Samstagsplausch {17.10.2020}

Rückblick…
Letzte Woche hatte das echte Leben Vorrang vor dem virtuellen, so dass ich nicht dazu kam, mich bei Andrea in die Plauderecke zu setzen. Meinen Beitrag zum Samstagsplausch 41.20 habe ich trotzdem geschrieben, schon um die Erinnerung an eine tolle Woche und ein noch viel tolleres Wochenende zu bewahren.

Samstag, 10. Oktober 2020
Der Tag des Klassentreffens. Es war einfach toll und dass wir bis halb zwei Uhr nachts beisammen saßen, zeigt am besten, wie wohl wir uns miteinander gefühlt haben. Die Kleine Frau schoss mal wieder den Vogel ab, indem sie nach 23 Uhr die Nichte dazu brachte, mich anzurufen und zu fragen, wo ich bleibe. Später meinte sie, sie habe schon wieder tausend Befürchtungen gehabt: Ich könnte überfallen worden sein, auf dem Heimweg. Das Autoo könnte gestohlen worden sein. Das Auto könnte defekt sein und nicht mehr anspringen. Die ganze Klasse bekam den Kontrollanruf mit und einige meinten, es hätte sich seit der Schulzeit nichts geändert. Nun, eine Kleinigkeit hat sich doch geändert. Ich schaltete das Handy aus und setzte mich wieder an den Tisch. Früher wäre ich schnurstracks heim gegangen.

Sonntag, 11. Oktober 2020
An diesem Sonntag gab sich das Wetter noch einmal richtig Mühe und zeigte sich von einer besseren Seite, als vorhergesagt. Gemeinsam mit der Nichte fiel ich bei der Kleinen Frau zum Frühstück ein. Danach holten wir den Sohn samt Freundin ab und fuhren nach Bad Kösen. Das ist einer meiner Standardausflüge, wenn man nicht so weit weg will und trotzdem was erleben.
Meine drei Salinewichtel.

Montag, 12. Oktober 2020
Am Montag musste ich leider die Lieblingsnichte wieder hergeben. Mit 12 Fotos habe ich den Tag bei 12 von 12 näher beschrieben.

Dienstag, 13. Oktober 2020
Da ich am Montag noch frei hatte, war diese Woche der Dienstag mein Torgau-Tag. Es war wieder mal schön. So macht arbeiten Spaß.
Am Abend stellte ich fest, dass ich mein Telefon im Büro hatte liegen lassen. Das wurde ein entspannter Abend ohne Anrufe, aber leider auch ohne Textnachrichten und ohne Ebook. Zum Glück liegen hier ja noch einige echte Bücher herum. Und Strickzeug gibt es auch reichlich.

Mittwoch, 14. Oktober 2020
Als ich 5.30 Uhr aufwachte, war ich froh, dass ich keinen Wecker brauchte. Der wohnt schließlich auch im Handy und war noch nicht erreichbar. In aller Ruhe machte ich mich fertig für den Tag und fuhr so zeitig los, dass ich als erste am Büro hätte sein müssen. Leider hatten sich an diesem Tag alle Autofahrer gegen mich verschworen ;-). Die Straßen waren extrem voll und dann hatte ich zwischen den Dörfern auf der Landstraße noch einen PKW vor mir, der konstant 60 km/h fuhr. Auf der Landstraße!!! Da es reichlich Gegenverkehr gab, war an Überholen nicht zu denken. Es gibt zum Glück Streckenabschnitte, die so ausgebaut sind, dass immer im Wechsel in einer Richtung eine Überholspur vorhanden ist. Als wir diesen Streckenabschnitt erreicht hatten, beschleunigte dieser seltsame PKW auf über 100 km/h und ließ niemanden vorbei, nur, um mit dem Erreichen des Überholverbotes wieder stark abzubremsen. Ich frage mich, was in solchen Autofahrern/innen vorgeht.
Heute war es womöglich noch schöner in Torgau. Weil draußen nicht nur Schmuddel-, sondern regelrecht Ekelwetter herrschte, wirkte es drinnen besonders gemütlich, heimelig. Einige werkelten an kreativen oder handwerklichen Aufgaben. Andere kümmerten sich um Reinigung und Wäsche. Jeder wusste, was er zu tun hatte und alles lief hand ind Hand. Das war richtig schön, und ich blieb noch auf ein paar Handgriffe und einen Kaffee.

Donnerstag, 15. Oktober 2020
Stricktreffen im Café Cantona. Ich freute mich sehr darauf, die Mädels mal wiederzusehen. Zwar hatte es seit Ende des Lock Downs schon mehrere Treffen gegeben, aber ich war leider immer verhindert. Diesmal passte es. Ich hatte mir vorher einige Bewertungen des Cafés angesehen, die überwiegend schlecht ausfielen. Dazu muss ich sagen, dass die Mädels, sie uns bedienten, sehr freundlich waren. Der kritisierte Kellner hatte entweder keinen Dienst oder arbeitet da vielleicht gar nicht mehr. Längere Wartezeiten gab es wohl, aber da wir ohnehin in netter Runde beisammen saßen und strickten und fachsimpelten, war es recht angenehm, eben nicht alle Nase lang gefragt zu werden, ob wir noch etwas bestellen wollten.
Ja, es war ein schönes Treffen und ich war froh, dass ich da war, denn wer weiß, vielleicht werden gemeinschaftliche Unternehmungen bald wieder verboten und vielleicht werden auch die letzten Gastwirte noch in die Knie gezwungen, so dass vielleicht nur noch die Systemgastronomie und die ganz großen Ketten überleben. Hoffen wir mal, dass es nicht soweit kommt.
Die Warn-App zeigte keine einzige kritische Begegnung. Na also!

Freitag, 16. Oktober 2020
Diesmal gab es kein Freundinnen-Frühstück bei Katl. Na, auch gut. Ich hatte bereits am Montag einen heftigen Dämpfer bekommen, der mir sogar eine schlaflose Nacht beschert hatte. Da ist ein wenig Abstand vielleicht ganz gut, bis ich drüber hinweg bin und den Anlass für den Dämpfer {soweit ich ihn verstehe} ausgeräumt habe.
Dafür hatte ich am Nachmittag noch eine richtig schöne Begegnung. Die Weinkönigin rief an. Sie musste ihr Auto zur Werkstatt bringen und fragte, ob ich sie von da aus nach Hause bringen könnte. Na, sehr gern! Ich kündigte ihr an, auf dem Rückweg noch zu meinem Lieblingsladen im PC zu wollen, weil ich dunkelgraue Baumwolle brauchte. Sie hatte auch noch eine Erledigung im PC und danach tranken wir noch einen Kaffee. Ich habe diese Begenung sehr genossen.
Am Abend trieb ich mein neues Strickprojekt voran. Nachdem ich am Vormittag beim Halsbündchen zweimal ribbeln musste, klappte nun alles bestens. Da ich meinen neuen Pullover von oben und ohne Naht stricken will, musste ich bei der Aufteilung der Maschen nach dem Halsbündchen ein wenig hin und her rechnen. Ich hätte beinahe behauptet, einen RVO zu stricken, aber es wird eben gerade kein Raglan, also keine Schräge, sondern ein gerader Schultersattel. Heute Morgen habe ich schon mal anprobiert und bisher sitzt er gut, so wie ich ihn mir ausgedacht habe.
Ich sollte das vielleicht aufschreiben. Was meint ihr?

Jetzt komme ich zu Andrea, die diese Woche ein Buch rezensiert hat, das ganz wunderbar zu meinem Donnerstag passt und zu meinem Freitag, denn die Weinkönigin ist mittlerweile auch unter die Strickerinnen gegangen. Und zu meinem Wochenende passt es auch, weil ich an meinem Pullover noch ein gutes Stück weiternadeln will.

Habt ein schönes Wochenende und bleibt gesund.
Eure Mira

12 von 12 im Oktober

12_von_12
Sowas aber auch. Da habe ich wie wild fotografiert, damit ich für diesen schönen Montag eine genügend große Auswahl an Fotos habe und dann lasse ich das Handy liegen und kann die Bilder gar nicht rechtzeitig zu Caro bringen. Hachzzz.
Wie ihr wisst, trinke ich gern morgens einen Kaffee auf meinem Balkon. Diesmal war meine weiße Bank schon "besetzt"

Auch auf dem Wäscheständer herbstelt es.

Damit uns die vorwitzigen Blätter nicht gar noch in die Kaffeetassen fallen oder auf dem Frühstücksbrot landen, wird der Tisch eben drinnen gedeckt. Nicht so romantisch mit Kerzenlicht, wie bei Katl, dafür aber altmodisch und märchenhaft {siehe Teller}.

In diesem Zug sitzt die Lieblingsnichte und wird gleich Richtung Heimat starten.

Ich bleibe allein zurück. 🙁

Vom Rande {von der obersten Ebene} betrachte ich das bunte Leben und Treiben. Die Werbung ist rein zufällig auf dem Foto gelandet, lässt sich aber nicht vermeiden. Egal von welchem Platz aus man in die Promenaden hinein fotografiert, irgendwelche Leuchtreklamen sind immer zu sehen.

Da wende ich mich dann doch lieber um 180° und gönne mir einen Rückblick in die Kinderzeit, als ich für Modellbahnen schwärmte.

Ein paar Meter weiter gibt es noch etwas Bahnromantik.

Ich glaube, das Parkhaus im Hauptbahnhof ist das günstigste der ganzen Stadt.

Nun lade ich die Katl zum Ente-Essen ein.

Ein Mitbringsel vom Weimarer Zwiebelmarkt.

Weil ich schon Frühstück und Mittagessen hatte, gibt es statt Abendbrot nur noch gesunde Naschereien aus dem Garten.

Und das waren sie wieder, meine 12 von 12 im Oktober.
Bis zum nächsten Mal
bleibt gesund
Eure Mira

In früheren Jahren

12. Oktober 2019 Oups, Bild Nr. 1 ist schon sehr, sehr ähnlich.
12. Oktober 2018
12. Oktober 2017

Samstagsplausch {10.10.2020}

Rückblick…
Montag, 05. Oktober 2020
Natürlich war ich wieder in Torgau. Den Tag habe ich hier ausführlich beschrieben.
Dienstag, 06. Oktober 2020
Wir wollten in die Lagerbox fahren, um ein paar Garne herauszusuchen, aus denen ich mir einen Winterpullover und/oder eine Strickjacke zaubern kann. Ich fühlte mich aber so knautisch, wie das Wetter aussah und hatte die Befürchtung, "etwas auszubrüten". Also verschoben wir die Lagerbox auf Mittwoch. Am Abend wollte der Sohn noch das Holz entladen, weshalb wir uns am Garten trafen. Ich sammelte die letzte Ernte für dieses Jahr ein, vier Zucchini und etwa 2 Kilo Tomaten.
Mittwoch, 07. Oktober 2020
Bis vor 31 Jahren war heute Nationalfeiertag. *hüstel*
Diesmal lockte schon das freundliche Wetter nach draußen. So wurde das Projekt "Lagerbox" umgesetzt. Während wir in den Kartons herumkruschtelten, zogen Wolken auf. Wir schafften es gerade noch, das Auto zu beladen, bevor Regen einsetzte. Zum Glück bekam ich einen Parkplatz direkt vor dem Haus, so dass die Entladung einfach war.
Donnerstag, 08. Oktober 2020
Der Vormittag gehörte der Kleinen Frau und ihrem Einkauf. Der Nachmittag gehörte dem Sohn und ein paar Transportdienstleistungen. Außerdem sah ich endlich einmal die Junghexe wieder. Das war sooo schön.
Später saß ich noch einmal ein wenig im Garten. Das tat der Seele gut.
Freitag, 09. Oktober 2020
Aus dem geplanten Frühstück bei Katl wurde eine kleine Räumaktion bei mir. Musste sein.
Zu Mittag fuhr ich in die Stadt, um die Lieblingsnichte {ich habe nur diese eine} vom Zug abzuholen. Danach ließen wir uns bei der Kleinen Frau nieder, die selbst einer Einladung folgte. Wir blieben dort, bis sie wieder heim kam. Es war herrlich, mit der Nichte mal wieder stundenlang zu schwatzen.
Samstag, 10. Oktober 2020
Ein superschöner Tag.
Nach einem kleinen Frühstück fuhren die Lieblingsnichte und ich los, um für unser Mittagessen zu sorgen, das wir mit und bei der Kleinen Frau einnahmen. Die Nichte hatte "Omatag", während ich am Nachmittag zu Conny startete. Kaffeetrinken im kleinen Kreis. Conny hatte traumhafte Kuchen und Torten gezaubert. Eine der anwesenden Damen träufelte reichlich Wermoutstropfen in meinen Tag, was die anderen Anwesenden nicht unbedingt bemerken konnten. Diese Dame hat ein unglaubliches Talent ihre eigenen Leistungen hochzuloben, macht das aber bevorzugt in Bereichen, von denen sie weiß, dass die anderen da nicht viel beizutragen haben und ihr somit ihre Aufschneiderei glauben müssen. Dumm nur, dass sie schon mehrfach Themen erwischt hat, die zu meinen Steckenpferden {oder gar zu meiner Studienrichtung} gehörten. So auch an diesem Samstag Nachmittag. Wäre es meine Veranstaltung gewesen, ich hätte sie gebeten zu gehen und ihre Märchen Leuten zu erzählen, die daran glauben können. Aber es war nicht meine Veranstaltung, also hielt ich den Mund und sagte ihr nicht, dass sie Unsinn redet. Die Suppe verhagelt hatte sie mir trotzdem, weil ich das Gefühl haben musste, dass die anderen Anwesenden ihren aufschneiderischen Müll glauben. So war ich dann froh, dass ich wegen des Klassentreffens, das am Abend stattfinden sollte, aufbrechen konnte, und als ich auf der Straße in der frischen Luft stand, fühlte ich mich regelrecht befreit. Allerdings war mir die Lust auf das Treffen kurzzeitig vergangen und ich hatte schon überlegt, gar nicht hinzufahren.
Zum Glück verflog dieser düstere Gedanke schon an der frischen Luft ein wenig und dann restlos während der Fahrt zum Veranstaltungsort. Das war tatsächlich ein großes Glück, denn das Klassentreffen war umwerfend schön. Einige meinten, es sei das beste aller bisherigen Treffen und ich kann das aus meiner Sicht nur bestätigen. Am liebsten würde ich mich gleich nächste Woche schon wieder mit den Leuten treffen, was natürlich Unsinn wäre. Immerhin haben wir den Termin für das nächste Treffen in zwei Jahren schon festgeschrieben.
Leider kann ich diesmal nicht zu Andreas schönem Samstagplausch verlinken — Quatsch, klar kann ich hin verlinken, habs ja gerade getan. Nur von dort hierher geht nicht. Macht aber nix. Meine Erinnerungen sind festgehalten. Das zählt.

WmdedgT?

Der erste Montag im Oktober
Im September habe ich das Tagebuchbloggen bei Frau Brüllen verpasst, obwohl der 5. auf das Wochenende fiel. Diesmal bin ich wieder dabei, wenn es heißt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
01:15 Uhr
Das ist jetzt nicht wahr! Neiiin, ich habe noch nicht ausgeschlafen!
03:20 Uhr
Ich frage mich, warum selbst lesen nicht müde macht. Wobei, müde bin ich ja, kann nur nicht schlafen.
05:45 Uhr
Wer quatscht denn da mitten in meinen Traum. Ach, der Wecker! Hm, da bin ich wohl doch nochmal eingeschlafen. Bloß gut!
Nun aber schnell. Kaffee aufsetzen und ab ins Bad. Zum Glück habe ich die Nähmaschine schon gestern Abend in eine Tasche verpackt. Mehr schlecht als recht, aber für das Stück bis Torgau wird es gehen. Das Outfit für diesen Montag habe ich mir auch am Sonntagabend herausgelegt. So bleibt noch genug Zeit für den ersten Milchkaffee auf dem Balkon. Freilich ist es noch dunkel und sonderlich warm ist es auch nicht {9°C}, aber ich brauche diesen Moment ganz für mich allein an der frischen Luft.
06:45 Uhr
Ich schaffe es noch über die Bahn, bevor die Schranken schließen. Im Osten zeigt sich ein pinkfarbener Streifen. Ich bedaure die Eile und den Mangel an Haltemöglichkeiten. Zu gern hätte ich den flammenden Morgenhimmel fotografiert.
08:00 Uhr
Im Büro ist noch keiner, also fahre ich doch zum Laden, komme aber nicht weit, weil ein großes Lieferfahrzeug die gesamte Straße versperrt.
"Zehn Minuten noch," ruft mir der Fahrer zu. Ich parke ein und gehe zu Fuß weiter. Im Laden herrscht großes Hallo, alle freuen sich, mich zu sehen. Das war letzte Woche auch schon so. Und es tut gut.
Die Kollegin kocht Kaffee und ich führe die ersten Gespräche in der Gruppe am Frühstückstisch, schließlich bin ich zum Arbeiten hier. In der gelösten Atmosphäre spricht es sich ohnehin besser, obwohl ich weiß, dass mir sehr subjektiv gefärbte Varianten des tatsächlichen Geschehens präsentiert werden. Ich lasse das mal so stehen.
11:05 Uhr
Die Parkzeit ist abgelaufen und ich hole das Auto vor den Laden, um endlich die schwere Tasche mit der Nähmaschine auszuladen.
"Lass das doch die Männer machen!"
Das sehe ich etwas anders. Die Leute sind hier, damit ich ihnen helfe, nicht, damit sie für mich Arbeiten erledigen, die ich nicht machen möchte, obwohl sie es vermutlich gern getan hätten.
12:00 Uhr
Die Kollegin ist von ihrem Außentermin zurück und ich mache mich noch einmal auf den Weg zum Büro, zu Fuß diesmal, denn ich muss nur zwei kleine Straßen hoch und dann schräg über den Markt. Mit dem Auto wäre es weiter.
Das Gespräch ist aufschlussreich, wenn auch in einer ganz anderen Richtung, als ich erwartet hatte. Immerhin geht mein Auftrag weiter, auch im November und darüber hinaus. Und es wurde auch eine Vollzeitbeschäftigung ab März oder April in Aussicht gestellt. Bis dahin kann sich noch viel ergeben und bei meinem Glück {oder sollte ich Engegement sagen?} ergeben sich wahrscheinlich mal wieder mehrere Aufträge gleichzeitig. Na, sehen wir mal.
13:00 Uhr
Zurück im Laden sitzt die nächste Runde beim Kaffee. Für mich wird extra noch mal welcher aufgesetzt. Natürlich nutze ich die Zeit wieder für Gespräche. Mit den Männern ist es schwieriger. Sie mauern und berufen sich auf Nix verstehen. Als ich beginne auf Russisch zu zählen, tauen sie sichtlich auf und verstehen dann plötzlich doch Deutsch. Geht doch!
15:00 Uhr
Kurz vor Feierabend stimme ich mit der Kollegin noch ein paar Vorhaben für die nächsten Wochen und den dafür erforderlichen Materialbedarf ab.
16:00 Uhr
Am Nachmittag hat es genieselt, aber als ich auf dem Heimweg bin, klart es wieder auf. Die Sonne kommt hervor.
17:00 Uhr
Ein Milchkaffee verfeinert mir den Feierabend. Ich genieße ihn auf dem Balkon. Hach, wie schön.
Abend
Ich telefoniere mit Conny wegen des Projekts und später mit Lili. Da dreht sich alles um Musik und ich komme von Flower of Scotland zu Misty Mountains Cold. Da kommen die märchenhaften Gedanken wieder, die Fantasien. Mit ihnen geht der Tag zur Neige.
Gute Nacht.
Bis nächstes Mal.

Samstagsplausch {03.10.2020}

30 Jahre…
…bescheren uns heute, auf den Samstag, einen Feiertag. Kontraproduktiv für diejenigen, die die ganze Woche arbeiten und am Wochenende dann vielleicht auf den Markt gehen oder den Wocheneinkauf für die Familie erledigen, wollen. Ebenso ungünstig für die Menschen, die einen Feiertag in der Woche begrüßen würden, um die Hektik des Alltags zu unterbrechen. Und dann gibt es die vielen Menschen, die rund um die Woche, rund ums Jahr arbeiten und denen ein Feiertag gar nichts nutzt, egal, auf welchen Wochentag er fällt. Nunja.
Man könnte sich natürlich auch fragen, was wir denn überhaupt feiern? 30 Jahre unterschiedliche Entlohnung in Ost und West? 30 Jahre niedrigere Renten im Osten? 30 Jahre überhaupt noch immer Unterscheidung in Ost und West?
Ach komm, nee, ich will hier nicht aufwiegeln. Es ist Samstag und wir wollen bei Andrea gemütlich und genüsslich plauschen. Kopf in den Sand? Ja, vielleicht. Ich bin es leid, dauernd zu kämpfen. Bin müde geworden mit den Jahren.

Die Woche
Eine Kurzeinschätzung in einem Wort oder einem Satz gelingt diesmal nicht. Oder doch? GUT. Ja, die Woche war gut.

Montag, 28. September 2020
Ich bin nach Torgau gefahren, obwohl ich nicht genau wusste, ob ich da willkommen bin. Ich war willkommen, sogar sehr herzlich.
Dienstag, 29. September 2020
Gerade eben fiel es mir schwer, mich an den Dienstag zu erinnern. Dann aber doch: Den Vormittag habe ich mit wichtigem Papierkram zugebracht, der maximal noch bis Mittwoch Zeit gehabt hätte, mir aber schwer auf der Seele lag und deshalb nun unbedingt erledigt werden musste. Als ich endlich soweit war, passte die Verabredung mit dem Sohn nicht mehr ins Bild und die Katl hatte auch gerade keine Zeit für mich. So wurde es ein ruhiger Resttag, gefüllt mit ein paar Telefonaten.
Mittwoch, 30. September 2020
Ich war mit und bei Conny verabredet. Interessant, aufschlussreich und gemischte Gefühle hinterlassend.
Donnerstag, 01. Oktober 2020
Diesmal klappte die Verabredung mit dem Sohn. Es war super schön. Ein richtig gelungener Tag, an dem ich seit Ewigkeiten auch die Weinkönigin wiedertraf. Hach ja.
Freitag, 02. Oktober 2020
In der Früh gab es den Freitagsfüller.
Später lud die Katl zum Frühstück.
Danach bekam ich noch eine Massage, die mir sehr, sehr gut tat.
Samstag, 03. Oktober 2020
Nun schließt sich der Kreis. Ich bin hier, tippe am Samstagsplausch und kann mir Zeit nehmen, weil Feiertag ist und ich nicht los kann zum Einkaufen, was wiederum gut ist, weil ich nicht wirklich etwas brauche.
Auf den Nachmittag freue ich mich sehr, denn ich treffe mich mit Katl zum Waffel-Essen.
Job und Co.
An dieser Stelle möchte ich mich zunächst bedanken, für eure Kommentare, euren Zuspruch, das Mutmachen. Und ich möchte euch sagen, dass ihr recht hattet. Es war die beste Entscheidung und es ist auch schon wieder Licht am Ende des Tunnels.
Wie ihr wisst, war ich in Torgau, wo ich schon dringend erwartet wurde. Zunächst bleibt es bei der alten Vereinbarung: ein Tag pro Woche. Das geht auch erst einmal nur bis Ende Oktober, danach sehen wir weiter. Ich bin zuversichtlich, dass es eine Fortsetzung geben kann.
Am Mittwoch war ich in Sachen eigenes Projekt unterwegs und habe hier nun leider Zweifel daran, dass es überhaupt noch zum Laufen kommt, obwohl die meisten Rahmenbedingungen vielversprechend aussehen. Darauf verlassen sich nun die beiden Mitstreiterinnen, denn sie haben Erkundigungen eingezogen, nach denen es wohl 4 bis 6 Wochen dauern kann, von der Akzeptanz eines Angebotes bis zur Erteilung erster Aufträge. Auf diese Aufträge wollen sie nun warten und glauben, dass diese in ein bis zwei Wochen in Hülle und Fülle herein purzeln. Ich glaube genau daran eben nicht, weil ich die Erfahrung gemacht habe {bei anderen Firmen}, dass diese Aufträge zwar ausgegeben werden, dem Bildungs- oder Beratungssuchenden aber mehrere Auftragnehmer zur Auswahl gestellt werden. Sollte es so laufen, hätten wir schlechte Karten, weil uns noch keiner kennt. Mein Vorschlag, unsere mögliche Klientel zu bewerben, fiel auf unfruchtbaren Boden. Okay, dann warten wir mal.
Dabei fällt mir der Spruch ein: Hoffen und Harren hält manchen zum Narren. Und damit ich am Ende nicht die Närrin bin, für die kein Job/Auftrag übrig ist, bin ich wild entschlossen, etwas zu tun.
Dazu hatte ich dann am Freitag gleich zwei Gelegenheiten und habe sowohl für Ende Oktober, als auch für eine Woche im November Urlaubsvertretungen zugesagt. Die bringen mich ein gutes Stück weiter. Und bis dahin kann sich noch einiges ergeben.
Oh ja, ich bin zuversichtlich.

Die Kleine Frau
…hat mich diese Woche mal wieder geärgert. Dabei war sie die letzte Zeit so lieb und manchmal richtig niedlich. Aber am Dienstag musste sie mal wieder die Bestimmerin herauskehren und mich gängeln, manipulieren und als alles nichts half und ich böse Tochter nicht tat, was Mutti von mir verlangte, kam dann noch so ein blödes Ding: Na, wenn du wieder in eine andere Stadt abhaust, dann kannst du vorher gleich noch meine Beerdigung klären. Oh ha.
Ich nenne das Erpressung. Freunde, denen ich den Fall geschildert habe, kamen zu der gleichen Bezeichnung. Weil ich aber ein so schlechter Mensch bin und das Erpressung nenne, musste die Kleine Frau den Hörer auflegen und mich auch drei Tage nicht mehr anrufen. Ihr könnt es gern stur nennen, aber ich habe auch nicht angerufen. Die Kleine muss einfach begreifen, dass man mit einem Menschen, den man angeblich gern hat und von dem man Zuneigung erwartet, nicht so umspringen kann. Gestern rief sie dann an, hatte auch ein "Bewerbchen" und ich ging natürlich darauf ein. Trotzdem halte ich mich noch ein wenig zurück. Mache nicht gleich wieder Vorschläge, das Wochenende, den Feiertag miteinander zu verbringen, weil ich auch einfach mal Zeit für mich brauche. Zeit, die ich mit gleichaltrigen oder jüngeren Menschen verbringen möchte, mit anderen Gesprächen als der soundsovielten Wiederholung dessen, was die Kleine Frau mir über ihre Freundinnen und deren altertümliche Ansichten erzählt. Gerade heute ist ein herrlicher Herbsttag. Die Sonne lacht und es ist angenehm warm. In unserem Ort ist Kirmes. Katl hatte die Idee, zum Waffel-Essen zu gehen, um einen Schausteller zu unterstützen, den sie persönlich kennt. Das finde ich eine gute Idee und habe mich sehr gefreut, als sie fragte, ob ich mitkommen mag. {Oft vergisst sie das nämlich, diesmal zu meiner Freude nicht.} Ich möchte zu Fuß dorthin gehen, weil Parkplätze ohnehin rar sind, bei solchen Veranstaltungen erst recht. Die Kleine Frau würde den Fußweg dorthin aber nicht schaffen, so müsste ich das Auto mitnehmen, x-mal ums Carré fahren, bis ich die Kleine Frau irgendwo heraus lassen könnte, das Auto wegbringen, zurück latschen, später, das Ganze noch einmal umgekehrt. Ein entspannter Nachmittag sieht anders aus. Nämlich so, wie wir das heute durchführen werden. Ohne die Kleine Frau. Geht nun mal nicht anders.

Ansonsten…
…genieße ich den Herbst und die schönen sonnigen Tage. Und genau das wünsche ich euch auch. Genießt das Wochenende.
Eure Mira

#595

Heute bin ich früh dran mit meinem Freitagsfüller.

1. Ich rieche im Herbst sehr gern den Rauch von Holzfeuern, vermischt mit dem Duft nach frisch gebackenem Brot und dem frischen Geruch nach regennassem Laub.

2. Ich versuche, mich mit Gedanken zu neuen Märchen und Geschichten, die meine Fantasie beflügeln, von meinem unwirtlichen Alltag abzulenken.

3. Ich sehe gern von meinem Balkon aus hinaus in die Natur.

4. Ich höre verschiedenste Musik gern. Derzeit fehlen mir die mittelalterlichen Klänge, die man in anderen Jahren oft auf Herbstfesten hören konnte.

5. Ich trage fast ausschließlich Kleider, manchmal Röcke, sehr selten Hosen, nie Jeans.

6. Ich esse viel zu gern, vermeide aber Kohlenhydrate, wenn ich kann. Zur Zeit kann ich gerade nicht. Das hängt mit dem Herbst zusammen und mit dem Alltag, dem ich gern entfliehen möchte.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen entspannten Abend mit viel Fantasie, morgen habe ich geplant, mal wieder ein wenig am Bücherregal zu räumen und vielleicht den Tischläufer für meine Schwester zu beginnen und Sonntag möchte ich mit der Weinkönigin in die Pilze gehen!

Den Freitagsfüller, wie immer, von Barbara.

Samstagsplausch {26.09.2020}


Endlich…
…habe ich mal wieder Zeit und Nerven für den schönen Samstagsplausch bei Andrea.
Das heißt, die Zeit nehme ich mir jetzt einfach, obwohl es schon reichlich spät ist, weil ich heute total verschlafen habe.
Das mit den Nerven ist eine mehrseitige Sache.
Zum einen kann ich den Samstag entspannt angehen, weil ich diese Woche schon Donnerstag Morgen von der Dienstreise zurück gekommen bin und gestern Zeit und Gelegenheit hatte, all die Unannehmlichkeiten aufzuarbeiten und zu klären, die sich in den letzten Wochen angesammelt hatten und drohten, mir über den Kopf zu wachsen.
Zum anderen macht das Schreiben endlich wieder Spaß, nachdem ich mir vorletzte Woche eine neue Maus und Tastatur gegönnt hatte. Die Tastatur ist schön aufgeteilt, so dass ich wieder schnell tippen kann, ohne mich andauernd zu verschreiben oder gar unbeabsichtigt in andere Zeilen oder Absätze zu hopsen. Nur die Backspace-Taste ist etwas klein, so dass ich öfter auf der # lande. Mir war gar nicht bewusst, wie oft ich die Backspace tatsächlich nutze. 😉 Die dauernden Verschreiber, Vertipper, Verrutscher hatten mir in letzter Zeit das Schreiben verleidet.
Nun ist alles wieder gut. Zumindest in dieser Hinsicht.
Und sonst? Ist gerade nichts so richtig gut. Naja.

Job und Co.
Nee, ehrlich, das wollt Ihr nicht wissen. Oder? Ihr wollt es wissen! Okaaay.
Die letzten drei Wochen ging ich auf dem Zahnfleisch. Die Dienstreisen nervten plötzlich und ich musste dauernd an ein paar Zeilen aus dem Donau-Angler von Keimzeit denken:Cheria, cherio – Der am Fluß wünscht sich ans Meer. Und wäre er dort irgendwo, So wünschte er sich wieder her. Was hab ich euch von den Diensteisen vorgeschwärmt. Unbedingt wollte ich sie antreten. In der Ferne arbeiten. Ich hab mir das so gewünscht. Und dann war ich dort irgendwo und wünschte mich tatsächlich wieder heim, oder nein, ich wünschte mich weg, nicht mal unbedingt nach Haues. Nur weg. Und warum? Erstens, weil die Arbeit, die dort auf mich wartete, viel zuviel war für eine Person und ich dadurch das Gefühl hatte, keine Aufgabe wirklich richtig gut zu erfüllen. Diesen Anspruch habe ich aber. Ganz besonders wichtig ist mir dabei die Arbeit mit den Kursteilnehmern, erst recht, wenn einige davon gerade mitten in der Vorbereitung auf eine IHK-Prüfung stecken. Darauf konzentrierte ich mich vorrangig, wodurch die übrige Arbeit hinten runter fiel, und weil ich das nicht so lassen konnte, fiel am Ende ich hinten runter, indem ich jeden Abend länger im Büro saß oder mir die Korrekturen mit ins Hotel nahm. Hinzu kam, dass mich die Obrigkeit beim Honorar besch…, ähm ausgetrickst hatte. Es war ein bestimmter Satz pro Unterrichtseinheit vereinbart, wobei eine Unterrichtseinheit schon immer seit 19 Jahren, die ich als Dozentin arbeite und in allen Einrichtungen, für die ich seither tätig war, 45 Minuten beträgt. Und nun stand dünn gedruckt 60 Minuten auf dem Vertrag. Dazu kam, dass pro Tag 8 Einheiten vereinbart waren, ich aber von vorn herein schon 9 absolvieren musste, da die Einrichtung von 7 bis 16 Uhr geöffnet hat, ich aber allein war, also morgens auf und abends zusperren musste. Und nochmal zurück zu dem allein und Arbeit nicht schaffen. Für das Pensum, dass ich dort zu erledigen hatte, und das auch dem Kollegen, den ich verteten habe, aufgebürdet wurde, hatten wir hier an "meinem alten" Standort 4 Leute, vier. Wundert ihr euch jetzt noch, dass selbst mir Arbeitstier das zu viel wurde? Nee, oder?
Aber damit immer noch nicht genug. Es kommt insofern noch dicker, als ich etwas getan habe, was ich noch nie vorher getan habe und nun natürlich zweifle, ob es richtig war:
Ich habe am Mittwoch noch bis Mitternacht im Büro alles aufgeräumt und aufgearbeitet, weil ich dem Kollegen einen sauberen Schreibtrisch hinterlassen wollte, immer mit dem Hintergedanken, ich komme hier nie wieder her. Am Donnerstag Morgen gegen 3.30 Uhr war ich daheim. Am Donnerstag Morgen 9.15 Uhr kam der Anruf, ob ich denn nicht gleich in der nächsten Woche wiederkommen könnte und von da an bis Weihnachten immer drei Tage die Woche. Ich war geschockt und erbat mir Bedenkzeit. Und in dieser Zeit erzählte ich natürlich meiner Familie und einigen meiner Freunde {die greifbar waren} von der Sache und alle rieten mir davon ab. Mutti natürlich, weil sie möchte, dass ich in der Nähe bleibe, die Freunde, weil sie mir vorrechneten, dass es sich schon jetzt nicht gerechnet hat, bei den Konditionen, und dass es sich demnach bei 3 Tagen erst recht nicht rechnet. Eine Freundin, weil sie mich hier braucht, falls unser Projekt endlich in die Gänge kommt, falls es in die Gänge kommt. Und ich selbst hatte einen Graus davor, jetzt, wo es auf den Winter zugeht, jede Woche zweimal drei Stunden durch die Dunkelheit zu fahren, hinwärts unausgeschlafen in aller Herrgottsfrühe, heimwärts abgearbeitet und geschafft im dicksten Wochenendverkehr. Am Freitag Morgen gegen halb neun rief ich an und sagte ab, sicherte aber eine Urlaubsvertretung zu. Gegen zehn kam ein Anruf aus der Zentrale, ob ich unterschreiben würde, wenn sie mir einen Vertag anbieten, ab sofort bis Weihnachten Vollzeit, fünf Tage die Woche. Ich stand noch so sehr unter dem Eindruck, welchen Stress mir diese Vollzeit in den letzten Wochen beschert hatte, dass ich dieses Angebot gleich und ohne Bedenkzeit ablehnte.
Und seitdem kreise ich hier herum und frage mich, ob das richtig war. Wenn ich mir vorrechne, was ich verdienen könnte und welche zusätzlichen Kosten auf mich zukommen, weiß ich, dass es richtig war. Wenn ich dann aber darüber grüble, was ich stattdessen machen soll, ob das Projekt jemals zum Laufen kommt {ich kann da nicht mehr daran glauben} und welche finanziellen Folgen das nun wieder haben könnte, dann zweifle ich an meiner Entscheidung. Und dann kreise ich hier herum, mache mich verrückt und alle in meiner Umgebung und nun auch noch euch. Dabei habe ich schon gestern im Freitagsfüller geschrieben, dass ich genau um diese Entscheidungen viel zu viel Drama mache. Hachzzz.

Ach, wisst ihr, was?
Ich schreibe jetzt gar nicht mehr weiter an diesem Eintrag herum, sondern sende ihn ab und komme dann zu euch zum Lesen. Das wird mir gut tun, mich auf andere Gedanken bringen und danach werde ich den Regentag nutzen um zu stricken, gemütlich mit einem Tee auf der Couch.

Habt ein schönes Wochenende.
Eure Mira

#594

Wollt Ihr meinen Freitagsfüller sehen?

1. Ich bin stolz, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und den nächsten Auftrag abgesagt habe, bei dem ich nicht das Salz in die Suppe verdienen würde, genau betrachtet sogar unter den Mindestlohn käme. Dennoch grüble ich seitdem, ob ich nicht vielleicht doch…???.

2. Cottbus ist definitiv nicht der richtige Platz für mich, im Hinblick auf meine Einsätze in den nächsten Wochen. Oder vielleicht doch???

3. Um den Hals trage ich seit Monaten gar nichts. Nachdem jedoch heute der Herbst mit Kühle und Regen zugeschlagen hat, wird es wohl wieder Zeit für Schals und Loops.

4. Um meine Entscheidungen für oder gegen gewisse Jobs und Aufträge und überhaupt, mache ich wahrscheinlich viel zuviel Drama.

5. Gestern abend war ich einfach nur breit, habe noch ein wenig Hermann Hesse gelesen {wirklich nur wenige Seiten} und bin im Sitzen auf der Couch eingeschlafen.

6. Weil sie mich an das Vergehen in der Natur und damit an den Tod erinnern, mag ich keine Herbstblumen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf irgendetwas, das mich von meinem {Gefühls}chaos ablenkt, mich wieder runterbringt, vielleicht ein Spaziergang im Regen, morgen habe ich geplant, mich selbst zu sortieren {falls man so etwas planen kann} und Sonntag möchte ich den Sohn besuchen!

Den Freitagsfüller, wie immer, von Barbara.

Ein Montag im September

{21.09.2020}
und bei Anni gibt es wieder den Montagsstarter mit Fragen von Martin.

Mein Montagsstarter
1. Meine Lieblingsblume: Weiße Margeritten.

2. Fisch und Meeresfrüchte esse ich gerne

3. Ich lese gerade Narziss und Goldmund von Hermann Hesse.

4. Womit habe ich das verdient, dass so viele glauben, mich ausnutzen zu dürfen?

5. Bist du schon komplett auf Herbst eingerichtetß Also ich nicht.

6. Die Fragen im Starter gefielen mir heute sehr gut.

7. Eine Überweisung und zwei Schreiben darf ich nicht vergessen und außerdem möchte ich eine Rechnung stellen.

Vielleicht gibt es zu diesem Montag später noch einen zweite Teil, wenn ich nicht gar zu müde bin.

12 von 12 im September

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Wie immer gesammelt von Caro, der ich dafür herzlich danke.
Frühstück auf dem Balkon. Da ich nur Milchkaffee frühstücke, geht das mit der kleinen Leiter als Tisch.Die Bank möchte schnell noch geputzt werden. Die ist ja völlig verkleckert.
Dann ist auch schon die erste Trommel Wäsche fertig und kann in der anderen Ecke des Balkons vor sich hin trocknen.
Ich probiere indessen die neuen Kleider an, von denen leider kein einziges passt. Das liegt leider nicht daran, dass ich mich beim Bestellen in der Größe vertan hätte {das könnte man ja korrigieren}. Nein, es liegt einfach daran, dass die Schnittdesigner überhaupt nicht auf die Idee gekommen sind, dass Frauen, deren dicke Hintern eine Größe 52/54 benötigen, vermutlich auch eine passende Oberweite haben. Die Kleider passen in der Taille und haben um den dicken Pops herum noch angenehm viel Spiel. Nur um die Brust herum sind sie teilweise schmaler als an der Taille. A-Form. Passt mir nun mal nicht.
Auf dem Weg zum Auto werde ich kritisch beobachtet. Wo will sie denn bloß hin? Und was hat sie da Knisterndes in dem großen Beutel? {Lehrgut, denn die Mutti will zum N-Markt. Das nutze ich gleich zum Entsorgen.}
Nach dem N-Markt fahren wir noch ins Paunsdorf Center. Und das ist die Ausbeute:
Das nasche ich natürlich nicht selbst, sondern bringe es meinen Leuten mit, die auf einem Tischchen bunte Teller und Schüsseln angerichtet haben, zu deren Füllung ich ein wenig beitragen will. Und der Kaffee ist für die Jungs, die in der letzten Woche jeden Tag für mich Kaffee mitgekocht haben.
Interessant, was ich in der Drogerie alles bekommen habe für nicht mal 10 Euro. Da kann ich mich mit der Haarpflege austoben.
Dem Rechner, den der Schwager vorletzte Woche für mich aufgemotzt hat, spendiere ich noch eine neue Maus samt Tastatur. Ich kann mit Laptop-Tastaturen nicht wirklich schreiben, vertippe mich andauernd, verrrutsche in den Zeilen und verliere deshalb sehr schnell die Lust an längeren Texten. Und die alte Maus war einfach nur gruselig, was auch der Grund war, warum ich am Samstag Morgen den Eintrag zum Samstagsplausch abgebrochen hatte. Das war einfach kein Arbeiten. Nun aber!
Daheim prangt in seiner ganzen Hässlichkeit ein Zettel an der Haustür. Ab der nächsten Woche werden die Balkonbrüstungsabdeckungen erneuert und man soll doch bitte sämtliche Anbauten und Blumenkästen entfernen. Ich hab dieses Jahr keine, finde es aber trotzdem heftig, diese Ankündigung zwei Tage vor Beginn der Arbeiten anzubringen. Die meisten Mieter haben ihre Balkons sehr liebevoll gestaltet und bepflanzt. Das muss nun alles herunter gerissen werden. Und was, wenn jemand verreist ist und dieses Wochenende den Zettel gar nicht sieht? Nicht schön! Rücksichts- oder zumindest gedankenlos. Wie so Vieles.
Schnell verpacke ich noch zwei Paar Socken und hätte mal beim Fotografieren besser auf den Lichteinfall achten sollen.
Und dann…
…bin ich auch schon wieder unterwegs. Es herbstelt. Sieht aber schön aus, so im Abendlicht.
Zum Herrnholz. Ich bin angekommen.
Ein wunderschöner Abend nimmt seinen Lauf und endet erst weit nach Mitternacht.

12 von 12 im Septembert 2017