12 von 12 im Januar 2021

12_von_12 gesammelt von Caro bei Draußen nur Kännchen.
Wie soll soll ich nur an einem Lockdown-Tag ganz allein zu Hause 12 Fotos zusammen bekommen? Klar, Kaffeetasse, Waschmaschine diverse Kochtöpfe und vielleicht das Strichzeug? Aber das habt ihr doch schon unzählige Male bei mir gesehen. Genau das bringt mich auif einen Gedanken.
Zuerst aber gibt es das Bild des Tages
12/365
Meine alten Druckerpatronen sind dermaßen so uralt, dass sich schon die Etiketten zusammenrollen, und nachdem ich am Wochenende noch diverse Aufgaben aus dem Lernsax ausgedruckt habe, damit die Mädels sie abarbeiten können, sind sie nun auch endgültig leer.

Tja nun, normalerweise wäre ich am Montag losgetobt, um neue Patronen zu kaufen. Aber Druckerpatronen gehören nicht zum täglichen Bedarf, dürfen also nicht angeboten werden. Welch ein Irrsinn. Zum täglichen Bedarf zählt nur, was man täglich kauft. Aber Dinge, die eine längere Lebensdauer haben, gehören nicht dazu, auch wenn man sie täglich nutzt. Das fiel mir schon im Dezember auf, als Muttis Toilettensitz entzwei ging. Da war es nicht möglich, einen neuen zu kaufen. Wir mussten einen bestellen, und bis der geliefert wurde, musste die Kleine Frau mehrmals täglich den gesprungen Sitz benutzen, immer in der Gefahr, sich daran ihren Poppes einzuklemmen. *kicher*
Und nun ist das mit den Druckerpatronen das gleiche. Wir brauchen sie dauernd, schon allein, um die Mädels zu beschulen. Was manche Lehrer ins Lernsax einstellen, ist dabei moch ein Thema für sich. Mit Unterricht hat das oft wenig zu tun. Hauptsache man beschäftigt die Schüler mit massenhaft Aufgaben, die man mit wenig Aufwand aus dem Netz kopiert oder man gibt einfach Lehrbuchseiten an: "Von Seite 20 bis Seite 30 alle Aufgaben" Was bitte soll das? Das hat doch mit Unterricht nichts zu tun. Viele Lehrer machen sich das sehr einfach, zu einfach für meinen Geschmack. Und dafür bnekommen die auch noch ihr volles Geld. Oder nicht?
Ich kenne auch Lehrer, die das anders handhaben, ganz anders. Im Interesse ihrer Schüler. Beispielsweise Regula, die sich für ihre SchülerInnen immer ganz tolle Sachen einfallen lässt. Aber sie gehört leider ganz offensichtlich zu einer Minderheit.

Weil ich nicht so recht wusste, wie ich 12 Fotos zusammenbekommen könnte, schaute ich mal, was mir vor einem Jahr eingefallen ist und musste lachen…
Diese Collage hatte ich damals gezeigt. und nun seht, was ich heute auf den Nadeln habe… Ein Patch aus dem Garnrest von damals.
Und an den Füßen… Eben jene Socken. Ich schwöre, das ist Zufall.

Wetter bietet immer interessante Vergleiche.
Heute und . Vor einem Jahr Vor drei Jahren…
180112_072803 Vor vier Jahren… Die letzten beiden Fotos zeigen übrigens die gleiche Straße.

Ich hoffe, dass ich im Februar mehr Gelegenheiten für aktuelle und aussagefähige Fotos haben werde.
Eure Mira

12 von 12 im Januar 2020
12 von 12 im Januar 2018
12 von 12 im Januar 2017

12 von 12 im Dezember

12_von_12
Caro sammelt wieder die 12 Fotos vom 12. des Monats.
Ich habe keine 12 Bilder zusammen bekommen, aber die ich habe, zeige ich euch gern.
Zuerst entzünde ich die Adventskerze, die uns anzeigt, dass wir den 12. Dezember haben.
Dann gibt es natürlich erst einmal wieder Tee.
Am Vormittag krame ich dieses Päckchen aus dem Kühlschrank.
Eine Süßkartoffel, zwei Kartoffeln und eine Zuccini werden geschnippelt, mit Salz und Pfeffer gewürzt, mit Öl beträufelt und 25 Minuten gebacken.
Inzwischen werden auch Hähnchenbrust und Zwiebeln angebraten.
Tadaaa, das Curry ist fertig. Und lecker ist das. Ich glaube, das koche ich jetzt öfter, vielleicht gelegentlich auch ohne Fleisch.
Zur Vesper gibt es Earl Gray mit Milch.
Dann schwelge ich in Erinnerungen. An dieser Stelle sollte ein Video gezeigt werden, aber es ist zu groß, um es bei WP hochzuladen. Vielleicht erstelle ich noch ein kleineres. Aber jetzt nicht.
Für das Abendessen schäle ich eine riesige Pomelo, die ich nur zur Hälfte schaffe. Dann bin ich satt.
Ich weiß, es ist noch nicht der 3. Advent, aber ich kann es nicht erwarten, die dritte Kerze anzuzünden.
Ganz zum Schluss werden noch die Pflichtsocken fertig.
Dann ist es Mitternacht. Ein weiteres Foto kann es von diesem 12. Dezember 2020 nicht geben.
Morgen ist der Sieben-Sachen-Sonntag an der Reihe, da kann ich die Kamera wieder quälen und eventuell auch euch, wenn ihr euch meine unprofessionellen Fotos anschaut.

In früheren Jahren

12. Dezember 2019
12. Dezember 2018
12. Dezember 2017

12 von 12 im November

12_von_12
Dieser 12. November war ein seltsamer Tag, einer, an dem ich viel Zeit mit sinnlosem Warten verbrachte und in diesen Wartezeiten nicht einmal schöne Fotos machen konnte. Trotzdem geht das Ganze jetzt noch zu Caro. Vielleicht interessiert es ja wen.

Einen feinen Earl Grey mit Milch möchte ich auf dem Balkon genießen. In aller Ruhe, bevor ich nachher die Mutti zum Arzt fahren darf. Da entdecke ich die Nachricht des Sohnes, in der er anfragt, ob ich ihn abholen und nach T. bringen könnte. In einer knappen Stunde. Da ist es mit der Ruhe vorbei.

Ich lasse einen sehnsüchtigen Blick zum blauen Himmel und über den sonnigen Hof gleiten, dann mache ich mich auf den Weg.

Vorm Haus des Sohnes muss ich das erste Mal warten, wenn auch nicht lange. Die Zeit reicht, um eine Ente zu beobachten. Ja, wir sind auf dem Land.

Weil ich durch die Aktion mit dem Sohn nun viel zu früh dran bin, es aber auch nicht mehr lohnt, nochmal heim zu fahren, warte ich das nächste Mal bei der Mutti darauf, dass wir in Richtung Arzt starten können. In der Zwischenzeit habe ich Order, am Fernseher etwas einzustellen, was mir natürlich nicht gelingt. Ich habe definitiv keine Ahnung von Fernsehgeräten, schließlich habe ich selbst nie einen besessen. Halt, diese Aussage stimmt nicht ganz. In den zwei Jahren meiner unrühmlichen Ehe gab es im Haushalt ein Fernsehgerät, das jedoch von meinem damaligen Mann beherrscht wurde. *hüstel*

Die nächste Wartezeit ist die, welche mich am meisten ärgert. Wir waren beim Arzt angekommen und die Mutti bestand darauf, dass ich mit ins Wartezimmer komme. Ich, die um Ärzte und erst recht um Wartezimmer am liebsten einen riesigen Bogen macht. In einer Zeit, da unnütze Menschenansammlungen verboten sind, erningelt sich die Mutti, dass ich mich mit Maske in ein volles Wartezimmer hocke. Mir geht es schlecht, ich bekomme schlecht Luft und infolgedessen Kopfschmerzen, aber erst nach einer Stunde, als ich es gar nicht mehr aushalten kann, erteilt die alte Frau mir die Erlaubnis, mich zu verziehen. Ich bin wüternd auf mich selbst, dass ich mich wieder so von ihr habe manipulieren lassen. *grrrrrrr*
Im Auto, wo ich ohne Maske wieder frei atmen kann und im Handumdrehen meine Kopfschmerzen los bin, mache ich es mir gemütlich und stricke ein paar Runden. Diese zweite Wartestunde vergeht wie im Flug.

Auf dem Rückweg fahren wir noch zu einem Schlüsseldienst. Die Mutti will einen Schlüssel kopiert haben, damit sie den bei Gelegenheit dem Notdienst geben kann. Sie hat sich inzwischen dazu durchgerungen, einen Notfallknopf zu beauftragen. Nun soll ich eben diesen Schlüssel besorgen. Sie weiß ganz genau, dass die anderen das immer da hinten haben machen lassen. Ich weiß, dass der Schlüsseldienst "da hinten" keine Schlüssel von Schließanlagen kopiert. Aber die Mutti weiß es mal wieder besser. Also fahren wir da hin, damit sie von dem freundlichen Herrn da im Laden erfährt, was sie mir unter keinen Umständen glauben wollte.
Die Wartezeit, als die Mutti Kartoffeln aufgesetzt hat, weil ich unbedingt noch mit essen soll, vertreibe ich mir, indem ich mit der Schwester telefoniere. Bei Mutti ruft sie nämlich jeden Tag an, während sie mit mir immer nur per WhatsApp textet. Das tut sie auch jeden Tag und das ist auch schön, aber manchmal fehlt es mir, mal mit ihr zu reden. Deshalb nutze ich das aus.

Es ist mittlerweile fast 15 Uhr, als ich endlich meiner Wege ziehen kann.
Ich sorge für Proviant für die Dienstreise. Eine ganze Woche in der "Fremde ", wo keine Gaststätten geöffnet sein dürfen und ich im winzigen Hotelzimmer zwar übernachten darf, weil das Beherbergungsverbot zum Glück nur für Touristen gilt, wo ich aber keine Kochgelegenheit habe. Also brauche ich Verpflegung, für deren Zubereitung eine große Tasse und ein Wasserkocher ausreichen. Die habe ich nun.

Den Mangosaft muss ich natürlich gleich einmal ausprobieren, damit ich weiß, ob ich da vielleicht noch ein paar Packungen mehr kaufe. Ja, den gibt es leider nicht in Flaschen. Lecker ist er trotzdem.

Bevor ich mich für den Abend niederlassen kann, ist noch einiges zu tun, zum Beispiel Blumen gießen. Meine Weihnachtskakteen sind noch nicht so weit, wie Illys {ich finde den Einzeleintrag gerade nicht}, aber ich freue mich an den dicken Knospen.

Der Wäscheständer steht jetzt im Wohnzimmer.

Und die Kleider hängen im Bad. Da werden sie über Nacht trocken, hoffe ich.

Schnell noch die Tee-Reserven auffüllen. [ACHTUNG: Unbezahlte Werbung] Die Mädels in Torgau hatten immer so schöne Trinkflaschen. Ich fragte, wo sie diese her haben und erhielt zur Antwort: Internet Ich sah mich da um, entschied aber, dass mir rund 25 Euro für eine Trinkflasche zu teuer sind. Ein paar Tage später entdeckte ich beim N-Markt im Kühlregal bei den Direktsäften drei leckere Sorten in tollen bemalten Glasflaschen mit Schraubdeckel. Da brachte mir mir in den folgenden Tagen immer eine andere Flasche mit. Der Saft ist richtig, richtig lecker. Und die Flaschen nutze ich seither als Tee-Trinkflaschen.
Man kann den Tee direkt in der Flasche aufgießen und wenn man danach die Teebeutel entfernt und den Deckel zuschraubt, zieht er sich beim Erkalten zu und die Flasche ist dicht verschlossen. Finde ich gut.

Zum Abendessen gibt es Baguette. Und dann beginnt der Strick- und Fernsehabend.
Dass ich kein Fernsehgerät habe, heißt ja nicht, dass ich nicht ab und an die Mediatheken bemühe, um Filmchen zu gucken. Also dann…

12 von 12 im Oktober

12_von_12
Sowas aber auch. Da habe ich wie wild fotografiert, damit ich für diesen schönen Montag eine genügend große Auswahl an Fotos habe und dann lasse ich das Handy liegen und kann die Bilder gar nicht rechtzeitig zu Caro bringen. Hachzzz.
Wie ihr wisst, trinke ich gern morgens einen Kaffee auf meinem Balkon. Diesmal war meine weiße Bank schon "besetzt"

Auch auf dem Wäscheständer herbstelt es.

Damit uns die vorwitzigen Blätter nicht gar noch in die Kaffeetassen fallen oder auf dem Frühstücksbrot landen, wird der Tisch eben drinnen gedeckt. Nicht so romantisch mit Kerzenlicht, wie bei Katl, dafür aber altmodisch und märchenhaft {siehe Teller}.

In diesem Zug sitzt die Lieblingsnichte und wird gleich Richtung Heimat starten.

Ich bleibe allein zurück. 🙁

Vom Rande {von der obersten Ebene} betrachte ich das bunte Leben und Treiben. Die Werbung ist rein zufällig auf dem Foto gelandet, lässt sich aber nicht vermeiden. Egal von welchem Platz aus man in die Promenaden hinein fotografiert, irgendwelche Leuchtreklamen sind immer zu sehen.

Da wende ich mich dann doch lieber um 180° und gönne mir einen Rückblick in die Kinderzeit, als ich für Modellbahnen schwärmte.

Ein paar Meter weiter gibt es noch etwas Bahnromantik.

Ich glaube, das Parkhaus im Hauptbahnhof ist das günstigste der ganzen Stadt.

Nun lade ich die Katl zum Ente-Essen ein.

Ein Mitbringsel vom Weimarer Zwiebelmarkt.

Weil ich schon Frühstück und Mittagessen hatte, gibt es statt Abendbrot nur noch gesunde Naschereien aus dem Garten.

Und das waren sie wieder, meine 12 von 12 im Oktober.
Bis zum nächsten Mal
bleibt gesund
Eure Mira

In früheren Jahren

12. Oktober 2019 Oups, Bild Nr. 1 ist schon sehr, sehr ähnlich.
12. Oktober 2018
12. Oktober 2017

12 von 12 im September

12_von_12
Wie immer gesammelt von Caro, der ich dafür herzlich danke.
Frühstück auf dem Balkon. Da ich nur Milchkaffee frühstücke, geht das mit der kleinen Leiter als Tisch.Die Bank möchte schnell noch geputzt werden. Die ist ja völlig verkleckert.
Dann ist auch schon die erste Trommel Wäsche fertig und kann in der anderen Ecke des Balkons vor sich hin trocknen.
Ich probiere indessen die neuen Kleider an, von denen leider kein einziges passt. Das liegt leider nicht daran, dass ich mich beim Bestellen in der Größe vertan hätte {das könnte man ja korrigieren}. Nein, es liegt einfach daran, dass die Schnittdesigner überhaupt nicht auf die Idee gekommen sind, dass Frauen, deren dicke Hintern eine Größe 52/54 benötigen, vermutlich auch eine passende Oberweite haben. Die Kleider passen in der Taille und haben um den dicken Pops herum noch angenehm viel Spiel. Nur um die Brust herum sind sie teilweise schmaler als an der Taille. A-Form. Passt mir nun mal nicht.
Auf dem Weg zum Auto werde ich kritisch beobachtet. Wo will sie denn bloß hin? Und was hat sie da Knisterndes in dem großen Beutel? {Lehrgut, denn die Mutti will zum N-Markt. Das nutze ich gleich zum Entsorgen.}
Nach dem N-Markt fahren wir noch ins Paunsdorf Center. Und das ist die Ausbeute:
Das nasche ich natürlich nicht selbst, sondern bringe es meinen Leuten mit, die auf einem Tischchen bunte Teller und Schüsseln angerichtet haben, zu deren Füllung ich ein wenig beitragen will. Und der Kaffee ist für die Jungs, die in der letzten Woche jeden Tag für mich Kaffee mitgekocht haben.
Interessant, was ich in der Drogerie alles bekommen habe für nicht mal 10 Euro. Da kann ich mich mit der Haarpflege austoben.
Dem Rechner, den der Schwager vorletzte Woche für mich aufgemotzt hat, spendiere ich noch eine neue Maus samt Tastatur. Ich kann mit Laptop-Tastaturen nicht wirklich schreiben, vertippe mich andauernd, verrrutsche in den Zeilen und verliere deshalb sehr schnell die Lust an längeren Texten. Und die alte Maus war einfach nur gruselig, was auch der Grund war, warum ich am Samstag Morgen den Eintrag zum Samstagsplausch abgebrochen hatte. Das war einfach kein Arbeiten. Nun aber!
Daheim prangt in seiner ganzen Hässlichkeit ein Zettel an der Haustür. Ab der nächsten Woche werden die Balkonbrüstungsabdeckungen erneuert und man soll doch bitte sämtliche Anbauten und Blumenkästen entfernen. Ich hab dieses Jahr keine, finde es aber trotzdem heftig, diese Ankündigung zwei Tage vor Beginn der Arbeiten anzubringen. Die meisten Mieter haben ihre Balkons sehr liebevoll gestaltet und bepflanzt. Das muss nun alles herunter gerissen werden. Und was, wenn jemand verreist ist und dieses Wochenende den Zettel gar nicht sieht? Nicht schön! Rücksichts- oder zumindest gedankenlos. Wie so Vieles.
Schnell verpacke ich noch zwei Paar Socken und hätte mal beim Fotografieren besser auf den Lichteinfall achten sollen.
Und dann…
…bin ich auch schon wieder unterwegs. Es herbstelt. Sieht aber schön aus, so im Abendlicht.
Zum Herrnholz. Ich bin angekommen.
Ein wunderschöner Abend nimmt seinen Lauf und endet erst weit nach Mitternacht.

12 von 12 im Septembert 2017

12 von 12 im August

12_von_12
Für die Linkliste bei Caro bin ich eine Woche zu spät. Aber ich habe die Fotos nun einmal gemacht und auch schon verkleinert. So will ich sie auch noch zeigen und den Beitrag zwischen die anderen mogeln.
Ein letztes Mal durch den Wald zur Arbeit. Den Weg genießen. Ach ja.

An der Haustür schnell den Blumenpott vorschieben, damit die Tür offen bleibt.
Aus dem Haus kommt mir ein Schwall warme, abgestandene Luft entgegen. Dabei sieht es im Hausflur doch so schön frisch aus, oder?
Im Büro alle Fenster auf, damit die noch etwas kühlere Luft durch die Räume wehen kann. Hoffentlich erkältet sich in der Zugluft niemand. Dann wird der Mini-Kühler mit Wasser aufgefüllt.

Im März dachte ich, ich würde niemals wieder einen dieser Kalender auf einen 12. umstellen und ablichten können. Und nun doch.

Dann endlich Kaffee. Ihr kennt die Tasse? Ja, die habe ich mit auf die Dienstreise geschleppt. Das musste sein!
In der Pension gibt es erst ab 8 Uhr Frühstück. Da bin ich längst im Büro. Deshalb gibt es nun eben endlich Kaffee.

In diesem Haus hat jemand einen absolut grünen Daumen. So sieht es im ersten Stock auf dem Flur aus. Auch in den Waschräumen, überall stehen riesige Pötte mit noch riesigeren Grünpflanzen herum. Herrlich.

Zum Feierabend mache ich mich auf den Heimweg. Da hätte ich doch beinahe den Firmenschlüssel mitgeschleppt. Das wäre fatal geworden. Deshalb schnell nochmal zum Haus zurück und den Schlüssel abgeben. Dann aber ab auf die Landstraße.

Drei Stunden und knapp 200 km später lande ich bei Katl, die Gurkensuppe für uns gemacht hat. Hmmmm. Lecker. Und das Beste an so einem heißen Augusttag.

Warum ich zu Katl gefahren bin, statt direkt nach Hause? Weil die gute Seele meine Päckchen entgegen genommen hat und in einem davon meine eigene Mini-Klimaanlage drin war, die wir natürlich sofort ausprobierten.
In dem anderen Päckchen steckten diese schönen Schuhe. Ich hätte sie mir gern in Schwarz bestellt, aber da waren sie in meiner Größe nicht aufzutreiben. Vielleicht später mal.
Zur Erfrischung tischte Katl noch Tomaten aus Helgas Garten auf.
Zuletzt entspannten wir uns noch mit ein paar Runden Socken stricken, wobei ich der Katl die Fixe Ferse erklärte.
Dann aber zog es mir die Augen zu und mich endlich ganz nach Hause.

12 von 12 im August 2017
12 von 12 im August 2018

12 von 12 im Mai

12_von_12
Ein Dienstag daheim, wie geschaffen für die 12 von 12 von Caro.
Den ganzen gestrigen Tag und die halbe Nacht hat es geregnet. Aber kurz nach 6 Uhr an diesem Dienstag Morgen lunst die Sonne um die Hausecke.
Das Auto empfängt uns mit einer dicken Eisschicht und festgefrorenen Tropfen auf allen Scheiben.Das hätte sicher ein paar schöne Fotos gegeben, doch wir hatten es eilig. Also kratzte der Sohn die Frontscheibe und die vorderen Seitenscheiben frei und wir machten uns auf den Weg.
Auch kurz nach 7 Uhr lag noch überall Reif auf den Gräsern.
Trotz der Kälte sorgte der blaue Himmel für eine Art Urlaubsfeeling.
Einen ganzen Einkaufswagen voll Leergut brachte ich zum N-Markt……und kaufte dafür Radieschen, gekörnten Frischkäse und ein sehr dunkles Körnerbrot.
Zum Glück war ich noch ncht weit gekommen, als der Sohn anrief und doch noch Gerätschaften brauchte, die ich seit letzter Woche wegen seiner diversen Termine im Auto spazieren fahre. Also fix noch mal hin zu den bereiften Gräsern.
Wieder daheim frühstückte ich erst mal in aller Ruhe. Dann meldete sich auch schon das Telefon. Ein paar Kleinigkeiten waren wegen des Projekts noch zu besprechen. Es sind inzwischen immer nur noch Kleinigkeiten, die uns noch einfallen.
Gegen Mittag telefoniere ich mit dem Sohn, um die Feinplanung für den Nachmittag zu besprechen, damit ich alle Termine mit dem geringst möglichen Zeitaufwand verbinden kann, möglichst mit wenig Fahrerei. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert. Im Ernst, wenn viele, scheinbar unvereinbare Termine aufeinander fallen, dann liebe ich das tatsächlich, alles so zu koordinieren, dass für alle das beste dabei heraus kommt. Ganz besonders, wenn dann noch Unvorhergesehenes einzubauen ist.
Der ursprüngliche Plan hieß:
14 Uhr Mutti abholen,
dann Sohn abholen,
dann Sohn zum Termin
inzwischen mit Mutti zur Bücherei
danach Sohn wieder abholen
zuletzt alle nach Hause.
Bei unserem mittäglichen Telefonat eröffnete mir der Sohn, dass er noch ein Gerät benötigte, welches ich bei einem Bekannten abholen und ihm mirbringen könnte. Als die kleine Frau ins Auto stieg, konnte sie kaum sprechen, weil sie nach einer noch nicht abgeschlossenen Zahnbehandlung vom Montag jetzt starke Schmerzen hatte.
Also:
14 Uhr Mutti abholen erledigt.
Nun das Gerät abholen, was kontaktfrei funktionierte, weil das Gerät schon am Zaun lehnte, als wir da ankamen. Die kleine Frau litt sichtlich, weshalb ich sie gern zum Zahnarzt gebracht hätte, aber sie wollte nicht. Also nun Sohn abholen. Auf dem Weg dorthin, stellte sie fest, dass wir ja beim Zahnarzt direkt vorbei kamen und wollte nun gern auf dem Rückweg doch dorthin. Wie gut, dass sowohl der Sohn, als auch ich {woher er das wohl hat?} immer mit riesigen Taschen unterwegs sind und den halben Hausstand mit uns herum schleppen, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. So konnte die kleine Frau beim Sohn auf Arbeit schnell noch Zähne putzen und Mund spülen, bevor wir sie beim Zahnarzt absetzen. Dann brachte ich schnell den Sohn zu seinem Termin und als ich von da zurückkehrte kam mir die Mutti mit leuchtenden Augen entgegen. Ich bin sofort dran gekommen. Mir geht’s wieder gut.
Nun konnten wir endich zur Bücherei gehen, die in diesem schönen alten Haus untergebracht ist.Wie alt es ist, kann man an diesen Fragmenten des alten Türbogens ablesen, die bei der Restaurierung wieder eingesetzt wurden.
Normalerweise ist der Gang zur Bücherei für uns immer ein kleines Erlebnis. Es macht einfach Spaß zwischen den Regal zu stöbern und immer wieder Bücher zu entdecken, die dort zwar schon länger stehen, die man aber selbst noch nie gefunden hatte. Mir als altemn Bücherwurm {ich habe vor Urzeiten mal Buchbinder gelernt} ist es schon ein Genuss, über die Seiten zu streichen. Und der Geruch der Räume nach Holz und Papier, herrlich.
Diesmal war leider alles anders. Man wurde aufgefordert, pro Haushalt nur zu zweit einzutreten, gut, das hatten wir ja. Und sich nicht länger als unbedingt nötig aufzuhalten, also rein, gelesene Bücher auf den Tresen werfen, neue aus dem Regal zerren und wieder raus. Und das alles mit bedecktem Mund samt Nase. Ich wollte nur abgeben und keine neuen Bücher ausleihen. Heute nicht. Nö. So deutete ich der Mutti an, dass ich draußen warte, setzte mich in der Gasse auf eine Bank und genoss den Anblick der Stadtbegrünung.
Als die Mutti aus der Bücherei kam, holten wir uns vom Eiscafé um die Ecke eine Leckerei. Die kleine Frau stand etwas hilflos mit ihrem Eis auf der Straße. Und wo essen wir das nun? Ich lotste sie wieder zu der Bank, wo ich schon auf sie gewartet hatte. Normalerweise sind dort auf einem Fuß drei Sitze montiert. In diesen unnormalen Zeiten hat man den mittleren Sitz abmontiert, damit sich Menschen, die sich dort ausruhen wollen, auch gewiss nicht zu nahe kommen. Immerhin bot das Gestell noch Platz für unsere Eisbecher.
Nachdem ich die Mutti heim gebracht und den Sohn wieder abgeholt hatte, brachten wir noch das ausgeliehene Gerät zurück. Am Rand der Stadt bei den Feldern zauberte der blauweiße Himmel wieder eine wundersam Stimmung. Ohne die beiden Oberleitungen hätte das Bild etwas unwirkliches, oder?
Ebenso zauberhaft war das grün-goldene Abendlicht auf meinem Balkon.
Ich kramte meine Strickschrift heraus, die ich nach einem Tipp von Romy zum Code-Stricken angefertigt hatte. ich werde sie noch einmal umtüfteln müssen, da sie so, wie ich sie hier aufgeschrieben habe, nicht funktionieren kann. Aber das Bündchen der neuen Sommersocke kann ich ja schon mal stricken.

12 von im Mai 2017

12 von 12 im April

12_von_12
Heute kommt einiges zusammen. Da sind die 12 von 12 von Caro. Außerdem ist Sonntag, für den es verschiedene Aktionen gibt, die ich sehr mag. Tja, und Ostern ist ja auch noch. Hach.
Beginnen wir mit den 12 Fotos für den Tag.
Kurz nach 7 Uhr startete ich mit dem ersten Milchkaffee aus meiner Meeres-Sehnsuchts-Tasse und dem aktuellen Sockengestrick auf dem Balkon.
Am Abend zuvor hatte ich noch angekündigt, im Garten frühstücken zu wollen, aber die Nacht war scheußlich gewesen und Rückenschmerzen hatten mich früh aus dem Bett getrieben und verhinderten nun, dass ich mich richtig bewegen konnte. Da mochte ich an den Fußweg zum Garten {auch wenn er kurz ist} nicht denken und schlurfte hinaus auf den Balkon.
Lange hielt ich es dort nicht aus, weil es noch recht frisch war.
Ich zog an den Rechner um und sortierte Fotos. Damit hatte ich neulich begonnen, als ich Meeresfotos suchte. Es braucht eine Menge Zeit, weil ich doch immer wieder in schöne Erinnerungen abdrifte. In Zeiten wie diesen habe ich dafür endlich einmal Zeit oder nehme sie mir.
Weil ich auch auf dem Stuhl am Rechner nicht lange sitzen konnte, zog ich, wieder mit dem Strickzeug, auf die Couch um.
Hier war erst einmal Ribbeln angesagt. Ich hatte mich um eine Musterreihe vertan, dies aber erst einen ganzen Mustersatz später bemerkt. Nicht schlimm, es waren nur 6 Runden.
Ich hatte die Maschen noch nicht wieder aufgenommen, als die Mutti zurück rief. So war es Zeit, sie in den Garten zu holen. Auf dem Weg dorthin fiel mir auf, dass die Tulpen hinter dem Haus aufgeblüht waren. Schaut mal, wie schön.
Im Garten saß seltsames Getier im Gras. Warum haben Marienkäfer weiße Punkte, statt schwarzen? Und seit wann legen Hühner violette Eier? Mutti hatte sich gewünscht, bunte Eier im Gras zu finden, aber dann hat sie nicht einmal hingeschaut. Na, der Sohn fand die Eier und auch diverse Käfer und freute sich. So kann man auch erwachsenen Kindern noch Freude geben.
Die Schwester wusste nicht, wie Goldlack aussieht. Deshalb nahm ich ein Foto für sie auf und schickte es in die Pfalz. Den betörenden Duft dieser Pflanze konnte ich leider nicht mitschicken. Er ist ohnehin noch schwach, weil die meisten Knospen noch fest verschlossen sind.
Dafür duftete etwas später der Kaffee an der frischen Luft {besser, als er schmeckte}. Vielleicht lag es auch an meiner Einstellung, dass mir der Kaffee nicht schmeckte. Ich hatte auch keine Lust auf Pralinen, weil ich in den letzten Tagen für meinen Geschmack schon viel zu viel Süßes gegessen hatte. Mutti war deshalb ein wenig enttäuscht, aber ich kann es ihr derzeit sowieso nicht recht machen, was vermutlich an der angespannten Gesamtsituation liegt, die uns alle belastet, weil sie unterschwellig immer und überall präsent ist.
Super lecker war hingegen die Vitaminbombe, die der Sohn uns verordnet hatte, damit wir fein gesund bleiben.
In Vorbereitung auf das Abendessen war Schnippeln angesagt. Der Sohn hatte sich Gurkensalat gewünscht. Noch bevor dieser fertig war, kam der Nachbar und stellte einen Teller auf dem Wasserfass ab. Schön weit weg, wegen des Abstands.
Er hatte gegrillt, ganz für sich allein und musste nun auch für sich allein essen. Aber er wollte, dass wir 200 Meter weiter zur gleichen Zeit mit ihm essen und uns so etwas Gemeinsamkeit erhalten. Der Teller war randvoll, mir fiel aber erst ein zu fotografieren, als wir uns schon auf die Cevapcici gestürzt hatten. Oder waren es eher Pljeskavica? Wahrscheinlich, denn es war keine Petersilie daran. Egal, die Hackröllchen haben super geschmeckt, was man an dem fast leeren Teller erkennen kann. Mutti schüttelte sich allerdings vor den Sprotten und auch der Sohn hatte keinen Appetit auf Fisch. Das war auch ganz gut so, denn ich hatte ja noch die feinen Hähnchenbrustfilets eingelegt. Von denen blieb, wie man sieht, auch ein Berg übrig. Alle geworden ist nur der Gurkensalat.

Und dann wurden mit einem Mal auch die Sonnenstrahlen alle, weil die Wolken sich zusammen ballten.
Das ist dann immer der Punkt, an dem die Mutti sich in ihre Strickjacke wickelt, anfängt, grimmig dreinzuschauen und schlagartig nach Hause gebracht werden will. Ich tue gut daran, diesen Anzeichen zu folgen, bevor sie ganz ningelig wird.
Allerdings kehrte ich danach noch einmal in den Garten zurück und strickte noch ein paar Runden, bis es dafür zu dunkel wurde. Alles in allem war es ein schöner Sonntag. Kein besonderer Ostersonntag, aber ein Sonntag, wie ich viele in den letzten Jahren hatte und sicher noch viele haben werde.

12 von im April 2018

12 von 12 im März

12_von_12 von Caro

Gleich nach der Morgentoilette wird noch der Koriander versorgt, ausgelesen, gewaschen und zusammen mit diversen Gemüsen in ein Glas gefüllt.
Außerdem landet noch ein Klecks Ziegenfrischkäse in der Bowl.
Und als Topping oben drauf ein paar Kichererbsen.
Beim Lüften offenbart ein Blick unter das Fester diese Schönheiten.
Auf dem Weg zum Auto schnell noch einen Miniumweg um das Haus herum, um auch noch die anderen Farbtupfer in der ungepflegten Wiese aufzunehmen. Sie tun mir gut in dieser stressigen Zeit.
Ebenso gut tun rosa Wolken und ein blasser Mond…
…und am Rand des Parkplatzes ein paar Tupfen Gelb.
Als ich in der Firma den hässlichen kalende auf die 12 stellte, wusste ich noch nicht, dass es {Dank Corona} das letzte Mal sein würde.
Bei den Kollegen der Toys Company nahm ich mir ein Andenken mit.
Die Straßen sind leer. Es gibt kaum Feierabendverkehr und ich bin früh zu Hause. Ob ich am Abend wohl diese Socke fertig bekomme?
Erst mal schnell das Abendessen schälen und schnippeln.
Und dann, ein paar Stunden später… Tataaa. Fertig und gleich noch die zweite Socke angeschlagen. Nun aber fix ins Bett, denn morgen wird es wieder stressig.

März 2019
März 2018

12 von 12 im Februar

12_von_12 von Caro.
Das tue ich gern, auch wenn ich wieder einmal nicht weiß, ob ich über den Tag Gelegenheit zu 12 Fotos haben werde. Ich will es gern versuchen.
Das Morgengrauen ist nicht grau und der Silberstreif am Horizont ist nicht silbern. Doch es ist schön, dass es schon langsam hell wird, wenn ich das Haus verlasse.

Beim Morgenritual am Kaufmannsladen liegt ein rosa Hauch über den Dächern.

Schnell habe ich noch etwas Pausenversorgung eingesammelt, in der Hoffnung, dass ich Pausen haben werde.

Noch ist es winterlich kahl am Flüsschen. Die dicken Knospen lassen den Frühling schon erahnen.

Das Sonnenlicht macht Gute Laune auf dem Heimweg.

Der strahlend blaue Himmel auch. Bei solchen Bildern denke ich immer: Auf den Dächern hockt ein satter Gott und predigt von Genügsamkeit. Genug ist nicht genug. Oder hier noch einmal fast 40 Jahre später.

Vor Muttis Haus blühen die Schneeglöckchen, fast meint man, sie bimmeln zu hören.

Und ein Primelchen. Von weitem dachte ich, wegen der Farbe, es wären Veilchen.

Mutti hat wieder für mich gekocht. Ich liebe Suppen, und wenn ich zu ihr komme, um sie zum Einkaufen abzuholen, hat sie immer etwas Leckeres für mich.

Die Blumen, die ihr am Morgen im Einkaufswagen gesehen habt, bekommen endlich Wasser. Nun wird es nicht mehr lange dauern, bis sie in leuchtendem Gelb erstrahlen.

"Haben Sie jetzt den schönen Abendhimmel fotografiert?" fragt mich eine Frau vor dem N-Markt. Ja, hab ich. Wir schwatzen kurz über die Natur und den Frühling, bis sie ihre Einkäufe verstaut hat und sich auf ihr Fahrrad schwingt, während ich Mutti nachlaufe in den Markt.

Daheim empfängt auch mich strahlendes Gelb. Die Forsythienzweige, die der Sohn mir neulich mitgebracht hat, sind inzwischen aufgeblüht.

Und das waren sie, meine 12 von 12 im Februar 2020.

12 von 12 im Februar 2019
12 von 12 im Februar 2017