Samstagsplausch {24.07.2021}

Die Woche in einem Wort
Selbstfürsorge

Wochenrückschau

Samstag, 17. Juli 2021
Ein Thema in Andreas letztem Samstagsplausch war Selbstfürsorge und ich dachte, diese würde mir gerade recht gut gelingen. Ich sollte so etwas nicht denken, denn dieses Wochenende wurde alles andere als fürsorglich mit mir umgegangen und ich schaffte es nicht, mich zur Wehr zu setzen. Ich schaffte es auch nicht, mich um mich selbst zu kümmern.

Ich bin rumgerannt.
Am Samstag Morgen war die Welt noch halbwegs in Ordnung. Dann rief die Mutti an, ich sollte ihre Geldkarte sperren lassen, weil sie sie verloren hat. UNSINN. Die Karte hatte sie mir gegeben und gebe sie ihr natürlich zurück, falls sie diese braucht. Sie wollte mir das gar nicht glauben, also dass ich sie wirklich habe. Tja.
Als ich gerade los wollte, um die kleine Frau mit ins Paunsdorf Center zu nehmen, erreichte mich ein Hilferuf. Mein Schwager war 60 km vor Leipzig mit dem Roller liegengeblieben. Leider konnte ich ihm nicht helfen, so gern ich das gewollt hätte.
Also fuhr ich doch noch mit der Mutti ins PC. Danach allein in den Kaufmannsladen.
Sie: Warum fährst du denn da allein hin?
Ich: Weil DU zu einer bestimmten Zeit daheim sein willst und wir das zusammen nicht mehr schaffen würden!
Später ging ich in den Garten, wo ich mich gern entspannen wollte. Sohn und SchwieTo waren noch da und wir hatten endlich Gelegenheit, über ein Jobangebot für ihn zu sprechen.
Die ersehnte Ruhe fand ich, als die Nacht sich über die Gärten senkte und ich auf der Schaukel unter dem Sternenzelt leise in den Schlaf gewiegt wurde.

Sonntag, 18. Juli 2021
199/365
Sonnenaufgang, 4:37 Uhr
Frühstück im Garten, 7:49 Uhr
Bis dahin war die Welt auch noch in Ordung, jedenfalls halbwegs. Ich dachte, ich könnte mich mental von dem bösen Freitag erholen und mir einen Ruhetag gönnen.
Als es im Garten voll wurde, zog ich mich nach Hause zurück. Erst mal duschen. Dann kam schon der Anruf, ob ich mit dem Grillzeug komme. Das hatte sich bei mir daheim besser lagern lassen als im Garten. Was mich aus der Bahn warf, war die Frage: Wann kommst du denn dann mit der Oma?
Die Oma war doch gar nicht eingeplant. Und dann: Du kannst doch die arme alte Frau nicht in ihrer Wohnung hocken lassen!!!
Na klasse. Ich zottel sie doch dauernd mit mir herum, aber wenigstens am Sonntag wollte ich nicht wieder fremdbestimmt sein.
Das Ende vom Lied war, dass ich die Oma holte und mich dann natürlich nicht zurückziehen konnte, weil ich sie ja irgendwann wieder heim bringen musste. Und einfach mal ein bissel lesen oder vor mich hinträumern ging auch nicht, weil eben diese alte Dame dann immer etwas zu bestimmen oder mir vorzuwerfen hatte.
Was soll denn das jetzt? Du hast die Augen zu!!!
Du hast doch hier gut geschlafen!
Ja, freilich, von Mitternacht bis 6 Uhr. Das ist ja auch sooo viel Schlaf an einem Wochenende.
Na, das kann reichen. Du kannst nicht immer nur schlafen!
Mich hat das alles schrecklich aufgeregt. Dieses dauernde Befinden darüber, dass ich in ihren Augen alles falsch mache. Dieses ewige Gegängel.

Am Abend dieses Tages hatte ich nur einen Wunsch: Am nächsten Wochenende einfach wegzufahren und keinem in der Familie irgendwas davon zu sagen. Einfach mal weg sein, nicht erreichbar, nicht herumschubsbar. Sollen sie doch alle mal merken, wie das ist, wenn ich nicht als Hol-einmal-bring-einmal zur Verfügung stehe.
Am Abend mancher Tage {Lift}

Montag, 19. Juli 2021

Nach dem Wochenende freute ich mich noch mehr als sonst auf meine Arbeit in TDO.
Hin und her überlegte ich, wo ich das Wochenende verbringen könnte, weit weg von zu Hause. Oder doch gar nicht weit, aber unbedingt weg. So recht fiel mir keine Lösung ein. Nur der Drang, mich rar zu machen, der blieb.
Ich schnitt einen Coupon aus der Sonntagszeitung aus und schickte ein Foto an Katl. Am Ende trafen wir uns, um den Gopalast zu besuchen.
Das war Selbstfürsorge pur.




Dienstag, 20. Juli 2021
Der für Montag versprochene Anruf ließ auch am Dienstag auf sich warten. Wobei… nun warte ich nicht mehr. Wenn ich keinen Anruf wert bin, ist mir das nun auch nichts mehr wert. Geht schon irgendwie.
Am Nachmittag versuchte ich, meine Selbstfürsorge {Besuch der Therme} mit der Pflichterfüllung zu verbinden, indem ich die Mutti mitnahm. Fragt mich bitte nicht, warum ich mir das angetan habe. Sie wollte mit. Das ging schon seit Freitag, dass sie zunächst äußerte, sie ginge da gern mal hin. Später meinte sie, ach, sie wolle mir meinen Besuch dort nicht vermiesen. Solche Äußerungen erfolgen dann immer in einem leidenden Tonfall. So: Ach, ich Arme, jetzt muss ich verzichten, damit ich dich nicht störe. Nur um Äußerungen heraufzubeschwören, wie Du störst mich nicht. Oder dass ich gar noch bitte, sie mitnehmen zu dürfen. Damit sie dann hinterher sagen kann: Du wolltest doch, dass ich mitkomme.
Also entschied ich: Jetzt hast du gesagt, du willst mit, also kommst du nun auch mit! Wir werden ja sehen, wie gut oder schlecht das geht.
Und was soll ich sagen? Es ging erstaunlich gut. Wir hatten richtig Spaß, ich konnte mich tatsächlich entspannen und sie war glücklich.
Das können wir mal wieder tun.
Auf dem Rückweg meinte sie: Nun konnte meinetwegen die arme Katl gar nicht mit.
Doch dem war nicht so. Die Katl hätte sehr wohl noch Platz im Auto gehabt. Das könnte man also auch mal noch durchführen.

Mittwoch, 21. Juli 2021
202/365


Ein Hilferuf früh am Morgen bewog mich, vor dem Weg zur Arbeit noch im Garten vorbeizuschauen. Ich konnte leider auch diesmal nicht wirklich helfen, weil ich die vermisste Person nicht fand. Allerdings habe ich eine gewisse Vermutung. Wenn eine erwachsene Person abgängig ist, muss nicht immer gleich etwas Schlimmes passiert sein.
Die Person ist inzwischen längst wieder aufgetaucht und es ist tatsächlich nichts weiter passiert. Naja, wie man’s nimmt.
Eine Dienstfahrt führte mich am Vormittag ein Stück auf meine "alte" Route in Richtung Cottbus. Besonders die Rückfahrt spülte Erinnerungen hoch, die ich doch lieber am Boden halten möchte. Blöde Gefühle aber auch!
Zum Feierabend erreichte mich ein weiterer Hilferuf: Ich brauche mal deinen Rat. Das Gespräch dauerte über 2 Stunden, aber zum Glück konnte ich tatsächlich helfen.
Am Ende mahnte ich auch die Hilfesuchende an ihre Selbstfürsorge. Das sagt die Richtige. *lach* Aber JA, das ist wichtig. Das habe ich längst für mich erkannt, nicht zuletzt, weil Regula mich daran gemahnt hat. Und ich sehe ganz deutlich bei anderen, wenn es da schleift. Bei mir selbst sehe ich das auch, nur fällt da die Umsetzung oft schwer. Diese Woche aber achte ich intensiv darauf.

Donnerstag, 22. Juli 2021
Am Morgen hatte ich straff zu tun, denn es war eine neue Mitarbeiterin einzuweisen und das gestaltete sich etwas eigensinnig.
Außerdem hatte ich noch eine Kollegin zu coachen. In Teilen unseres Jobs bräuchten wir Supervision. Da dies Kosten verursachen würde, die unsere Chef-Etage natürlich nicht tragen möchte, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns gegenseitig zu unterstützen und zu coachen und aufeinander aufzupassen. Viele Kollegen wissen um meine Fähigkeiten als Coach und um meine {externen} Erfolge und so vertrauen sie mir auch intern.
Am Vormittag hielt ich die Ungewissheit nicht mehr aus und schrieb einem Freund(?), ob es ihm gut geht. Der Rückruf kam wenige Minuten später. Dann war ich sehr beruhigt, denn bis auf viel Stress, geht es ihm gut. Na, immerhin.
Für den Abend wollte ich… nein, dass muss ich anders erzählen: Nach dem vergangenen Chaoswochenende hatte ich mir fest vorgenommen, am kommenden Wochenende zu verschwinden und für niemanden erreichbar zu sein {eine, mir sehr wichtige, Person ausgenommen}. Nun fiel mir am Dienstag mit Schrecken ein, dass für die Steuererklärungen nicht mehr viel Zeit bleibt, und ich nahm mir vor, diese am Mittwoch und Donnerstag zu bearbeiten, damit ich mir das Wochenende von solchen Aufgaben frei halte. Nachdem ich mich nun am Mittwoch Abend um die Kollegin gekümmert hatte und danach dann keinen Nerv mehr für den Steuerkram hatte, sollte dies am Donnerstag unbedingt noch erledigt werden.
Vorher auf dem Heimweg war noch das Wegbringen unzähliger Mineralwasserflaschen geplant. Und ein kleiner Einkauf. Das Leergut war so viel, dass ich das Pfandgeld mit dem Einkauf nicht einmal aufbrauchte und noch etwas heraus bekam.
Vier Kilometer weiter entdeckte ich an einer Tankstelle einen sehr günstigen Spritpreis, so dass ich da auch noch einmal ranfuhr.
Gegen 17 Uhr war ich endlich daheim und so geschafft, dass ich mir ein Tässchen Tee und ein kleines Abendessen gönnte. Weit kam ich damit allerdings nicht, denn als das Telefon klingelte und Lili wissen wollte, wie ich mich fühle, war es 21 Uhr, der Tee war kalt und an dem Abendessen hatten sich zwei Fliegen gütlich getan, so dass ich es nicht mehr essen mochte.
Wer glaubt, dass ich nun noch die Steuererklärungen bearbeitete?
Leider bedeutet das, dass ich nun am Wochenende nur in eine Richtung verschwinden kann… hinter meinen Rechner und die Berge von Steuerunterlagen.

Freitag, 23. Juli 2021
Manchmal muss man morgens einfach noch eine Nachricht schreiben, auch wenn man längst unterwegs sein sollte.
Und man muss seine Gedanken beisammen haben und allen Bürokram in eine Tasche stopfen und mitnehmen. Und wenn dann Feierabend ist, kann man sich einen Kaffee aufbrühen und sich über all den Steuerkram hermachen, den man schon zwei Abende vor sich her geschoben hat. Und irgendwann ist das dann erledigt.
Man selbst ist dann zwar auch erledigt, aber mit dem guten Gefühl, das Wochenende frei zu haben.
In der Abendsonne fuhr ich heim und fühlte mich beschwingt. Und ein klitzekleinwenig traurig, weil ich nun dieses schöne freie Wochenende vor mir hatte und noch immer nicht wusste wohin.

Samstag, 24. Juli 2021
Heute wollten wir in Kamp sein.
Hier seht ihr Kamp, so wie wir es gern erlebt hätten, wie es aber Dank beschränkter Beschränker in diesem Jahr nur sehr wenige erleben dürfen.

Und hier das gleiche Lied vorgetragen im Plauener Malzhaus. Die Anmoderation ist hörenswert.

Ich hätte vielleicht trotz allem ans Meer fahren sollen.

GERADE JETZT – Momentaufnahme

denke ich: über einen Anruf nach und gewisse Äußerungen, die ich schwer einordnen kann und doch so gern einfach glauben möchte

mag ich: diesen Menschen, der mich da anrief

mag ich nicht: warten

fühle ich: ganz viel Zuneigung.

trage ich: Ein Flatterkleidchen zu Caprihosen

brauche ich: Konzentration, die mich gerade flieht

höre ich: Kinder in der Gasse kreischen

mache ich: Pause

lese ich: diese Fragen, ansonsten Die Meisterin von Markus Heitz Spiegel und Schatten

trinke ich: Mineralwasser, eine große Flasche

vermisse ich: jenen Menschen, siehe oben

schaue ich: auf meinen Bildschirm

träume ich: von einer Auszeit im Kloster

Gefunden habe ich diese Aktion bei Corly, verlinken kann man sich bei Rina.
Eine schöne Aktion, von der ich noch wenig weiß. Das kommt noch.

# 636

Diesmal habe ich nicht wieder den Eindruck, Barbaras Lückentexte schon zu kennen. Es machte wieder Freude, diese auszufüllen.

1. Wenn ich richtig schwitze, zum Beispiel in der Sauna, habe ich das Gefühl, dass alles Schädliche, aller Schmutz nicht nur aus meinem Körper, aus aus meiner Seele herausgespült wird.

2. Wenn ein lieber Mensch anruft und mit wenigen Sätzen oder Bemerkungen all meine Sorgen wegwischt, dann ist das einfach zu schön.

3. Ich könnte eigentlich mal wieder ans Meer fahren.

4. Ich muss mich intensiv um mich selbst kümmern und mir einen Teil meiner Verpflichtungen vom Hals schaffen, sonst werde ich irgendwann untergehen.

5. Im Übrigen kommen wahrscheinlich ein paar Unternehmungen, die ich schon aufgegeben hatte, doch noch in die gewünschte Richtung ins Rollen. Schau’n wer mal.

6. Wenn alles klappt, wie ich es mir wünsche, könnte ich vielleicht ein paar Konzerte mit einem besonderen Menschen gemeinsam erleben .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Fertigstellung aller Steuererklärungen, morgen habe ich geplant, dann endlich wegzufahren und Sonntag möchte ich ebenfalls unterwegs sein und meinen freien Tag genießen!
Alternativ könnte ich die Steuererklärungen morgen fertigstellen und die übrige Zeit in der Therme verbringen.

Der 29. Montag

Der Montagsstarter wieder erst am Dienstag.
1. Nicht mehr konkret zu benennen ist das Parfum meiner Jugendzeit weil ich damals diverse Deos und Parfumes benutzte, die mein Vati mir von seinen Dienstreise mitbrachte.

2.) Ich grusel mich vor gar nix. Ich erschrecke leicht vor allem möglichen, manchmal vor dem eigenen Schatten. Und ich ekle mich sehr vor totem Getier, besonders, wenn es Federn hatte. Aber gruseln? Nö .

3.) Leider bin ich immer wieder zu gutgläubig und dadurch gut auszunutzen. Das ist gar nicht gut für mich, aber es freut alle anderen.

4.) Auf mich selbst zu achten, darf ich nicht vergessen.

5.) Wenn mal wieder Kirmes ist, gehe ich auf jeden Fall als erstes gar nicht erst hin. Ist nicht so mein Ding, der Rummel.

6.) Irgendwie ist alles gerade ein wenig trübsinnig. Aber das wird schon wieder, hoffe ich.

7.) Diese Woche wird unspektakulär und als Highlight habe ich bereits das asiatische Essen mit Katl genossen.

Samstagsplausch {17.07.2021}

Die Woche in einem Wort
Durchwurschtelt.

Wochenrückschau

Samstag, 10. Juli 2021
Ein etwas anderer Samstag. Der Jürschn und das Anki nahmen mich mit auf einen ihrer Wald-Wiese-Fluss-Teich-Berg-Einkaufsausflüge. Jürschn hatte schon immer gute Ideen für Ausflüge, indem er die Autobahnen mied und dadurch auf wundervollen Nebenstrecken viel Interessantes entdeckte. Während der Lockdowns hatten die beiden diese Ausflüge in die nähere Umgebung verlegt, wegen der 15 km im Umkreis und immer mit Einkäufen verbunden. Not macht erfinderisch. Und nun setzen sie das ohne Not fort und ich bin immer begeistert, welch schöne Fleckchen sie entdecken. Diese Woche nun passte es und sie nahmen mich mit.
191/2021

Sonntag, 11. Juli 2021
Ruhetag. Das Wetter war besser, als vorhergesagt, so dass ich bereit gewesen wäre, die Mutti irgendwohin zu schleppen. Außerdem hatte ich mir eingebildet, zu Mittag bei einem Griechen essen zu gehen. Die Mutti wollte das nicht: Ach, ich habe noch Gräupchen!
Gut, dann nicht.
Katl hatte noch Brot im Ofen. Ich hatte ohnehin nicht damit gerechnet, dass Katl mitkommt. Sie ist nicht so der spontane Typ. Macht nichts.
Ich hätte allein gehen sollen, aber dann fiel mir ein, dass ich auch zu Hause richtig gut essen kann.
192/2021

Montag, 12. Juli 2021
Na, was ist? Der 12te, der Tag für 12 von 12. Der Tag lief völlig anders, als geplant. Und er war für mich einer meiner ganz seltenen Schlechte-Laune-Tage, wobei diese Laune sich erst gegen Mittag wegen diverser Ereignisse einstellte.

Dienstag, 13. Juli 2021
Als ich am Morgen zur Arbeit fuhr, empfand ich es als sehr angenehm, dass ich erst 5.30 Uhr diese Strecke fahren musste und nicht schon vor zwei Stunden, wie, wenn ich auf dem Weg nach CB gewesen wäre. So verläuft nun schon die zweite Woche relativ stressarm, zumindest was die Arbeitswege und Fahrstecken angeht.
Da ich, wie ihr wisst, wenn ihr 12 von 12 gelesen habt, am Montag den Besuch der Therme absagen musste, rief ich am Nachmittag die Katl an, um ihr zu sagen, dass wir dies am Dienstag nachholen. Allerdings hatte es sich die Katl gerade mit ihrem Strickzeug gemütlich gemacht und offensichtlich keine Lust, aus dem Haus zu gehen. Die Begründung war fadenscheinig. Es sei ihr zu unsicher, weil Gewitter vorhergesagt waren. Nunja. Wer nicht will…
Das Gewitter kam tatsächlich. In der Nacht! Also kein echter Grund, nicht in die Therme zu gehen.
Ein Anruf am Nachmittag verbesserte meine Stimmung so deutlich, dass es sogar den Kollegen auffiel, also einer Kollegin. In dieser guten Stimmung war es sehr angenehm, allein in die Therme zu gehen. Es war ein sehr schöner Feierabend, an dem ich zu vorgerückter Stunde schnell noch im Kaufmannsladen etwas Leckeres für den nächsten Tag einsammelte.

Mittwoch, 14. Juli 2021
An diesem Tag kam die Tiefkühlware, die schon für den vergangenen Dienstag angekündigt gewesen war. Das brachte den gesamten Tagesablauf durcheinander, sowohl in der Firma, als auch zum Feierabend, weil die Schätze schnellstens in diverse Kühltruhen umgelagert werden mussten. Außerdem musste ich aus meinen Unterlagen ein paar wichtige Informationen für die Personalabteilung heraussuchen. Danach raffte ich mich leider auch nicht noch einmal auf, zum Schwimmen zu fahren. Dafür war ich mal zeitig im Bett, was insofern nichts brachte, als ich dann in der Nacht aufwachte und nicht wieder einschlafen konnte.
Notiz an mich: Ich muss dringend meine Gedanken und Gefühle(!!!) aufräumen! Wenn das so einfach wäre!

Donnerstag, 15. Juli 2021
Der Arbeitstag verlief sehr ruhig.
196/2021

Zum Nachmittag fragte ich die Mutti, ob sie mit in den Schnickschnackladen möchte. Mochte sie und freute sich sehr. Zum Abend bereitete ich mir ein leckeres Essen zu und hatte endlich wieder einmal das Gefühl, dass alles in den Bahnen läuft, in denen es laufen soll. Drei Schreiben müssen noch erledigt werden, aber die bekomme ich auch noch hin.
Spät am Abend kamen dann Anrufe und Nachrichten, die mich wieder aus der Bahn warfen und mir bis in die Frühe gegen halb drei den Schlaf raubten. Dann blieben mir mal wieder nur 2 Stunden Nachtruhe.

Freitag, 16. Juli 2021
Der Wecker klingelte zur gewohnten Zeit, aber ich hatte eine halbe Stunde übrig, in der ich meinen Kaffee auf dem Balkon trank. Das brauchte ich nach der kurzen Nacht.

Es fühlte sich wundervoll an, zwischen den Feldern hindurch in Richtung Arbeit zu rollen. Ich mag diese Strecke sehr.
In der Firma erreichten mich Nachrichten, die ich… nunja, einfach nicht gut fand. Meine Laune blieb gut, aber meine innere Stimmung litt natürlich. Gut, dass es einen Menschen gibt, mit dem ich über alles reden kann. Da genügt es schon, dies zu wissen, da muss ich das nicht mal unbedingt tun.
Die Kollegen aus L.E., die mit einer großen Lieferung am Vormittag ankamen, reparierten gleich noch mein Auto. Also, für sie war das keine große Sache, es musste nur eine Lampe gewechselt werden. Aber ich hätte das nicht hinbekommen. Weil ich ein Mädchen bin!
Das hat mich sehr gefreut. Ich kann das gar nicht beschreiben. Dieser Zusammenhalt und dass mir jemand hilft. Also, klar, in der Familie… der Sohn hilft mir auch. Klar. Aber so eigentlich Fremde. Das tut mir gut! Das macht mich dankbar.
Am Nachmittag verpasste ich einen Anruf, auf den ich mich seit Stunden gefreut hatte. Und warum? Weil die Hexe mich wieder extrem beanspruchte und meinem {erzieherischen} NEIN endloses Generve entgegen setzte. Schließlich war ich noch bis 17.30 Uhr unterwegs, um wieder einmal Kastanien aus dem Feuer zu holen.
Als ich dann {zum zweiten Mal an diesem Tag} im Garten ankam, war der Sohn schon da. Außerdem Nachbar DaK mit dem süßen Rudi. Der Kleine ist sowas von goldig. Aber mit der Ruhe war es vorbei. Dat Anki war inzwischen weg. Dafür tudelte Daggi Duck ein und diverse andere Nachbarn und manche gingen auch wieder. Ich bot meine Torte an.

AnAt kam, um eine Urlausrunde zu geben. Das war schön. Endlich kam auch die SchwieTo. Das ist so ein angenehmes Persönchen! Die Jungs heizten den Grill an. Rudi sagt übrigens Oma zu mir. Das finde ich so süß. Als sich die Nacht über die Gärten senkte, kehrt Ruhe ein. Ich hatte meinen Sessel unter dem Apfelbaum. Auf der Schaukel kuschelte sich Rudi zwischen Sohn und SchwieTo. Gute Nacht alle!

Samstag, 17. Juli 2021
Der Tag wird ein wenig durcheinander geraten. Zunächst einmal habe ich nämlich verschlafen und wachte erst 8 Uhr auf. Nun aber fix.
Weil ich für die kleine Chefin etwas aus einer bestimmten Drogerie abholen will, muss ich nachher ins Paunsdorf Center. Ich hatte mir vorgestellt, das gleich am Morgen zu erledigen und dann… mal sehen.
So funktioniert das aber nicht, weil ich die Bestellung erst ab 13:30 Uhr holen kann. Also werde ich nun die Gelegenheit nutzen, die Mutti mitzuschleppen. Da hat sie eine Freude und ich einen Pluspunkt *hüstel*. Und dann will ich gleich noch durch meinen Lieblingsladen schlendern. Da finde ich bestimmt… ach ja, genau, ich brauche Nähgarn. Das kann ich mir von dort mitbringen. Die haben immer so schöne Farben.

Nun bringe ich diesen Eintrag erst einmal zu Andrea und schaue, wer schon alles dabei ist, beim Samstagsplausch.

Habt ein feines Wochenende.

# 635

Als ich bei Barbara die Lückentexte für den Freitagsfüller las, kam es mir so vor, als hätte ich diese alle schon gesehen. Wie ist das möglich?

1. Eine Modesünde ist gibt es für mich nicht. Wenn sich jemand in seiner Kleidung wohlfühlt und das auch ausstrahlt, dann sieht man das und das sieht dann gut aus.

2. Hoffentlich werden die Unwetter und Überflutungen nicht noch schlimmer.

3. Ich möchte gerne mal wieder asiatisch essen.

4. Wollmäuse, die sich auf Parkett immer ganz schnell wieder sammeln und eventuell die eine oder andere verlorene Socke finde ich unter meinem Bett.

5. Das Problem… welches Problem? Es gibt nur Aufgaben, und die gilt es zu lösen.

6. Witze mag ich nur selten und kann sie mir noch seltener merken. Deshalb gibt es bei mir auch keinen Witz der Woche.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Treffen mit Sohn und SchwieTo im Garten, morgen habe ich geplant, für die kleine Chefin etwas aus der Drogerie zu besorgen und gleich noch durch meinen Lieblingsladen zu schlendern und Sonntag möchte ich mit meinen Lieblingsmenschen im Garten sein!

Der 28. Montag

Der Montagsstarter am Dienstag.

1.) Wenn ich nochmal von vorn anfangen könnte, dann würde ich Sprachen studieren.

2.) Drei positive Dinge: Wasser, Musik, Bücher.

3.) Für jemand Bestimmten würde ich mein Leben noch einmal umkrempeln. Leider interessiert das denjenigen nicht wirklich. Also bleibe ich eben, wie ich bin. Allein.

4.) Was lange währt, wird nicht unbedingt gut. Es kann auch im Sande verlaufen.

5.) Sport ist etwas, das ich nicht wirklich in meinem Leben etabliert habe.

6.) Fließend Russisch sprechen ist etwas, was ich wirklich gerne können würde.

7.) Ich freue mich auf die Arbeit an jedem neuen Wochentag, habe noch immer und immer wieder verschiedenen Papierkram zu erledigen und dann möchte ich noch mindestens zweimal in dieser Woche schwimmen gehen.

Diesmal erst am Dienstag war es mir wieder eine große Freude, den Lückentext auszufüllen, den Anni in Zusammenarbeit mit Martin bereitgestellt hat.

12 von 12 im Juli 2021

Caro von Draußen nur Kännchen sammelt wieder unsere Beiträge zu
12_von_12
Es ist Montag. Es ist ein Stino-Arbeitstag. Aber immerhin ist es ein Arbeitstag in TDO. Da will ich mal sehen, wie ich die 12 Fotos zusammenbringe.

4:50 Uhr
Ich brauche ein paar Dateien für die Arbeit. Ein schneller Milchkaffee muss sein. Sonst würde ich gar nicht munter nach dieser Nacht mit gerade 3 Stunden Schlaf. Warum ich nicht schlafen konnte, weiß ich nicht. Im Laufe des Tage wird sich herausstellen, dass es vielen Menschen ähnlich erging.

6:33 Uhr
Ich habe es geschafft, das Auto auf den Hof und unter den Walnussbaum zu bugsieren.

6:40 Uhr
Eine Zeitlang dachte ich, solch ein Kalender stünde mir nie wieder zur Verfügung. Nun hängt wieder einer neben meinem Schreibtisch.

Am Vormittag
Papierkram und kein Ende.

Immerhin trudelt die Quittung für die Farben ein. So kann ich diese nun wegräumen. Solange sie nicht bezahlt waren, mochte ich sie nicht verräumen, damit ich das nicht womöglich noch vergesse.

Mittagszeit
Jetzt hocken sie schon zu zweit auf meinem Drucker und warten auf die Fertigstellung ihrer Kleider. Na, heute wird das nix mehr.

Feierabend
Transponder vergessen, also nochmal zurück ins Büro.

Bei herrlichem Sommerwetter, bei dem ich eigentlich schwimmen gehen wollte, rase ich heim und starte den Rechner. Der Sohn und die Hexe haben mir unabhängig voneinander den Tag verhagelt. Was die Hexe betrifft, will ich jetzt nicht drüber reden. Naja, und der Sohn muss unbedingt heute Nachmittag seinen Papierkram von mir erledigt haben, der schon seit vier Wochen liegt und für den er mich schon mal von Abend zu Abend umsonst hat warten lassen. Es stinkt mir so sehr. Warum hab ich blöde Guste nicht gesagt: Heute nicht! Ich weiß es, weil mir dann das Unerledigte wieder auf der Seele gelegen hätte. Da hätte ich das Schwimmen auch bloß nicht genießen können.

16:15 Uhr
Wir waren zu 16:00 Uhr verabredet. Er ist natürlich nicht da. Wenn ich doch sowieso wieder meine Freizeit verwarte, kann ich auch die Waschfee füttern.

16:45 Uhr
Ein Anruf der SchwieTo: Wir wollten dir nur sagen, dass es später wird. Nur damit du nicht sauer bist.
Ich bin sauer, ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr!
Um mich zu beruhigen, spüle ich Katls schöne Schalen und Schüsseln und räume sie in eine Tragetasche.

17:55 Uhr
Es ist noch immer keiner hier.
Ich versuche, einen Kohl zu putzen, rutsche ab und schneide mich in den Finger. Zum Glück nicht doll.
Auch nicht doll ist das, was unter dem herausgeschnittenen Strunk zum Vorschein kommt. Igitt.

18:20 Uhr
Inzwischen sind die Kinder da und die Waschfee ist fertig. Ich hänge die Wäsche nach draußen. Dann unterhalten wir uns über die Hexe. Klären können wir vorläufig nichts, beschließen aber, am Wochenende erst mit ihr und später mit der gesamten Familie Rat zu halten. Ich möchte, dass sie zum Herbst die Schule wechselt. Sohn und SchwieTo stimmen mir da zu. Mal sehen, wie das weitergeht.

21:30 Uhr
Nachdem wir mit allem Kram fertig sind und das, wozu uns Informationen fehlen, auf anderwann vertagt haben, fahre ich mit der SchwieTo noch in den Kaufmannsladen. Der Sohn macht sich auf in den Garten, um sein Fahrrad zu reparieren. Die SchwieTo bricht nach dem Einkauf ebenfalls dorthin auf. Eine Energie haben die jungen Leute!
Ich sammle die Wäsche von der Leine und gönne der traurigen Seele eine Großpackung Eis.

Das waren meine 12 von 12 für den Juli 2021.

In früheren Jahren
12 von 12 im Juli 2018
12 von 12 im Juli 2017

Samstagsplausch {10.07.2021}

Weil Andrea heute wieder ihren Samstagsplausch abhalten wird, habe ich mich zurückerinnert an die vergangene Woche und ein paar Begebenheiten und Befindlichkeiten notiert. Im Vergleich zu den vier Wochen vorher, verlief diese relativ ruhig.

Die Woche in einem Wort
Beruhigt

Wochenrückschau

Samstag, 03. Juli 2021
Genießertag mit Buch. Lesen musste sein, das lenkte von allerlei Gedanken ab, das tat mir gut. Zwischendurch habe ich Wäsche gewaschen, getrocknet, verräumt. Ich würde gern etwas handarbeiten, aber zu den begonnenen Projekten habe ich gerade keine Lust und für neues fehlt eine zündende Idee.
Irgendwann zwischendurch rief die Mutti an: Wir unternehmen wohl heute gar nichts?
Na, nee!

Sonntag, 04. Juli 2021
Am Sonntag unternahmen wir doch etwas. Wir fuhren an den Süßen See. Nachdem wir einige Gastwirtschaften vergeblich abgeklappert hatten, landeten wie bei den Seeterrassen. Es war so voll, dass wir anderthalb Stunden auf das Mittagessen warteten. Wir hatten jedoch einen so guten Platz am Wasser, dass zumindest mir die Zeit nicht lang wurde. Die Mutti wurde schon ein wenig hibbelig, ich hingegen konnte die Zeit genießen.
185/365

Zum Eis essen wollten wir dann noch nach Eilenburg, als wir aber in Taucha von der Autobahn kamen, wollte die Mutti dann doch lieber in den Garten. Also verabredeten wir uns da mit Sohn und SchwieTo.
Das Anki kam auf einen Kaffee herüber.
Nachdem ich die Mutti daheim abgeliefert hatte, war mein Sonntag auch um.

Montag, 05. Juli 2021
Die Begebenheiten dieses Tages zeichnete ich unter dem Stichwort WmdedgT auf.
Das erste Mal seit über einem Jahr waren wir wieder in der Therme. Es war herrlich. Ich konnte es genießen, dass ich an diesem Abend keine Reisetasche packen und den Wecker nicht auf 3 Uhr stellen musste.

Dienstag, 06. Juli 2021
Der erste Dienstag, an dem ich nicht in aller Frühe nach Cottbus aufbrechen musste. Kurz nach sieben verglich ich die Fotos von vor genau einer Woche und jetzt. Etwas seltsam war das schon.


Die kleine Chefin hatte den Transponder für das Hoftor wieder nicht dabei und die Knöllchenverteilerinnen freuten sich.
Da für diesen Tag eine Lieferung von Tiefkühlware angekündigt worden war, plante ich ein, von der Arbeit aus direkt nach Hause zu fahren, um die Ware in die Kühltruhe zu räumen und danach erst meine Feierabendrunde zu starten, die mich mit Mutti zur Bücherei führen sollte und danach mit der Katl nochmals zur Therme. Weil ich sowieso zuerst nach Hause musste, ließ ich die Tasche mit den Büchern und auch die mit den Badesachen da.
Und dann kam wieder alles anders.
Die Tiefkühlware kam nicht, dafür ein Hilferuf der Hexe, so dass ich von Arbeit aus erst einmal zu ihr fuhr. Von dort aus konnte ich nun leider nicht gleich zur Mutti, weil die Bücher zu Hause geblieben waren. Also war dieser Weg nun auch noch nötig. Außerdem wollte die Mutti nach dem Büchertausch noch zum N-Markt.
So kam es, dass ich nach ewiger Hin-und-Her-Fahrerei schließlich 18.30 Uhr im Bad ankam. Katl hatte wieder ganz liebevoll verschiedene Leckereien vorbereitet. Leider hatten mir Sorgen um die Hexe den Appetit verhagelt.
Wie am Tag zuvor war ich gegen 22.30 Uhr zu Hause. Schnell transportierte ich noch ein paar Fotos vom Handy auf den Rechner und von da per Mail auf den Rechner in der Firma, denn dort brauchte ich sie am nächsten Tag.
Dann fiel ich nur noch ins Bett.

Mittwoch, 07. Juli 2021
Diesmal drehte ich den Knöllchenverteilern eine lange Nase. Bis 8 Uhr kann man oben an der Straße kostenfrei parken. Bis dahin war die kleine Chefin am Laden lang gekommen und hatte den Transponder gebracht. Die Einfahrt zum Hof ist vielleicht einen halben Meter breiter als mein Auto und ich muss von einer ganz schmalen Schlippe aus rechtwinklich hinein rangieren. Das war schon eine kleine Herausforderung und ist es noch.
Am Abend nach draußen passte das irgendwie besser, so dass ich überlegte, ob ich das Einparken vielleicht mal rückwärts probieren sollte. Da ich aber grundsetzlich nicht gut rückwärts fahren kann, lasse ich das wohl doch lieber bleiben.
Eine WhatApp-Nachricht um 23.03 Uhr bewirkte, dass ich in dieser Nacht ganz wunderbar träumen konnte. Blöd ist nur, dass ich dadurch keinen Abstand bekomme, weil mit jeder Nachricht meine Gefühle wieder durcheinandergewirbelt werden, und das immer dann, wenn ich gerade anfange… Ähm, im Satz verfitzt. Na, ihr wisst schon, was gemeint ist.

Donnerstag, 08. Juli 2021
Heute beteiligte ich mich in der Werkstatt an der Reparatur eines Spieles, das wegen Unvollständigkeit schon beinahe entsorgt worden wäre. Die fehlenden Teile ließen sich jedoch gut nacharbeiten. Das hat richtig Spaß gemacht. Dieser kreative Teil fehlte bei meinen früheren Jobs und macht meine Arbeit jetzt besonders abwechslungsreich. Ich glaube, das hatte ich schon am Montag erwähnt.
Ein klitzekleinwenig arbeitete ich noch für CB, indem ich zumindest ein paar Leute an Termine erinnerte und so im Hintergrund ein paar Fäden zog. Mehr konnte ich nicht tun.
Am Nachmittag kämpfte ich mich quer durch Leipzig, weil ich mich mit einer Kollegin zum Eisessen treffen wollte. Wir hatten uns 2018 bei meinem dienstlichen Intermezzo in Halle kennengelernt und seit damals nicht mehr gesehen. Da gab es viel zu schwatzen.
Wieder daheim erinnerte die Schwester mich an den Amsterdamkrimi. Ich hatte den aber schon vor einiger Zeit gesehen. So blieb die Flimmerkiste auch an diesem Abend aus.

Freitag, 09. Juli 2021
Regen, Regen, Regen. Von leicht über prasselnd bis Ich halte auf der Landstraße an, weil ich nix mehr sehen kann ist alles dabei. Als ich auf den Hof rangiere {in nur drei Zügen} tropft es nur noch vom Walnussbaum. Die Mitarbeiter kommen eine Stunde später an, als hätten sie mit Kleidung unter der Dusche gestanden. Hach.
Es ist so grau und düster, dass wir uns gleich zum Kaffee zusammensetzen, als alle eingetrudelt sind. Die Gruppe braucht das heute. Ich auch.
Ich helfe hier ein wenig, bringe da eine Idee ein. Büroarbeit kann ich erledigen, wenn die Leute schon im Feierabend sind.
190/365
Auf meinem Drucker hockt ein Nackedei.
Als ich dann endlich Feierabend habe, lacht die Sonne. Wie schön.
Je weiter ich mich aber von der Elbe entferne, um so schlechter wird das Wetter. Daheim gießt es in Strömen. Also gibt es keinen Abstecher in den Schnickschnack-Laden, dafür einen ruhigen Abend mit ein paar Telefonaten.

Samstag, 10. Juli 2021
Für diesen Tag ist ein kleiner Ausflug geplant. Der Jürschn und das Anki nehmen mich mit. Das wird mir sehr gut tun, mal nicht selbst zu fahren und auch keine Verantwortung dafür zu haben, wohin es überhaupt geht. Der Jürschn hat immer gute Ideen für Ausflüge in die nähere Umgebung. Ich nehme die Kamera mit. Vielleicht gelingen ein paar interessante Aufnahmen. Und vielleicht bekomme ich auch einen Beitrag zu Im Fokus zustande.

JETZT komme ich noch schnell zu Andrea und ihrem Samstagsplausch Bei euch lesen werde ich dann später.

Habt alle ein schönes Wochenende.
Eure Mira

WmdedgT im Juli 2021

Im Juni hatte ich es nicht geschafft, meinen 5. des Monats aufzuschreiben. Zum Glück fragte Frau Brüllen auch im Juli wieder: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? und obwohl es ein ganz normaler Arbeitstag war, an dem es "eigentlich" nicht viel aufzuschreiben gibt, will ich diesen 5. Juli 2021 hier reflektieren.

04:30 Uhr
Der Wecker reißt mich aus einem seltsamen Traum, der sich um einen Job drehte, den es so gar nicht gibt. Naja, Traum eben.
Ich träumere im Bad herum und muss mich dann sputen, weil ich mir noch Rührei zum Mitnehmen brate und auch die Badetasche nicht vergessen darf.

06:30 Uhr
Die ersten Kollegen treffen gleichzeitig mit mir ein. Und dabei hatte ich gehofft, noch eine halbe Stunde im Büro für mich allein zu haben.
Die Knöllchenverteilerinnen sind Frühaufsteher. *grrrr*
Damit ich auf unseren Parkplatz fahren kann, bitte ich die Kollegin um den Transponder für das Hoftor. Den hat sie zu Hause. Bitte, was soll er denn da?

09:00 Uhr
Nach dem Kaffeetrinken geht es zum Baumarkt. Wir benötigen diverse Utensilien für unsere kleine Werkstatt. Ich mag die Abwechslung in diesem neuen Job, auch wenn ich zu meinen Bürotätigkeiten meist erst nach Feierabend komme, oder eben am Freitag ab Mittag.
Ein Anruf bei der kleinen Chefin während meiner Abwesenheit sorgt nachträglich für Herzklopfen, als ich davon erfahre. Nunjaaaa.
Beim Nachmittagskaffee erzähle ich von meiner Absicht, die Sauna zu besuchen. Das sorgt für Aufruhr: Wie kann ich nur? Dann haben wir so herzhaft gelacht, das tat richtig, richtig gut.

15:10 Uhr
Ich schließe gerade das Büro ab, als Mutti anruft. Warum steht denn in meinem Handy stumm neben deinem Namen?
Ich sitze noch 20 Minuten im aufgeheizten Auto und telefoniere mit ihr ohne sinnvolles Ergebnis. Das gesamte Gespräch ist unsinnig, weil sich herausstellt, dass das, was sie mir ursprünglich gesagt hatte, gar nicht zutreffend war. Es war wieder nur ein "Bewerbchen", in der Hoffnung, ich sage: Ich komme zu dir und schaue nach dem Handy. Aber genau dazu bin ich nicht bereit und tue es auch nicht.
Dann starte ich endlich Richtung Heimat, um Katl einzusammeln.
Sie steht schon vor der Haustür. Gemeinsam stauen wir uns dann in Richtung Therme. Als wir dort sind, stelle ich fest, dass die Karte, die ich für die Clubkarte hielt, doch nicht meine Clubkarte ist.
Es bleibt mir nichts anderes übrig, als heim zu fahren und die Karte zu suchen. Ich will Katl dort lassen, aber darauf geht sie nicht, ein. Allein will ich auch nicht. Lieber helfe ich dir suchen.
Nachdem wir die Karte gefunden haben {Sie war genau da, wo ich sie nun vermutet hatte.} wollen wir wieder los zur Therme. Aber nun ist mein Schlüssel weg. HILFEEEE!
Dieser war, als ich herein kam und die Schlüssel mit Schwung auf den Flurschrank warf, dahinter gerutscht. Hach.

18:30 Uhr
Mit 2 Stunden Verspätung landen wir endlich im Wasser. Ich kann das genießen, als wäre ich im Urlaub. Das hab ich mir jetzt aber auch verdient.

22:30 Uhr
Gerade heim gekommen. Ich packe die Taschen aus, beantworte schnell ein paar Nachrichten. Dann falle ich ins Bett.

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