Januarnotizen – 20. Januar 2026

Tagesaufgaben
01. Unterlagen sortieren
02. Kontaktdaten an den Chef mailen
03. Immobilienbüro anrufen
04. Post aus B’dorf holen
05. Dienstags-Drabble veröffentlichen
06. Kitas anrufen
07. Termin bei ARGE vereinbaren
08. RoHen anrufen {meine schönste Aufgabe heute}
09. Gedicht von gestern überarbeiten {das ist noch nicht rund}
10. Gedicht für heute schreiben {siehe unten}
Spontan hinzugekommen
11. Tanken
12. Jürschn anrufen
13. Kartoffeln kochen/Sohn betüddeln

Gedanken
Ein paar Listenpunkte habe ich heute aufgeschrieben. Die Post abholen kam spontan hinzu, weil der Sohn gestern ausgerutscht und gestürzt ist und nun mit einem dick geschwollenen Knöchel daheim liegt, nicht laufen und erst recht nicht Fahrrad fahren kann. Ach, ach.
Beim Tanken ist etwas seltsames passiert. Mein Tank fasst 45 Liter. Getankt habe ich aber 46,6 Liter. Das sagt mir nun natürlich, dass ich mit den allerletzten Tropfen Kraftstoff an die Tanke gerollt bin. Aber es sagt mir auch, dass die Tanksäulen offenbar nicht geeicht sind, oder?

Gedicht für den Tag
Nähe
Du bist mir nah,
in meinem Herzen.
In meinen Gedanken,
in meinem Gefühl.
Du bist mir nah,
in meinen Träumen,
in meinen Wünschen.
Du bist mein Ziel.
Ich bin dir nah,
in dem, was ich tue,
in dem, was ich sage,
in dem, was ich will.
Ich bin dir nah,
selbst, wenn du weit weg bist,
wenn wir uns nicht sehen.
Du bist mein Ziel.

Wie so oft werde ich hier vermutlich ein wenig weiterschreiben.

Drabble am Dienstag

Gefroren liegt die Wiese unter ihren Füßen. Wie ein weißes Tischtuch hat sich Schnee darüber gebreitet. Makellos weiß. Flocken tanzen um sie her, bedecken die Wiese mit neuem Weiß. Am Wiesenrand stehen Bäume. Braunschwarze Stämme, die das Weiß durchbrechen. Zwischen den dicken Wurzeln regt sich erstes Leben, schieben sich zartgrüne Blätter durch den Schnee. In deren Mitte zarte Stengel und daran so weiß, dass man sie über der verschneiten Wiese kaum erkennen kann, zarte Glöckchen. Schneeglöckchen. Sie pflückt zwei Arme voll, trägt sie heim. Bei jedem Schritt ein zartes Klingen. Mit jedem Klingen fällt ein silberner Stern auf die Wiese.

Für das Dienstags-Drabble hat der Jürgen wieder ein Bild veröffentlicht, zu dem ich mir eine Geschichte ausgedacht habe. Es hat wieder Spaß gemacht. Danke, Jürgen.

Januarnotizen – 19. Januar 2026

Gedanken
Als ich heute 4:40 Uhr aufwachte, dachte ich: Neiiin, ich will nicht!
Und dann dachte ich: Ach, wie gut, ich muss nicht mehr lange so früh aufstehen.
Bei allem, was in den nächsten Monaten auf mich zu und vielleicht über mich hinweg rollt, bei all der vielen Arbeit, bei all dem Stress, ist das der beste aller Gedanken: Ich muss nicht mehr so früh aufstehen. Ich muss vielleicht überhaupt nicht mehr mit Wecker aufstehen, denn ohne Wecker wache ich an normalen Wochentagen spätestens 7 Uhr auf, was völlig ausreicht, um ein sinnvolles Tagwerk zu verrichten.
Außerdem gibt es noch einen wunderbaren Gedanken: RoHen ist bereit, alles, was kommt, mit mir gemeinsam zu {er-}tragen. Wenn wir die nächsten, sagen wir mal, 6 Monate überstanden und alles gestemmt haben, was zwingend notwendig ist, dann wird Ruhe und Gelassenheit einkehren und wir richten uns in unserem neuen Leben ein. Ähm, hoffe ich. Ruhe und Gelassenheit sind nicht meine Vornamen. Eher Hektik und Chaos. Aber man darf mit zunehmendem Alter wirklich mal ruhiger werden und sich nicht immer wieder selbst in Hektik versetzen. Außerdem gehen am Meer die Uhren anders. Ich hoffe sehr darauf.
Heute vor 115 Jahren wurde meine Oma geboren. Sie ist schon lange nicht mehr körperlich bei uns. In meinen Gedanken ist sie es oft und in meinem Herzen immer.

Tagesaufgaben
Das lasse ich mal. Ich dümple ein wenig vor mich hin. Der Tag ist auch schon wieder fortgeschritten, so dass ich mich mit einer To-Do-Liste heute nicht mehr unter Druck setzen möchte. Für morgen werde ich eine Liste schreiben. Lang wird sie nicht. Das ist auch gut so. Ich kann Druck gerade nicht gut aushalten. Das was mir im Kopf herum geistert, reicht.

Der 4. Montag

Guten Morgen
Na, dann wollen wir mal mit Anitas Lückentext in die Woche starten. Das wird eine seltsame Woche werden, eine von vielen seltsamen Wochen, in denen ich mein Spielzeugland auflösen muss und mich um meine Wohnung{en} zu kümmern habe. Ach, ach.

❶ Leute, räumt aus, was ihr könnt, die Zeit bis Ende Februar ist schneller um, als wir denken.

❷ Den Räum-deinen-Schreibtisch-Tag letzte Woche habe ich verpasst, aber am Freitag habe ich den Schreibtisch ganz schnell leer geräumt.

❸ Morgen ist Dienstag. Und mehr weiß ich noch nicht von diesem Tag.

Das Grübeln über die nächsten Wochen und Monate lässt mich nicht in Ruhe, ist allgegenwärtig. Ich hoffe nur, dass ich die Menschen in meiner Nähe damit nicht völlig verrückt mache.

Eine Freundin hatte eine Idee für einen kleinen Zuverdienst für mich und ich hoffe, dass es klappt.

Die Reaktion des Sohnes auf eine bestimmte Nachricht hat mich überrascht.

❼ Im Kalender steht diese Woche räumen, räumen, räumen, ich habe außerdem ein paar Telefonate und etwas Papierkramgeplant und dann freue ich mich auf das Wochenende mit RoHen, der mir eine große Stütze ist.

So, und nun stürze ich mich ins Räumen. Euch wünsche ich allen eine gute Woche.
Eure Mira

Wochenendgedichte

Für jeden Tag ein Gedicht hatte ich mir vorgenommen. Zumindest für den Januar sollte das funktionieren. Bisher tut es das auch. Nicht alle Texte haben es bis in den Blog geschafft. Im Kalenderbuch sind alle verzeichnet. Am Wochenende entstanden zwei Texte mit träumerischem, teils märchenhaftem Hintergrund.
Samstag
Die Hütte im Wald
verschwiegen, verborgen
in Nebeln und Dämmerung
sehr früh am Morgen.
Am murmelnden Bach,
der über Steine tanzt
duckt sie sich unter Bäume.
Liegt im Schatten ganz.
Drinnen brennt ein Feuer
knisternd im Herd
kocht Tee uns und Suppe
gibt Licht uns und wärmt.
Die Hütte im Wald
ist Zuflucht und Heim.
Nichts brauche ich mehr,
als mit dir hier zu sein.
17. Januar 2026

Sonntag

Die Ruine auf dem Burgberg
reckt kahle Wände in die Nacht.
Schwarze Schatten unter Sternen
des alten Ritters Geist erwacht.
In leeren Fensterhöhlen sieht man
von fern ein geisterndes grünes Licht
Der alte Ritter sucht seinen Schild
vergebens, denn er findet ihn nicht.
Durch die Nacht galoppiert im Licht des Mondes
auf den Berg hinauf ein schlohweißes Pferd.
Der Ritter springt auf und reitet hinab
den nächtlich schwarz bewaldeten Berg.
Erreicht im Tal tief unter der Burg
den friedlich schlafenden Ort.
Will Tribut von seinen Untertanen,
doch alle, alle sind sie fort.
Kein Mensch in den Gassen.
Verschlossen Tür und Tor.
Die Bewohner verborgen,
keiner wagt sich hervor.
Der Ritter rüttelt an Fensterläden
und Pforten, die verriegelt sind.
Drinnen glauben die Menschen, um ihrer Häuser
weht stürmisch der Wind.
Der Ritter geistert, kann Ruhe nicht finden.
Dann kräht schon der Hahn.
Mit rotgoldnen Strahlen erhebt sich die Sonne.
Der Tag bricht an.
18. Januar 2026

Samstagsplausch – {17. Januar 2026}

Vorigen Samstag…
…nicht geplauscht. Der Samstag war anderweitig gefüllt. Erst gab es einen kleinen {oder größeren} Einkauf. Dann hatten wir Salate zu schnippeln und RoHen musste noch Kleinigkeiten kochen. Danach packten wir alles ein und bewegten uns zum Kunstwerk, wo die tolle Veranstaltung Kunst und Küche stattfand. Jeder, der daran teilnimmt, leistet einen Beitrag, entweder kultureller Art {Musik, Lesung, Performance} oder Futter. Es kommt immer ein sehr feines Buffet zusammen mit nicht alltäglichen Leckereien und es gibt ein reiches Programm mit Musik bis in die frühen Morgenstunden. Ich bin ein großer Fan dieser Veranstaltung, die leider nur einmal im Jahr stattfindet. Öfter wäre vermutlich zu aufwändig, wobei diesmal die Frage nach einer Sommerveranstaltung aufkam. Toll war’s.

Rückblick
Die Woche begann, wie die vorherige geendet hatte. Mit Schnee. Chaotisch im Januar. Damit rechnet doch keiner. *kicher*
Am Dienstag musste ich von der Firma zum Bahnhof laufen, weil die ungeneißge Busfahrerin mich nicht mitgenommen hat. Ich stand an der Haltestelle, an der hohe Schneeberge aufgetürmt waren. Daneben riesige Pfützen, weil es bereits taute. Der Bus kam, hielt aber außerhalb der Haltestelle an einer Straße, weil dort das Einsteigen einfacher war. Ich flitzte zum Bus, so gut ich eben flitzen kann. Hielt auch mein Handy mit der Fahrkarte hoch, damit die Gute sieht, dass ich diesen Bus nutzen möchte. Statt mir nun die vordere Tür, die ich fast erreicht hatte, zu öffnen, damit ich einsteigen konnte, schloss die Fahrerin die hintere Tür, an der Leute ausgestiegen waren, und fuhr ab. Danke für gar nichts, du blöde Kuh. So etwas Rücksichtsloses habe ich bei den Torgauer Busfahrern noch nie erlebt. Die meisten sind sehr lieb, halten mitunter sogar nochmal an, wenn noch jemand zu- oder aussteigen will, der es vorher verpasst hat. Diese Dame war die unrühmliche Ausnahme.
Der nächste Bus käme drei Viertelstunden später, da wäre mein Zug weg gewesen. Also musste ich laufen. Das ist nicht so sehr weit, aber in meiner Verfassung und bei dem Wetter und dann noch in Eile, damit ich den Zug erwische, war es für mich schlimm. Seitdem habe ich verstärkt Rückenschmerzen.
Der schwärzeste Tag der Woche war der Donnerstag. An diesem Tag erhielt ich die Nachricht, dass der Verein, der unser Spielzeugprojekt fortführen und mir damit auch einen Job für ein weiteres Jahr geben wollte, den Zuschlag vom Jobcenter nicht bekommen hat. Zwei Mitbewerber waren angeblich um die Hälfte billiger. Ich kann das nicht glauben, weil es vielleicht um 4 bis 5 Tausen preisgünstiger machbar wäre, aber nicht um mehrere Zehntausend. Fakt ist nun aber, dass ich wiedermal ein Spielzeugland auflösen und ausräumen muss und danach arbeitslos bin. Das heißt dann auch, dass ich mir meine Wohnung nicht mehr leisten kann und Hals über Kopf ans Meer ziehen muss. Freilich, ich wollte ans Meer, wenn ich alt bin und in Rente gehe. Aber doch bitte nicht so unvorbereitet und plötzlich.
Nach einer durchheulten Nacht, habe ich Pläne gemacht. Dann bin ich nach Jena gefahren, um mich bei RoHen auszuheulen und mich von ihm auf bessere Gedanken bringen zu lassen.
Inzwischen bin ich ganz froh, dass ich ab April nicht mehr Vollzeit arbeiten muss mit täglich 3 Stunden Wegezeit. In meinem Alter und bei meiner Konstitution muss ich das nicht mehr haben. Vielleicht ergibt sich noch ein kleiner Zuverdienst, damit ich die Wohnung wenigstens noch über den Sommer halten kann. Und dann geht es eben ans Meer. Das wollte ich immer. Nur eben ein wenig besser vorbereitet.

Heute
Die Sonne strahlt, und es ist fröstelig. Ich habe noch ein paar kleine Dinge zu tun und morgen Mittag starte ich dann schon wieder Richtung Leipzig. Dort werde ich dann auch die nächsten Wochenenden bleiben, denn nun geht es los mit räumen und packen und was nicht noch alles. Ablasten war sowieso geplant. Nun wird es dringend.
Jetzt verlinke ich diesen Eintrag bei Andrea, die diese Woche etwas von einer Käsekuchenchallenge geschrieben hat.
Habt alle ein wunderfeines Wochenende.
Eure Mira
 
Gebloggt in dieser Woche
Montag: Der 3. Montag
12 von 12 im Januar 2026
Dienstag: Drabble am Dienstag
Der Dienstag dichtet
Mittwoch: Schreibschnuppe 3/26
Donnerstag: Januarnotizen – 15. Januar 2026

Schreibschnuppe 3/26

Martina hat auch heute wieder einen einen Schreibimpuls für ein Drabble bereit gestellt. Zu meiner Stimmung passend habe ich daraus einen mittelalterliche oder auch Fantasy-Szene daraus entstehen lassen.
Der Impuls hieß: singen – Sonnenschein – verwehren
Und hier sind meine 100 Worte:
Der Marktplatz lag im hellen Sonnenschein. Bunte Stände reihten sich aneinander. Äpfel und Gemüse wollte sie kaufen. Doch bevor sie schwer beladen den Rückweg zum Herrenhaus antreten würde, sah sie sich ein wenig um. Schlenderte bei der Töpferin vorbei, die Krüge und Teller mit einem wundervollen Muster bemalt hatte. Beim Sattler entdeckte sie geflochtene Gürtel. Sie erreichte die Mitte des Platzes, wo sich drei Spielleute aufgestellt hatten. Der Lautenspieler begann zu singen. Seine Locken wehten im Frühlingswind, seine Melodie entführte sie in weite Ferne. Sie wusste, sie könnte sich niemals mit einem Spielmann einlassen, doch träumen konnte ihr niemand verwehren.

Drabble am Dienstag

In der Wortgarage gibt es wieder ein Bild, zu dem man eine Beschreibung oder noch besser eine Geschichte schreiben kann, die genau 100 Wörter enthält.
Ich bin gerade nicht gut drauf. So ist auch mein Text irgendwie … schräg.

Das Glas umgekippt, der Wein verschüttet. Rot wie Blut, die Lache auf dem Tisch. Läuft einfach aus, der Wein, wie Gefühle aus meinem Herzen auslaufen. Unaufhaltsam auf dem Weg ins Nirgendwo. Breitet sich aus wie ein Meer, das alles wegspült, was einst Bestand hatte. Und was hat jetzt noch Bestand? Was bleibt, außer Flecken? Ja, Rotwein macht Flecke. Interessant geformt. Was lese ich daraus? Hat dieser Fleck den Umriss eines fernen Landes? Einer Insel vielleicht, auf der wir glücklich sein können? Ja, komm, reich mir deine Hand und lass uns aufbrechen. Lass uns gemeinsam reisen in ein schöneres fernes Land.