Der 46. Montag

Das Jahr rast seinem Ende entgegen. Noch sechs Montage, dann ist es vorbei. Und wenn man bedenkt, wie schnell immer wieder Montag ist… und wenn ich außerdem bedenke, wieviel ich in diesem Jahr noch erledigen will… gruselig.
Dienstlich stehen noch einige Termine an, von denen ich im Moment aber nicht weiß, ob sie alle stattfinden. Was wiederum blöd ist, weil zumindest einige davon einer gewissen Vorbereitung bedürfen. Nun steht die Frage: Bereiten wir vor, auch wenn dann vielleicht alles umsonst ist? Es geht dabei um die Beteiligung an einem kleinen Weihnachtsmarkt. Wir haben noch keine Absage, aber wenn sogar größere Städte wie beispielsweise Altenburg schon ihre Weihnachtsmärkte absagen, kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser, an dem wir unsbeteiligen wollen, stattfinden darf, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie dort ein Hygienekonzept umgesetzt werden sollte.

Nun gut, um all diese Dinge kümmere ich mich im Laufe des Tages. Jetzt gehe ich erst einmal zu Anni, um mir den heutigen Lückentext abzuholen.

1.) Pläne für den nächsten Tag, lesen, stricken, manchmal sogar kochen, all das mache ich nachts. {Wenn ich nicht schlafen kann.}

2.) Hätte ich die Wahl zwischen „hellsehen“ und „Gedanken lesen“, wäre Gedanken lesen meine Wahl.

3.) Einem meiner beiden Lieblingssaxophonisten zuhören, vorzugsweise life, ist für mich ein Genuss.

4.) Schwierige Verhältnisse erforden außergewöhnliche Maßnahmen.

5.) Hast du schon Weihnachtsgeschenke für deine Lieben?

6.) Besonders schön finde ich Selbstgemachtes oder Kulturelles, wie Konzert- oder Theaterkarten.

7.) Diese Woche wird hoffenltich angenehmer als die letzte und als Highlight würde ich gern wieder ein Konzert besuchen, weiß aber noch nicht, ob das klappt.

So, das wäre also mein Text. Und nun widme ich mich den vielen {teils unangenehmen} Aufgaben.

Habt alle eine gute Woche.
Eure Mira

Der 45. Montag

Auf geht’s zu Anni, um mir da die Wortfragmente abzuholen.

1.) Nachmittagslicht, schöne Naturaufnahmen oder noch besser in schöner Natur zu sein, aber durchaus auch Nebel und Nieselwetter finde ich für meine Geschichten einfach inspirierend.

2.) Kreativ sein, egal ob mit Handarbeiten, Texten oder Musik, das verbindet.

3.) Ich bin voller Vorfreude auf den Januar mit tollen Konzerten, den März mit einem neuen oder auch einem alten Job {beides wäre mir gleichermaßen recht}, den Juni mit einem Hafenfest, den August mit einem Festival… oder sollte ich einfach sagen, auf das Leben?

4.) Das letzte Jahr hat uns gezeigt wie kostbar die Freiheit ist, die fast der Hälfte von uns per Verordnung aberkannt wird. .

5.) Darüber hinaus kann ich dieses Geschwafel um die Verordnungen, die doch nur Willkür sind, nicht mehr hören. Und das Duckmäuserische in manchen Blogs, in denen man so tut, als hätte man die Weisheit mit Löffeln gefressen und doch nur nachquatscht, was die Politik vorgibt, das mag ich mir auch nicht mehr antun.

6.) Früher konnte ich ihn nicht leiden, weil er für mich Sterben und Vergehen symbolisierte. Als Zeit der Besinnung und des Rückzuges schätze ich ihn inzwischen sehr, den Herbst.

7.) Diese Woche wird bürolastig und damit etwas anstrengend und als Highlight habe ich leider noch gar nichts in Aussicht.

Ach ja, so ein früher Montagsstarter macht schon Spaß.
Nun geht es richtig los mit dieser Woche, von der ich noch nicht weiß, was sie wohl bringt.
Einen guten Start wünsche ich euch allen.
Und natürlich insgesamt eine gute Woche.
Eure Mira

Samstagsplausch {06.11.2021}

Die Woche in einem Wort
Naja
Eine Woche zuvor
Diesen Samstag hatte ich mir frei gehalten. Am Abend wollte ich mein Mädchen abholen zum Konzert der wunderbaren Sarah Lesch. Die Zeit vorher sollte mir gehören, zwar mit Wäsche und Haushalt, aber eben für mich.
Ihr ahnt es schon, es gelang nicht so recht. Gegen Mittag kam eine Nachricht meiner Schwester, ich sollte unbedingt die Mutti zurückrufen. Diese meinte, sie hätte x-mal versucht, mich anzurufen, aber ich ginge ja nicht ran. Keine Ahnung, wen sie angerufen hat, mich jedenfalls nicht, denn das hätte mein Telefon angezeigt.
Dann die Frage: Wie machen wir das denn nun mit dem Geld?
Ich bringe ihr an jedem Monatsanfang ihr Kostgeld, das sie in bar haben möchte, weil sie mit Kartenzahlung nicht klar kommt.
Ich: Das brauchst du doch nicht jetzt!
Sie, sehr großzügig: JETZT nicht, aber heute muss es schon noch sein.
Ich: Dann doch JETZT, anders passt es nicht.
Als ich dort war, konnte ich es mit nicht verkneifen zu fragen, wofür sie denn so dringend am Samstag das Geld brauchte. Da stellte sich heraus, sie will am Montag zum Friseur.
Ich habe ihr sehr deutlich gesagt, was ich davon halte. Dass sie mich wiedermal hat springen lassen, obwohl das völlig unnötig war, zumal sie außerdem noch eine Reserve da hat. Ihr Bargeld geht NIE völlig zur Neige.
Ohoh, das hat ihr gar nicht gefallen, so deutliche Worte von mir zu hören. Da musste sie nun durch, das hatte sie sich selbst zuzuschreiben.
Sie wollte dann noch wissen, ob ich etwa immer noch sauer sei wegen der Reise. Ich bin nicht sauer. Ich ziehe nur meine Konsequenzen, weil ich mich nicht mehr so von dir behandeln lassen kann. Näher ausgeführt habe ich das nicht. Soll sie drüber nachdenken!
Später brauchten dann Sohn und SchwieTo noch einen Fahrer. Das war notwendig, weil es bei ihnen eine Havarie gegeben hatte. Also, das war wirklich notwendig.
Und dann, endlich, konnte ich mit der Hexe gemeinsam das Konzert genießen. Es war wunderbar und entschädigte für ALLES.

Erste Novemberwoche 2021
Die einzelnen Tage aufzuzählen macht keinen Sinn. Sie rauschten nur so vorüber. In der Firma hatte ich mir eine Aufgabe auf den Tisch gezogen, die nicht wirklich zu mir gehört. Ich kann sie aber erfüllen im Gegensatz zu den Mädels, die es eigentlich hätten ausführen sollten. Meine dirkete Chefin kommuniziert das auch nach oben und mir ist das ein bissel zu viel Mittelpunkt, in den ich da gerückt werde. Nur, was soll ich tun? Ich kann es ja tatsächlich und ich mache es auch noch gern! *kopfkratz* Trotzdem bringt mir die Aufgabe schlaflose Nächte, weil ich das in mich gesetzte Vertrauen unbedingt rechtfertigen will.
Ob das gelingt, wird sich am Ende dieser Woche herausstellen.
Na gut, ich kann es hier ja sagen, es ist gelungen.
Unter anderem nachzulesen hier.

Samstag, 06. November 2021
Nach zwei Tagen Dauerregen strahlt heute wieder die Sonne. Das wäre ein Grund, einen Einkaufsausflug zu machen und vielleicht sogar die Mutti mitzunehmen. Ich hatte mir aber vorgenommen, dieses Wochenende ganz für mich zu gestalten. Deshalb weiß ich noch nicht, wie ich mich entscheide. Einkaufen muss ich aber. Ich brauche ein paar Kleinigkeiten für die Arbeit am Montag.
Erst einmal hat sich die Waschfee ausgedreht und will beachtet werden.
Zu allerst binge ich noch diesen Eintrag zu Andrea und wünsche euch allein ein super schönes Wochenende.
Eure Mira

WmdedgT im November 2021

Was für ein Tag!
Dieser fünfte November, an dem Frau Brüllen wieder fragte Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Sie ist bei ihrer Corona-Edition mittlerweile bei Folge 20. Wer hätte das für möglich gehalten? Inzwischen scheint mir, wird das nie mehr anders werden. Corona ist die bequemste Ausrede aller Zeiten für jeden Mist, den die Politik verzapft.

03:23 Uhr
Aufgewacht und vor lauter Aufregung nicht noch einmal eingeschlafen.

06:20 Uhr
Heute ist alles anders als sonst. Ich lasse das Tor offen, damit Pocahontas {die kleine Chefin} kurz nach mir ebenfalls in den Hof fahren kann. Um die Hofparkplätze hat es neulich Trouble gegeben, aber das ist mir jetzt gerade egal. Unsere Firma zahlt dafür, also fahren wir auch rein.

07:00 Uhr
Ich briefe die Mitarbeiter wegen des Online-Meetings, das Pocahontas und ich um 8 Uhr mit dem großen Chef haben werden. {Der Grund meiner Aufregung.} Trotzdem kommt 5 Minuten später eine Frage nach der Frühstückspause. Ich wiederhole meine Ansage insgesamt 5 mal. Egal, das muss einfach klappen.

07:55 Uhr
Pocahontas ist pünktlich von ihrem Außentermin zurück und startet das Meeting selbst. Brauche ich das nicht zu tun. Nicht, dass ich es nicht könnte, aber dann müsste ich auch als erste reden, obwohl ich mich nur als zusätzliche Teilnehmerin in das Meeting gemogelt habe. Also. Pocahontas hat mich reingemogelt und dem Chef die Zustimmung regelrecht abgetrotzt mit der Begründung, dass ich die gesamte Arbeit mit dem neuen Projekt hatte, da sie das noch nie gemacht, ich aber Erfahrung habe. {Es hat zum Glück niemand hinterfragt, wo ich die Erfahrung gesammelt haben sollte. Besser so.}

08:45 Uhr
Meeting vorüber. Puh. Es lief super. Auch dank meiner Vorbereitungen. Und ganz am Schluss rückte der Chef noch mit einer Überlegung heraus, die ich nie für möglich gehalten hätte. Wenn wir das Projekt tatsächlich bekommen, habe ich ab kommenden März… Grund zu großer Freude.

09:00 Uhr
Jetzt frühstücken wir erst mal. Obwohl sich die Aufregung völlig gelegt hat, bekomme ich kaum etwas hinunter, außer Kaffee.

Vormittag
Kreativzeit.

12:00 Uhr
Die Mitarbeiter verabschieden sich ins Wochenende. Pocahontas und ich besprechen uns.
Die Hexe ruft an: Störe ich?
Was gibts denn?
Der Tourplan ist draußen. Seit einer Stunde.
Ich kümmere mich darum!

13:00 Uhr
Die Karten für Il Civetto am 15. Januar 22 purzeln aus dem Drucker.

Nachmittag
Katl schreibt, dass ein weiteres Päckchen angekommen ist und ich sage zu, dass ich heute nun wirklich komme, um sämtliche Lieferungen abzuholen.

Feierabend
Bei Katl gibt es Tee. Ich bin ziemlich fertig. Die Woche hat mich geschlaucht.
Katl hat auch noch Tomatensuppe gekocht. Die ist superlecker. Ich nehme mir zweimal Nachschlag. Bei Suppe kann ich nicht widerstehen, bei dieser erst recht nicht.

18.00 Uhr
Es ist stockfinster, so dass man das Gefühl hat, es wäre tief in der Nacht. Bei der Müdigkeit, die sich meiner bemächtigt hat, sowieso. Ich überlasse der Katl meine Fröbelsterne und trollere heimwärts.

Abend
Mutti ruft an: Ich wollte mal wissen, ob du überhaupt noch lebst.
Ich erzähle von meiner Woche.
Sie: Da hattest du aber viel zu tun! Und dann noch der Schlafmangel!
Huch! Wer sind Sie und was haben Sie mit meiner Mutter gemacht?
Die SchwieTo ruft an und unterbricht das Gespräch mit der Mutti. Ich belasse es dabei.
Halbherzig schaue ich noch einmal nach meinem grünen Strickbeutel und hoffe nun, dass er doch noch im Auto ist. Verschwunden ist keine Option.
Noch eine Viertelstunde Rücken-/Schultermassage. An manchen Stellen könnte ich kreischen vor Schmerz. Insgesamt tut es gut, sehr gut.

Späterer Abend
Ich habe Schlaf nachzuholen. Gute Nacht.

In früheren Jahren
November 2020
November 2018
November 2017

Der 44. Montag

Fein, dann starten wir mal in den Montag mit den Satzfragmenten bei
Anni, die, wenn ich es richtig verstanden habe, dieses Mal von Illy stammen.

1.) Meine Herbstdeko besteht in diesem Jahr aus Betonkürbissen. Das heißt, daraus sollte sie bestehen und in der Firma tut sie das auch. Für zu Hause waren dann plötzlich alle Kürbisse vergeben und für mich keine mehr übrig.

2.) Wann ist dieser ganze Mist mit sich widersprechenden Regeln und unsinnigen Verboten und unnützen Verordnungen und der flächendeckenden Diskriminierung denkender Menschen endlich vorbei?

3.) Eine kleine Reise, bei der ich die Hexe und/oder meine Freundin mitnehme und NICHT die Mutti will ich unbedingt dieses Jahr noch machen/erleben.

4.) Ich freue mich, dass wir in der letzten Zeit so viele tolle Konzerte besuchen konnten.

5.) Ich bin sehr froh, weil ich endlich einen Absprung geschafft habe.

6.) Life-Musik motiviert mich mehr als alles andere, nach draußen zu gehen und unter {vielen} Menschen zu sein. Das mag ich sonst nicht so unbedingt, nur bei Konzerten macht mir das nichts aus.

7.) Diese Woche wird hoffentlich wirklich mal ruhiger und als Highlight KÖNNTE es am Samstag wieder ein Konzert geben. Aber ob ich da wirklich hingehe oder mir mal ein einsames verträumtes Wochenende gönne, weiß ich noch nicht genau.

Am vergangenen Montag dachte ich, die Woche könnte ruhig werden und ohne nervge Feierabendtermine auskommen. Heute denke ich mal lieber gar nichts, vielleicht klappt das dann besser. Morgen will ich mich jedenfalls mal mit einer ehemaligen Kollegin auf einen Kaffee treffen. Darauf freue ich mich.

Ich wünsche euch allen, dass ihr in dieser Woche etwas habt, worauf oder worüber ihr euch freuen könnt.
Bis bald
eure Mira

Samstagsplausch {30.10.2021}

Die Woche in einem Wort
Gutausgehend

Eine Woche zuvor
Nachdem wir erst in der Nacht gegen 2 Uhr aus Torgau zurückgekommen waren, stand mir ein ruhiges Wochenende bevor. Dachte ich. Mein Mädchen würde ich "zurückgeben" müssen, weil sie um die Mittagszeit mit ihrer Mutti zu ihren Freunden nach Teichdorf fahren wollte. Mit der Oma war noch nichts verabredet.
Das könnte ein schöner Tag werden.
Dann rief die Oma an, als das Mädel noch schlief und ich noch nicht sagen konnte, wann ich sie heim bringe. Die Oma wollte in einen Klamottenladen, weil sie eine Winterjacke braucht. Na gut. Später.
Mein Mädchen war von einem Anrufer unsanft geweckt worden und hatte gleich noch eine Nachricht ihrer Mutter entdeckt, die eine Planänderung enthielt und uns zur Eile zwang. Immerhin konnte ich so meine Mutter etwas früher zum Einkaufen abholen.
Noch im Klamottenladen erhielt ich einen Anruf meiner Hexe. Sie war total enttäuscht von ihrer Mutter, weil diese nicht nur unseren Plan eines entspannten Morgens über den Haufen geworfen hatte, sondern auch ihre Zusage zurückgezogen hatte, das Mädel nach Teichdorf zu bringen. Und nun?
Ich stellte meiner Mutter frei, sich heimbringen zu lassen oder mitzukommen, wofür sie sich entschied. Dann holte ich mein Mädchen wieder ab und auf ging es nach Teichdorf.
Es war eine sehr schöne Fahrt. Ich hätte nur gern zwischendurch immer mal zum Fotografieren angehalten. Das ergab sich jedoch nicht.
Auf dem Rückweg bahnte sich dann etwas an, das mich noch tagelang schwer stressen sollte.
Die Mutti wollte nämlich wissen, ob wir denn nun Aussicht hätten, Silverster eine schöne Reise zu machen. Mit anderen Worten: Hast du dich denn nun endlich darum gekümmert, mir meinen Willen zu erfüllen?
Ähm, Moment: Silvester?

Vom Reisen über die Feiertage
Wie ihr vielleicht wisst, ist die Vorbereitung auf Feiertage für mich oft sehr stressig, was ich leider, leider meiner Mutter zu verdanken habe, weil diese erreichen möchte, dass immer alles ausschließlich nach ihrem Kopf geht. Und das nicht einfach so, sondern auf ihre seltsame, manipulative Art {von der sie sich verspricht, später sagen zu können: Ich habe gar nichts gewollt. Du hast das selbst vorgeschlagen.} Ein Beispiel: Der Sohn hat am 10. Dezember Geburtstag und sagt an, dass er in der Woche nach seinem Geburtstag den Baum besorgt. Da bekomme ich am 3. Dezember einen schwer depressiven {Krokodilstränen} Anruf, dass wir nun in diesem Jahr keinen Weihnachtsbaum haben werden und wie traurig das ist, weil es bisher noch nie vorgekommen ist. Ich reiche die Beschwerde an den Sohn weiter, und er ist abgeklärter als ich und sagt: NACH meinem Geburtstag. Punkt.
Um solche und viele noch ärgere Quengeleien zu vermeiden, hatte ich Weihnachten 2019 eine Reise nach Marienbad organisiert, wo wir noch auf meine Schwester samt Mann trafen. Die Reise war sehr schön, und was glaubt ihr, welch entspannte Adventszeit ich hatte. Ich konnte das richtig genießen.
2020 war eine Weihnachtsreise "aus Gründen" nicht möglich. Da musste ich wieder kochen und machen und tun, aber es war ja Lockdown, also hatte ich Zeit. Und zum Glück warfen die Regeln dann so, dass wir uns nicht strafbar machten, indem wir zu fünft Weihnachten feierten. Der Mutti war das nämlich egal gewesen. Sie wollte das so, also musste das so passieren, egal, wie die Regeln gelautet hätten. Aber wie gesagt, wir hatten Glück.

Dieses Jahr nun, da ich wieder Vollzeit arbeite, wäre ich gern wieder verreist. Wir hatten das in der Familie auch besprochen mit Sohn, SchwieTo und der Enkelhexe und natürlich auch mit Mutti. Es ging "nur" noch darum, wohin wir fahren. Da war einiges abzuwägen. Und als schon fast alles feststand, kam die Mutti mit: Nö, nach Polen will ich nicht. Da geht es so schlimm zu. Und überhaupt, Weihnachten will ich nicht wegfahren. Weihnachten war zu Hause immer sooo schön. Warum willst du das denn nicht?
Na, warum wohl? Weil ich die ganze Rennerei habe. Egal, diese Antwort hatte ich mir verkniffen. Sie beharrte darauf, Silvester wegzufahren. Nicht Weihnachten.
Gut, also Silvester, obwohl allen anderen Weihnachten lieber gewesen wäre, damit die Familie zusammen ist. Silvester möchten die vielen Generationen, die ich unter einen Hut zu bringen habe, doch lieber in ihrer Altersklasse feiern. Außer mir natürlich, denn an irgendwem muss die 30 Jahre ältere Dame ja hängen bleiben. Von Menschen, die 50 bis 70 Jahre jünger sind, kann ich das ja nun nicht erwarten.
Bevor ich mich nun auf eine langwierige Suche nach einer Silvesterreise machte, bekam ich von meiner Schwester einen Link geschickt. Wir haben jetzt gebucht. Klar, dieses Gezicke, wie es im hiesigen Teil der Familie stattfindet, geben sich andere nicht. Da ist noch was frei. Also hab ich herumtelefoniert, aber sowohl Sohn und SchwieTo, als auch die Hexe haben Silvester besseres vor, als mit uns Alten in den Wienerwald zu fahren. Immerhin hätte ich wenigstens meine fast gleichaltrige Schwester und Schwager und nicht nur die alte Dame.
Als ich ihr freudig verkündete, dass sie nun komplett ihren Willen bekommt, Weihnachten zu Hause und Silvester auf Reisen, ging ein riesiges Theater los, mit gespieltem Geheule: Huhuhu, huhuhu… immer wieder. Und zwischendurch Ich will aber, dass der Sohn mitkommt. Meine Argumente {siehe oben} hörte sie sich gar nicht an. Ich will das aber! und noch schlimmer Warum willst du ihn denn nicht dabei haben? Dein eigenes Kind!
Vielleicht, weil ich, im Gegensatz zu ihr, möchte, dass mein Sohn ein Silvester verlebt, dass für ihn schön ist.
Ich hatte es so satt, dass ich ihr sagte, wenn sie sich irgendwann entschließt, mit mir zu reden, ohne dass im Hintergrund der Fernseher noch lauter brüllt als sie, dann könne sie mich gern anrufen, ansonsten lege ich jetzt auf.
Das war mein Sonntag, 24. Oktober 2021. Sehr erholsam… natürlich nicht.
Als wir am Montag, 25. Oktober 2021 bei der Bücherei waren, fing sie auf dem Rückweg wieder davon an. Deine Schwester hat gesagt, ich soll mit dir reden.
Musst du nicht! Du solltest dir nur überlegen, ob du nun mit mir und der Schwester plus Schwager verreisen willst. Und falls nicht, dann sag mir bitte bis zum Wochenende Bescheid. Das war dann mein Montag-Feierabend. Stress und Generve, worauf ich gut verzichten kann.
Mittwoch, 27. Oktober 2021 rief sie an, als ich noch im Auto unterwegs war. Ich sollte dich nochmal anrufen. Ich weiß aber gar nicht, wieso.
Du solltest nicht anrufen, du solltest dich entscheiden, ob du Silvester mitkommst oder nicht.
Also ja, ich komme mit!
Fein!
Und suchst du da jetzt eine andere Reise?
Warum denn?
Ach, na, die ist doch nicht schön. So weit und nur drei Tage.
Also ging mein Mittwoch-Feierabend dafür drauf, eine andere Reise zu finden, was erstaunlicherweise nach langem Suchen gelang. Da ich nun meiner Schwester mitteilte, dass wir Silvester nun doch anderswo feiern, meldete sich der Schwager und nach weiterem organisatorischen Hin-und-Her hat er seine Reise auch umgebucht und nun feiern wir vier doch zusammen Silvester, wenn auch nicht im Wienerwald.
Ende gut, alles gut!

Donnerstag, 28. Oktober 2021 war der einzige Tag in dieser Woche, an dem ich direkt nach der Arbeit heim fuhr. Das war auch sehr notwendig, denn irgendwann musste ich mal wieder Wäsche waschen. Dann gab es noch ein paar Vorbereitungen für die Verpflegung am Freitag. Möhren raspeln und sowas. Und dann wollte ich bis Mitternacht wach bleiben, denn die von uns so geliebte Band Il Civetto brachte ihren neuen Song Barbazan heraus. Endlich. Ich kannst den ja schon von diversen Auftritten und von einem inoffiziellen Video. Nun kann ich iohn auch über spo**fy hören. Fein.
Außerdem veröffentlichte auch Sarah Lesch um Mitternacht ihren neuen Song Es schläft ein Lied und ich hatte ihr geschrieben, dass ich wach sein und es mir sofort anhören würde. Seitdem läuft es hier hoch und runter. So ein schönes Lied! Für mich zählt Sarah Lesch zu den besten Textern hierzulande.

Den Feierabend des Freitag, 29. Oktober 2021 verbrachte ich bei Katl. Ich nahm gebackene Ente mit, sie kochte Tee für mich. Ich erzählte Musik-Menschen, von der Hexe, von jeder Menge Gefühlen, die ich gerade gar nicht geordnet bekomme. Muss man wohl auch nicht, Gefühle ordnen. Nicht denken, nur fühlen.

Samstag, 30. Oktober 2021
Und nun? Die Waschfee grummelt und wird wohl nachher noch einmal bemüht werden müssen.
Die Sonne strahlt, und ich ahne schon…
Die Gefühle taumeln und torkeln und ein bisschen weiß ich nicht, wohin damit.
Heute Abend werde ich es für eine Weile wissen, denn da schnappe ich mir die Hexe, und wir besuchen ein Konzert von Sarah Lesch.
Ende gut, alles gut!

Jetzt schleppe ich euch noch zu Andrea, die heute vom Meer berichtet und von noch einigem mehr.

Und mit Träumen vom Meer und mit schöner Musik im Ohr
wünsche euch allen ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Der 43. Montag

Die Woche beginnt und ich habe keine Termine. Naja, doch, einen. Mit der Mutti zur Bücherei. Heute!
Doch zuerst fülle ich bei Anni den Montagsstarter aus.

1.) So schnell gebe ich nicht auf.

2.) Demnächst möchte ich mit den Weihnachtsvorbereitungen beginnen, da wir NUN DOCH NICHT verreisen.

3.) Gemeinsam mit meiner Schwester und Schwager möchte ich im Wienerwald Silvester feiern.

4.) Und selbstverständlich habe ich mir schon Gedanken gemacht, was in dieser Zeit mit der Mutti passieren soll.

5.) Für die kleine alte Frau benötige ich derzeit starke Nerven, weil sie die ganze Zeit herumquengelt, dass sie nicht über Weihnachten, sondern Silvester verreisen will, und nun, da alles gebucht ist, in Tränen ausbricht, weil wir verreisen wollen. HILFE!!!

6.) Ich freue mich immer, wenn meine Hexe bei mir ist. Das sind super schöne Tage.

7.) Diese Woche habe ich gleich heute den Büchereibesuch mit Mutti geplant und außerdem steht/stehen vielleicht noch ein Konzertbesuch im Kalender.

Tja, so ein Wochenbeginn… vorhin dachte ich noch, ich hätte keine Termine, aber schon während ich die Lücken füllte, ergaben sich die nächsten Möglichkeiten. Dabei wäre es schon auch mal gut, wenn ich nicht jeden Feierabend zu tun hätte.

Samstagsplausch {23.10.2021}

Die Woche in einem Wort
Konzertlastig

Eine Woche zuvor
Samstag, 16. Oktober 2021
Ich hatte euch beim letzten Samstagsplausch versprochen, euch diesmal zu erzählen, warum alles etwas anders kam, als geplant.
Tja, das kam so:
Ich hatte gelesen, dass an diesem Tag die Wundervolle Weihnachtswelt für dieses Jahr eröffnet wurde und wollte Oma und Hexe dorthin schleppen. Allerdings ist das besonders reizvoll bei schlechtem Wetter, wo man es sich dort so richtig schön gemütlich machen kann. Bei goldenem Oktobersonnenschein fallen uns auch andere Ausflugsziele ein. Mutti schlug die Rudelsburg vor. Also starteten wir in diese Richtung. Mit dem Ergebnis, dass wir gleich hinter dem Schkeuditzer Kreuz in einem Stau landeten und bis zur nächsten Ausfahrt eine gute Stunde brauchten. Von dort aus suchte ich mir den Weg über die Landstraßen und an einer solchen entdeckte die Mutti dann Schilder, die auf einen Mittelaltermarkt hinwiesen. Was issn das? wollte sie wissen. Mittelaltermarkt auf der Neuenburg.
Da kommen wir auf dem Weg zur Rudelsburg sowieso vorbei. Also, wenn ihr lieber dahin wollt.
Das wollten sie beide. Also landeten wir im Mittelalter.

Sonntag, 17. Oktober 2021
Lazy Sunday
Die wunderbare Hexe war noch da. Sonntage mit ihr sind immer so herrlich entspannt.

Montag, 18. Oktober 2021
Was hab ich mich wieder mal über die Kleine Alte Frau aufgeregt. Als ob ich nicht wüsste, dass das überhaupt nichts bringt. Sie weiß genau, wie lange ich arbeite. Sie weiß auch ganz genau, dass ich es überhaupt nicht leiden kann, in der Arbeit private Anrufe zu erhalten. Wenn es wirklich wichtig ist, dann natürlich. Aber nur um mich zu fragen, wann genau ich am Nachmittag vorbei komme, hätte sie auch noch die 30 Minuten bis zum Feierabend warten können. Mal ganz davon abgesehen, dass gar nicht ausgemacht war, dass ich zu ihr komme. Auch davon abgesehen, dass ich für den Feierabend ganz andere Pläne hatte.
Das sind die kleinen feinen Manipulationen, mit denen sie mich immer drangsaliert. Statt zu sagen: Kommst du bitte vorbei, ich möchte was mit dir besprechen. Heißt es: Wann genau bist du denn da? Sie lässt keinen Zweifel daran, dass ich zu erscheinen habe, die Frage ist nur noch, wann genau!
Ich hasse das!

Dienstag, 19. Oktober 2021
Eine Kollegin hatte Tags zuvor eine schöne Stricknadel gekauft und erzählte mir von dem Bastelladen. Da muss ich hin!
Ja, ist ein schöner Laden. Hab ein paar Strick- und eine Häkelnadel erstanden.

Mittwoch, 20. Oktober 2021
Heute vor 2 Monaten waren wir am Rio-Reiser-Platz. Hach.

Donnerstag, 21. Oktober 2021
Ein verrückter Tag. Nach Feierabend muss ich schnurstracks zur Hexe eilen und sie ins Auto stopfen und dann geht es auf gen Nordwesten zu einen Konzert von Bodo Wartke und Heinz Ratz.
Es ist Sturm vorhergesagt, und ich habe Bedenken, wegen der Fahrt über die Autobahn. Aber gegen Mittag kommt die Sonne heraus und zerstreut meine Bedenken vorerst wieder.

Als ich auf dem Weg zur Junghexe war, wurde im Radio ständig gewarnt, wer nicht unbedingt fahren muss, solle daheim bleiben oder wo immer er ist.
Die Fahrt zwischen den Feldern gestaltete sich schwierig. Ich hatte das Gefühl, kein Auto zu steuern, sondern ein Boot. Gelegentlich wirbelten mir Äste entgegen, an einer Baustelle sogar ein auf der Seite liegendes Dixie. Endgültig zunichte gemacht wurde unsere Fahrt zum Konzert durch die Vollsperrung der A14 wegen eines umgekippten LKW, der alle Fahrspuren blockierte, genau da, wo wir hätten entlang fahren müssen.
Als ich dann von meinem Mädchen heimwärts trollerte, war in unserem Städtchen auch eine Straße gesperrt, so dass ich wenden und mir einen anderen Heimweg suchen musste. Da war ich dann doch ganz froh, die Fahrt abgesagt zu haben.

Freitag, 22. Oktober 2021
Es war immer noch stürmisch, als ich am Morgen gegen 5.30 Uhr die Hexe abholte und mit zur Arbeit nahm. Der Hintergrund war, dass wir am Abend in Torgau zum Konzert von KEIMZEIT wollten. Wäre ja blöd gewesen, nach der Arbeit von Torgau nach Taucha zu düsen, um die Hexe zu holen und dann wieder zurück nach Torgau. Also haben wir das so gelöst, dass sie gleich am Morgen mitkam.
Es wurde ein schöner Tag. Sie hat gezeichnet und Bassspielen geübt.
Und dann am Abend der Höhepunkt. Das Konzert!!! Es war so traumhaft schön. Es hat einfach alles gepasst. Ich war nur einmal begeistert. Ich kenne die Band ja noch in der alten Besetzung von vor 20 Jahren und konnte mir nicht so recht vorstellen, wie die alten Lieder ohne Sax klingen. Ihr wisst ja, wie sehr ich für dieses Instrument schwärme. Tja und dann stand da so ein junger Mensch mit seinem Flügelhorn keine zwei Meter vor mir auf der Bühne und schaffte es, mit seinem Spiel uns alle in seinen Bann zu ziehen. Super schön.
Das Hexlein war auch vollauf begeistert.
Gern jederzeit wieder.

Samstag, 23. Oktober 2021
Ich musste die Junghexe wieder hergeben. Sie wollte um die Mittagszeit zu den Königskindern, die auch längst keine Kinder mehr sind. Ihre Mutter wollte sie hinbringen und meine Mutter wollte eine Jacke kaufen. *hüstel*
Viel mehr gibt es über den Samstag nicht zu berichten.

Jetzt ist bereits Sonntag und auch schon wieder Mittag. Ich stelle diesen Beitrag trotzdem noch bei Andrea ein und wünsche euch allein ein schönes Rest-Wochenende.
Eure Mira

Der 42. Montag

Da das Jahr nur 52 Wochen hat, bleiben uns gerade noch zehn weitere Montage. Hach. Darüber nachdenken mag ich nicht.
Lieber fülle ich bei Anni den Montagsstarter aus.

1.) Am einfachsten wäre es, mich selbst auf Abstand zu halten. .

2.) Dann könnte ich vielleicht entspannen und müsste mir nicht mehr so viele Gedanken um gewisse Menschen machen und was sie von mir halten. .

3.) Findest du, dass ich mich schon wieder zu sehr verrückt mache?

4.) Und? Hast du eine Idee, wie ich diesem ganzen Wirrwar entgegen wirken kann?

5.) Gestern habe ich mich sehr schön entspannt und sogar ein Mittagsschläfchen eingeschoben. Und gestrickt habe ich auch.

6.) Wenn das so weitergeht mit den Konzerten, dann ist es bald wie in alten Zeiten. Nur dass ich dadurch schneller geschafft bin als damals .

7.) Ich freue mich auf Strom & Wasser und Bodo Wartke am Donnerstag, habe noch Diverses zu erledigen und dann gibt es als Höhepunkt am Freitag noch KEIMZEIT im Konzert.

Das Wochenende wird dann die Junghexe Besuch bekommen und ich mich zurückziehen können. Oder einen Ausflug nur mit Mutti planen oder… mal sehen.

Samstagsplausch {16.10.2021}

Die Woche in einem Wort
DurchdenWind 😉

Eine Woche zuvor
Samstag, 09. Oktober 2021
Wie ihre wisst, haben die Hexe und ich diesem Tag entgegen gefiebert. Aus leicht unterschiedlichen Gründen. Sagen wir mal so: Sie wegen der Musik und ein bissel wegen der Liebe, ich nur wegen der Musik und weil sie sich so gefreut hat.
Die Fahrt verlief entspannt und wir hatten noch genug Zeit für ein Abendessen in einem tollen Restaurant am Fluss.
Das Konzert selbst war traumhaft. Leons Stimme und das Sax von Lars, einfach zum Niederknien. Ich stelle euch den Link vom Montag hier noch einmal ein. Für meine eigenen Aufnahmen hatte ich sogar eine günstigere Position, aber ich bekomme sie hier nicht gestreamt.
Ich kann nur sagen, ich war nur einmal begeistert und das war immer.

Sonntag, 10. Oktober 2021
Ich war schon 7.42 Uhr wieder auf. Die Junghexe schlief etwas länger und dann frühstückten wir in aller Ruhe. Freilich wären wir lieber in Berlin brunchen gegangen, aber was nicht war, kann ja noch werden. An irgendeinem anderen Sonntag.
Später holten wir die Oma/Mutti ab und drehten bei strahlendem Sonnenschein noch eine kleine Runde.

Mich zieht es immer ans Wasser. {Nur manchmal wäre ich da gern allein.}
Das Restaurant am Bernsteinstrand hatten wir verschmäht, aber als wir dann nach irgendeinem anderen Café suchten, wollte uns keiner haben.
Dann eben nicht.

Montag, 11. Oktober 2021
Ich habe keine Ahnung, was so wirklich mit mir los ist. Einerseits hatte ich mich auf die Arbeit richtig gefreut. Es war auch schön. Nur ich fühlte mich … tja, wie eigentlich? Aufgedreht, fusselig. Einerseits hellwach, überwach, andererseits abgeschlagen und unkonzentriert. Dass die Jungs auf dem Abflug nach Spanien waren und die Hexe deshalb litt, weil sie nun beim besten Willen nicht mitkonnte, machte es nicht besser. Freilich, ich könnte sagen: Das betrifft mich nicht. Tut es auch nicht, nicht unmittelbar. Aber dann auch wieder doch, denn die Hexe bombardiert mich mit Nachrichten, Bildern, Links und Anrufen und ich werde, statt herunter zu kommen, immer aufgeregter. In dieser Verfassung fahre ich zwar heim, allerdings nur, um zu schauen, wie lange die Gutscheine des Lieblingsrestaurants noch gelten. Und siehe da, sie gelten noch bis Freitag. Ich frage Katl an, ob sie Lust hat, mit mir… Hat sie.
Asiatisches Essen hilft in diesem Fall besser als Wasser, das sonst in fast jedem Fall hilft. Natürlich sind es auch die Gespräche mit Katl, die meine Stimmung verbessern und dass ich bei ihr auch jammern darf, ohne dass sie es mir krumm nimmt oder es ihr zu viel wird.
Danke, danke, danke. Es geht mir besser.

Dienstag, 12. Oktober 2021
Wie an jedem Zwölften gibt es wieder 12 von 12.

Mittwoch, 13. Oktober 2021
Der erste Tag in dieser Woche, an dem ich direkt heim fahre. Folgerichtig ist es auch der Tag, an dem sich die Waschfee drehen muss. Wann sonst käme ich dazu? Es ist auch der Abend für einen Anruf bei Mutti. Der ist beschwerlich. Telefonieren geht nicht mehr so gut mit der alten Dame.
Dann ruft die Hexe an und macht mich fast verrückt wegen einer Bassgitarre. Aber ich kann mich nicht verücktmachen lassen. Ich brauche mal Abstand und sie empfielt mir dann, an diesem Abend lieber nicht Il Civetto zu hören, sondern vielleicht lieber Wenzel oder KEIMZEIT. Ich entscheide mich dann für den Geschichtenweber.

Donnerstag, 14. Oktober 2021
Die Kleine Chefin macht gleich in der Früh schon wieder das Treiben verrückt. Die Kollegen fragen mich schon, ob sie von einem Kontrollzwang besessen sei, so nach dem Motto: Nur, was ich selbst gemacht habe, ist richtig gemacht. Das kann es aber nicht sein. Das würde nicht zu ihr passen. Ich vermute eher, dass sie mir Arbeit abnehmen will, weil sie krank zu Hause sitzt und sich schlecht fühlt, dass derzeit alles an mir hängt. Wegen diverser technischer Gegebenheiten, an denen wir nichts ändern können, geht diese Fürsorge oft leider nach Hinten los.
Entsprechend geschafft bin vom Job und freue mich darauf, zu Hause in aller Ruhe die Fahrt für Freitag vorzubereiten. Vielleicht einen kleinen Snack zum Mitnehmen, die Kamera laden, die Powerbank auch.
Dann ruft die Hexe an: Omi, der Bass. Die heben mir den nur bis Montag auf.
Der Sohn meint, das sei nur ein Verkaufsargument. Ich bin mir da nicht so sicher. Sooo häufig kommen Akustikbässe nicht vor. Ich selbst kenne nur zwei Bassisten, die Akustik spielen {von großen Kontrabässen mal abgesehen, da kenne ich noch ein paar mehr.} Das ist zum einen Heinz Ratz von Strom & Wasser. Ich verlinke euch hier mal mein liebstes Lied dieser Band.
Und der andere ist Leon von Il Civetto.
Na, jedenfalls holte ich die Hexe nach der Arbeit von daheim ab und schleppte sie, besser sie schleppte mich, ins Musikhaus. Tja. Dann war ich wieder erst 20.00 Uhr daheim und zum Umfallen müde.
Ich bemerke neuerdings immer öfter, dass dieses psychische Auf und Ab, auch wenn es positiv ist, ziemlich an meinen Kräften zehrt. Wir haben andauernd tolle Erlebnisse, die mir sehr viel geben, die ich nicht missen möchte und durch die ich mich sehr jung und erergiegeladen fühle. Aber am Abend solcher Tage bin ich dann doch ziemlich geschafft und müde, nicht ohne schon das nächste Erlebnis zu planen.

Freitag, 15. Oktober 2021
Ich hatte mich sehr gefreut auf die Fahrt nach Beelitz Heilstätten. Die Kameras waren geladen, die Powerbank auch. Als wir endlich dort waren, begann es zu regnen. Die Führung war sehr interessant, aber in den Gebäuden war es so dunkel, dass man nicht fotografieren konnte. Die Sonne kam erst heraus, als wir schon wieder zum Bus mussten. Diese Reise werde ich im nächsten Sommer wiederholen, in einer Zeit, in der man fest mit Sonnenschein rechnen kann. Und dann buche ich die Fotoführung. Da bekommt man nämlich mehr Gebäude von innen zu sehen und die herrlich morbiden Motive vor die Linse.
Samstag, 16. Oktober 2021
Es ist geplant, die Hexe abzuholen. Es ist weiterhin geplant, danach noch die Oma/Mutti abzuholen und irgendetwas zu unternehmen. Dass dann wieder alles etwas anders aber sehr schön wurde, erzähle ich euch nächste Woche.

Jetzt stelle ich noch diesen Beitrag bei Andrea ein, bei der es diesmal um Erwartungen geht. Ein interessantes Thema.

Und habt alle ein feines Rest-Wochenende.
Eure Mira