Sieben Sachen Sonntag

Sieben Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände gebraucht habe, werden gesammelt von Geraldine.

Getan habe ich eine Menge, auch wenn ich das Gefühl habe, den schönen langen Sonntag, an dem man so viel hätte tun können, unnütz vertrödelt zu haben. Da bin ich nun 6 Uhr aufgestanden, aber anstatt in den Garten zu gehen und dort vor dem Vereinsgelände die Straße zu fegen, bin ich daheim gelieben. Ich hoffe nur, der Sohn hat das Straßefegen übernommen. Da ich ihn nicht erreichen kann, weiß ich es aber nicht sicher und schieb diese Sache als nicht erfüllte Verpflichtung vor mir her. Mist.

Ich habe festgestellt, dass Mutti recht hat. Der Kühlschrank muss in die andere Ecke. Auch Mist. Dann hätte ich nämlich den Türanschlag umbauen lassen sollen. Nachträglich ist das jetzt blöd. Bevor der Kühlschrank verrückt werden kann, muss aber erst mal die provisorische Küchenzeile auf die andere Seite. Ich räume das "mal schnell" um.

Die Beutel mit den Puppen will ich ausräumen. Dazu müssen erst einmal die Regalböden im Eckregal anders angeordnet werden. Die waren nur erst einmal platziert, damit das Regal stabil steht.
Fertig. Links das Regal für die Wolle hat auch gleich noch weitere Regalböden bekommen.
Einer Puppe, einer von den Namenlosen, habe ich den Kopf gewaschen und sie dann zum Trocknen auf den Balkon gelegt.
An meinem provisorisch eingerichteten Computerarbeitsplatz {in einem Teil des Bücherregals} habe ich probehalber eine meiner vielen, vielen CDs in mp3-Dateien umgewandelt und auf eine Mini-Karte gespeichert. Morgen teste ich, ob sie sich im Autoradio abspielen lässt. Da sich neulich die Saxophonmusik von einem stinknormalen USB-Stick hatte abspielen lassen, müsste das eigentlich klappen. Und wenn, habe ich noch viel Arbeit an langen grauen Regentagen vor mir, um alle meine CDs in mp3 zu wandeln, damit ich sie auch in Zukunft wenigstens auf meinen langen Autofahrten ans Meer hören kann.
Für die fertig umgewandelte Scheibe hab ich dann gleich noch eine meiner drei CD-Halterungen in das Bücherregal eingehängt.Allerdings werde ich mit dem Einräumen nicht warten können, bis alle Scheiben umgewandelt sind, sonst stehen die Kisten mit den CDs zu Weihnachten immer noch hier herum.
Dieser Klebebandabroller funktioniert, wie ein toter Hand beißt, deshalb habe ich das Teil gleich in den Kunststoffmüll geworfen und diesen auch gleich noch weggebracht. So kam ich wenistens mal vor die Tür.
Ach und ich habe eine Wassermelone getragen. Die schlachte ich jetzt noch und dann mache ich es mir mit einem Krimi gemütlich, denn für heute habe ich genug gearbeitet. Wobei das natürlich schöne Arbeiten waren. Ich sehe gerade, es ist schon 21 Uhr durch. Na, da kann wirklich Schluss sein.
Euch allen morgen einen guten Start in die neue Woche.

Samstagsplausch {06.07.2019}

Guten Morgen ihr Lieben da draußen. Mein heutiger Beitrag zu Andreas Samstagsplausch wird nur kurz, denn ich möchte euch nicht das soundsovielte Mal mit meinem Umzug nerven, der immer noch nicht fertig ist.
Lichtblicke waren dabei der Mittwoch, als wir nach scheinbar endlosen Arbeiten das Schlafzimmer endlich fertig hatten {ich hab aber auch viel Geraffel}, gestern, als Telefon und Internet auf die neue Wohnung umgeschaltet wurden und heute, wenn in der Zeit von 12 bis 19 Uhr der neue Kühlschrank geliefert wird. Dass ich die ganze Zeit hier warten muss, macht gar nichts, denn ich kann sie gut nutzen, um mal die Regale im neuen Schlafzimmer umzugestalten und zu füllen.
Vorher will ich noch schnell in den Garten, um die Wäsche aufzuhängen, die ich heute Morgen schon gewaschen habe und die von gestern wieder zu holen. Dann hole ich noch die Mutti ab. Sie kann hier mit mir gemeinsam auf den Kühlschrank warten. Da ist sie nicht allein und muss auch nicht mit den anderen alten Damen zusammen sein.
Wer einmal im Einzelnen wissen möchte, wie ich meine Tage ausfülle, kann hier schauen, denn gestern war der 5. und im Zuge des Projektes Was macht du eigentlich den ganzen Tag habe ich genau das wieder einmal aufgeschrieben.

Weil Andrea sich heute Gedanken über Zufriedenheit gemacht hat, möchte ich euch noch den Donauangler von KEIMZEIT an Herz legen. Click. Da heißt es am Ende: {Zitat}Cheria, cherio – Der am Fluß wünscht sich ans Meer. Und wäre er dort irgendwo, so wünschte er sich wieder her.{Zitat Ende}

WmdedgT – Juli 2019

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? fragt Frau Brüllen auch heute wieder.
Die letzten Monate waren so voll, dass ich diese schöne Aktion entweder ganz vergessen hatte, oder zu spät daran gedacht oder schlicht keine Zeit gefunden hatte für einen Tagebuchblogeintrag. Heute ist das zum Glück etwas anders. Der Job hat sich vorübergehend ein wenig beruhigt, ein Großteil der Wir-räumen-die-alte-Wohnung-Aktion ist geschafft, Rechner und Internet sind in das neue zu Hause umgezogen, was soviel heißt, wie: Ich könnte täglich bloggen. Immer wenn ich für WmdedgT schreibe, frage ich mich auf’s Neue, warum ich das nicht täglich tue, so wie früher, ganz früher, als ich noch mehrere kurze Einträge am Tag schrieb, so wie es der Engelbert immer noch tut. Immer, wenn ich bei Georg lese, wünsche ich mir ebenfalls, jeden Tag zu bloggen. Dabei muss ich bei meinem Lebenswandel schon froh sein, wenn ich jeden Samstag eine Wochenrückschau schaffe. Hach, vielleicht wird es jetzt tatsächlich besser.
Immerhin ist heute erst einmal wieder ein Tagebuchbloggeintrag angesagt. Auf geht’s!
04:42 Uhr
Ich bin 18 Minuten vor dem Wecker wach und quäle mich aus dem Bett und ins Bad. Mit jedem Tag, den die Woche fortschreitet, fällt es mir schwerer, morgens in Gang zu kommen. Kein Wunder, denn seit rund drei Wochen habe ich nie mehr als 5 Stunden Schlaf pro Nacht, am Wochenende höchstens 6. Dafür arbeite ich 9 bis 11 Stunden im Job und danach in der alten oder manchmal auch in der neuen Wohnung, wobei mir letzters Freude macht, während die Arbeiten in der alten Wohnung zunehmend schwerer fallen, je länger sie sich hinziehen. Egal, einst wird es besser.
Im ansonsten leeren Flur installiere ich den Router und hoffe, dass das Lämpchen am Abend nicht mehr weiß, sondern grün leuchtet.
06:05 Uhr
Ich verlasse das Haus, muss aber noch einmal zurück, weil ich nach dem Lüften vergessen habe, die Balkontür zu schließen. Auf dem Weg zum Parkplatz wird noch schnell der Verpackungsmüll entsorgt. Dann starte ich in Richtung Garten.
Seit ich in der neuen Wohnung bin, haben sich die Morgenrituale grundlegend verändert, schon allein, weil ich einen völlig anderen Weg zur Arbeit nehmen muss/kann. Seit Dienstag habe ich eine weitere Änderung vorgenommen, weil ich mit dem Sohn vor der Arbeit eine Tasse Kaffee im Garten trinken möchte.
Im Garten wuselt der Sohn um mich herum, stellt einen Stuhl für mich auf die Terrasse, stellt mir Kaffee hin, packt einen Kohlrabi und eine Gurke aus eigener Ernte in meine Tasche und nimmt mir komplett die Ruhe mit seiner Wuselei.
Die Wäsche, die ich gestern spät noch aufgehängt hatte, ist noch nicht ganz trocken und darf noch im Garten bleiben. Heute ist der erste graue Tag seit Wochen, aber regnen wird es wohl nicht.
Bevor ich gehe, nehme ich noch den Anblick meines neuen Blumenbeetes mit.
In der Firma führe ich zunächst zwei Einzelgespräche. Manchmal brauchen das auch Menschen, die üblicherweise nicht in der Einzelbetreuung sind. Es wird deutlich, dass ich etwas bewegen konnte.
15:30 Uhr Wochenfeierabend – schön wäre es.
Ich quäle mich quer durch die Stadt zur alten Wohnung. Heute wollen wir die Küche leer räumen. Katl meint, das ginge schnell. Auch ich bin zuversichtlich. Allerdings werde ich unterwegs immer müder und stelle mir vor, falls die Katl noch nicht da ist, dass ich mich dann für 20 Minuten in den alten Sessel setze für ein kurzes Power Napping.
Als ich die Treppe herauf komme, stehen Katls Schuhe vor der Tür. Also nix mit Power Napping, erst recht nicht, als ich sehe, was Katl schon geschafft hat. Da hätte ich ein schlechtes Gewissen, mich jetzt auszuruhen.
Wir beraten kurz das weitere Vorgehen und ich bringe die Beutel für die Kleidersammung zum Auto. Durch das Treppauf-Treppab werde ich wieder munter.
Zwei Stunden später beenden wir unsere Räumaktion für diesen Tag. Ich muss dringend etwas essen, mir ist schon richtig übel. Zunächst flitze ich kurz vor Ladenschluss noch in den N-Markt, um noch ein paar Kleinigkeiten für morgen zu kaufen. Wirklich nur Kleinigkeiten. Dann steht der Sammelcontainer auf dem Plan. Bei jedem Beutel, den wir hinein werfen, denke ich, welch schöne Stücke die Bedürftigen da bekommen, wenn es denn wirklich Bedürftige bekommen. Man hört da so viel…
Dann endlich fahren wir zum Kino. Davor hat sich vor kurzem ein Döner-Bistro angesiedelt. Hier genießen wir unser Abendessen. Zu etwas anderem {Grieche oder Asiarestaurant} reicht die Kraft nicht mehr. Das Tischchen unter einem Lindenbaum ist an diesem Abend genau der richtige Platz für mich.
21:30 Uhr
Als ich zur Tür herein komme, zwinkert mir vom Router ein grünes Licht entgegen. Jippie, die Umschaltung hat funktioniert. Natürlich muss ich gleich noch das WLAN testen. Handy super schnell. Rechner etwas langsamer, was aber nicht an der Verbindung liegt, sondern an meinem Rechner-Veteran. Der ist mit seinen 15(!!!) Jahren nun mal nicht mehr der Schnellste. Da passt er zu mir. Ich bin nicht mehr in der Lage, diesen Eintrag zu Ende zu schreiben. Ich bin zu gar nichts mehr in der Lage, weil ich einschlafe, wo immer ich mich niederlasse. Außerdem ist mir mein provisorischer Computertisch {ein großer Umzugskarton} doch zu provisorisch. Ich kann so nicht schreiben.
Ich texte noch ein wenig mit meiner Schwester.
22:30 Uhr
Evchen ruft an. Das freut mich riesig und wir schwatzen eine ganze Weile. Wenn du fertig bist mit Einräumen und deine neue Wohnung wieder begehbar ist, komme ich Einzug feiern, sagt sie und lacht. Es ist schön, am Abend eines so vollgepackten Tages noch einmal von Herzen zu lachen.

Samstagsplausch {29.06.2019}

Verrückte Tage…
Oh ja, die letzten beiden Wochen waren unglaublich voll gepackt. Ich denke immer, noch voller geht es nicht, noch mehr halte ich nicht aus. Und dann stelle ich fest, es ging voller und ich habe es ausgehalten. Wahrscheinlich deshalb, weil es zwischen all der vielen Arbeit immer wieder schöne Momente gibt, schöne Begebenheiten.
Ein Beispiel war
Samstag, 15. Juni
Früh am Morgen schrieb ich den Samstagsplausch. Dann machte ich mich auf den Weg zum Möbelschweden, weil ich tags zuvor nicht alles hatte mitnehmen können. Schon unterwegs verabredete ich mich mit Mutti, die so gern in den Garten wollte und außerdem im Kaufmannsladen noch eine Topfpflanze kaufen wollte. Die Einkäufe vom Möbelschweden lud ich in der neuen Wohnung ab, holte den Freund des Sohnes in dessen
Garten ab, dann die Mutti von daheim. Dann wurde der Freund bei seinem Fahrrad abgesetzt und weiter ging es mit Mutti zum Kaufmannsladen.
15 Uhr waren wir endlich im Garten, wo ich anfing, Salate zu schnippeln.
Und dann, gegen 16 Uhr trafen Janine und Frank ein zum Hochzeitsbilder gucken, schwatzen, grillen. Es war ein wunderschöner Nachmittag und Abend, der unbedingt wiederholt werden möchte.
In der Firma
…ging es in beiden Wochen richtig rund, nahezu ohne Pausen zwischen 9 und 11 Stunden täglich. Die freudigen Momente ergaben sich in der ersten Woche dadurch, dass einer der Lieblings-Gartennachbarn einen Weiterbildungkurs belegt hatte, mit dem zwar nichts zu tun hatte, aber wir begegneten uns dauernd auf dem Flur und nahmen uns immer die Zeit für einen kleinen Scherz. Mein Ausgleich für die fehlenden Pausen. Leider dauerte sein Kurs nur eine Woche. Dafür kam in der zweiten Woche die Lieblingskollegin wieder. Die zusätzlichen Verwaltungsarbeiten, die ich während ihrer Krankheit übernommen hatte, blieben jedoch bei mir. Lichtblicke erlebte ich in dieser Zeit mit ein paar Klienten, mit denen die gemeinsame Arbeit richtig Spaß machte und gute Ergebnisse erbrachte.
In der neuen Wohnung
…schloss der Sohn die Renovierung ab und baute Betten und Regale auf.
In der alten Wohnung
…sind wir nur noch am räumen. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass wir nur die "guten Dinge" herausholen und den ganzen großen Rest entrümpeln lassen. Nun stellt sich aber heraus, dass der Rest zum Entrümpeln sehr klein ist und ich einfach viel zu viel "gute Dinge" besitze. Freilich brauche ich die nicht alle. Es sind ohnehin erstaunlich wenige Dinge, die man wirklich braucht. Aber wegwerfen mag ich sie natürlich nicht. Und verschenken oder verkaufen braucht Zeit. Das bedeutet, dass ich doch viel mehr mitnehmen muss, als ich ursprünglich dachte. Das muss dann alles erst mal in den Keller und wenn die alte Wohnung dann endlich leer und abgegeben ist, wird Stück für Stück der Bestand ausgedünnt. Nutzt nix, geht nicht anders, weil ich viel zu spät erst die Schlüssel für die neuen Wohnung bekam.
Seit Freitag, 21. Juni
…schlafe ich nun in der neuen Wohnung und fühle mich dort sehr wohl. Weil die Kücheneinrichtung auf sich warten lassen muss (ich wäre momentan völlig überfordert damit, auch noch eine Küche zu planen), kann ich außer meinem Milchkaffee nichts zubereiten. Das bedeutet, dass ich jeden Abend, wenn ich mit der "Räumschicht" und auch körperlich fertig bin, in den Garten gehe, dort Salat schnipple oder auch mal ein Knäckebrot belege. Knäckebrot habe ich gerade wieder einmal für mich entdeckt.
Einmal, mitten in der Woche, fing der Sohn spät abends noch an zu grillen. Das war sehr fein. Da gab es lecker Hühnchen. Insgesamt sind die Abende im Garten sehr entspannend. Das schafft einen schönen Ausgleich zu all dem Stress.

Neulich hatte ich einen letzten Blick aus dem alten Wohnzimmerfenster gepostet. Heute schauen wir aus den neuen Wohnzimmer.

Nun bringe ich noch diesen Eintrag zu Andrea und dann beginnt das Räumen wieder.
Habt alle ein schönes Wochenende.

Samstagsplausch {15.06.2019}

Einen wunderschönen guten Morgen. Dieser Samstag ist genauso vollgepackt mit Vorhaben, wie es schon die gesamte Woche war und wie es auch die folgenden Wochen sein werden. Aber, und das finde ich ganz wichtig, es sind auch schöne Ereignisse und Erholungszeiten mit eingeplant. So werden heute Nachmittag "meine" frischgebackenen Eheleute in den Garten kommen. Wir wollen Hochzeitsfotos gucken, vielleicht Wohnung gucken und später gemütlich grillen. Das wird fein.
Vorher, also gleich nachher 😉 will ich noch zu einem Lebensmittelmarkt. Ich brauche noch alkoholfreien Sekt, damit wir anstoßen können auf alles, worauf wir so anzustoßen haben. Da gibt es einiges. Und zum Möbelschweden will ich auch noch mal, weil das gestern nicht ganz so gelaufen war, wie geplant.
Zu Anfang lief es ganz prima. Die gute Katl holte mich von Arbeit ab, weil das schon der halbe Weg von daheim zum Möbelschweden ist. Dann fuhren wir dort raus, fragten uns zu dem Bettgestell durch, das ich mir herausgesucht hatte und zu den Matratzen. Das Verladen dauerte eine Weile, weil wir die Kartons nicht ins Auto bekamen, sondern alles auspacken mussten. Das war vorher schon klar, nur dauerte es eben seine Zeit. Und wir stellten fest, dass wir das zweite Möbelstück, was ich auch noch kaufen wollte, eben doch nicht bei dieser Tour mitnehmen konnten. Das hatte ich schon vermutet. Wir gingen noch mal rein, um noch ein paar Kleinteile zu beschaffen und vor allem erst einmal etwas zu trinken. Da ich den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte, gönnte ich mir gleich noch ein Abendessen.
Alles war richtig schön und rund und ich freute mich sehr, wie gut alles klappte. Wir wollten schnell ausladen fahren und dann das andere Möbelstück noch holen. Zeitlich hätte das gepasst und es hätte mir eine weitere Tour an einem anderen Tag erspart. Dann passierte leider der Katl ein Malheur, was Zeit kostete und die Idee, an diesem Abend noch einmal zum Möbelladen zu fahren, zunichte machte. Immerhin haben wir unsere Einkäufe noch in die Wohnung gebracht. Dann machte die Katl sich auf den Heimweg. Und ich? Ich spürte plötzlich, wie nach diesem vollgepackten Freitag die Luft raus war und ging einfach in den Garten, in der Hoffnung, den Sohn anzutreffen. Dieser war noch unterwegs, so setzte ich mich auf die Schaukel, legte die Beine hoch und las ein paar Seiten. Immerhin war es inzwischen 21 Uhr. Da kann ja auch Schluss sein.
Die Ruhe im Garten war himmlisch. Als der Sohn kam, schwatzten wir ein wenig, er ging noch mal los zum Nachbarn auf einen Schwatz und ich schlief auf meiner geliebten Schaukel ein. Mitternacht machte ich mich dann doch noch auf den Heimweg, damit ich heute Morgen an Ort und Stelle bin und unter anderem diesen Text hier schreiben kann.

Und sonst? Ich könnt es euch denken, die Wohnungsübergabe fand in dieser Woche tatsächlich statt. Das war am Dienstag und es lief alles sehr gut, bis auf eine Kleinigkeit. Das Schloss an der Wohnungstür muss noch ausgetauscht werden. Das sollte zeitnah erfolgen, und muss ja auch. Seitdem habe ich allerdings von der Wohnungsverwaltung nichts mehr gehört. Wie nah ist zeitnah? Vermutlich wie in den meisten Wohnungsverwaltungen, sie haben die Kaution, sie haben die Miete, der Rest ist denen egal. Blöd war, dass ich nicht einmal drängeln konnte, weil ich in dieser Woche in der Arbeit wieder dermaßen eingespannt war, dass nicht einmal die drei Minuten für einen Anruf drin waren. Nächste Woche muss ich die Zeit aber unbedingt finden, obwohl die Lieblingskolllegin immer noch krank ist und der Stress dadurch bestimmt nicht weniger wird.
Erstaunlicherweise stecke ich das zur Zeit alles ganz gut weg und schaffe es, nach Feierabend weiterzuflitzen und eine Menge zu schaffen. Muss ich ja auch, denn den Umzug will ich schleunigst hinter mich bringen, damit wir den Sommer genießen können.
Jetzt schaue ich kurz noch bei Andrea vorbei und bringe diesen Eintrag in die Plauderecke und genieße meinen ersten Kaffee…
Und dann auf in den Tag.
Habt alle ein schönes Wochenende.

Das Frühstück bei Eva…

…war wie ein kleiner Urlaub. Schon die Fahrt zu ihr war herrlich. An den Feldrändern blühen Mohn- und Kornblumen. Die Bäume bogen sich im heftigen Wind, der wiederum Wolken in allen Schattierungen von schmutzigweiß bis dunkelgrau über den Himmel jagte und mal zu dramatischen Gebirgen zusammen schob, mal wieder auseinander riss und klitzekleine Fetzen blauen Himmels durchscheinen ließ.
Aus dem Frühstück auf der Terrasse wurde freilich nichts. Da hätte uns besagter Wind glatt die Brötchen vom Teller geweht. Ja, er war wirklich heftig. Und kalt. Also frühstückten wir in Evas wunderschöner Küche, die ich diesmal ganz intensiv beäugt habe, besonders den Wirtschaftsteil. Bei dem Telefonat an Freitag hatte sich nämlich herausgestellt, dass Eva genau das Küchenmodell hat, das ich mir auch ausgesucht habe. Und sie hatte mir davon abgeraten, weil der Putzaufwand recht hoch ist. Hm, ja, das kann ich mir vorstellen. Eine glatte Front ist schnell abgewischt, bei Brettern und Fugen muss man gründlicher wischen. Ein sehr guter Rat, den mir Eva da gegeben hat. Wahrscheinlich werde ich ihn nicht beherzigen, denn die Küche sieht einfach zu schön aus. Hach ja.

Die kleine Frau holte ich dann gegen Mittag ab, nachdem ich ihr geraen hatte, sich warme Sachen mitzunehmen. Daraufhin hatte sie sich extrag noch einmal um- und wärmer angezogen und war ganz froh darüber. Später behielt die Wettervorhersage recht und es wurde tatsächlich wärmer und die Sonne kam heraus. Mutti war trotzdem froh, dass sie auf mich gehört hatte. *lach*

Unser Grillen mussten wir vertagen, weil der Sohn und sein Freund einfach zu gutmütig sind. Da gibt es so einen Bekannten, der irgendwo außerhalb ein Grundstück besitzt, auf dem ständig etweas zu tun ist. Er holte dei beiden am Nachmittag ab, damit sie ihm wieder helfen, brachte sie aber nicht zur gewünschten Zeit zurück, sondern erst viel später. Ich kann den Typen überhaupt nicht mehr leiden, weil er die Jungs nur ausnutzt. Sie sollen jede Menge schwere Arbeit für ihn erledigen, für die er ihnen aber nicht einen Cent zahlt, sondern immer nur fordert und dann auch noch herum meckert. Wenn es aber mal darum geht, dass ein anderer Hilfe braucht, ist er nie da. Nie.

Das war gestern schade, denn die Kleine Frau hat lange im Garten ausgeharrt, weil sie gern wollte, dass wir grillen. Stattdessen habe ich dann für uns zum Abendessen Minipizzen aufgebacken. Gegen 20.30 Uhr habe ich sie dann heim gebracht, bin aber danach nicht noch einmal raus gefahren, obwohl die Jungs gegen 21.15 Uhr endlich zurück waren.

Nunja, nachher werde ich wieder draußen sein. Ich will noch ein paar Pflänzchen umsetzen. Aus der Komposterde auf der Rabatte sind nämlich kleien Tomaten gewachsen, und ich hoffe, dass es so kleine gelbe Cocktailtomaten sind, wie im letzten Jahr. Die waren nämlich super lecker und man hatte den ganzen Sommer etwas zu Naschen.

Samstagsplausch {08.06.2019}

Guten Morgen ihr Lieben da draußen. Diesen Beitrag zu Andreas Samstagsplausch hatte ich gestern schon ein wenig vorbereitet, weil…
…ja, weil ich darauf aus war, zum Wochenfeierabend in den Garten zu fahren und dort auch über Nacht zu bleiben.
…weil ich deshalb meinen Plauschbeitrag mit dem Handy hätte schreiben müssen und manches sich damit nicht so bequem machen lässt, wie am PC.
Und nun kam wieder alles ganz anders, und das ist gut so. Ich hatte mir nämlich schon Sorgen gemacht, weil ich mein Evchen nicht erreichen konnte. Gestern Abend erwischte ich sie aber dann doch und nach etwa einer Stunde Telefonat, bei dem wir das Wichtigste in Kürze austauschten 😉 verabredeten wir uns für heute Morgen zum Frühstück auf ihrer Terrasse.
Eigentlich hat das überhaupt nichts damit zu tun, ob ich über Nacht im Garten bleibe oder nicht, ich entschied mich dann gestern Abend aber doch dafür, in die alte Wohnung zu fahren und bin nun seit 4.48 Uhr auf.
Und deshalb gibt es jetzt letzte Fotos aus dem Wohnzimmerfenster


Am kommenden Dienstag bekomme ich nämlich ENDLICH den Schlüssel für die neue Wohnung und dann werde ich hierher nur noch zum Packen und Räumen kommen.

Was in der letzten Woche geschah, ist schnell erzählt. In der Firma hatte ich so viel zu tun, dass ich wieder einmal nicht zu Mittagspausen oder ähnlichem kam. Immerhin schaffte ich es, mir Kaffee zu holen. Dass er kalt wurde, bis ich ihn trinken konnte, ist ja nichts Neues. Positiv daran war, dass ich auch keine Zeit hatte, müde zu werden. Das kam dann schlagartig, wenn ich zum Feierabend im Garten eintraf.
Einkauf mit Mutti gab es diese Woche gleich zweimal. Am Montag wollte sie 18 Uhr von einer Freundin abgeholt werden und gleich noch in den Kaufmannsladen. Dort hatte ich die verrückte Idee, dass wir uns Eis kaufen und dies im Garten verspreisen. Sie stimmte sofort zu und ich freute mich noch, dass sie noch so spontan sein kann. Am Donnerstag relativierte sich dies Freude wieder. Da mussten wir nämlich in den N-Markt, weil ja Donnerstag war und wir das immer machen und sie am Montag schließlich nicht alles gekauft hatte, was sie so braucht. Ich frage mich, warum nicht? Ich weiß natürlich den Grund. Weil es für sie Abwechslung bedeutet, wenn ich zum Einkaufen antanze, und darauf mag sie nicht gern verzichten, nur weil ich an einem anderen Wochentag auch schon zu Diensten war. Ja, ich weiß, sie ist alt, ich weiß nicht, wie lange ich sie noch habe und ich darf nicht so zickig sein und zum Feierabend meine Ruhe haben wollen. Das steht mir einfach nicht zu. Trotzdem nervt mich diese Selbstverständlichkeit, mit der sie über meien Freizeit entscheidet. Zudem verkündete sie am Donnerstag gleich noch, sie käme nach dem Einkaufen noch mit in den Garten. Dabei wollte ich an dem Tag gar nicht raus fahren, weil Gewitter vorhergesagt waren {und tatsächlich auch kamen} und ich mir vorher schon überlegt hatte, dass ich diesen "Schlechtwetterabend" für Arbeiten im Haushalt, Wäsche und ähnliches nutzen wollte. Da war sie doch tatsächlich gnatzig. Ich müsse das endlich mal verstehen, dass sie Sehnsucht nach dem Garten hat, wenn sie bei dem schönen Wetter den ganzen Tag zu Hause sitzen muss. Hallo? Muss sie doch nicht! Sie ist durchaus noch mobil, wenn sie etwas will. Aber in diesem Fall will sie eben, dass ich sie herum fahre. Und da ist sie dann eben ach so gebrechlich. Menno!
Ich habe ihr dann versucht zu erklären, dass sie mich damit sehr stresst. Es ist nämlich keinesfalls so, dass ich sie nicht dabei haben will. Aber sie will ja dann auch nicht lange bleiben, sondern zu bestimmten Zeit wegen irgendwelcher Vorabendprogramme wieder heim. Und damit macht sie mir dann meinen gesamten Feierabend kaputt, weil ich, statt eben Feierabend zu haben, mit Hin-und-Her-Fahren beschäftigt bin. Und das muss sie endlich mal verstehen! So!
Obwohl… das muss sie nun inzwischen auch nicht mehr verstehen, weil das etwas anders wird, wenn ich umgezogen bin, weil ich dann so nahe am Garten wohne, dass ich mir zumindest das Nach-Hause-Fahren spare.

Jetzt fahre ich erst einmal zu Evchen, danach hole ich die kleine alte Frau in den Garten, wo sie diesmal länger bleiben wird, weil sie sich gewünscht hat, dass wir grillen und der Sohn danach noch ein Feuerchen machen will. Wenn ich mir jetzt die Wolken und den Wind da draußen anschaue, fürchte ich allerdings, dass unser Plan nicht aufgehen wird, weil es der kleinen alten Frau möglicherweise zu kalt ist. Na, mal sehen. Am Wochenende ist dieses Herumgescheuchtwerden auch nicht wirklich schön, aber es macht mir nicht ganz so viel aus, zwischendurch immer mal wieder loszufahren, weil ich dann nach hinten hinaus Zeit für mich habe. Dann dient eben nicht der gesamte Tag der Entspannung, sondern nur der Morgen bis ca. 11 Uhr und der Abend ab 20 Uhr. Das kann ja reichen. Immerhin habe ich am Sonntag frei. Das hat sie tatsächlich so formuliert. Da hat sie sich mit ihren Freundinnen etwas vorgenommen, da habe ich frei. Ach ach.

Euch allen wünsche ich ein schönes, entspanntes und vor allem selbstbestimmtes Pfingstwochenende.

Sonntagsplausch {02.06.2019}

Guten Morgen ihr Lieben da draußen.
Gestern war ich nicht bei euch und nicht bei Andrea in der Plauderecke, denn ich hatte etwas sehr Schönes vor. Meine Freundin hat gestern geheiratet und mich dazu eingeladen. Stellt euch vor, ich war richtig aufgeregt. Und während der Trauung hab ich sogar geheult. Also so ein bissel.
Auch ansonsten war meine Woche richtig schön. Es war leider die letzte Woche, in der ich arbeitsmäßig etwas kürzer treten konnte. Nur drei Arbeitstage, und die auch nur bis Mittag. Solch einen Luxus hatte ich schon seit vielen Jahren nicht mehr. Das konnte ich richtig genießen, zumal ich auch den Kopf frei hatte.
Die freie Zeit habe ich überwiegend im Garten verbracht, auch wenn Anfang der Woche das Wetter noch nicht so toll war und ich am Mittwoch Abend sogar heim fuhr, weil ich schon alle möglichen Sachen übereinander gezogen hatte und trotzdem fror. Das kann man sich jetzt kaum vorstellen, dass man vor nicht einmal einer Woche noch gefroren hat {in jener Nacht waren nur 5°C}.
Also bitte, ihr Lieben, stöhnt mir jetzt bloß nicht, es sei zu warm. Wir wollten Sommer, jetzt haben wir Sommer. Ich für meinen Teil genieße die hohen Temperaturen sehr. Doch, doch, auch mir macht Hitze etwas aus. Auch mein Kreislauf hat zu kämpfen, auch meine Beine werden schwer und die Knöchel schwellen schon mal an. Dennoch freue ich mich über die Sonne, die Wärme, den Sommer und alles.
Morgen beginnt sich das Hamsterrad wieder mit voller Kraft zu drehen. Es beginnen gleich zwei neue Kurse und in der Woche darauf noch mal zwei. Die darf ich alle bedienen, was bedeutet, es wird vermutlich wieder richtig stressig. {Bei uns fällt man immer von einem Extrem ins andere.} Ich habe sozusagen meinen "alten" Job zurück {also das, was ich bis März ausschließlich gemacht habe}. Zusätzlich habe ich auch noch Termine im "neuen" Job {den ich seit April bis jetzt ausschließlich gemacht habe}. Und wie das immer so ist, werden diese Termine auch wieder mehr. Es wird also wohl wieder sehr stressig werden und ich werde mir wieder alles, aber auch alles aufschreiben müssen, damit nichts untergeht. Um so froher bin ich, dass ich in den letzten beiden Wochen nur halbtags gearbeitet habe und Kraft tanken konnte.
Zusätzlich kann ich nach Pfingsten endlich mit dem Umzug beginnen, denn am Mittwoch kam endlich der unterschriebene Mietvertrag zurück, verbunden mit Instruktionen, wie ich zu den Schlüsseln komme und und und…
Tja, bei meinem Glück passt das natürlich wieder ganz genau. Pünktlich dann, wenn alle freien Tage und alle Chancen auf zeitigen Feierabend vorüber sind und sich mein Hamsterrad wieder in voller Geschwindigkeit dreht, pünktlich dann bekomme ich die Schlüssel, und keinen Tag früher.
Wir werden das trotzdem schaffen. Nun gerade! Außerdem haben mir ganz liebe Menschen Unterstützung zugesagt.
Das wird schon!
Nun wünsche ich allen erst mal einen schönen Sonntag und werde mich jetzt in den Garten bewegen und das schöne Wetter genießen.

Achtung, dieser Beitrag enthält Werbung…

…oder vielmehr Antiwerbung, denn der Kaffee schmeckt nicht.

Dabei steht der Name doch eigentlich für Qualität. Davon habe ich mich verleiten lassen, diese Sorte zu kaufen. Als ich ihn dann vorhin ausprobierte, wurde ich sehr enttäuscht. In meiner üblichen Dosierung schmeckte der Kaffee nach gar nichts. Also habe ich für die zweite Tasse die doppelte Menge genommen. Da schmeckt er bitter, aber von Kaffeearoma ist nichts zu bemerken. grrrrr.

Die Amsel schwatzen…

…in den Koniferen hinter meiner Schaukel. Im Osten färben sich die Schäfchenwolken rosa. Der kleine Hahn kräht in den neuen Tag. Und der Nachbar steht gedankenversunken auf seiner Wiese und schreckt zusammen, als ich ihm ein Guten Morgen zurufe.
Es ist 5.03 Uhr. Der Beginn eines schönen Urlaubstages.
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