Samstagsplausch {17.10.2020}

Rückblick…
Letzte Woche hatte das echte Leben Vorrang vor dem virtuellen, so dass ich nicht dazu kam, mich bei Andrea in die Plauderecke zu setzen. Meinen Beitrag zum Samstagsplausch 41.20 habe ich trotzdem geschrieben, schon um die Erinnerung an eine tolle Woche und ein noch viel tolleres Wochenende zu bewahren.

Samstag, 10. Oktober 2020
Der Tag des Klassentreffens. Es war einfach toll und dass wir bis halb zwei Uhr nachts beisammen saßen, zeigt am besten, wie wohl wir uns miteinander gefühlt haben. Die Kleine Frau schoss mal wieder den Vogel ab, indem sie nach 23 Uhr die Nichte dazu brachte, mich anzurufen und zu fragen, wo ich bleibe. Später meinte sie, sie habe schon wieder tausend Befürchtungen gehabt: Ich könnte überfallen worden sein, auf dem Heimweg. Das Autoo könnte gestohlen worden sein. Das Auto könnte defekt sein und nicht mehr anspringen. Die ganze Klasse bekam den Kontrollanruf mit und einige meinten, es hätte sich seit der Schulzeit nichts geändert. Nun, eine Kleinigkeit hat sich doch geändert. Ich schaltete das Handy aus und setzte mich wieder an den Tisch. Früher wäre ich schnurstracks heim gegangen.

Sonntag, 11. Oktober 2020
An diesem Sonntag gab sich das Wetter noch einmal richtig Mühe und zeigte sich von einer besseren Seite, als vorhergesagt. Gemeinsam mit der Nichte fiel ich bei der Kleinen Frau zum Frühstück ein. Danach holten wir den Sohn samt Freundin ab und fuhren nach Bad Kösen. Das ist einer meiner Standardausflüge, wenn man nicht so weit weg will und trotzdem was erleben.
Meine drei Salinewichtel.

Montag, 12. Oktober 2020
Am Montag musste ich leider die Lieblingsnichte wieder hergeben. Mit 12 Fotos habe ich den Tag bei 12 von 12 näher beschrieben.

Dienstag, 13. Oktober 2020
Da ich am Montag noch frei hatte, war diese Woche der Dienstag mein Torgau-Tag. Es war wieder mal schön. So macht arbeiten Spaß.
Am Abend stellte ich fest, dass ich mein Telefon im Büro hatte liegen lassen. Das wurde ein entspannter Abend ohne Anrufe, aber leider auch ohne Textnachrichten und ohne Ebook. Zum Glück liegen hier ja noch einige echte Bücher herum. Und Strickzeug gibt es auch reichlich.

Mittwoch, 14. Oktober 2020
Als ich 5.30 Uhr aufwachte, war ich froh, dass ich keinen Wecker brauchte. Der wohnt schließlich auch im Handy und war noch nicht erreichbar. In aller Ruhe machte ich mich fertig für den Tag und fuhr so zeitig los, dass ich als erste am Büro hätte sein müssen. Leider hatten sich an diesem Tag alle Autofahrer gegen mich verschworen ;-). Die Straßen waren extrem voll und dann hatte ich zwischen den Dörfern auf der Landstraße noch einen PKW vor mir, der konstant 60 km/h fuhr. Auf der Landstraße!!! Da es reichlich Gegenverkehr gab, war an Überholen nicht zu denken. Es gibt zum Glück Streckenabschnitte, die so ausgebaut sind, dass immer im Wechsel in einer Richtung eine Überholspur vorhanden ist. Als wir diesen Streckenabschnitt erreicht hatten, beschleunigte dieser seltsame PKW auf über 100 km/h und ließ niemanden vorbei, nur, um mit dem Erreichen des Überholverbotes wieder stark abzubremsen. Ich frage mich, was in solchen Autofahrern/innen vorgeht.
Heute war es womöglich noch schöner in Torgau. Weil draußen nicht nur Schmuddel-, sondern regelrecht Ekelwetter herrschte, wirkte es drinnen besonders gemütlich, heimelig. Einige werkelten an kreativen oder handwerklichen Aufgaben. Andere kümmerten sich um Reinigung und Wäsche. Jeder wusste, was er zu tun hatte und alles lief hand ind Hand. Das war richtig schön, und ich blieb noch auf ein paar Handgriffe und einen Kaffee.

Donnerstag, 15. Oktober 2020
Stricktreffen im Café Cantona. Ich freute mich sehr darauf, die Mädels mal wiederzusehen. Zwar hatte es seit Ende des Lock Downs schon mehrere Treffen gegeben, aber ich war leider immer verhindert. Diesmal passte es. Ich hatte mir vorher einige Bewertungen des Cafés angesehen, die überwiegend schlecht ausfielen. Dazu muss ich sagen, dass die Mädels, sie uns bedienten, sehr freundlich waren. Der kritisierte Kellner hatte entweder keinen Dienst oder arbeitet da vielleicht gar nicht mehr. Längere Wartezeiten gab es wohl, aber da wir ohnehin in netter Runde beisammen saßen und strickten und fachsimpelten, war es recht angenehm, eben nicht alle Nase lang gefragt zu werden, ob wir noch etwas bestellen wollten.
Ja, es war ein schönes Treffen und ich war froh, dass ich da war, denn wer weiß, vielleicht werden gemeinschaftliche Unternehmungen bald wieder verboten und vielleicht werden auch die letzten Gastwirte noch in die Knie gezwungen, so dass vielleicht nur noch die Systemgastronomie und die ganz großen Ketten überleben. Hoffen wir mal, dass es nicht soweit kommt.
Die Warn-App zeigte keine einzige kritische Begegnung. Na also!

Freitag, 16. Oktober 2020
Diesmal gab es kein Freundinnen-Frühstück bei Katl. Na, auch gut. Ich hatte bereits am Montag einen heftigen Dämpfer bekommen, der mir sogar eine schlaflose Nacht beschert hatte. Da ist ein wenig Abstand vielleicht ganz gut, bis ich drüber hinweg bin und den Anlass für den Dämpfer {soweit ich ihn verstehe} ausgeräumt habe.
Dafür hatte ich am Nachmittag noch eine richtig schöne Begegnung. Die Weinkönigin rief an. Sie musste ihr Auto zur Werkstatt bringen und fragte, ob ich sie von da aus nach Hause bringen könnte. Na, sehr gern! Ich kündigte ihr an, auf dem Rückweg noch zu meinem Lieblingsladen im PC zu wollen, weil ich dunkelgraue Baumwolle brauchte. Sie hatte auch noch eine Erledigung im PC und danach tranken wir noch einen Kaffee. Ich habe diese Begenung sehr genossen.
Am Abend trieb ich mein neues Strickprojekt voran. Nachdem ich am Vormittag beim Halsbündchen zweimal ribbeln musste, klappte nun alles bestens. Da ich meinen neuen Pullover von oben und ohne Naht stricken will, musste ich bei der Aufteilung der Maschen nach dem Halsbündchen ein wenig hin und her rechnen. Ich hätte beinahe behauptet, einen RVO zu stricken, aber es wird eben gerade kein Raglan, also keine Schräge, sondern ein gerader Schultersattel. Heute Morgen habe ich schon mal anprobiert und bisher sitzt er gut, so wie ich ihn mir ausgedacht habe.
Ich sollte das vielleicht aufschreiben. Was meint ihr?

Jetzt komme ich zu Andrea, die diese Woche ein Buch rezensiert hat, das ganz wunderbar zu meinem Donnerstag passt und zu meinem Freitag, denn die Weinkönigin ist mittlerweile auch unter die Strickerinnen gegangen. Und zu meinem Wochenende passt es auch, weil ich an meinem Pullover noch ein gutes Stück weiternadeln will.

Habt ein schönes Wochenende und bleibt gesund.
Eure Mira

Samstagsplausch {10.10.2020}

Rückblick…
Montag, 05. Oktober 2020
Natürlich war ich wieder in Torgau. Den Tag habe ich hier ausführlich beschrieben.
Dienstag, 06. Oktober 2020
Wir wollten in die Lagerbox fahren, um ein paar Garne herauszusuchen, aus denen ich mir einen Winterpullover und/oder eine Strickjacke zaubern kann. Ich fühlte mich aber so knautisch, wie das Wetter aussah und hatte die Befürchtung, "etwas auszubrüten". Also verschoben wir die Lagerbox auf Mittwoch. Am Abend wollte der Sohn noch das Holz entladen, weshalb wir uns am Garten trafen. Ich sammelte die letzte Ernte für dieses Jahr ein, vier Zucchini und etwa 2 Kilo Tomaten.
Mittwoch, 07. Oktober 2020
Bis vor 31 Jahren war heute Nationalfeiertag. *hüstel*
Diesmal lockte schon das freundliche Wetter nach draußen. So wurde das Projekt "Lagerbox" umgesetzt. Während wir in den Kartons herumkruschtelten, zogen Wolken auf. Wir schafften es gerade noch, das Auto zu beladen, bevor Regen einsetzte. Zum Glück bekam ich einen Parkplatz direkt vor dem Haus, so dass die Entladung einfach war.
Donnerstag, 08. Oktober 2020
Der Vormittag gehörte der Kleinen Frau und ihrem Einkauf. Der Nachmittag gehörte dem Sohn und ein paar Transportdienstleistungen. Außerdem sah ich endlich einmal die Junghexe wieder. Das war sooo schön.
Später saß ich noch einmal ein wenig im Garten. Das tat der Seele gut.
Freitag, 09. Oktober 2020
Aus dem geplanten Frühstück bei Katl wurde eine kleine Räumaktion bei mir. Musste sein.
Zu Mittag fuhr ich in die Stadt, um die Lieblingsnichte {ich habe nur diese eine} vom Zug abzuholen. Danach ließen wir uns bei der Kleinen Frau nieder, die selbst einer Einladung folgte. Wir blieben dort, bis sie wieder heim kam. Es war herrlich, mit der Nichte mal wieder stundenlang zu schwatzen.
Samstag, 10. Oktober 2020
Ein superschöner Tag.
Nach einem kleinen Frühstück fuhren die Lieblingsnichte und ich los, um für unser Mittagessen zu sorgen, das wir mit und bei der Kleinen Frau einnahmen. Die Nichte hatte "Omatag", während ich am Nachmittag zu Conny startete. Kaffeetrinken im kleinen Kreis. Conny hatte traumhafte Kuchen und Torten gezaubert. Eine der anwesenden Damen träufelte reichlich Wermoutstropfen in meinen Tag, was die anderen Anwesenden nicht unbedingt bemerken konnten. Diese Dame hat ein unglaubliches Talent ihre eigenen Leistungen hochzuloben, macht das aber bevorzugt in Bereichen, von denen sie weiß, dass die anderen da nicht viel beizutragen haben und ihr somit ihre Aufschneiderei glauben müssen. Dumm nur, dass sie schon mehrfach Themen erwischt hat, die zu meinen Steckenpferden {oder gar zu meiner Studienrichtung} gehörten. So auch an diesem Samstag Nachmittag. Wäre es meine Veranstaltung gewesen, ich hätte sie gebeten zu gehen und ihre Märchen Leuten zu erzählen, die daran glauben können. Aber es war nicht meine Veranstaltung, also hielt ich den Mund und sagte ihr nicht, dass sie Unsinn redet. Die Suppe verhagelt hatte sie mir trotzdem, weil ich das Gefühl haben musste, dass die anderen Anwesenden ihren aufschneiderischen Müll glauben. So war ich dann froh, dass ich wegen des Klassentreffens, das am Abend stattfinden sollte, aufbrechen konnte, und als ich auf der Straße in der frischen Luft stand, fühlte ich mich regelrecht befreit. Allerdings war mir die Lust auf das Treffen kurzzeitig vergangen und ich hatte schon überlegt, gar nicht hinzufahren.
Zum Glück verflog dieser düstere Gedanke schon an der frischen Luft ein wenig und dann restlos während der Fahrt zum Veranstaltungsort. Das war tatsächlich ein großes Glück, denn das Klassentreffen war umwerfend schön. Einige meinten, es sei das beste aller bisherigen Treffen und ich kann das aus meiner Sicht nur bestätigen. Am liebsten würde ich mich gleich nächste Woche schon wieder mit den Leuten treffen, was natürlich Unsinn wäre. Immerhin haben wir den Termin für das nächste Treffen in zwei Jahren schon festgeschrieben.
Leider kann ich diesmal nicht zu Andreas schönem Samstagplausch verlinken — Quatsch, klar kann ich hin verlinken, habs ja gerade getan. Nur von dort hierher geht nicht. Macht aber nix. Meine Erinnerungen sind festgehalten. Das zählt.

Samstagsplausch {03.10.2020}

30 Jahre…
…bescheren uns heute, auf den Samstag, einen Feiertag. Kontraproduktiv für diejenigen, die die ganze Woche arbeiten und am Wochenende dann vielleicht auf den Markt gehen oder den Wocheneinkauf für die Familie erledigen, wollen. Ebenso ungünstig für die Menschen, die einen Feiertag in der Woche begrüßen würden, um die Hektik des Alltags zu unterbrechen. Und dann gibt es die vielen Menschen, die rund um die Woche, rund ums Jahr arbeiten und denen ein Feiertag gar nichts nutzt, egal, auf welchen Wochentag er fällt. Nunja.
Man könnte sich natürlich auch fragen, was wir denn überhaupt feiern? 30 Jahre unterschiedliche Entlohnung in Ost und West? 30 Jahre niedrigere Renten im Osten? 30 Jahre überhaupt noch immer Unterscheidung in Ost und West?
Ach komm, nee, ich will hier nicht aufwiegeln. Es ist Samstag und wir wollen bei Andrea gemütlich und genüsslich plauschen. Kopf in den Sand? Ja, vielleicht. Ich bin es leid, dauernd zu kämpfen. Bin müde geworden mit den Jahren.

Die Woche
Eine Kurzeinschätzung in einem Wort oder einem Satz gelingt diesmal nicht. Oder doch? GUT. Ja, die Woche war gut.

Montag, 28. September 2020
Ich bin nach Torgau gefahren, obwohl ich nicht genau wusste, ob ich da willkommen bin. Ich war willkommen, sogar sehr herzlich.
Dienstag, 29. September 2020
Gerade eben fiel es mir schwer, mich an den Dienstag zu erinnern. Dann aber doch: Den Vormittag habe ich mit wichtigem Papierkram zugebracht, der maximal noch bis Mittwoch Zeit gehabt hätte, mir aber schwer auf der Seele lag und deshalb nun unbedingt erledigt werden musste. Als ich endlich soweit war, passte die Verabredung mit dem Sohn nicht mehr ins Bild und die Katl hatte auch gerade keine Zeit für mich. So wurde es ein ruhiger Resttag, gefüllt mit ein paar Telefonaten.
Mittwoch, 30. September 2020
Ich war mit und bei Conny verabredet. Interessant, aufschlussreich und gemischte Gefühle hinterlassend.
Donnerstag, 01. Oktober 2020
Diesmal klappte die Verabredung mit dem Sohn. Es war super schön. Ein richtig gelungener Tag, an dem ich seit Ewigkeiten auch die Weinkönigin wiedertraf. Hach ja.
Freitag, 02. Oktober 2020
In der Früh gab es den Freitagsfüller.
Später lud die Katl zum Frühstück.
Danach bekam ich noch eine Massage, die mir sehr, sehr gut tat.
Samstag, 03. Oktober 2020
Nun schließt sich der Kreis. Ich bin hier, tippe am Samstagsplausch und kann mir Zeit nehmen, weil Feiertag ist und ich nicht los kann zum Einkaufen, was wiederum gut ist, weil ich nicht wirklich etwas brauche.
Auf den Nachmittag freue ich mich sehr, denn ich treffe mich mit Katl zum Waffel-Essen.
Job und Co.
An dieser Stelle möchte ich mich zunächst bedanken, für eure Kommentare, euren Zuspruch, das Mutmachen. Und ich möchte euch sagen, dass ihr recht hattet. Es war die beste Entscheidung und es ist auch schon wieder Licht am Ende des Tunnels.
Wie ihr wisst, war ich in Torgau, wo ich schon dringend erwartet wurde. Zunächst bleibt es bei der alten Vereinbarung: ein Tag pro Woche. Das geht auch erst einmal nur bis Ende Oktober, danach sehen wir weiter. Ich bin zuversichtlich, dass es eine Fortsetzung geben kann.
Am Mittwoch war ich in Sachen eigenes Projekt unterwegs und habe hier nun leider Zweifel daran, dass es überhaupt noch zum Laufen kommt, obwohl die meisten Rahmenbedingungen vielversprechend aussehen. Darauf verlassen sich nun die beiden Mitstreiterinnen, denn sie haben Erkundigungen eingezogen, nach denen es wohl 4 bis 6 Wochen dauern kann, von der Akzeptanz eines Angebotes bis zur Erteilung erster Aufträge. Auf diese Aufträge wollen sie nun warten und glauben, dass diese in ein bis zwei Wochen in Hülle und Fülle herein purzeln. Ich glaube genau daran eben nicht, weil ich die Erfahrung gemacht habe {bei anderen Firmen}, dass diese Aufträge zwar ausgegeben werden, dem Bildungs- oder Beratungssuchenden aber mehrere Auftragnehmer zur Auswahl gestellt werden. Sollte es so laufen, hätten wir schlechte Karten, weil uns noch keiner kennt. Mein Vorschlag, unsere mögliche Klientel zu bewerben, fiel auf unfruchtbaren Boden. Okay, dann warten wir mal.
Dabei fällt mir der Spruch ein: Hoffen und Harren hält manchen zum Narren. Und damit ich am Ende nicht die Närrin bin, für die kein Job/Auftrag übrig ist, bin ich wild entschlossen, etwas zu tun.
Dazu hatte ich dann am Freitag gleich zwei Gelegenheiten und habe sowohl für Ende Oktober, als auch für eine Woche im November Urlaubsvertretungen zugesagt. Die bringen mich ein gutes Stück weiter. Und bis dahin kann sich noch einiges ergeben.
Oh ja, ich bin zuversichtlich.

Die Kleine Frau
…hat mich diese Woche mal wieder geärgert. Dabei war sie die letzte Zeit so lieb und manchmal richtig niedlich. Aber am Dienstag musste sie mal wieder die Bestimmerin herauskehren und mich gängeln, manipulieren und als alles nichts half und ich böse Tochter nicht tat, was Mutti von mir verlangte, kam dann noch so ein blödes Ding: Na, wenn du wieder in eine andere Stadt abhaust, dann kannst du vorher gleich noch meine Beerdigung klären. Oh ha.
Ich nenne das Erpressung. Freunde, denen ich den Fall geschildert habe, kamen zu der gleichen Bezeichnung. Weil ich aber ein so schlechter Mensch bin und das Erpressung nenne, musste die Kleine Frau den Hörer auflegen und mich auch drei Tage nicht mehr anrufen. Ihr könnt es gern stur nennen, aber ich habe auch nicht angerufen. Die Kleine muss einfach begreifen, dass man mit einem Menschen, den man angeblich gern hat und von dem man Zuneigung erwartet, nicht so umspringen kann. Gestern rief sie dann an, hatte auch ein "Bewerbchen" und ich ging natürlich darauf ein. Trotzdem halte ich mich noch ein wenig zurück. Mache nicht gleich wieder Vorschläge, das Wochenende, den Feiertag miteinander zu verbringen, weil ich auch einfach mal Zeit für mich brauche. Zeit, die ich mit gleichaltrigen oder jüngeren Menschen verbringen möchte, mit anderen Gesprächen als der soundsovielten Wiederholung dessen, was die Kleine Frau mir über ihre Freundinnen und deren altertümliche Ansichten erzählt. Gerade heute ist ein herrlicher Herbsttag. Die Sonne lacht und es ist angenehm warm. In unserem Ort ist Kirmes. Katl hatte die Idee, zum Waffel-Essen zu gehen, um einen Schausteller zu unterstützen, den sie persönlich kennt. Das finde ich eine gute Idee und habe mich sehr gefreut, als sie fragte, ob ich mitkommen mag. {Oft vergisst sie das nämlich, diesmal zu meiner Freude nicht.} Ich möchte zu Fuß dorthin gehen, weil Parkplätze ohnehin rar sind, bei solchen Veranstaltungen erst recht. Die Kleine Frau würde den Fußweg dorthin aber nicht schaffen, so müsste ich das Auto mitnehmen, x-mal ums Carré fahren, bis ich die Kleine Frau irgendwo heraus lassen könnte, das Auto wegbringen, zurück latschen, später, das Ganze noch einmal umgekehrt. Ein entspannter Nachmittag sieht anders aus. Nämlich so, wie wir das heute durchführen werden. Ohne die Kleine Frau. Geht nun mal nicht anders.

Ansonsten…
…genieße ich den Herbst und die schönen sonnigen Tage. Und genau das wünsche ich euch auch. Genießt das Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {26.09.2020}


Endlich…
…habe ich mal wieder Zeit und Nerven für den schönen Samstagsplausch bei Andrea.
Das heißt, die Zeit nehme ich mir jetzt einfach, obwohl es schon reichlich spät ist, weil ich heute total verschlafen habe.
Das mit den Nerven ist eine mehrseitige Sache.
Zum einen kann ich den Samstag entspannt angehen, weil ich diese Woche schon Donnerstag Morgen von der Dienstreise zurück gekommen bin und gestern Zeit und Gelegenheit hatte, all die Unannehmlichkeiten aufzuarbeiten und zu klären, die sich in den letzten Wochen angesammelt hatten und drohten, mir über den Kopf zu wachsen.
Zum anderen macht das Schreiben endlich wieder Spaß, nachdem ich mir vorletzte Woche eine neue Maus und Tastatur gegönnt hatte. Die Tastatur ist schön aufgeteilt, so dass ich wieder schnell tippen kann, ohne mich andauernd zu verschreiben oder gar unbeabsichtigt in andere Zeilen oder Absätze zu hopsen. Nur die Backspace-Taste ist etwas klein, so dass ich öfter auf der # lande. Mir war gar nicht bewusst, wie oft ich die Backspace tatsächlich nutze. 😉 Die dauernden Verschreiber, Vertipper, Verrutscher hatten mir in letzter Zeit das Schreiben verleidet.
Nun ist alles wieder gut. Zumindest in dieser Hinsicht.
Und sonst? Ist gerade nichts so richtig gut. Naja.

Job und Co.
Nee, ehrlich, das wollt Ihr nicht wissen. Oder? Ihr wollt es wissen! Okaaay.
Die letzten drei Wochen ging ich auf dem Zahnfleisch. Die Dienstreisen nervten plötzlich und ich musste dauernd an ein paar Zeilen aus dem Donau-Angler von Keimzeit denken:Cheria, cherio – Der am Fluß wünscht sich ans Meer. Und wäre er dort irgendwo, So wünschte er sich wieder her. Was hab ich euch von den Diensteisen vorgeschwärmt. Unbedingt wollte ich sie antreten. In der Ferne arbeiten. Ich hab mir das so gewünscht. Und dann war ich dort irgendwo und wünschte mich tatsächlich wieder heim, oder nein, ich wünschte mich weg, nicht mal unbedingt nach Haues. Nur weg. Und warum? Erstens, weil die Arbeit, die dort auf mich wartete, viel zuviel war für eine Person und ich dadurch das Gefühl hatte, keine Aufgabe wirklich richtig gut zu erfüllen. Diesen Anspruch habe ich aber. Ganz besonders wichtig ist mir dabei die Arbeit mit den Kursteilnehmern, erst recht, wenn einige davon gerade mitten in der Vorbereitung auf eine IHK-Prüfung stecken. Darauf konzentrierte ich mich vorrangig, wodurch die übrige Arbeit hinten runter fiel, und weil ich das nicht so lassen konnte, fiel am Ende ich hinten runter, indem ich jeden Abend länger im Büro saß oder mir die Korrekturen mit ins Hotel nahm. Hinzu kam, dass mich die Obrigkeit beim Honorar besch…, ähm ausgetrickst hatte. Es war ein bestimmter Satz pro Unterrichtseinheit vereinbart, wobei eine Unterrichtseinheit schon immer seit 19 Jahren, die ich als Dozentin arbeite und in allen Einrichtungen, für die ich seither tätig war, 45 Minuten beträgt. Und nun stand dünn gedruckt 60 Minuten auf dem Vertrag. Dazu kam, dass pro Tag 8 Einheiten vereinbart waren, ich aber von vorn herein schon 9 absolvieren musste, da die Einrichtung von 7 bis 16 Uhr geöffnet hat, ich aber allein war, also morgens auf und abends zusperren musste. Und nochmal zurück zu dem allein und Arbeit nicht schaffen. Für das Pensum, dass ich dort zu erledigen hatte, und das auch dem Kollegen, den ich verteten habe, aufgebürdet wurde, hatten wir hier an "meinem alten" Standort 4 Leute, vier. Wundert ihr euch jetzt noch, dass selbst mir Arbeitstier das zu viel wurde? Nee, oder?
Aber damit immer noch nicht genug. Es kommt insofern noch dicker, als ich etwas getan habe, was ich noch nie vorher getan habe und nun natürlich zweifle, ob es richtig war:
Ich habe am Mittwoch noch bis Mitternacht im Büro alles aufgeräumt und aufgearbeitet, weil ich dem Kollegen einen sauberen Schreibtrisch hinterlassen wollte, immer mit dem Hintergedanken, ich komme hier nie wieder her. Am Donnerstag Morgen gegen 3.30 Uhr war ich daheim. Am Donnerstag Morgen 9.15 Uhr kam der Anruf, ob ich denn nicht gleich in der nächsten Woche wiederkommen könnte und von da an bis Weihnachten immer drei Tage die Woche. Ich war geschockt und erbat mir Bedenkzeit. Und in dieser Zeit erzählte ich natürlich meiner Familie und einigen meiner Freunde {die greifbar waren} von der Sache und alle rieten mir davon ab. Mutti natürlich, weil sie möchte, dass ich in der Nähe bleibe, die Freunde, weil sie mir vorrechneten, dass es sich schon jetzt nicht gerechnet hat, bei den Konditionen, und dass es sich demnach bei 3 Tagen erst recht nicht rechnet. Eine Freundin, weil sie mich hier braucht, falls unser Projekt endlich in die Gänge kommt, falls es in die Gänge kommt. Und ich selbst hatte einen Graus davor, jetzt, wo es auf den Winter zugeht, jede Woche zweimal drei Stunden durch die Dunkelheit zu fahren, hinwärts unausgeschlafen in aller Herrgottsfrühe, heimwärts abgearbeitet und geschafft im dicksten Wochenendverkehr. Am Freitag Morgen gegen halb neun rief ich an und sagte ab, sicherte aber eine Urlaubsvertretung zu. Gegen zehn kam ein Anruf aus der Zentrale, ob ich unterschreiben würde, wenn sie mir einen Vertag anbieten, ab sofort bis Weihnachten Vollzeit, fünf Tage die Woche. Ich stand noch so sehr unter dem Eindruck, welchen Stress mir diese Vollzeit in den letzten Wochen beschert hatte, dass ich dieses Angebot gleich und ohne Bedenkzeit ablehnte.
Und seitdem kreise ich hier herum und frage mich, ob das richtig war. Wenn ich mir vorrechne, was ich verdienen könnte und welche zusätzlichen Kosten auf mich zukommen, weiß ich, dass es richtig war. Wenn ich dann aber darüber grüble, was ich stattdessen machen soll, ob das Projekt jemals zum Laufen kommt {ich kann da nicht mehr daran glauben} und welche finanziellen Folgen das nun wieder haben könnte, dann zweifle ich an meiner Entscheidung. Und dann kreise ich hier herum, mache mich verrückt und alle in meiner Umgebung und nun auch noch euch. Dabei habe ich schon gestern im Freitagsfüller geschrieben, dass ich genau um diese Entscheidungen viel zu viel Drama mache. Hachzzz.

Ach, wisst ihr, was?
Ich schreibe jetzt gar nicht mehr weiter an diesem Eintrag herum, sondern sende ihn ab und komme dann zu euch zum Lesen. Das wird mir gut tun, mich auf andere Gedanken bringen und danach werde ich den Regentag nutzen um zu stricken, gemütlich mit einem Tee auf der Couch.

Habt ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {22.08.2020}

Es ist Zeit, die Andrea zu besuchen und mit euch zu plauschen. Mit Regula habe ich mich heute Morgen schon am August erfreut und an ihrem Frühstücksfoto. Jetzt suche ich für euch auch schnell eines heraus. Die Kleine Frau meinte, das sehe spärlich aus, aber ich habe ihr gesagt, das läge nur daran, dass der Brotkorb noch fehlt und ihre Kaffeetasse. Und ja, bei Katl ist der Frühstückstisch immer viel voller, aber am Ende ist es immer zu viel. Wir haben ja nicht mal hier alles geschafft.
Und schon bin ich mittendrin un meinem Wochenrückblick.
Die Woche insgesamt
Durchwachsen wiedermal. Teilweise sehr schön, teilweise so naja… und ich weiß nicht mal, woran das mit dem "naja" überhaupt liegt.
Auf den Sonntag hatte ich mich lange gefreut. Es gibt da eine kleine Gruppe ehemaliger Schüler/innen, mit denen ich immer noch Kontakt habe. Einmal im Jahr treffen wir uns zum Schnitzel-Essen.Diese Verabredungen sind eine Garantie für einen ganzen Abend herzhaft Lachen. Und genau das braucht man in diesen Zeiten noch mehr, als sonst schon. Es war herrlich. Wir waren wieder mal die Letzten da im Restaurant. Und naja, klar, lecker war es auch.
Jobs und Co.
Am Montag durfte ich noch einmal in Torgau arbeiten und wie schon vermutet, war dort das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Chefin, die gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt war, setzte alle möglichen Hebel in Bewegeung, damit ich recht bald dort weiter arbeiten kann. Ich glaube schon, dass sie erfolgreich sein wird. Ich berichte zu gegebener Zeit.
Die Kleine Frau
Der Donnerstag und Freitag gehörten der Kleinen Frau. Ich war die ganze Zeit bei ihr, habe auch da übernachtet. Sie hatte am Donnerstag eine OP im Gesicht und musste nach dem Aufwachen 24 Stunden betreut werden. Das war auch gut so, denn am Anfang war sie noch recht taumelig. Aber sie hat alles recht gut überstanden und der Arzt meinte am Freitag beim Verbandswechsel, es sieht alles so aus, wie es soll. Das klingt doch gut. Gestern wuselte sie auch schon wieder herum und ließ es sich nicht nehmen, zum Frühstück das Rührei zu braten. 😉
Der Jürschn hat sich nach ihrem Befinden erkundigt und Gute Besserung gewünscht. Das hat die Kleine Frau sehr gerührt, weil der Jürschn und das Ank ja meine Freunde ist. Ich fand das auch lieb, dass sie nach der Mutti gefragt haben.
Befindlichkeiten
Wie oben schon erwähnt, geht es mir derzeit immer mal so… seltsam. Ich bin dann grüblerisch und manchmal heule ich ohne Grund. Woran liegt das, woher kommt das? Bin ich zu viel allein? Ich bin doch aber gern allein! Oder liegt das daran, dass mir das Leben immer mal wieder zeigt, dass ich möglicherweise gar nicht mehr so viel Zeit habe, noch einmal durchzustarten? Oder liegt es an diesem blöden hässlichen Corona-Sommer, in dem alle Freuden, die ich mir sonst gegönnt hätte, verboten sind?
Ich wollte zu Lieder auf Banz, ich wollte zu Songs an einem Sommerabend, ich wollte mit der Junghexe samt Freundin und meiner Schwester samt Freundin und mit Katl zum Ancient Trance Festival und zur Rocknacht. Und ich wollte auch zu den Rocklegenden. Klar, auch das kann ich 2021 nachholen, aber eben nur bedingt, weil zwei der Musiker, die ich im April diesen Jahres auf der Bühne zu erleben hoffte, inzwischen nicht mehr am Leben sind. Sie werde ich nie mehr live erleben und wer weiß, wie es manch anderem bis nächstes Jahr geht?
Vielleicht ist es das, was mich unterschwellig so traurig macht, so schwermütig.

Nun aber reiße ich mich zusammen, schnappe mir die Katl und fahre zu einem Klamottenladen, wo ich hoffe, etwas passendes für meinen Riesenkörper zu bekommen. Das Leben muss ja weiter gehen. Irgendwie.

Samstagsplausch {15.08.2020}

Es ist schön, dass wieder Samstag ist und wir uns bei Andrea zum Samstagsplausch treffen.

Die Woche insgesamt
Durchwachsen, zum Glück überwiegend positiv.
Jobs und Co.
Die ersten drei Wochentage war ich wieder in Weißwasser zum Arbeiten. Das machte besonders deshalb Spaß, weil ich mehr Aufgaben bekam, als ich bisher an anderen Standorten hatte. Damit konnte ich nun offiziell Arbeiten ausführen, die ich früher schon einfach mit übernommen hatte, um die Lieblingskollegin zu entlasten. Nur, dass jetzt der Hintergrund ein anderer ist und die Chefs meine Arbeit jetzt sehen und auch anerkennen. Gutes Gefühl!
Am Donnerstag in meinem geliebten Torgau kam dann der Wermutstropfen. Ich darf nur noch einmal am kommenden Montag dort arbeiten, danach erst mal nicht mehr. Da müssen wir erst mal sehen…
Ich dumme Nuss habe letztens eine Anfrage aus Cottbus abgelehnt mit der Begründung, ich wolle unbedingt meinen Vertrag in Torgau erfüllen. Und nun wird mein Vertrag von dort aus einfach gekippt. Wortreich und ich müsse das verstehen. Ja, freilich verstehe ich das, und selbst wenn nicht, muss ich es akzeptieren. ABER dann müssen die Damen dort in Zukunft auch verstehen oder zumindest akzeptieren, dass ich eine Woche Arbeit nicht mehr ablehnen werde, um bei ihnen den Vertrag für einen Tag pro Woche einzuhalten. Das geht dann eben auch nicht mehr. PUNKT.
Wobei ich nicht mal denke, dass da das letzte Wort schon gesprochen ist. Die Chefin ist nämlich im Urlaub und weiß das noch gar nicht, allerdings weiß ich nun wiederum von ihr, dass sie auch bei Schwierigkeiten unbedingt an dem Vertrag festhalten wollte. Kann gut sein, dass sie das alles wieder ändert, wenn sie zurück ist. Na, schaun wir mal.
Lili meinte: Lehn dich zurück und nimm das, was du angeboten bekommst! Da wird schon noch einiges kommen! Und das sehe ich auch so.
Oh oh…
…ich sehe gerade, ich muss los. Dabei wollte ich noch verschiedens erzählen. Na, vielleicht melde ich mich heute noch mal ein einem weiteren Beitrag. Jetzt ist erst einmal die Kleine Frau dran und die Einkaufstour mit ihr. Muss ja auch mal sein.
Bis später ihr Lieben
eure Mira

Samstagsplausch {08.08.2020}

{01.08.2020}
Und schon haben wir AUGUST. Tja.
Andreas Thema im heutigen Samstagsplausch heißt zu viel.
Zu viel zu tun hatte ich heute Morgen, so dass ich nicht gleich in der Früh zum Plaudern kam.
Geschrieben am: 1. August 2020 von Mira Wunder

Und dabei blieb es. Warum? Weil nicht nur der Samstag, auch der Sonntag vollgepackt war. Sehr schön, aber eben voll. Zu voll für Samstagsplaudereien.

{08.08.2020}
Und damit sind wir beim aktuellen Samstag angekommen und bei Andreas neuem Thema. Die Fundholzkreationen ihrer Schwester sind einfach zauberhaft. Und schon wieder tanzen mir Geschichten durch’s Hirn.
Und sonst so?
Die Woche insgesamt
Solche Wochen hätte ich gern öfter. Hab ich schon mal geschrieben, nach meiner Dienstreise nach Cottbus. Diese Woche jetzt in Weißwasser war rundum noch schöner, einfach weil die Unterkunft traumhaft im Wald an einem See gelegen war und damit jeder Feierabend sich wie Urlaub anfühlte.

Jobs und Co.
Wie gesagt, Dienstreise. Der Chef hatte eine Idee. Und mir kommen dazu ganz krause Gedanken. Was, wenn er mich fragt… Ach, ich denke da jetzt einfach nicht drüber nach, freue mich an den Veränderungen und warte erst einmal ab, was sich noch so ergibt.

Die Kleine Frau
…ist nicht nur eine kleine, sondern leider auch eine alte Frau. Manchmal merkt man das sehr deutlich und manchmal kann ich nicht besonders gut damit umgehen. Zum Beispiel dann nicht, wenn ich nach einer Woche Dienstreise heim komme, am Sonntag wieder Taschen packen und am Montag schon um vier wieder losfahren muss, es draußen 36°C im Schatten hat und die Kleine Frau unter allen Umständen um die Mittagszeit in den Garten will, der in der prallen Sonne liegt. Nee, dann eben nicht.

Für die Plauderrunde bei Andrea ist es wieder einmal zu spät, aber veröffentlichen will ich den Beitrag schon noch. Als Erinnerung für mich.

Samstagsplausch {25.07.2020}

Der 25. Was war da noch? In meinem Kopf geistert der 25. herum als ein Tag, an dem gleich mehreres anlag. Aber was?
Ach ja, Guten Morgen erst einmal. Lassen wir uns bei Andrea nieder und plauschen wir ein wenig.

Jetzt…
…ist bereits Nachmittag und ihr habt die Plauderrunde bereits wieder ver- und interessante Einträge hinterlassen. Ich habe mich heute verzettelt, denn zuerst wollte ich ein Samstag-Guten-Morgen-Bild aufnehmen.Als ich dieses dann an den Rechner übertragen wollte, stellte ich fest, dass auf dem Handy schon wieder kaum noch Speicherplatz frei war, was überwiegend den unzähligen WhatsApp Bildern geschuldet ist, die andauernd hier eintrudeln. Also rief ich den entsprechenden Ordner auf und begann zu sortieren. Einige Fotos und Videos kommen natürlich ins Archiv. Familie, Freunde, Interessantes. Das meiste aber kann nach Betrachtung gelöscht werden. Nur steckt es ja zunächst alles in einem Verzeichnis, und das Sortieren braucht Zeit.
Dann rief noch die Lili an und wir kamen mal wieder vom Hundersten ins Tausendste. Naja.

Die Woche insgesamt
Durchwachsen war sie, die Woche. Das kann ich leider nicht anders sagen. Auch hatte ich mehrfach so etwas, wie "meinen Moralischen" und wusste gar nicht so recht, wohin mit mir. Teilweise hab ich Lili davon erzählt, teilweise der Katl. Aber ich will ja auch niemanden damit belasten, zumal es gar keinen echten Grund gibt, knautschig zu sein. Nur eben so seltsame Gefühle. Hachzzz.

Jobs und Co.
Nachdem ich den Termin von Montag auf Dienstag verlegt hatte, fragte ich bei der super lieben Chefin nach, wie sie es denn gern hätte, ob ich den zweiten Tag gleich am Mittwoch absolvieren soll, oder lieber erst am Donnerstag. Sie entschied sich für Mittwoch, so dass ich nun mal 2 Tage nacheinander dort war. Am zweiten Abend fragte ich mich, wie ich das die vielen Jahre geschafft hatte, Vollzeit und nahezu ohne Urlaub auszukommen. Und ich fragte mich, wie ich das in Zukunft schaffen will, wieder Vollzeit zu arbeiten. Dabei ist das doch gar kein Problem, schließlich mache ich das auch, wenn ich auf Dienstreise bin. Da weiß ich ja, dass es klappt. Weshalb also die Grübelei?
Den Donnerstag verbrachte ich überwiegend am Rechner, indem ich mich den Steuererklärungen für Mutti und Sohn widmete und natürlich meiner eigenen. Fertig bin ich noch nicht, weil bei den beiden noch Belege fehlten und bei mir so viele, viele Belege einzutragen sind. Soll ja schließlich alles ordentlich werden.
Für das Projekt sind nun endlich alle Genehmigungen erteilt. Ab jetzt liegt es nicht mehr in unserer Hand, ob es erfolgreich wird. Aber ich denke schon. Warum auch nicht? Wir haben so viel dafür getan.
Für eine Dienstreise im September kamen die Verträge bei mir an. Zweieinhalb Wochen Aufträge sind gesichert.
Für einen weiterenen Auftrag kam eine telefonische Anfrage und ich habe zugesagt. Danach fragte ich mich dann, ob das so richtig war. Ja, klar, ich muss und vor allem ich möchte arbeiten. Aber die Kleine Frau wird ningeln. Ihr gefiele das besser, wenn ich nicht arbeiten würde.
Apropos…
Die Kleine Frau
Wie ihr wisst, ist die Kleine Frau schon manchmal ganz schön nervig. Am Montag waren wir nun beim Chirurgen. Der OP-Termin ist aber erst im August. Passt ganz gut.
Ich fragte sie, ob sie denn nicht mal wieder einkaufen möchte. Sie brauchte nichts. Das sagte sie mir auch auf meine Nachfrage am Mittwoch und am Donnerstag. Am Freitag fiel ihr plötzlich ein, dass sie eine Liste hat und in den Kaufmannsladen möchte. Aha!
Für Freitag war auch Grillen plus Lagerfeuer geplant. Das muss ich vorher ansagen, weil sie sonst just in dem Moment nach Hause will, in dem der Grill angeheizt ist und die Roster drauf liegen. {Wäre nicht das erste Mal.} Also gibt es die spontanen Gartenparties bei uns nur mit Antrag. *kicher* Am Donnerstag meinte sie dann, ob ich daran denn noch festhalten wolle, schließlich werde es bis Sonntag regnen. Das haben die hier gesagt! Auf meine Frage, ob sie es gern um eine Woche verschieben wolle, stimmte sie sehr erfreut zu. Am Freitag Vormittag rief sie dann an: Heute wird ein sehr schöner sonniger Tag. Das sagen die hier! {Die sind diverse Fernseh- oder Radiosender, und der Mutti ist es sehr egal, für welche Region dort das Wetter vorhergesagt wird. Wenn es ihr in den Kram passt, dann wird das Wetter so!} Also war ich wieder am Herumtelefonieren, Umdisponieren und durfte sie letzten Endes um die Mittagszeit zum Kaufmannsladen bringen und 16.30 Uhr in den Garten holen.
Und, was glaubt ihr, wie das lief? GENAU! Pünktlich, als das Grillgut auf dem Rost lag, zog Mutti ihre Strickjacke über, weil es sooo kalt geworden ist. {Es war ca. 18.30 Uhr und es herrschten noch 24°C} Und kaum, dass wir dann gegessen hatten, fing sie an ab- und einzuräumen, denn wir fahren jetzt nach Hause!!! und sprengte damit die ganze schöne Runde. Kein Gedanke mehr an Lagerfeuer. Sie will gehen und dann müssen auch alle anderen nach Hause, weil es nicht sein kann, dass noch jemand bleibt, wenn sie entschieden hat zu gehen. Nunja. Ein weiterer Punkt auf der Merkliste, denn das ist nicht das erste Mal. Im Gegenteil, es ist ihre Masche. Sie hat diese Show schon zum Geburtstag des Sohnes abgezogen und auch schon Silvester. Da gab es jedes mal Ärger, weil ich natürlich die ganz und gar Böse war, weil ich sie {wohl gemerkt auf ihren eigenen Wunsch} nach Hause bringen wollte, aber allein und ohne die anderen, die gern noch bleiben wollten. Tja, wir sind mal wieder in einer Phase, wo ich ihr nichts recht machen kann.
Die Krönung war diese Woche, dass ich mir erlaubt habe, eine Reise für uns zwei zu buchen. Eine Flusskreuzfahrt im nächsten Mai. 15 Tage auf der Donau. Richtig teuer, damit sie die bestmöglichen Annehmlichkeiten hat. Wir hatten so eine Reise schon 2018, die dauerte damals 11 Tage und als sie zu Ende war, hieß es, ach schade, dass sie schöne Reise schon vorbei ist, das hätte ich noch zwei Wochen ausgehalten. Jetzt sind die 15 Tage viiiel zu lange. Und das Größte ist, dass sie, seit die Buchungsbestätigung kam, nun meinetwegen nicht mehr schlafen kann, weil ich immer solches Zeug mache, und sie gar nicht weiß, wie sie das dann schaffen soll. Hä???
Meine Schwester lacht und sagt: Na, dann bist du eben Schuld, dass sie nicht schlafen kann. Du bist doch sowieso immer an allem Schuld, ist doch egal, woran.
Tja, wo sie Recht hat… *grins*
Im Hinblick auf Andreas heutiges Thema Dankbarkeit muss ich mir natürlich den Vorwurf oder besser die Aufforderung gefallen lassen: Sei einfach mal dankbar! Dankbar, dass die Kleine Frau mit ihren über 87 Jahren überhaupt noch so herumzicken kann, und ja, dafür bin ich auch dankbar. Aber manchmal nervt es eben doch.

Ach so
Ich möchte mich noch bei euch für eure lieben Kommentare von letzter Woche bedanken. Ich habe alle gelesen und mich darüber gefreut, auch wenn ich diesmal nicht zum Beantworten gekommen bin. Das wird wieder besser, sobald meine Verfassung wieder eine bessere ist.

Nun wünsche ich euch allen erst mal ein schönes Wochenende
und mir auch.
Eure Mira

Samstagsplausch {18.07.2020}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen bei Andrea. Es ist 5.30 Uhr, also noch recht früh am Morgen, besonders für einen Samstag, nachdem man am Abend zuvor von einer Dienstreise zurück gekommen ist, aber es nutzt ja nix, die Kleine Frau
Ach, ich erzähle das wohl lieber etwas strukturierter, anstatt hier gleich loszupoltern.
Also:
Die Woche insgesamt
Solche Wochen hätte ich gern öfter. Ähm, solche Wochen werde ich noch öfter haben, was mich sehr freut.

Jobs und Co.
Letzte Woche hatte ich es bereits erzählt, dass mich in dieser Woche ein Dienstreise nach Cottbus erwartete. Ich freute mich so sehr darauf, dass ich schon befürchtet, es könnte irgendwie blöd werden. Das kennt ihr doch, wenn man sich sehr auf etwas freut, geht es schief, während die Vorhaben, auf die man gar keine Lust hat, meist die besten Veranstaltungen werden. Zu meiner großen Freude hat sich diese Vorhersage diesmal nicht bewahrheitet, denn die Dienstreise verlief so gut, wie ich das erhofft hatte.
Am Montag hatte ich zunächst noch in Torgau zu tun. Zu meinem Glück ist die Chefin dort so lieb und so flexibel, dass sie meine verrückten Terminwünsche immer berücksichtigt.
Am Dienstag machte ich mich morgens kurz nach 4 Uhr auf den Weg nach Brandenburg. Ich mied die Autobahn soweit ich konnte und hatte eine wunderbar entspannte Fahrt in der Morgensonne quer durchs Land. Die Kollegen, die ich noch nie gesehen hatte, empfingen mich freudig und freundlich und wiesen mich in die Gegebenheiten und Gepflogenheiten des Standortes ein. Und schon war ich mitten drin in einem weiteren Job, der richtig Spaß machte.
Die vier Arbeitstage vergingen wie im Flug.
An den Abenden lief ich kreuz und quer durch Cottbus, dummerweise auch am Mittwoch im Regen, was mir Kratzen im Hals und eine Triefnase einbrachte. Zum Glück kam das erst gestern auf dem Heimweg richtig heraus, so dass ich bis zum nächsten Arbeitstag ein wenig Zeit habe, mich zu kurieren. Man wird ja in der heutigen Zeit gleich schief angeschaut, sobald man mal hustet oder sich schneuzt.

Die Kleine Frau
Sie sorgt mal wieder für Wirbel. Von unseren Hautarztbesuchen in der vergangenen Woche hatte ich bereits berichtet. Einer stand für letzten Samstag noch auf dem Plan. Als sie wieder heraus kam, weinte sie. Ich soll nun doch wieder in die Gesichtschirurgie. Aber ich muss am Mittwoch nochmal hier her, die Unterlagen abholen. Wie soll ich das denn machen? Du bist doch nicht da. Meine Frage, warum sie das nicht gleich der Sprechstundenhilfe gesagt hat, konnte sie nicht beantworten. Das ging nicht. meinte sie.
Dafür durfte ich dann am Montag nach der Arbeit noch rotieren, um die Unterlagen zu bekommen, ohne dass die Kleine Frau sich mit der Straßenbahn herumquälen muss. Dabei wäre sie letztes Jahr schon mal beinahe unter die Räder gekommen {im wahrsten Wortsinn}. Seither sehe ich zu, dass sie nicht Bahn fährt, schon gar nicht allein. Im Ergebnis meiner Bemühungen bekamen wir nun für nachher einen Termin zum Unterlagen abholen. 8.00 Uhr.
Am Donnerstag verkündete die Kleine Frau am Telefon ganz stolz, dass sie schon in der Chirurgie angerufen und selbst einen Termin vereinbart hat. Für Montag! Da hätte ich Dienst in Torgau. Das wusste sie auch. Aber natürlich hat sie daran nicht gedacht. Sie will die Sache schnell hinter sich bringen, da sind ihr meine Termine natürlich unwichtig. Aber sie sind wichtig. Für mich. Zum großen Glück habe ich in Torgau eine so liebe, verständnisvolle und flexible Chefin. Sie stimmte zu, meinen Termin auf Dienstag zu verlegen. Ich werde der Mutti einen Zettel schreiben, mit den Tagen, an denen ich NICHT zur Verfügung stehe. Den kann sie bei der Anmeldung vorlegen. Da wird sich doch ein Termin finden lassen, der nicht mit meinen kollidiert.
Ich frage mich nur, was das werden soll, wenn ich wieder Vollzeit arbeite. Ich kann doch nicht alle Nasen lang von der Arbeit wegrennen. Das macht doch kein Chef auf Dauer mit. Ohoh, das kann noch was werden.
Jetzt muss ich erst einmal eilen, dass die Kleine Frau mir nicht unruhig wird, wegen ihres heutigen Termins.
Danach wollen wir zusammen frühstücken. Sie hat gestern Abend schon die Tassen hingestellt. Süß, oder?

Euch wünsche ich ein schönes Wochenende
Eure Mira

Samstagsplausch {11.07.2020}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen bei Andrea.
Lasst uns frühstücken und plaudern. Eine gemütliche Runde ist genau, was ich jetzt brauche, fühle ich mich doch gerade wieder ein wenig paralysiert. Das geschieht mir immer, wenn zu vieles gleichzeitig auf mich einstürmt. Dann kann ich zunächst gar nichts tun und muss erst einmal meine Gedanken sortieren. Und was stürmt da? Und wie? Und warum?
Dabei fing die Woche doch so gut an. Na, sie geht auch gut zu Ende, aber eben anders gut.
Geruhsam
Der Samstag {04.07.2020} schlich dahin. Irgendwann schrieb der Jürschn, ob ich im Garten wäre. Ihm ging es nicht gut, so dass er nicht rauskommen konnte. Schade. Man hätte mal wieder schwatzen können. Später wünschte er sich, ich würde mal nach dem Rechten schauen. Das ließ mir doch keine Ruhe, also packte ich meine tausend Taschen und lief los. Dat Anki schlief, als ich ankam. Nunja.
Chrissi kam mit zwei Flaschen Radler. Gab ein schönes Gespräch, interessante Themen.
Ich baute mein Bett auf der Schaukel. Ich liebe es, unter freiem Himmel zu schlafen. Der Vollmond lugte zwischen Wolken hindurch und es wurde die ganze kurze Nacht nicht richtig dunkel. Kurz nach 5 Uhr stand ich auf, weil ich die Biotoilette reinigen wollte. Ich mag das nicht, wenn ich dabei Publikum habe. Also erledige ich das gern ganz früh morgens. Dann hatte ich es weg und wässerte gleich noch die Gemüsebeete. Und dann war Zeit für den ersten Milchkaffee. Dem Anki hätte ich auch gern einen gegeben, aber es ließ sich nicht ansprechen. Guckte kurz und verschwand wieder. Schade.
Die Chrissi kam. Auch so ‘ne frühe Vogelin. Sie ließ sich einen Kaffee aufdrängen. Und die Sonne kam auch und guckte uns zu.
Der Tag war nicht so ganz geruhsam {die Kleine Frau war da}, auch der Abend nicht {zwei Nachbarn besuchten den Sohn, der dann ging, während mir die beiden Nachbarn blieben}
Die Nacht zum Montag verbrachte ich wieder auf der Schaukel. Herrlich.
Auch der Dienstag war noch ruhig, auch wenn der Arbeitstag ein paar sehr emotionale Gespräche brachte.

Wirbel
Ein Anruf am Mittwoch brachte den geruhsamen Ablauf völlig durcheinander. Ein Anruf mit einem Jobangebot, das ich mal noch eine Nacht überschlafen wollte. Tatsächlich hatte ich mich längst entschieden und begann sogleich zu planen und umzuorganisieren, was diverse Telefonate nach sich zog. Plötzlich musste ich Erledigungen, für die ich dachte, noch wochenlang Zeit zu haben, in ein paar Tagen schaffen. Huch.
Nachdem ich am Donnerstag Morgen den Auftrag zugesagt hatte, gab es weitere Telefonate, Mails und plötzlich purzelten weitere Aufträge herein, so dass ich meinen Job in Torgau komplett umorganiseren musste.
Für zusätzlichen Wirbel sorgte die Kleine Frau, die wieder einen Hautarzttermin hatte, zu dem ich sie brachte. Das dauert immer ewig. Man muss bei jedem Termin mit rund zwei Stunden rechnen, die man nach der Bestellzeit noch warten muss. So auch am Donnerstag. Und dann war die Behandlung noch nicht einmal abgeschlossen und sie muss nachher noch einmal hin. Hoffentlich war es das dann.
Zum Glück konnte ich mir am Freitag Vormittag wieder eine wunderbare Auszeit nehmen beim Brunch mit Katl.

Zigeunerblut
Zu allererst möchte ich klarstellen, dass das Wort Zigeuner für mich in keiner Weise abwertend oder diskriminierend ist und erst recht kein Schimpfwort. Für mich sind das Menschen, die nicht in Häusern aus Stein wohnen, sondern in Wagen, die die Freiheit besitzen, die Welt zu bereisen und zu bleiben, wo es ihnen gefällt. Menschen, deren Lebensweise ich mich seit früher Jugend verbunden fühle. Einmal war ich drauf und dran, mich einem Zirkus anzuschließen. Wer weiß, wo ich heute wäre, hätte ich das damals getan. Während des Studiums lernte ich eine Frau kennen, die viele Jahre als Zahlmeisterin {den Beruf gibt es heute nicht mehr} zur See gefahren war. Ich konnte nicht verstehen, wie sie das hatte aufgeben können. Später im Berufsleben und nachdem der Sohn auf der Welt war, sah ich zu, dass ich verreiste, so oft es ging. Wochenende plus Feiertag plus Haushaltstag und weg war ich. Und den Sohn schleppte ich immer mit. Ich schaffte es meist auf vier bis fünf kleinere Reisen und einen 2-Wochen-Urlaub im Jahr, das änderte sich auch nicht, als der Sohn in die Schule kam, weil zeitgleich die Wende erfolgte und damit viel mehr Reisemöglichkeiten bestanden. Außerdem arbeitete ich in einer Firma mit bis zu 40 Zweigniederlassungen in ganz Deutschland und war mal in München eingesetzt, mal in Berlin und mal in der schwäbischen Alb.
Nachdem ich mich 2000 selbständig gemacht hatte, konnte ich zunächst überall arbeiten, wo es Internet gab. Und als ich 2001 mit meiner Lehrtätigkeit begann, reiste ich meinen Aufträgen hinterher, arbeitete wechselweise für verschiedene Bildungseinrichtungen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt und verdingte mich zwischen den einzelnen Aufträgen als Reiseleiterin für verschiedene Busreiseunternehmen. Ich habe viel gearbeitet in diesen Jahren und war dennoch ständig unterwegs. Ich empfand das immer als toll. Ich war bei mehreren Unternehmen gleichzeitig unter Vertrag, weil keiner mir eine dauerhafte Vollzeitbeschäftigung bieten konnte, mir aber bei Bedarf Einzelverträge anbot. Ich blieb über Jahre bei diesen Unternehmen, war also immer treu, aber sesshaft war ich nie.
Das änderte sich im Herbst 2014, als mein Hauptauftraggeber seine Unterrichtsmethode grundlegend änderte. Plötzlich war es nicht mehr möglich, mehreren Herren zu dienen. Plötzlich hatte ich immer für die eine Firma zu tun. Fünf Tage die Woche, ganztägig, rund ums Jahr und am immer gleichen Standort. Das hat mir nicht gefallen Im ersten Jahr war es noch ganz nett, weil ich regelmäßig ein verlässliches Einkommen hatte, was ich aus den Jahren zuvor so nicht kannte. Aber mit den Jahren ging mir der ewig gleiche Alltagstrott immer mehr auf die Nerven. Mein Zigeunerblut zog mich fort, meine Treue ließ mich bleiben.
Und dann war mit dem Lockdown von einem Tag auf den anderen alles vorbei, auch der eintönige Berufsalltag.
Und nun? Fange ich wieder so an, wie ich im Herbst 2014 aufgehört habe. Ich behalte meinen Ein-Tag-die-Woche-Auftrag in Torgau und fahre zusätzlich mal ne Woche nach Cottbus, mal zwei Wochen nach Weißwasser. Die Uraltfreundin fragte vorhin entsetzt: Und das findest du gut?
Jaaaaaa, das finde ich nicht nur gut, das finde ich ganz klasse. Ja! Ja! Ja!
Neue Menschen kennenlernen, neue Orte. In Cottbus war ich bisher ein einziges Mal für ein paar Stunden, in Weißwasser noch nie. Die nächsten Wochen werden aufregend. Und deshalb zeige ich euch jetzt noch ein beruhigendes Foto von gestern Abend.Aufgenommen um 21.27 Uhr. Ich liebe Sommerabende.
Und nun habe ich für euch noch zwei traumhafte Musikstücke von Norbert Fimpel.
Angel
und
Annemie

Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende.
Eure Mira