Noch ein Rückblick {04.07.2020}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen bei Andrea.
Eigentlich wollte ich diesen Rückblick schon letztes Wochenende schreiben, genau gesagt am Sonntag. Doch dann kam ich erst so spät heim und war so geschafft von der Fahrt, gleichzeitig aber auch noch so erfüllt von meinen Eindrücken der vergangenen Woche, dass ich mich nicht mehr an den Rechner setzen mochte. Und so gibt es heute wieder zwei Wochen, auf die ich zurückblicken kann.
Eine Woche Urlaub
Am Montag, 22.06.2020 hatte ich noch gearbeitet. Normalerweise ist mein Arbeitstag der Dienstag, aber in dieser Woche mussten wir eine Ausnahme machen, weil ich am Dienstag bereits um 18 Uhr in Schlatkow sein musste wollte und das nach Dienstschluss natürlich mehr geschafft hätte. Also verfügte ich mich nach ebendiesem Dienstschluss in den Garten, um wenigstens noch zu gießen. Anke hatte die Idee, dass wir endlich einmal wieder gemeinsam Abendbrot essen könnten {das erste Mal in diesem Jahr} und so blieb ich viel länger draußen, als ich ursprünglich wollte. Es war einfach nur schön, tat mir sehr gut und läutete den Urlaub ein.
Meine Taschen packte ich dann erst am nächsten Morgen und kam deshalb etwas später los, als geplant. Dennoch war die Fahrt recht entspannt. Wir kamen super gut und schnell über den Berliner Ring, auf dem seit letztem Spätherbst doch einige Baustellen verschwunden sind, und waren am Nachmittag am Ziel. Die Eigentümerversammlung war recht aufschlussreich und ich stellte wieder einmal fest, dass die meisten Mitbewohner mich anscheinend doch ganz gut leiden mögen. Das tut auch gut, wo ich doch so selten dort bin.
Nach der Sitzung machten wir uns auf den Weg nach Wolgast zum Abendessen.Weil wir danach unbedingt noch ans Meer wollten, fuhr ich dann doch noch auf die Insel {Usedom}, nach Karlshagen, wo es selbst um 21.55 Uhr noch richtig hell war.
Das erinnerte mich an einen Titel von Keimzeit, in dem es heißt: Mitternacht, und immer noch nicht dunkel. Das Flugzeug ohne Räder ließ mich den gesamten Urlaub nicht wieder los. Immer summte ich es vor mich hin und schwelgte dabei in Erinnerungen.
Die nächsten Tage führten uns nach Zinnowitz an den Strand und nach Koserow zum Backfischking und auf die Steilküste, wo wir eine kleine Wanderung unternahmen.
Ich kam jeden Tag weit über 10.000 Schritte, schlief fantastisch und aß leckersten Fisch, Fisch, Fisch. Um den Samstag noch vollständig genießen zu können, hatten wir beschlossen, am Sonntag in aller Frühe loszufahren. Da ich aber noch zwei Fenster putzen wollte, auf die sonst immer die Sonne schien, kamen wir erst gegen 11 Uhr vom Hof. Wir hatten die Autobahn noch nicht erreicht, als im Verkehrsticker schon Stau auf der A11 gemeldet wurde. Eine halbe Stunde später hatte dieser Stau sich deutich verlängert und ich überlegte, ob ich den Sohn anrufe und mir eine alternative Route heraussuchen lasse. Katl kann das nicht, weil sie Google-Maps nicht kennt. Sie braucht das sonst ja nie. Also hätte ich anhalten müssen, um selbst nachzusehen. Das erübrigte sich jedoch, als an der nächsten Ausfahrt breits wieder eine Stauwarnung erschien und die Empfehlung, die Autobahn zu verlassen. So kam es, dass ich von Pasewalk bis zum Berliner Ring Landstraße fuhr. Das war sehr angenehm. Irgendwann mache ich das mal, die ganze Strecke Landstraße zu fahren. Der Sohn hat das schon mal von Berlin bis Leipzig gemacht und meinte, das sei auch eine sehr schöne Strecke.
Eine Woche daheim
Dazu gibt es gar nicht viel zu sagen. Ich schlafe wieder schlechter, manche Nacht gar nicht. Dafür bin ich tagsüber so müde, dass ich nachmittags auf der Couch oder am Gartentisch einschlafe.
Den Sohn habe ich nur zwei, drei mal kurz gesehen. Ich weiß immer, was er tut und wo er ist, trotzdem gefällt mir das nicht besonders. Immerhin gab es am Freitag bei Katl wieder ein wunderfeines Frühstück. Das macht sie immer ganz toll. Leider hatte ich mein Handy vergessen, so dass ich diesmal den liebevoll gedeckten Tisch nicht fotografieren konnte.
Tja, und dann war da noch die Kleine Frau. Am Montag wollte sie unbedingt in den Garten, nachdem ich sie am Sonntag nach meiner Tour nicht mehr abgeholt und dorthin gebracht hatte. Am Dienstag nach der Arbeit war ich dann auch bei ihr, da eine ihrer Freundinnen für mich Flecke gekocht hatte. So gab es dann bei der Mutti Abendessen.
Am Donnerstag hatte die Kleine Frau einen Zahnarzttermin, zu dem ich sie brachte. Wir verbanden das gleich mit einem Besuch der Bücherei und der Drogerie. Danach lud sie mich zum Mittagessen im Chinarestaurant ein. Gebackene Ente. Hm, lecker. Danach fuhren wir noch zum N-Markt, brachten die Einkäufe heim und dann wollte sie gern im Garten noch ein wenig lesen, schließlich hatten wir neue Bücher.
Am Freitag hatte die Mutti schon wieder einen Arzttermin. Hautarzt diesmal. Das dauerte eeeeewig. Zum Glück hatte ich bei Katl das schöne Frühstück gehabt, wovon ich zehren konnte. Später waren wir noch bei der Apotheke und ich zeigte der Kleinen Frau ein paar Wege, die sie von früher kannte, nun aber durcheinander gebracht hatte. Nun war die Erinnerung wieder aufgefrischt.
Und nun?
Jetzt habe ich Hunger und werde erst einmal frühstücken. So schön wie bei Katl wird das nicht, aber irgendwas werde ich im Kühlschrank schon noch finden. Später will ich noch einkaufen. Mal sehen, welches Gemüse mich anspricht. Tja, und dann möchte ich in den Garten und es wird mir nichts anderes übrig bleiben, als die Kleine Frau durch die Gegend zu chauffieren, denn sie wird mit wollen, und zu Fuß geht das eben nicht mehr. Naja.
Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {06.06.2020}

Guten Tag liebe Samstagsmädels, die ich so gern bei Andrea treffe.
Heute werde ich mal nicht so ausführlich über meine Woche berichten, wie ich es in der letzten Zeit versucht habe. Es war irgendwie nicht so…
Pfingsten und die Kleine Frau
Tja, Pfingsten war gar nix, und daran lag das wohl auch, dass die ganze Woche irgendwie mau war. Obwohl die einzelnen Tage durchaus schöne Monente und Erlebnisse bargen. Dass Pfingsten nicht so toll war, lag an der Kleinen Frau oder aber wahrscheinlich wieder nur an mir und meiner Art, manche Dinge zu betrachten. Am Samstag wollte die Kleine Frau irgend etwas machen. Spazieren gehen oder so. Nun gehe ich nicht so gern spazieren. Das hat für mich so was wie Sonntags-nach-dem-Kaffee-Zeit-totschlagen-bis-zum-Abendessen, so etwas wie Notlösung. Immerhin kam sie mit nach Torgau, wo wir auf dem Markt Eis gegessen haben. Das war recht nett und wir sind dann sogar noch ein wenig durch die Stadt gelaufen. Da stört mich dann spazieren gehen wieder nicht, weil es ja ein Ausflug war, wenn auch ein kleiner. Tja.
Am Sonntag wollte die Kleine Frau wieder was unternehmen. Aber so große Ausflüge will sie nicht, weil es schade um das schöne Wetter ist, wenn man so lange im Auto sitzt. *Kopfkratz* Wie ist das mit Grimma? Grimma ist schön und ich war schon sehr lange nicht mehr dort. Wir könnten mal zur Hängebrücke gehen.
In Grimma hat es noch nie eine Hängebrücke gegeben!
Ich bin inzwischen soweit, dass ich bei solchen kontroversen Behauptungen nichts mehr entgegen setze, sondern es ihr einfach beweise. Das hat Heiner früher schon so gemacht, so dass sich die beiden nie gestritten haben. Er hat einfach nicht gestritten.
Also fuhren wir nach "Grimma ohne Hängebrücke". Nach den ersten Metern fragte sie, wohin ich denn fahre. Zur Autobahn.
So geht das aber nicht. Wir müssen schon so fahren, wie sie früher immer gefahren sind, sonst finde ich den Markt in Grimma nie. Okay, und wie fahren wir nun? Mach einfach, was ich dir sage. Wir müssen zu B6.
Also fuhr ich zur B6 und da Richtung Osten. Inzwischen hatte ich die Vermutung, dass die Kleine Frau vielleicht Grimma mit Wurzen verwechselte. Sei’s drum. In Wurzen war ich auch schon lange nicht mehr und der Sohn hatte mir neulich erzählt, dass die Innenstadt von Wurzen inzwischen recht schön geworden ist. Leider kamen wir aber nicht bis Wurzen, sondern landeten in Machern. Und Machern ist für mich noch stärker als alles andere mit dem Notlösungs-Gefühl verbunden. *grrr* Immerhin war ihr die Verwechslung inzwischen klar. Allerdings erst, als wir ausstiegen und auch nur insofern wir eben nicht in Grimma waren. Deshalb schlug ich vor, da mal noch hin zu fahren. Im Navi gab ich als Ziel die Hängebrücke ein. Wir fanden hin. Wir fanden auch den Weg zur Hängebrücke, wozu wir ein Stück wieder aus der Stadt hinaus gemusst hätten. Da ging die Rechthaberei der keinen Frau wieder los. Du musst dich links halten. Wo willst denn du hin? Hier gehts den Berg hoch. Die Brücke ist UNTEN. Du musst hier links!!!
Ich fuhr links… und hatte prompt einen Polizeiwagen hinter mir, der mich zum Anhalten aufforderte.
Tja, ich hätte da, wo die Kleine Frau so vehement darauf bestanden hatte, eben nicht links abbiegen dürfen, aber wegen der Diskussion und weil Mutti mir dann schnell mal während der Fahrt mit den Händen vorm Gesicht herum fuchtelt, hatte ich den Zwingpfeil nach rechts glatt übersehen.
Die Polizistin war sehr verständnisvoll, zumal Mutti nun plötzlich nicht mehr zur Brücke, sondern zum Markt wollte. So kam ich mit einem blauen Auge und ohne Ordnungsgeld davon, aber für diesen Tag hatte es mir die Laune verhagelt.
Am Montag hatte der Sohn die XXX Idee, bei der Oma zu frühstücken und fragte, ob ich auch komme. Komm, gib dir nen Ruck, musst ja nicht ewig bleiben. Der Sohn ging dann nach dem Frühstück tatsächlich seiner Wege. Mich hielt die Kleine Frau mit allen möglichen Bewerbchen noch bis Mittag fest und wollte dann auch noch am Nachmittag in den Garten. Das lehnte ich ab.
Allerdings war es für einen richtigen Ausflug mittlerweile auch zu spät.
Fazit: Ich hatte das Gefühl, ich hätte mich das gesamte Pfingsten nur von der Kleinen Frau herumschubsen lassen und an keinem Tag etwas getan, was mir Freude gemacht hätte. Selbst Schuld. Ich hätte NEIN sagen sollen.

Im Laufe der Woche musste die Kleine Frau am Mittwoch zum Fäden ziehen und weil ihr Toaster kaputt gegangen war, fuhren wir noch herum, um einen neuen zu kaufen, bekamen aber keinen. Dafür brachte ich sie noch zum Fleischer und dann nach Hause. Dann war es auch schon wieder Nachmittag.
Am Donnerstag war einkaufen angesagt und zwischen N-Markt und Sohn abholen waren wir noch im Ich-bin-doch-nicht-blöd-Markt und kauften…keinen Toaster, sondern ein Miniöfchen. Da war die Kleine Frau dann glücklich, erst recht, als es der Sohn ihr gleich noch angeschlossen und dabei festgestellt hatte, dass das alte Öfchen noch tadellos funktionierte, vorausgesetzt, man steckte den Stecker richtig in die Dose.
Ich denke, ich werde ihr das alte Öfchen abschwatzen.
Dass die Kleine Frau an fünf von sieben Tagen meine gesamte Freizeit beansprucht, muss wieder anders werden. Das muss sie einfach einsehen, dass es so nicht geht, sonst habe ich ja gar kein eigenes Leben mehr.

Arbeitsalltag
Wir haben uns geeinigt, dass ich bis auf Weiteres dienstags nach Torgau fahre. Das passt den Kolleginnen dort recht gut und mir auch.
Einen Vertrag habe ich noch immer nicht, aber die YvLeh meinte zur neuen Chefin, das sei bei mir kein Problem, ich sei in dieser Hinsicht Kummer gewöhnt und bisher sei noch immer alles klar gegangen. Najaaa. Auf die YvLeh kann ich mich verlassen, sie macht das schon. Da die neue Chefin gesagt hat, ich solle den gleichen Vertrag bekommen, wie meine Vorgängerin, kann es nun passieren, dass ich sogar zweimal die Woche in Torgau arbeiten kann. Das sehe ich dann nächste Woche, wenn der Vertrag vorliegt.
Mit dem Projekt kollidiert das vorläufig nicht, weil dieses immer noch nicht in Sack und Tüten ist, auch wenn wir gute, sehr gute Vorarbeit geleistet haben. Ich fürchte inzwischen, dass all unsere Vorarbeit vielleicht nichts nutzt, weil es einfach zu lange dauert, bis wir tatsächlich starten können und die aktuellen Entwicklungen hierzulande möglicherweise einige Aspekte des Projektes überflüssig machen. Es ist immer noch ein sehr gutes Projekt, aber an den phänomenalen Boom, den C. erwartet, glaube ich nicht mehr. Wir werden sehen.

Urlaub und Entspannung
Beides hatte ich am Freitag, und weil das der 5. war und es wieder einmal Zeit war für WmdedgT, habe ich hier ausführlich darüber geschrieben.

Habt ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {02.05.2020}

Woche 07 #zuhausebleiben
So langsam wird es langweilig. Und da dachte ich noch bis vor kurzem, das Wort Langeweile gäbe es in meinem Wortschatz gar nicht. Nunja, es ist auch nicht so, dass ich mich langweile. Zu tun ist genug. Nur fehlt zum Einen die Motivation, etwas gleich zu tun, schließlich ist ja auch noch morgen Zeit und übermorgen und nächste Woche…
Zum anderen sind die Dinge, die man tun kann, doch immer gleich und nicht so sehr berichtenswert.So könnte es sein, dass ich euch langweile. Na, hoffentlich nicht!
Samstag, 25. April
Ein Grauer und vor allem kalter, windiger Tag. Perfekt, um zu Hause zu bleiben. Das tat ich dann auch, wobei ich im Nachhinein weiß, es wäre deutlich besser gewesen, wenigstens ein paar Schritte ums Haus oder bis in den Garten zu gehen. Der Draußenmensch in mir verkümmert sonst. Naja, wie gesagt, morgen ist auch noch Zeit…
Sonntag, 26. April
Das Wetter war auch an diesem Sonntag nicht dazu angetan, mich vor die Tür zu locken. Im soundsovielten Telefonat mit Lili verkündete ich jedoch, dass ich mich am montag gleich in der Frühe auf dem Weg zum Kaufmannsladen machen wollte. Frau muss schließlich unbedingt nach draußen, und außerdem kann ich nicht einkaufen, wenn ich die Mutti dabei habe. Da habe ich die ganze Zeit damit zu tun, ihre Einkäufe heran zu holen und aufzupassen, dass sie mir im Supermarkt nicht verloren geht. 😉
Am Sonntag Abend gönnte ich mir ein tolles Erlebnis. Bodo Wartke gab bei TV Noir ein Wohnzimmerkonzert. Klasse.

Montag, 27. April
Der dritte Tag als Couchpotatoe? Es fühlte sich schrecklich an. Dabei wollte ich doch ganz früh die Wohnung verlassen. Doch genau dazu konnte ich mich nicht aufraffen, weil ich die Nacht zuvor wieder nur in zwei kurzen Etappen geschlafen hatte. 21.51 Uhr bis 23.45 Uhr und 6.13 Uhr bis 7.48 Uhr {sagt das Fitness-Armband}. Somit fühlte ich mich recht zerschlagen.
Dann rief am Nachmittag die Mutti an und jammerte ein bisschen. Sie hätte jetzt den Glasmüll weggebracht, aber das sei schrecklich gewesen, weil das den ganzen Weg lang so geklappert hätte. *Ich musste lachen* Ja, und nun sei ihr schon wieder langweilig, dabei sei so schönes Wetter. Blablabla. Da hatte ich plötzlich den Gedanken, dass sie ja mitkommen könnte zum Gemüsemann und dass ich, wenn ich mich mit ihr verabrede, keine Möglichkeit mehr hätte zu kneifen. Bevor ich zu Ende gedacht hatte, hatte ich sie schon gefragt und sie stimmte natürlich begeistert zu, hatte sie mich doch soweit, dass ich sie wieder mal mitschleppte. Das ist ja, was sie immer will {und ich ncht so gern, jedenfalls nicht zum Einkaufen}.
Nach dem Gemüsekauf gingen wir natürlich nicht gleich wieder heim, sondern in den Garten. Es war wirklich schön da. Leider hielt sie es wieder nicht lange aus. 18 Uhr musste ich sie heim bringen. Immerhin war ich draußen gewesen und das war sehr wichtig, weil es das zu-Haus-Herumhängen unterbrochen und mir neuen Schwung gegeben hatte.

Dienstag, 28. April
Ein produktiver Tag war das. Ich hatte den Werbeflyer für das neue Projekt zu gestalten. Dieser kam auch sehr gut an bei meinen Mitstreiterinnen. Na fein. Nun muss das nur noch akzeptiert werden, von amtlicher Stelle. Wäre doof, wenn nicht, weil es wirklich ein super Projekt ist und in diesen Zeiten wirklich gebraucht wird.
Ich drücke uns mal selbst die Daumen und ihr dürft bitte alle mitdrücken.

Mittwoch, 29. April
Die Junghexe hatte angefragt, ob ich noch mal Zeit hätte, mit ihr Mathe zu lernen. Da sie sich neulich gewünscht hatte, mal wieder diesen Pudding mit Kirschen, den du früher immer gekocht hast, Oma zu essen, stand dieser auf dem Speiseplan, zusammen mit Hefeklößen. Hmmm. Leider bekommt man von den selbstgemachten Hefeklößen maximal einen hinter. Naja, er Sohn schaffte zwei. Der ist ja auch groß. 😉
Danach hatte ich das Gefühl, mich überfressen zu haben. Da muss aber noch was anderes gewesen sein, denn das anfängliche Völlegefühl löste sich im Laufe des Nachmittags nicht einfach auf, sondern verwandelte sich in eine immer heftiger werdende Übelkeit. So war ich ganz froh, als die Junghexe nach einer Weile verkündete, sie schaffe ihre Aufgaben heute sowieso nicht alle, sie käme gern morgen wieder. Also schnappte ich mir Kind und Hund und auch noch das erwachsene Kind, weil das noch unterwegs etwas zu erledigen hatte, und verteilte meine Lieblingsmenschen, den Sohn zu seinem Termin, dann die Hex’ nach Hause. Auf dem Rückweg sammelte ich den Sohn wieder ein. Doch dann ging nichts mehr. Mir war inzwischen so übel, dass ich es nicht mehr bis nach Hause schaffte, sondern in der Aue ranfahren und mich übereben musste. Zum Glück hatte ich es gerade noch so aus dem Dorf heraus geschafft. Der Sohn betüddelte mich gleich ganz rührend. Wasser hatten wir zum Glück dabei, Tücher auch. Das Auto ist überhaupt recht gut ausgestattet für alle Eventualitäten.
Daheim packte ich mich mit einer Decke auf die Couch und schlief, bis Mutti anrief. Was sie eigentlich wollte, erfuhr ich nicht, weil ich sie gleich voljammerte, wie schlecht es mir ging. Das durfte auch mal sein. Da sie mich oft wie ein Kind behandelt {was ich im Grunde ja auch immer bleibe, ihr Kind}, darf ich mich dann auch bei meiner Mama ausjammern, stimmts?
Danach schlief ich weiter und bekam nicht einmal mit, dass der Sohn später noch mal kam, um nach mir zu sehen.

Donnerstag, 30. April
Am Morgen ging es mir deutlich besser, aber obwohl ich die Nacht über gut und viel geschafen hatte, fühlte ich mich noch schlapp. Deshalb rief ich ie Hexe an, verschob das die Matheaufgaben auf den Feiertag und kroch wieder ins Bett.
Zwischendurch hatte ich er Mutti versprochen, dass wir am Abend mal einkaufen fahren. Das erledigten wir dann am Nachmittag, weil sie ungeduldig war und schon wieder anrief. Na gut, dann eben so. Anschließend schleppte ich die keine Frau noch in meine Wildnis. Direkt hinter dem Parkplatz erstreckt sich ein unbebautes Grundstück, das mit allerlei Bäumen und Gesträuch bewachsen ist, von Trampelpfaden durchzogen. Hundebesitzer kommen da zuweilen lang und ich wollte da schon längst mal hin. An diesem Nachmittag verwirklichte ich das. Und bekam gleich noch eine kleine Geschichtslektion, denn Mutti erzählte, dass der Hügel, auf den wir geklettert waren, kein natürlicher Hügel ist, sondern dass wir auf dem Dach eines Bunkers standen. Früher gab es dort eine Sandgrube, in der Ausländer und andere Gefangene arbeiten mussten. Für diese hatte man eine Art Luftschutzraum errichtet, von dem man sich damals erzählte, er wäre ganz aus leergeschossenen FLAK-Hülsen gebaut worden. Mutti wusste das auch nur vom Hörensagen {also das mit den Hülsen}. Für mich war das trotzdem interessant.

Der Eingang zur Wildnis.

Freitag, 01. Mai

Ole findet Mathe laaaangweilig.

Die Junghexe hingegen war andiesem Tag sehr fleißig und erledigte alle Aufgaben zügig und ordentlich. Dennoch dauerte es den ganzen langen Nachmittag. Das war aber auch viel, was sie aufbekommen hatten.Nachdem ich sie heimgebracht hatte und zwischen den Dörfern ein Naturschauspiel zu sehen bekam, fuhr ich noch zum Garten, zum Pizzaessen. Ein richtig schöner Tagesabschluss.

*** Heute ist es draußen grau und kalt. Trotzdem werde ich jetzt den Sohn erst einmal wieder zu einem Termin bringen und auf dem Rückweg noch mal zum Gemüsemann fahren.
Vorher bringe ich noch fix diesen Eintrag zu Andrea in die Plauderecke. Später werde ich euch dann allle besuchen und mal schauen, wie es euch so ergangen ist in der letzten Woche.

Bleibt schön gesund.
Eure Mira

Samstagsplausch {25.04.2020}

Selbstfürsorge
Was für ein schönes Wort, das Regula da geprägt hat. Es hat mich die ganze zurückliegende Woche begleitet. Ja, ich habe mir Mühe gegeben, mehr für mich zu tun, oder einfach mal weniger zu tun und die Vowürfe, die ich dafür erhielt, einfach zu ignorieren. Dabei half mir auch die Lili aus Erfurt, die mich fast jeden Tag anruft und mich unter anderem darin bestärkte, die Nähmaschine, mit der ich mich noch nicht angefreundet habe, stehen zu lassen und keinesfalls unter Druck zu versuchen, irgendwelche Masken zu produzieren.
Apropos "Masken": Darf man das denn überhaupt noch sagen? Oder verletzt man bereits durch den Gebrauch ganz normaler und gebräuchlicher Wörter die angemaßten Rechte irgendwelcher geldgieriger Säcke, die aus dem Bedarf der Menschen Profite schlagen wollen, ohne dafür auch nur einen Finger zu rühren?

Ach, die Mutti wieder…
Wisst ihr, wenn ich hier über meine kleine alte Frau schreibe, dann will ich keinesfalls jammern oder euer Mitleid erregen oder so etwas. Es ist nur so, dass ich hier über mein Leben berichten will, schon allein, um nichts zu vergessen und auch nächstes Jahr oder in fünf Jahren nachlesen zu können, was sich im Frühjahr 2020 so zugetragen hat. Tja, und zu diesem meinem Leben gehört die keine alte Frau nun mal dazu. Sie hat sich ihren Platz in meinem Alltag … ja, wie soll ich sagen… ertrotzt? Ja, so könnte man das sagen. Normalerweise lassen Eltern ihre erwachsenen Kinder gehen und mischen sich nicht in deren Leben ein, bleiben jedoch immer in Bereitschaft, ihren Kindern zu helfen, wenn dies gebraucht und gewünscht wird. Das sieht die kleine Frau anderes. Sie ist der felsenfesten Meinung, dass sie zu bestimmen hat, wie ein erwachsenes Kind zu leben und sich zu verhalten hat. Ähm, zumindest bei mir meint sie, dieses Recht zu haben. Und das versucht sie dann mit allen Mitteln durchzusetzen. {Manipulieren/ schlechtes Gewissen erzeugen/ ningeln, wie allein sie ist/ sich tüddelig stellen, obwohl sie’s gar nicht ist/ unwahre Behauptungen aufstellen/ bis hin zu der Aussage "Na, da kann ich mich ja auch gleich auf den Friedhof legen" [wenn du nicht machst, was ich will] Letzteres spricht sie dann nicht aus, das hört man aber am Tonfall.}
Nun kenne ich aber fast alle Register, die sie üblicherweise zieht. Und ich kenne sie lange genug, um mich nicht mehr davon beeinflussen zu lassen. Früher, vor ein paar Jahren, begehrte ich dagegegen auf. Inzwischen sage ich mir, ach, lass sie doch.
Dennoch gehört sie nun mal zu meinem Leben und, weil meine Schwester weit weg ist, ich aber greifbar bin, auch zu meinem Alltag. Und deshalb erwähne ich sie hier auch immer wieder.
Eben schrieb ich, ich kenne fast alle ihrer Tricks. Tja, da hat sie sich doch tatsächlich seit etwa zwei Wochen was Neues einfallen lassen. Da ich momentan mehr Zeit habe, widme ich ihr auch mehr davon. Dabei fiel mir auf, dass sie andauernd kleine Sticheleien anbringt und dafür auch gern mal die Unwahrheit sagt. Früher machte sie das auch schon, aber nur, wenn meine Schwester oder meine Nichte da waren. Also, wenn sie Menschen in der Nähe hatte, die ihr wohlgesonnen sind und sich um sie kümmerten, so dass sie mich gerade nicht brauchte. Und sie machte das nicht wirklich böse oder hinter meinem Rücken, nein, das nicht. Im Gegenteil, wenn ich dabei war, ließ sie so kleine Boshaftigkeiten los. Sagte eben beispielsweise zu meiner Nichte. Schön, dass du mit mir einkaufen gegangen bist. Die da macht das ja nicht. Wenn ich dann intervenierte, dass wir doch jeden Donnerstag gemeinsam einkaufen, meinte sie: Naja, einmal die Woche, das ist doch nix. Und lachte dabei. Das sollte dann also ein Scherz sein. Nur dass diese Scherze immer auf meine Kosten gingen.
Und genau das macht sie jetzt andauernd. Immer so kleine Sticheleien. Ich habe schon mal gesagt, sie soll nicht immer so frech zu mir sein. Da lacht sie und sagt: Wer kleine alte Frau zu mir sagt, muss das aushalten.
Ich hielt dann auch mit einem Lachen dagegen: Gut, wenn dir das nicht gefällt, sage ich eben nur noch kleine Alte!
Ja, ihr Lieben, das ist alles Alltag. Trotzdem tut es mir manchmal weh. Wahrscheinlich, weil wohl jeder von uns in dieser Gesamtsituation etwas dünnhäutiger wird. Auch ich.
Der Sohn übrigens lacht darüber und sagt: Mutsch, lass sie doch. Solange sie sich diese kleinen Spitzfindigkeiten ausdenkt, bleibt ihr Geist rege. Da freu dich drüber, dass sie das noch kann.
Da hat er ja nun auch wieder recht.

Und sonst so?
Ich habe diese Woche keine Stichworte notiert, so dass ich nicht mehr alle Einzelheiten weiß.

Wochenende, 18. und 19. April
Das Wochenende verbrachte ich im Garten und holte natürlich die Mutti dazu. Sie hält es bekanntich abends nicht so lange aus. Klar, da kommen ja dann auch ihre Serien im Fernsehen und was sonst noch. So gegen 18 Uhr möchte sie heim. Und ich? Stelle, wenn ich von ihr zurück komme, das Auto auf den Parkplatz und laufe noch mal rüber in den Garten. Dort zieht dann so eine feine abendliche Ruhe ein. Dämmerung senkt sich, der Abendstern geht auf. Menschen verschwinden in ihre Wohnungen. Amseln hüpfen über die Wiese zu meinen Füßen. Der Sohn stellt mir ein dunkles Bier hin. Ich genieße das sehr, merke aber rasch die Wirkung, weil es seit Weihnachten in Tschechien mein erstes Bier war. *lach*

Montag, 20. April
Ich arbeite an unserem neuen Projekt. C. hat mir das überarbeitete Konzept zukommen lassen und ich lese Korrektur und merke noch ein paar Kleinigkeiten an. Zwischendurch beanspruchen mich immer wieder die Exkollegen, die unbedingt erreichen wollen, dass ich in die Firma zurückkehre. Der Chef will das nicht, weil ich schließlich Geld koste. Alle sagen, dass er, wenn er mich einspart, an der falschen Stelle spart. Alle sehen das so, außer ihm.

Dienstag, 21. April
Dieser Tag gehört der Mutti. Sie hat schon seit Monaten einen Termin in der Augenklinik zum Lasern. Ich bringe sie hin, warte knapp 2 Stunden im Auto auf sie {ich will mich nicht in des überfüllte Wartezimmer hocken, obwohl ihr das lieber wäre} und bringe sie danach wieder nach Hause. Auf dem Heimweg fahre ich durch die Eisenbahnstraße, wo all die kleinen türkischen, arabischen oder anderen Läden geöffnet haben und die Gemüseauslagen mit ihrem vielfältigen Sortiment locken. Ich fahre langsam und zeige der Mutti all die feinen Sachen, bis sie sagt: Na, da halt doch mal an und hol dir was. {Hihi, das Ningeln funktioniert anscheinend auch in der umgekehrten Richtung.} Sie will nicht im Auto bleiben, hat Angst vor dem schlechten Ruf der Eisenbahnstraße. Naja. Dann kommt sie eben mit. So sieht sie am besten, dass die kleinen Läden nichts gefährliches an sich haben. Für mich haben sie immer so etwas von Urlaub an sich. Urlaub im Mittelmehrraum. Daran erinnern mich die Läden daran. Und ich genieße das.
Gekauft habe ich verschieden Sorten Paprika, die alle viel frischer und viel aromatischer sind, das ihre Artgenossen im Supermarkt. Ich freue mich schon auf den Salat zum Abendbrot. Ach ja, und mein Lieblingsfladenbrot gibt es natürlich auch.

Mittwoch, 22. April
Sofatag. Das Wetter ist bäh. Zwar scheint die Sonne, aber es ist wieder kalt geworden. Ab Mittag ziehen Wolken auf. Ich lese viel. Am Abend lädt mich der Sohn auf einen Döner in den Garten ein. Hach, wie schön.

Donnerstag, 23. April
Laut Wettervorhersage sollte sich der Wind legen. Das tat er nicht, aber er war warm und angenehm. Deshalb plante ich einen Gartentag mit Mutti. Der verlief recht schön. Ihre kleinen Stänkereien übersah ich einfach.
Als ich die Post aus dem Kasten holte, kam die Welt vollends in Ordnung, weil der schriftliche Bescheid über die Grundversorgung dabei war. Die Miete ist nun wirklich gesichert und hält mir den Rücken frei, meine Projekte voran zu treiben, ganz besonders natürlich das gemeinsame mit C.

Freitag, 24. April
Am Morgen war ich mit dem Sohn unterwegs. Da musste verschiedenes erledigt werden. Außerdem waren wir im Gartencenter, zogen aber unverrichteter Dinge wieder ab. Dafür luden wir uns bei Mutti zu einem späten Frühstück ein. Danach ließ ich ihr ihren Willen und brachte sie zum Supermarkt. Sie wollte unbedingt dort himein. Hatte mir am Donnerstag schon gesagt, dass sie das erzwingen werde, weil ich ja nicht mit ihr einkaufen gehe. Also müsse sie das allein machen. Schließlich brauche sie Lebensmittel. Früher sind wir jede Woche einkaufen gegangen und jetzt verbietest du mir das. Dass ich vor genau einer Woche einen riesen Einkauf für sie erledigt hatte, wollte sie nicht wahrhaben, bis ich ihr anhand von Einkaufs- und Kassenzettel nachwies, dass es tatsächlich erst eine Woche her war. Da gab sie dann zu, dass es eben schöner ist, wenn sie selbst durch die Regale streift und dass sie das unbedingt wolle. Schließlich hätte sie eine Maske und nähme auch ihr Desinfektionsmittel mit. Nunja. Mir fehlte die Kraft, dem etwas entgegenzusetzen und ich brachte sie zum N-Markt.

Mit Verspätung komme nun auch ich zu Andrea in die Plauderecke.
Habt einen schönen Sonntag und bleibt gesund,
eure Mira

Samstagsplausch {21.03.2020}

Guten Morgen, ihr da draußen und drinnen in euren eigenen 4 Wänden.
Es ist 5.02 Uhr und ich kann nicht mehr schlafen. Ich schlafe überhaupt sehr schlecht in dieser Zeit, was sicher keinen wundert, da durch die verordneten Schließungen aller Orten meine Existenz in den Grundfesten bedroht ist. Ich darf nicht mehr arbeiten und habe dadurch, weil ich vorher freiberuflich tätig war, von einem Tag auf den anderen überhaupt kein Einkommen mehr. Da ich damit nicht allein bin, sollte es mich vielleicht gar nicht so sehr fertig machen, wie es leider eben doch tut. Nun arbeite ich an mir, mich nicht unterkriegen zu lassen und trotz der Isolation nicht in Depressionen zu versinken.
Dabei hilft mir sehr dieser Song von den Schürzenjägern.

Wochenrückblick
Die ersten Tage dieser Woche hatte ich hier schon beschrieben.
Seit Donnerstag, 19. März bin ich nun zu Hause. Den ersten Morgen habe ich gleich ausgenutzt, um länger zu schlafen, als sonst. Noch am Abend hatte ich die Wecker abgeschaltet und bin tatsächlich erst 6.30 Uhr aufgewacht. Um diese Zeit springe ich sonst ins Auto und mache mich auf den Weg in die Firma. Tja, nun.
Es gibt Kaffee und ich stricke endlich die Socken zu Ende, die ich ursprünglich hatte bis letzten Samstag schaffen wollen, was ich dann nicht musste, weil ich so verschnupft war, dass ich meine Teilnahme an Petras Feier absagen musste. Schließlich ist auch ein Schnupfen ansteckend und auch bei einem solchen kann man sich ein paar Tage richtig elend fühlen. Das wollte ich keiner der Frauen antun. Später erfuhr ich, dass die Mädels nach mir, eine nach der anderen, abgesagt hatten und Petra an ihrem Geburtstag ganz allein zu Hause saß. Die leckere Möhren-Kokos-Suppe ist eingefroren. Die lassen wir uns schmecken, wenn der Wahnsinn hier vorbei ist.
Am Freitag, 20. März
Tja, was war da? Ich telefonierte mit Mutti, die herumquengelte, sie wolle doch zum Friseur. Sie sähe schrecklich aus. Meine Antwort war garstig: Besser hässlich, als tot. Ich weiß, so etwas Böses sollte man zu einer 87-jährigen nicht sagen, aber die sture kleine Frau versteht es anscheinend nicht anders. Sie ist {manchmal} wie ein kleines Kind, das nicht versteht, warum es bei dem schönen Sonnenschein nicht auf den Spielplatz darf. Menno!!!

Aktualisiert auf Samstag, 21. März, irgendwann abends
Am Morgen machte ich mich auf den Weg zum Privatfleischer und kaufte frische Wurst. Die brachte ich der Mutti mit. Der Frühstückstisch war schon gedeckt. Ich blieb bis Mittag, dann wollte ich los, denn ich hatte noch ein paar Dinge auf meinem Einkaufszettel stehen.
Da kommst du wohl gar nicht noch mal wieder?
Na, nee. Auch für mich gilt das Gebot, daheim zu bleiben. Ich bin auch ein Mensch, der sich infizieren könnte. Auch mich darf man nicht draußen herum scheuchen. Oder ist es vielleicht egal, ob ich krank werde und vielleicht sterbe, Hauptsache, ich habe so lange es irgend möglich war, Muttis Langeweile vertrieben?
Aber morgen! Morgen gehst du mit mir spazieren. Spazieren gehen dürfen wir.
Hach! ich sags ja, meine kleine alte Frau und ihr Spielplatz. *kicher*

Auch, wenn es jetzt schon wieder spät ist, bringe ich den Eintrag noch zu Andrea in die virtuelle Plauderrunde.
Bis bald.
Eure Mira

Samstagsplausch {07.03.2020}

Guten Tag ihr Lieben,
heute fällt mein Beitrag zum Samstagsplausch bei Andrea recht kurz aus, weil ich an diesem Samstag einiges vor habe.
Hatte ich euch letzte Woche erzählt, dass ich eine Couch geschenkt bekomme? Meine Idee, wie diese am letzten Wochenende hätte zu mir befördert werden können, ließ sich leider nicht realisieren. Also kommt nun Plan B zum Einsatz. Ich habe für heute bei meinem Lieblingsbaumarkt einen Transporter reserviert, den ich am Nachmittag abholen und bis zum Ladenschluss heute Abend nutzen kann, was, wenn mit den Helfern alles klappt, kein Problem darstellen dürfte. Ob und wie die Aktion abläuft, werde ich dann später, wahrscheinlich morgen, berichten.
Jetzt sollt ihr erst einmal eine kurze Wochenrückschau erhalten.
Über den Arbeitsalltag möchte ich dabei gar nicht viel berichten. Nur, dass es reichlich unerfreulich ist, wie bei uns mit {manchen} Honorarkräften umgegangen wird, denen immer mehr und mehr Arbeit aufgehalst wird, die sie auch ausführen, weil sie es können und weil sie oft die einzigen Anwesenden sind, die es können. Andererseit schwebt über diesen Honorarkräften ein scharfes Schwert mit drei Namen:
a) Von-einem-Tag-auf-den-anderen-fortgeschickt-werden-wegen-schlechter-Auftragslage
b) Keinesfalls-nach-anderen-Jobs-umsehen-dürfen-falls-man-sie-hier-noch-brauchen-kann
c) Kein-Anspruch-auf-Uraub-oder-Lohnfortzahlung
In einem Satz heißt das für mich: Es macht keinen Spaß mehr, unter solchen Bedingungen zu arbeiten.

Montag, 03 März 2020
Nachdem wir uns neulich im Alex zum gemeinsamen Stricken getroffen hatten, verabredeten Janine und ich uns gleich nocheinmal für diesen Montag Nachmittag. Obwohl das Treffen von Janines Sorgen überschattet wurde, war es ein schöner Nachmittag und ich war froh, ihr wenigstens eine gute Zuhörerin sein zu können.

Dienstag, 25. Februar 2020
Auf für diesen Nachmittag stand die Verabredung schon länger, ich glaube seit zwei Wochen. Ein kleiner feiner Kaffeeklatsch zu dritt im Café Eigler.
Auf dem Heimweg fuhr ich noch beim Baumarkt ran und reservierte besagten Transporter.

Mittwoch, 26. Februar 2020
An diesem Nachmittag hatte ich fast nichts vor und wollte einmal früh zu Hause sein und vielleicht ein wenig stricken. Einen Weg hatte ich aber doch zu erledigen. Die Fachärztin, zu der ich alle drei Monate mal gehe {deren Behandlung ich ambivalent gegenüberstehe, wie ihr wisst} braucht für ihre Abrechnung immer einen Überweisungsschein von meiner Hausärztin. Da ich nun aber jemand bin, der Arztbesuche nach Möglichkeit meidet, muss ich in jedem Quartal nur wegen dieser blöden Überweisung einmal in die Hausarztpraxis, nur damit die Gesundheitskarte eingelesen werden kann, weil ansonsten das Ausdrucken der Überweisung nicht geht. {Ginge schon, darf aber nicht sein, wegen der Abrechnung.} Die Bürokratie lässt grüßen.
Gegen Mittag hatte mich eine Nachricht von Katl erreicht, die mir mitteilte, dass mein Päckchen endlich angekommen war und ich schrieb zurück, dass ich es gleich an dem Nachmittag noch holen würde. Fein, schrieb sie. Ich freue mich. Und ich dumme Guste dachte, sie freut sich darauf, mich zu sehen. Ich beeilte mich extra und rief von unterwegs auch noch den Sohn an, um ihn zu sagen, dass ich nun doch später heim komme, weil ich erst noch zu Katl gehe. Als ich aber bei ihr ankam, konnte sie mich überhaupt nicht gebrauchen, denn, obwohl sie sich angeblich auf mich gefreut hatte, hatte sie sich mit ihrer Schwägerin zum Kaffee verabredet. Da kann ihre Freude, mich zu sehen, ja nicht sehr groß gewesen sein. Die Übergabe des Päckchens erfolgte dann kurz und schmerzlos am Auto, denn ich wollte ihr ja nicht ihre wertvolle Kaffeezeit mit ihrer Schwägerin vermasseln. Wir kennen uns seit 35 Jahren, haben ne Menge miteinander erlebt, aber seit ihre Schwägerin verwitwet ist und Katls Zeit beansprucht, um ihr Alleinsein zu kompensieren, bekomme ich von Katl immer wieder mal A…tritte. Allerdings, und das verstehe ich nun auch wieder nicht, hatte sie auch noch ein Geschenk für mich dabei. Einen neuen Wasserkocher, weil meiner kaputt ist. Wusste ich gar nicht, dass der kaputt ist. {Als er vor Wochen mal auslief, war er in Wahrheit nur übergelaufen, weil er zu voll war.} Du hast gesagt, du willst dir einen neuen kaufen, erklärte mir die Katl mit felsenfester Überzeugung. Ihr Lieben, ich werde senil oder dement oder beides. Ich muss diese Absicht geäußert haben, sonst hätt die gute Katl mir ja keinen neuen Wasserkocher gekauft. Erinnern kann ich mich aber nicht mehr daran. Das gibt mir zu denken. Wie kann ich denn solchen Ausfallerscheinungen entgegen wirken? Mensch, sowas geht doch nicht. Die Katl will mir was Gutes tun, kauft Geschenke für mich und ich zerstreute dumme Nuss merke weder, dass meine Küchengeräte kaputt sind, noch merke ich mir, was ich zu ihr gesagt habe. Kopfschüttel-und-grübel.

Donnerstag, 05. März 2020
Wer hier regelmäßig liest, weiß, dass der Donnerstag unser Einkaufstag ist und dass alle vier Wochen die große Runde mit Besuch der Bücherei dran ist. Diesmal nicht, denn wir hatten etwas besseres vor. Henner Kotte las im Tauchaer Schloss. Das heißt, gelesen hat er weniger, mehr erzählt oder, im Grunde, Kabarett gespielt. Ja, das trifft es wohl. Wir waren begeistert {ja, die kleine Frau auch} und haben herzlich gelacht. Wenn ihr die Möglichkeit habt, einer Lesung oder Stadtführung oder irgendeiner Veranstaltung mit Henner Kotte beizuwohnen, tut euch das an! Der Mann ist einfach köstlich!

Freitag, 06. März 2020
Den Einkauf haben wir an diesem Tag nachgeholt, den Besuch der Bücherei noch nicht. Das machen wir am kommenden Montag. Nach dem Einkauf hing ich noch ein wenig bei Mutti herum, lag mehr, als ich saß in ihrem großen Sessel, das Heizkissen im Rücken. Nach einer Woche auf unseren uralten, abgewohnten und ergonomisch sehr zweifelhaften Bürostühlen habe ich meist das ganze Wochenende zu tun, die Rückenschmerzen wieder loszuwerden, nur, damit das Dilemma am nächsten Montag wieder von vorn beginnt. Muttis Heizkissen war ein gutes Stück Therapie, so dass ich heute schon fast schmerzfrei bin. Jippie.
Jetzt lege ich das Strickzeug weg und mache mich auf den Weg zum Transporter und zu meiner neuen Couch.
Habt ein schönes Wochenende.

Samstagsplausch {29.02.2020}


Heute haben wir einen besonderen Samstagsplausch denn so selten der 29. Februar ist, fällt er noch viel seltener auf einen Samstag. Das passiert nur alle 28 Jahre. Wer weiß, ob sich unsere Welt bis 2048 überhaupt noch dreht.
Ähm, nein, ich will hier keine Weltuntergangsstimmung verbreiten. Das besorgen gewisse Medien schon zur Genüge und lösen damit bei vielen Menschen Panik aus. Gestern hatte ich überlegt, ob ich das Thema Hamsterkäufe heute hier anspreche. Nun hat Andrea dies bereits getan.
Ich selbst habe noch nicht vor leeren Regalen gestanden, zumindest waren sie gestern Abend im N-Markt nicht leerer, als an jedem anderen Freitag Abend im N-Markt. Unsere Neue-von-letzter-Woche berichtete allerdings davon, dass es vorgestern Abend im Großen Kaufmannsladen im Paunsdorf Center verheerend ausgesehen hätte, und meine Schwester schrieb gestern Abend auch, dass im Erdball-Markt die Fleischtheke und die Tiefkühlregale wie leergefegt gewesen wären. Das ist doch bescheuert. Selbst wenn man von einer Quarantäne betroffen würde, hätte man doch mehr davon, Nudeln, Reis und ein paar Konserven im Haus zu haben. Wer von uns hat denn eine große Kühltruhe im Haus, die bis -36°C kühlt und genug Platz bietet, um TK-Gemüse und Fleisch zu horten? Gut, ja, ich habe eine solche im Keller stehen. Aber das sind doch bestimmt die wenigsten von den Leuten, die dort die Regale leer kaufen.
Sehr gespannt war ich auf den Drogeriemarkt, zu dem Mutti am Vormittag wollte, um Schuhcreme zu kaufen. Himmel und Menschen waren dort, so dass zeitweise alle drei Kassen besetzt werden mussten. Das habe ich in diesem Markt noch nie erlebt. Eine der Kassiererinnen fragte ihre Kollegin: Wo kommen denn die alle her? Desinfektionsmittel gab es natürlich keines, weder als Spray, noch in sonst einer Form. Das finde ich schwach. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hersteller nicht nachkommen. Ich vermute eher, es wurde zu spät und/oder zu wenig bestellt. Dafür fand Mutti eine Schuhcreme, die sie mal ausprobieren möchte.
Der Drogeriemarkt war die letzte Station auf unserer Runde und ich kam auf die Idee, Mutti noch in ein Asiarestaurant zu schleppen, wo es montags bis samstags eine extra Mittagskarte gibt. Dort ließen wir uns knusprige Ente schmecken.

…und schon bin ich bei der vergangenen Woche und allem, was so passiert ist.
Ein schönes Erlebnis hatte ich am Samstag, 22. Februar 2020. Nachdem ich meinen Bürokrams erledigt hatte {uraltes, längst fälliges Steuerzeugs, das ich nachreichen musste}, war mir nicht so wohl. Das hing überwiegend damit zusammen, dass ich mir {zu viele} Gedanken um die Situation in der Firma machte. Vor diesen Gedanken flüchtete ich in ein Buch {Affiliatelink} und dessen Fantasy-Welt.
Dann rief der Sohn an. Kommst du in den Garten? Ich füllte zwei Flaschen mit Leitungswasser, packte Milch ein und stiefelte los. Schon auf dem Weg pustete der Wind mir die hässlichen Gedanken aus dem Hirn. Als ich ankam, saßen Chrissi und der Sohn vor Chrissis Laube auf der Bank und tranken Glühwein. Ich mochte lieber Kaffe und der Sohn bereitete ihn für mich zu. Der Wind bauschte sich zum Sturm auf. Vor dem seltsam grauroten Abendhimmel bogen sich die kahlen Bäume wie in einem Scherenschnittheater. Wir saßen einfach nur dort, hingen unseren Gedanken nach und überließen unsere Sorgen dem Sturm. Als es dunkel war, begann Chrissi zu frieren und machte sich auf dem Heimweg. Ich machte mich ebenfalls auf den Weg, kam aber nicht weit, denn bei unserem Rumänen brannte inzwischen ein lustiges Feuerchen und auf dem Grill schmurgelten Unmengen Hackfleischröllchen, von denen er sagte, dass sie aus gutem Fleisch bestünden, schließlich habe er es beim Russen geholt. Gemeint war der Lenta-Laden, in dem ich auch sehr gern einkaufe. Also probierte ich die Röllchen, die wirklich gut waren. Leider war ich nach zwei Stück schon satt {auch ein Zeichen für Qualität}. Als ich irgendwann doch heim ging, fühlte ich mich sehr, sehr gut. Aufgeräumt und glücklich. Ich bedankte mich beim Sohn, dass er mich angerufen und aus meiner Zurückgezogenheit herausgeholt hatte. Seine Antwort: Es ist erstaunlich, wie wenig man braucht, um glücklich zu sein.

Montag, 24. Februar 2020
Der Wirbelwind war aus dem Urlaub zurück, hatte aber "Rücken" und konnte nicht so wirbeln wie sonst. Deshalb verlief der Arbeitstag relativ entspannt. Zum Feierabend holten Katl und ich den verschobenen Saunabesuch nach. Das tat gut.

Dienstag, 25. Februar 2020
Die Strickrunde traf sich im Alex und es gab ein Wiedersehen mit Janine. Ich glaube, ich hatte sie in diesem Jahr noch gar nicht getroffen. Ich schwankte zwischen der Freude über dieses Treffen und permanenten Fluchtgedanken, weil sich einige Gespräche am Tisch um Krankheiten drehten. Wann immer diese Gespräche zu mir herüber schwappten, wäre ich am liebsten fortgerannt. So bieb ich auch nicht allzulange, verabredete mich aber gleich für die nächste Woche wieder mit Janine.

Mittwoch, 26. Februar 2020
In der Firma herrschte eine seltsame Stimmung. Nichts Greifbares, eher etwas unterschwellig Ungutes. Immerhin war Die-Neue-von-letzter-Woche irgendwo zum Probearbeiten, so dass ich Muße hatte, mich um die anderen Leutchen zu kümmern.
Den Feierabend durfte ich mit meiner Junghexe {und dem Sohn} verbringen, die an diesem Tag 14 geworden ist. VIERZEHN! Wohin nur ist die Zeit geflogen? Es war ein sehr schöner Abend.

Donnerstag, 27. Februar 2020
In der Nacht hatte mich die trübe Stimmung aus der Firma wieder eingeholt, so dass ich stundenlang nicht schlafen konnte. Ich kuschelte mich in meine Decken und strickte Socken. Das geht immer, egal, wie müde oder traurig ich bin. Gegen halb vier schlief ich endlich ein. Viertel sechs klingelte der Wecker. Da hatte ich Mühe, überhaupt in Gang zu kommen. Erstaunlicherweise kam ich in der Firma ganz gut zurecht und bekam die Müdigkeit in den Griff.
Zum Feierabend besuchte ich meine Freundin Petra, die ich viel zu selten sehe. Entsprechend lange schwatzten wir über Gott und die Welt und mögliche Jobs, falls wir das teilweise nervenaufreibende Unterrichten irgendwann einmal nicht mehr aushalten.
Da gab es das Foto einer Couch und die Frage, ob ich jemanden wüsste, der das schöne Stück brauchen kann. Ich wusste niemanden. Schade.

Freitag, 28. Februar 2020
Gegen 0:30 Uhr war ich im Bett und konnte nach der fast durchwachten vergangenen Nacht sehr gut schlafen. 5 Uhr klappten meine Augen von allein wieder auf und da wusste ich plötzlich, wer die schöne Couch gebrauchen kann. ICH!
Eine Kollegin bat mich um ein Gespräch. Sie wollte, bevor der Chef am Montag wiederkommt, etwas klären. Etwas aus der Abteilung unterschwellig und hinter-dem-Rücken und ganz besonders künstlich-aufregen-über-Dinge-die-einen-nichts-angehen. Es wurde ein längeres Gespräch. Ich konnte tatsächlich einiges zur Klärung beitragen. Das hätte ich nicht gedacht. Am Ende verabredeten wir ein Vorgehen, dass zwar einen geringen Mehraufwand für mich bedeutet {noch mehr}, den Alltag mit meinen Kursteilnehmern aber um einiges angenehmer gestalten kann. Dafür nehme ich den Mehraufwand gern in Kauf.
Am Nachmittag gab es Krautsuppe bei Mutti und den Ersten Teil unserer Einkaufsrunde. Dann kam der Sohn, mit dem ich noch eine Entsorgungsrunde drehte. Er entrümpelt nämlich gerade Muttis Keller. Ich zeigte ihm das Foto der Couch, und er war sofort begeistert. Inzwischen haben wir geklärt, dass wir sie am nächsten Samstag abholen, weil wir heute kein Fahrzeug auftreiben konnten, das groß genug wäre.

Nun habe ich euch eine menge erzählt. Es ist ja auch eine Menge geschehen in der zurückliegenden Woche. Ich weiß jetzt schon, dass auch die kommende Woche wieder randvoll gepackt ist. Da habe ich wenigstens immer etwas, woran ich mich später erinnern kann. Und jetzt schaue ich mal bei Andrea, woran ihr euch aus der letzten Woche gern erinnert.

Habt ein feines Wochenende.
Eure Mira

Sonntags Top 7 {23.02.2020}

Von Zeit zu Zeit lese ich bei antetanni. Besser gesagt, ich lese da sehr gern, komme aber nicht regelmäßig dazu. Nun möchte ich mich auch einmal an ihren Sonntags Top 7 beteiligen, zumal ich gestern im Samstagsplausch verschiedenes vergessen hatte zu erwähnen.


Lesen
Ein wenig Herr Lehmann und etwas mehr Der Schatz der gläsernen Wächter {beides Affiliate-Links}. Letzteres ist Fantasy, die ich als Einschlaflektüre mag.

Musik
Nur Radio in dieser Woche. Wieso eigentlich? Was da läuft, gefällt mir oft nicht mal. Na gut, insgesamt habe ich nicht viel gehört in dieser Woche. Tja, so ist das manchmal.

Flimmerkiste
Oh ja, die Flimmerkiste, die sonst bei mir immer sehr kurz kommt, hatte am vergangenen Wochenende ihre große Zeit. Ich habe gleich zwei Island-Krimis geschaut.
Der Tote im Westfjord
und
Tod der Elfenfrau
Die beiden Links führen in die Mediathek, wo man die Filme kostenlos anschauen kann. Das habe ich getan. Ich mag es sehr, wie die Isländer mit ihrem Glauben an die Natur und deren Wesen umgehen. Ich mag die Vorstellung, dass es dort Elfenbeauftragte gibt, die allen Ernstes gefragt werden, ob es auf Grundstücken, die für eine Bebauung vorgesehen sind, eventuell eine Elfenpopulation gibt. Falls nämlich ja, darf dort nicht gebaut werden, um die Elfen nicht zu stören oder gar zu vertreiben. Für mich als Märchentante eine wundervolle Vorstellung, die meine Fantasie beflügelt.

Erlebnis
Außer dem normalen Alltag ist nicht viel passiert diese Woche. Ein schönes Erlebnis war der Café-Besuch am Dienstag Nachmittag. Ja. Das war wirklich schön.

Genuss
Leckeres Essen ist immer ein Genuss. Diese Woche waren es die gebackenen {überbackenen} Selleriescheiben.

Web-Fundstück/e
Oups. Gefunden habe ich tatsächlich etwas, das ich mir in ein paar Monaten, sobald ich mir einen dringend benötigten neuen Rechner zugelegt haben werde, gönnen möchte. Achtung, jetzt kommt unbeauftragte und unbezahlte Werbung. Paint Shop Pro
Ich werde es mir gönnen müssen, weil meine uralte Creativ-Suite, die ich auf meinem noch viel älteren Rechner betreibe, auf einem neuen Gerät nicht mehr laufen wird und ich mir eine aktuelle Creativ-Suite nicht leisten kann und für das bissel Bildbearbeitung, zu dem ich Zeit finde, auch nicht brauche.

Hobbys
Naja, ich hab eine Socke gestrickt und die zweite dazu bereits angenadelt. Und ich habe gelesen und die zwei Filme geschaut. Zu mehr Hobby komme ich leider nicht.

Samstagsplausch {22.02.2020}

Ob er sich mit bunten Eiern und Kressesamen herbeilocken lässt, der Frühling? Was meint ihr?
Ich denke, man kann es ja mal versuchen. *hihi*

Montag, 17. Februar 2020
Ein Schnupfen bahnt sich an. Na, das wollen wir doch mal sehen!
Zum Feierabend war ich noch einmal in der Eisenbahnstraße einkaufen. Der Sohn hatte sich da noch Verschiedenes gewünscht. Mach ich doch gern.
Dann wollte ich aber sehr schnell nach Hause, weil ich recht hungrig war und noch Pellkartoffeln kochen wollte, bevor es ans Abendessen ging.
Danach war ich zu geschlaucht, um {mich} noch viel zu bewegen. Jedoch wollte ich uuunpetinkt noch stricken. Nicht, dass die nächsten angefangenen Socken auch wieder 3 Wochen dauern, weil sie die meiste Zeit herumliegen.
Dienstag, 18. Februar 2020
Der Tag begann mit hellblau durchwirktem Himmel und wurde sonnig. Gefühlsmäßig war er ebenfalls sonnig, weil ich mich auf den Kaffeeklatsch mit Tatjana und ihrer Mum freute. Wir waren in einem Café, das ich immer nur im Vorbeifahren gesehen hatte. Es war sehr schön da. Beim nächsten Mal mache ich Fotos. Ich fotografiere überhaupt recht wenig in letzter Zeit. Das möchte ich auch mal wieder ändern.
Mittwoch, 19. Februar 2020
Mein perfekter Tag…
…begann mit einem nicht ganz so perfekten Frühstück. Zwar konnte ich mich satt essen, was auch bis zur Mittagszeit anhielt, jedoch fehlte die große Portion Eiweiß. Die gönnte ich mir dann zu Mittag in Form von Hähnchenbrust und einem Joghurt. Seltsamerweise hielt das nicht wirklich lange vor, so dass ich mir am Abend etwas Großes kochte.
Ein ganzer Sellerie wurde in 10 Scheiben geschnitten, auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilt und bei 180° Umluft gebacken. Ich weiß nicht mehr, wie lange, vielleicht 10 Minuten oder eine Viertelstunde. Dann bedeckte ich die Scheiben mit Käse {ich nahm den geräucherten, den ich am Montag gekauft hatte} und ließ sie weiterbacken, bis der Käse schön zerlaufen war. Meinem Hunger nach dachte ich, ich müsste die gesamte Portion aufessen, geschafft habe ich 3 Scheiben und war danach pappsatt.
Donnerstag, 20. Februar 2020
In der Firma lief es relativ ruhig, weil sich inzwischen auch Die-Neue-von-letzter-Woche an den Ablauf gewöhnt hat. Sie stellt sich immer noch seeeehr hilfebedürftig an, probiert sich aber auch schon mal ohne Händchenhalten aus. Die Bedeutung von Tests hat sie allerdings noch nicht verstanden. Mal nimmt sie sich die bereits ausgedruckten Testaufgaben hinter meinem Rücken einfach von meinem Schreibtisch, um schon mal ein bissel zu üben. Mal ruft sie mitten im Test ihren Mann an, damit er ihr weiterhilft. Ihre Begründung: Na, es geht doch hier um nichts. Da kann ich doch versuchen, eine gute Note zu bekommen. Bekommt sie trotzdem nicht, aber lassen wir das. *hüstel*
Zum Feierabend musste ich zunächst zur Ärztin. Ich war bestens darauf vorbereitet, mit ihr zu klären, was ich von ihrer Behandlung erwarte und mich gegebenenfalls von ihr zu trennen. So weit kam es dann nicht, weil sie diesmal ganz anders drauf war und wir uns über gewisse Untersuchungen und diverse Fortschritte gut unterhalten konnten.
Mein Fazit: Ich mach so weiter, wie ich es nach Weihnachten für mich beschlossen habe, denn anscheinend bin ich auf einem guten Weg. {Ich werde dazu bei Gelegenheit einen eigenen Beitrag verfassen.}
Freitag, 21. Februar 2020
Gegen Mittag war die Luft raus. Ich hatte so heftige Kopfschmerzen, dass ich beschloss, den Besuch in der Therme zu verschieben. Das war nun das zweite Mal in Folge, das darf nicht zur Gewohnheit werden. Selbst daheim schaffte ich es zunächst nicht, mich zu entspannen. Ich kruschtelte herum, war unzufrieden mit meinem Essen, obwohl ich sehr gesunde und auch sehr schmackhafte Speisen da hatte. Irgendwann setzte ich Wasser für Nudeln auf, während der kleine innere Schweinehund intervenierte: Lass das. Seit Wochen nervst du mich mit gesundem Zeug. Jetzt will ich keine Nudeln. Also lass das sein. Ich hörte nicht auf ihn, verfeinerte die Nudeln mit Ziegenkäse, aß nur eine winzige Portion, so dass der Sohn fragte, warum ich überhaupt koche, wenn ich dann gar nichts esse, und… fühlte mich wohl. So ist das eben manchmal.
Heute, 22. Februar 2020
Seit 7 Uhr bin ich auf. Der erste Schwung Wäsche ist schon gewaschen. Schade, dass ich noch immer keine Leine auf dem Trockenplatz habe. Noch hält das Wetter und man könnte draußen trocknen. {Ach so, ja, ich brauche beim Leineziehen Hilfe. Ich bin zu kurz, um an den hohen Wäschestangen die Leine ordentlich fest zu bekommen. Wäsche aufhängen geht gerade so, aber das Befestigen der Leine geht eben nicht.} Naja. Irgendwann wird auch das noch.
Ansonsten steht für heute nichts wirklich zwingendes auf dem Plan. Im Laufe des Wochenendes soll noch mehr Wäsche fertig werden, weil ich die nicht mit in die nächste Woche schleppen will. Ein paar kleine Büroerledigungen will ich hinter mich bringen und vielleicht mal wieder irgendwas räumen. Von Zeit zu Zeit räume ich ja ganz gern. Ansonsten soll es mit den Socken voran gehen.

Nun bringe ich erst einmal diesen Beitrag zu Andreas Samstagsplausch und schaue bei euch rein.
Habt ein feines Wochenende.

Samstagsplausch {15.02.2020}


Montag, 10. Februar 2020
In der Firma ging es angenehm ruhig zu, weil wegen des Sturms Sabine die S-Bahnen nicht fuhren und einige unserer Teilnehmer nicht zum Kurs kommen konnten. Gefreut habe ich mich über PeyeW, die neu begonnen und sich super "eingefitzt" hat.
Der Feierabend gehörte leider dem Behördenkrams. Ich wurde und wurde und wurde nicht fertig. Und als ich endlich im Bett lag, konnte ich nicht einschlafen.

Dienstag, 11. Februar 2020
Ein seltsam bedrückter Tag. Ich fühlte mich verwundet.
Lag es daran, dass ich in der Nacht zuvor nur zweieinhalb Stunden geschlafen hatte? Oder doch eher daran, dass ich mich ohnmächtig behördlicher Willkür gegenüber sah und nichts retten konnte, weil die zuständigen Bearbeiter maschinell erstellte Briefe versenden, aber für eine Klärung nicht erreichbar sind?
Ich wollte mich verkriechen. Da war er wieder, der Traum von einer winzigen Hütte im Wald. Da ich diesen unterwegs nicht träumen konnte, brauchte ich irgend etwas anderes zum Verkriechen. Etwas, das ich mitnehmen und den ganzen Tag bei mir behalten konnte. Ein kuscheliger Loop wäre gut gewesen, nur leider konnte ich meinen, den mir die Katl gestrickt hatte, nirgends finden {wahrscheinlich steckt er in der Sporttasche}. Da gab der Sohn mir seinen Loop, der noch viel kuscheliger ist, als meiner. Der half mir über den Tag. Kurz vor drei erreichte ich doch noch jemanden bei der Behörde und konnte endlich etwas klären. Da sah die Welt gleich viel freundlicher aus. Dann kam zum Feierabend auch noch Tatjana vorbei und gab mir einen Crash-Kurs in Sachen Instagram-Stories. Ha, das muss ich unbedingt ausprobieren! …wenn ich mal Zeit habe. …also nie. *kicher*
Aso, doch, schon. Demnächst.

Mittwoch, 12. Februar 2020

Der Mittwoch soll mein perfekter Tag werden. Jeder Mittwoch. Die Regeln einzuhalten, fiel mir diese Woche besonders leicht, da ich mich auf die Eiweißmahlzeiten besser vorbereiten konnte. Auch die Taktung {nur 3 Mahlzeiten mit mindestens 4 Stunden Abstand} klappt, seit ich mir angewöhnt habe, doch etwas zu essen, bevor ich aus dem Haus gehe und dann erst zur Mittagspause wieder. PeyeW hat es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, mich an die Pausen zu erinnern, was mir recht angenehm ist.
Ansonsten gab es etwas Trödel auf Arbeit, weil sich eine Teilnehmerin bei der Lieblingskollegin darüber beschwerte, dass ich mich zu wenig um sie kümmere. Gedacht war das als Versuch, etwas gegen das unmögliche Benehmen der Neuen-von-letzter-Woche zu unternehmen. Jemand sollte ein Machtwort sprechen und ihr aufzeigen, dass sie sich an den üblichen Kursablauf zu halten hat wie alle anderen auch und nicht mich als ihre persönliche, ureigene Dozentin beanspruchen kann. Das ging natürlich nach hinten los, weil die Lieblingskollegin erst einmal mich zur Rede stellte, weshalb ich mich denn nicht um Frau XXX kümmere. Hallo???
Nun gut, wir konnten das klar stellen und es wurde auch ein Machtwort gesprochen. Es haben auch alle verstanden, nur leider die Neue-von-letzter-Woche nicht. Tststs.
Was sonst noch geschah, habe ich bei 12 von 12 beschrieben und bebildert.

Donnerstag, 13. Februar 2020
Weil Mutti an diesem Nachmittag eine Einladung hatte und wir deshalb schon am Mittwoch ihren Einkauf erledigt hatten, blieb mir ein freier Feierabend. Den nutze ich, um in der "gefährlichsten Straße Deutschlands" auf Einkaufstour zu gehen. Diesmal in einem türkischen Laden, wo ich wieder eine Menge frisches Gemüse und mein geliebtes Fladenbrot erstand. Danach war ich noch Im Angebot und stockte meine Vorräte an leckeren Käsesorten auf. Letzterm Laden stehe ich mit etwas gemischten Gefühlen gegenüber. Fleisch- und Wurstwaren würde ich dort niemals kaufen, weil sie mir zu unappetitlich sind und der Landen insgesamt zu rumpelig. Aber Käse gibt es dort gelegentlich richtig guten und der befindet sich, im Gegensatz zu den Wurstwaren, auch in einer Kühltheke. Das kann man also machen.

Freitag, 14. Februar 2020
Unser Schwimm- und Saunatag. leider fühlte ich mich überhaupt nicht gut. Ich hatte Kopfschmerzen, die unter einem warmen Massagestrahl vielleicht sogar vergangen wären, weil sie vermutlich von meinen verspannten Schultern herrührten. Schlimmer aber war, dass ich auch heftiges Bauchgrimmen hatte. Damit wolte ich nicht ins Schwimmbecken oder in die Sauna. Also sagte ich der Katl Bescheid und war im Nachhinein froh, dass ich direkt heim gefahren war. Später am Nachmittag raffte ich mich auf, packte meine Tasche und lief in den Garten. Das heißt, wirklich aufraffen musste ich mich gar nicht, denn es zog mich förmlich nach draußen, auch wenn die Sonne schon am Versinken war.
Draußen traf ich nur die ganz Harten aus dem Garten an, genu gesagt, den jenser, der den ganzen Winter über draußen war. Jeden Tag. Er fragte, was er immer fragt: "Geht es dir gut?" und ich antwortete, was ich ihm immer antworte: Wenn ich hier bin, geht es mir gut! Und das ist wirklich so. Sobald ich dort draußen ankomme, komme ich auch bei mir an und fühle mich wohl.
Chrissi freute sich auch, dass ich da war und blieb länger, als sie ursprünglich wollte, weil sie uns noch einen feinen Glühwein heiß machte und wir vor meiner Laube saßen und schwatzten, bis es so dunkel war, dass wir den Weg vor unseren Füßen kaum noch sehen konnten. Mit Chrissis Fahrradbeleuchtung schafften wir den Weg bis zur Straße, ohne über unsere Füße zu stolpern.
Daheim habe ich noch ein wenig gestrickt, während ich die Toten vom Bodensee in der Mediathek geschaut habe. Bei Wilsberg bin ich alerdings eingeschlafen. Macht ja nix. Der ist noch ‘ne Weile in der Mediathek.

Heute Morgen habe ich mit dem Sohn auf dem Balkon gefrühstückt. Meine Draußen-Saison ist erpöffnet.
Nachher will ich auch wieder in den Garten und freue mich darauf schon sehr. Ich muss mir nur etwas für die kleine alte Frau einfallen lassen, denn für sie ist es im Garten noch zu kalt.

Nun bringe ich erst einmal diesen Beitrag zu Andreas Samstagsplausch und bin gespannt, was ihr so zu erzählen habt.