Montag, 25.05.2020

Ein Montag Ende Mai
6.00 Uhr
Was ist denn das für ein Geräusch? Der Wecker hat Glück, dass er im Handy wohnt, sonst hätte ich ihm jetzt vielleicht weh getan.
6.05 Uhr
Nochmal das gleiche Geräusch. Naja, nicht ganz. Die Zeitansage ist anders. Eh klar.
Ich schleppe mich ins Bad, da fällt mir ein Text von Stoppok ein: Was sind das für Geräusche und wo kommen die her… ich singe weiter, um herauszufinden, wie der Song heißt. Da isser. Das Album Silber. Lange her.
6.45 Uhr
Der Sohn ist endlich abfahrbereit. 15 Minuten über der Zeit. Ich schaffe es trotzdem, ihn pünktlich bei der Arbeit abzuliefern. Haarscharf, aber pünktlich. Nicht gut. Gar nicht gut. Da können wir nun womögich jeden Morgen so herumtrödeln. *tssss*
Auf dem Rückweg von B-dorf setzt Regen ein. Ich fahre trotzdem zum Garten. Wenigstens will ich die Pflanzen ausladen. Weil es, als ich da ankomme, gerade mal nicht regnet, beschließe ich, nun doch gleich zu pflanzen, wie ich es ursprünglich vor hatte. Aber erst mal nen Kaffee, oder?
Ich habe das Wasser gerade aufgesetzt, als es wieder wie aus Kübeln regnet. Menno!
Ich sende ein paar Texte an den Sohn und an Katl und kann dann endlich auf den Acker. Der Kaffee muss warten.
Zuerst kümmere ich mich um die Brombeerranken. Sie haben gut Blüten angesetzt und wenn wir sie dort wachsen lassen, wo ich sie jetzt hin dirigiert habe, kann das eine feine, reich tragende Hecke werden.
ca. 11.00 Uhr
Ich habe meine Pflanzen auf dem Beet verteilt, mit zwei Nachbarinnen ein paar kurze Worte über den Zaun gewechselt und immer noch keinen Kaffee getrunken. Ich bin zwischendurch ein paarmal nass geworden und im kühlen Wind {Das Thermometer zeigt 12°C} nicht wieder richtig getrocknet.
Nach ein paar weiteren Textnachrichten an Sohn und Katl entschließe ich mich, heim zu gehen und den Kaffee lieber dort zu trinken.
11.55 Uhr
Daheim. Erstmal raus aus den feuchten Klamotten, trockene Kleidung anziehen und Heizung aufdrehen. Jaha! Ich bin heute ne Zimperliese.
Draußen ist es finster, als wollte die Welt untergehen und der Wind rauscht in den Ahornen, so laut, als wären wir am Meer.
Ich bereite mir ein feines Mittagessen.
Zuerst wird Sanddornöl {es geht auch jedes andere Öl, außer Olive, weil das zu schnell verbrennt} in einem Topf erhitzt und eine Portion Reis darin angebraten, mit Wasser abgelöscht, nach Wunsch leicht gesalzen. Während der Reis gar zieht, schütte ich eine Packung Pfannengemüse Asiatische Art in die beschichtete Pfanne und lasse es auftauen und anschmurgeln. Ich nehme gern das vom Kaufmannsladen, weil es wenig Karotten enthält. Außerdem ist es ungewürzt. Deshalb gebe ich einen Schuss Sojasoße zu und rühre zwei Gabeln voll grüne Currypaste unter.
Zuletzt hebe ich den Reis unter das Gemüse.
Dann ist genießen angesagt. Und zum Nachtisch… leere ich meinen noch halbvollen Kaffeepott. Der stand da noch von ganz früh, bevor ich mit dem Sohn losgefahren war. Er ist eiskalt, aber das kenne ich ja nicht anders.
Auf der Couch klöne ich ein wenig, lese ein paar Seiten, dann fällt mir etwas ein und ich hocke mich an den Rechner und recherchiere ein wenig.
Weil ich mich neulich mit der Schwabenfrau und mit meiner Freundin Petra über Pippi Langstrumpf unterhalten und heute auch Katl davon erzählt hatte, suche ich nach ein paar Pippi-Zitaten.
15.30 Uhr
Ich wollte längst unterwegs sein zum Fleischer, zum Gemüsemann, zum Baumarkt. Nun aber!
18.55 Uhr
Wieder daheim.
Zum Abendbrot gibt es Tomatensalat satt. Hach, lebe ich heute gesund.
Nun stellt sich die Frage: Mediathek oder Buch? Und da war doch noch was…

Ach ja, der Montagsstarter von Anni und Martin.

1. Wenn ich wieder arbeite, muss die Zubereitung der Wegzehrung schnell gehen.

2. Ich kann nur zustimmen, … nö, ich bin derzeit in einer Verfassung, da stimme ich lieber nicht so schnell zu. Niemandem. Vorläufig.

3. Aktuell lese ich Krimis en masse.

4. Ich weiß gar nicht mehr, was ich zuletzt gesehen habe im Kino. Wird Zeit, dass wir da wieder hin dürfen. Immerhin waren die Betreiber unseres kleinen, feinen Vorstadtkinos so rührig, ein Autokino aus dem Boden zu stampfen. Klasse!

5. Es geht mir schon ein bissel auf die Nerven, dass wir noch immer auf so viele kulturelle Ereignisse und Erlebnisse verzichten müssen. Aber hilft ja nix. Da müssen wir nun durch.
Was sagte ein Freund neulich? KUNST IST AUCH SYSTEMRELEVANT! Ja!!!
Ähm, da hab ich ja doch was, dem ich zustimme. Hm.

6. Einen Tag in der Woche arbeiten ist besser als gar nicht. Immerhin.

7. Diese Woche steht Fokus von Muttis Zahn-OP.Außerdem ist mein erster Arbeitstag nach über neun Wochen geplant und ich freue mich darauf wie verrückt, zumal ich in einer Außenstelle eingesetzt bin, in der ich schon immer sehr gern gearbeitet habe.

Nun ist der Montag fast vorüber. Ich wünsche euch allen eine schöne Woche.
Bleibt trotz aller Lockerungen gesund und vor allem gelassen.
Eure Mira

Samstagsplausch {23.05.2020}

Wie war die Woche?
…wunderbar!

Samstag, 16. Mai
Nicht mein Tag! Ich fühle eine Missstimmung heran rollen, der ich nichts entgegensetzen kann. PewiE hatte mir geschrieben, sie werde am nächsten Wochenende zu mir kommen, weil ich dringend aus meinem Trott heraus müsse, schließlich wisse sie genau, wohin das führen könne. Sie hat ja recht, aber nächstes Wochenende ist noch so weit weg.
Ich bin für den Dienstag Nachmittag mit Janine verabredet. Weil wir nicht wissen, welche Cafés überhaupt geöffnet haben und unter welchen Bedingungen, und weil ich mit meinem Geld ohnehin sehr, sehr haushalten muss, haben wir ausgemacht, dass ich zu ihr komme und die Zutaten für einen Schichtsalat mitbringe. Das wird bestimmt schön, aber Dienstag ist ja noch so weit weg. Am Montag Morgen will ich, gleich wenn ich den Sohn zur Arbeit gebracht habe, zu Katl gehen. Sie hat noch aus der Zeit, als es knapp war, eine Packung Toilettenpapier für mich, außerdem ein Päckchen mit Sockengarn. Ein bissel mulmig ist mir vor diesem Treffen, weil wir uns seit Ewigkeiten nicht gesehen haben und weil… tja, ich weiß nicht, ich manchmal das Gefühl habe, die Katl mag gar nichts mehr mit mir zu tun haben. Den Gedanken schiebe ich erst mal von mir weg. Wenn es sich komisch anfühlt, kann ich ja schnell wieder gehen, und außerdem ist es auch bis Montag noch lange hin.
Um mich irgendwie aus meinem Gedankenkarussell zu befreien, beschließe ich, den Samstag gemütlich daheim zu "verklumpern" und am Sonntag nach Delitzsch zur Gärtnerei Richter zu fahren, um Gurkenpflanzen zu holen.
Dann ruft Mutti an.
Sie will heute schon zur Gärtnerei. Sonntags haben die doch gar nicht offen! Na klar. Wenn sie das sagt, ist das auch so. *grrrr*
Ich raffe mich auf, hole die kleine Frau ab, fahre mit ihr nach Delitzsch. Am Eingang stehen die Öffnungszeiten, sonntags von 11 bis 16 Uhr. Ach? Seit Kindertagen liebe ich Gewächshäuser, seit Cinderella 80 würde ich gern in einem wohnen. 😉 An einem Tisch mit Gemüsepflanzen bleibe ich stehen, wähle einen Sechserpack Kohlrabipflänzchen. Als der im Einkaufswagen ist, flitzt die Mutti weiter. Das reicht doch! Außerdem wolltest du Tomatenpflanzen.
Gurken.
UND Tomaten!
Aha!
Dann habe ich 6 Tomatenpflänzchen und 4 Gurken, von denen sich eine später als Zucchini entpuppt.
Jetzt gehen wir aber endlich zu den Kassen!
Ich hätte gern noch ein wenig geschaut. Wozu? Du hast doch alles.
Apropos alles: Das kann doch noch nicht alles gewesen sein, oder?
Auf dem Hinweg sind wir an einem Abzweig zum Schladitzer See vorbei gekommen. Alle reden immer davon, alle waren wohl auch schon dort. Nur ich nicht! So biege ich auf dem Rückweg dort ab.
Wie schön es dort ist. Ich würde gern zu dieser schönen Bucht hinunter steigen und am allerliebsten mit den Füßen ins Wasser. Darf ich aber nicht, weil der Abstieg für die kleine Frau zu steil ist. Was ich mitnehmen kann, ist dieses verpixelte Foto. Heranzoomen macht sich am Handy nicht so toll.Nacheinander schaffe ich 11 Fotos, alle vom selben Standort aus. Dann will die kleine Frau wieder heim. Nunja.

Sonntag, 17. Mai
Gar kein Tag! Die Missstimmung freut sich, dass sie sich bei mir breit machen kann. Bis Mittag geht das gut. Dann ruft Mutti an.
Ich dachte, wir pflanzen! Übersetzt heißt das: Hol mich ab, ich will in den Garten! Und nachdem ich angewiesen habe, welche Pflanzen du wohin zu setzen hast, bringst du mich wieder heim.
Zumindest empfinde ich das am Sonntag so. Ich halte dagegen, dass ich gar nichts will und vor allem, niemanden sehen und nicht reden.
Am Nachmittag fragt sie mich, ob ich endlich bessere Laune hätte. Hab ich nicht! Weil es nämlich nicht einfach eine Laune ist. Das zu erklären, verkneife ich mir. Sie würde es ohnehin nicht gelten lassen.

Montag, 18. Mai
Ein Wochenstart mit Sonne und blauem Himmel. Ich bringe den Sohn zur Arbeit und bin schon kurz nach sieben bei Katl. Das mulmige Gefühl ist schagartig vorbei. Wir hocken uns mit Tee ins Wohnzimmer und alles ist, wie es immer war. Nicht stören wollte sie, deshalb hat sie sich nicht gemeldet. Hach. Als ob sie mich gestört hätte!
Ach, und dann hatte sie sogar ein Brot für mich gebacken. Wie lieb. Und lecker! Wir kramen in Wolle und Resten und und und…
Es ist Mittag, als ich mich wieder auf den Weg mache.
Am Nachmittag hole ich die kleine Frau ab, die zur Gesichts-Chirurgie muss. Vorbesprechung einer Zahn-OP. Da es ihr danach gut geht, fahren wir noch einen Topf kaufen und tanken.
Durch den Vormittag bei Katl habe ich Schwung für die ganze Woche und lasse mich von nichts aus der guten Stimmung bringen.

Dienstag, 19. Mai
Nach der morgendlichen Tour nach B-dorf sammle ich im Lieblings-N-Markt die Zutaten für einen Schichtsalat ein.
Und dann…Trommelwirbel…kommt ein Anruf!
Ich habe einen Auftrag. Ab nächste Woche. Immer ein Tag pro Woche. Immerhin! Ich muss dazu nach Torgau. Dort habe ich schon immer gern gearbeitet. Ich freu mich so.
Am Nachmittag nehme ich meinen Einkauf mit zu Janine, die daraus diesen feinen Salat zaubert.
Das ist so viel geworden, dass ich noch einen Schwung mit nach Hause nehme und auch die Beiden noch genug für den nächsten Tag übrig haben.

Mittwoch, 20. Mai
LiLi hat mir ein Naturvideo mit verwunschenen Bäumen geschickt, Katl hat ein schönes Baumfoto für mich und schlägt vor, dass ich demnächst mit ihr zum Aussichtsturm gehe, weil es dort sicher auch schöne Motive zu fotografieren gibt.
Am Abend telefoniere ich fast bis Mitternacht mit PewiE. Schließlich müssen wir uns für den Samstag noch genau verabreden. Wie das bei uns immer ist, kommen wir vom Hundersten ins Tausendste.

Donnerstag, 21. Mai
Himmelfahrt, Männertag, Feiertag.
Der Sohn sagt: Geh raus, unternimm was. Irgendwas. Ruf die Oma an und nimm sie mit!
Das ist nun gerade nicht das, was ich wollte. Am Nachmittag rufe ich sie trotzdem an und erzähle ihr, dass ich gern Eisessen möchte. Sie kommt mit und ich mache einen minikleinen Ausflug draus.

Freitag, 22. Mai
Ich bin schon wieder halb fünf aufgestanden. Menno. Ich hätte doch ausschlafen können.
Auf der Suche nach einer tollen Strickjacke, die ich mal bei Ravelry gefunden hatte, durchstöbere ich zuerst Domics Blog. Ich habe nämlich die Anleitung gekauft und irgendwo abgespeichert. Aber wenn ich den Namen nicht mehr weiß, habe ich es schwer, sie wieder zu finden.
Dann hab ich sie doch gefunden. Hier. Und festgestellt, dass das bereit gelegte Garn dafür nicht so recht geeignet ist.
Uta sendet mir Vorschläge für Ausflugsziele für morgen.
Ich nehme mich zusammen und schreibe Evchen an. Ich habe schon so lange nichts von ihr gehört, dass ich Angst habe, schlechte Nachrichten zu hören, falls ich sie anrufe. Genauso schreibe ich ihr das auch. Sie antwortet postwendend, und ich bin riesig froh, weil es zum Glück keine schlimmen Nachrichten gibt. Ach, wie gut. Wir wollen morgen telefonieren. Das machen wir, wenn ich vom Ausflug mit PewiE zurück bin. Wahrscheinlich wird dieses Telefonat auch abendfüllend. Darauf freue ich mich.
Am Abend erreicht mich noch eine Nachricht von PewiE. Sie hatte nun auch eine hässliche Wetterprognose gesehen. Wir telefonieren bis kurz nach Mitternacht und vertagen den Ausflug auf später irgendwann.

Samstag, 23. Mai
Nach dem nächtlichen Telefonat habe ich noch gelesen, bis halb drei. Entsprechend schlief ich heute länger. Soll ja sowieso regnen. Als ich dann die Augen öffnete, schien die Sonne. Huch.
Nun werde ich den Tag für den Garten nutzen.

Vorher schaue ich noch bei Andreas Plauderrunde herein.
Ich freue mich auf euch.

Bleibt schön gesund.
Eure Mira

Samstagsplausch {16.05.2020}

Woche 09 #zuhausebleiben

Samstag, 09. Mai
Die Vorhersage verspricht für heute noch mal schönes Wetter, bevor es dann am Sonntag gewittern und danach zu Mistwetter umschlagen soll. Deshalb schlage ich vor, das Muttertags-Kaffeetrinken um einen Tag vorzuverlegen.
Dabei fällt mir ein, das es im letzten Jahr schon genaso war. Da hatten die Wetterfrösche für den Samstag Sonne und für den Sonntag Schmuddelwetter prophezeit. Wir hatten ihnen geglaubt und unseren Ausflug auf Samstag gelegt, mit dem Ergebniss, dass wir ordentlich nass wurden, während am Sonntag die Sonne vom Frühlingshimmel strahlte.
In diesem Jahr nun passte die Vorhersage immerhin für den Samstag, und wir konnten einen schönen Gartentag genießen. Mittags gab es {wieder einmal} meinen "legendären" Kartoffelsalat. Für den Nachmittag hatte Mutti eine leckere Pfirsichtorte.

Sonntag, 10. Mai
An diesem Tag beschloss ich, so lange im Garten zu bleiben, wie das schöne Wetter noch anhielt. Als wir ankamen, fiel mir zum Gück noch ein, dass wir an diesem Wochenende mit der Großen Ordnung im Gartenverein dran waren. Das hieß Straße fegen, Unkraut auf dem Gehweg beseitigen. Draußen, wo das Vereinsgelände an den öffentlichen Gehweg grenzt. Das ist immer viel Arbeit, aber nutzt ja nix. Also parkte ich die kleine Frau im Garten, schnappte mir Gerätschaften und verfügte mich nach draußen. Ich hatte etwa ein Viertel geschafft, als unser Nachbar kam und meinte, ich solle warten, er hätte ein besseres Gartengerät. Kurz drauf gesellte er sich zu mir, ausgestattet mit einer Art Hacke, die ich gar nicht recht beschreiben kann. Damit hatte er ruckzuck das Unkraut weggehackt, ich musste es nur noch zusammenharken. Während wir da am Tun waren, kamen diverse Gartenfreunde vorbei, die alle unabhängig voneinander meinten, wir würden uns viel zu viel Arbeit machen, und sie täten sich das nicht mehr an. Drüber harken und gut. Mehr Mühe mache sich keiner.
Das sah man!
Uns war das aber egal. Wenn wir das machen, sieht es hinterher ordentlich aus! So!
Der angekündigte Regen kam erst am Abend, als ich die kleine Frau längst wieder heim gebracht hatte.
Ach so, ja, über ihren neuen Kurzzeitwecker und die Socken, die ich ihr für Muttertag gestrickt hatte, hat sie sich sehr gefreut.

Montag, 11. Mai
Nicht mein Tag. Schon in der Nacht war ich dauernd draußen, weil mein Bauch böse grummelte. Das setzte sich den ganzen Tag lang fort. Manchmal ist es doch gut, wenn man nicht zur Arbeit muss.

Dienstag, 12. Mai
Den 12. Mai habe ich hier in Bildern festgehalten.

Mittwoch, 13. Mai
Heute wollte der Sohn schon gegen Mittag wieder abgeholt werden. Allerdings mussten wir noch zu einer anderen Zweigstelle seiner Firma, wo er noch etwas abholen musste. Unterwegs entdeckte ich einen Abzweig zu einer schönen Wehrkirche. Diese ist hier in der Gegend ein beliebtes Fotomotiv, und ich wollte da schon seit Ewigkeiten mal hin, wusste aber nie, wo sie sich genau befindet. Der Sohn meinte: Wenn du mich hier schon immer durch die Gegend kutschierst, sollst du auch mal was Schönes haben. Da fahren wir auf dem Rückweg dort mal ran.
Ich habe mich so gefreut und eine Reihe von Fotos gemacht, auch wenn die Lichtverhältnisse an diesem leicht verhangenen Tag nicht gerade spektakulär waren.

Donnerstag, 14. Mai
Eine Stunde früher als vereinbart, hatte ich mich aus Versehen in den virtuellen Klassenraum eingeklinkt. So kam ich zu einer interessanten Unterhaltung über Sinn und Unsinn der Lockerungen der Corona-Beschränkungen.
Achtung, wer das Thema nicht mehr hören/lesen/ertragen kann, bitte den grünen Abschnitt überspringen.
Ich mache mir da so meine Gedanken:
Ist es angesichts wieder ansteigender Infektionszahlen wirklich sinnvoll, kommende Woche die Schulen und Kindergärten wieder vollständig zu öffnen? Und was taugen die Hygienekonzepte? Wie sollen es beispielsweise Kindergärtnerinnen hinbekommen, die 2- bis 6-jährigen Kleinen auf 1,50 Abstand zueinander zu halten. Oder Eltern auf öffentlichen Spielplätzen? Welchen Sinn ergibt das, die Spielplätze zu öffnen, wenn die Kinder nicht miteinander spielen dürfen? Und wenn sie es jetzt doch dürfen und dies kein Infektionsrisiko birgt, warum hat man dann die Spielplätze überhaupt gesperrt? Was ist jetzt anders als im März? Ist das Virus plötzlich nicht mehr so gefährlich wie vor 8 Wochen?
Anderer Schauplatz: Gastronomie. Es gibt zahlreiche Einrichtungen, die sich nicht mehr rechnen, wenn die Anzahl der Gäste durch Abstandsregelungen und Kontaktverbote reglementiert wird. Ganz abgesehen davon, dass man von einem angenehmen Restaurantbesuch weit entfernt ist, wenn nur Personen aus maximal zwei Haushalten zusammen an einem Tisch sitzen dürfen. Oder wenn man im Biergarten anrufen muss, ob denn eine Bank frei ist oder die wenigen Plätze, die genutzt werden dürfen, vielleicht schon belegt sind. Glauben die für die Lockerung Verantwortlichen wirklich, dass die Menschen, die wegen Kurzarbeit und ähnlichem kaum noch ihre Mieten bezahlen können {rund ein Viertel der Bevölkerung kann das schon nicht mehr}, unter solchen Bedingungen Geld im Restaurant ausgeben?
Neiiin, das glauben die nicht. Im Gegenteil, sie wissen, dass sich das Leben und die Wirtschaft nach diesen sogenannten Lockerungen noch nicht normalsieren werden. ABER, wenn der Gastwirt jetzt nicht öffnet, weil die Kosten zu hoch sind oder er die Hygienevorschriften nicht einhalten kann {ich denke nur mal an all diese All-you-can-eat-Läden}, dann können diese Verantwortlichen sich hinstellen und sagen: Wir haben dir nicht verboten, dein Geschäft wieder zu öffnen. Das hast du selbst entschieden. Nun sieh zu, wo du bleibst.
Und da, meine Lieben, frage ich mich nun, ob denn dieses ganze Lockerungsgerede nicht vielleicht nur dazu dient, die finanzielle Last der gestörten Wirtschaft von der Legislative auf die Unternehmer abzuwälzen, die am Niedergang ihrer Firmen überhaupt keine Schuld trifft.
Hat man vielleicht inzwischen erkannt, dass diese drastischen Verbote allen öffentlichen Lebens völlig überzogen waren? Dass es mit Besonnenheit und vielleicht mit Abstandsregeln und eventuell Maskenpflicht auch gegangen wäre, ohne die ganze Wirtschaft zu zertrümmern? Und will man jetzt mit diesen Lockerungen, die nicht wirklich welche sind und den teilweise hirnrissigen Hygienevorschriften versuchen, irgendein Gesicht zu wahren? Da war die Bundesregierung ganz schnell dabei, den Shut-Down zu beschließen. Und jetzt, da es um Lockerungen geht, wälzt man die Verantwortung auf die Länder ab. Tolle Show. Lockern die Länder nicht oder wenig, und es kommt daraufhin zu Ausschreitungen {Demos haben wir ja schon, die können auch ausufern}, dann ist die Regierung fein raus, denn Schuld sind die Länder. Lockern sie zu stark und die Infektionszahlen steigen wieder, sind aber auch die Länder schuld. Diese können beschließen, was sie wollen, es kann immer falsch sein. Dieser Verantwortung stellt sich aber die Dame Merkel mit ihrem Stab nicht mehr. Diese Verantwortung hat sie abgegeben. Tssss.

So, und jetzt schalten wir diesen revoluzzerischen Teil des Gehirns wieder ab und wenden uns angenehmeren Dingen oder zumindest dem Alltag zu.
Auf dem Parkplatz auf einem Bordstein saß diese kleine Fee. Ich vermute, dass sie Lynn gehört und diese sie wiederfand, als sie mit ihrer Mutti heim kam. Ich hoffe das zumindest, denn am Freitag Morgen war sie nicht mehr da.

Freitag, 15. Mai
Ich erwachte mit Kopfschmerzen. Die Tablette zeigte nur mäßige Wirkung, so dass ich wenigstens den Sohn bringen konnte. Danach kochte ich Tee, mümmelte eine trockene Toastschnitte und legte mich auf die Couch, wo ich doch tatsächlich bis Mittag schlief. Was ist denn bloß los mit mir? Ich glaube, ich bin schon zu lange daheim. Ein paar Wochen ist das ja ganz nett, aber sooo lange?
Der Sohn will in den Garten,. von dort aus dann weiter. Das macht er aber mit dem Rad, da muss ich nicht ran. Ich beschließe, den Nachmittag noch zum Ruhen zu nutzen und telefonieren nur kurz mit C.
Ganz besonders gefreut habe ich mich, dass sich Katl gemeldet hat. Wir telefonierten auch. Das war schön.
Später legte ich Hühnerbrust in meiner Spezialsoße ein. Noch später garte ich sie in der Backröhre. Gegessen habe ich dann aber doch lieber trockenen Toast und dazu Tee.

Samstag, 16. Mai
Als der Sohn in der Nacht heim kam, hatte er Sorge, ich könnte mal wieder nicht schlafen. Diesmal war es anders. ich wollte, weil ich gerade ein neues Buch von Elke Bergsma angefangen und mich festgelesen hatte.
Weil der Sohn natürlich die Hühnchenbrüste kosten musste und wir darüber ins Schwatzen kamen, legte ich das Buch beiseite. Und als er dann zu Bett ging, ging ich auch.
Nun habe ich ausgeschlafen, kunterbunt geträumt, mir meinen ersten Earl Greyaufgegossen.
Jetzt schaue ich mal, ob die Plauderrunde bei Andrea schon eröffnet wurde.
Ich freue mich auf euch.

Bleibt schön gesund.
Eure Mira

12 von 12 im Mai

12_von_12
Ein Dienstag daheim, wie geschaffen für die 12 von 12 von Caro.
Den ganzen gestrigen Tag und die halbe Nacht hat es geregnet. Aber kurz nach 6 Uhr an diesem Dienstag Morgen lunst die Sonne um die Hausecke.
Das Auto empfängt uns mit einer dicken Eisschicht und festgefrorenen Tropfen auf allen Scheiben.Das hätte sicher ein paar schöne Fotos gegeben, doch wir hatten es eilig. Also kratzte der Sohn die Frontscheibe und die vorderen Seitenscheiben frei und wir machten uns auf den Weg.
Auch kurz nach 7 Uhr lag noch überall Reif auf den Gräsern.
Trotz der Kälte sorgte der blaue Himmel für eine Art Urlaubsfeeling.
Einen ganzen Einkaufswagen voll Leergut brachte ich zum N-Markt……und kaufte dafür Radieschen, gekörnten Frischkäse und ein sehr dunkles Körnerbrot.
Zum Glück war ich noch ncht weit gekommen, als der Sohn anrief und doch noch Gerätschaften brauchte, die ich seit letzter Woche wegen seiner diversen Termine im Auto spazieren fahre. Also fix noch mal hin zu den bereiften Gräsern.
Wieder daheim frühstückte ich erst mal in aller Ruhe. Dann meldete sich auch schon das Telefon. Ein paar Kleinigkeiten waren wegen des Projekts noch zu besprechen. Es sind inzwischen immer nur noch Kleinigkeiten, die uns noch einfallen.
Gegen Mittag telefoniere ich mit dem Sohn, um die Feinplanung für den Nachmittag zu besprechen, damit ich alle Termine mit dem geringst möglichen Zeitaufwand verbinden kann, möglichst mit wenig Fahrerei. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert. Im Ernst, wenn viele, scheinbar unvereinbare Termine aufeinander fallen, dann liebe ich das tatsächlich, alles so zu koordinieren, dass für alle das beste dabei heraus kommt. Ganz besonders, wenn dann noch Unvorhergesehenes einzubauen ist.
Der ursprüngliche Plan hieß:
14 Uhr Mutti abholen,
dann Sohn abholen,
dann Sohn zum Termin
inzwischen mit Mutti zur Bücherei
danach Sohn wieder abholen
zuletzt alle nach Hause.
Bei unserem mittäglichen Telefonat eröffnete mir der Sohn, dass er noch ein Gerät benötigte, welches ich bei einem Bekannten abholen und ihm mirbringen könnte. Als die kleine Frau ins Auto stieg, konnte sie kaum sprechen, weil sie nach einer noch nicht abgeschlossenen Zahnbehandlung vom Montag jetzt starke Schmerzen hatte.
Also:
14 Uhr Mutti abholen erledigt.
Nun das Gerät abholen, was kontaktfrei funktionierte, weil das Gerät schon am Zaun lehnte, als wir da ankamen. Die kleine Frau litt sichtlich, weshalb ich sie gern zum Zahnarzt gebracht hätte, aber sie wollte nicht. Also nun Sohn abholen. Auf dem Weg dorthin, stellte sie fest, dass wir ja beim Zahnarzt direkt vorbei kamen und wollte nun gern auf dem Rückweg doch dorthin. Wie gut, dass sowohl der Sohn, als auch ich {woher er das wohl hat?} immer mit riesigen Taschen unterwegs sind und den halben Hausstand mit uns herum schleppen, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. So konnte die kleine Frau beim Sohn auf Arbeit schnell noch Zähne putzen und Mund spülen, bevor wir sie beim Zahnarzt absetzen. Dann brachte ich schnell den Sohn zu seinem Termin und als ich von da zurückkehrte kam mir die Mutti mit leuchtenden Augen entgegen. Ich bin sofort dran gekommen. Mir geht’s wieder gut.
Nun konnten wir endich zur Bücherei gehen, die in diesem schönen alten Haus untergebracht ist.Wie alt es ist, kann man an diesen Fragmenten des alten Türbogens ablesen, die bei der Restaurierung wieder eingesetzt wurden.
Normalerweise ist der Gang zur Bücherei für uns immer ein kleines Erlebnis. Es macht einfach Spaß zwischen den Regal zu stöbern und immer wieder Bücher zu entdecken, die dort zwar schon länger stehen, die man aber selbst noch nie gefunden hatte. Mir als altemn Bücherwurm {ich habe vor Urzeiten mal Buchbinder gelernt} ist es schon ein Genuss, über die Seiten zu streichen. Und der Geruch der Räume nach Holz und Papier, herrlich.
Diesmal war leider alles anders. Man wurde aufgefordert, pro Haushalt nur zu zweit einzutreten, gut, das hatten wir ja. Und sich nicht länger als unbedingt nötig aufzuhalten, also rein, gelesene Bücher auf den Tresen werfen, neue aus dem Regal zerren und wieder raus. Und das alles mit bedecktem Mund samt Nase. Ich wollte nur abgeben und keine neuen Bücher ausleihen. Heute nicht. Nö. So deutete ich der Mutti an, dass ich draußen warte, setzte mich in der Gasse auf eine Bank und genoss den Anblick der Stadtbegrünung.
Als die Mutti aus der Bücherei kam, holten wir uns vom Eiscafé um die Ecke eine Leckerei. Die kleine Frau stand etwas hilflos mit ihrem Eis auf der Straße. Und wo essen wir das nun? Ich lotste sie wieder zu der Bank, wo ich schon auf sie gewartet hatte. Normalerweise sind dort auf einem Fuß drei Sitze montiert. In diesen unnormalen Zeiten hat man den mittleren Sitz abmontiert, damit sich Menschen, die sich dort ausruhen wollen, auch gewiss nicht zu nahe kommen. Immerhin bot das Gestell noch Platz für unsere Eisbecher.
Nachdem ich die Mutti heim gebracht und den Sohn wieder abgeholt hatte, brachten wir noch das ausgeliehene Gerät zurück. Am Rand der Stadt bei den Feldern zauberte der blauweiße Himmel wieder eine wundersam Stimmung. Ohne die beiden Oberleitungen hätte das Bild etwas unwirkliches, oder?
Ebenso zauberhaft war das grün-goldene Abendlicht auf meinem Balkon.
Ich kramte meine Strickschrift heraus, die ich nach einem Tipp von Romy zum Code-Stricken angefertigt hatte. ich werde sie noch einmal umtüfteln müssen, da sie so, wie ich sie hier aufgeschrieben habe, nicht funktionieren kann. Aber das Bündchen der neuen Sommersocke kann ich ja schon mal stricken.

12 von im Mai 2017

Samstagsplausch {09.05.2020}

Woche 08 #zuhausebleiben

Samstag, 02. Mai
Gleich früh am Morgen wollte der Sohn nach P., um einen kleinen Auftrag abzuarbeiten. Das passte mir gut. Ich dachte, auf dem Rückweg im N-Markt noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Also stand ich gegen 7.00 Uhr auf, weckte eine halbe Stunde später den Sohn. Oooch nööö, ne Stunde noch!
9.00 Uhr hatte ich die Warterei satt und machte mich allein auf den Weg zum N-Markt. Wieder daheim kümmerte ich mich um die Wäsche und um das Essen.
Am Nachmittag entschloss sich der Sohn, doch noch nach P. zu wollen. Also brachte ich ihn hin, samt unzähligen Gartengeräten. Zwei Stunden später holte ich ihn wieder ab, samt zwei riesigen Säcken voll Grünschnitt und natürlich den Gartengeräten. Er schlug vor, auf dem Rückweg beim Dönermann zu halten und ein großes leckeres Abendessen zu beschaffen. Ich schlug vor, im Garten zu essen. Ich musste einfach noch ein wenig draußen sein.
Wir hatten gerade aufgetafelt, als es zum soundsovielten Mal an diesem Tag zu regnen begann. Mir war das egal. Ich war draußen, es ging mir gut.

Sonntag, 03. Mai
Ich habe diesen Tag aus dem Gedächtnis verloren. Wahrscheinlich habe ich ihn überwiegend lesend zugebracht. Nein, Unsinn, ich habe mich mit der Nähmaschine beschäftigt und für die Mutti und später noch für den Sohn Mund-Nasen-Abdeckungen {Was für eine bescheurte Wortschöpfung} genäht. Ja, genau. So war das. Am frühen Abend fuhr ich zur Mutti, um ihr ihr Teil zu bringen. Es war etwas groß geraten. Also, eigentlich nicht, aber die kleine Frau hat so ein kleines Gesichtchen. Sie verschwindet fast in der Maske. Bei der nächsten lasse ich die Nahtzugabe weg.

Montag, 04. Mai
6.15 Uhr
Ich schrecke aus dem Schlaf, als der Sohn draußen herum kruschtelt. Weil er angesagt hatte, 6.30 Uhr aufstehen zu wollen, denke ich, ich hätte verschlafen, bis er mich beruhigt: Du hast noch Zeit, Mutsch. Eine Stunde, bis die Waschmaschine fertig ist und dann noch eine, bis die Wäsche trocken ist.
Schön wär’s. Als die Waschmaschine fertig ist, schlummert der Sohn süß und seelig. Also hänge ich die Wäsche auf und sorge dafür, dass ein paar Teile besonders schnell trocknen.
9.00 Uhr
Ich betätige mich als Weckdienst und handle mir Knurren und Murren und Anschreien ein. Nutzt aber nichts, er will zum Kollegen gebracht werden und ich muss 10 Uhr zurück sein, weil 10.15 Uhr mein Webinar beginnt. Da ich nicht nur teilnehme, sondern es selbst halte, muss ich auch pünktlich sein.
Vorher kutschen wir noch zum Wertstoffhof, weil ich den Grünschnitt endlich aus dem Auto haben will. Zu dumm, dass man dort erst 10 Uhr öffnet. So fahren wir unverrichteter Dinge weiter.
Ich gerate sehr unter Zeitdruck, schaffe es aber trotzdem, mich drei Minuten nach 10 ins Webinar einzuklinken. Der Kollege hat es schon eröffnet, meinte aber, die Teilnehmerin käme tatsächlich erst Viertel. Tat sie auch und stellte uns eine sehr schöne Präsention vor. Wir hatten nur ein paar kleine Anmerkungen, ansonsten war es eine sehr gute Arbeit.
Da wir ein gutes Stück überzogen hatten, blieben mir ganze 8 Minuten bis zum nächsten Meeting. Gerade genug für den Gang zur Toilette und um einen Kaffee zu holen. Diesmal überzogen wir fast eine halbe Stunde, so dass sich die knappe Pausengestaltung vor dem nächsten Meeting wiederholte. Diemal konnten wir nicht überziehen, weil der Kollege gleich im Anschluss noch ein weiteres Meeting hatte. Im Gegensatz zu mir bekommt er seine Arbeit bezahlt.
Ich klinkte mich aus und widmete mich dem Flyer für unser neues Projekt, das mir hoffentlich bald wieder ein ordentliches Einkommen verschafft.
Plötzlich stand der Sohn an der Zimmertür. Es war schon 16.00 Uhr
Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken fuhr ich zur kleinen Frau, um ihr eine kleinere Mund-Nase-Abdeckung zu bringen. Danach zog ich mich lesenderweise auf die Couch zurück. Der Tag war voll genug.

Dienstag, 05. Mai
Was ich an diesem Tag gemacht habe, steht alles hier.

Mittwoch, 06. Mai
5.25 Uhr
Diesmal habe ich mir den Wecker gestellt, bin aber eine reichliche halbe Stunde vorher wach. Auch gut. Der Sohn taucht pünktlich auf. Wir wollen heute früher los, als am Tag zuvor, weil für viele Kinder die Schule wieder beginnt und ich mit deutlich mehr Verkehr rechne. Nee, die Kinder fahren nicht mit dem Auto, aber die meisten werden gebracht. Ich empfinde das als Unsitte, andererseits bringe ich den Sohn ja auch zur Arbeit. *kopfkratz*
7.20 Uhr
Frühstück daheim. Nur was kleines. Dann ein wenig Herumgemuddel im Haushalt und dann ein Telefonat mit Mutti.
Am vergangenen Wochenende versprach die Wettervorhersage für Mittwoch einen Tag voller Sonne bei 20°C und ich hatte dummerweise der Mutti einen Gartentag in Aussicht gestellt. Nun herrschten am Morgen aber nur 6°C und die Vorhersage legte sich auf 13 °C Höchsttemperatur fest. Als ich ihr sagte, dass es mit dem Garten wohl nichts wird, erntete ich wieder einmal Unmut und Belehrungen und, ach, was weiß ich. Irgendwie kann ich derzeit sagen und machen, was ich will, ihr passt es nie selten. Immerhin schlug ich ihr vor, sie mit auf den Wochenmarkt zu nehmen, der am Morgen aufgebaut wurde.
11.30 Uhr
Auf zu Mutti und mit ihr zum Wochenmarkt und zur Drogerie. Es war anstrengend für mich, weil die kleine Frau so langsam läuft. Wenn ich mich über längere Zeit ihrem Tempo anpassen muss, bekomme ich Rückenschmerzen. Nutz ja aber nix. Sie kann sich meinem Tempo erst recht nicht anpassen, also funktioniert es nur so herum.
13.20 Uhr
Ich liefere die Mutti daheim ab, und sie fordert, mitgenommen zu werden, wenn ich den Sohn abhole. Hach.
14.30 Uhr
Ich starte zur Mutti, dann weiter zum Sohn. Nun hat sie wenigstens mal gesehen, wo er arbeitet und kann sich ein Bild machen. Wie nahe das Bild an der Realität liegt, steht nicht zur Diskussion, denn wenn Mutti sich etwas zurecht legt, dann IST DAS SO. *kicher*
16.30 Uhr
Alle sind wieder daheim. Ich verziehe mich auf die Couch. Mir reicht es erst mal. Ich brauche jetzt einen schönen Tee und ein Buch. Dann ist alles fein… bis auf, dass ich beim lesen einnicke.
20.30 Uhr
P. ruft an. Das freut mich sehr. Wir telefonieren geschlagene zwei Stunden und haben noch immer nicht genug. Allerdings ist dann ihr Akku leer. Nunja.

Donnerstag, 07. Mai
Am Morgen…
…wie immer, Sohn zur Arbeit.
Tagsüber…
…ein paar Mails mit den Ex-Kollegen. Inzwischen ist wohl jedem klar, dass ich diejenige bin, die der Chef nicht zurück holen wird, wenn die Bildungsträger wieder Teilnehmer empfangen dürfen. Weil er momentan viel zu wenige Teilnehmer hat. Die paar Hanseln müssen von den festangestellten Kollegen mitbetreut werden. Dass darunter die Qualität der Weiterbildung massiv leidet, ist dem Chef erst mal egal. Hauptsache, er kann sparen.
Am Nachmittag…
…hole ich den Sohn ab, der noch ein paar Wege abzufahren hat. Inzwischen hat sich die Sonne doch wieder durchgesetzt, so dass es mir ganz angenehm ist, mit ihm herum zu fahren.
Am Ende…
…meint er: Lass uns Kaffee trinken gehen. Ich steuere den Garten an. Kaum dass der Kaffee auf dem Tisch steht, taucht Chrissi mit Radler auf.
Wir sitzen {mit gebührendem Abstand} im Freien, quatschen, trinken später noch ein zweites Radler.
Noch später zaubert der Sohn aus Resten ein Abendessen. Ach wie schön. Ich liebe es, im Freien zu essen.
Das hatte ich schon gesagt, stimmt’s?

Freitag, 08. Mai
Die Eckpunkte sind auch an diesem Tag das Bringen und Holen des Sohnes zur und von der Arbeit. Und zu einem Termin, der so kurz ist, dass es sich nicht lohnt, wegzufahren. In der Zwischenzeit führe ich eine kleine telefonische Anleitung zum Thema Steuererklärung selbst erstellen durch.
Am frühen Abend schlafe ich mal wieder auf der Couch ein. Menno!!! Aber ich habe himmlisch geträumt. Hach ja.
Es ist noch hell, als ich wieder aufwache. Und der Abend kann beginnen. Ich telefoniere mit C. Es geht mal wieder um unser Projekt. Also, von mir aus dürfte es langsam losgehen. C. rechnet damit, dass wir im Juli mit der Umsetzung beginnen können. August würde mir auch noch reichen. Bis dahin halte ich mich über Wasser, aber länger sollte es möglichst nicht dauern.

Und sonst so?
Ihr seht, ich habe voll zu tun und die großen Dinge, die ich mir für die zu-Hause-Zeit vorgenomen hatte {Aufräumen, Strickprojekt, Nähprojekt} bleiben liegen, weil meine Tageszeit zerhackt wird in viele kleine Stücken. Mal da ne Stunde, mal dort anderthalb. Aber nie 5 Stunden am Stück, in denen man mal was schaffen könnte. Ich muss mal schauen, ob ich mir das in der kommenden Woche besser organisieren kann.
Positive Nebenwirkung: Ich schaffe locker meine 10.000 Schritte einfach so im Alltag. Das ist ja auch was.

Heute ist Gartentag angesagt. Natürlich mit Mutti und dem damit verbundenen Hin-und-her-Gefahre. Vermutlich komme ich erst am Abend dazu, mich bei Andrea in der Plauderecke umzusehen. Ich freue mich auf euch.

Bleibt schön gesund.
Eure Mira

WmdedgT – Mai 2020

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? fragte Frau Brüllen auch am 5. Mai 2020 wieder.
Corona-Edition jaja…
Es ist aber wirklich seltsam, je mehr Zeit ich zu Hause verbringe, um so weniger bekomme ich erledigt. Hach.
05.36 Uhr
Ich bin wach, obwohl ich erst um 6 aufstehen müsste. Liegt wohl daran, dass ich mir keinen Wecker gestellt habe. Den hatte ich am ersten Tag meiner unfreiwilligen Ferien abgeschaltet und seit 7 Wochen nicht mehr gebraucht. Nun wollte ich 6 Uhr aufstehen und war wohl vorher schon zu unruhig.
Na gut. Dann mache ich mich eben fix fertig, setze Kaffeewasser auf und rufe den Sohn an, der 6.30 Uhr hier sein will, damit ich ihn zur Arbeit bringen kann.

06.35 Uhr
Es hat gerade mal 4°C. Wir starten in Richtung B-Dorf, werden aber schon nach 500 m an der Schranke wieder ausgebremst und verlieren dort eine Viertelstunde. Das nächste Mal fahre ich durch den Trog, obwohl ich ihn in dieser Richtung nicht gern nutze. Wir schaffen es pünktlich nach B-Dorf.

07.00 Uhr
Der Sohn beginnt den Dienst, ich mache mich auf den Heimweg. Inzwischen sind wir bei 5°C.
Bei meinem Lieblings-N-Markt halte ich an und kaufe mir etwas zum Frühstück. Wie schön wäre das, wenn ich die Werkstatt noch hätte. Dann wäre ich jetzt dorthin gefahren und hätte gesponnen, gestrickt oder irgend etwas anderes Kreatives gemacht.
Wieder daheim setze ich kaffee auf und frühstücke in Ruhe. Nein, nicht in Ruhe, weil ich auf die Idee komme, mal im virtuellen Klassenraum hineinzuschauen. Der Rechner zickt und ich erwische nur noch schweigende Teilnehmer, die sich jeder für sich in ihre Aufgaben vertiefen.
Der Kollege, der den Raum betreut, meldet sich im Chat und setzt mich in Kenntnis, wie es in der Firma weitergeht oder eben eher nicht weitergeht.
Ich sende den Flyerentwurf an meine künftige Kollegin, die mich daraufhin zurückruft. Ihr gefällt der Entwurf sehr gut, was mich freut. Ich kann es also doch noch. 😉
Wir besprechen unser weiteres Vorgehen und verabreden uns zur nächsten Telefonkonferenz am Donnerstag.
Den restlichen Vormittag nutze ich zum Haarefärben. Auch wenn die Friseure wieder öffnen, muss ich mich darum selbst kümmern, denn in der jetzigen Situation kann ich mir einen Friseurbesuch schlichtweg nicht leisten. Ich nehme mir viel Zeit für mein Wohlbefinden. Der gesamte Vormittag geht dabei drauf. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Zu Mittag ruft der Schwager an, den ich nach einer kleinen Weile wieder verabschieden muss, denn inzwischen habe ich Eile, mache mir schnell noch einen Kaffee und hocke mich an den Rechner.

14.00 Uhr
Das CNC-Webinar beginnt. Der Kollege hat mir seine Anmeldung überlassen, weil der Chef ihn in einem anderen Meeting sehen wollte. Obwohl ich alle behandelten Themen schon kannte, war es interessant und angenehm, das noch einmal zu wiederholen.

15.00 Uhr
Ich starte wieder in Richtung B-Dorf, um den Sohn von der Arbeit abzuholen. Anschließend fahren wir zum Wertstoffhof, um den Grünschnitt zu entsorgen, den wir am Montag nicht losgeworden sind.
Auf mehr als 10°C sind die Tagestemperaturen nicht gekommen.
Wir trinken gemeinsam Kaffee. Der Sohn verschwindet irgendwohin, ich stecke die Nase in ein Buch, versinke aber recht bald in kunterbunten Träumen. Na sowas.

20.30 Uhr
Ich beratschlage mit der Schwester, welchen Film wir uns aus der Flimmerkiste holen wollen. Sie schaut Stralsund, aber den kenne ich schon. Deshalb entscheide ich mich für ein paar Folgen Der Staatsamwalt. Den Rainer Hunold sehe ich recht gern.

00.42 Uhr
Ich stelle noch schnell den Wecker auf 6 Uhr, dann kuschle ich mich in meine Kissen. Der 5. Mai ist ja nun auch schon seit fast einer Stunde vorüber.

WmdedgT im Mai 2017

Der Montagsstarter

von Anni und Martin.

1. Wie April gebärdet er sich wettertechnisch, der Mai.

2. Canaster spielen ich/wir gern.

3. Nichts gegen daheim bleiben und nur tun, was ich möchte, aber wenn andauernd jemand etwas von mir will, sei es arbeiten, ohne bezahlt zu werden, seien es die Wünsche nach Zeitvertreib, dann komme ich kaum zu etwas eigenem.

4. Chaos herrscht noch immer in einer Zimmerecke.

5. Aber was kann ich tun?

6. Nun wird es Zeit mich aufzuraffen und meine eigenen Ziele zu verfolgen. Nur meine eigenen.

7. Diese Woche steht umräumen und ausmisten an, außerdem freue ich mich auf ein Wochenende in der Natur.

Sonntags Top 7 {03.05.2020}

Diesmal passe ich aber auf, dass mein Beitrag zu Annis Sonntags Top 7 auch die richtige Überschrift erhält und ich meine LeserInnen nicht auf eine Zeitreise schicke, weil ich mich im Datum total verdüddele. *lach*
Lesen
Die Links zu den Büchern sind wie immer Affiliatelinks.
Dunstkreise von Elke Bergsma
Zornesbrut
Ich lese meist mehrere Bücher eines Autors oder einer Reihe nacheinander. Ich mag das.

Musik
Von einer Freundin erhielt ich den Hinweis auf ein Wohnzimmerkonzert von Bodo Wartke. Ursprünglich hieß es, das Konzert werde nicht augezeichnet, aber dann habe ich es doch hier gefunden.

Flimmerkiste
Wie immer aus der Mediathek gab es diesmal den Spreewaldkrimi Zeit der Wölfe und gleich im Anschluss Hundstage, einen Dortmund-Tatort.
Warum ich immer die Mediathek bemühe? Ganz einfach, weil ich gar keine echte Flimmerkiste habe. Ich hatte in meinem ganzen Leben nur ein paar wenige Jahre einen Fernseher. Das begann im Herbst 1989, als ich zu meinem damaligen Noch-nicht-Ehemann zog. Als er im Januar 1994 die gemeinsame Wohnung verließ (ja, das war eine kurze Episode, er hatte nach einem Jobwechsel 1992 sehr schnell festgestellt, dass ihm seine neue Sekretärin besser gefiel, als ich), nahm er sein Fernsehgerät mit. Ich bekam ein ausgedientes von meine lieben Tante Hertha, aber als das dann wegen Altersschwäche den Geist aufgab (ca. 1995) schaffte ich kein neues Gerät mehr an. Ich bin schon immer ein Draußen-Mensch und rannte lieber jeden Abend zu einer anderen Kneipenmugge, als mich daheim allein vor die Flimmerkiste zu setzen. Und der Sohn, damals halbwüchsig, verbrachte seine Zeit auch lieber mit und bei seinen Freunden, als daheim vor der "Glotze" und so ist das bis heute geblieben. Naja, nicht ganz. Der Sohn hat schon ein riesiges Fernsehgerät in seiner Wohnung und sagt auch mir immer mal wieder, ich sollte mir eines zulegen. Aber die Stunden, die er vor diesem Gerät verbringt, kann man auch zählen.
Inzwischen habe ich mich so daran gewöhnt, dass ich die Filme anschauen kann, unabhängig davon, wann sie im Programm stehen, dass ich das wahrscheinlich auch so beibehalten würde, wenn ich irgendwann einmal eine Flimmerkiste hätte.

Erlebnis
Ein besonderes Erlebnis war für mich, dass ich endlich meine Nähmaschine in Betrieb genommen habe. Dazu musste ich mir ein paar Videos ansehen, damit ich den Unterfaden richtig aufspulen und den Oberfaden richtig einfädeln konnte. Nachdem diese "Hürde" genommen war, nähten sich ein paar Mund-Nase-Abdeckungen fast von allein.

Genuss
Ich weiß nicht, die Hefeklöße vielleicht?

Web-Fundstück/e
Ich bin froh, wenn ich dazu komme, meine Lieblingsblogs zu lesen. Zeit zum Stöbern habe ich mir nicht genommen.

Hobbys
Gelesen, gelesen, gelesen… und zwischendurch genäht.
Ich bin den ganzen Tag daheim, aber ich komme zu nix. *grübelgrübel*

Samstagsplausch {02.05.2020}

Woche 07 #zuhausebleiben
So langsam wird es langweilig. Und da dachte ich noch bis vor kurzem, das Wort Langeweile gäbe es in meinem Wortschatz gar nicht. Nunja, es ist auch nicht so, dass ich mich langweile. Zu tun ist genug. Nur fehlt zum Einen die Motivation, etwas gleich zu tun, schließlich ist ja auch noch morgen Zeit und übermorgen und nächste Woche…
Zum anderen sind die Dinge, die man tun kann, doch immer gleich und nicht so sehr berichtenswert.So könnte es sein, dass ich euch langweile. Na, hoffentlich nicht!
Samstag, 25. April
Ein Grauer und vor allem kalter, windiger Tag. Perfekt, um zu Hause zu bleiben. Das tat ich dann auch, wobei ich im Nachhinein weiß, es wäre deutlich besser gewesen, wenigstens ein paar Schritte ums Haus oder bis in den Garten zu gehen. Der Draußenmensch in mir verkümmert sonst. Naja, wie gesagt, morgen ist auch noch Zeit…
Sonntag, 26. April
Das Wetter war auch an diesem Sonntag nicht dazu angetan, mich vor die Tür zu locken. Im soundsovielten Telefonat mit Lili verkündete ich jedoch, dass ich mich am montag gleich in der Frühe auf dem Weg zum Kaufmannsladen machen wollte. Frau muss schließlich unbedingt nach draußen, und außerdem kann ich nicht einkaufen, wenn ich die Mutti dabei habe. Da habe ich die ganze Zeit damit zu tun, ihre Einkäufe heran zu holen und aufzupassen, dass sie mir im Supermarkt nicht verloren geht. 😉
Am Sonntag Abend gönnte ich mir ein tolles Erlebnis. Bodo Wartke gab bei TV Noir ein Wohnzimmerkonzert. Klasse.

Montag, 27. April
Der dritte Tag als Couchpotatoe? Es fühlte sich schrecklich an. Dabei wollte ich doch ganz früh die Wohnung verlassen. Doch genau dazu konnte ich mich nicht aufraffen, weil ich die Nacht zuvor wieder nur in zwei kurzen Etappen geschlafen hatte. 21.51 Uhr bis 23.45 Uhr und 6.13 Uhr bis 7.48 Uhr {sagt das Fitness-Armband}. Somit fühlte ich mich recht zerschlagen.
Dann rief am Nachmittag die Mutti an und jammerte ein bisschen. Sie hätte jetzt den Glasmüll weggebracht, aber das sei schrecklich gewesen, weil das den ganzen Weg lang so geklappert hätte. *Ich musste lachen* Ja, und nun sei ihr schon wieder langweilig, dabei sei so schönes Wetter. Blablabla. Da hatte ich plötzlich den Gedanken, dass sie ja mitkommen könnte zum Gemüsemann und dass ich, wenn ich mich mit ihr verabrede, keine Möglichkeit mehr hätte zu kneifen. Bevor ich zu Ende gedacht hatte, hatte ich sie schon gefragt und sie stimmte natürlich begeistert zu, hatte sie mich doch soweit, dass ich sie wieder mal mitschleppte. Das ist ja, was sie immer will {und ich ncht so gern, jedenfalls nicht zum Einkaufen}.
Nach dem Gemüsekauf gingen wir natürlich nicht gleich wieder heim, sondern in den Garten. Es war wirklich schön da. Leider hielt sie es wieder nicht lange aus. 18 Uhr musste ich sie heim bringen. Immerhin war ich draußen gewesen und das war sehr wichtig, weil es das zu-Haus-Herumhängen unterbrochen und mir neuen Schwung gegeben hatte.

Dienstag, 28. April
Ein produktiver Tag war das. Ich hatte den Werbeflyer für das neue Projekt zu gestalten. Dieser kam auch sehr gut an bei meinen Mitstreiterinnen. Na fein. Nun muss das nur noch akzeptiert werden, von amtlicher Stelle. Wäre doof, wenn nicht, weil es wirklich ein super Projekt ist und in diesen Zeiten wirklich gebraucht wird.
Ich drücke uns mal selbst die Daumen und ihr dürft bitte alle mitdrücken.

Mittwoch, 29. April
Die Junghexe hatte angefragt, ob ich noch mal Zeit hätte, mit ihr Mathe zu lernen. Da sie sich neulich gewünscht hatte, mal wieder diesen Pudding mit Kirschen, den du früher immer gekocht hast, Oma zu essen, stand dieser auf dem Speiseplan, zusammen mit Hefeklößen. Hmmm. Leider bekommt man von den selbstgemachten Hefeklößen maximal einen hinter. Naja, er Sohn schaffte zwei. Der ist ja auch groß. 😉
Danach hatte ich das Gefühl, mich überfressen zu haben. Da muss aber noch was anderes gewesen sein, denn das anfängliche Völlegefühl löste sich im Laufe des Nachmittags nicht einfach auf, sondern verwandelte sich in eine immer heftiger werdende Übelkeit. So war ich ganz froh, als die Junghexe nach einer Weile verkündete, sie schaffe ihre Aufgaben heute sowieso nicht alle, sie käme gern morgen wieder. Also schnappte ich mir Kind und Hund und auch noch das erwachsene Kind, weil das noch unterwegs etwas zu erledigen hatte, und verteilte meine Lieblingsmenschen, den Sohn zu seinem Termin, dann die Hex’ nach Hause. Auf dem Rückweg sammelte ich den Sohn wieder ein. Doch dann ging nichts mehr. Mir war inzwischen so übel, dass ich es nicht mehr bis nach Hause schaffte, sondern in der Aue ranfahren und mich übereben musste. Zum Glück hatte ich es gerade noch so aus dem Dorf heraus geschafft. Der Sohn betüddelte mich gleich ganz rührend. Wasser hatten wir zum Glück dabei, Tücher auch. Das Auto ist überhaupt recht gut ausgestattet für alle Eventualitäten.
Daheim packte ich mich mit einer Decke auf die Couch und schlief, bis Mutti anrief. Was sie eigentlich wollte, erfuhr ich nicht, weil ich sie gleich voljammerte, wie schlecht es mir ging. Das durfte auch mal sein. Da sie mich oft wie ein Kind behandelt {was ich im Grunde ja auch immer bleibe, ihr Kind}, darf ich mich dann auch bei meiner Mama ausjammern, stimmts?
Danach schlief ich weiter und bekam nicht einmal mit, dass der Sohn später noch mal kam, um nach mir zu sehen.

Donnerstag, 30. April
Am Morgen ging es mir deutlich besser, aber obwohl ich die Nacht über gut und viel geschafen hatte, fühlte ich mich noch schlapp. Deshalb rief ich ie Hexe an, verschob das die Matheaufgaben auf den Feiertag und kroch wieder ins Bett.
Zwischendurch hatte ich er Mutti versprochen, dass wir am Abend mal einkaufen fahren. Das erledigten wir dann am Nachmittag, weil sie ungeduldig war und schon wieder anrief. Na gut, dann eben so. Anschließend schleppte ich die keine Frau noch in meine Wildnis. Direkt hinter dem Parkplatz erstreckt sich ein unbebautes Grundstück, das mit allerlei Bäumen und Gesträuch bewachsen ist, von Trampelpfaden durchzogen. Hundebesitzer kommen da zuweilen lang und ich wollte da schon längst mal hin. An diesem Nachmittag verwirklichte ich das. Und bekam gleich noch eine kleine Geschichtslektion, denn Mutti erzählte, dass der Hügel, auf den wir geklettert waren, kein natürlicher Hügel ist, sondern dass wir auf dem Dach eines Bunkers standen. Früher gab es dort eine Sandgrube, in der Ausländer und andere Gefangene arbeiten mussten. Für diese hatte man eine Art Luftschutzraum errichtet, von dem man sich damals erzählte, er wäre ganz aus leergeschossenen FLAK-Hülsen gebaut worden. Mutti wusste das auch nur vom Hörensagen {also das mit den Hülsen}. Für mich war das trotzdem interessant.

Der Eingang zur Wildnis.

Freitag, 01. Mai

Ole findet Mathe laaaangweilig.

Die Junghexe hingegen war andiesem Tag sehr fleißig und erledigte alle Aufgaben zügig und ordentlich. Dennoch dauerte es den ganzen langen Nachmittag. Das war aber auch viel, was sie aufbekommen hatten.Nachdem ich sie heimgebracht hatte und zwischen den Dörfern ein Naturschauspiel zu sehen bekam, fuhr ich noch zum Garten, zum Pizzaessen. Ein richtig schöner Tagesabschluss.

*** Heute ist es draußen grau und kalt. Trotzdem werde ich jetzt den Sohn erst einmal wieder zu einem Termin bringen und auf dem Rückweg noch mal zum Gemüsemann fahren.
Vorher bringe ich noch fix diesen Eintrag zu Andrea in die Plauderecke. Später werde ich euch dann allle besuchen und mal schauen, wie es euch so ergangen ist in der letzten Woche.

Bleibt schön gesund.
Eure Mira

Sonntags Top 7 {26.04.2020}

Das wird ja auch mal wieder Zeit, dass ich mich an Annis Sonntags Top 7 beteilige, wenn ich auch einige Punkte eher nicht mit Leben erfüllen kann. Aus Gründen.

Lesen
Also, lesen ist derzeit meine Hauptbeschäftigung. Man mag es kaum glauben, aber ich habe in dieser Woche 5 Krimis geschafft.
(ACHTUNG: Affiliate-Links)
Tödliches Sylt
Tod am Kreidefelsen
Tod auf Rügen
Mord vor Rügen
Todesurteil Rügen
Alle vom gleichen Autor. Nun reicht es aber auch erst mal mit Krimis von Birger Brand, denn sie sind ziemlich blutrünstig, das heißt, es bleibt nie bei einem Toten, sondern gibt pro Buch meist 3 bis 4 Leichen. Und oft sind Polizisten involviert. Davon brauche ich nun erst mal Erholung und lese etwas, das ich nachher noch benennen werde.

Musik
Hatte ich letztens unserem schönen Ancient Trance Festival nachgetrauert, das wegen Corona mit Sicherheit nicht stattfinden darf, so hatte ich, zum Trost für die Junghexe ein paar Künstler herausgesucht, die uns im letzten Jahr beeindruckt hatten. Dabei kam ich natürlich an Rainer von Vielens Band Orange nicht vorbei.
Mit diesem Mix fiel es mir nicht nur leicht, es war richtig motivierend, mich ein bissel mehr zu bewegen, als derzeit möglich ist. Ich tanzte einfach zu der tollen Musik.

Ist sicher nicht jedermanns Sache, aber wenn ihr euch darauf einlassen könnt…

Flimmerkiste
In der MDR-Mediathek fand ich eine herrliche Schnulze mit Konstantin Wecker. Die Hochzeit meiner Schwester {hier als Link zu YouTube}.

Erlebnis
Das ist der Punkt, den ich nicht mit Leben erfüllen kann, denn was erlebe ich schon in Zeiten der Isolation?

Genuss
Zuerst dachte ich, dass ich auch diesen Punkt weglassen müsste, aber nein, zum Genuss habe ich dann doch etwas beizusteuern. Nachdem ich Angang der Woche wieder einmal in dem türkischen Laden auf der Eisenbahnstraße eingekauft habe, gönnte ich mir endlich mein geliebtes Fladenbrot mit Ziegenfrischkäse und Gemüse. Hmmmm.

Web-Fundstück/e
Bei Illy lese ich schon länger und sehr gern. Und so fand ich hier auch ihren Lesestoff in der vergangenen Woche. Und weil ich nun, wie ober erwähnt dringend etwas Abwechslung zu Birger Brand brauchte, stürzte ich mich auf die ersten beiden Bände der Serie Tee? Kaffee? Mord! von Ellen Barksdale.
Der doppelte Monet
Die letzten Worte des Ian O’Shelley
(Beides Affiliate-Links)
Das komplette Gegenteil zu den ersten 5 Krimis dieser Woche. Sehr nette Abwechslung, wenn auch der Schreibstil etwas… hausbacken wirkt. Immerhin angenehm zu lesen.

Hobbys
Naja, Socken stricken, was sonst? Zu mehr reicht die Motivation gerade nicht, obwohl ich mich über Zeitmangel ja gerade nicht beklagen kann.