Samstagsplausch {16.02.2019}

Guten Morgen ihr Lieben, die ihr mit mir plauschen wollt, bei Andrea oder wo immer ihr seid.
Seid ihr auch so froh über das Wochenende wie ich? In der Arbeit bin ich kaum zum durchatmen gekommen. Das war so heftig wie lange nicht mehr. Immerhin gab es diese Woche keinen Ärgern mehr. Dass sich ab Donnerstag immer mehr die Sonne durchsetzte, machte auch einiges zwar nicht leichter, aber besser zu ertragen.
Und sonst?
Nachdem wir am Wochenende mit unserer Räumaktion begonnen hatten, hatte ich auch am Montag und Dienstag, 11./12. Februar damit noch zu tun. Wie der Dienstag im Einzelnen verlief, könnt ihr bei 12 von 12 nachlesen.
Mittwoch, 13. Februar wurde mein Tag. Am Morgen stand ich früher auf als sonst, weil ich die Katl abholen wollte. Die gute Seele hat nämlich ihren Tag dafür geopfert, in meiner Wohnung auf den Heizungsableser zu warten, der angegeben hatte, zwischen 7.30 Uhr und 14.30 Uhr kommen zu wollen. Was ist das denn für eine Zeitspanne? Wo bleibt da der Service?
Zur Belohnung wollten wir nach Feierabend in die Sauna. Da der Ableser dann doch schon kurz vor zehn fertig war, musste die Katl nicht mehr bei mir warten und hatte die Idee, mich von der Arbeit abzuholen, damit wir dann direkt zur Therme fahren können. Nach meinem chaotischen Arbeitstag {Es passierte so viel Unvorhergesehenes, dass die Lieblingskollegin dauernd umdisponieren musste und immer wieder fragte kannst du das auch noch übernehmen? Und ich konnte! Was blieb mir anderes übrig?} war das eine feine kleine Freude für mich.
In der Sauna geschah dann etwas… Wir gingen nicht zum Aufguss, weil die Katl eine Erkältung noch nicht vollständig losgeworden war und Hustenanfälle fürchtete. Deshalb besuchten wir die Kelosauna {95°C} außerhalb der Aufgusszeit. Da hatten wir sie ganz für uns allein. Ich breitete mein Handtuch aus, ließ mich nieder, schloss die Augen… und dann hatte ich das Gefühl, dass alles, was sich in der letzten Zeit angestaut hatte, aus mir heraus floss, wie eine dreckige Flüssigkeit, die ein Gefäß verlässt. Vom Kopf angefangen bis zu den Zehenspitzen. Ich fühlte mich von allem befreit, völlig leer, bereit für Neues, Gutes, Schönes. Später saß ich lange draußen auf einer Bank und tat nichts, außer zu schauen. Die Kiefer, die sich im Wind wiegte, ein riesiger Rhododendron. Ich hatte nicht einmal mehr Gedanken, ich war einfach nur da. Das war wundervoll. Wisst ihr, ich dachte bisher immer, dass man immer denkt, selbst wenn man abschweift, träumt. Ich dachte, es wäre gar nicht möglich, nicht zu denken, zumindest im wachen Zustand. Doch denken ist ja auch etwas tun. Es ist Bewegung, wenn auch nicht körperlich. In dieser Zeit auf der Bank tat ich gar nichts. Ich dachte nicht. Ich war einfach nur da. Eine ganz wunderbare Erfahrung, die ich so intensiv noch nie vorher erlebt hatte. Herrlich.

Donnerstag, 14. Februar
Zufälle gibt’s!
Schon im letzten Winter hatte ich das Riesenrad fotografiert und wollte es diesmal gern wieder tun. Das funktioniert aber nur, wenn ich als erste an der Ampel zum Stehen komme. An diesem Tag klappte es. 3 Minuten später hörte ich im Radio, das heute der Welttag des Riesenrads sei, weil der Erfinder des Riesenrades just an diesem Tag Geburtstag hatte.
Cool, oder?
Freitag, 15. Februar
Obwohl es in der Firma noch einen Zacken stressiger wurde, war es ein toller Tag, denn 15.30 Uhr begann mein Wochenende. Ein Wochenende, für das frühlingshafte Temperaturen vorausgesagt wurden und Sonne satt. Und es stehen keine größeren Verpflichtungen an.
In den Garten wollen wir bei diesem Traumwetter. Wahrscheinlich grillen, obwohl ich dafür noch nichts eingekauft habe. Auf alle Fälle wird es ein Genießerwochenende.

12 von 12 im Februar

Nachdem ich im Januar keine 12 Fotos für Caros 12_von_12 zusammengebracht hatte, will ich das heute wieder versuchen.

Jeden Morgen werden verschiedene Daten notiert. Das muss jetzt mal vier Wochen lang sein. Danach kann ich das wieder lockern. Vielleicht habe ich mich bis dahin auch so daran gewöhnt, dass ich es beibehalte.


Genau vor diesem Schild war noch ein Parkplatz frei. Dann nicht mehr. 😉

Nachdem wir die Arbeit der Putzfrau reklamiert hatten, richtet sie es neuerdings immer so ein, dass sie uns nicht mehr begegnet. Ob sie wohl nun mit diesem zurückgelassenen Lappen anzeigen wollte, dass sie da gewesen ist? An der Sauberkeit der Räume erkennt man das nämlich leider nicht.

Schon gestern Abend geschnippelt, konnte der Salat über Nacht gut durchziehen. Hier auf dem Schreibtisch kann die Verpflegung für den ganzen Tag aber nicht stehen bleiben. Ab damit in den Kühlschrank.

Mein Schreibtisch ist ohnehin zu klein. Ist ja auch nicht wirklich mein Schreibtisch. Den musste ich räumen, weil andere Kurse dort laufen. Mich kann man ja vertreiben. Ich bin ja sowieso nur…

Am Nachmittag sah es dann bei dem Schild {siehe oben} schon anders aus. Fleißige Arbeiter hatten ein Loch gebuddelt. Was an dieser Straße dauernd gegraben und ausgebessert wird! Kaum ist ein Loch wieder geschlossen, wird daneben ein anderes gegraben.

Und noch mehr Löcher, diesmal in der Wolkendecke. Durch sie leuchtet das Himmelblau, und sorgt für gute Laune.

Hatte ich erzählt, dass ich mich auf’s Räumen und Sortieren freue? Diesem Berg geht es zu Leibe.

Keine Stunde später… Nur, wo packe ich das nun alles hin?

Noch etwas später… alles weg.

Und zwar hier.

Vom Gemüseputzen, Salat schnippeln und Suppe kochen mache ich keine Fotos. Weiß doch jeder, wie das aussieht. Nur, dadurch sind es heute wieder keine 12 Fotos. Macht nix. Ich poste das trotzdem… wenn auch verspätet, weil sich die Bilder nicht so hochaden ließen, wie ich das wollte.

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*kicher* Die Überschrift entstand, weil ich zwingend gerade jetzt im Moment zum Putztuch greifen und Staub von meiner Tastatur wischen musste. Und irgendwie passt das zu dem Thema, über das ich eigentlich schreiben wollte.
Immer mal wieder lese ich von Aufräum-, Entrümpelungs- und ähnlichen Aktionen, mit denen Menschen versuchen, den Balast abzuwerfen, der sich im Laufe ihres Lebens angesammelt hat und immer bedrückender wird.
Immer mal wieder dachte ich: Das müsste ich auch tun. Nur aufgerafft hatte ich mich bisher nie so recht. Nicht einmal, als meine Schwester im Herbst mit einer solchen Aktion begann.
Nun bin ich seit unserer Hauruck-Aktion am Sonntag voll dabei und kann gar nicht aufhören. Gestern war der Kleiderberg dran. Allerdings wurde ich damit nicht ganz fertig, weil ich zu müde war und verschob "den Rest" auf heute. Und jetzt ertappe ich mich dabei, dass ich in ruhigen Momente Plänen schmiede, welche Schrankfächer als nächstes an die Reihe kommen und wie ich die Aktion am besten fortsetze. Und {oh Schreck} ich freue mich sogar auf das Räumen. Na huch.
Nun hat auch noch Yvonne vom Buchbahnhof eine Rezension über eine 30-Tage-Aufräum-Challenge geschrieben {warum heißt das überhaupt Challenge und nicht Aktion oder Herausforderung?} und ich frage mich in diesem Zusammenhang, ob das Räumen auch zur Sucht werden kann? Ich meine, das Aufheben, das Sammeln von Dingen, die man nicht {mehr} braucht, das ist eine Sucht, im schwereren Fall eine anerkannte Erkrankung. Aber wenn man sich davon entfernt und anfängt zu räumen, und dann daran Spaß findet, kann das dann ebenfalls zur Sucht werden? Hm?
Jedenfalls habe ich mir gestern, als ich vor meinem halbausgeräumten Kleiderschrank stand, erst einmal ein Klamotten-Kaufverbot auferlegt. Ich habe so viel Zeug. Hilfe! Naja, nähen darf ich {falls ich mal dazu komme}, stricken und häkeln auch. Und, hm, zum Saisonbeginn könnte ich vielleicht das eine oder andere luftige Teil gebrauchen. Mal sehen. Ganz besonders stolz bin ich, dass ich mich von einigen Teilen getrennt habe, die ich wegen des Stoffs aufgehoben hatte für eventuelle Recyclingprojekte. Die habe ich rigoros entsorgt. Nur einige ganz wenige will ich vielleicht verschenken.
Ich fürchte, ich hab nen Knall, aber ich freue mich nachher auf’s Räumen.

Für die Statistik…

…Socken 2019.
Paar Nr. 02/2019 Diesmal hatte ich besser aufgepasst, so dass diese Socken in etwa gleich geworden sind.
Paar Nr. 03/2019
Die beiden Reste passten zwar perfekt zusammen, jedoch gefiel mir die Farbstellung insgesamt nicht so gut. Dann aber stellte ich fest, dass diese Socken ideal zu meinem neuen Kleid passen. Seitdem habe ich sie dauernd an den Füßen.
Paar Nr. 04/2019
Und noch ein Restepaar. Für zwei weitere habe ich noch große Reste da. Danach kann ich endlich daran gehen, wieder komplette Knäule zu verstricken. Zu den 19 Stück, die ich mir für dieses Jahr bereit gelegt hatte, ist noch eines aus einer ganz anderen Serie hinzu gekommen, das ich aber unbedingt verarbeiten möchte, weil ich mal wieder farbneutrale Socken brauche. Außerdem habe ich bei der Aufräumaktion am Wochenende noch zwei weitere sehr schöne Knäule gefunden, die natürlich gleich in den entsprechenden Karton gewandert sind und nun ebenfalls auf Verarbeitung warten.
Hach ja, stricken macht Freude und Socken gehen immer {zumindest bei mir}.

Was für ein Wochenende…

…der Samstag brachte sehr schönes Wetter, solches, das der Seele gut tut. Sonne und Wind, naja, eher schon Sturm. Um die Mittagszeit entschloss ich mich, loszufahren, um ein wenig Büromaterial einzukaufen. Schließlich wollte ich vieles ein- oder umsortieren.
Als ich bereits im Auto saß und noch ein paar Nachrichten per WhatsApp schrieb, rüttelte der Wind spürbar am Auto. Jetzt am Meer sein. Hach.
Nach dem Einkauf fuhr ich zum Sohn, der mich erst einmal mit einem Kaffee und leckerem Ingwertee empfing. Zu naschen gab es deutschen Käse {darf der überhaupt noch so heißen?} und Schinken. Genießerzeit in seiner schönen, sonnendurchfluteten Wohnung. Ob wir noch ins Werk fahren, den Kram von Dannys Terrasse holen? Klar!
Gedacht, getan. Nachdem das Auto beladen war, musste der Kram ja auch irgendwo hin. Also fuhren wir zum Garten. An den Schlüssel hatte ich wohlweißlich gedacht. Nicht aner an eine Jacke. Das ist so typisch für mich. Ich sehe Sonne, spüre 10° plus und renne prompt ohne Jacke aus dem Haus. Zum Glück lag noch eine im Auto, sonst wäre der Gartenbesuch nicht so entspannt verlaufen. So aber konnten Franks Einladung zum Kaffee annehmen und saßen, nachdem wir alles verräumt hatten, noch eine ganze Weile auf seiner Terrasse. Er hatte ein Feuerchen entzündet, so dass es richtig gemütlich wurde. Es war längst dunkel, als wir die gartenanlage wieder verließen. Nach einem schnellen Labensmitteleinkauf brachte ich den Sohn wieder heim. Die Räumaktion hatten wir auf Sonntag vertagt. Da war ohnehin Regen vorhergesagt. Da konnten wir auch räumen.

Und das taten wir dann auch. Der Sohn hat gewühlt und ganz viel geschafft. Er kann unglaublich effektiv arbeiten. Ich bin davon immer sehr begeistert. Natürlich habe ich auch meinen Teil geschafft. Aber wie das immer so ist, wenn man erst einmal angefangen hat, sieht man noch dieses und jenes und wird und wird nicht fertig. Also ich zumindest. Dennoch, am Abend war alles fein. Fast alles. Übrig geblieben ist ein riesiger Berg Kleidung, den ich am Montag nach der Arbeit noch sortieren und verräumen will. Und dann habe ich aus den drei Wollreste-Taschen eine gemacht. Die Reste sind teilweise leicht verfitzt, so dass ich sie zeitnah alle mal umwickeln möchte. Und dann habe ich genug "Futter" für meine Decke{n}.

Fazit: Es war ein sehr schönes, teilweise anstrengendes und für die Seele sehr entspannendes Wochenende.

Samstagsplausch {09.02.2019}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen, guten Morgen liebe Leserinnen und Leser. Na, das war ja wieder eine Woche! Ich kam quasi zu nichts. In der Firma war ich so eingespannt, dass ich kaum einmal Gelegenheit hatte, etwas zu essen. An manchen Tagen kam ich nicht einmal zum Kaffee trinken. Sowas! Dazu gab es auch noch Ärger, der am Donnerstag seinen Höhepunkt erreichte. Dafür war der Freitag dann entspannter.
Aber nun der Reihe nach.

Samstag, 02. Februar
Ich hatte euch erzählt, dass ich zu einem Markt wollte und danach berichten. Also machte ich mich am Vormittag auf den Weg und traf dort auch tatsächlich eine Menge Leute an. Auch den Veranstalter fand ich, unterhielt mich mit ihm und hatte im Grunde Erfolg. Das Konzept gefällt mir sehr gut. Der Veranstalter hat die Halle gemietet oder gekauft und in unterschiedlich große Boxen unterteilt. Diese vermietet er wiederum an Händler, die in diesen Boxen ihre Waren lagern. Immer samstags wird dann Markt gehalten. Zu diesem Zweck werden die Boxen geöffnet und ein Teil der Waren auch in den Gängen vor den Boxen aufgebaut und präsentiert. Am Ende des Markttages brauchen die Händler nur die unverkaufte Ware wieder in die Box zu räumen, abzuschließen und heim zu fahren. Bis zur nächsten Woche.
Ein Marktmodell, das mir sehr gut gefällt.
Es war auch eine Box frei, die ich mieten könnte. Die Miete hält sich im Rahmen. Das würde passen. Mit den Händlerkollegen kam ich ins Gespräch, was sehr angenehm war. Man bekommt ja auch immer Tipps und überhaupt. Es war ein richtig erfolgreicher Ausflug. Hört ihr das Aber?
Tja, das Aber liegt in der Art der Waren begründet. Auf jenem Markt wird ausschließlich Trödel angeboten. Äußerst interessanter Trödel, sehr schöne Sachen. Nur passt da weder Dannys, noch mein Sortiment wirklich dazu. Für den Marktleiter wäre das kein Problem. Es gibt ja Veranstalter, die auf ihren Trödelmärkten grundsätzlich keine Neuware zulassen. Das wäre dort nicht das Problem. Nur fürchte ich, dass das Publikum, das diesen Markt frequentiert, sich für unsere Waren überhaupt nicht interessieren wird. Und deshalb werde ich diese Box in dieser Markthalle nicht mieten, so sehr mir das Konzept gefällt und so große Lust ich gleich wieder auf Märkte bekommen hatte.
Wenn ich mir das jetzt so recht überlege, funktionieren alle Markthallen nach diesem Prinzip, oder? Nur müssten wir eben eine finden, die zu unserem Sortiment passt. Hm. Mal sehen.

Sonntag, 03. Februar
Der letzte freie Tag, bevor ich wieder ins Hamsterrad steigen musste. Ich habe viel gestrickt…

…und gelesen. Ist nicht so besonders, das Buch. Für meinen Gschmack einen Tacken zu mystisch.
…ach ja, und Haare gefärbt, damit ich am Montag in der Arbeit die Schönste bin. *kicher*

Montag, 04. Februar
Mein neuer Kurs hatte begonnen. Und wie so oft, brauchte das Konzept nun doch noch einen weiteren Feinschliff. Leider war noch eine Menge anderes zu tun, so dass ich zum Feierabend richtig geschafft war. Trotzdem fuhr ich noch zu einer Wohnungsverwaltung, die fast auf meinem Heimweg lag. Dort gab ich die Unterlagen ab, die gefordert werden, wenn man sich um eine Wohnung bewirbt. Nun ist Daumendrücken angesagt, dass ich den Zuschlag für diese Wohnung bekomme. Das wäre ein großer Gewinn für mich für die nächsten Jahre, in denen ich noch nicht dauerhaft ans Meer ziehen kann.
Später rief noch das Evchen an. Das war schön und tat mir gut.

Dienstag, 05. Februar
Dieser Tag war so vollgestopft, dass ich es nicht einmal schaffte, die kleinen Notizen für WmdedgT aufzuschreiben. Das ist schon lange nicht mehr passiert, dass ich mich nicht an dieser Linkparty beteiligen konnte. Dafür hat Catrin sich diesmal beteiligt. Wie schön. Am Abend telefonierte ich mit dem Sohn und chattete mit meiner Schwester.
Außerdem habe ich asiatisch gekocht. Glasnudeln mit Hühnchenfleisch und Gemüse. Lecker war’s.
Mittwoch, 06. Februar
Der Sohn hatte die Idee, seine Oma zu besuchen und ich bot ihm an, ihn später noch nach Hause zu bringen. Bei der Gelegenheit konnten wir uns kurz über unsere Pläne für den Rest der Woche unterhalten und darüber, was wir schon erreicht hatten.
Donnerstag, 07. Februar
Nicht mein Tag.
Der Arztbesuch verlief auch unbefriedigend und die Hand, aus der Blut entnommen wurde, schmerzt immer noch.
Als ich heim kam, fand ich im Briefkasten zwölf Briefe. Der älteste stammt vom 21.9.2018. Ein Steuerbescheid mit der Aufforderung, bis Mitte Oktober eine Restsumme zu überweisen. Irgendwann im November hatte ich dafür eine Mahnung bekommen mit einer Verzugsgebühr von 98 Euro. Man müsste das der Post glatt in Rechnung stellen. Es war auch ein Mahnschreiben des Energieanbieters für die Wohnung am Meer dabei. Dieses stammte vom November 2018. Dazu war im Dezember eine weitere Mahnung gekommen, die ich dann sofort beglichen hatte. Die Rechnung, auf der diese Mahnungen basieren, habe ich noch immer nicht bekommen. Die müsste ja spätestens im letzten Oktober erstellt worden sein. Nur zugestellt wurde sie nicht.
Es ist nicht das erste Mal, dass dies passiert. Hier habe ich einen ähnlichen Fall beschrieben. {Letzter Abschnitt vom 25. Mai 2018}

Freitag, 08. Februar
Endlich kehrte Ruhe ein. Ein bestimmter Mensch erschien nicht an diesem Tag und es war auffällig, wie friedlich und harmonisch der Unterricht, die Arbeit verlief. Alle gingen ihren Aufgaben nach und zwischendurch wurde sogar wieder einmal gelacht, ohne dass wir dafür angefeindet wurden.
Außerdem schien die Sonne, da machte die Arbeit doppelt Spaß.

Inzwischen ist nun Samstag, 09. Februar. Meine Waschfee hat die erste Runde hinter sich und wird gleich noch einmal neu befüllt. Ich habe mir eine große Räumaktion vorgenommen, habe schon ein bissel was geschafft und dadurch Lust zum Weitermachen bekommen.
Jetzt gibt es erst mal einen feinen Milchkaffee und eine Runde Samstagsplausch und dann geht es wieder frisch ans Werk.

Verstört und wütend…

…bin ich.
Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Eintrag schreibe. Ich habe auch in den vergangenen Wochen schon den einen oder anderen Beitrag angefangen und dann doch wieder verworfen. Am Donnerstag habe ich mich so sehr geärgert, dass ich doch etwas dazu schreiben wollte, habe dann aber lieber doch noch mal ne Nacht drüber geschlafen, soweit ich schlafen konnte. Mein Ärger ist aber noch immer nicht verraucht. Vielleicht, wenn ich mir das Ganze von der Seele geschrieben habe.

Ich war schon immer eher links. Nicht unbedingt rot-links, eher grün-links. Und ich mag es bunt im Sinne von multikulturell.
Zu uns in die Firma kommen die verschiedensten Menschen, um zu lernen und zu arbeiten. Sie kommen von überall her, aus Albanien, Algerien, Bolivien, Brasilien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Iran, Kroatien, Libanon, Rumänien, Russland, Syrien, Ungarn, um nur einige zu nennen. Bestimmt habe ich ein paar Länder vergessen, was aber keine Wertung darstellen soll. Um all diese Menschen kümmere ich mich im Rahmen meines Jobs, um manche intensiver, wenn sich sprachliche Probleme auftun. Für all diese Menschen gelten auch die gleichen Regeln, deren Einhaltung ich auch einfordere. Es ist eben eine Regel, dass man pünktlich zum Arbeitsbeginn um 8 Uhr erscheint, Pausenzeiten einhält und bis zum Feierabend um 15 Uhr bleibt. Und wenn das jemand wiederholt nicht hinbekommt, wird er darauf auch angesprochen, wird dafür er- und wenn das nicht fruchtet auch abgemahnt. Das macht dann die Lieblingskollegin.
Nun haben wir seit einer Weile einen jungen Mann, der seinen eigenen Angaben zufolge mal aus Syrien und mal aus dem Libanon stammt, der behauptet, keine Religion zu haben, aber einerseits Kreuze an die Fenster hängt, andererseits überall um sich herum Symbole anderer Religionen verteilt. Das alles wäre unerheblich, denn er wird nicht nach seiner Herkunft und auch nicht nach seine Religion beurteilt und behandelt, sondern nach seinem Verhalten.
Nicht egal war mir hingegen, dass er ständig ein T-Shirt trug, auf dessen Rücken zu lesen war: Euer Hass macht mich stolz! Nicht egal war mir, dass er in sehr bösem Tonfall den Kollegen "ein ganz schwarzes Wochenende" wünschte. Es hat ihn niemand diskriminiert. Es war aber auffällig, dass er seinerseits immer wieder provozierte, vermutlich um irgend eine negative Reaktion herauszuforden, auf die er sich dann berufen kann und behaupten, diskriminiert zu werden.
Er kam statt 8 Uhr erst mittags, und wenn ich ihn fragte, wo er denn gewesen sein, hieß es, er habe mal ausschlafen wollen. An anderen Tagen ging er zu Mittag mit der Begründung, er sei jetzt müde und wolle sich hinlegen. Er zündete auf seinem Schreibtisch Kerzen an {ohne Kerzenhalter, einfach so, mitten zwischen Lehrbüchern und Heftern}. Als wir ihn darauf hinwiesen, dass dies schon allein aus Gründen des Brandschutzes nicht gestattet ist, meinte er, er werde sich nicht an unsere Regeln halten, denn das seien dumme Regeln und im übrigen gelten sie für ihn ohnehin nicht, da er kein Deutscher sei. Am Donnerstag kam er um die Mittagszeit und meinte, er werde jetzt heim gehen, denn er könne nicht mehr mit den anderen in einem Raum sitzen. Es wäre dies überhaupt kein Raum, in dem er sitzen könne, weil hinter seinem Platz jemand vorbei gehen könne und das könne er nicht leiden. Und auch Dozenten könnten auf seinen Bildschirm schauen und davon fühle er sich bedroht.
Und dann kam das, worüber ich mich so aufrege: Behauptet dieser Typ, um den ich mich immerzu bemüht habe, dem ich versucht habe zu erklären, warum er sich an gewisse Regeln einfach halten muss, dem ich immer wieder mit Ruhe und Freundlichkeit begegnet bin, trotz seiner ständigen Provokationen und selbst nachdem er eindeutig Drohungen gegen mich ausgesprochen hatte {seine Zeit werde kommen und auch ich werde das noch begreifen, aber dann sei es zu spät für mich}… behauptet dieser Typ, ich sei fremdenfeindlich und ein Nazi.

Mir fehlen die Worte.

Samstagsplausch {02.02.2019}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen. Nachdem ich gestern noch eine Rückschau auf die Woche vom 19. bis 26. Januar geschrieben habe, bin ich nun heute wieder mit einem aktuellen Beitrag beim Plausch zugegen. Allerdings habe ich es ein wenig eilig, weil… das erzähle ich euch nachher noch. Kommen wir erst einmal zur eben zu Ende gehenden Woche.
Wie gestern schon berichtet, stand am Samstag, 26. Januar der Garten auf dem Programm. Obwohl es schon wieder wärmer geworden war und ein beständiger Nieselregen den schönen weißen Schnee in grauen Matsch verwandelte, wollten wir ein paar Pflanzen herein holen, damit sie bei den vorhergesagten Minusgraden in der Gartenhütte keinen Schaden nehmen. {Bisher ist es die ganze Woche über nicht so kalt geworden, dass diese Maßnahme nötig gewesen wäre, aber man weiß ja nie, was noch kommt.} Es war trotzt des Regens draußen viel schöner, als es auf dem Bild aussieht. Besonders angenehm war die Ruhe und die Illusion, wir wären die einzigen da draußen. Tatsächlich tauchten nach und nach all die "üblichen Verdächtigen" auf, die auch sonst immer draußen sind. Die Harten aus dem Garten sozusagen. In der kalten Luft mit all ihren Gerüchen nach Erde und feuchtem Laub, mit all den Geräuschen von schmatzendem Boden unter den Füßen und Regenwasser, das von kahlen Zweigen tropft, konnte ich mich wunderbar entspannen, mich von meinem nervigen Alltag abkoppeln, mich treiben lassen. Mir wurde wieder einmal klar, ich könnte auch in einem Zigeunerwagen überleben, ja, selbst im mitteldeutschen Winter. Trotzdem freute ich mich natürlich auch auf eine heiße Dusche am Abend. Vorher wollten wir noch zur Mutti, denn in ihrem Keller sollen die Pflanzen den Rest des Winters zubringen. Sie selbst war gar nicht daheim, denn sie traf sich mit ihren alten Damen zum Kartenspiel. Nein, sie spielen kein Bridge. Aber Rommé. Immerhin. Weil sie wusste, dass wir kommen würden, hatte sie ihren berühmten Kartoffelsalat für uns zubereitet. "Ich habe aber nichts dazu" meinte sie, als sie anrief, um uns das mit dem Salat zu sagen. Deshalb hielten wir noch mal kurz am N-Markt und nahmen Würstchen mit, von denen wir ihr dann ein paar dort ließen. So hatten wir alle etwas davon.
Am Sonntag, 27. Januar war das Wetter nicht ganz so unfreundlich, wie am Tag zuvor. Ich hatte beste Laune und sogar schon ein paar Fotos für den Sieben-Sachen-Sonntag aufgenommen, doch dann kam ein Anruf, der meine Stimmung mit einem Schlag zunichte machte. Nix war’s mit einer freien Woche. Ich wurde am Montag in der Firma gebraucht.
Und am Montag, 28. Januar erfuhr ich dann eine halbe Stunde vor Feierabend, ob bzw. dass ich ab Dienstag dann doch frei hatte. Super Planung.
Am Mittwoch, 30. Januar hatte ich die tolle Idee, die Mutti mit zu einem neu eröffneten Laden zu schleppen. Das war immerhin witzig, weil wir zuerst warten mussten, um überhaupt einen Parkplatz zu bekommen. Dann standen wir nach einem Einkaufswagen an, und als wir endlich drin waren, kamen wir kaum an die Regale heran, weshalb wir uns dann entschlossen, wieder zu gehen. Mit Einkaufswagen und der kleinen Frau einen Supermarkt durch den Eingang zu verlassen, war ein kleines Abendteuer. Wie gesagt, es war lustig. Irgendwann werde ich dort mal einkaufen, aber sicher nicht in den nächsten 2 Wochen.
Der Donnerstag, 31. Januar war recht voll gepackt und hielt den Höhepunkt der Woche bereit. Am Morgen holte ich den Sohn ab, der ein paar Termine in Wurzen zu erledigen hatte, wo ich ihn hin brachte und natürlich auch wieder mit nach Hause nahm. Auf dem Rückweg frühstückten wir in einer kleinen Bäckerei am Wegesrand. Das war schön. Danach setzte ich ihn am Werk ab. Einer der ehemaligen Werkstattnachbarn ist erst viel später dort ausgezogen, als wir und hat dort noch immer zu räumen. Der Sohn hilft ihm. Ich fuhr direkt weiter zur Mutti, denn es war unser Bücherei-Tag. Und da wir diesmal schon am späten Vormittag dort waren, konnte ich mir endlich einmal Zeit nehmen. Die brauchte ich aber auch, denn diesmal hatte ich wieder den Eindruck, ich hätte mich bereits durch den gesamten Bücherbestand gelesen. Alle Bücher, die mir interessant erschienen, hatte ich bereits gelesen. Ach. Am Ende fand ich doch noch vier Verschwörungsthriller in der Art des Da Vinci Codes. Lieber lese ich zwar Ostsee- oder Nordsee-Krimis, aber wenn die nicht zu haben sind, tun’s die anderen auch.
Danach gab es bei Mutti noch eine feine Gemüsesuppe. Hmmmm.
Und am Abend das Highlight. Ich holte erst den Sohn und dann das Enkelmädchen ab. Gemeinsam besuchten wir Schneewittchen on Ice. Es war ein sehr schöner Abend. Einen Minuspunkt gebe ich dem Veranstaltungsort. Eine erhöhte Bühne gepaart mit einer ebenerdigen Bestuhlung des Zuschauerraumes sind für eine solche Show ungeeignet. Das mag für Konzerte funktionieren, bei denen es mehr auf das Hören, als auf das Sehen ankommt, aber bei Zirkus- oder Eistanzdarbietungen passt es nicht.
Freitag, 01. Februar
Nun hat schon der zweite Monat des Jahres begonnen. Ein Motiv für den 12tel Blick habe ich nicht gefunden. Vielleicht nächstes Jahr. Vorläufig habe ich genug andere Projekte. Da wären zunächst die Märkte. Ich wollte ja keine mehr machen, weil mir die Wochen in der Firma anstrengend genug sind und mir für Märkte am Wochenende die Kraft fehlt. Allerdings, wenn ich es nicht allein schaffen müsste, sondern ein paar Leute mitmachen, könnte das eine gute Sache werden. Es gab da mal eine Halle, in der jeden Samstag Markt gehalten wurde. Soweit ich das beurteilen konnte, konnten die Händler ihren aufgebauten Stand unter der Woche stehen lassen und dann eben samstags dort aufschlagen und verkaufen. Das wäre ein Konzept, das mir gefallen könnte und das ich mit einer bestimmten Gruppe von Leuten auch umsetzen kann. Allerdings wusste ich nicht mehr, wo genau sich diese Halle befand. Zum Glück wusste ich, wen ich fragen kann und bekam die entsprechende Antwort am Donnerstag Abend.
So beschloss ich, am Freitag dort hin zu fahren. Es war zwar niemand dort, aber ich fand eine Telefonnummer und den Hinweis auf "Jeden Samstag Markt". Telefonisch hinterließ ich eine Nachricht und fuhr weiter zum Werk, wo ich den Sohn traf und mit Danny die Waren begutachtete, die er zum Markt beisteuern möchte. Richtig schöne Ware. Die würde ich gern verkaufen. Nun muss das nur noch mit dem Marktstand klappen. Da sich auf meine Nachricht noch niemand zurückgemeldet hat, werde ich nachher noch einmal dorthin fahren und schauen, ob ich einen Ansprechpartner finde. Das ist der Grund, warum mich heute mit dem Plausch ein wenig beeilen muss.
Jetzt schau ich mal nach euch, und was bei dieser Markthalle heraus kommt, berichte ich nächste Woche.

Kein Samstagsplausch am 26.01.2019

Mir war irgendwie nicht danach. Nun hat es aber einige Menschen gegeben, die auf unterschiedlichsten Wegen nachgefragt haben, ob es mir gut geht, weil ich so schweigsam war. Deshalb will ich mich heute mal wieder melden. Und… ja, es geht mir gut. Halbwegs. Naja. Nicht schlecht jedenfalls. Nö, es geht schon gut. So normal. Und morgen wird es auch wieder einen ausführlicheren Plauschbeitrag von mir geben. Jetzt möchte ich nur der Vollständigkeit halber die vorige Woche {19.01. bis 26.01.} schnell zusammenfassen.
Das Wochenende 19./20. Januar verlief völlig unspektakulär. Ebenso der Beginn der Woche. In der Firma ärgerte ich mich mit einem Teilnehmer herum, der meinte, es sei ihm völlig egal, welche Gesetze und Regeln bei uns gelten {beispielsweise keine Kerzen oder andere offene Flammen auf dem Schreibtisch zwischen Computer, Lehrbüchern und Heftern}, denn er sei kein Deutscher und werde sich nicht an unsere dummen Regeln halten. An den Abenden passierte nichts Erwähnenswertes. Bis Donnerstag.
Am Donnerstag, 25. Januar habe ich mich nach Feierabend sehr beeilt und konnte den Einkauf mit Mutti in Rekordzeit erledigen. Danach war noch genug Zeit, mich frisch zu machen und die Katl abzuholen. Sie hatte nämlich für diesen Abend zwei Kabarett-Karten zu ihrem Geburtstag geschenkt bekommen und sich entschlossen, mich mitzunehmen. Das war der Höhepunkt dieser Woche. Es war ein schönes Programm und rundum ein gelungener Abend und wir kamen zu dem Schluss, das wir so etwas öfter mal unternehmen sollten. Früher waren wir fast jede Woche irgendwo unterwegs, Konzerte, Kneipenmusik, irgendwas. Mit den Jahren ist das leider fast völlig eingeschlafen, was bestimmt an mir liegt. Ich hab immer nur meine Arbeit im Kopf und zum Feierabend bin ich so kaputt, dass ich nur noch heim will und nichts mehr tun. Zumindest kommt mir das gerade so vor.
Für Freitag, 26. Januar hatte ich mich mit dem Sohn verabredet. Wir wollten in den Garten, um dort ein paar Pflanzen abzuholen, die wir in der Laube untergestellt hatten, um sie vor der Kälte zu schützen. Bis dahin hatte das genügt, aber nachdem nun für die kommende Woche Nachttemperaturen im zweistelligen Minusbereich vorhergesagt wurden, war uns die Laube zu unsicher. So war zumindest der Plan. Doch wieder kam mir meine Arbeit dazwischen, denn nach einigem Hin-und-Her sah es so aus, als sollte ich die kommende Woche frei haben. {Kurzfristig, so dass man nichts planen konnte, wie etwa eine Reise ans Meer.} Weil aber in der Woche danach ein völlig neuer Kurs starten soll {Die endgültige Entscheidung dafür war genau am Donnerstag gefallen.}, wollte ich diesen noch vorbereiten, damit er nicht so holperig losgeht, wie das vor zwei Jahren bei einem ähnlichen Kurs passiert war. So etwas im laufenden Geschäftsbetrieb zu erledigen, ist nicht ganz einfach, weil man natürlich immer wieder herausgerissen wird. Also blieb ich am Freitag noch anderthalb Stunden nach meinem Feierabend, um die Sache fertigzustellen. Ich schaffte in der Zeit auch viel mehr als am gesamten Tag zuvor. Die Zeit bezahlt mir keiner, aber ich wollte es gern fertig haben, um meine freie Woche wirklich genießen zu können. Dann war es für den Garten natürlich zu spät, wurde ja schon fast dunkel. Also vertagten wir die Gartenarbeit auf Samstag. Deshalb, und weil ich an jenem Samstag außerdem mal ein ganz klein wenig länger schlafen wollte {bis 8 Uhr immerhin}, habe ich dann auch keinen Plauschbeitrag geschrieben.
Wie dieser Samstag dann verlief und was sonst noch geschah, erzähle ich dann morgen.

Samstagsplausch {19.01.2019}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen.
Heute geht es schnell, von meiner zurückliegenden Woche zu berichten. Es ist nämlich genau das eingetreten, was ich gehofft hatte, mittels Ingwertee und anderen Hausmitteln zu vermeiden. Ich habe von Freitag, 11. Januar als ich umsonst auf jenen Auftraggeber wartete, eine fette Erkältung mit nach Hause gebracht.
Es hat sich übrigens geklärt, warum er nicht kam. Das heißt, in Grunde hat sich nichts geklärt, aber… {huch, im Satz verfitzt} …jedenfalls hatte Regula letzte Woche noch versucht, Entschuldigungen für den Mann zu finden, dass er vielleicht einen Unfall hatte oder irgend etws ganz Wichtiges ihn davon abhielt, unser Treffen wenigstens abzusagen. Inzwischen hat nun die Bekannte, die mir den Tipp gegeben hatte, bei ihm nachgefragt, was denn los war, und der Mensch hat nur herumgeeiert und dann zugegeben, dass er es vergessen hat. Sie meinte dann, er solle mich wenigstens noch anrufen und sich entschuldigen oder mir eine kurze Nachricht schreiben, dass es ihm Leid tut. Irgendwas! Das hat er bis heute nicht getan, während die Bekannte mich am Mittwoch, 16. Januar anrief und mir all dies erzählte und vor allem wissen wollte, ob er sich gemeldet hat. Wie man sieht, hätte der junge Mann wohl dringend eine Bürohilfe notwendig. Ich kann mir das schon vorstellen. Er ist Handwerker und bestimmt ein Guter, der viele Aufträge hat. Aber Büro und das ganze Drumherum ist offensichtlich nicht sein Ding. Das bekommt er nicht auf die Reihe.
Tja, nun ist das, wie es ist. Ich hatte noch überlegt, den Auftrag an eine Freundin weiterzureichen. Aber bei so einem unzuverlässigen Auftraggeber lasse ich das lieber bleiben.
Ansonsten geschah diese Woche bei mir nicht viel. Die 12 von 12 am Samstag, 12. Januar habe ich nicht geschafft. Es gab, glaube ich überhaupt nur 3 oder 4 Fotos an diesem Tag. Dafür konnte ich am Sonntag, 13. Januar wenigstens den Sieben-Sachen-Sonntag bedienen. Da ging es mir noch halbwegs gut.
Ab Montag, 14. Januar wurde der Schnupfen immer schlimmer. Es war wirklich nur ein einfacher Schnupfen. Aber gefühlt habe ich mich, als müsste ich für den Rest meines Lebens das Bett hüten. Genau das habe ich auch getan. Zwar habe ich mich jeden Morgen zur Arbeit geschleppt und mich mit Erkältungsbalsam, tonnenweise Taschentüchern und literweise Tee irgendwie durch die Tage gerettet. Zum Feierabend hatte ich immer nur ein Ziel. Mein Bett. Es gab jeden Abend Hühnerbouillon mit Gemüse und dann viel, viel Schlaf.
Naja, am Donnerstag, 17. Januar klappte das nicht ganz. Da stand ja der Einkauf mit Mutti auf dem Programm, und darauf kann nicht verzichtet werden, nur weil ich bissel Schnupfen habe. Leider ließ der sich aber auch nicht schnell über die Bühne bringen, weil Mutti schon mal wieder Probleme mit ihrem Fernsehgerät hatte. Wie immer, wenn weder der Sohn noch ich Zeit oder Kraft haben, ständig bei ihr reinzuschauen, funktioniert entweder das Telefon nicht oder das Fernsehgerät. Und es sind immer die selben Kleinigkeiten. PIN nicht richtig eingegeben, Batterien der Fernbedienung leer. Seltener hängt sich die Technik mal auf, was man dann mit Kabel-raus-Kabel-wieder-rein beheben kann. Diesmal bekam ich es aber nicht so einfach hin. Der Sohn war nicht erreichbar, aber Mutti ertrotz dann in solchen Fällen, dass ich mich drehen und Himmel und Hölle in Bewegung setzen muss, auf eine sehr… naja, sagen wir mal, egoistische Art. Sie meinte nämlich: Also, wenn ich noch so einen furchtbaren Abend verbringen soll {einen Abend ohne Fernsehen} dann wäre es besser, ich wäre gleich weg. Das ist etwas, was ich als ganz und gar furchtbar empfinde, dass sie im Grunde damit droht, ihr Leben wegzuwerfen, nur weil ich nicht alles getan habe, damit es nach ihrem Kopf geht. Nun gut. Ich habe mal wieder nach ihrer Pfeife getanzt. Hab sie ins Auto geladen, bin mit ihr nach B’dorf gefahren und habe den Sohn rausgeklingelt, der ganz erschrocken war, weil sein Telefon lautlos gestellt war und er unsere vielen Anrufe überhaupt nicht bemerkt hatte. Er kam dann natürlich gleich mit. Ich setzte ihn bei Mutti ab, fuhr mit ihr noch zum N-Markt, und als wire danach wieder bei ihr waren, hatte der Sohn den Fehler längst gefunden und das Gerät lief wieder. Es war wieder nur ein Kabel, dass sie herausgezogen und nicht wieder richtig hinein gesteckt hatte. Irgendwo hinten am Gerät wo man normaleweise gar nicht herumfummelt. Wäre ich nicht so angeschlagen gewesen, hätte ich das sicher auch gefunden. Aber mit meinem dicken Kopf… Am Ende brachte ich den Sohn wieder nach Hause und war dann kurz vor halb neun auch daheim. Das Ganze hatte mich vier Stunden gekostet, und ich hatte es gründlich satt.

Trotzdem ging es mir gestern {18. Januar} deutlich besser und heute ist schon fast alles wieder gut. Nur der Herpes nervt mich noch. Den bekomme ich nach jedem Schnupfen, aber meist klein und innen in der Nase. Diesmal sind beide Nasenflügel befallen und der gesamte Bereich zwischen Oberlippe und Nase. Ich sag euch, das sieht aus! Außerirdisch hässlich. Und es schmerzt. Immerhin, der Schnupfen ist weg. Es ist kein Husten oder gar eine Bronchitis dazu gekommen. Also habe ich es doch noch gut getroffen. Hätte schlimmer sein können.

Über Nacht ist es richtig kalt geworden. Dafür strahlt die Sonne vom blauen Himmel und lockt nach draußen. So schön.
Ich mache mich jetzt mal straßenfein {schön geht ja heute nicht, mit DER Nase *kicher*} und dann werde ich bissel unterwegs sein.

Euch allen ein feines Wochenende.