Sonntag, 05. April 2026
Ostersonntag
Auch heute gibt es wieder WmdedgT, also die Frage Was machst du eingentlich den ganzen Tag?.
Viel gibt es allerdings nicht zu erzählen.
04:10 Uhr
Ich erwache aus einem seltsamen Traum. Die Hexe war noch Kind, etwa 10 Jahre. Ich fuhr mit ihrem Fahrrad von Torgau nach Hause, eine Strecke, die ich niemals mit dem Fahrrad bewältigen würde. Als ich ankam, stellte ich fest, dass ich meinen Schlüssel in Torgau hatte liegen lassen. So ein Unsinn!
Ich kuschelte mich in meinen Ohrensessel und schlief dort weiter.
Irgendwann
Mir stand der Sinn nach Milchkaffee. Der Wasserkocher lärmte so, dass RoHen aufwachte. Er verschwand ins Bad und brachte auf dem Rückweg allerlei Frühstücksleckereien aus der Küche mit. Also frühstückten wir. Lange, ausgiebig.
RoHen meinte, die WetterApp hätte Regen vorhergesagt. Darüber freute er sich, weil es ihm nicht gut ging und er bei schlechtem Wetter kein schlechtes Gewissen hatte, dass wir nichts ungternehmen und er sich wieder einkuschelt.
Ich blieb in einem Sessel und strickte seine Socke fertig.
Paar Nr. 07/2026 ist gleichzeitig das Aprilpaar für 12f26. RoHen war begeistert und zog es gleich an.
Weil ich einmal beim fotografieren war, nahm ich auch noch das Bonuspaar aus dem März auf.
Paar Nr. 06/2026
Wie man sieht, regnete es nicht!
Wir unternahmen trotzdem nichts. Ich strickte mehrere Patches an meine {RoHens} große Decke. Als ich dazu keine Lust mehr hatte, las ich.
Ein völlig unspektakulärer 5. April.
In früheren Jahren
WmdedgT April 2025
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WmdedgT April 2022
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Schlagwort: Tagebuchbloggen
WmdedgT im März 2026
Donnerstag, 05. März 2026
Auch heute gibt es wieder WmdedgT.
01:25 Uhr
Ich war nur kurz im Bad, konnte danach aber nicht wieder einschlafen. Also beginne ich diesen Tag, von dem ich fürchte, dass er genauso wirbelig wird wie gestern. Zum Glück haben sich wenigstens die Rückenschmerzen wieder gelegt, die mir gestern das Arbeiten zusätzlich erschwerten.
Etwas Stress
Weil sich für heute der Chef angekündigt hatte, brauche ich etwas länger zum Frisieren. Nicht, dass es besonders gut gelänge. Mit meinen Haaren ist nicht wirklich viel anzufangen.
Am Parkplatz fällt mir wieder ein, dass für die Nacht -1° angesagt war. Tatsächlich waren es -3. Also kratze ich etwas Eis von der Scheibe. Der Rest kann schmelzen, während ich eine kleine Runde drehe und statt auf dem Weg zur Arbeit wieder vor der Haustür lande. Ich habe nämlich gesehen, dass ich die kleine Tasche mit dem Krimskrams, den ich scannen wollte, doch auf der Rückbank vergessen hatte, nicht im Büro. Also, nochmal in die Wohnung flitzen, Rechner wieder hochfahren, Drucker einschalten, Krimskrams scannen, Dateien an mich selbst senden. Und wieder los. Zumindest sind die Scheiben abgetaut und es ist beinahe hell.
Im Muldetal liegt dicker Nebel. Es hat etwas Mystisches, wie die Autos vor mir eines nach dem anderen in einer hellgrauen Wand verschwinden, während der Himmel über uns zartrosa leuchtet.
Ich nehme mir keine Zeit für Milchkaffee, sondern schwinge mich sofort an den Rechner, um die gesendeten Dateien zu empfangen und an das andere System weiterzuleiten. {Notiz an mich: Verzeichnis Bestellungen kontrollieren}
Der Kollege, der, wie jeden Tag, 12 km mit dem Fahrrad herangeradelt ist, hilft mir, 4 große Beutel mit Ordnern ins Auto zu verfrachten. Was man so alles zu beräumen hat. Dann doch Kaffee mit den Leuten. Einzelne Instruktionen und die Ansage: Ich muss noch was fertigstellen, bevor der Chef kommt. Da drückt mir der Kollege mehrere Zettel in die Hand: Olga und mein. Kannst du abmelden? Es geht um die Deutschlandtickets, die die beiden ab April nicht mehr brauchen, weil das Projekt endet. Schnell an den Rechner, zwei Kündigungen schreiben, drucken, unterschreiben lassen, Kopien für deren Unterlagen. Für ihn verpacke ich alles in einen Umschlag, den Olga an sich nimmt, um sich um den Rest zu kümmern.
Dann endlich Büro. Der Kram für den Chef ist schnell gerichtet. Die Kasse gezählt. Da bekomme ich noch etwas Geld. Die Beurteilungen schaffe ich nicht mehr, weil plötzlich ein Fremder im Raum steht. Die Aktentonne. Ach ja, da war doch noch etwas. Wenigstens ein Termin, der wie zugesagt funktioniert. Dann ist es zehn Uhr.
Angenehm überrascht
Ein Kollege ist gerade dabei, die unzähligen Schlüssel zu testen. Alle werden wir nicht zuordnen können. Dann steht der Chef im Raum.
Ich bitte den Kollegen hinaus und schließe die Bürotür. Und dann packt der Chef einen Blumentopf aus und bedankt sich bei mir, dafür, dass ich immer in all den Jahren in jede Lücke gesprungen bin, die aufriss und dass ich jede Herausforderung gemeistert habe, egal, wohin er mich geschickt hat.
Hat er es also doch bemerkt.
Ich berichtete noch von den letzten Plänen zur Räumung und übergab ihm die Unterlagen, die er mit in die Zentrale nehmen sollte. Einiges soll ich mit der Post schicken.
Ich sortiere die Häufchen auf meinem Schreibtisch neu. Der Chef geht. Es ist elf Uhr.
Büroarbeit zieht sich hin
Die Arbeitstische im Gemeinschaftsraum sind leer, bis auf meinen. Das mache ich nachher. Erst berichte ich den Leuten, was der Chef gesagt hat, denn das interessiert sie brennend. Eine Kollegin bemerkt trocken: Die Orchidee ist sehr schön. Eine Festanstellung für ein Jahr wäre noch schöner gewesen. Nunja.
Ich schicke die Leute in den Feierabend und rufe Kollegin Wirbelwind zurück, die am Vormittag versucht hatte, mich zu erreichen. Wir kommen vom Hundersten ins Tausendste, bis sie erschrocken feststellt, dass wir schon fast eine Stunde telefonieren. Oh weh, ich habe doch noch die Beurteilungen zu schreiben. Siedend heiß fällt mir die Restmülltonne wieder ein. Da muss ich auch noch eine Mail verfassen. Gut, dann eben erstmal das. Ich bekomme eine automatische Antwort, die mir erklärt, man habe viel zu tun und werde sich demnächst um mein Anliegen kümmern. Das nutzt mir nullkomma gar nichts, denn ich werde ab morgen weder telefonisch noch per Mail errreichbar sein. Ich habe zwar meine privaten Daten mitgeteilt und auch erklärt, dass sie mich bitte direkt kontaktieren mögen, da außer mir niemand die Tonne bereitstellen kann. Aber ob und wann sie meine Nachricht lesen und bearbeiten, weiß ich nun nicht.
Die Monatsabrechnung geht diesmal schnell. Ist ja nur eine Woche. Ich prüfe alles mehrmals. Fehler kann ich später nicht mehr korrigieren, weil ich ab morgen 10 Uhr keinen Zugriff mehr auf die Systeme haben werde. Auf keines von beiden.
Dann endlich kann ich mich den Beurteilungen widmen. Im Ausweichsystem lassen sich die vorgegebenen Formulare nicht bearbeiten, also arbeite ich wieder mit dem Hauptrechner und sende die Dateien weiter, damit ich sie drucken kann. Das dauert… Wieso brauche ich so lange für 14 Beurteilungen? Mache ich mir zu viel Arbeit?
Ich sortiere nochmals die Häufchen auf meinem Schreibtisch. Packe alles ein, was zu scannen ist {wegen: geht nur zu Hause} und rufe den Sohn an, den ich frage, ob er sich etwas Bestimmtes zu Essen wünscht. Was einfaches sagt er.
18:30 Uhr mache ich mich auf den Heimweg.
Feierabend
Unterwegs halte ich beim N-Markt. Der ist wie leergefegt. Ein paar einzelne Brötchen, ein paar einsame Joghurts. Im Tiefkühlabteil ist ein ganzes Regal komplett leer.
Es ist stockdunkel als ich aus dem Markt komme. Über mir und der Landstraße glitzert der Orion.
Ich parke vor dem Haus auf dem Nichtparkplatz. Dort steht jede Nacht jemand. Heute bin ich das.
Es gibt Fingerfood aus der Fritzi. Der Sohn freut sich.
Kurz nach neun ist die Schwester mit ihrem Auftritt im Theater fertig und unterwegs zum Bus. Ich frage, wann sie daheim sein wird, aber sie weiß noch nicht, wann ein Zug fährt. Na, da kann ich weiterhelfen. Ich suche ihr die Verbindung heraus. Sie ruft an und wir schwatzen, bis sie im Zug sitzt.
Dann schlafe ich ein.
Kurz vor Mitternacht wache ich wieder auf und schreibe diesen Eintrag.
Puh, der 5. März 2026 ist geschafft.
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12 von 12 im Januar 2026

Caro von Draußen nur Kännchen sammelt wieder unsere in Bildern festgehaltenen Eindrücke des Tages. Vielen Dank dafür.
Ein Montag im Winter
Wuaaaah, ist das kalt.

Ich stehe auf dem Bahnsteig. Wer nicht kommt, ist die S-Bahn. 13 Minuten Verspätung hat sie. Dafür ist sie recht leer. Vielleicht machen alle, die das irgendwie einrichten können, heute Homeoffice. Das geht ja bei mir nicht. 
Wegen der Zugverspätung verpasse ich den Bus, nehme einen anderen, der mich wenigstens ein Stück näher an die Arbeitsstelle bringt. Die Wege sind so seltsam geräumt, dass es an vielen Stellen nicht möglich ist, die Straße zu überqueren. 
Jetzt brauche ich einen Kaffee. 
Der Sohn hat gekocht und ich konnte mir ein leckeres Mittagessen mit zur Arbeit nehmen. 
Der Heimweg dauert heute fast zweieinhalb Stunden. Busse fahren keine und die Züge? Naja. Dieser kleine Warteimbnis schließt pünktlich zur Hauptverkehrszeit um 16 Uhr. Danach heißt es Warten im Freien, in der Kälte. Service vom Feinsten. 
Erstaunlicherweise ist auch der RE relativ leer, so dass Zugsocking möglich ist. 
Endlich daheim werfe ich die Waschfee an. Lust habe ich keine, aber wer weiß, was morgen wieder ist. Und waschen muss ich ja mal. Es passt ohnehin nicht alles in eine Waschladung. 
Während die Fee ihren Dienst tut, muss ich dringen Nägel feilen, denn auf dem Heimweg ist sogar ein Daumennagel abgeknackst. Derzeit ist das ganz schlimm mit meinen Fingernägeln. Ein Foto erspare ich euch, denn meine Hände sehen räudig aus, die kann ich keinem zumuten. 
Dann ist es auch schon Zeit, die Wäsche aufzuhängen. 
Ein gemütliches Abendessen steht als nächstes auf dem Programm. 
Und nun möchte ich die heutigen Fotos an den Rechner übertragen. Wo ist denn bloß mein kleines Datenkabel hingeraten? Am Wochenende bei RoHen hatte ich es noch. Jetzt suche ich es vergebens. Deshalb liegt nun hier eine Menge Kabelsalat herum.
Immerhin funktioniert die Übertragung, was nicht bei allen Kabeln klappt. Nun kann ich diesen Eintrag fertigstellen und bei Caro verlinken. Da schaue ich dann auch noch ein wenig, was heute bei euch so los war. Und danach wird es Zeit, ins Bett zu gehen und dem nächsten 12. entgegen zu träumen.
Gute Nacht.
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WmdedgT im Oktober 2025
Sonntag, 05. Oktober 2025
Auch WmdedgT ist in diesem Monat ein Nachtrag, denn gestern habe ich mir zwar einiges notiert, was ich an diesem Tag getan habe, aber zum Bloggen kam ich dann nicht mehr.
00:08 Uhr
Ich wache kurz auf, kruschdele ins Bad.
01:24 Uhr
Kurz wach.
02:45 Uhr
Kurz wach.
03:30 Uhr
Kurz wach.
06:45 Uhr
Ich suche die Socken, die ich in der Nacht abgestrampelt habe und stopfe meine Füße hinein. Schlurfe ins Bad.
Ich mache mir den ersten Kaffee und setze mich in meinen Großmuttersessel. Da nicke ich nochmal ein.
09:00 Uhr
Ich mache mir noch einen Kaffee. Dann überbacke ich ein Brötchen mit Tomaten und Käse.
09:30 Uhr
Der Sohn steht auf und werkelt in der Küche. Frühstück.
10:15 Uhr
Der Sohn legt sich nochmal hin. Die Sonne kommt heraus. Ich lese.
12:30 Uhr
Ich beschließe, nicht nochmal ans Meer zu fahren. Wir orientieren auf Heimfahrt 16:00 Uhr. Der Sohn legt sich noch etwas hin. Ich stricke.
16:00 Uhr
Wir haben noch ein wenig auf dem Balkon zu tun. Ich packe die Taschen und räume die erste schon ins Auto.
18:30 Uhr
Start Richtung Leipzig. Es windet sehr, so dass es etwas anstrengend ist zu fahren. Zum Glück regnet es nicht. Der Sohn findet ein Hörspiel auf einem Kultursender.
20:00 Uhr
Endlich auf der A11. Der Wind lässt nach.
Zwei kleine Rasten legen wir ein. Eine zum Pieseln, die andere zum Kaffee trinken. Inzwischen hat es zu regnen begonnen.
Als wir endlich auf der A9 sind, hat der Regen wieder aufgehört.
22:10 Uhr
Wir stehen vor der Haustür. Der Sohn räumt das Auto leer. Ich fahre zum Parkplatz. Als ich zurückkomme, muss ich RoHen wecken. Er freut sich, dass wir da sind.
Ich brauche noch ein wenig Zeit, um runterzukommen. Aber der Rechner bleibt aus. Blogbeiträge schreibe ich erst morgen wieder.
Gute Nacht
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WmdedgT im September 2025
Freitag, 05. September 2025
Ich habe festgestellt, dass der 05. September einer der ganz wenigen Tage ist, an denen ich WmdedgT seit 2017 regelmäßig in jedem Jahr geschrieben habe. Interessant.
Mitternacht
Ich bin wach, muddle am Rechner, schreibe der Schwester. Da kann ich auch gleich noch diesen Beitrag vorbereiten.
01:30 Uhr
Ich baue das Bett um, packe das Kopfkissen ans Fußende und habe dadurch vor dem Einschlafen das Fenster im Blick. Eine schöne neue Einschlafmeditation habe ich gefunden.
05:00 Uhr
Der Wecker singt. Jaja, ich stehe ja schon auf.
In der Nacht hat es geregnet, jetzt glänzt Morgenlicht in den Pfützen. Auf der Landstraße ist ungewöhnlich viel los, so dass ich glatt 5 Minuten zu spät komme. Macht nichts, denn ich bin die erste Stunde immer die Einzige und nachmittags bin ich sehr oft länger da oder erledige etwas abends zu Hause. Da kommt es auf die 5 Minuten wirklich nicht an, obwohl ich es lieber habe, wenn ich eine halbe Stunde zu früh da bin, als 5 Minuten spät. Ich mag diese Ruhe morgens, wenn mir noch niemand irgendwas erzählt und noch kein Telefon klingelt.
08:00 Uhr
Olga hat Kuchen gebacken. Hmmm, lecker.
Ich habe noch ein wenig Papierkram zu erledigen, weil 6 Leute ausscheiden. Mein Platz im Gemeinschaftsraum ist besetzt. Eine der Ausscheidenden platziert sich neuerdings immer dort, weil sie nicht so weit von den anderen weg sitzen will. So ein Quatsch, wikr sitzen alle um einen großen Tisch herum. Tatsächlich will sie nicht neben der jungen Frau sitzen, die sie seit ich dort bin {und wahrscheinlich auch schon vorher} ununterbrochen gemobbt hat. Karma hat aufgepasst. Sie muss gehen, während die junge Frasu bleiben darf.
Ich staubsauge mein Büro. Das fällt mir schwer, aber die Kollegin, die das eigentlich übernehmen wollte, bewegt heute ihren Hintern nicht vom Stuhl hoch. Manchmal sind die Leute aber auch…
Ich ziehe mich ins Büro zurück und bereite die nächste Woche vor. Es ist heute ohnehin alles seltsam. Einige, von denen ich das nie gedacht hätte, benehmen sich heute kräftig daneben. Ich mache mir heute nicht die Mühe, zu ergründen, woran das liegt. Das kann nur eine einmalige Sache sein. Falls nicht, kann ich nächste Woche immer noch Theater machen.
11:30 Uhr
Im Gemeinschaftsraum ist es immer lauter und lauter geworden. Sie lachen. Das ist gut. Die Witze, die insbesondere eine Person ständig reißt, könnten flacher nicht sein. Wenn die anderen trotzdem lachen, erzählt sie die gleiche Geschichte dann noch 3 bis 5 mal, weil sie sich so toll findet.
Ich bin heute aber auch empfindlich. Deshalb schicke ich die Leute heute eine halbe Stunde zu früh ins Wochenende.
Endlich Ruhe. Jetzt kann ich zügig arbeiten.
15:30 Uhr
Hoch die Hände, Wochenende
Die Landstraße ist wieder ungewöhnlich voll. Vermutlich liegt das doch am Schienenersatzverkehr. Nicht, dass die Busse die Straßen verstopfen, aber viele, die sonst den Zug nehmen, sind wahrscheinlich, wie ich, aufs Auto umgestiegen. Nächste Woche soll die S-bahn wieder regulär fahren. Hoffentlich.
Ich hatte überlegt, auf dem Heimweg noch beim Kaufmannsladen anzuhalten. Ich muss sowieso dort entlang, weil "mein" Bahnübergang seit heute auch gesperrt ist. Unterwegs überlege ich mir, dass ich genauosgut in Mockrehna beim N-Markt sanhalten könnte. Auf dem Weg dorthin gehe ich durch, welche Schätze noch im Kühlschrank wohnen und entscheide, nirgends ranzufahren. Dadurch erwische ich noch einen Parkplatz vor dem Haus.
16:45 Uhr
Jetzt habe ich Hunger. Es gibt Muscheln zum Abendessen. Danach wassche ich die restli8chen Pflaumen, die mir eine Kollegin Vorgestern gegeben hat. Sortiere sie aus und verkrümlich mich auf den Balkon. So ein schöner Wochenfeierabend.
Zwischendurch besuche ich mein privates Nagelstudio, mein Badezimmer, um die Verziehungen der letzten beiden Wochen zu entfernen. Das dauert eine Weile, immerhin gibt es da drei Schichten Lack und die Sticker, die immer den Anschein erwecken, gleich abzufallen, aber wenn sie rujnter sollen, halten sie sich fest.
Weil der Rücken zwickt, lege ich mich ein wenig lang und schlafe doch prompt ein.
22:35 Uhr
Ich glaube, ich habe ausgeschlafen. So kann ich mich diesem Eintrag widmen und später noch den Samstagplausch vorbereiten.
Ich suche nach Fotos und stelle fest: Es gibt keine. Nicht von dieser Woche. Tolle Motive hätte es gegeben, morgens, wenn ich Richtung Osten fuhr und die Sonne aus den Feldern stieg. Während der Fahrt fotografiert es sich leider sehr schlecht und mal eben ranfahren ist auf den gut ausgebauten Bundesstraßen auch nicht mehr möglich. Tja.
Ich gruschdele noch ein wenig in den Büchern herum, die ich demnächst lesen möchte. Und dann ist der 5. September auch schon wieder vorbei.
Gute Nacht.
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WmdedgT im Juli 2025
Samstag, 05. Juli 2025
05:45 Uhr
Natürlich bin ich noch müde, aber ich möchte den Beitrag zum Samstagsplausch schreiben, bevor das Tagwerk beginnt. Also los.
Wie üblich verzettle ich mich. Lese hier, recherchiere dort. Die Schwester textet. Ich texte zurück.
08:00 Uhr
Der Beitrag ist verlinkt. Jetzt gibt es den zweiten Pott Milchkaffee und einen kleinen Joghurt. Frühstück auf dem Balkon. Ich möchte mich beeilen, denn 9 Uhr will der Sohn hier sein und mit mir gemeinsam zum Gemüsemann.
09:00 Uhr
Der Sohn ruft an. Ob ich allein zum Gemüsemann fahren möchte. Der am Morgen bei ihm den Pool abholen wollte, hat sich noch nicht gemeldet. Ach, und ob wir später noch zu seiner Wohnung fahren können. Und eine Poolleiter wegbringen {zu jemand anderem, als dem, der den Pool holen will} und ja, Leergut sollten wir auch wegbringen und noch ne Kleinigkeit einkaufen.
Ja, und die Rindersteaks, die ich ihm für den Grillabend angeboten habe, die nimmt er natürlich sehr gern. Ob ich sie denn noch einlegen könne.
Nun ja. Ich wähle den Gemüsemann ab und verkrümle mich in die Küche, mariniere die Steaks. Dann schalte ich die Waschfee ein.
Die Decke wächst um ein Patch.
Ich toaste mir ein Brot.
12:20 Uhr
Der Sohn taucht endlich auf, hat aber noch keine Zeit, mit mir seine Wege zu fahren. Wir vertagen einen Teil auf morgen, einen Teil auf nächste Woche. Diese Verschieberei. Ich bin grillig. Trotzdem verpacke ich natürlich die Geschenke für die Zwillinge. Sie werden heute vier.
Immerhin trinke ich noch einen Kaffee. Die Decke wächst um ein weiteres Patch.
Irgendwann zwischendurch hat der Jürschn mir einen Text geschickt. Da er diesen auch schon in seinem Status veröffentlicht hat, gehe ich davon aus, dass es nicht nur ein Entwurf sein soll, sondern das Endprodukt. Ich habe trotzdem ein wenig daran herumgekritelt und überlege die ganze Zeit, ob ich ihm Änderungsvorschläge senden soll. Der Plot selbst gefällt mir nämlich sehr, sehr gut. Das habe ich ihm auch geschrieben. Aber er hat noch nicht geantwortet. Vielleicht ist er sauer.
14:30 Uhr
Ich habe Wäsche von der Leine gepflückt und frische Wäsche aufgehangen.
Joghurt landet zwecks Eisherstellung im Gefrierschrank. Ich muss das Handy laden, weil ich nachher noch lesen möchte.
Auf dem Balkon ist es windig. Sehr angenehm.
15:30 Uhr
Für mich habe ich den Text überarbeitet. Es gibt verschiedene Varianten und zwei Zeilen kann ich nicht bearbeiten, weil sich mir nicht erschließt, was er damit ausdrücken will. Macht nix. Ich sende ihm den Text sowieso nicht, weil ich vermute, dass er den gar nicht haben möchte. Es hat mir Freude gemacht, den Text zu bearbeiten, aber ich will ihm keinesfalls etwas vorschreiben. Ach ja.
17:00 Uhr
Der Sohn kommt vorbei. Er fühlt sich nicht, will seine Beteiligung am Grillen heute Abend absagen. Wozu habe ich nun das Fleisch eingelegt?
Er verschwindet wieder.
Ich breite mir Melone zum Abendessen. Dann texte ich kurz mit GabhÄu und noch kürzer mit der Schwester.
Dann ist der Sohn wieder da. Er macht sich fein und ist zögerlich, als ich ihn frage, wohin er will. Da komme ich mir blöd vor. Er ist mir doch keine Rechenschaft schuldig und überhaupt. Ich möchte doch nur, dass er einen schönen Abend hat. Nur deshalb habe ich gefragt. So sage ich ihm das auch. Er lacht. Und verschwindet wieder.
Abend
Ich stricke noch ein Patch. Dann lese ich.
Die Elfenlichter schalten sich ein.
Der Rücken ruft nach Entlastung. Wenn ich mich jetzt hinlege, schlafe ich wahrscheinlich ein.
Dann mal gute Nacht.
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Samstag – 07. Juni 2025
So ein schöner Tag
Den muss ich einfach verbloggen.
Das geplante Ausschlafen funktionierte nicht, obwohl ich erst nach vier Uhr ins Bett gefallen war. Sieben Uhr war ich wieder auf. Ich klumperte am Rechner herum, ließ mich durch ein paar Blogs treiben. Dann musste ich dringend eine Kleinigkeit essen, denn ich wollte zum Kaufmannsladen. Mit Hunger sollte man das bekanntlich nicht unternehmen.
Dann aber!
Im Kaufmannsladen traf ich einen jungen Mann, den ich als Kumpel des Sohnes schon seit ca. 15 Jahren kenne. Er begrüßte mich ganz freundlich und erfreut. Unmittelbar hinter ihm lief ein ehemaliger Klassenkamerad von mir und begrüßte mich ebenso freudestrahlend. Als die beiden weitergingen, war klar, dass sie da zusammen einkaufen waren.
Dann draußen, auf dem Parkplatz kam mein Schulfreund nochmal zu mir und erzählte, dass sie sich beide gegenseitig gewundert haben, dass sie mich offenbar recht gut kennen. Ich machte noch Scherze über die vielen Jahre, die wir uns schon kennen. Dann kam junge Mann auch nochmal zu mir, nachdem er das Auto beladen hatte. Fragte mich nach dem Sohn und dass er den schon ewig nicht mehr gesehen hat und ich meinte: Der ist eigentlich immer im Garten. Komm doch einfach mal wieder lang.
Bis dahin dachte ich noch, die zwei hätten für eine Grillparty am Abend eingekauft.
Nee nee, sagten sie. Das ist für die Oma, die ist jetzt immer im Garten und sie kann ja mit ihren 86 nun auch nicht mehr so und da versorgen wir sie immer.
Da ratterten meine Gedanken und als ich heim kam, fragte ich den Sohn gleich, wie sein Kumpel mit Nachnamen heißt. So stellte sich heraus, dass der junge Mann, den ich als Kumpel des Sohnes schon seit Ewigkeiten kenne, der Sohn meines „alten“ Schulkameraden ist. Diese Erkenntnis hat mich so sehr gefreut, dass sie mich noch den ganzen Tag beschäftigte.
In zwischen war der Sohn soweit, dass er los wollte. Er hatte mich gefragt, on ioch ihn nach B’dorf bringen könnte. Er wollte mal ein paar Kleidungsstücke holen. An den Wochenenden fährt kein Bus, so dass ihm mit den Öffis eine ähnliche Rundreise bevorgestanden hätte, wie mir am vergangenen Samstag, als ich nach Wurzen wollte.
Nun gut, bis B’dorf ist es nicht so weit. Das schafft mein Auto noch.
Auf dem Rückweg wollte er gern noch zur Drogerie und ebenfalls zum Kaufmannsladen. Also drehte ich die Runde, blieb beim Kaufmannsladen aber draußen und besorgte am Asiastand leckere Glasnudeln mit Gemüse und Hühnchen.
Es war inzwischen 14 Uhr, als wir gemütlich in der Küche beim Mittagessen saßen.
Später machte sich der Sohn auf den Weg in den Garten, wo er mit einigen Gartenfreunden zum Spanferkel-Essen verabredet war.
Ich entspannte auf Balkonien. Bekam liebe Nachrichten von RoHen, der dabei war, sich mit seinem neuen Smartphone vertraut zu machen und mir Fotos von seiner Terrasse schickte. Hach, schön.
Spät am Abend, ich war zwischenzeitlich schon mal wieder eingenickt, brachte der Sohn mir ein Stück Ferkel mit und Saucherkraut. Sehr, sehr lecker.
Wenn man das hier liest, klingt das vermutlich sehr unspektakulär. Wenn ich das lese, schwingen die Empfindungen dieses Tage mit und ich freue mich. Ja, es war ein sehr schöner Tag für mich.
WmdedgT im Juni 2025
Donnerstag, 05. Juni 2025
05:00 Uhr
Weckerklingeln, wie inzwischen wieder an jedem Wochentag.
06:00 Uhr
Am schwarzen Brett hängt ein Zettel: Schrott unter Treppe wegräumen Ich muss nochmal in die Wohnung zurück, weil ich in meiner vollgepackten Tasche keinen Stift finde. Dann setze ich vor diesen Text ein "BITTE". Auch wenn man dumm ist und sich immer über Dinge aufregt, die einen nichts angehen und die teilweise nicht einmal zutreffen, so darf man doch ein bissel höflich sein. Oder? Dann schreibe ich unter diese Nachricht, dass die Beräumung unter der Treppe in der kommenden Woche stattfinden wird. Der Sohn hatte mir gestern Abend mitgeteilt, dass er nächste Woche meine alte Waschmaschine zum Wertstoffhof bringen wird. Dieses Gespräch fand auf dem Balkon statt und die Seltsamnachbarn über mir waren auch draußen. Zu dem Zeitpunkt hing der Zettel noch nicht am schwarzen Brett. Aber durch dieses Gespräch waren sie offenbar aufmerksam geworden, und mussten mal wieder den Proll raushängen lassen. Da sind sie sich nicht zu blöd, in der Nacht nochmal die Treppen runter zu steigen und einen garstigen Zettel aufzuhängen. Diese Menschen sind sehr seltsam und dumm gepaart mit bösartig. Einmal klingelte die Dame des Hauses bei mir Sturm. Stand draußen, wippte selbstgefällig auf den Absätzen hin und her und meinte: "Muss das wirklich sein, dass Sie immer nachts um vier Wäsche waschen? Das rumpelt so extrem, dass wir nachts aus dem Bett fallen. Das ist zu unterlassen."
Ich hielt entgegen, dass ich nachts um vier besseres zu tun habe, als Wäsche zu waschen. Schlafen beispielsweise. Ich wasche NIE nachts um vier. Ich wasche überhaupt nicht nachts. Und selbst wenn, würde sich die Vibration der Schleuder vermutlich nur nach unten in den Keller übertragen und nicht nach schräg oben. Schließlich steht meine Waschmaschine auf dem Küchenfußboden und hängt nicht im Schlafzimmer an der Decke. Naja, ich wollte es nur gesagt haben. meint sie und entschwindet. Und nun dieser blöde Zettel.
Dann bin ich endlich unterwegs nach Torgau und komme sehr pünktlich an.
Die Arbeit nimmt ihren Lauf. Der Verwaltungszugang funktioniert auch heute nicht und ich habe bisher keine Nachricht vom Support, der sich darum kümmern wollte. Heute lasse ich das sein, ich habe auch noch anderes zu tun, was ich am Schulungsrechner erledigen kann. Nicht ganz so komfortabel, aber machbar.
11:00 Uhr
Ich räume meine Getränkevorräte aus dem Auto ins Büro. Die Männer helfen mir.
12:00 Uhr
Ich muss los. Angenehm ist die Fahrt nicht gerade. Ich werde froh sein, wenn ich morgen wieder mit dem Zug unterwegs sein kann.
14:30 Uhr
Die "Röhre" habe ich hinter mir, aber Befunde gibt es erst in 10 Tagen. Das heißt, die Bilder könnte ich mir heute Abend schon ansehen, aber die sagen mit ja nichts.
15:15 Uhr
Ich hatte keinen Nerv mehr für den Kaufmannsladen. Dafür genieße ich jetzt einen Kaffee auf Balkonien.
Der Sohn hat bei den Seltsamnachbarn geklingelt, wollte ihnen das mit der Waschmaschine noch persönlich sagen. Aber sie haben nicht aufgemacht, obwohl sie da waren. Na, sie werden schon ihren Grund haben. *lach*
Ich telefoniere mit PesTör, die wissen wollte, was beim MRT heraus gekommen ist. Dann ruft RoHen an. Aus dem gleichen Grund. Er hat mir ein Foto geschickt. Er macht sich mit dem neuen Telefon vertraut. Wie schön!
Der Sohn schenkt mir drei Äpfel und eine kleine Melone und wäscht seine Wäsche.
18:00 Uhr
Hach, jetzt bin ich trotz Kaffee beim Lesen eingeschlafen.
Der Sohn hat inzwischen seine Wäsche geholt, die er im Garten zum Trocknen aufhängt. Ich bitte ihn immer wieder, dass er mich weckt, wenn er mich tagsüber oder am frühen Abend schlafend vorfindet. Er macht das nie.
Jetzt gibt es noch ein kleines Abendessen.
21:50 Uhr
Die Zeilen verschwimmen schon wieder beim Lesen. Zeit, ins Bett zu gehen.
Bis zum nächsten Fünften.
Gute Nacht
In früheren Jahren
Juni 2024
Juni 2023
Juni 2022
Juni 2020
Juni 2018
Juni 2017
Samstag – 10. Mai 2025
Genießertag
06:30 Uhr
Ich wache auf. Und ich stehe auf, um mich wenig später wieder niederzulassen. Am Rechner. Vorher sage ich noch dem Sohn Bescheid, der auf der Couch schläft und beschließt, noch eine Stunde zu ruhen. Dann ist es Zeit für den Samstagsplausch.
Dieser ist verlinkt und die Stunde für den Sohn ist längst überschritten. Also sage ich nochmals Bescheid, gönne mir einen zweiten Milchkaffee. Dann mache ich mich fertig und starte Richtung Gemüsemann. Ich finde Schätze und bekomme eine Hand Bananen geschenkt.
Weiter geht es zum Kaufmannsladen. Ich sammle Vorräte ein und Schnäppchen. Während ich meine Schätze ins Auto lade, packt auf dem Parkplatz neben mir ein junger Mann den Inhalt eines riesigen Einkaufswagens in sein Auto. Als er fertig ist, bietet er mir an, meinen leeren Wagen mit zum Stellplatz zu nehmen, damit ich nicht nochmal die Runde über den Platz drehen muss. Ich freue mich über solche Begegnungen.
Vor der Haustür schnipst eine junge Frau auf den Stellplatz genau vor der Tür. Es ist ein großer Stellplatz, auf den fast zwei Fahrzeuge passen. Davor befindet sich ein Durchgang für die Müllabfuhr. Viele Nachbarn stellen sich am Wochenende, wenn keine Müllabfuhr zu erwarten ist, so auf diesen Durchgang, dass hinter ihnen noch ein zweites Fahrzeug Platz hat. Nicht so die junge Frau. Sie stellt ihren Kleinwagen mittig auf den Stellplatz. Keine Frage, sie darf das. Aber macht man das, nur weil man es darf? Dass es böse Absicht ist, damit ich nur ganz sicher nicht hinter ihr parke, sehe ich an zwei Dingen. An ihrem provokanten Gesichtsausdruck und daran, dass sie beim Ausladen eine ihrer Taschen demonstrativ hinter ihrem Auto abstellt. Ich warte. Sie lässt sich Zeit mit dem Ausladen, räumt Dinge aus der einen Tasche in eine andere und dann doch wieder zurück. Ich warte. Als sie es dann gar nicht mehr länger hinauszögern kann, schließt sie ihr Auto ab, wirft mir noch einen bösen Blick zu, schnappt ihre Tasche und läuft nach vor weg. Die Tasche wäre also vor dem Auto deutlich besser aufgehoben gewesen als dahinter.
Ich weiß nicht, was sie erreichen wollte. Dass ich mich aufrege und sie mich dann belehren kann, dass ich dort nicht parken darf? Keine Ahnung. Ja, auch solche Begenungen gibt es. Aber sie werden umgehend wieder ausgeglichen, denn ich habe gar nicht vor, dort zu parken. Nur mal kurz da stehen möchte ich, um meine Taschen in den Hausflur zu bringen. Als ich die zweite Tasche hole, kommt ein Nachbar und sagt: Ich nehme Ihre Tasche gleich mit hoch vor Ihre Tür.
2 : 1 für die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft.
Entspannt bringe ich das Auto zum Parkplatz. Danach räume ich in aller Ruhe die Taschen in die Wohnung und packe das dringendste aus. Inzwischen schmerzt der Rücken, so dass ich mich erst einmal ausruhen muss. Das mache ich mit einem Milchkaffee und einem kleinen Snack auf meinem schönen grünen Balkon.
13:30 Uhr
Der Sohn kommt herein geweht. Mutti, Mutti, Mutti, komm schnell. Ich eile zu ihm, so schnell ich das eben vermag.
Ich muss gleich wieder los, sagt er, aber erstmal essen wir das.
Er hält mir eine Packung Walnusseis entgegen. Wir teilen es auf und setzen uns auf den Balkon. Er hat seinen Teil deutlich schneller aufgegessen als ich, und schon macht er sich wieder auf den Weg, wohin auch immer. Ich fülle meinen Rest Eis in ein kleineres Behältnis und verstaue es im Tiefkühler.
Weil nach den Socken, vor den Socken ist, schlage ich ein neues Paar an. Wieder im Kaffeeböhnchen-Muster. Das strickt sich gut und trägt sich noch besser. Der Sockenanschlag ist als Vorarbeit für Dienstag Morgen gedacht. Da möchte ich wieder in der Straßenbahn stricken. Maschenanschläge machen sich da nicht so gut. Deshalb bereite ich das schon mal vor.
Die Weinkönigin ruft an und wir telefonieren ihren Akku leer.
Mein Rücken schmerzt. Vermutlich waren die Einkaufstaschen doch zu schwer, auch wenn ich sie nur das kurze Stück vom Auto bis ins Haus getragen habe. Um die Schmerzen wieder loszuwerden, strecke ich mich auf dem Bett aus. Prompt schlafe ich ein.
16:00 Uhr
Ich gieße meine Pflanzen und freue mich, wie schön auf dem Balkon alles wächst. Dann ist es Zeit für einen Kaffee, den ich auf dem Balkon genieße. Dazu ein paar Seiten eines Krimis.
Der Sohn kommt zurück. Magst du Himbeeren? Klar mag ich Himbeeren.
Er ist schon wieder auf dem Sprung, will zum Abendessen zu Freunden. Da diese fünf Kinder haben, die beiden Jüngsten gerade erste Klasse, essen sie relativ früh.
Ich komme nochmal wieder, verspricht der Sohn.
Und schon bin ich wieder allein und genieße weitere Zeit auf meinem Balkon. Diesmal mit dem Deckenstrickzeug. Damit beschäftige ich mich, bis es zu dunkel ist zum stricken und der fast volle Mond über das Haus geklettert kommt.
Danach brate ich drei Cevapcici in der Heißluftfritzi und mümmele gemütlich vor mich hin.
Als ich mich gerade zum Lesen in mein Zimmer zurückziehen will, kommt der Sohn zurück und macht es sich auf der Couch bequem, um noch eine Serie zu schauen, bei deren erster Folge er gestern Abend eingeschlafen ist. Vielleicht klappt es ja heute.
Keine Viertelstunde später höre ich leises Schnarchen aus dem Wohnzimmer. *lach*
Nun ist für mich noch ein wenig Lesezeit, nachdem ich diesen Text veröffentlicht haben werde.
Es war ein schöner Tag.
Dienstag – 06. Mai 2025
5:10 Uhr wachte ich auf. Zwanzig Minuten vor dem Wecker. Als der klingelte, war ich längst im Bad. Gut so, denn heute muss ich viel Zeit für den Weg zur Tram einplanen. Sonst fahre ich immer mit dem Auto zu einer der Endhaltestellen, parke da in der Nähe und fahre dann mit der Bahn weiter. Heute lasse ich das Auto stehen. Es parkt so gut, direkt vor der Haustür. Diesen günstigen Platz möchte ich nicht aufgeben, weil ich heute Abend noch diverse Dinge aus dem Auto räumen muss, damit ich es demnächst zur Werkstatt bringen kann. Außerdem kann ich schon mal üben, wie ich zur Arbeit komme, wenn das Auto zur Reparatur ist.
Ich nehme mir noch Zeit für einen Milchkaffee, bringe den Müll raus und laufe los. Die Sonne überstrahlt meinen Weg, aber es ist kalt. 2°C. Von weitem sehe ich die Bahn stehen. Gern würde ich etwas schneller laufen. Das ist leider nicht möglich. Ich erwische die Bahn trotzdem noch. Ganze 25 Minuten habe ich für den Weg gebraucht. Laut Routenplaner müsste er in 15 Minuten zu schaffen sein. Da bin ich doch schon ein wenig stolz auf mich, dass ich es mit meiner Gehhilfe so gut geschafft habe.
Die Fahrtzeit nutze ich zum Stricken. Socken gehen immer.
Da ich die frühe Bahn erwischt habe, bleibt mir reichlich Zeit, mir bei einer Bäckerei ein Schnitzelbrötchen zu beschaffen.
Pünktlich zum Kursbeginn sind nur 4 von 10 Teilnehmern da. Es ist wieder einmal jemand dabei, dessen deutscher Wortschatz sich in Nix deutsch erschöpft. Mittels Übersetzungs-App teilt er mir mit, man habe ihm gesagt, er könne den Test in Ukrainisch durchführen. Ja, kann er. Aber der Test steht am Ende des Kurses. Vorher gehen mehrere Stunden Unterricht. Die halte ich auf Deutsch. Erstens, weil die Leute hier im Service arbeiten wollen. Da sollten sie ein Minimum deutsch verstehen. Und zweitens, weil außer diesem jungen Mann, mehrere Polen mit im Kurs sitzen, auch Araber und jemand, dessen Nationalität ich nicht ermitteln kann.
Ich stelle dem jungen Mann ein Tablet mit Übersetzer zur Verfügung und siehe da, es läuft.
Irgendwann holt die Kollegin mich aus dem Kurs, weil der Chef mir eine ganz dringende, ganz wichtige Frage stellen möchte. Tja. Es ist noch nicht spruchreif, sagt er. Aber…
Klar, ich verstehe das. Die Auftragslage ging drastisch zurück, demzufolge reduzierte sich die Personaldecke ebenso drastisch. Wenn er also neue Ideen entwickelt, muss er sich auch Optionen sichern, damit er nicht plötzlich mit tollen neuen Kursen dasteht, aber ohne Dozenten. Ich sichere ihm meine Bereitschaft zu. Den Rest des Tages grüble ich, wie ich alle meine Verpflichtungen unter einen Hut bringe, falls das mit dem neuen Auftrag klappt.
Inzwischen haben wir unseren Kurs geschafft. Ich rechne mir aus, dass ich 28 Minuten Zeit habe für den Weg zur Haltestelle. Am Morgen habe ich 18 gebraucht. Als ich an der Haltestelle ankomme, fährt gerade die E ein, die ich nicht nutzen kann und die sich mit meiner Bahn im 10-Minuten-Takt abwechselt. Passt also.
In der Bahn lese ich, weil ich zum Stricken gerade keine Lust habe.
Von der Endhaltestelle bis nach Hause brauche ich eine knappe Stunde, weil ich unterwegs noch zum Kaufmannsladen gegangen bin, um Kaffee zu kaufen. Dort traf ich eine liebe, langjährige Bekannte, die wissen wollte, wie es mir geht. Naja, der typische Schwatz, wenn man wen auf der Straße trifft. Es war sehr nett, nur konnte ich nicht lange da stehen. Der Rest des Heimweges war etwas beschwerlich, weil ich außer dem Kaffee noch diverse andere Kleinigkeiten gekauft hatte. Insgesamt 2 Kilo mehr Gewicht. Das ist mir schon fast zu viel. Natürlich schaffte ich den Heimweg, wenn auch mit häufigem Stehenbleiben.
Danach gab es selbst belegte Matjesbrötchen. Die beiden Brötchen hätten am Imbiss am Meer mindestens 8,40 Euro gekostet, an manchen Ständen einiges mehr. Hier daheim lag ich bei 2,40 Euro, sehr großzügig gerechnet. Da belege ich sie mir doch gern selbst.
Nun wollte ich noch eine kleine Auszeit auf dem Balkon genießen, goss alle meine Pflanzen.
Ich war erschöpft vom Tag und legte mich "nur mal kurz" hin.