WmdedgT – August 2019

Es ist Montag. Und es ist ein Arbeitstag, allerdings kein ganz gewöhnlicher. Etwas ist anders, weil die Lieblingskollegin der Meinung war, ich wollte an diesem Tag Urlaub unbezahlt frei haben und deshalb für den Kollegen, der üblicherweise von mir vertreten wird, eine andere Vertretung organisiert hat. Mein eigener Kurs hat heute Erste-Hilfe-Ausbildung und ich könnte beinahe wirklich frei haben, wenn… ich es denn rechtzeitig gewusst hätte. Da ich es nicht früh genug wusste, habe ich mir Termine für die Einzelbetreuung auf diesen Tag gelegt, zum Glück auf den Morgen und Vormittag, so dass ich ab Mittag tatsächlich frei habe.
Dies ist der Ausblick auf diesen Montag, und nun wolen wir mal sehen, was er sonst noch bringt und ob etwas geschieht, dass sich lohnt, unter dem Motto Was machst du eigentlich den ganzen Tag? bei Frau Brüllen zu verlinken.

6.00 Uhr
Der Wecker klingelt eine Stunde später als sonst. Ich schalte den Rechner ein, weil ich fix noch etwas erledigen will. Dann setze ich eine Waschmaschine an, denn die kann ich noch schaffen, bevor ich aus dem Haus muss. Und ich habe eine Idee, wohin ich die gefühlt tausend Geschirrtücher verräumen kann, die ich bereits gewaschen habe. Es sind gewiss nicht die letzten.
7.45 Uhr
Die Wäsche hängt, aber den Bürokram am Rechner habe ich nicht geschafft. Dafür habe ich eine Tasse Kaffee getrunken und mache mich nun auf den Weg in die Firma. Es ist diesig und grau draußen, was meine ohnehin geknickte Stimmung nicht gerade bessert.
8.30 Uhr
Auf dem Firmenhof treffe ich CoIvo, die mit einem flotten Spruch sofort meine Stimmung aufhellt, allerdings auch gleich wieder herunter zieht, indem sie mich nach meiner Wohnung fragt. Sie kann ja nicht wissen, dass ich wegen eines letzten Mal Durchwischens und Putzmittel Wegbringens immer noch keinen endgültigen Haken an die Sache machen kann. Ich versuche, mir nichts anmerken zu lassen.
Die Lieblingskollegin fängt mich im Gang ab, weil irgend etwas in der Organisation schief gegangen ist. Leute, das ist nicht meine Organisation. Ich übernehme trotzdem und rette die Situation. Einer meiner Klienten kommt etwas zu spät, wodurch ich die Möglichkeit habe, noch etwas Schreibkram aufzuarbeiten, den ich am Freitag nicht mehr geschafft hatte.
11.30 Uhr
Ich bin schon wieder eine halbe Stunde drüber und will mich von der Lieblingskollegin in den Urlaub verabschieden. Während ich alles Revue passieren lasse, was in den 4 Tagen meiner Abwesenheit wichtig werden könnte, fällt mir etwas ein, das ich gern vorbereitet hätte, wozu mir aber die Zuarbeit der Lieblingskollegin fehlt. Als ich sie danach frage, kann sie sich zunächst gar nicht erinnern, bringt mir aber 10 Minuten später die Zuarbeit und freut sich, dass ich sie erinnert habe, weil das sonst am kommenden Montag vermutlich schief gelaufen wäre.
12.30 Uhr
Endlich Schluss. Soviel zum freien Tag. Der Sohn hat keine Zeit für mich, um allerletzte Dinge aus dem alten Keller zu holen. Das läuft uns ja nicht weg. Natürlich nicht, aber es versaut mir die wenigen freien Tage, wenn ich es immer und immer und immer noch im Hinterkopf behalten muss.
Ich heule mich bei Katl aus und die gute Seele kommt gleich angesaust und hilft mir beim Einräumen des Schlafzimmers. Das muss fertig werden, weil meine Schwester samt Mann zu Besuch kommt. Geplant war, dass sie am Mittwoch kommt und mit mir zum Festival geht, das am Donnerstag beginnt. Das wäre unkompliziert gewesen. Dann entschied ihr Mann, dass er mitkommt, obwohl er gar nicht mit zum Festival geht. Das ist nicht seins. Na gut, dadurch wurde es schon komplizierter, aber ich bin ja eine Meisterin im Umdisponieren. Und dann entschied er, schon am Dienstag zu kommen. Das brachte für mich heftigen Stress, weil alles einen Tag früher fertig sein muss. Naja, was heißt fertig? Das Schlafzimmer musste so sein, dass man das Bett als Doppelbett aufstellen kann.
Katl kommt, wir trinken einen Kaffee zusammen, dann beginnen wir zu wuseln und bringen erst einmal mein Zimmer in Ordnung, soweit es derzeit möglich ist. Alles geht noch nicht, weil zu einigen Schränken diverse Kleinteile fehlen. Ich frage mich, wo die hingeraten sein könnten. Es fehlt zwar schon immer ein paar dieser Tele, aber so viele, wie jetzt abgehen…?
17.48 Uhr
Kurze Rücksprache mit dem Sohn: Heute nicht!!!
Ich nehme mir einen großen Korb vor, den ich aussortieren will. Trage ihn auf den Balkon. Da können wir wenigstens sitzen. Für Katl ist Feierabend. Sie holt ihr Strickzeug heraus, hilft mir dann aber doc beim Sortieren, denn es sind Garne im Korb. Da kann sie nicht widerstehen. *lach*
18.18 Uhr
Anruf: Der Mann meiner Schwester. Sie fahren morgen erst um die Mittagzeit los. Er muss vorher noch mal zu seiner Firma. Er will auf dem Boden schlafen, er braucht kein Bett. {So ein Quatsch. Das Bett ist doch da, nur am Platz auf dem Boden hapert es.} Das Telefon zwischen Schulter und Ohr eingeklemmt sortiere ich weiter. Eine Stunde dauert das Gespräch, obwohl wir uns zwischendurch schon dreimal verabschiedet haben. *grrrr*
21.00 Uhr
Die Wäsche ist endlich trocken. Der nächste Schwung wartet schon straff geschleudert in der Maschine. Katl spült noch schnell die Gläser, dann macht sie sich auf den Heimweg. Ich trödle beim Wäscheaufhängen. Das gönne ich mir, ein wenig trödeln an diesem Abend.
Das war er, der 5. August 2019.
Wir lesen uns bei Frau Brüllen

WmdedgT – Juli 2019

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? fragt Frau Brüllen auch heute wieder.
Die letzten Monate waren so voll, dass ich diese schöne Aktion entweder ganz vergessen hatte, oder zu spät daran gedacht oder schlicht keine Zeit gefunden hatte für einen Tagebuchblogeintrag. Heute ist das zum Glück etwas anders. Der Job hat sich vorübergehend ein wenig beruhigt, ein Großteil der Wir-räumen-die-alte-Wohnung-Aktion ist geschafft, Rechner und Internet sind in das neue zu Hause umgezogen, was soviel heißt, wie: Ich könnte täglich bloggen. Immer wenn ich für WmdedgT schreibe, frage ich mich auf’s Neue, warum ich das nicht täglich tue, so wie früher, ganz früher, als ich noch mehrere kurze Einträge am Tag schrieb, so wie es der Engelbert immer noch tut. Immer, wenn ich bei Georg lese, wünsche ich mir ebenfalls, jeden Tag zu bloggen. Dabei muss ich bei meinem Lebenswandel schon froh sein, wenn ich jeden Samstag eine Wochenrückschau schaffe. Hach, vielleicht wird es jetzt tatsächlich besser.
Immerhin ist heute erst einmal wieder ein Tagebuchbloggeintrag angesagt. Auf geht’s!
04:42 Uhr
Ich bin 18 Minuten vor dem Wecker wach und quäle mich aus dem Bett und ins Bad. Mit jedem Tag, den die Woche fortschreitet, fällt es mir schwerer, morgens in Gang zu kommen. Kein Wunder, denn seit rund drei Wochen habe ich nie mehr als 5 Stunden Schlaf pro Nacht, am Wochenende höchstens 6. Dafür arbeite ich 9 bis 11 Stunden im Job und danach in der alten oder manchmal auch in der neuen Wohnung, wobei mir letzters Freude macht, während die Arbeiten in der alten Wohnung zunehmend schwerer fallen, je länger sie sich hinziehen. Egal, einst wird es besser.
Im ansonsten leeren Flur installiere ich den Router und hoffe, dass das Lämpchen am Abend nicht mehr weiß, sondern grün leuchtet.
06:05 Uhr
Ich verlasse das Haus, muss aber noch einmal zurück, weil ich nach dem Lüften vergessen habe, die Balkontür zu schließen. Auf dem Weg zum Parkplatz wird noch schnell der Verpackungsmüll entsorgt. Dann starte ich in Richtung Garten.
Seit ich in der neuen Wohnung bin, haben sich die Morgenrituale grundlegend verändert, schon allein, weil ich einen völlig anderen Weg zur Arbeit nehmen muss/kann. Seit Dienstag habe ich eine weitere Änderung vorgenommen, weil ich mit dem Sohn vor der Arbeit eine Tasse Kaffee im Garten trinken möchte.
Im Garten wuselt der Sohn um mich herum, stellt einen Stuhl für mich auf die Terrasse, stellt mir Kaffee hin, packt einen Kohlrabi und eine Gurke aus eigener Ernte in meine Tasche und nimmt mir komplett die Ruhe mit seiner Wuselei.
Die Wäsche, die ich gestern spät noch aufgehängt hatte, ist noch nicht ganz trocken und darf noch im Garten bleiben. Heute ist der erste graue Tag seit Wochen, aber regnen wird es wohl nicht.
Bevor ich gehe, nehme ich noch den Anblick meines neuen Blumenbeetes mit.
In der Firma führe ich zunächst zwei Einzelgespräche. Manchmal brauchen das auch Menschen, die üblicherweise nicht in der Einzelbetreuung sind. Es wird deutlich, dass ich etwas bewegen konnte.
15:30 Uhr Wochenfeierabend – schön wäre es.
Ich quäle mich quer durch die Stadt zur alten Wohnung. Heute wollen wir die Küche leer räumen. Katl meint, das ginge schnell. Auch ich bin zuversichtlich. Allerdings werde ich unterwegs immer müder und stelle mir vor, falls die Katl noch nicht da ist, dass ich mich dann für 20 Minuten in den alten Sessel setze für ein kurzes Power Napping.
Als ich die Treppe herauf komme, stehen Katls Schuhe vor der Tür. Also nix mit Power Napping, erst recht nicht, als ich sehe, was Katl schon geschafft hat. Da hätte ich ein schlechtes Gewissen, mich jetzt auszuruhen.
Wir beraten kurz das weitere Vorgehen und ich bringe die Beutel für die Kleidersammung zum Auto. Durch das Treppauf-Treppab werde ich wieder munter.
Zwei Stunden später beenden wir unsere Räumaktion für diesen Tag. Ich muss dringend etwas essen, mir ist schon richtig übel. Zunächst flitze ich kurz vor Ladenschluss noch in den N-Markt, um noch ein paar Kleinigkeiten für morgen zu kaufen. Wirklich nur Kleinigkeiten. Dann steht der Sammelcontainer auf dem Plan. Bei jedem Beutel, den wir hinein werfen, denke ich, welch schöne Stücke die Bedürftigen da bekommen, wenn es denn wirklich Bedürftige bekommen. Man hört da so viel…
Dann endlich fahren wir zum Kino. Davor hat sich vor kurzem ein Döner-Bistro angesiedelt. Hier genießen wir unser Abendessen. Zu etwas anderem {Grieche oder Asiarestaurant} reicht die Kraft nicht mehr. Das Tischchen unter einem Lindenbaum ist an diesem Abend genau der richtige Platz für mich.
21:30 Uhr
Als ich zur Tür herein komme, zwinkert mir vom Router ein grünes Licht entgegen. Jippie, die Umschaltung hat funktioniert. Natürlich muss ich gleich noch das WLAN testen. Handy super schnell. Rechner etwas langsamer, was aber nicht an der Verbindung liegt, sondern an meinem Rechner-Veteran. Der ist mit seinen 15(!!!) Jahren nun mal nicht mehr der Schnellste. Da passt er zu mir. Ich bin nicht mehr in der Lage, diesen Eintrag zu Ende zu schreiben. Ich bin zu gar nichts mehr in der Lage, weil ich einschlafe, wo immer ich mich niederlasse. Außerdem ist mir mein provisorischer Computertisch {ein großer Umzugskarton} doch zu provisorisch. Ich kann so nicht schreiben.
Ich texte noch ein wenig mit meiner Schwester.
22:30 Uhr
Evchen ruft an. Das freut mich riesig und wir schwatzen eine ganze Weile. Wenn du fertig bist mit Einräumen und deine neue Wohnung wieder begehbar ist, komme ich Einzug feiern, sagt sie und lacht. Es ist schön, am Abend eines so vollgepackten Tages noch einmal von Herzen zu lachen.

WmdedgT – Januar 2019

Wie gesagt, klingelte 05:10 Uhr der Wecker.
An einem Samstag. Das hat man nun davon, wenn man an irgend einem Samstag eine Freundin in aller Frühe zum Bus bringt und danach vergisst, die Weckereinstellung wieder auf "normal" umzustellen, also auf am Wochenende klingelst du nicht. Aber gut, so habe ich wenigstens etwas zu erzählen, wenn Frau Brüllen wie an jedem Fünften wieder fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?.
Ich setze Kaffeewasser auf, füttere die Waschfee mit den Badesachen von gestern, um in einem Spülgang erst einmal die Chlorrückstände herauszulösen und verbringe auch sonst einige Zeit im Bad.

06:00 Uhr
Die Waschfee dreht die zweite Runde, diesmal richtig mit Waschmittel und allem. Derweil schreibe ich den Beitrag für den Samstagsplausch.

07:30 Uhr
Noch eine Tasse Kaffee. Dann hängt die Wäsche auch schon auf der Leine.
Ich experimentiere mit einer App und ein paar Fotos herum, stricke ein paar Runden und schaue in der Mediathek den Film von gestern Abend zu Ende.
Später entdecke ich in einer anderen Mediathek eine Serie, die ich bisher noch nicht kannte. Dafür kenne ich die meisten Schauspieler und freue mich über diese Entdeckung. Zu Ende schauen kann ich den ersten Film nicht, weil er 1 Stunde 43 Minuten läuft und ich für den Vormittag noch etwas anderes auf dem Plan habe.
So rufe ich Mutti an, um zu fragen, ob der Sohn gestern bei ihr war. War er. Auch sehr geholfen hat er ihr, nur musste er dann zum Bus, so dass die kleine Frau ihm gar nicht erst gesagt hat, was sie außerdem gern erledigt haben wollte. Deshalb ziehe ich mich straßenfein an und mache mich gegen halb 11 zu ihr auf den Weg.
Zur Begrüßung bekomme ich einen weiteren Kaffee {nun ist es langsam genug} und mache ich dann über zwei Schrankfächer her, die ich komplett ausräume. Wir sichten den Inhalt gemeinsam und sortieren großzügig aus. Am Ende der Aktion hat sie zwei halbleere aufgeräumte Fächer.
Ich hocke noch ein wenig bei ihr herum und trete dann den Heimweg an.

13:00 Uhr
Ich habe Appetit auf eine heiße Brühe. Also ab in die Küche.

15:00 Uhr
Ein Mittagsschläfchen, das ich für dringend nötig hielt, habe ich zu Gunsten vieler Strickrunden gestrichen.

Nachmittag
Es gibt einige Telefonate, um die abendliche Fahrt nach Frohburg zu verabreden. Ich möchte nicht so spät los, damit noch etwas vom Abend übrig ist, wenn ich zurückgekehrt sein werde. Die Mädels möchten so spät wie möglich los, damit sie noch lange beisammen sein können. Wir einigen uns auf 20 Uhr.

20:17 Uhr
Die Mädels mussten erst noch ihre Tasche fertig packen, deshalb kommen wir mit Verspätung los. Zum Glück hatte ich den Sohn zuerst abgeholt. Er programmiert das Navi, das unterwegs andauernd die Route neu berechnen muss, weil ich mich nicht an die Vorgaben halte. Tatsächlich brauche ich die Unterstützung auch nur für das letzte Stück ab Bad Lausick.

Im Laufe des Abends
Wir werden sehr herzlich empfangen. Schwatzen, lachen, knuddeln das Baby. Vangelis kocht für uns und wir essen alle zusammen. Ich finde das herrlich, in einer großen Runde beisammen zu sitzen und gemeinsam zu essen. Neun Personen waren wir, plus Baby.

23:15 Uhr
Huch, wann ist es denn so spät geworden? [Insider] Nun aber schnell: Aufbruch. Wir werden um so eine Zeit doch JJ gar nicht mehr los. {Nicht, dass wir sie wirklich los werden wollen. Doch da sie keinen Schlüssel hat, ist sie darauf angewiesen, dass sie daheim von jemandem eingelassen wird. Wenn aber alle bereits schlafen, wird das schwierig, zumal wir nicht klingen können, weil es auch dort ein Baby gibt, das wir nicht wecken wollen.}

00:30 Uhr
Wir stehen vor JJs Haustür. Alles ist dunkel und wir schlagen vor, dass sie bei Papa übernachtet. Das erscheint mir einfacher, als jetzt noch wen heraus zu klingeln. Doch dann öffnet doch noch jemand.

01:00 Uhr
Ich habe noch shnell den Sohn nach Hause gebracht und bin selbst eben daheim angekommen. Der Fünfte ist natürlich vorüber, aber die Heimfahrt gehörte schon noch mit zu diesem schönen, abwechslungsreichen und doch sehr entspannten Tag.
Nun aber schnell ins Bett.
Gute Nacht.

WmdedgT – November 2018

Wie jeden Monat fragt Frau Brüllen am 5. wieder Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
02:58 Uhr
Ich wache schon das vierte Mal in dieser Nacht auf. Die Kopfschmerzen sind mittlerweile so heftig, dass ich mich doch auf die Suche nach einer Tablette mache. Zum Glück hatte ich noch zwei in der Handtasche. Also los. Runterschlucken. Und dann noch mal die Augen zu.
04:10 Uhr
Schon wieder wach. Aber wenigstens sind die Kopfschmerzen weg und eine Stunde bleibt noch bis zum Weckerklingeln.
05:00 Uhr
Ausgeschlafen kann man das nicht gerade nennen. Aber nutzt ja nix, die Nacht ist vorbei. Kaffeewasser aufsetzen, Kerzen in der Küche anzünden, dann ins Bad.
Der Guten-Morgen-Kaffee tut gut. Jetzt bin ich im Tag angekommen.
06:38 Uhr
Ich hätte früher losfahren sollen. Nun stehe ich im Stau. Zum Glück ruft meine Schwester an und versüßt mir die nächsten 50 Minuten mit einem leichten, lockeren Gespäch über alles Mögliche.
07:28 Uhr
Angekommen, Parkplatz gefunden. Es bleibt noch Zeit, zu dem Bäcker zu gehen, der die besten Stollen in ganz Leipzig bäckt. Ich kaufe mir zwei Scheiben. Dürfte ich eigentlich gar nicht essen. Aber ich kenne mich. Wenn ich die verputzt habe, brauche ich für den Rest des Jahres keine mehr.
08:00 bis 09:00 Uhr
Die Neuen trudeln ein. Hatten wir nicht 8 Uhr gesagt? Einer hat sich nicht hergefunden, einer saß im falschen Kurs, einer kam gar nicht. Das kann ja heiter werden.
10:20 Uhr
Ich habe die Einweisung endlich geschafft und darüber die Frühstückspause verpasst. Aber nun läuft wenigstens alles und ich kann zur Besprechung mit der Lieblingskollegin gehen. Danach kann ich gleich den Arbeitsplan für nächste Woche noch einmal neu schreiben, weil sich schon wieder Änderungen ergeben haben. Langweilig wird es hier jedenfalls nicht.
12:00 Uhr
Die Mittagspause habe ich nicht verpasst. Zeit für einen Kaffee. Dabei werde ich in ein Gespräch einbezogen, bei dem ich sehr interessante Dinge erfahre. Zuversicht erfüllt mich.
12:30 Uhr
Der Nachmittag verläuft entschleunigt. Die Neuen haben sich erstaunlich schnell zurecht gefunden. Das freut mich.
Außerdem ist die Sonne herausgekommen und spendet wenn schon keine Wärme, so immerhin gute Laune.
15:00 bis 16:10 Uhr
Auf dem Heimweg telefoniere ich mit Jürschn, wobei sich unsere Verabredung im Garten zerschlägt, denn ihm geht es nicht gut. Vielleicht morgen versucht er mich zu trösten, während ich ihm rate, sich erstmal um seine Gesundheit zu kümmern. Morgen kann ich sowieso nicht. Da bin ich mit Mutti zum Kino verabredet.
ab 16:15 Uhr
Feierabend daheim.
Gemütlichkeit zieht ein, sobald sich der Duft der aus der neuen Duftlampe in der Küche und später in der gesamten Wohnung verbreitet. Zum Abendessen gibt es ein Süppchen und Gemüse. Ich habe vergessen, Mineralwasser mitzubringen, also koche ich Tee. Ich möchte gern stricken, doch dann lese ich mich wieder in einem Krimi fest.
Zwischendurch gibt es ein paar Telefonate mit dem Sohn. Über Jobs und Busverbindungen und Dienstreisen und und und…
22:30 Uhr
Die Schrift verschwimmt vor meinen Augen, die mir immer wieder zufallen. Also dann, ab ins Bett.
Morgen schaue ich dann, was ihr anderen alle am 5. November eigentlich gemacht habt.

WmdedgT – August 2018

Der 5. August, der Tag an dem Frau Brüllen wieder fragt Was machst du eigentlich den ganzen Tag?, fiel auf einen Sonntag. Ich freute mich schon darauf. Hey, Sonntag. Endlich mal Gelegenheit, etwas anderes zu tun, als Büroarbeit, die zwar interessant ist, aber nicht für die Blogleser, fürchte ich.
Und dann? Ja, dann hatte ich von dem schönen Sonntag auch nicht wirklich etwas zu berichten. Wobei…
Kurz nach Mitternacht.
Ich hatte es mir in meinem Lehnstuhl bequem gemacht, die Füße hochgelegt. Ich war eingerichtet für die Nacht. Der Sohn bestand allerdings darauf, mir noch ein Kissen zu bringen und eine leichte Decke. Dann verabschiedete er sich, wollte noch zu einem Freund. Im Nachbargarten ist noch eine Party im Gange mit Musik von Heintje und sehr viel Gekicher.
00:50 Uhr.
Ich ziehe vom Lehnstuhl auf die Hollywoodschaukel um. Die Party ist sehr viel leiser geworden. Irgendwo weit weg blitzt es immer wieder, aber über mir ist der Himmel sternenklar.
02:38 Uhr.
Kühler Wind streichelt mein Gesicht. Wie angenehm. Jetzt bin ich froh, dass ich die Decke habe. Die Party ist zu Ende, drüben ist alles dunkel. Nur das seltsame Blitzen, das gewiss kein Wetterleuchten ist, setzt sich noch immer fort. Es sieht fast aus wie das Blinken des Flughafen-Towers, nur steht der in einer ganz anderen Richtung.
05:03 Uhr.
Jetzt habe ich aber schön lange geschlafen, zweieinhalb Stunden am Stück. Es beginnt gerade zu dämmern. Ich ziehe die Decke, die bisher nur auf meinen Füßen lag, bis ans Kinn und weigere mich, aufzustehen. Schließlich ist Sonntag.
07:08 Uhr.
Sonne lugt zwischen den Apfelbäumen hindurch. Zeit, aufzustehen, mich frisch zu machen. Noch ist es angenehm kühl. Während das Kaffeewasser blubbert, mache ich erste Guten-Morgen-Fotos. Beim ersten Kaffee verbastle ich sie zu einem Gruß und versende ihn an meine Lieben. Crissi, die Nachbarin, kommt und wir trinken ein Käffchen gemeinsam. Es ist selten, dass sie am Sonntag Morgen dafür Zeit hat. Deshalb genießen wir das.
Etwas später bringt sie mir Tomaten, eigene Ernte. Hmmm, so aromatisch.
09:30 Uhr.
Nun ist Eile geboten, da ich um diese Zeit schon bei Mutti sein sollte. Ich rufe sie fix an und gebe Bescheid, dass ich unterwegs bin. Bis wir wieder im Garten ankommen, hat sich die Wolkendecke zugezogen. Ein frisches Lüftchen weht. Wir haben angenehme 24°C.
Ich koche Pellkartoffeln, die ich zum Abgießen einfach in die Wiese schütte. *kicher*
Ein paar davon schäle ich und schneide sie für den Salat. Mutti mopst mir mit spitzbübischem Lächeln immer wieder Kartoffelscheiben, bis ich ihr eine eigene Kartoffel zum Schälen gebe. Ich hole ihr noch Butter und Salz dazu, während ich noch eine Menge Gemüse schnipple und den Kartoffelsalat würze.
Zum Schutz vor gierigen Wespen muss die Salatschüssel unter die Käseglocke, die laut Etikett Speisen Abdeckhaube heißt.
12:30 Uhr
Die kleine alte Dame schreit Huuunger, dabei dachte ich, sie wäre schon vom Katroffeln-Naschen satt. Also essen wir unseren Salat. Ich räume den Tisch ab, hole Abwaschwasser, das heute nicht ganz so heiß wie sonst aus der Leitung kommt.
Mutti will unbedingt Unkraut rupfen, weil es heute ja so kühl ist. Zwischendurch ruft meine Schwester an. Ansonsten habe ich die ganze Zeit irgend etwas zu tun, zu muddeln. Nichts richtiges, aber da mal etwas Unkraut gezupft, dort mal was aufgeräumt. Ich würde gern lesen, aber Mutti fällt immer wieder etwas zu schwatzen ein, bis sie wieder zu ihrem Krimi greift und ich mich auf die Schaukel zurück ziehe. Aber da komme ich auch nicht zum lesen, weil ich einnicke.
Nach 20 Minuten erholsamem Schlaf ist es 15:00 Uhr und ich setze Kaffee auf. Nach dem Vesper vertieft sich Mutti wieder in ihr Buch, während ich wieder abwasche, den restlichen Salat transportsicher verpacke und dann durch den Garten ziehe, um unsere Pflanzen vor dem Verdorren zu retten.
Als ich mich wieder hinsetzen kann, um noch ein wenig zu lesen, hat Mutti ihren Krimi fertig und meiner ist weg. Ich frage mehr mich als sie, wo denn mein Buch geblieben ist. Da macht sie wieder ihr spitzbübisches Gesicht und hält das Buch hoch. AHA.
Nun gut. Also beschäftige ich mich noch ein bisschen. Zu muddeln gibt es immer etwas. Und dann packe ich auch schon langsam zusammen.
18:00 Uhr
Inzwischen hat auch die Mutti zusammengepackt, wir verlassen den Garten und ich bringe sie nach Hause. Vor der Haustür meint sie, es wäre ein sehr schöner Tag gewesen. Naja.
19:00 Uhr
Daheim füttere ich die Waschfee, schwatze mit dem Sohn. Esse zum Abend etwas von den mitgebrachten Resten.
Später hänge ich die Wäsche auf und lege mich für eine Weile ich die kühle Wanne.
Dann endlich lese ich noch eine Weile.
Gegen 22:30 Uhr beschließe ich diesen Sonntag, an dem ich das Gefühl hatte, immer nur herumgewuselt zu sein. Richtig fertig geworden ist nichts, aber richtig ausgeruht habe ich mich auch nicht. Da ist die Frage Was machst du eigentlich den ganzen Tag? nur allzu berechtigt.

WmdedgT – Juli 2018

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Das fragt Frau Brüllen auch heute wieder.

Jahaaa, es ist der 5. und schon Juli. Mehr als die Hälfte des Jahres um, die Sommersonnenwende vorüber und ich bilde mir ein, das Dunkler-Werden morgens schon zu spüren, wenn ich in der Dämmerung aufwache und hoffe, noch genug Zeit zu haben, um noch einmal einzuschlafen, bevor der Wecker schreit. So auch heute 04:00 Uhr.

05:15 bis 06:20 Uhr
Herumgetrödel im Bad, Kaffee, schnelles Frühstück {seeehr schnelles Frühstück}, ewiges Herumgeoper mit den Haaren. Eine Frisur wird das irgendwie nicht. Taschen zählen und gucken, ob alles drin ist. Sohn nerven, damit er aufsteht. Ihm noch einen Kaffee hinstellen.
UND LOS!
Jolanda springt ohne Zicken an.

08:00 bis 15:00 Uhr
Mit den beiden "kaufmännischen Mädels" die Kasseneingaben von gestern überprüft. Wo sind denn die Rabatte hin? Ah, die galten nur bis gestern. Es klappt.
Zwischendurch nach dünenbeige metallic gesucht und den Mädels gezeigt. Schöne Farbe. JA!
Die erste eigene Zucchini verspeist.
Kassentraining und kein Ende. Klar ist es immer wieder das gleiche. Und NEIN, wir haben keine unterschiedlichen Kassen. Es arbeiten alle nach dem gleichen Prinzip. Macht trotzdem Spaß, zumindest, wenn man bunte Bildchen auf den Tastenfeldern hat. Oder?
Und Bildbearbeitung macht auch Spaß, mal wieder, selbst wenn die Software dafür rudimentär und veraltet ist.
Es wird heiß. Das Blau des Himmels wird dunstig. Durchaus möglich, dass es zum Abend hin doch gewittert.
Diskussion über angeblich falsche Fragen in der Fahrschul-App. Ich bin mir sicher, dass sie richtig sind. Ein Fahrschüler behauptet das Gegenteil. Das hätte doch schon mal jemandem auffallen müssen, besonders, da es neuerdings gehäuft vorkommt, nur bei diesem Einen. Wahrscheinlich hat die böse App etwas gegen ihn.
Sechs Rechner sind zu überprüfen. Die brauche ich am Montag. Falls sie da nicht arbeiten mögen, wäre es zu spät.
Einen kleine Prüfung {etwa in der Wertigkeit einer Klassenarbeit} wird abgenommen und das Ergebnis besprochen.
Verwaltungskram für den neuen Kurs wird erledigt.
Eine weitere kleine Prüfung wird abgenommen.
13:30 Uhr kommt die Lieblingskollegin und meint, wir sollten 14.30 Uhr nach Hause gehen, weil bei der Hitze kein ordentliches Arbeiten mehr möglich sei.
Ich versuche, Katl zu erreichen, weil ich sie fragen möchte, ob wir uns nach meinem wichtigwichtigen Nachmittagstermin noch im Bad treffen wollen. Sie ist aber leider nicht erreichbar. Nun gut.
Kurz vor dem Termin
Katl meldet sich doch noch und wir verabreden uns in der Therme.
16:00 Uhr
Dann endlich: der wichtigste Termin dieser Woche. Auch der schönste. Zum soundsovielten Male Autohaus. Heute wird die verbindliche Bestellung ausgelöst.
Jaaaaaaaaahhhhhhhh!
17:00 Uhr
Ich treffe Katl auf dem Parkplatz vor der Therme. Das passt. Dummerweise komme ich erst mal nicht in das Bad hinein, weil meine Dauerkarte gesperrt ist. Ich habe meine "neue" Adresse noch nicht angegeben, und bezahlt habe ich auch nicht. Hallo? Geht’s noch? Ich hatte meine Adresse vor zwei Jahren genauso angegeben, wie sie damals und auch heute noch lautet[e]. Was kann ich dafür, dass eine übereifrige Mitarbeiterin zwar meine Straße richtig, den Ort aber falsch angegeben hat. Und weshalb meine Karte gesperrt wurde, obwohl der Beitrag am 2. Mai von meinem Konto eingezogen wurde, das konnte mir auch keiner erklären. Hätte ich überwiesen, könnte ich mir diverse Fehler noch erklären, aber es war ein Lastschrifteinzug. Das müssen sie doch zuordnen können! Nachdem ich ein wenig herumgezickt hatte und eigentlich einen Vorgesetzten sprechen wollte, ließ man mich dann doch ein.
17:20 Uhr
Endlich WASSER!!!
21:00 Uhr
Aufguss in der Kelo-Sauna. Zuerst Lavendelöl, dann Schweizer Kräuter, zum Schluss Zitrone. Herrlich.
22:00 Uhr
Wir haben die Therme verlassen. Als ich gerade dem Sohn eine Nachricht zukommen lassen will, fragt er mich, ob ich noch im Garten bin. Wir verabreden uns dort, ich bringe noch schnell die Katl heim, setze mich, während ich auf den Sohn warte, auf die Schaukel. So schön entspannt. Dann kommt der Sohn mit Sylvana, die sich zu mir setzt. Wir schwatzen, während der Sohn den Garten wässert.
Mitternacht
Sylvana bricht auf. Das nahme ich als Anlass, ebenfalls heim zu fahren. Der Sohn will bald nachkommen, was er dann aber doch nicht tut. Ein ereignisreicher und doch entspannender Tag ist vorüber.
Nachzulesen bei Frau Brüllen

WmdedgT – Juni 2018

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Das fragt Frau Brüllen an jedem 5.
Und ich frage mich das auch und fange hier gleich mal mit der Antwort an.
00:43 Uhr
Nachdem ich erst nach zehn aus dem Garten heim kam, wollte ich unbedingt noch ein Stück stricken. Da ich aber nur einmal müde bin, und das ist immer, fürchtete ich, mit dem Strickzeug in der Hand einzuschlafen. Deshalb suchte ich mir aus der Mediathek einen kleinen Krimi und als der zu Ende war, sogar noch einen weiteren. Der war recht heiter, aber leider war er nicht klein, denn er lief 128 Minuten. Das wollte ich mir dann mitten in der Nacht und mitten in der Arbeitswoche doch nicht antun, so dass ich lieber mitten im Film unterbrach und doch ins Bett kroch.
04:02 Uhr
Mein Körper zeigt seltsame Anwandlungen, die mich zur Unzeit wecken. Eine Stunde hätte ich noch. Aber nun muss ich erst mal ins Bad und bin entsprechend munter. Also stelle ich den Wecker auf 5.25 Uhr. Dann muss ich mich zwar sehr beeilen, wenn ich mit dem Sohn im Garten noch einen Kaffee trinken will, aber schaffbar ist das.
05:25 Uhr
Als der Wecker schreit, fühle ich mich derart zerschlagen, dass ich etwas tue, was ich sonst nie tue. Ich stelle den Wecker um 10 Minuten weiter und lasse mich in die Kissen sinken.
05:34 Uhr
Jetzt bin ich wach und eile sehr, weil ich nun doch unbedingt noch in den Garten will. Der Sohn möchte, bevor ich zur Arbeit fahre, noch etwas mit mir besprechen.
Als ich meine Lesebrille suche, die ich in der Nacht am Rechner habe liegen lassen, stelle ich fest, dass sich etwas verändert hat. Dieser Brief war doch gestern Abend noch nicht da, oder? Und diese Seiten im Browser habe ich auch nicht aufgerufen. Also ist der Sohn wohl doch noch hergekommen. Nur, wo ist er jetzt?
Ich gehe nachsehen und finde ihn auf dem Sonnendeck. In Ordnung, also kann ich den Garten streichen und die gewonnene Zeit hier auf ein Gespräch und einen Guten-Morgen-Kaffee verwenden. Als ich ihm wenig später seinen Kaffee bringen will, ist der Sohn vom Sonnendeck verschwunden. Er hockt vergnügt im Wohnzimmer und lacht, weil er mich "auch schon gesucht" hat. Man stelle sich das mal vor: Wir schaffen es, in einer 42-qm-Wohnung umeinander herum zu laufen, ohne uns zu begegnen. Das will was heißen. *lach*
Wir schlürfen unseren Kaffee und bereden, was es zu bereden gibt. Für seine Unterlagen bei der Krankenversicherung nehme ich ein Foto des Sohnes auf. Vor der weißen Wohnzimmerwand macht sich das recht gut. Ich zeige es hier nicht, wegen Datenschutz und so und überhaupt. Aber es ist wirklich tauglich.
06:45 Uhr
Ich fühle mich gerade leicht überfordert. Das Grau vor den Fenstern. Die Aufgaben, die heute alle wie eine unüberschaubare Wand vor mir stehen. Das Gefühl, mich niemals ausruhen zu können, niemals Kräfte zu sammeln. Der Sohn beruhigt mich: Du schaffst das. Du hast immer alles geschafft. Und falls nicht, ruf mich an.
Ich genehmige mir eine zweite Tasse Kaffee.
07:01 Uhr
Der Sohn: Du wolltest doch vor sieben los.
Es dauert dann noch ein paar Minuten.
07:11 Uhr
Ich sitze endlich im Auto. Die alte Jolanda springt ganz brav an. Und der Stress, all das Generve fällt wie eine alte Schlangenhaut von mir ab.
07:48 Uhr
Zwar nicht so früh wie sonst, aber immer noch sehr rechtzeitig komme ich bei der Arbeit an. Beginn ist 8 Uhr.
08.00 bis 12.00 Uhr
Ich erfahre, dass ein Großteil der Arbeiten, die ich bis zum Mittag fällig wähnte, Aufschub haben bis Donnerstag.
Eine ganz liebe Kollegin bittet mich um Hilfe und schenkt mir eine Banane.
Mein Bürokram nimmt Gestalt an.
12:20 Uhr
Ich verpasse die Mittagspause und flitze schnell zum Auto, um mir wenigstens Milch für meinen Kaffee und eine Flasche Mineralwasser aus dem Kofferraum zu holen. Mein Kofferraum birgt fast immer Reseven.
12.30 bis 15.00 Uhr
Die Sonne kommt heraus und es wird drückend warm. Trotzdem gönne ich mir einen großen Pott Kaffee.
Ich erledige eine Menge Schriftkram und komme mit all meinen Aufgaben gut voran.
15:20 Uhr
Ich komme nie pünktlich raus, aber heute hat das den Vorteil, dass niemand mehr im Eingangsbereich herum hängt, um noch ein Kippchen zu rauchen, bevor er zur Straßenbahn geht. So sieht auch niemand, wie ich einen verblühten Zweig von der herrlichen gelben Rose schneide, die an der Hofecke wächst. Ich weiß, es ist nicht die richtige Zeit für Rosenstecklinge, aber werde Ende Juli keine Gelegenheit haben, hier einen Zweig zu schneiden. Also…
Minuten später suche ich bei nahe gelegenen Supermarkt ein paar Geranien für den Sohn aus. Verblüht sind sie fast alle, aber ich finde vier, bei denen man die Farbe noch erkennen kann und die schon wieder neue Knospen angesetzt haben. Sie sind extrem reduziert. Der Sohn wird sie aufpäppeln.
Dann ab auf die Autobahn, was heute noch zügiger geht als sonst. Wenn ich von der Arbeit direkt in den Garten will, fahre ich immer schon Messegelände runter, weil ich mir damit das Anstellen am Bahnübergang spare. Heute entschloss ich mich, noch eine Abfahr früher zu nehmen und einen Abstecher zum Erdball-Markt zu machen. Dort gibt es so leckere Torten-to-Go. Außerdem fand ich einen runden Streuselkuchen, den ich unbedingt probieren wollte.
16:48 Uhr
Ankunft im Garten. Ab da habe ich nicht mehr auf die Uhr gesehen.
Ich stelle die Taschen ab und bemerke, dass ich allein bin. Auch von den Nachbarn ist noch niemand da. Also richte ich mir meinen Rückzugsplatz im Halbschatten ein, sitze da eine kleine Weile und spüre, wie ich schläfrig werde. Die arme Rose ist noch gar nicht versorgt. Also raffe ich mich wieder auf, schneide den Zweig zurecht, hole ein Foliehütchen, grabe ein Loch für die Rose. Ich habe sie gerade fertig eingesetzt und rede ihr gut zu, nun bitte auch zu wurzeln, als der Sohn ankommt. Er freut sich über die Geranien. Er freut sich über den Kuchen und setzt Kaffeewasser auf. Da kommt eine Nachbarin, die meine Krimileidenschaft teilt und bringt mir ein Buch. Wir trinken gemeinsam Kaffee, schlachten den Kuchen. Als sie geht, ziehe ich mich zurück und beginne zu lesen. Der Krimi spielt auf Hiddensee, und es hat etwas Eigenes, wenn Bücher an Orten spielen, an denen man jedes Sandkorn kennt.
Später reiße ich mich vom Krimi los, weil ich unbedingt noch ein Stück stricken möchte und bekomme immerhin die Ferse fertig.
Noch später, als die Sonne verschwunden ist, wird es feucht und kühl. Die ersten Solarlampen schalten sich ein. Ich stelle fest, dass die herrlichen Sommernächte schon wieder vorüber sind und man durchaus eine Strickjacke gebrauchen könnte. Und Socken. Ich habe beides nicht dabei, aber in meiner Stricktasche schlummert die angefangene Flickendecke. Sie hat derzeit die Breite eines Schals. Also krame ich sie hervor und wickle sie mir um den Hals. Das macht was aus. Dann bringt der Sohn mir eine leichte Decke.
Eine nach der anderen beginnen jetzt die Solarlampen zu leuchten. Ich gehe herum und fotografiere.
Dann packe ich meine Sachen zusammen und mache mich auf den Heimweg. Um diese Zeit brache ich mich weder am Bahnübergang anzustellen, noch an der Kreuzung.
22:48 Uhr komme ich zu Hause an, und es ist immer noch nicht vollends dunkel. Herrlich.
Eine Stunde später habe ich Taschen ausgepackt, Einkäufe verräumt, diesen Eintrag zu Ende geschrieben und nun ist auch dieser 5. Juni schon fast zu Ende.

Jetzt bringe ich diesen Eintrag noch schnell zu Frau Brüllen und dann ziehe ich mich zurück.
Ich wünsche euch allen eine gute Nacht.

WmdedgT – April 2018

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Das fragt Frau Brüllen an jedem 5. Und ich frage mich, ja, was habe ich denn eigentlich den ganzen Tag gemacht?
0:16 Uhr
Nach einem wunderschönen Abend bei Uta komme ich zu Hause an. Für die Fahrt von Halle habe ich ganze 35 Minuten gebraucht, für die 4 Treppen nach oben brauche ich eine halbe Ewigkeit. Oben angekommen, kann ich mich nicht direkt ins Bett fallen lassen, sondern hocke erst noch ein Weilchen am Küchentisch, träume vor mich hin, freue mich über meine Geschenke {Die bekommen am Wochenende einen eigenen Beitrag, denn ich möchte sie noch fotografieren.} und über die wunderbaren Menschen, mit denen ich befreundet bin. Irgendwann gehe ich doch schlafen.
5:10 Uhr
Wer säuselt da die Uhrzeit mitten hinein in meinen Traum? Ah, der Wecker. Na dann.
Tablette einnehmen –> Kaffeewasser aufsetzen –> dann ins Bad.
Obwohl die Nacht sehr kurz war, bin ich heute besonders schnell fertig und habe noch 15 Minuten Zeit für einen Guten-Morgen-Kaffee und ein paar Nachrichten an die Freundin. Mitten drin klingelt das Telefon. Der Sohn. Um die Zeit? Einen winzigen Moment fürchte ich, es ist etwas passiert, dann höre ich sein fröhliches Guten Morgen und die Frage, ob ich kurz Zeit habe. Puh, nichts passiert. Er hat Pläne für das Wochenende, will am Samstag Mittag im Garten grillen und fragt, ob ich dabei sein möchte. Klar doch.
6:40 Uhr
Es ist hell geworden. Zehn Minuten später als an den Tagen zuvor sitze ich im Auto. Die Morgensonne im Rücken düse ich nach Halle und freue mich an dem schönen Morgen.
7:15 Uhr
Es ist noch gar niemand da. Demnächst kann ich also noch 10 Minuten später losfahren. Ich suche jemanden, der mir aufschließen kann und bekomme als erstes einen Kaffee angeboten.
8:00 bis 12:00 Uhr
Es ist etwas schwierig, eine neue Arbeitstelle anzutreten, wenn die einzige Person, die dich einweisen könnte, erkrankt ist. Sie ist am Dienstag Morgen trotz Erkrankung extra reingekommen, um mir ein paar Unterlagen zu übergeben und das Wichtigste mitzuteilen. Dennoch sind im Laufe des Tages einige Fragen aufgetaucht, und ich hätte noch andere Unterlagen brauchen können. Am Mittwoch hatte ich eine andere Kollegin danach gefragt und mit ihr gemeinsam noch lange nach Feierabend alles Mögliche erörtert.
Nun sucht mir eben diese Kollegin noch einige Unterlagen heraus. Ich fitze mich hindurch, schreibe Ausbildungspläne, bearbeite diverse Freigaben und verpasse darüber die Mittagspause.
12:30 bis 15:00 Uhr
Tests stehen an. Einen absolviere ich mit dem Teilnehmer gemeinsam. Dadurch bekommt er deutlich mehr Punkte, als in allen vorangegangenen Tests. Tja.
Neiiin, ich habe definitiv nicht vorgesagt. Ich habe ihm nur Denkanstöße gegeben, damit er die Art der Fragestellung besser verinnerlichen kann.
15:00 Uhr
Ich beeile mich sehr, aus der Firma zu kommen, denn ich muss etwas ausprobieren. Genau in einer Woche kommt meine Schwester mit dem Flixbus nach Leipzig und ich habe zugesagt, sie abzuholen. Nun kommt der Bus schon 16:05 Uhr, und ich muss zusehen, dass ich das von Halle aus überhaupt schaffe, pünktlich dort zu sein.
16:00 Uhr
Ich treffe bei Mutti ein. Das ist zu schaffen, aber dazu muss ich ja auch nicht im Berufsverkehr ins Leipziger Zentrum. Na, mal sehen.
Wir fahren zur Bank und danach zum N-Markt. Dann bringe ich Mutti wieder nach Hause, trage die Einkäufe nach oben. Viel ist es diesmal nicht.
18:10 Uhr
Ich bin daheim, füttere die Waschmaschine, mache mir einen Kaffee, den ich dann vergesse und später kalt trinke. Auf Abendessen habe ich zunächst keinen Appetit, aber dann fällt mir der Räucherfisch ein, den ich direkt von der Ostsee nach Sachsen importiert habe. Hm, lecker.
Am Abend
Jetzt rächt sich die kurze Nacht. Die Müdigkeit schlägt zu. Ich schaffe es noch, die Wäsche aufzuhängen und mir die Kleider für morgen herauszulegen. Bei der Soko, die ich mir in der Mediathek anschauen will, bekomme ich gerade noch den Anfang mit und den Abspann. Nach dem zweiten Versuch, der ebenso verläuft, gebe ich auf und gehe ins Bett.
Nun wisst ihr, was ich den ganzen Tag gemacht habe .

WmdedgT – März 2018

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Das möchte Frau Brüllen heute wieder wissen. Tja, und was mache ich?
Da es der einzige Unterrichtstag in dieser Woche ist, stand der Wecker auf kurz nach Fünf. Dumm nur, dass ich eine Stunde früher wach war, ins Bad musste und danach nicht nochmal einschlafen konnte. *grrr*
Ich entschied, dass ich das Intervallfasten abbreche, weil ich dabei mit meinen Medikamenten aus dem Tritt komme und mich deswegen am Sonntag schon ziemlich elend gefühlt hatte. Also nahm ich die Medikamente am Morgen wieder so, als würde ich nicht fasten und aß dann aber doch nichts, weil ich auf nichts Appetit hatte.
Randbemerkung: Ich hatte mich für 16:8 entschieden und mir für die Ess-Phase ein Zeitfenster von 10 bis 18 Uhr überlegt. Schwierig wurde es dadurch, dass ich oft noch Erledigungen habe und erst 20 Uhr daheim bin. Da ich dann nicht mehr essen darf, war die Folge, dass ich an manchen Tagen mittags die letzte Mahlzeit hatte. Und damit ging es mir gar nicht gut. Nun habe ich aber gelesen, dass für Frauen ein Verhältnis 14:10 empfohlen wird. Das müsste für mich funktionieren.
Als ich aus dem Haus kam, roch die Luft nach Frühling. Ähm. Wie riecht Frühling? Eigentlich roch es nach frischem Gras, was gar nicht sein konnte, denn woher sollte dieser Duft kommen? Egal, es roch gut. Die Luft war mild und machte gute Laune.
Obwohl ich herumgetrödelt hatte, fuhr ich flugs noch zum Kaufmannsladen, um Mineralwasser und Gemüse zu kaufen. Ich hatte keine genaue Vorstellung, was ich haben wollte. Es wurden wieder Karotten. Die passen aber auch immer.
In der Firma druckte ich die CNC-Programme aus, die mein Schwager mir geschickt hatte. Natürlich kann ich jetzt nicht programmieren und es erst recht nicht unterrichten, aber ich verstehe nun wenigstens, was die beiden Jungs in ihrem Kurs tun.
An Nachmittag fuhr ich schnurstracks nach Hause, weil ich unbedingt für den Abend eine Gemüsesuppe zubereiten wollte.So schnippelte ich denn auch einen großen Topf voller Gemüse:
7 Karotten
1 Kohlrabi
1 winziger Blumenkohl {nicht größer als der Kohlrabi}
1/2 Sellerie
1/2 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
2 kleine Kartoffeln
2 kleine Petersilienwurzeln
Ich briet alles in etwas Knoblauchöl an. Doch bevor ich es mit Gemüsebrühe {instant aus eigener Herstellung}
aufgießen konnte, erhielt ich eine Nachricht das Sohnes, ich möge mich bitte melden, weil Sylvana Starthilfe brauchte. Sie war damals, als ich Starthilfe brauchte, extra aus Schönefeld angefahren gekommen, um mir zu helfen, während alle, die näher dran gewesen wären, unerreichbar waren. Ehrensache, dass ich da helfe. Also drehte ich den Herd wieder ab und düste los. Es war schön, Sylvana zu sehen. Sie hat so etwas Sonniges an sich.
Wieder daheim setzte ich meine Kocherei fort, schaffte es allerdings nicht mehr innerhalb des 8-Stunden-Fensters, die Suppe fertig zu bekommen.
Ähm… als das Gemüse weich gekocht war, goss ich die Brühe ab, pürrierte es und goss nach und nach die Brühe wieder zu. Abgeschmeckt wurde mit Hexenkräutersalz vom Gourmetkater. Und das war es auch schon. Mehr ist nicht dran, nicht mal ein Löffelchen Frischkäse, womit ich sonst meine Suppen gern abrunde. Diesmal ist alles nicht nur vegetarisch, sondern sogar vegan. Wobei das allerdings keine Absicht war, sondern sich einfach so ergeben hat.
Nach dem Abendessen mailte ich in der Gegend herum, muddelte in der Küche, kramte in meinen Garnen, las in einem der Eifel-Krimis, mit dem ich diesmal nicht so recht voran komme. Ich schaute in der Mediathek Solo für Weiß und ging früh zu Bett.
Das habe ich also den ganzen Tag gemacht. Und ihr so?

WmdedgT – Februar 2018

Wie jeden Monat fragte Frau Brüllen auch gestern wieder Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Ich hätte es diesmal vergessen. Zum Glück dachte Uta daran und erinnerte mich. An normalen Arbeitstagen weiß ich oft gar nicht, was ich alles berichten soll. Aber gestern war kein normaler Tag. Das ging schon früh am Morgen los. Gleich nach dem Aufstehen hatte ich noch tausend Handgriffe zu erledigen und an -zig Kleinigkeiten zu denken. Hab ich alles für die Arbeit? Hab ich alle Büro-Utensilien, die ich zusätzlich brauche an diesem Tag? Wo ist das Strickzeug? Und das wichtigste: Briefumschlag mitnehmen, damit ich den Haus- und den Wohnungsschlüssel eintüten und im Briefkasten deponieren kann. Und dies dann keinesfalls vergessen.
Der Hintergrund war der: Um die Mittagszeit wollte der Heizungsableser kommen. Christoph hatte mir angeboten, in meiner Wohnung auf den Mann zu warten. Allerdings wusste er nicht genau, ob er vielleicht selbst auch arbeiten muss. Das wollte er mir am Sonntag ganz sicher sagen. Alternativ hatte ich schon die Katl gefragt, ob sie diesen "Dienst" vielleicht übernehmen kann. Sie sagte sofort zu, und weil Christoph und ich uns am Sonntag dann gar nicht erreichen konnten, gab ich der guten Seele den Briefkastenschlüssel mit, damit sie sich den Wohnungsschlüssel dann nehmen kann. Soweit, so gut.
Mit drei großen Taschen stand ich dann endlich draußen am Auto und freute mich darüber, dass der Himmel schon langsam vom Schwarz der Nacht zu Blau überging. Es wird schon wieder deutlich früher hell. Wie schön.
Nicht so schön waren Schnee und Eis auf den Autoscheiben. Kratzen war angesagt. Gut war wiederum, dass die Luft so trocken war, dass die Scheiben von innen nicht beschlugen.
Als ich in der Firma ankam, zeigte die Uhr im Gang 08:04 Uhr. Waaaas? Wie konnte das sein? Es hätte zwischen halb und dreiviertel Acht sein müssen. Wo war denn die Zeit hin? Wenig später stellte ich fest, dass es tatsächlich erst 7:40 Uhr war. Die Uhr im Gang war stehen geblieben, und sie zeigte auch nicht 08:04 Uhr, sondern 00:40 Uhr. Ich hatte beim ersten flüchtigen Blick und in Erwartung einer Uhrzeit um 8 Uhr herum die Zeiger verwechselt. Na, das ging ja gut los!
Als nächstes ließ sich der Rechenr nicht normal starten, weil am Freitag, lange nach Feierabend, die Administratoren sich noch daran zu schaffen gemacht hatten.
Es dauerte eine Weile, bis ich meinen Rechner wieder zum Arbeiten überreden konnte. Ein Kollege kam und klagte mir sein Leid, dass er am Freitag bis 22 Uhr in der Firma war, die Admins aber nicht hinbekommen hatten, was sie ursprünglich wollten und dass nun nach einer anderen Lösung gesucht werden muss.
Ein anderer Kollege kam und wollte von mir einen Laptop haben. Wieso? Ich verwalte die Dinger nicht. Ich bin kein Admin. Ich kann gar keinen Rechner einfach aus dem Netzwerk lösen und ihm irgendwo anders zur Verfügung stellen. Und nein, ich habe auch keinen Adapter in der Rocktasche, um unseren Beamer an ein iPad anzuschließen.
Die Lieblingskollegin kam lachend herein: "Ich muss dir was erzählen!" Jaja, nur wer gar nichts tut, macht auch keine Fehler. Wenn man arbeitet und das unter teils seltsamen Bedingungen, passieren einem zum Teil auch skurrile Dinge. *kicher*
Leute kamen, die zu einem bestimmten Kurs wollten, mit dem ich {leider} gar nichts zu tun habe, der mich aber auf eine neue Idee brachte.
Meine Leute kamen {zu spät}, aber immerhin war die Truppe zur Frühstückpause endlich wieder einmal vollzählig.
Ich bereitete ein paar Abrechnungen vor und schon war Mittagspause.
Nebenschauplatz: zu Hause Der Sohn war natürlich doch zu meiner Wohnung gefahren, um auf den Heizungsmann zu warten. Die Katl war, wie versprochen, auch dort. Nun hätte Katl meine Schlüssel beim Sohn lassen können. Weil wir aber verabredet hatten, dass ich sie mir am Feierabend bei ihr abhole, nahm sie sie wieder mit. Wenn aber doch der Sohn bei mir daheim auf mich wartet und ich ihn wieder zu sich nach Hause bringen möchte, wäre es ein Umweg, erst noch zu Katl zu fahren. Aber gut, das ließe sich auch noch anders lösen, indem ich erst den Sohn heim bringe und von da auf dem Rückweg zur Katl fahre. Inzwischen hatte aber Katl beschlossen, noch einmal loszugehen und die Schlüssel wieder zum Sohn zu bringen. Was für ein Kuddelmuddel *lach* Da hat sich die gute Seele so viel Mühe gemacht, nur wegen meiner Schlüsselei. *hach*
Inzwischen hatte ich Feierabend. Auf dem Heimweg kam die Sonne heraus und ich freute mich, wie lange es schon wieder hell ist.
Mit dem Sohn trank ich ein Käffchen und schwatzte eine Weile. Dann zog er noch einmal los zu einem Freund.
Am Abend schaute ich in der Mediathek zunächst den Tatort vom Sonntag und später noch Film der Woche. Nebenbei strickte ich zwei Patche an meine Decke und dann war der 5. Februar 2018 auch schon wieder vorbei.