Sieben Sachen und mehr…

…gesammelt bei Geraldine gibt es wieder einen Beitrag von mir zum Sieben-Sachen-Sonntag.
Natürlich habe ich auch an diesem Sonntag meine Hände gebraucht, mal für 5 Minuten, mal für 5 Stunden. Das trifft heute wirklich zu, denn die Zubereitung der Reispizza zog sich fast über den ganzen Tag.

Doch zunächst… Der letzte Schwung Haferplätzchen von gestern Abend musste noch aus dem Ofen geholt und in einer Keksdose untergebracht werden.
Gleich im Anschluss wurde der Adventskalender geöffnet {der Teebeutel heraus gezogen} und ein Adventsgruß verschickt. Der Spruch lautet: Das ist das Geheimnis der Gnade. Es ist nie zu spät.

Die Schwester startete einen Videoanruf. Das konnte länger dauern. So schnappte ich mein Strickzeug und bekam doch tatsächlich das Ufo-Tuch fertig. Quasi nebenbei.

Das Haarefärben hatte ich von gestern auf heute verschoben. Nun musste es unpetinkt sein.

Wenn es Reispizza geben soll, muss natürlich Reis gekocht werden.
Ebenso natürlich muss man für den Belag sorgen. Wie es aussieht gehört Zwiebeln schneiden zu meinen Sonntagen immer dazu.

Weil der 2. Advent war und das laut Mutti eine unserer Traditionen ist, mussten wir die Stolle anschneiden.
Das mit der Tradition hat sie sich ausgedacht, denn in den letzten Jahren habe ich am 2. Advent immer auf irgend einem Weihnachtsmarkt gearbeitet. Da wäre das meine Tradition gewesen.

Am Abend wurde endlich die Reispizza fertig. Hmmm. Lecker!!!
Eigentlich wollte ich noch einen Kuchen backen, aber der Sohn meinte, er wisse gar nicht, mit wem er den teilen sollte. Ich sollte keinen backen. Die Pizza sei doch ebenso gut, wie ein Geburtstagskuchen. Naja, gebacken hatte ich die ja auch.
Nun beschäftige ich mich noch mit der Steuererklärung des Schwagers. Konkret suche ich nach einer Möglichkeit, bestimmte Ausgaben einzutragen, die meines Erachtens gar nicht absetzungsfähig sind. Er meint aber, man könne sie absetzen. Und ich muss zugeben, dass ich mit Steuererklärungen für Gehaltsempfänger gar keine Erfahrung habe. Ich kann nur Selbständige/Gewerbetreibende und Rentner. Hach.
So sind es diesmal an meinem Sonntag etwas mehr als sieben Sachen.

Ich habe noch ein Weilchen zu tun. Euch wünsche ich einen guten Start in die neue Woche.

Samstagsplausch {08.12.2018}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen. Oder besser Mahlzeit. Oh oh, bin ich spät dran diese Woche. Aber keine Sorge, ich mache uns hier keinen Stress. Obwohl… Regula hat letzte Woche etwas sehr Interessantes geschrieben, über unser Zeitempfinden und dass die Zeit scheinbar schneller vergeht, wenn man wenig erlebt und keine Erinnerungen aufhebt.
So gesehen hat meine Woche diesmal eeeewig gedauert. Das habe ich so zwar auch nicht empfunden, aber was ich diese Woche nach Feierabend alles erledigt habe, reicht eigentlich für zwei. In einem Text von KEIMZEIT heißt es: {Zitat:}Ich will, wenn es geht, zweimal leben… Manchmal denke ich, dass ich genau das tue, aber nicht nacheinander, sondern gleichzeitig. Seht selbst.

Der Samstag, 01. Dezember ging noch ruhig an. Wie geplant holte ich die Mutti am Vormittag ab, um mit ihr zu diesem Outlet zu fahren. Sie fand aber nichts, was ihr gefiel. Stattdessen hat sie in einem anderen Laden einen Schneebesen erstanden. Wie das manchmal so ist. Weil das Wetter noch so schön war, schleppte ich die kleine Frau doch mit in den Garten. Auf der Terasse packte ich sie in eine dicke Decke. Wir saßen in der Sonne. Ich hatte wunderbar Gelegenheit runterzukommen. Es war richtig schön. Später brachte ich sie dann heim. Erst da meinte sie, sie hätte doch kalte Füße. Am Abend erzählte sie, sie hätte gleich daheim die von mir gestrickten Socken {Sie sagt immer deine Socken. Es sind aber gar nicht meine. Es sind ihre, die ich nur gestrickt habe. *lach*} angezogen und sei im Handumdrehen wieder warm geworden. Fein.

Sonntag, 02. Dezember
Es gab einige Dinge, für die ich am 1. Advent meine Hände gebraucht habe. So konnte ich mich am Sieben-Sachen-Sonntag beteiligen. Und wer von euch das genauer wissen möchte, kann es hier nachlesen

Der Montag, 03. Dezember hatte so Vieles für mich auf Lager, dass es für den Rest Woche gereicht hätte. Das habe ich unter dem Stichwort Montagsfreuden bereits erzählt.

Und weil ich so schön am Erzählen war, hat auch der Dienstag, 04. Dezember einen eigenen Eintrag bekommen. Mein Knie ist übrigens immer noch dick, aber nicht mehr blau. Es wird, es wird.

Der Mittwoch, 05. Dezember war bis dahin der ruhigste Tag der Woche. Da aber der Fünfte war und an diesem Tag immer Tagebuchbloggen angesagt ist, habe ich unter dem Stichwort Was machst du eigentlich den ganzen Tag? eben genau das niedergeschrieben. Najaaa. Der Feierabend war geruhsam, dafür hatte es in der Arbeit Aufregung gegeben. *hüstel*

Den Donnerstag, 06. Dezember hätte ich am liebsten vor mir her geschoben oder weggelassen. Der war fast genauso vollgepackt wie der Montag, weil ich schon am Morgen vor der Arbeit Wege zu erledigen hatte. Das war aber nicht der Grund für meine Aufschieberitis, wobei sich dann herausstellte, dass alles ganz wunderbar lief und ich überhaupt nicht mehr weiß, eigentlich auch vorher nicht wusste, wieso mir der Termin beim Technischen Rathaus so unangenehm erschien. Was ich da gemacht habe?

Freitag, 07. Dezember
Erstaunlicherweise hatte ich trotz der wirbeligen Woche noch jede Menge Elan und schaffte es, die Kollegen damit anzustecken. Und das am Freitag. Am Ende bin ich sogar noch länger geblieben, weil gerade, als ich los wollte, mein Chaos-Kollege herein kam und noch einen Termin abarbeiten wollte, aber zwischendurch auch noch mal fix weg musste. So sagte ich ihm, er soll das alles in Ruhe machen ich bin solange noch da. An keinem anderen Feierabend wäre ich auf diese Idee gekommen, aber gestern passte irgendwie alles. Ich fühlte mich aufgeräumt.
Und ich kann euch sagen, Regula hat recht. Ich bin jetzt noch erstaunt, wie viel in diese Woche hinein gepasst hat. Und noch etwas ist mir aufgefallen: Ihr sagt doch immer wieder, wieviel ich immer unternehme und schaffe und so, wobei mir selbst das gar nicht so vorkommt {bis auf diese Woche}. Da kam mir so in den Sinn, dass ich wahrscheinlich deshalb immer so viel aufschreibe, was man gut auch weglassen könnte, weil mir jede Kleinigkeit wichtig erscheint. Weil ich mich erinnern möchte, auch noch nächstes Jahr um diese Zeit. Und weil ich allem etwas Positives abgewinnen kann, sogar dem Sturz in der Therme.

Und nun ist Samstag, 08. Dezember. Es ist bereits Mittag, denn ich habe mich wieder einmal vertrödelt. Aber wir waren uns doch einig, dass das Trödeln zum Leben dazu gehört und vollkommen legitim ist.
Heute möchte ich noch backen. Die Butter habe ich bereits ausgelassen. Außerdem möchte ich noch mal los zum Einkaufen. Ich brauche verschiedenes aus der Drogerie. Außerdem hätte ich gern eine neue Springform. Und in Panitzsch ist Weihnachtsmarkt. Da könnte ich vielleicht die Mutti hin schleppen und damit eine gute Tat tun {Was für eine Formulierung! Hilfe!}

Jetzt komme ich erst mal zu Andrea und schaue, wen von euch ich dort treffe. Wahrscheinlich wart ihr alle schon da.

Habt alle ein schönes Wochenende und einen besinnlichen zweiten Advent.

Besser als gedacht…

Vor dem Termin am Donnerstag Nachmittag war mir schon die ganze Woche etwas bang.
Jolanda sollte abgemeldet werden. Endlich. Bisher hatte ich das immer noch hinaus geschoben. Aber in dieser Woche musste es passieren. Warum unbedingt jetzt? Jolanda war vor 17 Jahren am 10. Dezember zugelassen worden. Deshalb wurde die Kfz-Steuer jedes Jahr am 10. Dezember fällig. {Blöd, so kurz vor Weihnachten.} Da Jolanda ein sehr altes Dieselfahrzeug ist {EU 4-Norm, darüber spricht schon gar niemand mehr}, ist die Steuer empfindlich hoch. Die wollte ich nicht noch einmal bezahlen müssen. Klar würde ich sie anteilig zurück bekommen, aber das würde doch ein wenig dauern, also sollte die Abmeldung vor der nächsten Fälligkeit erfolgen. Und das war also gestern. Das war der einzige Tag der Woche, an dem die Zulassungsstelle etwas länger geöffnet hat {bis 17 Uhr}. Eine Online-Terminvergabe war nicht mehr möglich, dazu hatte ich mir das zu spät überlegt. Also musste ich Wartezeit einplanen. Ich wusste nicht genau, wo in diesem riesigen Komplex des technischen Rathauses die Zulassungsstelle ist, ich wusste nicht, wo man dort parken kann. Ich rechnete mit ewiger Wartezeit. Und es war nicht mein einziger Termin an diesem Feierabend, denn der Einkauf mit Mutti konnte nicht auf den Freitag verschoben werden, weil die kleine alte Dame zu einer Feier eingeladen ist.
Super pünktlich ging ich von der Arbeit weg. Die Fahrt ging problemlos vonstatten, ein Parkplatz war schnell gefunden. Dann irrte ich ein wenig herum, um den richtigen Eingang zu finden. Der Wartebereich war sehr voll, aber es ging rasend schnell voran. Die Abmeldung war eine Kleinigkeit und ich fragte mich, warum mir vor diesem Termin so gegraust hatte. Albern. Hach.
Der Heimweg gestaltet sich etwas schwierig, weil ich nun eine Stunde später als sonst auf dem Weg aus der Stadt hinaus war. Die Straßen waren deutlich voller und weil ich nun aus einer anderen Ecke von Leipzig kam, wusste ich natürlich nicht, welche Straßen gesperrt waren und musste ein paar Umwege fahren.
Als Entschädigung wartete Mutti mit einer leckeren Kartoffelsuppe, die ich verputzte, bevor wir zum N-Markt fuhren.
Den Besuch in der Bücherei hätten wir nicht mehr geschafft, doch dafür hatte ich vorgesorgt, indem ich die Ausleihe all unserer Bücher telefonisch bis 3. Januar verlängert hatte. Eine weitere Aufgabe hatte ich schon vor Dienstbeginn erledigt. Mutti hätte beinahe die Stollen bei einem Bäcker gekauft, der zu einer Kette gehört. Dagegen hatte ich bereits interveniert, denn ich wollte sie bei "meiner" kleinen Bäckerei kaufen. {@Andrea, falls du das hier liest, Volz in Portitz probiere ich auch noch.} Nun wollte es die Mutti aber unbedingt diese Woche noch wissen. Also beeilte ich mich am Morgen, um noch vor der Arbeit eine ganze Stolle und zwei Probier-Scheiben zu besorgen.

Ähm ja, als ich gegen 19.30 Uhr daheim ankam, freute ich mich, wieviel ich an diesem Tag wieder geschafft und erledigt hatte. Nun war Zeit, einen leckeren Tee zu zu genießen und einfach die Seele baumeln zu lassen.

WmdedgT – Dezember 2018

Es ist wieder einmal der Fünfte und Frau Brüllen sammelt unsere Beiträge zu der Frage Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Dieser Mittwoch ist bisher der entspannteste Tag der gesamten Woche und wird das im Hinblick auf die Termine, die ich nicht vergessen darf, vermutlich auch bleiben. Der Start in den Tag war allerdings etwas unentspannt.

03:19 Uhr
Ich muss nur kurz ins Bad. Auf dem Rückweg treffe ich den Sohn in der Küche. Was macht er denn da?

05:15 bis 06:20 Uhr
Ich frage den Sohn vorsichtig an, ob er nun in aller Frühe mit in die Stadt fahren will oder eher doch nicht. {Ich möchte mich ja drauf einrichten, ob ich früher los muss, wegen veränderter Fahrtroute und so.} Zum Dank knurrt er mich an, alles sei sinnlos, er sei wach, seit wir uns vorhin in der Küche getroffen haben, und und und. Als könnte ich was dafür. Hach. Ich beschließe, mich nicht zu ärgern, und weil ich nun nicht früher los muss, kann ich meinen Adventskalender genießen.

08:00 bis 12:00 Uhr
Es gibt Menschen, mit denen kann man einfach nicht arbeiten, weil sie eben nicht arbeiten. Da versuche ich, eine gewisse Person dazu zu bringen, einfache Aufgaben auszuführen. Das versuche ich im Übrigen jeden Tag auf’s Neue. Da kommen dann so Sprüche wie: Ich schaue lieber erst nochmal zu, nicht dass ich was falsch mache oder Ich bin lieber so jemand, der im Team arbeitet, was dann aber so aussieht, dass die anderen arbeiten und derjenige dabei steht und minder schlaue Kommentare abgibt. Heute Vormittag dann die Krönung: Ich kann das ja gar nicht können, ich bin ja ganz neu hier.
Sie sind seit zwölf Wochen hier und ich erkläre es Ihnen jeden Morgen wieder. Die anderen sind seit 3 Wochen da und können es längst.
Ja, aber ich brauche das ja später nicht. Wenn ich in einen Betrieb komme, wo ich sowas machen muss, da müssen die mich ja erst mal einarbeiten. Dafür gibt es ja die Probezeit.
Herr, wirf Hirn vom Himmel! Und für die Weiterbildung solcher Menschen werden unsere Steuergelder verschwendet!

12:00 bis 15:00 Uhr
Ich konzentriere mich auf die Menschen, die lernen wollen. Die besondere Person wird dann nächste Woche eine besondere Beurteilung bekommen. Danach sehe ich sie hoffentlich nie wieder.

Feierabend
Es gibt mehrere Optionen.
1) Schnell einkaufen und danach zu Hause Plätzchen backen
2) Zu Katl fahren und mit ihr Tee trinken und vielleicht ein wenig stricken
3) Zum Sohn in den Garten fahren und erst, wenn es dunkel ist zu Katl gehen und Tee trinken
Unterwegs telefoniere ich mit Katl und entscheide mich für die zweite Variante. Wir essen zusammen Abendbrot. Da wir beide sehr müde sind, lassen wir das mit dem gemeinsamen Stricken für heute sein.
Ich bin relativ früh zu Hause und möchte die Zeit nutzen, diesen Eintrag zu schreiben. Während ich warte, dass der Rechner hochfährt, übermannt mich die Müdigkeit.
21.30 Uhr
So richtig bequem ist das nicht im Sessel. Trotzdem habe ich ulkiges Zeugs geträumt. Nun aber schnell noch den Blogeintrag schreiben. Inzwischen kommt der Sohn heim. Ich erzähle ihm von meinem Vormittag. Er schafft es, dass wir herzhaft darüber lachen und ich mich nicht mehr ärgere. Die vernichtende Beurteilung wird es nächste Woche trotzdem geben. Potenzielle Arbeitgeber sollen schließlich von vorn herein wissen, was sie da erwartet.
Jetzt verlinke ich diesen Eintrag noch bei Frau Brüllen und wünsche euch allen eine gute Nacht.

Selbst ist die Frau…

Am Dienstag Morgen nahm ich die Bedienungsanleitung mit zur Arbeit und bat meine rumänische Mitarbeiterin, mir den Abschnitt der seltsamen Warnleuchte zu übersetzen. Heraus kam, dass ich umgehend eine Werkstatt aufsuchen soll. Das beschäftigte mich eine Weile, bis ich auf die Idee kam, den Reifenmenschen noch einmal anzurufen, der etwas von einem Reset des Reifendruckkontrollsystems sagte und es stünde in der Anleitung, wie man das macht. Ich stellte mich offenbar zu "mädchenhaft" an, so dass er meinte, ich sollte zum Feierabend noch mal vorbei kommen. Na gut, dann eben so.
Mit Janine wollte ich mich in der Therme treffen. Da sie aber auch erst noch einen Termin hatte, hätte das mit der Werkstatt noch gut zusammen gepasst. Doch dann… kam ich mir blöd vor, zur Werkstatt zu fahren, wegen einer Sache, die im Betriebshandbuch steht. Das muss ich doch selbst hinbekommen! In einem kleinen Stau, blätterte ich noch mal im Handbuch und entdeckte ein Symbol, das ich an meinen Armaturen schon gesehen hatte. An der nächsten roten Ampel probierte ich das aus. Und tataaaa… das Auto spurte wieder. Hach.
Jetzt hatte ich plötzlich Zeit, die ich nutzte, um wieder einmal zum Lentaladen zu fahren und ein paar russische Leckereien einzukaufen.
Dann war es Zeit für die Therme. Janine war auch gerade eingetroffen. Und sie hatte eine Überraschung für mich. Ich hatte doch neulich herumgejammert, dass ich keinen Adventskalender habe. Nun brachte sie mir einen mit. Schaut mal, wie lieb.

Da schon der 4. Dezemeber war, konnte ich am Abend gleich vier Türchen öffnen {Teebeutel herausziehen}. Seht mal, die schönen Sprüche.

Wermouthstropfen:
Als wir den Saunabereich verlassen wollten, war dort der Fußboden dermaßen nass, dass ich ausrutschte und einen astreinen Ausfallschritt hinlegte. Das linke Knie knallte auf den Boden. Das war nicht weiter schlimm, nur kam ich bei dem glatten Untergrund gar nicht so schnell wieder hoch. Als ich dann in der Umkleide mein Knie betrachtete, war es schon ziemlich dick und blitzeblau. Tststs, was einem so alles passiert.
Meine Freude an dem schönen Abend konnte der Sturz nicht trüben.

Montagsfreuden

War das ein Tag. Den muss ich einfach aufschreiben.
Nach der Arbeit hatte ich es eilig, denn ich hatte 16 Uhr einen Termin in der Werkstatt zum Aufziehen der Winterräder. Das war knapp, aber unter normalen Umständen zu schaffen. Die Jahnallee war so frei, wie schon lange nicht mehr, und ich freute mich, weil es so gut voran ging. Doch auf der Friedrich-Ebert-Straße kam der Verkehr zum Erliegen, weil ein Baufahrzeug in eine Baustelle einbiegen wollte und zum Rangieren beide Fahrspuren brauchte. Das dauerte… Als die Straße endlich wieder frei war, kam ich leider nur bis zum Augustusplatz. Dort stand ein Polizeifahrzeug und sperrte eine der beiden Rechtsabbiegerspuren, weil dort ein fahruntüchtiges Auto stand. Ich kam 10 Minuten zu spät zum Termin, worüber aber niemand ein Wort verlor. Stattdessen hieß es: "Geben Sie mir den Schlüssel, dann können Sie ganz entspannt Platz nehmen." Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Schon nach kurzer Zeit waren die Räder gewechselt. Als ich gerade beim Bezahlen war, rief der Sohn an, ob wir vielleicht heute den Tannenbaum für Oma holen, die schon wieder Sorge hatte, dass sie ihren Baum nicht rechtzeitig bekommt. {Jedes Jahr das gleiche. Sie drängelt vom ersten Dezember an. Und sie drängelt auf so ganz spezielle Weise, indem sie mit Leidensmine feststellt, dass ja schon der 1. 2. 3. Dezember ist und dass wir wohl dieses Jahr keinen Baum haben werden werden, denn ihr habt ja gar keine Zeit für sowas.} Diesmal wollte der Sohn seiner Oma wohl zuvor kommen.
Ich sagte zu, ihn abzuholen. Aber Mutsch, ich bin noch im Garten. Also fuhr ich zum Garten. Aber bitte nicht über die Hauptstraße, die ist gesperrt, da gab es einen Unfall. Zum Glück gibt es selbst in unserem Ort mit all seinen Sperrungen und Dauerstaus noch Möglichkeiten und Wege, dem Verkehrschaos zu entgehen.
Fahren wir gleich hintenrum zum Kaufmannsladen? Aber klar doch.
Dort hatte der Sohn erst mal Hunger, wollte eine Wurst und stellte sich dann doch beim Asia-Imbiss an. Danach wurde der Baum ausgesucht. Wir fanden wirklich einen richtig schönen. Dann hatte auch ich Appetit auf Glasnudel und ging auch noch zum Imbiss. Diesmal ging es schnell. Doch ich hatte keine Lust, im Auto zu essen. Außerdem mussten wir zum Garten zurück, weil der Sohn sein Fahrrad dort gelassen hatte. Da bot es sich doch an, das Essen mitzunehmen, zumal der Abend noch sehr schön mild war. So saßen wir auf der Terasse vor der Laube, der Sohn hatte für gemütliche Beleuchtung gesorgt. Wir aßen gemeinsam Abendbrot und ließen die herrlich milde Luft auf uns wirken. War das schön!
Danach fuhren wir beide zu mir nach Hause, er mit dem Rad, das er dort in den Keller stellte, ich mit dem Auto, um ihn wieder einzuladen. Dann ging es zu Mutti, Baum ausladen, im Keller in einen Eimer mit Wasser stellen.
Zu guter Letzt wollte der Sohn gern zu seiner Wohnung. Also fuhr ich noch nach B’dorf und lud ihn dort ab. In aller Ruhe trödelte ich über die Landstraße heimwärts, als plötzlich eine Warnleuchte aufleuchtete und nicht wieder verschwand. Ich vermutete, dass es mit den eben gewechselten Rädern zu tun hatte, was sich am nächsten Tag als richtig herausstellte.
19.30 Uhr war ich daheim. Obwohl es noch relativ früh am Abend war, hatte ich den Eindruck, unglaublich viel getan und erreicht zu haben, genug für diesen Abend. Ich versuchte noch, im Internet eine deutschsprachige Bedienanleitung für mein Auto zu finden {meine ist rumänisch, die kann ich nicht lesen}. Dazu musste ich mich in einem Forum anmelden. Während ich auf die Bestätigungsmail wartete, schlief ich im Sessel ein. Tja.

Sieben Sachen Adventssonntag…

…gesammelt bei Geraldine.
Und wozu habe ich an diesem Sonntag meine Hände gebraucht, egal ob für 5 Minuten oder für 5 Stunden?

Am Morgen… …ein Räucherkerzchen angezündet. Duftnote Weihrauch. Mir gefällt diese am besten zur Weihnachtszeit.

Viel Zeit genommen…
…für Engelberts Adventskalender. Schaut mal rein, es lohnt sich.

Am Vormittag… …Zwiebeln geschnippelt und Klöpschen gebraten.

Endlich… …die Spitze der zweiten Socke gestrickt. Es ist das Paar 26/2018. Der Sohn hat es am Nachmittag gleich angezogen.

Für das Abendessen……Gemüse geputzt, geschnippelt, gekocht.
Reste herausgesucht und endlich einmal wieder zwei Patche an meine Decke gestrickt.

Das war mein Sonntag, der 1. Advent.
Später kam der Sohn noch mit einer super leckeren Pizza. Hach.

Samstagsplausch {01.12.2018}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen.
Nun haben wir also Dezember. Und schon habe ich eine Frage oder Bitte an euch. Ich habe nämlich in diesem Jahr keinen Adventskalender. Gar keinen. Und ausgerechnet dieses Jahr bin ich in so vorfreudiger Weihnachtsstimmung, wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Tja, und da wollte ich euch mal fragen, ob ihr vielleicht schöne Online-Adventskalender kennt. Und wenn ja, folgt hier natürlich die Bitte, sie vielleicht im Kommentar zu verlinken.
Ich selbst kenne zu Zeit nur eine schöne Adventskalenderaktion, die von Engelbert, wo jeden Tag ein Bildchen gepostet wird, und ein paar ausgewählte Kommentatoren/innen jeden Tag 1 bis 3 Sätze dazu schreiben.
Ich selbst hatte mich bei Engelbert als Mitschreiberin beworben, da ich aber, anders als die anderen, anders als von Engelbert vorgesehen, aus den Bildchen eine kleine Fortsetzungsgeschichte basteln wollte, bin ich nun nicht bei den täglichen Kommentaren dabei, sondern meine Geschichte wird dann am 25. Dezember komplett auf Seelenfarben zu lesen sein. An die 1 bis 3 Sätze halte ich mich jedoch auch, naja, jedenfalls fast. Und natürlich ebenso an die Reihenfolge der Bildchen. Das wäre ja sonst auch keine Herausforderung, die Geschichte zu schreiben.

So, und nun zu meiner vergangenen Woche:

Nur gut, dass ich mir Stichworte aufgeschrieben hatte, denn eben wusste ich gar nicht mehr, was ich am Samstag, 24. November angestellt habe.
Das war ein schöner Tag mit nur leichter Bewölkung und relativ mild. So schleppte ich die Mutti mit in den Garten. Die kleine Frau wollte Grünzeug haben für ihre Adventsdekorationen und machte sich schon Sorgen, dass sie keines mehr findet, weil der Sohn doch die Monsterkonifere entfernt hat. {Koniferen dürfen nun mal nicht sein in einem Schrebergarten. Und naja, sie hat mich auch genervt, weil im größeren Umkreis nichts mehr gedieh.} Na, jedenfalls nahm ich sie mit, damit sie sich ihre Zweige selbst aussuchen kann. Und auch, damit sie mal raus kommt und mir nicht immer in den Ohren liegt, weil sie sich langweilt. Ganze drei Zweige hat sie sich ausgesucht. Und dann wollte sie schon wieder weg. Dabei war es sooo schön draußen an der frischen Luft. Ich stellte zwei Stühle vor die Laube und ließ mich nieder. Zu ganzen 5 Minuten Einkehr konnte ich sie zwingen, dann guckte sie mich dermaßen leidend an, dass wir eben doch wieder gegangen sind. Immerhin war ich draußen gewesen und das hatte mir gut getan.

Der Sonntag, 18. November war ein schöner ruhiger Tag. Ich habe ihn bereits im Rahmen des Sieben-Sachen-Sonntags beschrieben.

Am Montag, 26. November gönnte ich mir einen ruhigen Feierabend, an dem ich unbedingt mein Buch fertig lesen wollte. Ich hatte nur noch ca. 40 Seiten, die ich aber am Sonntag wegen zu großer Müdigkeit nicht geschafft hatte.

Der Dienstag, 27. November war mein Haushalttag. Ha, wer kennt den Begriff noch? Berufstätigen Ehefrauen oder auch Single-Müttern stand in der DDR pro Monat ein {bezahlter} arbeitsfreier Tag zu, an dem sie sich um ihren Haushalt kümmern sollte , z.B. um die Große Wäsche. Daher kam der Begriff. Ach schau, den gab’s nicht nur in der DDR.
Nunja, mein Dienstag war natürlich nicht arbeitsfrei. Mein Haushaltstag begann erst nach Feierabend. Da habe ich dann alles mögliche Gemüse geputzt, gekocht, zum Mitnehmen für die nächsten Arbeitstage vorbereitet. Zwischendurch war ich noch in der Wanne. Ich musste Haare waschen; die sollten dann während der Hausarbeit trocknen. So ging nach der Wanne die Küchenarbeit weiter. Bis 0:20 habe ich gewerkelt.

Am Mittwoch, 28. November fiel mir das Aufstehen kurz nach fünf trotzdem leicht, weil ich mich auf den Abend freute. Csilla hatte zu ihrem alljährlichen Adventszauber in ihr Wollwerk eingeladen. Von meiner Wohnung aus, liegt das Wollwerk am entgegengesetzten Ende der Stadt. Man muss einmal quer durch. Aber von Arbeit aus habe ich nur noch ein Viertel des Weges. Besser konnte es doch gar nicht passen, als nach der Arbeit gleich hin zu fahren. Der gesamte Laden war so liebevoll weihnachtlich gestaltet. Es war einfach schön. Auch habe ich Leute getroffen, die ich schon ewig nicht mehr gesehen hatte. Zudem hatte ich noch Janine überzeugt, auch vorbei zu kommen. Das hat mich auch sehr gefreut.
Notiz an mich: Beim nächsten Mal wärmer anziehen!

Donnerstag, 29. November
Die Mutti hatte eine Arzttermin, weshalb wir an diesem Tag nicht einkaufen gehen konnten. Das wiederum passte gut, weil ich so das verschobene Treffen mit der Uraltfreundin nachholen konnte. Anschließend war ich noch in der Lagerbox. Wolle hinbringen, verschiedene andere Dinge holen. Danach war ich dann allerdings zu geschafft, um noch zum Schwimmen zu gehen. Hm. Schade eigentlich. So im Nachhinein betrachtet.

Freitag, 30. November
Endlich Wochenende. In der Firma war noch ein wenig Umräumen angesagt, weil die Lieblingskollegin die Adventsdekoration aufbauen wollte. Da alle mitgeholfen haben, ging das sehr schnell.
Am Abend holten wir unseren Einkauf nach. Diesmal wollte die Mutti gern zum Kaufmannsladen, was mir gut passte, weil ich gleich die gefrorenenen Enten- und Gänsekeulen für den Weihnachtsbraten holen wollte. Das konnte ich ja nur an einem Tag erledigen, an dem ich danach schnurstracks heim fahre, um die Geflügelbeine sofort in die Gefriertruhe umzuparken.

Und nun ist Samstag, 01. Dezember.
Ich habe das erste Türchen bei Engelbert schon geöffnet. Man muss da immer weiter und weiter klicken. Genau das finde ich sehr schön. Er hat da richtig viel hinter das Türchen gepackt.
Nachher werde ich mit der Mutti zu irgend so einem Klamotten-Outlet fahren. Und wenn das schöne Wetter hält, will ich danach in den Garten. Frischluft tanken, ‘nen heißen Tee trinken {oder einen Fruchtpunsch} und ein wenig träumen. Die Mutti nehme ich diesmal nicht mit, denn mit ihr komme ich nicht zur Ruhe und sie will ja auch nach kurzer Zeit immer wieder gehen. Das mache ich nicht nochmal.
In unserem Ort ist dieses Wochenende Weihnachtsmarkt. Ich habe dazu ein etwas gespaltenes Verhältnis, aber mal sehen, vielleicht gehe ich doch mal hin.
Jetzt komme ich erst mal zu Andrea und schaue, wen von euch ich dort treffe.

Habt alle ein schönes Wochenende und einen besinnlichen ersten Advent.

Immer wieder Sonntags…

…gibt es bei Geraldine den Sieben-Sachen-Sonntag.
sieben Sachen, für die wir am Sonntag unsere Hände gebraucht haben, egal ob für 5 Minuten oder für 5 Stunden.
Am Morgen…
Milchkaffee zubereitet. Ohne den wäre der Tag gar nicht losgegangen. Stolle angeschnitten. Obwohl sie nicht vom Bäcker stammt, sondern aus dem N-Markt, schmeckte sie recht gut. Den dicken Puderzucker habe ich natürlich heruntergekratzt.
Am Vormittag habe ich meine Weihnachtskakteen versorgt, gegossen, umgestellt, damit die Blütenpracht besser zu sehen ist, Verblütes ausgeputzt. Mandarinen geschält und natürlich gegessen. Das war ein gesundes Mittagessen. Da ich allein war, mochte ich nichts kochen. Viel gelesen. Sehr viel. Wie? Lesen ist keine Beschäftigung für die Hände, sondern für die Augen? Nicht bei diesem Buch. Es ist niegelnagelneu, und vor mir hat es nicht nur niemand gelesen, es hat auch noch niemand durchgeblättert. Seht ihr den roten Farbschnitt? Ein Relikt alter Buchbinderkunst, hier angewendet bei einem broschürten Buch. Das allein empfand ich schon sehr angenehm. Tja, und dieser Farbschritt bewirkte, dass die Seiten ganz leicht aneinander hafteten. Jedes Mal beim Umblättern musste ich sie sehr vorsichtig voneinander trennen, wobei es jedes Mal leise knisterte. So wurde das Lesen auch zu einem haptischen Vergnügen und gab durchaus Beschäftigung für die Hände.
Zwischendurch wollte ich natürlich auch mal etwas von meinen Pflichten erledigen, also habe ich Geschirr gespült. Ja, ich spüle immer von Hand. Bevor ich mir aus den allerletzten Inkagurken ein Abendessen zubereitete, habe ich noch ein paar Samen geborgen. Ich freue mich jetzt schon darauf, sie nächstes Jahr in meinem Garten anzubauen.
Das waren die sieben Sachen, für die ich am Sonntag, 25. November 2018 meine Hände gebraucht habe. Natürlich habe ich außerdem gestrickt, mich um die Wäsche gekümmert und einiges in meinem Zimmer sortiert. {da ist sehr viel zu sortieren}. Aber diese Bilder sind fast immer gleich, so dass ich sie euch dieses Mal ersparen wollte.

Samstagsplausch {24.11.2018}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen.
Das wird wieder ein langer Blog-Eintrag. Ich habe mir mal Gedanken gemacht, warum meine Wochen immer so vollgepackt und stressig wirken, auch dann, wenn ich überwiegend schöne Erlebnisse habe. Ich glaube, es liegt daran, dass ich so viele Dinge {zu} wichtig nehme und alles aufschreibe, was man sich auch sparen könnte. Andererseits möchte ich mich ja auch erinnern. Dabei hilft mir diese Tagebuchbloggerei, wobei ich am liebsten täglich schreiben würde, wie ich es früher, in den Anfängen der Blogkultur {ab 2001} auch getan habe. Diese Tagebücher existieren übrigens immer noch auf einer {alten} Festplatte. Da sie ohne Blogsoftware und komplett in HTML geschrieben waren, konnte ich sie jahrgangsweise speichern. Irgendwann dachte ich mal, man könnte sie auch nachträglich noch in die WP-Datenbank einpflegen, aber ich glaube, der Aufwand lohnt nicht.

Nun lasst uns mal schauen, womit ich die letzte Woche zugebracht habe…

Die Woche begann im Grunde schon am Freitag, 16. November, als ich bereits am Morgen mein Gepäck ins Auto geladen hatte und sich das Gefühl einstellte, ich müsse nur noch schnell ein wenig arbeiten. Die Kollegen machten es mir leicht, diesen Eindruck beizubehalten. Katl holte mich von der Arbeit ab, und weil ich zu diesem Zeitpunkt schon festgestellt hatte, dass ich die Aufbackbrötchen daheim vergessen hatte, holten wir uns noch ein wenig Verpflegung beim Bäcker. Auf dem Weg zur Autobahn bekam noch das Auto eine "Fütterung" und fünf Stunden später {einschließlich Tank- und Pippi-Pause} waren wir am Meer. Hach, wie schön!

Der Samstag, 17. November begann mit Sonnenschein und einem gemütlichen Frühstück. Dann zog es uns ans Wasser. Zuerst wollte ich Katl Peenemünde zeigen, aber dann war das dort blöd mit dem Parken, so dass wir umkehrten und ein Stück weiter durch Kiefernwald und am Strand entlang stromerten. Unser nächstes Ziel war Koserow.Auch dort konnten wir den Strand im Sonnenschein genießen und gönnten uns ein Matjesbrötchen als spätes Mittagessen. Weil mit der Dämmerung auch die Kälte kam, schleppte ich die Katl noch ins Erdbeerland, wo wir uns durch die Marmeladen-Sorten kosteten. Wie ich neulich gelernt habe, dürfen all die leckeren Fruchtaufstriche nicht mehr Marmelade heißen, weil in der EU nur noch Aufstriche aus Zitrusfrüchten so genannt werden dürfen, obwohl dieser Name ursprünglich von dem portugisischen Wort für Quitten abgeleitet wurde. Was für ein Unsinn.

Am Sonntag, 18. November hatte sich die Sonne verzogen, während wir unsere Taschen packten und ins Auto luden. Trotzdem ging es noch mal auf die Insel. Als wir das Auto abstellten, hörten wir schon die Berandung donnern. So muss Ostsee sein laut und wild.
Statt Vesper gab es noch einmal Fisch, und als die Dämmerung herab sank, machten wir uns auf den Heimweg. Da lief alles bestens. Ich machte bereits Pläne, was ich am Abend daheim noch erledigen könnte. Wir hatten bereits drei Viertel unseres Weges hinter uns gebracht, als wir ein Stauende erreichten. Nach einem Unfall hatte es eine Vollsperrung gegeben. Wir standen zwei Stunden auf der Autobahn herum. Als wir endlich bis zur Unfallstelle vorgerückt waren, mussten wir die Autobahn nicht mehr verlassen, sondern konnten auf einer sehr schmalen Spur langsam daran vorbei fahren. Der Rest der Fahrt verlief störungsfrei. Als wir nach insgesamt 7 Stunden wieder daheim waren, hatte ich keinerlei Lust, noch irgend etwas zu tun, trug auch nur das Nötigste nach oben und fiel recht bald ins Bett.

Montag, 19. November
Ich war gerade von der Arbeit heim gekommen, als der Sohn aus dem Garten heim kam. Der arbeitsfreie Tag war für ihn unerwartet gekommen und er hatte ihn gleich genutzt, um draußen nach dem Rechten zu schauen und noch die Rosen anzuhäufeln. Nun war er durchgefroren und hatte Hunger. Das traf sich gut, denn ich wollte an diesem Abend ein Reste-Essen zubereiten, das für mich allein viel zu viel geworden wäre. Gänsekeule, Rotkohl und Klöße. So aßen wir gemeinsam und hatten mal wieder Gelegenheit zu schwatzen. Anschließend brachte ich den Sohn noch zu seiner Wohnung.
Zwischendurch hatte ich versucht, die "Mädels" meiner Familie unter einen Hut zu bekommen, was sich schwierig gestaltete, weil ich die jüngeren {die Hexe und ihre Mama} nicht erreichen konnte, während sich bei der älteren {Mutti} eine gewisse Starre bemerkbar machte. Hach, ich sollte nicht fragen, sondern einfach entscheiden. 21.30 Uhr rief die Hexe zurück und alles war geklärt. Und ich war glücklich und freute mich riesig auf den
Dienstag, 20. November
An diesem Abend wollten wir nämlich alle zusammen ins Kino. Grindelwalds Verbrechen. Als ich heim kam und die Reisetasche des Sohnes noch im Zimmer stehen sah, war die Freude gleich noch größer. Er war also noch immer nicht auf Dienstreise und konnte ebenfalls mit ins Kino kommen. Das war dann gleich noch meine Überraschung für die Junghexe, die sich genau das gewünscht hatte.
Filmkritik spare ich mir jetzt, sonst sprenge ich den Rahmen des Samstagsplausches.

Mittwoch, 21. November – Feiertag in Sachsen
Für den Feiertag hatte ich mehrere Optionen. Eine davon wäre der Hallesche Strickstammtisch gewesen. Eine weitere war die Aufarbeitung einiger Dinge, die am vergangenen Reisewochenende liegengeblieben waren. Tatsächlich ging es mir den ganzen Vormittag lang mies. Das passiert neuerdings öfter an freien Tagen. Vermutlich immer dann, wenn die Anspannung nachlässt. Also muddelte ich daheim herum, strickte, las und ruhte mich aus.
Und kam zu dem Schluss, dass ich nicht immer etwas unternehmen, schaffen, erreichen muss. Einfach vor mich hin dümpeln und dabei neue Kraft für neue Tage sammeln, ist auch schön. Und notwendig. Und ich muss dabei kein schlechtes Gewissen haben, dass ich zu wenig erledige. Das ist eben so. Punkt.

Donnerstag, 22. November
Es gab nur die kleine Einkaufsrunde zum N-Markt. Und es gab auch danach keinen weiteren Termin. So war ich gegen 18 Uhr daheim und schon wieder ziemlich müde. Zum Teil schiebe ich es auf die Dunkelheit. Die suggeriert Nacht gleich Schlafenszeit.

Freitag, 23. November
Zum Wochenfeierabend wollte ich die Uraltfreundin in ihrem Büro aufsuchen, um etwas abzuholen. Leider kam uns ein Außer-Haus-Termin dazwischen. Das kommt bei der Uraltfreundin leider öfter vor. Ihr Job ist nicht vollständig planbar. Dienstliche Termine, wenn sie einmal vereinbart sind, stehen unverrückbar, was aber nicht heißt, dass nicht noch weitere Termin dazu kommen können und gegebenenfalls auch dazwischen gepackt werden müssen. Oder hintern dran. Da müssen private Verabredungen dann eben abgesagt oder verschoben werden. Das ist nun mal so. Hans sagte immer Mugge geht vor Katastrophe, und ich war von seiner Einstellung begeistert, weil er einer der wenigen Menschen in meiner Umgbebung war, der immer Verständnis hatte, wenn ich Verabredungen kurzfristig verschob, weil mir ein Auftrag dazwischen kam. Genau dieses Verständnis habe ich natürlich der Uraltfreundin gegenüber auch. Und so kam ich unverhofft zu einem terminfreien Wochenfeierabend, den ich dann einigen Gedanken zu {m}einer nächsten Geschichte widmete.

Und nun ist Samstag, 24. November.
Ich habe mich verdtrödelt und bin schon ein wenig spät dran für den Samstagsplausch. Doch ich hatte ja gerade in dieser Woche beschlossen, mich für Trödeleien nicht mehr zu schämen.
Auch für diese Wochenende habe ich nichts weiter geplant, außer die Mutti in den Garten zu schleppen, um Tannengrün für ihre Vasen und Gestecke zu holen. Für heute war Regen vorhergesagt, der aber vielleicht gar nicht kommt. Bleibt er aus, machen wir das mit dem Garten heute, sonst dann eben morgen.

Und ihr so?
Habt alle ein schönes Wochenende.