn sie wartete schon sehr auf mich
a) weil wir einkaufen gehen wollten, wie jeden Donnerstag
b) weil sie sich sehnsüchtig auf das Buch freute, das ich in kürzester Zeit auslesen musste, damit sie Lesestoff bekommt, weil sie {wie fast jedes Mal} in der Bücherei einen Missgriff getan hatte.
c) weil ich unbedingt alle Unterlagen lesen musste, die sie wegen ihrer Augen-OP vom Arzt bekommen hatte.
Das war das allerwichtigste und musste unbedingt und zwingend an diesem Donnerstag erfolgen, denn die OP findet bereits am 21. März statt und vorher sollte ich das alles lesen und unterschreiben. Das mit dem Unterschreiben war natürlich Unsinn. Da stand zwar etwas von Betreuungsperson, aber das galt für Patienten, die nicht oder nicht mehr in der Lage sind, die Tragweite der Beratungsgespräche zu verstehen oder nicht allein für sich entscheiden können oder dürfen. Als wir das endlich geklärt hatten und los konnten, war es so spät geworden, dass von den 4 Apotheken in unserem Ort nur noch eine geöffnet hatte, und die hatte mein Medikament gerade nicht vorrätig. Muttis Sorge, ob sie denn um die Zeit noch ein Brot bekommt, war natürlich viel wichtiger, als mein Medikament. *grrr*
Wenigstens konnte ich die Gelegenheit nutzen, für den nächsten Freitag beim Griechen einen Tisch zu reservieren.
Freitag, 08. März
Internationaler Frauentag. Auf dem großen Tisch in der Pausenküche stand ein Strauß Gerbera. Genießen konnten den Anblick leider nicht alle Kolleginnen, weil für einige eine halbe Stunde vor der Mittagspause das Chaos ausbracht und bis weit in den N achmittag hinein andauerte. So verschob sich der Wochenfeierabend für mich um eine und eine Viertelstunde nach hinten. Deshalb geriet ich auf dem Heimweg in die Staus, die sich wegen der Demos in der Innenstadt gebildet hatten. ich brauchte für den Heimweg doppelt so lange wie sonst. Zuzüglich der Zeit, die ich ohnehin zu spät war, hätte ich beinahe wieder nicht geschafft, mein Medikament abzuholen, das die Apotheke inzwischen für mich heran geschafft hatte.
Endlich daheim, wollte ich mich nur ein klein wenig ausruhen von dem turbulenten Tag. Leider klappt das mit dem Power Napping bei mir zur Zeit nicht. Ich habe diese 20 Minuten Kurzschlaf einfach nicht im Griff. Als ich die Augen wieder aufschlug, war es kurz vor zehn. Ich programmierte die Waschfee, demit sie schon zu arbeiten beginnt, wenn ich am Morgen noch schlafe, schaute mir in der Mediathek den Zürich-Krimi an und strickte nebenher an meiner Socke.
Das war meine vergangene Woche.
Für die kommende Woche habe ich viel vor. Zum Glück {wenn nichts dazwischen kommt} wird es auf Arbeit etwas ruhiger. Das ist auch wichtig, denn die Feierabende sind ziemlich ausgebucht, überwiegend mit schönen Unternehmungen. Das geht heute schon los. Auf dem AGRA-Gelände findet der Leipziger Umschlag statt. Ein riesiges Mittelalterfest. Und heute Abend spielen dort D’Artagnan.
Am kommenden Montag findet in unserem Kino eine Frauentagsveranstaltung statt. Dahin nehme ich die Mutti mit und treffe mich dort mit Katl und ihrer Schwägerin. Das wird lustig, denn wir sehen den Film 100 Dinge.
Am Dienstag Abend möchte ich nach ewigen Jahren mal wieder in die Anker-Kneipe. Früher war ich oft allein dort, weil ich genug Leute kannte, um immer jemanden zu treffen. Diesmal wird mich da vermutlich niemand mehr kennen oder erkennen. Aber ich kenne {und mag} das Duo, das dort spielen wird. Und Katl mag die beiden auch und kommt mit.
Am Donnerstag das übliche Einkaufen mit Mutti und ein vergleichsweise früher Feierabend.
Und am Freitag lade ich dann die Familie zum Griechen ein.
Für die Sauna bleibt einzig der Mittwoch übring, und wenn ich da tatsächlich hingehe, ist in dieser kommenden Woche kein einziger Abend frei. Früher war das immer so, aber, wie schon mal erwähnt, hatte ich damals keinen sturen Nine-to-Five-Job, für den ich tagein tagaus 5 Uhr aufstehen muss. UND ich war um einiges jünger. Wie ich alte Frau diese Aktionsgeladene Woche wegstecke, werde ich sehen. Wenn ih den Test nächste Woche bestehe, geht es im März noch mit einigen anderen Veranstaltungen weiter. Ich bin selbst gespannt.

Jetzt schaue ich erst einmal zu Andrea, um mit euch ein wenig zu plaudern.

WmdedgT – März 2019

Ich war nur dreimal wach in dieser Nacht, 00:50, 03:10 und 04:50 Uhr. Geträumt hatte ich wieder allen möglichen Unsinn, kann mich aber inzwischen nicht mehr daran erinnern. Ich trödle zunächst im Bad herum, setze dann Kaffeewasser auf und schon bin ich mitten drin im Tagebuchblog unter dem Motto Was machst du eigentlich den ganzen Tag?, das Frau Brüllen auch heute wieder sammelt.
Den Guten-Morgen-Kaffee trinke ich nicht aus, weil ich plötzlich keine Ruhe mehr habe. Etwas drängt mich zu gehen. Das war gestern schon so.
Der Wind hat nachgelassen, gelegt {wie gestern Nachmittag vorhergesagt} hat er sich noch nicht. Heute Morgen lautet die Wetterprognose schon wieder ganz anders. Der stürmische Wind wird noch bis morgen anhalten. Die dunklen Wolken sorgen für eine seltsame Stimmung, für ein ganz eigenes Licht. Neonengellicht.
Am Arnoldplatz stehe ich plötzlich und ohne Vorwarnung vor einer Bake, die meinen üblichen Weg versperrt. Also wenden, die andern Fahrzeuge vorbei lassen und nach etwa 800 Metern wieder auf die alte Route treffen. Ein paar Kreuzungen weiter steht wieder eine Bake im Weg. Die kenne ich schon, die hat mich gestern Morgen überrascht. Nachdem ich sie umfahren habe, kehre ich nicht wieder auf die gewohnte Strecke zurück, sondern wage mich am Hauptbahnhof vorbei. So früh am Morgen ist der Verkehr dort noch erträglich.
07:01 Uhr stehe ich auf dem Parkplatz des Kaufmannsladens. Ich brauche Mineralwasser. Und Gemüse. Und irgendwas Kalorienarmes und Kohlehydratfreies, das den Magen beruhigt. Das finde mal! Ich kaufe Karotten, Brokkoli, braune Champignons, Hähnchenschinken {der ist neu} und Käse. Das ist dumm, denn der hat fast 300 Kalorien auf 100g. Den esse ich dann lieber doch nicht.
In der Firma habe ich noch Zeit für einen Kaffee und um einen Moment auf dem Fluss hinunter zu schauen. Das tut gut.
Am Ende des Arbeitstages genieße ich noch einmal ein paar Blicke auf den Fluss.

Auf dem Heimweg höre ich Catrins Sprachnachricht ab, gerate in einen heftigen Regenguss, erreiche den Sohn per Telefon und weil inzwischen wieder die Sonne strahlt, biete ich ihm an, ihn abzuholen und mit nach T. zu nehmen. Ich setze ihn vor meiner Haustür ab und fahre weiter zur Ärztin, um mir eine Überweisung abzuholen. Die Weiterfahrt zum Rathaus spare ich mir und düse heim, weil ich mit dem Sohn noch eine Tasse Kaffee trinken möchte. Im Kofferraum entdecke ich die beiden Rosenstöckchen wieder, die ich am Morgen aus dem Kaufmannsladen mitgebracht habe. Die hatte ich ganz vergessen. Am Wochenende werden wir die in den Garten pflanzen, ich muss nur noch überlegen, wohin genau.
Nach dem Kaffeetrinken verabschiedet sich der Sohn zu einem Bekannten, ich widme mich den Büchern, die ich ausgeliehen habe. Spannend.
Am Abend ruhe ich ein wenig auf der Couch, bis ich den Sohn wieder nach Hause bringen kann. Er kommt aber nicht, ist 23:00 Uhr noch unterwegs. Also gehe ich ins Bett, und der Sohn wird später auf meiner Couch übernachten.
So schnell verging der 5. März in diesem Jahr.

Stürmischer Montag…

…in mehrerlei Hinsicht.
Als ich am Morgen aus dem Haus trat, heulte der Wind um mich herum. Ich stellte mir vor, am Meer zu sein und am Strand entlang zu laufen, der aufgehenden Sonne entgegen. Herrlich.
Schön, wenn ein Tag so beginnt.
Als ich dann die Autotür öffnete, um meine Taschen auf dem Beifahrersitz abzustellen, wirbelte der Wind ein paar leere Hüllen heraus, von den Glückskeksen, die die Hexe gefuttert hatte.
Das Glück vom Winde verweht?
Noch eine Freude bereitete mir den Sohn, der anrief, während ich zur Arbeit fuhr. Ich mag solche Anrufe. Meine Schwester macht das auch manchmal, so früh anrufen. Dann habe ich angenehme Unterhaltung, während ich unterwegs bin.
Für die Heimfahrten spricht mir Catrin öfter Nachrichten auf. Das ist auch immer schön.

Stürmisch ging es dann wiederum in der Firma zu. Die Lieblingskollegin rief an, als ich gerade dabei war, mir einen Parkplatz zu suchen. Sie bekam "meinen" Rechner nicht in Gang, weil irgendetwas mit den Updates nicht stimmte. Ich hetzte also eiligst in die Firma, um ihr zu helfen. Nachdem die erste Hürde genommen war, taten sich schnell weitere auf, befeuert durch die Ungeduld des Gastdozenten, der einerseits meinte, alles besser zu wissen, andererseits aber nicht einmal das Passwort richtig eingeben konnte. Und an allem sollte die Lieblingskollegin schuld sein. War sie definitiv nicht.

Ich habe für diese Woche den schönsten Schulungsraum, den wir hier am Standort haben. Die Wände sind in zartem, frühlingshaftem Grün gehalten. Die Fenster gehen auf den Fluss hinaus. Das Netzwerk ist eine mittlere Katastrophe, doch damit habe ich gelernt umzugehen.

Zum Feierabend meldet sich die Katl. Das freut mich sehr. Später lese ich mein Buch zu Ende. Ja, für das erste der drei ausgeliehenen Bücher habe ich nur drei Tage gebraucht. Ebenfalls seit drei Tagen stricke ich an einer neuen Restesocke. Das wurde auch Zeit, denn in den letzten zwei oder drei Wochen habe ich keine einzige Socke gefertigt. Dabei kann ich immer Nachschub brauchen, und der Sohn auch.

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Donnerstags ist nur äußerst selten zeitig Feierabend, denn nach der Arbeit ruft die Pflicht, mit Mutti einkaufen zu fahren, auch dann, wenn sie eigentlich nichts braucht. Meist wird das dann recht nett, weil sie sich meist irgend eine Suppe für mich ausdenkt {ich liebe Suppen, und sie ist da sehr kreativ} oder weil wir vor dem Einkauf noch in die Bücherei gehen. Ich bin gern da. So auch diese Woche. Also, so war es zumindest geplant.
Ich war gerade von der Arbeit losgefahren, als der Sohn anfragte, ob ich ihn vielleicht aus dem Garten abholen und mit zur Oma nehmen möchte. Er weiß, dass ich solch eine Bitte nie ablehnen würde. Dumm war nur, dass ich zum Garten eine ganz andere Strecke hätte nehmen sollen, bei der ich zwei verstopfte Kreuzungen [die sind an jedem Feierabend richtig, richtig verstopft] und einen Bahnübergang hätte vermeiden können. Das ging nun nicht und ich musste mich in der Blechlawine anstellen. Trotzdem waren wir erstaunlich früh bei Mutti, die sich natürlich freute, dass der Sohn mitgekommen war, da sie für ihn einige kleine Reparatur-Aufträge hatte. Er kümmerte sich darum, wir fuhren los, trafen uns an der Bücherei noch kurz mit Katl, die mir ein paar Kleinigkeiten übergab, die wir tags zuvor vergessen hatten.
Im N-Markt schob ich dann meinen leeren Wagen durch die Gänge, weil ich wirklich nichts brauchte, Mutti aber nicht allein hinein gehen wollte. 😉
Wieder bei ihr angekommen, entlastete mich der Sohn sehr, indem er das Mineralwasser nach oben trug und auch die Tasche mit den restlichen Einkäufen. Dafür hatte er dann den nächsten Wunsch. Er wollte unbedingt die Geranien, die in Muttis Keller überwintert hatten, in den Garten bringen. Mir erschien das zu früh, aber er wollte es so gern und hatte es auch schon vorbereitet. Also noch mal los in Richtung Garten. Nachdem das erledigt war, kam die Frage, ob wir noch Gips holen können, denn den braucht der Sohn, um die restlichen kleinen Reparatueren bei Oma auszuführen.
Okay. Fahren wir in den Baumarkt.
Und dann könnten wir noch zusammen Abendbrot essen!
Ich wollte gar kein Abendbrot, denn ich hatte ja bei Mutti die Suppe gefuttert. Dem Sohn stand der Sinn nach asiatisch. Auf dem Rückweg vom Baumarkt hätten wir von einem Stand vor dem Kaufmannsladen etwas mitnehmen können. Doch dann meinte er: "Ich würde aber lieber bei dir zu Hause dein selbstgemachtes Asia-Essen haben."
Ooookayyy Dafür mussten wir aber noch mal zum N-Markt, denn dazu brauchte ich Gemüse und Hähnchenbrust.
Daheim musste ich dann erst einmal schnell den Abwasch wegmachen, damit ich wieder Platz zum Kochen habe. {Wie werde ich das genießen, dass die künftige Wohnung eine viel größere Küche hat.} Das Kochen ging dann schnell. Der Sohn fragte immer wieder, ob er mir irgendwie helfen könnte, aber in der winzigen Küche wären wir uns wohl gegenseitig auf die Zehen getreten. Außerdem passen, wenn ich Glasnudeln mit Gemüse und Hühnchen mache, alle Handgriffe ineinander, so dass ich bzw. das Essen dann im Handumdrehen fertig war.
20.15 Uhr
Wir hatten gegessen und der Sohn hatte sich auf der Couch ausgestreckt. Sein Freund, der ihn abholen und in seine Wohnung bringen wollte, hatte sich nicht noch einmal gemeldet und mich wollte er wohl nicht noch einmal los scheuchen. Selbst kam ich irgendwie auch nicht auf die Idee, es ihm anzubieten. So saß ich dann allein am Küchentisch und ließ langsam Ruhe einkehren.
Es war kein schlechter Abend, wir haben viel erledigt, ich war mit lieben Menschen zusammen und habe lecker gegessen. Ich konnte zufrieden sein. Aber es war der zweite Abend in dieser Woche, an dem ich ständig am Umdisponieren war und immer noch etwas und noch etwas hinzu kam. Da kommen mir dann schon so Gedanken, dass ich das bitte nicht dauernd haben möchte. Zumindest sollte es möglichst nicht häufiger sein, als jetzt schon.