Samstagsplausch {18.08.2018}

Liebe Plauscherinnen, ich kündige es schon gleich einmal an: In der nächsten Woche wird es meinen Plauschbeitrag wieder einmal verspätet geben {ich hoffe am Sonntag}, denn wenn ihr euch bei Andrea zum gemütlichen Plausch versammelt, werde ich im Färberdorf Neckeroda {in der Nähe von Rudolstadt} meinen Stand aufbauen und mit vielen tollen Sonderangeboten auf Sockengarne locken. Viel anderes werde ich gar nicht mitnehmen, schließlich habe ich mir einen Kombi zugelegt, keinen LKW *lach*. Aber die schönen Sockengarne rufen regelrecht danach, verstrickt zu werden.
Nun aber genug der Vorschau, jetzt sollt ihr erst einmal erfahren, was rückblickend in der letzten Woche so los war.

Samstag, 11. August
Das war vielleicht ein Chaostag. Ich kam fast gar nicht zur Ruhe. Allerdings war es zumindest am Anfang so, dass ich über die Abwechslung recht froh war. Während der Hitzewelle hatte ich außer dem Job kaum etwas auf die Reihe bekommen und die freie Zeit fast ausschließlich dazu genutzt, mich zu entspannen. Das war zwingend notwendig und tat mir sehr gut. Nur, wer mich kennt, weiß, dass so viel Entspannung gar nicht meins ist. Ich brauche das unbedingt, aber schon nach relativ kurzer Zeit langweilt mich das und ich muss wieder loswuseln. Hinzu kam mein Kinobesuch in der vorherigen Woche und dessen "Folgen". Inspiriert durch den Film dachte ich über mein Leben nach, darüber, wie wuselig ich immer gewesen war und wie lahm ich jetzt bin. Darüber, dass mein Leben jetzt nur noch aus Job, Garten und Mutti betüddeln besteht, wobei letzteres ja keine notwendige Pflege ist, sondern eingefordertes Langeweilevertreiben. Zwangsläufig kam ich zu dem Schluss, dass dies noch nicht alles gewesen sein kann. Nicht alles gewesen sein darf. Es muss doch noch etwas anderes für mich geben, als mit einer fast 30 Jahre älteren Frau auf der Gartenbank zu sitzen. Damit bin ich nicht glücklich und das muss ich auch nicht. Als ich mit meinen Überlegungen so weit gekommen war, war ich froh darüber, dass der Sohn am Samstag Morgen dringend zum Einkaufen ins P.C. wollte. Das ist doch gleich etwas ganz anderes, als immer nur die Runde durch den N-Markt zu drehen. Natürlich schleppte ich die Mutti mit, die plötzlich meinte, sie käme sonst ja nie raus und unbedingt mehrere Schuhgeschäfte abklappern wollte. Meine Wünsche … {geschenkt}

Der Gedanke: Das kann doch nicht alles sein! ist noch nicht zu Ende gedacht.

Selbst Mutti stellte am Samstag Nachmittag fest, dass ich bissel viel auf einmal um die Ohren hatte. Da kündigte ich gleich an, am Sonntag einen Tag ganz für mich allein haben zu wollen. Dabei ging es mir gar nicht um Ruhe, sondern um die Chance, spontan zu entscheiden, wonach mir der Sinn steht und nicht immer nur nach voreingestelltem Programm abzulaufen. Naja, ich hab das ja schon des Öfteren erwähnt. Ihr versteht mich schon.

Sonntag, 12. August
Am Ende war der Sonntag dann doch ein stinknormaler Ruhetag, den ich im 12 von 12 versucht habe, festzuhalten.

Montag, 13. August
Der Montag brachte Stress. Ich kam nicht dazu, Pause zu machen, ich kam nicht einmal dazu, zwischendurch einen Kaffee zu trinken. Ich rannte und tat und drehte mich, und zu einem nicht unwesentlichen Teil erledigte ich Arbeiten, die andere Kollegen hätten im Vorfeld schon erledigen sollen.
Zum Feierabend war ich ziemlich geschafft und freute mich sehr darauf, mich bei trübem Wetter in den Garten zu verziehen und den Feierabend zu genießen. Ja, natürlich bin ich gern im Garten. Natürlich genieße ich die Ruhe dort, wenn denn Ruhe ist. Ich mag es nur nicht, wenn das alles vorprogrammiert ist und von anderen {Mutti} erwartet wird. Dann will ich es gerade nicht!

Dienstag, 14. August
War das nun am Dienstag, als auf dem Heimweg ein so heftiger Regenguss nieder ging, dass meine alte Jolanda noch einmal richtig schön sauber gewaschen wurde?
Im Garten war allerdings kein Regen gefallen.
Die Nachbarin kam auf einen Schwatz. Der Sohn heizte den Grill an. Es war wieder einmal Mitternacht, als wir in die Wohnung fuhren.

Mittwoch, 15. August
Endlich erreichte ich jemanden im Autohaus und konnte gleich noch am Nachmittag hinkommen, um ein paar Papiere zu unterschreiben. Mein neues Baby durfte ich auch streicheln. Und genau in einer Woche, also am nächsten Mittwoch, kann ich es abholen.

Donnerstag, 16. August
Kontrolltermin bei der Ärztin. Das machte mich richtig, richtig sauer. Ich hatte seit dem letzten Termin nur ein Kilo abgenommen (das Mal zuvor waren es drei gewesen), und nun muss ich sechs Wochen lang jeden Krümel aufschreiben, den ich zu mir nehme und eigentlich darf ich überhaupt nichts mehr essen. In meinen Salaten, die im Wechsel mal eine Kartoffel, mal ein paar Körner Mais, mal ein paar Schinkenwürfel enthielten, muss ich all das weglassen. Statt roter Paprika, lieber nur gelbe verwenden. Kohlehydrate weglassen sowieso, nun auch Fleisch. Was bitte, soll ich denn dann überhaupt essen? Na gut, ich mache das. Aber es kann sein, dass ich dabei zu einer bösen grilligen Alten mutiere. Und wenn das passiert, schreie ich die Ärztin das nächste Mal an. So! Das hat sie dann davon!

Danach traf ich mich mit Mutti zur Einkaufstour. Die Arme bekam meinen ganzen Frust über den Arztbesuch ab uns schaffte es gar nicht, mich zu beruhigen.

Freitag, 17. August
Der letzte Chaostag auf Arbeit. Am Montag bekomme ich zwar auch wieder neue Leute, aber nur drei. Und die 12 von dieser Woche sind dann schon nicht mehr neu und haben sich eingewöhnt und sind damit nicht mehr ganz so anstrengend.
Dumm ist, dass ich seit zwei Tagen Rückenschmerzen habe, die zum Feierabend im Garten auch nicht besser wurden.
Am Abend gab es ein kleines Gewitter und in der Nacht regnete es dann auch noch einmal, ein wenig mehr.
Samstag, 18. August
4.04 Uhr stand ich auf. Eigentlich wollte ich nur pieseln, aber ein fieser Wadenkrampf scheuchte mich hoch und die Rückenschmerzen bewirkten, dass ich ihn gar nicht richtig weglaufen konnte, weil mir jeder kleine Schritt zusätzlich weh tat. Nun war ich einmal wach, also packte ich meinen Kram zusammen und fuhr in die Wohnung, wo ich Frust, Krampf und Rückenweh abduschte. Das warme Wasser tat sehr gut. Dann programmierte ich die Waschfee, damit sie halb sieben mit ihrer Arbeit beginnen konnte. Ich selbst kroch gegen halb sechs in mein Bett und schlief immerhin bis halb acht, was für mich schon ziemlich lange ist.

Inzwischen ist die Wäsche verpackt, um sie im Garten aufhängen zu können. Auch zwei Kartons mit Sockenwolle stehen bereit, einer mit neuen Knäulen, einer mit den Resten, aus denen ich Restesocken stricken will. @Catrin, du siehst, ich habe deinen Rat befolgt.

So, und jetzt wurde in einem halbstündigen Telefonat geklärt, dass ich mein Wochenende nicht selbst zu bestimmen habe, sondern es gefälligst anderen schön zu machen habe. Das kann ich schließlich mal tun, wenn ich schon nächsten Samstag unbedingt auf so nen blöden Markt fahren muss.

Also, habt es schön bei Andrea und überhaupt in euren Wochenenden. Ich gehe mich jetzt nerven lassen, damit ich nicht womöglich auf die Idee komme, ein schönes Leben haben zu wollen. Wie war das noch? Ich kann gar nicht mit viel Entspannung umgehen. Also sorgt mein Umfeld dafür, dass ich nicht zuviel davon bekomme. Sind die nicht lieb?

Ach so, falls ihr kommentieren wollt und diese seltsame Fehlermeldung mit dem INTERNAL SERVER ERROR bekommt, könntet ihr bitte diesem Link folgen http://a.bytecamp.net/
und die dort angegebenen Daten entweder an mich senden mira@besinnlich.de oder direkt an den Support support@bytecamp.net . Im zweiten Fall müsstet ihr bitte noch dazu schreiben, dass es sich um den Fehler Internal Server Error auf besinnlich.de handelt. Nur so hätte ich eine Chance, dass der Support den sporadisch auftretenden Fehler findet und beseitigen kann.
Vielen Dank für eure Mithilfe.

Samstagsplausch {11.08.2018}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen. Da bin ich wieder.

Am Samstag, 04. August hatte ich mich in den Garten verkrochen und konnte mich nicht entschließen, in die Wohnung zu gehen, um den Plauschbeitrag zu schreiben und zu posten. Das habe ich am Montag nachgeholt, und wer sich dafür noch interessiert, bitte hier entlang.
Sonntag, 05. August
Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Das habe ich mich an dem Sonntag auch gefragt. Der Tag war einfach um, ohne dass ich etwas Spürbares für mich getan hätte. Nicht gestrickt, kaum gelesen.
Aber die Mutti bedankte sich am Abend für den schönen Tag. Das ist doch was!
Montag, 06. August
Weil es am Sonntag etwas kühler war, gab es am Montag kein Hitzefrei, obwohl da das Thermometer schon wieder auf 32°C kletterte. Immerhin bestand die Arbeitszeitverlagerung weiterhin, sodass ich doch recht früh im Bad war und schon eine Stunde im nicht wirklich kühlen Wasser zugebracht hatte, bevor Katl eintraf. Wenig später kam auch Janine an. Die beiden strickten fleißig, eine rechts, eine links von mir. Ich lag auf der Liege in der Mitte und träumte vor mich hin, denn mein Strickbeutel liegt seit reichlich zwei Wochen in der Laube und träumt dort ebenfalls vor sich hin.
Dienstag, 07. August
Es gab wieder eine halbe Stunde Hitzefrei. Viel nützte mir das nicht, denn für diesen Tag hatte ich auf dem Heimweg einige Erledigungen eingeplant. Leider erreichte ich nur etwa die Hälfte dessen, was ich mir vorgenommen hatte. Entweder waren die Leute nicht da oder die Ware nicht oder es stand etwas oder jemand im Weg. *grrr* Etwas frustriert beschloss ich den Feierabend im Garten, wo die komische Stimmung leider auch nicht völlig von mir abfiel.
Mittwoch, 08. August
Obwohl in unserem Vorstadtkino an Dienstagen und Donnerstagen Kinotag ist, hatten wir für Mittwoch einen Kinobesuch geplant. Mutti wollte gern Mama mia! sehen. Aber am Dienstag hatte sie eine Einladung und am Donnerstag haben wir ohnehin immer etwas vor.
Also holte ich sie am Mittwoch ab und ging mit ihr ins Kino. Ach ja, war nett. Herzkino eben. Ab und zu sehe ich sowas ganz gern. Die Musik von ABBA mag ich sowieso, mochte ich schon immer und immer noch. Viele sagen, der erste Teil von vor zehn Jahren sei schöner gewesen. Das kann ich mir für mich nicht vorstellen. Ich habe ihn nicht gesehen, mich nur über den Inhalt belesen und glaube nun, dass der zweite Teil mein Favorit wäre, auch wenn ich beide Teile gesehen hätte. Dieser spielt nämlich auf zwei Zeitebenen. Und das mag ich nicht nur bei Büchern.
Donnerstag, 09. August
Beim Einkaufen traf ich Atanasius und wir schwatzten ein wenig. Nicht lange, denn er hatte die Hände voll Kram und ich hatte irgendwo zwischen den Supermarktregalen die Mutti verbummelt. Aber es war nett, brachte mich zum Lächeln.
Freitag, 10. August
Es hat sich deutlich abgekühlt. Leipzig hat 21°C. Es ist windig, so dass man auch gut die stickigen Räume lüften kann. Alle atmen auf und freuen sich. Ich bin mir aber sicher, hätte der gesamte Sommer diese Temperaturen, würden alle jammern, was für ein besch… Sommer das wäre.
Ähm, ja, von mir aus, dürfte es auch wieder wärmer werden. Es dürfte auch so bleiben. Mir wäre alles recht, Hauptsache es ist nicht dauergrau und regnerisch, wobei ich gegen einzelne Regentage nichts einzuwenden hätte. Jaja, ich weiß. Ich hab immer irgendwelche unsinnigen Wünsche.

Samstag, 11. August
Ich bin in die Wohnung gefahren, um Wäsche zu waschen. Die wollte ich dann mit in den Garten nehmen, um sie dort zu trocknen. Gleichzeitig wollte ich noch die Mutti mit in den Garten nehmen. Und nun möchte der Sohn noch einiges erledigen. Das mache ich gern mit. Dann ist dieser Samstag wenigstens nicht so brav, bieder, vorhergezeichnet wie die anderen alle. Das freut mich.

Und nun bringe ich fix diesen Eintrag zu Andrea.
Habt ein schönes Wochenende.

Samstagsplausch {04.08.2018}

Liebe Plauscherinnen, in dieser {letzten, eben vergangenen} Woche kam ich leider nicht dazu, mit euch zu plauschen. Warum? Nun, ihr könnt es euch denken. Ich war natürlich über das Wochenende wieder im Garten {ohne Internet} und konnte mich diesmal auch nicht dazu aufraffen, am Samstag Morgen in die Wohnung zu fahren. Also blieb leider der Plausch auf der Strecke. Dennoch möchte ich wenigstens ein paar Stichworte festhalten, damit mir die Woche vom 28. Juli bis 03. August nicht aus meiner Erinnerung verloren geht. Viel gibt es allerdings nicht zu berichten.
Zusammenfassen kann ich die Woche in einem Wort: heiß!
Aber das ist ja nichts Neues und ihr wisst das alle selbst. Also krame ich mal in meinem Gehirn, was es sonst so gab.
Arbeit…
…passend zum heißen Wetter natürlich von Montag bis Freitag in Vollzeit. Wobei… der Chef ab Dienstag "Hitzefrei" gewährte, täglich ab 14 Uhr. Gepaart mit der Arbeitszeitverlagerung ergab das für mich zwar nur 0,5 Stunden am Tag, ganze 2 Stunden in dieser Woche, aber ich freute mich schon über die Geste und einen wesentlichen Vorteil hat es doch, dass die Kollegen im Büro auch 14 Uhr Schluss haben und somit nicht mehr eben noch schnell etwas von mir wollen.
Nun könnte ich zwar grummeln, dass ich ausgerechnet jetzt bei diesem traumhaften Urlaubswetter einen Auftrag habe, der aber bald ausläuft, wahrscheinlich pünktlich zu dem Moment, wenn das Wetter in eine Regenphase umkippt. *grummelgrummel* Aber nein, ich grummle nicht. Schließlich wollte ich diesen Auftrag unbedingt haben.
Außerdem wollte ich…
Sommer…
…und deshalb schockiere ich unter der Hitze stöhnende Kollegen, Freunde, Bekannte, Nachbarn gern mit der Bemerkung:
Ich find’s schön.
Natürlich schwitze ich und habe Probleme mit dick geschwollenen Knöcheln. Bin nur einmal müde, und das ist immer. Und wenn ich von der Arbeit heim {bzw. in den Garten} komme, kann ich mich kaum noch zu irgend etwas motivieren, außer mich mit Buch und Getränk in den Schatten zu setzen, die Füße hochzulegen und vor mich hinzuträumern. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb genieße ich diesen Sommer. Er macht vieles so schön unkompliziert. Die Hektik ist verschwunden, weil keiner mehr Kraft hat, überhaupt noch Stress zu machen. Oder empfinde das nur ich so, weil ich mich gerade im Genießermodus befinde?
Schwimmen…
…war ich nur am Montag. Das hat nicht wirklich Spaß gemacht, weil das Wasser sehr warm war. Also, die Sonne darf vom Himmel prasseln, aber das Wasser sollte dann bitteschön erfrischend sein. War es aber nicht, und außerdem war es mir zu voll. Ich hab’s ja nicht so mit vielen Menschen, jedenfalls nicht immer.
Gelesen…
…habe ich natürlich viel, denn ich habe ja sonst kaum was getan.

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Titel: Herzsammler
Autor: Stefan Ahnhem
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: List
Einschätzung: Gut, dass dieser Thriller in Skandinavien spielt und von einem schwedischen Autor stammt.
Wäre der gleiche Stoff in einem amerikanischen Thriller behandelt worden, hätte ich ihn wahrscheinlich nicht gemocht.
Eine ziemlich blutrünstige Geschichte, aber gerade noch erträglich. Die Figur des Ermittlers Fabian Risk wurde mir
im Verlauf der Handlung unsympatisch, besonders durch eine Handlung, die ich nicht näher benennen kann, ohne zu spoilern.
Der Schreibstil hingegen gefiel mir gut und bewirkte, dass ich recht schnell las und das Buch nur ungern weglegte.
Mir gefällt es immer sehr gut, wenn die Handlung sich auf verschieden Ebenen verteilt, sei es räumlich oder auch
zeitlich oder beides {wie hier}. Und ich mag es, wenn sich am Ende die offenen Fragen der einzelnen Ebenen
zu einer Lösung verdichten.
Es gab allerdings eine Ebene, die ich nirgends einordnen konnte und die, falls sie nicht als Cliffhanger
für den nächsten Band gedacht war, überhaupt keinen Sinn ergibt.
Neugierig bin ich nun auf "Und morgen du", das bereits ein Jahr vor "Herzsammler" veröffentlicht wurde,
dessen Handlung aber danach angesiedelt ist.
Wertung: drei von fünf Sternen.
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Die Abende…
…verbrachte ich im Garten {außer Montag}. Ansonsten passierte nicht viel.
Ach, doch, ein sehr nettes Gespräch hatte ich mit Catrin. Zeitversetzt, weil über Sprachnachrichten, die wir beide mögen, weil der Gesprächspartner {anders als beim Telefonat} sie abhören kann, wann es gerade passt. Sie gab mir eine so umfassende Beratung zu ihrem tollen Topf, dass ich mich entschlossen habe, mir vom übernächsten Honorar einen solchen zu gönnen.
Mehr gab es über die Super-Sommer-Woche nicht zu erzählen. Vielleicht wird es am nächsten Samstag mehr. Und vielleicht schaffe ich es dann auch, euch wieder bei Andrea zu treffen.
Jetzt halte ich mal noch ein wenig Nachlese.

Samstagsplausch {28.07.2018}

Guten Morgen liebe Plauschrunde. Auch wenn ich in dieser Woche kaum Gelegenheit hatte, zwischendurch zu bloggen, wird dieser Wochenrückblick nicht so ausführlich, wie ihr das sonst von mir kennt. Das schöne Sommerwetter ist mir einfach zu schade, um drinnen am Rechner zu sitzen. Das versteht ihr gewiss.
Im Grunde war es für mich eine Art Urlaubswoche, zumindest am Anfang. Natürlich habe ich von Montag bis Donnerstag Vollzeit gearbeitet, aber danach habe ich ganz einfach nichts mehr getan. Außerdem hatte der Chef uns freigestellt, täglich eine halbe Stunde früher mit der Arbeit zu beginnen und entsprechend früher Feierabend zu machen. Das haben wir dann getan, wobei mir das nicht viel nützt, wenn andere Kollegen die Arbeitszeit nicht verlagern und dann immer noch ganz fix etwas zu besprechen haben, wenn ich “eigentlich” schon Schluss hätte. Immerhin haben wir diese wüstenheiße Arbeitswoche irgendwie überstanden, genau wie das vorhergehende Wochenende mit dicken Wolken, die leider kein Gewitter brachten, sondern nur Schwüle.
Am Samstag, 21. Juli war Gartentag mit Mutti angesagt, die ich gegen 11 Uhr abholte. Es war bedeckt und so drückend, dass man sich kaum bewegen mochte. Mutti meinte dann, sie käme am Sonntag, 22. Juli lieber nicht noch einmal mit. So haben wir es dann auch gehalten.
Am Donnerstag war es dann vorbei mit dem Nichtstun zum Feierabend, denn da war Einkaufstag, die große Runde, mit Bücherei, dafür diesmal ohne Drogeriemarkt. Stattdessen wollte Mutti noch in einen "Fidschiladen" wegen ein paar Hauspantoffeln. Unmittelbar daneben ist eine Bäckerei, die auch super leckeres Eis anbietet, und ich hatte mir schon am Morgen überlegt, dass ich Mutti zu einer Kugel Eis überrede. Das war nett.

Und sonst so?
geschwommen…
…bin ich in dieser Woche nur am Montag {23. Juli}. Das war schön und tat gut, wenn ich auch insgesamt etwas knurkelig war. Wegen des frühen Feierabends schafften wir den Aufguss um 18.00, der mit Heudüften und Musikuntermalung besonders schön war.
getroffen…
…habe ich am Montag im Bad außerdem die Janine. Nachdem ich ihr geschrieben hatte, dass ich dort sein würde, entschloss sie sich ganz spontan, auch hinzukommen. Wir hatten wieder jede Menge zu erzählen.
Außerdem holten die Uraltfreundin und ich am Dienstag {24. Juli} unser immer wieder verschobenes Treffen nach. Diesmal bei mir im Garten, wo wir uns unter Apfelbaum und Sonnenschirm vor der stärksten Sonneneinwirkung versteckten. Später am Abend kam dann noch Sylvana hinzu.
geschnippelt…
…wurden in dieser Woche Berge von Gemüse. Jeden Morgen vor der Fahrt zum Dienst zauberte ich mir einen riesigen Salat, bestehend auch Paprika, Gurke, Tomaten, einigen wenigen kleinen Kartoffeln und einer Menge Kräutern. Auch am Dienstag Abend schnippelten wir Gemüse, mischten dieses unter eine Tzatzizubereitung aus dem N-Markt und aßen Pellkartoffeln dazu. Das mit dem Tzatziki war eigentlich eine Notlösung, weil ursprünglich Sylvana vorgeschlagen hatte, am Abend im Garten Kartoffeln und Quark zu essen und den Quark dafür mitzubringen. Nun kam sie aber zunächst nicht, und ich wollte das Abendbrot auftischen, also wurde statt des Quarks Tzatziki genommen. Und, was soll ich sagen? Das mache ich demnächst wieder.
gestrickt…
…habe ich dieser Woche nicht eine Masche.
gelesen…
…habe ich immer zwischendurch.

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Titel: Kiellinie
Autorin: Angelika Svensson
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Knaur
Einschätzung: Eine schöne schnelle Schreibweise, die auch zum schnellen Lesen animiert.
Charaktere, die man mögen kann. Ein wenig Menschelndes, das man nicht unbedingt mögen muss, das aber der Geschichte keinen Abbruch tut.
Gegen Ende vielleicht ein klein wenig zu dick aufgetragen. Aber insgesamt kurzweriliges Lesevergnügen.
Die nachfolgenden Bücher der selben Autorin mit dem gleichen Ermittlerteam werde ich auch noch lesen.
Wertung: dreieinhalb von fünf Sternen.
Amazon Bestell-Link

geschlafen…
…habe ich länger, als ich wollte, am Donnerstag {26. Juli}. Und das kam daher, dass ich gegen 19 Uhr bei Mutti fertig war und mich entschloss, nicht in den Garten sondern in die Wohnung zu fahren. Dort belud ich die Waschfee und überlegte noch, ob ich, wenn sie fertig ist, vielleicht doch noch in den Garten düse, um dort die Wäsche aufzuhängen. So lange die Fee ihre Arbeit verrichtete, wollte ich nur ein wenig die Füße hochlegen. Die waren, wie jeden Nachmittag ziemlich angeschwollen. Aufgewacht bin ich dann kurz nach Mitternacht, habe die Wäsche zu Hause aufgehängt und bin wieder ins Bett gekrochen.

Am Freitag, 27. Juli war dann alles anders. Es begann schon damit, dass ich an diesem Tag kein Gemüse schnippeln musste, weil mir der immer gleiche Salat inzwischen zum Hals heraus hing. Also packte ich einen Becher Tzatziki und einen riesigen Kohlrabi als Wegzehrung ein und ging ganz entspannt und rechtzeitig aus dem Haus.
Dann aber hatte die alte Jolanda partout keine Lust anzuspringen. Ich versuchte alles, was mir nur einfallen wollte. Leider erfolglos. Menno. Zwei Wochen müsste sie noch durchhalten. Nur zwei Wochen. Dann kommt das neue Auto. Aber wahrscheinlich will die alte Rostlaube mir den Abschied leicht machen. Also packte ich die Taschen um, denn alles, was ich schon für den Wochenfeierabend im Garten dabei hatte, konnte ich unmöglich mit der Straßenbahn mit in die Stadt schleppen. Die Bahn fuhr mir dann prompt vor der Nase weg. Ich musste nur noch die Hauptstraße überqueren und einsteigen, da setzte die Bahn sich in Bewegung. Die nächste fuhr erst 20 Minunten später.
Den Kollegen hatte ich Bescheid gegeben, und ändern konnte ich das nun sowieso nicht mehr. Den Sohn bat ich dann, mit dem Fahrrad meine restlichen Taschen aus dem Auto zu bergen, damit ich am Nachmittag von der Endhaltestelle direkt in den Garten wandern konnte.
Am Nachmittag gab es eine Stunde "Hitzefrei", so dass ich insgesamt 1,5 Stunden früher nach Hause fahren konnte, als sonst. Das hatte den Vorteil, dass die Tram ganz leer war. Kurz nach der Endhaltestelle, sammelte mich dann ein Bekannter des Sohnes mit dem Auto ein, so dass ich nicht einmal zum Garten laufen musste.
Anke und Jürgen baten mich zu Kaffeetrinken, und kaum hatten wir uns niedergelassen, ging endlich ein lang ersehntes Gewitter nieder. Das tat gut.
Pünktlich zur Mondfinsternis war der Himmel wieder klar, der Blutmond war gut zu sehen.
Weil alle Sträucher und Büsche noch vor Nässe troffen, wagte der Sohn später noch ein Lagerfeuer, gut gezähmt im Feuerkorb. Wir waren nicht die einzigen. Auf mehreren Grundstücken kamen die Feuerschalen zum Einsatz. Sehr stimmungsvoll.
Und heute zum Samstag, 28. Juli? Darf ich wieder die Mutti zu von ihr bestimmten Zeiten {die mir sehr ungünstig sind} holen und zurück bringen. Eigentlich bin ich zu einer Gartenparty geladen. Aber die kleine alte Frau besteht trotzdem darauf, dass ich sie hole. Dann gehst du eben zwischendurch mal zum Kaffee rüber.
Hallo? Wir sind keine 85, unsere Partys finden abends statt und beschränken sich nicht auf "mal ein Kaffeetrinken". Nun ist sie bereit, schon 17 Uhr wieder heim zu gehen, nicht erst 18.30 Uhr. Also darf ich dann in wenigen Stunden wieder das Auto satteln {das der Sohn wieder zum Laufen bekommen hat} und sie wieder wegbringen.
Wegen der derzeitigen Verkehrslage, kosten mich die gerade mal 6 km eine reichliche Stunde. Aber das ist ja egal, ist ja nur meine Lebenszeit, die ich sinnlos im Auto vertue. Hauptsache, die alte Frau hat ihren Willen und hat wieder mal über mich bestimmt. *grrr*
Morgen hole ich sie jedenfalls nicht.

Euch allen ein schönes, möglichst selbstbestimmtes Wochenende.

Samstagsplausch {21.07.2018}


Hallo liebe Plauschrunde. Diesmal ist einiges anders, denn ich kann meinen Beitrag wieder einmal erst am Sonntag Abend online stellen. Der Grund war wieder mal der Garten, wo ich noch immer keine Möglichkeit habe zu bloggen. Eine Lösung wäre, am Samstag ganz früh in die Wohnung zu fahren, Wäsche zu waschen und während die Waschfee ihre Runden dreht, den Wochenrückblick zu schreiben. Das habe ich auch schon praktiziert. Nur, dieses Wochenende hatte ich nicht die geringste Lust, aus dem Garten wegzufahren. Es war einfach so schön und entspannend, unter dem Apfelbaum zu sitzen und im Morgensonnenschein meinen Kaffee zu genießen. Jaha, am Samstag Morgen schien die Sonne noch.
Außerdem wird mein Plauschbeitrag vielleicht etwas kürzer als sonst, weil ich unter der Woche schon hier herumgeschwatzt habe.

Am Montag, 16. Juli hing ich noch ein wenig dem Wochenende nach und fasste im weiteren Tagesverlauf neue Zuversicht.
Am Dienstag, 17. Juli machte ich mir Gedanken über Job-Alternativen.
Der Mittwoch, 18. Juli stand unter dem Eindruck unseres schönen Kinderfestes.
Der Donnerstag, 19. Juli stimmte mich nachdenklich und brachte mir einen sehr angenehmen neuen Kontakt.
Freitag, 20. Juli
Den Wochenfeierabend wollte ich ganz unbedingt im Garten verbringen und hatte mich auch darauf vorbereitet, draußen zu übernachten. Das ist immer so schön. Sowohl abends das Einschlafen, als auch das Aufwachen am Morgen. Den ersten Kaffee unter dem Apfelbaum genießen. Herrlich.

Und sonst so?
geschwommen…
…bin ich an zwei Feierabenden in der Therme. Die ist zur Zeit recht leer, weil viele Menschen lieber an die umliegenden Seen fahren oder ins Freibad gehen. Das ist deutlich preiswerter als die Therme. Da ich aber das Abo ohnehin bezahlt habe, kann ich auch dort schwimmen gehen und am Abend, um 21 Uhr, noch einen herrlichen Duftausguss in der Kelo-Sauna genießen. Außerdem ist das Außengelände so schön.

entspannt…
…habe ich mich an den anderen beiden Feierabenden im Garten. Dienstags mit der Mutti, die ich nach der Arbeit daheim abholte. Das war nur halb entspannend, weil ich 19.30 Uhr, also für meine Begriffe viel zu früh, die kleine alte Dame wieder nach Hause chauffieren musste. Am Donnerstag nach dem Einkaufen brachte ich sie dann gleich nach Hause und fuhr ohne sie in den Garten.

gekocht…
…wurde das erste Apfelmus in diesem Jahr aus Falläpfeln, die ich in Ankes Garten aufgelesen hatte. Insofern war es dann doch wieder gut, dass ich am Dienstag so früh heim fahren musste, denn das Putzen der Äpfel dauerte geraume Zeit und dann noch das Kochen und Passieren. Da war es dann auch wieder Mitternacht.

geschwatzt…
…habe ich am Donnerstag Abend mit dem Sohn. Das war richtig, richtig schön. Wir saßen vor der Gartenlaube, tranken gegen 22.30 Uhr erst mal noch Kaffee und unterhielten uns ausgiebig über allerlei, auch über Zukunftsmusik und Träume. Das tat sehr gut, denn obwohl wir uns nahezu täglich sehen, ist oft nur für die nötigsten Absprachen Zeit, oder wir sind nicht unter uns, oder uns ist nicht nach Reden, oder einer von uns schläft ein.

geschrieben…
…habe ich an meinen Spinnradgeschichten, die endlich einmal fertig werden sollen.

gestrickt…
…wurden nur wenige Runden an einer Socke, die ich am letzten Sonntag begann, die aber noch nicht einmal bei der Ferse angekommen ist. Man kann schließlich nicht alles schaffen. Ich jedenfalls nicht.
[Edit]
Übers Wochenende kam noch die eine oder andere Runde hinzu, so dass die Socke fast bei der Ferse angekommen ist. Das ist nun auch nicht wirklich viel, aber zu meiner Entschuldigung kann ich vielleicht anführen, dass ich außerdem zwei Patche an meine Decke gestrickt und damit nun die 5. Patchreihe vervollständigt habe. Elf sollen es mindestens werden, also war es Zeit, da auch mal wieder weiterzuarbeiten.

Ansonsten gibt es vom Wochenende nicht viel zu berichten, denn ich habe es zur Erholung genutzt.
Und nun husch husch, ganz schnell den Eintrag zu Andrea verlinken.
Bis die Tage, ihr Lieben.

Samstagsplausch {14.07.2018}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen. Das Wochenende ging gestern Abend etwas holperig los, weil Mutti mal wieder meinte, ihren Unmut an mit auslassen zu müssen. Das macht sie gern, wenn andere Menschen in ihrer Nähe sind, vor denen sie glänzen möchte. Da kommen dann immer so kleine boshafte Bemerkungen über meine Unzulänglichkeiten. Beispielsweise damals während unserer Schiffsreise hatte sie bei Tisch immer etwas an mir zu deuteln, weil da noch vier Damen dabei waren, vor denen sie sich irgendwie darstellen wollte. Mir fällt jetzt gar kein konkretes Beispiel ein, aber das geht immer so in die Richtung, dass ich nicht wirklich etwas tauge. Ach doch, ein Beispiel. Ich arbeite doch als freie Dozentin. Andere Mütter würden das vielleicht positiv darstellen, vielleicht die Firma nennen, für die die Tochter arbeitet, vielleicht sagen, mit welchen Fachgebiet sie sich beschäftigt. Meine Mutter sagt mit Leidensmiene: Meine Tochter hat doch keine Arbeit! Sie meint damit, dass ich keine Festanstellung habe. Die Leute, denen sie das erzählt, glauben natürlich, ich sei arbeitslos. Wenn man dann noch den Kontext betrachtet, in dem solche Bemerkungen kommen, wird klar, dass sie genau diese Wirkung bei ihren Zuhörern beabsichtigt hat. Mich runtermachen.
Nun ist die Zuhörerin im Moment aber eine Nichte, bei der solche Spielchen nicht verfangen. Da musste dann gestern stärkeres Geschütz aufgefahren werden. Das funktioniert dann so, dass mir erzählt wird, wie furchtbar unglücklich sie ist. Ich dumme Kuh gehe darauf ein, hinterfrage, weil ich daraus dann gutes Zureden, Beruhigung, Lösungsvorschläge entwickeln möchte, jenachdem, wie das "Problem" aussieht. Da faucht sie mich mitten in meiner Frage an, ich solle nicht immer so sein zu ihr. So gemein. Ich hätte angeblich die Augen verdreht und gestöhnt, weil mir nicht passe, was sie sagt. Das hat mir dann tatsächlich nicht gepasst, solche unsinnigen Unterstellungen. Wie hätte ich denn stöhnen sollen, wo ich doch gerade mitten dabei war, ihr Fragen zu stellen?
Ihr blödes Benehmen überschattete den ganzen schönen Wochenfeierabend, weil sie es dann vorzog, nicht mehr mit mir zu reden. Sowas kindisches. Langsam glaube ich, das ist doch irgend so ein altersbedingtes Dings, nicht gerade Demenz, aber irgend eine Art veränderter Wahrnehmung oder so.
Am Abend, kurz bevor wir heim fahren wollten, sorgte sie dann noch einmal richtig für Aufregung, als sie auf dem Gartenweg ins Taumeln geriet und beinahe ins Wasserfass gefallen wäre. Jetzt, als ich diesen Satz schrieb, musste ich fast ein wenig grinsen, obwohl das natürlich nicht zum Lachen ist. Sie hat sich dabei ja auch weh getan. Trotzdem schleicht sich auch da so ein kleiner böser Gedanken in den Hinterkopf, ob das nicht auch ein klein wenig Mache war, so nach dem Motto: Seht ihr? Ihr dürft mich nicht allein lassen. Ihr müsst ständig in meiner Nähe sein!
Im Grunde passte der komische Freitag Abend zum Rest dieser völlig verrückten Woche.

In der Firma hatte ich ordentlich Stress, weil ich derzeit 4 verschiedene Kurse zu betreuen habe, von denen zwei sehr betreuungsintensiv sind. JA, ich kann das gut. Und JA, es macht mir Spaß. Dennoch ist es anstrengend, teilweise nervenaufreibend und zum Feierabend bin ich geschafft und erholungsbedürftig.

Den letzten Plauschbeitrag hatte ich erst am Montag, 09. Juli veröffentlicht. Wer ihn gelesen hat, weiß, dass ich wieder eine {sehr kurzfristige} Einladung zu einer Eigentümerversammlung bekommen hatte, die ich unbedingt wahrnehmen wollte. Also tankte ich am Montag nach der Arbeit das Auto voll, schnappte zwei Taschen {mit Kleidung und mit Badezeug}, sammelte die Katl ein und gefühlte tausend CDs und düste Richtung Norden. Wir kamen super gut durch und es war noch hell, als wir in Gützkow die A20 verließen. Deshalb fuhr ich gleich erst einmal durch bis ans Wasser. Diesmal gingen wir in Karlshagen an den Strand. Es war sehr angenehm. Erstaunlich fand ich allerdings, dass so wenig los war. Es war kurz nach 22 Uhr, und alle Restaurants, Bars, Kioske hatten bereits geschlossen oder kehrten gerade die letzten Gäste hinaus. In einem Seebad in der Sommersaison??? Es waren aber auch fast keine Leute unterwegs. Ich fragte mich, wie das wohl sein mochte. Schlossen die Kneipen so früh, weil es keine Gäste gab, oder waren keine Menschen unterwegs, weil sie nirgend hätten einkehren können? Jaja, die Frage nach dem Huhn und dem Ei.
Dienstag, 10. Juli
Wirklich ausgeschlafen hatte ich nicht, obwohl Zeit gewesen wäre. Das Wetter war grummelig, so dass ich keine Lust hatte, ans Wasser zu fahren. Also waren wir nur einkaufen, und ich zauberte für einen schmalen Taler eine ganz leckere Fischsuppe. Es muss nicht immer ein Restaurant sein. Dumm nur, dass meine Induktionskochplatte den Geist aufgab. Naja. Am Abend fand dann die Versammlung mit endgültiger Abstimmung über den Heizungseinbau statt. Es ergab sich für mich genau die Lösung, die ich mir von Anfang an vorgestellt hatte. Passt!
Zurück in der Wohnung trank ich mit Katl noch einen Kaffee. Dann machten wir uns auf den Heimweg. Wir kamen wieder sehr gut durch, so dass ich Punkt 1.00 Uhr die Katl absetzte und wenig später selbst daheim war.
Mittwoch, 11. Juli
Das Aufstehen fiel nach der kurzen Nacht etwas schwer. Zum Glück hatte ich auf Arbeit so viel zu tun, dass ich zum Müde-sein gar keine Zeit hatte. Zum Feierabend ging es dann zum Hauptbahnhof, wo ich meine liebste Lieblingsnichte {ich habe nur diese eine, aber diese hab ich richtig lieb} vom Zug abholte. Zusammen fuhren wir zu Oma/Mutti, die gleich Kaffee und Kuchen auftafelte. Meinen Vorschlag, noch in den Garten zu fahren, nahmen die beiden gern an. Mutti hatte Kartoffelsalat vorbereitet und Würstchen mitgebracht, so dass wir draußen noch Abendbrot essen konnten. Daheim war ich ca. halb zehn.
Donnerstag, 12. Juli
Der Tag für 12 von 12 mit Einkauf und Spaziergang und Garten.
Freitag, 13. Juli
Ach ja, richtig, es war Freitag-der-Dreizehnte. Vielleicht lag es ja daran, dass der Abend so quer lief.
Samstag, 14. Juli
Da ich Mutti und Lisa ohnehin heim bringen musste, übernachtete ich diesmal nicht im Garten. Das hatte den Vorteil, dass ich 4.50 Uhr aufstehen und die Waschfee füttern konnte. Zuerst wollte ich mich noch mal hinlegen, aber wie das so ist, wenn man erst einmal im Haushalt herumgewuselt hat, ist man dann auch munter und legt sich eben nicht nochmal hin. Inzwischen ist die Wäsche fertig und ich werde sie wohl nachher mit in den Garten nehmen, um sie dort an der frischen Luft zu trocknen. Lisa und die Oma hole ich nachher sowieso ab und hoffe sehr, dass wir heute die gemeinsame Zeit wirklich genießen können, denn am Abend fährt Lisa leider schon wieder nach Hause. Ich werde sie zum Bahnhof bringen und Mutti kündigte gestern schon an, sie wolle mitfahren, aber danach dann nach Hause gehen.

Jetzt will ich aber erst einmal schauen, ob schon jemand bei Andrea am Plaudertisch sitzt.

Samstagsplausch {07.07.2018}

Guten Tag liebe Plauscherinnen. Ich veröffentliche diesen Beitrag als Wochenrückschau, auch wenn es für den Plausch 27/18 bereits zu spät ist. Auf den Wochenrückblick möchte ich aber nicht verzichten, weil so viel geschieht im Laufe einer Woche und ich so schnell vergesse.

Zu allererst möchte ich euch danken für eure lieben Kommentare zu meinem letzten Plausch. Besonders eure Meinungen zu meinem Autokauf haben mich angespornt, und ich kann euch jetzt verkünden: Die Kaufaktion hat die nächste Phase erreicht.

Ich war letzte Woche recht nachlässig mit meinen Kommentaren bei Euch. Das lag hauptsächlich daran, dass ich in der Firma ein so straffes Programm am Rechner hatte, dass ich zum Feierabend gar keine Lust verspürte, mich noch an den Kasten zu setzen. Lieber habe ich mich im Garten herumgedrückt und die Seele baumeln lassen, sobald ich meine Feierabendaktivitäten erledigt hatte {zu denen auch Besuche im Autohaus gehörten}.
Nach all dem kann ich nur sagen:
Es war eine schöne Woche!

Das ging schon am {vor-}letzten Wochenende los.

Samstag, 30. Juni
Der Tag begann nach einer Nacht unter freiem Himmel schon kurz nach 5 Uhr, als ich beschloss, in die Wohnung zu fahren und zwei Trommeln Wäsche zu waschen. Ein ganz winziges Bisschen Stress brach aus, als der Sohn anrief, Arbeitssachen brauchte und mir mitteilte, dass er 8 Uhr bei der Arbeit sein muss. Oh weh, ich hatte vor, ihn 8 Uhr zu wecken. Das wäre beinahe schief gegangen. Aber eben nur beinahe. Ganz fix disponierte ich um, nahm die gewaschene Wäsche mit in den Garten, um sie dort zu trocknen. Fuhr später noch einmal in die Wohnung, um die zweite Charge Wäsche zu holen und nahm bei der Gelegenheit die Mutti mit in den Garten.
Natürlich hatte die Mutti noch das übliche dies-und-das, häckelte hier und goss dort. Zur Mittagszeit!!! Hach. Aber letzten Endes trocknete meine Wäsche wunderbar an der Luft. Ich pflanzte eine Rose, setzte aus den abgebrochenen Zweigen Stecklinge, tüddelte hier, tüddelte da. Fast schon am Ende des Gartentages tauchte die Katl auf, die mir schon am Morgen geschrieben hatte, sie wolle schnell Kaffee trinken, dann zum N-Markt und dann in meinen Garten kommen. Na huch.
Sie ließ sich am Tisch nieder, der gar kein Plaudertisch war, weil weder Mutti, noch ich sehr gesprächig waren, da wir spannende Bücher dabei hatten. Katl strickte. Da sie nun doch nicht im N-Markt gewesen war, wollte sie das auf dem Heimweg erledigen und musste deshalb gegen 19 Uhr wieder gehen. Das passte gut, weil ja auch die Mutti wieder heim wollte.
Und dann? Dann wurde mein Samstag endgültig zum totalen Genießersamstag. Ich kehrte zurück in den Garten. Ein Nachbar brachte mir einen tollen Kesselgulasch vorbei, den er tatsächlich in einem großen Kessel über offenem Feuer zubereitet hatte. Lecker!!! Ich vertiefte mich in meinen Krimi, bis es zu dunkel wurde zum Lesen. Dann träumte ich einfach vor mich hin, wohl wissend, dass ich am nächsten Morgen ausschlafen konnte.
Sonntag, 01. Juli
Ausgeschlafen hatte ich halb sieben. Und dieser Tag wurde noch ruhiger, als der Samstag. Am Vormittag holte ich die Mutti, die wieder einen Krimi mitbrachte. Wir haben den ganzen Tag gelesen und beide unser Buch geschafft. Das war richtig, richtig schön. Kochen musste ich auch nicht, weil der Nachbar noch einen großen Topf Gulasch übrig hatte, den er mich bat, zu Mittag heiß zu machen. Klar doch. Gern geschehen. Zum Dank ließ er zwei Schüsseln voll da, so dass wir unser Essen hatten. Klasse.
Am Abend wollte die Katl auch noch mit Suppe vorbei kommen, aber das passte dann nicht so recht, weil wir zum einen gar nichts mehr essen mochten, zumal wir am Nachmittag von einem anderen Nachbarn noch Kuchen bekommen hatten, und zum anderen, weil die gute Katl erst mitten in unserem Aufbruch überhaupt angekommen wäre.
Montag, 02. Juli
Drei Briefe im Postkasten. Offizielle Briefe. Hm.
Nein, keine Sorge, nix Schlimmes. Der eine Brief enthielt nur ein Protokoll. Der zweite eine Einladung zur nächsten Eigentümerversammlung, die schon am 10. Juli stattfindet. Man muss nun mal wegen der Heizung zu Potte kommen. Für mich bedeutet das wieder eine kurze und kurzfristige Fahrt ans Meer. Wie schön.
Der dritte Brief hing damit zusammen, dass ich neulich geblitzt wurde. 11 km/h zu schnell. Das geht ja noch. Insofern war auch das ein positiver Brief, weil ich Schlimmeres befürchtet hatte.
In der Firma kam am Montag eine neue Mitstreiterin, die allerdings nur eine Woche da bleibt. Da war gleich von Anfang an straff zu tun.
Feierabend dann im Garten. Ich habe noch etwas von dem Holz verräumt, das der Sohn am Samstag Abend angeliefert hatte.
Dienstag, 03. Juli
Nach Feierabend hatte ich noch mal einen Termin im Autohaus, bei dem super sympatischen Verkäufer, der mich zu gar nichts gedrängt, sondern wirklich gut und geduldig beraten hat. Ich probierte dies und das aus, ließ mir noch mehr zeigen, fragte dem jungen Mann das buchstäbliche Loch in den Bauch, bis er zu dem Schluss kam, dass er mir keines der vorgestellten Fahrzeuge mit ruhigem Gewissen verkaufen könne. Das Fahrzeug, das zu meinen Wünschen, zu meinem Fahrverhalten und meinen Gewohnheiten passen würde, war aber nicht nur nicht vorrätig, sondern nicht einmal bestellbar. Und selbst wenn, müsste ich dann mit einer Lieferzeit von 4 bis 5 Monaten rechnen. Na huch. Ich hatte mir nicht vorgestellt, dass es so schwierig ist, ein Auto zu kaufen. Wahrscheinlich mache ich das zu selten. Ich dachte, ins Autohaus gehen, Fahrzeug aussuchen, damit wegfahren… Immerhin hatte der junge Mann noch eine Idee, einen Vorschlag. Nun musste ich sehen, ob er damit erfolgreich sein würde.
Als ich am Abend im Garten saß und trotz des interessanten Krimis meine Gedanken immer wieder abschweiften, hatte ich plötzlich das Gefühl, dass sich alles fügen würde. Kennt ihr das? Da hat man tausend Baustellen, kommt nirgends so recht voran und kann auch gar nicht wirklich selbst etwas bewirken, weil man auf Zuarbeit, Entscheidungen von anderen oder einfach auf bestimmte Gegebenheiten angewiesen ist. Und dann löst sich eine Sache, und plötzlich fallen alle anderen wie Puzzelteile einfach an ihren Platz. Dieses Gefühl hatte ich am Dienstag Abend. Ich dachte, wenn er sich am Mittwoch meldet und das ultimative Auto für mich gefunden hat, dann wird sich auch alles andere fügen, die Heizung, der Job, die Geschichten, die Märkte, alles.
Und was soll ich euch sagen? Ihr ahnt es?
Mittwoch, 04. Juli
Vormittag. Ich war gerade mitten dabei, eine kniffelige Aufgabenstellung zu erklären, als mein Telefon klingelte. Normalerweise schalte ich es lautlos, wenn ich unterrichte. Diesmal hatte ich das vergessen. Der Autohändler hatte ein Fahrzeug gefunden, nannte mir ein paar Eckdaten und meinte, er würde mir das Angebot mailen und dann sollten wir noch mal telefonieren. Als ich ihn zurück rief, war er gerade in einer Besprechung. In der Mittagspause war ich zu nichts zu gebrauchen. Ich musste rechnen, vergleichen, planen. Und dann schrieb ich eine Antwortmail, dass ich genau dieses Auto haben möchte.
Am Dienstag hatte Mutti angerufen, dass sie diese Woche gern in den Kaufmannsladen möchte, statt zum N-Markt. Und weil sie so gar nichts mehr zu essen hat, schlug ich ihr vor, schon am Mittag einzukaufen, statt erst am Donnerstag. Also stand die Einkaufsrunde für Nachmittag auf dem Plan.
Donnerstag, 05. Juli
Weil der Fünfte war, beteiligte ich mich wieder an WmdedgT. Für alle, die keine Lust haben, den gesamten Tagesablauf nachzulesen, hier nur soviel: Nochmal Termin im Autohaus. Diesmal wurde die verbindliche Bestellung ausgelöst. Was das heißt, könnt ihr euch denken… ich bestelle mir zum ersten Mal im Leben einen Neuwagen. Nicht, dass ich nicht schon mehrfach Neuwagen hatte, aber die gehörten immer den Firmen, für die ich tätig war. Meine eigenen Autos waren bisher immer gebraucht. Jolanda war zwar ein Jahreswagen, aber eben doch auch gebraucht. Gleichzeitig wird es wahrscheinlich das letzte Auto sein, das ich mir kaufe, zumindest wenn ich von der Lebensdauer meiner bisherigen Fahrzeuge ausgehe. Die Gustel, ein hellblauer Ford Sierra, den ich von meinem Vati übernommen hatte, wurde 18 Jahre alt, Jolanda ist 17. Wenn ich das neue Auto wieder fahre, bis es 17, 18 oder 20 Jahre alt ist, bin ich ein gutes Stück über 70. Ob ich mir dann noch mal ein Auto kaufen kann, ob ich das überhaupt erlebe…

Weil ich schon am Mittwoch mit der Mutti eingekauft hatte, konnte ich nach dem Termin im Autohaus noch in die Therme, wo ich mich mit Katl traf. Schwimmen, planschen und zwischendurch ausruhen. Herrlich. Wir schafften sogar drei Saunagänge. Auch wenn man meint, man hätte den ganzen Tag schon genug geschwitzt, Sauna mit Aufguss hat doch eine ganz andere Qualität.
Freitag, 06. Juli
Der Arbeitstag zog sich in die Länge. Ab Mittag war nicht nur bei meinen Teilnehmern, sondern auch bei mir die Luft raus. so Fuhr ich nach einem kurzen Abstecher zum N-Markt direkt in den Garten. Füße hoch, Krimi, Wochenende.
Samstag, 07. Juli
Obwohl ich den Plauscheintrag schon ein wenig vorbereitet hatte, mochte ich ihn am Samstag nicht posten, denn das hätte bedeutet, dass ich am Morgen extra deswegen in die Wohnung hätte fahren müssen. Dazu hatte ich jedoch keine Lust. Ich blieb leiber im Garten, genoss die sonne und den frischen Wind. Als ich am Mittag die Mutti anrief, war sie gar nicht da. Na, auch gut. Am Abend musste ich mir dann natürlich ihren Ärger anhören, weil sie mit ihrer Freundin in deren Garten gewesen war und ich mir erlaubte zu sagen, dass sie doch bitte nicht so unzufrieden sein soll, da sie einen schönen Tag hatte.
Da kam in recht schnippischem Ton: "Na, wenn du meinst!"
Jawohl, das meine ich!
Sonntag, 08. Juli
Die Nacht zum Sonntag war mit 16°C um 4 Grad wärmer als die Nacht zuvor. Ich habe aber ein so gutes Lager, dass ich auch bei niedrigeren Temperarturen nicht friere. Nur regnen darf es nicht. *lach* Gegen 7 Uhr stand ich auf, drehte meine Runden durch den Garten, trank später meinen Morgenkaffee unter dem Apfelbaum. Die Mutti holte ich auch, machte aber weiter kein Aufhebens. Es war ein schöner stiller Sonntag.

Samstagsplausch {30.06.2018}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen. Es ist noch sehr früh. Ich weiß gar nicht, ob Andrea ihren Kaffeetisch schon für uns gedeckt hat. Ich freue mich, euch nachher dort zu treffen. Bis dahin will ich schon mal erzählen, was mir die letzte Woche gebracht hat.
Nach der vorvergangenen Chaoswoche war es diesmal vergleichsweise ruhig. Zumindest konnte ich mir sehr angenehme Momente schaffen.
Das begann schon am Samstag, 23. Juni damit, dass Janine mich zu einem Weiberabend eingeladen hatte. Hintergrund war zum einen, dass ihr Mann einen Termin auswärts hatte, zu dem sie nicht mitkommen konnte. Da bot es sich geradezu an, ein Mädelstreffen zu arrangieren. Außerdem waren die beiden vor ein paar Wochen umgezogen und die neue Wohnung nach einigen Wirrungen und Widrigkeiten nun komplett eingerichtet. Also bot sich erst recht an, dass ich meine Neugier stille und Janine natürlich {vollkommen zu recht} ihren ganzen Stolz präsentieren konnte. Wirklich richtig schön, die Wohnung, die Einrichtung, alles. Echt schön. Sie hat ein eigenes Handarbeitszimmer. Ich sag’s euch: Ein Traum.
Naja, und schließlich spielte ja Deutschland sein zweites Gruppenspiel und man wollte schließlich wissen, ob es das Rückfahrtticket werden würde, oder nicht.
Gell Catrin, wir haben gezittert und uns dann gefreut, dass unsere Vermutung zunächst nicht bestätigt wurde.
Sonntag, 24. Juni
Pünktlich zum Sommeranfang war vor drei Tagen das Sommerwetter erst mal vorbei. Der Sonntag zeigte sich trüb und grau und kalt. Da konnte ich ohne schlechtes Gewissen daheim bleiben, lesen, schlafen, stricken. Die Mutti versuchte am Vormittag natürlich mal wieder ihren Willen durchzusetzen und zog da auch ein paar Register der Manipulation, aber ich blieb stur.
Gehst du in den Garten?
Heute nicht. Es sind nur 15°C.
Es sind 16!!!
Als ob es dieses eine Grad nun bringen würde. Insbesondere, da eben diese gleiche Person bei 22°C ihre Jacke anzieht und schon auch mal vorzeitig heim gebracht werden möchte, weil ihr kalt ist. Das Gespräch plätscherte ein wenig dahin, und ich hatte erwähnt, wenn ich ordentlich kochen möchte, müsste ich in den Garten, weil dort die Vorräte sind, daheim aber nicht. Da hieß es am Ende des Gespräches: Na, was wird denn nun mit Mittagessen? Wann fährst du denn raus?
Gar nicht! Ich koche heute nicht. Danach musste ich mir noch einen kleinen Vorwurf anhören, dass die arme alte Frau nun allein in ihrer Wohnung sitzen muss. Zum Sonntag! Ich habe es still über mich ergehen lassen und mir die Bemerkung "Dann ist das eben so!" tunlichst verkniffen. Man will ja keinen Streit.
Aber soll ich euch was sagen? Es hat mir gut getan, mich nicht manipulieren zu lassen.
Montag, 25. Juni
Regenwetter! *grrrr* Der Sohn hat die Zutaten für die halbe Terasse herangeschafft. Er wollte mir das wohl erst sagen bzw. zeigen, wenn der Boden fertig ist. Aber so lange bleibe ich dem Garten ohnehin nicht fern. An der Überdachung müssen wir noch arbeiten, aber dass wir bei Regenwetter keine matschigen Füße bekommen, dafür ist schon mal gesorgt. Fein, fein.
Am Nachmittag wollte ich ins Autohaus. Das heißt, ich wollte in ein bestimmtes Autohaus, überlegte mir das dann aber am Morgen schon anders, weil ich im Vorbeifahren an einem anderen Autohaus ein Fahrzeug gesehen hatte, das meinen Vorstellung nahe kam. Das wollte ich mir dann als erstes näher anschauen.
Vermutlich wird das in den nächsten Wochen meine neue Freizeitbeschäftigung werden, die Autohäuser abzuklappern, zu vergleichen, zu rechnen, den Rotstift zu spitzen. Warum? Ihr ahnt es: In wenigen Wochen ist bei meiner alten Jolanda die nächste Hauptuntersuchung fällig und ich fürchte, ich bekomme sie da nicht noch mal durch. Zumindest nicht, ohne einiges an Geld hinein zu stecken, das ich gerade nicht wirklich übrig habe. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als mich nach einem anderen Gefährt umzusehen. Etwas traurig bin ich schon. Die gute alte "Rostlaube" hat mich mehr als 15 Jahre {17 ist sie alt} und über 320.000 km treu begleitet. Aber alles hat seine Zeit und schon seit ein paar Jahren wurden die Reparaturen immer häufiger und immer teurer. Da muss man eben irgendwann die Bremse ziehen. Und nun ist irgendwann.
Das Fahrzeug, das ich am Morgen gesehen hatte, entsprach bei näherer Betrachtung doch nicht meinen Vorstellungen. Aber vier andere durfte ich mir ansehen, und eines kam auch in die engere Wahl. Obwohl… das Vorgängermodel hätte mir besser gefallen. Optisch ist das neue Model natürlich schöner. Das alte wäre praktischer gewesen. Nunja. Die Motorisierung ist auch noch ein wenig schwachbrüstig, vielleicht finde ich noch etwas anderes. Ein paar Tage habe ich ja noch Zeit.
Am Abend ergaben sich noch ein paar Wege, die nicht eingeplant waren. Allen Anfragen konnte ich leider nicht entsprechen, weil ich ohnehin unterwegs war. Da konnte ich schlecht noch unterwegser sein. *grins* Trotzdem war ich dann erst halb zehn wieder daheim. Das war lange genug!
Dienstag, 26. Juni
Diesmal stand nun der Besuch des Autohauses auf dem Programm, das ich ursprünglich als erstes aufsuchen wollte. Im Feierabendverkehr nicht die günstigste Strecke, aber das war nun nicht zu ändern.
Dort fand ich das Modell, das ich mir vorgestellt hatte, leider gar nicht. Weder neu, noch gebraucht. Dafür entdeckte ich zwei Fahrzeuge, die meinen Vorstellungen nahe kamen. Allerdings um einiges teurer, als das andere Modell. Tssss, da ist überlegen, rechnen, grübeln angesagt. Was mir aber gar nicht gefiel, war die Art des Verkäufers, der mir eines der Fahrzeuge zwar reservieren wollte, allerdings nur für einen Tag. Irgendwie fühlte ich mich gedrängt. So wollte ich das nicht haben.
Mittwoch, 27. Juni
FUßBALL
Ich habe mir das Disaster bei und mit Katl angeschaut. Von da an konnte ich meine Feierabende wieder frei planen, ohne mir jemanden suchen zu müsen, bei dem ich Spiele anschauen kann, denn seit dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft interessiert mich die ganze WM nicht mehr.
Obwooooohl…
Man könnte sich ja wenigstens noch das Achtelfinalspiel Mexiko : Brasilien anschauen. Menno. Ich hätte den Mexikanern für das Achtelfinale einen leichteren Gegener gewünscht.
Donnerstag, 28. Juni
Großer Einkaufstag.
Das heißt, wir hatten nicht nur den N-Markt auf dem Programm, sondern zuerst die Bibliothek, danach die Pferd-Mensch-Drogerie und am Schluss den N-Markt. Danach hatte ich zwar noch gar keine Lust auf meine Wohnung, aber das Wetter war so seltsam, sehr warm und drückend und sehr grau und düster. Da hatte ich auch keine Lust auf Garten. Also trug ich meine Einkäufe in den vierten Stock und legte mich zur Entspannung in die Wanne. Das war sehr angenehm.
Freitag, 29. Juni
Sonne satt. Das kann ein schönes Wochenende werden, denn ich habe keinerlei Termine. {von dem Fußballspiel am Samstag Abend mal abgesehen.} Für den Wochenfeierabend verabredete ich mich mit Katl, denn wir wollen endlich die Rose einpflanzen, die sie mir aus dem Rosarium mitgebracht hat. Außerdem hatte ich mir überlegt, die Mutti mitzunehmen. Das gibt zwar auch wieder eine Extratour, aber besser am Freitag, als wenn ich mir damit wieder das ganze Wochenende zerreiße. Dachte ich. Nur war die Mutti gar nicht daheim. Wie sich am Abend heraus stellte, war sie seit dem Vormittag mit einer ihrer Freundinnen in deren Garten. Das ist doch schön. Finde ich jedenfalls. Das zeigt doch, dass sie gar nicht so allein und einsam ist, wie sie immer vorgibt. Nachdem sie nun aber festgestellt hatte, dass ich sie nach Feierabend hätte abholen wollen, war sie schon wieder ningelig. Hach, das wäre ihr lieber gewesen. Das hat sie nun verpasst. So ein UNSINN!!! mit mir hätte sie zwei, allerhöchstens drei Stunden Gartenzeit gehabt. Mit der FReundin hatte sie einen ganzen schönen Tag. Was gibt es denn da zu bedauern?
Die Katl sdamt Rose habe ich abgeholt. Dann war erst einmal endlich Wochenfeierabend. Und weil die gute Katl auf ihren zwei Beinen selbständig aus dem Garten heim gehen kann {es gibt da einen schönen Weg durch die Glockentiefe, am Schloss entlang durch die Altstadt, die bei uns Neustadt heißt} und ich niemanden mehr durch die Gegend chauffieren musste, gönnten wir uns leckere Weinschorle rosé.
Samstag, 30. Juni
Es war eine herrliche Nacht, um draußen zu schlafen. Halb zwei in der Nacht fiel ich allerdings bei dem Versuch, mich umzudrehen, von der Hollywoodschaukel und saß erst einmal lachend im Gras. Tja, sowas passiert. Der Sohn kam angeflitzt, und nachdem wir noch über unsere Solarbeleuchtung geschwatzt hatten {Ich liebe all diese zarten Lichter, die in den Beeten verstreut sind und durch die Blätter leuchten. Das hat etwas Märchenhaftes.} packte er mir noch ein paar Decken auf, damit ich auch ganz gewiss nicht friere.
5:09 Uhr stand ich auf, schnappte ein paar wichtige Dinge und fuhr in die Wohnung, wo ich die Waschfee mit der ersten Ladung fütterte. Während sie sich fleißig drehte, kümmerte ich mich um den Samstagsplausch. Ein Anruf des Sohnes brachte meine Planung durcheinander, weil er noch Arbeitssachen brauchte, die ich ihm mitbringen sollte, weil er aber schon in einer halben Stunde weg musste. {Wie man sieht, kann ich nicht planen. Es wird immer irgendwie anderes.}
Dann Eile:
Geschleuderte Wäsche statt auf die Leine in einen großen Sack
Zweite Trommel Wäsche ansetzen
Arbeitssachen für Sohn einpacken
Schnell noch den Plauschbeitrag hochladen…
Ähm, in dem Moment schmierte der Rechner ab.
Also erst mal wieedr in den Garten. Der Sohn hatte bereits gegossen, den Boden aufgelockert und hielt einen Kaffee für mich bereit.
Inzwischen bin ich wieder in der Wohnung, habe die zweite Charge Wäsche in den Sack gestopft {die erste hängt im Garten auf der Leien und ist bestimmt bald trocken}, Klammern und einen weiteren Wäscheständer vom Boden geholt, Meine Zimmerpflanzen gegossen, Tomaten, Gurken und Paprika eingepackt, aus denen gesgtern kein Salat mehr geworden ist. Das mache ich dann nachher.
Jetzt Mutti anrufen. Wenn sie bereit ist, kann sie mit in den Garten kommen. Sollte sie mal wieder erst um elf geholt werden wollen, weil sie früher nicht fertig ist, dann bleibt sie da. Ein drittes Mal fahre ich nicht.
Dann geht es ganz fix noch zum N-Markt, ein paar Kleinigkeiten für den Salat holen. Und danach bin ich für den Rest des Wochenendes auf meiner grünen Insel.
Habt ein wundervolles Wochenende.

Samstagsplausch {23.06.2018}

Was für eine Woche!!!
Liebe Plauscherinnen, ihr seid es inzwischen gewöhnt, dass ich von Wochen voller Aktionen berichte, in denen ich nur selten zur Ruhe komme. Oft habe ich in der letzten Zeit darüber gejammert oder zumindest damit gehadert und ich werde vielleicht später auf dieses Thema zurück kommen. Aber was in dieser Wocher bei mir los war, stellt alles vorher Dagewesene noch in den Schatten, zumindest am Anfang der Woche.

Das begann schon am Samstag, 16. Juni. Für diesen Tag war die Party auf der Scholle geplant. Dafür hatte ich noch einiges vorzubereiten, unter anderem zweieinhalb Kilo Hähnchenfleisch in meine Spezialsauce einzulegen. Zwischendurch fragte der Sohn, ob ich zum Mittagessen in den Garten kommen möchte, also wurde flugs alles eingepackt und im Garten wieder aus und in den Kühlschrank verstaut. Zum großen Glück haben wir dort jetzt einen ordentlich großen Kühlschrank. Wobei, Kühlschränke können nie groß genug sein, finde ich. Oder?
Gegen 16 Uhr packte ich wieder alles zusammen und fuhr zu Petra. Die Party war super schön. Für mich die schönste in den letzten Jahren. Viele ganz tolle Leute, ein paar, die ich noch nicht kannte. Interessante Gespräche. Gute Musik. Leckeres Essen. Ein riesiges Lagerfeuer. Es war rundum schön, und ich fuhr, entgegenen meiner früheren Gewohnheit erst gegen halb drei als eine der Letzten nach Hause, wo ich gegen 3 Uhr am Sonntagmorgen ankam.

Sonntag, 17. Juni
Schon kurz nach sieben war ich wieder auf und bewegte mich etwas schleppend und müde in mein grünes Reich, um zu lesen und Kaffee zu trinken.
Wenig später tätigte ich den obligatorischen Anruf bei Mutti, mit dem Ergebnis, dass sie natürlich in den Garten geholt werden wollte, aber jetzt noch nicht fertig war. Fertig, womit? Egal. Ich durfte noch am Vormittag kommen und sie holen. Zu Mittag meldete sich dann die Enkelhexe, die mit ihrer Freundin in Papas Wohnung gehen wollte. Und ich sollte sie hinfahren.
Mal überlegen: Die Enkelhexe wohnt in P., der Papa in B. Ich war im Garten in T. Von dort zur Enkelhexe sind es ca. 8 km. Von P. nach B. sind es weitere 3 km. Und von da wieder zurück in den Garten sind es noch einmal 9 km. Ich hätte also 21 km mit dem Auto herumgurken müssen, nur um den beiden Weibsen 3 km mit dem Fahrrad zu ersparen. Und ich Dusselkuh hätte das natürlich wieder gemacht, wenn die ganze Aktion nicht daran gescheitet wäre, dass die Hex’ Papas Wohnungsschlüssel irgendwo in den Tiefen ihres Zimmers verschludert hatte und meinte, sie könne ihn jeeetzt??? nicht suchen. So blieb mir wenigstens dieser Weg erspart.
Am Nachmittag sollte ja nun die deutsche Nationalmannschaft ihr erstes WM-Spiel bestreiten. Und wenigstens das wollte ich mir anschauen, wenn es nun schon mit dem Eröffnungsspiel nicht geklappt hatte. Nun lag in der Spielzeit von 17.00 Uhr bis 18.45 Uhr aber genau auch die Zeit, zu der die Mutti üblicherweise heim gebracht werden möchte, damit sie gegen 18.30 irgendwelchen Krempel im TV ansehen kann.
Als ich ihr das zu bedenken gab, kam die Bemerkung: Du hast ja sowieso keinen Fernseher. Aha. Und daraus schließt sie, dass sie mich dann auch ruhig beanspruchen kann, oder wie? Nein, aber ich könnte bei Gartennachbarn Fußball schauen. Daraufhin erklärte die Mutti, sie würde dann eben etwas länger im Garten bleiben und solange lesen. Und ich habe mich darüber gefreut.
Dummerweise zogen am Nachmittag dunkle Wolken auf und es sah ein paar Momente lang tatsächlich nach Regen aus. Da meinte die Mutti dann 16.30 Uhr, sie wolle doch lieber nach Hause. Soviel dazu…

Montag, 18. Juni
An diesem Tag begann der Irrsinn. Dabei fing das ganz harmlos an, mit einer Einladung der Anklamer Hausverwaltung zu einer Eigentümerversammlung, in der der endgültige Beschluss über den Einbau der Heizungsanlage gefasst werden sollte. Termin: 19. Juni, 18 Uhr. Da es dabei auch um mein Geld gehen sollte, und um nicht wenig, ich aber bisher von der Hausverwaltung nur vage Informationen zu diesem Bauvorhaben bekommen hatte, wollte ich unbedingt persönlich dabei sein. In diesem Zusammenhang hatte Freundin Uta einen super Vorschlag gemacht: Nimm doch gleich noch den Montag frei, dann kannst du schon am Wochenende ans Meer fahren und ein paar Tage entspannen. Das hätte so schön werden können! Hätte!
Ich bekam leider nur den Dienstag frei. Für den Montag stand eine Aufgabe an, die ich an keinem anderen Tag hätte erledigen können. Also kam ich an diesem Tag zunächst in die Firma, absolvierte meinen Dienst wie geplant, raste dann heim. {Ich war fast genauso früh da, als wäre ich aus Halle gekommen.} Ich setzte Kaffee auf, und während ich den trank, überlegte ich, was ich überhaupt für den nächsten Tag brauche. Klar hätte ich die Tasche auch schon am Sonntag Abend packen können, aber da hatte ich keinen rechten Nerv. Nach dem Kaffeetrinken ging dann alles ganz schnell. Ratzfatz war das Wenige, das ich brauchte, in der Tasche verstaut, dann holte ich die Katl ab, der die nervige Aufgabe zukam, mich während der Autofahrt munter zu halten. Und schon waren wir auf der Autobahn, die erstaunlich leer war, dafür aber von unzähligen Baustellen zerstückelt. Gerade war man losgefahren, schon musste man wieder abbremsen und endlose Kilometer mit 60 km/h durch die Landschaft zockeln. Wir machten uns einen Spaß daraus, über die Beschilderung zu lästern und herumzualbern und schafften es noch im Hellen bis ans Meer. Direkt ans Wasser wollte ich aber an diesem Abend nicht mehr, insbesodere, weil meine alte Jolanda schon wieder ein Zipperlein hatte. Eine Verkleidung hatte sich gelöst und drohte, an einer Stelle zu schleifen, an der nix schleifen sollte. Fest bekam ich sie nicht wieder, aber abbrechen konnte ich sie auch nicht. Also bog ich sie halbwegs zurecht und beschloss, am nächsten Morgen Abhilfe zu schaffen. Nach einem kleinen Mitternachtsimbiss krochen wir ins Bett und wollten unbedingt ausschlafen.
Dienstag, 19. Juni
Daraus wurde nichts, weil ich Dussel vergessen hatte, den Wecker abzustellen und er uns halb fünf aus dem Schlaf brüllte. Hach. Das hatten wir doch kürzlich erst. Die Sonne schien von blauem Himmel. Katl meinte zum Glück, sie könne gleich weiterschlafen. Ich wollte das auch, konnte aber nicht so recht, weil mir so viel durch den Kopf ging. Jetzt erwies es sich als günstig, dass ich weder ein Buch, noch Strickzeug mitgenommen hatte. Denn so musste ich nochmal einschlafen, wenn ich mich nicht langweilen wollte. Das gelang dann auch bis ca. 8 Uhr.
Gemütlich und in aller Ruhe tranken wir Kaffee, frühstückten, was Katl für uns mitgebracht hatte und starteten nur sehr langsam in den Tag, weil ich keine rechte Lust hatte, nach Anklam zu fahren. Andererseits musste ich in einen Baumarkt, um Panzertape zu kaufen. Zum Glück fiel mir der Baumarkt in Ziethen ein, so dass ich mir die Fahrt nach Anklam sparen konnte. Ruckzuck war Jolanda verarztet und dann ging es ab auf die Insel, wo wir an meinem Lieblingsimbiss in Koserow lecker Matjes mit Bratkartoffeln futterten und uns dann an den fast menschenleeren Strand legten. Inzwischen waren Wolken aufgezogen, durch die nur ab und zu die Sonne lugte. Aber es war warm und es fühlte sich einfach traumhaft an, im warmen, weichen Sand zu liegen und einen sanften Wind auf der Haut zu spüren. Dort fielen alle Sorgen, Ängste, Nöte von mir ab. Ich hätte für alle Ewigkeit dort liegen bleiben können. Das ging natürlich nicht, schon allein deshalb, weil ich unbedingt in der Ostsee schwimmen wollte. Das war soooo schön. Bevor wir den Rückweg ins Dorf antraten, gönnten wir uns noch ein paar Kugeln Eis.

Bei der Eigentümerversammlung gab es eine hitzige Debatte. Die Verwalterin wollte unbedingt ein bestimmtes Angebot durchbringen, argumentierte aber recht ungeschickt und lehnte alle anderen Argumente ab, mit der Begründung, man säße schon das dritte Mal wegen dieses Themas beisammen, und wenn es heute keine Einigung gäbe, werde man noch in 5 Jahren keine neue Heizungsanlage haben. Damit versuchte sie, alle zu einer Entscheidung für das von ihr favorisierte Angebot zu drängen, weil drei Eigentümer unter massivem Zeitdruck stehen, da deren Heizung im kommenden Winter nicht mehr funktionieren wird. So funktionierte das nun aber auch nicht. Es gab mehrere Gegenvorschläge, die alle wieder abgeschmettert und zerredet wurden, bis ein Eigentümer ganz konkret aufzeigte, wie die Fragen zur Abstimmung lauten sollten. Und mit einem Mal waren sich alle einig und dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Auch von denen, die bis dahin strikt dagegen waren. Zu meinem Glück deckte sich das Ergebnis der Abstimmung genau mit meinen Vorstellungen.
Am Ende standen wir noch an der Haustür beieinander und unterhielten uns, und ich glaube, ich habe jetzt bei vielen meiner Miteigentümer einen großen Stein im Brett.
Die Katl erwartete mich mit einem Abendimbiss und einem großen Pott Kaffee. Die Taschen waren bereits gepackt. Ich kontrollierte Jolandas Provisorium, damit das Auto die Heimreise gut übersteht. 22.00 Uhr machten wir uns auf den Weg. Trotz der unzähligen Baustellen schafften wir die 450 km in 4,5 Stunden.
Mittwoch, 20. Juni
Halb drei in der Nacht setzte ich die Katl an ihrer Haustür ab, 10 Minuten später war ich daheim und fiel ins Bett. Den Wecker hatte ich mir umgestellt auf dreiviertel sechs. Das war abergar nicht nötig, weil ich zur gewohnten Zeit auch ohne Wecker aufwachte. So hatte ich noch Zeit für Kaffee und Morgenritual. Und zum großen Glück hatte ich in der Firma richtig viel zu tun, so dass Müdigkeit zunächst nicht aufkommen konnte. Nach der Mittagspause hatte ich dann schon Schwierigkeiten, wach zu bleiben und auf dem Heimweg kaute ich Möhren, was immer gut hilft, die Müdigkeit am Steuer zu vertreiben.
Schnurstracks fuhr ich heim und war hin und her gerissen, zwischen dem Wunsch, das schöne Wetter im Garten auszunutzen und dem Schlafbedürfnis. Da ich aber in letzter Zeit im Garten oft nicht die Ruhe bekommen hatte, die ich mir wünschte, entschied ich mich für die Wohnung, wo ich dann erst noch die Waschfee fütterte, bevor ich mich auf mei Bett packte. Später stand ich noch einmal auf, versorgte die Wäsche, bereitete ein leichtes Abendessen und las noch ein wenig.
Donnerstag, 21. Juni
Der Tag, als der Regen kam. Kurz vor Feierabend war es soweit. Heftiger Wind kam auf, dann fielen einige wenige Tropfen Regen. Stärker als dieser fielen die Temperaturen. Als ich zum Einkaufen bei Mutti ankam, schien bereits wieder die Sonne und es wehte ein herrlicher Wind, der von Freiheit sang und trüber Gedanken wegpusten konnte. Die kleine alte Dame fror, so dass ich von meinem ursprünglichen Plan aberückte, sie mit in den Garten zu nehmen. Ich selbst konnte es mir nicht verkneifen, raus zu fahren. Schön war es, auch wenn ich in meinem dünnen Flatterkleidchen ein wenig fror und dann gegen 22 Uhr den Heimweg antrat.
Als ich den Hauptweg entlang lief, dachte ich so bei mir: Es ist doch ein nettes Trüppchen zusammen gekommen, an Leuten, die bei jedem Wetter draußen sind.
Freitag, 22. Juni
Wochenfeierabend

Samstag, 23. Juni
Nun schnell all das zu Andrea bringen und schauen, was ihr so erlebt habt. Dabei entspanne ich mich.
Und am Nachmittag fahre ich zu Janine, die neue Wohnung bestaunen und Fußball gucken.
Habt ein schönes Wochenende.

Samstagsplausch {16.06.2018}

Guten Tag liebe Plauscherinnen. Sitzt ihr noch bei Andrea beisammen, oder seid ihr schon in einen kunterbunten oder auch geruhsamen Samstag hinaus gegangen?
Ich hatte den Wochenrückblick schon vorbereitet, nun aber beinahe vergessen, ihn zu veröffentlichen. Na sowas.

Samstag, 09. Juni
Nachdem ich am Freitag die Mutti zum Feierabend mit in den Garten genommen und dann recht bald {weil sie das so wollte} auch wieder nach Hause gebracht hatte, fuhr ich noch mal raus und überlegte im Verlauf des Abends, über Nacht dort zu bleiben. Weil ich aber nicht wirklich darauf eingerichtet war {Wechselwäsche, Medikamente…}, entschied ich mich halb eins in der Nacht noch einmal um und fuhr doch heim.
Nach Wäschewaschen und diversen anderen Verrichtungen zog es mich dann aber doch wieder nach draußen.
Das Gewitter am Abend war ein Genuss, brachte es doch endlich etwas Abkühlung. Da auch am späten Abend immer noch ein wenig Regen drohte, blieb ich auch diesmal nicht über Nacht, obwohl ich bestens darauf eingerichtet war.
Sonntag, 10. Juni
Der Tag begann etwas trüb und kühler als die letzten Tage. Immer mal wieder nieselten ein paar Tropfen herab, die mich nicht davon abhielten, mich wieder in den Garten zu verkrümeln. Es war so herrlich ruhig dort, wie schon lange nicht mehr. So schaffte ich es bequem, die am Freitag begonnenen Socken für die Lieblingskollegin fertig zu stricken, die ich ihr am Montag mitnehmen wollte. Am Nachmittag kam der Sohn auf die Idee, doch noch zu kochen, so dass wir zur Vesperzeit ein leckeres Mittagessen verspeisten.
Montag, 11. Juni
Der erste Arbeitstag am alten Platz. Die Kollegen freuten sich sehr, dass ich wieder da war. Ob ich mich freuen kann, muss sich erst noch herausstellen. Viel zu tun war jedenfalls. Sehr viel zu tun.
Der Heimweg am Nachmittag dauerte eine Stunde, also fast doppelt so lang, wie letzte Woche. Bevor ich in den Garten eilte, nahm ich noch schnell die Mutti mit, die heute etwas länger Zeit hatte. Na gut.
Im Garten fand ich Matheaufgaben vor, die ich lösen wollte. So richtig voran kam ich anfangs nicht, weil ich mich nicht konzentrieren konnte. Das ist schon erstaunlich, was nachmittags in und an einem Eckgarten so alles los ist, wer alles kommt oder geht oder Fragen und Wünsche hat oder einfach nur was erzählen möchte. Das fällt sonst gar nicht auf, außer eben, wenn man sich auf Mathe konzentrieren will. Gegen acht wollte die Mutti dann doch heim und Sylvana wollte etwas später die Hausaufgaben abholen. Zu dieser Zeit waren viele schon heim gegangen und im Garten war Ruhe eingekehrt. Da kam ich doch gleich viel besser voran, wurde allerdings langsam müde. Viel später {kurz vor Ladenschluss} zogen Sylvana und der Sohn nochmal los, etwas zum Abendessen zu beschaffen und der Sohn tafelte auf. So wurde es wieder einmal Mitternacht, bevor ich den Heimweg antrat.
Dienstag, 12. Juni
Es war der Tag für 12 von 12.
Mittwoch, 13. Juni
Der Mittwoch hätte der schönste Tag der Woche werden sollen, mit Freundinnen treffen, asiatisch essen und all solchen schönen Dingen. Weil ich aber dämlich war und mich blöd benahm, wurde es der traurigste Tag. Und nun ist eine liebe Freundin richtig sauer auf mich. Und ich bin sowieso sauer auf mich selbst. Und traurig bin ich außerdem. Ich würde es gern ändern, wenn ich könnte.
Donnerstag, 14. Juni
Gleich früh am Morgen, noch vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn, mussten ein paar Angelegenheiten geklärt werden, damit alle wieder in Ruhe arbeiten können. Es war ja nun nicht mein Verschulden, dass ich die letzten Wochen nicht vor Ort sein konnte. Ausbaden musste ich es trotzdem. Nun ist es hoffentlich geklärt. Macht mir zwar wieder mal mehr Arbeit, aber nun, das bin ich ja gewöhnt.
Der Tag lief mies. Der Feierabend wurde dann entspannt, weil ich mich zu der Einstellung durchgerungen hatte, dass es viel schöner ist, mit Mutti in aller Ruhe in den N-Markt zu gehen, statt mir irgendwo das Eröffnungsspiel der Fußball-WM anzusehen. Darf man das überhaupt schreiben, Fußball-WM? Oder ist das womöglich ein urheberrechtlich geschützter Begriff? Man weiß ja nie. Also, sollte jemand Ansprüche auf das Wort erheben, möge er es mir mitteilen, dann lösche ich das sofort. Nachdem die Einkäufe samt Mutti wieder daheim waren, fuhr ich noch in den Garten. Der Postmann winkte mich in seinen Garten: "Komm rein, wir schauen Fußball." Aber es lief schon die zweite Halbzeit. Da mochte ich dann auch nicht mehr. Lieber las ich den Krimi zu Ende, den Chrissi mir geliehen hatte. Später kam noch der Sohn vorbei. Nett war’s.
Freitag, 15. Juni
Am Morgen war ich im Kaufmannsladen, um ungebrühte Bratwürste zu kaufen. Dann hatte ich den ganzen Arbeitstag lang Sorge, sie im Firmenkühlschrank zu vergessen, was dann aber zum Glück nicht geschehen ist. Zum Feierabend erledigte ich noch einen weiteren Einkauf, dann zog ich mich mit Buch und Strickzeug in den Garten zurück, wo ich langsam mal eine pflanzliche Abgrenzung zum Weg hin schaffen muss. Die bestand früher aus Koniferen und war sehr schön blickdicht. Diese mussten wir aber ausdünnen und werden sie früher oder später ganz beseitigen müssen, denn Koniferen sind in Kleingartenanlagen nicht erlaubt. Die Folge ist nun, dass ich in meinem Garten auf dem Präsentierteller hocke, wenn ich mich nicht gerade in die Laube verkriechen will. Auch gibt es inzwischen einige Leute, die mich in Gespräche verwickeln, sobald ich da draußen auftauche. Das kann ich nicht immer haben. Zur Zeit kann ich das gerade überhaupt nicht haben, erst recht nicht am Freitag-Abend. Richtig entspannt wurde es erst, als all die gesprächsdurstigen Menschen entweder heim gegangen waren oder sich in ihre Gärten zurückgezogen hatten. Da allerdings setzte die "Invasion der Junikäfer" ein. Habt ihr das auch schon festgestellt, wie viele Junikäfer es in diesem Jahr gibt? Gegen Mitternacht machte ich mich auf den Heimweg, der in der Gartenanlage noch von zahlreichen Glühwürmchen begleitet wurde. Auch davon gibt es in diesem Jahr sehr viele. Das finde ich so romantisch.
Und nun ist Samstag, 16. Juni. Der Sohn hat in den Garten zum Spaghetti-Essen eingeladen. Es werden wieder eine Menge Leute zusammenkommen. Ich habe hier zu Hause noch herumgemuddel, Hähnchenfleisch eingelegt und überhaupt. Nun muss ich langsam los, damit ich zum Essen nicht zu spät komme. Danach flitze ich zur Party auf der Scholle. Und morgen werde ich dann wohl wieder die Mutti in den Garten holen müssen. Das heißt, sobald ich hier diesen Eintrag hochgeladen habe, ist es mit der Ruhe für dieses Wochenende vorbei. Dann beginnt der Aktionismus und endet erst, wenn das Wochenende vorbei ist. Und dann weicht er auch nur dem Aktionismus der nächsten Arbeitswoche. Diese wird auch wieder kunterbunt, aber davon berichte ich dann nächsten Samstag.
Langweilig wird es jedenfalls bei mir nicht. Es sei denn, ich falle irgendwann mal um und bleibe liegen.