Samstagsplausch {04.12.2021}

Drei Samstage in Folge beteiligte ich mich nicht am Samstagsplausch. Die ersten beiden Wochen vom 08. bis 20. November hatte ich hier zusammengefasst. Nun bin ich, nochmals mit einer 2-Wochen-Zusammenfassung wieder, dabei und sehr froh drum.

Die Woche in einem Wort
Corona
Eine Woche zuvor
…war bei mir Totalausfall. Ich werdet lesen, warum.

Gehen wir mal der Reihe nach.
Sonntag, 21. November 2021
Am Abend zuvor hatte ich mehrfach geniest und inzwischen meldete sich auch ein Husten an. Nicht doll, aber eben… Außerdem war ich sehr müde, wurde den gesamten Sonntag nicht wirklich wach und unterzog mich einem Schnelltest. Negativ. Prima. Dann sollte der Sonntag einfach mal komplett der Erholung dienen.
Das war besonders deshalb nötig, weil ich die Woche zuvor meinen seit Sommer geplanten Urlaub nicht nehmen konnte. Schließlich hatte sich die Kollegin krank schreiben lassen müssen, weil ihr Zehnjähriger aus der Schule in Quarantäne geschickt worden war {zum Glück nicht erkrankt, nur isoliert} und sie diesen daheim bespaßen musste, damit ihm nicht langweilig wird. Und für die kommende Woche hatte sie sich auch noch eine Krankschreibung geholt mit der Begründung: Ich muss mal zur Ruhe kommen. Klar, verstehe ich.
Also brauchte ich den Sonntag für mich, damit ich mal zur Ruhe komme.
Montag, 22. November 2021
Ab diesem Tag sollten verschärfte Regeln gelten. 2G im Einzelhandel, 3G am Arbeitsplatz. Diese Regelung hatte ich etwas fehlinterpretiert und mir dafür einen Rüffel der direkten Chefin eingehandelt {Wer soll denn dieses ganzen Tests bezahlen?} Ja, ihr versteht das schon richtig. 3G heißt geimpft, genesen oder getestet, was bedeutet, ich hätte nur eine einzige Ungeimpfte testen müssen/dürfen. Ich machte den Fehler, alle anwesenden MA zu testen, mich eingeschlossen. Und was soll ich sagen? Von den 10 geimpftem MitarbeiterInnen waren fünf positiv, mich eingeschlossen.
Jetzt erzählt mir bloß nichts von "Impfdurchbrüchen"!
50% sind kein Impfdurchbruch. 50% sind ein deutlicher Beweis dafür, dass die Impfung eben nicht so wirkt, wie es eine Impfung tun sollte, nämlich, eine Ansteckung verhindern. Möglich, dass der Verlauf ohne Impfung heftiger wäre, aber das weiß man nicht, das muss man glauben. Allerdings ist in Bezug auf die Impfungen schon seit fast einem Jahr von Politk und Leitmedien so viel behauptet und gelogen worden, dass ich da gar nichts mehr glauben kann.
Ich schickte die betroffenen Kolleginnen nach Hause, packte meine Tasche und ging auch wieder heim. Die Chefin forderte allerdings: Du musst zu deinem Hausarzt. Der muss einen PCR-Test machen. Ich brauche den.
Weiß ich selbst, hatte ich auch vor.
Nur: Ein Anruf beim Hausarzt ergab, man darf mich da gar nicht einlassen. Ich solle beim Gesundheitamt anrufen, die hätten da eine Hotline.
Nachdem ich bei dieser dreimal zehn Minuten in der Warteschleife verbracht hatte, änderte sich die Bandansage, man solle auf weitere Anrufe verzichten und sich stattdessen per Mail melden.
Forderung der Chefin: Rufe weiter an! Ich brauche den Test. Der Chef will den haben! Außerdem die Hausärzte sind verpflichtet. Du musst da hin!
Inzwischen hatte der Sohn mit meiner {desinfizierten} Gesundheitskarte eine Krankschreibung für mich abgeholt. Naja, wenigstens fehlte ich nicht unentschuldigt.
Dienstag, 23. November 2021
4:11 Uhr beginnt die WhatsApp-Nachrichtenschwämme mit Anweisungen, was ich zu tun und zu lassen habe und und und. Übrigens keine Frage danach, wie es mir geht.
Uiuiui, da ist aber jemand sauer. Als ob ich mir das herausgesucht habe. Ich hab den Keim bestimmt nicht haben wollen. Und ich habe ihn mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht in die Firma eingeschleppt. {Siehe letzter Eintrag, Dienstag, 16. November 2021}
Am Nachmittag Nachricht vom Gesundheitamt: Man wird mich anrufen zwecks Termin für den PDR-Test. Na, immerhin. Mir geht es inzwischen immer mieser. Ich hätte gern, dass sich ein Arzt das mal anschaut, vielleicht abhorcht, irgendwas verschreibt. Aber ich darf ja nicht hin. Ich habe von meiner Erkältung im Oktober noch Tropfen. Mit denen behelfe ich mich.
Gegen 15 Uhr kommt der Anruf des Gesundheitsamtes. Ich soll am nächsten Morgen zwischen 8 und 10 Uhr deren Testzentrum kommen. Ich darf doch die Wohnung nicht verlassen!
Doch! Sie wissen doch noch gar nicht, ob sie wirklich positiv sind.
Aha!
Mittwoch, 24. November 2021
Früh am Morgen 40 km zum Gesundheitsamt gefahren. Von kurz vor 8 Uhr in Kälte und Nieselregen eine Stunde vor dem Testcontainer angestanden. 40 km wieder heim. Währenddessen eine Menge Nachrichten, was ich alles im Homeoffice erledigen soll. Hallo? Ich bin krank. Mir geht’s dreckig.
Das schlimmste aber war die Häme: Hätten Sie sich mal impfen lassen, dann stünden Sie jetzt nicht hier!
Ich bin geimpft.
Das tut jetzt nichts zur Sache!
Hä???
Ich bin zu schwach, mich aufzuregen. Ich will einfach nur in mein Bett.
Donnerstag, 25. November 2021
Homeoffice. Telefonat mit einer Kollegin aus L.E. Jede Menge Unterlagen.
Dann ein Riesenfehler meinerseits. Ich hatte Order, die Unterlagen jemandem zu mailen, was ich auch tun wollte. Ich schrieb noch eine freundliche und erklärende Mail dazu, achtete auch darauf, dass die Unterlagen angehängt waren und dass es auch die richtigen Unterlagen waren. Klick auf senden, E-mail-Programm schließen, Rechner runterfahren und ins Bett. Es ging mir richtig mies und ich hatte wahrlich genug gearbeitet. Das stand mir jetzt mal zu, mich ins Bett zu legen, wo ich für die nächsten Tage auch blieb.

Montag, 29. November 2021
6.00
Guten Morgen! Bist du nachher bei der Besprechung dabei?
Keine Frage, wie es mir geht, nichts.
Die Besprechung lief gut und der Chef fragte als allererstes, wie es mir geht und ob ich überhaupt dabei bleiben möchte. Das wollte ich. Ja.
Am Nachmittag stellte sich dann heraus, warum eine Person am Morgen so angefressen war.
Sie hatte sich ausgebootet gefühlt. Weil ich nämlich die Unterlagen, die die Person haben wollte, nicht geschickt hatte.
Ihr erinnert euch? Donnerstag Nachmittag? Ob die Anhänge richtig waren, hatte ich kontrolliert. Ob die Mail tatsächlich versendet wurde, nicht. Wozu auch, die werden doch immer versendet. In diesem Fall jedoch nicht. Naja, ist mir schon nachvollziehbar, dass sie sich da blöd gefühlt hat. Obwohl, ich hab sie noch nie im Stich gelassen oder ausgebootet. Wieso denkt sie das von mir? Wahrscheinlich, weil sie zu viel um die Ohren hat und dadurch angeschlagen ist. Anders kann ich es mir nicht erklären.
Dienstag, 30. November 2021
Es geht mir besser. Das merke ich schon daran, dass ich wieder Lust habe zu lesen. Allerdings nur Ivo Pala. Sanft und freundlich. Anderes verkrafte ich nicht. Keine Ahnung, warum.
Immerhin habe ich sogar Lust auf einen Kaffee. Leider schmeckt er nach nix. Naja. Das wird wohl noch ne Weile so bleiben. Ich wage einen Schnelltest, und siehe da, er ist negativ. Vom Gesundheitsamt habe ich noch nichts wieder gehört. Auch keine Quarantänemitteilung erhalten. Nur an besagtem Donnerstag die telefonische Meldung, dass der PCR-Test positiv gewesen war. Na, das habe ich gemerkt! Das könnt ihr glauben.
Mittwoch, 01. Dezember 2021
Gar nicht mein Tag. Ich fühle mich so abgespannt, wie am Anfang. Trotzdem stricke ich ein paar Runden an einer Socke. Nicht viele. Geht nicht so recht.
18.00 Uhr klingelt der Paketbote und stellt mein Weihnachtsgeschenk an die Haustür. Ein Rohentsafter. Das gibt mir etwas Auftrieb, denn den muss ich doch gleich ausprobieren und zaubere aus 6 Karotten, zwei Mandarinen, 3 Äpfeln und ein paar Spritzern Zitronenöl einen super leckeren Multivitaminsaft.
Donnerstag, 02. November 2021
Post vom Gesundheitsamt. 5 Seiten Handlungsanweisungen für geimpfte und ungeimpfte Haushaltangehörige und sonstige enge Kontaktpersonen eines positiv Getesteten.
Ich lebe allein und befinde mich überdies seit 11 Tagen in vollständiger Isolation. Dieses viele Papier hätten sie sich sparen können. Wobei, es soll ja Leute geben, die nach 2 Jahren mit Corona immer noch nicht wissen, wie man sich im Falle eines Falles zu verhalten hat. Also wohl doch nicht so abwegig. Immerhin enthält das erste Blatt den Hinweis, dass ich die Quarantänemitteilung für den Arbeitgeber erst bekomme, wenn das Amt Kontakt mit mir aufgenommen hat, um meine Kontakte zu überprüfen. Das kann sich wohl verzögern, man bittet um Verständnis. Nee, hab ich nicht! Wenn ich nämlich auf das Gesundheitsamt gehört hätte und mich nicht hätte krank schreiben lassen, würde ich jetzt seit 2 Wochen auf Arbeit unentschuldigt fehlen. Ich mein, ja, ich hab schon Verständnis dafür, dass die Mitarbeiter dort schrecklich überlastet sind. Das schon. Aber einerseits die Einhaltung der Quarantäne verlangen {was gut und richtig ist} und andereseits den eigenen Teil der Regelungen nicht im Mindesten erfüllen können. Hallo?
Freitag, 03. November 2021
Heute endet meine Krankschreibung und ich könnte auch meine Quarantäne beendet, wenn es mir gelänge, einen negativen Test zu bekommen. Beim Hausarzt ging niemand ans Telefon, obwohl er am Nachmittag Sprechstunde gehabt hätte. Offensichtlich doch nicht. Mein Schnelltest war negativ, deshalb wage ich mich morgen in ein Testzentrum und dann kommt alles wieder ins Lot. Hoffe ich.

Samstag, 04. Dezember 2021
So, ihr Lieben, da bin ich nun und hoffe, dass ich nachher ins Testzentrum fahren kann und dort nicht unbedingt stundenlang anstehen muss.
Wisst ihr, was für mich fast schlimmer war, als die körperlichen Leiden?
Der seelische Druck.
Da hatte ich nun ausschließlich telefonische oder Mail-Kontakte und ganz wenige über Insta. Aber es war so viel Hass, so viel Bosheit dabei. Es fühlte sich teilweise so an, als sei ich für Corona verantwortlich. Zumindest als sei ich schuld daran, dass ich erkrankt bin. Bin ich nicht! Was ich möglicherweise bin, empfindlicher, dünnhäutiger. Und nachdenklicher. Nachdenklich darüber, was dieses Ganze alles mit uns und aus uns macht. Dieser ganze Hass, der gesät wird, die Zwietracht. Da brechen Freundschaften auseinander, sogar Familien. Da beschimpfen sich jeweils anders Denkende auf übelste Weise, und keiner scheint zu bemerken, dass genau das von den Machthabern zumindest in diesem Land hier genauso gewollt ist.

Ihr lieben Leute, ich habe eine große Bitte:
Lasst euch impfen oder lasst es bleiben!
Macht euch eigene Gedanken, oder plappert nach, was die Leitmedien vorgeben.
Bildet euch eure eigene Meinung oder übernehmt die von der Politik vorgegebene.
Trefft eure Entscheidungen!
Aber hört bitte, bitte damit auf, andere Menschen herunterzumachen, weil sie zu all diesen Themen unserer Zeit eine andere Meinung vertreten, als ihr selbst. Schwingt euch von euren hohen Rössern herunter und maßt euch nicht an, andere Menschen als ignorant, kriminell, unsozial oder wie auch immer zu beschimpfen. Wenn ihr euch nicht impfen lasst, ist das eure Entscheidung, aber es macht euch nicht automatisch zu Märtyrern, auch wenn ihr für diese Haltung nun mit Beschneidung eure Menschenrechte bestraft werdet. Und falls ihr euch, aus welchen Gründen auch immer, doch habt impfen lassen, dann bildet euch nicht ein, dass euch das automatisch zu besseren Menschen macht. Genau das macht es nicht! Und wie man gesehen hat, schützt es euch auch nicht vor Erkrankung.
Denkt bitte immer daran, wir alle sind Menschen. Vielleicht keine besonders Guten und erst recht keine Schlechten.
Die Viren bedrohen unser aller Gesundheit. Niemand ist davor gefeit, so gern wir uns das auch einreden lassen möchten.
Und die Politik in diesem Lande bedroht ebenfalls unser aller Wohl. Sie zielte zu keiner Zeit, außer vielleicht ganz am Anfang des ersten Lockdown, als man noch fast nichts wusste, auf die Gesunderhaltung der Bevölkerung. Spätestens seit letztem Weihnachten haben all die Regelungen, Ver- und Gebote zwei Hauptziele. Eines ist: den Machthabern die Taschen zu füllen, auf dass man sich noch eine Villa und noch eine Eigentumswohnung leisten kann, während im ganzen Lande ganze Wirtschaftszweige in existenzielle Not geraten. Das zweite, und das erscheint mir persönlich noch viel schlimmer: die Bevölkerung zu spalten, gegeneinander aufzuwiegeln, auf dass sie sich nicht zusammenschließt und gegen diese korrupte Politik ankämpft.
divide et impera
stifte Unfrieden unter denen, die du beherrschen willst! (legendäres, sprichwörtlich gewordenes Prinzip der altrömischen Außenpolitik)
Funktioniert auch innenpolitisch.
Apropos Innenpolitik.
Wer wirklich mal über all das nachdenken möchte und bereit ist, andere Meinungen gelten zu lassen, der möge dem Herrn Lafontaine einmal eine Weile zuhören.
Nach dem, was dieser Mann hier sagt, hätte es meinen Appel an eure Menschlichkeit gar nicht mehr gebraucht. Ganz besonders wichtig erscheint mir sein letzter Satz.

Und nun, ihr Lieben, empfehle ich mich zu Andrea.
Ich wünsche euch ein schönes zweites Adventswochenende, an dem ihr das große Dilemma vielleicht für eine Weile vergessen könnt.
Und bitte versucht, gesund zu bleiben. Der Keim ist echt ein fieser, den kann NIEMAND gebrauchen. Also passt auf euch auf.

Eure Mira

Samstagsplausch {20.11.2021}

Ja, ich weiß, der Samstagsplausch vom 20. November ist längst Geschichte. Für mich jedoch nicht, weil ich zwei Wochenrückblicke seinerzeit geschrieben habe und nun veröffentlichen möchte, auch wenn schon wieder weitere zwei Wochen darüber hingegangen sind…

Die Woche in einem Wort

Eine Woche zuvor
…gab es bei mir keinen Samstagsplausch. Ich wollte nicht schreiben, obwohl genug Zeit dagewesen wäre. Die verbrachte ich aber lieber strickend {und vor mich hin grummelnd} auf der Couch.
Der Hintergrund war, dass es über die zweite Novemberwoche 2021 nicht wirklich Gutes zu berichten gab.
Vielleicht noch vom Mittwoch. Tags zuvor hatte ich auf dem Wochenmarkt zwei sehr schöne Gestecke erstanden, gleich noch die Mutti angerufen und mich mit ihr für den Nachmittag verabredet. Bei strahlendem Sonnenschein brachten wir die Gestecke auf den Friedhof und es war wirklich friedlich da und schön. Später holten wir die Hexe ab und brachten sie zu einer Verabredung und danach wollte ich noch zu einem Schnickschnack-Laden. Auf dem Weg dorthin wurde ich geblitzt und war darüber so sauer, dass ich umkehrte und eben nicht zum Schnickschnack-Laden ging. Wobei ich glaube, dass die Blitzeraufzeichnung gar nicht verwertbar ist, aber das ist eine andere Geschichte. Von da an nahm die Woche keinen günstigen Verlauf mehr, obwohl ich am Donnerstag einen neuen Versuch unternahm und tatsächlich recht schönen und nützlichen Schnickschnack zu kaufen bekam.
Der Freitag warf dann auch dunkle Schatten, obwohl das gar kein Freitag der 13. war. Er fühlte sich aber so an und war einer der ganz wenigen Tage, an denen ich schlechte Laune hatte. Das kommt bei mir vielleicht alle drei Jahre mal vor, aber Freitag, 12. November war so in Tag.
Da wurde mir nämlich mitgeteilt, dass ich den für die kommende Woche geplanten Urlaub in die Tonne kloppen kann. Zu allem Überfluss zeigte mein Auto eine Warnleuchte, bei der im Handbuch nur steht Bring mich Werkstatt. Leider wusste ich am Freitag Abend gleich gar nicht, an welche Werkstatt ich mich wenden sollte, weil mein Lieblingsschrauber vor ein paar Jahren, als ich meine Wollwerkstatt aufgeben musste, ebenfalls das alte Werk hatte verlassen müssen.
Die Grübeleien überschatteten auch noch das Wochenende. Hachz.

Und dann kam die neue Woche
Montag, 15. November 2021
Der Lieblingsautoschrauber hatte sich gemeldet und ich durfte nach Feierabend gleich noch zu ihm kommen. Den ganzen Tag über freute ich mich. Wenigstens eine der drückenden Sorgen sollte ich am Abend abhaken können.
Leider war dem dann doch nicht so. Der Lieblingsautoschrauber konnte mir so direkt nicht helfen, gab mir aber einen guten Tipp, den ich noch am selben Abend in Angriff nahm. Schließlich war ich nun einmal unterwegs. Am Ende war ich wieder geknickt, weil man mir dort auch nicht half, ich aber noch das Gefühl vermittelt bekam, dass man das auch gar nicht wollte.
Dienstag, 16. November 2021
Dieses miese Gefühl schleppte ich mit in den Dienstag. Nichts war gut und es fühlte sich an, als würde es das auch nie wieder werden.
Dazu kam das Verhalten einiger Mitmenschen, die nunja…
Eine junge Frau {vollständig geimpft} war am Montag bei einem Routinetest auf Arbeit positiv getestet worden. Daraufhin wurde beschlossen, dass dieser Test wohl falsch gewesen sei. Am Abend zeigte die junge Frau Erkältungssymptome, weshalb sie einen weiteren Schnelltest durchführte, der wiederum positiv war. Trotzdem ließ sich besagte Frau von einer anderen, nennen wir sie P. am Dienstag Morgen zur Arbeit bringen. Mit dem Auto, weil es ihr nicht gut ging. Dort wurde sie wiederum getestet und nun zum dritten Mal positiv. Da endlich entschied nennen wir sie P., dass sie die junge Frau nun zum Arzt bringt, um einen PCR-Test machen zu lassen, der – wen wundert es? – auch positiv ausfiel. Daraufhin brachte nennen wir sie P. die kranke junge Frau nach Hause und kam anschließend zu uns in die Firma, weil sie Verschiedenes abholen wollte.
Ich fragte, ob sie nicht eigentlich in Quarantäne müsste.
Sie meinte, der Arzt habe nichts gesagt. Hahahahaha

Als nennen wir sie P. wieder fort war, kamen die anderen zu mir und meinten, sie fanden das nicht in Ordnung, was die Frau getan hat. Alle kamen einzeln zu mir und "beschwerten" sich. Es ihr selbst zu sagen, hatte keine gewagt. Und, naja, es hätte ja auch nichts gebracht, denn ich hatte ja was gesagt, was sie aber auch nicht zur Einsicht bewegt hatte.

Mich bedrückt so etwas. Mich belastet das richtig. Und am Dienstag war das richtig schlimm, dieser seelische Druck, diese Anspannung, weil ich immer alles allein zu verantworten habe und nie jemanden habe, mit dem ich mir die Verantwortung auch mal teilen kann. Ich fühlte mich am Ende meiner psychischen Kräfte. Ich dachte wirklich, wenn ich nicht bald jemanden finde, bei dem ich mal auftanken kann, der mich vielleicht einfach in den Arm nimmt und mir das sagt, was sonst immer alle von mir hören: Ich kümmere mich drum, dann breche ich zusammen.
Und das sind jetzt keine Dinge, wo ich einfach nur mal NEIN sagen müsste. Da will das eine Amt irgend eine Aufstellung von mir haben. Da schreibt eine andere Einrichtung, dass sie Meldungen gemacht haben über Dinge, die ich schon vor einem halben Jahr angegeben und gemeldet habe. Nun, da diese amtliche Meldung jetzt erst erfolgt, sieht es so aus, als müsste ich dies jetzt auch noch tun. Nun ist es wieder an mir, das richtig zu stellen. Also wieder Ämter anrufen, anschreiben, Beweise kopieren und und und. Und alles am besten SOFORT. Und das alles einmal im dienstlichen Bereich und einmal im Privaten. Und dann noch der Rest der Familie, der ähnliche Sorgen hat, wo ich dann den Schriftkram übernehmen muss, weil es die anderen nicht können. Mutti ist fast 89, die kann sich nicht mehr mit Behörden herumärgern, weil sie deren Ausdrucksweise gar nicht mehr versteht.
Und dann rückte der Dienstag Abend heran und ich hatte mich an diesem Tag ganz kurz entschlossen, am Abend zu einem Konzert zu gehen.
ES WAR DIE BESTE ENTSCHEIDUNG!
Das Konzert war sooo schön, es tat sooo gut. Und all diese blöden Gefühle und Gedanken fielen nicht direkt von mir ab, aber sie schwiegen für eine Weile.

Mittwoch, 17. November 2021
In Sachsen ist Feiertag. Den genieße ich. Der Morgen ist düster und verregnet. Eine gute Gelegenheit, es mir drinnen gemütlich zu machen, mit Milchkaffee und Strickdecke.

Donnerstag, 18. November 2021
Ich versuche, den Papierkram in der Firma aufzuarbeiten, was nicht so recht voran geht, weil ab 6.00 Uhr immer neue Anweisungen per WhatsApp eintrudeln, manchmal so seltsame, wie: Wenn du ein Blatt Papier zerschneiden willst, nimm doch einfach eine Schere dazu. {Also jetzt sinngemäß.} Es ist zweifellos gut gemeint. Leider ist dies allzuoft das Gegenteil von gut.

Freitag, 19. November 2021
GsD ist Freitag.
Ich spreche mit einer Mitarbeiterin wegen ihres Tests. Sie meint, sie hätte ja gestern Nachmittag schon, da bräuchte sie jetzt eher nicht. Ein paar Minten später gebe ich die Tests für die anderen Kollegen aus, faucht diese Person mich an, weshalb ich für sie keinen "übrig" hätte. Ob ich an ihr sparen wollte. Na, geht`s denn noch? Macht dieses ganze Corona-Regeln-Gesöhns jetzt alle weich in der Birne?
Na, GsD ist Freitag.

Samstag, 20. November 2021
Ein schöner Tag, erfolgreich auch.
Von Sohn und SchwieTo hole ich den leckeren Entbraten samt Klößen und Rotkohl ab und bringe alles zur Mutti, um mit ihr zu essen.
Da sie am Nachmittag noch eine Verabredung hat, fahre ich bald wieder fort, kaufe auf dem Rückweg im N-Markt noch Milch und Mineralwasser für die Arbeit und entschließe mich gleich noch, im Kaufmannsladen nach Gänsekeulen zu schauen für Weihnachten. Ich ergattere tatsächlich die letzten fünf.
Am späten Nachmittag ruft die SchwieTo an, ob wir vielleicht nochmal losfahren in den Schnickschnack-Markt? Da ich mich schon gefragt hatte, ob dieser Markt aufgrund der beschlossenen extraharten Regeln vielleicht ab Montag schließen muss, bin ich schnell dabei, noch einmal loszufahren.

Soviel zum 2.. November 2021 und den beiden Wochen davor.
Bei Andrea hatte ich diesen 2-Wochen-Beitrag nicht verlinkt. Ich weiß gar nicht, warum.

Samstagsplausch {06.11.2021}

Die Woche in einem Wort
Naja
Eine Woche zuvor
Diesen Samstag hatte ich mir frei gehalten. Am Abend wollte ich mein Mädchen abholen zum Konzert der wunderbaren Sarah Lesch. Die Zeit vorher sollte mir gehören, zwar mit Wäsche und Haushalt, aber eben für mich.
Ihr ahnt es schon, es gelang nicht so recht. Gegen Mittag kam eine Nachricht meiner Schwester, ich sollte unbedingt die Mutti zurückrufen. Diese meinte, sie hätte x-mal versucht, mich anzurufen, aber ich ginge ja nicht ran. Keine Ahnung, wen sie angerufen hat, mich jedenfalls nicht, denn das hätte mein Telefon angezeigt.
Dann die Frage: Wie machen wir das denn nun mit dem Geld?
Ich bringe ihr an jedem Monatsanfang ihr Kostgeld, das sie in bar haben möchte, weil sie mit Kartenzahlung nicht klar kommt.
Ich: Das brauchst du doch nicht jetzt!
Sie, sehr großzügig: JETZT nicht, aber heute muss es schon noch sein.
Ich: Dann doch JETZT, anders passt es nicht.
Als ich dort war, konnte ich es mit nicht verkneifen zu fragen, wofür sie denn so dringend am Samstag das Geld brauchte. Da stellte sich heraus, sie will am Montag zum Friseur.
Ich habe ihr sehr deutlich gesagt, was ich davon halte. Dass sie mich wiedermal hat springen lassen, obwohl das völlig unnötig war, zumal sie außerdem noch eine Reserve da hat. Ihr Bargeld geht NIE völlig zur Neige.
Ohoh, das hat ihr gar nicht gefallen, so deutliche Worte von mir zu hören. Da musste sie nun durch, das hatte sie sich selbst zuzuschreiben.
Sie wollte dann noch wissen, ob ich etwa immer noch sauer sei wegen der Reise. Ich bin nicht sauer. Ich ziehe nur meine Konsequenzen, weil ich mich nicht mehr so von dir behandeln lassen kann. Näher ausgeführt habe ich das nicht. Soll sie drüber nachdenken!
Später brauchten dann Sohn und SchwieTo noch einen Fahrer. Das war notwendig, weil es bei ihnen eine Havarie gegeben hatte. Also, das war wirklich notwendig.
Und dann, endlich, konnte ich mit der Hexe gemeinsam das Konzert genießen. Es war wunderbar und entschädigte für ALLES.

Erste Novemberwoche 2021
Die einzelnen Tage aufzuzählen macht keinen Sinn. Sie rauschten nur so vorüber. In der Firma hatte ich mir eine Aufgabe auf den Tisch gezogen, die nicht wirklich zu mir gehört. Ich kann sie aber erfüllen im Gegensatz zu den Mädels, die es eigentlich hätten ausführen sollten. Meine dirkete Chefin kommuniziert das auch nach oben und mir ist das ein bissel zu viel Mittelpunkt, in den ich da gerückt werde. Nur, was soll ich tun? Ich kann es ja tatsächlich und ich mache es auch noch gern! *kopfkratz* Trotzdem bringt mir die Aufgabe schlaflose Nächte, weil ich das in mich gesetzte Vertrauen unbedingt rechtfertigen will.
Ob das gelingt, wird sich am Ende dieser Woche herausstellen.
Na gut, ich kann es hier ja sagen, es ist gelungen.
Unter anderem nachzulesen hier.

Samstag, 06. November 2021
Nach zwei Tagen Dauerregen strahlt heute wieder die Sonne. Das wäre ein Grund, einen Einkaufsausflug zu machen und vielleicht sogar die Mutti mitzunehmen. Ich hatte mir aber vorgenommen, dieses Wochenende ganz für mich zu gestalten. Deshalb weiß ich noch nicht, wie ich mich entscheide. Einkaufen muss ich aber. Ich brauche ein paar Kleinigkeiten für die Arbeit am Montag.
Erst einmal hat sich die Waschfee ausgedreht und will beachtet werden.
Zu allerst binge ich noch diesen Eintrag zu Andrea und wünsche euch allein ein super schönes Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {30.10.2021}

Die Woche in einem Wort
Gutausgehend

Eine Woche zuvor
Nachdem wir erst in der Nacht gegen 2 Uhr aus Torgau zurückgekommen waren, stand mir ein ruhiges Wochenende bevor. Dachte ich. Mein Mädchen würde ich "zurückgeben" müssen, weil sie um die Mittagszeit mit ihrer Mutti zu ihren Freunden nach Teichdorf fahren wollte. Mit der Oma war noch nichts verabredet.
Das könnte ein schöner Tag werden.
Dann rief die Oma an, als das Mädel noch schlief und ich noch nicht sagen konnte, wann ich sie heim bringe. Die Oma wollte in einen Klamottenladen, weil sie eine Winterjacke braucht. Na gut. Später.
Mein Mädchen war von einem Anrufer unsanft geweckt worden und hatte gleich noch eine Nachricht ihrer Mutter entdeckt, die eine Planänderung enthielt und uns zur Eile zwang. Immerhin konnte ich so meine Mutter etwas früher zum Einkaufen abholen.
Noch im Klamottenladen erhielt ich einen Anruf meiner Hexe. Sie war total enttäuscht von ihrer Mutter, weil diese nicht nur unseren Plan eines entspannten Morgens über den Haufen geworfen hatte, sondern auch ihre Zusage zurückgezogen hatte, das Mädel nach Teichdorf zu bringen. Und nun?
Ich stellte meiner Mutter frei, sich heimbringen zu lassen oder mitzukommen, wofür sie sich entschied. Dann holte ich mein Mädchen wieder ab und auf ging es nach Teichdorf.
Es war eine sehr schöne Fahrt. Ich hätte nur gern zwischendurch immer mal zum Fotografieren angehalten. Das ergab sich jedoch nicht.
Auf dem Rückweg bahnte sich dann etwas an, das mich noch tagelang schwer stressen sollte.
Die Mutti wollte nämlich wissen, ob wir denn nun Aussicht hätten, Silverster eine schöne Reise zu machen. Mit anderen Worten: Hast du dich denn nun endlich darum gekümmert, mir meinen Willen zu erfüllen?
Ähm, Moment: Silvester?

Vom Reisen über die Feiertage
Wie ihr vielleicht wisst, ist die Vorbereitung auf Feiertage für mich oft sehr stressig, was ich leider, leider meiner Mutter zu verdanken habe, weil diese erreichen möchte, dass immer alles ausschließlich nach ihrem Kopf geht. Und das nicht einfach so, sondern auf ihre seltsame, manipulative Art {von der sie sich verspricht, später sagen zu können: Ich habe gar nichts gewollt. Du hast das selbst vorgeschlagen.} Ein Beispiel: Der Sohn hat am 10. Dezember Geburtstag und sagt an, dass er in der Woche nach seinem Geburtstag den Baum besorgt. Da bekomme ich am 3. Dezember einen schwer depressiven {Krokodilstränen} Anruf, dass wir nun in diesem Jahr keinen Weihnachtsbaum haben werden und wie traurig das ist, weil es bisher noch nie vorgekommen ist. Ich reiche die Beschwerde an den Sohn weiter, und er ist abgeklärter als ich und sagt: NACH meinem Geburtstag. Punkt.
Um solche und viele noch ärgere Quengeleien zu vermeiden, hatte ich Weihnachten 2019 eine Reise nach Marienbad organisiert, wo wir noch auf meine Schwester samt Mann trafen. Die Reise war sehr schön, und was glaubt ihr, welch entspannte Adventszeit ich hatte. Ich konnte das richtig genießen.
2020 war eine Weihnachtsreise "aus Gründen" nicht möglich. Da musste ich wieder kochen und machen und tun, aber es war ja Lockdown, also hatte ich Zeit. Und zum Glück warfen die Regeln dann so, dass wir uns nicht strafbar machten, indem wir zu fünft Weihnachten feierten. Der Mutti war das nämlich egal gewesen. Sie wollte das so, also musste das so passieren, egal, wie die Regeln gelautet hätten. Aber wie gesagt, wir hatten Glück.

Dieses Jahr nun, da ich wieder Vollzeit arbeite, wäre ich gern wieder verreist. Wir hatten das in der Familie auch besprochen mit Sohn, SchwieTo und der Enkelhexe und natürlich auch mit Mutti. Es ging "nur" noch darum, wohin wir fahren. Da war einiges abzuwägen. Und als schon fast alles feststand, kam die Mutti mit: Nö, nach Polen will ich nicht. Da geht es so schlimm zu. Und überhaupt, Weihnachten will ich nicht wegfahren. Weihnachten war zu Hause immer sooo schön. Warum willst du das denn nicht?
Na, warum wohl? Weil ich die ganze Rennerei habe. Egal, diese Antwort hatte ich mir verkniffen. Sie beharrte darauf, Silvester wegzufahren. Nicht Weihnachten.
Gut, also Silvester, obwohl allen anderen Weihnachten lieber gewesen wäre, damit die Familie zusammen ist. Silvester möchten die vielen Generationen, die ich unter einen Hut zu bringen habe, doch lieber in ihrer Altersklasse feiern. Außer mir natürlich, denn an irgendwem muss die 30 Jahre ältere Dame ja hängen bleiben. Von Menschen, die 50 bis 70 Jahre jünger sind, kann ich das ja nun nicht erwarten.
Bevor ich mich nun auf eine langwierige Suche nach einer Silvesterreise machte, bekam ich von meiner Schwester einen Link geschickt. Wir haben jetzt gebucht. Klar, dieses Gezicke, wie es im hiesigen Teil der Familie stattfindet, geben sich andere nicht. Da ist noch was frei. Also hab ich herumtelefoniert, aber sowohl Sohn und SchwieTo, als auch die Hexe haben Silvester besseres vor, als mit uns Alten in den Wienerwald zu fahren. Immerhin hätte ich wenigstens meine fast gleichaltrige Schwester und Schwager und nicht nur die alte Dame.
Als ich ihr freudig verkündete, dass sie nun komplett ihren Willen bekommt, Weihnachten zu Hause und Silvester auf Reisen, ging ein riesiges Theater los, mit gespieltem Geheule: Huhuhu, huhuhu… immer wieder. Und zwischendurch Ich will aber, dass der Sohn mitkommt. Meine Argumente {siehe oben} hörte sie sich gar nicht an. Ich will das aber! und noch schlimmer Warum willst du ihn denn nicht dabei haben? Dein eigenes Kind!
Vielleicht, weil ich, im Gegensatz zu ihr, möchte, dass mein Sohn ein Silvester verlebt, dass für ihn schön ist.
Ich hatte es so satt, dass ich ihr sagte, wenn sie sich irgendwann entschließt, mit mir zu reden, ohne dass im Hintergrund der Fernseher noch lauter brüllt als sie, dann könne sie mich gern anrufen, ansonsten lege ich jetzt auf.
Das war mein Sonntag, 24. Oktober 2021. Sehr erholsam… natürlich nicht.
Als wir am Montag, 25. Oktober 2021 bei der Bücherei waren, fing sie auf dem Rückweg wieder davon an. Deine Schwester hat gesagt, ich soll mit dir reden.
Musst du nicht! Du solltest dir nur überlegen, ob du nun mit mir und der Schwester plus Schwager verreisen willst. Und falls nicht, dann sag mir bitte bis zum Wochenende Bescheid. Das war dann mein Montag-Feierabend. Stress und Generve, worauf ich gut verzichten kann.
Mittwoch, 27. Oktober 2021 rief sie an, als ich noch im Auto unterwegs war. Ich sollte dich nochmal anrufen. Ich weiß aber gar nicht, wieso.
Du solltest nicht anrufen, du solltest dich entscheiden, ob du Silvester mitkommst oder nicht.
Also ja, ich komme mit!
Fein!
Und suchst du da jetzt eine andere Reise?
Warum denn?
Ach, na, die ist doch nicht schön. So weit und nur drei Tage.
Also ging mein Mittwoch-Feierabend dafür drauf, eine andere Reise zu finden, was erstaunlicherweise nach langem Suchen gelang. Da ich nun meiner Schwester mitteilte, dass wir Silvester nun doch anderswo feiern, meldete sich der Schwager und nach weiterem organisatorischen Hin-und-Her hat er seine Reise auch umgebucht und nun feiern wir vier doch zusammen Silvester, wenn auch nicht im Wienerwald.
Ende gut, alles gut!

Donnerstag, 28. Oktober 2021 war der einzige Tag in dieser Woche, an dem ich direkt nach der Arbeit heim fuhr. Das war auch sehr notwendig, denn irgendwann musste ich mal wieder Wäsche waschen. Dann gab es noch ein paar Vorbereitungen für die Verpflegung am Freitag. Möhren raspeln und sowas. Und dann wollte ich bis Mitternacht wach bleiben, denn die von uns so geliebte Band Il Civetto brachte ihren neuen Song Barbazan heraus. Endlich. Ich kannst den ja schon von diversen Auftritten und von einem inoffiziellen Video. Nun kann ich iohn auch über spo**fy hören. Fein.
Außerdem veröffentlichte auch Sarah Lesch um Mitternacht ihren neuen Song Es schläft ein Lied und ich hatte ihr geschrieben, dass ich wach sein und es mir sofort anhören würde. Seitdem läuft es hier hoch und runter. So ein schönes Lied! Für mich zählt Sarah Lesch zu den besten Textern hierzulande.

Den Feierabend des Freitag, 29. Oktober 2021 verbrachte ich bei Katl. Ich nahm gebackene Ente mit, sie kochte Tee für mich. Ich erzählte Musik-Menschen, von der Hexe, von jeder Menge Gefühlen, die ich gerade gar nicht geordnet bekomme. Muss man wohl auch nicht, Gefühle ordnen. Nicht denken, nur fühlen.

Samstag, 30. Oktober 2021
Und nun? Die Waschfee grummelt und wird wohl nachher noch einmal bemüht werden müssen.
Die Sonne strahlt, und ich ahne schon…
Die Gefühle taumeln und torkeln und ein bisschen weiß ich nicht, wohin damit.
Heute Abend werde ich es für eine Weile wissen, denn da schnappe ich mir die Hexe, und wir besuchen ein Konzert von Sarah Lesch.
Ende gut, alles gut!

Jetzt schleppe ich euch noch zu Andrea, die heute vom Meer berichtet und von noch einigem mehr.

Und mit Träumen vom Meer und mit schöner Musik im Ohr
wünsche euch allen ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {23.10.2021}

Die Woche in einem Wort
Konzertlastig

Eine Woche zuvor
Samstag, 16. Oktober 2021
Ich hatte euch beim letzten Samstagsplausch versprochen, euch diesmal zu erzählen, warum alles etwas anders kam, als geplant.
Tja, das kam so:
Ich hatte gelesen, dass an diesem Tag die Wundervolle Weihnachtswelt für dieses Jahr eröffnet wurde und wollte Oma und Hexe dorthin schleppen. Allerdings ist das besonders reizvoll bei schlechtem Wetter, wo man es sich dort so richtig schön gemütlich machen kann. Bei goldenem Oktobersonnenschein fallen uns auch andere Ausflugsziele ein. Mutti schlug die Rudelsburg vor. Also starteten wir in diese Richtung. Mit dem Ergebnis, dass wir gleich hinter dem Schkeuditzer Kreuz in einem Stau landeten und bis zur nächsten Ausfahrt eine gute Stunde brauchten. Von dort aus suchte ich mir den Weg über die Landstraßen und an einer solchen entdeckte die Mutti dann Schilder, die auf einen Mittelaltermarkt hinwiesen. Was issn das? wollte sie wissen. Mittelaltermarkt auf der Neuenburg.
Da kommen wir auf dem Weg zur Rudelsburg sowieso vorbei. Also, wenn ihr lieber dahin wollt.
Das wollten sie beide. Also landeten wir im Mittelalter.

Sonntag, 17. Oktober 2021
Lazy Sunday
Die wunderbare Hexe war noch da. Sonntage mit ihr sind immer so herrlich entspannt.

Montag, 18. Oktober 2021
Was hab ich mich wieder mal über die Kleine Alte Frau aufgeregt. Als ob ich nicht wüsste, dass das überhaupt nichts bringt. Sie weiß genau, wie lange ich arbeite. Sie weiß auch ganz genau, dass ich es überhaupt nicht leiden kann, in der Arbeit private Anrufe zu erhalten. Wenn es wirklich wichtig ist, dann natürlich. Aber nur um mich zu fragen, wann genau ich am Nachmittag vorbei komme, hätte sie auch noch die 30 Minuten bis zum Feierabend warten können. Mal ganz davon abgesehen, dass gar nicht ausgemacht war, dass ich zu ihr komme. Auch davon abgesehen, dass ich für den Feierabend ganz andere Pläne hatte.
Das sind die kleinen feinen Manipulationen, mit denen sie mich immer drangsaliert. Statt zu sagen: Kommst du bitte vorbei, ich möchte was mit dir besprechen. Heißt es: Wann genau bist du denn da? Sie lässt keinen Zweifel daran, dass ich zu erscheinen habe, die Frage ist nur noch, wann genau!
Ich hasse das!

Dienstag, 19. Oktober 2021
Eine Kollegin hatte Tags zuvor eine schöne Stricknadel gekauft und erzählte mir von dem Bastelladen. Da muss ich hin!
Ja, ist ein schöner Laden. Hab ein paar Strick- und eine Häkelnadel erstanden.

Mittwoch, 20. Oktober 2021
Heute vor 2 Monaten waren wir am Rio-Reiser-Platz. Hach.

Donnerstag, 21. Oktober 2021
Ein verrückter Tag. Nach Feierabend muss ich schnurstracks zur Hexe eilen und sie ins Auto stopfen und dann geht es auf gen Nordwesten zu einen Konzert von Bodo Wartke und Heinz Ratz.
Es ist Sturm vorhergesagt, und ich habe Bedenken, wegen der Fahrt über die Autobahn. Aber gegen Mittag kommt die Sonne heraus und zerstreut meine Bedenken vorerst wieder.

Als ich auf dem Weg zur Junghexe war, wurde im Radio ständig gewarnt, wer nicht unbedingt fahren muss, solle daheim bleiben oder wo immer er ist.
Die Fahrt zwischen den Feldern gestaltete sich schwierig. Ich hatte das Gefühl, kein Auto zu steuern, sondern ein Boot. Gelegentlich wirbelten mir Äste entgegen, an einer Baustelle sogar ein auf der Seite liegendes Dixie. Endgültig zunichte gemacht wurde unsere Fahrt zum Konzert durch die Vollsperrung der A14 wegen eines umgekippten LKW, der alle Fahrspuren blockierte, genau da, wo wir hätten entlang fahren müssen.
Als ich dann von meinem Mädchen heimwärts trollerte, war in unserem Städtchen auch eine Straße gesperrt, so dass ich wenden und mir einen anderen Heimweg suchen musste. Da war ich dann doch ganz froh, die Fahrt abgesagt zu haben.

Freitag, 22. Oktober 2021
Es war immer noch stürmisch, als ich am Morgen gegen 5.30 Uhr die Hexe abholte und mit zur Arbeit nahm. Der Hintergrund war, dass wir am Abend in Torgau zum Konzert von KEIMZEIT wollten. Wäre ja blöd gewesen, nach der Arbeit von Torgau nach Taucha zu düsen, um die Hexe zu holen und dann wieder zurück nach Torgau. Also haben wir das so gelöst, dass sie gleich am Morgen mitkam.
Es wurde ein schöner Tag. Sie hat gezeichnet und Bassspielen geübt.
Und dann am Abend der Höhepunkt. Das Konzert!!! Es war so traumhaft schön. Es hat einfach alles gepasst. Ich war nur einmal begeistert. Ich kenne die Band ja noch in der alten Besetzung von vor 20 Jahren und konnte mir nicht so recht vorstellen, wie die alten Lieder ohne Sax klingen. Ihr wisst ja, wie sehr ich für dieses Instrument schwärme. Tja und dann stand da so ein junger Mensch mit seinem Flügelhorn keine zwei Meter vor mir auf der Bühne und schaffte es, mit seinem Spiel uns alle in seinen Bann zu ziehen. Super schön.
Das Hexlein war auch vollauf begeistert.
Gern jederzeit wieder.

Samstag, 23. Oktober 2021
Ich musste die Junghexe wieder hergeben. Sie wollte um die Mittagszeit zu den Königskindern, die auch längst keine Kinder mehr sind. Ihre Mutter wollte sie hinbringen und meine Mutter wollte eine Jacke kaufen. *hüstel*
Viel mehr gibt es über den Samstag nicht zu berichten.

Jetzt ist bereits Sonntag und auch schon wieder Mittag. Ich stelle diesen Beitrag trotzdem noch bei Andrea ein und wünsche euch allein ein schönes Rest-Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {16.10.2021}

Die Woche in einem Wort
DurchdenWind 😉

Eine Woche zuvor
Samstag, 09. Oktober 2021
Wie ihre wisst, haben die Hexe und ich diesem Tag entgegen gefiebert. Aus leicht unterschiedlichen Gründen. Sagen wir mal so: Sie wegen der Musik und ein bissel wegen der Liebe, ich nur wegen der Musik und weil sie sich so gefreut hat.
Die Fahrt verlief entspannt und wir hatten noch genug Zeit für ein Abendessen in einem tollen Restaurant am Fluss.
Das Konzert selbst war traumhaft. Leons Stimme und das Sax von Lars, einfach zum Niederknien. Ich stelle euch den Link vom Montag hier noch einmal ein. Für meine eigenen Aufnahmen hatte ich sogar eine günstigere Position, aber ich bekomme sie hier nicht gestreamt.
Ich kann nur sagen, ich war nur einmal begeistert und das war immer.

Sonntag, 10. Oktober 2021
Ich war schon 7.42 Uhr wieder auf. Die Junghexe schlief etwas länger und dann frühstückten wir in aller Ruhe. Freilich wären wir lieber in Berlin brunchen gegangen, aber was nicht war, kann ja noch werden. An irgendeinem anderen Sonntag.
Später holten wir die Oma/Mutti ab und drehten bei strahlendem Sonnenschein noch eine kleine Runde.

Mich zieht es immer ans Wasser. {Nur manchmal wäre ich da gern allein.}
Das Restaurant am Bernsteinstrand hatten wir verschmäht, aber als wir dann nach irgendeinem anderen Café suchten, wollte uns keiner haben.
Dann eben nicht.

Montag, 11. Oktober 2021
Ich habe keine Ahnung, was so wirklich mit mir los ist. Einerseits hatte ich mich auf die Arbeit richtig gefreut. Es war auch schön. Nur ich fühlte mich … tja, wie eigentlich? Aufgedreht, fusselig. Einerseits hellwach, überwach, andererseits abgeschlagen und unkonzentriert. Dass die Jungs auf dem Abflug nach Spanien waren und die Hexe deshalb litt, weil sie nun beim besten Willen nicht mitkonnte, machte es nicht besser. Freilich, ich könnte sagen: Das betrifft mich nicht. Tut es auch nicht, nicht unmittelbar. Aber dann auch wieder doch, denn die Hexe bombardiert mich mit Nachrichten, Bildern, Links und Anrufen und ich werde, statt herunter zu kommen, immer aufgeregter. In dieser Verfassung fahre ich zwar heim, allerdings nur, um zu schauen, wie lange die Gutscheine des Lieblingsrestaurants noch gelten. Und siehe da, sie gelten noch bis Freitag. Ich frage Katl an, ob sie Lust hat, mit mir… Hat sie.
Asiatisches Essen hilft in diesem Fall besser als Wasser, das sonst in fast jedem Fall hilft. Natürlich sind es auch die Gespräche mit Katl, die meine Stimmung verbessern und dass ich bei ihr auch jammern darf, ohne dass sie es mir krumm nimmt oder es ihr zu viel wird.
Danke, danke, danke. Es geht mir besser.

Dienstag, 12. Oktober 2021
Wie an jedem Zwölften gibt es wieder 12 von 12.

Mittwoch, 13. Oktober 2021
Der erste Tag in dieser Woche, an dem ich direkt heim fahre. Folgerichtig ist es auch der Tag, an dem sich die Waschfee drehen muss. Wann sonst käme ich dazu? Es ist auch der Abend für einen Anruf bei Mutti. Der ist beschwerlich. Telefonieren geht nicht mehr so gut mit der alten Dame.
Dann ruft die Hexe an und macht mich fast verrückt wegen einer Bassgitarre. Aber ich kann mich nicht verücktmachen lassen. Ich brauche mal Abstand und sie empfielt mir dann, an diesem Abend lieber nicht Il Civetto zu hören, sondern vielleicht lieber Wenzel oder KEIMZEIT. Ich entscheide mich dann für den Geschichtenweber.

Donnerstag, 14. Oktober 2021
Die Kleine Chefin macht gleich in der Früh schon wieder das Treiben verrückt. Die Kollegen fragen mich schon, ob sie von einem Kontrollzwang besessen sei, so nach dem Motto: Nur, was ich selbst gemacht habe, ist richtig gemacht. Das kann es aber nicht sein. Das würde nicht zu ihr passen. Ich vermute eher, dass sie mir Arbeit abnehmen will, weil sie krank zu Hause sitzt und sich schlecht fühlt, dass derzeit alles an mir hängt. Wegen diverser technischer Gegebenheiten, an denen wir nichts ändern können, geht diese Fürsorge oft leider nach Hinten los.
Entsprechend geschafft bin vom Job und freue mich darauf, zu Hause in aller Ruhe die Fahrt für Freitag vorzubereiten. Vielleicht einen kleinen Snack zum Mitnehmen, die Kamera laden, die Powerbank auch.
Dann ruft die Hexe an: Omi, der Bass. Die heben mir den nur bis Montag auf.
Der Sohn meint, das sei nur ein Verkaufsargument. Ich bin mir da nicht so sicher. Sooo häufig kommen Akustikbässe nicht vor. Ich selbst kenne nur zwei Bassisten, die Akustik spielen {von großen Kontrabässen mal abgesehen, da kenne ich noch ein paar mehr.} Das ist zum einen Heinz Ratz von Strom & Wasser. Ich verlinke euch hier mal mein liebstes Lied dieser Band.
Und der andere ist Leon von Il Civetto.
Na, jedenfalls holte ich die Hexe nach der Arbeit von daheim ab und schleppte sie, besser sie schleppte mich, ins Musikhaus. Tja. Dann war ich wieder erst 20.00 Uhr daheim und zum Umfallen müde.
Ich bemerke neuerdings immer öfter, dass dieses psychische Auf und Ab, auch wenn es positiv ist, ziemlich an meinen Kräften zehrt. Wir haben andauernd tolle Erlebnisse, die mir sehr viel geben, die ich nicht missen möchte und durch die ich mich sehr jung und erergiegeladen fühle. Aber am Abend solcher Tage bin ich dann doch ziemlich geschafft und müde, nicht ohne schon das nächste Erlebnis zu planen.

Freitag, 15. Oktober 2021
Ich hatte mich sehr gefreut auf die Fahrt nach Beelitz Heilstätten. Die Kameras waren geladen, die Powerbank auch. Als wir endlich dort waren, begann es zu regnen. Die Führung war sehr interessant, aber in den Gebäuden war es so dunkel, dass man nicht fotografieren konnte. Die Sonne kam erst heraus, als wir schon wieder zum Bus mussten. Diese Reise werde ich im nächsten Sommer wiederholen, in einer Zeit, in der man fest mit Sonnenschein rechnen kann. Und dann buche ich die Fotoführung. Da bekommt man nämlich mehr Gebäude von innen zu sehen und die herrlich morbiden Motive vor die Linse.
Samstag, 16. Oktober 2021
Es ist geplant, die Hexe abzuholen. Es ist weiterhin geplant, danach noch die Oma/Mutti abzuholen und irgendetwas zu unternehmen. Dass dann wieder alles etwas anders aber sehr schön wurde, erzähle ich euch nächste Woche.

Jetzt stelle ich noch diesen Beitrag bei Andrea ein, bei der es diesmal um Erwartungen geht. Ein interessantes Thema.

Und habt alle ein feines Rest-Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {09.10.2021}

So lange haben wir diesem Tag entgegen gefiebert. Es gab immer mal wieder Irritationen. Doch nun ist alles vorbereitet. Wir fahren nach Berlin zu Il Civetto.

Die Woche in einem Wort
Gevorfreut 😉

Eine Woche zuvor
Samstag, 02. Oktober 2021
Die Junghexe wollte ich 9:00 abholen, als ich aber dort ankam, schlief sie noch und wurde erst durch mich geweckt. So bat ich sie, sich fertig zu machen und fuhr selbst erst zu Mutti und mit ihr nocheinmal zur Hexe.

Als ich meine Familie beisammen hatte {zumindest diesen Teil}, starteten wir in Richtung Obsthof.
Über die Dörfer ging es weiter zu den Lübschützer Teichen, wo wir eine Weile am Wasser saßen und klönten und uns später zu Mittag Rostbratwurst gönnten.
Weiter ging es dann in die nächste Kleinstadt, in der es ein Herbstfest gab. Wir gönnten uns Eis und später noch Kaffee. Der war gut, aber ansonsten war dieses Fest samt Festprogramm überhaupt nicht mit dem vom vorigen Samstag zu vergleichen. Ich kann das nicht nachvollziehen. So viele Künstler auch in unserer Region konnten/durften viele Monate lang nicht auftreten. Sie wären doch sicher froh gewesen, auf einem solchen Fest zu spielen und man hätte sie damit ein wenig unterstützen können. Aber nein, da sind die Städte und Gemeinden zu geizig und holen lieber die örtlichen Vereine, in diesem Fall einen Karnevalverein, heran, damit diese ein Programm gestalten. Entsprechend billig wirkt diese Unterhaltung dann. Nach der soundsovielten Funkengruppe unterschiedlichen Alters, war unser Kaffee zum Glück alle und wir konnten endlich gehen. Länger hätten wir dieses Programm auch nicht ertragen.
Wegen des tollen Wetters und auch weil die Hexe so wundervoll war, war es dennoch ein schöner Ausflug.
Nachdem wir die Oma/Mutti wieder abgesetzt hatten, kam die Nachricht, dass der Sohn noch im Garten war. Dort ließen wir uns dann auch noch sehen. Ganz am Ende des Tages kauften wir noch im N-Markt einige Zutaten ein, weil die Hexe kochen wollte. Danach war ich aber so kaputt, dass wir das Kochen auf Sonntag verschoben und uns mit einem Snack-Abendessen begnügten. Verschiedenste Käse, Preiselbeeren, Knobi-Baguette und für jede ein halbes Glas Rosé.
Herrlich.

Sonntag, 03. Oktober 2021
Feiertag. Wie unsinnig. Nunja.
Für mich war es ein sehr schöner Tag, weil die Hexe noch da war und wir nun die tolle Zwiebelsuppe kochten, die es ursprünglich hatte am vergangenen Abend geben sollen.
Ganz einfach und schnell gemacht und soooo lecker.
Am Nachmittag musste ich das Mädel wieder hergeben. Am frühen Abend rief sie an und weinte. Wir haben uns lange unterhalten und dann meinte sie: Danke, Oma, jetzt geht es mir schon wieder viel besser. Ich finde, für solche Gepräche wäre ihre Mutter zuständig. Aber gerade sie bekommt das nicht hin. Hat wohl genug mit sich selbst zu tun und ist dadurch ein Teil des Problems. Dann stehe ich zwischen Baum und Borke {weil mir die Junge Frau dann auch irgendwie leid tut, die Enkelhexe aber noch mehr} und versuche zu vermitteln. Nicht einfach.

Mein erster Arbeitstag nach fast einer Woche. Er begann wirbelig und hektisch. Bis die Frühschicht ging, kam ich nicht zum Durchatmen und nicht wirklich dazu, mich um die Leute zu kümmern. Dann wurde es besser, ich war wieder im Fluss.
Da ich den zweiten Punkt meiner 7-Punkt-To-Do-Liste abarbeiten konnte, durfte ich am Abend noch bei Katl ein Päckchen abholen.
Danach lieferte ich noch die vergessenen Äpfel bei Mutti ab, kam gegen 19 Uhr heim und danach… passierte nicht mehr viel, zumal der Totalausfall bestimmter Nachrichtendienste für einen nahezu handyfreien Abend sorgte.

Dienstag, 05. Oktober 2021
WmdedgT?
Ach ja, irgendwie war das doch sehr schön, obwohl ich an diesem Tag sehr müde war.

Mittwoch, 06. Oktober 2021
01:32 Uhr hatte ich "ausgeschlafen". Also nahm ich mein Handarbeitszeug zur Hand und stellte die Stulpen für die Hexe fertig.
Diese rief an, während ich auf dem Heimweg war und hielt mich während der Fahrt munter. Ich nahm wieder den Weg über die Dörfer, wie schon am Dienstag. Sehr angenehm.
Am Abend kam ich nicht so früh ins Bett, wie ich eigentlich wollte, weil ich wieder einmal mit der Weinkönigin telefonierte. Manche Gespräche regen mich auf. Dabei will ich das gar nicht. Es liegt auch nicht direkt an der Weinkönigin, sondern an den Themen, auf die wir immer wieder kommen. Diesmal ging es um Gil Ofamrim. Ich habe da meine eigene Sicht auf die Dinge. Wer kannte schon Gil Ofarim? Er wäre nicht der erste, der lieber einen Skandal inszeniert, als gar keine Publicity zu haben.
Dass er von einem der Hotelangestellten wegen Verleumdung angezeigt wurde, gibt mir zu denken.
Von der katastrophalen Wahl und der chaotischen Noch-nicht-Regierungsbildung lenkt so etwas auch sehr gut ab. Das Volk hat was Neues zum drüber Aufregen.

Donnerstag, 07. Oktober 2021
Der erste Tag in dieser Woche, an dem ich nach der Arbeit direkt nach Hause fuhr. Ich ging nicht über Los und zog nicht 4000 Euro ein. Wobei… da war doch noch was los auf meinem Konto. *hüstel*

Nun habe ich es endlich hinbekommen, meine Wäsche zu waschen. Und ich habe das Massagegerät ausprobiert, das ich mir letzte Woche zugelegt hatte. Das war so angenehm. Wunderbar. Da konnte ich gleich noch an den Stulpen für mich weiterarbeiten. Mal sehen, ob ich die bis Samstag noch fertig bekomme.
Ach ja, und Haare färbte ich auch noch, schließlich möchte ich am Samstag Abend die Drittschönste sein. 😉

Freitag, 08. Oktober 2021
Was für eine Aufregung. Die Inzidenz ist seit gestern über 35. Uiuiui.
Tausend Formulare, die sich andauernd ändern. Ständig wechselnde Vorschriften und Regeln. Wissen die Herrschaften überhaupt noch, was sie eigentlich wollen?
Bei strahlendem Sonnenschein fuhr ich in den Wochenfeierabend.
Die Junghexe konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht abholen. Also gönnte ich mir erst mal eine Massage mit meinem neuen Gerät und einen Milchkaffee.
Am Abend war es endlich soweit. Ich holte mein Mädel ab, wir gingen noch etwas einkaufen und genossen ein Käse-Snack-Abendessen. Diesmal ohne Wein.

Samstag, 09. Oktober 2021
Er ist da, der langersehnte Neunte Oktober. Il Civetto WIR KOMMEN!!!
Es gibt immer noch Karten. Kommt ihr auch?

Nun schnell noch zu Andrea. Besuchen werde ich euch erst morgen. Drückt mal die Daumen, dass es mit dem Brunch morgen früh in Berlin klappt.

Und habt alle ein feines Wochenende.

Samstagsplausch {02.10.2021}

Befindlichkeiten
Ja, es ist Oktober. Verrückt, oder? Wo ist nur das Jahr hin? In diesem Jahr freut mich der Herbst mit seinen warmen Farben und den Früchten, in denen er die Wärme des Sommers für uns aufbewahrt.
Als Kind, das weiß ich noch, mochte ich Astern nicht, weil mit ihnen der Herbst begann. Und den konnte ich nicht leiden. Nun frage ich mich, ob es nicht vielleicht so ist, dass, wenn man selbst in den Herbst des Lebens eintritt, man auch den Herbst als Jahreszeit zu mögen beginnt. Könnte sein, oder?

Die Woche in einem Wort
Krank.
Tja, diese vielen verschieden Coronaregeln, die sich anscheinend gegenseitig an Absurdität zu übertreffen versuchen, bringen seltsame Dinge zuwege. Am Montag Vormittag merkte ich, wie ein Schnupfen begann, mich anzuschleichen. Mehrfaches Niesen und ein erstes leichtes Kribbeln. Und der Erkältungsbalsam lag zu Hause auf den Kommode. Na toll.
Gegen Mittag bemerkte ich leichte Halsschmerzen. Als ich kurz darauf husten musste, quiekten schon die ersten Kollegen, ich sollte einen Test machen. Hab ich dann vor diesen Leuten auch getan, damit sie mir das Ergebnis auch glauben. War natürlich negativ. Wie auch sonst?
Andere Kollegen fragten ganz ungläubig: Haben die jetzt wirklich verlangt, dass sie sich testen? Die Person, die den Test verlangt hatte, ist ein gegelrechter Impffanatiker. Jeder, der sich nicht hat impfen lassen, ist in deren Augen in Verbrecher, dem es zu wünschen ist, dass er möglichst bald an der Krankheit stirbt, als gerechte Strafe dafür, dass er andere durch sein Verhalten krank gemacht hat… und und und. Also, völliger Schwachsinn. Aber solche Menschen muss es ja auch geben.
Was es allerdings ebenfalls gibt, ist eine betriebsinterne Regelung, dass Menschen mit Erkältungssymptomen nicht arbeitenm dürfen. Wenn ich aber nicht zur Arbeit erscheine, muss ich, da ich kein Freiberufler mehr bin, zum Arzt. Tja, und so kam es, dass ich am Dienstag zum ersten Mal in meinem Leben wegen eines Schnupfens zum Arzt ging und für den Rest der Woche krank geschrieben wurde.
So blieb ich einfach im Bett. Zwei Tage und zwei Nächte lang, dann war der Schnupfen so gut wie weg. Der Husten quälte mich noch, also blieb ich einen weiteren Tag auf der Couch. Und am Freitag Morgen stellte ich fest, dass sich der Husten löste und es mir tatsächlich wieder recht gut ging.
Ich hatte endlich einmal Zeit. Zeit zu schlafen, Zeit zu lesen, Zeit, ein Paar Socken zu stricken und ein paar Patches an meine Decke zu zaubern. Herrlich.
Inzwischen bin ich aber froh, dass ich am Montag wieder arbeiten darf. Ich freue mich auf meine Leute. Ich freue mich auf die Kleine Chefin. Ich freue mich auf meine Projekte.

Eine Woche zuvor
Samstag, 28. September 2021
Erinnert ihr euch? Ich hatte keine rechte Lust auf den Ausflug, weil ich unausgeschlafen war und lieber erst später losgefahren wäre. Unterwegs versuchte ich mit der Mutti zu reden, dass wir an unserem Umgang miteinander etwwas ändern müssen, weil ich das einfach nicht mehr durchhalte, dass sie über jeden Sekunde meiner freien Zeit verfügen möchte. Ihre Reaktion war blöd: Dann muss ich eben ins Betreute Wohnen
Da willst du doch gar nicht hin!
Nein, aber es geht ja nicht anders!
Sie wollte partout nicht einsehen, dass ein Betreutes Wohnen an unserer Situation Nullkommanix ändern würde. Da wäre sie genauso einsam, würde sich genauso langweilen und meine Pflicht, sie zu bespaßen bliebe unbenommen. Nur, dass sie für eine viel kleinere Wohnung viel mehr bezahlen müsste, als jetzt.
Irgendwann brach ich das Gespräch ab, weil wir uns im Kreis drehten und ich ihr ja auch nicht weh tun wollte. Und dann ließ ich sie raten, wohin wir fahren und als sie es herausfand, freute sie sich riesig. Die Domstadt Naumburg war unser Ziel. Von Uta wusste ich, dass dort Markt gehalten wurde.
Wir schlenderten durch die Gassen. Fanden auf dem Marktplatz ein Duo, das mit Gitarre und Sax guten alten Ostrock zum Besten gab. Und dann fand Uta mich. Wir freuten uns, und Mutti fand just hinter Utas schönem Stand eine Bank in der Sonne. Bissel schade war, dass es mit der Mutti lief, wie es immer läuft: Wenn es mir wo gefällt, will sie nicht bleiben. Ich finde ja, wenn ich sie schon mitschleppe und dann etwas finde, wo ich bleiben möchte, sollte sie doch auch bleiben. Aber nein, sie quengelt dann so lange, bis wir gehen oder, wie an diesem Tag, geht einfach los. Da muss ich dann ja hinterher. Naja.
Immerhin gönnte ich mir auf dem Rückweg zum Auto noch einen feinen Eisbecher.

Auf dem Rückweg im Auto lief Karat. Da sagt die Mutti auf einmal: Das ist Musik. Sowas gefällt mir. Und nicht dieses Rumsdibumsdi, was die dort gespielt haben. Öhm.??? Ostrock im Radio ist Musik, Ostrock auf dem Marktplatz ist Rumsdibumsdi? Oh ha.

Samstag, 02. Oktober 2021
Heute wird schön! Ich bin mit der Hexe verabredet. Nachher hole ich sie ab und dann fahren wir zur Oma {Mutti} und holen diese ab. Ich will auf einen Obsthof in der Nähe, um dort Pflaumen zu kaufen und mal sehen, was noch.
Danach wollen wir noch ein wenig durch die Gegend dröseln. Schaun wir mal, wo wir landen. Die Mutti hat plötzlich Angst, dass es mir zu viel wird, weil ich doch eben erst krank war. *grübelgrübel* Naja, ich denke, es wird schön.

Nun schnell noch zu Andrea. Besuchen werde ich euch dann später.
Habt alle ein feines Wochenende.

Samstagsplausch {25.09.2021}

Die Woche in einem Wort
Verliebt.
Nee, nicht ich. Leider. Aber es ist soooo schön, das zu sehen.

Wochenrückschau

Samstag, 18. September 2021
Wie {fast} immer gab es einen Ausflug. Vorher trieb ich mich auf Maps herum und Mutti schlug vor, wir könnten eine Burg besuchen, weil das Wetter für draußen nicht schön genug war. Naja, mir als Draußen-Mensch machte das Wetter nicht so viel aus. Im Freien ist GRAU unbedingt besser zu ertragen, als drinnen, es sei denn, man kuschelt sich drinnen mit dem Strickzeug und einer Kanne Tee ein, hört gute Musik und genießt. Wie auch immer, bei meinem Herumtreiben im Netz, entdeckte ich, dass es in Querfurt ein kleines Fest geben sollte. Also fuhren wir nach Querfurt.

Das Fest war… naja. Eine bestimmte Art von Festen mag ich nicht besonders. Mutti meinte: So etwas ist immer nur für die Einheimischen schön! Ich teile die Meinung nicht unbedingt. Das Stadtfest in unserer Stadt mag ich nämlich auch nicht, obwohl ich da einheimisch bin, während ich das Edelweißfest in Schwarzenberg zum Beispiel immer sehr gemocht habe, obwohl ich da zu Gast war. Wahrscheinlich kommt es auch immer sehr darauf an, mit wem man solch ein Fest besucht.
Die Burg ist jedenfalls sehenswwert, auch wenn einge TZeile wegen Bauarbeiten gesperrt sind.

In solch einer Küche würde ich mich auch wohlfühlen. Auf dem Herd stünde immer ein großer Topf mit Suppe oder Brühe {hinten auf dem Rand, zum Warmhalten} und wer immer auch käme, dürfte sich an den Tisch setzen und bkämme eine Schüssel Suppe zu löffeln. Das ist mein Traum von Familie und von Gemütlichkeit. Das wünsche ich mir schon mein gesamtes Erwachsenenleben lang. Es wird ein Traum bleiben, aber ich habe Freunde, bei denen das so ist. Die Küche ist freilich moderner und der Suppentopf steht auch nicht immer auf dem Herd, aber wer immer kommt und wann immer dass ist, sie bieten dir als erstes nach der Begrüßung etwas zu essen an oder fragen, ob du zur nächst anstehenden Malzeit bleibst.Und dann bereiten sie das Essen frisch zu und jeder geht mit zur Hand.***
Oups, den Herd sieht man auch dem Foto gar nicht. Naja, ihr könnt ihn euch vorstellen. So ein schöner alter, der mit Holz beheizt wird.

Als wir schon zurückgehen wollten, kamen uns immer wieder Leute entgegen, die in Beuteln und Netzen verführerisch aussehende Äpfel mit sich trugen. Hatte ich schon mal erwähnt, das Äpfel für mich eine besondere Bedeutung haben? Ich konnte nicht anders, ich musste solche Äpfel haben. Die Mutti wollte nicht mehr laufen und blieb beim Auto, das auf einer weitläufigen Wiese stand, so dass sie es {zumindest für meine Begriffe} auch sehr schön hatte, während ich den weg fortsetzte, um die Herkunft der Äpfel zu ergründen und welche zu ergattern.
Dabei stellte ich fest, dass in der Stadt Markt abgehalten wurde und fand nicht nur den Apfelverkäufer, sondern auch den Socken-Lutz und die Uta mit ihrem schönen Spielzeugstand. Das war eine Freude.
Verweilen konnte ich nicht, weil ja die Mutti wartete.
Auf dem Rückweg fanden wir wieder einen See. In unserer Gegend gibt es unzählige Tagebaurestlöcher. Da findet man immer irgendwo nen See. Gern würde ich dann näher ans Wasser heran, auch um zu fotografieren. Aber die Mutti kann so weit nie laufen.

Sonntag, 19. September 2021
Am Gammelsonntag wollte ich ursprünglich in die Therme, was ich aus Gründen bleiben ließ.
Immerhin entspannte ich mich in der Wanne. Auch schön.

Montag, 20. September 2021
Vor genau einem Monat waren wir in Berlin. Release-Party und Einweihung am Rio-Reiser-Platz.

Die Hexe ist immer noch hin und weg…

Ich war ein wenig angespannt, weil ich am Feierabend noch die Möbel-hol-Aktion vor mir hatte. Doch dann traf ich den Sohn schon unterwegs, was mich das erste Mal ein wenig entspannte, weil unsere Verabredung {ich ruf dich dann an…} konkreter wurde. Und eine halbe Stunde später konnte ich mir die Wartezeit dadurch versüßen, dass ich eines der winzigen Zwillingsmädchen mit mir herumtragen durfte. Knapp zwei Monate sind die Winzlinge jetzt. Es tat unglaublich gut, wie sich dieser winzige Mensch an mich schmiegte, die Ärmchen ausstreckte und irgendwann sogar aufwachte und mich anschaute. Da spürt man plötzlich wieder, was im Leben wirklich wichtig ist. Später kamen Sohn und SchwieTo zu mir und bauten die Kommode gleich noch auf. Ich freu mich so.

Dienstag, 21. September 2021
Zum Feierabend wäre ich am liebsten heim gefahren und ins Bett gekrochen. Ich war schon wieder sooo müde. Zum Glück hatte ich mich am Morgen, als ich noch voller Tatendrang steckte, schon mit Katl verabredet. Das wollte ich nicht absagen. Also holte ich sie ab, und bevor wir eine Kanne Tee kochten und uns mit Strickzeug und schwatzenderweise auf die bunte Couch hockten, fädelte die Katl noch eine Verlängerungsschnur hinter die Kommode, damit die zugestellten Steckdosen nutzbar bleiben, während ich die Fächer füllte.
Dann hatten wir uns die Strickzeit verdient.

Mittwoch, 22. September 2021
Herbstanfang. Zum Feierabend war die Sonne heraus gekommen. Ein lauer Wind wehte und trocknete meine Wäsche, während ich… Ja, was eigentlich? Bissel geräumt, bissel gekruschtelt und ein wenig gestrickt. Immerhin mal wieder ein Patch an der Decke. Eins

Donnerstag, 23. September 2021
Endlich ein Nachmittag/Abend für die Therme. Das war auch dringend nötig, weil ich schon wieder so verspannt war und mich nach dem Massagestrahl regelrecht sehnte.
Vorher musste ich noch die Hexe von ihrer Schule abholen, weil wieder mal keine Züge fuhren {warum auch immer}. Das ist keine Hürde, ich fahre auf dem Heimweg von der Arbeit gern diese Strecke, obwohl es ein Umweg ist. Die reguläre strecke ist derzeit wegen einer Baustelle ohnehin anstrengend. Kurz bevor ich auf die andere Strecke abbiegen musste, entdeckte ich an einer Tankstelle gütnstige Spritpreise und fuhr ran. Das hatten natürlich viele getan, so dass ich eine ganze Weile warten musste.
Irgendwann war alles erledigt, das Auto betankt, die Hexe eingesammelt und daheim abgeliefert und die Katl eingesammelt. Ein großes Schild am Eingang der Therme wies auf die 3G-Regelung hin. Drei!!! Ich passierte den Eingang auch mit Clubkarte, Kontaktzettel, Testergebnis und dröselte zur Umkleide. Nur Katl, die am Einlass noch direkt hinter mir war, kam nicht. Nachdem ich mich umgezogen hatte, ging ich nochmal zum Eingang, konnte sie aber nirgends entdecken. Aus irgend einem Grund hatte sie also den Einlass nicht passieren können. Meine Vermutung war, dass sie mal wieder ihren Clubchip nicht finden konnte/nicht dabei hatte. Irgend soetwas. Also ging ich allein schwimmen. Was hätte ich auch sonst tun sollen, ich war ja nun einmal drin. Eine Stunde später wurde ich ausgerufen, ich solle zum Kassenbereich kommen. Könnt ihr euch vorstellen, wie peinlich das ist, wenn ihr gerade unter der Dusche steht und euer Name, euer kompletter Name, wird dort durch die gesamte Anlage geplärrt. Und alle um euch herum bekommen mit, dass ihr das seid, weil ihr euch hektisch in euer Handtuch wickelt, eure Tasche zusammenrafft und gen Ausgang strebt. Als ich da ankam, stand sie auf der anderen Seite der Barriere und quiekte: Ich kann nicht rein. Mein Test wird nicht anerkannt. Der Einlassbereich war voller Leute, alle bekleidet, weil überm Ankommen oder überm Gehen und ich dazwischen, nass, in Badelatschen und Handtuch. Und sie auf der anderen Seite und macht da so einen lautstarken Aufriss. Am liebsten hätte ich sie dort zusammengestaucht mit der Frage: Und deswegen zitierst du mich hier her? Aber ich wollte mich nicht auf dieses Niveau hinunter begeben. Also stapfte ich brav {man könnte auch blöde sagen} in die Umkleide, hoste mich an und verließ das Bad, um die unmögliche Katl heim zu bringen.
Angeblich wollte sie mir nur sagen, dass sie nicht hinein kann. Ja klar, ich bin ja auch so unglaublich dämlich, dass ich das nach einer ganzen Stunde nicht selbst bemerkt habe! Angeblich wollte sie nicht, dass ich das Bad verlassen muss. Auch klar, sie hat mich nur aus Jux und Dallerei ausrufen lassen! Freilich!
Angeblich wäre sie mit der Straßenbahn heim gefahren. Auch klar! Wenn sie das wirklich vorgehabt hätte, warum hat sie es dann nicht getan?
Ich kam mir so ver…. vor, ich kann gar nicht sagen, wie sehr.

Freitag, 24. September 2021
Eine neue Kollegin hatte heute Brötchen mitgebracht und allerlei Leckereien. Wir richteten ein großes gemeinsames Frühstück aus. Solche Ereignisse fördern den Zusammenhalt der Gruppe. Es war lecker, es war schön und die Arbeit flutschte danach noch einmal so gut.
Trotzdem war ich den ganzen Tag lang knautschig. Dieses Ereignis vom Donnerstag Abend ging mir nach. Sehr! Ich weiß gar nicht recht, was mich daran eigentlich so störte. Es war ein Gefühl, als sei etwas Unwiderrufliches Schlimmes geschehen. Dabei ist doch gar nichts weiter geschehen. Meine Freundin hat mir einen Feierabend in der Therme versaut. Das ist doch nun nichts Weltbewegendes. Sowas kann doch vorkommen. Das macht man doch als Freundin zuweilen. Ich hab ihr doch bestimmt auch schon mal was vermasselt, ohne dass sie es mir überhaupt gesagt hat. Wobei, wenn ich so überlege…

Samstag, 25. September 2021
Heute soll es natürlich wieder einen Ausflug geben. Und ich bin schon wieder genervt. Einige von euch haben sicher mitbekommen, dass ich nicht sonderlich gut schlafe und manchmal nachts stundenlang wach bin. So war es auch letzte Nacht wieder. Und die Folge war, dass ich vorhin bis 7.41 Uhr geschlafen habe. An einem Samstag! Das geht ja nun mal gar nicht, denn: Ich wollte diesen Eintrag hier fertig schreiben, Bilder einbauen. Ich wollte außerdem Haare waschen. Ich hatte in der Küche etwas zu retten, weil ich es gestern Abend vergessen hatte, in den Frost zu packen. Ich wollte in Ruhe eine Tasse Kaffee trinken.
ABER: 8.50 Uhr kam der Anruf: Ich wollte dir nur sagen, dass ich mein Buch ausgelesen habe!
Welches Buch denn? Es war das letzte der aus der Bücherei entliehen Bücher. Wo ich ihr immer sage, sie soll bitte ein paar mehr mitnehmen. Aber das geht ja nicht, da hätte sie ja keinen Grund, mich zu scheuchen. Ich sage: Soll das jetzt der Befehl sein, dass ich dich gefälligst schon diesen Dienstag in die Bücherei fahren soll. Kommt als Antwort: Erst am Dienstag? *grrrrr*
Und dann: Na, ich warte auf eine Nachricht, dass wir was Schönes machen.

Echt, jetzt bin ich nun schon wieder in Eile, dass ich die Alte Frau abhole und durch die Gegend fahre und bespaße. Ich mache wirklich gern Ausflüge, hatte mir für heute auch schon was ausgedacht. Aber wenn ich immer muss und immer schon vor Beginn nachgefragt wird, ob ich sie vergessen hätte und lauter solcher Mist, solch ewiger Druck, dann habe ich null-komma-gar-keine Lust mehr.

Also bringe ich schnell noch diesen Wochenrückblick zu Andrea. Und dann renne ich los, natürlich mit ungewaschenen Haaren und aussehend wie der letzte Penner, um die Alte Frau halbwegs pünktlich zu ihrem Schönen abzuholen. Na, Hauptsache, sie hat Spaß.

Samstagsplausch {18.09.2021}

Die Woche in einem Wort
Aufgeregt.

Wochenrückschau

Samstag, 11. September 2021
Was für ein schöner Samstag. Nach dem Konzert am Freitag Abend habe ich die Junghexe mit zu mir genommen. Ob es nun daran lag, dass ich nicht allein war oder an den wunderbaren Erlebnissen ***, ich habe endlich mal wieder eine Nacht richtig gut geschlafen, über 8 Stunden.
Wir haben dann schön gefrühstückt und am späten Vormittag eine Einkaufsrunde gedreht, an deren Ende ich die Hexe daheim abgesetzt habe. Hach ja.

Am Nachmittag hatte ich wieder einen Arztermin. Alles Okay. Das hört man doch gern.
Dann wählte ich einen Heimweg, den ich sonst nicht nutze, verfuhr mich promt und landete in der Heide. Das war so schön. Ich wäre da gern noch ein wenig verweilt. Aber die Mutti rief an: Du hast mich wohl vergessen? Nee, natürlich nicht, aber ich habe manchmal nach der Arbeit auch noch was anderes zu erledigen, als schnurstracks zur Mutti zu fahren, um ihr die Jacke zu bringen, die sie am Vortag im Auto vergessen hatte. Nicht, dass die Kleine Frau nur diese eine Jacke hätte. Aber genau diese sollte mit gewaschen werden und das musste just an diesem Montag sein. Ich bin schon spät dran. Ich wollte am Vormittag waschen. Aber du bist ja nach Torgau gefahren! Ähm, zur Arbeit, ja! Ich sag da jetzt mal nicht noch mehr dazu.
Selbstredend blieb es nicht beim Jacke bringen, sondern ergab noch dies und das und wurde ein gut gefülltes Vorabendprogramm. Und als ich dann 19.30 Uhr heim wollte, kam noch: Warum bist du nur so ungern bei mir?
Vielleicht, weil ich nach 14 Stunden außer Haus den Heimweg gern hinter mir haben möchte, damit ich dann herunterfahren kann, ohne nochmal los zu müssen?

Unter Tränen rief die Hexe an: Unser Konzert ist in Gefahr!
Ja, war es, aber inzwischen konnte alles geklärt werden.
Dienstlich war ich unterwegs und fuhr im strahlenden Sonnenschein sogar einige Kilometer auf meiner "alten" Route Richtung Cottbus. Dabei stellte ich fest, dass es mich nicht zog, weiter in diese Richtung zu fahren. Vor ein paar Wochen wäre das wohl noch anders gewesen. ***
Den Abend brauchte ich dringend für mich in der Therme. Die Massageströme im warmen Wasser taten meinen verspannten Schultern gut, das Wasser insgesamt meiner verspannten Seele.

Mittwoch, 15. September 2021
Wieder unterwegs. Diesmal in entgegengesetzter Richtung.
Am Feierabend hätte ich heim fahren und mich um Haushalt und Wäsche kümmern müssen. Alternativ dazu stand ein Essen mit Katl an. Da auf dem Heimweg der Peter anrief und Fragen zu seiner Steuererklärung hatte, über die wir dann einige Kilometer lang fachsimpelten, stand ich irgendwann doch vor Katls Tür. Das war wohl so ein Wink. Also ging es weiter zum Asiaten.
Dort kam der nächste Aufreger, denn die Mutti rief an: Du meldest dich wohl gar nicht mehr bei mir?
Samstag telefoniert, Sonntag ausgeflogen, Montag den Feierabend mit ihr verbracht… Dienstag mal was nur für mich getan, das ist gar nicht mehr melden. Aha!

Donnerstag, 16. September 2021
Sachsen erwägt, die 2G-Regel auf den Einzelhandel einschließlich Einkaufszentren und Supermärkte auszudehnen. Das heißt, rund 40% der Bevölkerung, gesunde Menschen, die diese Gesundheit mittels Test auch nachweisen könnten, wenn sie denn dürften, werden daran gehindert, selbst Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs einzukaufen. Mit welchem Recht? Das hat nichts mehr mit Gesunderhaltung zu tun, und auch nichts mehr mit Menschenrechten. Das ist politische Willkür. Das sind Machtspielchen: Mal sehen, was wir uns noch alles ausdenken müssen, bis ihr endlich zusammenbrecht und euch impfen lasst, ohne dass wir zugeben müssen, dass es "Pflicht" ist.
Und die dämlichen Medien fangen schon an, auch noch 2G schön zu reden. Wie toll das doch ist, dass man endlich wieder ohne Maske und Abstand in Clubs gehen und mal wieder mit allen Menschen dort kuscheln kann.
Wie dumm ist das denn? Da gibt es doch wirklich Wichtigeres, als in Clubs eng umschlungen zu tanzen, oder? Die haben doch echt nichts gelernt. Obwohl, doch, eines schon, nämlich, den Machthabern zum Munde zu reden. Das können sie. Ich hatte mal eine Journalistische Ausbildung. Das hab ich neulich einer Kollegin erzählt und dann gesagt: Heute möchte ich nicht mehr als Journalistin arbeiten. Da lacht sie und meint: Nee, KÖNNEN Sie gar nicht mehr. Entweder würden Sie verhungern, weil keiner es wagt, Ihre Beiträge zu drucken, oder Sie würden eingesperrt. Oups. 😉

Wenigstens ist das Problem der Hexe vom Tisch.
An diesem Abend komme ich dazu, meine Wäsche zu waschen und mein Gemüse zu putzen.

Freitag, 17. September 2021
Die Meldung des Morgens: Sachsen rudert zurück. Die Ausdehnung der 2G-Regel auf den Handel kommt NICHT.
Ich habe leider nicht genau mitbekommen, welcher Minister aus welchem Bundesland verkündet hat, 2G und selbst 3G wäre diskriminierend und damit rechtswidrig. Und wenn überhaupt 3G angewendet werden dürfte, dann nur in Ausnahmefällen und nur, wenn die Zahl der Erkrankten sehr dramatisch steigen würde, was aber derzeit nicht der Fall ist.
Die Inzidenz in unserem Landkreis liegt tagesaktuell bei 18,2 – Tendenz fallend. Wir müssten uns also weder um 3, noch um 2G überhaupt Gedanken machen, da diese Regelungen überhaupt erst über 35 in Kraft treten und nach derzeitigem Stand Kann-Bestimmungen bleiben.
Ich kann, oder nein, ich WILL mir nicht vorstellen, dass es hier viele Gastwirte und Veranstalter gibt, die auf 2G bestehen. Freilich, der Anreiz ist, in Innenräumen auf Masken und Abstände verzichten zu dürfen, aber der Preis dafür ist, an die 40% aller potenziellen Gäste und Gästinnen {was für ein bescheuertes Wort} von vorn herein auszuperren. DAS kann doch keiner wollen? So dämlich kann doch keiner sein. Oder vielleicht doch?

Samstag, 18. September 2021
Ausflug? Ehrlich gesagt, wird mir das langsam zu teuer. Die viele Herumfahrerei bei den derzeitigen Spritpreisen. Andererseits sollte man es vielleicht noch tun, solange Autofahren noch nicht verboten ist.
Eieiei, Mira, halt die Klappe, sonst wird dir womöglich noch dein Blog geschlossen.

Zu den Sternen
Die *** vom Samstag…
Meine Sitznachbarin beim Konzert sagte am Ende nicht einfach Tschüss oder ähnliches, sie sagte: Gute Nacht! Diese beiden Worte klangen noch lange in mir nach und mir wurde bewusst, wie ewig mir das niemand mehr gesagt hatte. Geschrieben ja, oft sogar, aber eben nicht gesagt. Ich weiß überhaupt nicht, wieso ich da jetzt sentimental werde. Huch.
Die *** vom Dienstag…
Ich wollte eigentlich Wenzel hören und stolperte über Dota Kehr. Und sie beschreibt da in ihrem Lied genau meine Situation von vor ein paar Wochen.

Übrigens…
Danke an alle Künstler, die wegen der 2G-Forderung ihre Konzerte ins nächste Jahr verlegen. Bukahara, wir sehen uns im März.
Und Hut ab, Nena, für deine Offenheit und deine Konsequenz. {Link führt zu Facebook}

Und jetzt das Übliche, ich bringe meinen Wochenrückblick zu Andrea.

Habt alle ein feines Wochenende, regt euch nicht auf und lasst euich nicht ärgern.
Die Gedanken sind frei.
Eure Mira