Der 27. Montag

1.) Hey! Es ist Sommer. Der ist zum Genießen da.

2.) Es ist kaum zu glauben, wie viele Erlebnisse in so eine Woche passen.

3.) Wenn ich nicht immerzu auch mich aufpasse, kann es schon mal passieren, dass ich mich zu Unternehmungen verdonnern lasse, die ich gar nicht will.

4.) Rücksichtnahme und Höflichkeit sind für mich selbstverständlich, aber das wird einem leider nur selten gedankt.

5.) Wenn mein Alltag mich nervt, überlege ich mir schöne Geschichte(n).

6.) Bei Urlaub bin ich mehr der Typ der viel erleben möchte, damit ich von den Erinnerungen lange zehren kann. Untätig (am Strand oder sonstwo) herumliegen kann ich auch daheim, dazu muss ich nicht verreisen.

7.) Ich freue mich auf die Sauna und das Schwimmen am Abend, habe den Büchereibesuch mit Mutti und diverse andere Pflichten zu erledigen und dann möchte ich alles genießen, was mir das Leben bietet. .

So, das war für diese Woche mein ausgefüllter Lückentext, den
Anni in Zusammenarbeit mit Martin wieder zur Verfügung gestellt hat.

Heute ist auch noch WmdedgT. Aber das schreibe ich erst heute Abend, wenn ich weiß, was ich so alles gemacht habe.

Sonntags Top 7 {210704}

Anni schreibt heute keine Sonntags Top 7, zumindest jetzt noch nicht. Dafür will ich das heute endlich mal wieder tun.
Die Themen sind, wie immer:

Lesen
Ach ja. Als ich das letzte Mal die Sonntags Top 7 schrieb, hatte ich gerade einen neuen Honorarvertrag bekommen, den ersten nach dem Ewig-Lockdown. Und nun ist das alles schon wieder Geschichte. Es ist unglaublich viel passiert in dieser Zeit, viel Schönes. Aber nun ist es zu Ende. Ich habe es beendet, ich dumme Kuh. Und nun leide ich vor mich hin. Um das jetzt ebenfalls zu beenden oder zumindest zu mildern, las ich seit Wochenmitte Spiegel & Schatten {Affiliate-Link} , den zweiten Teil der Meisterin von Markus Heitz. Das lenkt mich ganz wunderbar von meinen übrigen Gedanken ab.

Musik
Als ich am Mittwoch nach der Rückkehr aus Cottbus auf dem Tauchaer Marktplatz stand, fiel mir der Song von Klaus Lage ein. Ich blieb ein wenig dabei kleben. Sonst mochte ich Musik in dieser Woche eher nicht, weil sie schmerzlich gewesen wäre. Glaub ich.

Flimmerkiste
Die bleibt schon seit Wochen ausgeschaltet. Das heißt, ich habe ja gar keine echte Flimmerkiste, nur den Rechner und die Mediatheken. Etwas habe ich mir diese Woche aber doch angeschaut und zwar auf einer echten Flimmerkiste am Dienstag im Hotel. Das Fußballspiel zum Ende einer Ära. Nun ist es aber gut mit Fußballgucken, bis nächstes Jahr zur WM, falls wir die Quali schaffen.

Erlebnis
Huch, wo soll ich da anfangen? Die ganze Woche war vollgepackt mit Erlebnissen. Wer das wirklich wissen möchte, kann sich durch meinen Wochenrückblick kämpfen, wenn das nicht schon gestern geschehen ist.

Genuss
Oh ja. den gab es. Am Dienstag Abend waren wir ein letztes Mal auf dem Altmarkt in Cottbus beim Italiener. Nicht nur das Essen {ich hatte einen Meeresfrüchtesalat}, nicht nur der Wein {für jeden nur ein Glas, weil wir, wie immer, noch fahren mussten} die gesamte Stimmung, die Gespräche, einfach alles war ein Genuss, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Web-Fundstück/e
Ach nö, lieber nicht. Da kommen seltsame und teils unangenehme Dinge zu Tage. Und ich will gerade nicht unangenehm. Kann das eben nicht brauchen. Lieber für ein kleine Weile Kopp in den Sand.

Hobbys
Nicht wirklich in dieser Woche. Ich hatte das Strickzeug nicht mal mit auf die Dienstreise genommen und auch danach noch nicht wieder angefasst. Vielleicht nächste Woche wieder.

Sind das jetzt sieben? Ja, sind es. Na dann.

Habt alle einen wunderbaren Sonntag
eure Mira

Samstagsplausch {03.07.2021}

Die Woche in einem Wort
Emotionaaaaal

Wochenrückschau

Samstag, 26. Juni 2021
Geplant war Nudelsalat vorbereiten, Grillzeugs einkaufen, Mutti holen und ab in den Garten. Später vielleicht die Mutti heim bringen und nochmal zurück in den Garten auf ein Gläschen Wein.
Abgesehen davon, dass die Mutti zwei Stunden vor der verabredeten Zeit anrief und geholt werden wollte, klappte das sogar. Und ja, am Abend, nachdem ich die Mutti heim gebracht hatte, gab es für mich ein Gläschen Bitterol und ein Lagerfeuer.
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Sonntag, 27. Juni 2021
In anderer Leute Garten.
Die Kinder hatten mich gefragt, ob ich sie fahren kann. Klar konnte ich. Fremde Leute kamen, den Garten zu besichtigen und machten rundweg alles schlecht. Keinen Cent sei der Garten wert. Davon abgesehen waren sie äußerst unsympatisch. Denen hätte ich den Garten nicht geben wollen, selbst wenn sie bereit gewesen wären, die geforderte Summe zu zahlen. Der Sohn war sehr geduldig und blieb freundlich. Das hätte ich nicht gekonnt. Ich hätte schon viel früher gesagt: Ich sehe, Sie wollen den Garten nicht, dann machen Sie es gut.
Aber ich hatte ja nichts zu sagen. Ich war nur die Fahrerin. Trotzdem belastete mich diese Sache und verdarb mir den halben Sonntag. Keine Ahnung, warum eigentlich. Vielleicht, weil ich mit missgünstigen Menschen nicht umgehen kann?
Am späten Nachmittag pilgerte ich dann in unseren eigenen Garten. Wir verzehrten die Reste vom Grillen.
Später richtete ich meine Outfits für die kommende Woche, damit das Taschepacken am Montag Abend schneller geht.
Am Abend bekam ich eine Nachricht, die mir unglaublich gut tat. Was ein Foto und zwei Sätze small talk doch ausmachen.

Montag, 28. Juni 2021
Zum Glück habe ich den Montagsstarter geschrieben, sonst wüsste ich nicht mehr so recht, dass es den Tag überhaupt gab. Dabei hatte ich an diesem Tag sogar noch Aufregung, die mit nicht durchgestellten Anrufen zusammenhing und mich so fusselig machte, dass ich am Abend einen WhatsApp-Hilferuf startete, der umgehend mit einem Trösteanruf beantwortet wurde. Tat das gut!
Danach habe ich mit Lili noch bis in die Nacht über alte Autos und noch ältere Motorräder geschwatzt. Auch das tat gut.

Dienstag, 29. Juni 2021
Wie letzte Woche war ich vor dem Wecker munter. Na, was man nachts um drei munter nennen kann. Die Straßen waren frei und ich kam so gut durch, dass ich es beinahe geschafft hätte, vor dem Kollegen in Cottbus zu sein. Beinahe.
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Ich hatte eine Menge zu tun, weil ich meine Abschlussberichte fertig machen wollte. Das sollte nicht in der nächsten Woche am Kollegen hängen bleiben. Er hat schließlich genug um die Ohren, wenn ich nicht mehr da bin.
Es gab ein Abendessen beim Italiener am Altmarkt.
Später schaute ich noch Fußball, eher halbherzig, also so, wie die Jungs auch gespielt hatten. Als Löw nachher in die Katakomben schlich, tat er mir fast leid.

Mittwoch, 30. Juni 2021
Mein wirklich allerletzter Tag in Cottbus. Als ich das Hotel verließ, goss es in Strömen, so dass ich, als ich in der Firma ankam, aussah, wie ein gebadeter Hamster. Das macht doch nichts! sagte der Kollege. Nunja.
Die letzten Coachings, die letzten Berichte, die letzten Pötte hervorragenden Kaffees und die letzten Gespräche mit dem Kollegen. Ab Mittag funktionierte mein externer Mitarbeiterzugang nicht mehr, der interne noch nicht. Die letzten Unterlagen richtete ich an einem Schulungsrechner, die allerletzten handschriftlich.
Zum Abschied lagen wir uns in den Armen und ich hätte ihn am liebsten nie wieder losgelassen.
Inzwischen schien die Sonne, aber als ich aus der Stadt hinausrollte, weinte Cottbus. Und an diesem allerletzten Tag verpasste ich die Ausfahrt und musste einen Bogen fahren, um wieder auf die Ausfallstraße zu gelangen, fast, als wollte Cottbus mich nicht gehen lassen.
Und dann war ich wieder zu Hause…
…und konnte nicht damit umgehen.
Deshalb überfiel ich die Katl mit Abendessen vom Asiaten. Ich war zum Umfallen müde und doch so aufgedreht, dass ich… ich weiß gar nicht was. Doch, am liebsten wäre ich die 200 km wieder zurückgefahren.
Klaus Lage – Wieder zuhaus

Donnerstag, 01. Juli 2021
Mein erster Tag als intere Mitarbeiterin. An der Arbeit hat sich im Vergleich zu Montag und den letzten Wochen nichts geändert. Und doch… Es ist seltsam und ich kann es nicht beschreiben, ich kann es nicht mal verstehen. Der Donnerstag wurde zum Chaostag.
Aus Leipzig kam ein Kollege, mit dem ich dort schon seit Jahren zusammengearbeitet hatte. Wir waren sogar gemeinsam auf Lehrgängen und ich habe damals extra seinetwegen gelernt, wie man Drehmaschinen programmiert, damit ich ihn vertreten konnte, als er in Elternzeit ging. Man kann schon sagen, wir waren ziemlich eng die ganzen Jahre. Nun hatten wir uns seit März 2020 nicht mehr gesehen und als wir uns im Flur gegenüberstanden, zog er mich einfach zu sich heran und umarmte mich, und ich hatte das Gefühl, dass er sich ehrlich freut, dass ich wieder da bin.
Zwei Stunden später kamen zwei andere Kollegen aus Leipzig, von denen ich einen auch schon einige Jahre kenne, wobei wir seltener miteinander zu tun hatten. Mit ihm wiederholte sich die Begrüßungsszene. Auch diesmal kam eine Herzlichkeit rüber, die ich so nicht erwartet hatte. Gleichzeitig war da aber noch etwas anderes. Unterschwellig. Etwas leicht Schmerzliches. Nun haben wir dich zwar wieder, aber irgendwie doch auch nicht. Ich gehöre wieder zu ihnen, durch den veränderten Vertrag sogar mehr als je zuvor, aber wir sehen uns trotzdem nicht täglich, so wie das früher war. Können am Morgen keinen Tee zusammen trinken oder mal schnell einen Kaffee zwischendurch. Und was vielleicht am schwersten wiegt: Ab August muss einer von ihnen "meinen" Job mit übernehmen. Also den, den ich bis 18. März 2020 in Leipzig ausgeführt hatte. Daran kranken sie. Sie verübeln mir das nicht, aber sie bedauern es. Wie sollen wir das denn machen, wenn du in Torgau bist? Diese Frage ist, seit ich Anfang Juni den Vertrag unterschrieben hatte, anscheinend in aller Munde. Zumindest wird sie mir von verschiedenen Seiten immer wieder zugetragen. Wir müssen irgendwie eine Lösung finden. Die Frau S. steht uns leider nicht mehr zur Verfügung.
Hey, Leute, ihr hattet keinen Auftrag für mich. Die ganzen Monate nicht und jetzt noch immer nicht. Wie sollte ich das denn machen ohne Job? Ihr tut gerade so, als sei ich unentbehrlich. Warum ist euch das nicht früher eingefallen? Zum Beispiel im März 2020, als ich den Online-Unterricht schon vorbereitet hatte, dann aber nicht halten durfte, sondern an Kollegen abgeben musste. Oder im Ende März 2019, als der Chef mir in der Küche beim Kaffee Aufbrühen sagte: Sie können ab Montag nicht mehr kommen. Aber rufen Sie mal in Torgau an. {Damals saß da noch eine andere Chefin, die tatsächlich einen Auftrag für mich hatte.} Oder im Februar 2018, als der Chef mir durch die Kollegin Wirbelwind ausrichten lies, er brauche mich ab kommenden Montag leider nicht mehr. Woraufhin ich dann zu jenem Montag nach Halle gewechselt hatte, was zwar ganz in der Nähe ist, aber erstaunlicherweise nicht in die Zuständigkeit eben jenes Chefs fällt. Dort hätte ich bleiben sollen. Dann wäre mir das ganze Hickhack des letzten Jahres wahrscheinlich erspart geblieben. Obwohl… dann hätte ich auch vieles nicht kennengelernt, was ich trotz allem nicht missen möchte.

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Als ich heim kam, lehnte ein Päckchen an der Wohnungstür. Von Lili. Wir telefonierten, was mich aber dieses Mal nicht wirklich erden konnte, weil Lili an einem Thema festhielt, das ich gern vergessen oder zumindest ausblenden möchte. Parallel textete ich mit Ljudi, was sich den ganzen Abend hinzog und mir viel Zuversicht vermittelte.

Freitag, 02. Juli 2021
Zwischen Baum und Borke
Solange ich mich nur auf die Arbeit in TDO konzentriere, ist alles gut. Wir haben heute viel geschafft. Die Leute packen kräftig mit an, und ich habe ihnen gesagt, dass ich stolz auf "meine" Truppe bin, wie fleißig sie sind und wie gut das alles läuft.
Als die Truppe Feierabend hatte {freitags ist das früher als an den übrigen Wochentagen}, blieb mir noch Zeit für den Bürokram. Und da war es dann wieder, das blöde Gefühl, das aus dem Verwaltungstrakt herüberschwappte. Das passiert sogar per Mail. Am liebsten hätte ich den Cottbuser Kollegen angerufen und mich ausgeheult. Er hat mir noch immer geholfen. Aber ich hab mich natürlich zusammengenommen und ihn nicht genervt. Er hat schon genug Trouble, weil ich ihn dort allein gelassen habe, da kann ich ihn nicht noch mit meinen Nöten belästigen.
Mal sehen, wie ich das am Montag alles hinbekomme. Falls es mir nicht gelingt, rufe ich den Leipziger Chef an. Er hat schließlich diese zusätzlichen Aufgaben verteilt, dann soll er mir auch sagen, wie ich das lösen kann. Ich fürchte nämlich, dass das mit der Technik, die ich in TDO zur Verfügung habe, gar nicht geht.
Am Abend war Markt in Taucha. Armselig, sag ich euch. Kaum Stände und noch weniger Besucher.
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Samstag, 03. Juli 2021
Die Waschfee grummelt. Die WetterApp verspricht nur 3% Regenwahrscheinlichkeit. Da kann ich die Wäsche auf den Trockenplatz hängen und noch mehr waschen, fein.
Ansonsten mal sehen, was ich mit dem Tag anfange. Wichtig ist mir, richtig abzuschalten, damit ich die neue Arbeitswoche ohne all mein Gedanken- und vor allem ohne mein Gefühlschaos angehen kann.

JETZT komme ich erst einmal zu Andrea und ihrem Samstagsplausch

Habt alle ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Der 26. Montag…

…bringt mich wieder nach TDO und meinem Fest-Job immer näher.

1.) Rausgehen ist wie eine Therapie gegen trübe Gedanken oder gar Depressionen. Draußen ist alles besser.

2.) Ich wasche gern Wäsche hänge sie auch gern zum Trocknen auf. Nur zusammenlegen und wieder in die Schränke räumen, das mache ich nicht gern.

3.) Ich mach mal eben schnell… sage ich oft. Und dann wird aus schnell ein tagfüllendes Programm, weil ich vom Steinchen aufs Stöcken komme und alles auch noch "eben schnell" dazwischen schiebe.

4.) Luftige Kleider aus Baumwolle und darunter Radlerhosen trage ich im Sommer am liebsten.

5.) Wenn ich dürfte, wie ich wollte, würde ich… vermutlich gar nichts tun, weil ich Angst vor der eigene Courage hätte.

6.) Auf die Gefühle bestimmter, einzelner, weniger Menschen habe ich leider keinen Einfluss. Doch wenn ich den hätte, wüsste ich gar nicht, ob ich das dann auch wirklich will. Ist wahrscheinlich ganz gut, dass ich in gewissen Momenten nicht bekomme, was ich mir wünsche.

7.) Diese Woche habe ich den Abschied von meiner Wirkungsstätte in Cottbus geplant und außerdem steht/stehen nichts weiter im Kalender.

So, das war für diese Woche mein ausgefüllter Lückentext, den
Anni in Zusammenarbeit mit Martin wieder zur Verfügung gestellt hat.

Samstagsplausch {26.06.2021}

Was hat Illy mir gewünscht? Eine verrückte, vollgepackte Woche. Wahrlich, die hatte ich.

Die Woche in einem Wort
Schwierig.

Wochenrückschau

Samstag, 19. Juni 2021
Es ist viel zu heiß. Najaaa, so dürfte ich das wohl nicht sagen, denn ich liebe Sommer, hohe Temperaturen und überhaupt…
An diesem Tag aber fühlte ich mich seltsam. Die Woche war anstrengend, weil ich auch am Freitag arbeiten musste/durfte. Solange ich noch unter der Woche nach CB fahre, ist das ein recht heftiges Programm. Entsprechend malade war ich am Samstag. Immerhin fütterte ich die Waschfee und hängte später die Wäsche auf den Trockenplatz.
Und ich musste noch zur Drogerie. Waschmittel alle, Geschirrspülmittel alle, Toilettenpapier alle. Noch eine Woche verschieben ging nicht.
Vorher hatte ich in einem Telefonat mal wieder meine Freundschaft zu Katl reklamiert, besser gesagt, ihre Freundschaft zu mir. Und als ich dann losfuhr zur Drogerie schickte ich ihr einen Text, falls sie noch nicht dort gewesen sei, könnten wir uns da treffen. Das war eine gute Idee, denn in der Drogerie war es angenehm kühl. Inzwischen hatte die Junghexe angerufen und um meine Fahrdienste gebeten. So nahm ich die Katl kurzerhand mit, sammelte die Hexe ein und brachte sie an ihr Ziel, dann die Katl heim, dann mich selbst zum N-Markt, um noch eine Melone einzusammeln.
Und dann war Zeit für Fußball mit abschließender Konferenzschaltung zwischen Katl, der Mutti und mir.
Jahahaa, die Kleine Frau schaut Fußball und hat davon auch Ahnung {wahrscheinlich sogar mehr als ich}. Am Ende meinte die Katl: Und das nächste Spiel schauen wir beide zusammen. Das hat mich riesig gefreut. Da hat meine Reklamation mir doch Glück gebracht.

Sonntag, 20. Juni 2021
Noch ein seltsamer Tag. Der Himmel ist grau verhangen, aber es ist immer noch drückend und schwühl. Und mir hängt eine Müdigkeit an, die ich nicht beschreiben kann. Und erklären kann ich sie mir auch nicht. Ich schwanke gerade zwischen Wanne mit kühlem Wasser und Couch zwecks Mittagsruhe, als die Hexe anruft. Sie hat etwas wichtiges in W. vergessen, das sie unbedingt heute braucht, aber es fahren wieder keine S-Bahnen. Also springe ich schnell unter die Dusche und rase los zum Fahrdienst. Die Erledigungen der Hexe gehen schnell und danach meint sie, wir könnten doch noch Eis essen. Mir ist aber nicht nach Eis, weil mein Magen grummelt. Die Hexe will noch nicht wieder nach Hause. Also nehme ich sie mit zu mir.
Wir haben einen angenehmen Lazy Sunday Afternoon, finden in der Wohnung jede ihren Rückzugsort, wo wir abhängen und nichtstun. Ich lesend, sie mit Freundinnen telefonierend. Nur eben, dass wir nicht allein sind und die andere anquatschen könnten, wenn wir wollten. Ich genieße das. Sie auch, glaube ich, denn als ich sie abends wieder heim bringe, mag sie gar nicht so recht.

Montag, 21. Juni 2021
Wieder in TDO.
Die Teilnehmer freuten sich: Das ist so schön, dass Sie wieder bei uns sind. Ach ja, klar, ich war ja die gesamte letzte Woche nicht hier.
Die Chefin freute sich auch. Sie hatte mir schon am Freitag geschrieben, was wir am Montag mal müssten. Das taten wir auch.
Danach erzählten sie mir von ihren aus Holz gefertigten Schmetterlingen und dass eine Passantin sich sehr dafür interessiert hatte wegen der Landesgartenschau im nächsten Jahr. Wie die Frau hieß, wussten sie nicht, wie man sie erreichen konnte, erst recht nicht. Ich verzog mich kurz ins Büro, rief die Stadtseite auf und begann zu telefonieren. Ich musste nur zweimal mein Sprüchlein aufsagen und wurde einmal weiterverbunden. Nach einem sehr netten Gespräch mit einigem Erstaunen auf der anderen Seite hatte ich die Zusage zur Zusammenarbeit. Es fiel mir genauso leicht, wie in CB neue Teilnehmer zu akquirieren. Man braucht nur die richtigen Argumente und ein Gespür für die richtigen Ansprechpartner. Das habe ich offenbar. Kommentar eines Kollegen: Weil du eben gut bist. So ganz langsam fange ich an, ihm zu glauben. Warum das wohl so ist? Vermutlich, weil ich meinen Job mit so viel Herzblut mache. Da ist es irgendwie ganz leicht, gut zu sein.
Als ich mich am Feierabend "bis Donnerstag" verabschiedete, kam von einer Teilnehmerin: Nur noch nächste Woche, dann haben wir Sie ganz für uns!
Da bekommt man doch gleich Pippi in die Augen, oder?

Dienstag, 22. Juni 2021
2:55 Uhr, also 5 Minuten vor dem Weckerklingeln bin ich wach. Ich mache mich reisefertig, aber weil so sehr kühle Luft zu den Fenstern hereinweht, disponiere ich die Kleidung für diesen Tag noch einmal um. Dann geht es los in Richtung CB. Obwohl fast Mittsommer ist, wird es an diesem Morgen ewig nicht hell. Der Grund sind tiefhängende graue Wolken. In der Firma angekommen, bitte ich den Kollegen, mich heute noch intensiver als sonst mit unserem schwarzen Lebenselixier zu versorgen. Das macht er auch. Außerdem ist der Tag voller Termine, so dass die Müdigkeit keine Chance hat und ich zeitweise sogar die grauen Wolken vergesse.
Zum Feierabend kommt dann sogar noch die Sonne heraus. Trotzdem stürzt gerade dann der Tag ins Dunkelgrau, infolge eines Gespräches, das mir klar macht, dass ich {wiedermal} eine Chance verpasst habe. Nur diesmal hatte ich wegen des ewigen Lockdowns gar keine Möglichkeit, das zu verhindern oder die Chance irgendwie zu nutzen. Nun ist das so!
Keine Sorge, ich komm schon klar. Ist ja nicht das erste Mal. Wird noch ein Weilchen weh tun, dann komme ich wieder in meinen alten Tritt. Hab ja genug um die Ohren. Da würde eine Liebschaft letzten Endes nur stören.

Mittwoch, 23. Juni 2021
Das Prinzenpaar aus G. hatte sich angekündigt. Da lernte ich die beiden nun kurz vor Ende doch noch persönlich kennen. Viel Gelegenheit hatten wir dafür nicht, weil meine Termine Schlag auf Schlag folgten. Geht nicht anders bei 10 Unterrichtseinheiten pro Tag. Das wollte ich schließlich so.
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Ganz früh am Morgen beim ersten guten Kaffee des Tages, noch vor dem offiziellen Dienstbeginn, stellte der Kollege mir dieses Geschenk auf den Schreibtisch. Zwei Teilnehmerinnen, die ich im letzten Jahr ganz intensiv auf ihre Zwischenprüfung vorbereitet hatte und die nun in ein paar Tagen die Abschlussprüfung hinter sich bringen werden, wollten sich verabschieden. Hach, da war es wieder, das Pippi…

Auf der Rückfahrt nach Sachsen begleitete mich herrlicher Sonnenschein und ich war seltsam aufgekratzt. In meiner Wohnung hätte ich es an diesem Abend kaum ausgehalten, aber zum Glück hatte mich die Katl zum Abendessen und Fußballgucken eingeladen.
Ich liebe Matjes. besonders diesen roten.

Donnerstag, 24. Juni 2021
Die Chefin hatte mich gebeten, in der Frühe gar nicht erst nach TDO zu kommen, sondern von zu Hause aus in die Leipziger Niederlassung zu fahren. Macht Sinn, schon allein von der Fahrstrecke her. Trotzdem war ich froh, als ich dort wieder gehen und mich endlich auf den Weg nach TDO machen konnte. Die Termine, die ich mir dort für den Donnerstag vorgenommen hatte, schaffte ich dann natürlich nicht mehr.
Zum Feierabend machte ich mich dann auf den von dort aus recht weiten Weg an den Süßen See, wo ich mich mit vier {Strick-}Freundinnen treffen durfte. Das war soooo schön.
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> Leider reichte der Akku nur noch für ein paar Fressfotos. So habe ich diesmal keine eigenen Aufnahmen vom See. Aber wir wollen vielleicht in diesem Sommer noch ein weiteres Treffen dort veranstalten, sozusagen als Ersatz für das, welches im letzten Sommer ausfallen musste.

Freitag, 25. Juni 2021
Mein letzter freier Freitag. Ausschlafen war nicht. Also wuselte ich ein wenig im Haushalt. Wäsche wurde auch fertig. Als ich mich um Bürokrams kümmern wollte, vermisste ich mein "Gedächtnis", eine riesige Speicherkarte, die mein Büroleben der letzten 5 Jahre enthält. Mindestens. Das meiste davon {bis auf die letzen beiden Monate} ist auch noch woanders gesichert, aber ich musste das Gedächtnis unbedingt wiederfinden. Mit Suchen gelang das nicht, wohl aber, wie fast immer, mit Nachdenken, wo und wann ich es zuletzt gebraucht hatte.
Dann war der Tag schon fast wieder in Ordnung. Als am Nachmittag die Sonne herauskam, trocknete auch meine Wäsche.
Dann rief die Hexe an. Sie wollte nach Teichwolframsdorf. Das ist eine sehr schöne Gegend und die Strecke dahin ist auch angenehm zu fahren und bietet malerische Ausblicke über weite Felder und auf kleine Ortschaften, die in den Tälern verstreut liegen. Da es diesmal neben dem Sonnenschein immer nieselte, wirkten die Täler im Dunst wie verwunschen. Das ließ sich leider nicht gut fotografieren. Hach.
Wie gesagt, ich mag die Strecke. Ich mag auch die Griechen, die die Hexe dort besucht und bei denen sie sowas wie eine zweite Familie gefunden hat. Das tröstet schon darüber hinweg, dass ich für einen solchen Enkel-Bring-Dienst rund 250 km fahre, denn ich muss ja auch wieder zurück.
Das hatte ich dann gegen 21:00 Uhr geschafft.
Der Sohn war zwar noch im Garten, aber um diese Zeit hatte ich dann auch keine Lust mehr, nochmal loszugehen.

Samstag, 26. Juni 2021
Und nun? Für heute steht nun der Garten auf dem Plan. Und Grillen. Und die Mutti mitschleppen, was für mich bedeutet, ich bin wieder der Kutscher. Ich erreiche den Garten von meiner Wohnung aus in wenigen Minuten zu Fuß. Das heißt, ich könnte abends am Feuer durchaus mal ein Gläschen Rotwein trinken. Mehr als ein Glas schaffe ich sowieso nicht, aber das würde ich gern in angenehmer Runde genießen. Wenn die Mutti mitwill, muss ich das Auto nehmen, denn sie kann nun mal nicht zu Fuß kommen. Alles sehr umständlich und wahrscheinlich will sie gerade dann nach Hause, wenn es gerade gemütlich wird und ich mich entspannen könnte. Wir werden sehen.
Mitnehmen muss ich sie, weil ich "ungehorsame Tochter" mir diese Woche schon zu viel eigenes Leben erlaubt hatte.
Du lässt das ja nicht sein! Du fährst ja immer noch nach Cottbus. Ich dachte, das unterbleibt nun endlich! Nee, tut es nicht, solange ich dort noch einen Vertrag zu erfüllen habe, also bis 30. Juni. Na, und dann war ich Mittwoch Abend bei Katl und am Donnerstag am Süßen See. Und dann gestern auch noch mit der Hexe unterwegs. eieieieiei
Soll ich euch was sagen? Ich genieße das gerade unglaublich, dass ich mir Stück für Stück mein Leben zurückholen kann.
Und jetzt, ihr Lieben, bringe ich diesen Eintrag zu Andrea und ihrem Samstagsplausch und schau mal bei euch vorbei.

Habt ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Der Dienstag dichtet…

…ein Format bei Katha kritzelt, an dem ich mich sehr gern beteiligen würde. Leider schreibe ich nicht mehr so oft Gedichte. Gestern aber flatterte eines durch meinen Kopf.

Schmetterlinge
Der Flügelschlag eines Schmetterlings
kann Stürme heraufbeschwören.
Ein Wimpernschlag, ein Lächeln
kann empfindsame Seelen betören.
Die Schmetterlinge, die bunten,
die hatten sich verflogen.
Bevor sie noch landen konnten,
war der Schwarm schon weitergezogen.

Mira 22. Juni 2021

Der 25. Montag…

…ist schon fast vorüber. Nun möchte ich mich noch dem Lückentext widmen, den Anni und Martin jede Woche bereit stellen.

1.) Früh am Morgen stehe ich gern auch schon vor dem Weckerklingeln auf. Um so mehr Zeit habe ich, gemächlich in den Tag zu starten. Das mag ich sehr.

2.) Mein Leben ist so abwechslungsreich, um nicht zu sagen, chaotisch, dass es kaum etwas gibt, von dem ich sagen kann, es ist eine liebgewonnene Gewohnheit. Vieleicht der Montagsstarter und der Samstagsplausch, wobei ich auch diese zu den unterschiedlichsten Zeiten schreibe, so dass ich zwar unbedingt von "liebgewonnen" sprechen kann, aber von "Gewohnheit"?

3.) Wände tapezieren möchte ich in Zukunft nicht mehr. Ein dekorativer Putz, der gelegentlich gestrichen wird, gefällt mir besser.

4.) Was mich motiviert ist/sind die Anerkennung der Menschen, mit denen ich arbeite und die Erfolge, die ich dabei erziele.

5.) Abends vorm Einschlafen denke ich meist über meine Träume und Wünsche nach. Darüber, wie {un-}realistisch sie sind und was ich ggf. tun kann, um sie wahr werden zu lassen.

6.) Heute habe ich schon viel erreicht, unter anderem einen neuen Auftrag für meine künftige Wirkungsstätte an Land gezogen und ein richtungweisendes Gespräch mit einer Mitarbeiterin geführt.

7.) Diese Woche habe ich meine vorletzte Dienstreise nach Cottbus geplant und außerdem steht/stehen noch drei schöne Termine im Kalender.
Das sind nun meine Antworten für diesen Montag.

Habt alle eine recht schöne, erfolgreiche, erfreuliche… Woche.
Eure Mira

Samstagsplausch {19.06.2021}

Andrea lädt wie jeden Samstag zum Samstagsplausch ein. Und natürlich lasse ich euch gern an meiner Woche teilhaben.

Die Woche in einem Wort
Sentimental

Wochenrückschau
Samstag, 12. Juni 2021
Ein seltsamer Tag, der keine Fotos für 12 von 12 hergab.
Mehrere Telefonate mit Lili. Manchmal mag ich nicht.
Ein schönes Telefonat mit Katl. Das war überfällig, aber wenn ich mich nicht melde…
Unzählige Male auf das Handy gestarrt, wohl wissend, dass keine Nachricht kommen kann und doch immer hoffend.
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Immerhin wurden fast unbewusst die Socken fertig, die ich am Sonntag verschenken wollte.

Sonntag, 13. Juni 2021
Ausflug nach Köthen.
Uta hatte Geburtstag. Für sie waren die Socken bestimmt, die ich tags zuvor zu Ende genadelt hatte. Da sie schon vor einer Woche erzählt hatte, dass sie auf dem Markt in Köthen ihren Stand aufbauen würde, stand für mich fest, wohin der Wochenendausflug mit Mutti gehen sollte.
Bei solchen Ausflügen meide ich die Autobahn und freute mich diesmal sehr, dass ich den schönen Mohn aus der Nähe fotografieren konnte.
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Meine Überraschung an Utas Stand gelang.
Es war ein richtig schöner Tag. Am Abend hatte ich sogar die schmetterlingsbedingte Melancholie im Griff und einen Plan für Dienstag… oder auch nicht.

Montag, 14. Juni 2021
Bleibt alles anders sang Grönemeyer. Mein Alltag zeigt, wie anders alles bleiben kann.
Im Vorfeld des ab 1. Juli geltenden Vertrages arbeite ich bereits jetzt mit Honorarvertrag für eben jenen Standort. In diesem Rahmen wurde ich gebeten, {wieder einmal} eine Vertretung zu übernehmen, an einem Standort, an dem ich vorher noch nie war. Vertretung – unbekannter Standort – Mira sozusagen ins kalte Wasser geworfen, weil alle wissen, dass sie es kann. BLEIBT!
Arbeit mit anderen, mir bekannten Standorten nicht zu vergleichen – wiedermal neue Erfahrung ANDERS!
Aber schön!
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Weil manche Dinge für ein paar Tage Vertretung keinen Sinn ergeben, und weil es mir ohnehin nicht liegt, die Chefin herauszukehren, sondern ich mit Mitarbeitern, Teilnehmern und überhaupt mit Menschn lieber auf Augenhöhe bleibe, suchte ich mir eine Beschäftigung, die allen nützt und saß schließlich den ganzen Tag an der Nähmaschine.
Was für ein schöner Job!

Dienstag, 15. Juni 2021
Einsatz in Cottbus.
…nun komm ich noch zweimal und dann nimmer mehr.
Um der Sentimentalität Herr zu werden, stürzte ich mich in die Arbeit und achtete darauf, dass keine Pausen entstanden. Es war genug zu tun und ich hatte Erfolge. Das ist manchmal nicht so einfach, schließlich arbeiten wir mit Menschen. Nach acht Stunden ohne aufzuschauen, war plötzlich alles fertig, was ich für diesen Tag geplant hatte. Der Kollege im Büro gegenüber versank noch im Aktengewirr auf seinem Schreibtisch, weil er zu vielen Dingen überhaupt erst kommt, wenn der Arbeitstag vorbei ist. Ich konnte nicht anders, ich packte mit an. Anderthalb Stunden später hatten wir es geschafft. Es ist schon wirklich so, dass er mich dort brauchen würde.

Der Höhepunkt des Tages war der Spaziergang in die Innenstadt {sind von der Firma aus nur ein paarhundert Meter} und das Abendessen beim Italiener. Im Freien, ohne Maske, ohne Impfausweis oder Test {obwohl ich einen dabei hatte}. Wir teilten uns ein Viertel Rotwein, weil wir später beide noch fahren mussten, und schwatzten die ganze Zeit über Musik. Hach ja.

Mittwoch, 16. Juni 2021
Am Vormittag meinte ein Teilnehmer, seit ich wieder da sei, habe er keine Sorge mehr um seine Zwischenprüfung, schließlich hätten im letzten Jahr nach meiner Vorbereitung alle die Prüfung mit Bevour bestanden. Es schnürte mir die Kehle zu, gerade mal, dass ich nicht losheulen musste.
Ja, der Job am Montag hat riesig Spaß gemacht. Ja, ich wollte den Job in TDO unbedingt, insbesondere den Festvertrag. Alles richtig. Und vernünftig obendrein. Aber diesen Job in CB hab ich sehr, sehr gern gemacht. Dass ich ihn jetzt aufgeben muss, tut ganz tief drinnen doch weh. Wenn doch nur der weite Weg nicht wäre!
Die Kollegen in der Lausitz tun ein Übriges, mir den Abschied schwer zu machen. Denen ist meine Arbeit wichtig. Sie achten mich, meinen Einsatz und meine Fähigkeiten.
Die "kleine" Chefin in TDO tut das auch. Sie hat wie eine Löwin darum gekämpt, dass ich nach TDO komme und hat letzten Endes gewonnen. Rein karrieremäßig ist dieser Vertrag aber ein Rückschritt {mehrere Schritte}. Daran kranke ich gerade etwas.

Donnerstag, 17. Juni 2021
Wieder daheim in Sachsen. Noch einmal Vertretung, wie schon am Montag. Es liegen ein paar Stoffberge neben "meiner" Nähmaschine. Mit jeder Naht kriege ich mich ein bissel wieder ein. Und dann kommt am Nachmittag die Kollegin und drückt mir eine CD in die Hand mit schönem Gruß von den Mädels aus dem Erdgeschoss. Feenmärchen. Ich hatte am Morgen dabeigestanden, als sie sich über ihre Träume unterhielten, einmal im Leben nach Irland zu fahren und hatte erwähnt, dass ich eine Märchentante bin. Und als ihnen dann etwas später die CD in die Hände fiel, haben sie sofort an mich gedacht. So lieb!

Zum Feierabend war es dann Janine, die mich wieder erdete. Wir hatten beide unsere Teilnahme am Strickpicknick im Park abgesagt. Aus unterschiedlichen Gründen. So konnte ich ihr eine Melone auf den Tisch packen…
168/365
…aus der wir unseren berühmten Salat zauberten. Und nebenbei konnte ich ihr die Ohren volljammern.
Sie führte mir die Vorteile meines künftigen Jobs noch einmal deutlich vor Augen und meinte, es ist doch keine Schande, endlich mal ein wenig ruhiger zu Leben.
Recht hat sie.
Freitag, 18. Juni 2021
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Der dritte und letzte Vertretungstag. Ich habe viel geschafft und hatte Spaß daran.
Zum Feierabend daheim kamen ein paar nicht so schöne Dinge zu Tage. Die Junghexe hat Probleme, die sie nicht ernst nimmt und ich mache mir natürlich Sorgen. Dabei wird mir bewusst, dass ich niemanden habe, den ich in einer solchen Situation anrufen, bei dem ich mich mal aussprechen könnte. Janine will ich nicht schon wieder belasten, sie hat mir ja erst gesten zugehört und geholfen. Und meine anderen Freundinnen können mir aus verschiedensten Gründen nicht helfen. Katl nicht, Lili nicht und die Weinkönigin schon gar nicht. Nicht einmal Catrin, obwohl sie das gern tun würde. Das weiß ich.
Später ruft die Weinkönigin mich an und es hilft irgendwie doch, weil es mich zumindest von meinem Dilemma ablenkt. Und weil ich wieder zu dem Schluss komme, dass ich nicht der ganzen Welt helfen kann und auch nicht dafür verantwortlich bin, dass meine Familie glücklich ist. Die sind alle schon groß, sogar die Junghexe, denn zum Blödsinn machen ist sie ja auch groß genug.

Samstag, 19. Juni 2021
Ich habe etwas besser geschlafen als in der Nacht zuvor und bin erst seit 5:00 Uhr auf. {Die Nacht zuvor war ich bereits seit 0:50 Uhr wach.}
Die Waschfee hat bereits ihre Runden gedreht. Jetzt hänge ich gleich die Wäsche raus und dann mal sehen, was ich aus diesem schönen freien Tag mache.

Habt alle ein schönes Wochenende.

Der 24. Montag…

…war gestern. Aber da habe ich überhaupt nicht an den Starter gedacht, weil der Tag so vollgepackt war.
Nun möchte ich den Lückentext von Anni und Martin schnell noch ausfüllen, obwohl auch der Dienstag schon fast vorüber ist.

1.) Die Ungewissheit in Bezug auf bestimmte Menschen nervt mich sehr.

2.) Ein klärendes Gespräch wäre sinnvoll. Aber vielleicht tut man sich damit auch nur weh und sollte alles lieber im Sande verlaufen lassen.

3.) Ich freue mich im Sommer auf das Leben im Freien, auch wenn es in diesem Sommer anders sein wird, als wir es kennen.

4.) Heute wird nicht mehr viel fertig, denn ich bin seit 3 Uhr auf, habe eine Fahrt von rund 200 km und einen kompletten Arbeitstag hinter mir und hätte jetzt Feierabend, will aber den Kollegen mit den Stapeln auf seinem Schreibtisch nicht allein lassen.

5.) Ich arbeite gerade daran, mich mit möglichst wenig Wehmut aus einem Job zurückzuziehen, den ich sehr, sehr gern gemacht habe, aber leider immer nur tageweise, so dass ich ihn nun zum 30. Juni zugunsten des Festvertrages aufgeben muss. Meine Familie und Freunde und ein Teil meiner Kollegen sagen, die Entscheidung war richtig. Aber mir tut sie weh.

6.) Zurückblickend war das Wochenende ganz nett.

7.) Ich freue mich auf die Heimfahrt am Mittwoch, habe am Donnerstag und Freitag eine interessante Vertretung zu erledigen und dann am Wochenende mal gar nichts vor.

Ich wünsche euch allen eine schöne Restwoche.
Eure Mira

Samstagsplausch {12.06.2021}

Andrea lädt wie jeden Samstag zum Samstagsplausch ein. Nun werde ich mal versuchen, euch an meiner verrückten Woche teilhaben zu lassen.

Die Woche in einem Wort
Aufregend

Wochenrückblick
Wochenende, 05. und 06. Juni 2021
Ja, die Woche war aufregend im positiven Sinn. Am Wochenende zeigte sich das allerdings noch nicht. Am Samstag schnappte ich die Mutti, um wieder einen unserer Miniausflüge zu starten. Der führte uns nach Torgau, wo wir ursprünglich auf dem Markt Eis essen wollten. Vorher zeigte ich der Mutti meine neue Wirkungsstätte und sie war begeistert. Staunend wie ein Kind stand sie zwischen den Regalen und meinte: Für Kinder muss das doch das Paradies sein.
Sie: Wem gehört das denn alles?
Ich: Uns! Wir verschenken es.
Ich glaube, die Kleine Frau konnte das nicht so ganz fassen, denn es kam mal wieder die bekannte Äußerung: Aber das ist doch keine Arbeit.
Dazu sage ich nichts mehr. Ich glaube, für sie wäre es nur Arbeit, wenn ich im Steinbruch schuften würde. *lach*
Sie muss mein Leben nicht verstehen. Reicht, wenn ich es verstehe.
Als wir wieder heraus kamen, türmten sich dicke dunkle Wolken über der schmalen Gasse. Grund genug, auf das Eisessen zu verzichten, damit wir nicht in das Gewitter geraten.
Als das tatsächlich losbrach, waren wir längst wieder daheim. Es war immerhin so heftig, dass unser Keller geflutet wurde. Nur meinem fantastischen jungen Nachbarn verdanken wir es, dass kein Schaden entstand, da er noch in der Nacht den Keller wieder leergeschöpft hat.
Danke!
Auf WmdedgT habe ich verzichtet, was hätte ich groß schreiben sollen?
Für den Sonntag hatten wir einen Ausflug nach Bad Kösen geplant. Ich wollte die Mutti 10 Uhr abholen, quälte mich aber herum, weil ich seit dem Vortag schon heftige Rückenschmerzen hatte.
9:50 Uhr rief sie an: Kommst du?
Ähm, ja. Ich ziehe mich gerade ausgehfein an. Dauert bissel, weil mir alles weh tut.
Naja, ich dachte… weil doch das Wetter nicht gut ist… Vielleicht hast du dir ja gesagt, das sieht die Mutti doch selbst, dass wir bei solchem Wetter keinen Ausflug machen…
Ich wusste nicht, was es an dem Wetter zu beanstanden gab. Leicht bewölkt und 22 Grad. Aber wir ließen den Ausflug sein. Mir war es recht. So hatte ich mehr Ruhe, die Socken fertigzustellen, die ich am Montag verschenken wollte.
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Montag, 07. Juni 2021
Arbeit in TDO. Der Honorarvertrag ist schon wieder ausgelaufen. Ich gehe trotzdem hin. Außerdem hat der Chef aus L.E. angekündigt, dass er mir im Laufe des Tages meinen Festvertrag zusenden wird. Ich hatte ziemlich Bauchschmerzen deswegen, weil es am Freitag hieß, dass ich nur eine reduzierte Stundenzahl bekomme. Und wie es mit der Bezahlung aussehen würde, konnte mir keiner sagen. Die Chefin in TDO machte mich ganz hibbelig, so dass ich gefühlt alle 5 Minuten meine Mails checkte. Was ich nicht zugab, sich aber in meinem Kopf schon manifestiert hatte: Ich würde den Vertrag ablehnen! Ganz einfach, weil ich unter einer bestimmten Einkommensgrenze damit nicht würde leben können. Genau das wollte ich dem Chef am Telefon sagen und dann am nächsten Tag nach CB fahren {Das stand sowieso fest.} und dort einen neuen Honorarvertrag ab Juli aushandeln. Mit der langen Fahrtstrecke hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits meinen Frieden gemacht.
Diese Entscheidung behielt ich vorerst für mich, weil ich der Chefin nicht weh tun wollte und weil ich sowieso Bauchschmerzen damit hatte. Aber hey, ich muss Geld verdienen und das muss zum Leben reichen.
Und dann, am frühen Nachmittag, kam der Vertrag! Und mir blieb der Mund offen stehen!
Einen besseren Vertrag konnte ich mir nicht wünschen.
Ich unterschrieb und fuhr noch am selben Nachmittag zum Leipziger Büro, um den Vertrag da abzugeben.

Dienstag, 08. Juni 2021
Noch habe ich einen Vertrag in CB zu erfüllen. Bis Ende Juni jeden Dienstag und Mittwoch. Es sei denn, der dortige Leiter ist so sauer, weil ich den Torgauer Vertrag unterschrieben habe, dass er mich gar nicht mehr sehen will. Ich meine, verstehen könnte ich ihn. Er hat Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um genug Aufträge heranzuholen, damit er mich wenigstens drei Tage die Woche einsetzen kann. Ich weiß, dass er mich gern für ganz nach CB holen würde. Er weiß, dass ich mich darauf nur mit Festvertrag einlassen kann, weil ich für einen jederzeit aussetzbaren Hororarvertrag keinen Wohnungswechsel in Kauf nehmen kann. Und nun muss ich ihm sagen, dass ich nur noch bis Ende Juni zur Verfügung stehe.
Ihr könnt euch vorstellen, dass ich wieder Bauchschmerzen hatte. Egal, wie ich mich entschieden hätte, einen musste ich enttäuschen. Das wiederum war mein Preis dafür, dass ich ab Juli überhaupt noch einen Job habe, denn das hätte auch ganz anders ausgehen können.
Und dann hat dieser Mensch so großartig reagiert. Er hatte wohl schon damit gerechnet, dass genau dieser Fall eintritt. Und er hatte volles Vertändnis für meine Entscheidung, so von wegen Spatz in der Hand.
Es wurden zwei wundervolle Arbeitstage in CB, an denen ich für meine "Schutzbefohlenen" viel erreicht habe. Auch wenn die ganze Zeit eine riesige Welle Sentimentalität mitschwang. Oder vielleicht gerade deshalb.
Mittwoch, 09. Juni 2021
Siehe Dienstag. Was soll ich weiter schreiben?

Donnerstag, 10. Juni 2021
Arbeit in TDO. Ich habe den Leuten dort mitgeteilt, dass ich nun ab Juli ganz bei ihnen sein werde. Die Antwort hat mich dann fast wieder umgehauen. Mit strahlenden Augen sagten sie mir, dass die Chefin ihnen das schon erzählt hatte und dass sie sich riesig freuen. Und zwar alle!
Gegen Mittag rief das Impfzentrum an, ob wir früher kommen können. Ich verabredete 16 Uhr und musste das nun auch der Mutti verklickern. Das war nicht so einfach. Am Ende klappte es aber ganz gut und ich schaffte es zwischendurch sogar noch zur Bücherei, wo ich zu meiner Freude auch noch meinen Lieblingsbibliothekar antraf.
Ganz früh noch vor der Arbeit habe ich jemandem gesagt, dass ich ihn brauche. In dem Moment fühlte sich das richtig an. Später dachte ich dann, ich hätte es wohl besser lassen sollen, erst recht, als auf dem Heimweg noch dieses Lied im Radio lief.
Für alle, die sich das Lied nicht extra anhören wollen: Es gibt da eine Textzeile …dass ich dich brauche, weil ich dich liebe… Naja.

Freitag, 11. Juni 2021
Einer meiner letzten freien Freitage. Den Füller habe ich wieder verpasst, weil ich zum einen noch ein paar unliebsame Dinge erledigen musste. Da war doch noch was mit dem Anwalt… und zum anderen, hach ja. Aus den Schmetterlingen wurden zwischenzeitlich Jagdbomber.
Dann kam der Sohn und baute meine Balkoninstallation. Super. Ich freue mich riesig und es ist auch gleich irgendwie wohnlicher, obwohl noch gar keine Pflanzen hochranken.
Später am Abend durchliefen die Jagdbomber eine Rückverwandlung zu Schmetterlingen. Hach. Warum ist denn das so schwierig? Ich weiß, weil Männer vom Mars kommen und wir Weibsen von der Venus. Sowas aber auch.
Der Stoppok weiß davon auch ein Lied zu singen.
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Ich weiß, womit wir auf deinen Vertrag anstoßen, sagt der Sohn.
Nur er und vielleicht die Katl wissen, weshalb mir diese Flasche Wein etwas bedeutet. Csilla hätte es auch gewusst. Leider verstehe ich nur wenige Worte Ungarisch, deshalb habe ich mein Lieblingslied von Edda jetzt nicht gefunden. Macht aber nix, denn für mich klingt jeder Song von Edda, als würde ich ihn schon ewig kennen.
Ja, ich war glücklich in den Sommern, da zwischen Bükk und Mátragebirge.

Samstag, 12. Juni 2021
Ein seltsam durchwachsener Tag. Erst war alles gut und ich dachte, ich schreibe schnell den Plausch und unternehme dann was. Inzwischen ist Mittag vorbei. Wäsche hängt auf der Leine. Mir wird bewusst, dass der 12. ist und ich vermutlich kein Dutzend Fotos zusammenbekomme. Nicht mal ein halbes.
Vielleicht sollte ich aus den über eintausend Bildern, die ich heute ganz früh am Tage vom Handy auf eine Speicherkarte geräumt habe, ein paar auswählen. Schließlich habe ich mich heute mit ihnen beschäftigt und außerdem passen 972 davon zum Wein und zu Edda.

Habt ein feines Wochenende.
Eure Mira