Samstagsplausch {14.09.2019}

Was für eine Woche!
Am Montag war Katl bei mir. Nein, halt! War das überhaupt diese Woche? Es geschieht so viel in der letzten Zeit. Ich kann mich jetzt wirklich nicht erinnern, ob das diesen Montag war oder was ich sonst an jenem Feierabend gemacht habe.
Umso besser und nachhaltiger ist mir der Diestag in Erinnerung und wird es immer bleiben. An diesem Nachmittag war ich direkt nach der Arbeit mit und bei Janine verabredet. Wir saßen auf ihrem Balkon in der Sonne und strickschwatzten. Das schöne Tuch, das ihr oben auf dem Foto seht, übergab sie mir bei dieser Gelegenheit. Sie hatte es bei unserem Markt in Neckeroda begonnen, um zu zeigen, was aus dem schönen Garn werden kann, das ich dort anbot.
Ich wusste, dass an diesem Abend 2 Roses in der Ankerkneipe spielen würden. Weil Janine dort ganz in der Nähe wohnt UND weil der von mir seit Jaaaahren verehrte Gitarrist Flecke im Sommer aus der Band ausgestiegen war, überredete ich Janine, mit mir in den Anker zu kommen. Es war wundervoll, es war ungaublich, unbeschreiblich. Thomas schrieb mir am nächsten Tag: "…es war ein denkwürdiger Abend." Ich hatte bisher gehofft, dass Flecke wenigstens mit 2 Roses und wenigstens in Leipzig weitermacht, aber es sieht so aus, als ob wir wirklich seinen letzten Live-Auftritt miterlebt hätten. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand, der so sehr eins ist mit seiner Gitarre, wirklich aufhören kann, müssen wir erst einmal davon ausgehen, dass es so ist.
Am Donnerstag Abend spielte die Band dann mit dem neuen Gitarristen. Ich konnte da nicht hingehen. So kurz nach Fleckes letzten Auftritt konnte ich mir das nicht antun. Ich wäre vermutlich schrecklich ungerecht gewesen und der Neue hätte noch so gut sein können, ich hätte ihn nicht gemocht, einfach, weil er nicht Flecke ist. Wenn ihr euch das Video anschaut, anhört, wisst ihr, warum ich mir noch ein paar Tage Trauer gönne. Nächsten Samstag allerdings werde ich dem Neuen "eine Chance geben" und mir Four Roses auf dem Leipziger Augustusplatz anhören. 😉

Am Mittwoch war ich mit Mutti unterwegs. Sie hatte einen Augenarzttermin und ich holte sie dort ab und brachte sie heim. Später am Abend kam Sylvana überraschend vorbei.
Und dann war Freitag, der 13..
Mein absoluter Glückstag. Was ich nämlich wirklich niemandem erzählt hatte, war die Sorge, die ich seit ein paar Wochen mit mir herum trug. Und gestern kam den Befund: Ich brauche euch nicht zu sagen, wie groß der Stein war, der mir vom Herzen fiel.
Am Abend kam Sylvana und das Bücherregal nahm Gestalt an. Seltsam ist, dass das Regal schon sehr voll ist, es aber auf dem Boden davor noch immer aussieht, als hätten wir überhaupt nichts weggeräumt. Eieiei.
Jetzt räume ich aber auch nicht weiter, sondern packe meine Sachen, denn in Kürze beginnt im Garten meine Mathe-Nachhilfe für die Prüfungsvorbereitung 10. Klasse.
In der Plauderecke bei Andrea schaue ich jetzt nur kurz und heute Abend dann ausführlicher vorbei.

Sieben Sachen Sonntag {08.09.2019}

Sieben Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände gebraucht habe, werden gesammelt von Geraldine Das ist so eine Sache mit den Sieben-Sachen. Manchmal bin ich den ganzen Sonntag beschäftigt, allerdings nur mit einer Sache. Dann wieder mache ich tausend Dinge, die sich nicht gut fotografieren lassen. Oder ich vergesse es einfach, Fotos zu schießen.
Da ich es aber schön Finde, dass Geraldine diese Aktion immer noch weiterführt, will ich auch dann über meine Sonntage berichten, wenn ich das Motto nicht ganz treffe.
Ich hatte gut geschlafen und vor allem lange. Erst gegen 7.30 Uhr klappte ich meine Augen auf. Es war grau draußen, aber nicht ganz so grau, wie gestern. Zum Fenster kam es kalt herein, aber nicht ganz so kalt wie gestern. Eine halbe Stunde später saß ich schon im kurzärmeligen Shirt {oh, ich Heldin!} auf dem Balkon mit Kaffee und Strickzeug. Es wurde ein zweiter Kaffee und noch einige Maschen, doch der Entschluss, in den Garten zu gehen, reifte nicht, obwohl die Taschen schon seit gestern gepackt waren.
Zum Glück fragte Sylvana irgendwann an: Wollen wir uns in 20 Minuten im Garten auf ein Käffchen treffen?
Oh ja. Da schaffte ich es, die Taschen zu schnappen und loszugehen. Vor dem Haus traf ich den Verteiler der Sonntagszeitung und nahm eine gleich mit, weil mir kurz vorher eingefallen war, dass es in dieser Woche die Coupons für den Liebslingsasiaten geben müsste. Diesen habe ich dann auch gleich ausgeschnitten. Katl, guck, was ich habe. *lach* Bei weitern zwei Pötten Kaffee und der Unterhaltung mit Sylvana wurde die Socke fertig, die beim Guten-Morgen-Kaffee gerade an der Ferse angekommen war. {Das Foto habe ich erst am Abend bei Kunstlicht aufgenommen, deshalb ist es nicht so schön.

Der Sohn wollte Mittagessen kochen und ich erbot mich, die Kartoffeln zu schälen. Ich habe auch ein paar rote, meinte er. Eine davon war besonders. Ich habe sie trotzdem geschält.
Gleich danach machte ich mich über die Zucchini her. Auch weitere Gemüse wurden in kleine Stücke geschnippelt und in handliche Portionen verpackt. Als ich mit dem Gemüse fertig war, kamen die Äpfel an die Reihe. Im Grunde habe ich den ganzen Nachmittag geschält, geschnippelt und verpackt.
Sylvana fuhr heim, der Sohn machte sich auf den Weg, um seine Arbeitswäsche zu waschen. Plötzlich war ich allein. Ich nutzte die Zeit, um aus einem Rest des grauen Sockengarns ein Patch an meine Decke zu stricken {Davon gibt es heute kein Foto, hab’s vergessen} und ging mit meinem letzten Rest kalten Kaffees zu Anke und Jürgen hinüber auf ein Schwätzchen. Da senkte sich bereits der Abend über die Gärten und den beiden war es zu frisch, so dass sie sich auch auf den Heimweg machten. Auch ich packte meine Taschen, als der Sohn anrief und fragte, ob ich Abendessen möchte. Daran habe ich mit meinen Händen nicht viel getan, nur ausgepackt und in den Mund geschoben. 😉
Dafür gab es zu Hause noch etwas zu erledigen, nämlich die Wäsche abzunehmen und zu verräumen. Die Wäsche des Sohnes war nicht geschleudert, weil die Waschmaschine zu voll war. Also teilte ich die Waschladung, schaltete zweimal den Schleudergang ein. Gerade als ich die zweite Ladung aufhängen wollte, begann es wie aus Eimern zu gießen. Also hievte ich den Wäscheständer vom Balkon ins Bad, riss die Fenster auf, damit die Wäschen im Gegenzug wedeln konnte, ohne wieder nass zu werden.
Dann kuschelte ich mich in meine Decken. Der Film, den ich mir aus der Mediathek gesucht hatte, flimmerte ohne mich. Dafür hatte ich angenehme Träume.

Nachtrag
Wie ich oben schon erwähnt hatte, passt mein Eintrag nicht so 100%-ig ins Format des Sieben-Sachen-Sonntag, weil es diesmal wieder einmal viel mehr Dinge waren, die ich gatan habe. Aber glücklich war ich an diesem Tag, weil ich so viel geschafft und so viele schöne Vorräte angelegt hatte. Und deshalb dachte ich mir, ich schaue mal, ob mein Eintrag zu Katrins #Sonntagsglück passt. Ich finde schon, und habe es deshalb jetzt auch noch dort verlinkt.

Macht es hübsch, bis nächste Woche.

Samstagsplausch {07.09.2019}

Guten Morgen!
Die Wetterapp verspricht Regen. Dann hätte das Grau da draußen wenigstens einen Sinn. Ansonsten kann ich Grau gar gar gar nicht leiden. Zumal mich selbst bei Sonnenschein derzeit trübe, düstere Gedanken begleiten.
Deshalb verkrümle ich mich jetzt in die Plauderecke bei Andrea und versuche, mich von euch in angenehmere Stimmung bringen zu lassen.

Und warum…
…habe ich am letzten Samstag schon wieder die Plauderrunde versäumt? Weil ich am Morgen kurz nach 6 Uhr mit meinem tags zuvor beladenen Auto in Richtung Thüringen gestartet bin. Ein kurzer Stopp erfolgte, um Janine samt Strickzeug, Klappstühlen und jeder Menge toller fertiger Stricksachen einzusammeln. Dann ging es nach Neckeroda zum alljährlichen Färbefest. Ähm ja, inzwischen nennt man es Handwerkerfest. Mit Wolle und Färben hat das Fest kaum noch etwas zu tun, obwohl in diesem Jahr doch ein paar Stände da waren, an denen das Färben mit Naturfarben gezeigt wurde und Produkte angeboten wurden, die mit Pflanzenfarben gefärbt worden waren. Gegen die Sonne fotografiert, wirkt unser Stand ein wenig blass. Die schönen Stricksachen sollten aber doch zu erkennen sein.
Für uns {für mich} war es ein schöner Markt, mit tollen Besuchern und angeregten Gesprächen am Stand. Mit Zeit zum Strickschwatzen mit Janine. Mit Kaffee und leckerem hausgebackenen Kuchen. Mit dem unerlässlichen Thüringer Rostbrätl. Mit Fransen am Mund, weil wir unzählige Male erklärten, wie die Zackentunika oder die Patchworkdecke zu stricken sind. Ich muss direkt die Janine noch fragen, ob sie am nächsten Tag Muskelkater hatte. Sie trug nämlich eine kurz vorher fertig gestellte Zackentunika, und jedes Mal, wenn sich jemand das Garn anschaute, sprang sie auf und zeigte, wie dieses verstrickt aussah. Hach ja.

Sonntag, 01. September
An diesem Tag war mein Ruhetag. Ich kam am Morgen erst einmal gar nicht in Gang, holte später aber doch die Mutti in den Garten. Der Sommer gab noch einmal alles und beehrte uns mit 30°C, bevor dann am Nachmittag der Wind auffrischte und Abkühlung brachte.

Am Montag, 02. September holte die Katl mich von der Arbeit ab. Das war schön. Sie saß schon unten, als ich im Schulungsraum die Fenster schloss. Es tat mir gut, dass ich nicht allein heim fahren musste, zumal wir erst einmal zur Lagerbox fuhren, um das Auto wieder auszuladen. Auf dem Rückweg besuchten wir einen Laden, in dem ich schon lange mal herumschnobern wollte und kauften einige Lebensmittel. Mit einem Kaffee setzten wir uns auf meinen Balkon und strickten ein wenig. Später stiegen wir noch in den Keller hinunter und holten einen Umzugssack mit Küchenuntensilien herauf, die ich meinte zu brauchen.

Der Dienstag, 03. September
verlief so unspektakulär, dass ich mich heute schon gar nicht mehr daran erinnern kann. Dafür drehte am Mittwoch, 04. September der Sommer noch enmal richtig auf und brachte 27°C. Grund genug für mich, die Wohnung Wohnung sein zu lassen und mich nach der Arbeit in den Garten unter den Apfelbaum zu hocken, zu stricken und die letzten warmen Sonnenstrahlen zu genießen. Der Sohn kam gegen 20 Uhr und hat noch für uns gekocht. Gemüse mit Hühnchenfleisch. Jaaa, wir essen Fleisch und ich schäme mich nicht einmal dafür.

Weil am Donnerstag, 05. September der Fünfte war, habe ich ihn hier dokumentiert.

Freitag, 06. September
Dieser Tag begann etwas chaotisch, weil der Sohn seinen Wecker nicht gehört hatte und auch nicht auf meinen Sicherheitsweckruf reagierte. Also erledigte ich in Windeseile die tausend Handgriffe, die ich morgens zu tun habe und eilte in den Garten, um das "Kind" zu wecken.
Der Blick über den Gartenzaun entschädigte für all die Eile. Der Wochenfeierabend strafte die Wettervorhersage Lügen und brachte Sonne und angenehme Wärme. Deshalb zog es mich auch wieder in den Garten unter den Apfelbaum. Herrlich.

WmdedgT – September 2019

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? wird Frau Brüllen heute Abend wieder fragen. Hoffe ich. Also erzähle ich mal…

5.05 Uhr
Was waren das denn für seltsame Träume heute Nacht? Zum Glück hinterließen sie endlich einmal NICHT diesen depressiven Eindruck wie in den letzten beiden Wochen. Ich schreibe der Schwester einen Guten-Morgen-Gruß und bin froh, dass sie nicht gleich antwortet, denn heute kann ich mich nicht aufhalten. Der Sohn hat angekündigt, dass er kurz vorbei kommen will. Da möchte ich mit meinen morgendlichen Pflichten fertig sein.
5.40 Uhr
Ich starte einen Sicherheitsweckruf. Das hatte ich gestern Abend versprochen. Der Sohn hebt nach dem ersten Rufzeichen ab und steht wenig später bei mir im Flur. Es bleibt Zeit für eine Tasse Kaffee auf dem Balkon.
6.30 Uhr
Ich hoffe, ich habe an alles gedacht, denn heute muss ich direkt nach dem Dienst zu einer Vorsorguntersuchung. Der Gedanke daran vermiest mir den Tag. Ich hasse Arztbesuche, erst recht, wenn ich mich gesund fühle. Jetzt starte ich erst einmal meine abenteuerliche Fahrt zur Arbeit.
7.40 bis 12.00 Uhr
Recherchen füllen den Vormittag aus.
Einzelne Kollegen machen es sich einfach. Statt selbst aktiv zu werden, fragen sie mich nach jeder Kleinigkeit. Statt lang und breit zu erklären, erledige ich die Arbeiten. Eine Dauerlösung ist das nicht.
12.00 Uhr
Zu Mittag gibt es Knäckebrot, eine Tomate und zwei Karotten.
13.00 Uhr
Der Nachmittagstermin, auf den ich mich gefreut und intensiv vorbereitet hatte, wird wegen Krankheit abgesagt. Ich nutze die gewonnene Zeit für weitere Recherchen, auch nach Weiterbildungsangeboten für mich. Außerdem führe ich ein paar klärende Telefonate und freue mich über die Ergebnisse.
15.00 Uhr
Nun aber schnell! Ein wenig frisch machen muss sein. Es stellt sich heraus, dass ich am Morgen wirklich an alles gedacht habe. Dann beginnt auch schon wieder das Abenteuer. Normalerweise würde ich mit dem Auto bis zum Krankenhaus ganze 4 Minuten brauchen. Aber was ist in dieser Stadt schon normal? Der Straßenverkehr jedenfalls nicht. Weil die direkte Verbindung gesperrt ist und vier von fünf Straßen in diese Richtung als Sackgassen an der Baustelle enden, frage ich den Routenplaner, wie ich das Dilemma auf möglichst kurzem Weg umfahren kann. Er bietet mir eine {abenteuerliche} Route, für die ich nur 7 Minuten brauchen sollte. Ich weiß, dass dort vor einem sehr schmalen, verwinkelten Streckenabschnitt Poller stehen, um Autos fern zu halten. Ich folge der Route trotzdem und stelle fest: Der Planer ist schlauer als ich. Die Poller sind weg. Doch auch der schlaue Planer weiß nicht alles. Nach dem nächsten Abbiegen stehe ich in einer Sackgasse. Ich wende in 7 Zügen zwischen eng beieinander parkenden Autos und Monster-Baufahrzeugen und fahre weiter stadtauswärts, obwohl ich längst am Krankenhaus vorbei bin, nur eben einen Straßenzug zu weit unten. Drei Nebenstraßen weiter kann ich endlich abbiegen und tatsächlich am oberen Ende auf die Hauptstraße und dort wieder stadteinwärts fahren. Das Ziel befindet sich rechts. Ich habe nur 16 Minuten gebraucht, das Vierfache des normalen Weges. Dafür gibt es jede Menge freie Parkplätze direkt beim Eingang. Die Untersuchung beginnt pünktlich und dauert ganze 15 Minuten.
Details des Heimweges spare ich mir hier. Da ich erst einmal zu Mutti will, bietet sich ein Umweg an, auf dem es an diesem Nachmittag keine Überraschungen gibt. Allerdings geht unmittelbar bei Muttis Haus fast nichts mehr. Ich quäle mich drei Runden suchend ums Carré und parke am Ende in der Baustelle.
17.10 Uhr
Mutti hat Nudelsuppe für mich gekocht, die ich heißhungrig verschlinge. Dann können wir los zum Kaufmannsladen.
Man sollte bei der Stadt Zuschuss zu den Spritkosten beantragen, wegen der unzähligen Baustellen und dadurch nötigen Umwege.
Bei unserer Rückkehr ergattere ich einen legalen Parkplatz in der Nähe des Hauses. So habe ich keine Eile, wieder wegzufahren und zeige Mutti noch dieses Video von Frank Schöbel, in dem ich mich zur Zeit wiedererkenne.
19.30 Uhr
Endlich daheim. Ich lege die Taschen ab und plumpse auf mein Sofa. Nur mal ganz kurz entspannen.

Mühsam öffne ich die Augen. Es ist dunkel. Wie spät haben wir’s denn? Ah, 22.20 Uhr. Na, da kann ich doch noch einiges erledigen. Wenn ich doch nur nicht so müde wäre! Wenigstens den WmdedgT-Eintrag schreibe ich noch fertig. Dann ist dieser 5. September 2019 auch schon wieder Geschichte.

Der Mittwoch…

…wird der letzte Sommertag des Jahres, hieß es am Morgen im Radio. Fahren Sie an den See oder gehen Sie in den Park. Nutzen Sie diesen letzten schönen sommerlich warmen Tag! Wer kann das schon an einem Mittwoch? Die meisten von uns müssen arbeiten und haben erst Feierabend, wenn die Sonne sich schon wieder verabschiedet.
Ich war immer dafür, die Zeitumstellung abzuschaffen. Bin ich immer noch. Außerdem war ich der Meinung, wenn es soweit ist, muss die "Winter"zeit beibehalten werden, weil dies für unseren Längengrad die tatsächliche Normalzeit ist. Auch dieser Meinung bin ich immer noch. Wenn ich dann allerdings 20 Uhr auf meinem Balkon Wäsche aufhänge und feststelle, dass es schon fast dunkel ist, dann erschreckt mich das sehr, bedeutet es doch, dass es normalerweise schon 19 Uhr so düster wäre. Hilfe. Da hat man ja gar nichts mehr vom Tag/Feierabend. Ich weiß gar nicht, weshalb mir das in diesem Jahr so besonders auffällt. Vielleicht, weil ich nicht viel vom Sommer hatte wegen all dieser Unmöglichkeiten mit der Wohnung?
Jetzt geht es zumindest erst mal hinaus in die Sonne, ins Auto, in die unsäglichen Staus und Umleitungen dieser Stadt. Auf meinen möglichen Heimwegen sind mittlerweile so viele Straßen gesperrt, dass ich zunächst in die komplett entgegengesetzte Richtung fahren muss, um in einem riesigen Bogen irgendwann mal eine befahrbare Strecke zu erreichen. Massenweise zusätzliche Kilometer.
Soviel zum Umweltschutz.

Es ist Herbst…

…und ganz pünktlich startete gestern bei Barbara von 60° Nord das Herbst-Handarbeitsbingo, an dem ich mich dieses Jahr unbedingt beteiligen möchte.
Das erste Kästchen kann ich sogar schon abstreichen, denn gestern wurden diese schönen Socken fertig. Etwas Warmes für die Füße habe ich also schon. Und etwas stricken könnte ich auch schon abstreichen. Da ich aber noch ein Ufo und diverse andere Dinge ebenfalls stricken möchte, lasse ich das Kästchen mal noch frei.
Wenn ich genau hinschaue, werde ich wahrscheinlich vieles abstreichen können, aber doch wieder keine Reihe voll bekommen. Aber das macht nichts, was zählt, ist der Spaß, dabei zu sein.

Sieben Sachen Sonntag {01.09.2019}

Sieben Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände gebraucht habe, werden gesammelt von Geraldine
Am Morgen kam ich überhaupt nicht in Gang und tat auch nichts mit meinen Händen, außer meiner Schwester Nachrichten zu schreiben, die davon handelten, wie müde ich bin und dass ich eben nichts auf die Reihe bekomme. Ihrem Rat {ich solle mich bewegen} folgend, holte ich dann doch die Mutti ab und brachte sie in den Garten. Dort begann dann auch ich, etwas zu tun. Zunächst sammelte ich Falläpfel ein, die ich zu Apfelkompott oder -mus verarbeiten will. Später gab es Kaffee im Garten. Kuchen hatten wir diesmal nicht.
Zwischendurch wurden immer wieder die Stricknadeln geschwungen, hauptsächlich mit den Socken, die ich dann am Abend daheim noch fertig bekam.Weil Mutti wissen wollte, woran ich tags zuvor in Neckeroda gestrickt hatte, nahm ich zwischendurch das Tuch zur Hand und strickte auch daran ein paar Rippen. Nachdem ich die Mutti heim gebracht hatte, wollte ich einen "bequemen" Weg fahren und stellte dabei fest, dass dieser neuerdings gesperrt ist, mit Pollern und einer Schranke. Na toll! Für mich hieß das wenden und einen noch größeren Umweg. Da ich nun sowieso umkehren musste, tat ich etwas, das ich noch nie gemacht habe. Ich bestellte meinen allerersten Sub {Werbung ohne Auftrag oder Entgelt}. Gegessen hatte ich schon mal einen, den der Schwestermann mitgebracht hatte, bestellt noch nie, weil mir das zu umständlich und nervig war. Ich habe mich auch diesmal schwer getan und war bei meiner Bestellung zu zaghaft. Lecker war’s trotzdem. Nach dem Essen überlegte ich, dass ich doch noch eine Maschine Wäsche waschen könnte. Als diese fertig war und ich sie aufhängen konnte, war es bereits dunkel. Bevor ich den Wäscheständer auf dem Balkon aufstellte, versorgte ich erst noch meine schönen Pflanzen mit Wasser.
Das waren sieben Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände gebraucht habe, mal nur fünf Minuten, mal deutlich länger, wenn auch keine fünf Stunden. Und nun ab damit zu Geraldine.

Sieben Sachen Sonntag {25.08.2019}

…am Montag.
Sieben Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände gebraucht habe, werden gesammelt von Geraldine. Ich würde mir für diese schöne Aktion viel mehr MitspielerInnen wünschen. Deshalb gehe ich jetzt mal mit gutem Beispiel voran, man könnte auch sagen, ich hinke hinterher, weil jetzt schon Montag ist und ich eben erst dazu komme, etwas über meinen Sonntag zu berichten.
In der Nacht vom Samstag auf Sonntag war ich im Garten geblieben. Das brauchte ich sozusagen als Ausgleich, weil ich den Samstag bis in den Nachmittag hinein noch in der Wohnung verbracht hatte. Am späteren Nachmittag fragten Anke und Jürgen, ob ich nicht vielleicht mit und bei ihnen Kaffee trinken wollte. So wechselte ich in den Gegenüber-Garten, wo die beiden dann vorschlugen, wir könnten auch noch zusammen Abendbrot essen. Wir tafelten auf, was die Kühlschränke und die Gärten hergaben und verbrachten den frühen Abend gemeinsam. Weil es mittlerweile schon wieder recht früh dunkel wird, kam ich erst in meinen Garten zurück, als die Elfenlichter bereits den Weg beleuchteten. Ich schaute noch ein Filmchen in der Mediathek. Dann streckte ich mich auf der Schaukel aus und schlummerte friedlich bis zum Sonntag Morgen halb sechs. Ab da wollte ich den Tag genießen und tat das zuerst mit einer Tasse Kaffee und einer unfertigen Socke. Im Laufe des Vormittags wurde die Socke fertig, wovon ich kein Foto habe, weil ich das Paar am selben Tag gleich an den Sohn weiter gab. Ebenso gibt es kein Foto von den Socken die ich sofort für mich anstrickte. Damit muss ich mich beeilen, denn meine Sockentüte ist nach dem Umzug in der neuen Wohnung plötzlich unsichtbar gweworden. *kicher*
Da der Sohn erst am Nachmittag kommen wollte, fütterte ich die Fische. Diese Handvoll Futter war im Handumdrehen verschwunden und es gab noch eine Handvoll. Als der Sohn kam, dachte er, ich hätte die Tierchen vergessen und fütterte nochmals. So ein verfressenes Völkchen!
Ein paar Bohnen konnte ich noch ernten. Eine weitere Charge beginnt gerade erst zu blühen.
Gekocht habe ich die Böhnchen allerdings nicht, dazu war es mir einfach zu warm.
Dafür schnippelte ich spät am Abend in meiner schönen kühlen Wohnung noch Zucchini {auch aus dem Garten} und einen Berg Pilze für eine Rum-fort-Pfanne. {Ihr wisst schon, was rum liegt und fort muss.

Lecker, lecker.

Samstagsplausch {24.08.2019}

Guten Morgen Welt. Da bin ich wieder. Und möchte ein paar Gedanken und Erlebnisse hier abladen.

Pechsträhne?
Pech gibt es nicht behauptet Evelyn Wenzel {Unentgeltliche Werbung ohne Auftrag} und mag damit recht haben. Eine Häufung widriger Umstände und Begebenheiten kann es hingegen sehr wohl geben. Für mich begann alles damit, dass die Nachbarn meiner Mutter auszogen und sie mir in den Ohren lag, dass ich doch nicht ewig im 4. Stock wohnen könne, mit meinen Knien, meinem Gewicht und dem fortschreitenden Alter. Wenige Wochen vorher hatte ich von meiner Vermieterin eine Nachricht erhalten, dass seitens der Eigentümergemeinschaft der Anbau von Balkons nun endlich beschlossen sei, dies zwar noch ein oder zwei Jahre dauern könnte, ich mich aber schon mal auf diese Verbesserung der Wohnung freuen könne. Für mich war das kein Grund zur Freude, sondern ein Schreck, denn ich stellte mir vor, wieviele Unannehmlichkeiten der Umbau mit sich bringen würde, wie die ohnehin sehr geringe Wohnfläche durch den Zugang zum Balkon weiter eingeschränkt würde und dass letzten Endes die Miete weiter steigen würde, wo mir doch jetzt schon jeder Cent zu schade ist für diese winzige Hütte ohne Komfort.
Der Gedanke formte sich wie von selbst: Bis dahin will ich hier raus sein!
Das war im Februar.
Ich bemühte mich um die Wohnung neben der Mutti, die jedoch gar nicht frei gemeldet war {Im Nachhinein betrachtet ein Glücksfall, denn so unmittelbar neben der kleinen alten Frau hätte ich mein eigenes Leben gleich an der Haustür abgeben können.} Ich bekam eine andere Wohnung angeboten, drei Häuser weiter. Das war noch nah genug. Ein Wust an Papier- und Bürokram schloss sich an, Zeitdruck entstand, weil der Einzugstermin vorverlegt wurde.
Dann erwies sich die Wohnung doch leider als unzumutbar {Modergeruch, welliges Laminat…}, Absage.
Erneute Wohnungssuche schloss sich an, Zeitdruck entstand, da ich die alte Wohnung bereits gekündigt hatte.
Nach ewigem Hin-und-Her, gefühlt tausend Besichtigungen, Tonnen an Papier in Form angeforderter Unterlagen endlich irgendwann die Zusage für eine Wohnung. Zeitdruck entstand, weil die Schlüsselübergabe mehrfach nach hinten verschoben wurde und das Mietende der alten Wohnung immer näher rückte. Als der Umzug endlich beginnen konnte, fielen nach und nach die Helfer aus. Bei der abschließenden Renovierung stand der Sohn ganz allein da. Zeitdruck war vorprogrammiert.
Dann erhielten wir 2 Wochen Aufschub, in denen der Sohn aus der gewöhnlichen {nicht besonders attraktiven} Wohnung ein Schmuckstück machte {bis auf die Dinge, die vom Eigentümer erneuert werden müssen}.
Die Wohnungsübergabe wurde trotzdem zum Desaster, weil die Verwalterin versuchte, die abgewohnten Einrichtungen [Teppich, Badewanne …], die nach der langen Mietzeit vom VERmieter ersetzt werden müssen, mir anzulasten. Zeitdruck wurde künstlich aufgebaut, weil die Verwalterin innerhalb von 3 Werktagen von mir eine schriftliche Zusage haben wollte, ob meine Haftpflichtversicherung oder ich den "Schaden" bezahle. Holzauge, sei wachsam. Ich habe schriftlich termingerecht mitgeteilt, dass ich den Fall meiner Versicherung übergeben habe. Eine Zusage, wer was bezahlt, habe ich wohlweislich NICHT gemacht. Ob ich überhaupt etwas bezahlen muss, darum kümmert sich nun eine Versicherung und ein Anwalt.
Damit könnte doch nun endlich Ruhe einkehren und ich noch den Rest des Sommers genießen.
Da erscheint vor ein paar Tagen am Auto eine Warnleuchte, die mir sagt, ich soll in die Werkstatt fahren und bis dahin vorsichtig fahren. *grrr*
Am Dienstag wollte ich bei meiner Hausärztin eine Überweisung abholen. Da stellt sich heraus, dass meine Versicherungskarte gesperrt ist. Das hängt vermutlich mit meinem Umzug und den neuen Daten zusammen, aber ist auch wieder eine Baustelle, um die ich mich kümmern muss.
Am Wochenende war die Mutti unleidlich, weil ich sie am Samstag nicht in den Garten geholt hatte. {Ich war selbst nicht dort.}

Es kann doch nun bitte mal wieder etwas entspannter zugehen. Was kommt denn nun noch alles? Was geht als nächstes kaputt? Wer stellt als nächstes Forderungen? Wogegen oder wofür muss ich als nächstes kämpfen?
Ich will mal ne Weile nicht kämpfen. Ich möchte mal etwas Ruhe haben.

Glücksmomente!
Wenn es Pech nicht gibt, wie sieht es dann mit dessen Gegenteil aus, mit dem Glück? Da gab es schon Momente, in denen ich mich glücklich fühlte.
Am Montag stand auf meinem Plan für den Feierabend, dass ich in meiner unaufgeräumten Wohnung Unterlagen finden musste, die ich am Dienstag bis 10 Uhr einem Anwalt für Mietrecht vorlegen sollte. Das setzte mich so unter Druck, dass ich mir nicht vorstellen konnte, die Suche hinzubekommen, wenn ich allein daheim wäre. Deshalb bat ich die Katl, vorbei zu kommen, was sie sehr gern tat. Sie sollte mir nicht einmal bei der Suche helfen, ich wollte nur, dass jemand da war. Sie setzte sich auf den Balkon und ich widmete mich den Ordnern, die ich wahllos ins untere Fach {in alle unteren Fächer} des Bücherregals gestellt hatte. Der erste Griff galt einem Ordner, in dem ich vor einem Jahr alle möglichen Unterlagen zum Kopieren mit mir herumgeschleppt hatte. Doch der war leer. Der zweite Griff ins Regal förderte den richtigen Ordner zu Tage und darin, ordentlich abgeheftet die gesuchten Unterlagen. Da war auf einen Schlag die Welt in Ordnung. Als dann auch noch der Sohn anrief und fragte, was wir zum Abendessen haben möchten, schnappte ich mir die Katl und schleppte sie mit in den Garten. Unter dem Apfelbaum saß ich und schnippelte Zwiebeln, Knobi und Berge leckerster Tomaten, die ich von verschiedenen Gartennachbarn und von Katl geschenkt bekommen hatte. So fühlt sich Glück an.

Für den Mittwoch Nachmittag war ich mit Janine verabredet, die ich schon wochenlang nicht gesehen hatte. Wir trafen uns am Musikpavillon im Clarapark. Das war einfach nur schön. Da passte alles. Leckeres Eis haben wir gegessen {Das hat es leider nicht aufs Foto geschafft}, viel geschwatzt und endlich mal wieder gestrickt. Das heißt, Janine hat die ganze Zeit über gestrickt und brachte tolle Teile mit, die sie mir zeigte. Unter anderem eine 10-Zacken-Tunika, die mir so gut gefiel, dass ich sofort beschloss, mir ebenfalls eine zu stricken. {Der Link führt zu einer gehäkelten Variante, die mir persönlich nicht ganz so gut gefällt, wie die gestrickte, nur damit ihr eine Vorstellung habt, falls euch der Begriff gar nichts sagt.} Außerdem trug Janine ein ganz wundervolles gestricktes Top, das sie selbst ausgetüftelt hat. Ich wünschte, ich hätte es für euch fotografiert, denn ich bin riesig begeistert davon.
Natürlich hatte ich auch meinen Strickbeutel dabei und schaffte es, eine Socke fertig und die zweite dazu bis zur Ferse zu stricken. Endlich, endlich mal wieder mehr als 10 Maschen am Stück zu stricken war auch Glück für mich. Und der gesamte Nachmittag/Abend war ein wunderbares Erlebnis für mich. Hach ja.

Und sonst so?
Den Wochenfeierabend habe ich unendlich genossen. Früher war ich es gewohnt, Feierabendaktivitäten gleich an die Arbeit anzuschließen und keinesfalls zwischendurch heim zu gehen. Denn, wenn ich mich erst mal meine 4 Etagen hinauf gequält hatte, mochte ich dann immer nicht noch mal los. Jetzt ist das ganz anders. Schon am Morgen hatte ich die Waschmaschine programmiert, so dass sie fertig war, als ich heim kam. Die Wäsche auf dem Balkon war trocken, also konnte ich Platz schaffen für die neue Ladung. Dann hatte ich noch bissel was zu muddeln und als ich fertig war, packte ich lange Leggins, Socken und eine Strickjacke ein, schnappte mein Strickzeug und machte mich auf den Weg in den Garten. Chrissi brachte Weintrauben aus ihrem Garten, die Weinkönigin holte den Sohn ab und ich saß unter dem Apfelbaum, genoss die Trauben, nadelte an der zweiten Socke für den Sohn, bis es dafür zu dunkel wurde und schaute nebenbei SOKO Wismar in der Mediathek.

Jetzt gibt es erst einmal einen großen Milchkaffee und dann schaue ich bei Andrea in der Plauderecke rein, was ihr so schönes erlebt habt, unter der Woche.
Ein super schönes Wochenende für euch alle wünscht
die Mira

Samstagsplausch {17.08.2019}

Da habe ich vor 14 Tagen getönt, ich sei zurück in der Bloggerwelt, insbesondere bei unserem geliebten Samstagsplausch bei Andrea und dann habe ich mich nicht mehr gemeldet und auch letzte Woche wieder nicht mitgeplauscht. Das hatte jedoch einen guten Grund, denn ich hatte das Haus voller Gäste, keinen Platz am Rechner und auch jede Menge anderes zu tun… Wie habt ihr das so schön gesagt? Leben 1.0 Und das tat gut, sowas von gut.

Dienstag, 6. August
Die Schwester samt Mann kommt am Nachmittag bei mir an. Abendessen gibt es im Garten, weil die Wohnung noch nicht fertig eingerichtet ist und ich vor allem noch keine oder nur eine provisorische Küche habe. {Das wird auch noch eine Weile so bleiben, denn ich möchte mit Janines Unterstützung ganz in Ruhe meine neue Küche planen.}

Mittwoch, 7. August
Frühstück im Garten. Danach fahren Schwester und Mann zu Mutti und später in die Stadt {nach Leipzig}, während ich mich mit Katl in der Hornstsche treffe, zu diversen Putzarbeiten. Langsam wächst sich das zu einem Tick aus. Immer wieder fällt mir noch etwas ein, was man vielleicht auch noch verbessern könnte, damit diese blöde Eigentümerin auch wirklich nicht den kleinsten Pipps finden kann, den sie nutzen möchte, um mir meine Kaution nicht erstatten zu müssen. Vielleicht schauen wir noch mal in die Abflüsse von Waschbecken und Wanne?
Nu isses aber mal gut! Willst du gar noch den Klempner bestellen, damit er die Rohre von innen reinigt?
Gute Idee. Wir könnten ja vielleicht noch mal Rohreiniger…
NEIN!
Nein???
NEIN!!!
Abendessen im Garten.

Donnerstag, 8. August
Vor dem Frühstück hole ich die Mutti ab. Wir fahren zur Bank, was an diesem Morgen passieren muss, weil ich damit rechne, dass wegen des Festivals später die Zufahrtsstraße gesperrt wird. {Das passierte dann doch nicht, weil das Fest dieses Mal etwas anders strukturiert war.} Anschließend schleppe ich die kleine Frau mit zum N-Markt, wo ich noch Kleinigkeiten für das Frühstück einkaufe, und danach in den Garten.
Nach dem Frühstück zieht sich der Schwester-Mann in die Wohnung zurück an den Computer. Wir Mädels klönen in der Vormittagssonne.
Gegen Mittag bringe ich die Mutti heim und mache mich auf den Weg nach Prießnitz {Werbung ohne Auftrag}, um die Junghexe und ihre Freundin abzuholen. Die Schwester begleitet mich, was mich sehr freut, immerhin dauert die Hinfahrt eine Stunde, die wir ganz für uns haben.
Am Abend tickt der Schwester-Mann aus. Da der Sohn nicht im Garten ist und auch die Witterung gar nicht so stabil aussieht, entscheide ich, dass die beiden 13-Jährigen nicht im Garten übernachten, sondern in meinem Arbeitszimmer auf dem großen "schwarzen" Bett. {Nicht das Bett ist schwarz, nur der Rahmen}. Da entscheidet der Schwester-Mann plötzlich, dass das überhaupt nicht in Frage kommt, dass die Mädchen dort schlafen. Dabei war das von vorn herein vorgesehen und die Garten-Variante nur eine vage Möglichkeit. Auf meine Frage, warum das nicht in Frage kommt, meint er {schon reichlich wütend}, weil er an den Rechner will.
Meine Antwort: Dann nimm den Rechner doch mit in ein anderes Zimmer, wir haben doch überall WLAN.
Das bringt den Guten völlig aus der Fassung und er schreit mich an, will zuerst in ein Hotel, beschließt eine Minute später, gleich ganz abzureisen, woraufhin ich ihn bitte, mir meinen Wohnungsschlüssel zurück zu geben. Damit hat er wohl nicht gerechnet. Hat vielleicht gedacht, ich bettle ihn dazubleiben. Oder ich verfrachte die Mädchen doch in den Garten. Geht’s noch?
Mit Schwester, Katl und den Mädels verbringe ich den restlichen Abend bei dem wunderbaren Festival, wo im Luftschloss Huun Huur Tu auftreten und auch meine beiden Teenies schwer begeistern.

Freitag, Samstag, Sonntag, 9. – 11. August
Wir verbringen das gesamte Wochenende auf dem Festival.Vormittags, wenn es mir gelungen ist, die Teenies aus dem Bett zu bekommen, finden wir uns erst einmal im Garten ein, um zu frühstücken. Meist wird ein Brunch daraus.
Danach ist Spaß haben und tolle Musik hören angesagt. Und natürlich tanzen und gelegentlich was Leckeres naschen.

Montag, 12. August
Abreisetag. Zuerst wird die Schwester von ihrem Mann abgeholt. Er war dann doch nicht abgereist, sondern in eine Pension gezogen. Nun nutzt er die Gelegenheit, sich mir gegenüber noch einmal voll daneben zu benehmen. Ich stehe da drüber.
Die Teenies lasse ich ausschlafen und fahre gegen 13 Uhr los, Das Lauch nach Prießnitz zu bringen. Die Junghexe kommt natürlich mit. Auf dem Rückweg habe ich sie endlich mal ganz für mich und wir unterhalten uns über alles Mögliche.
Nachdem ich sie daheim abgesetzt habe, treffe ich den Sohn im Garten und fahre später mit ihm noch mal in die Hornstsche. Da war doch noch was.
All die Jahre hatten wir eine Wäscheleine auf dem Trockenboden hängen, die alle Hausbewohner mitnutzen konnten. Auch meine Nachbarin hatte eine Leine dort. Jetzt beim Auszug hatte der Sohn versehentlich die Leine der Nachbarin mit heim gebracht und unsere hängen lassen. Deshalb klingelte ich bei besagter Nachbarin, um ihr zu sagen, dass wir ihr im Gegenzug unsere Leine {doppelt so lang} da lassen. Zum Glück war sie nicht zu Hause, denn ich hätte mich mit dieser Aussage völlig blamiert. Zufällig war der Sohn noch mal auf dem Dachboden, weil er etwas nachsehen wollte und stellte dabei fest, dass irgend ein böswilliger Hausbewohner {andere haben keinen Zugang zum Dachboden} die gesamte Leine in kleine Stücke zerschnitten hatte. Teilweise hingen sie noch an den Haken, teilweise lagen sie auf dem Boden und ein Stück hatte derjenige demonstrativ vor unsere besenreine Bodenkammer platziert. Das sollte wohl bedeuten: Schaut her, die da hat ihre Leine nicht entfernt. Wie dumm kann man sein?

Dienstag, 13. August
Die freien Tage sind vorüber, ich beginne wieder mit der Arbeit. Weltbewegendes geschieht in der Firma gerade nicht.
Das vorletzte Mal in der Hornstsche. Die Fenster waren nicht ganz blitzblank. Der Sohn geht da noch mal drüber. Ich hätte es selbst gemacht, aber ich kann nicht hochlangen und die Leiter haben wir schon weggeholt. Wir packen die letzten Putzmittel ein und ich dokumentiere den gesamten Zustand der Wohnung, der Wände, Türen, Fenster, Heizkörper innen alles, was irgend geht. Das muss ich tun, denn die Eigentümerin hat bereits einen Schlüssel, und nach dem Ding mit der Leine {und diversen anderen kleinen Schikanen} traue ich niemandem mehr.

Mittwoch, 14. August
Feierabend im Garten. Das tut sooo gut. Der Sohn kocht Bohnen zum Abendbrot.

Donnerstag, 15. August
Das allerletzte Mal in der Hornstsche. Wohnungsübergabe. Die Vermieterin ist relativ umgänglich, so, wie sie früher auch war. Ihr Partner, der im Grunde bei der ganzen Sache gar keine Funktion hat, versucht auf jede erdenkliche Art, für die nach der langen Mietzeit notwendige Sanierung Geld von mir herauszuschlagen. Die Sanierung wird notwendig, da ich über 14 Jahre dort gewohnt habe, die Wohnung damals zwar gemalert, die Installationen aber schon nicht mehr neu waren und in der gesamten Mietzeit von der Eigentümerin bis auf ein Toilettenbecken nichts, aber auch gar nichts erneuert wurde. Natürlich ist die Bude abgewohnt. Aber für den Wertverlust durch Abwohnen habe ich schließlich 14 Jahre lang Miete gezahlt. Die Verwalterin versucht mit allen {auch unlauteren} Mitteln, mir die Sanierung anzulasten.
Ich bin trotzdem froh, dass ich endlich die Schlüssel los bin und dort nie wieder hin muss.

Freitag, 16. August
Ich habe sehr schlecht bis gar nicht geschlafen. Diese miesen Machenschaften der Verwalterin gehen mir nicht aus dem Kopf. Gegen Mittag entschließe ich mich, einen Anwalt einzuschalten und bekomme für den 21. August einen Termin. Nun endlich kann ich mich entspannen.
Nach der Arbeit hole ich Katl ab und gehe mit ihr in die Therme. In der Sauna schwitze ich den ganze Frust der letzten Monate, den Stress, die Sorgen und Ängste und all das Böse, das mir widerfahren ist, aus mir heraus, spüle den Rest beim Schwimmen ab. Als es dunkel wird, fahren wir heim, und ich entdecke eine Nachricht des Sohnes, der wieder gekockt hat und mich fragt, ob ich noch etwas haben möchte. Bei Hühnchen kann ich nicht nein sagen. Wenn der Sohn gekocht hat, erst recht nicht. So finde ich mich spät noch im Garten ein. Es ist immerhin Wochenfeierabend.
Als es kühl wird, zündet der Sohn ein Feuer an.