Der 11. Montag

Mein erster Urlaubstag!
Der Wecker steht auf 5:15 Uhr, weil ich heute einen Zug später fahren kann als sonst. Ich muss nochmal zur Firma, denn 8 Uhr kommt der Entrümler. Viel muss ich nicht mehr tun, aber ich muss da sein. Ihm zumindest den Schlüssel übergeben und fragen, ob er morgen meine Mülltonnen raus stellt. Sonst muss ich morgen nochmal hin. Das wäre ärgerlich, denn es sind jedes Mal 45 km eine Strecke.
Schnell, bevor ich zum Zug muss, starte ich mit Anitas Lückentext in diese neue Woche.

❶ Ein kleines bisschen mehr Einsatz hätte ich mir von den Mitarbeitern in der letzten Woche erhofft. Tja..

❷ Auch heute gibt es noch eine Fahrt zur ehemaligen Arbeitsstelle. Es nimmt kein Ende.

Gestern leuchteten mir Osterglocken entgegen mit ihren gelben Blüten.

❹ Schade, dass ich mich trotz Urlaub nicht entspannen kann.

❺ Ich habe noch heute und vielleicht morgen in Torgau zu tun und am Mittwoch noch in der Leipziger Niederlassung.

❻ Wie praktisch, dass ich so pflichtbewusst bin. Also praktisch für meinen Ex-Chef und die Ex-Kollegen.

❼ Im Kalender steht diese Woche Termin mit Entrümpler, Termin für Mülltonnenabholung, ich habe außerdem ein Treffen in der Verwaltung geplant und dann freue ich mich darauf, vielleicht schon am Mittwoch Abend zu RoHen zu fahren.

So, ihr Lieben, und jetzt geht’s zum Zug.
Habt eine schöne Woche.

Sonntagsnotizen – 08. März 2026

 
5 Uhr morgens
Es ist der erste Sonntag meines neuen Lebens. Ich habe zwar bis Mittwoch noch verschiedene kleine Dinge zu erledigen, aber offiziell habe ich schon Urlaub. Und was mache ich? Wache 4:50 Uhr fast pünktlich wie bisher auf. Tapse ins Bad, später in die Küche.
Ist der Kaffee alle?
Der Sohn: Ach ja, stimmt ja. Wir schauen uns an und sagen gleichzeitig: In der Küchenkiste im Auto.
Ich werfe mir eine Jacke über, schlüpfe in meine Latschen und gehe los. Dann bin ich endgültig wach.
Es hat etwas Feierliches, an diesem Sonntag kurz nach fünf draußen zu sein und nichts anderes zu tun zu haben, als den Kaffee hereinzuholen. Langsam, ganz langsam kommt das Gefühl ich muss nicht mehr bei mir an.

Sonntags Top 7
1_Gelesen
Es gibt einen neuen Krimi von Krike Rehberg. Austerngrab {Affiliate-Link}. Ganz ausgelesen habe ich ihn noch nicht, weil in dieser Woche so viel anderes geschehen ist, dass zum lesen kaum Gelegenheit blieb. Ich mag die Ermittlerin Bente Brodersen, ich mag die Beschreibungen der Insel Sylt, der Nordsee. Nicht nur die Kriminalfälle spielen eine Rolle, sondern das gesamte Drumherum. Das Lokalkolorit, die Figuren.
2_Gehört/Gesehen
Gehört habe ich im Auto meine Playlist auf und ab. Titel von Wenzel, Gundermann, Element of Crime, KEIMZEIT, Il Civetto und Erik Manouz, den ich bisher nicht kannte.
3_Erlebnis
Die Räumaktionen in der Firma zu beenden, war das wichtigste Erlebnis in dieser Woche. Das Beeindruckendste war, die drei Wesen, die Tischen und Stühle abholen wollten, am Samstag bei der Arbeit zu erleben. Es gibt eben doch Leute, die zupacken können und wollen. Den Glauben daran hatte ich schon fast verloren, nachdem ich erleben musste, wie fauluneffektiv meine Teilnehmer waren.
4_Genuss
RoHen hat für uns gekocht. Das ist schon deshalb ein Genuss, weil ich geschafft von der Arbeit komme und das Essen schon fertig ist. Das tut so gut.
5_Drinnen/Draußen
Von dem wunderbaren Frühlingswetter habe ich die Woche über nichts mitbekommen, weil ich ständig in der Firma war. Zum Ausgleich saß ich dann am Sonntag mit RoHen auf dem Balkon. Das tat ebenfalls unglaublich gut. Ab morgen kann ich dann mehr draußen sein.
6_Web-Fundstück/e
Wie immer, nichts.
7_Hobbys
Die Hobbies kamen eindeutig zu kurz, diese Woche. Erst heute schaffte ich es, das oben erwähnte Buch auszulesen und ein paar Runden zu stricken.

Sonst so?
Die Rosen habe ich von RoHen zum Frauentag bekommen.
Am Nachmittag musste sich RoHen wieder auf dem Heimweg machen. Danach fühlte ich mich nicht mehr gut. Nein, ich trauere nicht dem Job nach und der Stadt Torgau auch nicht. Aber dass ich nicht mehr arbeite, nie mehr. Und keine Aufgabe mehr habe, das bin ich nicht gewohnt. Das fühlt sich noch komisch an.
Der Sohn meinte, er könnte genau nachfühlen, wie es mir geht. Nicht mehr gebraucht zu werden, ist schon seltsam.
Ich werde mich daran gewöhnen und ich werde mir bestimmt irgend eine Aufgabe suchen. Ich kenne mich doch. Zuerst ist meine Aufgabe, mal meinen Urlaub genießen. Das muss mir gelingen.

Samstagsplausch – {07. März 2026}

KI-Bild
Was für eine Woche!
Am Montag begann offiziell meine letzte Arbeitswoche. Es war noch so viel zu tun, dass es gut für 2 Wochen gereicht hätte. Zunächst waren noch Termine zu koordinieren, die noch immer nicht genau feststanden. Andere Termine standen fest, setzten mich aber unter Druck.
Kleines Beispiel: Ich konnte die Abrechnungsunterlagen erst am Freitag erstellen, weil ich nicht wissen konnte, ob der eine oder andere im Laufe der Woche nochmal ausfällt. Dazu müsste ich Verschiedenes ausdrucken, unterschreiben und wieder scannen. Nun wurde aber im Laufe der Woche schon der Drucker abgebaut und abgeholt, der mit meinem Rechner verbunden war. Also nix mehr mit fix was ausdrucken. Im Lagerraum gab es eine Ausweichmöglichkeit, war aber sehr umständlich. UND der Drucker funktionierte zwar, aber die Scanfunktion war nicht installiert.
Dazu kam, dass eine einzige Mitarbeiterin kontinuierlich am Räumen, Aussortieren und Verteilen war. Alle anderen bekamen es fertig, im größten Chaos zu hocken und sich gemütlich die Zeit zu vertreiben, statt dem Chaos zu Leibe zu rücken. Den Männern musste ich jeden Handgriff ansagen und selbst dann bekamen sie es nicht auf die Reihe.
Am Dienstag feierten wir unsere kleine Abschiedsparty mit Würstchen, Nudel- und Kartoffelsalat. Ein Teilnehmer hatte sogar noch Kuchen gebacken. Der Büroarbeit konnte ich mich erst am Nachmittag widmen, als die Leute im Feierabend waren. Wir hatten für diese Woche nur einschichtigen Betrieb beschlossen.
Am Mittwoch wurde der Drucker abgeholt, wodurch die Büroarbeit umständlicher wurde. Ich arbeitete bis 18:00 Uhr, statt 15:30 heim zu fahren.
Der Donnerstag war der Chaostag schechthin. Zwischendurch kam der Chef. Er brachte mir eine feine Orchide mit und sagte, er sei mir sehr dankbar, dass ich die ganzen Jahre immer in jede Lücke gesprungen sei, die aufriss und dass ich jede Herausforderung gemeistert hätte. {Naja, kann ich mir auch nix für kaufen.} Das hat er noch nie gemacht, wenn ich ein Projekt abgeschlossen hatte. Die Botschaft war eindeutig. Aber nun, das wusste ich längst.
Feierabend gab es erst 18:30. Für zu Hause hatte ich Fingerfood mitgebracht, dass ich in der Fritzi backte. Später musste ich noch einige Dokumente scannen, weil es auf Arbeit nicht mehr möglich war.
Am Freitag kam der Sohn mit zur Arbeit. Die Mädels behaupteten, sie hätten die Küche leer geräumt. Tatsächlich stand noch so viel herum, dass der Sohn die endgültige Räumung übernahm, als die Leute weg waren. Der Techniker kam, um das restliches System abzubauen. Danach blieben mir dann auch nur noch Räumarbeiten im Büro. Der Sohn nahm sich die Wwerkstatt vor, die noch aussah, wie das Innere eines Müllcontainers.
Feierabend war 19:30 Uhr. Als wir eine Stunde später daheim ankamen, durftete es gut nach Essen. RoHen hatte für uns gekocht. Das tat so gut.

Heute
Der Wecker stand auf 6:30 Uhr, wach war ich schon zwei Stunden früher. Ich begann mit diesem Plauscheintrag, musste dann aber noch Kleinigkeiten erledigen und dann war es Zeit aufzubrechen. Der Sohn fuhr mit dem Rad zum Garten, ich nach Scheibenkratzen mit dem Auto. MonChi hatte inzwischen das Tor geöffnet {gestern Abend hatten wir ihn nicht mehr erreicht.} So konnte ich mit dem Auto bis zum Garten fahren, wo der Sohn die Entladung übernahm. Während er die Sachen verräumte, fuhr ich zurück und holte RoHen ab. Gemeinsam sammelten wir den Sohn wieder am Garten ein. Auf nach Torgau. Die Leute, die die Tische abholten, bereinigten auch den Rest in der Werkstatt. Ich hätte gern die Männer meiner Maßnahme da gehabt, nur damit sie mal sehen, wie man arbeiten könnte und wie ich das von ihnen erwartet hatte, wobei sie 2 Wochen Zeit hatten für das, was diese drei Mann {zwei Männer, eine Frau} in drei Stunden geschafft hatten. Na gut, das ist vorbei. Ich rege mich nicht mehr auf. Aber es ist schon so, wie der Techniker gestern meinte: Kein Wunder, dass diese Leute keine Arbeit finden! Der Sohn und RoHen arbeiteten derweil noch im Keller. Dann zogen wir ab, die anderen hatten noch zu tun.
Wir verteilten Zeug in der Garage und im Garten, wo wir den Sohn zurück ließen. Dann besuchten wir noch den Kaufmannsladen. Ich hatte Kopfschmerzen und zog mich nach einem schnellen Mittagessen {Rest von gestern} erst einmal zurück.
Jetzt schaue ich bei Andrea vorbei und verlinke meinen Eintrag dort.
Und dann ist endlich Wochende. Genießt es, ihr Lieben.
 
Gebloggt in dieser Woche
Montag: Der 10. Montag
Check Out – Februar – Check In – März 2026
Dienstag: Drabble am Dienstag {03.03.2026}
Mittwoch: Schreibschnuppe Nr. 10/2026
Notizen im März – 04. März 2026
Donnerstag: WmdedgT im März 2026

WmdedgT im März 2026

Donnerstag, 05. März 2026
Auch heute gibt es wieder WmdedgT.
01:25 Uhr
Ich war nur kurz im Bad, konnte danach aber nicht wieder einschlafen. Also beginne ich diesen Tag, von dem ich fürchte, dass er genauso wirbelig wird wie gestern. Zum Glück haben sich wenigstens die Rückenschmerzen wieder gelegt, die mir gestern das Arbeiten zusätzlich erschwerten.

 
Etwas Stress
Weil sich für heute der Chef angekündigt hatte, brauche ich etwas länger zum Frisieren. Nicht, dass es besonders gut gelänge. Mit meinen Haaren ist nicht wirklich viel anzufangen.
Am Parkplatz fällt mir wieder ein, dass für die Nacht -1° angesagt war. Tatsächlich waren es -3. Also kratze ich etwas Eis von der Scheibe. Der Rest kann schmelzen, während ich eine kleine Runde drehe und statt auf dem Weg zur Arbeit wieder vor der Haustür lande. Ich habe nämlich gesehen, dass ich die kleine Tasche mit dem Krimskrams, den ich scannen wollte, doch auf der Rückbank vergessen hatte, nicht im Büro. Also, nochmal in die Wohnung flitzen, Rechner wieder hochfahren, Drucker einschalten, Krimskrams scannen, Dateien an mich selbst senden. Und wieder los. Zumindest sind die Scheiben abgetaut und es ist beinahe hell.
Im Muldetal liegt dicker Nebel. Es hat etwas Mystisches, wie die Autos vor mir eines nach dem anderen in einer hellgrauen Wand verschwinden, während der Himmel über uns zartrosa leuchtet.
Ich nehme mir keine Zeit für Milchkaffee, sondern schwinge mich sofort an den Rechner, um die gesendeten Dateien zu empfangen und an das andere System weiterzuleiten. {Notiz an mich: Verzeichnis Bestellungen kontrollieren}
Der Kollege, der, wie jeden Tag, 12 km mit dem Fahrrad herangeradelt ist, hilft mir, 4 große Beutel mit Ordnern ins Auto zu verfrachten. Was man so alles zu beräumen hat. Dann doch Kaffee mit den Leuten. Einzelne Instruktionen und die Ansage: Ich muss noch was fertigstellen, bevor der Chef kommt. Da drückt mir der Kollege mehrere Zettel in die Hand: Olga und mein. Kannst du abmelden? Es geht um die Deutschlandtickets, die die beiden ab April nicht mehr brauchen, weil das Projekt endet. Schnell an den Rechner, zwei Kündigungen schreiben, drucken, unterschreiben lassen, Kopien für deren Unterlagen. Für ihn verpacke ich alles in einen Umschlag, den Olga an sich nimmt, um sich um den Rest zu kümmern.
Dann endlich Büro. Der Kram für den Chef ist schnell gerichtet. Die Kasse gezählt. Da bekomme ich noch etwas Geld. Die Beurteilungen schaffe ich nicht mehr, weil plötzlich ein Fremder im Raum steht. Die Aktentonne. Ach ja, da war doch noch etwas. Wenigstens ein Termin, der wie zugesagt funktioniert. Dann ist es zehn Uhr.

Angenehm überrascht
Ein Kollege ist gerade dabei, die unzähligen Schlüssel zu testen. Alle werden wir nicht zuordnen können. Dann steht der Chef im Raum.
Ich bitte den Kollegen hinaus und schließe die Bürotür. Und dann packt der Chef einen Blumentopf aus und bedankt sich bei mir, dafür, dass ich immer in all den Jahren in jede Lücke gesprungen bin, die aufriss und dass ich jede Herausforderung gemeistert habe, egal, wohin er mich geschickt hat.
Hat er es also doch bemerkt.
Ich berichtete noch von den letzten Plänen zur Räumung und übergab ihm die Unterlagen, die er mit in die Zentrale nehmen sollte. Einiges soll ich mit der Post schicken.
Ich sortiere die Häufchen auf meinem Schreibtisch neu. Der Chef geht. Es ist elf Uhr.

Büroarbeit zieht sich hin
Die Arbeitstische im Gemeinschaftsraum sind leer, bis auf meinen. Das mache ich nachher. Erst berichte ich den Leuten, was der Chef gesagt hat, denn das interessiert sie brennend. Eine Kollegin bemerkt trocken: Die Orchidee ist sehr schön. Eine Festanstellung für ein Jahr wäre noch schöner gewesen. Nunja.
Ich schicke die Leute in den Feierabend und rufe Kollegin Wirbelwind zurück, die am Vormittag versucht hatte, mich zu erreichen. Wir kommen vom Hundersten ins Tausendste, bis sie erschrocken feststellt, dass wir schon fast eine Stunde telefonieren. Oh weh, ich habe doch noch die Beurteilungen zu schreiben. Siedend heiß fällt mir die Restmülltonne wieder ein. Da muss ich auch noch eine Mail verfassen. Gut, dann eben erstmal das. Ich bekomme eine automatische Antwort, die mir erklärt, man habe viel zu tun und werde sich demnächst um mein Anliegen kümmern. Das nutzt mir nullkomma gar nichts, denn ich werde ab morgen weder telefonisch noch per Mail errreichbar sein. Ich habe zwar meine privaten Daten mitgeteilt und auch erklärt, dass sie mich bitte direkt kontaktieren mögen, da außer mir niemand die Tonne bereitstellen kann. Aber ob und wann sie meine Nachricht lesen und bearbeiten, weiß ich nun nicht.
Die Monatsabrechnung geht diesmal schnell. Ist ja nur eine Woche. Ich prüfe alles mehrmals. Fehler kann ich später nicht mehr korrigieren, weil ich ab morgen 10 Uhr keinen Zugriff mehr auf die Systeme haben werde. Auf keines von beiden.
Dann endlich kann ich mich den Beurteilungen widmen. Im Ausweichsystem lassen sich die vorgegebenen Formulare nicht bearbeiten, also arbeite ich wieder mit dem Hauptrechner und sende die Dateien weiter, damit ich sie drucken kann. Das dauert… Wieso brauche ich so lange für 14 Beurteilungen? Mache ich mir zu viel Arbeit?
Ich sortiere nochmals die Häufchen auf meinem Schreibtisch. Packe alles ein, was zu scannen ist {wegen: geht nur zu Hause} und rufe den Sohn an, den ich frage, ob er sich etwas Bestimmtes zu Essen wünscht. Was einfaches sagt er.
18:30 Uhr mache ich mich auf den Heimweg.

Feierabend
Unterwegs halte ich beim N-Markt. Der ist wie leergefegt. Ein paar einzelne Brötchen, ein paar einsame Joghurts. Im Tiefkühlabteil ist ein ganzes Regal komplett leer.
Es ist stockdunkel als ich aus dem Markt komme. Über mir und der Landstraße glitzert der Orion.
Ich parke vor dem Haus auf dem Nichtparkplatz. Dort steht jede Nacht jemand. Heute bin ich das.
Es gibt Fingerfood aus der Fritzi. Der Sohn freut sich.
Kurz nach neun ist die Schwester mit ihrem Auftritt im Theater fertig und unterwegs zum Bus. Ich frage, wann sie daheim sein wird, aber sie weiß noch nicht, wann ein Zug fährt. Na, da kann ich weiterhelfen. Ich suche ihr die Verbindung heraus. Sie ruft an und wir schwatzen, bis sie im Zug sitzt.
Dann schlafe ich ein.
Kurz vor Mitternacht wache ich wieder auf und schreibe diesen Eintrag.
Puh, der 5. März 2026 ist geschafft.

In früheren Jahren
März 2025
März 2024
März 2023
März 2021
März 2019
März 2018

Notizen im März – 04. März 2026

Ein verrückter Tag

 
Chaos am Morgen
Kaum war ich 7 Uhr zur Tür herein, tauchte die erste Teilnehmerin auf. Menno. Die Arbeitszeit der Mitstreiter beginnt 8 Uhr. Die erste Stunde, in der ich noch allein bin, nutze ich normalerweise für Büroarbeiten oder Vorbereitungen. In den Zeiten der Beräumung plane ich vor, was am jeweiligen Tag unbedingt erledigt werden muss, was ich den Leuten dringend mitteilen muss, weil es täglich noch Veränderungen gibt. Seit heute muss ich auch meinen Bürokram umplanen, weil ich seit gestern im System keinen Drucker mehr habe und demzufolge mit Scannen und Drucken auf ein anderes System ausweichen muss. Dateien dorthin zu übertragen, ist leider auch umständlich. Ich hätte also meine erste Arbeitsstunde gern darauf verwendet, mich auf die Tagesaufgaben zu konzentrieren. Tja nun, jetzt war also die erste Teilnehmerin schon da und, wie sonst üblich, ging ich natürlich auf ihren Bericht vom gestrigen Abend ein. Zwischendurch setzte ich Kaffeewasser auf, das später von anderen als Teewasser genutzt wurde. Heißes Wasser ist heißes Wasser.
Inzwischen steht die Putzfee im Raum, die mir ebenfalls gewisse Ereignisse berichtet. Ich darf sie nicht weglassen, ohne ihr ein Schreiben für ihren Chef mitzugeben. Als ich das schnell tippen möchte, entdecke ich zuerst eine Nachricht meines Chefs von gestern Nachmittag. Ich antworte ihm schnell und widme mich wieder meinem Schreiben, als die Putzfee mir auch schon ihren Tätigkeitsnachweis zur Unterschrift hinlegt. Ich bitte sie, noch einen Moment zu bleiben, woraufhin sie fragt, ob sie ihr Brötchen bei mir essen darf. Darf sie! Und damit sie geduldig auf das Schreiben wartet, mache ich ihr fix noch einen Kaffee. Schon klingelt die interne Leitung. Denkst du bitte an dieses? Und an das auch noch? Und wann kommst du am Montag?
Ähm, wenn der Chef morgen Vormittag herkommt, kann ich ihm doch alles mitgeben und muss nicht extra am Montag in die Zentrale gefahren kommen. Okay
Mitten im Gespräch steht ein Teilnehmer im Büro und drückt mir eine Krankmeldung in die Hand. Die Kommunikation ist nicht ganz einfach, weil er nicht gut deutsch spricht und mein Russisch seit 30 Jahren eingerostet ist. In der Werkstatt kreischt eine Säge und löst den letzten Rest meiner Konzentration auf. Dann habe ich endlich das Schreiben für die Putzfirma fertig, die Fee hat ihr Frühstück verzehrt. Zum Gespräch mit der Zentrale habe ich mir Notizen gemacht. Es ist halb zehn.

Der ganz normale Wahnsinn
Dürfen wir denn das Regal abbauen? Ja, von mir aus, das brauchen wir die letzten drei Tage nicht mehr.
Im Vorraum liegt ein anderes Regal in seine Einzelteile zerlegt. Das wollte ich eigentlich den Leuten zukommen lassen, die am Samstag vielleicht zum Räumen kommen. Das hat der L. zerlegt, weil er es sonst nicht in sein Auto bekommt. Hallo? Wer hat denn gesagt, dass er das mitnehmen soll?
Ich rege mich nicht mehr auf. Die Leute hören grundsätzlich nur das, was sie hören wollen. Legen alles so aus, wie es ihnen gerade passt. Aber was soll ich mich ärgern? Sie sind noch zwei Tage hier. Ich bin noch 4 Tage hier oder auch 5 oder 6, aber dann ohne diese Leute. Also, wozu aufregen?
Das Schlimme ist, dass ich an einem Teil dieses Chaos selbst schuld bin. Oder nein, das vielleicht nicht, aber ich hätte es vermeiden können. Da gab es eine Handvoll Leute, die das eine oder andere aus unserem Fundus gebrauchen konnten und dies angemeldet haben. Da hieß es dann: Das hole ich am Montag. Ich sag dir Bescheid am Mittwoch. Ich komme nächste Woche. Und jedes Mal habe ich versucht, diesen Leuten gerecht zu werden, mit dem Ergebnis, dass sie mich versetzt haben und ich dann den Mitstreitern immer wieder andere Informationen geben musste. Also, dies heben wir auf bis dann für den. Das heben wir nicht mehr auf, denn die Person, die es haben wollte, hat sich nicht mehr gemeldet. So ging das ständig. Und das hätte ich vermeiden müssen, weil mir klar war, dass meine Mitstreiter mit solchem Hickhack nicht umgehen können. Eine Einzige! Alle anderen brauchen klare Ansagen, die einmal gesagt werden und dann Bestand haben. Ja, insofern bin ich an den chaotischen Abläufen selbst schuld.
35 Minuten bevor die Leute Feierabend haben, ist es mir gelungen, wichtige Dokumente an das andere System zu übertragen, wo ich sie ausdrucken könnte, wenn… ja, wenn der Drucker drucken würde. Der aber verlangt erst noch gelbe und schwarze Tinte und als er die hat, will er Magenta. Es ist eine Befragung mit 10 Fragen, die anzukreuzen sind. Das muss heute noch sein, weil ich die Fragebogen morgen dem Chef mitgeben möchte. Und wenn der Tag morgen genauso chaotisch startet, wie heute, ist der Chef wieder fort, bevor die Leutz es geschafft haben, ihre 10 Kreuze zu setzen.
Beschwert sich doch am Ende einer, dass ich diese schwere Aufgabe so kurz vor dem Feierabend noch gestellt habe. Man müsse sich das doch erstmal in Ruhe durchlesen und manche Wörter seien so schwierig, dass man sie mehrmals lesen müsse. Hm. Ich kann euch aus Datenschutzgründen den Fragebogen hier nicht zeigen. Aber glaubt mir, nicht einmal die russisch Muttersprachler hatten mit der Übersetzung Probleme, einige Einheimische hingegen schon.

Entspannung
Die Leute sind im Feierabend. Jetzt einen Milchkaffee für mich. Dann ein Anruf bei der Entrümpelungsfirma. Der Mensch hat so eine beruhigende Art an sich, das tut richtig gut. Wir verabreden uns für Montag 8 Uhr. Wie gut, dass der Chef morgen alles mitnimmt, was in die Zentrale muss und mir damit den Weg nach Leipzig erspart.
Ich räume und sortiere und schichte nochmal um. Ich entschließe mich, heute länger zu bleiben. So lange, bis ich alles gerichtet habe, was der Chef morgen mitnehmen sollte. Das gelingt nicht ganz, weil das System, auf das ich ausweiche, nicht in der Lage ist zu scannen. Das muss ich also später zu Hause machen und morgen wieder mitbringen. Es hätte ja auch mal einfach sein können.
18:00 mache ich mich auf den Heimweg.

Schreibschnuppe Nr. 10/2026

Blut! Daran gab’s keinen Zweifel! Es war bereits angetrocknet. Die Tropfen auf dem Boden hatten sich rostbraun verfärbt. In einer geraden Linie führten sie zur Haustür. Wer hatte sich hier verletzt? Und warum war derjenige zum Haus hinaus gegangen, statt zu ihr in die Küche zu kommen und sich verarzten zu lassen? War das vielleicht jemand, der besser gar nicht hier gewesen wäre? Ihr fiel der Fremde ein, der am frühen Abend hier geklopft hatte. Die Tochter des Hauses hatte ihn herein gebeten und war mit ihm in den Salon gegangen. Was war danach geschehen? Und wo war er jetzt?
Wie schön, es gibt wieder eine Schreibschnuppe bei Martina. Ganz schnell habe ich den Text geschrieben. Auch diesmal könnte er als Anfang einer neuen Geschichte dienen. Derzeit habe ich keine Muße, aber in ein paar Tagen oder Wochen könnte ich mich da mal dran setzen. Ich bin jetzt schon gespannt, was daraus entsteht.

Drabble am Dienstag {03.03.2026}

Jürgen hat schon am letzten Mittwoch ein Bild veröffentlicht, zu dem wieder ein Drabble mit 100 Wörten geschrieben werden sollte. Hier ist meine Idee:
In dem Dorf, aus dem der wilde Stefan und die blonde Mara stammen, gibt es noch ein weiteres Pärchen, das sich beim Mittsommerfest im letzten Jahr gefunden hat. Max und Lisa bewohnen ein kleines Häuschen am Dorfrand. Sie sehnen sich nach dem Frühling.
Als die ersten warmen Sonnenstrahlen den Schnee von der Wiese lecken, gehen die beiden hinaus und schneiden Weidenzweige mit kuschelig weißen Kätzchen. Auch ihr gestreiftes Kätzchen Tiger ist dabei und schnurrt um Lisas Beine. Aus den Weidenzweigen will Lisa kleine Sträuße binden und jeder Familie im Dorf einen schenken. Ein Frühlingsgruß, an dem sich alle erfreuen können.
💯

Check Out – Februar – Check In – März 2026

 
Februar Check Out
Geschrieben
Im Februar brachte ich es trotz des kurzen Monats auf 33 Blogeinträge, davon 6 oder 7 Drabbles und ein Tripple Drabble, also eines mit genau 300 Wörtern. Die Schreiberei machte wieder viel Spaß, auch wenn mir in diesem Monat manches Mal die Muße fehlte. So entstand auch nicht ein einziges Gedicht.
Gelesen
Bei Kindle-Unlimited gab es wieder reichlich Krimis, die schneller erscheinen, als ich sie lesen kann. Sechs davon habe ich geschafft und eben noch die Seiten gezählt. 1413 waren es. Nicht viel, aber es war ja auch ein kurzer Monat.
Gewerkelt
12f26, das Paar für den Februar wurde bereits am 15. fertig. Da waren noch 10 Tage Zeit bis zur Ziehung der März-Nummer. In dieser Zeit könnte man doch noch ein Paar Zwischendurchsocken schaffen. Dachte ich. Ich bin auch inzwischen am Fuß der 2. Socke angelangt, habe aber mein Monatssoll nicht erreicht.
Stattdessen haben wir in der Firma inmitten all unserer Räumerei noch etwas Neues ausprobiert. Einheitlich graue Schalen wurden mit einer Marmor-Optik versehen. Das macht riesig Spaß, nur leider habe ich momentan keine Zeit für solche Spielereien. Diesen Prototyp musste ich trotz Zeitmangels fertigen, damit ich es wenigstens einmal mitgemacht habe, bevor ich ab übernächste Woche damit auf mich allein gestellt bin.
Gereist
Reisen kamen in diesem Monat deutlich zu kurz. Ich konnte nur zweimal nach Jena fahren. Das habe ich allerdings sehr genossen, auch wenn wir nichts weiter unternommen haben. Das Wetter eignete sich noch nicht für Unternehmungen, was im nächsten Monat hoffentlich besser wird. Dann haben wir auch mehr Zeit.
Job
Tja, was soll ich hier erzählen? Viel Lärm um nichts.
Drei Angebote hatte ich.
a} Coaching in Thüringen. Auf Honorarbasis. Ein- oder zweimal die Woche. Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Das Angebot war so für mich nicht akzeptabel. Und der Chef war der Meinung, eine Festanstellung würde er mir nicht geben. Klar, ich habe ja die vielen Jahre vorher auch immer auf Honorarbasis für ihn den Buckel krumm gemacht. Die Zeiten sind aber vorbei. Mit 65 muss ich mir das nicht mehr geben. Entweder Festanstellung, oder wir lassen das.
b} Eine Schulbibliothek wäre zu übernehmen gewesen. Das hätte mir gefallen. Bei näherer Betrachtung stellte sich leider heraus, dass man sich dort schon Nachwuchs herangezogen hat und für mich gar kein Platz wäre.
c} Mein bisheriges Projekt wurde in anderen Städten zur Bewilligung eingereicht. In einer davon sollte ich ab Mai meinen bisherigen Job wiederbekommen. Am 20. Februar hieß es noch: Zu 95% geht das in Ordnung. Die letzten 5% erfahren wir am 24.02. und du erfährst es dann am 25. Seitdem habe ich nichts mehr von den Leuten gehört. Und das, obwohl mit der 100%igen Zusage auch das Versprechen verbunden war, mir in der jetzigen Firma beim Beräumen zu helfen. Nun gut: Keine Nachricht ist auch eine Nachricht.
 
März Check In
Schreiben
Auch im März möchte ich wieder viel bloggen. Ob ich allerdings so viel zu erzählen habe, wie in den letzten Monaten, weiß ich noch nicht. Den Montagsstarter werde ich auf jeden Fall schreiben, auch den Samstagsplausch. Dazu natürlich WmdedgT und 12 von 12. Außerdem werde ich Jürgens Dienstags Drabble weiterhin verfolgen und falls Martina die Schreibschnuppen-Challenge fortsetzt, auch diese, denn Drabbles schreiben macht Spaß.
Vielleicht suche ich mir auch andere, eigene Schreibimpulse, die ich in Drabbles umsetze. Vielleicht, das erscheint mir jetzt reizvoll, schreibe ich jeden Tag eines. Ja, das könnte ich probieren. Ab nächste Woche habe ich genügend Zeit dafür und diese Woche muss ich sie mir eben nehmen.
Lesen
Auch das Lesen darf nicht zu kurz kommen. Es darf gern wieder mehr werden. Vielleicht, wenn das schöne Wetter anhält, auch mal wieder nachmittags auf dem Balkon. Oder auf RoHens Terrasse. Es dürfen auch gern mal wieder Bücher aus der Bücherei sein und vielleicht auch mal wieder Fantasy.
Werkeln
Da ist zuerst das Sockenpaar 04/26, das fertig werden soll, bevor ich mit dem März-Paar für 12f26 beginne. Außerdem möchte ich, wenn ich dann daheim bin, an der Patchdecke weiterarbeiten, die ich letztes Jahr nicht fertig bekommen und mir nun für 2026 als Jahresprojekt vorgenommen habe. Also 10 neue Patche sollten im März unbedingt entstehen.
Reisen
Reisen werde ich im März nicht. Einmal, am übernächsten Wochenende, fahre ich nach Jena. Ansonsten habe ich vielleicht Glück und Jürschn nimmt mich auf einen kleinen Ausflug mit. Das wollen wir schon länger und jetzt, wo der Frühling Einzug hält, bekommen wir das vielleicht hin.
Job
Tja, nun habe ich schon ein paar Mal erwähnt, dass ich im März viel mehr Zeit haben werde als sonst. Und ich habe erzählt, dass sich meine Jobangebote allesamt zerschlagen haben. Das Gute daran ist: Ich muss nicht mehr. Zuerst habe ich drei Wochen Urlaub, die für den März ausreichen. Danach werde ich zwar arbeitslos sein, aber ich habe Anspruch auf ALG1, den ich mir erarbeitet habe. Und wenn mich mit meinen 65 Jahren niemand mehr einstellen möchte, dann bleibe ich eben zu Hause. Bewerben werde ich mich trotzdem, aber nicht mehr um jeden Preis. Also, nur arbeiten, um dann alles verdiente Geld wieder an die ARGE abzuführen {wie es im letzten Jahr war}, das muss ich mir nicht mehr geben. Ich will von meiner Arbeit leben können. Anders hat das keinen Sinn.

Und nun sehen wir mal, was sich im März umsetzen lässt. Auf geht’s.

Der 10. Montag

Heute wird ein wirbeliger Tag. Der erste Arbeitstag im März. Der erste Arbeitstag meiner letzten Arbeitswoche.
Ich habe beschlossen, diese Woche mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, weil immer noch so viel zu räumen ist und ich einen Teil mit heim nehmen muss. Unter anderem habe ich noch die Kiste mit den nummerierten Briefumschlägen dort, die die Knäuel für Stricken statt Klicken enthalten. Ein Teil Bastelutensilien, die immer noch gebraucht werden, muss ich dann am Schluss auch wieder mitnehmen. Ich hatte sie im Netz bestellt und musste sie selbst bezahlen, weil wir als Firma dort nicht bestellen durften, obwohl es viel preiswerter war, als bei unseren "Partnern". Dann habe ich sie meinen Teilnehmerinnen zur Verfügung gestellt. Wie man sieht, habe ich also in meinen Job nicht nur Kraft, Zeit und Herzblut investiert. Aber nun, zum Ende, nehme ich natürlich die von mir finanzierten Dinge wieder mit. Vielleicht bastle ich im Sommer im Garten oder vielleicht ziehe ich mir eine Gruppe zusammen, mit denen ich solche feinen Sachen auch in Zukunft machen kann. Muss ja nicht in Torgau sein.
Nach dieser langen Vorrede möchte ich nun mit Anitas Lückentext in die Woche starten.

❶ Passend zu/zum Märzbeginn war es gestern wunderbar warm, zumindest solange die Sonne schien.

Die Kühle in den Nächten jedoch ist nicht zu unterschätzen.

❸ Heute ist der erste Tag der letzten Arbeitswoche. Yeah.

❹ Denke ich an die Firma, fällt mir jede Menge Kram ein, den ich noch erledigen muss, obwohl es im Grunde gar nicht MEIN Kram ist.

Ich habe mir das nicht ausgesucht und ich hatte es offiziel auch abgelehnt, aber die Haltung des Chefs ließ mir gar keine andere Wahl.

❻ Osterdeko mag ich lieber als Weihnachtsdeko. Aber wegen akuter Räumanfälle, fällt in diesem Jahr auch die Osterdeko aus.

❼ Im Kalender steht diese Woche nochmal Räumstress in der Firma , ich habe außerdem eine kleine Abschiedsfeier mit meinen Mitstreitern geplant und dann freue ich mich auf das Wochenende und den Beginn meiner arbeitsfreien Zeit.

Und nun, auf in den Tag, auf in die Woche.
Es wird gut!

Samstagsplausch – {28. Februar 2026}

KI-Bild
Guten Morgen
Es ist mitten in der Nacht. Ich habe in meiner Froschtasse einen Milchkaffee gebraut und möchte ein weing wochenrückblicken, damit ich nachher bei Andrea etwas zu plauschen habe.

Kleiner Rückblick
Das Wochenende verbrachte ich bei RoHen. Es fühlte sich eigenartig und irgendwie falsch an, am Sonntag wieder nach Taucha zu fahren. Da ich am Montag wieder zur Arbeit musste {zwei Wochen noch}, ließ sich an dieser Heimfahrt nichts ändern.
Montag, 23. Februar
Ich vergrub mich in meine Unterlagen und hatte eine Menge zu tun, kam auch gut voran. Am Nachmittag wollte ich noch zu einer Drogerie, um dort Passfotos erstellen zu lassen. Dann las ich jedoch, dass in Torgau, wo ich zur Fahrerlaubnisbehörde wollte, keine Papierbilder mehr akzeptiert werden und man digitale braucht, die man im Bürgeramt bekommen kann. Also verschob ich die Fotos auf Dienstag.
Dienstag, 24. Februar
Am Vormittag pilgerte ich zum Bürgeramt, wo ich erfuhr, dass man dort tatsächlich digitale Passbilder erstgellen kann, diese jedoch nur für die Beantragung eines Personalausweises oder Reisepasses nutzen kann, weil sie direkt in das jeweilige Antragsformular eingespielt werden, anderweitig jedoch nicht gespeichert oder versendet werden können. Hach. Und nun? Man empfahl mir, zum Drogeriemarkt zu gehen. Gut, dass ich das nicht getan habe! Ich entschied mich für einen Fotografen da im Viertel, und das erwies sich als Glücksgriff. Dieser Fotograf konnte mich nämlich richtig beraten und wusste, dass die Digitalfotos nur bei der Beantragung des Personalsausweises gebraucht werden, die Fahrerlaubnisbehörde diesen Unsinn aber nicht mitmache, weil es dafür nämlich besonders gesicherte Leitungen braucht. Für die Fahrerlaubnis brauchte ich also sehr wohl Papierbilder, biometrische natürlich. Der Mann schaffte es, dass ich auf den Bildern akzeptabel aussah.
Am Mittwoch, 25. Februar hatte ich endlich den ersehnten Termin zur Beantragung meines Ersatzführerscheins. Die Beamtin war sehr freundlich und fürsorglich. Sie kümmerte sich sogar darum, dass ich gleich noch {ohne Extratermin} bei der Zulassungsstelle vorsprechen konnte. So hatte ich dann auch gleich noch einen neuen Fahrzeugschein. Und ab diesem Tag durfte ich auch endlich wieder Autofahren.
Am Donnerstag, 26. Februar fuhr ich trotzdem mit dem Zug zur Arbeit. Das war bequemer. Zum Feierabend gönnte ich mir eine Fahrt zum Kaufmannsladen, hauptsächlich, weil dort die Bio-Zitronen im Angebot waren. So sahen die dann auch aus.
Meine Hexe ist 20 geworden. Wir unterhielten uns und ich heulte ein wenig, weil sie mir fehlt.
Freitag, 27. Februar
Der Tag verlief chaotisch, weil am Morgen ein Termin anstand, bei dem wegen diverser Einzelgespräche mit meinen Mitwirkenden stundenlang mein Büro blockiert war. Ich saß wie auf Kohlen, weil ich die Monatsabrechnung fertigstellen wollte, damit meine Leute pünktlich ihr Geld bekommen. Geschafft habe ich das, hätte aber beinahe meine S-Bahn nach Leipzig verpasst. Zum Glück erwischte ich sie noch und bekam im RE nach Jena einen sehr feinen Sitzplatz, so dass ich an meiner Socke weiterstricken konnte.
Für den Weg vom Bahnhof nach Hause spendierte RoHen ein Taxi, weil in Jena Busse und Straßenbahnen bestreikt werden und ich den Fußweg unmöglich hätte schaffen können.

Heute
Nachher wollen wir nach einer Inspiration von Katrin Salzzitronen ansetzen. Dafür habe ich die Bio-Zitronen mit hergeschleppt. Ich bin sehr neugierig, wie uns das gelingt.
Jetzt sende ich erst einmal diesen Eintrag ins Netz und später, wenn der Samstagsplausch online ist, verlinke ich ihn da und schaue, was euch diese Woche so passiert ist.
Bleibt mir noch, euch allen eine feines Wochenende zu wünschen.
Eure Mira
 
Gebloggt in dieser Woche
Samstag: Samstagsplausch – {21. Februar 2026}
Montag: Der 9. Montag
Dienstag: Drabble am Dienstag {24.02.2026}
Mittwoch: Februarnotizen – 25. Februar 2026