Samstagsplausch {08.08.2020}

{01.08.2020}
Und schon haben wir AUGUST. Tja.
Andreas Thema im heutigen Samstagsplausch heißt zu viel.
Zu viel zu tun hatte ich heute Morgen, so dass ich nicht gleich in der Früh zum Plaudern kam.
Geschrieben am: 1. August 2020 von Mira Wunder

Und dabei blieb es. Warum? Weil nicht nur der Samstag, auch der Sonntag vollgepackt war. Sehr schön, aber eben voll. Zu voll für Samstagsplaudereien.

{08.08.2020}
Und damit sind wir beim aktuellen Samstag angekommen und bei Andreas neuem Thema. Die Fundholzkreationen ihrer Schwester sind einfach zauberhaft. Und schon wieder tanzen mir Geschichten durch’s Hirn.
Und sonst so?
Die Woche insgesamt
Solche Wochen hätte ich gern öfter. Hab ich schon mal geschrieben, nach meiner Dienstreise nach Cottbus. Diese Woche jetzt in Weißwasser war rundum noch schöner, einfach weil die Unterkunft traumhaft im Wald an einem See gelegen war und damit jeder Feierabend sich wie Urlaub anfühlte.

Jobs und Co.
Wie gesagt, Dienstreise. Der Chef hatte eine Idee. Und mir kommen dazu ganz krause Gedanken. Was, wenn er mich fragt… Ach, ich denke da jetzt einfach nicht drüber nach, freue mich an den Veränderungen und warte erst einmal ab, was sich noch so ergibt.

Die Kleine Frau
…ist nicht nur eine kleine, sondern leider auch eine alte Frau. Manchmal merkt man das sehr deutlich und manchmal kann ich nicht besonders gut damit umgehen. Zum Beispiel dann nicht, wenn ich nach einer Woche Dienstreise heim komme, am Sonntag wieder Taschen packen und am Montag schon um vier wieder losfahren muss, es draußen 36°C im Schatten hat und die Kleine Frau unter allen Umständen um die Mittagszeit in den Garten will, der in der prallen Sonne liegt. Nee, dann eben nicht.

Für die Plauderrunde bei Andrea ist es wieder einmal zu spät, aber veröffentlichen will ich den Beitrag schon noch. Als Erinnerung für mich.

Samstagsplausch {25.07.2020}

Der 25. Was war da noch? In meinem Kopf geistert der 25. herum als ein Tag, an dem gleich mehreres anlag. Aber was?
Ach ja, Guten Morgen erst einmal. Lassen wir uns bei Andrea nieder und plauschen wir ein wenig.

Jetzt…
…ist bereits Nachmittag und ihr habt die Plauderrunde bereits wieder ver- und interessante Einträge hinterlassen. Ich habe mich heute verzettelt, denn zuerst wollte ich ein Samstag-Guten-Morgen-Bild aufnehmen.Als ich dieses dann an den Rechner übertragen wollte, stellte ich fest, dass auf dem Handy schon wieder kaum noch Speicherplatz frei war, was überwiegend den unzähligen WhatsApp Bildern geschuldet ist, die andauernd hier eintrudeln. Also rief ich den entsprechenden Ordner auf und begann zu sortieren. Einige Fotos und Videos kommen natürlich ins Archiv. Familie, Freunde, Interessantes. Das meiste aber kann nach Betrachtung gelöscht werden. Nur steckt es ja zunächst alles in einem Verzeichnis, und das Sortieren braucht Zeit.
Dann rief noch die Lili an und wir kamen mal wieder vom Hundersten ins Tausendste. Naja.

Die Woche insgesamt
Durchwachsen war sie, die Woche. Das kann ich leider nicht anders sagen. Auch hatte ich mehrfach so etwas, wie "meinen Moralischen" und wusste gar nicht so recht, wohin mit mir. Teilweise hab ich Lili davon erzählt, teilweise der Katl. Aber ich will ja auch niemanden damit belasten, zumal es gar keinen echten Grund gibt, knautschig zu sein. Nur eben so seltsame Gefühle. Hachzzz.

Jobs und Co.
Nachdem ich den Termin von Montag auf Dienstag verlegt hatte, fragte ich bei der super lieben Chefin nach, wie sie es denn gern hätte, ob ich den zweiten Tag gleich am Mittwoch absolvieren soll, oder lieber erst am Donnerstag. Sie entschied sich für Mittwoch, so dass ich nun mal 2 Tage nacheinander dort war. Am zweiten Abend fragte ich mich, wie ich das die vielen Jahre geschafft hatte, Vollzeit und nahezu ohne Urlaub auszukommen. Und ich fragte mich, wie ich das in Zukunft schaffen will, wieder Vollzeit zu arbeiten. Dabei ist das doch gar kein Problem, schließlich mache ich das auch, wenn ich auf Dienstreise bin. Da weiß ich ja, dass es klappt. Weshalb also die Grübelei?
Den Donnerstag verbrachte ich überwiegend am Rechner, indem ich mich den Steuererklärungen für Mutti und Sohn widmete und natürlich meiner eigenen. Fertig bin ich noch nicht, weil bei den beiden noch Belege fehlten und bei mir so viele, viele Belege einzutragen sind. Soll ja schließlich alles ordentlich werden.
Für das Projekt sind nun endlich alle Genehmigungen erteilt. Ab jetzt liegt es nicht mehr in unserer Hand, ob es erfolgreich wird. Aber ich denke schon. Warum auch nicht? Wir haben so viel dafür getan.
Für eine Dienstreise im September kamen die Verträge bei mir an. Zweieinhalb Wochen Aufträge sind gesichert.
Für einen weiterenen Auftrag kam eine telefonische Anfrage und ich habe zugesagt. Danach fragte ich mich dann, ob das so richtig war. Ja, klar, ich muss und vor allem ich möchte arbeiten. Aber die Kleine Frau wird ningeln. Ihr gefiele das besser, wenn ich nicht arbeiten würde.
Apropos…
Die Kleine Frau
Wie ihr wisst, ist die Kleine Frau schon manchmal ganz schön nervig. Am Montag waren wir nun beim Chirurgen. Der OP-Termin ist aber erst im August. Passt ganz gut.
Ich fragte sie, ob sie denn nicht mal wieder einkaufen möchte. Sie brauchte nichts. Das sagte sie mir auch auf meine Nachfrage am Mittwoch und am Donnerstag. Am Freitag fiel ihr plötzlich ein, dass sie eine Liste hat und in den Kaufmannsladen möchte. Aha!
Für Freitag war auch Grillen plus Lagerfeuer geplant. Das muss ich vorher ansagen, weil sie sonst just in dem Moment nach Hause will, in dem der Grill angeheizt ist und die Roster drauf liegen. {Wäre nicht das erste Mal.} Also gibt es die spontanen Gartenparties bei uns nur mit Antrag. *kicher* Am Donnerstag meinte sie dann, ob ich daran denn noch festhalten wolle, schließlich werde es bis Sonntag regnen. Das haben die hier gesagt! Auf meine Frage, ob sie es gern um eine Woche verschieben wolle, stimmte sie sehr erfreut zu. Am Freitag Vormittag rief sie dann an: Heute wird ein sehr schöner sonniger Tag. Das sagen die hier! {Die sind diverse Fernseh- oder Radiosender, und der Mutti ist es sehr egal, für welche Region dort das Wetter vorhergesagt wird. Wenn es ihr in den Kram passt, dann wird das Wetter so!} Also war ich wieder am Herumtelefonieren, Umdisponieren und durfte sie letzten Endes um die Mittagszeit zum Kaufmannsladen bringen und 16.30 Uhr in den Garten holen.
Und, was glaubt ihr, wie das lief? GENAU! Pünktlich, als das Grillgut auf dem Rost lag, zog Mutti ihre Strickjacke über, weil es sooo kalt geworden ist. {Es war ca. 18.30 Uhr und es herrschten noch 24°C} Und kaum, dass wir dann gegessen hatten, fing sie an ab- und einzuräumen, denn wir fahren jetzt nach Hause!!! und sprengte damit die ganze schöne Runde. Kein Gedanke mehr an Lagerfeuer. Sie will gehen und dann müssen auch alle anderen nach Hause, weil es nicht sein kann, dass noch jemand bleibt, wenn sie entschieden hat zu gehen. Nunja. Ein weiterer Punkt auf der Merkliste, denn das ist nicht das erste Mal. Im Gegenteil, es ist ihre Masche. Sie hat diese Show schon zum Geburtstag des Sohnes abgezogen und auch schon Silvester. Da gab es jedes mal Ärger, weil ich natürlich die ganz und gar Böse war, weil ich sie {wohl gemerkt auf ihren eigenen Wunsch} nach Hause bringen wollte, aber allein und ohne die anderen, die gern noch bleiben wollten. Tja, wir sind mal wieder in einer Phase, wo ich ihr nichts recht machen kann.
Die Krönung war diese Woche, dass ich mir erlaubt habe, eine Reise für uns zwei zu buchen. Eine Flusskreuzfahrt im nächsten Mai. 15 Tage auf der Donau. Richtig teuer, damit sie die bestmöglichen Annehmlichkeiten hat. Wir hatten so eine Reise schon 2018, die dauerte damals 11 Tage und als sie zu Ende war, hieß es, ach schade, dass sie schöne Reise schon vorbei ist, das hätte ich noch zwei Wochen ausgehalten. Jetzt sind die 15 Tage viiiel zu lange. Und das Größte ist, dass sie, seit die Buchungsbestätigung kam, nun meinetwegen nicht mehr schlafen kann, weil ich immer solches Zeug mache, und sie gar nicht weiß, wie sie das dann schaffen soll. Hä???
Meine Schwester lacht und sagt: Na, dann bist du eben Schuld, dass sie nicht schlafen kann. Du bist doch sowieso immer an allem Schuld, ist doch egal, woran.
Tja, wo sie Recht hat… *grins*
Im Hinblick auf Andreas heutiges Thema Dankbarkeit muss ich mir natürlich den Vorwurf oder besser die Aufforderung gefallen lassen: Sei einfach mal dankbar! Dankbar, dass die Kleine Frau mit ihren über 87 Jahren überhaupt noch so herumzicken kann, und ja, dafür bin ich auch dankbar. Aber manchmal nervt es eben doch.

Ach so
Ich möchte mich noch bei euch für eure lieben Kommentare von letzter Woche bedanken. Ich habe alle gelesen und mich darüber gefreut, auch wenn ich diesmal nicht zum Beantworten gekommen bin. Das wird wieder besser, sobald meine Verfassung wieder eine bessere ist.

Nun wünsche ich euch allen erst mal ein schönes Wochenende
und mir auch.
Eure Mira

Samstagsplausch {18.07.2020}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen bei Andrea. Es ist 5.30 Uhr, also noch recht früh am Morgen, besonders für einen Samstag, nachdem man am Abend zuvor von einer Dienstreise zurück gekommen ist, aber es nutzt ja nix, die Kleine Frau
Ach, ich erzähle das wohl lieber etwas strukturierter, anstatt hier gleich loszupoltern.
Also:
Die Woche insgesamt
Solche Wochen hätte ich gern öfter. Ähm, solche Wochen werde ich noch öfter haben, was mich sehr freut.

Jobs und Co.
Letzte Woche hatte ich es bereits erzählt, dass mich in dieser Woche ein Dienstreise nach Cottbus erwartete. Ich freute mich so sehr darauf, dass ich schon befürchtet, es könnte irgendwie blöd werden. Das kennt ihr doch, wenn man sich sehr auf etwas freut, geht es schief, während die Vorhaben, auf die man gar keine Lust hat, meist die besten Veranstaltungen werden. Zu meiner großen Freude hat sich diese Vorhersage diesmal nicht bewahrheitet, denn die Dienstreise verlief so gut, wie ich das erhofft hatte.
Am Montag hatte ich zunächst noch in Torgau zu tun. Zu meinem Glück ist die Chefin dort so lieb und so flexibel, dass sie meine verrückten Terminwünsche immer berücksichtigt.
Am Dienstag machte ich mich morgens kurz nach 4 Uhr auf den Weg nach Brandenburg. Ich mied die Autobahn soweit ich konnte und hatte eine wunderbar entspannte Fahrt in der Morgensonne quer durchs Land. Die Kollegen, die ich noch nie gesehen hatte, empfingen mich freudig und freundlich und wiesen mich in die Gegebenheiten und Gepflogenheiten des Standortes ein. Und schon war ich mitten drin in einem weiteren Job, der richtig Spaß machte.
Die vier Arbeitstage vergingen wie im Flug.
An den Abenden lief ich kreuz und quer durch Cottbus, dummerweise auch am Mittwoch im Regen, was mir Kratzen im Hals und eine Triefnase einbrachte. Zum Glück kam das erst gestern auf dem Heimweg richtig heraus, so dass ich bis zum nächsten Arbeitstag ein wenig Zeit habe, mich zu kurieren. Man wird ja in der heutigen Zeit gleich schief angeschaut, sobald man mal hustet oder sich schneuzt.

Die Kleine Frau
Sie sorgt mal wieder für Wirbel. Von unseren Hautarztbesuchen in der vergangenen Woche hatte ich bereits berichtet. Einer stand für letzten Samstag noch auf dem Plan. Als sie wieder heraus kam, weinte sie. Ich soll nun doch wieder in die Gesichtschirurgie. Aber ich muss am Mittwoch nochmal hier her, die Unterlagen abholen. Wie soll ich das denn machen? Du bist doch nicht da. Meine Frage, warum sie das nicht gleich der Sprechstundenhilfe gesagt hat, konnte sie nicht beantworten. Das ging nicht. meinte sie.
Dafür durfte ich dann am Montag nach der Arbeit noch rotieren, um die Unterlagen zu bekommen, ohne dass die Kleine Frau sich mit der Straßenbahn herumquälen muss. Dabei wäre sie letztes Jahr schon mal beinahe unter die Räder gekommen {im wahrsten Wortsinn}. Seither sehe ich zu, dass sie nicht Bahn fährt, schon gar nicht allein. Im Ergebnis meiner Bemühungen bekamen wir nun für nachher einen Termin zum Unterlagen abholen. 8.00 Uhr.
Am Donnerstag verkündete die Kleine Frau am Telefon ganz stolz, dass sie schon in der Chirurgie angerufen und selbst einen Termin vereinbart hat. Für Montag! Da hätte ich Dienst in Torgau. Das wusste sie auch. Aber natürlich hat sie daran nicht gedacht. Sie will die Sache schnell hinter sich bringen, da sind ihr meine Termine natürlich unwichtig. Aber sie sind wichtig. Für mich. Zum großen Glück habe ich in Torgau eine so liebe, verständnisvolle und flexible Chefin. Sie stimmte zu, meinen Termin auf Dienstag zu verlegen. Ich werde der Mutti einen Zettel schreiben, mit den Tagen, an denen ich NICHT zur Verfügung stehe. Den kann sie bei der Anmeldung vorlegen. Da wird sich doch ein Termin finden lassen, der nicht mit meinen kollidiert.
Ich frage mich nur, was das werden soll, wenn ich wieder Vollzeit arbeite. Ich kann doch nicht alle Nasen lang von der Arbeit wegrennen. Das macht doch kein Chef auf Dauer mit. Ohoh, das kann noch was werden.
Jetzt muss ich erst einmal eilen, dass die Kleine Frau mir nicht unruhig wird, wegen ihres heutigen Termins.
Danach wollen wir zusammen frühstücken. Sie hat gestern Abend schon die Tassen hingestellt. Süß, oder?

Euch wünsche ich ein schönes Wochenende
Eure Mira

Samstagsplausch {11.07.2020}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen bei Andrea.
Lasst uns frühstücken und plaudern. Eine gemütliche Runde ist genau, was ich jetzt brauche, fühle ich mich doch gerade wieder ein wenig paralysiert. Das geschieht mir immer, wenn zu vieles gleichzeitig auf mich einstürmt. Dann kann ich zunächst gar nichts tun und muss erst einmal meine Gedanken sortieren. Und was stürmt da? Und wie? Und warum?
Dabei fing die Woche doch so gut an. Na, sie geht auch gut zu Ende, aber eben anders gut.
Geruhsam
Der Samstag {04.07.2020} schlich dahin. Irgendwann schrieb der Jürschn, ob ich im Garten wäre. Ihm ging es nicht gut, so dass er nicht rauskommen konnte. Schade. Man hätte mal wieder schwatzen können. Später wünschte er sich, ich würde mal nach dem Rechten schauen. Das ließ mir doch keine Ruhe, also packte ich meine tausend Taschen und lief los. Dat Anki schlief, als ich ankam. Nunja.
Chrissi kam mit zwei Flaschen Radler. Gab ein schönes Gespräch, interessante Themen.
Ich baute mein Bett auf der Schaukel. Ich liebe es, unter freiem Himmel zu schlafen. Der Vollmond lugte zwischen Wolken hindurch und es wurde die ganze kurze Nacht nicht richtig dunkel. Kurz nach 5 Uhr stand ich auf, weil ich die Biotoilette reinigen wollte. Ich mag das nicht, wenn ich dabei Publikum habe. Also erledige ich das gern ganz früh morgens. Dann hatte ich es weg und wässerte gleich noch die Gemüsebeete. Und dann war Zeit für den ersten Milchkaffee. Dem Anki hätte ich auch gern einen gegeben, aber es ließ sich nicht ansprechen. Guckte kurz und verschwand wieder. Schade.
Die Chrissi kam. Auch so ‘ne frühe Vogelin. Sie ließ sich einen Kaffee aufdrängen. Und die Sonne kam auch und guckte uns zu.
Der Tag war nicht so ganz geruhsam {die Kleine Frau war da}, auch der Abend nicht {zwei Nachbarn besuchten den Sohn, der dann ging, während mir die beiden Nachbarn blieben}
Die Nacht zum Montag verbrachte ich wieder auf der Schaukel. Herrlich.
Auch der Dienstag war noch ruhig, auch wenn der Arbeitstag ein paar sehr emotionale Gespräche brachte.

Wirbel
Ein Anruf am Mittwoch brachte den geruhsamen Ablauf völlig durcheinander. Ein Anruf mit einem Jobangebot, das ich mal noch eine Nacht überschlafen wollte. Tatsächlich hatte ich mich längst entschieden und begann sogleich zu planen und umzuorganisieren, was diverse Telefonate nach sich zog. Plötzlich musste ich Erledigungen, für die ich dachte, noch wochenlang Zeit zu haben, in ein paar Tagen schaffen. Huch.
Nachdem ich am Donnerstag Morgen den Auftrag zugesagt hatte, gab es weitere Telefonate, Mails und plötzlich purzelten weitere Aufträge herein, so dass ich meinen Job in Torgau komplett umorganiseren musste.
Für zusätzlichen Wirbel sorgte die Kleine Frau, die wieder einen Hautarzttermin hatte, zu dem ich sie brachte. Das dauert immer ewig. Man muss bei jedem Termin mit rund zwei Stunden rechnen, die man nach der Bestellzeit noch warten muss. So auch am Donnerstag. Und dann war die Behandlung noch nicht einmal abgeschlossen und sie muss nachher noch einmal hin. Hoffentlich war es das dann.
Zum Glück konnte ich mir am Freitag Vormittag wieder eine wunderbare Auszeit nehmen beim Brunch mit Katl.

Zigeunerblut
Zu allererst möchte ich klarstellen, dass das Wort Zigeuner für mich in keiner Weise abwertend oder diskriminierend ist und erst recht kein Schimpfwort. Für mich sind das Menschen, die nicht in Häusern aus Stein wohnen, sondern in Wagen, die die Freiheit besitzen, die Welt zu bereisen und zu bleiben, wo es ihnen gefällt. Menschen, deren Lebensweise ich mich seit früher Jugend verbunden fühle. Einmal war ich drauf und dran, mich einem Zirkus anzuschließen. Wer weiß, wo ich heute wäre, hätte ich das damals getan. Während des Studiums lernte ich eine Frau kennen, die viele Jahre als Zahlmeisterin {den Beruf gibt es heute nicht mehr} zur See gefahren war. Ich konnte nicht verstehen, wie sie das hatte aufgeben können. Später im Berufsleben und nachdem der Sohn auf der Welt war, sah ich zu, dass ich verreiste, so oft es ging. Wochenende plus Feiertag plus Haushaltstag und weg war ich. Und den Sohn schleppte ich immer mit. Ich schaffte es meist auf vier bis fünf kleinere Reisen und einen 2-Wochen-Urlaub im Jahr, das änderte sich auch nicht, als der Sohn in die Schule kam, weil zeitgleich die Wende erfolgte und damit viel mehr Reisemöglichkeiten bestanden. Außerdem arbeitete ich in einer Firma mit bis zu 40 Zweigniederlassungen in ganz Deutschland und war mal in München eingesetzt, mal in Berlin und mal in der schwäbischen Alb.
Nachdem ich mich 2000 selbständig gemacht hatte, konnte ich zunächst überall arbeiten, wo es Internet gab. Und als ich 2001 mit meiner Lehrtätigkeit begann, reiste ich meinen Aufträgen hinterher, arbeitete wechselweise für verschiedene Bildungseinrichtungen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt und verdingte mich zwischen den einzelnen Aufträgen als Reiseleiterin für verschiedene Busreiseunternehmen. Ich habe viel gearbeitet in diesen Jahren und war dennoch ständig unterwegs. Ich empfand das immer als toll. Ich war bei mehreren Unternehmen gleichzeitig unter Vertrag, weil keiner mir eine dauerhafte Vollzeitbeschäftigung bieten konnte, mir aber bei Bedarf Einzelverträge anbot. Ich blieb über Jahre bei diesen Unternehmen, war also immer treu, aber sesshaft war ich nie.
Das änderte sich im Herbst 2014, als mein Hauptauftraggeber seine Unterrichtsmethode grundlegend änderte. Plötzlich war es nicht mehr möglich, mehreren Herren zu dienen. Plötzlich hatte ich immer für die eine Firma zu tun. Fünf Tage die Woche, ganztägig, rund ums Jahr und am immer gleichen Standort. Das hat mir nicht gefallen Im ersten Jahr war es noch ganz nett, weil ich regelmäßig ein verlässliches Einkommen hatte, was ich aus den Jahren zuvor so nicht kannte. Aber mit den Jahren ging mir der ewig gleiche Alltagstrott immer mehr auf die Nerven. Mein Zigeunerblut zog mich fort, meine Treue ließ mich bleiben.
Und dann war mit dem Lockdown von einem Tag auf den anderen alles vorbei, auch der eintönige Berufsalltag.
Und nun? Fange ich wieder so an, wie ich im Herbst 2014 aufgehört habe. Ich behalte meinen Ein-Tag-die-Woche-Auftrag in Torgau und fahre zusätzlich mal ne Woche nach Cottbus, mal zwei Wochen nach Weißwasser. Die Uraltfreundin fragte vorhin entsetzt: Und das findest du gut?
Jaaaaaa, das finde ich nicht nur gut, das finde ich ganz klasse. Ja! Ja! Ja!
Neue Menschen kennenlernen, neue Orte. In Cottbus war ich bisher ein einziges Mal für ein paar Stunden, in Weißwasser noch nie. Die nächsten Wochen werden aufregend. Und deshalb zeige ich euch jetzt noch ein beruhigendes Foto von gestern Abend.Aufgenommen um 21.27 Uhr. Ich liebe Sommerabende.
Und nun habe ich für euch noch zwei traumhafte Musikstücke von Norbert Fimpel.
Angel
und
Annemie

Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Noch ein Rückblick {04.07.2020}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen bei Andrea.
Eigentlich wollte ich diesen Rückblick schon letztes Wochenende schreiben, genau gesagt am Sonntag. Doch dann kam ich erst so spät heim und war so geschafft von der Fahrt, gleichzeitig aber auch noch so erfüllt von meinen Eindrücken der vergangenen Woche, dass ich mich nicht mehr an den Rechner setzen mochte. Und so gibt es heute wieder zwei Wochen, auf die ich zurückblicken kann.
Eine Woche Urlaub
Am Montag, 22.06.2020 hatte ich noch gearbeitet. Normalerweise ist mein Arbeitstag der Dienstag, aber in dieser Woche mussten wir eine Ausnahme machen, weil ich am Dienstag bereits um 18 Uhr in Schlatkow sein musste wollte und das nach Dienstschluss natürlich mehr geschafft hätte. Also verfügte ich mich nach ebendiesem Dienstschluss in den Garten, um wenigstens noch zu gießen. Anke hatte die Idee, dass wir endlich einmal wieder gemeinsam Abendbrot essen könnten {das erste Mal in diesem Jahr} und so blieb ich viel länger draußen, als ich ursprünglich wollte. Es war einfach nur schön, tat mir sehr gut und läutete den Urlaub ein.
Meine Taschen packte ich dann erst am nächsten Morgen und kam deshalb etwas später los, als geplant. Dennoch war die Fahrt recht entspannt. Wir kamen super gut und schnell über den Berliner Ring, auf dem seit letztem Spätherbst doch einige Baustellen verschwunden sind, und waren am Nachmittag am Ziel. Die Eigentümerversammlung war recht aufschlussreich und ich stellte wieder einmal fest, dass die meisten Mitbewohner mich anscheinend doch ganz gut leiden mögen. Das tut auch gut, wo ich doch so selten dort bin.
Nach der Sitzung machten wir uns auf den Weg nach Wolgast zum Abendessen.Weil wir danach unbedingt noch ans Meer wollten, fuhr ich dann doch noch auf die Insel {Usedom}, nach Karlshagen, wo es selbst um 21.55 Uhr noch richtig hell war.
Das erinnerte mich an einen Titel von Keimzeit, in dem es heißt: Mitternacht, und immer noch nicht dunkel. Das Flugzeug ohne Räder ließ mich den gesamten Urlaub nicht wieder los. Immer summte ich es vor mich hin und schwelgte dabei in Erinnerungen.
Die nächsten Tage führten uns nach Zinnowitz an den Strand und nach Koserow zum Backfischking und auf die Steilküste, wo wir eine kleine Wanderung unternahmen.
Ich kam jeden Tag weit über 10.000 Schritte, schlief fantastisch und aß leckersten Fisch, Fisch, Fisch. Um den Samstag noch vollständig genießen zu können, hatten wir beschlossen, am Sonntag in aller Frühe loszufahren. Da ich aber noch zwei Fenster putzen wollte, auf die sonst immer die Sonne schien, kamen wir erst gegen 11 Uhr vom Hof. Wir hatten die Autobahn noch nicht erreicht, als im Verkehrsticker schon Stau auf der A11 gemeldet wurde. Eine halbe Stunde später hatte dieser Stau sich deutich verlängert und ich überlegte, ob ich den Sohn anrufe und mir eine alternative Route heraussuchen lasse. Katl kann das nicht, weil sie Google-Maps nicht kennt. Sie braucht das sonst ja nie. Also hätte ich anhalten müssen, um selbst nachzusehen. Das erübrigte sich jedoch, als an der nächsten Ausfahrt breits wieder eine Stauwarnung erschien und die Empfehlung, die Autobahn zu verlassen. So kam es, dass ich von Pasewalk bis zum Berliner Ring Landstraße fuhr. Das war sehr angenehm. Irgendwann mache ich das mal, die ganze Strecke Landstraße zu fahren. Der Sohn hat das schon mal von Berlin bis Leipzig gemacht und meinte, das sei auch eine sehr schöne Strecke.
Eine Woche daheim
Dazu gibt es gar nicht viel zu sagen. Ich schlafe wieder schlechter, manche Nacht gar nicht. Dafür bin ich tagsüber so müde, dass ich nachmittags auf der Couch oder am Gartentisch einschlafe.
Den Sohn habe ich nur zwei, drei mal kurz gesehen. Ich weiß immer, was er tut und wo er ist, trotzdem gefällt mir das nicht besonders. Immerhin gab es am Freitag bei Katl wieder ein wunderfeines Frühstück. Das macht sie immer ganz toll. Leider hatte ich mein Handy vergessen, so dass ich diesmal den liebevoll gedeckten Tisch nicht fotografieren konnte.
Tja, und dann war da noch die Kleine Frau. Am Montag wollte sie unbedingt in den Garten, nachdem ich sie am Sonntag nach meiner Tour nicht mehr abgeholt und dorthin gebracht hatte. Am Dienstag nach der Arbeit war ich dann auch bei ihr, da eine ihrer Freundinnen für mich Flecke gekocht hatte. So gab es dann bei der Mutti Abendessen.
Am Donnerstag hatte die Kleine Frau einen Zahnarzttermin, zu dem ich sie brachte. Wir verbanden das gleich mit einem Besuch der Bücherei und der Drogerie. Danach lud sie mich zum Mittagessen im Chinarestaurant ein. Gebackene Ente. Hm, lecker. Danach fuhren wir noch zum N-Markt, brachten die Einkäufe heim und dann wollte sie gern im Garten noch ein wenig lesen, schließlich hatten wir neue Bücher.
Am Freitag hatte die Mutti schon wieder einen Arzttermin. Hautarzt diesmal. Das dauerte eeeeewig. Zum Glück hatte ich bei Katl das schöne Frühstück gehabt, wovon ich zehren konnte. Später waren wir noch bei der Apotheke und ich zeigte der Kleinen Frau ein paar Wege, die sie von früher kannte, nun aber durcheinander gebracht hatte. Nun war die Erinnerung wieder aufgefrischt.
Und nun?
Jetzt habe ich Hunger und werde erst einmal frühstücken. So schön wie bei Katl wird das nicht, aber irgendwas werde ich im Kühlschrank schon noch finden. Später will ich noch einkaufen. Mal sehen, welches Gemüse mich anspricht. Tja, und dann möchte ich in den Garten und es wird mir nichts anderes übrig bleiben, als die Kleine Frau durch die Gegend zu chauffieren, denn sie wird mit wollen, und zu Fuß geht das eben nicht mehr. Naja.
Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Ein Rückblick {21.06.2020}

Einer für alle{s}
Tja, zwei vollgepackte, teils chaotische Wochen liegen hinter mir. Es gab zwar Zeiten am Rechner, auch Online-Zeiten. Diese waren der Projektarbeit vorbehalten, und zu anderem, insbesondere zum Bloggen, hatte ich mal keine Zeit, mal keine Kraft und manchmal auch einfach keine Lust mehr, nach 18 Stunden am Rechner. Verständlich, oder?
So habe ich den schönen Samstagsplausch bei Andrea am Samstag, den 13.06.2020 ganz verpasst und für den 20.06.2020 bin ich auch schon wieder spät dran.
Nun aber…
Job und Projekte
Wer mich ein wenig kennt, kann sich vorstellen, dass Chaos und Stress bei mir meist mit irgend einem Job zusammen hängen. Hinzu kommt, dass ich in der Vergangenheit schon öfter von einem Projekt geschwafelt habe, das noch nicht spruchreif war. Tja nun. Am letzten Donnerstag wurde unser Bildungsträger zertifiziert. Ein paar Kleinigkeiten müssen in der kommenden Woche noch erledigt werden und dann stehen wir Arbeitsämtern und JobCentern in 6 Bundesländern mit einem digitalen Bildungs- und Beratungsangebot zur Verfügung. Jaaaa!!!
Kann gut sein, dass es dann bei uns in der "neuen" Firma richtig rund geht und ich bis zu 16 Stunden am Tag arbeiten kann. Das würde mir nichts ausmachen, denn in dieser Firma wird meine Arbeit wertgeschätzt und die Chefin versteht sich selbst nicht als Chefin, sondern als Partnerin, zumindest für mich und noch zwei, drei andere MitstreiterInnen. Es gibt sehr flache Hirarchien, jede/r hat einen Aufgabenbereich, in den die anderen nicht hineinfunken {können}, wobei Austausch und Beratung natürlich möglich und erwünscht ist. Ich freue mich sehr auf die Arbeit in dieser Firma.
Außerdem habe ich noch meinen Ein-Tag-in-der-Woche-Job, der mir auch sehr viel Freude macht und den ich auch dann nicht aufgeben werde, wenn uns die Arbeit in der oben beschriebenen Firma über den Kopf wachsen sollte, einfach weil es etwas ganz anderes ist und mein Einsatz als Sozialpädagogin eine schöne Abwechslung zu dem digitalen Bildungsangebot bietet.

Die kleine Frau
Da gäbe es einige Episoden zu erzählen, doch will ich mich kurz fassen. Wir waren ein paar Mal unterwegs, auch zu Arztbesuchen, zu denen ich sie gebracht und wieder abgeholt habe. In den Garten habe ich sie mitgeschleppt und sie dort sogar eingespannt. Sie saß frierend auf ihrer Bank und ich hatte auf den Beeten zu tun. Da habe ich sie gefragt, ob sie eines der Hochbeete bepflanzen möchte, da sie sich dort nicht bücken muss. Sie wollte und war mir eine große Hilfe. Und ich bin immer wieder baff, was sie mit ihren 87 Jahren noch so alles schafft, wenn sie sich etwas in den Kopf setzt.

Urlaub und Erholung
Erholung war bei all dem Chaos unbedingt nötig und die Katl sorgte mit ihrer wöchentlichen Einladung zum Frühstück dafür, dass ich mich mal für ein paar Stunden aus allem heraus nehmen kann. Am vorletzten Freitag klappte das nicht ganz, weil ich wegen des Projektes dauernd Nachrichten erhielt und zurückrufen musste. Trotzdem war es aber sehr schön bei ihr.
Tja, und in der kommenden Woche werde ich dann mehrmals mit Katl frühstücken und auch zu Mittag und zu Abend essen, denn wir setzen der Erholung ein Krönchen auf und fahren ans Meer.
Ich muss am Dienstag zur Eigentümerversammlung und dachte mir, wenn ich einmal die 450 km in den Norden fahre, kann ich auch gleich noch ein paar Tage dran hängen. Wer weiß, wann das mal wieder klappt.
Die kleine Frau zieht ein bissel ein trauriges Gesicht, weil sie dachte, dass ich mit ihr wegfahre. Ich habe ihr erklärt, dass ich sie sehr gern mitnehmen würde, sie mir aber schon voriges Jahr erklärt hatte, dass es ihr da, wohin ich fahre, nicht luxuriös genug ist. Ich dachte, du sagst mal: Komm, wir fahren vier Tage in ein Hotel.
Tja, genau das kann ich mir momentan aber nicht leisten. Und ich will es mir auch nicht leisten, in ein Hotel zu gehen, wenn ich 30 km weiter eine ganze Wohnung zur Verfügung habe. Klar muss ich da das Frühstück selbst zubereiten und habe keinen Fernseher. Aber den brauche ich im Urlaub auch nicht. Also, ich brauche den ohnehin nicht, und im Urlaub erst recht nicht.

Sonntags Top 7
Da nun Sonntag ist {und auch schon wieder Abend}, möche ich noch ein paar Worte zu Annis Sonntags Top 7 anmerken.

Lesen
Krimis, Krimis, Krimis, unter anderem von Elke Bergsma, Ivo Pala, Dirk Trost. Allesamt sehr zu empfehlen, wenn man Krimis mag.
Musik
Radio Leipzig
Flimmerkiste
In der Mediathek alle bisherigen Folgen von Wolfsland. Bei der ersten Folge kam ich mit einem Teil der Rahmenhandlung nicht so recht klar. Inzwischen hat sich das aber erschlossen.
Erlebnis
Nunja, was erlebe ich denn wohl? Mein Job in Torgau, ja, das ist jede Woche wieder ein schönes Erlebnis, mit den Menschen zu arbeiten, ihr Vertrauen zu gewinnen und ihnen etwas Gutes tun zu können.
Genuss
Am Freitag hatte die Kleine Frau zum Griechen eingeladen. Es musste Fisch sein.
Web-Fundstück/e
Dafür habe ich mir keine Zeit genommen und deshalb hier auch nichts anzubieten.
Hobbys
Socken stricken, wie immer. In der vorletzten Woche mussten zwei Paar fertig werden, die ich inzwischen verschenkt habe.
In der nächsen Woche habe ich hoffentlich Schöneres zu berichten, obwohl… so schlecht warn die beiden Wochen gar nicht. Im Gegenteil, es ist viel Gutes geschehen. Nun muss ich nur den Stress wieder in den Griff bekommen. Am Meer gelingt das ganz sicher.

Samstagsplausch {06.06.2020}

Guten Tag liebe Samstagsmädels, die ich so gern bei Andrea treffe.
Heute werde ich mal nicht so ausführlich über meine Woche berichten, wie ich es in der letzten Zeit versucht habe. Es war irgendwie nicht so…
Pfingsten und die Kleine Frau
Tja, Pfingsten war gar nix, und daran lag das wohl auch, dass die ganze Woche irgendwie mau war. Obwohl die einzelnen Tage durchaus schöne Monente und Erlebnisse bargen. Dass Pfingsten nicht so toll war, lag an der Kleinen Frau oder aber wahrscheinlich wieder nur an mir und meiner Art, manche Dinge zu betrachten. Am Samstag wollte die Kleine Frau irgend etwas machen. Spazieren gehen oder so. Nun gehe ich nicht so gern spazieren. Das hat für mich so was wie Sonntags-nach-dem-Kaffee-Zeit-totschlagen-bis-zum-Abendessen, so etwas wie Notlösung. Immerhin kam sie mit nach Torgau, wo wir auf dem Markt Eis gegessen haben. Das war recht nett und wir sind dann sogar noch ein wenig durch die Stadt gelaufen. Da stört mich dann spazieren gehen wieder nicht, weil es ja ein Ausflug war, wenn auch ein kleiner. Tja.
Am Sonntag wollte die Kleine Frau wieder was unternehmen. Aber so große Ausflüge will sie nicht, weil es schade um das schöne Wetter ist, wenn man so lange im Auto sitzt. *Kopfkratz* Wie ist das mit Grimma? Grimma ist schön und ich war schon sehr lange nicht mehr dort. Wir könnten mal zur Hängebrücke gehen.
In Grimma hat es noch nie eine Hängebrücke gegeben!
Ich bin inzwischen soweit, dass ich bei solchen kontroversen Behauptungen nichts mehr entgegen setze, sondern es ihr einfach beweise. Das hat Heiner früher schon so gemacht, so dass sich die beiden nie gestritten haben. Er hat einfach nicht gestritten.
Also fuhren wir nach "Grimma ohne Hängebrücke". Nach den ersten Metern fragte sie, wohin ich denn fahre. Zur Autobahn.
So geht das aber nicht. Wir müssen schon so fahren, wie sie früher immer gefahren sind, sonst finde ich den Markt in Grimma nie. Okay, und wie fahren wir nun? Mach einfach, was ich dir sage. Wir müssen zu B6.
Also fuhr ich zur B6 und da Richtung Osten. Inzwischen hatte ich die Vermutung, dass die Kleine Frau vielleicht Grimma mit Wurzen verwechselte. Sei’s drum. In Wurzen war ich auch schon lange nicht mehr und der Sohn hatte mir neulich erzählt, dass die Innenstadt von Wurzen inzwischen recht schön geworden ist. Leider kamen wir aber nicht bis Wurzen, sondern landeten in Machern. Und Machern ist für mich noch stärker als alles andere mit dem Notlösungs-Gefühl verbunden. *grrr* Immerhin war ihr die Verwechslung inzwischen klar. Allerdings erst, als wir ausstiegen und auch nur insofern wir eben nicht in Grimma waren. Deshalb schlug ich vor, da mal noch hin zu fahren. Im Navi gab ich als Ziel die Hängebrücke ein. Wir fanden hin. Wir fanden auch den Weg zur Hängebrücke, wozu wir ein Stück wieder aus der Stadt hinaus gemusst hätten. Da ging die Rechthaberei der keinen Frau wieder los. Du musst dich links halten. Wo willst denn du hin? Hier gehts den Berg hoch. Die Brücke ist UNTEN. Du musst hier links!!!
Ich fuhr links… und hatte prompt einen Polizeiwagen hinter mir, der mich zum Anhalten aufforderte.
Tja, ich hätte da, wo die Kleine Frau so vehement darauf bestanden hatte, eben nicht links abbiegen dürfen, aber wegen der Diskussion und weil Mutti mir dann schnell mal während der Fahrt mit den Händen vorm Gesicht herum fuchtelt, hatte ich den Zwingpfeil nach rechts glatt übersehen.
Die Polizistin war sehr verständnisvoll, zumal Mutti nun plötzlich nicht mehr zur Brücke, sondern zum Markt wollte. So kam ich mit einem blauen Auge und ohne Ordnungsgeld davon, aber für diesen Tag hatte es mir die Laune verhagelt.
Am Montag hatte der Sohn die XXX Idee, bei der Oma zu frühstücken und fragte, ob ich auch komme. Komm, gib dir nen Ruck, musst ja nicht ewig bleiben. Der Sohn ging dann nach dem Frühstück tatsächlich seiner Wege. Mich hielt die Kleine Frau mit allen möglichen Bewerbchen noch bis Mittag fest und wollte dann auch noch am Nachmittag in den Garten. Das lehnte ich ab.
Allerdings war es für einen richtigen Ausflug mittlerweile auch zu spät.
Fazit: Ich hatte das Gefühl, ich hätte mich das gesamte Pfingsten nur von der Kleinen Frau herumschubsen lassen und an keinem Tag etwas getan, was mir Freude gemacht hätte. Selbst Schuld. Ich hätte NEIN sagen sollen.

Im Laufe der Woche musste die Kleine Frau am Mittwoch zum Fäden ziehen und weil ihr Toaster kaputt gegangen war, fuhren wir noch herum, um einen neuen zu kaufen, bekamen aber keinen. Dafür brachte ich sie noch zum Fleischer und dann nach Hause. Dann war es auch schon wieder Nachmittag.
Am Donnerstag war einkaufen angesagt und zwischen N-Markt und Sohn abholen waren wir noch im Ich-bin-doch-nicht-blöd-Markt und kauften…keinen Toaster, sondern ein Miniöfchen. Da war die Kleine Frau dann glücklich, erst recht, als es der Sohn ihr gleich noch angeschlossen und dabei festgestellt hatte, dass das alte Öfchen noch tadellos funktionierte, vorausgesetzt, man steckte den Stecker richtig in die Dose.
Ich denke, ich werde ihr das alte Öfchen abschwatzen.
Dass die Kleine Frau an fünf von sieben Tagen meine gesamte Freizeit beansprucht, muss wieder anders werden. Das muss sie einfach einsehen, dass es so nicht geht, sonst habe ich ja gar kein eigenes Leben mehr.

Arbeitsalltag
Wir haben uns geeinigt, dass ich bis auf Weiteres dienstags nach Torgau fahre. Das passt den Kolleginnen dort recht gut und mir auch.
Einen Vertrag habe ich noch immer nicht, aber die YvLeh meinte zur neuen Chefin, das sei bei mir kein Problem, ich sei in dieser Hinsicht Kummer gewöhnt und bisher sei noch immer alles klar gegangen. Najaaa. Auf die YvLeh kann ich mich verlassen, sie macht das schon. Da die neue Chefin gesagt hat, ich solle den gleichen Vertrag bekommen, wie meine Vorgängerin, kann es nun passieren, dass ich sogar zweimal die Woche in Torgau arbeiten kann. Das sehe ich dann nächste Woche, wenn der Vertrag vorliegt.
Mit dem Projekt kollidiert das vorläufig nicht, weil dieses immer noch nicht in Sack und Tüten ist, auch wenn wir gute, sehr gute Vorarbeit geleistet haben. Ich fürchte inzwischen, dass all unsere Vorarbeit vielleicht nichts nutzt, weil es einfach zu lange dauert, bis wir tatsächlich starten können und die aktuellen Entwicklungen hierzulande möglicherweise einige Aspekte des Projektes überflüssig machen. Es ist immer noch ein sehr gutes Projekt, aber an den phänomenalen Boom, den C. erwartet, glaube ich nicht mehr. Wir werden sehen.

Urlaub und Entspannung
Beides hatte ich am Freitag, und weil das der 5. war und es wieder einmal Zeit war für WmdedgT, habe ich hier ausführlich darüber geschrieben.

Habt ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {30.05.2020}

Die Guten-Morgen-Sendung in unserem Regionalradio heißt André und die Morgenmädels. und wir haben hier Andrea und die Samstagsmädels. Ja, oder? Ich kann mich nicht erinnern, einen Mann in unserer Plauschrunde entdeckt zu haben. *kicher*

Wie war nun diese Woche?
…noch toller als die Letzte, wenn das geht.
Ich habe diesmal eine etwas andere Zusammenfassung, was daran liegt, dass ich jeden Tag einzeln verbloggt habe. Ihr wisst vielleicht, dass ich Frau Brüllen und ihr WmdedgT? sehr mag und mich immer wieder frage, warum ich nicht diese Art Aufzeichnungen führe, wenn es mir doch so gut gefällt. Klar, warum. Der Faktor Zeit!!! Diese Woche habe ich mir diese Zeit genommen.
Montag mit Montagsstarter
Dienstag mit Muttis Zahn-OP und einem frustrierenden Anruf
Mittwoch mit meinem ersten Arbeitstag nach 10 (!) Wochen
Donnerstag einfach so
Freitag mit Frühstück bei Tiffany Katl und Freitagsfüller

Mira und die Mode
Ganz vergessen hatte ich letzte Woche, euch von meinem Besuch bei Janine zu erzählen. Also, erwähnt hatte ich diesen schon, aber eben nicht so richtig gewürdigt. Da gab es nämlich…
Ach nee, ich sollte anders anfangen. Ich komm noch mal rein.
In den letzten Wochen habe ich immer öfter festgestellt, dass meine heiß geliebten und häufig getragenen Baumwollkeider langsam aber sicher verschleißen. Immer häufiger fand ich kleine Löchlein und musste die Kleidungsstücke für den Garten aussortieren. Logische Folge, neue Stücke müssen her. Nur, welche?
Ich überlegte, ob nicht auch gleich Zeit für eine Stilveränderung wäre, wusste aber nicht, in welche Richtung diese gehen könnte… und fragte genau die zwei Personen, die für eine diesbezügliche Beratung am ungeeignetsten sind. Die Mutti, die immerhin 28 Jahre älter ist als ich und naturgemäß einen ganz anderen Geschmack hat. Und Katl, die sich für Mode noch nie so wirklich interessiert hat. Erstaunlicherweise gaben mir beide die gleichen Tipps. *kopfkratz*
Dann traf ich mich mit Janine. Und sie ist nun die ideale Ansprechpartnerin zu diesem Thema. {Zu vielen anderen Themen auch, aber eben auch zu diesem.}
Ich fing an, ihr mein Problem darzulegen und hatte noch gar nicht ausgesprochen, als sie aufsprang: Komm mit ins Schlafzimmer, ich hab da was für dich. Und dann machten wir Modenschau, in deren Ergebnis ich mit einer riesigen Tasche voll toller Oberteile nach Hause ging, die Janine {weil sie so toll abgenommen hatte} nicht mehr passten. Ich hatte sämtliche Oberteile zu einem schmalen schwarzen Rock probiert. Einen solchen möchte ich nun nähen und gleich noch ein paar in anderen Farben. Da freut sich meine tolle Nähmaschine, mal was anderes unter die Nadel zu bekommen als Munasken.
Weitere Vorschläge sind sehr erwünscht, falls ihr Ideen habt.

Nun wünsche ich euch allen ein schönes Pfingstwochenende
Eure Mira

Samstagsplausch {23.05.2020}

Wie war die Woche?
…wunderbar!

Samstag, 16. Mai
Nicht mein Tag! Ich fühle eine Missstimmung heran rollen, der ich nichts entgegensetzen kann. PewiE hatte mir geschrieben, sie werde am nächsten Wochenende zu mir kommen, weil ich dringend aus meinem Trott heraus müsse, schließlich wisse sie genau, wohin das führen könne. Sie hat ja recht, aber nächstes Wochenende ist noch so weit weg.
Ich bin für den Dienstag Nachmittag mit Janine verabredet. Weil wir nicht wissen, welche Cafés überhaupt geöffnet haben und unter welchen Bedingungen, und weil ich mit meinem Geld ohnehin sehr, sehr haushalten muss, haben wir ausgemacht, dass ich zu ihr komme und die Zutaten für einen Schichtsalat mitbringe. Das wird bestimmt schön, aber Dienstag ist ja noch so weit weg. Am Montag Morgen will ich, gleich wenn ich den Sohn zur Arbeit gebracht habe, zu Katl gehen. Sie hat noch aus der Zeit, als es knapp war, eine Packung Toilettenpapier für mich, außerdem ein Päckchen mit Sockengarn. Ein bissel mulmig ist mir vor diesem Treffen, weil wir uns seit Ewigkeiten nicht gesehen haben und weil… tja, ich weiß nicht, ich manchmal das Gefühl habe, die Katl mag gar nichts mehr mit mir zu tun haben. Den Gedanken schiebe ich erst mal von mir weg. Wenn es sich komisch anfühlt, kann ich ja schnell wieder gehen, und außerdem ist es auch bis Montag noch lange hin.
Um mich irgendwie aus meinem Gedankenkarussell zu befreien, beschließe ich, den Samstag gemütlich daheim zu "verklumpern" und am Sonntag nach Delitzsch zur Gärtnerei Richter zu fahren, um Gurkenpflanzen zu holen.
Dann ruft Mutti an.
Sie will heute schon zur Gärtnerei. Sonntags haben die doch gar nicht offen! Na klar. Wenn sie das sagt, ist das auch so. *grrrr*
Ich raffe mich auf, hole die kleine Frau ab, fahre mit ihr nach Delitzsch. Am Eingang stehen die Öffnungszeiten, sonntags von 11 bis 16 Uhr. Ach? Seit Kindertagen liebe ich Gewächshäuser, seit Cinderella 80 würde ich gern in einem wohnen. 😉 An einem Tisch mit Gemüsepflanzen bleibe ich stehen, wähle einen Sechserpack Kohlrabipflänzchen. Als der im Einkaufswagen ist, flitzt die Mutti weiter. Das reicht doch! Außerdem wolltest du Tomatenpflanzen.
Gurken.
UND Tomaten!
Aha!
Dann habe ich 6 Tomatenpflänzchen und 4 Gurken, von denen sich eine später als Zucchini entpuppt.
Jetzt gehen wir aber endlich zu den Kassen!
Ich hätte gern noch ein wenig geschaut. Wozu? Du hast doch alles.
Apropos alles: Das kann doch noch nicht alles gewesen sein, oder?
Auf dem Hinweg sind wir an einem Abzweig zum Schladitzer See vorbei gekommen. Alle reden immer davon, alle waren wohl auch schon dort. Nur ich nicht! So biege ich auf dem Rückweg dort ab.
Wie schön es dort ist. Ich würde gern zu dieser schönen Bucht hinunter steigen und am allerliebsten mit den Füßen ins Wasser. Darf ich aber nicht, weil der Abstieg für die kleine Frau zu steil ist. Was ich mitnehmen kann, ist dieses verpixelte Foto. Heranzoomen macht sich am Handy nicht so toll.Nacheinander schaffe ich 11 Fotos, alle vom selben Standort aus. Dann will die kleine Frau wieder heim. Nunja.

Sonntag, 17. Mai
Gar kein Tag! Die Missstimmung freut sich, dass sie sich bei mir breit machen kann. Bis Mittag geht das gut. Dann ruft Mutti an.
Ich dachte, wir pflanzen! Übersetzt heißt das: Hol mich ab, ich will in den Garten! Und nachdem ich angewiesen habe, welche Pflanzen du wohin zu setzen hast, bringst du mich wieder heim.
Zumindest empfinde ich das am Sonntag so. Ich halte dagegen, dass ich gar nichts will und vor allem, niemanden sehen und nicht reden.
Am Nachmittag fragt sie mich, ob ich endlich bessere Laune hätte. Hab ich nicht! Weil es nämlich nicht einfach eine Laune ist. Das zu erklären, verkneife ich mir. Sie würde es ohnehin nicht gelten lassen.

Montag, 18. Mai
Ein Wochenstart mit Sonne und blauem Himmel. Ich bringe den Sohn zur Arbeit und bin schon kurz nach sieben bei Katl. Das mulmige Gefühl ist schagartig vorbei. Wir hocken uns mit Tee ins Wohnzimmer und alles ist, wie es immer war. Nicht stören wollte sie, deshalb hat sie sich nicht gemeldet. Hach. Als ob sie mich gestört hätte!
Ach, und dann hatte sie sogar ein Brot für mich gebacken. Wie lieb. Und lecker! Wir kramen in Wolle und Resten und und und…
Es ist Mittag, als ich mich wieder auf den Weg mache.
Am Nachmittag hole ich die kleine Frau ab, die zur Gesichts-Chirurgie muss. Vorbesprechung einer Zahn-OP. Da es ihr danach gut geht, fahren wir noch einen Topf kaufen und tanken.
Durch den Vormittag bei Katl habe ich Schwung für die ganze Woche und lasse mich von nichts aus der guten Stimmung bringen.

Dienstag, 19. Mai
Nach der morgendlichen Tour nach B-dorf sammle ich im Lieblings-N-Markt die Zutaten für einen Schichtsalat ein.
Und dann…Trommelwirbel…kommt ein Anruf!
Ich habe einen Auftrag. Ab nächste Woche. Immer ein Tag pro Woche. Immerhin! Ich muss dazu nach Torgau. Dort habe ich schon immer gern gearbeitet. Ich freu mich so.
Am Nachmittag nehme ich meinen Einkauf mit zu Janine, die daraus diesen feinen Salat zaubert.
Das ist so viel geworden, dass ich noch einen Schwung mit nach Hause nehme und auch die Beiden noch genug für den nächsten Tag übrig haben.

Mittwoch, 20. Mai
LiLi hat mir ein Naturvideo mit verwunschenen Bäumen geschickt, Katl hat ein schönes Baumfoto für mich und schlägt vor, dass ich demnächst mit ihr zum Aussichtsturm gehe, weil es dort sicher auch schöne Motive zu fotografieren gibt.
Am Abend telefoniere ich fast bis Mitternacht mit PewiE. Schließlich müssen wir uns für den Samstag noch genau verabreden. Wie das bei uns immer ist, kommen wir vom Hundersten ins Tausendste.

Donnerstag, 21. Mai
Himmelfahrt, Männertag, Feiertag.
Der Sohn sagt: Geh raus, unternimm was. Irgendwas. Ruf die Oma an und nimm sie mit!
Das ist nun gerade nicht das, was ich wollte. Am Nachmittag rufe ich sie trotzdem an und erzähle ihr, dass ich gern Eisessen möchte. Sie kommt mit und ich mache einen minikleinen Ausflug draus.

Freitag, 22. Mai
Ich bin schon wieder halb fünf aufgestanden. Menno. Ich hätte doch ausschlafen können.
Auf der Suche nach einer tollen Strickjacke, die ich mal bei Ravelry gefunden hatte, durchstöbere ich zuerst Domics Blog. Ich habe nämlich die Anleitung gekauft und irgendwo abgespeichert. Aber wenn ich den Namen nicht mehr weiß, habe ich es schwer, sie wieder zu finden.
Dann hab ich sie doch gefunden. Hier. Und festgestellt, dass das bereit gelegte Garn dafür nicht so recht geeignet ist.
Uta sendet mir Vorschläge für Ausflugsziele für morgen.
Ich nehme mich zusammen und schreibe Evchen an. Ich habe schon so lange nichts von ihr gehört, dass ich Angst habe, schlechte Nachrichten zu hören, falls ich sie anrufe. Genauso schreibe ich ihr das auch. Sie antwortet postwendend, und ich bin riesig froh, weil es zum Glück keine schlimmen Nachrichten gibt. Ach, wie gut. Wir wollen morgen telefonieren. Das machen wir, wenn ich vom Ausflug mit PewiE zurück bin. Wahrscheinlich wird dieses Telefonat auch abendfüllend. Darauf freue ich mich.
Am Abend erreicht mich noch eine Nachricht von PewiE. Sie hatte nun auch eine hässliche Wetterprognose gesehen. Wir telefonieren bis kurz nach Mitternacht und vertagen den Ausflug auf später irgendwann.

Samstag, 23. Mai
Nach dem nächtlichen Telefonat habe ich noch gelesen, bis halb drei. Entsprechend schlief ich heute länger. Soll ja sowieso regnen. Als ich dann die Augen öffnete, schien die Sonne. Huch.
Nun werde ich den Tag für den Garten nutzen.

Vorher schaue ich noch bei Andreas Plauderrunde herein.
Ich freue mich auf euch.

Bleibt schön gesund.
Eure Mira

Samstagsplausch {16.05.2020}

Woche 09 #zuhausebleiben

Samstag, 09. Mai
Die Vorhersage verspricht für heute noch mal schönes Wetter, bevor es dann am Sonntag gewittern und danach zu Mistwetter umschlagen soll. Deshalb schlage ich vor, das Muttertags-Kaffeetrinken um einen Tag vorzuverlegen.
Dabei fällt mir ein, das es im letzten Jahr schon genaso war. Da hatten die Wetterfrösche für den Samstag Sonne und für den Sonntag Schmuddelwetter prophezeit. Wir hatten ihnen geglaubt und unseren Ausflug auf Samstag gelegt, mit dem Ergebniss, dass wir ordentlich nass wurden, während am Sonntag die Sonne vom Frühlingshimmel strahlte.
In diesem Jahr nun passte die Vorhersage immerhin für den Samstag, und wir konnten einen schönen Gartentag genießen. Mittags gab es {wieder einmal} meinen "legendären" Kartoffelsalat. Für den Nachmittag hatte Mutti eine leckere Pfirsichtorte.

Sonntag, 10. Mai
An diesem Tag beschloss ich, so lange im Garten zu bleiben, wie das schöne Wetter noch anhielt. Als wir ankamen, fiel mir zum Gück noch ein, dass wir an diesem Wochenende mit der Großen Ordnung im Gartenverein dran waren. Das hieß Straße fegen, Unkraut auf dem Gehweg beseitigen. Draußen, wo das Vereinsgelände an den öffentlichen Gehweg grenzt. Das ist immer viel Arbeit, aber nutzt ja nix. Also parkte ich die kleine Frau im Garten, schnappte mir Gerätschaften und verfügte mich nach draußen. Ich hatte etwa ein Viertel geschafft, als unser Nachbar kam und meinte, ich solle warten, er hätte ein besseres Gartengerät. Kurz drauf gesellte er sich zu mir, ausgestattet mit einer Art Hacke, die ich gar nicht recht beschreiben kann. Damit hatte er ruckzuck das Unkraut weggehackt, ich musste es nur noch zusammenharken. Während wir da am Tun waren, kamen diverse Gartenfreunde vorbei, die alle unabhängig voneinander meinten, wir würden uns viel zu viel Arbeit machen, und sie täten sich das nicht mehr an. Drüber harken und gut. Mehr Mühe mache sich keiner.
Das sah man!
Uns war das aber egal. Wenn wir das machen, sieht es hinterher ordentlich aus! So!
Der angekündigte Regen kam erst am Abend, als ich die kleine Frau längst wieder heim gebracht hatte.
Ach so, ja, über ihren neuen Kurzzeitwecker und die Socken, die ich ihr für Muttertag gestrickt hatte, hat sie sich sehr gefreut.

Montag, 11. Mai
Nicht mein Tag. Schon in der Nacht war ich dauernd draußen, weil mein Bauch böse grummelte. Das setzte sich den ganzen Tag lang fort. Manchmal ist es doch gut, wenn man nicht zur Arbeit muss.

Dienstag, 12. Mai
Den 12. Mai habe ich hier in Bildern festgehalten.

Mittwoch, 13. Mai
Heute wollte der Sohn schon gegen Mittag wieder abgeholt werden. Allerdings mussten wir noch zu einer anderen Zweigstelle seiner Firma, wo er noch etwas abholen musste. Unterwegs entdeckte ich einen Abzweig zu einer schönen Wehrkirche. Diese ist hier in der Gegend ein beliebtes Fotomotiv, und ich wollte da schon seit Ewigkeiten mal hin, wusste aber nie, wo sie sich genau befindet. Der Sohn meinte: Wenn du mich hier schon immer durch die Gegend kutschierst, sollst du auch mal was Schönes haben. Da fahren wir auf dem Rückweg dort mal ran.
Ich habe mich so gefreut und eine Reihe von Fotos gemacht, auch wenn die Lichtverhältnisse an diesem leicht verhangenen Tag nicht gerade spektakulär waren.

Donnerstag, 14. Mai
Eine Stunde früher als vereinbart, hatte ich mich aus Versehen in den virtuellen Klassenraum eingeklinkt. So kam ich zu einer interessanten Unterhaltung über Sinn und Unsinn der Lockerungen der Corona-Beschränkungen.
Achtung, wer das Thema nicht mehr hören/lesen/ertragen kann, bitte den grünen Abschnitt überspringen.
Ich mache mir da so meine Gedanken:
Ist es angesichts wieder ansteigender Infektionszahlen wirklich sinnvoll, kommende Woche die Schulen und Kindergärten wieder vollständig zu öffnen? Und was taugen die Hygienekonzepte? Wie sollen es beispielsweise Kindergärtnerinnen hinbekommen, die 2- bis 6-jährigen Kleinen auf 1,50 Abstand zueinander zu halten. Oder Eltern auf öffentlichen Spielplätzen? Welchen Sinn ergibt das, die Spielplätze zu öffnen, wenn die Kinder nicht miteinander spielen dürfen? Und wenn sie es jetzt doch dürfen und dies kein Infektionsrisiko birgt, warum hat man dann die Spielplätze überhaupt gesperrt? Was ist jetzt anders als im März? Ist das Virus plötzlich nicht mehr so gefährlich wie vor 8 Wochen?
Anderer Schauplatz: Gastronomie. Es gibt zahlreiche Einrichtungen, die sich nicht mehr rechnen, wenn die Anzahl der Gäste durch Abstandsregelungen und Kontaktverbote reglementiert wird. Ganz abgesehen davon, dass man von einem angenehmen Restaurantbesuch weit entfernt ist, wenn nur Personen aus maximal zwei Haushalten zusammen an einem Tisch sitzen dürfen. Oder wenn man im Biergarten anrufen muss, ob denn eine Bank frei ist oder die wenigen Plätze, die genutzt werden dürfen, vielleicht schon belegt sind. Glauben die für die Lockerung Verantwortlichen wirklich, dass die Menschen, die wegen Kurzarbeit und ähnlichem kaum noch ihre Mieten bezahlen können {rund ein Viertel der Bevölkerung kann das schon nicht mehr}, unter solchen Bedingungen Geld im Restaurant ausgeben?
Neiiin, das glauben die nicht. Im Gegenteil, sie wissen, dass sich das Leben und die Wirtschaft nach diesen sogenannten Lockerungen noch nicht normalsieren werden. ABER, wenn der Gastwirt jetzt nicht öffnet, weil die Kosten zu hoch sind oder er die Hygienevorschriften nicht einhalten kann {ich denke nur mal an all diese All-you-can-eat-Läden}, dann können diese Verantwortlichen sich hinstellen und sagen: Wir haben dir nicht verboten, dein Geschäft wieder zu öffnen. Das hast du selbst entschieden. Nun sieh zu, wo du bleibst.
Und da, meine Lieben, frage ich mich nun, ob denn dieses ganze Lockerungsgerede nicht vielleicht nur dazu dient, die finanzielle Last der gestörten Wirtschaft von der Legislative auf die Unternehmer abzuwälzen, die am Niedergang ihrer Firmen überhaupt keine Schuld trifft.
Hat man vielleicht inzwischen erkannt, dass diese drastischen Verbote allen öffentlichen Lebens völlig überzogen waren? Dass es mit Besonnenheit und vielleicht mit Abstandsregeln und eventuell Maskenpflicht auch gegangen wäre, ohne die ganze Wirtschaft zu zertrümmern? Und will man jetzt mit diesen Lockerungen, die nicht wirklich welche sind und den teilweise hirnrissigen Hygienevorschriften versuchen, irgendein Gesicht zu wahren? Da war die Bundesregierung ganz schnell dabei, den Shut-Down zu beschließen. Und jetzt, da es um Lockerungen geht, wälzt man die Verantwortung auf die Länder ab. Tolle Show. Lockern die Länder nicht oder wenig, und es kommt daraufhin zu Ausschreitungen {Demos haben wir ja schon, die können auch ausufern}, dann ist die Regierung fein raus, denn Schuld sind die Länder. Lockern sie zu stark und die Infektionszahlen steigen wieder, sind aber auch die Länder schuld. Diese können beschließen, was sie wollen, es kann immer falsch sein. Dieser Verantwortung stellt sich aber die Dame Merkel mit ihrem Stab nicht mehr. Diese Verantwortung hat sie abgegeben. Tssss.

So, und jetzt schalten wir diesen revoluzzerischen Teil des Gehirns wieder ab und wenden uns angenehmeren Dingen oder zumindest dem Alltag zu.
Auf dem Parkplatz auf einem Bordstein saß diese kleine Fee. Ich vermute, dass sie Lynn gehört und diese sie wiederfand, als sie mit ihrer Mutti heim kam. Ich hoffe das zumindest, denn am Freitag Morgen war sie nicht mehr da.

Freitag, 15. Mai
Ich erwachte mit Kopfschmerzen. Die Tablette zeigte nur mäßige Wirkung, so dass ich wenigstens den Sohn bringen konnte. Danach kochte ich Tee, mümmelte eine trockene Toastschnitte und legte mich auf die Couch, wo ich doch tatsächlich bis Mittag schlief. Was ist denn bloß los mit mir? Ich glaube, ich bin schon zu lange daheim. Ein paar Wochen ist das ja ganz nett, aber sooo lange?
Der Sohn will in den Garten,. von dort aus dann weiter. Das macht er aber mit dem Rad, da muss ich nicht ran. Ich beschließe, den Nachmittag noch zum Ruhen zu nutzen und telefonieren nur kurz mit C.
Ganz besonders gefreut habe ich mich, dass sich Katl gemeldet hat. Wir telefonierten auch. Das war schön.
Später legte ich Hühnerbrust in meiner Spezialsoße ein. Noch später garte ich sie in der Backröhre. Gegessen habe ich dann aber doch lieber trockenen Toast und dazu Tee.

Samstag, 16. Mai
Als der Sohn in der Nacht heim kam, hatte er Sorge, ich könnte mal wieder nicht schlafen. Diesmal war es anders. ich wollte, weil ich gerade ein neues Buch von Elke Bergsma angefangen und mich festgelesen hatte.
Weil der Sohn natürlich die Hühnchenbrüste kosten musste und wir darüber ins Schwatzen kamen, legte ich das Buch beiseite. Und als er dann zu Bett ging, ging ich auch.
Nun habe ich ausgeschlafen, kunterbunt geträumt, mir meinen ersten Earl Greyaufgegossen.
Jetzt schaue ich mal, ob die Plauderrunde bei Andrea schon eröffnet wurde.
Ich freue mich auf euch.

Bleibt schön gesund.
Eure Mira