12 von 12 im Juli 2024

12_von_12
Ich bin spät dran für Caros Aktion 12 von 12.
12 Fotos vom Tage habe ich gemacht, aber um sie zu bearbeiten und hier einzustellen fehlte mir bisher die Kraft. Da Caros Linkparty noch geöffnet ist, möchte ich das jetzt nachholen.

Freitag, 12. Juli 2024
Eine neue Routine: Jeden Morgen Zucker messen.
Danach Tablette teilen und eine Hälfte schlucken.
Tee für uns. Die Tasse für den Mann, die Kanne für mich.
Ja, bei uns gibt es Heringshäckerle zum Frühstück. Der Mann ißt das mit Senf.
Das Keto-Getränk für den Tag wird gemixt.
Ein Paket kommt und ich freue mich riesig. Gleich darauf bin ich schwer enttäuscht. Sehr schöne Schuhe, tolle Sohle, noch tolleres Obermaterial. Aber die Passform geht gar nicht. Die Sohle ist 3 cm zu lang und der Spann ist so flach, dass ich beim besten Willen nicht in den Schuh komme. Man sieht ja die schöne lose Schnürung, die dabei helfen könnte, auch bei hohem Spann in den Schuh zu kommen. Aber, wie man sehen kann, ist das Material unter der Schnürung kein Bisschen dehnbar. Wenn wenigstens die Sohle passen würde, dann hätte ich das Obermaterial aufgeschnitten, frisch versäubert und die Schuhe dann sehr gern getragen. So aber kann ich sie nicht gebrauchen.
Müll und Pfandflaschen sortiert und bereit gestellt.
Nein, das ist kein Nebel, das ist ein heftiger Regenguss.
Zwischendurch mit dem Heizkissen auf die Couch. Irgendwie muss ich ja gegen die Rückenschmwerzen ankämpfen. Im Krankenhaus hatte ich Fango, aber mein Hausarzt wollte mir nichts weiter verschreiben. So muss es das Heizkissen tun.
Snackteller am Nachmittag. Den hat der Mann für mich hergerichtet. da brauche ich definitiv kein Abendbrot mehr.
Körperpflege mit Teebaumöl. Ich liebe das. Es riecht so schön sauber und gepflegt.

Tja, richtig: Es sind nur 11 Fotos. Das kann ich nun nicht mehr ändern.

Rückblick auf vergangene Jahre:
12 von 12 im Juli 2023
12 von 12 im Juli 2022
12 von 12 im Juli 2021
12 von 12 im Juli 2018
12 von 12 im Juli 2017

Notizen – 16. Juli 2024

Ein Dienstag Mitte Juli
Das war ein Tag! Ich hatte das Seminar, das ich schon öfter in Leipzig und Erfurt gehalten hatte, diesmal online zu betreuen. Im Homeoffice.
Ein paar Befürchtungen hatte ich, weil das Einloggen der Teilnehmenden vor Ort oft schwierig vonstatten ging. Aber unser Produktmanagement hatte das Seminar so gut vorbereitet, dass sämtliche Befürchtungen unbegründet waren.
Das Seminar lief sogar besser, als die, die ich bisher vor Ort gehalten habe. Das mache ich gern wieder.
Die zweite Befürchtung war, dass ich 9 Stunden am Schreibtisch nicht durchhalten würde. Aber auch das war erträglich. Nicht schmerzfrei, das kann ich wohl nicht mehr erwarten, aber immerhin ertrtäglich.
Am späten Nachmittag setzte ich mich auf meinen schönen grünen Balkon.
Mehr brachte ich nicht fertig, obwohl ich hätte müssen.
Mein Leben befindet sich gerade in einem Abwärtsstrudel.
Wegen der angeknacksten Gesundheit kann ich nicht so viel arbeiten, wie ich gern möchte und wie ich auch müsste, um meine Kosten zu decken. Die Krankenversicherung will mehr Beitrag von mir, als ich überhaupt einnehme. Da muss ich mich kümmern, aber nach einem ganzen Arbeitstag am Rechner fällt es mir schwer, noch Rechnungen herauszusuchen und für die Kasse aufzubereiten. Und wie weise ich ein Einkommen nach, das ich nicht habe. Soll ich denen meine Kontoauszüge senden, auf denen sie die Einkünfte sehen können? Mist, Mist.
Beim Auto ist die HU fällig. Ich käme natürlich zur Prüfstelle, aber von da zurück ist ein sehr weiter Weg. Ich fürchte, dass ich den zu Fuß nicht schaffe. Ich habe aber auch niemanden mehr, der mich da abholen könnte: Der Schatz darf und kann wegen seiner Augen nicht fahren. Bis vor kurzen hätte ich die SchwieTo gebeten, aber das fällt aus, denn sie hat den Sohn verlassen, weil sie in ihrem Leben noch etwaas erleben will. So lange sie noch gelernt und kein eigenes Einkommen hatte, hat sie beim Sohn gewohnt und sich von ihm finanzieren lassen. Na gut, da gehören zwei dazu und er hat es gern gemacht, weil er sie geliebt hat und weil er dachte, das hält ewig. Aber jetzt, da sie eigenes Geld verdient, hat sie sich zuerst einen eigenen Garten genommen, mit der Begründung, sie möchte was eigenes haben und anbauen dürfen, was sie will. Das hätte sie bei uns auch gedurft und ich hatte damals im letzten Sommer schon so ein blödes Gefühl. Und jetzt, Anfang diesen Jahres hat sie sich eine eigene Wohnung genommen. Ich meine, gut, zusammenziehen will gut überlegt sein. Aber wenn man schon drei Jahre zusammen gewohnt hat {wohlgemerkt ohne Verpflichtungen, denn die Wohngung hat der Sohn finanziert, war ja schon immer seine}, dann auszuziehen, das ist schon heftig. Und dann solche Sprüche: Ich gebe doch mein hart verdientes Geld nicht für die Familie aus! Hallo?
Meine kleine Frau hat schon im letzten Frühjahr ein paar Mal zu mir gesagt: Sie gefällt mir nicht mehr. Sie verhält sich seltsam, als ob sie den Ch. nur ausnutzt. Recht hatte sie, mit ihrer 90 jährigen Lebenserfahrung.
Ach, meine kleine alte Frau. Gerade überrollt mich wieder die Trauer.

Der 29. Montag

Nach drei Wochen Pause

Der Montagsstarter mit dem Lückentext von Anita

❶ Einmal im Jahr ans Meer zu fahren, ist eindeutig zu wenig.

❷ Über schmerzfreie Momente freue ich mich zur Zeit ganz besonders.

Das Hafenfest in Kamp dauerte zwar nur 10 Stunden, aber es war eine schöne Zeit.

❹ Im Sommer liebe ich die endlos langen hellen Abende.

Joghurt ist meine liebste Eissorte. Jedenfalls im Moment.

❻ Auf dem Grill mag ich am liebsten eingelegtes Hähnchen.

❼ Ich freue mich diese Woche auf hoffentlich viele schmerzfreie Momente, habe einen kleinen Online-Auftrag zu erledigen und darf nicht vergessen, ein paar unliebsame Bürosachen hinter mich zu bringen.

Das ging ja flott. Jetzt noch schnell zu Anita und dann erst mal wieder auf die Couch mit dem Heizkissen.

Samstagsplausch {13.07.2024}

Lange her, ihr Lieben
Doch nun endlich möchte ich mich wieder am Samstagsplausch beteiligen, auch wenn ich schon wieder spät dran bin. Das liegt daran, dass ich heute den gesamten Vormittag verschlafen habe. Und daran, dass ich noch nicht wirklich lange am Rechner sitzen kann. Der Schreibtischsessel ist zwar bequem, aber so bequem nun auch wieder nicht.
Ich hatte schon immer Hochachtung vor Andrea und ihrem Beruf. Nachdem ich nun fast zwei Wochen in einem Krankenhaus war, ist die Hochachtung unendlich gestiegen. Ich glaube, für diese Menschen ist das kein Beruf, sondern Berufung. Was ich dort erlebt habe an Hingabe, fast Ausfopferung. Unglaublich.
Das musste ich jetzt mal sagen.

Eine kleine Rückschau
Samstag, 22. Juni
Über das wunderbare Hafenfest in Kamp habe ich schon kurz berichtet hier. Leider habe ich viel zu wenig darüber geschrieben, so dass ihr vielleicht gar nicht nachvollziehen könnt, wie toll das war. Der Wenzel hat dort im Hafen von Kamp eine Art geschützten Raum geschaffen, in den er alle einbezog, die da waren. Ich habe mich aufgehoben gefühlt. Geborgen im Kreise der Fans und geborgen mit meiner Familie und meinen besonderen Freunden.
Sonntag, 23. Juni
Erst einmal ausschlafen. Schließlich waren wir erst gegen 4 Uhr zu Hause.
Am Nachmittag fuhren wir zu den Wikingergräbern, wo wir Neujahr schon mal waren. Die Hexe sammelte Blumen und Gräser und bastelte kleine Gebinde daraus.
Montag, 24. Juni
Dem Schatz ging es nicht gut. So fuhr ich mit der Hexe allein nach Lassan.
In diesem verwuschenen Garten aßen wir leckere Wildkräutersuppe.
Dienstag, 25. Juni
Einen Strandtag hatte ich mir erbettelt. Damit der Mann auch auf seine Kosten kam, schlug ich Koserow als Ziel vor, weil es dort einen steinigen Strandabschnitt gibt, wo er bestimmt fündig geworden wäre. Was ich nicht wusste, dass man dort inzwischen feinen Sand aufgeschüttet hat.
Als wir ankamen, ging es mir schon nicht mehr gut. Heftige Rückenschmerzen hinderten mich, lange zu laufen und die Schmerztabletten schlugen nicht mehr an. So setzte ich mich auf der Seebrücke in eine der schönen Strandmuscheln und Hexe und Mann zogen allein los.
Am Abend konnte ich mir nicht einmal mehr das Essen vom Asiabuffet holen. Der Mann versorgte mich, aber ich hatte auch keinen Appetit mehr. So brachte der Schatz mich zum Auto, wo ich halbwegs schmerzarm sitzen konnte.
Mittwoch, 26. Juni
Nach diversen Anrufen bei ärztlichen Notdiensten holte mich ein Rettungswagen ab, weil niemand anderer, am allerwenigsten ich selbst, in der Lage war, mich ins Krankenhaus zu bringen.
Meine nächsten Tage versanken in Schmerzen, Infussionen und Vergessen.

Freitag, 05. Juli
Der Tag meiner Entlassung. Da der Fünfte war, habe ich den Tag hier festgehalten.
Samstag, 06. Juli
Es ging mir halbwegs gut und so verbrachte ich mit der Schwester einen schönen Strandtag in Zinnowitz. Ihr hat es gut gefallen. Mich hat es rund 90 Euro gekostet. Aber es war ein wirklich schöner Tag.


Sonntag, 05. Juli
Heimreise. Acht Stunden haben wir gebraucht für 450 km.
Dann waren wir endlich da. Der Sohn kam, um das Auto auszuräumen, denn ich konnte mich nicht mehr so gut bewegen und meiner Schwester wäre das viel zu schwer gewesen nach der anstrengenden Fahrt {auf der sie einige Zeit friedlich neben mir geschlummert hatte}. Ich war sehr froh über seine Hilfe.

Rest der Woche
Am Dienstag brachte ich meine Schwester zum Zug, damit sie die Strecke mit ihrem Rollkoffer nicht laufen musste.
Am Mittwoch kam der Mann, der bis Dienstag noch Termine in Jena gehabt hatte. Er verwöhnte und betüddelte mich und gleich noch meinen Dschungel auf dem Balkon. Wir konnten erste Böhnchen ernten. Die Chili haben Früche und die Tomaten auch, wenn auch nur ganz winzige.

Jetzt
Inzwischen ist Sonntag Nachmittag. Ich konnte den Eintrag nicht am Stück schreiben, weil ich so lange noch nicht am Rechner sitzen kann.
Ich komme trotzdem noch zu Andrea, vielleicht hält es macher von euch so wie ich oft und liest auch später noch nach.
Lasst es euch gut gehen.
Eure Mira

Notizen – 10. Juli 2024

Wo fange ich denn an?
Ein Mittwoch Mitte Juli
Gestern Abend hatte ich mir mein Bett auf der Couch zurecht gemacht, weil ich im Bett immer noch nicht liegen kann, ohne dass die Rückenschmerzen schlimmer werden. Gut ausgepolstert und mit einem Heizkissen im Kreuz begab ich mich zur Ruhe, ausgestattet mit einer Schmerztablette. Und was soll ich sagen? Heute morgen waren die Schmerzen zwar immer noch da, aber deutlich weniger als gestern und die letzten Tage. Als dann noch die Kollegin aus Leipzig anrief und mir ein paar kleine feine Aufträge anbot, sagte ich zu. Ich bin zuversichtlich, dass es mit bis dahin wieder gut gehen wird. Auch muss ich ja irgendwann wieder arbeiten, die Miete zahlt sich nicht von allein. Und den Auftrag nächste Woche kann ich im Homeoffice erledigen. Da muss ich nicht mal durch die Weltgeschichte gondeln und kann mir meinen Bürostuhl, falls nötig, noch auspolstern, damit mir das Sitzen leichter fällt.

Was war denn nun überhaupt los?
Ganz kurz berichtet: An jenem 21. Juni 2024 holte ich den Mann vom Bahnhof ab, schleppte ihn mit zu mir und dann wollten wir noch einiges erledigen und am Abend, so gegen 22.00 Uhr, ans Meer fahren.
Vorher wollte ich mich ein wenig hinlegen und vorschlafen, wohl wissend, dass das eigentlich nicht viel bringt. Der Sohn hatte die Idee, am Abend noch ein wenig zu grillen und der Jenaer brachte echte Thüringer Bratwürste mit. Dann holten wir die Hexe ab, die mit uns an Meer kommen wollte, dann Garten und Grillen, dann Auto beladen, und im Handumdrehen war es Mitternacht und wir starteten Richtung Norden, ohne dass ich mich noch einmal hingelegt hatte. Nur sechs Stunden brauchten wir, mit zwei Pausen zu einer halben Stunde, weil ich unbedingt ein wenig ruhen musste. Dann waren wir an der Ostsee und fielen in unsere Betten. Den Tag verschliefen wir, weil wir für die Nacht und das Hafenfest in Kamp fit sein wollten. Darüber berichte ich noch gesondert. Es war einfach traumhaft schön und wir trafen die Uta und ihren Bruder und hatten einen rundum schönen Abend.
Während die beiden am Sonntag wieder die Heimreise antraten, blieben wir noch bis zum 26. Juni, weil an diesem Tag die Eigentümerversammöung anberaumt war. Doch es kam anders. Schon am Dienstag hatte ich so heftige Rückenschmerzen, dass ich mich nur noch schwer bewegen konnte. Mittels Schmerztabletten versuchte ich den Tag zu retten, doch es wurde immer schlimmer, so dass wir am späten Abend die 116117 riefen. Das brachte leider gar nichts, weil die Notärztin unsere Adresse nicht fand. Naja, Meckpomm auf dem Lande… Telefonieren konnten wir auch nicht, weil die Vebindung nach einem halben Satz immer wieder zusammenbrach. Irgendwann gab die Ärztin auf. Wir versuchten es am Mittwoch morgen nochmals, wurden an die 112 verwiesen und dann kam ein ganz nettes Rettungsteam aus Wolgast angerollert, verpasste mir eine Schmerzinfussion, damit ich wenigstens bis zum Auto laufen konnte und dann nahm alles seinen Lauf. Notaufnahme, Station, Schmerzinfussion und dreimal täglich eine Antibiotka-Infussion, weil sehr hohe Entzündungswerte festgestellt wurden. Die ersten Tage verbrachte ich wie im Delirium. Jede Bewegung war Schmerz und ich glaube, wenn mir da jemand gesagt hätte, mein Leben sei zu Ende, ich wäre gegangen, wenn nur die Schmerzen aufhören.
Natürlich war mein Leben nicht zu Ende, worüber ich sehr froh bin, denn mit der Zeit wurde es besser. Am Donnerstag, 27. Juni fuhren die Hexe und der Mann mit dem Zug nach Hause, nachdem sie mir das Auto beladen und den Wohnungsschlüssel deponiert hatten {wir haben da oben nur einen}. Den Ersatzautoschlüssel hatte ich zum Glück bei mir.
Und dann blieb ich noch bis letzten Freitag {05. Juli} im Krankenhaus, bis ich dann wieder nach Schlatkow gebracht wurde. Mit dem Taxi. Am Sonntag machte ich mich dann auf den Weg nach Leipzig. Die acht Stunden Fahrt bekamen mir nicht so gut, so dass die Schmerzen erst einmal wieder zurück kamen. Nicht so schlimm, wie am Anfang, aber angenehm war es nicht.
Heute war es deutlich besser.
Und nun ist der Mann hier angekommen und betüddelt mich. Das ist so lieb.

WmdedgT im Juli 2024

Der 5. Juli war in diesem Jahr ein Freitag und für mich ein wichtiger Tag. Deshalb möchte ich im Rahmen von "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" davon berichten.

05:00 Uhr
Die Nachtschwester bringt meiner Bettnachbarin ein Medikament. Von da an bin ich wach.
06:00 Uhr
Ab ins Bad. Ich möchte frisch und halbwegs gutaussehend sein, wenn die Visite kommt. Schließlich möchte ich heute nach Hause.
07:45 Uhr
Visite. Ja, sie dürfen heute heim.
Ich frühstücke noch.
Dann bringt ein Pfleger noch Medikamente, damit ich über das Wochenende komme, erklärt mir noch einiges.
Später bekomme ich den Arztbrief. 7 Seiten lang. Dann heißt es: Gehen Sie 9:45 Uhr runter. Das Taxi bringt Sie dann nach Schlatkow.
Ich habe es so eilig, raus zu kommen, dass ich erst beim Warten auf das Taxi bemerke, dass ich die Flexyle noch im Arm habe. Macht nix, die bekomme ich auch allein entfernt.
Das Taxi bringt mich heim und ich sinke erst einmal in meinen Ohrensessel. Das tut gut.
Tags zuvor hatte ich einen Fehler gemacht. Ich hatte meiner Schwester erzählt, dass ich am Samstag nach Zinnowitz wollte für einen geruhsamen Strandtag. Oh, ich will auch. Sie hat ein Deutschland Ticket und ich dumme Nuss suchte ihr eine Verbindung heraus und schickte sie ihr. Promt meldete sich der Schwager, er hätte was besseres gefunden und sie käme morgen. Es war die gleiche Verbindung, nur 4 Stunden, also 2 Züge früher. Und dann gingen die Forderungen los. Gibt es bei euch Matjes? Ich möchte Matjes.
So flitze ich gegen Mittag nochmal los zum Einkaufen. Statt mich noch etwas auszuruhen.
Zwischendurch kommen Updates von der Reisenden. Sie muss unterwegs aussteigen weil sie nötig zur Toilette muss und einzige WC im Zug defekt ist. Also kann sie erst 2 Stunden später weiterfahren.
Der Schwager fortert; Kümmer dich gut um sie, sie hat eine lange Fahrt hinter sich.
Hallo? Ich habe zwei Wochen Krankenhaus hinter mir. Wie wäre es, wenn sich jemand um mich kümmert, oder mir wenigstens meine Ruhe lässt?
Am Abend
Ich hole die Schwester vom Zug ab.
Deutschland hat gerade gegen Spanien verloren.

Sie freut sich über die Matjesbrötchen die ich für sie belege. Immerhin. Dann ist sie sooo müde. Ich auch.
Gute Nacht

In früheren Jahren
Juli 2023
Juli 2022
Juli 2021
Juli 2019
Juli 2018
Juli 2017

Eine Nacht nach Mittsommer

Man sollte in dieser Zeit, wenn schon nicht in Schweden, so wenigstens in Mecklenburg-Vorpommern sein. Wir waren in Mecklenburg-Vorpommern.
17 Uhr begann das Hafenfest in Kamp.
Gleich zu Beginn trafen wir Steffen, der uns zeigte, wo die beiden Platz gefunden hatten. Wir streuselten zunächst noch durch den Hafen und über das Festgelände und ich hatte gerade mein erstes Matjesbrötchen vertilgt, als Uta anrief, sie habe Sitzplätze für uns ergattert. Schnell stürmten die Hexe und ich da hin. Der Mann wollte lieber unterwegs sein. Ihn bekam ich in dieser Nacht nur selten zu sehen, aber er war glücklich und das war die Hauptsache. Und ja, auch ich war glücklich. 22:55 Uhr und noch immer nicht ganz dunkel.
01:52 Uhr und schon zeigt sich ein Silberstreif am östlichen Himmel. Faszinierend, wie kurz die Nächte sind.
Wenzel spielte bis kurz vor drei Uhr. Da war es für das Abschlussfeuerwerk fast schon wieder zu hell.
Die Konzertnacht hinterließ wundervolle Eindrücke, von denen ich hoffentlich noch lange zehren kann.

Notizen – 21. Juni 2024

So lange Funkstille
Einige haben geschrieben, dass sie sich Sorgen machen. Danke ihr Lieben, dass ihr an mich gedacht habt. Es ging mir tatsächlich nicht gut und das tut es immer noch nicht wieder vollständig. Aber heute hatte ich zumindest die Kraft, den Rechner wieder anzuschließen und sende jetzt mal noch die angefangen Notizen vom 21. Juni. Das ist solange her, fast schon nicht mehr wahr.
Ich werde über die letzten 3 Wochen noch einiges Berichten, denn es war auch Schönes dabei.

Ein Freitag Mitte Juni
Da war meine Welt noch in Ordnung.

Die Nacht war etwas besser als die vorherige.
05:00 Uhr
Ich habe anscheinend ausgeschlafen. Oder soll ich mich doch noch einmal auf die andere Seite drehen? Ach, besser ich braue mir einen Kaffee und kümmere mich danach um die Wäsche, die ich mich nicht getraut habe, raus zu hängen, damit sie nicht nassregnet.
05:40 Uhr
SchwieTo ruft an: Habe ich dich geweckt?
Hat sie nicht, hätte sie aber, denn es sind immer noch 20 Minuten bis zum Wecker. Ob sie Urlaustage von einem Arbeitgeber zum anderen mitnehmen kann. Ja, kann sie, aber doch bitte nicht vor 06:00 Uhr morgens.
07:50 Uhr
Diesmal parke ich nicht vor dem Bäcker, sondern im Gartenverein, was mir das liebste ist. Zum Bäcker gehe ich trotzdem noch. Mir ist schon wieder nach einem süßen Teilchen. Wahrscheinlich brauche ich einfach Energie.
Als ich wieder auf die Straße trete, läuten die Glocken 08:00 Uhr. Ich genieße diese schönen Klänge.
08:10 Uhr
Du hast gestern gar keinen Kaffee bekommen. Ich habe die J. gefragt. Sie hat es vergessen.
Ich lache. Klar, die eingefleischten Teetrinker denken doch nicht daran, für andere Kaffee zu kochen.
Chef A. kommt. Haben Sie Chef C. schon gesagt, dass Sie nicht mehr nach Cottbus kommen?
Das weiß ich doch noch gar nicht.
Doch, das wissen Sie jetzt. Nur er sollte es auch wissen.
Also werde ich ihm eine Mail schreiben. Wir unterhalten uns noch eine Weile darüber, was für mich in CB alles falsch gelaufen ist, also völlig anders, als Chef A. sich das vorgestellt hatte. Das, was er sich vorgestellt und mit Chef C. auch besprochen hatte, hätte ich gern gemacht. Nur ist es so ja nicht geworden und nun ist es ohnehin ganz anders.
09:00 Uhr
Mein Unterricht läuft gut. Zweisprachig heute.
In der Pause rufe ich meine Ärztin an. Das hatten wir gestern so verabredet. Ich bekomme einen Termin am 03.07. Soviel zu Ich gehe nicht mehr nach CB. Ich kann gar nicht mehr hingehen. Hab ja hier dauernd Termine.
Dann ruft der Jenauer an. Er verspätet sich. Das ist gut, denn so kann ich ihn vom Bahnhof abholen.

Notizen – 20. Juni 2024

Ein Donnerstag Mitte Juni
05:30 Uhr
Was war das den für eine Nacht?
21:30 ins Bett
23:30 das erste Mal wach, danach dann
01:07
02:15
03:10
04:12
05:04 und jetzt.
08:00 Uhr
Ich finde einen Parkplatz genau vor dem Bäckerladen in der Nebenstraße der Schule. Als ich aussteigen will, stelle ich fest, dass ich meine Geldbörse daheim vergessen habe. Zum Glück liegen immer ein paar Münzen in der Ablage im Auto. Ich klaube sie zusammen und erstehe ein Schnitzelbrötchen.
09:00 Uhr
Bei der Anmeldung der Teilnehmer herrscht Chaos. Einige sind bei uns nicht registriert, andere, die registriert sind, tauchen nicht auf. 20 Minuten später haben wir es dann endlich.
16:00 Uhr
Für 5 von 22 Leuten funktioniert die Testzulassung nicht. Der Support will mir helfen, auf Englisch. Hach.
17:00 Uhr
Die Letzten haben nun ihrer Tests auch bestanden und wir können heim gehen.
Da ich keinen Geldbeutel habe, fahre ich erst nqach Hause, ihn holen und dann nochmal los zum Einkaufen. Wirklich konzentriert bin ich nicht. Deshalb hole ich nur Getränek und ein wenig Hackfleisch, aus dem ich vielleicht Reiseverpflegung für morgen zaubere. Erstmal packe ich es in den Kühlschrank.
19:00 Uhr
Ich bin kaputt und habe heute mal wieder Bauchschmerzen. Dabei dachte ich, davor hätte ich noch für zwei Wochen Ruhe. am liebsten würde ich ins Bett gehen, aber der Sohn ruft an, ob er mit SchwieTo noch vorbei kommen kann, um Brot zu schneiden.
Ja klar.
20:30 Uhr
Der Sohn kommt ohne SchwieTo. Wir unterhalten uns, fachsimpeln, planen und kommen auf die Idee, erst am späten Freitag Abend ans Meer zu fahren und vorher im Garten zu grillen. Ich rufe den Schatz an, damit er uns echte Thüringer Bratwürste mitbringt.
Die SchwieTo taucht nicht mehr auf.
21:50 Uhr
Der Sohn geht und ich verfüge mich in die Küche.
23:30 Uhr
Jetzt endlich Gute Nacht!

Notizen – 19. Juni 2024

Ein Mittwoch Mitte Juni
06:15 Uhr
Der Wecker ist abgestellt, dessen hatte ich mich noch in der Nacht gegen eins versichert. Ich kann trotzdem nicht mehr schlafen. Der Himmel strahlt hellblau, als hätte es das Unwetter gestern nicht gegeben. Durch das Fenster des Mädchenzimmers kann ich sehen, dass sich die geschundenen Buntnesseln zum Teil wieder aufgerichtet haben. Das freut mich sehr. Der Mann ist wohl irgendwann in den frühen Morgenstunden auch in den Schlaf gekommen. Ich mache mir Kaffee und stricke ein paar Runden. Am liebsten würde ich gar nicht wegfahren. Aber ich muss ohnehin am Donnerstag in Leipzig arbeiten, da bietet sich die Heimfahrt heute an. Außerdem habe ich noch einiges vorzubereiten, wenn wir am Freitag nach der Arbeit zu dritt ans Meer wollen. Und das wollen wir unbedingt, denn am Samstag ist Hafenfest in Kamp. Dafür habe ich nach Jahren endlich wieder einmal Karten ergattert und wir werden Uta und ihren Bruder da treffen. Darauf freue ich mich sehr.
08:00 Uhr
Beim Taschen packen habe ich getrödelt. Doch nun bin ich fertig und kann es nicht mehr hinauszögern. Ich schleiche zum Mann, der davon aufwacht und gleich erst einmal auf die Terrasse läuft. Er kommt schnell wieder herein und sieht schon wieder sehr traurig aus. Ich frühstücke nun doch noch eine Kleinigkeit. Dann beladen wir das Auto und ich mache mich auf den Weg.
11:00 Uhr
Ich finde einen Parkplatz vor dem Haus, so dass ich meine Taschen alle auf einmal hinein tragen kann. Dabei stelle ich fest, dass mir das schwer Heben und Tragen nicht mehr so viel ausmacht, wie noch in der letzten Woche. Darüber bin ich froh, auch wenn dieser Zustand bald wieder zerstört wird, wenn ich mich der OP ein zweites Mal unterziehen muss. Erstmal ist es gut, wie es ist.
Im Briefkasten eine Nachricht des Finanzamtes. Wir als Erben müssen im Jahr 2024 keine Einkommenssteuervorauszahlung auf Muttis Rente entrichten. Da haben wir jetzt aber Glück, dass wir für eine Verstorbene keine Einkommenssteuer mehr zahlen müssen. Also, sowas!
12:00 Uhr
Weshalb ich den Laptop mit nach Jena gschleppt habe, kann ich nicht sagen. Benutzt habe ich ihn nicht. Nun musste ich ihn hier wieder aufstellen und mache mich daran, für die kleine Chefin ein paar Dateien herauszusuchen. Das ist auch so eine Sache für sich: Am 28.02. endete das Projekt, am 15.03 mein Vertag. Jetzt kommt Leitung und braucht noch einmal Dateien. Wenn ich nicht alles gesichert hätte! Mein Firmenrechner wurde damals von der IT abgebaut. Wären die nicht für die Datensicherung zuständig gewesen? Egal, ich finde die Dateien und sende sie der kleinen Chefin. Sie freut sich sehr.
14:30 Uhr
Ich habe noch nicht viel erledigt, trotzdem bin ich sowas von müde. Ob das am Wetter liegt? Es regnet, seit ich vorhin hier angekommen bin. Am liebsten würde ich mich bissel auf die Couch kuscheln, aber es ist noch so viel zu tun.
15:00 Uhr
Der Sohn ruft an. Ob ich in 10 Minuten vorbei kommen kann. Ob wir noch ein paar alte Möbel zum Wertstoffhof fahren wollen. Naja… wollen. Ich mache mich auf den Weg.
Im strömenden Regen beladen wir das Auto, fahren eine Tour. Dann eine zweite. Eine dritte geht nicht zum Wertstoffhof, sondern zu Freunden in den Garten.
17:30 Uhr
Wir sind wieder bei mir. Ich parke vor dem Haus halb auf einer offiziellen Parkfläche, halb dahinter. Der Sohn räum meinen Kram aus und kümmert sich noch um eine Misslichkeit in meiner Küche. Zu mehr reicht die Zeit nicht, weil er mit der SchwieTo Fußball gucken will. Der Anpfiff ist wohl 18 Uhr.
18:30 Uhr
Ich rufe den Schatz an, möchte wissen, wie es ihm geht. Ich glaube, mein Anruf tut ihm gut.
Die Hexe ruft an. Sie hat gerade gelesen, was ich über unser Malheur mit dem Hagel geschrieben hatte und hat fast geweint. Wir verabreden noch verschiedenes für die Reise.
Ich sollte mal was essen.
20:00 Uhr
Inzwischen tut mir alles weh. Dabei dachte ich, die Bauchschmerzen hätten sich verflüchtigt. Wahrscheinlich war die Räumerei doch bissel viel, obwohl das meiste der Sohn gemacht hat. Vor dem Haus ist ein offizieller Parkplatz frei geworden und ich stelle das Auto ordentlich ab.
Ich stricke noch ein paar Runden, texte mit der Schwester. Mehr wird heute nicht.
21:30 Uhr
Gute Nacht.