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Der erste Montag im Oktober
Im September habe ich das Tagebuchbloggen bei Frau Brüllen verpasst, obwohl der 5. auf das Wochenende fiel. Diesmal bin ich wieder dabei, wenn es heißt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
01:15 Uhr
Das ist jetzt nicht wahr! Neiiin, ich habe noch nicht ausgeschlafen!
03:20 Uhr
Ich frage mich, warum selbst lesen nicht müde macht. Wobei, müde bin ich ja, kann nur nicht schlafen.
05:45 Uhr
Wer quatscht denn da mitten in meinen Traum. Ach, der Wecker! Hm, da bin ich wohl doch nochmal eingeschlafen. Bloß gut!
Nun aber schnell. Kaffee aufsetzen und ab ins Bad. Zum Glück habe ich die Nähmaschine schon gestern Abend in eine Tasche verpackt. Mehr schlecht als recht, aber für das Stück bis Torgau wird es gehen. Das Outfit für diesen Montag habe ich mir auch am Sonntagabend herausgelegt. So bleibt noch genug Zeit für den ersten Milchkaffee auf dem Balkon. Freilich ist es noch dunkel und sonderlich warm ist es auch nicht {9°C}, aber ich brauche diesen Moment ganz für mich allein an der frischen Luft.
06:45 Uhr
Ich schaffe es noch über die Bahn, bevor die Schranken schließen. Im Osten zeigt sich ein pinkfarbener Streifen. Ich bedaure die Eile und den Mangel an Haltemöglichkeiten. Zu gern hätte ich den flammenden Morgenhimmel fotografiert.
08:00 Uhr
Im Büro ist noch keiner, also fahre ich doch zum Laden, komme aber nicht weit, weil ein großes Lieferfahrzeug die gesamte Straße versperrt.
"Zehn Minuten noch," ruft mir der Fahrer zu. Ich parke ein und gehe zu Fuß weiter. Im Laden herrscht großes Hallo, alle freuen sich, mich zu sehen. Das war letzte Woche auch schon so. Und es tut gut.
Die Kollegin kocht Kaffee und ich führe die ersten Gespräche in der Gruppe am Frühstückstisch, schließlich bin ich zum Arbeiten hier. In der gelösten Atmosphäre spricht es sich ohnehin besser, obwohl ich weiß, dass mir sehr subjektiv gefärbte Varianten des tatsächlichen Geschehens präsentiert werden. Ich lasse das mal so stehen.
11:05 Uhr
Die Parkzeit ist abgelaufen und ich hole das Auto vor den Laden, um endlich die schwere Tasche mit der Nähmaschine auszuladen.
"Lass das doch die Männer machen!"
Das sehe ich etwas anders. Die Leute sind hier, damit ich ihnen helfe, nicht, damit sie für mich Arbeiten erledigen, die ich nicht machen möchte, obwohl sie es vermutlich gern getan hätten.
12:00 Uhr
Die Kollegin ist von ihrem Außentermin zurück und ich mache mich noch einmal auf den Weg zum Büro, zu Fuß diesmal, denn ich muss nur zwei kleine Straßen hoch und dann schräg über den Markt. Mit dem Auto wäre es weiter.
Das Gespräch ist aufschlussreich, wenn auch in einer ganz anderen Richtung, als ich erwartet hatte. Immerhin geht mein Auftrag weiter, auch im November und darüber hinaus. Und es wurde auch eine Vollzeitbeschäftigung ab März oder April in Aussicht gestellt. Bis dahin kann sich noch viel ergeben und bei meinem Glück {oder sollte ich Engegement sagen?} ergeben sich wahrscheinlich mal wieder mehrere Aufträge gleichzeitig. Na, sehen wir mal.
13:00 Uhr
Zurück im Laden sitzt die nächste Runde beim Kaffee. Für mich wird extra noch mal welcher aufgesetzt. Natürlich nutze ich die Zeit wieder für Gespräche. Mit den Männern ist es schwieriger. Sie mauern und berufen sich auf Nix verstehen. Als ich beginne auf Russisch zu zählen, tauen sie sichtlich auf und verstehen dann plötzlich doch Deutsch. Geht doch!
15:00 Uhr
Kurz vor Feierabend stimme ich mit der Kollegin noch ein paar Vorhaben für die nächsten Wochen und den dafür erforderlichen Materialbedarf ab.
16:00 Uhr
Am Nachmittag hat es genieselt, aber als ich auf dem Heimweg bin, klart es wieder auf. Die Sonne kommt hervor.
17:00 Uhr
Ein Milchkaffee verfeinert mir den Feierabend. Ich genieße ihn auf dem Balkon. Hach, wie schön.
Abend
Ich telefoniere mit Conny wegen des Projekts und später mit Lili. Da dreht sich alles um Musik und ich komme von Flower of Scotland zu Misty Mountains Cold. Da kommen die märchenhaften Gedanken wieder, die Fantasien. Mit ihnen geht der Tag zur Neige.
Gute Nacht.
Bis nächstes Mal.

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