Samstagsplausch {18.09.2021}

Die Woche in einem Wort
Aufgeregt.

Wochenrückschau

Samstag, 11. September 2021
Was für ein schöner Samstag. Nach dem Konzert am Freitag Abend habe ich die Junghexe mit zu mir genommen. Ob es nun daran lag, dass ich nicht allein war oder an den wunderbaren Erlebnissen ***, ich habe endlich mal wieder eine Nacht richtig gut geschlafen, über 8 Stunden.
Wir haben dann schön gefrühstückt und am späten Vormittag eine Einkaufsrunde gedreht, an deren Ende ich die Hexe daheim abgesetzt habe. Hach ja.

Am Nachmittag hatte ich wieder einen Arztermin. Alles Okay. Das hört man doch gern.
Dann wählte ich einen Heimweg, den ich sonst nicht nutze, verfuhr mich promt und landete in der Heide. Das war so schön. Ich wäre da gern noch ein wenig verweilt. Aber die Mutti rief an: Du hast mich wohl vergessen? Nee, natürlich nicht, aber ich habe manchmal nach der Arbeit auch noch was anderes zu erledigen, als schnurstracks zur Mutti zu fahren, um ihr die Jacke zu bringen, die sie am Vortag im Auto vergessen hatte. Nicht, dass die Kleine Frau nur diese eine Jacke hätte. Aber genau diese sollte mit gewaschen werden und das musste just an diesem Montag sein. Ich bin schon spät dran. Ich wollte am Vormittag waschen. Aber du bist ja nach Torgau gefahren! Ähm, zur Arbeit, ja! Ich sag da jetzt mal nicht noch mehr dazu.
Selbstredend blieb es nicht beim Jacke bringen, sondern ergab noch dies und das und wurde ein gut gefülltes Vorabendprogramm. Und als ich dann 19.30 Uhr heim wollte, kam noch: Warum bist du nur so ungern bei mir?
Vielleicht, weil ich nach 14 Stunden außer Haus den Heimweg gern hinter mir haben möchte, damit ich dann herunterfahren kann, ohne nochmal los zu müssen?

Unter Tränen rief die Hexe an: Unser Konzert ist in Gefahr!
Ja, war es, aber inzwischen konnte alles geklärt werden.
Dienstlich war ich unterwegs und fuhr im strahlenden Sonnenschein sogar einige Kilometer auf meiner "alten" Route Richtung Cottbus. Dabei stellte ich fest, dass es mich nicht zog, weiter in diese Richtung zu fahren. Vor ein paar Wochen wäre das wohl noch anders gewesen. ***
Den Abend brauchte ich dringend für mich in der Therme. Die Massageströme im warmen Wasser taten meinen verspannten Schultern gut, das Wasser insgesamt meiner verspannten Seele.

Mittwoch, 15. September 2021
Wieder unterwegs. Diesmal in entgegengesetzter Richtung.
Am Feierabend hätte ich heim fahren und mich um Haushalt und Wäsche kümmern müssen. Alternativ dazu stand ein Essen mit Katl an. Da auf dem Heimweg der Peter anrief und Fragen zu seiner Steuererklärung hatte, über die wir dann einige Kilometer lang fachsimpelten, stand ich irgendwann doch vor Katls Tür. Das war wohl so ein Wink. Also ging es weiter zum Asiaten.
Dort kam der nächste Aufreger, denn die Mutti rief an: Du meldest dich wohl gar nicht mehr bei mir?
Samstag telefoniert, Sonntag ausgeflogen, Montag den Feierabend mit ihr verbracht… Dienstag mal was nur für mich getan, das ist gar nicht mehr melden. Aha!

Donnerstag, 16. September 2021
Sachsen erwägt, die 2G-Regel auf den Einzelhandel einschließlich Einkaufszentren und Supermärkte auszudehnen. Das heißt, rund 40% der Bevölkerung, gesunde Menschen, die diese Gesundheit mittels Test auch nachweisen könnten, wenn sie denn dürften, werden daran gehindert, selbst Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs einzukaufen. Mit welchem Recht? Das hat nichts mehr mit Gesunderhaltung zu tun, und auch nichts mehr mit Menschenrechten. Das ist politische Willkür. Das sind Machtspielchen: Mal sehen, was wir uns noch alles ausdenken müssen, bis ihr endlich zusammenbrecht und euch impfen lasst, ohne dass wir zugeben müssen, dass es "Pflicht" ist.
Und die dämlichen Medien fangen schon an, auch noch 2G schön zu reden. Wie toll das doch ist, dass man endlich wieder ohne Maske und Abstand in Clubs gehen und mal wieder mit allen Menschen dort kuscheln kann.
Wie dumm ist das denn? Da gibt es doch wirklich Wichtigeres, als in Clubs eng umschlungen zu tanzen, oder? Die haben doch echt nichts gelernt. Obwohl, doch, eines schon, nämlich, den Machthabern zum Munde zu reden. Das können sie. Ich hatte mal eine Journalistische Ausbildung. Das hab ich neulich einer Kollegin erzählt und dann gesagt: Heute möchte ich nicht mehr als Journalistin arbeiten. Da lacht sie und meint: Nee, KÖNNEN Sie gar nicht mehr. Entweder würden Sie verhungern, weil keiner es wagt, Ihre Beiträge zu drucken, oder Sie würden eingesperrt. Oups. 😉

Wenigstens ist das Problem der Hexe vom Tisch.
An diesem Abend komme ich dazu, meine Wäsche zu waschen und mein Gemüse zu putzen.

Freitag, 17. September 2021
Die Meldung des Morgens: Sachsen rudert zurück. Die Ausdehnung der 2G-Regel auf den Handel kommt NICHT.
Ich habe leider nicht genau mitbekommen, welcher Minister aus welchem Bundesland verkündet hat, 2G und selbst 3G wäre diskriminierend und damit rechtswidrig. Und wenn überhaupt 3G angewendet werden dürfte, dann nur in Ausnahmefällen und nur, wenn die Zahl der Erkrankten sehr dramatisch steigen würde, was aber derzeit nicht der Fall ist.
Die Inzidenz in unserem Landkreis liegt tagesaktuell bei 18,2 – Tendenz fallend. Wir müssten uns also weder um 3, noch um 2G überhaupt Gedanken machen, da diese Regelungen überhaupt erst über 35 in Kraft treten und nach derzeitigem Stand Kann-Bestimmungen bleiben.
Ich kann, oder nein, ich WILL mir nicht vorstellen, dass es hier viele Gastwirte und Veranstalter gibt, die auf 2G bestehen. Freilich, der Anreiz ist, in Innenräumen auf Masken und Abstände verzichten zu dürfen, aber der Preis dafür ist, an die 40% aller potenziellen Gäste und Gästinnen {was für ein bescheuertes Wort} von vorn herein auszuperren. DAS kann doch keiner wollen? So dämlich kann doch keiner sein. Oder vielleicht doch?

Samstag, 18. September 2021
Ausflug? Ehrlich gesagt, wird mir das langsam zu teuer. Die viele Herumfahrerei bei den derzeitigen Spritpreisen. Andererseits sollte man es vielleicht noch tun, solange Autofahren noch nicht verboten ist.
Eieiei, Mira, halt die Klappe, sonst wird dir womöglich noch dein Blog geschlossen.

Zu den Sternen
Die *** vom Samstag…
Meine Sitznachbarin beim Konzert sagte am Ende nicht einfach Tschüss oder ähnliches, sie sagte: Gute Nacht! Diese beiden Worte klangen noch lange in mir nach und mir wurde bewusst, wie ewig mir das niemand mehr gesagt hatte. Geschrieben ja, oft sogar, aber eben nicht gesagt. Ich weiß überhaupt nicht, wieso ich da jetzt sentimental werde. Huch.
Die *** vom Dienstag…
Ich wollte eigentlich Wenzel hören und stolperte über Dota Kehr. Und sie beschreibt da in ihrem Lied genau meine Situation von vor ein paar Wochen.

Übrigens…
Danke an alle Künstler, die wegen der 2G-Forderung ihre Konzerte ins nächste Jahr verlegen. Bukahara, wir sehen uns im März.
Und Hut ab, Nena, für deine Offenheit und deine Konsequenz. {Link führt zu Facebook}

Und jetzt das Übliche, ich bringe meinen Wochenrückblick zu Andrea.

Habt alle ein feines Wochenende, regt euch nicht auf und lasst euich nicht ärgern.
Die Gedanken sind frei.
Eure Mira

Samstagsplausch {11.09.2021}

Die Woche in einem Wort
Umdisponiert.

Wochenrückschau

Samstag, 04. September 2021
Da schönes Wetter vorhergesagt war, sollte es auch wieder einen Ausflug geben. Ich hatte mir diesmal einige Schlösser und Burgen im Umland ausgesucht und schleppte die Mutti Richtung Kriebstein. Der Nebel sollte sich eigentlich auflösen. Tat er aber nicht.
Das Navi schickte uns auf seltsame Wege, so dass immer wieder die gleichen Wegweiser auftauchten und wir das Gefühl bekamen, im Kreis zu fahren. So landeten wir zuerst in Colditz und ich beschloss, ins Zentrum zu fahren, weil es den Anschein hatte, wir kämen nie nach Kriebstein.
Da ich wegen der Schulanfänge vorher schon herum geunkt hatte, wir fänden vielleicht keinen Platz in einem Restaurant, hatte die Mutti sich auf Picknick eingerichtet. Wir hockten uns zu Fuße des Schlosses auf den Markt und futterten Eier, Würstchen und Schinkenbrot.
Der Fußweg zum Schloss hätte über unzählige Treppen geführt. Das konnte ich der Mutti nicht zumuten. Den Fahrweg zum Schloss habe ich nicht gefunden, obwohl ich sicher war, es müsste einen geben. Was ich stattdessen fand, waren zahlreiche Einbahnstraßen und ehe ich mich versah, war ich in einem Flusstal und folgte diesem eine Weile zwischen Wiesen und Auen hindurch. Was mir da wieder an Märchen und Geschichten durch den Kopf ging, werde ich mein Lebtag nicht schaffen, alles aufzuschreiben.
Wir fanden doch noch einen Weg nach Kriebstein und zur Talsperre, auf der wir dann gar noch eine Schifffahrt unternahmen.
Da ich den Rückweg ohne Navi finden wollte, landeten wir in Rochlitz, wo wir uns in einem kleinen Café zum Eisessen niederließen.
Als wir von dort wieder losfuhren, bemühte ich doch das Navi, weil ich schon wieder das Gefühl hatte, im Kreis zu fahren. Und dann, auf den letzten Metern, gewann die sonne doch noch gegen den Nebel. Der Mutti gefiel der Ausflug wieder sehr.

Sonntag, 05. September 2021
Was soll an einem Sonntag schon passieren? Immerhin war der Fünfte, so dass ich einen Eintrag schrieb zu WmdedgT?.

Montag, 06. September 2021
Geplant war der Besuch in der Therme. Ich fuhr zu Katl, um sie abzuholen. Sie kam jedoch nicht herunter, sondern bat mich nach oben, weil sie nämlich eine ganz super leckere Tomatensuppe gekocht hatte.
Das war kontraproduktiv, denn wenn ich erst mal irgendwo angekommen bin und mich gar noch zum Essen niedergelassen habe, komme ich nur schwer wieder in Gang. So war es auch diesmal: Es war so gemütlich bei Katl und ich war nach meinem Tagwerk so müde, dass ich dann keine Lust hatte, noch einmal loszufahren.

Dienstag, 07. September 2021
Auch für diesen Feierabend war etwas geplant. Ich wollte nach der Arbeit gleich durchfahren ins Rosental, um mich mit ein paar Strickweibsen zu treffen. Wenn alles normal gelaufen wäre, wäre ich gegen 17 Uhr da angekommen. Ob sich das unter der Woche speziell im September noch lohnt, ist fraglich, denn wie lange kann man dann noch strickenderweise in der Sonne sitzen, bevor der Tau fällt und es vom Wasser her feucht und ungemütlich wird?
Außerdem lief der Tag nicht normal. Das ging schon damit los, dass ich ab 3 Uhr nicht mehr schlafen konnte. 12 Stunden später kam ich dann auch nicht pünktlich aus der Firma, sondern erst 16 Uhr, so dass ich vor 17.30/18.00 Uhr nicht im Rosental gewesen wäre. Außerdem brauchte eine Kollegin eine Art Telefon-Coaching. Von zu Hause aus kann ich so etwas machen, von einem Park, wo alle mithören oder zumindest Gesprächsfetzen aufschnappen könnten, geht das natürlich nicht. Also fuhr ich heim. Und irgendwann schlief ich auf der Couch ein.
Sagt einmal, seid ihr denn nur auch immer so müde?

Mittwoch, 08. September 2021
Schon Mittwoch? Wo ist nur die Woche schon wieder hin? Immerhin lief der Feierabend wie geplant. Ich hatte tags zuvor noch eine Waldfrüchtetorte aus dem Frost genommen und für Mutti vier Stücke verpackt. Die nahm ich mit, als ich am Nachmittag direkt von der Arbeit zu ihr fuhr. Sie setzte Kaffee auf und wir vesperten zusammen. Der eigentliche Grund meines Besuches war, dass ich ihr das Kostgeld bringen wollte, das ich für sie von der Bank geholt hatte.

Donnerstag, 09. September 2021
Für diesen Nachmittag war nichts geplant. Freilich hätte ich heimfahren und mich um meine Wäsche kümmern können. Oder einen Kaffee auf dem Balkon genießen. ABER da war doch noch was, das vom Montag übrig geblieben war. GENAU! Die Therme.
Also holte ich die Kalt ab, die diesmal keine Suppe hatte und auch schon unten vor dem Haus wartete. Und dann gab es für mich jede Menge Wasser. Wasser hilft mir immer. Es tut der Seele gut und dem Körper auch. Sogar meine extremen Verspannungen lösten sich etwas unter dem Massagestrahl. Anfangs war das sehr schmerzhaft, aber je länger und öfter ich mich darunter bewegte, um so angenehmer wurde es. Und ich konnte später am Abend sogar ohne Schmerzen einschlafen.

Freitag, 10. September 2021
Wir hatten Karten für Wenzel. Janine hatte neulich ein Plakat fotografiert und mir das Bild geschickt. Ich beschloss, meine Hexe mitzunehmen. Als ich die Karten bestellte, zeigte die WetterApp eine Regenwahrscheinlichkeit von 14%. Inzwischen waren wir bei 54% und Gewitter waren vorhergesagt. Aber das Gewitter verschonte uns und an einem traumhaften Sommerabend konnten wir das Konzert auf der Parkbühne in Eutritzsch genießen.
Begeistert war ich auch von meiner Hexe, die einen Teil der Lieder mitsang. Sie hatte schon am Anfang gemeint: Irgendwo habe ich den schon gesehen Was mich verwunderte, denn ich hatte sie noch nie zu Wenzel mitgenommen. Im Sommer für Kamp hatten wir ja keine Karten bekommen. Es stellte sich heraus, dass ihr Urgroßvater mütterlicherseits Wenzel wohl sehr gemocht hat und oft Videos angeschaut hatte. Da hatte die Hexe also den Wenzel kennen gelernt.
Weil ich später ncht mehr durch die Nacht fahren wollte, um das Mädel zu Hause abzuliefern, nahm ich sie mit zu mir. Es gab sogar noch ein spätes Abendessen, Würstchen.

Samstag, 11. September 2021
Die Junghexe ist noch hier, inzwischen aufgestanden, und ich habe ihr ein kleines Frühstück gemacht.
Heute gibt es keinen Ausflug, aber nicht, weil die Hexe da ist {sie könnten wir ja mitnehmen}, nein, die Mutti hat keine Zeit. Na huch! 🙂 Sie hat eine Einladung.
Ob wir den Ausflug auf morgen verlegen, mache ich ein wenig vom Wetter abhänging. Durch den angekündigten Regen zu fahren, habe ich keine rechte Lust. Außerdem brauche ich meinen einen Gammeltag pro Woche. Na, mal sehen.

Jetzt bringe ich erst einmal diesen Wochenrückblick zu Andrea. Später bringe ich dann die Hexe nach Hause. Aber jetzt noch nicht. Noch behalte ich sie hier. Wir hören Musik.

Habt alle ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {04.09.2021}

Die Woche in einem Wort
Sonnig.

Wochenrückschau

Samstag, 28. August 2021
Gab es einen Ausflug? Nunja, ein richtiger Ausflug war das nicht. Aber ich wollte eine große Einkaufsrunde drehen, und dazu nahm ich die Mutti mit, damit sie mal raus kommt.
Zu Mittag gab es dann Gräupchen bei ihr. Die kleine Frau kocht immer noch ganz leckere Suppen und Eintöpfe, manchmal in ganz abenteuerlicher Zusammenstellung, aber immer total lecker.
Am Nachmittag überredete ich sie noch zum Eis essen. Dann kehrte ich heim, weil ich noch die Einkäufe verräumen wollte und das Fleisch braten, das inzwischen aufgetraut war.

Sonntag, 29. August 2021
Meine Sonntagsbeschäftigung bestand in Haare färben. Oh, tat das Not.
Nun fühle ich mich wieder schön.
Ansonsten bestand der Tag in Ausruhen, lesen und zwischendurch einnicken.
Am Montag, 30. August 2021
Ausgebremst am Montag Morgen. Um die Zeit kommt sonst nie ein Zug.

Für den Abend war ich mit dem Sohn verabredet, der ein wenig Papierkraam erledigt haben wollte. Es ging recht schnell, scannen musste ich es jedoch am nächsten Morgen, weil mein Drucker daheim neuerdings einen ca. 2cm breiten Streifen am Rand nicht mehr lesen kann.

Dienstag, 31. August 2021
Aujf dem Plan stand der Besuch der Bücherei, damit Mutti ihre Bücher tauschen konnte. Ich habe auch diesmal nichts mitgenommen. Ich lese digital. Aber die Mutti freut sich jedes Mal und hat diesmal auch drei Bücher mitgenommen, damit sie über die vier Wochen kommt bis zum nächsten Büchereibesuch.

Mittwoch, 01. September 2021
Ich hatte den ganzen Tag das Gefühl, es wäre Montag und irgendwie auch Feiertag, obwohl ich natürlich auf Arbeit war. Dabei hatte einfach nur ein neuer Monat begonnen. Und der Herbst, ja, der auch.
Wir hatten uns ganz fest vorgenommen, an diesem Nachmittag zur Therme zu fahren. Dann fiel mir unterwegs ein, dass ich den Test vergessen hatte. Für Nordsachsen hätte ich keinen gebraucht, da lag die Inzidenz bei 10, aber die Therme gehört zum Stadtgebiet von Leipzig, und da wusste ich es nicht. Also landete ich zunächst bei Katl an, bei der auch zwei Päckchen für mich angekommen waren. Wir tranken Tee, sie zeigte mir ihre neuesten Strickstücke und dann entschieden wir uns für ein Abendessen beim Griechen.
Die Vorspeisen würde ich in der Form nicht wieder bestellen, denn sowohl die Oliven, als auch die Peperoni waren sehr salzig. Ansonsten war der Vorspeisenteller gut und reichlich. Der Hauptgang ließ allerdings zu wünschen übrig. Lieblos hingeklatscht. Das nannte sich Grillplatte. Also, das kenne ich von Griechischen Restaurants anders. Selbst wenn Vangelis {der Papa unserer Königskinder} "nur für die Familie" kocht, richtet er die Speisen liebevoller an.
Also Bacchuskeller in Taucha bekommt nur einen von fünf Sternen und den auch nur, weil das Personal so lieb war.
Ein sehr schöner Abend mit Katl war es allemal. Das nächste Mal gehen wir aber wieder ins Syrtaki.

Donnerstag, 02. September 2021
Ich war mit der SchwieTo verabredet. Sie brauchte ein wenig Schriftkram. Später kam noch der Sohn vorbei, um sie abzuiholen. So hab ich ihn wenigstens auch kurz gesehen.
Mit der Junghexe hatte ich auch noch telefoniert.
Es war ein schöner, ruhiger Abend.

Freitag, 03. September 2021
Das hatte ich mir anders vorgesetellt. In den drei Stunden, die ich am Nachmittag allein im Büro war, wollte ich meinen Papierkram aufarbeiten. Außerdem wollte ich die Kleine Chefin fragen, ob ich eine Stunde früher verschwinden darf, um auf dem Heimweg noch Material für unser Event am nächsten Wochenende einzukaufen.
Aber ich war nicht allein. Die Kleine Chefin kam. Und da ging es dann natürlich wie immer: Kannst du mir mal dieses ausdrucken und dann brauche ich noch jenes. Und schaust du mal im Internet…
Ich mache das gern, keine Frage, aber als sie endlich ging, lag meine Arbeit immer noch da und statt eine Stunde früher zu gehen wegen der Besorgungen, blieb ich eine Stunde länger und hatte dann auf dem Heimweg keine Lust mehr, auch noch einen Umweg zu fahren, um die Besorgungen zu machen. Mal sehen, wie ich das nächste Woche noch hinbekomme. Da müssen wir es eben bestellen. Das ist unserer Buchhaltung sowieso lieber.

Samstag, 04. September 2021
Heute steht wieder ein Ausflug auf dem Plan. Das herrliche Frühherbstwetter müssen wir doch ausnutzen. Ich hatte Katl gefragt, ob sie mitkommen mag. Aber sie wusste es noch nicht. Nunja, ich muss wenigstens ein ganz klein bissel planen, wenn die Mutti dabei ist. Also wengstens die Startzheit möchte ich am Abend zuvor mitteilen. Ich hätte mich dabei gern nach Katl gerichtet, aber Da müssen wir mal sehen, wie es mit mir ist. war mir dann doch zu unkonkret.
Da werden wir nun mal sehen.

Jetzt bringe ich erst einmal diesen Wochenrückblick und den von letzter Woche zu Andrea.
Habt alle ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {28.08.2021}

Die Woche in einem Wort
Hinterfragt.
Wochenrückschau

Samstag, 21. August 2021
Wie immer in den letzten Wochen gab es auch an diesem Samstag einen kleinen Ausflug mit Mutti. Er führte uns nach Lampertswalde, wo es einen ganz wunderschönen Schlosspark gibt.


Später ließen wir uns auf Landstraßen und -sträßchen bis kurz vor Riesa treiben, wo wir noch unsere Einkäufe erledigten. Dann tröselten wir wieder heimwärts.

Sonntag, 22. August 2021
Ein Gammeltag. Ich habe viel geschlafen, viel gelesen und ansonsten nichts geschafft.
Am Montag, 23. August 2021
Am Nachmittag hatte ich einen Arzttermin. Muss auch mal sein. Erzählt habe ich weder der Mutti, noch dem Sohn davon, weil ich keine Lust auf Fragen hatte.
Dienstag, 24. August 2021
Für den Nachmittag war ich mit einer Freundin verabredet, die ich schon einige Jahre kenne, aber schon lange nicht mehr gesehen hatte.
Nun war es leider an mir, diese Freundschaft zu hinterfragen.
Sie war wochenlang krank gewesen. Eine Infektionskrankheit gegen die ich zum Beispiel als Kind geimpft wurde und seitdem lebenslange Immunität genieße. Und ich fragte: Wie kommt man denn heutzutage zu XXX? Da fauchte sie mich an: Das sind alles nur die Drecks-Ungeimpften! Die bringen diese Sch… Krankheiten ins Land!
Ich war zunächst so schockiert, dass ich ihr gar nicht antworten konnte. Erst nach dem Gespräch wurde mir bewusst, dass sie mich ganz pauschal als Dreck bezeichnet hatte, weil in ihren Augen alle hirnverbrannt sind, die sich nicht impfen lassen. Tja nun, ich wiederum finde es erschreckend, wie denkende Menschen so unkritisch alles nachplappern, was die Leitmedien verbreiten und auch noch zu ihrer eigenen Meinung machen, ohne zu merken, wie sie manipuliert werden. Freilich, sie ist damit längst nicht allein, aber von einer, die unter dem DDR-Regime zu leiden hatte, hätte ich mehr Denken erwartet und nicht nur nachplappern.
Versteht mich bitte nicht falsch: Wer für sich zu der Überzeugung gelangt ist, aus welchen Gründen auch immer eine gewisse Impfung haben zu wollen, der soll das gern tun. Ich habe auch Freunde, die sich schon längst haben impfen lassen und ich würde niemals deshalb die Freundschaft in Frage zu stellen. Was mich aber stört, ist dieses Gutmenschgequatsche: Ich bin toll, weil ich mich hab impfen lassen und du bist Dreck und unsolidarisch und eigentlich ein Verbrecher, weil du nicht geimpft wurdest.
Da hätte ich doch auch sagen können: Wieso hast du XXX bekommen? Du bist eine Drecks-Ungeimpfte, sonst hättest du diese Krankheit gar nicht bekommen. Gehts noch?
Ich habe die Freundin nicht besucht und ich weiß nicht, ob ich es je wieder tun werde. Schließlich bin ich in ihren Augen Dreck. Und sie ist in meinen Augen eine nichtdenkende Nachplapperin, und das hätte ich von ihr eben nicht erwartet.

Mittwoch, 25. August 2021
Am Abend wollte ich nur noch heim. Viel getan habe ich nicht. Manche Tage sind einfach so.

Donnerstag, 26. August 2021
Ich freute mich sehr auf das Stricktreffen. Natürlich wollte ich auch Janine gern einmal wiedersehen.
Eine Viertelstunde vor Feierabend rief jedoch die Mutti an. Sie hatte ihre Mülltonne zur Leerung rausgestellt und wollte sie nun nach der Leerung wieder verschließen. Aber sie bekam das Vorhängeschloss nicht zu. Das musste nun unbedingt an diesem Nachmittag sein, weil sonst alle ihren Müll in Muttis Tonne werfen. Das konnte keinen Moment mehr warten. Es war schon schrecklich schlimm, dass ich noch die Viertelstunde arbeiten wollte und auch noch eine Stunde Heimweg hatte. Ach Mütterlein. Ich dachte noch, ich könnte das vielleicht schnell erledigen und danach zum Treffen fahren. Aber die Mutti hatte noch eine Menge mehr Erledigungen, die eigentlich der Sohn hätte erledigen sollen… aber der kommt ja nicht zu mir! Also musste ich da ran, weil ich nun einmal da war. Damit hatte sich das Treffen für mich erledigt.
Freitag, 27. August 2021
Der Wochenfeierabend enthielt nix Besonderes. Nicht einmal einen Besuch in der Therme, obwohl der mir wahrscheinlich gut getan hätte.
Manche Tage sind eben so. {Ich weiß, das hatten wir schon.}

Andrea beschäftigte sich in diesem Samstagsplausch mit dem Thema Aufregen. Der für mich wichtigste Satz war: Du kannst dich aufregen, du kannst es aber auch lassen. Ich ertappe mich immer öfter dabei, dass ich sehr schnell hochfahre und dann ganz plötzlich, mittendrin sage: Ach, lass sie doch alle. Ist doch gar nicht mein Ding.

Und jetzt rege ich mich auch gar nicht darüber auf, dass ich diesen Plauschbeitrag gar nicht am Samstag, 28. August 2021 geschrieben und demzufolge auch nicht verlinkt habe. Ich werde die Verlinkung beim nächsten Plausch nachholen und wer dann noch lesen mag, ist herzlich willkommen.
Habt es fein.
Eure Mira

Samstagsplausch {21.08.2021}

Die Woche in einem Wort
Schlafen.

Und genau das ist mein Thema heute.
Ich habe ja nun schon öfter darüber berichtet, dass ich sehr wenig und sehr unruhig schlafe und deshalb im Grunde immer müde bin. In der vergangenen Woche hat sich das irgendwie gerächt. Oder ausgeglichen, wie man es nimmt. Das ging schon am Sonntag los. Da kam ich gefühlt überhaupt nicht in Gang. Schon nach dem Aufstehen und einem Guten-Morgen-Kaffee ließ ich mich mit einem Krimi auf die Couch fallen und war nach wenigen Seiten eingeschlafen. Das setzte sich dann den ganzen Sonntag lang fort. Ich wachte auf, muddelte ein wenig herum, konnte mich aber zu nichts wirklich aufraffen und sobald ich mich wieder hinsetzte, schlief ich auch wieder ein.
Das zog sich dann auch durch die gesamte Woche. Gearbeitet habe ich natürlich. Aber zum Feierabend war ich dann kaum noch zu gebrauchen. Entsprechend mager fällt der Wochenrückblick aus.

Wochenrückschau

Der…
Samstag, 14. August 2021
…war so schön, dass er einen eigenen Eintrag bekommen hat.
Sonntag, 15. August 2021
Wie oben schon beschrieben: Verschlafen
Immerhin las ich den Krimi aus.
Montag, 16. August 2021
Vom Asia-Restaurant gab es wieder Gutscheine, und die Katl hatte auch Lust darauf. Also haben wir uns durchs Buffet gefuttert. Ich stürzte mich, wie immer, auf die Meeresfrüchte. Hmmm.
Dienstag, 17. August 2021
Ich war zum Feierabend schon im Ruhemodus, als eine Nachricht der SchwieTo kam und ich mich noch einmal von der Couch erhob, nochmal losfuhr und das dann doch noch zu einem schönen und nicht vergammelten Abend wurde. Dafür war der Mittwoch ein "Gammelabend" und der Donnerstag auch.

Freitag, 20. August 2021
Der beste Tag der Woche, der, wie der Samstag einen eigenen Eintrag verdient hätte. Den habe ich aus Zeitgründen nicht geschrieben und so müsst ihr hier nun durch. 🙂
Ich hatte frei und konnte lange schlafen. Bis 7.15 Uhr. Wow. Dann habe ich am Vormittag noch für einen anderen Standort Virtuelle Teilnehmerbetreuung übernommen, weil der Kollege, der dafür bezahlt wird, es einfach nicht konnte, also fachlich. Naja, vielleicht sehen die Herrschaften mal, was sie an mir haben/hatten. Ich werde in der nächsten Woche noch mit der Kleinen Chefin besprechen, wie wir das mit dem SC verrechenen. Ich meine, wenn die Kollegen dort meine Hilfe anfordern und ich da länger zu tun habe, als nur nen kleinen Tipp zu geben, dann soll die jeweilige Dienststelle das auch bezahlen. Hätten sie mich als freie Dozentin gebucht, hätten sie es auch bezahlen müssen. Kann ja nicht sein, dass meine Dienststelle ikn TDO mich für Leistungen bezahlt, die ich anderswo erbracht habe. Oder? Aber jetzt genug vom Dienstkram.

Zu 12 Uhr war ich mit der Hexe verabredet. Wir wollten nach Berlin zur Release-Party von Il Civetto. Genau zu Rio Reisers 25. Todestag veröffentlichte die Band ihren neuen Song Rio-Reiser-Platz und genau dort trafen wir uns 17 Uhr. Das heißt, die Hexe und ich waren eine Stunde früher dort, nachdem wir auf der Autobahn super vorangekommen waren, uns dann aber anderthalb Stunden durch den Freitagnachmittagsverkehr Berlins kämpfen mussten. Blödes Navi, ich hätte auf der A 100 weiterfahren sollen, dann hätte ich eine viel kürzere Strecke im Stadtverkehr gehabt. Egal, wir haben die ganze Zeit im Auto Il Civetto gehört. Und wir waren ja pünktlich da. Zwischendurch habe ich immer wieder an Andrea gedacht, die in diesem Gewühl mit dem Fahrrad unterwegs ist. Uiuiui.
Gegen 16 Uhr waren wir da. Am Feuerwehrbrunnen in Berlin. Der Platz heißt offiziell noch Heinrichplatz, soll aber nach dem Sänger Rio Reiser umbenannt werden.
Gert Möbius, Rio Reisers Bruder war da und enthüllte gemeinsam mit Leon Keiditsch {Sänger von Il Civetto} das neue Straßenschild. Gespielt hat die Band später auf dem Dach eines alten Feuerwehrautos.
Ich stelle gerade fest, dass ich die Begeisterung, die uns gestern erfasst hatte, hier gar nicht in Worte fassen kann.
Also: Es war einfach nur klasse.

In Zahlen
Schritte
Samstag: 11.332 {8.000 bis 9.000 mit Mutti}
Sonntag: 2.604
Montag: 6.975
Dienstag: 6.827
Mittwoch: 6.233
Donnerstag: 6.969
Freitag: 8.844 naja, viel gelaufen sind wir in Berlin ja gerade nicht. 😉

Schlaf
Sonntag: 9 h 07 min
Montag: 4 h 27 min
Dienstag: 5 h 03 min
Mittwoch: 8 h 15 min
Donnerstag: 6 h 56 min
Freitag: 7 h 37 min
Samstag: 4 h 24 min

Samstag, 21. August 2021
Ich habe, das könnt ihr euch denken, wieder viel zu wenig geschlafen. Trotzdem will ich nachher mit der Mutti eine kleine Tour machen, denn morgen soll es laut WetterApp den ganzen Tag regnen. Da möchte ich der Kleinen Frau heute noch ein schönes Erlebnis verschaffen. So toll, wie sie letzte Woche mitmarschiert ist, hat sie sich das verdient.

Jetzt bringe ich erst noch diesen Wochenrückblick zu Andrea.
Habt alle ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {14.08.2021}

Die Woche in einem Wort
Umpf.

Wochenrückschau

Donnerstag, 05. August 2021 bis Sonntag, 08. August 2021
Ancient Trance Festival
Von jedem Festival bleibt eine Band in meinem Gedächtnis und in meinem Herzen hängen.
Einmal, ich glaube 2017, war das Bukahara. 2019 war es Orange und diesmal hat mich neben vielen anderen Il Civetto total begeistert.
Mein Favorit unter den Songs, die ich euch schon vorstellen kann, ist Baba Che. Ganz besonders mag ich auch Neonlicht, das aber noch nicht veröffentlicht ist, so dass ich es noch nicht verlinken kann.
Ich habe gar nicht so viel fotografiert wie in anderen Jahren. Dabei war es sooo schön. Die Eindrücke habe ich tief in mich eingesogen.



Montag, 09. August 2021
Den Montag nach einem Festival sollte man frei haben. Diesmal war das nicht möglich, weil die Kleine Chefin erst am Samstag aus dem Ostseeurlaub zurückgekommen war und den Montag noch zum Wäschewaschen und wieder ankommen brauchte. Kann man ja verstehen.
Wenn ich nur nicht so müde gewesen wäre. Die letzte Nacht bescherte mir gerade 1 h 17 min Schlaf. Das ging nicht anders, weil die Junghexen noch in der Nacht nach dem Fest nach Hause wollten, um am Montag an Ort und Stelle zu sein, wenn ihre Termine anstanden.
Sie dann am Feierabend noch nach Teichdorf zu bringen, wäre mir schlicht nicht mehr möglich gewesen. Ich versuchte, den Rest der Familie für diese Tour zu gewinnen, und siehe da, auf einmal wollten die Hexen gar nicht mehr nach Teichdorf. Oh ha.
Ich schlief, das könnt ihr euch denken, zum Feierabend auf der Couch ein. Eine Stunde später hatte ich dann schon wieder zu tun und mich zu kümmern. Mit Schlaf nachholen war also wieder mal nix.

Dienstag, 10. August 2021
Am Nachmittag ging es eilig zur Mutti, um sie mit in die Therme zu nehmen.
Als wir wieder heraus kamen, spannte sich ein riesiger doppelter Regenbogen übers Land. Ich hatte das Gefühl, er wollte mir Hoffnung vermitteln und Zuversicht. (Be)greifen konnte ich das nicht, es war nur ein vages Gefühl.

Da ich endlich Gelegenheit hatte, die Babywippe abzugeben, die ich letzte Woche geholt hatte, durfte ich die winzigen Zwillingsmädchen anschauen. Ganze 40 Zentimeter und schon ein richtiger Mensch. Und dann auch noch zwei. Faszinierend.

Mittwoch, 11. August 2021
Ich war immer noch müde. Dennoch wollte ich am Nachmittag mit Katl zur Therme. Leider sagte sie ab. Aus den üblichen Gründen. Das warf mich ein wenig… naja, nicht gerade aus der Bahn, aber es nahm mir den Schwung, den mühsam vorgehaltenen.
Einen Ich-bin-gut-daheim-angekommen-Anruf war ich auch nicht wert. Hauptsache, ich war das ganze Wochenende auf Empfang gewesen, obwohl ich selbst in altertümliche Trance abtauchen wollte. Es sind immer die gleichen Rücksichtslosigkeiten, die mir zeigen, dass die meisten Menschen in meinem Umfeld nur an mich denken, wenn sie daraus Nutzen ziehen können, und sei es nur als Zeitvertreib in einem einsamen Bergurlaub. Naja.

Donnerstag, 12. August 2021
Es gab die 12 von 12 und außerdem mitten am Tage einen angenehmen Anruf. So lasse ich mir das gefallen.

Freitag, 13. August 2021
Ich hatte der Mutti für Samstag einen Ausflug vorgeschlagen. Sie meinte, wir sollten vorher einkaufen, aber bei der vorhergesagten Hitze können wir die Einkäufe nicht die ganze Zeit mit uns herumschleppen. So schlug ich ihr vor, schon am Freitag einzukaufen. Das fühlt sich für mich einfach besser an.
Das Evchen hat Geburtstag. Obwohl es ein runder ist, feiert sie nicht. Wir wollen uns aber nächste Woche mal sehen. Immerhin fahre ich auf dem Heimweg fast bei ihr vorbei. Das sollten wir hinbekommen.

Samstag, 14. August 2021

Nachher geht es hinaus in den Sommer. Mit Mutti. Ein kleines Zeil weiß ich schon und hoffe unterwegs auf ein paar schöne Fotos. Dann mal sehen. Mutti meinte: Einfach rumfahren. War doch immer schön. Hm. *grübel*

In Zahlen
Schritte
Donnerstag: 13.246
Freitag: 16.342
Samstag: 21.050
Sonntag: 19.468
Montag: 7.576
Dienstag: 7.174 + ca. 2.000 unregistrierte Schritte in der Sauna
Mittwoch: 5.970
Donnerstag: 7.550
Freitag: 6.698

Schlaf
Freitag: 6 h 08 min
Samstag: 6 h 25 min
Sonntag: 7 h 39
Montag: 1 h 17 min
Dienstag: 4 h 29 min
Mittwoch: 4 h 44 min
Donnerstag: 5 h 23 min
Freitag: 4 h 38 min
Samstag: 6 h 03 min

Das mit dem Schlaf wird langsam, ganz langsam. Die Schritte? Naja, so viele, wie am letzten Wochenende werden es wohl so schnell nicht wieder. Auch an den Wochenenden nicht, denn wenn ich Mutti mit mir herumschleppe, muss ich immer mit dem Auto fahren und kann keine langen Fußwege einlegen. Als Familienverantwortliche muss man eben Opfer bringen. Die werden erwartet und vorausgesetzt. Und dann kommen noch so Sprüche, wie: Na, du hattest doch das Festival. Das musst du doch auch mal anerkennen!
Das kam als Antwort, als ich geäußert hatte, dass andere, die zu Hause sitzen und nichts anderes zu tun haben, als ihren Haushalt und jeden Tag ins Schwimmbad zu gehen, mir vorhalten, was für ein tolles Leben ich habe.
JA, ich habe ein tolles Leben, aber nur, weil ich es dazu mache. Und zwar, nachdem ich ca. 12 Stunden täglich erst einmal Pflichten erfüllt habe. Es ist nur deshalb schön, weil ich auch den Pflichten, z.B. meinem Job noch Schönes abgewinnen kann, oder auch der Fahrt zur Arbeit. Und auch dem Daueranhängsel Mutti, weil sie nun wirklich alt ist und nahezu täglich Erschwernisse hinzu kommen, über die zu jammern keinen Sinn hat, weil es dadurch nicht besser wird.
Wenn mir dann aber jemand, der nichts anderes zu tun hat, als sein Leben zu genießen, vorhält, ich solle gefälligst dankbar sein, dass ich zum Festival durfte und man mich an den drei Tagen nicht mit seinen Sorgen behelligt hat, dann werde ich böse. Jaha. Ich kann böse werden. Nutzt nur nichts, weil mir dann auch das noch vorgeworfen wird. Du bist immer so! Kaum sagt man mal was, bist du gereizt.
Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wenn ich mir einmal erlaube, nicht alles und alles und alles hinzunehmen, sondern ganz selten mal den Mund auf zu machen und meinen Unmut zu äußern, wie hier seit Jahren mit mir umgesprungen wird, dann ist das meine Schuld, mein Versagen, mein mieser Charakter.
Wäre ich tatsächlich so mies, wie in solchen Momenten behauptet wird, dann hätte ich mich von diesen Leuten schon lange entfernt, damit sie mich weder ausnutzen, noch belasten können.
Es hat aber auch keinen Sinn, denen so etwas zu sagen. Sie würden nur wieder auf mir herumhacken, weil sie gar nicht verstehen können, dass ich mich nicht als Sklave und Müllabladeplatz sehe, sondern als Mensch.
Naja, egal. Ich mache was aus den Gegebenheiten und seien sie noch so seltsam.

Jetzt bringe ich erst einmal diesen Wochenrückblick zu Andrea. Und dann schaue ich mal, was ich aus dem Wochenende machen kann. Ich erzähle euch davon.

Samstagsplausch {07.08.2021}

Die Woche in einem Wort
Festival

Obwohl das Festival hauptsächlich am gerade begonnenen Wochenende stattfindet, warf es schon in der Woche zuvor seine {buntgefleckten} Schatten voraus.

Wochenrückschau

Samstag, 31. Juli 2021
Schlaf: 5 h 29 min
Noch weit entfernt vom Festivalwochenende hatte ich für den Samstag einen Ausflug mit dem Mütterlein geplant. Mir war so. Sie freut sich ja immer, wenn ich so etwas vorschlage. So hatten wir uns zu 11 Uhr verabredet und es sollte in die nährere Umgebung gehen.
Meine Idee war, mal nach Oschatz zu fahren, weil ich bisher nur ein einziges Mal für einen kurzen Moment dort war und weil ich eventuell da mal aushilfsweise arbeiten werde. Als ich mir die Strecke heraussuchte und schaute, was es in der Nähe vielleicht noch zu erkunden gibt, fand ich etwas, das ich vor Jahren schon erfolglos gesucht hatte: Das wüste Schloss Osterland.
Weil die Mutti schon früher ausgehfertig war, starteten wir schon 10 Uhr und gelangten auf Umwegen nach Oschatz.
Zuerst liefen wir in der Stadt herum, besichtigten Kirchen und waren auf dem Markt und dem Altmarkt unterwegs.

Zu Mittag gönnten wir uns gebackene Ente. Danach ging es aus der Stadt hinaus in die Natur und zu besagtem Schloss.



Nicht fotografieren konnte ich das Wasserhaus, obwohl es als besonders wertvolles Architekturdenkmal gilt. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1991/92 wurde es vollständig freigelegt, später aber, um es vor weiterem Verfall zu schützen, wieder zugeschüttet. Ich verstehe nicht, wie man so etwas tun kann.
Wem nutzt ein architektonisches Kleinod, wenn es unter Erdmassen begraben liegt und es nur am Rand der Anlage eine Schautafel mit zwei Fotos des Wasserhauses gibt? Nunja, vielleicht wäre es einfach zu teuer gewesen, das Ganze anders zu konservieren als durch Verschütten.
Eine Abbildung sieht man auf diesem Buch.
Über unzählige Umleitungen und Umleitungen der Umleitung versuchten wir, uns wieder heimwärts zu bewegen. Die letzte Umleitung nutzten wir dann zu einem Abstecher in eine tolle Eisdiele und gönnten uns etwas Süßes.
Der Mutti hat der Ausflug sehr gut gefallen, was mich nun wiederum gefreut hat.
Am Abend kam der erste Festivalvorbote in Form eines Anrufes der Hexe. Ach?
Gut, dass ich die Karten noch nicht weggeben hatte. Ich stellte ein paar Bedingungen. Sollten die nicht eingehalten werden, droht Abbruch der Veranstaltung für die Hexe und ihre Freundin.

Schritte: 9.390

Sonntag, 01. August 2021
Schlaf: 8 h 42 min
Es war keine gute Nacht. Ich war immer wieder wach und am Morgen hatte ich leichte Kopfschmerzen und fühlte mich wie zerschlagen.
So dümpelte ich an diesem Sonntag nur herum, räumte hier etwas weg und da etwas hin. Bereitete Essen zu, auf das ich dann keinen Appetit hatte.
Am Abend rief der Sohn an und fragte, ob ich die zwei aus dem Garten nach Hause bringen würde, weil es inzwischen regnete. Bis ich dann dort war, regnete es schon nicht mehr und ein Bruchstück eines Regenbogens zeigte sich am Himmel, das sich aber nicht fotografieren ließ.
Schritte: 3.886

Montag, 02. August 2021
Schlaf: 3 h 24 min
Es wird ruckartig später hell. Also, als ich an diesem Montag zur Arbeit fuhr, war es noch deutlich dunkler, als am Freitag zuvor, was nur zum Teil an den dicken Wolken lag.
In der Firma versuchte ich einige Aufträge zu klären, was mir nicht so gelang, wie ich mir das vorgestellt hatte. Erst erreichte ich die passenden Ansprechpartner nicht, dann wollten diese von uns andere Zuarbeiten, als die Kleine Chefin vermittelt hatte. Hach. Nun muss ich mir was einfallen lassen.
Auf dem Heimweg gönnte ich mir eine Süßigkeit im N-Markt, die ich dann allerdings verpackt ließ und in der großen Tasche sogar vergaß.
Daheim wollte ich mich um die Wäsche kümmern. Beim wollen blieb es. Ich überlegte, früh zu Bett zu gehen, konnte mich aber nicht entschließen, weil ich noch so gar nichts wirklich für mich getan hatte. Dann rappelte es an der Tür. Sohn und SchwieTo kamen. Das war schön. Zumal sie eigentlich gar nichts wollten. Wir schwatzten ein wenig, dann gingen sie wieder. Und dann war es auch schon dunkel und ich ließ das mit der Wäsche bleiben. Nuschaaa.
Schritte: 6.503

Dienstag, 03. August 2021
Schlaf: 5 h 18 min
Die Kollegin brachte mir eine Power Bank mit. Nun ist zumindest der Kontakt zu den Hexen während des Festivals sichergestellt.
Dafür meldete der Fitness-Tracker Energiemangel. Das Kabel hatte ich jedoch nicht in der Tasche, obwohl ich ansonsten den halben Hausstand mit mir herumschleppe. Da werden die Schritte am Abend sehr mager ausfallen.
Zum Feierabend trudelte ich heimwärts und dann gleich zur Mutti, um mit ihr zur Bücherei zu fahren. Ich nahm diesmal keine Bücher mit, ich habe noch zu lesen. Danach huschte ich noch in die Drogerie und war dann froh, die Mutti wieder absetzen zu können. Ich war sooo müde. Trotzdem fütterte ich daheim die Waschfee. Nutzt ja nix. Mehr bekam ich nicht fertig. Ach, doch, den Tracker hing ich ans Ladegerät. Und dann ging es endlich einmal sehr früh ins Bett.

Schritte: 4.987 plus ca. 3.000 ohne Aufzeichnung

Mittwoch, 04. August 2021
Schlaf: 7 h 27 min
Nach einer so langen Nacht kam ich kaum hoch. Da half selbst er erste Milchkaffee auf dem noch dunklen Balkon nicht viel.
Der Feierabend hielt wieder jede Menge Aktivitäten bereit. Zunächst hatte mich die SchwieTo gebeten, einen eBay-Kauf abzuholen. Danach eilte ich zur Hexe, stopfte sie in mein Auto und tüddelte mit ihr die 110km nach Teichdorf, um die andere Hexe zu holen. Beide brachte ich dann zur Hexe nach Hause, denn ich musste ja am nächsten Tag noch mal arbeiten und konnte die Mädels da noch nicht bei mir daheim brauchen.

Schritte: 6.695

Donnerstag, 05. August 2021
Schlaf: 4 h 19 min
Es war der 5. des Monats, so dass es wieder eine Tagebuchaufzeichnung nach dem Motto WmdedgT. Außerdem begann das Festival, was sich in den Schrittzahlen bemerkbar machte.

Schritte: 13.246

Freitag, 06. August 2021
Schlaf: 6 h 08 min
Das Festival ist in vollem Gang.
Wunderbare Musik, tolle Menschen überall und sowas von leckerem Essen aus aller Welt.
Und am Abend elfenhafte Lichtspiele.

Die Hexen sind begeistert und tanzen wie verrückt. Sie wünschen sich, es wäre jedes Jahr so ein Festival, besser noch jeden Monat und überhaupt am liebsten immer. Ich bin total glücklich.
Andreas Spruch von der Verrücktheit passt 100%ig.
Schritte: 16.342

Samstag, 07. August 2021
Schlaf: 6 h 25 min
Für mich ist das viel, für ein Festival erst recht.
Heute Abend freue ich mich ganz besonders auf Orange. Da werde ich tanzen bis zum Umfallen.

Habt alle ein schönes Wochenende.
Ich werde später noch berichten.

Samstagsplausch {31.07.2021}

Die Woche in einem Wort
Gefühlschaos

Wochenrückschau

Samstag, 24. Juli 2021
Schlaf: 7 h 31 min
Es war wieder ein Tag, an dem ich das Nein-Sagen leider nicht beherrschte. Dabei hatte ich mir doch so fest vorgenommen, das Wochenende irgendwo zu verbringen, nur nicht im Zugriffsbereich meiner Familie. Nachdem ich am Freitag Abend noch die Steuerklärungen fertiggestellt hatte, hätte das auch funktionieren können.
hätte, könnte Hat aber nicht. Und daran war ich ganz allein selbst schuld. Hatte ich doch jemandem vom freigeschaufelten Wochenende geschrieben und {dämlich, wie ich bin} darauf gehofft, dass irgendein Vorschlag kommt. Kam natürlich nicht. Dafür zeitfressende Anrufe und die Nachricht, dass bestimmte Bürotätigkeiten mal wieder von mir erledigt werden sollten.
Die Wartezeit füllte ich mit Wäsche und Hauskram und wurde wütend auf mich selbst. Weil ich mir nicht erfüllte, was ich mir gewünscht und vorgenommen hatte. Gegen Nachmittag dann ein Kurzbesuch: Wir wollen noch an den See.
Na prima, und ich?
Ich beschloss, dass nun nur noch ein großer Eimer Eis helfen kann.
Da rief die Mutti an. Einfach so. Sie schleppte ich gleich noch mit in den Kaufmannsladen. Eis habe ich am Ende gar nicht gekauft, dafür aber eine Melone.
Schritte: 6.209

Sonntag, 25. Juli 2021
Schlaf: 8 h 16 min
Wenn auch die Ausfahrt nicht geklappt hatte, so verschaffte ich mir eine verträumte Auszeit im Garten.

Als dat Anki kam, überredete ich sie zu einem Kaffee.
Am Nachmittag schleppte ich die Katl mit in die Therme und hatte nun die nächste Auszeit. Alles irgendwie Stückwerk und mit einem Wochenend-Trip nicht zu vergleichen, aber eine Mira freut sich und es ist immerhin besser als nichts.
Schritte: 8.588

Montag, 26. Juli 2021
Schlaf: 5 h 14 min
Den Montag mochte ich zunächst nicht, artete meine Arbeit doch wider Erwarten in Stress aus. Der war allerdings handgemacht, teilweise durch die Kleine Chefin, die an diesem Tag erstaunlich unsortiert rüberkam. Teilweise, weil ich eben bin, wie ich bin.
Gefühlschaos Teil eins
Da rief doch ein Kollege an, mit dem ich etwas Technisches zu klären hatte, und während die Rechner rödelten, unterhielten wir uns über mögliche, geplante und nicht zustandegekommene Arbeitseinsätze. Dabei erfuhr ich von Wunsch-Szenarien vom Jahresanfang und war froh, dass ich damals nicht einmal etwas davon geahnt hatte. Das brachte mich noch nachträglich aus der Fassung und ich fragte mich einmal mehr, wieso sich der Altchef so schwer tat, mir einen Vertrag zu geben, wenn es doch so viele Einsatzorte gab, an denen man mich unbedingt haben wollte. ***
Weil nun aber eine Aufregung selten allein kommt, erreichten mich noch während des Gesprächs mit dem Kollegen weitere Nachrichten. Auch diese enthielten Aufträge und die dringende Bitte um "Amtshilfe". Ich verwies auf den Altchef. Und dann hätte ich mich am liebsten in ein Mauseloch verkrochen, und konnte in der folgenden Nacht kaum schlafen, weil ich mir vorstellte, dass der Altchef über mein Ansinnen, diese "Amtshilfe" tatsächlich zu leisten, verärgert sein könnte. War er aber gar nicht.
Bei Arbeitsaufträgen kann ich noch schlechter NEIN sagen als sonst. Ich meine, bei Arbeitsaufträgen übe ich das Nein-Sagen nicht mal.

Am Feierabend mochte ich den Montag dann doch, denn die Janine hatte mich eingeladen, in ihren Garten zu kommen und "Beute zu machen". Sie gestaltet ihren neu erworbenen Garten gerade um und hatte jede Menge Pflanzen abzugeben. Mein Auto sah aus, als hätte ich eine Gärtnerei überfallen. Leider habe ich kein Foto gemacht, denn ich wollte nur noch heim, damit die Pflanzen wenigstens Wasser bekamen.
Es war bereits dunkel, als der Sohn nochmals vorbei kam, um mir die Unterlagen für seinen Bürokram zu bringen.
Schritte: 8.300

Dienstag, 27. Juli 2021
Schlaf: 5 h 07 min
Dieser Tag fing gut an mit einem entspannten Arbeitsfrühstück.
Auf dem Rückweg schlenderte ich noch über den Markt.
Die Katl hatte mir angeboten, im Garten zu helfen. Ich holte sie nach der Arbeit zu Hause ab. Zunächst mussten wir Kaffee trinken. Dann rückten wir einer Rabatte zuleibe, die mehr {wie sagt Illy immer?} Beikraut enthielt als Pflanzen.
Angesteckt durch Janines Elan begannen nun auch wir mit der Umgestaltung, wenn auch in kleinerem Rahmen.
Zur Belohnung und zum Tagesabschluss kredenzte der Sohn uns noch Camparisoda.

Gefühlschaos Teil zwei
Ein Foto in meinem Status bewirkte bei bestimmten Menschen eine {beabsichtigte} witzige Reaktion. Nur von einem bestimmten Menschen kam eine hochwissenschaftliche Antwort, auf die ich mir keinen Reim machen konnte. Außerdem kam die Ankündigung eines Telefonats, aber auch die war irgendwie seltsam. So emotionslos. Das hätte man auch lassen können. Ich hätte das Telefonklingeln schon bemerkt. Das muss man nicht extra ankündigen. Es wirkte vielmehr so, als wollte er mir sagen: *Ich melde mich, aber lass mich bis dahin in Ruh’.*

Schritte: 8.870

Mittwoch, 28. Juli 2021
Schlaf: 3 h 21 min
Gefühlschaos Teil drei
Der Anruf erfolgte gleich früh am Morgen, so als wollte man ihn schnell hinter sich bringen. Die Informationen waren nicht sonderlich bewegend und allesamt eben nur Informationen, auf die ich gut hätte verzichten können. Das Gefühl, das zurückblieb war eine seltsame Gleichgültigkeit und bei der Frage *Wir hören doch wieder voneinander?* sagte ich zwar: *Das hoffe ich doch!*, dachte aber: *Ja, vielleicht. Irgendwann.*
Die Anrede jedoch hatte mich aufgeregt und geärgert und war überhaupt der Auslöser für meine verhaltenen Reaktionen im weiteren Verlauf des Gesprächs. Sagt der doch zu mir "Meine Gute…"
Sag mal, geht’s noch? Meine Gute…
"Meine Liebe" wäre eine ganz andere Hausnummer gewesen. Aber Meine Gute! Ich bin niemandes GUTE. Ich kam mir vor, wie ein kleines Kind, dem man gönnerhaft über’s Haar streicht, damit es nicht weint.
Meine Gute… das trieft doch von Herablassung. Was bildet denn der sich ein?

Die Arbeit mit den Kollegen lenkte mich wunderbar von meinem Ärger ab. Bis Mittag hatte ich den schon fast verdaut. Wie schnell das gehen kann.
Am Nachmittag stand die Frage, ob ich Katl abhole und wir weiter im Garten buddeln. Wegen des extrem wenigen Schlafs entschied ich mich jedoch für einen Ruhetag. So sammelte ich auf dem Heimweg im N-Markt noch ein paar Lebensmittel ein und fuhr direkt nach Hause.
Dort: Waschfee gefüttert, Hühnerbeine in die Röhre geschoben und mit einem großen Wasser auf der Couch gedöst, bis die Waschfee fertig war. Dann Wäsche aufgehängt {oder gehangen, oder wie?}, Hühnerbeine abgepuzzelt, mit der Schwester geschrieben, mit der Mutti versucht zu telefonieren {sie rief gegen 22 Uhr zurück}, die Kleidung für den nächsten Tag zurechtgelegt, damit es am Morgen schnell geht. Die Wäsche wieder abgenommen und weil sie noch nicht ganz trocken war, noch übergehängt.
Zum Abschalten noch einen Film aus der Mediathek gesucht, aber nur ein Drittel davon angeschaut, dann ging nichts mehr. Ich fiel ins Bett, konnte jedoch nicht gleich einschlafen und räumte das Bettzeug ein paar Mal hin und her.
Schritte: 6.835

Donnerstag, 29. Juli 2021
Schlaf: 4 h 52 min
Ich fuhr einem malerischen Sonnenaufgang entgegen. Traumhaft schön. Leider habe ich auf der gesamten Strecke keine Gelegenheit anzuhalten für ein paar Fotos. So nahm ich mir wieder einmal vor, am Wochenende genauso früh aufzustehen, wie unter der Woche und einfach mal zum Fotografieren rauszufahren.
Mal sehen, ob das klappt.
Den Feierabend verbrachte ich mit Katl in der Therme, wo ich wunderbar entspannen konnte. Katl hatte eine tolle Käseauswahl zum Naschen/Abendessen mitgebracht. Da brauchte ich daheim nicht nochmal anzufangen.
Bei den Schritten kommen noch mindesten 1.000 hinzu, weil ich die Fitness-Uhr in der Therme ablege, dort aber viel hin und her laufe.
Schritte: 6.488

Freitag, 30. Juli 2021
Schlaf: 3 h 22 min
Schon wieder so wenig Schlaf. Hilfe, wohin soll das noch führen? Dabei war ich schon halb zwölf im Bett und der Wecker durfte, weil alles so gut vorbereitet war, 25 Minuten später klingeln als sonst. Dafür hat die Uhr zwischen 1:30 Uhr und 3:00 Uhr überhaupt keinen Schlaf registriert, obwohl ich nicht bewusst wach lag. Vermutlich war ich einfach zu unruhig. Geträumt habe ich, das ist mir aufgefallen, weil es ein paar Nächte nicht so war. Bei mir ist das Wiedereinsetzen von Träumen immer ein Zeichen dafür, dass meine Seele wieder in Ordnung kommt. Wenn ich sehr traurig oder depressiv bin, träume ich nämlich nicht, was mir meist aber erst hinterher auffällt.
Gefühlschaos Schlussbetrachtung
Auf den Autofahrten zur und von der Arbeit hatte ich ausreichend Zeit, über alles nachzudenken. So wälzte ich auch das seltsame Telefonat immer wieder durch meine Gedanken und bekam auf diese Weise immer mehr Abstand. Ich ärgere mich nicht mehr. Im Gegenteil, ich bin froh, dass ich die verschiedenen Äußerungen, Gunstbezeugungen und was auch immer jetzt ohne Rosafilter betrachten kann. Das verhindert zu wohlwollende Fehleinschätzungen.
Ich bin enttäuscht im positiven Sinn, denn Enttäuschung heißt doch, die {Selbst-}Täuschung hat ein Ende. Und das ist gut so!
Somit hat auch das Gefühlschaos ein Ende. Zumindest bis zum nächsten Tohowabohu, in das ich mich stürze. *hüstel*
Wer mich kennt oder Teil eins gelesen hat, weiß, dass ich ein gefühltchaotischer Mensch bin und es bei mir dazu nicht das große Gefühl *L i e b e* braucht. So etwas, wie im letzten dreiviertel Jahr passiert mir ohnehin nicht so schnell wieder. Ich habe zu sehr vertraut und ich wollte so gern glauben, das auch für mich mal jemand ein so großes Gefühl übrig hat. Jetzt weiß ich {einmal mehr}, dass es wieder nur um die Kumpeline ging, um die geduldige Zuhörerin, der man alles erzählen kann und um die Arbeitskraft, auf die man sich 1.000 %ig verlassen kann. Tja!

Ich habe die Monatsabschlüsse fertig gemacht, soweit das die Kleine Chefin sonst immer macht. Schätze, das wird auch in Zukunft meine Aufgabe bleiben, auch wenn sie nicht im Urlaub ist. Es macht mir Spaß.
Zwischendurch war ich mal für 15 Minuten weg, auf dem Markt. Ich brauchte noch ein Geschenk und wusste auch genau, was ich haben wollte. Deshalb ging das auch so schnell. Außerdem sitzen wir mitten in der Stadt, haben also sehr kurze Wege. Nach diesem wunderbaren Strauchbasilikum duftete dann mein gesamtes Büro.

Da ich wieder nur dreieinhalb Stunden geschlafen hatte, wählte ich den Garten als Feierabendoption ab. Auch den Einkauf auf dem Heimweg ließ ich bleiben und bekam sogar noch einen Parkplatz vor dem Haus.
Schritte: 6.517

Samstag, 31. Juli 2021
Schlaf: 3 h 54 min
Wenn ihr euch das anschaut, könnt ihr euch denken, dass die Idee vom Sonnaufgang-Fotografieren heute schon mal nicht aufging. Ich kam zur Sonnenaufgangszeit einfach nicht hoch. Vielleich morgen. Oder aber ich vertage das Ganze in den Herbst, wenn die Sonne später aufgeht.
Jetzt denke ich mir erst mal ein Ziel aus für einen kleinen Ausflug mit der Mutti. Das habe ich mir selbst so ausgesucht und das wird mein gutes Werk für diese Woche.

Jetzt komme ich erstmal zu Andrea und ihrem Samstagsplausch, in dem es heute um Waldatmen geht. Ein schönes Thema.

Habt alle ein feines Wochenende.

Samstagsplausch {24.07.2021}

Die Woche in einem Wort
Selbstfürsorge

Wochenrückschau

Samstag, 17. Juli 2021
Ein Thema in Andreas letztem Samstagsplausch war Selbstfürsorge und ich dachte, diese würde mir gerade recht gut gelingen. Ich sollte so etwas nicht denken, denn dieses Wochenende wurde alles andere als fürsorglich mit mir umgegangen und ich schaffte es nicht, mich zur Wehr zu setzen. Ich schaffte es auch nicht, mich um mich selbst zu kümmern.

Ich bin rumgerannt.
Am Samstag Morgen war die Welt noch halbwegs in Ordnung. Dann rief die Mutti an, ich sollte ihre Geldkarte sperren lassen, weil sie sie verloren hat. UNSINN. Die Karte hatte sie mir gegeben und gebe sie ihr natürlich zurück, falls sie diese braucht. Sie wollte mir das gar nicht glauben, also dass ich sie wirklich habe. Tja.
Als ich gerade los wollte, um die kleine Frau mit ins Paunsdorf Center zu nehmen, erreichte mich ein Hilferuf. Mein Schwager war 60 km vor Leipzig mit dem Roller liegengeblieben. Leider konnte ich ihm nicht helfen, so gern ich das gewollt hätte.
Also fuhr ich doch noch mit der Mutti ins PC. Danach allein in den Kaufmannsladen.
Sie: Warum fährst du denn da allein hin?
Ich: Weil DU zu einer bestimmten Zeit daheim sein willst und wir das zusammen nicht mehr schaffen würden!
Später ging ich in den Garten, wo ich mich gern entspannen wollte. Sohn und SchwieTo waren noch da und wir hatten endlich Gelegenheit, über ein Jobangebot für ihn zu sprechen.
Die ersehnte Ruhe fand ich, als die Nacht sich über die Gärten senkte und ich auf der Schaukel unter dem Sternenzelt leise in den Schlaf gewiegt wurde.

Sonntag, 18. Juli 2021
199/365
Sonnenaufgang, 4:37 Uhr
Frühstück im Garten, 7:49 Uhr
Bis dahin war die Welt auch noch in Ordung, jedenfalls halbwegs. Ich dachte, ich könnte mich mental von dem bösen Freitag erholen und mir einen Ruhetag gönnen.
Als es im Garten voll wurde, zog ich mich nach Hause zurück. Erst mal duschen. Dann kam schon der Anruf, ob ich mit dem Grillzeug komme. Das hatte sich bei mir daheim besser lagern lassen als im Garten. Was mich aus der Bahn warf, war die Frage: Wann kommst du denn dann mit der Oma?
Die Oma war doch gar nicht eingeplant. Und dann: Du kannst doch die arme alte Frau nicht in ihrer Wohnung hocken lassen!!!
Na klasse. Ich zottel sie doch dauernd mit mir herum, aber wenigstens am Sonntag wollte ich nicht wieder fremdbestimmt sein.
Das Ende vom Lied war, dass ich die Oma holte und mich dann natürlich nicht zurückziehen konnte, weil ich sie ja irgendwann wieder heim bringen musste. Und einfach mal ein bissel lesen oder vor mich hinträumern ging auch nicht, weil eben diese alte Dame dann immer etwas zu bestimmen oder mir vorzuwerfen hatte.
Was soll denn das jetzt? Du hast die Augen zu!!!
Du hast doch hier gut geschlafen!
Ja, freilich, von Mitternacht bis 6 Uhr. Das ist ja auch sooo viel Schlaf an einem Wochenende.
Na, das kann reichen. Du kannst nicht immer nur schlafen!
Mich hat das alles schrecklich aufgeregt. Dieses dauernde Befinden darüber, dass ich in ihren Augen alles falsch mache. Dieses ewige Gegängel.

Am Abend dieses Tages hatte ich nur einen Wunsch: Am nächsten Wochenende einfach wegzufahren und keinem in der Familie irgendwas davon zu sagen. Einfach mal weg sein, nicht erreichbar, nicht herumschubsbar. Sollen sie doch alle mal merken, wie das ist, wenn ich nicht als Hol-einmal-bring-einmal zur Verfügung stehe.
Am Abend mancher Tage {Lift}

Montag, 19. Juli 2021

Nach dem Wochenende freute ich mich noch mehr als sonst auf meine Arbeit in TDO.
Hin und her überlegte ich, wo ich das Wochenende verbringen könnte, weit weg von zu Hause. Oder doch gar nicht weit, aber unbedingt weg. So recht fiel mir keine Lösung ein. Nur der Drang, mich rar zu machen, der blieb.
Ich schnitt einen Coupon aus der Sonntagszeitung aus und schickte ein Foto an Katl. Am Ende trafen wir uns, um den Gopalast zu besuchen.
Das war Selbstfürsorge pur.




Dienstag, 20. Juli 2021
Der für Montag versprochene Anruf ließ auch am Dienstag auf sich warten. Wobei… nun warte ich nicht mehr. Wenn ich keinen Anruf wert bin, ist mir das nun auch nichts mehr wert. Geht schon irgendwie.
Am Nachmittag versuchte ich, meine Selbstfürsorge {Besuch der Therme} mit der Pflichterfüllung zu verbinden, indem ich die Mutti mitnahm. Fragt mich bitte nicht, warum ich mir das angetan habe. Sie wollte mit. Das ging schon seit Freitag, dass sie zunächst äußerte, sie ginge da gern mal hin. Später meinte sie, ach, sie wolle mir meinen Besuch dort nicht vermiesen. Solche Äußerungen erfolgen dann immer in einem leidenden Tonfall. So: Ach, ich Arme, jetzt muss ich verzichten, damit ich dich nicht störe. Nur um Äußerungen heraufzubeschwören, wie Du störst mich nicht. Oder dass ich gar noch bitte, sie mitnehmen zu dürfen. Damit sie dann hinterher sagen kann: Du wolltest doch, dass ich mitkomme.
Also entschied ich: Jetzt hast du gesagt, du willst mit, also kommst du nun auch mit! Wir werden ja sehen, wie gut oder schlecht das geht.
Und was soll ich sagen? Es ging erstaunlich gut. Wir hatten richtig Spaß, ich konnte mich tatsächlich entspannen und sie war glücklich.
Das können wir mal wieder tun.
Auf dem Rückweg meinte sie: Nun konnte meinetwegen die arme Katl gar nicht mit.
Doch dem war nicht so. Die Katl hätte sehr wohl noch Platz im Auto gehabt. Das könnte man also auch mal noch durchführen.

Mittwoch, 21. Juli 2021
202/365


Ein Hilferuf früh am Morgen bewog mich, vor dem Weg zur Arbeit noch im Garten vorbeizuschauen. Ich konnte leider auch diesmal nicht wirklich helfen, weil ich die vermisste Person nicht fand. Allerdings habe ich eine gewisse Vermutung. Wenn eine erwachsene Person abgängig ist, muss nicht immer gleich etwas Schlimmes passiert sein.
Die Person ist inzwischen längst wieder aufgetaucht und es ist tatsächlich nichts weiter passiert. Naja, wie man’s nimmt.
Eine Dienstfahrt führte mich am Vormittag ein Stück auf meine "alte" Route in Richtung Cottbus. Besonders die Rückfahrt spülte Erinnerungen hoch, die ich doch lieber am Boden halten möchte. Blöde Gefühle aber auch!
Zum Feierabend erreichte mich ein weiterer Hilferuf: Ich brauche mal deinen Rat. Das Gespräch dauerte über 2 Stunden, aber zum Glück konnte ich tatsächlich helfen.
Am Ende mahnte ich auch die Hilfesuchende an ihre Selbstfürsorge. Das sagt die Richtige. *lach* Aber JA, das ist wichtig. Das habe ich längst für mich erkannt, nicht zuletzt, weil Regula mich daran gemahnt hat. Und ich sehe ganz deutlich bei anderen, wenn es da schleift. Bei mir selbst sehe ich das auch, nur fällt da die Umsetzung oft schwer. Diese Woche aber achte ich intensiv darauf.

Donnerstag, 22. Juli 2021
Am Morgen hatte ich straff zu tun, denn es war eine neue Mitarbeiterin einzuweisen und das gestaltete sich etwas eigensinnig.
Außerdem hatte ich noch eine Kollegin zu coachen. In Teilen unseres Jobs bräuchten wir Supervision. Da dies Kosten verursachen würde, die unsere Chef-Etage natürlich nicht tragen möchte, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns gegenseitig zu unterstützen und zu coachen und aufeinander aufzupassen. Viele Kollegen wissen um meine Fähigkeiten als Coach und um meine {externen} Erfolge und so vertrauen sie mir auch intern.
Am Vormittag hielt ich die Ungewissheit nicht mehr aus und schrieb einem Freund(?), ob es ihm gut geht. Der Rückruf kam wenige Minuten später. Dann war ich sehr beruhigt, denn bis auf viel Stress, geht es ihm gut. Na, immerhin.
Für den Abend wollte ich… nein, dass muss ich anders erzählen: Nach dem vergangenen Chaoswochenende hatte ich mir fest vorgenommen, am kommenden Wochenende zu verschwinden und für niemanden erreichbar zu sein {eine, mir sehr wichtige, Person ausgenommen}. Nun fiel mir am Dienstag mit Schrecken ein, dass für die Steuererklärungen nicht mehr viel Zeit bleibt, und ich nahm mir vor, diese am Mittwoch und Donnerstag zu bearbeiten, damit ich mir das Wochenende von solchen Aufgaben frei halte. Nachdem ich mich nun am Mittwoch Abend um die Kollegin gekümmert hatte und danach dann keinen Nerv mehr für den Steuerkram hatte, sollte dies am Donnerstag unbedingt noch erledigt werden.
Vorher auf dem Heimweg war noch das Wegbringen unzähliger Mineralwasserflaschen geplant. Und ein kleiner Einkauf. Das Leergut war so viel, dass ich das Pfandgeld mit dem Einkauf nicht einmal aufbrauchte und noch etwas heraus bekam.
Vier Kilometer weiter entdeckte ich an einer Tankstelle einen sehr günstigen Spritpreis, so dass ich da auch noch einmal ranfuhr.
Gegen 17 Uhr war ich endlich daheim und so geschafft, dass ich mir ein Tässchen Tee und ein kleines Abendessen gönnte. Weit kam ich damit allerdings nicht, denn als das Telefon klingelte und Lili wissen wollte, wie ich mich fühle, war es 21 Uhr, der Tee war kalt und an dem Abendessen hatten sich zwei Fliegen gütlich getan, so dass ich es nicht mehr essen mochte.
Wer glaubt, dass ich nun noch die Steuererklärungen bearbeitete?
Leider bedeutet das, dass ich nun am Wochenende nur in eine Richtung verschwinden kann… hinter meinen Rechner und die Berge von Steuerunterlagen.

Freitag, 23. Juli 2021
Manchmal muss man morgens einfach noch eine Nachricht schreiben, auch wenn man längst unterwegs sein sollte.
Und man muss seine Gedanken beisammen haben und allen Bürokram in eine Tasche stopfen und mitnehmen. Und wenn dann Feierabend ist, kann man sich einen Kaffee aufbrühen und sich über all den Steuerkram hermachen, den man schon zwei Abende vor sich her geschoben hat. Und irgendwann ist das dann erledigt.
Man selbst ist dann zwar auch erledigt, aber mit dem guten Gefühl, das Wochenende frei zu haben.
In der Abendsonne fuhr ich heim und fühlte mich beschwingt. Und ein klitzekleinwenig traurig, weil ich nun dieses schöne freie Wochenende vor mir hatte und noch immer nicht wusste wohin.

Samstag, 24. Juli 2021
Heute wollten wir in Kamp sein.
Hier seht ihr Kamp, so wie wir es gern erlebt hätten, wie es aber Dank beschränkter Beschränker in diesem Jahr nur sehr wenige erleben dürfen.

Und hier das gleiche Lied vorgetragen im Plauener Malzhaus. Die Anmoderation ist hörenswert.

Ich hätte vielleicht trotz allem ans Meer fahren sollen.

Samstagsplausch {17.07.2021}

Die Woche in einem Wort
Durchwurschtelt.

Wochenrückschau

Samstag, 10. Juli 2021
Ein etwas anderer Samstag. Der Jürschn und das Anki nahmen mich mit auf einen ihrer Wald-Wiese-Fluss-Teich-Berg-Einkaufsausflüge. Jürschn hatte schon immer gute Ideen für Ausflüge, indem er die Autobahnen mied und dadurch auf wundervollen Nebenstrecken viel Interessantes entdeckte. Während der Lockdowns hatten die beiden diese Ausflüge in die nähere Umgebung verlegt, wegen der 15 km im Umkreis und immer mit Einkäufen verbunden. Not macht erfinderisch. Und nun setzen sie das ohne Not fort und ich bin immer begeistert, welch schöne Fleckchen sie entdecken. Diese Woche nun passte es und sie nahmen mich mit.
191/2021

Sonntag, 11. Juli 2021
Ruhetag. Das Wetter war besser, als vorhergesagt, so dass ich bereit gewesen wäre, die Mutti irgendwohin zu schleppen. Außerdem hatte ich mir eingebildet, zu Mittag bei einem Griechen essen zu gehen. Die Mutti wollte das nicht: Ach, ich habe noch Gräupchen!
Gut, dann nicht.
Katl hatte noch Brot im Ofen. Ich hatte ohnehin nicht damit gerechnet, dass Katl mitkommt. Sie ist nicht so der spontane Typ. Macht nichts.
Ich hätte allein gehen sollen, aber dann fiel mir ein, dass ich auch zu Hause richtig gut essen kann.
192/2021

Montag, 12. Juli 2021
Na, was ist? Der 12te, der Tag für 12 von 12. Der Tag lief völlig anders, als geplant. Und er war für mich einer meiner ganz seltenen Schlechte-Laune-Tage, wobei diese Laune sich erst gegen Mittag wegen diverser Ereignisse einstellte.

Dienstag, 13. Juli 2021
Als ich am Morgen zur Arbeit fuhr, empfand ich es als sehr angenehm, dass ich erst 5.30 Uhr diese Strecke fahren musste und nicht schon vor zwei Stunden, wie, wenn ich auf dem Weg nach CB gewesen wäre. So verläuft nun schon die zweite Woche relativ stressarm, zumindest was die Arbeitswege und Fahrstecken angeht.
Da ich, wie ihr wisst, wenn ihr 12 von 12 gelesen habt, am Montag den Besuch der Therme absagen musste, rief ich am Nachmittag die Katl an, um ihr zu sagen, dass wir dies am Dienstag nachholen. Allerdings hatte es sich die Katl gerade mit ihrem Strickzeug gemütlich gemacht und offensichtlich keine Lust, aus dem Haus zu gehen. Die Begründung war fadenscheinig. Es sei ihr zu unsicher, weil Gewitter vorhergesagt waren. Nunja. Wer nicht will…
Das Gewitter kam tatsächlich. In der Nacht! Also kein echter Grund, nicht in die Therme zu gehen.
Ein Anruf am Nachmittag verbesserte meine Stimmung so deutlich, dass es sogar den Kollegen auffiel, also einer Kollegin. In dieser guten Stimmung war es sehr angenehm, allein in die Therme zu gehen. Es war ein sehr schöner Feierabend, an dem ich zu vorgerückter Stunde schnell noch im Kaufmannsladen etwas Leckeres für den nächsten Tag einsammelte.

Mittwoch, 14. Juli 2021
An diesem Tag kam die Tiefkühlware, die schon für den vergangenen Dienstag angekündigt gewesen war. Das brachte den gesamten Tagesablauf durcheinander, sowohl in der Firma, als auch zum Feierabend, weil die Schätze schnellstens in diverse Kühltruhen umgelagert werden mussten. Außerdem musste ich aus meinen Unterlagen ein paar wichtige Informationen für die Personalabteilung heraussuchen. Danach raffte ich mich leider auch nicht noch einmal auf, zum Schwimmen zu fahren. Dafür war ich mal zeitig im Bett, was insofern nichts brachte, als ich dann in der Nacht aufwachte und nicht wieder einschlafen konnte.
Notiz an mich: Ich muss dringend meine Gedanken und Gefühle(!!!) aufräumen! Wenn das so einfach wäre!

Donnerstag, 15. Juli 2021
Der Arbeitstag verlief sehr ruhig.
196/2021

Zum Nachmittag fragte ich die Mutti, ob sie mit in den Schnickschnackladen möchte. Mochte sie und freute sich sehr. Zum Abend bereitete ich mir ein leckeres Essen zu und hatte endlich wieder einmal das Gefühl, dass alles in den Bahnen läuft, in denen es laufen soll. Drei Schreiben müssen noch erledigt werden, aber die bekomme ich auch noch hin.
Spät am Abend kamen dann Anrufe und Nachrichten, die mich wieder aus der Bahn warfen und mir bis in die Frühe gegen halb drei den Schlaf raubten. Dann blieben mir mal wieder nur 2 Stunden Nachtruhe.

Freitag, 16. Juli 2021
Der Wecker klingelte zur gewohnten Zeit, aber ich hatte eine halbe Stunde übrig, in der ich meinen Kaffee auf dem Balkon trank. Das brauchte ich nach der kurzen Nacht.

Es fühlte sich wundervoll an, zwischen den Feldern hindurch in Richtung Arbeit zu rollen. Ich mag diese Strecke sehr.
In der Firma erreichten mich Nachrichten, die ich… nunja, einfach nicht gut fand. Meine Laune blieb gut, aber meine innere Stimmung litt natürlich. Gut, dass es einen Menschen gibt, mit dem ich über alles reden kann. Da genügt es schon, dies zu wissen, da muss ich das nicht mal unbedingt tun.
Die Kollegen aus L.E., die mit einer großen Lieferung am Vormittag ankamen, reparierten gleich noch mein Auto. Also, für sie war das keine große Sache, es musste nur eine Lampe gewechselt werden. Aber ich hätte das nicht hinbekommen. Weil ich ein Mädchen bin!
Das hat mich sehr gefreut. Ich kann das gar nicht beschreiben. Dieser Zusammenhalt und dass mir jemand hilft. Also, klar, in der Familie… der Sohn hilft mir auch. Klar. Aber so eigentlich Fremde. Das tut mir gut! Das macht mich dankbar.
Am Nachmittag verpasste ich einen Anruf, auf den ich mich seit Stunden gefreut hatte. Und warum? Weil die Hexe mich wieder extrem beanspruchte und meinem {erzieherischen} NEIN endloses Generve entgegen setzte. Schließlich war ich noch bis 17.30 Uhr unterwegs, um wieder einmal Kastanien aus dem Feuer zu holen.
Als ich dann {zum zweiten Mal an diesem Tag} im Garten ankam, war der Sohn schon da. Außerdem Nachbar DaK mit dem süßen Rudi. Der Kleine ist sowas von goldig. Aber mit der Ruhe war es vorbei. Dat Anki war inzwischen weg. Dafür tudelte Daggi Duck ein und diverse andere Nachbarn und manche gingen auch wieder. Ich bot meine Torte an.

AnAt kam, um eine Urlausrunde zu geben. Das war schön. Endlich kam auch die SchwieTo. Das ist so ein angenehmes Persönchen! Die Jungs heizten den Grill an. Rudi sagt übrigens Oma zu mir. Das finde ich so süß. Als sich die Nacht über die Gärten senkte, kehrt Ruhe ein. Ich hatte meinen Sessel unter dem Apfelbaum. Auf der Schaukel kuschelte sich Rudi zwischen Sohn und SchwieTo. Gute Nacht alle!

Samstag, 17. Juli 2021
Der Tag wird ein wenig durcheinander geraten. Zunächst einmal habe ich nämlich verschlafen und wachte erst 8 Uhr auf. Nun aber fix.
Weil ich für die kleine Chefin etwas aus einer bestimmten Drogerie abholen will, muss ich nachher ins Paunsdorf Center. Ich hatte mir vorgestellt, das gleich am Morgen zu erledigen und dann… mal sehen.
So funktioniert das aber nicht, weil ich die Bestellung erst ab 13:30 Uhr holen kann. Also werde ich nun die Gelegenheit nutzen, die Mutti mitzuschleppen. Da hat sie eine Freude und ich einen Pluspunkt *hüstel*. Und dann will ich gleich noch durch meinen Lieblingsladen schlendern. Da finde ich bestimmt… ach ja, genau, ich brauche Nähgarn. Das kann ich mir von dort mitbringen. Die haben immer so schöne Farben.

Nun bringe ich diesen Eintrag erst einmal zu Andrea und schaue, wer schon alles dabei ist, beim Samstagsplausch.

Habt ein feines Wochenende.