Geschichten am Dienstag

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Warum es immer wieder schneit
Am Abend meinte Lili, sie sei schon ganz verrückt wegen all dieser widersprüchlichen Informationen, wegen all dieser Regelungen und Maßnahmen, die teilweise völlig konfus und nicht nachvollziehbar sind, und angesichts der erzielten oder eben gerade nicht erzielten Wirkung offensichtlich auch völlig nutzlos.
Als ich ihr dann am Morgen dieses Schneefoto schickte, fragte sie: Ja, ist denn die Frau Holle jetzt auch schon völlig durchgedreht? Und da wusste ich es! Plötzlich war mir klar, warum es immer noch und immer wieder schneit.
Dass Frau Holle durch das Schütteln ihrer Betten im Winter für Schnee sorgt, wisst ihr alle. Aber was die Hollerfrau den Rest des Jahres zu tun hat, das weiß manch einer nicht. Oder doch? Sie ist die Schutzheilige aller Spinnerinnen und Spinner. Sie sorgt dafür, dass die Wiesen und Weiden grün sind, damit die Herden der Wanderschäfer immer genug zu fressen finden. Sie sorgt auch dafür, dass im Frühjahr der Hollerstrauch reichlich blüht, damit die Menschen aus den Blüten Sirup kochen und daraus den Sommer über Limonade machen können. Der Hollerstrauch ist ihr Strauch, von ihm hat sie ihren Namen, aus dem bezieht sie einen Teil ihrer Zauberkraft und natürlich sorgt sie für ihn, denn er muss wirklich viele Blüten haben, damit nach der Ernte im Frühjahr noch genug Dolden übrig bleiben, an denen über den Sommer Beeren wachsen können, erst grün {und giftig}, dann rot und im Herbst blauschwarz. Dann können die Menschen auch die Dolden ernten, die im Frühjahr stehen geblieben sind und daraus Saft oder Suppe kochen, die eine gewisse Heilwirkung haben.
Doch die Frau Holle tut noch mehr. Manchmal, wenn die Frauen des Dorfes in der Ratsstube des Dorfältesten oder auch im Dorfkrug {wenn es denn einen gibt} beisammen sitzen und spinnen, klopft es an der Tür und eine Fremde erbittet Einlass. Sie setzt sich zu den Frauen, holt ihre Spindel hervor und spinnt ein feines Garn. Dabei lauscht sie den Erzählungen der Frauen und bringt selbst Geschichten oder Nachrichten aus der Welt in die Dörfer. Wenn sie dann spät am Abend wieder geht, tut sie das nicht durch die Tür, durch die sie hereingekommen ist. Sie öffnet ein Fenster und wirft ihre Spindel hinaus. Diese schwebt dann einen Meter über dem Boden und das Ende des eben gesponnenen Fadens hängt waagerecht in der Luft. Auf diesen schwingt sich die Fremde und reitet darauf in die Nacht. Da erst erkennen die Frauen, wer in den letzten Stunden ihr Gast gewesen war, nämlich ihre Schutzheilige, die Frau Holle.
Und nun? Die Welt erstarrt im Lockdown. Seit Monaten darf keiner mehr vor die Tür. Dorfschänken bleiben geschlossen und auch in den Ratsstuben dürfen sich die Spinnerinnen nicht mehr treffen. Jede sitzt für sich allein daheim und bläst beim Spinnen Trübsal, denn wenn man sich gegenseitig keine Geschichten mehr erzählen darf und keine Fremden mehr Nachrichten aus aller Welt bringen, bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als trübsinnig zu werden. Nicht einmal beim Händler kann man mehr die Nachbarinnen treffen und einen Plausch halten, denn die Händler mussten ihre Läden zusperren. Manche kommen jetzt an die Häuser, um den Menschen ihre Waren zu bringen, aber auch da dürfen sie sich nicht aufhalten. Sie legen ihre Waren auf der Türschwelle ab, klopfen kräftig an die Tür, doch bis die Hausfrau diese geöffnet hat, sind sie schon wieder verschwunden. Freilich kommen Herolde in die Dörfer und verkünden lauthals in den Straßen die neuesten Nachrichten. Doch was sind das für Nachrichten? Immer nur schlechte, von Krankheit und Tod und neuen immer krasseren Verboten und Maßregeln, für die sich die Menschen nicht mehr interessieren, weil sie ohnehin in ihren Hütten eingesperrt sind. Schlimmer kann es doch kaum mehr kommen.
Und was hat das alles nun mit unserer Frau Holle zu tun? Die sitzt auch allein in ihrem Wolkenhaus, darf nicht auf die Erde hinab, nicht zu den Schafweiden, nicht zu den Holundersträuchern und erst recht nicht zu den Menschen in den Spinnstuben. Und es kann auch niemand zu ihr kommen, nicht einmal die Pechmarie. Selbst über deren Gesellschaft würde sich die Frau Holle jetzt freuen. Aber auch die Pechmarie sitzt in ihrem Haus und darf sich davon nur 15 km weit entfernen. Da kommt sie nicht einmal bis zum Brunnen, um hinein zu springen und erst recht nicht bis zu Frau Holles Wolkenhaus.
Und so sitzt unsere Frau Holle da oben ganz allein und langweilt sich und wird ganz langsam wirr im Kopf. Damit es nicht ganz schlimm mit ihr wird, läuft sie immer und immer wieder durch ihr Haus. Sie räumt hier etwas von da nach dort, zuppelt da an etwas herum und kommt bei ihren Runden durchs Wolkenhaus immer wieder an den Betten vorbei, die noch im Fenster liegen. Mal klopft sie nur ein wenig auf die dicken Kissen, manchmal nimmt sie eines hoch und schüttelt kräftig. Sie weiß, dass längst Frühling ist und sie mit dem Schütteln aufhören müsste, doch wenn sie durch ihr Wolkenfenster auf die Erde hinab schaut, sieht sie nichts als Chaos und Verwirrung und hört die Herolde die unsinnigsten Meldungen verbreiten. Dann schüttelt sie ihre Betten noch ein wenig kräftiger, um das Chaos unter dem Schnee zu begraben und die Herolde daran zu hindern, weiter mit ihren kruden Nachrichten durch die Welt zu ziehen.
Freilich zieht sie damit auch den Unmut der Menschen auf sich, deren Seelen wund sind und die sich bunte Frühlingsfarben wünschen, statt des ewigen Weiß.
Wenn Frau Holle dann am Fenster steht und der Unmut der Menschen bis zu ihr herauf dringt, dann sagt sie leise: Seid doch froh. Bei diesem Wetter fällt es euch leichter in euren Häusern zu bleiben und den Hausarrest zu ertagen, den eure Königin unverdient und nutzlos über euch verhängt hat. Haltet durch, meine lieben Menschen. Mehr kann ich im Moment nicht für euch tun.

WmdedgT im April 2021

Herzlichen Dank an Frau Brüllen, die auch heute wieder fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Ich sag es gleich: Es war Feiertag, es ist immer noch Lockdown und es war Mistwetter mit Regen und Schnee und hu kalt. Was also soll ich groß getan haben, den ganzen Tag.
06:21 Uhr
Aufgewacht und festgestellt, dass ich wohl nicht nochmal einschlafe. Also zumindest vorläufig.
07:20 Uhr
Nach Ewigkeiten im Bad erst einmal Kaffee gemacht und mich dann dem Brief gestellt, der am Samstag angekommen war, den ich gestern aus dem Kasten gefischt hatte und vor dessen Inhalt ich mich ein wenig gefürchtet hatte. Und das kam so: Im letzten August, als wir noch nicht für möglich hielten, dass wir in diesem Frühjahr immer noch zu Stubenarrest verurteilt werden, hatte ich für die Mutti und mich eine wunderschöne Reise gebucht. Im September, nachdem wir unseren schönen Ausflug ans Steinhuder Meer hatten, ningelte die Mutti plötzlich, sie will nicht mehr verreisen, ich soll das absagen. Schließlich hätte ich erst kürzlich gebucht, da könne ich das ja auch noch kostenlos stornieren. Nee, konnte ich nicht! Ich erklärte ihr das. Mein Standpunkt: Wir warten erst mal ab. Sollten wir Nachricht bekommen, dass die Reise leider nicht so stattfinden kann, wie wir sie gebucht hatten, können wir sie gebührenfrei stornieren. Sollte sie aber stattfinden, dann fahren wir auch und genießen das. Inzwischen hat sich jedoch meine Situation wegen des seit Weihnachten andauernden Lockdowns drastisch verschlechtert. Ich könnte die Reise jetzt gar nicht mehr bezahlen. Außerdem wäre ich so froh, wenn ich demnächst doch wieder arbeiten dürfte, dass ich dann keinesfalls gleich wieder Urlaub machen möchte. Und nun kam am Samstag ein Brief des Reiseveranstalters, den ich dann gestern aus dem Briefkasten gefischt hatte. Und erst mal auf den Flurschrank gelegt. Dort lege ich die ungeöffnete Post immer ab. Gestern Abend wollte ich den Brief nicht öffnen, weil ich fürchtete, er enthielte Reiseunterlagen und die Aufforderung, die Reisekosten zu zahlen.
Nun, am Morgen öffne ich den Brief, weil ich vermute, dass er mir sonst den ganzen Tag verderben könnte. Und was ist drin? Die Absage der Reise. Da kann ich aufatmen. Wieder was vom Tisch, was mir nicht gepasst hätte.
08:00 Uhr
Ganz entspannt mache ich mir jetzt einen Milchkaffee und stricke zwei komplette Mustersätze an meine Socke.
Am Vormittag
Ich treibe mich im Netz herum.
Schreibe meinen Sieben-Sachen-Sonntag,
meine Sonntags Top 7 und
den Montagsstarter
Da ich auch Kommentare hinterlasse und beantworte, vergeht eine Menge Zeit.
13:30 Uhr
Ich sollte mal was essen. Also steige ich in den Keller, krame in der Gefriertruhe, nehme 4 Körnerbrötchen mit hinauf, ein paar Würstchen und Schnitzel.
Eines der Brötchen backe ich auf meinem schönen neuen Toaster auf. Da liegt es immer noch und ist inzwschen wieder hart.
14:30 Uhr
Ich rufe die Mutti an, um ihr das mit der Reise zu erzählen. Es gießt in Strömen.
Nach dem Telefonat koche ich mir Kaffee und futtere den Kuchen, der von gestern übrig geblieben ist.
Am Nachmittag
Ich lese in meinem Krimi, nicke darüber ein. Kein Wunder, die letzte Nacht hatte wieder nur 4 Stunden Schlaf. Ich mache mir zu viele Sorgen.
Die Träunme an diesem Nachmittag auf der Couch drehen sich um einen interessanten Job. Was das Unterbewusstein so alles produziert, während man schläft. *kicher*
Am Abend
Ich mache mir ein Paar Würstchen heiß, treibe mich wieder im Netz herum, telefoniere mit Lili und chatte mit der Schwester.
Lili fragte nach Informationen. Ich habe keine. Da fällt mir eine Textzeile von Stoppok ein "…wenn Fremde das Neueste vom Tage mir bringen und ich nichts mehr habe zum Tausch." Genialer Song. Reinhören? Macht mal, lohnt sich.
Hach ja, der Stefan Stoppok! Ey, Flecke, der spielt euer Lied! {Insider}

Vielleicht schaue ich jetzt doch keinen Film, sondern höre noch ein bissel Stoppok und träume von Zeiten, die aus jetziger Sicht noch heil waren. Ähm, aus meiner damaligen Sicht auch. Ich war damals glücklich. Auch wenn ich dauernd Heimweh hatte. Ich konnte ja jedes Wochenende nach L.E. kommen und die Leute treffen, die Bands hören, die ich so sehr mochte. Ohoh, jetzt werde ich sehr sentimental. Aber schön, weils einfach eine wunderbare Zeit war und ich dankbar bin, dass ich sie erlebt habe und mich noch immer daran erinnern kann.

In früheren Jahren
April 2018

Dann mal Gute Nacht und bis zum nächsten Mal bei WmdedgT?

Ostermontag

Auch an diesem Feiertagsmontag haben Anni und Martin wieder den Montagsstarter bereitgestellt.
Dann mal los:

1.) Im Moment muss ich sagen, dass ich wenig seelische Kraft habe und es mir deshalb schwer fällt, immer wieder andere in schier endlosen Telefonaten aufzubauen, wenn sie mir mit ICH-HABE-ALLES-SO-SATT-Sprüchen in den Ohren liegen, jeden Tag auf`s Neue.

2.) Bei dem Song ABENTEUERLAND mag ich nur das Original von PUR, und zwar sehr. Während ich die neue Coverversion scheußlich finde.

3.) Uns allen wird es hoffentlich guttun, wenn es endlich wärmer wird und wir wieder mehr draußen sein können in der Natur, im Garten, in Parks und auf Plätzen…

4.) Ich könnte besser mit Zunkunftsplänen umgehen, wenn nicht ständig, neue unsinnige Verbote über uns verhängt würden, die weder einer klaren Linie folgen, noch irgend einen Nutzen bringen, wie die letzten 12 Monate leider deutlich gezeigt haben.

5.) Nach Lösungen und Auswegen aus meiner derzeitig unerfreulichen Situation suche ich ständig, auch wenn mir alle Ideen und Lösungsansätze immer wieder zunichte gemacht werden.

6.) Bist du damit einverstanden, wenn sich die jetzige Situation irgendwann mal wieder entspannt, nur noch in einer 4-Tage-Arbeitswoche zu arbeiten, wie es vor C. schon mal im Gespräch war? Mir würde das Modell mit einem freien Mittwoch am besten gefallen.

7.) Ich freue mich auf kommenden Freitag, an dem die Mutti Geburtstag hat, habe bis dahin noch einige Vorbereitungen zu erledigen und dann feiern wir im Minikreis, so gut es sich eben feiern lässt.

Weil der April sich mit Regen und Kälte von seiner hässlichsten Seite zeigt, werde ich mir jetzt einen Pott Kakao kochen und mich mit einem Krimi auf die Couch zurückziehen.

Ostersonntag II

Jede Woche sammle ich Informationen, die ich sonntags zu Anni und ihren Sonntags Top 7 bringen möchte. Fast jede Woche lasse ich es dann bleiben, weill mir am Sonntag nicht danach ist, etwas zu bloggen.
Da dieses Wochenende nun zwei Sonntage hat, komme ich jetzt mal dazu, die sieben Schlagworte mit Leben zu erfüllen.

Lesen
Ich lese derzeit überwiegend zur Ablenkung von all meinen Sorgen und Nöten. Das geht beim Lesen deutlich besser, als bei allen anderen Verrichtungen, weil ich mich ganz in die jeweilige Situation hineinversetzen und damit aus meinem Alltag verschwinden kann. Aus diesem Grund musste ich das von Claudia geliehene Buch Die geheimen Fäden der Liebe von Ann Hood erst einmal weglegen. Es ist ein wundervolles Buch und ich wollte es unbedingt lesen und will das immer noch. Aber als ich es las, musste ich zwischendurch immer wieder heulen, und das sollte ja nun gerade nicht sein.
Einfacher funktionierte das Wegträumen mit
Friesenrat von Stefan Wollschläger
Die Tote im Dünenhaus von Ulrike Busch
Der Tod der Dünendirne von Ivo Pala
Jaspers letzter Flirt von Ulrike Busch
Der Pfauenfedernmord von Ulrike Busch

{Alles Affiliate-Links}

Musik
Angeregt durch den Stoppok-Titel, den ich letzte Wocher herausgesucht habe, hörte ich ein Wohnzimmerkonzert von Stefan Stoppok

Flimmerkiste
Wenn ich wegen krauser Gedanken nicht einschlafen kann, brauche ich etwas buntes zur Ablenkung. Deshalb schaute ich in der letzen Woche jeden Abend eine Folge *Deat*h*in*para*dise*. Tat gut.

Erlebnis
Oh, was habe ich denn erlebt? Außer Enttäuschungen versteht sich. Den Markttag mit Mutti, den hab ich erlebt. Und er war schön. Ja.

Genuss
Unser Osteressen. Lammbraten mit Speckbohnen. Ja, das war ein Genuss.

Web-Fundstück/e und Hobby
Diese zwei Rubriken fasse ich heute mal zusammen, weil sich alle Fundstücke auch um meine Hobbies drehen.
Auf der Suche nach Anregungen für gehäkelte Oberteile fand ich dieses Teil. Die Anleitung brauche ich natürlich nicht, mir reichen die Bilder als Inspiration.
Irgendwo stolperte ich über den Hinweis Stäbchenanschlag. Das wollte ich genauer wissen und fand eine Anleitung dazu: Stäbchenanschlag Das kommt mir sehr gelegen, wenn ich aus meinen schönen Baumwollgarnen diverse sommerliche Oberteile zaubern will. Im Moment steht mir der Sinn eher nach dicken Winterpullovern, so grau und kalt, wie das draußen ist.
Zuletzt fand ich auf meinen Streifzügen noch diese Strickmustersammlung
Etwas völlig anderes, was aber auch mit einem meiner Hobbies zu tun hat, verbirgt sich hinter diesem Link. Das mit den Gurken werde ich mal ausprobieren.
Jetzt gehe ich aber erst einmal wieder lesen.
Tschüß bis nächsten Sonntag.

Ostersonntag 2021

Sieben-Sachen-Sonntag
Für diese Rubrik, die von Geraldin gesammelt wird, habe ich diesmal Fotos zusammengesucht von Dingen, die ich am Ostersonntag mit meinen Händen gemacht habe. Es sind tatsächlich sieben geworden, obwohl ich vieles gar nicht fotografiert habe, weil es sich nicht ergab.
Am Morgen wurden zuerst sechs Eier getrennt und das Eiklar zu steifem Schnee geschlagen.
Nachdem Eigelb, Vanillezucker, 50 g Gries und 1 Kilo Quark zu seinem sahnigen Teig verrührt waren, musste der Einschnee noch untergehoben werden.
Der fertige Kuchen {Backzeit ca. 45 Minuten} wurde nach dem Abkühlen auf dem Balkon transportsicher verpackt und mit zur Mutti genommen. Später fuhr ich los, um unser Mittagessen aus der Gaststätte abzuholen.
Lammbraten mit Speckbohnen. Lecker. Und ich musste es nur auftafeln, nicht selbst kochen. Wie entspannt.
Am Nachmittag wurde der Kuchen aufgeschnitten und zwei Drittel davon verputzt. Diesmal blieb etwas mehr übrig, als an meinem Geburtstag. Tja, war mit Rosinen wohl doch nicht sooo leckker wie mit Mandarinen. Hm.
Zur Verdauung und überhaupt saß ich mit Mutti auf dem Balkon und strickte an meiner neuen Socke in einem uralten Muster.
Weil ich das Naschen nicht sein lassen kann, schälte ich mir eine Mandarine.
Danach war es erst einmal vorbei mit Fotos. Ich fuhr noch einmal zur Gaststätte, wo wir das Leergut zurück gaben, diese riesige Thermobox und all die GNs, in denen wir unser lecker Mittagessen bekommen hatten. Der Schein der Abendsonne hätte zu Fotos eingeladen, aber nun…

Abends zu Hause putzte ich schnell den Spiegel blitzblank, um dann unzählige Fotos auszuprobieren, bis mir mal eines halbwegs gefiel. Die Mutti hatte nämlich den halben Tag ein riesen Bohei um meine Frisur gemacht und darauf bestanden, dass ich meiner Schwester ein Selfi schicke. Wer mich kennt, weiß, dass ich Selfis nicht kann. So sah ich auf diesen auch aus wie ein Hängebauchschwein mit Locken. Gruuuuuselig kann ich euch sagen. Also musste am Abend noch ein halbwegs ordentliches Spiegelfoto her.
Und das war es dann auch für meine Sieben Sachen am Ostersonntag.

Samstagsplausch {03.04.2021}

93/365
Heute ist tatsächlich der 100. Tag des Jahres. In der Nacht hat es geregnet. Die Platten des Weges hinter dem Haus trocknen sehr langsam, weil es immer noch kalt und grau draußen ist. Eine gute Gelegenheit, mit einer Duftkerze und Schmetterlingen Frühling und Gemütlichkeit zu verbinden und zu Andrea und ihrem Samstagsplausch zu kommen.
Wochenrückschau
Sonntag, 28. März 2021
Meine Schwester hat Geburtstag. Ich habe mir, als ich am Samstag Abend schläfrig wurde, den Wecker auf 23.58 Uhr gestellt und sie um Mitternacht angerufen, um zu gratulieren. Wir haben kurz geschwatzt und dann die Leitung wieder frei gemacht. Einschlafen konnte ich danach lange nicht mehr. Als ich das Buch, das mir zur Ablenkung von Grübeleien und somit als Einschlafhilfe dienen sollte, endlich weglegte, war es schon 4.19 Uhr. Aufgestanden bin ich kurz nach sechs und obwohl die Sonne sich alle Mühe gab, mich aufzuheitern, wurde es ein müder, schleppender Tag.
Später rief Lili an und das tat sie über den Tag verteilt noch sechs oder sieben Mal. Wir fachsimpelten über Häkelmodelle, weil ich aus meinem schönen Baumwollgarn ein Oberteil herstellen wollte, aber keine rechte Idee hatte. Fotos von diesen Fachsimpeleien gibt es natürlich nicht, wie sollte man Gedanken auch fotografieren.
Einen Link kann ich euch geben, falls ihr auch mal Anregungen braucht.
Katia Missau
Für eines der Modelle hätte ich mir gern die Anleitung gekauft. Aber die Kaufseite ist portugiesisch, so dass ich überhaupt nicht wusste, wohin ich klicken sollte. Das war mir dann zu ungewiss. Also musste ich mir selbst was überlegen. Was ich mit einer portugiesischen Anleitung wollte? Nun, es sind Häkelschriften drin, und die sind international, die hätte ich schon verstanden.

Montag, 29. März 2021
Wenn alles gut gelaufen wäre, hätte ich den Tag in Cottbus verbracht. Aber es lief so schlecht, wie es nur kommen konnte. So hatte ich Mühe, mich an diesem Tag selbst irgenwie auf Kurs zu halten. Ich kann nicht behaupten, dass mir das sonderlich gut gelang. Immerhin tüftelte ich an meinem Häkelmodel und bekam auch etwas zustande.
88/365
Für den Nachmittag hatte ich eine Einladung zum Kaffeetrinken, über die ich mich sehr gefreut hatte. Als ich der Mutti davon erzählte, meinte sie: Das sind zu viele Leute! Wenn sie ertrotzen will, dass sich die ganze Familie bei ihr trifft, erfindet sie immer neue Auslegungen der Kontaktverbote, die ihr in den Kram passen, so verworren sie auch sein mögen. Wenn ich ohne sie wohin will, fallen ihr die Bestimmungen plötzlich ein und sie hebt den mahnenden Zeigefinger.
Aber gut, sie hat ja leider recht, auch wenn ich gar nicht sicher bin, welche der vielen Maßregeln gerade gilt oder auch nicht. Ich ging also NICHT zum Kaffeetrinken.
Stattdessen verbrachte ich den Tag lesend. Es ist beinahe die einzige Möglichkeit, mich von meinen Sorgen abzulenken. Oft hilft nicht einmal das.
Was immer gut tut, ist der Montagsstarter. Deshalb ich diesen auch noch ausgefüllt, obwohl der Tag schon weit fortgeschritten war.

Dienstag, 30. März 2021
An diesem Tag wollte ich in CB sein. Wenn die Dame X nur ein winziges Bisschen flexibler gewesen wäre, hätte das durchaus stattfinden können. Aber die Dame X ist nun mal weder flexibel noch spontan, und erst recht rückt sie nicht von den Vorstellungen ab, die sie sich zurecht gelegt hat. Wenn sie sich ausdenkt, die Welt habe so und so zu funktionieren, dann verkündet sie das allen und kann überhaupt nicht verstehen, dass es Zweifler gibt. Nicht, weil die Leute ihr ihren Erfolg nicht gönnen, sondern, weil sie es tatsächlich besser wissen und sie vorsichtig darauf hinweisen. Das lässt sie aber nicht gelten. Und wenn sich dann später genau das einstellt, wovor die "Zweifler" sie gewarnt haben, sind die dran schuld. Tja, und weil das eben so ist, habe ich mir für diesen Dienstag etwas anderes vorgenommen.
89/365
NEIN, ich ziehe nicht um. Ich habe nur angefangen, die Lagerbox zu räumen. Die ist alle halben Jahre teurer geworden und kostet mittlerweile so viel wie eine Einrtaumwohnung. Das ist mir die ganze Sache nicht wert. Also habe ich mit Katls Unterstützung angefangen, die Kartons umzulagern. eigentlich ist das gar nicht so sehr viel Arbeit, weil alles in Karons verpackt ist. Wenn ich nur wüsste, wo ich diese abstellen soll. Nun, mal sehen. Ich hab da ein paar Ideen. Diese wiederum bedeuten Arbeit, viel Arbeit.

Mittwoch, 31. März 2021
Markttag mit Mutti.
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Recht übersichtlich das Ganze. Es hat trotzdem Spaß gemacht.
Donnerstag, 01. April 2021
91/365
Ich habe wieder Durchblick. Als ich neulich strickenderweisae auf meiner Couch saß und mich freute, dass die Sonne es doch noch geschafft hatte, sich durch die Wolken zu kämpfen, musste ich leider feststellen, dass ich meine eigenen Wolken auf der Fensterscheibe hatte. Also beschloss ich, am Vormittag, wenn die Sonne noch auf der anderen Hausseite steht, der Balkontür zu neuem Glanz zu verhelfen.

Freitag, 02. April 2021
Karfreitag.
92/365
Die erste dikcke Knospe bekennt Farbe. Ich freue mich so. Hat von euch schon mal jemand einen Rhododendron im Zimmer kultiviert? Sohn und SchwieTo haben ihn mir zum Geburtstag geschenkt und meinten, er sei für den Balkon bestimmt und im Winter natürlich für Drinnen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob man eine solche Pflanze lange im Kübel halten kann. Nuinja, jetzt blüht er erst einmal, also, er beginnt damit.
Was gab es sonst noch am Karfreitag? Fisch natürlich. Bei Mutti. UND ich habe das Essen für Ostersonntag bestellt. Gerade noch rechtzeitig. Nicht vor 14 Uhr! hieß es. Dann haben wir Zeit, ausgiebig zu Frühstücken, und wenn ich das Mittagessen abhole, haben wir dann doch schon wieder Hunger. Ach, das wird schön. Ach ja, und ich habe den Freitagsfüller endlich mal wieder pünktlich veröffentlicht.

Tja, und nun ist Samstag, 03. April 2021. Obwohl ich hier eine Weile getippt habe, ist es inzwischen nicht heller geworden. Gegen das Grau vor den Fenstern hilft mir jetzt hoffenlich der Samstagsplausch.

Frohe Ostern

# 620

Ich hätte es verstanden, wenn Barbara heute zum Feiertag keinen Lückentext bereitgestellt hätte. Doch hier ist er und ich mache mich mal wieder drüber her.

1. Heute wird hier endlich mal wieder der Lückentext ausgefüllt.

2. Bei Telefonaten mit Freundinnen gibt es immer was zu lachen.

3. Es sieht nicht gut aus, für meinen Job. Die an den Haaren herbeigezogenen Verbote, die schon seit Anfang Dezember beweisen, dass sie gar nichts bringen, machen mir das (Über-)leben schwer.

4. Trotz alles Widrigkeiten hat die Mutti mich heute zum Fischessen eingeladen.

5. Ich kann verstehen, dass es viele Menschen einfach satt haben, von unseren Politikern nach Strich und Faden belogen und betrogen zu werden und sich das nicht mehr gefallen lassen wollen.

6. Ich nehme lieber Kräuter statt Zucker.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein Telefonat , morgen habe ich geplant, einen ruhigen Tag zu haben und Sonntag möchte ich mit der Mutti das aus der Gaststätte geholte Mittagessen genießen!

Trotz allem hoffe ich, dass ihr euch ein schönes Osterfest gestalten könnt, auch ohne Kontakt zu eurer Familie, ohne Osterspaziergang mit Kindern und Enkeln, ohne nach dem Spaziergang irgendwo nett Kaffeetrinken. Obwohl, das könnt ihr daheim ja auch. Nur eben allein. Aber das macht ja nix, das sind wir ja inzwischen gewöhnt.
Egal, wie es kommt, ich wünsche euch trotz allem
Frohe Ostern

Der 13. Montag

Natürlich gibt es auch heute wieder den Montagsstarter von Anni und Martin. Auch wenn es bisher kein guter Tag war und inzwischen schon Spätnachmittag ist, will ich mich mal noch dem Lückentext widmen.

1.) Ich habe eben beschlossen, den Lückentext doch auszufüllen, obwohl mir heute nicht wirklich danach zumute ist. .

2.) Ich genieße derzeit gar nichts so recht, weil mir … siehe 1. Was, ihr könnt euch das sicher schon denken, natürlich daran liegt, dass sich der Auftrag, über den ich mich letzte Woche so gefreut hatte, infolge des Lockdown-Chaos – mal verschärfen, mal nicht und dann am liebsten doch für immer – zerschlagen hat und die Existenzsorgen wieder hochschwappen. Warum lässt man Leute nach Malle fliegen, aber weiterbilden dürfen sie sich nicht? Klar, weil man ungebildeten Menschen besser Angst machen kann und ängstliche Menschen sich besser in die von der Politik gewünschten Formen pressen lassen. Das war schon zu Zeiten der Inquisition so.

3.) Was ich in diesen Tagen sehr vermisse, ist/sind ehrliche, wahrheitsgetreue Informationen. Aber die kann man als Bewohner Deutschlands wohl nicht erwarten. Das wäre ja mal ganz was Neues.

4.) Nur weil etwas in den Medien immer wieder breitgetreten wird, ist es noch lange nicht wahr.

5.) Wenn ich „prasselndes Kaminfeuer“ lese/höre, denke ich an eine winzige Hütte, in die ich mich gern zurückziehen möchte.

6.) Kaltes Wetter hatten wir genug. Jetzt darf endlich Frühling werden, oder am besten gleich Sommer.

7) Diese Woche habe ich nichts geplant, weil alle Pläne, die ich hatte, zersplittert sind wie Glas, das man mit Steinen bewirft und außerdem deshalb steht auch nichts im Kalender.

Ja, ich weiß, es ist ein frustrierter Montagsstarter. Aber so ist es nun mal am 13. Montag des Jahres 2021. Zumindest für mich.
Euch allen wünsche ich, dass es euch besser geht. Mir wünsche ich, dass es auch mir bald wieder besser geht.

Samstagsplausch {27.03.2021}

86/365

Draußen heult der Sturm ums Haus, so heftig, dass es klingt, als wären wir am Meer. Eingekuschelt habe ich mich mit Milchkaffee und Buch. Das heißt, das werde ich nachher wieder tun. Vorher freue ich mich auf den Samstagsplausch bei Andrea.
Und nun…
Herzlich willkommen bei meiner Wochenrückschau.
Beginnen wir mit Sonntag, 21. März 2021
Die liebe Catrin, die ich nach fast einem Jahr wiedergefunden habe, naja, eigentlich hat sie mich wiedergefunden, hatte Geburtstag {Das darf ich doch hier sagen, oder? Falls nicht, lösche ich es wieder.} und diesmal habe ich es nicht wieder versäumt, ihr zu gratulieren und Glück zu wünschen und das sogar pünktlich.
Und sonst?
Die Mutti hatte bei einer ihrer Einkaufstouren Schinkenwürfel für mich mitgebracht und fragte beim vormittäglichen Telefonat, wann ich die mal abhole. Ich sagte ihr, dass ich zum Kaffee käme und [da wir uns vorher über Eis unterhalten hatten] dass ich mit ihr Eis essen wolle. Das fand sie gut. Als ich aus dem Haus kam, fühlte sich das Wetter viel angenehmer an, als es von drinnen ausgesehen hatte. Deshalb rief ich die Mutti von unterwegs an, ob wir noch eine kleine Runde zu einem See fahren wollen. Als ich bei ihr ankam, stand sie schon gestiefelt und gespornt am der Haustür. Meine erste Idee war, an eine Kiesgrube zu fahren, die ich mag. Da wir uns aber neulich über die Kirche am Steinbruch in Beucha unterhalten hatten, fuhr ich dann dort hin.
80/365

Montag, 22. März 2021
An diesem Tag besuchte ich Janine. Die Arme ist im Februar, als es so sehr glatt war, auf dem Weg zur Arbeit gestürzt und hat sich ihr Bein gleich mehrfach gebrochen. Zwar wurde sie operiert und auf den ersten Blick sieht alles wieder gut aus. Aber belasten kann sie das Bein noch lange nicht und geht mühsam an Krücken {Unterarmstützen}. Natürlich wollten wir gemeinsam strickschwatzen, was wir auch getan haben. Außerdem wollten wir noch etwas Konkretes besprechen. Die Janine sollte nämlich eine Reha bekommen, am Meer. Und sie hatte die tolle Idee, dass ich sie hinbringen könnte. Klar, Zugfahren mit noch nicht wieder heilem Bein und Gepäck für 3 Wochen ist nicht. Und ich käme mal raus.
Es war ein schöner Nachmittag. Endlich mal wieder mit jemandem reden, einfach so, ohne Telefon. Wolle anschauen und anfassen, nicht nur per Foto. Naja und überhaupt. Von Janine bekam ich auch noch ein sehr schönes Geschenk, das ich erst später zeigen kann, weil ich es noch nicht aufgehängt habe. Einen Geburtstagskalender. Einige von euch wissen, wie wichtig dieses Geschenk für mich ist, weil ich schnell mal was vergesse oder verwechsle oder mir nicht sicher bin, ob ich mit dem Tag, den ich mir gemerkt habe, richtig liege.
Als ich mich wieder auf den Heimweg machte, herrschte gerade die Blaue Stunde oder, wie Katl sagen würde, Neonengellicht über der Stadt.
81/365

Das mit dem Neonengel ist ein Insider zwischen Katl und mir, der seit den späten 1990er Jahren Bestand hat. Damit ihr auch wisst, was es damit auf sich hat, packe ich euch hier einen uralten Song von Stefan Stoppok hin und muss vielleicht noch dazu sagen, dass ich damals in München gearbeitet habe und jeden Freitag die 450 km nach Hause gefahren bin.

Dienstag, 23. März 2021
Tja, der Tag ging bissel blöd los, weil mir jemand, der damit eigentlich nichts zu tun hatte, ankündigte, dass aus meinem Auftrag für nächste Woche {über den ich so froh gewesen war} sehr wahrscheinlich nichts wird.
War schon ein ziemlich blödes Gefühl.
Später klingelte die Postfrau und brachte mir ein Päckchen von Claudia.
82/365
Zwei Bücher, die Claudia zu Wanderbüchern gemacht hat, denn wenn ich sie gelesen habe, sende ich sie nicht zurück, sondern habe schon eine Adresse, wohin ich sie weitersende. Eine sehr schöne Idee mit diesen Wanderbüchern. Und Bücher kann man ja auch recht preiswert verschicken, eben als Büchersendung.
Am Nachmittag kam dann ein Anruf, der im Grunde das beinhaltete, was mir schon am Morgen angekündigt worden war. Diesmal offiziell. Allerdings enthielt dieser Anruf noch zwei andere Informationen. Eine ausgesprochene, auf die ich mit einem Gegenvorschlag reagierte und eine nur angedeutete, auf die ich nicht so recht weiß, wie ich reagieren soll und ob überhaupt. {Illy, ich kann es im Moment nicht ändern, das wird ein Cliffhanger bleiben, zumindest noch für ein paar Wochen.}
Die ausgesprochene Info bewirkte, dass ich noch am Spätnachmittag zu rotieren begann, um wenn schon nicht den Auftrag, so wenigestens irgendeinen zu retten. Es wurde ein Telefonat für den nächsten Morgen verabredet, wobei ich gar nicht daran gedacht hatte, dass ich am nächsten Morgen etwas ganz anderes vor hatte.

Mittwoch, 24. März 2021
Pünktlich halb acht stand ich vor Muttis Haus. Sie hatte für kurz vor Neun einen Impftermin. Den hatte sie sich so sehr erbettelt und erquängelt. {Ihr wisst ja, dass ich in diesem ganzen Chaos um Impfstoffe und Bereicherung und Korruption im Zusammenhang mit Anti-Corona-Maßnahmen nicht gerade dafür war, die alte Frau impfen zu lassen, weil man einfach nicht mehr weiß, wem man noch trauen kann oder anders gesagt, weil man niemandem mehr trauen kann.} Nun wollten wir da auch pünktlich sein. Der Routenplaner hatte für den Weg zum Impfzentrum eine Stunde veranschlagt. Da ich einen Großteil der Strecke kenne, hatte ich mir noch etwas mehr Zeit ausbedungen. Wenigstens war schönes Wetter, so dass wir eine schöne Fahrt Überland hatten.
Natürlich kamen wir pünktlich an.
ABER! Wir wurden an den Rand eines Parkplatzes gelotst, und dort teilte man uns mit, dass man es sehr bedaure, aber der Impfstoff von Biontech sei nicht geliefert worden. Es stünde aber der von AstraZeneca in ausreichender Menge zur Verfügung. Die Mutti gleich: DEN will ich nicht!!! Nun dürfen wir Ende April bis Mitte Mai mal wieder nachfragen, ob es einen neuen Termin für die Impfung mit BionTech-Impfstoff gibt.
Wir fuhren unsere reichliche Stunde wieder heim.
Ach, wenn jetzt wenigstens eine Bäckerei mit Stehtischen offen hätte, könnten wir zumindest einen Kaffee trinken.
Ja, das wäre schön!
83/365
Kein Tagesfoto, dafür ein Song, der mir in solchen Zusammenhängen immer einfällt.

Der Friedensrichter meinte, andere Impfzentren hätten abgesagt oder zumindest Nachrichten versendet, damit die Leute, die auf Biontech bestehen, gar nicht erst hinfahren. Aber das wurde hier nicht getan. Er meint, dass sie ihren Astr… loswerden wollen und darauf bauen, dass viele, die sich den weiten Weg gemacht haben, nun sagen: Nun sind wir einmal hier, da nehmen wir eben den!
Dazu passt, dass die Leute, die uns da am Parkplatzrand "aufklärten" damit warben, das mit den Thrombosen sei alles gar nicht so schlimm und nur Panikmache und die anderen Impfstoffe hätten auch massive Nebenwirkungen, das sage nur niemand. Oups. Dürfen sie sowas denn sagen?
Wieder daheim kümmerte ich mich endlich um die am Vortag versprochenen Telefonate.

Donnerstag, 25. März 2021
Der Auftrag ist immer noch nicht gerettet, aber ich habe kein gutes Gefühl mehr dabei. Das wird wohl nix werden.
Immerhin kam ein Päckchen, das mich erfreute.
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So schöne Baumwolle, so schöne Farben. Daraus soll etwas sommerliches werden. Nur was?
Habt ihr ne Idee? Ich bin für Tipps sehr dankbar.
Am Nachmittag kam die Nachricht, dass sich der Auftrag nun doch nicht hatte retten lassen, obwohl derjenige, über dessen Tisch das lief, sich wirklich sehr dafür eingesetzt hatte, aber wenn die bürokratischen Erfordernisse nicht passen, dann passen sie eben nicht.
Die Dame X., die nun wissen wollte, wieviel Geld mit mir zu machen sei, meinte: Du brauchst fünf Leute. Nur fünf. Dann kannst du das so machen, wie du es vorgeschlagen hattest. Nur fünf Leute, das wird der Typ doch hinkriegen!
Ja, das würde "der Typ" wahrscheinlich hinkriegen. Aber das will ich gar nicht. Nicht, nachdem die Dame X. ihn und mich die gesamte Arbeit machen lässt {sie war nicht mal bereit, das Angebot zu schreiben, das musste ich auch noch selbst machen}, dann aber ca. 7/8 des Geldes, das damit verdient werden kann, einstreichen will. OHNE MICH!

Freitag, 26. März 2021
Einkaufen mit Mutti. Wer sich oben vielleicht über ihre "Einkaufstour" gewundert hat: Ja, sie geht durchaus allein einkaufen, mit Rollator. Aber alle schweren Dinge, wie Mineralwasser und Kartoffeln schleppen wir gemeinsam heran. Also, sie kommt mit und ich schleppe. *kicher* Na, ist ja auch in Ordnung. Das schwere Zeugs kann sie ja nun wirklich nicht heranholen.
Anschließend wollte sie gern noch duschen, und ich hatte schon mal geschrieben, dass ich da lieber dabei bin. Auch das ist vollkommen in Ordnung. Dann musste noch das Bett bezogen werden. Das macht sie überwiegend allein, nur die Laken zu wechseln, fällt ihr schwer, weil die Matratzen so schwer sind. Also hab ich das schnell noch gemacht, während sie mir ein Mittagessen zubereitete.
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Da hat sich die Mutti vorige Woche auf dem Markt zwei Zweige gekauft. Die waren knurzelig und nicht schön, aber sie meinte, sie würden die Bodenvase gut füllen. Außerdem wolle sie bunte Eier dran hängen und wenn dann noch ein paar zarte Blättchen sprießen, sehe das dann schon schön aus. Und nun? Sind keine Blättchen gesprossen, sondern Blüten. Dunkelpinke Magnolienblüten. Wie wunderschön. Die Mutti freut sich riesig, was aus den knurzeligen Zweigen geworden ist.
Nun haben wir Samstag, 27. März 2021.
Der Sturm hat sich gelegt, nachdem er einen Großteil der Wolken weggepustet hat. Ich muss nachher nochmal los, denn ich habe gestern beim Einkaufen das Toilettenpapier vergessen. Ausgerechnet!
Habt alle ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Der 12. Montag

Da sind sie wieder, die berühmten Lückentexte von Anni und Martin.
Der Montagsstarter

1 Die Lückentexte auszufüllen macht mir jedes Mal viel Freude.

2 Zu viel Zeit verbringe ich am Rechner oft mit Dingen, die nicht wirklich sein müssten. Dann wieder gibt es Dinge, die zwar auch nicht dringend sein müssten aber viel Freude bereiten, deshalb bin ich jetzt genau hier!

3 Diese Woche freu ich mich besonders auf den Sonntag, wenn ich zu meiner Enkelhexe gehe zum Babygucken. Nein, kein Menschenbaby, dafür ist die Hexe schon noch zu jung. Ein Hundebaby wird am Samstag bei ihr einziehen und ich darf es am Sonntag schon besuchen.

4 Ohne Milchkaffee gut in den Tag zu starten ist unmöglich .

5 In meinem Flur ist es leider zu düster für Pflanzen, das zeigt mir der Affenbrotbaum recht deutlich.

6 Jede Menge leere Einkaufstaschen , einen Großpack Milch, den ich einzeln nach Hause trage, weil er mir sonst viel zu schwer ist und ein Päckchen Masken findest du in meinem Auto.

7 Diese Woche wird Konzentration und Organisation verlangen, damit ich nichts vergesse und für kommende Woche einschließlich Osterfest alles parat habe und als Highlight besuche ich am Sonntag die Junghexe. Siehe oben.
Das war es erst mal für den Start in den Tag und in die Woche.
Später, am Abend trage ich hier vielleicht noch etwas nach.