Sonntags {17. Januar 2021}

Es ist Abend und ich möchte mich unbedingt noch zu drei Themen äußern.
Foto des Tages
14/365
Die Hexe hat ihr Schulzeug gleich dagelassen. Ich mache zu Hause sowieso nicht weiter. Mit dir macht das viel mehr Spaß, ich lerne was und schaffe viel. Darf ich das hier liegenlassen?
Und nun liegt es da. Auf dem Sessel. Und ich möchte mir was einfallen lassen, wo ich es hinräume. Tja.
15/365
Wieder Schule. Diesmal Fachrechnen in der Berufsschule. Ich mache das total gern. Braucht jemand noch eine Mathe-Lehrerin oder Dozentin? Ich hätte gerade Kapazitäten.
17/365
Das Spinnrädchen fiel mir vorhin beim Ausräumen eines Regalfaches in die Hände. Das stand früher bei meiner Oma in der Vitrine, und wenn ich ganz lieb war {war ich meistens} gab sie es mir heraus und ich durfte das Rädchen drehen. Damals war ich ungefähr 4. Wen wundert es da noch, dass ich irgendwann spinnen lernte und auch Geschichten vom Spinnrad schreibe?

Die Sonntags Top 7
gibt es wie immer bei Anni.
Lesen
Damit die Statistik nicht gleich zu Anfang des Jahres wieder ins Stolpern gerät, hier die beiden Krimis, die ich seit Jahresbeginn gelesen habe.
Das Matjesmassaker
Das Flunderfiasko {Noch nicht ganz fertig, aber wahrscheinlich lese ich es heute Nacht noch zu Ende.}
Beide Krimis von Ivo Pala, der hier in einem frischen Stil schreibt, als säße er dir im Sessel gegenüber und erzähle von seinen Erlebnissen, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Erfrischende Unterhaltung. Gute Ablenkung von all dem Blöden da draußen.

Musik
Die Hexe hatte einen Vortrag vorzubereiten und wusste zunächst gar nicht, worüber sie referieren wollte. Ein Thema war ihr viiiiel zu persönlich, als dass sie sich damit vor ihre teilweise seltsame Klasse gestellt hätte. Wir vertagten das und widmeten uns anderen Aufgaben. In einer Pause meinte sie mit in die Ferne gerichtetem Blick: Da will ich unbedingt mal hin. Und dann referierte sie so wunderbar über Schottland, warum sie dahin möchte, was sie von dem Land und einer Reise dorthin erwartet. Was lag näher, als ihr die inoffiezielle Hymne Schottlands vorzuspielen. Da hatten wir gleich noch etwas Englisch-Unterricht, weil die Dozentin in mir nicht umhin konnte, mit dem Mädel gemeinsam den Text zu übersetzen.

Flimmerkiste
Einem Hinweis von Illy folgend schaute ich mir ein paar Folgen einer 50 Jahre alten Serie an {fünfzig Jahre} und habe mich wieder köstlich amüsiert.

Seltsam ist allerdings, dass die Folgen hier immer gleich zweimal hintereinander abgespielt werden. Tja.

Erlebnis
Schön war das Lernen mit der Enkelhexe. Hoffentlich dürfen wir das auch weiterhin tun.

Genuss
Hmmm, ja. Als die Hexe da war, habe ich gekocht. Schweinsmedaillons mit Apfelspalten, dazu Brokkoli und Kartoffelpü.

Web-Fundstück/e
Dazu habe ich diese Woche tatsächlich mal was beizutragen, muss allerdings auch warnen, da es dort sehr viel Werbung für irgend so nen Messerhersteller gibt. Es gibt aber auch tolle Rezepte, und vor allem die kleine Kräuterkunde hat mir gefallen.

Hobby
Na, gestrickt hab ich natürlich. War euch schon klar, oder? Ein paar Bilder hab ich im Nadelgeplapper verewigt, ein bissel was seht ihr hier gleich noch beim…

Sieben-Sachen-Sonntag
Was ich am Sonntag mit meinen Händen getan habe…
Erste Amtshandlung: Kaffeewasser aufsetzen.
Aus der Restekiste drei Reste herauskramen…
…und gleich ein Patch an die Kissenhülle nadeln.
Später beim Kaffee {das Wasser war zwischendurch schon wieder kalt geworden} an der Socke gestrickt, die ich am Abend zuvor angeschlagen hatte, weil ich was farbenfrohes brauchte.
Da fällt doch beim Abwaschen der Henkel vom Topf. Ich versche, diesen wieder anzuschrauben, was mir einfach nicht gelingen will. Hm, das versuche ich später noch mal. Jetzt habe ich dafür gerade keinen Nerv.
Stattdessen schnipple ich mal wieder Kartoffeln, bestreue sie mit Salz und Chiliflocken und backe sie knusprig.
Zum Vergleichen hänge ich eines meiner "Drunterziehchen" an die Tür und den noch immer nicht fertigen Pullover daneben. Anhalten, vergleichen, messen. Noch zwei Zentimeter, dann kann ich mit dem Musterbündchen{-bund} beginnen. Yeah!

Jetzt stricke ich die Socke von heute Morgen fertig und schaue noch eine Folge von Die 2.
Vorher bringe ich diesen Eintrag noch zu Anni und Geraldin.

Samstagsplausch {16.01.2021}

16/365
So richtig glücklich macht mich der Glückstee nicht. Er schmeckt mir nicht. Ich mag es einfach nicht, wenn der Geschmack von Kräutertees mit Süßholz aufgewertet verschlimmbessert wird. Mal sehen, mit ein paar Tröpfchen Milch sollte es gut sein.

Und schon wieder bin ich spät dran mit meinem Beitrag zum Samstagsplausch. Warum? Weil ich wahrscheinlich bei der Telefonseelsorge arbeite, allerdings unentgeltlich. Schon wieder bekam ich einen Anruf, in dem ich Lili über eine Stunde lang zuhören durfte. Ja, sie ist nicht mehr die Jüngste, ja, sie ist den ganzen Tag allein zu Hause, der Sohn kommt erst abends von der Arbeit und will dann oft nicht reden. (Kann ich nachvollziehen) Ja, ihr fehlen die Kontakte und der Schwatz über den Gartenzaun. Hm. Ich höre mir das alles an. Bei jedem Anruf wieder. Immer das Gleiche. Sie fragt nie, wie es mir geht. Nie. Und wenn ich doch mal versuche, etwas zu erzählen, hört sie entweder gar nicht zu und redet weiter von sich. Oder sie sagt: Ja, da lasse ich dir jetzt mal wieder deine Ruhe! und schwups hat sie aufgelegt.
Ist euch das auch schon mal aufgefallen? Die Menschen wollen gar nicht mehr miteinander reden. Sie wollen von sich erzählen, aber hören wollen viele nichts. Das ist ganz praktisch, wenn man selbst lieber nicht reden mag (wie ich oft). Aber manchmal komme ich mir dann auch ziemlich ausgenutzt vor. Und manchmal frage ich mich, warum diese Menschen anrufen, wenn sie von mir ja doch nichts hören wollen. Monologe halten könnten sie doch auch in einem eigenen Blog oder in Podcasts. Hm?
Kennt ihr das auch? Oder seid ihr der Meinung, ich bin vielleicht undankbar und sollte lieber froh sein, dass Menschen sich bei mir ihren Frust von der Seele reden? Ist ja schließlich auch ein Vertrauensbeweis. Hm?

Und sonst so?

Die Woche zwei Worten
Überwiegend grau.

Der Rückblick
Den fasse ich jetzt mal schnell zusammen, also keine Auflistung der einzelnen Tage, sondern das Wikchtigste in Kürze. an zwei Tagen habe ich die "Beschulung" der Enkelhexe übernommen. Sie ist total glücklich darüber, weil sie viel geschafft und auch viel begriffen und gelernt hat.Wir würden das sehr gern fortsetzen. Aber es kann sein, dass das mit dem noch schärferen Lockdown nicht mehr erlaubt sein wird. Langsam frage ich mich, wohin das noch führen soll. Bekommen wir demnächst alle elektronische Fußfesseln angelegt? Und was soll es bringen. Die wirtschaftsschädigenden Maßnahmen werden immer drastischer, aber die Infektions- und sonstige Zahlen werden immer höher. Da könnte man doch nun auf zwei verschiedene Ideen kommen. Entweder, diese Maßnahmen, so hart sie auch werden und so viel sie auch zerstören, sind in Bezug auf die Infektion schlichtweg sinnlos, weil sie keinen Rückgang bewirken. Oder die immer weiter steigenden Zahlen sind erfunden, zumindest übertrieben. Ich weiß es nicht, aber mir kommen starke Zweifel an der Sinnhaftigkeit immer weiter verschärfter Maßnahmen. Ganz davon abgesehen, dass viele Menschen zwar vielleicht nicht an Covid-19 erkranken (obwohl man das angesichts der Zahlen auch nicht sicher weiß), aber bleibende Schäden an ihrer seelischen Gesundheit davon tragen.
Ich habe Angst.

Die übrigen Tage war ich brav daheim. Habe versucht zu stricken, versucht zu schlafen, versucht, mich von meinen Ängsten abzulenken. Funktioniert nicht besonders. Na, schaun wir mal.
Jetzt komme ich erst mal zu Andrea und hoffe, dass eure Einträge mich ein wenig aufmuntern.
Bleibt gesund
Eure Mira

Mittwochs Schule

13/365
Die Tagesbilder sind heute zwei, die zusammenhängen.

[Mira]: "Oder möchtest du über Martin Luther schreiben? Wenn ihr den in der Schule behandelt habt, kommt das vielleicht gut."
[Hexe]: "Martin Luther? Nie gehört. Also, schon, aber nicht in der Schule. Das war doch der mit dem Feiertag an Halloween?"
[Mira]: *lacht* "Ja, der war das. Ich finde es auch nicht sinnvoll, über die Träume anderer Leute zu schreiben, erst recht, wenn sie vor 500 Jahren gelebt haben. Was wissen wir denn schon über deren Träume? Aber ihr müsst den behandelt haben, sonst würde eure Lehrerin doch nicht auf ihn verweisen."
[Hexe]: *nachdenklich* "Hm. Das wüsste ich doch, schon wegen dem Feiertag. Des Feiertags." {Jaha, die Hexe kann das noch mit dem Genitiv, wenn auch nicht immer.}
[Hexe]: "Vielleicht im Lehrbuch? Welche Seiten waren das nochmal?"
[Mira]: *schlägt das Lehrbuch auf*
"Nee, oder?"
Die Hexe hat dann über Schottland geschrieben, dass und warum sie da mal hin möchte. Das ist ihr Traum. Darüber zu erzählen, wurde sie gar nicht fertig.
Aber was ist mit den Kindern, deren Eltern oder sonstige Ersatzlehrer diesen Lapsus der Lehrerin gar nicht bemerken? Die glauben jetzt womöglich, der Reformator und der Bürgerrechtler seien eine Person. *kopfschüttel*

12 von 12 im Januar 2021

12_von_12 gesammelt von Caro bei Draußen nur Kännchen.
Wie soll soll ich nur an einem Lockdown-Tag ganz allein zu Hause 12 Fotos zusammen bekommen? Klar, Kaffeetasse, Waschmaschine diverse Kochtöpfe und vielleicht das Strichzeug? Aber das habt ihr doch schon unzählige Male bei mir gesehen. Genau das bringt mich auif einen Gedanken.
Zuerst aber gibt es das Bild des Tages
12/365
Meine alten Druckerpatronen sind dermaßen so uralt, dass sich schon die Etiketten zusammenrollen, und nachdem ich am Wochenende noch diverse Aufgaben aus dem Lernsax ausgedruckt habe, damit die Mädels sie abarbeiten können, sind sie nun auch endgültig leer.

Tja nun, normalerweise wäre ich am Montag losgetobt, um neue Patronen zu kaufen. Aber Druckerpatronen gehören nicht zum täglichen Bedarf, dürfen also nicht angeboten werden. Welch ein Irrsinn. Zum täglichen Bedarf zählt nur, was man täglich kauft. Aber Dinge, die eine längere Lebensdauer haben, gehören nicht dazu, auch wenn man sie täglich nutzt. Das fiel mir schon im Dezember auf, als Muttis Toilettensitz entzwei ging. Da war es nicht möglich, einen neuen zu kaufen. Wir mussten einen bestellen, und bis der geliefert wurde, musste die Kleine Frau mehrmals täglich den gesprungen Sitz benutzen, immer in der Gefahr, sich daran ihren Poppes einzuklemmen. *kicher*
Und nun ist das mit den Druckerpatronen das gleiche. Wir brauchen sie dauernd, schon allein, um die Mädels zu beschulen. Was manche Lehrer ins Lernsax einstellen, ist dabei moch ein Thema für sich. Mit Unterricht hat das oft wenig zu tun. Hauptsache man beschäftigt die Schüler mit massenhaft Aufgaben, die man mit wenig Aufwand aus dem Netz kopiert oder man gibt einfach Lehrbuchseiten an: "Von Seite 20 bis Seite 30 alle Aufgaben" Was bitte soll das? Das hat doch mit Unterricht nichts zu tun. Viele Lehrer machen sich das sehr einfach, zu einfach für meinen Geschmack. Und dafür bnekommen die auch noch ihr volles Geld. Oder nicht?
Ich kenne auch Lehrer, die das anders handhaben, ganz anders. Im Interesse ihrer Schüler. Beispielsweise Regula, die sich für ihre SchülerInnen immer ganz tolle Sachen einfallen lässt. Aber sie gehört leider ganz offensichtlich zu einer Minderheit.

Weil ich nicht so recht wusste, wie ich 12 Fotos zusammenbekommen könnte, schaute ich mal, was mir vor einem Jahr eingefallen ist und musste lachen…
Diese Collage hatte ich damals gezeigt. und nun seht, was ich heute auf den Nadeln habe… Ein Patch aus dem Garnrest von damals.
Und an den Füßen… Eben jene Socken. Ich schwöre, das ist Zufall.

Wetter bietet immer interessante Vergleiche.
Heute und . Vor einem Jahr Vor drei Jahren…
180112_072803 Vor vier Jahren… Die letzten beiden Fotos zeigen übrigens die gleiche Straße.

Ich hoffe, dass ich im Februar mehr Gelegenheiten für aktuelle und aussagefähige Fotos haben werde.
Eure Mira

12 von 12 im Januar 2020
12 von 12 im Januar 2018
12 von 12 im Januar 2017

Am Ende des Tages

…noch Der Montagsstarter von Anni und Martin. und diversen GastautorInnen.

1_Die guten Vorsätze halten nie lange. Deshalb habe ich gar nicht erst welche gefasst, das erspart das schlechte Gewissen, wenn man sich nicht daran hält 😉.

2_Die Tipperei am Handy kann ich nicht leiden. Deshalb blogge ich nicht übers Hansdy und deshalb habe ich WhatsApp und Telegram auf dem Rechner. Da kann ich viel entspannter schreiben und mit weniger Fehlern.

3_Ich bin, glaube ich, überhaupt kein Freak.

4_Freiheit brauche ich zum glücklich sein. Das ist ein großes Wort, aber ich merke seit fast einem Jahr, wie sehr dieses Eingesperrt sein und diese ständigen Verbote mein Wohlbefinden negativ beeinflussen, von Glück gar nicht erst zu reden.

5_Blau ist eine wunderbare und lange Zeit meine Lieblings-Farbe. Neuerdings tendiere ich jedoch mehr zu grün.

6_Aber jetzt sag mal bitte, wie würdest du entscheiden? Karriere oder Liebe? Ich mein ja nur.

7_Diese Woche habe ich die Beschulung der Junghexe geplant und außerdem steht erstmal nix im Kalender.

Es ist gleich Mitternahct, aber ich fand die Textstücke so schon, dass ich mich unbedingt noch darin verewigen wollte.
Danke schön.
Eure Mira

Sieben Sachen Sonntag {10. Januar 2021}

Auch wenn es immer nur wenige Mitstreiter gibt, habe ich Freude an Geraldins Sieben-Sachen-Sonntag. Und so möchte ich euch auch diese Woche zeigen, was ich am Sonntag alles mit meinen Händen getan habe.
Brot getoastet und vergessen. Nun ist es hart.

Trotzdem mit Lachs belegt und dann in Ruhe gefrühstückt. Schlimm genug, dass ich das allein tun muss. Immerhin habe ich mir dabei Zeit für mich genommen.
Ebenfalls etwas für mich war das Haare schneiden. Ja, ist nicht viel ab. Es war auch nur das/der (???) Pony. Alles andere darf einfach wachsen. Das schneidet irgendwann die Kleine Frau, die aber schon meinte: Da warten wir bis Ostern, dann machen wir das im Garten. Den gleichen Gedanken hatte ich auch.
Weiter ging es mit Schnippeln. Nämlich die Kartoffeln, die mit Öl, Paprika und wenig Salz bestreut im Ofen bruzeln durften, während ich das übrige Mittagessen zubereitete.
Serviert und geschmaust. Ja, ich koche so etwas auch für mich allein. Sonntags oder wenn mir danach ist. Dies ist gleichzeitig mein Tagesfoto 10/365
Am Nachmittag war Scheibenkratzen angesagt. Das Auto hatte ich seit Donnerstag nicht mehr bewegt. Deshalb war es noch eingeschneit.
Und auch am Abend gab es wieder einiges zu schnippeln. Saure Gürkchen diesmal und Würstchen. Daraus wurde dann ein feiner Wurstsalat. Hmmm. Lecker.

Nun erst einmal tschüß bis nächsten Sonntag
bleibt gesund
euire Mira

Samstagsplausch {09.01.2021}


Manchmal hilft es, den Samstagsplausch schon unter der Woche ein wenig vorzubereiten, damit man am Samstag nicht mehr so viel schreiben muss und frühzeitig bei Andrea sein kann. Da ist das mit dem Erinnern auch einfacher.
Nur hat das mit dem frühzeitig heute mal wieder nicht geklappt, weil schon kurz nach sieben der erste Anruf kam und mich aufhielt. Dann WhatApp-Nachrichten, die unbedingt beantwortet werden mussten, weil sie wichtig waren. {Dazu komme ich noch.}
Tja nun.
Die Woche zwei Worten
Schwarz-goldener Farbverlauf

Der Rückblick
Samstag, 02. Januar 2021
An die Jahreszahl musste ich mich erst gewöhnen. Ich tippte immer 2012 statt 2021. Wollte mir diese Zahl etwas sagen? Ich habe mal den Januar 2012 aus dem Archiv gekramt. Damals hab ich das auch versucht mit dem täglichen Bild. Das werde ich mal weiter verfolgen.
Ansonsten war der Samstag wieder recht fremdbestimmt, weil die Mutti einkaufen wollte, der Sohn zu seinem Fahrrad gebracht werden musste. Dann hatte die Mutti noch Heringssalat gemacht, weil sie wollte, dass wir zusammen essen. Ich konnte dann aber nicht auf Sohn und SchwieTo warten, weil ich nicht gefrühstückt hatte und dringend etwas in den Magen brauchte.
Nach dem Essen hockte ich mich in den großen Sessel und nickte prompt ein. So war ich immer noch dort, als die zwei Jungschen eintrafen und es gab noch Kaffee und Kuchen. Danach verzog ich mich endlich heimwärts, wo ich aber nicht mehr viel fertig brachte, außer ein wenig Gestricksel.

Sonntag, 03. Januar 2021
Ein Tag nur für mich. Als ich gegen 5 Uhr aufwachte, schneite es und hörte bis Mittag nicht auf.

Montag, 04. Januar 2021
Die Verlängerung des Lockdown ist in aller Munde und verursacht mir Zukunftsängste. Immerhin hellt meine Freundin Janine meine trüben Gedanken auf.

Dienstag, 05. Januar 2021
Es ist der Tag des Tagebuchbloggens und für mich ein seltsamer, sehr dunkelgrauer Tag. Nachzulesen hier. Die Existenzängste haben mich fest im Griff.

Mittwoch, 06. Januar 2021
Wenn einer eine Reise tut…
…dann muss er auch irgendwann mal wieder nach Hause. So auch die Junghexe. Aber es wollte sie keiner holen. Alle hatten Ausreden. So fuhr dann ich in Richtung Winter. Es tat gut, unterwegs zu sein, wenn auch allein und ohne Aussteigen. Nur die Hexe stieg dann zu und sonst nix. Das geht nun mal nicht anders, wobei es mir schon genügte, so ganz allein unterwegs zu sein.
Abends entstand ein wenig Wirbel, weil der Sohn in meinem Bad einen Spiegelschrank montieren wollte, was aber so, wie wir uns das vorgestellt hatten, keinen rechten Sinn ergab, weshalb wir die Idee dann doch wieder verwarfen.

Donnerstag, 07. Januar 2021
Die Katl hatte Geburtstag und als Einzelperson durfte ich ihr sogar persönlich gratulieren, freilich ohne Handschütteln und ohne Umarmung. Aber immerhin.
An diesem Tag wurden infolge eines Anrufes meine Existenzängste gemildert, wenn nicht gar aufgelöst. Ich habe durchaus Jobangebote {Aufträge}, nur muss eben erst mal der Lockdown gelockert werden, damit ich sie auch ausführen darf. Und bis dahin muss bissel der Kopf in den Sand. Naja.

Freitag, 08. Januar 2021
Eigentlich wollte ich stricken. Eigentlich wollte ich baden und mir was Gutes tun. Eigentlich wollte ich den Freitagsfüller ausfüllen.
Irgendwie wurde das alles nichts. Immerhin habe ich meinen ersten Beitrag zu Andreas Nadelgeplapper geschrieben, was mir viel Freude machte.
Und dann kam am Nachmittag eine Nachricht, die meine Ängste wegfegte. Hach. Danke Sandy! Danke, danke, danke.

Samstag, 09. Januar 2021

Das Jahr ist noch keine zehn Tage alt, und ich bin schon durch so viele emotionale Wechselbäder gegangen, dass es mindestens für 3 Monate reichen könnte. Tut es wahrscheinlich auch. Weil, naja. Wie erzähle ich das denn am besten?

Erstes Wechselbad: Job & Co.
Bis 10. Januar wollte ich ohnehin nicht arbeiten. Ich wollte mir einen ausgedehnten Weihnachts- und Neujahrsurlaub gönnen, wie er schon viele Jahre nicht mehr möglich gewesen war. Ich hoffte jedoch darauf, ab dem 12. Januar wieder arbeiten zu dürfen und hatte dafür sogar zwei Aufträge in Aussicht, von denen mir der in Cottbus der liebere gewesen wäre.
Am Montag gingen die Wogen hoch, wegen der Verlängerung des Lockdown. Da waren so Ideen wie bis nach Ostern im Gespräch, was meine Stimmung in den Keller sinken ließ, denn so lange würden meine finanziellen Mittel nicht reichen.
Am Dienstag war die Entscheidung dann gefallen, erst mal bis Ende Januar, aber mit Gedanken über schrittweise Öffnung der Schulen, was mir ein klein wenig Hoffnung gab, im Februar wieder arbeiten zu dürfen.
Am Donnerstag dann der Anruf aus Cottbus und ein sehr interessantes Gespräch über Möglichkeiten. Der Februar als Arbeitsbeginn stand im Raum und eine weitere Option, die wir zunächst nur ins Konzept gedacht hatten und die auch noch nicht weiter gedeien konnte, weil sie zum einen von verschiedenen Faktoren abhing, die wir nicht beeinflussen konnten und weil ich zum anderen die Idee zwar geäußert hatte, aber selbst nicht wusste, ob ich das überhaupt will, weil es mein gesamtes bisheriges Privatleben über den Haufen werfen würde. Will man das für einen Job?
Bis Freitag Mittag war ich zu dem Schluss gekommen, dass ich dazu tatsächlich bereit wäre, unter bestimmten Bedingungen. Schließlich würde es bedeuten, dass ich etwas mal nur für mich entscheide, ohne Rücksicht auf diejenigen, die so oft gar keine Rücksicht auf mich nehmen {z.B. die Kleine Frau}.
Und dann kam am Freitag Spätnachmittag das Angebot, auf das ich ganz, ganz im Stillen die ganze Zeit gehofft hatte. Und es war{ist} verbindlich.
Tja nun, ich habe zugesagt und freue mich darauf und kann nun die Zeit, bis es tatsächlich losgeht {Anfang März} genießen, indem ich alle möglichen Dinge tue und vorbereite, zu denen ich sonst nie komme. Ende gut, alles gut.
Das zweite Wechselbad ist viel komplizierter und wird noch verschlimmert dadurch, dass sich beim Job anscheinend doch alles zum Guten wendet. Dabei geht es um Gefühle, die noch nicht so ganz in dem Topf sind, in dem sie köcheln sollten. Da würde ich noch ein Weilchen brauchen, um mir klar zu werden, ob ich die Zeichen richtig deute und um meinerseits Zeichen zu setzen. Es könnte allerdings sein, dass wir diese Zeit oder besser die Gelegenheit dazu nicht mehr bekommen. Das wäre schade, aber in Anbetracht der Gesamtsituation… nunja, vielleicht nicht anders möglich. Dann muss das wohl so sein. Ein klein wenig Zeit bleibt noch, mal sehen, ob und wie wir sie nutzen können.
Ja, das ist etwas kryptisch hier, geht aber nicht anders.
So, und nun ist infolge mehrerer Unterbrechungen {weil mich wieder Leute vor ihre Karren spannen wollten} schon Mittag vorbei. Also höchste Zeit, zu Andrea zu kommen.

Habt ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Nadelgeplapper im Januar

Bei Andrea gibt es seit Kurzem das Nadelgeplapper, bei dem man mal keine fertigen Stücke zeigt, sondern das, was gerade eben oder auch schon länger auf den Nadeln hängt und mehr oder weniger gut voran kommt.
8/365
Das hätten wir zunächst diese beiden Kartons, die ich zum Jahresanfang gepackt habe. Sie sollen im Laufwe diesen Jahres leer werden. Genau, richtig gezählt. Es sind 20 Knäuel Sockengarn. Das heißt, es werden wieder 20 Paar Socken entstehen. Warum nicht 21, passend zur Jahreszahl? Weil dieses 21. Paar bereits fertig ist und zum Zeitpunkt der Aufnahme auch schon auf den Nadeln hing und deshalb nicht in der Vorhaben-Kiste gelandet ist.
Wenn diese beiden Kartons leer werden, wird ein anderer immer voller. Der Restekarton. Und da dieser jetzt schon fast üpberläuft, geht auch dass neverending Resteverwertungsprojekt weiter. Die Decke hat zur Zeit etwa ein Drittel ihrer gewünschten Größe erreicht. Da muss ich noch einiges an Arbeit hineinstecken und sie wird auch noch einiges an Resten schlucken.
Auch wenn die Decke selbst recht groß werden soll, sind die einzelnen Patche nur Kleinkram und schnell mal zwischendurch gestrickt. Ebenso die Socken, wenn ich mich nicht wieder, wie letztes Jahr an einzelnen Paaren ewig aufhalte. Es soll aber auch größere Strickstücke geben. Allen voran soll der curryfarbene Pullover fertig werden. Nachdem ich irgendwann im Dezember ein gutes Stück ribbeln musste, bis kurz unter die Arme, habe ich am 2. Weihnachtsfeiertag die Maschen wieder aufgenommen und inzwischen schon über den damaligen Stand hinaus gestrickt. Ich hoffe, dass ich den Pullover bis Ende Januar fertig bekomme, denn es liegt schon weiteres Garn für einen neuen Pullover bereit. Davon erzähle ich dann beim nächsten Nadelgeplapper.
Bis dahin gutes Gelingen
eure Mira

Der Tag mit Lichtblick

7/365
Ein schön gedeckter Tisch, besser gesagt ein kleines Buffet erwartete mich bei Katl. Sie hatte sich zu ihrem Geburtstag gewünscht, dass ich mit ihr frühstücke.
Irgendwann am Vormittag kliongelte mein Handy, was mir etwas peinlich war. Ich mag es nicht zu tlefonieren, wenn ich irgendwo zu Besuch bin oder mit jemandem zusammen in einem Café oder so. Diesmal aber war es der Kollege aus Cottbus, und seinen Anruf hatte ich mir schon seit Weihnachten so sehr gewünscht, dass ich mich mit dem Telefon in Katls Küche verzog und ihn zurück rief. Wir unterhielten uns über künftige Einsätze in Cottbus. Es war ein sehr schönes Gespräch, das mir Zuversicht gab. Nun muss nur noch der blöde Lockdown soweit gelockter werden, dass berufliche Weiterbildung unter bestimmten Sicherheitvorkehrungen wieder gestattet ist, dann könnte ich wieder loslegen. Außerdem würde ich aus einem sehr persönlichen Grund gern wieder nach Cottbus fahren. Eine Nachricht, die ich in diesem Gespräch erhielt, hat meine Freude über das Gespräch schwer gedämpft und beschäftigt mich seither noch immer.
Dennoch hatte ich das Gefühl, in der kommenden Nacht endlich wieder einmal schlafen zu können.