Samstagsplausch {28.11.2020}

Guten Morgen
Ich freue mich wieder sehr, dass ich am Samstagsplausch bei Andrea teilnehmen kann. Da bin ich nun heute so früh aufgestanden, schon 5:15 Uhr, und sitze doch erst jetzt wieder dran, euch von meiner Woche zu berichten. Ach, ach. Immerhin läuft die Waschfee.
Ach Mist. Telefon, dreiviertel Stunde weg, zusätzliche Aufgaben erhalten… und meine Zeit, die ich mir für den Samstagsplausch nehmen wollte, ist nun auch dahin. *grummel*
Nun aber!
Die Woche in zwei Worten…
Anstrengend!
Entspannend!

Klingt nach Widerspruch, ist es aber nicht. Anstrengend war die Woche, weil ich am Montag und Freitag in der Niederlassung in Leipzig gearbeitet habe {wo ich gar nicht mehr gern bin, weil die Stimmung dort so mies ist} und dazwischen drei Tage in Cottbus war, wo ich sehr gern arbeite, aber eben weder vor der Hinfahrt, noch nach der Rückfahrt frei hatte. Naja, und das empfand ich eben als anstrengend.
Entspannend war die Zeit in Cottbus, weil… Nun, ihr hattet schon mitbekommen, dass ich in der letzten Zeit wieder zunehmend von der Kleinen Frau genervt war, weil sie, altersstarrsinnig, wie sie nun mal ist, permanent versuchte, ihren Kopf durchzusetzen, und dabei andauernd an mir herum zerrte. Als ich aber in Cottbus war, gab es genügend Abstand, so dass ich mich eben wirklich entspannen konnte. Außerdem habe ich eine klare Ansage gemacht, dass sie nicht bei jedem unserer Gespräche wieder vom Essen am 2. Feiertag anfangen soll, weil ich dann nämlich überhaupt nichts koche!
Inzwischen {gestern} hatten wir dann ein klärendes Gespräch und nun hoffe ich, dass Ruhe ist und wir die Adventszeit geruhsam genießen können.

Adventliches
In den letzten Jahren hatte ich nie den Nerv für Adventsdekorationen. Immer war ich gestresst und genervt, weil ich rund ums Jahr ohne Urlaub gearbeitet hatte, sowieso schon reif war, für die Insel und dann noch zu den Letzten gehörte, die in der Firma vor den Feiertagen das Licht ausmachten. Selbstredend kam noch die gesamte Feiertagsvorbereitung dazu, alles heran schaffen, was gegessen werden soll, stufenweise, so wie es gebraucht wird, alles auch zubereiten und zur Mutti verfrachten. Geschenke beschaffen, nicht nur, was ich schenken will, sondern auch noch für alles anderen, wer wem was schenkt koordinieren und am besten auch noch heranschaffen und am allerbesten auch noch verpacken. Wenn alle anderen dann feierten und sich freuten, saß ich entkräftet und deprimiert unterm Baum und wäre am liebsten ganz allein durch den Schnee gewandert, den es leider gar nicht gab.
Letztes Jahr hatte ich diesen ganzen Trubel so satt, dass ich versuchte, eine neue Tradition in der Familie einzuführen. Wir fuhren über die Feiertage weg und trafen uns am Urlaubsort auch noch mit Schwester und Schwager. Das war schön! Es gab gleich zwei positive Nebenwirkungen. Zum einen war meine Adventszeit sehr entspannt, weil ich mich weder um Tannenbaum, noch um Gänsebraten zuu kümmern hatte. Zum anderen, weil wir ja alles hätten mitschleppen müssen, reduzierte sich die gesamte Schenkerei auf liebevoll ausgesuchte {oder hergestellte} Kleinigkeiten. Von mir bekam jeder der Mitreisenden ein Paar Socken und etwas zu naschen, was nicht unbedingt Süßikeiten sein mussten. Gern auch mal ne Salami.
Dies als Tradition zu etablieren, klappte auch, weil alle so angetan waren von der Idee, dass wir das nächste Familientreffen schon für Ostern planten und sogar schon gebucht hatten. Dann kam alles anders!
Und nun sitzen wir wieder zu Hause und wenn wir Pech haben, sogar jeder für sich allein. Und ich habe wieder die Vorbereitung am Hals. Bin damit allerdings schon ein Stück weit gekommen, weil der Gänsebraten schon in der Tiefkühltruhe wohnt und ich auch nicht für so viele Leute planen und organisieren muss, da wahrscheilich kein Besuch kommen darf. Das und das oben erwähnte klärende Gespräch entspannen meinen Adventsstress. Ebenso die Tatsache, dass ich bis auf die 50. KW nicht mehr Vollzeit arbeite.
Und da stelle ich plötzlich fest, dass ich ausgerechnet in diesem seltsamen und teilweise schwierigen Jahr Lust auf weihnachtliche Deko habe. Also habe ich gestern dicke weiße Kerzen und ein Brett besorgt. Nachher hole ich noch Grünes aus dem Garten. Und Perlen, Schleifen und sonstigen Dekokrams habe ich da. Mal sehen, vielleicht finde ich ein Zweiglein mit Hagebutten oder ein paar Kiefernzapfen. Irgendwas findet sich, und dann mache ich mir ein schönes Adventsgesteck.
Ja, da habe ich Lust drauf.
Morgen…
…ist dann die Mutti an der eihe. Sie hatte ich gestern mitgeschleppt zum Kerzenkauf. Da dekorieren wir dann am Vormittag, damit wir es gemütlich haben, wenn wir am Nachmittag Stolle essen wollen.

Jetzt…
…widme ich mich erst mal den zusätzlichen Aufgaben, damit ich die erledigt habe, wenn der Sohn wieder anruft. Dann ist die Wäsche an der Reihe und dann gehe ich auf Tour, ein paar Dinge einsammeln, die ich mir erst heute überlegt habe oder die ich in Muttis Beisein nicht kaufen wollte.
Meine Runde durch eure Blogs hebe ich mir für den Abend auf, gemütlich mit einem Schälchen Tee.

Habt alle ein schönes Wocheende
und bleibt oder werdet wieder gesund.

#603

Es ist wieder Zeit für den Freitagsfüller von Barbara.

1. Ich könnte mal wieder ans Meer fahren. Beim Lieblingsgriechen essen. Schwimmen gehen. Ach nee, ist ja alles untersagt. Schade.

2. Dass die gesamte Kultur unseres Landes derzeit eingefroren ist, da leide ich drunter.

3. Bloß nicht verrückt machen lassen.

4. Was mir hingegen nicht fehlt, ist der Weihnachtsmarkt. Zumindest möchte ich da nicht unbedingt drüber schlendern oder gar Glühwein trinken. Als Händlerin einen Stand mit Wolle und gestrickten Sachen betreiben, würde ich aber doch gern..

5. An meiner Tür hängt keine Weihnachtsdeko. Da gibt es nicht einmal ein Namensschild. Mal sehen, wenn es mich packt, überlege ich mir das mit der Deko vielleicht noch.

6. Morgens, beim Autoscheibe freikratzen beißt die Kälte schon manchmal in die Fingerspitzen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Kerzen kaufen und vielleicht noch mehr Deko-Schnickschnack , morgen habe ich geplant, Grünzeugs aus dem Garten zu holen und Sonntag möchte ich mit Mutti ein Adventsgesteck gestalten und danach mit ihr Stolle essen !

Der letzte Mittwoch im November

Mittwochs sollte Zeit sein für Andreas neue Linkparty Nadelgeplapper. Ob ich das allerdings auf dem Handy hinbekomme? Ich versuche es mal:
zuerst haben wir da ein Paar Socken, das ich letzte Woche begonnen habe, weil die Schwiegertochter sich zum Geburtstag viel Liebe und Zuneigung gewünscht hat. Wie könnte man die besser rüber bringen, als mit selbstgestrickten Kuschelsocken?
Der Geburtstag ist am 1. Advent. Ich habe also noch ein bisschen was zu tun. Eine Woche vorher hatte ich schon Socken für den Sohn begonnen. Da diese aber nicht an einen Termin gebunden sind, müssen sie erst einmal warten.
Und dann ist da noch dieser Pullover für mich, der erstaunlich weit gekommen ist in relativ kurzer Zeit, nun aber schon die zweite Woche ruht zugunsten der Socken. Spätestens am Wochenende werde ich daran aber weiterarbeiten. Im Grunde ist es gar nicht mehr viel, was getan werden muss. Ich habe ihn von oben gestrickt und die Runden mit den meisten Maschen, bevor die Ärmel stillgelegt werden, habe ich längst hinter mir. Auch die Ärmel sind fertig und am Körper bin ich auch schon ein Gutes Stück voran gekommen. Etwa noch einmal so viel möchte ich glatt rechts arbeiten. Dann komt das Bündchenmuster dran, vielleicht über 20 cm. Mal sehen, wie das wirkt. Wenn nicht noch andere Geschenke-Projekte dazwischen kommen, könnte ich das bis zum 2. Advent vielleicht schaffen.
Ich werde jedenfalls berichten.
Nun schaue ich mal, ob es mir gelingt, diesen Eintrag in die Linkparty hineinzubringen. Sonst hole ich das morgen Abend nach.

Der letzte Dienstag im November

Geschichten erzählen…
Da ich heute keinen Rechner zur Verfügung habe und auf das Handy angewiesen bin, mag ich nicht so viel erzählen.
Dafür habe ich euch eine klitzekleine Geschichte mitgebracht, die mir Lili vorhin am Telefon erzählte…
Ich war gerade beim Kartoffelnschälen, da kam mir ein Häuschen in den Sinn. Eigentlich nur eine Hütte mitten im Wald. Es hatte heftig geschneit, wie in den Wintern unserer Kindheit. Und vor der Hütte gab es einen freien Platz, auf dem war ein Lagerfeuer aufgeschichtet und angezündet worden. Um das Feuer herum saßen die engsten Freunde, die mich in den letzten Jahren auf den Märkten begleitet haben und auch in schwierigen Zeiten immer zu mir hielten.
Mein Sohn packte eine Gitarre aus und begann leise zu spielen und dann sangen wir alle Weihnachtslieder.
Das wäre doch ein herrliches Weihnachten, draußen im Wald zusammen mit den liebsten Menschen und die ganze chaotische Welt bleibt draußen vor dem Wald oder versinkt im Schnee.

Oh ja, das wäre auch für mich ein wundervolles Weihnachtsfest, im verschneiten Wald an einem Feuer zu sitzen, über dem ein Kessel hängt. Darin köchelt eine kräftige Suppe, gewürzt mit geheimnisvollen Kräutern… und schon bin ich wieder in meinem Element, während Lili an einen Kessel voller Glühwein dachte. *kicher*

Mich würde mal interessieren, was für ein Gebräu ihr in dem Kessel vermutet.
Lieb grüßt die Mira,
die jetzt in sternenklarer eiskalter Nacht in den Wald geht, den Kessel umrühren…
Schlaft gut und träumt etwas Schönes.

Ein Montag Ende November

Der Montagsstarter
Der Montag ist schon halb vorüber, doch ich möchte nun noch mit Anni und Martin in den Montag starten.

1) Die Weihnachtszeit überfällt mich auch dieses Jahr wieder plötzlich un unerwartet. *lach* Naja, nicht wirklich, ich habe mir schon die ganze Zeit Gedanken um Weihnachten gemacht, aber als ich am Samstag feststellte, dass an diesem Sonntag schon Totensonntag war und demzufolge heute die Adventszeit beginnt, war mir das dann doch zu plötzlich, da wir noch gar keinen Adventskranz haben und den am kommenden Wochenende erst noch basteln müssen, bevor wir mit Stolle {die ich auch erst noch besorgen muss} den 1. Advent feiern können.

2) Die Stolle kaufe ich bei einem kleinen Handwerksbäcker, weil sie mir dort von allen Bäckern dieser Stadt am besten schmeckt. Wenn wir am Sonntag Advent feiern wollen, wird es nun langsam Zeit.

3) Hilfe bei all den vielen offenen Erledigungen kann ich von niemandem erwarten. Da muss ich ganz allein durch und dann noch allen anderen helfen. Tja, da muss ich durch.

4) Es gibt immer mal Tage, da wird mir das alles zuviel.

5) Die Nachrichten mag ich am liebsten gar nicht mehr hören, zumindest nicht die der Mainstream-Sender, denn die kann ich nicht mehr glauben.

6) Ich frage mich oft wohin all das noch führen soll.

7) Es gibt einen neuen Vertrag für den Montag und den Freitag und am Dienstag bis Donnerstag eine Dienstreise, außerdem ist auch das Wochenende schon wieder vollständig verplant.

Außerdem habe ich mir überlegt, dass ich ganz stark an mir arbeiten muss. Ich darf mir nicht mehr alles so sehr zu Herzen nehmen. Zur Zeit macht mich dieses Gerangel um Verordnungen, Verbote und Gesetzesänderungen verrückt. Ebenso die vielen Anrufe. Die einen jammern, die anderen schimpfen und ich soll mir alles anhören und immer tröstende oder aufmunternde Worte finden. Gestern habe ich ganz deutlich gespürt, dass dafür meine Kraft gerade nicht reicht. Ich habe mit mir und meiner Familie zu tun. Mehr geht im Moment nicht. Und wenn die Familie mir nicht wenigstens so viel Raum lässt, dass ich beim Lesen oder bei einer Kanne Tee Kraft nachtanken kann, geht bald nicht einmal mehr das.
Jetzt schaue ich erst einmal hinaus in die schöne Sonne und versuche, auf angenehmere Gedanken zu kommen.

Sieben Sachen Sonntagsglück

Ich möchte meinen Sonntag in sieben Bildern darstellen, die zeigen, was ich an diesem Tag mit meinen Händen gemacht habe, egal ob für 5 Minuten oder für 5 Stunden. Gesammelt werden dieses Beiträge bei Geraldin.
Dazu muss ich leider sagen, es war kein schöner Sonntag, schleppend, depressiv, teilweise stressig, weil ich das, was ich fertig bekommen wollte, eben nicht fertig bekam. Erst zum Abend wurde es dann gut.
Noch vor dem Frühstück habe ich die Wäsche auf den Balkon gehängt. Es war so schön windig, dass ich hoffte, sie würde schnell trocknen.
Weil sich das gut anfühlte, habe ich gleich noch eine weitere Trommel angesetzt.
Erst danach wurde der erste Tee aufgebrüht. Ein Earl Grey. Sieht irgendwie komisch aus in der Tasse. Schmeckt aber sehr gut, erst recht mit ein paar Tropfen Milch.
Beim Blumengießen konnte ich mich an meinen erblühten Weihnachtskakteen erfreuen. Leider ist das Foto recht dunkel, so dass man gar nicht sehen kann, wie schön die sind. Notiz an mich: Neues Foto aufnehmen.

Am Nachmittag bin ich in den Keller gestiegen und habe mein Stövchen heraus gekramt. Nun konnte ich endlich meine neue große Teekanne nutzen und den Tee entsprechend warm halten.
Kerzen habe ich angezündet und endlich das Grau des Tages gegen Gemütlichkeit eingetauscht.
Dann wurde die erste Socke fertig- und die zweite gleich angenadelt.
Insgesamt sind es diesmal recht dunkle düstere Bilder. Aber es war auch ein düsterer Tag. Nur das flackernde Kerzenlicht brachte mich auf kuschligere Gedanken, so dass ich mich dann doch noch in Geschichten vertiefen konnte, die ich demnächst aufschreiben möchte.

Samstagsplausch {21.11.2020}

Es ist kalt geworden. Auf der Wiese liegt Reif und ich habe meinen Milchkaffee ganz schnell wieder nach drinnen getragen, bevor er zu Eiskaffee wird.

Die Woche in einem Wort
Heftig!


Die arme Andrea wurde nicht nur in Quarantäne gesteckt, sondern ist tatsächlich erkrankt. Im Vergleich dazu ist alles, was ich erlebt habe, Pillepalle.
Andererseits auch wieder nicht, wenn man bedenkt, was uns allen als Bevölkerung dieses Landes gerade angetan wird. Naja.
Jetzt schreibe ich hier erst mal ein paar Gedanken und Erinnerungen an die Woche auf und bringe sie zum Samstagsplausch, auf den ich mich jede Woche immer wieder freue.

Der Rückblick

Samstag, 14. November 2020
Ich wollte auf eine ungestörte Einkaufstour gehen, weil ich all das einsammeln wollte, was ich unter der Woche bei Touren mit Mutti immer vergessen hatte. Da kam einiges zusammen, weil es mittlerweile so ist, dass ich, wenn ich die Alte Frau dabei habe, nur noch für sie dazusein habe. Sie stellt sich mitten in den N-Markt und piepst "Kaffeesahne" und dann habe ich loszulaufen und ihr drei Fläschchen Kondensmilch zu bringen. Inzwischen hat sie aber ihren Standort geändert und ich darf durch die Gänge kurven und sie suchen. Das ist doch kein Einkaufen nich!
Deshalb an jenem Samstag mein Alleingang.
Allerdings! Nachdem ich im Drogeriemarkt richtig viele Dinge gekauft hatte, auch solche, von denen sie nach einem Kontrollbliock in meinen Korb mit Sicherheit behauptet hätte: Das brauchst du doch alles gar nicht!, stand ich in der Sonne auf dem Parkplatz und dachte, dass ich ein egoistisches Miststück sei, wenn ich sie bei diesem wundervollen Wetter in ihrer Wohnung sitzen lasse. Also nahm ich sie auf den Rest der Tour dann doch mit. Und siehe da, sie hatte schon wieder einen dicken Einkaufszettel.
Nein, ich weiß, ich bin nicht egoistisch, eher denke ich viel zu selten mal an mich. Das muss ich mir erst angewöhnen und gleichzeitig der Mutti abgewöhnen, mich immer so zu scheuchen. Gegen ihre Manipulations- und Erpressungsversuche muss ich mir ein dickes Fell wachsen lassen. Nur wächst das eben sehr langsam. *zwinker*

Sonntag, 15. November 2020
Am Sonntag gabe es dann unsere Martinsgans. NEIN, wir haben nicht gegen die Corona-Regeln verstoßen.
Sachsen ist, soweit ich das überblicken kann, das einzige Bundesland, in dem es bei den Kontaktbeschränkungen auf zwei Haushalte einen Zusatz gibt "…oder ein Haushalt und maximal 5 weitere Personen auch aus unterschiedlichen Haushalten…" Nun, wir waren insgesamt nur zu viert und lagen damit innerhalb dieser Einschränkungen. Ich hoffe und wünsche mir für uns alle, dass dieser Zusatz für alle Bundesländer übernommen wird, damit ein stilles, geruhsames Weihnachtsfest im Kreise der engsten Familie möglich wird, ohne dass wir gerade unsere einsamen Alten ganz allein lassen {müssen}.

Montag, 16. November 2020
Die Arbeitswoche in Cottbus begann recht entspannt. Prüfungsvorbeitung stand auf dem Programm und funktionierte auch recht gut. Manchen haben leider noch immer Probleme mit der Kalkulation im Hundert. Da mussten ein paar Eselsbrücken her. Ich hoffe, die waren einprägsam.
Den Nachmittag und die immer noch wärmenden Sonnenstrahlen genoss ich auf einer Bank vor der Pension, während ich auif meinen Zimmerschlüssel wartete. Sonst hatte ich mir den immer im Restaurant abgeholt, aber das ist ja nun geschossen.
Deshalb gab es zum Abendessen auch nur eine Instantsuppe auf dem Zimmer. Eine große Tasse und den Wasserkocher hatte ich extra mitgeschleppt.

Dienstag, 17. November 2020
??? Der Dienstag ist schon wieder aus meinem Gedächtnis gefallen. Ich habe gerade mal nachgelesen, was ich {außer der Arbeit} an diesem Tag getrieben habe.

Mittwoch, 18. November 2020
Der Mittwoch war für mich ein schwarzer Tag. Immerhin mit einer gehaltvollen Diskussion.

Donnerstag, 19. November 2020
Der Donnerstag plätscherte dahin. Ich habe bewusst Abstand von politischen Diskussionen gehalten, weil mir die Kraft dazu fehlte. Gegen 21.30 Uhr erreichten mich dann ein paar Fake-News, die Freunde mir zuspielten, die darüber sehr entsetzt waren, weil sie nicht erkannt hatten, dass es Fakes waren.
Und schwups war die Diskussion wieder im Gange und raubte mir bis weit nach Mitternacht den Schlaf.
Tja, da fallen mir immer wieder Heines Nachtgedanken ein, wobei nur die erste Strophe für mich derzeit zutreffend ist.

Freitag, 20. November 2020
Am Freitag werden die Faulen fleißig meinte eine Teilnehmerin. Das hatte wirklich den Anschein, denn pausenlos klingelte das Telefon und alle möglichen Anfragen stapelten sich, die ich im Laufe der Woche gern bearbeitet hätte, die nun aber alle noch auf den letzten Arbeitstag der Woche sein mussten. So wüst, wie an diesem Tag hatte mein Schreibtisch die ganze Woche nicht ausgesehen.
Freitag ab eins… wurde es dann ruhig. Ich schaffte bis 15 Uhr alles abzuarbeiten. Der Chef hatte mir schon 13.30 Uhr ein e gute Heimfahrt gewünscht. Die hatte ich dann auch, denn als ich startete, schein die Sonne, auch wenn es recht kalt geworden war. Das Auto hat schließlich ne Heizung, also stand einer entspannten Fahrt nichts im Wege.
Am Abend musste ich natürlich einige Telefonate führen und bekam gleich wieder meine Marschrichtung für den Samstag vorgegeben. Die Alte Frau kann es nicht lassen. Allerdings habe ich festgelegt, wann ich was mache. Und das wird anders sein, als sie sich das vorstellt. Da muss sie d
durch!

Samstag, 21. November 2020
Ich muss mich sputen, denn ich habe zugesagt, gegen 10.30 bei der Mutti zu sein, um ihr den Kopf zu waschen die Haare zu waschen. Danach setze ich sie unter die Haube und dann kann sie sowieso nicht raus bei der Kälte mit frisch gewaschenen Haaren. Also kann ich mich dann erst mal wieder um meine Belange kümmern. Da ist auch noch einiges zu tun, Wäsche, Einkauf, Haushalt. Aber eben meins.

Ich wünsche euch allen ein angenehmes und selbstbestimmtes Wochenende.
Bleibt oder werdet gesund.

Eure Mira

#602

Auch heute möchte ich beim Freitagsfüller von Barbara dabei sein. Es wird langsam besser mit
meiner Regelmäßigkeit.
Also dann…

1. Der Spaß am Gestalten der Freizeit wird einem durch die immer schärferen Maßnahmen gründlich verdorben.

2. Ich kenne einige, von denen ich sagen möchte, er oder sie ist ein großartiger Mensch.

3. Meine erste Weihnachtsdeko in diesem Jahr wird es nicht geben, denn ich dekoriere sonst auch nicht, warum sollte ich es in diesem Jahr tun? Ich finde es bei anderen meist sehr schön, aber selbst mag ich es nicht haben.

4. Den Kopf in den Sand stecken und warten, dass alles vorüber geht, ist keine Lösung.

5. Oh je, da kommen schon wieder die krausen Gedanken und die Befürchtungen, was die Machthaber noch alles mit diesem Land anstellen. Kann man das nicht mal wenigstens eine kleine Weile ausblenden, damit die Seele zur Ruhe kommt.

6. Eventuell komme ich in diesem Jahr gar nicht zum Plätzchen backen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Heimfahrt , morgen habe ich geplant, mich um die Mutti zu kümmern und Sonntag möchte ich mich ganz entspannt zurücklehnen, vielleicht einen Spaziergang machen oder stricken, stricken und stricken!

Habt ein schönes Wochenende und bleibt gesund.
Eure Mira

Ein Donnerstag im November

Da frag ich mich…
Gestern nach der Arbeit war ich noch im Drogeriemarkt. Was ich kaufen wollte, gab es nicht, da werde ich wohl doch wieder zu Pferd-Mensch müssen. Aber Tee habe ich entdeckt und natürlich mitgenommen. Ich kam an zahlreichen Kosmetikregalen vorbei. In dem Moment tauchte, wie in einer Sprechblase im Comic eine Frage auf: Kauft denn überhaupt noch jemand Lippenstifte? Ich mein, wenn Mund und Nase ohnehin immer verdeckt werden, wozu soll man sich die Lippen rot malen? Naja, vielleicht, wenn man einsam ist, um den Spiegel zu küssen?
Nicht mein Tag…
Beim Brötchenaufschneiden für das Frühstück habe ich mir mit dem Brotmesser in die Hand gesenst. *brrrr*
Die Teetasse mit Teebeutel drin auf den Schreibtisch stellen, ist keine gute Idee. Jedenfalls nicht, wenn man hektisch nach etwas greift, dabei das Bändel des Teebeutel mit erwischt und den ganzen Trödel aus der Tasse zottelt.
Die Handtasche unter den Schreibtisch stellen, ist eine genauso schlechte Idee. Zumindest, wenn die Tasche lange Henkel hat und man so zappelig ist, wie ich. Dann kann es nämlich sein, dass man sich beim Aufstehen mit dem Fuß im Henkel verheddert, die Tasche umreißt und deren Inhalt durch das halbe Büro kullert.
Wenn aller schlechten Dinge, wie aller Guten drei sind, war es das für heute. Damit wäre ich zufrieden.
Leute gibt’s…
Anruf am späten Nachmittag: Ich habe dieses und jenes Anliegen und wollte mal fragen, ob ich morgen früh vorbei kommen kann.
Ich überschlage kurz, welche Termine ich für den nächsten Vormittag schon zugesagt habe, stelle fest, dass das schon mehr ist, als ohne Stress zu schaffen ist und möchte gern einen Termin in der nächsten Woche vergeben, gleich am Montag oder am Dienstag.
Nee. Kommt gar nicht in Frage. Ich kann nur morgen!
Und warum fragt die dumme Nuss überhaupt, wenn sie doch schon festgelegt hat, dass sie nur morgen kommen will?
Also, Leute gibt’s!

Ein Mittwoch im November

Ich kann heute nichts schreiben. Ich bin so aufgewühlt. Ich habe Videos gesehen von der Demo in Berlin. Private Videos von Teilnehmern. Da war nichts zu sehen von geworfenen Steinen, Böllern und Flaschen, die in den Medien als Begründung dafür herhalten müssen, warum die Polizei Wasserwerfer gegen überwiegend friedliche Demonstranten einsetzte.
Leute, werdet endlich munter! Es geht nicht um Masken tragen oder auch nicht. Es geht auch nicht darum, Corona zu leugnen. Es geht auch nicht um rechtes, ultralinkes oder sonstwie extremistisches Gedankengut. Es geht darum, dass unsere Regierung in Windeseile Gesetze verabschiedet, die es ihr ermöglichen, die Grundrechte der Bevölkerung zu beschneiden, das Grundgesetz teilweise außer Kraft zu setzen und die Demokratie abzuschaffen. Bei Georg gibt es eine kleine Diskussion zu diesem Thema, die ich hier verlinkt habe, weil ich hoffe, dass sie einige Menschen zum Nachdenken bringt und dazu, nicht unreflektiert alles zu glauben, was in den Mainstream-Medien behauptet wird.
Wobei man zuweilen sogar bei den Öffentlich Rechtlichen {Was für eine Bezeichnung!} kritische oder zumindest um Objektivität bemühte Stimmen hören {lesen} kann, wenn auch nur zwischen den Zeilen und weit unten im Text.
Ich ziehe mich jetzt zurück. Ich habe Magenschmerzen. Und ich habe Angst. Nicht vor Corona, weil ich natürlich wachsam bin und mich an mögliche Schutzmaßnahmen halte. Wovor ich Angst habe, ist, was unsere Altvorderen daraus machen, wozu sie die Angst und Panik der Bevölkerung ausnutzen, die sie selbst täglich von Neuem anfachen. Angst davor, in Zukunft vielleicht entrechtet in einem Land leben zu müssen, in dem es keine Kunst und Kultur mehr gibt, keine Gesellschaft oder Gemeinschaft. Ein Land in dem jeder den anderen bespitzelt und denunziert, weil der sich angeblich nicht an Gesetze und Verordnungen hält. Ein Land, in dem man an dem Ort bleiben muss, an dem man zum Ausbruch der Krise gerade wohnte und nicht einmal mehr einen Ausflug machen darf. Ein Land, indem man weder Weihnachten, noch Silvester feiern darf, auch nicht geruhsam und in aller Stille. Ein Land, indem man seine Familie vernachlässigen muss und nicht mehr treffen darf, wenn man nicht gerade in einem Haushalt zusammen wohnt. Davor habe ich Angst. Und davor, dass dieser Zustand dauerhaft wird, denn wäre das alles vorübergehend, müsste man all diese Einschränkungen nicht in Gesetzen festschreiben.
Niedergeschlagene Grüße
von Mira