Oktobernotizen – 08.10.2026

Donnenstag
Entgegen der Wettervorhersage begann der Tag sonnig, was natürlich sofort gute Laune zauberte. Voller Elan ging ich in die Küche.
So sah mein Tig aus, nachdem ich ihn aus dem Gärkörbchen auf die Brotschlinge gestürzt hatte.
Während der Herd samt Topf auf 250° vorheizte, verzierte ich ihn. Die Einschnitte sind ohnehin nötig, damit die Kruste beim Backen kontrolliert reißt. Da kann man auch mal bissel was ausprobieren.
Eine Stunde später: Am liebsten hätte ich es sofort angeschnitten. Aber zuerst musste es natürlich auskühlen.
Mit der Krume bin ich nicht zufrieden. Die ist mir nicht fluffig genug. Die Weinkönigin hat mir neulich ein ähnliches Ergebnis gezeigt, obwohl sie schon mindestens ein Jahr ihr Brot selbst bäckt und immer fluffige Brote hinbekommen hat. Bei jenem "verunglückten" hatte sie, wie ich jetzt, Dinkelmehl einsetzen müssen, weil sie nicht genug Weizenmehl im Haus hatte. Da kam mir sofort der Gedanke, dass es am Dinkelmehl liegen könnte.
Meine erklärte Brotbackfee Catrin meinte: Dinkel braucht mehr Wasser. Da wissen wir das nun. Bei ihr habe ich mir ein paar Links zu Insta-Bäckerinnen gemopst. Dankeschön.
Krume hin, Porung her. Geschmeckt hat das Brot so klasse, dass ich spätestens am Samstag neues backen muss.
Am frühen Nachmittag rief die Schwester an, um mir zu sagen, dass im Kaufmannsladen das gemischte Hack im Angebot ist, das Kilo zu 4,99.
Da wollen wir wohl mal los? fragte RoHen. Ja, wollten wir. Ich brauchte doch ohnehin noch Mehl.
Unterwegs wurden wir ordentlich nass, denn inzwischen hatte sich das Wetter der Vorhersage angepasst. Usseliges Herbstwetter, wie geschaffen, um es sich drinnen gemütlich zu machen.
Frisches Hack auf frischem Brot. Was will man mehr?
Abends beim Lesen schlief ich im Sessel ein. RoHen hat mich dann liebevoll in eine Decke gehuschelt. Ich hab schöne Dinge geträumt.

Oktobernotizen – 07.10.2026

Mein schönster Wochentag
Nach unserer Hexenrettungsaktion, die den Montag, die Nacht und den Dienstag in Anspruch nahm, sollte der Mittwoch laut WetterApp der letzte warme goldene Herbsttag werden. Meine Idee war ein Ausflug in den Wald. Mal nach Pilzen schauen. RoHen wünschte sich jedoch einen Ruhetag. Das war mir auch sehr recht.
Mit 20 habe ich oft nur eine Nacht um die andere geschlafen und in den übrigen Nächten bei der Post gearbeitet, um mein mageres Stipendium aufzubessern. Mit 30 war ich viele, viele Nächte als Reisebegleiterin in Fernbussen unterwegs. Das war die Zeit, in der sich ganz Ostdeutschland im Reisefieber befand. Selbst mit 40 jobbte ich nachts in einem Inbound-Callcenter, wenn die Lehraufträge mager waren. Nittlerweile stecke ich durchwachte Nächte nicht mehr so einfach weg. Es machte sich eine Art Jetlag bemerkbar. So war es mir nur recht, den Tag zu Hause zu verbringen. Zu tun hatte ich genug.
Erst mussten ein paar Überweisungen erledigt werden. Damit war der Bürokram wieder aus dem Kopf. Dann gönnte ich mir Blogzeit und ein paar Runden an einer Socke.
Und dann war da noch das Brot. Ich holte meinen Starter aus dem Kühlschrank, wohin ich ihn vor der Reise schnell verfrachtet hatte. Er bekam noch einmal Futter und dankte es mir mit einer recht schnellen Verdopplung seines Volumens. Inzwischen schaute ich mir noch ein paar Erklärvideos an, schrieb ein aar Hinweise auf. So lange kneten, so lange falten, so lange warten. So recht zufrieden war ich mit dem Verhalten des Sauerteigs nicht. Er wuchs nicht so, wie ich das in den Videos gesehen hatte. Deshalb stellte ich ihn über Nacht nicht in den Kühlschrank, sondern ließ ihn in der Küche stehen. Mitten in der Nacht schaute ich mal nach ihm. Da war er so schön aufgegangen, wie ich mir das gewünscht hatte. Da hätte ich ihn vielleicht backen sollen. Weil ich aber nicht schon wieder eine Nacht zum Tag machen wollte, stellte ich das Gärkörbchen mit dem Teig nun doch in den Kühlschrank.

WmdedgT im Oktober 2026 – Teil 2

Aus Gründen gibt es zu Was machst du eigentlich den ganzen Tag? heute eine Fortsetzung.
Dienstag, 06. Oktober 2026
Scherzhaft frage ich, ob wir bei der Auffahrt auf die A30 vielleicht lieber die Richtung nach Amsterdam nehmen wollen. Das ist von dort aus nur halb so weit, wie nach Hause. Der Hexe würde das gefallen. Sie hat ja auch ihren gesamten Hausstand dabei. RoHen und ich haben nicht mal Wechselklamotten. Nur zu Essen und zu Trinken haben wir genug.
00:30 Uhr
Autobahn A30 zwischen Riemsloh und Bruchmühlen kommen wir unmittelbar vor einem einspurigen Abschnitt zum Stehen. Der Unfall in diesem Abschnitt muss sich unmittelbar zuvor ereingent haben und wir denken, hätte die Hexe uns gestern Abend nicht so lange warten lassen, wären wir vielleicht noch vor dem Unfall durchgekommen.
Nun ist es so und wir stehen.
Junge, ungeduldige Autofahrer rasen auf der gesperrten Spur an uns vorbei, bis es nicht mehr weitergeht und verstopfen, weil sie sich vordrängeln wollen, eben jene gesperrte Spur, die Rettungsgasse und den Standstreifen.
Mehrere Fahrzeuge mit Blaulicht kommen auf der Gegenspur angerast und wenig später auf unserer Fahrbahnseite zurück Richtung Unfallstelle. Da ist nichts mehr mit Rasen, eben wegen dieser unvernünftigen Autofahrer. Einige Rettungskräfte kommen zu Fuß und sortieren die Fahrzeuge um, damit Polizei und Sani durch können.
Kaum sind sie vorbei, schließen ein paar "besonders Schlaue" die Lücken wieder. Wie dumm kann man sein?
Der Mond geht auf.
Wir vertreten uns die Beine, essen was, trinken was. Ich muss dringend pillern.
02:30 Uhr
Wir stehen seit 2 Stunden. Seit 24 Stunden bin ich auf den Beinen.
Zwei Leute in Warnwesten kommen und sortieren wieder die Autos um. Und jetzt da stehen bleiben. Es kommen mehrere Fahrzeuge! herrscht mich einer an. Das ist wiedermal typisch. Andere verhalten sich dämlich und ich bekomme dafür den Rüffel. Ich bin zu müde, um mich darüber aufzuregen.
03:30 Uhr
Ein Polizeiwagen kommt von der Unfallstelle zurück: Guten Morgen. Wir beginnen jetzt mit der Rückführung: Wenn das letzte Fahrzeug hinter uns vorbei ist, drehen Sie bitte auch und folgen uns.
Die jungen Wilden beginnen sofort mit seltsamen Wendemanövern, für die sie keinen Platz haben. Wir warten und reihen uns irgendwann später in die Schlange ein. Es ist ein seltsames Gefühl zwischen all den wartenden LKWs hindurch auf der Autobahn in die falsche Richtung zu fahren.
RoHen hat inzwischen eine Strecke heraus gesucht, auf der wir nicht im Pulk mit allen anderen zur nächsten Auffahrt fahren, sondern gleich auf leeren Landstraßen zur A2.
05:00 Uhr
Ich kann nicht mehr. Es sind noch 200 km bis nach Hause. Mir kommen sie endlos vor. Deshalb steuere ich einen Parkplatz an, der nicht {mehr} so überfüllt ist, wie auf dem Hinweg, klappe die Sonnenblende herunter, damit die Parkplatzbeleuchtung mir nicht in die Augen scheint und klappe diese zu.
06:15 Uhr
Meine Augen klappen auf. Ganz plötzlich. Die anderen schlafen noch, wachen aber auf, als ich den Motor starte. Weiter gehts.
Es beginnt hell zu werden. Ein wunderschöner Sonnentag steigt aus dem Nebel auf. Wir haben die ehemalige Grenze hinter uns. Die Autobahn ist deutlich besser, die Parkplätze ordentlicher und es gibt nur noch wenig Verkehr.
Wir tanken für 2,15 € pro Liter.
09:20 Uhr
Endlich daheim.
Die Hexenmama holt ihr Mädel samt gepäck bei uns ab und verspricht, sie gegen 12 Uhr mit Hundi wieder herzubringen. Wir verabreden, dass Hexe samt Hund nachher gleich in den Garten gehen. Der Sohn wird auch dort sein, den Grill anheizen und außer der Hexe auch die Weinkönigin samt Tochter und Minihund in Empfang nehmen. Wir wollen dann irgendwann nachkommen. Gegen 10 Uhr fallen wir erstmal ins Bett.
12:00 Uhr
Wie schon am Morgen auf der Autobahn klappen meine Augen auf und niocht wieder zu. Vorsichtig frage ich RoHen, ob er mitkommen will in den Garten, oder nachkommen oder gar nicht. Er nuschelt: Ich komme mit, ich hab doch Hunger.
Als wir im Garten ankommen, ist die Hexe mit Hundi schon da. Die Weinkönigin hat abgesagt. Der Sohn heizt den Grill an und wir genießen winen wunderschöen Familiennachmittag.
Ich bin so froh, dass wir die Hexe wieder hier haben. Der Sohn ist auch sehr glücklich, dass seine Tochter wieder da ist.
Als die Dämmerung beginnt und es kalt wird im Garten, bringen wir die Hexe samt Hundi nach Hause. Das arme Tier hat die gesamte Autofahrt gewimmert, wie ein kleines Kind und die Hexe hat beruhigend auf sie eingeflüstert.
20:20 Uhr
Nachdem wir noch ein paar Wasserreserven angelegt habe, weil morgen wieder für 2 Stunden abgeschaltet wird, fallen wir ins Bett.
Nun ist der 5. Oktober 2026, der diesmal 48 Stunden hatte, wirklich zu Ende. Bis zum nächsten Fünften.
Gute Nacht!

WmdedgT im Oktober 2026

Montag, 05. Oktober 2026
Zeit für Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
02:30 Uhr
Ich war kurz im Bad und stelle fest, dass ich wohl nicht so schnell wieder einschlafen werde. So fülle ich ein paar Gefäße mit Wasser, damit ich wenigstens die Kaffeeversorgung sicherstellen kann, wenn nachher das Wasser abgestellt wird. Seit Wochen wird auf der Straße vor dem Haus gewühlt und gebuddelt, um die Wasserleitung zu regenerieren. So stand das im Aushang. Und heute soll nun von der alten auf die neue Leitung umgeschaltet werden. Von 8 bis 10 Uhr. Mal sehen, wie lange es wirklich dauert.
06:30 Uhr
Ich habe zwei Pötte Kaffee getrunken, mit der Schwester getextet, diesen Eintrag hier vorbereitet. Es ist noch völlig dunkel, aber ich möchte mich jetzt trotzdem auf den Balkon setzen und dem Tag beim Aufwachen zusehen.
10:15 Uhr
RoHen ruft an, um zu fragen, wie wir es denn nun diese Woche machen wollen. Wie jetzt? Ich dachte, er riefe an, um mir zu sagen, dass er im Zug sitzt. Naja, er dachte, er käme nun erst morgen.
Das macht mich sauer. In meiner Verärgerung sage ich ihm, er soll doch gleich in Jena bleiben. Das will er natürlich nicht, und so verspricht er, sich zu beeilen mit seinem Tun und doch noch heute irgendwann anzureisen.
15:00 Uhr
Nachricht von RoHen: Bin im RE10/11
Nachricht von Mira: Ich komme!
Nun ist Eile geboten, denn der RE wird 15:20 Uhr in Taucha sein.
Just in dem Moment kommt ein Anruf der Hexe. Unter Tränen fragt sie: Kannst du mich hier abholen? Ich muss hier weg. Aber ich kann nicht mit dem Zug fahren, dafür habe ich zu viel Gepäck.
Die Gedanken wirbeln, überschlagen sich. Dass ich sie retten werde, steht sofort fest. Nur das WIE müssen wir organisieren, koordinieren. Ich sage ihr, dass ich zuert RoHen abholen und mich danach wiedermelden werde. Den Sohn bitte ich, sich inzwischen mit Hexenmama in Verbindung zu setzen, um herauszufinden, was da los ist.
15:25 Uhr
RoHEn wartet schon am Bahnhof.
Während ich mit ihm zum L-Markt kutsche, setze ich ihn ins Bild über das Chaos, in das sich mein Leben gerade wieder verwandelt hat. Er will mich begleiten, falls mir das recht ist. Natürlich ist mir das recht. Ich bin ohnehin völlig durch den Wind. Da ist es gut, wenn RoHen mich erdet.
Wir kaufen Getränke und ein wenig Reiseverpflegung.
Ein paar Kreuz-und-Quer-Telefonate später machen wir uns auf den Weg ins 420 km entfernte Ibbenbüren.
Zwei Stunden später
Kurze Rast und Pippi-Pause. Danach fragt RoHen: Hast du Licht eingeschaltet?
Ja, hab ich! Allerdings stelle ich fest, dass nicht viel zu sehen ist. Hey, das kenne ich doch. Das habe ich doch gerade erst erlebt, als wir nach Kamp unterwegs waren.
Nächster Parkplatz: Nochmal rausfahren.
Die Parkplatze an der A2 sind eklich. Schmutzig, keine Mülleimer, schmutzige oder abgeschlossene Toiletten, und überfüllt sind sie auch. Kaum Platz für PKW, weil auch auf den dafür vorgesehenen Plätzen LKW mit polnischen Kennzeichen stehen. Alles voll, selbst die Standstreifen auf den Autobahn. Sowas habe ich noch nie erlebt.
Ein Gartennachbar wird uns später erzählen, dass das dort immer so ist.
Der Test ergibt, dass wir wirklich kein Abblendlicht haben. Die Tagfahrscheinwerfer nutzen nichts, weil wir damit kein Rücklicht hätten. Umkehren ist keine Option, weil wir fast die Hälfte der Strecke schon geschafft haben und weil ich damit die Hexe im Stich lassen würde.
So fahren wir mit Fernlicht weiter, was meine Anspannung drastisch erhöht, weil das nicht wirklich in Ordnung ist.
23:25 Uhr
Wir haben es geschafft. Wir stehen in Ibbenbüren vor der Haustür und ich rufe die Hexe an. Sie verspricht, runter zu kommen und lässt sich dafür leider fast 20 Minuten Zeit, was sich später noch als Nachteil erweisen wird.
Gut ist, dass sich während unserer vierstündigen Anreise die Gemüter beruhigt haben. Tränen sind einer gewissen Sachlichkeit gewichen. Die Hexe wirkt einigermaßen aufgeräumt
23:45 Uhr
Wir starten die Rückreise. Zum Glück ist mir ein Tipp des Autoschraubers eingefallen. Nebelscheinwerfer. Wir testen das vor dem Start. Es funktioniert. Nun gehe ich die Rückfahrt deutlich entspannter an, als die Herfahrt war.
So geht der 5. Oktober 2026 zu Ende.
WmdedgT im Oktober 2026 – Teil 2

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Der 41. Montag

Guten Morgen.
Der Kaffeepott steht am angestammten Platz auf der Heizung. Da darf er jetzt stehen.
Weil Anita den Lückentext schon so früh {es ist noch nicht mal 6 Uhr} veröffentlicht hat, will ich nun gleich voller Elan in die neue Woche starten. Es soll eine herbstbunte werden. Zumindest wünsche ich mir das und habe ein paar Ideen dazu. Mal sehen, was daraus wird.

❶ Ohne Montagsstarter starte ich nicht gern in die neue Woche. Manchmal schaffe ich das nicht am Morgen, dann wird er aber nachgeholt.

❷ Im Oktober freue ich mich auf herbstbunte Tage, die gern auch noch Sommerwärme im Gepäck haben dürfen.

❸ Heute werde ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder ein Sauerteigbrot backen. Und inzwischen weiß ich auch, was ich früher falsch gemacht habe.

❹ Selbstgemachtes Essen, sei es nun Brot oder Suppe oder fermentiertes Gemüse, schmeckt wunderbar.

❺ Es hat seit einigen Monaten nichts mehr so gut geklappt, dass ich sagen könte: Das nenne ich mal einen Lauf.

❻ Erst gestern habe ich wieder gegrübelt, wie ich mein Leben wieder bunter gestalten kann.

❼ Im Kalender steht heute Morgen die Abschaltung der Wasserversorgung und ich habe diese Woche noch nichts geplant. Außerdem freue ich mich auf RoHen, falls er denn tatsächlich heute anreist.

Da heute der Fünfte ist, werde ich gleich mal noch WmdedgT vorbereiten.
Habt alle einen guten Start in die neue Woche.

Sonntagsglück – 04. Oktober 2026

 
Es kam, wie es kommen musste
Gern nehme ich mir einen Kaffee mit, wenn ich mich gemütlich an meinen Rechner setze, um etwas zu bloggen oder wie gestern mich einfach mal durch das Netz treiben zu lassen. Den dicken Kaffeepott stelle ich immer auf der Heizung ab. Jedes Mal, wenn RoHen das sah, meckerte er: Irgendwann schüttest du den Pott mal um!
Das wäre fatal, denn unter der Heizung am Boden kringelte sich meine gesamte Computer-Kabelei. Wenn ich die unter Wasser oder eben unter Kaffee gesetzt hätte… ohoh.
Gestern Abend ist es passiert. UMGESCHÜTTET habe die Tasse nicht, aber geschwappert. Zuerst sah es aus, als sei gar nichts passiert, doch nach einer Weile roch es komisch. Ich habe geschaut, aber nichts gesehen. Auf einmal fing es an zu knäckern. Und dann sah ich in dem einen Verteiler lauter kleine Funken 🥺 Zuerst riss ich hektisch alle Stecker aus dem Verteiler, damit der keinen Strom mehr zieht. Den Rechner fuhr ich sicherheitshalber runter. Dann wollte ich den Verteiler aus der Steckdose ziehen. ABER, die Ecke, in der der Rechner steht, ist eng und verbaut. Der kleine Computertisch passt da saugend hinein und die Steckdosen befinden sich natürlich dahinter.
Nun kann ich mich weder bücken, noch erst recht nicht verrenken. Selbst mit heben und tragen ist das so eine Sache.
RoHen ist groß, hat entsprechend lange Arme. Er wäre da mit Sicherheit rangekommen. Aber RoHen ist ja nie selten da.
In meiner Not rief ich den Sohn an. Er meinte, ich soll mir keine Sorgen machen. Wenn keine Last mehr dran hängt, kann nicht mehr viel passieren und er käme dann und würde alles wieder in Ordnung bringen.
Ich machte mir aber Sorgen! So begann ich, in der schlecht zugänglichen Ecke herum zu räumen.
Und irgendwann hatte ich es geschafft. Die beiden verschmorten Leitungen waren abgebaut. Eine neue Leitung lag und gleich ordentlich an einer Stelle, an der kein Kaffee mehr hinein tröpfeln kann, selbst wenn ich den Pott tatsächlich umwerfen würde.
Natürlich schmerzte der Rücken, aber das war nichts im Vergleich zu der Freude darüber, etwas geschafft zu haben, von dem ich dachte, dass ich es ohne Hilfe nicht hinbekäme.

Sonntags Top 7
1_Gelesen
Ostseekrimi von Dana Düne
Ermittler Frauke Eigen und Kai Brötler
Ostseepein, 254 Seiten

2_Gehört/Gesehen
Nach langer Zeit habe ich die Uta wiedergesehen und gehört und mit ihr gesprochen und gemeinsam gelacht.

3_Erlebnisse
Siehe 2.

4_Genuss
Auf dem Markt habe ich mir zwei Salamis gekauft, eine mit Schwarzbier und eine mit Rotwein. Sagt der Händler: Alles mit Alkohol. Oups.

5_Drinnen/Draußen
Überwiegend draußen und nicht nur auf dem Balkon.

6_Web-Fundstück/e
Von Uta erhielt ich eine ganze Liste mit Blogs, die sie gern liest. Alles Leute, die nahezu täglich bloggen.
Novemberregen
Kaltmamsell
Kluges & Scheiß

7_Hobbys
Das Bloggen gehört zu meinen Hobbies. Die KI reduziert mich auf Krimis lesen und Socken stricken. Ich hoffe jedoch, dass ich meiner geneigten Leserschaft noch etwas mehr bieten kann als das.
Ich meinen Anfängen schrieb ich mehrmals täglich, dann wurde es weniger. Ich versuchte, mich mit Projekten wie Ein Foto für jeden Tag wieder zum täglichen bloggen zu erziehen, mit mäßigem Erfolg. Im letzten Oktober entwickelte sich das dann nahezu von allein wieder zu mehr als 30 Einträgen pro Monat. Seit August brach die Schreiberei wieder ein. Ich war viel unterwegs, hatte oft keine Möglichkeit zu bloggen und in den letzten beiden Wochen hockte ich oft vor dem Rechner und dachte: Was soll ich denn schreiben? Interessiert doch keinen.
Inzwischen glaube ich, diese Phase überwunden zu haben. Schließlich blogge ich auch für mich. Als Erinnerungsanker, wie Georg das vor Jahren schon nannte.
 
High Five Zu guterletzt gibt es jetzt noch fünf Freumomente aus der letzten Woche.
Eins
Mein Auto hat die HU bestanden. Das steht tatsächlich auf dem Prüfbericht: Bestanden
Nur das zählt. Die unzähligen Male, die ich vorher zur Werkstatt musste. Das ewige Warten von Termin zu Termin. Alles vergessen. Ja, die Zeit vorher hatte mich bedrückt. Inzwischen ist all das von mir abgefallen und ich bin einfach froh, es überstanden zu haben.
Zwei
Den vorläufig letzten warmen Spätsommertag verbrachten wir im Garten. Die Weinkönigin kam vorbei. Wir saßen stundenlang in der Sonne und schwatzten, während die mitgebrachten Strickzeuge in unseren Taschen blieben. Weintrauben naschten wir vom Rebstock am Gartenzaun. Sie waren so süß und aromatisch, ich hätte sie auch oben bei "Genuss" erwähnen können.
Drei
Am Donnerstag habe ich aus einem Esslöffel Roggenmehl und einen Esslöffel Wasser etwas zusammengerührt, das ein Sauerteig werden sollte. Am Freitag fütterte ich ihn das erste Mal, da hatte sich noch nichts getan, so dass ich ihm ein wenig Wärme gönnte im Backofen, nur mit eingeschalteter Lampe. Am Samstag fütterte ich ihn erst am Nachmittag, nachdem wir vom Markt zurückgekommen waren. Da gab es erste Bläschen. Heute hatte sich das Volumen schon mehr als verdoppelt. Wahrscheinlich hätte ich schon das erste Brot ansetzen können. Ich habe aber erst noch dieses Discard abgenommen, das nun in einem weiteren Glas im Kühlschrank wartet und habe neu gefüttert. Ich hoffe nun, dass das kein Fehler war. Immerhin freue ich mich, dass der Teig so aktiv ist.
Vier
Das letzte Stück Bovist hat sich im Kühlschrank ewig gehalten und wurde gemeinsam mit zwei Zwiebeln und einer kleinen Zucchini zu einer leckeren Gemüsepfanne.
Fünf
Der fünfte Höhepunkt ist eine Vorfreude. Am Montag will RoHen zu mir kommen. Das hat er bereits am Dienstag angekündigt. Danach habe ich nichts mehr von ihm gehört. Aber ich glaube fest daran, dass er morgen tatsächlich hier auftaucht.
 
Das war mein Sonntagsglück für diese Woche. Es wird verlinkt bei Anita wegen der ST7 und bei Sabine wegen der High Five.

Samstagsplausch – {03. Oktober 2026}

Guten Morgen
Es ist Samstag und es ist Feiertag. Für den Großteil der arbeitenden Bevölkerung ist das blöd, weil sie ohnehin heute frei hätten, ihnen also ein zusätzlicher freier Tag verloren geht. Für viele dieser Menschen ist es außerdem blöd, dass heute alle Geschäfte geschlossen haben und der Wochenendeinkauf auch noch gestern nach dem Dienst stattfinden musste. Mit solchen Gedanken im Hinterkopf genieße ich es, dass ich aus dem Arbeitsalltagstrott raus bin.
Guten Abend
Es ist immer noch Samstag und so möchte ich nun noch ein wenig plaudern. Um es gleich vorweg zu nehmen, es war ein sehr, sehr schöner Tag.
Obwohl es draußen grau war und nicht richtig hell werden mochte, störte mich das wenig, denn ich war mit Katl verabredet. Am Vormittag holte ich sie ab. Eine Viertelstunde verspätet, weil ich mal wieder meinen Schlüssel nicht finden konnte. Da Katl auch noch zu tun hatte, passte am Ende alles.
Dann kamen wir auf dem Dorf beim Bauernmarkt an. Die Parkplatzsuche gestaltete sich schwierig, obwohl man zwei Felder zu Parkplätzen umfunktioniert hatte. Für mich war es schlecht zu laufen, da über den Acker. Als wir am Festplatz ankamen, war ich schon das erste Mal kaputt. Dann aber fanden wir Utas schönen Stand und in diesem Moment ging die Sonne auf. Uta strahlte uns so freudig entgegen, das tat unglaublich gut und meine Rückenschmerzen waren vergessen.
Wir blieben eine ganze Weile dort, hielten Uta von ihrer Arbeit ab uns schwatzten über alles und die Welt. Später gönnten wir uns im Festzelt noch einen Kaffee und auf dem Rückweg zum Parkplatz saßen wir noch eine ganze Weile auf einer Bank.
Fotos habe ich von diesem schönen Tag leider keine.
Nur vom Balkon.

Auch, wenn inzwischen Nacht ist {was ich bis hierhin angestellt habe, schreibe ich anderwann}, haben wir immernoch Samstag. Also bringe ich diesen Eintrag noch zu Andrea.

Freitagsfüller – 02. Oktober 2026


Es ist kurz vor Mitternacht. Es ist immer noch Freitag. Also kann ich mir auch noch Barbaras Lückentext holen und ausfüllen.

1. Regen zog heute hier durch. Sehr nötig gebraucht und leider viel zu wenig.

2. Ein Wunschtraum: Jeder sollte für sein Handeln Verantwortung übernehmen.

3. Ja nun, ich sollte nicht mehr planen, dann kann ich auch nicht aus der Bahn geraten, wenn wieder mal alles anders kommt.

4. Mittlerweile trenne ich mich von Bekannten, die von mir verlangen, dass ich nach ihrer Pfeife tanze und zwar jetzt sofort.

5. Der große Unterschied zu meinem Arbeitsleben ist, dass ich vieles gelassener angehen kann, auch die dauernden Planänderungen.

6. Einkochen, trocknen, fermentieren überhaupt die Herstellung und vrwertung gesunder Lebensmittel macht mich glücklich.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freute ich mich auf die Beschäftigung mit dem Blog, morgen habe ich geplant die Absicht, einen Erntedankmarkt zu besuchen und Sonntag möchte ich auch etwas Schönes unternehmen !

Check Out – September – Check In – Oktober 2026

 
September Check Out
Geschrieben
Meine Schreiblust hielt sich diesen Monat in Grenzen. Blogeinträge gab es nur 15, also noch weniger als im August. Dabei gab es kein einziges Dienstagsdrabble, überhaupt kein Drabble, obwohl ich diese sehr gern schreibe. Ich weiß nicht, was mit mir los war. Ich saß vor dem leeren Bildschirm, wollte bloggen. Wusste auch, worüber und… hab es bleiben lassen.
Dafür habe ich viel Gelesen
17 kleine Krimis mit insgesamt 5145 Seiten. Ich glaube, das war bisher der lesereichste Monat in diesem Jahr.
Gewerkelt
Das Werkeln kam zugunsten des Lesens zu kurz. Immerhin wurden 2 Sockenpaare fertig.
Paar Nr. 14/2026 ist gleichzeitig das Augustpaar aus 12f26 Größe 45 mit langem Schaft für RoHEn.
Paar Nr. 15/2026 Größe 41 im Kaffeeböhnchenmuster für GabhÄu.
Angefangen aber nicht mehr geschafft das Paar Nr. 16/2026 aus dem September-Garn von 12f26 im Sommerstinomuster, Größe 37/37 für mich.
Jobs
Für alle drei Bewerbungen, die ich bei der Arb*its*gen*ur selbst abgegeben hatte, habe ich inzwischen Absagen bekommen. Natürlich ohne Begründung. Aber das braucht es auch nicht. Kein Jahr mehr bis zur Rente. Was solls? Beim Check In hatte ich von zwei weiteren Jobangeboten erzählt. Um das eine hatte es richjtig viel Wirbel gegeben. Tagelang hatten sich die Anrufe überschlagen, weil man mich unbedingt dort haben wollte. Dann wurde ein Anruf angekündigt, bei dem man mit mir einen Vorstellungstermin vereinbaren wollte. Und dann war plötzlich nur noch Stille. Auf die Terminabstimmung warte ich heute noch. Das heißt, ich warte natürlich nicht. Das hat sich erledigt.
Von der zweiten Bewerbung habe ich neulich schon erzählt. Eine, höchstens 2 Unterrichtseinheiten {je 45 Minuten} pro Woche. Das ist kein Job.
Leben 1.0
Das Leben stand im Zeichen guter Ernährung und den Schätzen, welche die Natur uns schenkt.
Es gab reichlich Pilze. Außerdem Birnen, Pflaumen und Hagebutten. Zwei Brote habe ich gebacken: Karottenbrot, das zwar auseinander krümelte, aber trotzdem lecker war. Röstzwiebelbrot, das nach dem vollständigen Auskühlen zum Glück nicht mehr auseinander fiel. Beides waren Backpulverbrote, die bei mir immer die Konsitenz von Kuchen haben. Hefebrote wären besser und am allerbesten Sauerteigbrote.
Wir haben weit ins Land geschaut. Und hinaus aufs Meer.
Ich habe auf dem Balkon gesessen.

Gefühlt zwanzig Mal war ich in der Autowerkstatt, gefühlt hundert Stunden habe ich gewartet, auf Anrufe, Nachrichten, Termine. Gefühlt tausend Pläne wurden immer wieder über den Haufen geworfen. Dann war der September endlich um.

Oktober Check In
Jobs
Jaaa, ich habe schon wieder eine Einladung zur A*gent*r. Mitte Oktober möchte man sich wieder einmal über meine Eigenbemühungen zur Jobsuche unterhalten. Eigenbemühungen, was für ein Wort! Wer, bitteschön, bemüht sich denn um einen Job für mich, wenn nicht ich selbst?
Ich werde die Vermittlerin mal fragen, bei wem ich mich denn {mit Aussicht auf Erfolg} bewerben soll für nicht mal mehr ein Jahr Arbeit. Mal sehen, was sie für Ideen hat. Außerdem werde ich ihr natürlich von meinen Nichterfolgen berichten und ich werde meinen Weihnachtsurlaub beantragen. 21 Tage stehen mir zu, wobei Feiertage und Wochenenden mitgezählt werden. Es kommt trotzdem hin. Ich habe mir das ganz genau ausgerechnet.
Werkeln
Stricken werde ich natürlich weiterhin. Besonders jetzt, wenn das Wetter nicht mehr so toll ist, um sich draußen herumzutreiben. Die Septembersocken werden ganz bald fertig werden. Ich bin beim zweiten bereits am Fuß. So ewig kann das also nicht mehr dauern. Und dann kommt natürlich das Oktoberpaar an die Reihe. Dann ist da immer noch die Patchdecke für RoHen. Daran habe ich schon wieder monatelang nicht gewerkelt. Die ist mal wieder dran.
Außerdem möchte ich mir ein Haus kaufen und ausgestalten. Das möchte ich wirklich gern. Mal sehen, wie weit ich komme.
Ach ja, genau. Ein Kalenderbuch für 2027 möchte ich mir noch besorgen. Und vielleicht schon mal ein wenig gestalten.

Leben 1.0
Genau am 01.10.2026 habe ich nach Jahren mal wieder einen Sauerteig angesetzt. Moritz heißt er. Ja, Sauerteige brauchen Namen.
Natürlich werde ich ihn Anfang des Monats erst ein wenig füttern und aufpäppeln. Wenn er dann backfertig ist, mache ich mein Brot wieder selbst, wie ich das früher schon gemacht habe. Wegen des Chaos, das viele Jahre lang in meinem Leben herrschte, habe ich das dann bleiben lassen. Nun lasse ich das Brot backen wieder aufleben. RoHen freut sich darauf auch. Er wusste natürlich schon mal wieder einiges {besser}, aber davon lasse ich mich nicht beeinträchtigen. Ich probiere das einfach aus.
Ein paar gute Anleitungen habe ich hier und hier gefunden.
In der zweiten Oktoberwoche wird RoHen mal wieder vorbeischauen. Ich hoffe, dass das klappt.
Ansonsten mal schauen, was sonst noch so geht. Zur Ruhe kommen, nach dem Chaos der letzten Monate. Im Herbst ankommen, was auch schön sein kann, obwohl der Herbst nicht meine liebste Jahreszeit ist.
Ich bin gespannt.

Der 40. Montag

Noch Zwölf Montage, dann ist das Jahr um. Na gut, vielleicht dreizehn, weil Anita mit ihrer Zählung passend zu den Kalenderwochen schon Ende 2025 mit der Nr. 1 begonnen hatte.
Wie dem auch sei, jetzt starten wir erst einmal in eine neue Woche.

❶ Dass , wie oben erwähnt, dieses Jahr nur noch drei Monate vor sich hat, finde ich fast ein wenig erschreckend.

❷ Wenn hier ein Flaschengeist auftauchen würde, würde ich mir wünschen, dass die kleinen Dinge, die ich in den letzten Wochen angeschoben habe, zu einem wirklich guten Ende führen.

❸ Ein Konzert besuchen mache ich als erstes, wenn ich in eine neue Stadt komme.
Ich habe dafür kein Ritual, aber ich komme selten in neue Städte, es sei denn, ich besuche sie wegen eines Konzerts. Und dann… tja

❹ Versuche, meine trüben Gedanken loszuwerden, trägt/tragen mich durch den Tag.

❺ Dass es einen Tag für das Recht auf Wissens- und Informationszugang gibt, finde ich grenzwertig, denn es sollte an jedem Tag dieses Recht geben, für alle.

❻ Kurioserweise fällt mir entweder nichts Kurioses ein oder so vieles, dass ich hier nicht fertig werden würde und deshalb gar nicht erst mit einer Aufzählung beginne.

❼ Im Kalender steht ein Feiertag am Samstag {wie blöd} und ich habe diese Woche nichts geplant. Weil das mit den Plänen bei mir immer wieder schief geht, besonders, wenn es mir wichtig ist. Außerdem freue ich mich nun doch auf Samstag, wenn ich mit Katl zu einem Erntedankmarkt fahren möchte und dort eine liebe alte Bekannte treffe. Hörtmal ihr Götter, das ist KEIN Plan, nur eine Idee. Ihr braucht also bitte nicht zu lachen. So!

Nun wünsche ich allen eine gute Woche.