Freitag, 29.05.2020

Ein Freitag Ende Mai
Vormittag
Ich treffe mich mit Katl zum Frühstück und bleibe bis Mittag. Wir schwatzen über Gott und die Welt und über Reisen, die wir gern machen würden. Ich stricke eine Socke bis zur Ferse.
Nachmittag
Ich telefoniere mit PewiE. Stundenlang.
Abend
Ich schnarche in Blogs herum. Schreibe.
Und dann war da noch…

1. Mir schmeckt leider allzuvieles viel zu gut! So klappt das nie mit dem Abnehmen.

2. Oft übernehme ich Arbeiten für andere, ohne groß zu überlegen.

3. Regen ist dringend nötig für den Garten und die Natur überhaupt. Außerdem ist er angenehm, wenn ich ihm vom Balkon aus zuschauen kann.

4. Ein Stück überland zu fahren, ist die beste Art den Tag zu beginnen.

5. Fast hätte ich diesen Freitagsfüller auch wieder verpasst.

6. In einer besseren Welt würden wir in Dörfern wohnen, unser Obst und Gemüse selbst anbauen, unser Garn spinnen und Stoffe weben oder Kleidungn nähen und stricken. Wir würden abends zusammen am Feuer sitzen, Lieder singen und Geschichten erzählen. Wir wären glücklich.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf bloggen und lesen, morgen habe ich geplant, viel draußen zu sein und Sonntag möchte ich vielleicht einen kleinen Ausflug machen!

Den Freitagsfüller, wie immer, von Barbara.

Donnerstag, 28.05.2020

Ein Donnerstag Ende Mai
4.30 Uhr
Ich habe ausgeschafen! Schön viel Zeit, um gemütlich in den Tag zu starten.
Den Sohn hole ich vom Garten ab. Er war gleich über Nacht dort geblieben und brachte noch ein paar Gerätschaften mit.
8.45 Uhr
Ich logge mich in den virtuellen Klassenraum ein, um die Prüfungsauswertung pünktlich zu starten. Der Kollege XYZ at die Moderation und ich frage mich, warum es für die Auswertung keinen geschützten Raum gibt und wir uns stattdessen in einem Raum treffen, zu dem alle Kursteilnehmer Zugang haben. Ich erfahre später, dass die Sache mit dan geschützten Räumen zu aufwendig ist. Aha! Und wo bleibt der Datenschutz, auf dem wir im Laufe des Gespräches noch mehrfach "herumreiten"? Der plan wurde auch umgestoßen. Es ist nicht die Teilnehmerin dran, deren Auswertung ich übernehmen wollte, sondern eine andere.
Das machen wir schnell, sagt der Kollege. Und dann ist die Frau*** dran.
Aus dem schnell werden zwei Stunden! Ich bin völlig angenervt und habe überhaupt keine Lust mehr, für die nächste Auswertung noch einmal 2 Stunden ans Bein zu binden. Unentgeltlich. Nur, weil man es mit mir ja machen kann. NÖ! Die Frau*** ist genauso angenervt. Sie war nämlich die ganze Zeit mit im Meeting anwesend und hat darauf gewartet, endlich an die Reihe zu kommen. Als es endlich soweit ist, will sie nicht mehr, sagt dankend ab. Ich kann sie gut verstehen. Außerdem bin ich ihr dankbar.
Der Kollege hat noch ein paar Anliegen an mich. Die Kollegin Wirbelwind findet die Unterlagen einer Teilnehmerin nicht. Tja, das ist ja wohl nicht mein Problem. Ich habe am 18. März, meinem letzten Arbeitstag vor der Isolation, alle Unterlagen sortiert, abgeheftet und die Ordner in "meinen" Schrank gestellt. In meiner Abwesenheit wurde der Raum komplett ausgeräumt, renoviert und neu eingeräumt. Woher soll ich wissen, wohin die Ordner geramscht wurden? Da müssen sie sich schon selbst drum kümmern. Schließlich arbeiten sie dort, nicht ich.
13.20 Uhr
Der Sohn ruft an. Er braucht ein paar Formulare, die ich heraussuchen soll und einen Dreizeiler, der per Mail versendet werdem muss. Wie gut, dass er eine Sekretärin hat. 😉
14.00 Uhr
Eile, Eile! ich hole die kleine Frau zum Einkaufen ab. Es ist unmöglich voll im N-Markt und das Desinfektionsmittel für die einkaufswagen ist alle.
15.00 Uhr
Wir starten nach B-Dorf, den Sohn abholen. Der verräumt Omas Einkäufe und schleppt noch das Mineralwasser aus dem Keller in die Wohnung. Lieb! Da brauche ich es nicht zu tun.
Abends
C. hat sich gemeldet. Endlich. Ich dachte schon, mit unserem Projekt läge etwas im Argen. Ich hatte mich schon gesorgt, wollte aber nicht nerven. Tatsächlich hatte auch C. eine Zahn-OP gehabt und konnte tagelang nicht richtig sprechen. Nun geht es ihr zum Glück wieder gut und dem Projekt ebenso.

Mittwoch, 27.05.2020

Ein Mittwoch Ende Mai
5.30 Uhr
Der Wecker klingelt eine halbe Stunde früher als sonst. Heute ist mein erster Arbeitstag in Torgau und ich möchte mich in aller Ruhe fertig machen.
6.50 Uhr
Wir kommen so spät vom Hof, wie noch nie. Entsprechend spät sind wir beim Arbeitsplatz des Sohnes.
Ich hoffe darauf, dass ich bis zu meinem Einsatzort nur eine halbe Stunde brauche, was sich wenig später als Trugschluss erweist, als mich das Navi in der nächsten größeren Gemeinde zweimal im Kreis herum schickt.
Ich bleibe gelassen und genieße die Fahrt zwischen Feldern, über denen ein leichter Morgennebel wabert, Waldstücken, die wie verzaubert in der Morgensonne liegen und kleinen Dörfern mit wunderhübsch bepflanzten Vorgärten.
Nächste Woche fahre ich unbedingt früher los, damit ich anhalten und fotografieren kann.
8.00 Uhr
Ich ergattere einen Parkplatz direkt vor der Haustür und stehe {gerade noch pünktlich} an derselben.
Hinein kann ich nicht, weil eine Kette davor gespannt ist. Die Frau am Empfangstresen schaut mich fragend an und ich nenne zur Begrüßung meinen Namen. Da strahlt sie mich an, noch bevor ich weiterreden und mein Anliegen vortragen kann, kommt zur Kette geflitzt und sagt: "Wir haben uns schon sehr auf Sie gefreut!"
Im Laufe des Tages erfahre ich, dass die Chefin dort mich natürlich angekündigt hatte und den Mitarbeitern versprochen hat, dass ich gaaaanz anders bin, als die bisherige Sozialpädagogin, mit der keiner wirklich klar gekommen ist.
Das zeugt einmal vom Vertrauen der Chefin in mich. Wir kennen uns seit ca. 3 Jahren, hatten aber bisher wenig miteinander zu tun. Es zeigt aber auch das Vertrauen der Mitarbeiter in die Chefin, wenn sie auf deren bloße Ankündigung hin sich schon so sehr auf "die Neue" freuen.
Ich führe mehrere Gruppengespräche und ein recht langes Einzelgespräch. Später planen wir noch ein paar Aktivitäten für die kommenden Wochen.
Feierabend
Auf Empfehlung der neuen Chefin kaufe ich bei einem Privatfleischer am Ende der Gasse für das Abendessen ein. Den Heimweg verkürzt mir Lili mit ihrem Anruf. Ich erzähle von meinem ersten Arbeitstag und teile meine Begeisterung mit ihr.
18.00 Uhr
Obwohl ich früh daheim bin, unternehme ich nichts mehr, sondern genieße das Gefühl, Feierabend zu haben. Ich schnipple wieder eine Schüssel voll Tomatensalat mit Knobi. Heute darf ich ja, weil ich morgen nicht unter Leute muss.
Später vertiefe ich mich in meinen Krimi und… schlafe prompt ein.

So ein schöner Tag

Dienstag, 26.05.2020

Ein Dienstag Ende Mai
3.30 Uhr
Was ist denn los mit mir? Warum schlafe ich nicht wieder ein? Es ist ja noch nicht einmal hell.
Ich wechsle auf die Couch, nachdem ich die Balkontür weit aufgerissen habe. Das fühlt sich gut an.
So viel Zeit zum Lesen zu haben, fühlt ich auch gut an.
6.00 Uhr
Der Wecker quasselt mich voll. Hej, ich weiß doch, dass es 6.00 Uhr ist.
Ich versuche, den Sohn zu wecken, was mir im ersten Anlauf nicht wirklich gelingt.
Inzwischen packe ich meine Tasche. Strickzeug muss mit, Buch sowieso. Und ich darf die Wurst nicht vergessen, die ich extra für das Frühstück bei Mutti bei einem der Lieblingsfleischer besorgt habe. Kein Problem, der Sohn, der nun auch aus dem Bett gefunden hat, erinnert mich noch einmal.
7.03 Uhr
Ich bin gerade auf dem Rückweg von B-dorf, als die kleine Frau anruft.
Ich bin schon unterwegs zu dir, tröste ich sie. Sie ist aufgeregt. Natürlich.
Als ich bei ihr ankomme, um schön mit ihr zu frühstücken, hat sie schon ihren Kaffee ausgetrunken und ein viertel Brötchen gegessen. Mehr bekommt sie sowieso nicht hinter, meint sie. Warum war ich denn extra beim Fleischer?
Ich rede auf sie ein, bettle, dass sie noch was isst. Sie bleibt starrsinnig, was ich bis zu einem gewissen Grad verstehen kann. Sie hat Angst vor der Zahn-OP. Viel mehr, als sie zugeben will. Da hilft es auch nichts, dass der Arzt gesagt hat, sie soll ordentlich frühstücken, weil sie danach lange nicht essen darf und vermutlich auch gar nicht kann. Ich will sie nicht quälen, vergewissere mich aber, dass sie Traubenzucker einstecken hat und nehme ihr das Versprechen ab, beim geringsten Anzeichen von Übelkeit, diesen einzunehmen.
8.15 Uhr
Es ist soweit. Wir starten in Richtung Gesichtschirurie. Vor der Haustür könnte ich sie absetzen, aber sie will noch mit zum Parkplatz, damit sie nachher das Auto wiederfindet.
Soll ich noch mitkommen, bis zur Haustür?
Ja, bitte!
Ach Mensch, die kleine Frau! Ich drücke sie zum Abschied, obwohl wir das ja nicht dürfen. Das ist mir in dem Moment egal, weil ihr die Umarmung gut tut und sie die einfach braucht.

Mein Parkplatz ist idyllisch. Ich lasse die Tür offen, genieße die frische Morgenluft und beginne zu lesen.
Der Kollege XYZ ruft an. Er hat mehrere Anliegen. Ob ich am Donnerstag für eine Teilnehmerin eine Prüfungsbesprechung durchführen kann. Sie hat darum gebeten, dass ich das mache. Ich kann ihm nicht zusagen, weil ich noch nicht weiß, wann Mutti wieder zum Zahnarzt muss. Er erzählt mir noch, dass ich seine Urlaubsvertretung nicht machen darf. Der Chef hat diese an einen Kollegen an einem Standort in Thüringen übergeben, der von unseren Teilnehmern noch nie gehört hat, die ihm völlig fremd sind. Kann man doch machen. Ist doch sowieso alles virtuell! Freilich kann man das machen, wenn einem die Teilnehmer völlig egal sind, wenn man nur die Dollarzeichen in den Augen hat und es einem auch Wurscht ist, ob die Leute sich vielleicht bei ihren Vermittlern von JobCenter und ArbeitsAgentur darüber beschweren, wie sie hier behandelt wurden. Wie gut, dass es Corona gibt. Dahinter kann man sich gut verstecken. Das taugt als Ablenkung von eigenem Fehlverhalten. Als ich sage, dass ich nie in die Leipziger Filiale zurückkomme, reagiert der Kollege entsetzt: "Du willst wohl gar nicht?"
"Das steht doch gar nicht zu Debatte, was ich will. Du siehst doch, dass er mich nicht zurück holt. Nicht jetzt, als deine Urlaubsvertretung, und auch nicht später. Die Handvoll Teilnehmer, die er vielleicht später hat, verteilt er auf die Festangestellten, zur Not an anderen Standorten. Eine Dozentin ranzuholen, und sei sie noch so gut, wird er sich nicht mehr leisten. Es geht doch auch so."
Der Kollege ist frustriert, weil er weiß, dass der Chef genauso tickt, wie ich es beschrieben habe. Und weil er weiß, der er einer von denen ist, auf dessen Schultern die Mehrareit abgeladen wird.
Das Gespräch hinterlässt auch bei mir ein seltsam ungutes Gefühl.

10.00 Uhr
Wo bleibt denn die kleine Frau? Eine Viertelstunde warte ich noch, dann gehe ich mal da rüber und frage nach. Vielleicht hat sie die Betäubung nicht vertragen und man will sie ohne Begleitung nicht gehen lassen.
10.15 Uhr
Ich schwinge gerade die Beine aus dem Auto, da kommt sie kleine Frau über den Grünstreifen gestolpert.
"Wie spät ist es denn?"
… Da ist das arme Ding eine halbe Stunde herum geirrt und hat das Auto nicht wiedergefunden.
Wir finden heraus, dass sie an einem anderen Übergang die Straße überquert hat, als auf dem Hinweg. Ach, ach. Aber nun ist sie ja wieder da. Ihr Gesicht ist ganz schief und sie sieht ulkig aus, besonders, wenn sie versucht zu sprechen. Wir albern darüber herum. Immerhin geht das schon wieder. Weil sie froh ist, dass sie es hinter sich hat.
Ich setze sie zu Hause ab. Sie will sich hinlegen. Ist vielleicht das Beste.
15.30 Uhr
Ich hole den Sohn ab und wir gehen gemeinsam nach der Oma schauen. Die beiden trinken Kaffee und essen Kuchen. Ich möchte keins von beidem.
Abends
Ich habe noch Bürokram für den Sohnzu erledigen. Außerdem will ich noch Haare waschen und mich überhaupt ein wenig um mich kümmern. Zum Glück ist niemand da, der bemerkt, dass ich grillig bin. Naja, wahrscheinlich bin ich einfach bissel aufgregt wegen morgen. Auch wenn ich die Gegebenheiten schon kenne und ein wenig auch die neue Chefin, war ich doch ein Jahr lang nicht mehr dort und weiß nicht 100%ig, was mich erwartet.

Samstagsplausch {18.01.2020}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen.
Als ich vorhin aufwachte, schien noch der Halbmond ins Zimmer und für den Moment hätte ich mich gern noch einmal herumgedreht. Aber eine Freundin würde sich um mich sorgen, wenn dieser Eintrag nicht im Laufe des Vormittags erscheint. Da ich ihr aber keine unnötigen Sorgen bereiten will, sitze ich nun mit meinem ersten Milchkaffee des Tages hier und sortiere die Gedanken, die ich mir im Laufe der Woche so gemacht habe.

Die Alltagsfreuden…
setzten sich in dieser Woche fort, zumindest bis Mittwoch. Das begann schon am Sonntag, der insgesamt sehr schön war, mit ein paar Nachrichten, die dafür sorgten, dass ich für die folgende Woche zwei Verabredungen traf, auf die ich mich sehr freute. Eine für den Montag, eine für den Freitag.

Am Montag…
…traf ich mich gleich nach der Arbeit mit Tatjana, der ich für dieses Wochenende ein paar Dateien versprochen habe, die ich ihr senden möchte. Ich bin froh, dass ich von vorn herein gesagt hatte, dass es erst am Wochenende klappt. Ich muss nämlich noch ein paar Anpassungen vornehmen und ihr werdet nachher wahrscheinlich wissen, dass und warum ich das unter der Woche nicht geschafft hätte.
Na, jedenfalls wurde das am Montag ein richtig schöner Nachmittag mit tollen Gesprächen und ich hoffe, wir werden das mal wiederholen. Vielleicht muss ich zu der Datei ja noch eine kleine Hilfestellung mitliefern. 🙂 Ich sollte ohnehin viel öfter nach der Arbeit noch irgend etwas Schönes unternehmen. Dazu bin ich auf dem besten Wege, dachte ich Anfang dieser Woche.
Ein weiterer Freugrund war eine lange Sprachnachricht, die ich am Montag erhielt und die mir zeigte, wie gut es war, dass ich am Sonntag Abend einen langen Text versendet hatte. Tja. Es ist eben gut, wenn Missverständnisse schnell ausgeräumt werden.

Bei Kurz und gut habe ich am Dienstag ein Knäckebrotrezept gefunden. Wie passend, dass ich just an diesem Morgen Vollkornmehl gekauft hatte, einmal Roggen für den Sauerteig und einmal Dinkel für den guten Geschmack. Und dann noch eine kleine Tüte Buchweizenmehl, weil ich Buchweizen sehr gern mag. Weil der Sauerteig ohnehin ein paar Tage braucht und ich das Brot frühestens am Wochenende backen kann, kam mir Barbaras Knäckebrot gerade recht.
Da ich für das Knäckebrot noch Backpapier brauchte, hielt ich auf dem Heimweg noch einmal beim Kaufmannsladen. Als ich dort wieder heraus kam, biss der innere Schweinehund zu. Vor dem Kaufmannsladen stand nämlich ein Asia-Imbiss-Wagen, aus dem es verlockend duftete. So überredete ich mich selbst zu einer Portion Nudeln mit gebackener Ente, die ich mit heim nahm. Nachdem ich diese genüsslich aufgefuttert hatte, war ich so satt und rund und müde, dass ich Sauerteig und Knäckebrot auf unbestimmt später verschob und außer einer Trommel Wäsche nichts mehr erledigte.

Inzwischen hatte ich auch für den Mittwoch Abend eine Verabredung mit einer Kollegin zu einem Gespräch. Wir planen ein gemeinsames Projekt, das in kleinen Schritten voran geht. Zwischendurch erreichte mich ein Anruf meiner Freitagsverabredung. Sie hatte den Termin auf Mittwoch vorverlegt und mir das in einer SMS mitgeteilt. Diese hatte ich natürlich gar nicht gelesen. Ich war überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass mir jemand eine solche Nachricht gesendet haben könnte. Oups.
Mittlerweile habe ich die Benachrichtigungsfunktionen umgestellt, damit ich keine Nachricht von ihr mehr übersehe. Das hat aber zur Folge, dass ich nun andauernd auch völlig unwichtige Benachrichtigungen bekomme und erst einmal schauen muss, ob ich das vielleicht etwas spezieller einstellen kann. Jedenfalls war damit meine Verabredung für Freitag geplatz und wir mussten uns auf nächste Woche vertagen.
An den übrigen Tagen fühlte ich mich nicht so gut. Ich schlief schlecht und viel zu wenig, war dadurch den ganzen Tag über sehr müde und bekam am Feierabend nichts sinnvolles mehr auf die Reihe.
Immerhin schaffte ich es, am Freitag von unterwegs noch Fladenbrot und Paprika mitzubringen, so dass ich wenigstens ein leckeres Abendessen und heute nun auch schon ein feines Frühstück hatte.

Um den Sauerteig kümmere ich mich nachher. Catrin hat mir gestern Abend noch eine Anleitung gesendet und Katl hat es kurz und schmerzlos rübergebracht: Mehl und Wasser zu gleichen Teilen und NICHT in den Kühlschrank. Na dann!
Am Nachmittag werde ich die Mutti nach Leipzig schleppen, zum Eistraum. Ich möchte unbedingt mit dem neuen Riesenrad fahren.

Jetzt komme ich aber erst einmal zu Andrea in die Plauderecke.

Habt ein schönes Wochenende.

12 von 12 im Januar

Neues Jahr, neue Glück…
…schrieb Caro und läutete damit eine neue Runde 12_von_12 ein.
Schon gestern Abend…
…schickte mir Uta eine Erinnerung an #12 von 12. Die fand ich heute Nacht, als ich wieder einmal über eine Stunde wach war. Hoffentlich wird das nicht zur Gewohnheit. Das Wach sein in der Nacht, meine ich.

Am Morgen gönnte ich mir ein wenig Herumtrödeln mit Strickzeug.
Dann war endlich Zeit für das Frühstück. Weil die Sonne inzwischen aufgewacht war, zog es mich hinaus auf den Balkon. Schaut nur, wie schön es da draußen ist. Ich erwäge, dieses Foto vielleicht für einen Zwölftel Blick zu nutzen.
Als es mir draußen zu kalt wurde, hockte ich mich an den Rechner, um Bürokram zu erledigen. Das musste zwingend heute sein, damit ich es nicht wieder vergesse. Und weil ich nun einmal dran war und gleich noch Fotos für diesen Beitrag zusammensuchen wollte, räumte ich gleich noch die Speicherkarten auf und sicherte Fotos aus den Jahren 2018 und 2019. Das heißt, ich begann damit. Fertig bin ich noch nicht, denn das frisst sehr viel Zeit.

Als die Socken komplett fertig waren {mein Paar 01 von #20 für 20} musste aus dem Rest gleich ein Patch an die Decke anwachsen.
Weil ich mich am Nachmittag doch noch entschlossen hatte, eine Trommel Wäsche anzusetzen, stand ich am Abend wieder vor der Aufgabe, die Wäsche irgendwo zum Trocknen unterzubringen.
Als meine Schwester am Abend ein Foto ihres Abendessens schickte, bekam ich so großen Appetit, dass ich mich in die Küche stellte und ebenfalls ein Abendessen zurecht zauberte. Dem Trend folgend serviert als Bowl. Das kommt mir sehr gelegen, kann ich mich doch damit auf mein gemütliches Sofa zurückziehen.
Wie gut, dass ich jetzt darüber schreibe: Hat doch der Sohn mir vorhin etwas von Fischfilets erzählt, die ich dann fix für ihn gebacken habe…. und natürlich in der Röhre vergessen hatte. Zum Glück, weil ich jetzt über das Essen schrieb, dachte ich wieder dran und es ist alles noch mal gut gegangen, wie ihr sehen könnt.
Nun ist dieser 12. schon fast zu Ende und ich wollte um diese Zeit schon im Bett liegen. Aber es war mir einen Herzensangelegenheit, erst einmal eine längere Nachricht an eine Freundin zu schreiben. Das war mir sehr wichtig.
Und nun gibt es eine halbe Stunde vor Mitternacht als zwölftes Bild schon wieder ‘ne Blume, genauer gesagt, ein Asperagus. Diesmal aber nicht, weil ich nicht mehr weiß, was ich fotografieren soll, sondern weil ich ihn bei den Alltagsfreuden vergessen habe zu erwähnen. Es ist dies wieder eine Freude, die ich mir selbst bereitet habe, als ich die Pflanze beim Morgenritual im Kaufmannsladen entdeckte. Der Sohn brachte noch den schönen Übertopf aus dem Fundus mit und die Freude war perfekt. Genauso perfekt wie dieser Sonntag, an dem sich Entspannen, Hobbies pflegen und ein wenig Pflichterfüllung in wunderbarer Balance befanden.

Euch allen einen guten Start in die neue Woche.
Eure Mira

Bearbeitet…
…dann muss man das zwölfte Bild aber auch einfügen und nicht nur drüber labern. *hihi*

Noch was vergessen…
…die Rückblicke.
12 von 12 im Januar 2018
12 von 12 im Januar 2017

WmdedgT – Januar 2020

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? fragte Frau Brüllen auch in diesem Jahr wieder.
Nun fiel der Fünfte in diesem Monat auf einen Sonntag, weshalb es gar nicht sooo viel zu berichten gab. Schaun wir mal.
5.35 Uhr
Ich erwache fast pünktlich für einen Arbeitstag und bin sehr erleichtert, dass es keiner ist, denn ausgeschlafen fühle ich mich nicht. Wieder einmal frage ich mich, warum mir ausgerechnet morgens die Füße weh tun. Was tue ich denn nachts? Ich reibe die Füße mit Salbe ein und kuschle mich noch einmal in meine Decke.
6.30 Uhr
Ausgeschlafen bin ich noch immer nicht, aber zum Weiterschlafen reicht es auch nicht mehr. Also aufgestanden und Kaffee gemacht. Mit diesem und dem Strickzeug ziehe ich mich aufs Sofa zurück. Die beste Zeit, um in den Tag hinein zu träumen, schließlich ist es noch nicht mal hell. Ich genieße diese Zeit.
9.00 Uhr
Langsam wird es Zeit, mich um die Küche zu kümmern. Die Gänsesoße ist über Nacht fest geworden, so dass ich das Fett herunter kratzen kann. Dann verpacke ich Soße, Keulen, Klöße und Gemüse transportfertig, nehme Wäsche ab, krame im Papierberg herum, schaue im Netz nach verschiedenem und texte mit der Schwester.
Telefonate führe ich mit dem Sohn und mit Mutti, bei der wir zum Mittagessen verabredet sind.
Um die Mittagszeit fahre ich also zu ihr, beladen mit all dem Essen, das ich dann in ihrer Küche fertig zubereite. Wir bleiben noch eine Weile, schwatzen über eine Reise zu Ostern, die ich am Abend gleich noch buche. Davon erzähle ich natürlich der Schwester und stelle in den Raum, dass sie dieses Angebot auch buchen könnten, zumal der Schwager bei diesem Reiseanbieter Rabatte bekommt. Sie finden die Idee verlockend, wollen aber lieber sparen, was ich wiederum gut verstehen kann. Immerhin haben wir eine recht schöne Unterhaltung über Videochat.
Wer mich kennt, weiß, dass ich Fantasy sehr gern mag. Allerdings bin ich auch sehr kritisch, zum einen bezüglich Schreibstil und zum anderen in Bezug auf die Thematik. Ich mag es nicht so sehr, wenn die gesamte Geschichte nur von Kriegen und Schlachten dominiert wird oder von Grausamkeiten, die sich die Protagonisten gegenseitig antun. Freilich muss Kampf und Gefahr dabei sein, wie will man sonst die Spannung aufrecht erhalten? Aber die Dosis macht auch hier den Unterschied. Und nun habe ich mal wieder eine Fantasy-Geschichte nach meinem Geschmack gefunden. {Achtung! Affiliate-Link} Das Vermächtnis der Peldrin ist der erste Band der vierteiligen Legenden der Städtebauer. Mit ihm verbringe ich den restlichen Abend, und es ist bereits 0.08 Uhr, als ich mich zwinge, das Buch wegzulegen und das Licht zu löschen.
Ein rundum gelungener Sonntag. So mag ich das.

Das mit dem Licht…

…klappt jetzt im Winter nicht so, wie ich mir das dachte. Da schien gestern den ganzen Tag lang so schön die Sonne vom strahlend blauen Himmel, man hätte es glatt für einen Sommertag halten können. Selbst, als ich die Firma verließ, war es noch sonnig und hell, wenn auch eisig. Als ich aber den Heimweg hinter mich gebracht hatte, dämmerte es bereits und wenig später hatte sich das Thema Foto des Strickfortschritts bereits erledigt.
Um das versprochene Bild nachreichen zu können, schleppte ich das Strickzeug heute mit in die Firma und breitete es in der Mittagspause auf dem Schreibtisch aus. Soweit es sich denn ausbreiten ließ. Wenn ich es nachher wieder zur Hand nehme, werde ich zuerst ein längeres Seil an die Nadelspitzen schrauben.
Auf dem Heimweg telefonierte ich mit Evchen. Das war schön. Wir haben uns wieder einmal verabredet, uns bald zu treffen. Ich bin gespannt, wann wir es schaffen und freue mich jetzt schon sehr darauf.
Zu Hause erwartete mich eine Freude. Der Sohn hatte ein Regal für mich aufgebaut. Das wollte ich schon im alten Jahr machen, Katl wollte mir behilflich sein, was sich dann aber nicht ergab. Das läuft doch nicht weg, das machen wir schon mal noch. Nun hat’s der Sohn gemacht. Und anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Letzten Endes aber viel besser. Ich hätte es schmaler haben wollen, weil es in der anderen Richtung direkt neben der Couch stehen sollte. Der Sohn hat nachgemessen und festgestellt, dass auch das breite Regal hin passt. Also haben wir das gedreht und ich war der felsenfesten Überzeugung, es fotografiert zu haben, aber das Bild ist nirgends, also habe ich das wohl geträumt.

Später ging der Sohn seiner Wege, während ich meinen Haaren endlich wieder einen schönen Rotton verpasste, den halben Abend in der Badewanne verträumte und mir zum Abendessen Lammkoteletts und gegrillte Peperoni gönnte.

WmdedgT – September 2019

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? wird Frau Brüllen heute Abend wieder fragen. Hoffe ich. Also erzähle ich mal…

5.05 Uhr
Was waren das denn für seltsame Träume heute Nacht? Zum Glück hinterließen sie endlich einmal NICHT diesen depressiven Eindruck wie in den letzten beiden Wochen. Ich schreibe der Schwester einen Guten-Morgen-Gruß und bin froh, dass sie nicht gleich antwortet, denn heute kann ich mich nicht aufhalten. Der Sohn hat angekündigt, dass er kurz vorbei kommen will. Da möchte ich mit meinen morgendlichen Pflichten fertig sein.
5.40 Uhr
Ich starte einen Sicherheitsweckruf. Das hatte ich gestern Abend versprochen. Der Sohn hebt nach dem ersten Rufzeichen ab und steht wenig später bei mir im Flur. Es bleibt Zeit für eine Tasse Kaffee auf dem Balkon.
6.30 Uhr
Ich hoffe, ich habe an alles gedacht, denn heute muss ich direkt nach dem Dienst zu einer Vorsorguntersuchung. Der Gedanke daran vermiest mir den Tag. Ich hasse Arztbesuche, erst recht, wenn ich mich gesund fühle. Jetzt starte ich erst einmal meine abenteuerliche Fahrt zur Arbeit.
7.40 bis 12.00 Uhr
Recherchen füllen den Vormittag aus.
Einzelne Kollegen machen es sich einfach. Statt selbst aktiv zu werden, fragen sie mich nach jeder Kleinigkeit. Statt lang und breit zu erklären, erledige ich die Arbeiten. Eine Dauerlösung ist das nicht.
12.00 Uhr
Zu Mittag gibt es Knäckebrot, eine Tomate und zwei Karotten.
13.00 Uhr
Der Nachmittagstermin, auf den ich mich gefreut und intensiv vorbereitet hatte, wird wegen Krankheit abgesagt. Ich nutze die gewonnene Zeit für weitere Recherchen, auch nach Weiterbildungsangeboten für mich. Außerdem führe ich ein paar klärende Telefonate und freue mich über die Ergebnisse.
15.00 Uhr
Nun aber schnell! Ein wenig frisch machen muss sein. Es stellt sich heraus, dass ich am Morgen wirklich an alles gedacht habe. Dann beginnt auch schon wieder das Abenteuer. Normalerweise würde ich mit dem Auto bis zum Krankenhaus ganze 4 Minuten brauchen. Aber was ist in dieser Stadt schon normal? Der Straßenverkehr jedenfalls nicht. Weil die direkte Verbindung gesperrt ist und vier von fünf Straßen in diese Richtung als Sackgassen an der Baustelle enden, frage ich den Routenplaner, wie ich das Dilemma auf möglichst kurzem Weg umfahren kann. Er bietet mir eine {abenteuerliche} Route, für die ich nur 7 Minuten brauchen sollte. Ich weiß, dass dort vor einem sehr schmalen, verwinkelten Streckenabschnitt Poller stehen, um Autos fern zu halten. Ich folge der Route trotzdem und stelle fest: Der Planer ist schlauer als ich. Die Poller sind weg. Doch auch der schlaue Planer weiß nicht alles. Nach dem nächsten Abbiegen stehe ich in einer Sackgasse. Ich wende in 7 Zügen zwischen eng beieinander parkenden Autos und Monster-Baufahrzeugen und fahre weiter stadtauswärts, obwohl ich längst am Krankenhaus vorbei bin, nur eben einen Straßenzug zu weit unten. Drei Nebenstraßen weiter kann ich endlich abbiegen und tatsächlich am oberen Ende auf die Hauptstraße und dort wieder stadteinwärts fahren. Das Ziel befindet sich rechts. Ich habe nur 16 Minuten gebraucht, das Vierfache des normalen Weges. Dafür gibt es jede Menge freie Parkplätze direkt beim Eingang. Die Untersuchung beginnt pünktlich und dauert ganze 15 Minuten.
Details des Heimweges spare ich mir hier. Da ich erst einmal zu Mutti will, bietet sich ein Umweg an, auf dem es an diesem Nachmittag keine Überraschungen gibt. Allerdings geht unmittelbar bei Muttis Haus fast nichts mehr. Ich quäle mich drei Runden suchend ums Carré und parke am Ende in der Baustelle.
17.10 Uhr
Mutti hat Nudelsuppe für mich gekocht, die ich heißhungrig verschlinge. Dann können wir los zum Kaufmannsladen.
Man sollte bei der Stadt Zuschuss zu den Spritkosten beantragen, wegen der unzähligen Baustellen und dadurch nötigen Umwege.
Bei unserer Rückkehr ergattere ich einen legalen Parkplatz in der Nähe des Hauses. So habe ich keine Eile, wieder wegzufahren und zeige Mutti noch dieses Video von Frank Schöbel, in dem ich mich zur Zeit wiedererkenne.
19.30 Uhr
Endlich daheim. Ich lege die Taschen ab und plumpse auf mein Sofa. Nur mal ganz kurz entspannen.

Mühsam öffne ich die Augen. Es ist dunkel. Wie spät haben wir’s denn? Ah, 22.20 Uhr. Na, da kann ich doch noch einiges erledigen. Wenn ich doch nur nicht so müde wäre! Wenigstens den WmdedgT-Eintrag schreibe ich noch fertig. Dann ist dieser 5. September 2019 auch schon wieder Geschichte.

WmdedgT – Juli 2019

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? fragt Frau Brüllen auch heute wieder.
Die letzten Monate waren so voll, dass ich diese schöne Aktion entweder ganz vergessen hatte, oder zu spät daran gedacht oder schlicht keine Zeit gefunden hatte für einen Tagebuchblogeintrag. Heute ist das zum Glück etwas anders. Der Job hat sich vorübergehend ein wenig beruhigt, ein Großteil der Wir-räumen-die-alte-Wohnung-Aktion ist geschafft, Rechner und Internet sind in das neue zu Hause umgezogen, was soviel heißt, wie: Ich könnte täglich bloggen. Immer wenn ich für WmdedgT schreibe, frage ich mich auf’s Neue, warum ich das nicht täglich tue, so wie früher, ganz früher, als ich noch mehrere kurze Einträge am Tag schrieb, so wie es der Engelbert immer noch tut. Immer, wenn ich bei Georg lese, wünsche ich mir ebenfalls, jeden Tag zu bloggen. Dabei muss ich bei meinem Lebenswandel schon froh sein, wenn ich jeden Samstag eine Wochenrückschau schaffe. Hach, vielleicht wird es jetzt tatsächlich besser.
Immerhin ist heute erst einmal wieder ein Tagebuchbloggeintrag angesagt. Auf geht’s!
04:42 Uhr
Ich bin 18 Minuten vor dem Wecker wach und quäle mich aus dem Bett und ins Bad. Mit jedem Tag, den die Woche fortschreitet, fällt es mir schwerer, morgens in Gang zu kommen. Kein Wunder, denn seit rund drei Wochen habe ich nie mehr als 5 Stunden Schlaf pro Nacht, am Wochenende höchstens 6. Dafür arbeite ich 9 bis 11 Stunden im Job und danach in der alten oder manchmal auch in der neuen Wohnung, wobei mir letzters Freude macht, während die Arbeiten in der alten Wohnung zunehmend schwerer fallen, je länger sie sich hinziehen. Egal, einst wird es besser.
Im ansonsten leeren Flur installiere ich den Router und hoffe, dass das Lämpchen am Abend nicht mehr weiß, sondern grün leuchtet.
06:05 Uhr
Ich verlasse das Haus, muss aber noch einmal zurück, weil ich nach dem Lüften vergessen habe, die Balkontür zu schließen. Auf dem Weg zum Parkplatz wird noch schnell der Verpackungsmüll entsorgt. Dann starte ich in Richtung Garten.
Seit ich in der neuen Wohnung bin, haben sich die Morgenrituale grundlegend verändert, schon allein, weil ich einen völlig anderen Weg zur Arbeit nehmen muss/kann. Seit Dienstag habe ich eine weitere Änderung vorgenommen, weil ich mit dem Sohn vor der Arbeit eine Tasse Kaffee im Garten trinken möchte.
Im Garten wuselt der Sohn um mich herum, stellt einen Stuhl für mich auf die Terrasse, stellt mir Kaffee hin, packt einen Kohlrabi und eine Gurke aus eigener Ernte in meine Tasche und nimmt mir komplett die Ruhe mit seiner Wuselei.
Die Wäsche, die ich gestern spät noch aufgehängt hatte, ist noch nicht ganz trocken und darf noch im Garten bleiben. Heute ist der erste graue Tag seit Wochen, aber regnen wird es wohl nicht.
Bevor ich gehe, nehme ich noch den Anblick meines neuen Blumenbeetes mit.
In der Firma führe ich zunächst zwei Einzelgespräche. Manchmal brauchen das auch Menschen, die üblicherweise nicht in der Einzelbetreuung sind. Es wird deutlich, dass ich etwas bewegen konnte.
15:30 Uhr Wochenfeierabend – schön wäre es.
Ich quäle mich quer durch die Stadt zur alten Wohnung. Heute wollen wir die Küche leer räumen. Katl meint, das ginge schnell. Auch ich bin zuversichtlich. Allerdings werde ich unterwegs immer müder und stelle mir vor, falls die Katl noch nicht da ist, dass ich mich dann für 20 Minuten in den alten Sessel setze für ein kurzes Power Napping.
Als ich die Treppe herauf komme, stehen Katls Schuhe vor der Tür. Also nix mit Power Napping, erst recht nicht, als ich sehe, was Katl schon geschafft hat. Da hätte ich ein schlechtes Gewissen, mich jetzt auszuruhen.
Wir beraten kurz das weitere Vorgehen und ich bringe die Beutel für die Kleidersammung zum Auto. Durch das Treppauf-Treppab werde ich wieder munter.
Zwei Stunden später beenden wir unsere Räumaktion für diesen Tag. Ich muss dringend etwas essen, mir ist schon richtig übel. Zunächst flitze ich kurz vor Ladenschluss noch in den N-Markt, um noch ein paar Kleinigkeiten für morgen zu kaufen. Wirklich nur Kleinigkeiten. Dann steht der Sammelcontainer auf dem Plan. Bei jedem Beutel, den wir hinein werfen, denke ich, welch schöne Stücke die Bedürftigen da bekommen, wenn es denn wirklich Bedürftige bekommen. Man hört da so viel…
Dann endlich fahren wir zum Kino. Davor hat sich vor kurzem ein Döner-Bistro angesiedelt. Hier genießen wir unser Abendessen. Zu etwas anderem {Grieche oder Asiarestaurant} reicht die Kraft nicht mehr. Das Tischchen unter einem Lindenbaum ist an diesem Abend genau der richtige Platz für mich.
21:30 Uhr
Als ich zur Tür herein komme, zwinkert mir vom Router ein grünes Licht entgegen. Jippie, die Umschaltung hat funktioniert. Natürlich muss ich gleich noch das WLAN testen. Handy super schnell. Rechner etwas langsamer, was aber nicht an der Verbindung liegt, sondern an meinem Rechner-Veteran. Der ist mit seinen 15(!!!) Jahren nun mal nicht mehr der Schnellste. Da passt er zu mir. Ich bin nicht mehr in der Lage, diesen Eintrag zu Ende zu schreiben. Ich bin zu gar nichts mehr in der Lage, weil ich einschlafe, wo immer ich mich niederlasse. Außerdem ist mir mein provisorischer Computertisch {ein großer Umzugskarton} doch zu provisorisch. Ich kann so nicht schreiben.
Ich texte noch ein wenig mit meiner Schwester.
22:30 Uhr
Evchen ruft an. Das freut mich riesig und wir schwatzen eine ganze Weile. Wenn du fertig bist mit Einräumen und deine neue Wohnung wieder begehbar ist, komme ich Einzug feiern, sagt sie und lacht. Es ist schön, am Abend eines so vollgepackten Tages noch einmal von Herzen zu lachen.