WmdedgT im Mai 2024

Der 5. Mai ist in diesem Jahr ein Sonntag und wieder steht die Frage im Raum "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?"
Nicht viel, das kann ich schon mal sagen.

07:00 Uhr
Nicht nur ich bin wach, der Schatz schaut mich liebevoll an, als ich aus dem Bad komme und mich eigentlich nochmal hinlegen will. Schließlich ist Sonntag. Nun gut, stehen wir eben auf.
Mit unseren Kaffeetassen setzten wir uns auf den Balkon, den der Schatz gestern umgeräumt, aufgemotzt und besäht hat. Es beginnt zu regnen und wir hören dem Rauschen zu.
11:00 Uhr
Wir beschließen, zum Frühstück die Suppe von gestern Abend aufzuwärmen. Ja, das läuft bei uns alles ein wenig unkonventionell. Nach dem Essen lege ich mich ein wenig hin, weil es mir zwar besser geht, als gestern, aber noch nicht wirklich richtig gut. Außerdem friere ich und draußen ist es so düster, als wollte die Welt untergehen.
15:00 Uhr
Wollen wir was kochen? Ja, wollen wir. Ich schnipple Zwiebeln und Knobi und das Fleisch. Der Schatz steuert die Pilze bei und bruzelt das Essen, während ich mich wieder in die Waagerechte begebe.
Später bereite ich noch den gebratenen Reis zu.
18:00 Uhr
Die Sonne ist herausgekommen. Wir sitzen auf dem Balkon, unterhalten uns und beobachten die Meisen beim Füttern ihrer Jungen, den Buntspecht beim Abklopfen der Ahornstämme und ein Ringeltaubenpärchen beim Turteln. Der Schatz gießt mir ein Glas Tempranillo ein. Die Welt ist schön.
18:45 Uhr
Ich müsste noch eine dienstliche Mail schreiben. Der Schatz sagt: Machs gleich, dann hast du es weg. Recht hat er.
Und wenn der Rechner nun einmal angeschaltet ist, schreibe ich auch gleich mal noch diesen Eintrag hier und lese, weil ich das sehr gern mag, die Einträge zum 5. Mai vergangener Jahre.

In früheren Jahren
Mai 2023
Mai 2022
Mai 2021
Mai 2020
Mai 2017

Bingo 2024 – Ich sehe rot


Für dieses Bingo-Feld hatte ich ein kleines Projekt vorgesehen. Sockengarne mit verschiedenen Anteilen von Rot wollte ich kombinieren und herausfinden, wieviele Paare ich aus drei kompletten Knäulen und einem großen Rest herausbekomme, wenn ich alle Reste bis zum letzten Fitzelchen aufbrauche. Das war der Plan. Das Projekt ist auch bereits in Arbeit, dauert aber noch.
Und dann sah ich heute Morgen gleich in doppelter Hinsicht rot. Einmal natürlich, weil die Socke rot ist. Und zum anderen, weil ich eben "rot sehe", wenn meine Socken plötzlich derart zerfleddert sind. Gestern Abend, als ich die Socken zum Schlafengehen anzog, war noch alles in Ordnung, und am Morgen dann das.
So habe ich mich dann vor dem ersten Kaffee hingesetzt, die Spitze komplett geribbelt und eine neue Spitze gestrickt. Das passende Garn lag schon bereit, denn es war der oben erwähnte große Rest. Nun ist der ein bissel kleiner geworden, aber immer noch ansehnlich. Und meine Socke ist wieder fein. Tadaaa.

Samstagsplausch {04.05.2024}

Guten Morgen ihr Lieben
Die zurückliegende Woche war für mich eine sehr heftige. Ich war hin und her gerissen zwischen diversen Jobs, die mir allesamt nicht wirklich wohl taten. Und zwischen all meinen körperlichen und damit auch seelischen Befindlichkeiten. Inzwischen habe ich einige Entschlüsse gefasst, fassen müssen. Und obwohl ich das nicht für möglich gehalten hätte, geht es mir seelisch besser damit. Und körperlich auch irgendwie. Dazu komme ich noch im Laufe der…
Wochenrückschau
Wochenende, 27./28. April
Das Wochenende verbrachte ich in Jena. Die Fahrt über 300 km verlief sehr angenehm. Infolge heftiger Müdigkeit musste ich zwei kleine Pausen einlegen. Einmal rund ums Auto laufen, zur Toilette gehen und eine Knabberei zurecht legen, um den nächsten Reiseabschnitt zu überstehen. Ich brauchte {mit Pausen} genau drei Stunden.
Der Schatz hatte am Samstag Vormittag einen Auftrag, zu dem ich eigentlich mitkommen wollte. Er meinte aber, ich sei dort nicht gut aufgehoben. Also blieb ich daheim. Auto umräumen und gewisses Gepäck herausholen war ja auch eine Option. Am Nachmittag wollte er gern mit mir zu einem Fest, aber ich fühlte mich zu kaputt für ein Fest und verschlief den halben Tag. Nicht gut! Aber auch nicht mehr zu ändern.
Am Sonntag war es dann umgekehrt. Da wäre ich ganz gern nochmal rausgefahren, aber er war geschafft und ruhebedürftig. Das kommt nun mal vor bei alternden Menschen. 🤭 Immerhin konnte ich auf der Terrasse in der Sonne sitzen und stricken. Auch schön.

Montag, 29. April
Der Wecker sollte 3:30 Uhr klingeln, doch ich war schon vorher wach. Auch gut, dann könnte ich ja noch vor 4 Uhr losfahren, damit ich pünktlich um sieben in Cottbus sein kann. Es klappte zunächst alles. Sogar für einen Kaffee war noch Zeit. Dann schnappte der Schatz meine Taschen und trug sie zum Auto. Aber dann… Wie gewohnt drückte ich die Fernbedienung des Schlüssels. Doch statt einmal zu zwinkern, wie es beim Öffnen geschieht, zwinkerte mein Auto zweimal, was verschließen signalisiert. Hatte ich falsch gedrückt? Nein. Also gleich nochmal. Und wieder das doppelte Zwinkern. Beim dritten Versuch zwinkerte gar nichts mehr. Hm.
Ich versuchte, das Auto mit dem Schlüssel zu öffnen. Nichts geschah. Auch an den beiden anderen Schlössern tat sich nichts. Drei Runden drehte ich um das Auto, in der Hoffnung irgend ein Schloss zum Öffnen zu bewegen. Dann versuchte es der Schatz. Dann nochmal ich. Und während der Schatz es weitere Male versuchte, rief ich die Gelben Engel an. Das Gespräch gestaltete sich etwas schwierig, weil der freundliche Mensch im Callcenter der deutschen Sprache nicht sehr mächtig war. Irgendwann hatten wir’s dann. Schon nach 10 Minuten rief jemand vom Abschleppdienst zurück und nach weiteren 40 Minuten war er da. Er werkelte eine Weile am Schloss herum und dann sprang die Tür endlich auf und das Auto auch tatsächlich an.
Ach, ach. Anderthalb Stunden zu spät kam ich von Jena los. Trotzdem kam ich in Cottbus nur eine Stunde später an, als gewollt und gerade noch rechtzeitig, um die Firma aufzuschließen und den ganz normalen Tagesablauf zu starten.
Ich fragte mich allerdings, ob das nicht vielleicht ein Zeichen war, den Job in Cottbus doch nicht fortzuführen. *grübelgrübel*

Dienstag, 30. April
Am Morgen sendete ich Chef C. eine Aufstellung meiner An- und Abwesenheiten der nächsten beiden Wochen. Er rief zurück und es war ein angenehmes Gespräch. Zwei Stunden später gab es dann ein kurzfristig anberaumtes Meeting mit 5 Beteiligten. Und dies war dann wieder… zum Weglaufen. Im wahrsten Sinne. Wie schon in der vergangenen Woche hätte ich am liebsten meine Taschen gepackt und wäre auf Nimmerwiedersehen entschwunden. Wie schon in der letzten Woche bemerkt, bin ich aber nicht der Typ für solche "Schnellschüsse", das heißt, beim Zusagen von Arbeitsaufträgen schon, nur beim Absagen nicht. Mein Trost war, dass es an diesem Tag schon wieder nach Hause ging. Wirklich nach Hause, also zu mir, nach T.
Eine wunderschöne Fahrt in der Nachmittagssonne, zwischen noch immer blühenden Rapsfeldern und allerlei Grün hindurch. Es gab eine kurze Rast am N-Markt in Schlieben. Und auch diese Fahrt dauerte inklusive Rast genau drei Stunden, obwohl die Strecke deutlich kürzer war, als die nach Jena, dafür aber zu etwa zwei Dritteln über Landstraßen und durch malerische Dörfer führte.
Die kurze Woche hatte mich doch geschlaucht, was wohl überwiegend an den anstrengenden und nervenden Meetings lag. Glaube ich zumindest.
Es ist ja leider auch so, dass ich mich einbringen kann, so sehr ich will, es genügt den Obrigkeiten nicht. Die locken mit falschen Versprechungen, sagen aber im gleichen Atemzug, dass sie diese nicht einhalten werden und es aber denen anlasten, die am wenigsten dazu können. Detaillierter kann und will ich an dieser Stelle nicht werden.
Ich war am Abend nach dem nervigen Arbeitstag und den drei Stunden Fahrt, obwohl ich diese genießen konnte, dennoch geschafft und schlief auf dem Sofa ein. Erst als ich vom Feuerwerk geweckt wurde, fiel mir ein, dass ja Beltane war und ich mich beim Hexenfeuer sicherlich hätte entspannen und meinen stressigen Alltag vergessen können. Zu spät.
So träumerte ich noch ein wenig herum.

Mittwoch, 01. Mai
Der Sohn lud mich zum Frühstück im Garten ein und brachte mir gleich noch ein paar Utensilien mit, die ich für die Klinik brauchte. Es war schön in der Sonne, aber als die "Kinder" wieder gingen, mochte ich auch nicht mehr bleiben. Ich habe schon wieder einen Punkt erreicht, an dem ich gewisse Menschen nicht gut ertrage, beispielsweise solche, die am Zaun stehen bleiben mit Bemerkungen wie Naaa? Lange nicht gesehen? Egal.
Am Abend packte ich noch die Tasche für die Klinik und ging früh zu Bett.

Donnerstag, 02. Mai
Nachdem ich mich 7.30 Uhr in der Klinik gemeldet hatte, ging mir der Tag verloren. Ich bekam mein Bett zugewiesen und dann hieß es Warten. Ich schlief. 12 Uhr wurde ich dann zum OP-Saal gebracht. Wie spät es war, als ich im Aufwachraum gefragt wurde, ob ich ein Eis möchte, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, warum ich kein Eis wollte. Eis geht eigentlich immer. Irgendwann wachte ich davon auf, dass meine Zimmernachbarin herumgruschtelte, weil sie ihren Spindschlüssel suchte. Da war es 18 Uhr und ich erfuhr, dass ich nicht aufstehen durfte. Mir war auch nicht danach.
Später erfuhr ich dann, dass ich noch einmal untersucht werden müsse, weil es Komplikationen gegeben hatte. Warum ausgerechnet bei mir? Ach, mir war schon alles egal.
Ich bekam noch eine Tablette gegen die Schmerzen. Das war gut so, denn sie half mir auch beim Einschlafen.

Freitag, 03. Mai
Ich fühlte mich Bäh und quälte mich aus dem Bett, schnappte meinen Kathederbeutel {keine Ahnung, wie das richtig heißt} und mein Waschzeug und tappte ins Bad. Wenigstens Zähneputzen.
Die Schwester fauchte mich an, ich hätte nicht allein aufstehen dürfen. Naja, das war gestern Abend. Das gilt, bis Ihnen jemand was anderes sagt. Hm. Als ich ihr sagte, dass ich doch heute entlassen werde, wurde sie noch fuchtiger. Das vergessen Sie mal ganz schnell. Nach DER OP.
Oha, was war denn mit mir passiert?
Genau erfuhr ich das gegen Mittag bei einer weiteren Untersuchung, bei der ich dann gesagt bekam, dass ich jetzt doch nach Hause könnte. Die Schwester traf ich auf dem Gang und sie war anderer Meinung, erklärte mir, dass es noch eine Bedingung gab, solange die nicht erfüllt war, ließe sie mich nicht weg. Nach einer Weile kam sie wieder und meinte, ich könne doch gehen. Wahrscheinlich hatte sie sich bei der Ärztin erkundigt. Ist ja schön, dass sie sich so kümmert.
Mich aber hatte dieses Hin und Her schon wieder ermüdet. Außerdem hatte ich Schmerzen, aber das behielt ich für mich.
Am Nachmittag hätte ich ein Meeting gehabt, mit den Leuten, die ich als die andere Abteilung bezeichnet habe. Da es am Morgen noch hieß, ich werde nicht entlassen, hatte ich den Sohn gebeten, das Meeting abzusagen. Damit geht nun auch der Job flöten, den ich kommende Woche für drei Tage ausführen sollte, um zu schauen, ob daraus etwas dauerhaftes werden könnte. Und das ist der erste Teil meiner eingangs erwähnten Entscheidungen. Ich werde mich um diesen Job nicht weiter bemühen. Er stand von Anfang an unter keinem guten Stern, wahrscheinlich sollte das einfach nicht sein. Der zweite Teil besteht darin, dass ich auch den Job in Cottbus nicht weiterführen werde. Teilweise hängt es damit zusammen, dass die OP eben nicht so verlaufen war, wie geplant und ich nun auf Befunde warten muss. Jenachdem, wie die ausfallen, kann es sein, dass sich noch eine OP anschließen muss. Da falle ich dann wahrscheinlich länger aus als jetzt. Da es bis zu diesen Befunden noch mindestens 2 Wochen dauert, kann ich meinen derzeitigen Vertrag, der ohnehin am 31. Mai endet, noch erfüllen. Danach brauchen sie mir keinen weiteren anzubieten, weil, wie schon gesagt, sich das für mich überhaupt nicht rechnet.
Irgendwann war ich dann zu Hause. Es ging nicht wirklich etwas vorwärts. Ich brachte es nicht einmal fertig, mir etwas zu essen zu machen. So war es doch ganz gut, dass ich dem Schatz zugesagt hatte, zu mir zu kommen. Er wollte das unbedingt, weil er sich um mich kümmern wollte. Ich wollte es nicht, weil ich dachte, ich wäre lieber allein.
Als er dann aber da war, war ich darüber sehr froh. Hach.

Heute
Tja, was ist heute? Nichts los ist mit mir. Der Schatz möchte, dass ich mich schone. Ich bin trotzdem draußen gewesen und habe die erste Charge Wäsche auf die Leine gehängt. Oder gehangen? Ich weiß das nie. Jedenfalls hängt sie da und ich überlege, ob ich noch eine zweite Trommel ansetze.
Der Schatz murkelt auf dem Balkon herum. Da ist einiges zu tun und dann wollen wir noch bissel was aussäen.
Menno, fühle ich mich schlapp. Ich hätte nicht gedacht, dass mich so eine kleine Operation so sehr mitnimmt. Naja gut, ganz so klein war sie ja dann nicht. Trotzdem dachte ich, ich käme schneller wieder auf die Beine. Aber man kann nun mal nichts erzwingen.
Ich werde jetzt mit diesem Eintrag noch zu Andrea kommen. Danach lege ich mich erstmal wieder hin.
Euch allen wünsche ich ein feines erholsames Wochenende.
Eure Mira

Der 18. Montag

Der Montag ist beinahe vorüber, zumindest ist der Arbeitstag längst herum. Dennoch möchte ich den Lückentext, den Anita auch heute wieder bereitgestellt hat, noch ausfüllen.

❶ Nicht mehr lange, dann streiche ich hier die Segel und arbeite wieder daheim oder zumindest in der Nähe meines Wohnorts.

Allerdings weiß ich nicht, ob ich das wirklich noch bis Ende Mai durchhalte, wenn das so weiter geht.

❸ Hoffentlich ergibt sich bei den für morgen angesetzten Telefonaten etwas Neues.

Einen Neustart in einer völlig anderen Firma möchte ich ausprobieren.

Und wie komme ich jetzt von der Arbeit auf Quittengelee?

❻ Letzte Woche war chaotisch und das wird diese Woche nicht viel anders.

❼ Ich habe diese Woche zwei Tage Dienst in Cottbus und nach dem Feiertag die aufgeschobene OP zu erledigen und freue mich, wen ich am Wochenende alles überstanden habe und mich erholen kann.
Und schon ist er ausgefüllt, der Lückentext und geht nun zu Anita

Samstagsplausch {27. April 2024}

Guten Tag ihr Lieben
Ich bin in Jena und habe jetzt ein wenig Zeit, um mit euch zu plaudern und auf die vergangene Woche zurück zu blicken.
Gefühlsmäßig herrschte Chaos und tut es noch. *brrrr*
Montag, 22. April
Ab 2:30 Uhr war an Schlaf nicht mehr zu denken, obwohl der Wecker erst um vier geklingelt hätte. Natürlich war ich aufgeregt wegen der Fahrt nach Cottbus. 300 km. Diese ließen sich gut fahren und ich stellte fest, dass es nur wenige Streckenabschnitte gab, die ich noch nicht kannte. Ich kam im Sonnenschein in Cottbus an und freute mich sehr, den Kollegen, mit dem ich vor 4 Jahren so gut zusammengearbeitet hatte und den ich nun ablösen soll, noch einmal wiederzusehen.
Der Job hat sich natürlich verändert, wäre aber immer noch toll. {Wenn man mich ließe und nicht andauernd dazwischen grätschen würde.}

Dienstag, 23. April
Der Arbeitstag war anstrengend. Es prasselte eine Menge auf mich ein. Außerdem konnte ich mich nicht am System anmelden. Das kennen wir ja schon.
Am Abend ging es mir nicht so gut, so dass ich den längeren Spaziergang, den ich mir vorgestellt hatte, dann doch nicht unternahm.

Mittwoch, 24. April
Aus der IT kam die Frage, ob ich denn alle Kabel richtig eingesteckt hätte. Hatte ich {dachte ich!}. Der Kollege hatte den Raum verlassen und als er zurück kam, funktionierte der Rechner plötzlich, obwohl ich nichts verändert hatte.
Die Nachricht, dass ich zu dumm war, die Kabelverbindungen zu überprüfen, ging auch an Chef C., der mich anrief und hinterfragte, was da wohl dran sei. Hm.
Viel später, ich glaube, erst am nächsten Tag, erfuhr ich vom Kollegen, dass im Serverraum ein Anschluss umgesteckt werden kann, von dem abhängt, ob der Rechner im Konferenzraum sich einloggen kann oder der Rechner, an dem ich saß. Der Kollege hatte das klammheimlich umgesteckt, während ich mit dem ITler telefonierte.
Hm. Der Makel, dass ich zu doof bin, Kabel richtig einzustöpseln, bleibt an mir hängen.
Ich hatte es satt.
Apropos satt. Zum Feierabend gönnte ich mir Essen vom Asiabuffet. Es war reichlich und in erster Linie salzig. Das esse ich so bald nicht wieder.

Donnerstag, 25. April
Gegen Mittag kam wieder ein Anranzer von Chef C. Dieses Mal berechtigt. Ich hatte mir erlaubt, zwecks Einarbeitung im anderen Büro und in einem der Schulungsräume unterwegs zu sein und hatte deshalb seinen Anruf verpasst. Dämlich von mir, das Telefon überall mitzuschleppen, denn darüber kommen die Firmenanrufe nicht. WIR telefonieren über eine Kommunikationsplattform. Da klingelt aber nix. Es poppt nur kurz ein Fensterchen auf, in dem steht, dass jemand etwas von einem will. Das sieht man natürlich nur, wenn man direkt vor dem Bildschirm hockt und es verschwindet auch sehr schnell wieder. Danach muss man dann nachsehen, ob man Nachrichten verpasst hat und ggf. zurückrufen. Das hatte ich zwar getan, aber der Rüffel kam trotzdem: Ich habe nichts in den Schulungsräumen zu suchen. Aha. Ich dachte, ich soll das Objekt betreuen, und das ab Mai ganz allein. Aber nö, da habe ich, außer an meinem Schreibtisch, nirgends was zu suchen.
Ich hatte es so satt, dass ich ihm am liebsten gesagt hätte, ich stelle ihm die Rechnung für diese Woche und bleibe ab Montag zu Hause.
Nun bin ich aber jemand, der über solche Entscheidungen immer noch mal schlafen muss. Ich breche keine Brücken ab im Zorn oder aus einem einzigen negativen Impuls heraus. Wobei es hier ja nun schon mehrere negative Impulse waren. Trotzdem!

Freitag, 26. April
Es geht nach Hause! Nach Jena!
Dieser Gedanke versüßte mir den Tag. Verbittert wurde der Tag durch die Aussicht auf ein Meeting mit Chef C. und seinen Mitarbeiterinnen. Es sollte von 10:00 Uhr bis 10:30 Uhr dauern. Tatsächlich waren wir 11:45 Uhr endlich fertig. Mir schwirrte der Kopf, ich fühlte mich ausgelaugt.
Nach einem Brötchen mit Frischkäse und einer Tasse Kaffee ging es weiter mit Verwaltungkram.
15:30 Uhr konnte ich das Büro verlassen. Inzwischen war mein Vertrag angekommen. Es ist ein Hohn. Nur das nackte Honorar. Keine Fahrtkosten, keine Übernachtung, nichts. UND versprochen war ja das gleiche Honorar, das ich bei der anderen Abteilung auch hätte. Der Betrag ist tatsächlich der Gleiche, allerdings würde ich den in der anderen Abteilung für eine Unterrichtseinheit (also für 45 Minuten) erhalten hier steht er für eine Zeitstunde. Von wegen: Wir zahlen Ihnen das Gleiche
Trotzdem habe ich den Vertrag mit einem Grinsen unterschrieben. Er gilt nämlich nur bis 31. Mai. Das gibt mir Zeit für die andere Abteilung oder auch für etwas ganz anderes. Oder wir verhandeln neu.
Es bleibt spannend.

Heute
In Jena scheint die Sonne. Der Schatz ist unterwegs zum Töpferkurs. Danach wollen wir noch etwas unternehmen. Vielleicht mal in den Garten. Ja, das wird schön.

Euch allen wünsche ich ein recht schönes Wochenende.
Ich komme jetzt zum Plausch bei Andrea

Der 17. Montag

Heute bin ich spät dran, dabei begann meine Woche schon um vier Uhr. Das heißt, auf diese Zeit hatte ich mir den Wecker gestellt, aufgestanden bin ich schon kurz nach 2 Uhr, weil ich nicht mehr schlafen konnte. Ich war wohl doch ein wenig aufgeregt, weil ich heute mit meinem neuen Job in Cottbus begonnen habe und aus Jena dorthin anreisen musste. Die Strecke war ich so noch nie gefahren, so dass ich mir gern ein wenig Zeitpuffer einbauen wollte. Nun aber möchte ich Anitas Lückentext ausfüllen und damit ganz offiziel in die Woche starten.

❶ Soziale Medien nutze ich zwar, aber nicht exzessiv. Glaube ich.

Gern lese oder stricke ich zur Entspannung nach einem anstrengenden Tag.

❸ Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich den Jenaer schnappen und für uns beide Jobs am Meer suchen.

❹ Spontan bin ich immer noch, wenn auch nicht mehr ganz so sehr wie noch vor 10 Jahren.

Dass die Zugänge zu unseren diversen Lern- und Arbeitsplattformen immer und immer wieder nicht funktionieren, macht mich nervös.

❻ C(l)amping ist genau mein Fall. Ja, es darf im Alter etwas komfortabler werden, aber Luxus brauche ich nicht .

❼ Ich habe diese Woche meine Wiedereinarbeitung in Cottbus zu erledigen und freue mich schon jetzt auf das nächste Wochenende in Jena.

Hach ja, schon sind die Lücken gefüllt und jetzt freue ich mich erst einmal auf den Feierabend und darauf, mein Auto aufzuräumen und dann in die Stadt zu schlendern und mir irgendwo was feines zu Essen zu beschaffen.
Euch allen wünsche ich eine angenehme Woche
Eure Mira

Samstagsplausch {20.04.2024}

Guten Morgen ihr Lieben
Als ich eben in der Überschrift das Datum schrieb, war ich erschrocken. Schon der 20.! Da ist ja der April nun auch schon fast vorbei. Ein Drittel des Jahres vergangen. Und was habe ich erreicht?
Eine Menge! Es ist ja auch eine Menge passiert. Und nicht nur so die Ereignisse an sich, sondern dieses Hin-und-Her, das Abwägen der Möglichkeiten und dann doch keine Wahl haben. Das alles hat mich wuschig gemacht, mich eine Menge Kraft gekostet. Ich hab schon immer gut umdisponieren können, wenn sich Gegebenheiten änderten. Auch von jetzt auf gleich. Aber was in den letzten Wochen hier abging, war einfach zu heftig. Da kam ich nicht mehr mit. Oder bin ich einfach zu langsam geworden?
Jetzt überlege ich gerade, ob ich den Wochenrückblick thematisch ordne, aber dann komme ich vielleicht noch mehr durcheinander, als ich ohnehin bin. Also wohl doch besser chronologisch.
Aaaalso…

Wochenrückschau
Samstag, 13. April
Meine wunderbare Hexe hatte Karten für Il Civetto besorgt. Bei herrlichem Wetter fuhren wir nach Halle und schlenderten dort noch ein wenig herum, bevor wir im Steintor Varieté in eine völlig andere Welt eintauchten. Das Konzert war umwerfend und danach hatten wir noch Gelegenheit, uns mit dem Musikern, die wir nun schon ein paar Jahre kennen, zu unterhalten und gemeinsam Eis zu essen. Liebe auf Eis heißt ihre Tour, deshalb gab es Eis.

Sonntag, 14. April
Zeit zum Auspendeln. Ich bin noch nicht gesund, ich brauche das.

Montag, 15. April
Morgen steht die OP auf dem Plan. Ich mache mich völlig verrückt. Hinterlasse Telefonnummern und Zugangsdaten für alles mögliche, falls ich nicht wiederkommen sollte. Mir wird plötzlich bewusst, dass ich eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht brauche. Hach.
Der Sohn kommt am Abend. Versucht, mich von meiner Angst abzulenken. Wir sitzen draußen im warmen Wind. Das tut gut.

Dienstag, 16. April
Ich verbringe den gesamten Vormittag im Klinikum und fahre unverrichteter Dinge wieder heim. Ich bin zu fett für eine ambulante OP. Na toll. Ich meine, ich sehe das schon ein. Das Risiko, dass mein Kreislauf die Narkose nicht gut verkraftet, ist hoch. Dass man mich da lieber stationär aufnehmen und nach der OP unter Beobachtung halten will, ist an sich eine gute Sache und sollte mich beruhigen. Aber ich will es doch nun irgendwann auch mal hinter mir haben!

Mittwoch, 17. April
Telefon, Telefon, Telefon…
Ein neuer OP-Termin war zu vereinbaren. Der künftige Chef {Chef C.} war anzurufen, um weitere Schritte für meinen Dienstalltag zu verabreden. Er rief dann später auch zurück wegen diverser Zugänge, die er für mich neu beantragen musste. Hatte ich alles schon mal. Mehrfach. Aber die Firma spielt mit mir Hop-on Hop-off und so sind auch immer wieder Ab- und Wiederanmeldungen notwendig. Naja, die IT-Abteilung will ja auch was zu tun haben.
Zwischendurch rief der Schatz an, der wissen wollte, wie es mir am Dienstag ergangen war. Da hatte er nicht anrufen wollen, weil er dachte, ich schlafe vielleicht den ganzen Tag und er mich nicht stören wollte. Ja, ist schon auch ne blöde Situation für ihn. Er wäre gern bei mir, würde mich gern unterstützen, aber ich lasse ihn ja auch ein wenig draußen aus meinem Leben. Mache vieles mit mir allein ab, weil ich es mein Leben lang nicht anders gewöhnt bin. Ich muss ihm noch beichten, dass ich nicht, wie geplant am Donnerstag zu ihm kommen kann, weil ich am Freitag noch mal in die Klinik muss zu einer weiteren Voruntersuchung. Was die mich in den letzten Wochen untersucht und untersucht und untersucht haben!

Donnerstag, 18. April
Ich muss nochmal zu meiner Ärztin, denn ich brauche statt des Überweisungsscheins nun einen Einweisungsschein. Ihre Sprechstunde beginnt 9.30 Uhr. So spät, das zerreißt mir den ganzen Tag. Als ich gerade aus der Dusche komme, klingelt mein Telefon. Wer ist denn das nun schon wieder? Eine Kollegin aus Leipzig, die genau genommen gerade gar nicht meine Kollegin ist. Sie habe gehört… und wolle mal wissen, was da dran sei. Ähm, ja. Das Gespräch dauert anderthalb Stunden und danach schaffe ich es vor der Mittagspause nicht mehr zur Ärztin. Dafür hänge ich meine Wäsche nach draußen. Es ist kalt geworden, aber vielleicht trocknet die Wäsche ja doch im leichten Wind.
Kurz bevor ich zur Nachmittagssprechstunde los will, ruft der Jürschn an. Ein sehr interessantes Gespräch, das ich leider abwürgen muss, denn nochmal kann ich meinen Arztbesuch nicht verschieben.
Am Abend beginne ich, meine Taschen zu packen für die Reise nach Jena {dafür würde ich nicht viel brauchen} und für die Dienstreise in der kommenden Woche. Da muss ich an sehr vieles denken, denn unter anderem muss das Auto zu einem Minivan umfunktioniert werden. Das macht Spaß, erfordert aber eine Menge Planung.
Irgendwie fühle ich mich schon wieder ausgelaugt. Immerhin ist die Wäsche tatsächlich trocken geworden.

Freitag, 19. April
Ich bin nicht fertig geworden mit meiner Packerei und kann mich gerade auch nicht motivieren. Der Termin in der Klinik nervt. 12 Uhr an einem Freitag! Menno. Da kann man vorher nicht rechtes anfangen und nachher… wer weiß? Draußen ist es dunkelgrau und regnet. Entsprechend ist meine Stimmung und ich schwanke zwischen unbedingt am Nachmittag nach Jena fahren er doch erst morgen früh. Gegen das Grau färbe ich mir kurzentschlossen die Haare. Wird gut.
Dann muss ich erstmal los.
Fünf Stunden später {fünf!!!} bin ich zurück. Und völlig demotiviert. Die meiste Zeit in der Klinik habe ich gewartet. Gewartet, dass ich überhaupt dran kam. Blutabnahme, wiegen, messen und einen Fragebogen ausfüllen, den ich am Dienstag schon mal ausgefüllt hatte. Dann auf Station gewartet, über eine Stunde auf ein nettes Gespräch mit einer jungen Assitenzärztin, die mich am Dienstag schon mal untersucht hatte. Sie musste einen Fragebogen ausfüllen. Wieder die gleichen Fragen wie am Dienstag und vorhin schon. Ich bekam eine Akte mit, die ich später wieder zurückbringen sollte. Nun ging es wieder zur Anmeldung und dann hab ich mal wieder gewartet, nur so 20 Minuten, dann bekam ich ein Tablet, auf dem ein Fragebogen hinterlegt war, den ich ausfüllen sollte. Heute nun schon zum dritten Mal. Zugegeben, es waren ein paar zusätzliche Fragen drauf, die wir noch nicht hatten. Als der ausgefüllt war… warten. Dann gab es ein Gespräch mit der Narkoseärztin. War gut, aber im Grunde wusste ich das alles schon. Aber ja, sie müssen mich ja aufklären, brauchen dafür auch eine Unterschrift. Dann durfte ich die Akte wieder zur Station bringen. Es hatte niemand irgend etwas an dieser Akte verändert, nicht mal einen Blick hinein geworfen. Warum habe ich sie nicht gleich dort gelassen? Wenigstens ging die Abgabe schnell. Ich musste NICHT warten.
Trotzdem war ich breit, als ich heim kam. So stand fest, dass ich an diesem Tag nicht mehr nach Jena fahren würde und am Samstag vielleicht auch nicht. Vielleicht gar nicht an diesem Wochenende.
Während dieser ganzen Warterei in der Klinik habe ich mich so unendlich allein gefühlt. Ich verstehe das gar nicht. Was wäre denn besser gewesen, hätte der Schatz neben mir gesessen und mitgewartet? Alles wäre besser gewesen. Er hätte meine Hand halten können. Ich wäre nicht allein gewesen.
Nur GabhÄu war da. Die ganze Zeit. Sie schrieb zwischendurch, wie weit ich gekommen wäre. Versuchte, mich aufzumuntern. Gab mir das Gefühl, eben doch nicht ganz allein zu sein. Und stärkte, ohne das zu wollen, meinen Entschluss, gar nicht nach Jena zu fahren. Wenn ich doch sowieso allein bin, warum dann nicht das Wochenende allein genießen, vielleicht auf der Couch mit Strickzeug?
Immerhin packe ich meine Taschen fertig, so dass ich losfahren könnte, wenn ich mich eben doch dazu entschließe.
Ich texte lange und ausführlich mit GabhÄu und quatsche lange mit Jürschn, der meint, wenn ich am Montag in aller Frühe auf Dienstreise muss, sollte ich mir nicht noch die Fahrt nach Jena zumuten, zumal ich mich damit um ca. 120 km von meinem künftigen Einsatzort entferne. Und die Strecke ist auch ohne dies lang genug.

Heute
Ich weiß es nicht. Früh aufgestanden bin ich. 5:30 Uhr. Voller Schwung, entschlossen, nur noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen und dann nach Jena zu starten. Aus den Kleinigkeiten wurde mehr und mehr, das mir noch zu tun einfiel und inzwischen hat mich der Schwung schon wieder verlassen. Sollte ich nicht vielleicht doch lieber hier daheim bleiben? In aller Ruhe.
Ich weiß es einfach nicht. Was bin ich nur für ein unentschlossenes wechselhaftes Wesen? Egoistisch? Kraftlos. Unnütz. Naja, nee, unnütz bin ich wohl nicht. Es gibt schon Menschen, denen ich in der einen oder anderen Hinsicht nützlich sein kann. Das schon. Nur, will ich das überhaupt?
Oh weh.

Ich glaube, jetzt mache ich mir erst mal einen Kaffee. Dann schaue ich all meine Taschen und Kisten durch, ob ich auch wirklich nichts vergessen habe. Und dann… ist vermutlich Mittag und lohnt sich tatsächlich nicht mehr, noch irgendwo hin zu fahren.
Was sich auf alle Fälle lohnt, ist ein Besuch bei Andrea, um zu schauen was ihr so alle in der letzten Woche erlebt habt.

Ich wünsche euch ein schönes und ausgeglichenes Wochenende
Eure Mira

Notiz – 17. April 2024

Verrückt
Den halben Tag habe ich mit Telefonaten zugebracht. Früh am Morgen begann es damit, dass ich einen neuen OP-Termin verabreden musste. Dadurch wurde meine Planung für die restliche Woche auch wieder auf den Kopf gestellt, weil ich am Freitag schon wieder zu einer Voruntersuchung muss. Wie oft wollen die mich denn nun noch voruntersuchen? Ich habe es langsam satt. Und überhaupt: 12 Uhr. Was ist das denn für ein Termin? Die OP selbst wird dann erst am 2. Mai erfolgen. Im Moment habe ich zwar gerade keine Angst, aber bis dahin habe ich mich wahrscheinlich wieder völlig verrückt gemacht.
Ach, und nun muss ich dem Jenaer noch sagen, dass ich nicht, wie geplant, am Donnerstag zu ihm kommen kann, sondern frühestens am Freitag Abend. Die Frage ist, ob sich das dann überhaupt lohnt.
Übrigens rief er gestern Mittag an, weil er wissen wollte, wie es mir ergangen ist. Und er war sehr lieb, sehr… wie soll ich sagen? Ich hatte in der letzten Zeit ja ein wenig zu mäkeln. Und nun hatte ich das Gefühl, er hat, ohne dass ich viel sagen musste, darüber nachgedacht und mir nun zeigen wollen, dass doch alles gut ist zwischen uns. Ja, es fühlte sich gut an. Und er wird mich unterstützen, egal welche Entscheidung bezüglich des Job ich treffen werde. Insofern wird es sich doch lohnen, zu ihm zu fahren. Einfach mal wieder zusammen sein. Ach, doch!

Nachdem ich nun wusste, wie es gesundheitlich für mich weitergeht {oder auch nicht so richtig weitergeht}, rief ich Chef C. an, um ihm meine Fragen zu stellen und unser weiteres Vorgehen anzusprechen. Im Ergebnis dessen werde ich nun kommenden Montag mit meinem neuen alten Job beginnen. Hatte ich das schon erzählt? Ich habe diesen Job an ebendiesem Standort schon in den Jahren 2020/21 ausgeübt. Damals vertretungsweise. Jetzt nun hauptamtlich oder wie immer man das ausdrücken möchte.
Der Vorteil: Der Job ist viel schöner, interessanter, anspruchsvoller und abwechslungsreicher als jener mit den Probetagen.
Der Nachteil: Ich muss wieder reisen, während ich den anderen Job von zu Hause aus erledigen könnte.
Nunja.

Nachtrag
Ich habe mir jetzt mal die Route angeschaut, die ich von Jena nach C. fahren müsste, wenn ich das kurze Wochenende beim Schatz verbringe. Es ist zwar fast doppelt so weit, wie von zu Hause aus, aber die Fahrzeit ist weniger als ein Drittel länger, weil ich die ganze Zeit auf der Autobahn bin. Ich werde das nachher mal mit ihm besprechen.

Notiz – 16. April 2024

Vielen Dank für’s Daumendrücken
Kaum geschlafen habe ich in der vergangenen Nacht und alle Menschen in meinem Umfeld mit meiner Angst verrückt gemacht.
Und dann? Kam alles anders. Als ich in der Klinik ankam, wurde mir mitgeteilt, dass die OP heute nicht stattfinden könne, weil erst noch eine {die soundsovielte} Untersuchung nötig sei. Na gut.
Und bei dieser stellte sich dann heraus, dass die OP ambulant nicht möglich ist, weil ich zu fett bin. So haben sie das natürlich nicht gesagt, aber mein BMI ist für eine ambulante OP zu hoch. Das bedeutet, das Narkoserisiko ist zu hoch und das wiederum heißt, sie wollen mich nach der OP noch eine Nacht zur Beobachtung dabehalten. Ja, und das heißt nun, ich brauche einen neuen Termin. Hach, ich wollte das doch nun endlich mal hinter mir haben, damit ich wieder gesund werden kann.
Ich wollte es aber auch aus einem anderen Grund hinter mir haben. Damit ich nämlich endlich mal wieder arbeiten gehen kann. Und auch da gibt es schon wieder selbstproduziertes Chaos.
Ähm. Da rief doch neulich einer der ehemaligen Chefs, nennen wir ihn A., an, ob ich an diesem und jenem Job interessiert sei und versprach dann, sich bis letzten Freitag zu melden. Losgehen sollte es am 01.06. Unmittelbar danach rief ein anderer ehemaliger Chef, nennen wir ihn C., an, ob ich denn auch schon früher kommen könnte, der derzeitige Amtsinhaber habe sich krank gemeldet.
Gestern riefen die beiden auch wieder unmittelbar nacheinander an, der eine, um mir zu sagen, dass er sich nun aus sämtlichen Absprachen heraushalten und alles dem C. überlassen werde, damit es nicht zugeht, wie bei der Stillen Post. Und der C. wollte wissen, ob ich denn nun gesundheitlich wieder fit sei und ob ich gleich ab Montag zur Arbeit kommen könne. Beide wissen, dass ich von dieser Stelle, wo neulich der Probetag etwas unglücklich verlief, weitere drei Probetage für Anfang Mai angeboten bekommen hatte und dass ich diese auch absolvieren möchte, unabhängig, was am Ende dabei heraus kommt. Meinte der C., das bräuchte ich nicht, ich sei doch bei ihm gut aufgehoben und und und… Ich versprach, ihn am Donnerstag anzurufen.
Inzwischen habe ich mich entschlossen, ihn morgen schon anzurufen, aber vor einer endgültigen Zusage noch ein paar Fragen zu stellen. Und nun, soeben, fand ich den Vertrag von der ersten Stelle im Postfach. Menno!
Ich werde heute Nacht darüber schlafen. Morgen meine Fragen stellen und unabhängig von den Antworten bekannt geben, dass ich die drei Probetage auf alle Fälle absolvieren werde. Ja, so mache ich das.
Und am Ende, wer weiß, ergibt sich dann vielleicht sogar noch etwas ganz anderes. 🤭
Auf jeden Fall bleibt es spannend.

Der 16. Montag

Neue Woche, neues Glück. Und neuer Montagsstarter, bereitgestellt von Anita

❶ Sieh dir die Natur an, sie explodiert förmlich im Grün.

❷ Obwohl ich darauf hoffe, dass nach der OP morgen alles wieder gut wird, mag ich nicht daran denken und würde am Liebsten nicht hingehen.

❸ Wenn ich eine besondere Fähigkeit erlernen könnte, wäre das mir nicht immer so viele Sorgen und Gedanken zu machen.

❹ Mit dem Ende der Osterzeit könnte von mir aus der Frühling zu Ende gehen und der Sommer beginnen.

❺ Ich nehme, egal wohin, immer viel zu viel Krimskrams mit.

❻ In meiner Freizeit bin ich am liebsten am Meer.

❼ Ich habe diese Woche eine kleine OP zu erledigen und freue mich wenn ich aus der Narkose aufwache, FALLS ich aufwache.

Ja, das war es schon wieder mit dem Lückentext. Nun wünsche ich allen eine gute Woche und hoffe darauf, dass wir uns auch nächsten Montag wiederlesen können.
Eure {ängstliche} Mira