Samstagsplausch {30.05.2020}

Die Guten-Morgen-Sendung in unserem Regionalradio heißt André und die Morgenmädels. und wir haben hier Andrea und die Samstagsmädels. Ja, oder? Ich kann mich nicht erinnern, einen Mann in unserer Plauschrunde entdeckt zu haben. *kicher*

Wie war nun diese Woche?
…noch toller als die Letzte, wenn das geht.
Ich habe diesmal eine etwas andere Zusammenfassung, was daran liegt, dass ich jeden Tag einzeln verbloggt habe. Ihr wisst vielleicht, dass ich Frau Brüllen und ihr WmdedgT? sehr mag und mich immer wieder frage, warum ich nicht diese Art Aufzeichnungen führe, wenn es mir doch so gut gefällt. Klar, warum. Der Faktor Zeit!!! Diese Woche habe ich mir diese Zeit genommen.
Montag mit Montagsstarter
Dienstag mit Muttis Zahn-OP und einem frustrierenden Anruf
Mittwoch mit meinem ersten Arbeitstag nach 10 (!) Wochen
Donnerstag einfach so
Freitag mit Frühstück bei Tiffany Katl und Freitagsfüller

Mira und die Mode
Ganz vergessen hatte ich letzte Woche, euch von meinem Besuch bei Janine zu erzählen. Also, erwähnt hatte ich diesen schon, aber eben nicht so richtig gewürdigt. Da gab es nämlich…
Ach nee, ich sollte anders anfangen. Ich komm noch mal rein.
In den letzten Wochen habe ich immer öfter festgestellt, dass meine heiß geliebten und häufig getragenen Baumwollkeider langsam aber sicher verschleißen. Immer häufiger fand ich kleine Löchlein und musste die Kleidungsstücke für den Garten aussortieren. Logische Folge, neue Stücke müssen her. Nur, welche?
Ich überlegte, ob nicht auch gleich Zeit für eine Stilveränderung wäre, wusste aber nicht, in welche Richtung diese gehen könnte… und fragte genau die zwei Personen, die für eine diesbezügliche Beratung am ungeeignetsten sind. Die Mutti, die immerhin 28 Jahre älter ist als ich und naturgemäß einen ganz anderen Geschmack hat. Und Katl, die sich für Mode noch nie so wirklich interessiert hat. Erstaunlicherweise gaben mir beide die gleichen Tipps. *kopfkratz*
Dann traf ich mich mit Janine. Und sie ist nun die ideale Ansprechpartnerin zu diesem Thema. {Zu vielen anderen Themen auch, aber eben auch zu diesem.}
Ich fing an, ihr mein Problem darzulegen und hatte noch gar nicht ausgesprochen, als sie aufsprang: Komm mit ins Schlafzimmer, ich hab da was für dich. Und dann machten wir Modenschau, in deren Ergebnis ich mit einer riesigen Tasche voll toller Oberteile nach Hause ging, die Janine {weil sie so toll abgenommen hatte} nicht mehr passten. Ich hatte sämtliche Oberteile zu einem schmalen schwarzen Rock probiert. Einen solchen möchte ich nun nähen und gleich noch ein paar in anderen Farben. Da freut sich meine tolle Nähmaschine, mal was anderes unter die Nadel zu bekommen als Munasken.
Weitere Vorschläge sind sehr erwünscht, falls ihr Ideen habt.

Nun wünsche ich euch allen ein schönes Pfingstwochenende
Eure Mira

Freitag, 29.05.2020

Ein Freitag Ende Mai
Vormittag
Ich treffe mich mit Katl zum Frühstück und bleibe bis Mittag. Wir schwatzen über Gott und die Welt und über Reisen, die wir gern machen würden. Ich stricke eine Socke bis zur Ferse.
Nachmittag
Ich telefoniere mit PewiE. Stundenlang.
Abend
Ich schnarche in Blogs herum. Schreibe.
Und dann war da noch…

1. Mir schmeckt leider allzuvieles viel zu gut! So klappt das nie mit dem Abnehmen.

2. Oft übernehme ich Arbeiten für andere, ohne groß zu überlegen.

3. Regen ist dringend nötig für den Garten und die Natur überhaupt. Außerdem ist er angenehm, wenn ich ihm vom Balkon aus zuschauen kann.

4. Ein Stück überland zu fahren, ist die beste Art den Tag zu beginnen.

5. Fast hätte ich diesen Freitagsfüller auch wieder verpasst.

6. In einer besseren Welt würden wir in Dörfern wohnen, unser Obst und Gemüse selbst anbauen, unser Garn spinnen und Stoffe weben oder Kleidungn nähen und stricken. Wir würden abends zusammen am Feuer sitzen, Lieder singen und Geschichten erzählen. Wir wären glücklich.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf bloggen und lesen, morgen habe ich geplant, viel draußen zu sein und Sonntag möchte ich vielleicht einen kleinen Ausflug machen!

Den Freitagsfüller, wie immer, von Barbara.

Donnerstag, 28.05.2020

Ein Donnerstag Ende Mai
4.30 Uhr
Ich habe ausgeschafen! Schön viel Zeit, um gemütlich in den Tag zu starten.
Den Sohn hole ich vom Garten ab. Er war gleich über Nacht dort geblieben und brachte noch ein paar Gerätschaften mit.
8.45 Uhr
Ich logge mich in den virtuellen Klassenraum ein, um die Prüfungsauswertung pünktlich zu starten. Der Kollege XYZ at die Moderation und ich frage mich, warum es für die Auswertung keinen geschützten Raum gibt und wir uns stattdessen in einem Raum treffen, zu dem alle Kursteilnehmer Zugang haben. Ich erfahre später, dass die Sache mit dan geschützten Räumen zu aufwendig ist. Aha! Und wo bleibt der Datenschutz, auf dem wir im Laufe des Gespräches noch mehrfach "herumreiten"? Der plan wurde auch umgestoßen. Es ist nicht die Teilnehmerin dran, deren Auswertung ich übernehmen wollte, sondern eine andere.
Das machen wir schnell, sagt der Kollege. Und dann ist die Frau*** dran.
Aus dem schnell werden zwei Stunden! Ich bin völlig angenervt und habe überhaupt keine Lust mehr, für die nächste Auswertung noch einmal 2 Stunden ans Bein zu binden. Unentgeltlich. Nur, weil man es mit mir ja machen kann. NÖ! Die Frau*** ist genauso angenervt. Sie war nämlich die ganze Zeit mit im Meeting anwesend und hat darauf gewartet, endlich an die Reihe zu kommen. Als es endlich soweit ist, will sie nicht mehr, sagt dankend ab. Ich kann sie gut verstehen. Außerdem bin ich ihr dankbar.
Der Kollege hat noch ein paar Anliegen an mich. Die Kollegin Wirbelwind findet die Unterlagen einer Teilnehmerin nicht. Tja, das ist ja wohl nicht mein Problem. Ich habe am 18. März, meinem letzten Arbeitstag vor der Isolation, alle Unterlagen sortiert, abgeheftet und die Ordner in "meinen" Schrank gestellt. In meiner Abwesenheit wurde der Raum komplett ausgeräumt, renoviert und neu eingeräumt. Woher soll ich wissen, wohin die Ordner geramscht wurden? Da müssen sie sich schon selbst drum kümmern. Schließlich arbeiten sie dort, nicht ich.
13.20 Uhr
Der Sohn ruft an. Er braucht ein paar Formulare, die ich heraussuchen soll und einen Dreizeiler, der per Mail versendet werdem muss. Wie gut, dass er eine Sekretärin hat. 😉
14.00 Uhr
Eile, Eile! ich hole die kleine Frau zum Einkaufen ab. Es ist unmöglich voll im N-Markt und das Desinfektionsmittel für die einkaufswagen ist alle.
15.00 Uhr
Wir starten nach B-Dorf, den Sohn abholen. Der verräumt Omas Einkäufe und schleppt noch das Mineralwasser aus dem Keller in die Wohnung. Lieb! Da brauche ich es nicht zu tun.
Abends
C. hat sich gemeldet. Endlich. Ich dachte schon, mit unserem Projekt läge etwas im Argen. Ich hatte mich schon gesorgt, wollte aber nicht nerven. Tatsächlich hatte auch C. eine Zahn-OP gehabt und konnte tagelang nicht richtig sprechen. Nun geht es ihr zum Glück wieder gut und dem Projekt ebenso.

Mittwoch, 27.05.2020

Ein Mittwoch Ende Mai
5.30 Uhr
Der Wecker klingelt eine halbe Stunde früher als sonst. Heute ist mein erster Arbeitstag in Torgau und ich möchte mich in aller Ruhe fertig machen.
6.50 Uhr
Wir kommen so spät vom Hof, wie noch nie. Entsprechend spät sind wir beim Arbeitsplatz des Sohnes.
Ich hoffe darauf, dass ich bis zu meinem Einsatzort nur eine halbe Stunde brauche, was sich wenig später als Trugschluss erweist, als mich das Navi in der nächsten größeren Gemeinde zweimal im Kreis herum schickt.
Ich bleibe gelassen und genieße die Fahrt zwischen Feldern, über denen ein leichter Morgennebel wabert, Waldstücken, die wie verzaubert in der Morgensonne liegen und kleinen Dörfern mit wunderhübsch bepflanzten Vorgärten.
Nächste Woche fahre ich unbedingt früher los, damit ich anhalten und fotografieren kann.
8.00 Uhr
Ich ergattere einen Parkplatz direkt vor der Haustür und stehe {gerade noch pünktlich} an derselben.
Hinein kann ich nicht, weil eine Kette davor gespannt ist. Die Frau am Empfangstresen schaut mich fragend an und ich nenne zur Begrüßung meinen Namen. Da strahlt sie mich an, noch bevor ich weiterreden und mein Anliegen vortragen kann, kommt zur Kette geflitzt und sagt: "Wir haben uns schon sehr auf Sie gefreut!"
Im Laufe des Tages erfahre ich, dass die Chefin dort mich natürlich angekündigt hatte und den Mitarbeitern versprochen hat, dass ich gaaaanz anders bin, als die bisherige Sozialpädagogin, mit der keiner wirklich klar gekommen ist.
Das zeugt einmal vom Vertrauen der Chefin in mich. Wir kennen uns seit ca. 3 Jahren, hatten aber bisher wenig miteinander zu tun. Es zeigt aber auch das Vertrauen der Mitarbeiter in die Chefin, wenn sie auf deren bloße Ankündigung hin sich schon so sehr auf "die Neue" freuen.
Ich führe mehrere Gruppengespräche und ein recht langes Einzelgespräch. Später planen wir noch ein paar Aktivitäten für die kommenden Wochen.
Feierabend
Auf Empfehlung der neuen Chefin kaufe ich bei einem Privatfleischer am Ende der Gasse für das Abendessen ein. Den Heimweg verkürzt mir Lili mit ihrem Anruf. Ich erzähle von meinem ersten Arbeitstag und teile meine Begeisterung mit ihr.
18.00 Uhr
Obwohl ich früh daheim bin, unternehme ich nichts mehr, sondern genieße das Gefühl, Feierabend zu haben. Ich schnipple wieder eine Schüssel voll Tomatensalat mit Knobi. Heute darf ich ja, weil ich morgen nicht unter Leute muss.
Später vertiefe ich mich in meinen Krimi und… schlafe prompt ein.

So ein schöner Tag

Dienstag, 26.05.2020

Ein Dienstag Ende Mai
3.30 Uhr
Was ist denn los mit mir? Warum schlafe ich nicht wieder ein? Es ist ja noch nicht einmal hell.
Ich wechsle auf die Couch, nachdem ich die Balkontür weit aufgerissen habe. Das fühlt sich gut an.
So viel Zeit zum Lesen zu haben, fühlt ich auch gut an.
6.00 Uhr
Der Wecker quasselt mich voll. Hej, ich weiß doch, dass es 6.00 Uhr ist.
Ich versuche, den Sohn zu wecken, was mir im ersten Anlauf nicht wirklich gelingt.
Inzwischen packe ich meine Tasche. Strickzeug muss mit, Buch sowieso. Und ich darf die Wurst nicht vergessen, die ich extra für das Frühstück bei Mutti bei einem der Lieblingsfleischer besorgt habe. Kein Problem, der Sohn, der nun auch aus dem Bett gefunden hat, erinnert mich noch einmal.
7.03 Uhr
Ich bin gerade auf dem Rückweg von B-dorf, als die kleine Frau anruft.
Ich bin schon unterwegs zu dir, tröste ich sie. Sie ist aufgeregt. Natürlich.
Als ich bei ihr ankomme, um schön mit ihr zu frühstücken, hat sie schon ihren Kaffee ausgetrunken und ein viertel Brötchen gegessen. Mehr bekommt sie sowieso nicht hinter, meint sie. Warum war ich denn extra beim Fleischer?
Ich rede auf sie ein, bettle, dass sie noch was isst. Sie bleibt starrsinnig, was ich bis zu einem gewissen Grad verstehen kann. Sie hat Angst vor der Zahn-OP. Viel mehr, als sie zugeben will. Da hilft es auch nichts, dass der Arzt gesagt hat, sie soll ordentlich frühstücken, weil sie danach lange nicht essen darf und vermutlich auch gar nicht kann. Ich will sie nicht quälen, vergewissere mich aber, dass sie Traubenzucker einstecken hat und nehme ihr das Versprechen ab, beim geringsten Anzeichen von Übelkeit, diesen einzunehmen.
8.15 Uhr
Es ist soweit. Wir starten in Richtung Gesichtschirurie. Vor der Haustür könnte ich sie absetzen, aber sie will noch mit zum Parkplatz, damit sie nachher das Auto wiederfindet.
Soll ich noch mitkommen, bis zur Haustür?
Ja, bitte!
Ach Mensch, die kleine Frau! Ich drücke sie zum Abschied, obwohl wir das ja nicht dürfen. Das ist mir in dem Moment egal, weil ihr die Umarmung gut tut und sie die einfach braucht.

Mein Parkplatz ist idyllisch. Ich lasse die Tür offen, genieße die frische Morgenluft und beginne zu lesen.
Der Kollege XYZ ruft an. Er hat mehrere Anliegen. Ob ich am Donnerstag für eine Teilnehmerin eine Prüfungsbesprechung durchführen kann. Sie hat darum gebeten, dass ich das mache. Ich kann ihm nicht zusagen, weil ich noch nicht weiß, wann Mutti wieder zum Zahnarzt muss. Er erzählt mir noch, dass ich seine Urlaubsvertretung nicht machen darf. Der Chef hat diese an einen Kollegen an einem Standort in Thüringen übergeben, der von unseren Teilnehmern noch nie gehört hat, die ihm völlig fremd sind. Kann man doch machen. Ist doch sowieso alles virtuell! Freilich kann man das machen, wenn einem die Teilnehmer völlig egal sind, wenn man nur die Dollarzeichen in den Augen hat und es einem auch Wurscht ist, ob die Leute sich vielleicht bei ihren Vermittlern von JobCenter und ArbeitsAgentur darüber beschweren, wie sie hier behandelt wurden. Wie gut, dass es Corona gibt. Dahinter kann man sich gut verstecken. Das taugt als Ablenkung von eigenem Fehlverhalten. Als ich sage, dass ich nie in die Leipziger Filiale zurückkomme, reagiert der Kollege entsetzt: "Du willst wohl gar nicht?"
"Das steht doch gar nicht zu Debatte, was ich will. Du siehst doch, dass er mich nicht zurück holt. Nicht jetzt, als deine Urlaubsvertretung, und auch nicht später. Die Handvoll Teilnehmer, die er vielleicht später hat, verteilt er auf die Festangestellten, zur Not an anderen Standorten. Eine Dozentin ranzuholen, und sei sie noch so gut, wird er sich nicht mehr leisten. Es geht doch auch so."
Der Kollege ist frustriert, weil er weiß, dass der Chef genauso tickt, wie ich es beschrieben habe. Und weil er weiß, der er einer von denen ist, auf dessen Schultern die Mehrareit abgeladen wird.
Das Gespräch hinterlässt auch bei mir ein seltsam ungutes Gefühl.

10.00 Uhr
Wo bleibt denn die kleine Frau? Eine Viertelstunde warte ich noch, dann gehe ich mal da rüber und frage nach. Vielleicht hat sie die Betäubung nicht vertragen und man will sie ohne Begleitung nicht gehen lassen.
10.15 Uhr
Ich schwinge gerade die Beine aus dem Auto, da kommt sie kleine Frau über den Grünstreifen gestolpert.
"Wie spät ist es denn?"
… Da ist das arme Ding eine halbe Stunde herum geirrt und hat das Auto nicht wiedergefunden.
Wir finden heraus, dass sie an einem anderen Übergang die Straße überquert hat, als auf dem Hinweg. Ach, ach. Aber nun ist sie ja wieder da. Ihr Gesicht ist ganz schief und sie sieht ulkig aus, besonders, wenn sie versucht zu sprechen. Wir albern darüber herum. Immerhin geht das schon wieder. Weil sie froh ist, dass sie es hinter sich hat.
Ich setze sie zu Hause ab. Sie will sich hinlegen. Ist vielleicht das Beste.
15.30 Uhr
Ich hole den Sohn ab und wir gehen gemeinsam nach der Oma schauen. Die beiden trinken Kaffee und essen Kuchen. Ich möchte keins von beidem.
Abends
Ich habe noch Bürokram für den Sohnzu erledigen. Außerdem will ich noch Haare waschen und mich überhaupt ein wenig um mich kümmern. Zum Glück ist niemand da, der bemerkt, dass ich grillig bin. Naja, wahrscheinlich bin ich einfach bissel aufgregt wegen morgen. Auch wenn ich die Gegebenheiten schon kenne und ein wenig auch die neue Chefin, war ich doch ein Jahr lang nicht mehr dort und weiß nicht 100%ig, was mich erwartet.

Montag, 25.05.2020

Ein Montag Ende Mai
6.00 Uhr
Was ist denn das für ein Geräusch? Der Wecker hat Glück, dass er im Handy wohnt, sonst hätte ich ihm jetzt vielleicht weh getan.
6.05 Uhr
Nochmal das gleiche Geräusch. Naja, nicht ganz. Die Zeitansage ist anders. Eh klar.
Ich schleppe mich ins Bad, da fällt mir ein Text von Stoppok ein: Was sind das für Geräusche und wo kommen die her… ich singe weiter, um herauszufinden, wie der Song heißt. Da isser. Das Album Silber. Lange her.
6.45 Uhr
Der Sohn ist endlich abfahrbereit. 15 Minuten über der Zeit. Ich schaffe es trotzdem, ihn pünktlich bei der Arbeit abzuliefern. Haarscharf, aber pünktlich. Nicht gut. Gar nicht gut. Da können wir nun womögich jeden Morgen so herumtrödeln. *tssss*
Auf dem Rückweg von B-dorf setzt Regen ein. Ich fahre trotzdem zum Garten. Wenigstens will ich die Pflanzen ausladen. Weil es, als ich da ankomme, gerade mal nicht regnet, beschließe ich, nun doch gleich zu pflanzen, wie ich es ursprünglich vor hatte. Aber erst mal nen Kaffee, oder?
Ich habe das Wasser gerade aufgesetzt, als es wieder wie aus Kübeln regnet. Menno!
Ich sende ein paar Texte an den Sohn und an Katl und kann dann endlich auf den Acker. Der Kaffee muss warten.
Zuerst kümmere ich mich um die Brombeerranken. Sie haben gut Blüten angesetzt und wenn wir sie dort wachsen lassen, wo ich sie jetzt hin dirigiert habe, kann das eine feine, reich tragende Hecke werden.
ca. 11.00 Uhr
Ich habe meine Pflanzen auf dem Beet verteilt, mit zwei Nachbarinnen ein paar kurze Worte über den Zaun gewechselt und immer noch keinen Kaffee getrunken. Ich bin zwischendurch ein paarmal nass geworden und im kühlen Wind {Das Thermometer zeigt 12°C} nicht wieder richtig getrocknet.
Nach ein paar weiteren Textnachrichten an Sohn und Katl entschließe ich mich, heim zu gehen und den Kaffee lieber dort zu trinken.
11.55 Uhr
Daheim. Erstmal raus aus den feuchten Klamotten, trockene Kleidung anziehen und Heizung aufdrehen. Jaha! Ich bin heute ne Zimperliese.
Draußen ist es finster, als wollte die Welt untergehen und der Wind rauscht in den Ahornen, so laut, als wären wir am Meer.
Ich bereite mir ein feines Mittagessen.
Zuerst wird Sanddornöl {es geht auch jedes andere Öl, außer Olive, weil das zu schnell verbrennt} in einem Topf erhitzt und eine Portion Reis darin angebraten, mit Wasser abgelöscht, nach Wunsch leicht gesalzen. Während der Reis gar zieht, schütte ich eine Packung Pfannengemüse Asiatische Art in die beschichtete Pfanne und lasse es auftauen und anschmurgeln. Ich nehme gern das vom Kaufmannsladen, weil es wenig Karotten enthält. Außerdem ist es ungewürzt. Deshalb gebe ich einen Schuss Sojasoße zu und rühre zwei Gabeln voll grüne Currypaste unter.
Zuletzt hebe ich den Reis unter das Gemüse.
Dann ist genießen angesagt. Und zum Nachtisch… leere ich meinen noch halbvollen Kaffeepott. Der stand da noch von ganz früh, bevor ich mit dem Sohn losgefahren war. Er ist eiskalt, aber das kenne ich ja nicht anders.
Auf der Couch klöne ich ein wenig, lese ein paar Seiten, dann fällt mir etwas ein und ich hocke mich an den Rechner und recherchiere ein wenig.
Weil ich mich neulich mit der Schwabenfrau und mit meiner Freundin Petra über Pippi Langstrumpf unterhalten und heute auch Katl davon erzählt hatte, suche ich nach ein paar Pippi-Zitaten.
15.30 Uhr
Ich wollte längst unterwegs sein zum Fleischer, zum Gemüsemann, zum Baumarkt. Nun aber!
18.55 Uhr
Wieder daheim.
Zum Abendbrot gibt es Tomatensalat satt. Hach, lebe ich heute gesund.
Nun stellt sich die Frage: Mediathek oder Buch? Und da war doch noch was…

Ach ja, der Montagsstarter von Anni und Martin.

1. Wenn ich wieder arbeite, muss die Zubereitung der Wegzehrung schnell gehen.

2. Ich kann nur zustimmen, … nö, ich bin derzeit in einer Verfassung, da stimme ich lieber nicht so schnell zu. Niemandem. Vorläufig.

3. Aktuell lese ich Krimis en masse.

4. Ich weiß gar nicht mehr, was ich zuletzt gesehen habe im Kino. Wird Zeit, dass wir da wieder hin dürfen. Immerhin waren die Betreiber unseres kleinen, feinen Vorstadtkinos so rührig, ein Autokino aus dem Boden zu stampfen. Klasse!

5. Es geht mir schon ein bissel auf die Nerven, dass wir noch immer auf so viele kulturelle Ereignisse und Erlebnisse verzichten müssen. Aber hilft ja nix. Da müssen wir nun durch.
Was sagte ein Freund neulich? KUNST IST AUCH SYSTEMRELEVANT! Ja!!!
Ähm, da hab ich ja doch was, dem ich zustimme. Hm.

6. Einen Tag in der Woche arbeiten ist besser als gar nicht. Immerhin.

7. Diese Woche steht Fokus von Muttis Zahn-OP.Außerdem ist mein erster Arbeitstag nach über neun Wochen geplant und ich freue mich darauf wie verrückt, zumal ich in einer Außenstelle eingesetzt bin, in der ich schon immer sehr gern gearbeitet habe.

Nun ist der Montag fast vorüber. Ich wünsche euch allen eine schöne Woche.
Bleibt trotz aller Lockerungen gesund und vor allem gelassen.
Eure Mira

Samstagsplausch {23.05.2020}

Wie war die Woche?
…wunderbar!

Samstag, 16. Mai
Nicht mein Tag! Ich fühle eine Missstimmung heran rollen, der ich nichts entgegensetzen kann. PewiE hatte mir geschrieben, sie werde am nächsten Wochenende zu mir kommen, weil ich dringend aus meinem Trott heraus müsse, schließlich wisse sie genau, wohin das führen könne. Sie hat ja recht, aber nächstes Wochenende ist noch so weit weg.
Ich bin für den Dienstag Nachmittag mit Janine verabredet. Weil wir nicht wissen, welche Cafés überhaupt geöffnet haben und unter welchen Bedingungen, und weil ich mit meinem Geld ohnehin sehr, sehr haushalten muss, haben wir ausgemacht, dass ich zu ihr komme und die Zutaten für einen Schichtsalat mitbringe. Das wird bestimmt schön, aber Dienstag ist ja noch so weit weg. Am Montag Morgen will ich, gleich wenn ich den Sohn zur Arbeit gebracht habe, zu Katl gehen. Sie hat noch aus der Zeit, als es knapp war, eine Packung Toilettenpapier für mich, außerdem ein Päckchen mit Sockengarn. Ein bissel mulmig ist mir vor diesem Treffen, weil wir uns seit Ewigkeiten nicht gesehen haben und weil… tja, ich weiß nicht, ich manchmal das Gefühl habe, die Katl mag gar nichts mehr mit mir zu tun haben. Den Gedanken schiebe ich erst mal von mir weg. Wenn es sich komisch anfühlt, kann ich ja schnell wieder gehen, und außerdem ist es auch bis Montag noch lange hin.
Um mich irgendwie aus meinem Gedankenkarussell zu befreien, beschließe ich, den Samstag gemütlich daheim zu "verklumpern" und am Sonntag nach Delitzsch zur Gärtnerei Richter zu fahren, um Gurkenpflanzen zu holen.
Dann ruft Mutti an.
Sie will heute schon zur Gärtnerei. Sonntags haben die doch gar nicht offen! Na klar. Wenn sie das sagt, ist das auch so. *grrrr*
Ich raffe mich auf, hole die kleine Frau ab, fahre mit ihr nach Delitzsch. Am Eingang stehen die Öffnungszeiten, sonntags von 11 bis 16 Uhr. Ach? Seit Kindertagen liebe ich Gewächshäuser, seit Cinderella 80 würde ich gern in einem wohnen. 😉 An einem Tisch mit Gemüsepflanzen bleibe ich stehen, wähle einen Sechserpack Kohlrabipflänzchen. Als der im Einkaufswagen ist, flitzt die Mutti weiter. Das reicht doch! Außerdem wolltest du Tomatenpflanzen.
Gurken.
UND Tomaten!
Aha!
Dann habe ich 6 Tomatenpflänzchen und 4 Gurken, von denen sich eine später als Zucchini entpuppt.
Jetzt gehen wir aber endlich zu den Kassen!
Ich hätte gern noch ein wenig geschaut. Wozu? Du hast doch alles.
Apropos alles: Das kann doch noch nicht alles gewesen sein, oder?
Auf dem Hinweg sind wir an einem Abzweig zum Schladitzer See vorbei gekommen. Alle reden immer davon, alle waren wohl auch schon dort. Nur ich nicht! So biege ich auf dem Rückweg dort ab.
Wie schön es dort ist. Ich würde gern zu dieser schönen Bucht hinunter steigen und am allerliebsten mit den Füßen ins Wasser. Darf ich aber nicht, weil der Abstieg für die kleine Frau zu steil ist. Was ich mitnehmen kann, ist dieses verpixelte Foto. Heranzoomen macht sich am Handy nicht so toll.Nacheinander schaffe ich 11 Fotos, alle vom selben Standort aus. Dann will die kleine Frau wieder heim. Nunja.

Sonntag, 17. Mai
Gar kein Tag! Die Missstimmung freut sich, dass sie sich bei mir breit machen kann. Bis Mittag geht das gut. Dann ruft Mutti an.
Ich dachte, wir pflanzen! Übersetzt heißt das: Hol mich ab, ich will in den Garten! Und nachdem ich angewiesen habe, welche Pflanzen du wohin zu setzen hast, bringst du mich wieder heim.
Zumindest empfinde ich das am Sonntag so. Ich halte dagegen, dass ich gar nichts will und vor allem, niemanden sehen und nicht reden.
Am Nachmittag fragt sie mich, ob ich endlich bessere Laune hätte. Hab ich nicht! Weil es nämlich nicht einfach eine Laune ist. Das zu erklären, verkneife ich mir. Sie würde es ohnehin nicht gelten lassen.

Montag, 18. Mai
Ein Wochenstart mit Sonne und blauem Himmel. Ich bringe den Sohn zur Arbeit und bin schon kurz nach sieben bei Katl. Das mulmige Gefühl ist schagartig vorbei. Wir hocken uns mit Tee ins Wohnzimmer und alles ist, wie es immer war. Nicht stören wollte sie, deshalb hat sie sich nicht gemeldet. Hach. Als ob sie mich gestört hätte!
Ach, und dann hatte sie sogar ein Brot für mich gebacken. Wie lieb. Und lecker! Wir kramen in Wolle und Resten und und und…
Es ist Mittag, als ich mich wieder auf den Weg mache.
Am Nachmittag hole ich die kleine Frau ab, die zur Gesichts-Chirurgie muss. Vorbesprechung einer Zahn-OP. Da es ihr danach gut geht, fahren wir noch einen Topf kaufen und tanken.
Durch den Vormittag bei Katl habe ich Schwung für die ganze Woche und lasse mich von nichts aus der guten Stimmung bringen.

Dienstag, 19. Mai
Nach der morgendlichen Tour nach B-dorf sammle ich im Lieblings-N-Markt die Zutaten für einen Schichtsalat ein.
Und dann…Trommelwirbel…kommt ein Anruf!
Ich habe einen Auftrag. Ab nächste Woche. Immer ein Tag pro Woche. Immerhin! Ich muss dazu nach Torgau. Dort habe ich schon immer gern gearbeitet. Ich freu mich so.
Am Nachmittag nehme ich meinen Einkauf mit zu Janine, die daraus diesen feinen Salat zaubert.
Das ist so viel geworden, dass ich noch einen Schwung mit nach Hause nehme und auch die Beiden noch genug für den nächsten Tag übrig haben.

Mittwoch, 20. Mai
LiLi hat mir ein Naturvideo mit verwunschenen Bäumen geschickt, Katl hat ein schönes Baumfoto für mich und schlägt vor, dass ich demnächst mit ihr zum Aussichtsturm gehe, weil es dort sicher auch schöne Motive zu fotografieren gibt.
Am Abend telefoniere ich fast bis Mitternacht mit PewiE. Schließlich müssen wir uns für den Samstag noch genau verabreden. Wie das bei uns immer ist, kommen wir vom Hundersten ins Tausendste.

Donnerstag, 21. Mai
Himmelfahrt, Männertag, Feiertag.
Der Sohn sagt: Geh raus, unternimm was. Irgendwas. Ruf die Oma an und nimm sie mit!
Das ist nun gerade nicht das, was ich wollte. Am Nachmittag rufe ich sie trotzdem an und erzähle ihr, dass ich gern Eisessen möchte. Sie kommt mit und ich mache einen minikleinen Ausflug draus.

Freitag, 22. Mai
Ich bin schon wieder halb fünf aufgestanden. Menno. Ich hätte doch ausschlafen können.
Auf der Suche nach einer tollen Strickjacke, die ich mal bei Ravelry gefunden hatte, durchstöbere ich zuerst Domics Blog. Ich habe nämlich die Anleitung gekauft und irgendwo abgespeichert. Aber wenn ich den Namen nicht mehr weiß, habe ich es schwer, sie wieder zu finden.
Dann hab ich sie doch gefunden. Hier. Und festgestellt, dass das bereit gelegte Garn dafür nicht so recht geeignet ist.
Uta sendet mir Vorschläge für Ausflugsziele für morgen.
Ich nehme mich zusammen und schreibe Evchen an. Ich habe schon so lange nichts von ihr gehört, dass ich Angst habe, schlechte Nachrichten zu hören, falls ich sie anrufe. Genauso schreibe ich ihr das auch. Sie antwortet postwendend, und ich bin riesig froh, weil es zum Glück keine schlimmen Nachrichten gibt. Ach, wie gut. Wir wollen morgen telefonieren. Das machen wir, wenn ich vom Ausflug mit PewiE zurück bin. Wahrscheinlich wird dieses Telefonat auch abendfüllend. Darauf freue ich mich.
Am Abend erreicht mich noch eine Nachricht von PewiE. Sie hatte nun auch eine hässliche Wetterprognose gesehen. Wir telefonieren bis kurz nach Mitternacht und vertagen den Ausflug auf später irgendwann.

Samstag, 23. Mai
Nach dem nächtlichen Telefonat habe ich noch gelesen, bis halb drei. Entsprechend schlief ich heute länger. Soll ja sowieso regnen. Als ich dann die Augen öffnete, schien die Sonne. Huch.
Nun werde ich den Tag für den Garten nutzen.

Vorher schaue ich noch bei Andreas Plauderrunde herein.
Ich freue mich auf euch.

Bleibt schön gesund.
Eure Mira

Samstagsplausch {16.05.2020}

Woche 09 #zuhausebleiben

Samstag, 09. Mai
Die Vorhersage verspricht für heute noch mal schönes Wetter, bevor es dann am Sonntag gewittern und danach zu Mistwetter umschlagen soll. Deshalb schlage ich vor, das Muttertags-Kaffeetrinken um einen Tag vorzuverlegen.
Dabei fällt mir ein, das es im letzten Jahr schon genaso war. Da hatten die Wetterfrösche für den Samstag Sonne und für den Sonntag Schmuddelwetter prophezeit. Wir hatten ihnen geglaubt und unseren Ausflug auf Samstag gelegt, mit dem Ergebniss, dass wir ordentlich nass wurden, während am Sonntag die Sonne vom Frühlingshimmel strahlte.
In diesem Jahr nun passte die Vorhersage immerhin für den Samstag, und wir konnten einen schönen Gartentag genießen. Mittags gab es {wieder einmal} meinen "legendären" Kartoffelsalat. Für den Nachmittag hatte Mutti eine leckere Pfirsichtorte.

Sonntag, 10. Mai
An diesem Tag beschloss ich, so lange im Garten zu bleiben, wie das schöne Wetter noch anhielt. Als wir ankamen, fiel mir zum Gück noch ein, dass wir an diesem Wochenende mit der Großen Ordnung im Gartenverein dran waren. Das hieß Straße fegen, Unkraut auf dem Gehweg beseitigen. Draußen, wo das Vereinsgelände an den öffentlichen Gehweg grenzt. Das ist immer viel Arbeit, aber nutzt ja nix. Also parkte ich die kleine Frau im Garten, schnappte mir Gerätschaften und verfügte mich nach draußen. Ich hatte etwa ein Viertel geschafft, als unser Nachbar kam und meinte, ich solle warten, er hätte ein besseres Gartengerät. Kurz drauf gesellte er sich zu mir, ausgestattet mit einer Art Hacke, die ich gar nicht recht beschreiben kann. Damit hatte er ruckzuck das Unkraut weggehackt, ich musste es nur noch zusammenharken. Während wir da am Tun waren, kamen diverse Gartenfreunde vorbei, die alle unabhängig voneinander meinten, wir würden uns viel zu viel Arbeit machen, und sie täten sich das nicht mehr an. Drüber harken und gut. Mehr Mühe mache sich keiner.
Das sah man!
Uns war das aber egal. Wenn wir das machen, sieht es hinterher ordentlich aus! So!
Der angekündigte Regen kam erst am Abend, als ich die kleine Frau längst wieder heim gebracht hatte.
Ach so, ja, über ihren neuen Kurzzeitwecker und die Socken, die ich ihr für Muttertag gestrickt hatte, hat sie sich sehr gefreut.

Montag, 11. Mai
Nicht mein Tag. Schon in der Nacht war ich dauernd draußen, weil mein Bauch böse grummelte. Das setzte sich den ganzen Tag lang fort. Manchmal ist es doch gut, wenn man nicht zur Arbeit muss.

Dienstag, 12. Mai
Den 12. Mai habe ich hier in Bildern festgehalten.

Mittwoch, 13. Mai
Heute wollte der Sohn schon gegen Mittag wieder abgeholt werden. Allerdings mussten wir noch zu einer anderen Zweigstelle seiner Firma, wo er noch etwas abholen musste. Unterwegs entdeckte ich einen Abzweig zu einer schönen Wehrkirche. Diese ist hier in der Gegend ein beliebtes Fotomotiv, und ich wollte da schon seit Ewigkeiten mal hin, wusste aber nie, wo sie sich genau befindet. Der Sohn meinte: Wenn du mich hier schon immer durch die Gegend kutschierst, sollst du auch mal was Schönes haben. Da fahren wir auf dem Rückweg dort mal ran.
Ich habe mich so gefreut und eine Reihe von Fotos gemacht, auch wenn die Lichtverhältnisse an diesem leicht verhangenen Tag nicht gerade spektakulär waren.

Donnerstag, 14. Mai
Eine Stunde früher als vereinbart, hatte ich mich aus Versehen in den virtuellen Klassenraum eingeklinkt. So kam ich zu einer interessanten Unterhaltung über Sinn und Unsinn der Lockerungen der Corona-Beschränkungen.
Achtung, wer das Thema nicht mehr hören/lesen/ertragen kann, bitte den grünen Abschnitt überspringen.
Ich mache mir da so meine Gedanken:
Ist es angesichts wieder ansteigender Infektionszahlen wirklich sinnvoll, kommende Woche die Schulen und Kindergärten wieder vollständig zu öffnen? Und was taugen die Hygienekonzepte? Wie sollen es beispielsweise Kindergärtnerinnen hinbekommen, die 2- bis 6-jährigen Kleinen auf 1,50 Abstand zueinander zu halten. Oder Eltern auf öffentlichen Spielplätzen? Welchen Sinn ergibt das, die Spielplätze zu öffnen, wenn die Kinder nicht miteinander spielen dürfen? Und wenn sie es jetzt doch dürfen und dies kein Infektionsrisiko birgt, warum hat man dann die Spielplätze überhaupt gesperrt? Was ist jetzt anders als im März? Ist das Virus plötzlich nicht mehr so gefährlich wie vor 8 Wochen?
Anderer Schauplatz: Gastronomie. Es gibt zahlreiche Einrichtungen, die sich nicht mehr rechnen, wenn die Anzahl der Gäste durch Abstandsregelungen und Kontaktverbote reglementiert wird. Ganz abgesehen davon, dass man von einem angenehmen Restaurantbesuch weit entfernt ist, wenn nur Personen aus maximal zwei Haushalten zusammen an einem Tisch sitzen dürfen. Oder wenn man im Biergarten anrufen muss, ob denn eine Bank frei ist oder die wenigen Plätze, die genutzt werden dürfen, vielleicht schon belegt sind. Glauben die für die Lockerung Verantwortlichen wirklich, dass die Menschen, die wegen Kurzarbeit und ähnlichem kaum noch ihre Mieten bezahlen können {rund ein Viertel der Bevölkerung kann das schon nicht mehr}, unter solchen Bedingungen Geld im Restaurant ausgeben?
Neiiin, das glauben die nicht. Im Gegenteil, sie wissen, dass sich das Leben und die Wirtschaft nach diesen sogenannten Lockerungen noch nicht normalsieren werden. ABER, wenn der Gastwirt jetzt nicht öffnet, weil die Kosten zu hoch sind oder er die Hygienevorschriften nicht einhalten kann {ich denke nur mal an all diese All-you-can-eat-Läden}, dann können diese Verantwortlichen sich hinstellen und sagen: Wir haben dir nicht verboten, dein Geschäft wieder zu öffnen. Das hast du selbst entschieden. Nun sieh zu, wo du bleibst.
Und da, meine Lieben, frage ich mich nun, ob denn dieses ganze Lockerungsgerede nicht vielleicht nur dazu dient, die finanzielle Last der gestörten Wirtschaft von der Legislative auf die Unternehmer abzuwälzen, die am Niedergang ihrer Firmen überhaupt keine Schuld trifft.
Hat man vielleicht inzwischen erkannt, dass diese drastischen Verbote allen öffentlichen Lebens völlig überzogen waren? Dass es mit Besonnenheit und vielleicht mit Abstandsregeln und eventuell Maskenpflicht auch gegangen wäre, ohne die ganze Wirtschaft zu zertrümmern? Und will man jetzt mit diesen Lockerungen, die nicht wirklich welche sind und den teilweise hirnrissigen Hygienevorschriften versuchen, irgendein Gesicht zu wahren? Da war die Bundesregierung ganz schnell dabei, den Shut-Down zu beschließen. Und jetzt, da es um Lockerungen geht, wälzt man die Verantwortung auf die Länder ab. Tolle Show. Lockern die Länder nicht oder wenig, und es kommt daraufhin zu Ausschreitungen {Demos haben wir ja schon, die können auch ausufern}, dann ist die Regierung fein raus, denn Schuld sind die Länder. Lockern sie zu stark und die Infektionszahlen steigen wieder, sind aber auch die Länder schuld. Diese können beschließen, was sie wollen, es kann immer falsch sein. Dieser Verantwortung stellt sich aber die Dame Merkel mit ihrem Stab nicht mehr. Diese Verantwortung hat sie abgegeben. Tssss.

So, und jetzt schalten wir diesen revoluzzerischen Teil des Gehirns wieder ab und wenden uns angenehmeren Dingen oder zumindest dem Alltag zu.
Auf dem Parkplatz auf einem Bordstein saß diese kleine Fee. Ich vermute, dass sie Lynn gehört und diese sie wiederfand, als sie mit ihrer Mutti heim kam. Ich hoffe das zumindest, denn am Freitag Morgen war sie nicht mehr da.

Freitag, 15. Mai
Ich erwachte mit Kopfschmerzen. Die Tablette zeigte nur mäßige Wirkung, so dass ich wenigstens den Sohn bringen konnte. Danach kochte ich Tee, mümmelte eine trockene Toastschnitte und legte mich auf die Couch, wo ich doch tatsächlich bis Mittag schlief. Was ist denn bloß los mit mir? Ich glaube, ich bin schon zu lange daheim. Ein paar Wochen ist das ja ganz nett, aber sooo lange?
Der Sohn will in den Garten,. von dort aus dann weiter. Das macht er aber mit dem Rad, da muss ich nicht ran. Ich beschließe, den Nachmittag noch zum Ruhen zu nutzen und telefonieren nur kurz mit C.
Ganz besonders gefreut habe ich mich, dass sich Katl gemeldet hat. Wir telefonierten auch. Das war schön.
Später legte ich Hühnerbrust in meiner Spezialsoße ein. Noch später garte ich sie in der Backröhre. Gegessen habe ich dann aber doch lieber trockenen Toast und dazu Tee.

Samstag, 16. Mai
Als der Sohn in der Nacht heim kam, hatte er Sorge, ich könnte mal wieder nicht schlafen. Diesmal war es anders. ich wollte, weil ich gerade ein neues Buch von Elke Bergsma angefangen und mich festgelesen hatte.
Weil der Sohn natürlich die Hühnchenbrüste kosten musste und wir darüber ins Schwatzen kamen, legte ich das Buch beiseite. Und als er dann zu Bett ging, ging ich auch.
Nun habe ich ausgeschlafen, kunterbunt geträumt, mir meinen ersten Earl Greyaufgegossen.
Jetzt schaue ich mal, ob die Plauderrunde bei Andrea schon eröffnet wurde.
Ich freue mich auf euch.

Bleibt schön gesund.
Eure Mira

12 von 12 im Mai

12_von_12
Ein Dienstag daheim, wie geschaffen für die 12 von 12 von Caro.
Den ganzen gestrigen Tag und die halbe Nacht hat es geregnet. Aber kurz nach 6 Uhr an diesem Dienstag Morgen lunst die Sonne um die Hausecke.
Das Auto empfängt uns mit einer dicken Eisschicht und festgefrorenen Tropfen auf allen Scheiben.Das hätte sicher ein paar schöne Fotos gegeben, doch wir hatten es eilig. Also kratzte der Sohn die Frontscheibe und die vorderen Seitenscheiben frei und wir machten uns auf den Weg.
Auch kurz nach 7 Uhr lag noch überall Reif auf den Gräsern.
Trotz der Kälte sorgte der blaue Himmel für eine Art Urlaubsfeeling.
Einen ganzen Einkaufswagen voll Leergut brachte ich zum N-Markt……und kaufte dafür Radieschen, gekörnten Frischkäse und ein sehr dunkles Körnerbrot.
Zum Glück war ich noch ncht weit gekommen, als der Sohn anrief und doch noch Gerätschaften brauchte, die ich seit letzter Woche wegen seiner diversen Termine im Auto spazieren fahre. Also fix noch mal hin zu den bereiften Gräsern.
Wieder daheim frühstückte ich erst mal in aller Ruhe. Dann meldete sich auch schon das Telefon. Ein paar Kleinigkeiten waren wegen des Projekts noch zu besprechen. Es sind inzwischen immer nur noch Kleinigkeiten, die uns noch einfallen.
Gegen Mittag telefoniere ich mit dem Sohn, um die Feinplanung für den Nachmittag zu besprechen, damit ich alle Termine mit dem geringst möglichen Zeitaufwand verbinden kann, möglichst mit wenig Fahrerei. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert. Im Ernst, wenn viele, scheinbar unvereinbare Termine aufeinander fallen, dann liebe ich das tatsächlich, alles so zu koordinieren, dass für alle das beste dabei heraus kommt. Ganz besonders, wenn dann noch Unvorhergesehenes einzubauen ist.
Der ursprüngliche Plan hieß:
14 Uhr Mutti abholen,
dann Sohn abholen,
dann Sohn zum Termin
inzwischen mit Mutti zur Bücherei
danach Sohn wieder abholen
zuletzt alle nach Hause.
Bei unserem mittäglichen Telefonat eröffnete mir der Sohn, dass er noch ein Gerät benötigte, welches ich bei einem Bekannten abholen und ihm mirbringen könnte. Als die kleine Frau ins Auto stieg, konnte sie kaum sprechen, weil sie nach einer noch nicht abgeschlossenen Zahnbehandlung vom Montag jetzt starke Schmerzen hatte.
Also:
14 Uhr Mutti abholen erledigt.
Nun das Gerät abholen, was kontaktfrei funktionierte, weil das Gerät schon am Zaun lehnte, als wir da ankamen. Die kleine Frau litt sichtlich, weshalb ich sie gern zum Zahnarzt gebracht hätte, aber sie wollte nicht. Also nun Sohn abholen. Auf dem Weg dorthin, stellte sie fest, dass wir ja beim Zahnarzt direkt vorbei kamen und wollte nun gern auf dem Rückweg doch dorthin. Wie gut, dass sowohl der Sohn, als auch ich {woher er das wohl hat?} immer mit riesigen Taschen unterwegs sind und den halben Hausstand mit uns herum schleppen, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. So konnte die kleine Frau beim Sohn auf Arbeit schnell noch Zähne putzen und Mund spülen, bevor wir sie beim Zahnarzt absetzen. Dann brachte ich schnell den Sohn zu seinem Termin und als ich von da zurückkehrte kam mir die Mutti mit leuchtenden Augen entgegen. Ich bin sofort dran gekommen. Mir geht’s wieder gut.
Nun konnten wir endich zur Bücherei gehen, die in diesem schönen alten Haus untergebracht ist.Wie alt es ist, kann man an diesen Fragmenten des alten Türbogens ablesen, die bei der Restaurierung wieder eingesetzt wurden.
Normalerweise ist der Gang zur Bücherei für uns immer ein kleines Erlebnis. Es macht einfach Spaß zwischen den Regal zu stöbern und immer wieder Bücher zu entdecken, die dort zwar schon länger stehen, die man aber selbst noch nie gefunden hatte. Mir als altemn Bücherwurm {ich habe vor Urzeiten mal Buchbinder gelernt} ist es schon ein Genuss, über die Seiten zu streichen. Und der Geruch der Räume nach Holz und Papier, herrlich.
Diesmal war leider alles anders. Man wurde aufgefordert, pro Haushalt nur zu zweit einzutreten, gut, das hatten wir ja. Und sich nicht länger als unbedingt nötig aufzuhalten, also rein, gelesene Bücher auf den Tresen werfen, neue aus dem Regal zerren und wieder raus. Und das alles mit bedecktem Mund samt Nase. Ich wollte nur abgeben und keine neuen Bücher ausleihen. Heute nicht. Nö. So deutete ich der Mutti an, dass ich draußen warte, setzte mich in der Gasse auf eine Bank und genoss den Anblick der Stadtbegrünung.
Als die Mutti aus der Bücherei kam, holten wir uns vom Eiscafé um die Ecke eine Leckerei. Die kleine Frau stand etwas hilflos mit ihrem Eis auf der Straße. Und wo essen wir das nun? Ich lotste sie wieder zu der Bank, wo ich schon auf sie gewartet hatte. Normalerweise sind dort auf einem Fuß drei Sitze montiert. In diesen unnormalen Zeiten hat man den mittleren Sitz abmontiert, damit sich Menschen, die sich dort ausruhen wollen, auch gewiss nicht zu nahe kommen. Immerhin bot das Gestell noch Platz für unsere Eisbecher.
Nachdem ich die Mutti heim gebracht und den Sohn wieder abgeholt hatte, brachten wir noch das ausgeliehene Gerät zurück. Am Rand der Stadt bei den Feldern zauberte der blauweiße Himmel wieder eine wundersam Stimmung. Ohne die beiden Oberleitungen hätte das Bild etwas unwirkliches, oder?
Ebenso zauberhaft war das grün-goldene Abendlicht auf meinem Balkon.
Ich kramte meine Strickschrift heraus, die ich nach einem Tipp von Romy zum Code-Stricken angefertigt hatte. ich werde sie noch einmal umtüfteln müssen, da sie so, wie ich sie hier aufgeschrieben habe, nicht funktionieren kann. Aber das Bündchen der neuen Sommersocke kann ich ja schon mal stricken.

12 von im Mai 2017

Samstagsplausch {09.05.2020}

Woche 08 #zuhausebleiben

Samstag, 02. Mai
Gleich früh am Morgen wollte der Sohn nach P., um einen kleinen Auftrag abzuarbeiten. Das passte mir gut. Ich dachte, auf dem Rückweg im N-Markt noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Also stand ich gegen 7.00 Uhr auf, weckte eine halbe Stunde später den Sohn. Oooch nööö, ne Stunde noch!
9.00 Uhr hatte ich die Warterei satt und machte mich allein auf den Weg zum N-Markt. Wieder daheim kümmerte ich mich um die Wäsche und um das Essen.
Am Nachmittag entschloss sich der Sohn, doch noch nach P. zu wollen. Also brachte ich ihn hin, samt unzähligen Gartengeräten. Zwei Stunden später holte ich ihn wieder ab, samt zwei riesigen Säcken voll Grünschnitt und natürlich den Gartengeräten. Er schlug vor, auf dem Rückweg beim Dönermann zu halten und ein großes leckeres Abendessen zu beschaffen. Ich schlug vor, im Garten zu essen. Ich musste einfach noch ein wenig draußen sein.
Wir hatten gerade aufgetafelt, als es zum soundsovielten Mal an diesem Tag zu regnen begann. Mir war das egal. Ich war draußen, es ging mir gut.

Sonntag, 03. Mai
Ich habe diesen Tag aus dem Gedächtnis verloren. Wahrscheinlich habe ich ihn überwiegend lesend zugebracht. Nein, Unsinn, ich habe mich mit der Nähmaschine beschäftigt und für die Mutti und später noch für den Sohn Mund-Nasen-Abdeckungen {Was für eine bescheurte Wortschöpfung} genäht. Ja, genau. So war das. Am frühen Abend fuhr ich zur Mutti, um ihr ihr Teil zu bringen. Es war etwas groß geraten. Also, eigentlich nicht, aber die kleine Frau hat so ein kleines Gesichtchen. Sie verschwindet fast in der Maske. Bei der nächsten lasse ich die Nahtzugabe weg.

Montag, 04. Mai
6.15 Uhr
Ich schrecke aus dem Schlaf, als der Sohn draußen herum kruschtelt. Weil er angesagt hatte, 6.30 Uhr aufstehen zu wollen, denke ich, ich hätte verschlafen, bis er mich beruhigt: Du hast noch Zeit, Mutsch. Eine Stunde, bis die Waschmaschine fertig ist und dann noch eine, bis die Wäsche trocken ist.
Schön wär’s. Als die Waschmaschine fertig ist, schlummert der Sohn süß und seelig. Also hänge ich die Wäsche auf und sorge dafür, dass ein paar Teile besonders schnell trocknen.
9.00 Uhr
Ich betätige mich als Weckdienst und handle mir Knurren und Murren und Anschreien ein. Nutzt aber nichts, er will zum Kollegen gebracht werden und ich muss 10 Uhr zurück sein, weil 10.15 Uhr mein Webinar beginnt. Da ich nicht nur teilnehme, sondern es selbst halte, muss ich auch pünktlich sein.
Vorher kutschen wir noch zum Wertstoffhof, weil ich den Grünschnitt endlich aus dem Auto haben will. Zu dumm, dass man dort erst 10 Uhr öffnet. So fahren wir unverrichteter Dinge weiter.
Ich gerate sehr unter Zeitdruck, schaffe es aber trotzdem, mich drei Minuten nach 10 ins Webinar einzuklinken. Der Kollege hat es schon eröffnet, meinte aber, die Teilnehmerin käme tatsächlich erst Viertel. Tat sie auch und stellte uns eine sehr schöne Präsention vor. Wir hatten nur ein paar kleine Anmerkungen, ansonsten war es eine sehr gute Arbeit.
Da wir ein gutes Stück überzogen hatten, blieben mir ganze 8 Minuten bis zum nächsten Meeting. Gerade genug für den Gang zur Toilette und um einen Kaffee zu holen. Diesmal überzogen wir fast eine halbe Stunde, so dass sich die knappe Pausengestaltung vor dem nächsten Meeting wiederholte. Diemal konnten wir nicht überziehen, weil der Kollege gleich im Anschluss noch ein weiteres Meeting hatte. Im Gegensatz zu mir bekommt er seine Arbeit bezahlt.
Ich klinkte mich aus und widmete mich dem Flyer für unser neues Projekt, das mir hoffentlich bald wieder ein ordentliches Einkommen verschafft.
Plötzlich stand der Sohn an der Zimmertür. Es war schon 16.00 Uhr
Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken fuhr ich zur kleinen Frau, um ihr eine kleinere Mund-Nase-Abdeckung zu bringen. Danach zog ich mich lesenderweise auf die Couch zurück. Der Tag war voll genug.

Dienstag, 05. Mai
Was ich an diesem Tag gemacht habe, steht alles hier.

Mittwoch, 06. Mai
5.25 Uhr
Diesmal habe ich mir den Wecker gestellt, bin aber eine reichliche halbe Stunde vorher wach. Auch gut. Der Sohn taucht pünktlich auf. Wir wollen heute früher los, als am Tag zuvor, weil für viele Kinder die Schule wieder beginnt und ich mit deutlich mehr Verkehr rechne. Nee, die Kinder fahren nicht mit dem Auto, aber die meisten werden gebracht. Ich empfinde das als Unsitte, andererseits bringe ich den Sohn ja auch zur Arbeit. *kopfkratz*
7.20 Uhr
Frühstück daheim. Nur was kleines. Dann ein wenig Herumgemuddel im Haushalt und dann ein Telefonat mit Mutti.
Am vergangenen Wochenende versprach die Wettervorhersage für Mittwoch einen Tag voller Sonne bei 20°C und ich hatte dummerweise der Mutti einen Gartentag in Aussicht gestellt. Nun herrschten am Morgen aber nur 6°C und die Vorhersage legte sich auf 13 °C Höchsttemperatur fest. Als ich ihr sagte, dass es mit dem Garten wohl nichts wird, erntete ich wieder einmal Unmut und Belehrungen und, ach, was weiß ich. Irgendwie kann ich derzeit sagen und machen, was ich will, ihr passt es nie selten. Immerhin schlug ich ihr vor, sie mit auf den Wochenmarkt zu nehmen, der am Morgen aufgebaut wurde.
11.30 Uhr
Auf zu Mutti und mit ihr zum Wochenmarkt und zur Drogerie. Es war anstrengend für mich, weil die kleine Frau so langsam läuft. Wenn ich mich über längere Zeit ihrem Tempo anpassen muss, bekomme ich Rückenschmerzen. Nutz ja aber nix. Sie kann sich meinem Tempo erst recht nicht anpassen, also funktioniert es nur so herum.
13.20 Uhr
Ich liefere die Mutti daheim ab, und sie fordert, mitgenommen zu werden, wenn ich den Sohn abhole. Hach.
14.30 Uhr
Ich starte zur Mutti, dann weiter zum Sohn. Nun hat sie wenigstens mal gesehen, wo er arbeitet und kann sich ein Bild machen. Wie nahe das Bild an der Realität liegt, steht nicht zur Diskussion, denn wenn Mutti sich etwas zurecht legt, dann IST DAS SO. *kicher*
16.30 Uhr
Alle sind wieder daheim. Ich verziehe mich auf die Couch. Mir reicht es erst mal. Ich brauche jetzt einen schönen Tee und ein Buch. Dann ist alles fein… bis auf, dass ich beim lesen einnicke.
20.30 Uhr
P. ruft an. Das freut mich sehr. Wir telefonieren geschlagene zwei Stunden und haben noch immer nicht genug. Allerdings ist dann ihr Akku leer. Nunja.

Donnerstag, 07. Mai
Am Morgen…
…wie immer, Sohn zur Arbeit.
Tagsüber…
…ein paar Mails mit den Ex-Kollegen. Inzwischen ist wohl jedem klar, dass ich diejenige bin, die der Chef nicht zurück holen wird, wenn die Bildungsträger wieder Teilnehmer empfangen dürfen. Weil er momentan viel zu wenige Teilnehmer hat. Die paar Hanseln müssen von den festangestellten Kollegen mitbetreut werden. Dass darunter die Qualität der Weiterbildung massiv leidet, ist dem Chef erst mal egal. Hauptsache, er kann sparen.
Am Nachmittag…
…hole ich den Sohn ab, der noch ein paar Wege abzufahren hat. Inzwischen hat sich die Sonne doch wieder durchgesetzt, so dass es mir ganz angenehm ist, mit ihm herum zu fahren.
Am Ende…
…meint er: Lass uns Kaffee trinken gehen. Ich steuere den Garten an. Kaum dass der Kaffee auf dem Tisch steht, taucht Chrissi mit Radler auf.
Wir sitzen {mit gebührendem Abstand} im Freien, quatschen, trinken später noch ein zweites Radler.
Noch später zaubert der Sohn aus Resten ein Abendessen. Ach wie schön. Ich liebe es, im Freien zu essen.
Das hatte ich schon gesagt, stimmt’s?

Freitag, 08. Mai
Die Eckpunkte sind auch an diesem Tag das Bringen und Holen des Sohnes zur und von der Arbeit. Und zu einem Termin, der so kurz ist, dass es sich nicht lohnt, wegzufahren. In der Zwischenzeit führe ich eine kleine telefonische Anleitung zum Thema Steuererklärung selbst erstellen durch.
Am frühen Abend schlafe ich mal wieder auf der Couch ein. Menno!!! Aber ich habe himmlisch geträumt. Hach ja.
Es ist noch hell, als ich wieder aufwache. Und der Abend kann beginnen. Ich telefoniere mit C. Es geht mal wieder um unser Projekt. Also, von mir aus dürfte es langsam losgehen. C. rechnet damit, dass wir im Juli mit der Umsetzung beginnen können. August würde mir auch noch reichen. Bis dahin halte ich mich über Wasser, aber länger sollte es möglichst nicht dauern.

Und sonst so?
Ihr seht, ich habe voll zu tun und die großen Dinge, die ich mir für die zu-Hause-Zeit vorgenomen hatte {Aufräumen, Strickprojekt, Nähprojekt} bleiben liegen, weil meine Tageszeit zerhackt wird in viele kleine Stücken. Mal da ne Stunde, mal dort anderthalb. Aber nie 5 Stunden am Stück, in denen man mal was schaffen könnte. Ich muss mal schauen, ob ich mir das in der kommenden Woche besser organisieren kann.
Positive Nebenwirkung: Ich schaffe locker meine 10.000 Schritte einfach so im Alltag. Das ist ja auch was.

Heute ist Gartentag angesagt. Natürlich mit Mutti und dem damit verbundenen Hin-und-her-Gefahre. Vermutlich komme ich erst am Abend dazu, mich bei Andrea in der Plauderecke umzusehen. Ich freue mich auf euch.

Bleibt schön gesund.
Eure Mira