Der vierte Montag

25/365

Am Morgen endlich noch die Fäden vernäht, wozu ich gestern dann doch keine Lust mehr hatte, und mich dann in den diversen Strickgruppen für meinen Fleiß feiern lassen. *hüstel*
Dann kam ein Aruf von der Hexe. Hatten wir für heute irgendwas verabredet?
Hatten wir nicht und sie konnte auch nicht kommen, weil sie allein daheim war. Also schickte sie mir die Aufgabenblätter und rief dann wieder an. Per Telefonkonferrenz half ich ihr bei der Erledigung, wobei meine Hilfe fast gar nicht nötig war. Sie konnte alle Aufgaben ohne Hilfe lösten, richtig lösen! Das einzige, was ich für sie tun konnte, war, dabei zu sitzen und ihr ihre Verunsicherung zu nehmen, indem sie mich, bevor sie etwas niederschrieb, fragte, ob das richtig sei. Es war immer richtig.

Den Montagsstarter wollte ich zwischendurch ausfüllen, was nicht funktionierte, weil der Lückentext für mich diesmal sehr anspruchsvoll war. *grübelgrübel*

1_An einer Auslage mit Garnen oder Stoffen kann ich nicht vorbeigehen.

2_Das Sammeln irgendwelcher Dinge habe ich mir abgewöhnt, da ich nicht mehr weiß, wohin mit dem ganzen Zeug. Das gilt sogar für Bücher, die ich mir nach Möglichkeit ausleihe oder als e-books lese. Ausnahmen mache ich bei bestimmten Kinderbüchern. Zum Beispiel bei Alexander Wolkow und den Nachfolgebüchern Jurij Kusnezows und des Autorenduos Nikolai Bachnow. Auch die Bücher über die Vier treuen Freunde würde ich sammeln, so ich ihrer zu einem vertretbaren Preis habhaft würde.

3_Für den Schwung am Morgen brauche ich nicht viel. Ein paar Sonnenstrahlen, einen Job, der Spaß macht, Musik. Manchmal jedoch hilft gar nichts. Da komme ich einfach überhaupt nicht in Schwung, und das passiert leider derzeit recht oft. Zu oft.

4_Heute haben wir/habe ich eine schöne Unterhaltung mit meiner Enkelhexe am Telefon geführt. Es ging um Klugheit und Schulbildung und darum, dass diese zwei Begriffe nicht zwingend zusammengehören.

5_Nach einem Jahr ist leider vieles von dem eingetreten, wofür ich im März 2020 als Schwarzmaler und Schlimmeres beschimpft wurde. Dabei hätte ich mich SO GERN geirrt.

6_Star Trek habe ich gesehen, Star Wars auch. Als "Fan von" kann ich mich bei beiden nicht bezeichnen.

7_Ich freue mich auf den Tag in dieser Woche, wenn wir das Auto der Weinkönigen zurückholen und ich dafür wieder ein Stück überland fahren muss , habe noch einen blöden Papierkram zu erledigen und dann kann ich mich hoffentlich vollends entspannen.

Sonntags {24. Januar 2021}

das sollte mein Startbild für den Samstagsplausch werden. Nun habe ich gestgern aber gar nicht geplauscht.
Auf dem Foto erkennt man den Beginn des Bündchens. Ganz fertig ist es noch nicht, und so verewige ich es jetzt noch einmal beim Sieben-Sachen-Sonntag
Was ich am Sonntag mit meinen Händen getan habe…
Verewigt bei Geraldin.
Ähm… was ich am Sonntag getan habe, kann ich euch natürlich erst am Abend zeigen. Deshalb hier erst einmal die
Sonntags Top 7,
die es wieder bei Anni gibt. Viel habe ich heute nicht beizutragen. Seht selbst.

Lesen
Einen weiteren Krimi habe ich begonnen. Er spielt wieder an der Nordsee und erfüllt damit meine Sehnsucht nach dem Meer.
Der Seenebelmord {Affiliate} von Ulrike Busch

Musik
Immer noch schottische Musik, weil auch die Hexe sie gern hört. Da haben wir uns in den Lernpausen etwas gegönnt.
Und dann ganz für mich, ganz alte Erinnerungen.
KEIMZEIT – Nachtvorstellung (Flugzeug ohne Räder)

Achtung, das Teil läuft über 15 Minuten. Lohnt sich aber. Bei dem Konzert, aus dem diese Aufnahme stammt, war ich dabei. Es hat endlose Zugaben gegeben, und zwischendurch haben wir hinter der Bühne gehockt, und {ich glaube} Kartoffelsalat gefuttert. 25 Jahre ist das her.

Flimmerkiste
Ein paar Sokos in der Mediathek. Das war es. Mich hebt Fernsehen nicht besonders an. Ich lese lieber und schaue eigentlich nur Filme, weil ich dabei stricken kann.
Erlebnis
Die Hexe hat eine Eins in Englisch ergattert. Das hat mich sehr gefreut.
Ich war über Land unterwegs, wenn auch brav innerhalb des 15-km-Radius. Aber immerhin, ich war unterwegs.

Web-Fundstück/e
Für alle, die gern Kleidung re- oder upcyclen hab ich hier traumhafte Anregungen gefunden. IPSEITY DESIGNS.

Hobby
Gestrickt habe ich schon ein wenig, wollte auch etwas fertig bekommen. Wegen der drei Schultage mit der Hexe und des Außer-Haus-Freitags ist nicht so viel fertig geworden, wie ursprünglich sollte.

Nun aber wirklich der Sieben-Sachen-Sonntag
Zuerst den Pullover fertig gestrickt und zwischendurch die Katl empfangen.

Ein ganzes Kilo Rosenkohl geputzt und die Röschen geviertelt. Mit Marinade beträufelt und gebacken.

Dazu Fischfilet und ein paar Tortellini serviert.

Die neuen Handarbeitslampen mit Batterien versehen und ausprobiert.

Ein Stück an der Socke gestrickt. Leider noch nicht fertig.

Die Werbung aus der Sonntagszeitung durchgeblättert und sogar etwas gefunden, das ich brauchen kann.

Ein Bad eingelassen.

Nun bin ich frisch, entspannt und sauber. Habe während ich die Bilder hochlud, den Keimzeit-Song nochmal gehört. Jetzt schaue ich noch in die Mediathek, weil der Tatort am Meer spielen soll.
Bis zum nächsten Mal.
Eure Mira

Als hätte ich nicht genug…

23/365
…konnte ich neulich nicht widerstehen, dieses feine Konengarn in 100% Baumwolle zu bestellen. Zwei helle Grautöne, die zu allem passen und ein leuchtendes Frühlingsgrün.
Am Samstag wurden sie geliefert und schafften es somit auf das Foto des Tages.
Am Vormittag gab es ein zweistündiges telefonisches Strickschwatzen mit der Weinkönigin, bei dem ich mein Pullover-Bündchen weit voran trieb.
Am Nachmittag gab es Kaffee bei der Kleinen Frau. Auch da strickte ich noch ein Stück, bis ich die Nadel wechseln wollte, dies aber vertagen musste, weil ich kein Nadelmaß dabei hatte {dachte ich}.
Am Abend daheim stellte ich fest, dass ich das Nadelmaß doch dabei gehabt hatte, wechselte die Nadel und war wild entschlossen, den Pullover fertig zu stellen. Die Müdlinge, die sich in mein Gesicht setzten und mit aller Kraft meine Augenlider nach unten zogen, wussten dies zu verhindern.
…wobei mir gerade ein Satz einfällt, den mein Kollege am letzten Arbeitstag vor Weihnachten sagte: Das werde ich zu verhindern wissen!
Gemeint war die Aussicht, uns nicht wiederzusehen. Nunja, er konnte es nicht verhindern, da wir beide vorläufig nicht arbeiten dürfen und bis wir das wieder dürfen, wer weiß, da erkennen wir uns vielleicht gar nicht mehr. *kicher*

Ein Gefühl von Freiheit

22/365
Ein Gefühl, das ich schon seit einem Jahr nicht mehr hatte, seit 17 machtgierige Personen sich anmaßen, 83.000.000 Menschen in ihren Wohnungen einzusperren und ihnen alles zu verbieten, was das Leben lebenswert macht.
Naja, ganz so stimmt das nicht. Als ich im letzten Sommer auf Dienstreisen gehen durfte, eben weil die Reisen dienstlich waren, da fühlte ich mich auch gut. Nur jetzt in dieser tristen grauen Jahreszeit macht mir das zu-Hause-Hocken etwas aus. Dieses Nicht-arbeiten-Dürfen. Dieses Maximal-15-km-vom-Wohnort-Entfernen, wo man überlegen und nachrechnen muss, ob man denn im nächsten Erdkugel-Markt überhaupt einkaufen darf, oder ob der nicht schon zu weit entfernt ist. Wo Ausflüge nicht zu den Gründen zählen, aus denen man die Wohnung verlassen darf, auch wenn diese Ausflüge für die seelische Gesundheit wichtig wären.

Am Freitag hatte ich einen wichtigen Grund, die Wohnung zu verlassen. Ich musste zur Firma des Sohnes. An meinem Auto war etwas defekt, das er wieder in Ordnung bringen wollte/sollte/ gebracht hat. Die Firma liegt draußen auf dem flachen Land. 9 km entfernt, also innerhalb des Bannkreises. Die Weite der Landschaft brachte ein gutes Gefühl mit sich. Dazu kam der Wind, der herrliche Wind. Ich liebe Wind. Der hat es schon immer geschafft, mit trübe Gedanken aus dem Kopf zu pusten. Auf dem Rückweg hielt ich noch am Wasser. Das lag am Wegesrand, also auch im Bereich des Erlaubten. Außerdem war dort kein Mensch, mit dem ich hätte eine Infektion irgendwelcher Art austauschen können. Völlig ungefährlich und ein unendlicher Gewinn für mein seelisches Wohl.
Ich zehre noch immer davon.

Fertig

Zumindest für heute. Es ist 16:30 Uhr und wir genießen den Feierabend.
21/365
Zumindest so lange, bis Mutti anrief.
Erste Frage der Kleinen Frau: Ihr seid wohl gar nicht zu Hause? Weil du so ewig nicht rangehst.
Da unterstellt sie schon wieder, wir treiben uns ohne sie in der Weltgeschichte herum, vergnügen uns womöglich und haben die Hausaufgaben nur als Vorwand genutzt.
Ich bin sauer.
1. Selbst wenn das so wäre, wäre es meine Sache.
2. Selbst wenn wir zu zweit unterwegs wären, könnte dürfte sie nicht als dritte Person dabei sein.
3. Selbst wenn wir unterwegs wären, dann gewiss nicht zum Vergnügen, weil es untersagt ist, zum Vergnügen die Wohnung zu verlassen.
All das könnte sie sich selbst überlegen, aber nein, sie muss mich anzicken, weil ich mich ihrer Meinung nach ohne sie vergnüge und ich sie gefälligst an meinem Vergnügen zu beteiligen habe.
Zweite Äußerung der Kleinen Frau: Ich wollte euch eigentlich fragen, ob ihr schön fleißig seid.
Und warum fragt sie das dann nicht?
Ich erzähle ihr trotzdem, was wir geschafft haben und wie sich die Enkelhexe eine 1 verdient hat.
Schwups, kommt die nächste Unterstellung. Na, hoffentlich machst du das nicht soundso…
Ich hatte gerade eben erklärt, dass ich es eben nicht soundso mache.
Schlussbemerkung der Kleinen Frfau in einem Tonfall, als hätte ich ihr was ganz schlimmes angetan: Hm. Na, dann eben Tschüss.

Der Mittwoch…

…sollte mein Nadelgeplapper-Tag werden. Derzeit bin ich jedoch sehr damit beschäftigt, mit der Hexe allen Aufgaben hinterher zu rennen, die von den Verschiedenen Lehrern im Lernsax gestellt werden.
Heftig sind die Termine. Man bekommt das Gefühl, manche Lehrer möchten die Tage der Schüler vollständig mit Aufgaben ausfüllen und es ist ihnen egal, ob Kollegen gerade das Gleiche versuchen. Ich bin ja nun nicht gerade unerfahren, was Unterricht betrifft. Aber was hier so an Aufgaben auftaucht, erscheint mir teilweise bissel heftig, zumal die Schüler außerdem auch noch mehrere Stunden in Videokonferenzen hocken. Also, zumindest diese Woche war und ist es so.
Heute allein 3 Zeitstunden Videokonferenz am Stück. Das entspricht 4 Unterrichtseinheiten und danach ist so ein Menschlein erst mal geschafft. Dann noch Matheaufgagben, Deutschaufgaben, Englischaufgaben. Jedes für sich nicht viel, aber es läppert sich. Da hat man schnell 8 Zeitstunden zusammen, was dann fast 11 Unterrichtseinheiten sind. Und das alles im Homeschooling. Also, ich finde es heftig.
20/365

Der dritte Montag

18/365
Ich mag ja sonst keine Schnittblumen. Mir ist es lieber, wenn die Blumen an ihren Pflanzen mit Wurzeln dran blühen. Aber im Januar und Februar hole ich mir sehr gern gelbe Blumen ins Haus. Meist dies kleinen Narzissen, die es im Zehnerbund gibt und die erst daheim in der Vase aufblühen und leuchten gelb werden. Die kennt ihr sicher.
Diesmal gab es diese nicht. Deshalb habe ich mir zwei Sträuße gelbe Tulpen gegönnt, die für gute Laune sorgen sollen.
Ich habe diese Woche zwar nicht mit dem Montagsstarter begonnen, aber weil ich die Lückentexte von Anni, Martin und diversen GastautorInnen so gern mag, fülle ich ihn noch aus. Also los!

1_Wenn es einmal läuft, kommen meist noch weitere gute Dinge hinzu.

2_Meiner ganz persönlichen Erfahrung nach klappt das auch bei Jobs bzw. Aufträgen. Sobald ich für einen eine feste Zusage habe, kommen dann noch weitere nach. Hoffentlich gilt das auch jetzt noch, wenn der Lockdown endlich irgendwann vorbei ist.

3_Ich lasse das jetzt mal einfach so stehen und hoffe das Beste.

4_Ich habe lange überlegt, aber mir fällt nichts ein, wovon ich felsenfest sagen würde, das geht für mich nur bei Sonnenschein.

5_Bevor ich hier Blödsinn schreibe, lasse ich so eine Textzeile auch mal weg und dann bleibt die Lücke eben leer.

6_Das Beste am heutigen Tag ist, dass ich mich an meinen Tulpen erfreuen kann.

7_Die kommende Woche wird anstrengend und als Highlight möchte ich mir etwas Schönes gönnen. Ich weiß nur noch nicht, was. Da lasse ich mir noch was einfallen.

Puh, das war heute gar nicht so einfach, diese Lücken zu füllen.

Sonntags {17. Januar 2021}

Es ist Abend und ich möchte mich unbedingt noch zu drei Themen äußern.
Foto des Tages
14/365
Die Hexe hat ihr Schulzeug gleich dagelassen. Ich mache zu Hause sowieso nicht weiter. Mit dir macht das viel mehr Spaß, ich lerne was und schaffe viel. Darf ich das hier liegenlassen?
Und nun liegt es da. Auf dem Sessel. Und ich möchte mir was einfallen lassen, wo ich es hinräume. Tja.
15/365
Wieder Schule. Diesmal Fachrechnen in der Berufsschule. Ich mache das total gern. Braucht jemand noch eine Mathe-Lehrerin oder Dozentin? Ich hätte gerade Kapazitäten.
17/365
Das Spinnrädchen fiel mir vorhin beim Ausräumen eines Regalfaches in die Hände. Das stand früher bei meiner Oma in der Vitrine, und wenn ich ganz lieb war {war ich meistens} gab sie es mir heraus und ich durfte das Rädchen drehen. Damals war ich ungefähr 4. Wen wundert es da noch, dass ich irgendwann spinnen lernte und auch Geschichten vom Spinnrad schreibe?

Die Sonntags Top 7
gibt es wie immer bei Anni.
Lesen
Damit die Statistik nicht gleich zu Anfang des Jahres wieder ins Stolpern gerät, hier die beiden Krimis, die ich seit Jahresbeginn gelesen habe.
Das Matjesmassaker
Das Flunderfiasko {Noch nicht ganz fertig, aber wahrscheinlich lese ich es heute Nacht noch zu Ende.}
Beide Krimis von Ivo Pala, der hier in einem frischen Stil schreibt, als säße er dir im Sessel gegenüber und erzähle von seinen Erlebnissen, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Erfrischende Unterhaltung. Gute Ablenkung von all dem Blöden da draußen.

Musik
Die Hexe hatte einen Vortrag vorzubereiten und wusste zunächst gar nicht, worüber sie referieren wollte. Ein Thema war ihr viiiiel zu persönlich, als dass sie sich damit vor ihre teilweise seltsame Klasse gestellt hätte. Wir vertagten das und widmeten uns anderen Aufgaben. In einer Pause meinte sie mit in die Ferne gerichtetem Blick: Da will ich unbedingt mal hin. Und dann referierte sie so wunderbar über Schottland, warum sie dahin möchte, was sie von dem Land und einer Reise dorthin erwartet. Was lag näher, als ihr die inoffiezielle Hymne Schottlands vorzuspielen. Da hatten wir gleich noch etwas Englisch-Unterricht, weil die Dozentin in mir nicht umhin konnte, mit dem Mädel gemeinsam den Text zu übersetzen.

Flimmerkiste
Einem Hinweis von Illy folgend schaute ich mir ein paar Folgen einer 50 Jahre alten Serie an {fünfzig Jahre} und habe mich wieder köstlich amüsiert.

Seltsam ist allerdings, dass die Folgen hier immer gleich zweimal hintereinander abgespielt werden. Tja.

Erlebnis
Schön war das Lernen mit der Enkelhexe. Hoffentlich dürfen wir das auch weiterhin tun.

Genuss
Hmmm, ja. Als die Hexe da war, habe ich gekocht. Schweinsmedaillons mit Apfelspalten, dazu Brokkoli und Kartoffelpü.

Web-Fundstück/e
Dazu habe ich diese Woche tatsächlich mal was beizutragen, muss allerdings auch warnen, da es dort sehr viel Werbung für irgend so nen Messerhersteller gibt. Es gibt aber auch tolle Rezepte, und vor allem die kleine Kräuterkunde hat mir gefallen.

Hobby
Na, gestrickt hab ich natürlich. War euch schon klar, oder? Ein paar Bilder hab ich im Nadelgeplapper verewigt, ein bissel was seht ihr hier gleich noch beim…

Sieben-Sachen-Sonntag
Was ich am Sonntag mit meinen Händen getan habe…
Erste Amtshandlung: Kaffeewasser aufsetzen.
Aus der Restekiste drei Reste herauskramen…
…und gleich ein Patch an die Kissenhülle nadeln.
Später beim Kaffee {das Wasser war zwischendurch schon wieder kalt geworden} an der Socke gestrickt, die ich am Abend zuvor angeschlagen hatte, weil ich was farbenfrohes brauchte.
Da fällt doch beim Abwaschen der Henkel vom Topf. Ich versuche, diesen wieder anzuschrauben, was mir einfach nicht gelingen will. Hm, das versuche ich später noch mal. Jetzt habe ich dafür gerade keinen Nerv.
Stattdessen schnipple ich mal wieder Kartoffeln, bestreue sie mit Salz und Chiliflocken und backe sie knusprig.
Zum Vergleichen hänge ich eines meiner "Drunterziehchen" an die Tür und den noch immer nicht fertigen Pullover daneben. Anhalten, vergleichen, messen. Noch zwei Zentimeter, dann kann ich mit dem Musterbündchen{-bund} beginnen. Yeah!

Jetzt stricke ich die Socke von heute Morgen fertig und schaue noch eine Folge von Die 2.
Vorher bringe ich diesen Eintrag noch zu Anni und Geraldin.

Samstagsplausch {16.01.2021}

16/365
So richtig glücklich macht mich der Glückstee nicht. Er schmeckt mir nicht. Ich mag es einfach nicht, wenn der Geschmack von Kräutertees mit Süßholz aufgewertet verschlimmbessert wird. Mal sehen, mit ein paar Tröpfchen Milch sollte es gut sein.

Und schon wieder bin ich spät dran mit meinem Beitrag zum Samstagsplausch. Warum? Weil ich wahrscheinlich bei der Telefonseelsorge arbeite, allerdings unentgeltlich. Schon wieder bekam ich einen Anruf, in dem ich Lili über eine Stunde lang zuhören durfte. Ja, sie ist nicht mehr die Jüngste, ja, sie ist den ganzen Tag allein zu Hause, der Sohn kommt erst abends von der Arbeit und will dann oft nicht reden. (Kann ich nachvollziehen) Ja, ihr fehlen die Kontakte und der Schwatz über den Gartenzaun. Hm. Ich höre mir das alles an. Bei jedem Anruf wieder. Immer das Gleiche. Sie fragt nie, wie es mir geht. Nie. Und wenn ich doch mal versuche, etwas zu erzählen, hört sie entweder gar nicht zu und redet weiter von sich. Oder sie sagt: Ja, da lasse ich dir jetzt mal wieder deine Ruhe! und schwups hat sie aufgelegt.
Ist euch das auch schon mal aufgefallen? Die Menschen wollen gar nicht mehr miteinander reden. Sie wollen von sich erzählen, aber hören wollen viele nichts. Das ist ganz praktisch, wenn man selbst lieber nicht reden mag (wie ich oft). Aber manchmal komme ich mir dann auch ziemlich ausgenutzt vor. Und manchmal frage ich mich, warum diese Menschen anrufen, wenn sie von mir ja doch nichts hören wollen. Monologe halten könnten sie doch auch in einem eigenen Blog oder in Podcasts. Hm?
Kennt ihr das auch? Oder seid ihr der Meinung, ich bin vielleicht undankbar und sollte lieber froh sein, dass Menschen sich bei mir ihren Frust von der Seele reden? Ist ja schließlich auch ein Vertrauensbeweis. Hm?

Und sonst so?

Die Woche zwei Worten
Überwiegend grau.

Der Rückblick
Den fasse ich jetzt mal schnell zusammen, also keine Auflistung der einzelnen Tage, sondern das Wikchtigste in Kürze. an zwei Tagen habe ich die "Beschulung" der Enkelhexe übernommen. Sie ist total glücklich darüber, weil sie viel geschafft und auch viel begriffen und gelernt hat.Wir würden das sehr gern fortsetzen. Aber es kann sein, dass das mit dem noch schärferen Lockdown nicht mehr erlaubt sein wird. Langsam frage ich mich, wohin das noch führen soll. Bekommen wir demnächst alle elektronische Fußfesseln angelegt? Und was soll es bringen. Die wirtschaftsschädigenden Maßnahmen werden immer drastischer, aber die Infektions- und sonstige Zahlen werden immer höher. Da könnte man doch nun auf zwei verschiedene Ideen kommen. Entweder, diese Maßnahmen, so hart sie auch werden und so viel sie auch zerstören, sind in Bezug auf die Infektion schlichtweg sinnlos, weil sie keinen Rückgang bewirken. Oder die immer weiter steigenden Zahlen sind erfunden, zumindest übertrieben. Ich weiß es nicht, aber mir kommen starke Zweifel an der Sinnhaftigkeit immer weiter verschärfter Maßnahmen. Ganz davon abgesehen, dass viele Menschen zwar vielleicht nicht an Covid-19 erkranken (obwohl man das angesichts der Zahlen auch nicht sicher weiß), aber bleibende Schäden an ihrer seelischen Gesundheit davon tragen.
Ich habe Angst.

Die übrigen Tage war ich brav daheim. Habe versucht zu stricken, versucht zu schlafen, versucht, mich von meinen Ängsten abzulenken. Funktioniert nicht besonders. Na, schaun wir mal.
Jetzt komme ich erst mal zu Andrea und hoffe, dass eure Einträge mich ein wenig aufmuntern.
Bleibt gesund
Eure Mira