Samstagsplausch {17.08.2019}

Da habe ich vor 14 Tagen getönt, ich sei zurück in der Bloggerwelt, insbesondere bei unserem geliebten Samstagsplausch bei Andrea und dann habe ich mich nicht mehr gemeldet und auch letzte Woche wieder nicht mitgeplauscht. Das hatte jedoch einen guten Grund, denn ich hatte das Haus voller Gäste, keinen Platz am Rechner und auch jede Menge anderes zu tun… Wie habt ihr das so schön gesagt? Leben 1.0 Und das tat gut, sowas von gut.

Dienstag, 6. August
Die Schwester samt Mann kommt am Nachmittag bei mir an. Abendessen gibt es im Garten, weil die Wohnung noch nicht fertig eingerichtet ist und ich vor allem noch keine oder nur eine provisorische Küche habe. {Das wird auch noch eine Weile so bleiben, denn ich möchte mit Janines Unterstützung ganz in Ruhe meine neue Küche planen.}

Mittwoch, 7. August
Frühstück im Garten. Danach fahren Schwester und Mann zu Mutti und später in die Stadt {nach Leipzig}, während ich mich mit Katl in der Hornstsche treffe, zu diversen Putzarbeiten. Langsam wächst sich das zu einem Tick aus. Immer wieder fällt mir noch etwas ein, was man vielleicht auch noch verbessern könnte, damit diese blöde Eigentümerin auch wirklich nicht den kleinsten Pipps finden kann, den sie nutzen möchte, um mir meine Kaution nicht erstatten zu müssen. Vielleicht schauen wir noch mal in die Abflüsse von Waschbecken und Wanne?
Nu isses aber mal gut! Willst du gar noch den Klempner bestellen, damit er die Rohre von innen reinigt?
Gute Idee. Wir könnten ja vielleicht noch mal Rohreiniger…
NEIN!
Nein???
NEIN!!!
Abendessen im Garten.

Donnerstag, 8. August
Vor dem Frühstück hole ich die Mutti ab. Wir fahren zur Bank, was an diesem Morgen passieren muss, weil ich damit rechne, dass wegen des Festivals später die Zufahrtsstraße gesperrt wird. {Das passierte dann doch nicht, weil das Fest dieses Mal etwas anders strukturiert war.} Anschließend schleppe ich die kleine Frau mit zum N-Markt, wo ich noch Kleinigkeiten für das Frühstück einkaufe, und danach in den Garten.
Nach dem Frühstück zieht sich der Schwester-Mann in die Wohnung zurück an den Computer. Wir Mädels klönen in der Vormittagssonne.
Gegen Mittag bringe ich die Mutti heim und mache mich auf den Weg nach Prießnitz {Werbung ohne Auftrag}, um die Junghexe und ihre Freundin abzuholen. Die Schwester begleitet mich, was mich sehr freut, immerhin dauert die Hinfahrt eine Stunde, die wir ganz für uns haben.
Am Abend tickt der Schwester-Mann aus. Da der Sohn nicht im Garten ist und auch die Witterung gar nicht so stabil aussieht, entscheide ich, dass die beiden 13-Jährigen nicht im Garten übernachten, sondern in meinem Arbeitszimmer auf dem großen "schwarzen" Bett. {Nicht das Bett ist schwarz, nur der Rahmen}. Da entscheidet der Schwester-Mann plötzlich, dass das überhaupt nicht in Frage kommt, dass die Mädchen dort schlafen. Dabei war das von vorn herein vorgesehen und die Garten-Variante nur eine vage Möglichkeit. Auf meine Frage, warum das nicht in Frage kommt, meint er {schon reichlich wütend}, weil er an den Rechner will.
Meine Antwort: Dann nimm den Rechner doch mit in ein anderes Zimmer, wir haben doch überall WLAN.
Das bringt den Guten völlig aus der Fassung und er schreit mich an, will zuerst in ein Hotel, beschließt eine Minute später, gleich ganz abzureisen, woraufhin ich ihn bitte, mir meinen Wohnungsschlüssel zurück zu geben. Damit hat er wohl nicht gerechnet. Hat vielleicht gedacht, ich bettle ihn dazubleiben. Oder ich verfrachte die Mädchen doch in den Garten. Geht’s noch?
Mit Schwester, Katl und den Mädels verbringe ich den restlichen Abend bei dem wunderbaren Festival, wo im Luftschloss Huun Huur Tu auftreten und auch meine beiden Teenies schwer begeistern.

Freitag, Samstag, Sonntag, 9. – 11. August
Wir verbringen das gesamte Wochenende auf dem Festival.Vormittags, wenn es mir gelungen ist, die Teenies aus dem Bett zu bekommen, finden wir uns erst einmal im Garten ein, um zu frühstücken. Meist wird ein Brunch daraus.
Danach ist Spaß haben und tolle Musik hören angesagt. Und natürlich tanzen und gelegentlich was Leckeres naschen.

Montag, 12. August
Abreisetag. Zuerst wird die Schwester von ihrem Mann abgeholt. Er war dann doch nicht abgereist, sondern in eine Pension gezogen. Nun nutzt er die Gelegenheit, sich mir gegenüber noch einmal voll daneben zu benehmen. Ich stehe da drüber.
Die Teenies lasse ich ausschlafen und fahre gegen 13 Uhr los, Das Lauch nach Prießnitz zu bringen. Die Junghexe kommt natürlich mit. Auf dem Rückweg habe ich sie endlich mal ganz für mich und wir unterhalten uns über alles Mögliche.
Nachdem ich sie daheim abgesetzt habe, treffe ich den Sohn im Garten und fahre später mit ihm noch mal in die Hornstsche. Da war doch noch was.
All die Jahre hatten wir eine Wäscheleine auf dem Trockenboden hängen, die alle Hausbewohner mitnutzen konnten. Auch meine Nachbarin hatte eine Leine dort. Jetzt beim Auszug hatte der Sohn versehentlich die Leine der Nachbarin mit heim gebracht und unsere hängen lassen. Deshalb klingelte ich bei besagter Nachbarin, um ihr zu sagen, dass wir ihr im Gegenzug unsere Leine {doppelt so lang} da lassen. Zum Glück war sie nicht zu Hause, denn ich hätte mich mit dieser Aussage völlig blamiert. Zufällig war der Sohn noch mal auf dem Dachboden, weil er etwas nachsehen wollte und stellte dabei fest, dass irgend ein böswilliger Hausbewohner {andere haben keinen Zugang zum Dachboden} die gesamte Leine in kleine Stücke zerschnitten hatte. Teilweise hingen sie noch an den Haken, teilweise lagen sie auf dem Boden und ein Stück hatte derjenige demonstrativ vor unsere besenreine Bodenkammer platziert. Das sollte wohl bedeuten: Schaut her, die da hat ihre Leine nicht entfernt. Wie dumm kann man sein?

Dienstag, 13. August
Die freien Tage sind vorüber, ich beginne wieder mit der Arbeit. Weltbewegendes geschieht in der Firma gerade nicht.
Das vorletzte Mal in der Hornstsche. Die Fenster waren nicht ganz blitzblank. Der Sohn geht da noch mal drüber. Ich hätte es selbst gemacht, aber ich kann nicht hochlangen und die Leiter haben wir schon weggeholt. Wir packen die letzten Putzmittel ein und ich dokumentiere den gesamten Zustand der Wohnung, der Wände, Türen, Fenster, Heizkörper innen alles, was irgend geht. Das muss ich tun, denn die Eigentümerin hat bereits einen Schlüssel, und nach dem Ding mit der Leine {und diversen anderen kleinen Schikanen} traue ich niemandem mehr.

Mittwoch, 14. August
Feierabend im Garten. Das tut sooo gut. Der Sohn kocht Bohnen zum Abendbrot.

Donnerstag, 15. August
Das allerletzte Mal in der Hornstsche. Wohnungsübergabe. Die Vermieterin ist relativ umgänglich, so, wie sie früher auch war. Ihr Partner, der im Grunde bei der ganzen Sache gar keine Funktion hat, versucht auf jede erdenkliche Art, für die nach der langen Mietzeit notwendige Sanierung Geld von mir herauszuschlagen. Die Sanierung wird notwendig, da ich über 14 Jahre dort gewohnt habe, die Wohnung damals zwar gemalert, die Installationen aber schon nicht mehr neu waren und in der gesamten Mietzeit von der Eigentümerin bis auf ein Toilettenbecken nichts, aber auch gar nichts erneuert wurde. Natürlich ist die Bude abgewohnt. Aber für den Wertverlust durch Abwohnen habe ich schließlich 14 Jahre lang Miete gezahlt. Die Verwalterin versucht mit allen {auch unlauteren} Mitteln, mir die Sanierung anzulasten.
Ich bin trotzdem froh, dass ich endlich die Schlüssel los bin und dort nie wieder hin muss.

Freitag, 16. August
Ich habe sehr schlecht bis gar nicht geschlafen. Diese miesen Machenschaften der Verwalterin gehen mir nicht aus dem Kopf. Gegen Mittag entschließe ich mich, einen Anwalt einzuschalten und bekomme für den 21. August einen Termin. Nun endlich kann ich mich entspannen.
Nach der Arbeit hole ich Katl ab und gehe mit ihr in die Therme. In der Sauna schwitze ich den ganze Frust der letzten Monate, den Stress, die Sorgen und Ängste und all das Böse, das mir widerfahren ist, aus mir heraus, spüle den Rest beim Schwimmen ab. Als es dunkel wird, fahren wir heim, und ich entdecke eine Nachricht des Sohnes, der wieder gekockt hat und mich fragt, ob ich noch etwas haben möchte. Bei Hühnchen kann ich nicht nein sagen. Wenn der Sohn gekocht hat, erst recht nicht. So finde ich mich spät noch im Garten ein. Es ist immerhin Wochenfeierabend.
Als es kühl wird, zündet der Sohn ein Feuer an.

Es ist schon Donnerstag…

…und die Zeit rennt. Ich habe Urlaub… und die Zeit rennt.
Ich habe Urlaub und nicht einen Moment für mich. Heute bin ich schon 4.51 Uhr aufgestanden. An normalen Wochentagen ist das nur eine knappe Viertelstunde vor dem Wecker. Ich denke, dass ich mich mal an den Rechner setzen kann. Der Besuch steht erst 8 Uhr auf. Ich habe also jede Menge Zeit. Denke ich!
Ich brauche eine Weile im Bad, dann brühe ich mir einen Kaffee auf und fahre den Rechner hoch. Draußen rappelt es. Der Schwager kann nicht mehr schlafen, erzählt mir, was seine Schlaf-App über die vergangene Nacht sagt. Dann erzählt er, was er alles mit dem Laptop des Sohnes angestellt hat, um ihn wieder zum Laufen zu bringen. Das hat er mir gestern Abend schon einmal erzählt. Ich merke es mir diesmal wieder nicht.
Mein Kaffee ist inzwischen kalt. Das bin ich gewöhnt. Mein Kaffee wird meistens kalt, bis ich dazu komme, ihn zu trinken.
Ab dem Moment, wenn nachher die Schwester aufsteht, ist mein Tag durchgeplant. Jedenfalls grob. Während die beiden sich fertig machen, fahre ich bereits los, um die Mutti abzuholen. Sie möchte noch zur Bank und ich möchte noch zum N-Markt und zum Bäcker. Dann treffen wir uns alle im Garten wieder, wo wir gemeinsam frühstücken.
Gegen Mittag hole ich die Junghexe und ihre Freundin bei dieser daheim ab. Rund eine Stunde Fahrzeit pro Strecke. Die Schwester will mich vielleicht begleiten. Das wäre mir sehr angenehm, damit ich Abwechslung habe auf der Hintour. Aber was machen wir denn mit dem Schwager? Gestern waren die beiden nach dem Frühstück bei Mutti und später in der Leipziger Innenstadt. Da war ich schon ewig nicht und wäre gern mitgefahren. Aber ich hatte mich für den Vormittag mit Katl in der Horntsche verabredet, um die letzten paar Handgriffe noch zu erledigen, von denen die Winzerin gemeint hatte, sie dauerten höchstens noch 2 Stunden. Bis 17 Uhr haben wir gewuselt, wobei ich die ganze Zeit mit einer Arbeit zugebracht habe, die eigentlich nicht hätte sein müssen. Dann kam zum Glück der Sohn, der alles, was wir mitnehmen wollten, die 4 Treppen hinunter trug und das Auto belud. Ich war sehr froh darübe, denn ich war von der Putzerei einigermaßen geschafft.
Im Garten war ich nur noch in der Lage, das Geschirr zu spülen, dann kamen Schwester und Schwager und brachten Abendessen mit.
Das wird heute Abend anders, denn heute Abend beginnt das Festival, dessentwegen die Schwester hergekommen ist und zu dem ich die beiden Junghexen mitnehmen werde. Und Katl natürlich. Da müssen wir nur noch verabreden, wann und wo wir uns treffen.

Jetzt erst einmal Auf in den Tag!

WmdedgT – August 2019

Es ist Montag. Und es ist ein Arbeitstag, allerdings kein ganz gewöhnlicher. Etwas ist anders, weil die Lieblingskollegin der Meinung war, ich wollte an diesem Tag Urlaub unbezahlt frei haben und deshalb für den Kollegen, der üblicherweise von mir vertreten wird, eine andere Vertretung organisiert hat. Mein eigener Kurs hat heute Erste-Hilfe-Ausbildung und ich könnte beinahe wirklich frei haben, wenn… ich es denn rechtzeitig gewusst hätte. Da ich es nicht früh genug wusste, habe ich mir Termine für die Einzelbetreuung auf diesen Tag gelegt, zum Glück auf den Morgen und Vormittag, so dass ich ab Mittag tatsächlich frei habe.
Dies ist der Ausblick auf diesen Montag, und nun wolen wir mal sehen, was er sonst noch bringt und ob etwas geschieht, dass sich lohnt, unter dem Motto Was machst du eigentlich den ganzen Tag? bei Frau Brüllen zu verlinken.

6.00 Uhr
Der Wecker klingelt eine Stunde später als sonst. Ich schalte den Rechner ein, weil ich fix noch etwas erledigen will. Dann setze ich eine Waschmaschine an, denn die kann ich noch schaffen, bevor ich aus dem Haus muss. Und ich habe eine Idee, wohin ich die gefühlt tausend Geschirrtücher verräumen kann, die ich bereits gewaschen habe. Es sind gewiss nicht die letzten.
7.45 Uhr
Die Wäsche hängt, aber den Bürokram am Rechner habe ich nicht geschafft. Dafür habe ich eine Tasse Kaffee getrunken und mache mich nun auf den Weg in die Firma. Es ist diesig und grau draußen, was meine ohnehin geknickte Stimmung nicht gerade bessert.
8.30 Uhr
Auf dem Firmenhof treffe ich CoIvo, die mit einem flotten Spruch sofort meine Stimmung aufhellt, allerdings auch gleich wieder herunter zieht, indem sie mich nach meiner Wohnung fragt. Sie kann ja nicht wissen, dass ich wegen eines letzten Mal Durchwischens und Putzmittel Wegbringens immer noch keinen endgültigen Haken an die Sache machen kann. Ich versuche, mir nichts anmerken zu lassen.
Die Lieblingskollegin fängt mich im Gang ab, weil irgend etwas in der Organisation schief gegangen ist. Leute, das ist nicht meine Organisation. Ich übernehme trotzdem und rette die Situation. Einer meiner Klienten kommt etwas zu spät, wodurch ich die Möglichkeit habe, noch etwas Schreibkram aufzuarbeiten, den ich am Freitag nicht mehr geschafft hatte.
11.30 Uhr
Ich bin schon wieder eine halbe Stunde drüber und will mich von der Lieblingskollegin in den Urlaub verabschieden. Während ich alles Revue passieren lasse, was in den 4 Tagen meiner Abwesenheit wichtig werden könnte, fällt mir etwas ein, das ich gern vorbereitet hätte, wozu mir aber die Zuarbeit der Lieblingskollegin fehlt. Als ich sie danach frage, kann sie sich zunächst gar nicht erinnern, bringt mir aber 10 Minuten später die Zuarbeit und freut sich, dass ich sie erinnert habe, weil das sonst am kommenden Montag vermutlich schief gelaufen wäre.
12.30 Uhr
Endlich Schluss. Soviel zum freien Tag. Der Sohn hat keine Zeit für mich, um allerletzte Dinge aus dem alten Keller zu holen. Das läuft uns ja nicht weg. Natürlich nicht, aber es versaut mir die wenigen freien Tage, wenn ich es immer und immer und immer noch im Hinterkopf behalten muss.
Ich heule mich bei Katl aus und die gute Seele kommt gleich angesaust und hilft mir beim Einräumen des Schlafzimmers. Das muss fertig werden, weil meine Schwester samt Mann zu Besuch kommt. Geplant war, dass sie am Mittwoch kommt und mit mir zum Festival geht, das am Donnerstag beginnt. Das wäre unkompliziert gewesen. Dann entschied ihr Mann, dass er mitkommt, obwohl er gar nicht mit zum Festival geht. Das ist nicht seins. Na gut, dadurch wurde es schon komplizierter, aber ich bin ja eine Meisterin im Umdisponieren. Und dann entschied er, schon am Dienstag zu kommen. Das brachte für mich heftigen Stress, weil alles einen Tag früher fertig sein muss. Naja, was heißt fertig? Das Schlafzimmer musste so sein, dass man das Bett als Doppelbett aufstellen kann.
Katl kommt, wir trinken einen Kaffee zusammen, dann beginnen wir zu wuseln und bringen erst einmal mein Zimmer in Ordnung, soweit es derzeit möglich ist. Alles geht noch nicht, weil zu einigen Schränken diverse Kleinteile fehlen. Ich frage mich, wo die hingeraten sein könnten. Es fehlt zwar schon immer ein paar dieser Tele, aber so viele, wie jetzt abgehen…?
17.48 Uhr
Kurze Rücksprache mit dem Sohn: Heute nicht!!!
Ich nehme mir einen großen Korb vor, den ich aussortieren will. Trage ihn auf den Balkon. Da können wir wenigstens sitzen. Für Katl ist Feierabend. Sie holt ihr Strickzeug heraus, hilft mir dann aber doc beim Sortieren, denn es sind Garne im Korb. Da kann sie nicht widerstehen. *lach*
18.18 Uhr
Anruf: Der Mann meiner Schwester. Sie fahren morgen erst um die Mittagzeit los. Er muss vorher noch mal zu seiner Firma. Er will auf dem Boden schlafen, er braucht kein Bett. {So ein Quatsch. Das Bett ist doch da, nur am Platz auf dem Boden hapert es.} Das Telefon zwischen Schulter und Ohr eingeklemmt sortiere ich weiter. Eine Stunde dauert das Gespräch, obwohl wir uns zwischendurch schon dreimal verabschiedet haben. *grrrr*
21.00 Uhr
Die Wäsche ist endlich trocken. Der nächste Schwung wartet schon straff geschleudert in der Maschine. Katl spült noch schnell die Gläser, dann macht sie sich auf den Heimweg. Ich trödle beim Wäscheaufhängen. Das gönne ich mir, ein wenig trödeln an diesem Abend.
Das war er, der 5. August 2019.
Wir lesen uns bei Frau Brüllen

Samstagsplausch {03.08.2019}

Guten Morgen ihr Lieben da draußen.
Endlich bin ich wieder da, zurück in der Bloggerwelt und hier bei Andreas Samstagsplausch. Das wurde ja auch Zeit, finde ich.
In den ersten drei Wochen seit dem letzten Samstagsplausch, an dem ich teilnahm, ist nichts Berichtenswertes geschehen. Ich ging treu zum Dienst und abends in die alte Hütte, um sie auszuräumen. An den Wochenenden ebenso. Mehr war nicht. Ich hatte das Gefühl, nur noch dahin zu vegetieren, in einem Schwebezustand, an dessen Ende die Wohnungsübergabe stehen sollte. Danach sollte mein Leben neu beginnen.
Dieser denkwürdige Termin sollte nun am letzten Dienstag stattfinden, musste aber vertagt werden. Warum, habe ich hier näher beschrieben. Inzwischen sind wir bestens auf diesen nächsten Termin vorbereitet, so dass dieser Druck, unter dem ich die ganze Zeit stand, von mir abgefallen ist. Unerwartete Hilfe kam am Freitag auch noch. Diese Ecke aufzuräumen, sollte meine Freitag-Abend-Beschäftigung werden. Die Uraltfreundin hatte reklamiert, dass sie mir Hilfe angeboten, ich sie aber bisher nicht angenommen hatte. Also dachte ich, recht hat sie, so nehme ich ihre Unterstützung beim Einräumen gern an. Leider bekam die Arme just eine halbe Stunde vor Feierabend noch einen Auftrag herein, der mindestens zwei Stunden dauern sollte. Und das am Wochenfeierabend, wenn man sowieso schon breit ist von der Woche. Dieser Teil meiner Räumaktion wurde deshalb vertagt. Dafür habe ich vorhin schon den Computer aus dem Provisorium im Bücherregal befreit und meinen Computertisch im Arbeitszimmer eingerichtet. Stück für Stück geht es voran.

Und sonst?
Umarmung
Am Montag traf ich mich mit Katl auf dem Markt. Als wir zur Pferd-Mensch-Drogerie liefen, entdeckten wir, dass an Steve`s Biergarten das Tor offen stand. Ich lunste hinein, konnte aber nicht erkennen, ob er möglicherweise wieder geöffnet werden soll. Im angrenzenden Wohnhaus war gerade ein Rudel junger Menschen dabei, die vernagelten Fenster zu öffnen und wohl auch ein wenig Ordnung zu schaffen. Und da entdeckte ich ihn, meinen Lieblingsaustralier {ich kenne nur diesen einen}. Als er mich entdeckte, jauchzte er laut auf, ließ fallen, was er in den Händen hatte und kam heraus auf die Straße geflitzt, wo er mir um den Hals fiel und mich überhaupt nicht wieder los ließ.
Es war ein schönes Gefühl, dass sich jemand so sehr freute, mich zu sehen.

Kleine Änderung
Der Georg hat neulich etwas geschrieben zum Thema target=_blank {unterer Abschnitt des verlinkten Textes}. Ein Befehlsfitzelchen, das bewirkt, dass sich Links in einem gesonderten Browserfenster {oder Tab} öffnen und das auch ich seit fast 20 Jahren verwende. Die Seelenstürmerin hat mich schon vor mehr als 10 Jahren darauf hingewiesen, dass ich doch bitte den Lesern selbst überlassen soll, ob sie dieses Extrafenster wünschen oder nicht. Schließlich kann man jeden Link auch ohne dieses target=_blank in einem neuen Fenster öffnen über rechte Maustaste –> Auswahl oder mit Klick auf das Mausrad, was ich mir seit damals angewöhnt habe. Auf dieses Befehlsfitzelchen habe ich trotzdem nicht verzichtet. Bis jetzt. Seit ich nun Georgs Eintrag gelesen habe, lasse ich es nun aber weg.

So, ihr Lieben. Mehr gibt es erst einmal nicht zu erzählen. Habt ein schönes Wochenende. Ich geh dann mal räumen. Man liest sich.

So, dann mal los jetzt…

…nun haben wir schon August, und der Monatserste wäre ein gutes Datum gewesen, um das Bloggen endlich wieder aufzunehmen. Nun ist schon der zweite, und ich will es einfach nicht weiter verschieben.
Ursprünglich dachte ich, sobald die Wohnungsübergabe der Hornstsche hinter mir liegt, hätte ich den Kopf wieder frei und könnte das Bloggen wieder genießen und auch über Themen schreiben, die andere Menschen interessieren könnten.
Nun ist das ein wenig schief gegangen, der erste Übergabetermin ist geplatzt. Wir sind einfach nicht fertig geworden mit der Renovierung und Endreinigung.
Warum nicht? mag mancher fragen. Wir hatten doch genug Zeit! könnten wir denken. Das ist auch so, wir hatten genug Zeit und wir hätten das alles bestens geschafft…[punkt punkt punkt | an dieser Stelle kommt das große ABER]
Als die Zeit bis zum Termin noch reichlich vorhanden war, kamen immer wieder Anfragen an den Sohn, da zu helfen, dort etwas zu richten [unter anderem einen Umzug fremder Leute] und [und darauf bin ich ganz besonders sauer] vom besten Freund des Sohnes, der sein Gartenhäuschen aufgeräumt und geputzt haben wollte, nachdem er viele Monate nicht dort gewesen war. Dies sollte der Sohn erledigen, weil der Freund sich vor Spinnen und Getier gruselt. Und der Sohn hat gemacht. Aus Freundschaft. Da hieß es noch: Ich helfe dir dann auch beim Umzug. {Nicht, dass der Sohn für eben diesen Freund und dessen Familie nicht schon bei vier oder fünf Umzügen tatkräftig zugepackt hätte.} Als es dann konkret wurde und die großen Möbelteile getragen werden sollten, die der Sohn nun wirklich nicht allein bewältigen konnte, hieß es plötzlich: Ich hab’s nicht so mit Tragen, schon gar nicht über Treppen. Aber die Renovierung, die mache ich dann komplett für euch. Das hat er mir auch noch einmal explizit versprochen.
Und als es dann für die Renovierung einen konkreten Termin gab, war der Herr plötzlich nicht mehr erreichbar, ignorierte jede Bitte um Rückruf und ließ den armen Sohn mit der gesamten Arbeit allein. Na, mir braucht dieser Bursche nicht wieder unter die Augen zu treten. Sollte er demnächst im Garten auftauchen, werde ich bestimmt meinen Mund nicht halten können und ihm sagen, wie schäbig ich sein Verhalten finde.
Das Ende vom Lied war, dass wir die Wohnung eben nicht zum vorgesehenen Termin übergeben konnten und dieser Schatten nun immer noch über mir schwebt. Ein Schatten auch insofern diese Vermieterin ihren neuen LAG mitbrachte und dieser sich aufspielte… lassen wir das lieber, sonst rege ich mich nur auf, und das ist dieser Typ mit Sicherheit nicht wert. Immerhin war auch noch eine Dame von der Verwaltung dabei und diese scheint ihr Fach zu verstehen. Zumindest sorgte sie für einen neuen Übergabetermin und klärte ganz allgemein darüber auf, wofür ich finanziell geradezustehen hätte und wofür nicht. Das hat dem seltsamen LAG nicht gepasst, der hätte gern versucht, aus der Übergabe Kapital zu schlagen. Aber nicht mit uns!
Inzwischen hat der Sohn die Renovierung picobello voran gebracht, Katl hat einen speziellen Teil der Reinigungsarbeiten übernommen und dafür meinen Dank verdient. Ein paar Kleinigkeiten sind immer noch zu tun, denn wir machen jetzt natürlich mehr, als wir müssten. Die bekommen ein Schmuckstück von uns zurück, um einiges besser, als ich es damals bekam. Und das, obwohl es völlig unsinnig ist, so zu renovieren, wie wir es nun getan haben.
Das muss ich wohl erklären. In der Wohnung wurde vor 20 {oder mehr} Jahren Teppichbelag von mäßiger Qualität verlegt. Passend dazu wurde an den Wänden ringsum eine ca. 8 oder 9 cm hohe textile Kante geklebt. Nun ist dieser Teppichboden durch die vielen Jahre des Gebrauchs völlig abgewohnt. Da man für Teppichboden eine Lebensdauer von 10 Jahren veranschlagt und dieser schon bei meinem Einzug nicht mehr neu war, wird der Eigentümerin gar nichts anderes übrig bleiben, als den Bodenbelag erneuern zu lassen. Werden dann im Zuge dieser Erneuerung die textilen Kanten entfernt, wird man dort neu streichen müssen. Da wäre es jetzt natürlich viel geschickter gewesen, gleich zu sagen, dass man den Boden erneuert, dann hätte der Sohn die textlien Kanten entfernt und gleich bis zum Boden hinunter gestrichen. Das wäre dann für die Eigentümerin viel sinnvoller gewesen. Der Sohn meinte auch, ich solle da anrufen, und diesen Vorschlag unterbreiten. Aber ich hatte keine Lust auf diesen Zickenkrieg, den die Dame bzw. ihr Begleiter da lostreten wollten. Nun haben sie den Schmutz und müssen vermutlich nach der Erneuerung des Fußbodens noch einmal streichen. Dumm dumm dumm.

Wichtig ist, dass wir bis zur Übergabe den Kellerverschlag und die Bodenkammer wieder verschließen. Der Sohn hatte die Vorhängeschlösser bereits entfernt und schwups hatte doch irgendwer aus dem Haus ein altes kaputtes und farbverschmiertes Möbelstück im Kellerverschlag abgestellt. Geht’s noch? Stellt euch vor, ich hätte da nicht noch mal geschaut, dann wäre vielleicht bis zur Übergabe der gesamte Keller wieder voll Sperrmüll gewesen.
Also, da fragt man sich, was in Köpfen so vorgeht.

Sieben Sachen Sonntag

Sieben Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände gebraucht habe, werden gesammelt von Geraldine.

Getan habe ich eine Menge, auch wenn ich das Gefühl habe, den schönen langen Sonntag, an dem man so viel hätte tun können, unnütz vertrödelt zu haben. Da bin ich nun 6 Uhr aufgestanden, aber anstatt in den Garten zu gehen und dort vor dem Vereinsgelände die Straße zu fegen, bin ich daheim gelieben. Ich hoffe nur, der Sohn hat das Straßefegen übernommen. Da ich ihn nicht erreichen kann, weiß ich es aber nicht sicher und schieb diese Sache als nicht erfüllte Verpflichtung vor mir her. Mist.

Ich habe festgestellt, dass Mutti recht hat. Der Kühlschrank muss in die andere Ecke. Auch Mist. Dann hätte ich nämlich den Türanschlag umbauen lassen sollen. Nachträglich ist das jetzt blöd. Bevor der Kühlschrank verrückt werden kann, muss aber erst mal die provisorische Küchenzeile auf die andere Seite. Ich räume das "mal schnell" um.

Die Beutel mit den Puppen will ich ausräumen. Dazu müssen erst einmal die Regalböden im Eckregal anders angeordnet werden. Die waren nur erst einmal platziert, damit das Regal stabil steht.
Fertig. Links das Regal für die Wolle hat auch gleich noch weitere Regalböden bekommen.
Einer Puppe, einer von den Namenlosen, habe ich den Kopf gewaschen und sie dann zum Trocknen auf den Balkon gelegt.
An meinem provisorisch eingerichteten Computerarbeitsplatz {in einem Teil des Bücherregals} habe ich probehalber eine meiner vielen, vielen CDs in mp3-Dateien umgewandelt und auf eine Mini-Karte gespeichert. Morgen teste ich, ob sie sich im Autoradio abspielen lässt. Da sich neulich die Saxophonmusik von einem stinknormalen USB-Stick hatte abspielen lassen, müsste das eigentlich klappen. Und wenn, habe ich noch viel Arbeit an langen grauen Regentagen vor mir, um alle meine CDs in mp3 zu wandeln, damit ich sie auch in Zukunft wenigstens auf meinen langen Autofahrten ans Meer hören kann.
Für die fertig umgewandelte Scheibe hab ich dann gleich noch eine meiner drei CD-Halterungen in das Bücherregal eingehängt.Allerdings werde ich mit dem Einräumen nicht warten können, bis alle Scheiben umgewandelt sind, sonst stehen die Kisten mit den CDs zu Weihnachten immer noch hier herum.
Dieser Klebebandabroller funktioniert, wie ein toter Hand beißt, deshalb habe ich das Teil gleich in den Kunststoffmüll geworfen und diesen auch gleich noch weggebracht. So kam ich wenistens mal vor die Tür.
Ach und ich habe eine Wassermelone getragen. Die schlachte ich jetzt noch und dann mache ich es mir mit einem Krimi gemütlich, denn für heute habe ich genug gearbeitet. Wobei das natürlich schöne Arbeiten waren. Ich sehe gerade, es ist schon 21 Uhr durch. Na, da kann wirklich Schluss sein.
Euch allen morgen einen guten Start in die neue Woche.

Samstagsplausch {06.07.2019}

Guten Morgen ihr Lieben da draußen. Mein heutiger Beitrag zu Andreas Samstagsplausch wird nur kurz, denn ich möchte euch nicht das soundsovielte Mal mit meinem Umzug nerven, der immer noch nicht fertig ist.
Lichtblicke waren dabei der Mittwoch, als wir nach scheinbar endlosen Arbeiten das Schlafzimmer endlich fertig hatten {ich hab aber auch viel Geraffel}, gestern, als Telefon und Internet auf die neue Wohnung umgeschaltet wurden und heute, wenn in der Zeit von 12 bis 19 Uhr der neue Kühlschrank geliefert wird. Dass ich die ganze Zeit hier warten muss, macht gar nichts, denn ich kann sie gut nutzen, um mal die Regale im neuen Schlafzimmer umzugestalten und zu füllen.
Vorher will ich noch schnell in den Garten, um die Wäsche aufzuhängen, die ich heute Morgen schon gewaschen habe und die von gestern wieder zu holen. Dann hole ich noch die Mutti ab. Sie kann hier mit mir gemeinsam auf den Kühlschrank warten. Da ist sie nicht allein und muss auch nicht mit den anderen alten Damen zusammen sein.
Wer einmal im Einzelnen wissen möchte, wie ich meine Tage ausfülle, kann hier schauen, denn gestern war der 5. und im Zuge des Projektes Was macht du eigentlich den ganzen Tag habe ich genau das wieder einmal aufgeschrieben.

Weil Andrea sich heute Gedanken über Zufriedenheit gemacht hat, möchte ich euch noch den Donauangler von KEIMZEIT an Herz legen. Click. Da heißt es am Ende: {Zitat}Cheria, cherio – Der am Fluß wünscht sich ans Meer. Und wäre er dort irgendwo, so wünschte er sich wieder her.{Zitat Ende}

WmdedgT – Juli 2019

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? fragt Frau Brüllen auch heute wieder.
Die letzten Monate waren so voll, dass ich diese schöne Aktion entweder ganz vergessen hatte, oder zu spät daran gedacht oder schlicht keine Zeit gefunden hatte für einen Tagebuchblogeintrag. Heute ist das zum Glück etwas anders. Der Job hat sich vorübergehend ein wenig beruhigt, ein Großteil der Wir-räumen-die-alte-Wohnung-Aktion ist geschafft, Rechner und Internet sind in das neue zu Hause umgezogen, was soviel heißt, wie: Ich könnte täglich bloggen. Immer wenn ich für WmdedgT schreibe, frage ich mich auf’s Neue, warum ich das nicht täglich tue, so wie früher, ganz früher, als ich noch mehrere kurze Einträge am Tag schrieb, so wie es der Engelbert immer noch tut. Immer, wenn ich bei Georg lese, wünsche ich mir ebenfalls, jeden Tag zu bloggen. Dabei muss ich bei meinem Lebenswandel schon froh sein, wenn ich jeden Samstag eine Wochenrückschau schaffe. Hach, vielleicht wird es jetzt tatsächlich besser.
Immerhin ist heute erst einmal wieder ein Tagebuchbloggeintrag angesagt. Auf geht’s!
04:42 Uhr
Ich bin 18 Minuten vor dem Wecker wach und quäle mich aus dem Bett und ins Bad. Mit jedem Tag, den die Woche fortschreitet, fällt es mir schwerer, morgens in Gang zu kommen. Kein Wunder, denn seit rund drei Wochen habe ich nie mehr als 5 Stunden Schlaf pro Nacht, am Wochenende höchstens 6. Dafür arbeite ich 9 bis 11 Stunden im Job und danach in der alten oder manchmal auch in der neuen Wohnung, wobei mir letzters Freude macht, während die Arbeiten in der alten Wohnung zunehmend schwerer fallen, je länger sie sich hinziehen. Egal, einst wird es besser.
Im ansonsten leeren Flur installiere ich den Router und hoffe, dass das Lämpchen am Abend nicht mehr weiß, sondern grün leuchtet.
06:05 Uhr
Ich verlasse das Haus, muss aber noch einmal zurück, weil ich nach dem Lüften vergessen habe, die Balkontür zu schließen. Auf dem Weg zum Parkplatz wird noch schnell der Verpackungsmüll entsorgt. Dann starte ich in Richtung Garten.
Seit ich in der neuen Wohnung bin, haben sich die Morgenrituale grundlegend verändert, schon allein, weil ich einen völlig anderen Weg zur Arbeit nehmen muss/kann. Seit Dienstag habe ich eine weitere Änderung vorgenommen, weil ich mit dem Sohn vor der Arbeit eine Tasse Kaffee im Garten trinken möchte.
Im Garten wuselt der Sohn um mich herum, stellt einen Stuhl für mich auf die Terrasse, stellt mir Kaffee hin, packt einen Kohlrabi und eine Gurke aus eigener Ernte in meine Tasche und nimmt mir komplett die Ruhe mit seiner Wuselei.
Die Wäsche, die ich gestern spät noch aufgehängt hatte, ist noch nicht ganz trocken und darf noch im Garten bleiben. Heute ist der erste graue Tag seit Wochen, aber regnen wird es wohl nicht.
Bevor ich gehe, nehme ich noch den Anblick meines neuen Blumenbeetes mit.
In der Firma führe ich zunächst zwei Einzelgespräche. Manchmal brauchen das auch Menschen, die üblicherweise nicht in der Einzelbetreuung sind. Es wird deutlich, dass ich etwas bewegen konnte.
15:30 Uhr Wochenfeierabend – schön wäre es.
Ich quäle mich quer durch die Stadt zur alten Wohnung. Heute wollen wir die Küche leer räumen. Katl meint, das ginge schnell. Auch ich bin zuversichtlich. Allerdings werde ich unterwegs immer müder und stelle mir vor, falls die Katl noch nicht da ist, dass ich mich dann für 20 Minuten in den alten Sessel setze für ein kurzes Power Napping.
Als ich die Treppe herauf komme, stehen Katls Schuhe vor der Tür. Also nix mit Power Napping, erst recht nicht, als ich sehe, was Katl schon geschafft hat. Da hätte ich ein schlechtes Gewissen, mich jetzt auszuruhen.
Wir beraten kurz das weitere Vorgehen und ich bringe die Beutel für die Kleidersammung zum Auto. Durch das Treppauf-Treppab werde ich wieder munter.
Zwei Stunden später beenden wir unsere Räumaktion für diesen Tag. Ich muss dringend etwas essen, mir ist schon richtig übel. Zunächst flitze ich kurz vor Ladenschluss noch in den N-Markt, um noch ein paar Kleinigkeiten für morgen zu kaufen. Wirklich nur Kleinigkeiten. Dann steht der Sammelcontainer auf dem Plan. Bei jedem Beutel, den wir hinein werfen, denke ich, welch schöne Stücke die Bedürftigen da bekommen, wenn es denn wirklich Bedürftige bekommen. Man hört da so viel…
Dann endlich fahren wir zum Kino. Davor hat sich vor kurzem ein Döner-Bistro angesiedelt. Hier genießen wir unser Abendessen. Zu etwas anderem {Grieche oder Asiarestaurant} reicht die Kraft nicht mehr. Das Tischchen unter einem Lindenbaum ist an diesem Abend genau der richtige Platz für mich.
21:30 Uhr
Als ich zur Tür herein komme, zwinkert mir vom Router ein grünes Licht entgegen. Jippie, die Umschaltung hat funktioniert. Natürlich muss ich gleich noch das WLAN testen. Handy super schnell. Rechner etwas langsamer, was aber nicht an der Verbindung liegt, sondern an meinem Rechner-Veteran. Der ist mit seinen 15(!!!) Jahren nun mal nicht mehr der Schnellste. Da passt er zu mir. Ich bin nicht mehr in der Lage, diesen Eintrag zu Ende zu schreiben. Ich bin zu gar nichts mehr in der Lage, weil ich einschlafe, wo immer ich mich niederlasse. Außerdem ist mir mein provisorischer Computertisch {ein großer Umzugskarton} doch zu provisorisch. Ich kann so nicht schreiben.
Ich texte noch ein wenig mit meiner Schwester.
22:30 Uhr
Evchen ruft an. Das freut mich riesig und wir schwatzen eine ganze Weile. Wenn du fertig bist mit Einräumen und deine neue Wohnung wieder begehbar ist, komme ich Einzug feiern, sagt sie und lacht. Es ist schön, am Abend eines so vollgepackten Tages noch einmal von Herzen zu lachen.

Samstagsplausch {29.06.2019}

Verrückte Tage…
Oh ja, die letzten beiden Wochen waren unglaublich voll gepackt. Ich denke immer, noch voller geht es nicht, noch mehr halte ich nicht aus. Und dann stelle ich fest, es ging voller und ich habe es ausgehalten. Wahrscheinlich deshalb, weil es zwischen all der vielen Arbeit immer wieder schöne Momente gibt, schöne Begebenheiten.
Ein Beispiel war
Samstag, 15. Juni
Früh am Morgen schrieb ich den Samstagsplausch. Dann machte ich mich auf den Weg zum Möbelschweden, weil ich tags zuvor nicht alles hatte mitnehmen können. Schon unterwegs verabredete ich mich mit Mutti, die so gern in den Garten wollte und außerdem im Kaufmannsladen noch eine Topfpflanze kaufen wollte. Die Einkäufe vom Möbelschweden lud ich in der neuen Wohnung ab, holte den Freund des Sohnes in dessen
Garten ab, dann die Mutti von daheim. Dann wurde der Freund bei seinem Fahrrad abgesetzt und weiter ging es mit Mutti zum Kaufmannsladen.
15 Uhr waren wir endlich im Garten, wo ich anfing, Salate zu schnippeln.
Und dann, gegen 16 Uhr trafen Janine und Frank ein zum Hochzeitsbilder gucken, schwatzen, grillen. Es war ein wunderschöner Nachmittag und Abend, der unbedingt wiederholt werden möchte.
In der Firma
…ging es in beiden Wochen richtig rund, nahezu ohne Pausen zwischen 9 und 11 Stunden täglich. Die freudigen Momente ergaben sich in der ersten Woche dadurch, dass einer der Lieblings-Gartennachbarn einen Weiterbildungkurs belegt hatte, mit dem zwar nichts zu tun hatte, aber wir begegneten uns dauernd auf dem Flur und nahmen uns immer die Zeit für einen kleinen Scherz. Mein Ausgleich für die fehlenden Pausen. Leider dauerte sein Kurs nur eine Woche. Dafür kam in der zweiten Woche die Lieblingskollegin wieder. Die zusätzlichen Verwaltungsarbeiten, die ich während ihrer Krankheit übernommen hatte, blieben jedoch bei mir. Lichtblicke erlebte ich in dieser Zeit mit ein paar Klienten, mit denen die gemeinsame Arbeit richtig Spaß machte und gute Ergebnisse erbrachte.
In der neuen Wohnung
…schloss der Sohn die Renovierung ab und baute Betten und Regale auf.
In der alten Wohnung
…sind wir nur noch am räumen. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass wir nur die "guten Dinge" herausholen und den ganzen großen Rest entrümpeln lassen. Nun stellt sich aber heraus, dass der Rest zum Entrümpeln sehr klein ist und ich einfach viel zu viel "gute Dinge" besitze. Freilich brauche ich die nicht alle. Es sind ohnehin erstaunlich wenige Dinge, die man wirklich braucht. Aber wegwerfen mag ich sie natürlich nicht. Und verschenken oder verkaufen braucht Zeit. Das bedeutet, dass ich doch viel mehr mitnehmen muss, als ich ursprünglich dachte. Das muss dann alles erst mal in den Keller und wenn die alte Wohnung dann endlich leer und abgegeben ist, wird Stück für Stück der Bestand ausgedünnt. Nutzt nix, geht nicht anders, weil ich viel zu spät erst die Schlüssel für die neuen Wohnung bekam.
Seit Freitag, 21. Juni
…schlafe ich nun in der neuen Wohnung und fühle mich dort sehr wohl. Weil die Kücheneinrichtung auf sich warten lassen muss (ich wäre momentan völlig überfordert damit, auch noch eine Küche zu planen), kann ich außer meinem Milchkaffee nichts zubereiten. Das bedeutet, dass ich jeden Abend, wenn ich mit der "Räumschicht" und auch körperlich fertig bin, in den Garten gehe, dort Salat schnipple oder auch mal ein Knäckebrot belege. Knäckebrot habe ich gerade wieder einmal für mich entdeckt.
Einmal, mitten in der Woche, fing der Sohn spät abends noch an zu grillen. Das war sehr fein. Da gab es lecker Hühnchen. Insgesamt sind die Abende im Garten sehr entspannend. Das schafft einen schönen Ausgleich zu all dem Stress.

Neulich hatte ich einen letzten Blick aus dem alten Wohnzimmerfenster gepostet. Heute schauen wir aus den neuen Wohnzimmer.

Nun bringe ich noch diesen Eintrag zu Andrea und dann beginnt das Räumen wieder.
Habt alle ein schönes Wochenende.

Samstagsplausch {15.06.2019}

Einen wunderschönen guten Morgen. Dieser Samstag ist genauso vollgepackt mit Vorhaben, wie es schon die gesamte Woche war und wie es auch die folgenden Wochen sein werden. Aber, und das finde ich ganz wichtig, es sind auch schöne Ereignisse und Erholungszeiten mit eingeplant. So werden heute Nachmittag "meine" frischgebackenen Eheleute in den Garten kommen. Wir wollen Hochzeitsfotos gucken, vielleicht Wohnung gucken und später gemütlich grillen. Das wird fein.
Vorher, also gleich nachher 😉 will ich noch zu einem Lebensmittelmarkt. Ich brauche noch alkoholfreien Sekt, damit wir anstoßen können auf alles, worauf wir so anzustoßen haben. Da gibt es einiges. Und zum Möbelschweden will ich auch noch mal, weil das gestern nicht ganz so gelaufen war, wie geplant.
Zu Anfang lief es ganz prima. Die gute Katl holte mich von Arbeit ab, weil das schon der halbe Weg von daheim zum Möbelschweden ist. Dann fuhren wir dort raus, fragten uns zu dem Bettgestell durch, das ich mir herausgesucht hatte und zu den Matratzen. Das Verladen dauerte eine Weile, weil wir die Kartons nicht ins Auto bekamen, sondern alles auspacken mussten. Das war vorher schon klar, nur dauerte es eben seine Zeit. Und wir stellten fest, dass wir das zweite Möbelstück, was ich auch noch kaufen wollte, eben doch nicht bei dieser Tour mitnehmen konnten. Das hatte ich schon vermutet. Wir gingen noch mal rein, um noch ein paar Kleinteile zu beschaffen und vor allem erst einmal etwas zu trinken. Da ich den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte, gönnte ich mir gleich noch ein Abendessen.
Alles war richtig schön und rund und ich freute mich sehr, wie gut alles klappte. Wir wollten schnell ausladen fahren und dann das andere Möbelstück noch holen. Zeitlich hätte das gepasst und es hätte mir eine weitere Tour an einem anderen Tag erspart. Dann passierte leider der Katl ein Malheur, was Zeit kostete und die Idee, an diesem Abend noch einmal zum Möbelladen zu fahren, zunichte machte. Immerhin haben wir unsere Einkäufe noch in die Wohnung gebracht. Dann machte die Katl sich auf den Heimweg. Und ich? Ich spürte plötzlich, wie nach diesem vollgepackten Freitag die Luft raus war und ging einfach in den Garten, in der Hoffnung, den Sohn anzutreffen. Dieser war noch unterwegs, so setzte ich mich auf die Schaukel, legte die Beine hoch und las ein paar Seiten. Immerhin war es inzwischen 21 Uhr. Da kann ja auch Schluss sein.
Die Ruhe im Garten war himmlisch. Als der Sohn kam, schwatzten wir ein wenig, er ging noch mal los zum Nachbarn auf einen Schwatz und ich schlief auf meiner geliebten Schaukel ein. Mitternacht machte ich mich dann doch noch auf den Heimweg, damit ich heute Morgen an Ort und Stelle bin und unter anderem diesen Text hier schreiben kann.

Und sonst? Ich könnt es euch denken, die Wohnungsübergabe fand in dieser Woche tatsächlich statt. Das war am Dienstag und es lief alles sehr gut, bis auf eine Kleinigkeit. Das Schloss an der Wohnungstür muss noch ausgetauscht werden. Das sollte zeitnah erfolgen, und muss ja auch. Seitdem habe ich allerdings von der Wohnungsverwaltung nichts mehr gehört. Wie nah ist zeitnah? Vermutlich wie in den meisten Wohnungsverwaltungen, sie haben die Kaution, sie haben die Miete, der Rest ist denen egal. Blöd war, dass ich nicht einmal drängeln konnte, weil ich in dieser Woche in der Arbeit wieder dermaßen eingespannt war, dass nicht einmal die drei Minuten für einen Anruf drin waren. Nächste Woche muss ich die Zeit aber unbedingt finden, obwohl die Lieblingskolllegin immer noch krank ist und der Stress dadurch bestimmt nicht weniger wird.
Erstaunlicherweise stecke ich das zur Zeit alles ganz gut weg und schaffe es, nach Feierabend weiterzuflitzen und eine Menge zu schaffen. Muss ich ja auch, denn den Umzug will ich schleunigst hinter mich bringen, damit wir den Sommer genießen können.
Jetzt schaue ich kurz noch bei Andrea vorbei und bringe diesen Eintrag in die Plauderecke und genieße meinen ersten Kaffee…
Und dann auf in den Tag.
Habt alle ein schönes Wochenende.