Sonntag, 05. April 2026
Ostersonntag
Auch heute gibt es wieder WmdedgT, also die Frage Was machst du eingentlich den ganzen Tag?.
Viel gibt es allerdings nicht zu erzählen.
04:10 Uhr
Ich erwache aus einem seltsamen Traum. Die Hexe war noch Kind, etwa 10 Jahre. Ich fuhr mit ihrem Fahrrad von Torgau nach Hause, eine Strecke, die ich niemals mit dem Fahrrad bewältigen würde. Als ich ankam, stellte ich fest, dass ich meinen Schlüssel in Torgau hatte liegen lassen. So ein Unsinn!
Ich kuschelte mich in meinen Ohrensessel und schlief dort weiter.
Irgendwann
Mir stand der Sinn nach Milchkaffee. Der Wasserkocher lärmte so, dass RoHen aufwachte. Er verschwand ins Bad und brachte auf dem Rückweg allerlei Frühstücksleckereien aus der Küche mit. Also frühstückten wir. Lange, ausgiebig.
RoHen meinte, die WetterApp hätte Regen vorhergesagt. Darüber freute er sich, weil es ihm nicht gut ging und er bei schlechtem Wetter kein schlechtes Gewissen hatte, dass wir nichts ungternehmen und er sich wieder einkuschelt.
Ich blieb in einem Sessel und strickte seine Socke fertig.
Paar Nr. 07/2026 ist gleichzeitig das Aprilpaar für 12f26. RoHen war begeistert und zog es gleich an.
Weil ich einmal beim fotografieren war, nahm ich auch noch das Bonuspaar aus dem März auf.
Paar Nr. 06/2026
Wie man sieht, regnete es nicht!
Wir unternahmen trotzdem nichts. Ich strickte mehrere Patches an meine {RoHens} große Decke. Als ich dazu keine Lust mehr hatte, las ich.
Ein völlig unspektakulärer 5. April.
In früheren Jahren
WmdedgT April 2025
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WmdedgT April 2022
WmdedgT April 2021
WmdedgT April 2018
Schlagwort: Was machst du…
WmdedgT im März 2026
Donnerstag, 05. März 2026
Auch heute gibt es wieder WmdedgT.
01:25 Uhr
Ich war nur kurz im Bad, konnte danach aber nicht wieder einschlafen. Also beginne ich diesen Tag, von dem ich fürchte, dass er genauso wirbelig wird wie gestern. Zum Glück haben sich wenigstens die Rückenschmerzen wieder gelegt, die mir gestern das Arbeiten zusätzlich erschwerten.
Etwas Stress
Weil sich für heute der Chef angekündigt hatte, brauche ich etwas länger zum Frisieren. Nicht, dass es besonders gut gelänge. Mit meinen Haaren ist nicht wirklich viel anzufangen.
Am Parkplatz fällt mir wieder ein, dass für die Nacht -1° angesagt war. Tatsächlich waren es -3. Also kratze ich etwas Eis von der Scheibe. Der Rest kann schmelzen, während ich eine kleine Runde drehe und statt auf dem Weg zur Arbeit wieder vor der Haustür lande. Ich habe nämlich gesehen, dass ich die kleine Tasche mit dem Krimskrams, den ich scannen wollte, doch auf der Rückbank vergessen hatte, nicht im Büro. Also, nochmal in die Wohnung flitzen, Rechner wieder hochfahren, Drucker einschalten, Krimskrams scannen, Dateien an mich selbst senden. Und wieder los. Zumindest sind die Scheiben abgetaut und es ist beinahe hell.
Im Muldetal liegt dicker Nebel. Es hat etwas Mystisches, wie die Autos vor mir eines nach dem anderen in einer hellgrauen Wand verschwinden, während der Himmel über uns zartrosa leuchtet.
Ich nehme mir keine Zeit für Milchkaffee, sondern schwinge mich sofort an den Rechner, um die gesendeten Dateien zu empfangen und an das andere System weiterzuleiten. {Notiz an mich: Verzeichnis Bestellungen kontrollieren}
Der Kollege, der, wie jeden Tag, 12 km mit dem Fahrrad herangeradelt ist, hilft mir, 4 große Beutel mit Ordnern ins Auto zu verfrachten. Was man so alles zu beräumen hat. Dann doch Kaffee mit den Leuten. Einzelne Instruktionen und die Ansage: Ich muss noch was fertigstellen, bevor der Chef kommt. Da drückt mir der Kollege mehrere Zettel in die Hand: Olga und mein. Kannst du abmelden? Es geht um die Deutschlandtickets, die die beiden ab April nicht mehr brauchen, weil das Projekt endet. Schnell an den Rechner, zwei Kündigungen schreiben, drucken, unterschreiben lassen, Kopien für deren Unterlagen. Für ihn verpacke ich alles in einen Umschlag, den Olga an sich nimmt, um sich um den Rest zu kümmern.
Dann endlich Büro. Der Kram für den Chef ist schnell gerichtet. Die Kasse gezählt. Da bekomme ich noch etwas Geld. Die Beurteilungen schaffe ich nicht mehr, weil plötzlich ein Fremder im Raum steht. Die Aktentonne. Ach ja, da war doch noch etwas. Wenigstens ein Termin, der wie zugesagt funktioniert. Dann ist es zehn Uhr.
Angenehm überrascht
Ein Kollege ist gerade dabei, die unzähligen Schlüssel zu testen. Alle werden wir nicht zuordnen können. Dann steht der Chef im Raum.
Ich bitte den Kollegen hinaus und schließe die Bürotür. Und dann packt der Chef einen Blumentopf aus und bedankt sich bei mir, dafür, dass ich immer in all den Jahren in jede Lücke gesprungen bin, die aufriss und dass ich jede Herausforderung gemeistert habe, egal, wohin er mich geschickt hat.
Hat er es also doch bemerkt.
Ich berichtete noch von den letzten Plänen zur Räumung und übergab ihm die Unterlagen, die er mit in die Zentrale nehmen sollte. Einiges soll ich mit der Post schicken.
Ich sortiere die Häufchen auf meinem Schreibtisch neu. Der Chef geht. Es ist elf Uhr.
Büroarbeit zieht sich hin
Die Arbeitstische im Gemeinschaftsraum sind leer, bis auf meinen. Das mache ich nachher. Erst berichte ich den Leuten, was der Chef gesagt hat, denn das interessiert sie brennend. Eine Kollegin bemerkt trocken: Die Orchidee ist sehr schön. Eine Festanstellung für ein Jahr wäre noch schöner gewesen. Nunja.
Ich schicke die Leute in den Feierabend und rufe Kollegin Wirbelwind zurück, die am Vormittag versucht hatte, mich zu erreichen. Wir kommen vom Hundersten ins Tausendste, bis sie erschrocken feststellt, dass wir schon fast eine Stunde telefonieren. Oh weh, ich habe doch noch die Beurteilungen zu schreiben. Siedend heiß fällt mir die Restmülltonne wieder ein. Da muss ich auch noch eine Mail verfassen. Gut, dann eben erstmal das. Ich bekomme eine automatische Antwort, die mir erklärt, man habe viel zu tun und werde sich demnächst um mein Anliegen kümmern. Das nutzt mir nullkomma gar nichts, denn ich werde ab morgen weder telefonisch noch per Mail errreichbar sein. Ich habe zwar meine privaten Daten mitgeteilt und auch erklärt, dass sie mich bitte direkt kontaktieren mögen, da außer mir niemand die Tonne bereitstellen kann. Aber ob und wann sie meine Nachricht lesen und bearbeiten, weiß ich nun nicht.
Die Monatsabrechnung geht diesmal schnell. Ist ja nur eine Woche. Ich prüfe alles mehrmals. Fehler kann ich später nicht mehr korrigieren, weil ich ab morgen 10 Uhr keinen Zugriff mehr auf die Systeme haben werde. Auf keines von beiden.
Dann endlich kann ich mich den Beurteilungen widmen. Im Ausweichsystem lassen sich die vorgegebenen Formulare nicht bearbeiten, also arbeite ich wieder mit dem Hauptrechner und sende die Dateien weiter, damit ich sie drucken kann. Das dauert… Wieso brauche ich so lange für 14 Beurteilungen? Mache ich mir zu viel Arbeit?
Ich sortiere nochmals die Häufchen auf meinem Schreibtisch. Packe alles ein, was zu scannen ist {wegen: geht nur zu Hause} und rufe den Sohn an, den ich frage, ob er sich etwas Bestimmtes zu Essen wünscht. Was einfaches sagt er.
18:30 Uhr mache ich mich auf den Heimweg.
Feierabend
Unterwegs halte ich beim N-Markt. Der ist wie leergefegt. Ein paar einzelne Brötchen, ein paar einsame Joghurts. Im Tiefkühlabteil ist ein ganzes Regal komplett leer.
Es ist stockdunkel als ich aus dem Markt komme. Über mir und der Landstraße glitzert der Orion.
Ich parke vor dem Haus auf dem Nichtparkplatz. Dort steht jede Nacht jemand. Heute bin ich das.
Es gibt Fingerfood aus der Fritzi. Der Sohn freut sich.
Kurz nach neun ist die Schwester mit ihrem Auftritt im Theater fertig und unterwegs zum Bus. Ich frage, wann sie daheim sein wird, aber sie weiß noch nicht, wann ein Zug fährt. Na, da kann ich weiterhelfen. Ich suche ihr die Verbindung heraus. Sie ruft an und wir schwatzen, bis sie im Zug sitzt.
Dann schlafe ich ein.
Kurz vor Mitternacht wache ich wieder auf und schreibe diesen Eintrag.
Puh, der 5. März 2026 ist geschafft.
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WmdedgT im Februar 2026
Donnerstag, 05. Februar 2026
Wie immer am 5. des Monats ist WmdedgT an der Reihe.
03:50 Uhr
In 40 Minuten klingelt der Wecker. Da schlafe ich natürlich nicht noch einmal ein.
05:40 Uhr
Die Tasche ist gepackt. Das Auto enteist. Heute ist es fast nicht möglich, geradeaus zu laufen. Bei Minus 4 Grad fällt Nieselregen und überzieht alle Wege mit einer Eisschicht.
Auf dem Bahnhof in Torgau fällt mir eine junge Frau vor die Füße. Der Bahnsteig ist spiegelglatt. Es wird weder gestreut noch gesalzen noch irgendetwas. Nur Spruchbänder bei der Bahnhofsanzeige: Vorsicht Glätte. Halten Sie Abstand von der Bahnsteigkante! Sehr hilfreich.
08:00 Uhr
Kaffee trinken mit den Mitarbeitern. Ich mache einen Vorschlag, wie mit dem Stickgarn umzugehen ist.
11:00 Uhr
Die Mittagsschicht beginnt. Ich ärgere mich nicht mehr. Nö.
Ein Anruf des Vereins. Es geht um Mietpreise. Ich frage gleich nach der Veranstaltung im Club. 16 bis 18 Uhr. Gut zu wissen.
Ich frage auch, wann der neue Job beginnt, wenn er denn beginnt. Erster April würde bedeuten, dass ich doch nicht arbeitslos werde, weil mein derzeitiger Vertrag bis 31. März läuft. Das hieße wieder viel Lärm um nichts. ABER, wir wissen ja nicht, ob wir das Projekt wirklich bekommen. Hauptsache, ich weiß am 31. März, wo ich am nächsten Tag arbeite und ob überhaupt.
13:30 Uhr
Das Stickgarn ist raus. Komplett. Das ist erstaunlich, weil unsere Klientel nicht unbedingt handarbeitet. Ich räume die leeren Körbe ins Lager. Es tut weh, unsere Schätze so zu verschleudern. Erst recht, wenn wir vielleicht doch im Anschluss mit dem Projekt neu starten. Aber ich kann ja nichts mitnehmen, weil ich es zwischenlagern müsste. Und wenn wir das Projekt dann doch nicht bekommen, sitze ich auf dem ganzen Zeug. Das geht nicht.
16:00 Uhr
Auf dem Heimweg fällt Nieselregen. Über den Feldern liegt Nebel. Ich bin froh, als ich irgendwann daheim ankomme. Ich bereite mir ein Asia-Nudel-Gericht aus der Tüte. Dann telefoniere ich mit RoHen, der dieses Wochenende nun nicht zu mir kommen wird. Das macht mich traurig, auch wenn ich viel zu tun habe und mich nicht richtig um ihn kümmern könnte, was ja auch der Grund ist, warum er nicht kommt.
18:30 Uhr
Ich habe mir einen Tassenpudding gemacht. Lecker.
Jetzt möchte ich nur noch lesen und am besten dabei einschlafen. Neulich habe ich etwas darüber gelesen, warum wir immer so erschöpft sind. Weil wir den Winter nicht als Winter erleben, sondern uns unter Leistungsdruck setzen, den die Natur für den Winter nicht vorgesehen hat. Hach ja, Winterschlaf halten, das wäre es jetzt.
21:30 Uhr
Ich habe zwei Folgen Soko Leipzig geschaut. Der Marco Girnth ist raus. Na sowas.
Ich habe dabei auch gestrickt und bin mit der 12f26-Februar-Socke endlich voran gekommen. Es ist immer noch die erste.
Jetzt kuschle ich mich aber wirklich ins Bett und werde mir noch eine Einschlafmeditation anhören.
Gute Nacht.
Bis zum nächsten Fünften.
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WmdedgT im Januar 2026
Montag, 05. Januar 2026
Wie immer am 5. des Monats ist WmdedgT an der Reihe.
04:30 Uhr
15 Minuten vor dem Weckerklingeln aufwachen ist hässlich. Weil diese 15 Minuten zu nichts nutze sind, außer im Bad vertrödelt zu werden.
05:15 Uhr
Ich würde jetzt gern zum Zug gehen und zur Arbeit fahren. Nur, wo ist denn jetzt, verflixt, mein Schlüsselbund? Als ich gestern heim kam, habe ich den irgendwo abgelegt und noch gedacht, dass es keine gute Idee ist, den Schlüssel nicht an seinen angestammten Platz zu legen, denn dann suche ich ihn heute Morgen bestimmt. Ja, genauso kam es. Ich werde immer hektischer und fange an zu schwitzen, weshalb ich den Mantel wieder ausziehe, den Schal wieder ablege. Der Sohn steht auf und hilft suchen. Und dann liegt das Teil zwischen zwei Stricktaschen auf dem Boden. In der nächsten Zeit werde ich ihn immer an seinem Platz ablegen, damit mir solche Sucherei erspart bleibt.
Den Zug schaffe ich trotzdem noch. Wie schön!
Unterwegs ist der Zug sogar 3 Minuten zu früh in Eilenburg und immerhin noch eine Minute zu früh in Torgau. Leider kann man das vom Bus nicht behaupten. Der kommt nicht einmal pünktlich, so dass ich 25 Minuten {statt planmäßigen 10} am zugigen Busbahnhof stehe.
07:05 Uhr
Endlich in der Firma. Ich drehe die übliche Runde, an deren Ende ich Kaffeewasser aufsetze. Die Teilnehmer kommen heute auch auf den letzten Pfiff, was ich von ihnen gar nicht kenne. Aber klar, die Wege sind schlecht geräumt. Die Radler sind teilweise gezwungen, ihre Fahrzeuge zu schieben. Schön ist das nicht.
Aus der zweiten Schicht kommt ein Teilnehmer gar nicht erst hier an.
16:09 Uhr
Den B-Bus habe ich wegfahren lassen, obwohl auch der mich zum Bahnhof gebracht hätte, auf einem langen Weg. Der 759-er fährt eine kürzere Strecke. Dafür kommt er gar nicht erst.
Irgendwann dann doch und es wäre seeeehr knapp zum Regionalexpress. Wäre, denn der Express hat, wie meist, wenn ich ihn nutzen will, Verspätung. Ganze 10 Minuten. Damit ist das Gleis nicht passierbar, die Passagiere, die gern mit der S-Bahn fahren würden, die ein Gleis weiter schon bereit steht, können nicht zu ihrem Zug. Die Bahnbedienstete, die ich frage, sagt: Steig in den RE, husch husch.
Wenn das so einfach wäre. Ich und husch, husch. Und dann noch auf Gleis 2. Da ist der Bahnsteig nicht so gut ausgebaut und man muss klettern, um in den RE zu steigen. Mir fällt das schwer. Außerdem ist der Zug recht voll und auf vielen Plätzen sitzen Taschen und Rucksäcke. Auf manchen auch nur Mützen. Die gehören zu Menschen, die kein Deutsch verstehen, wenn man sie fragt, ob sie die Mütze vielleicht an sich nehmen, damit man sich setzen kann. Eine junge Frau flegelt schräg auf anderthal Sitzen. Ich quetsche mich auf den halben Platz neben ihr. Sie knurrt irgendwas auf Polnisch und nimmt ihr Bein einen Viertelplatz näher zu sich. Für meinen Rücken ist es allemal besser schlecht gesessen, als gut gestanden.
Daheim bekomme ich einen Parkplatz, oh Wunder, genau vor der Haustür. So kann ich den Koffer ausladen, was ich gestern nicht mehr hinbekommen hatte.
Der Sohn legt mir Oblaten hin. Ich brutzle Zwiebelgemüse. Und schon ist es Abend, an dem ich außer 4 Runden an einer Socke wiedermal nichts fertigbekommen habe. Ach doch, ein minikurzes Gespräch mit dem Sohn hatte ich und ein kleines Telefonat mit Jürschn, dem ich ein Dienstags-Drabble versprochen habe.
Schnell noch das Gedicht für heute veröffentlicht und diesen Eintrag fertig geschrieben.
Es ist 21:59 Uhr und ich sollte schlafen gehen, sonst wird das morgen wieder so heftig, wenn der Wecker klingelt.
Gute Nacht
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WmdedgT im Dezember 2025
Freitag, 05. Dezember 2025
Wie immer am 5. des Monats ist WmdedgT an der Reihe.
04:40 Uhr
Ich muss ins Bad. Danach lohnt es nicht, mich nomals hinzulegen. Ich suche Kleider heraus, schreibe Guten-Morgen-Grüße. Dann ist der Sohn wach und wir unterhalten uns kurz über die Hexe und die Sorgen, die wir uns um sie machen. Dann muss ich los.
Unterwegs ruft die Schwester an. Das ist schön.
07:00 Uhr
Die übliche Runde im Spielzeugland. Rollos hoch, Fenster auf. Die Heizung arbeitet immer noch nicht. Lüften muss ich trotzdem. Dann setze ich Wasser auf.
Die Leute trudeln ein. Kaffee wird gekocht. Mein Kaffeewasser wird in Tee verwandelt und ich muss noch einmal welches aufsetzen.
Der Sohn hat mir vorhin eine Khaki geschenkt, die ich zum Frühstück genieße.
8:00 bis 11:00 Uhr
Wochenabrechnung, Telefonate, Vorbereitung für nächste Woche.
Ein paar Anweisungen, ein paar Anleitungen, eine Bitte.
Ich wollte doch noch was, aber was?
12:00 Uhr
Die Leute gehen ins Wochenende. Ich gieße mir Tee auf. Schwedische Blaubeere aus dem Adventskalender. Lecker.
Ich suche Unterlagen zusammen und freue mich, dass ich alles auf Anhieb finde. Ein paar Scans und ein paar Mails, damit ich am Wochenende im Homeoffice arbeiten kann. Da ist es immerhin wärmer als hier im Büro.
15:00 Uhr
Ich packe langsam zusammen. Darf nichts vergessen, damit die Heimarbeit klar geht.
Auf dem Heimweg höre ich Il Civetto und werde sehr melancholisch.
Der Diesel kostet nur 1,52 €.
16:30 Uhr
Vor der Tür liegen drei Päckchen. Eine Kleinigkeit für RoHen zu Weihnachten.
Der Sohn ist da, aber wir unterhalten uns nicht. Mir ist nicht nach reden.
Später
Die Schwester ruft nochmals an. Mit ihr mag ich reden. Nichts Schwerwiegendes. Sie erzählt vom Theater. Morgen ist Prämiere.
Noch später
Ich habe den Rechner eingeschaltet, möchte noch verschiedenes schreiben.
Der Rücken schmerzt sehr. Wenn ich mich jetzt hinlege, werde ich vermutlich einschlafen. Dabei möchte ich doch schreiben. Oder wenigstens lesen.
Ich fürchte aber, das wird heute nichts mehr.
Dann mal Gute Nacht oder was auch immer.
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WmdedgT im November 2025
Mittwoch, 05. November 2025
Wie immer am 5. des Monats ist WmdedgT an der Reihe.
05:00 Uhr
Wecker. Ab ins Bad. Leise, weil RoHen noch schläft.
05:38 Uhr
Ich bin spät dran. Da ich mit dem Auto zum Bahnhof fahren kann, schaffe ich den Zug. Voll ist er.
06:48 Uhr
Ebenso voll ist neuerdings die Bushaltestelle. Ein Rudel junge Weibsen, die von der Schule quasseln, belagern sämtliche Sitzplätze an der Haltestelle. Mir sieht man ja meine Behinderung nicht unbedingt an. Also stehe ich brav a der Haltestelle, bis der Bus kommt.
07:00 Uhr
Alle Eingänge aufschließen, Rollos hoch, Fenster auf, Drucker und Rechner einschalten, Kalender umstellen, Teewasser aufsetzen.
08:00 Uhr
Die Frühschicht ist da. Wir sortieren Bastelmaterial. Einige sortieren Lernspiele. Laut geht es zu. Ich verziehe mich ins Büro. Habe noch etwas zu recherchieren.
Zwischendurch lese ich die WmdedgT vergangener Jahre. Der November 2019 fehlt.
11:00 Uhr
Die Spätschicht trudelt ein. Die Olgas gehen zu dem neuen Laden auf dem Markt, wo es ausländische Lebensmittel geben soll. Sie wollen mir Reisessig mitbringen, bekommen aber keinen und gehen extra noch zum Asialaden. Leider auch erfolglos.
15:30 Uhr
Ich erwischen den frühen Bus und demzufolge im Zug einen günstigen Sitzplatz.
16:30 Uhr
Weil ich es mir vorgenommen hatte, drehe ich eine Runde zum N-Markt. Dort gibt es diese Woche Kartonverkauf, also Konserven in der Stiege. Wenn man eine komplette Stiege {meist 12 Stück} nimmt, zahlt man einen sehr günstigen Gesamtpreis. Von allen angebotenen Konserven sind nur noch Linsen und halbe Pfirsiche da. Über die Linsen freue ich mich. Reisessig gibt es auch dort nicht. Dazu muss ich wohl am Wochenende tatsächlich mal zum Kaufmannsladen.
18:00 Uhr
Daheim bekomme ich einen Parkplatz vor der Haustür. Ich habe sogar die Auswahl. Um diese Zeit?
Ich überlege, etwas zu kochen. Doch im N-Markt waren auch Würstchen im Angebot So packe ich zwei Paar in die Fritzi. Damit ist es für den Abend genug.
21:30 Uhr
Der Supermond enttäuscht mich. Als ich beim N-Markt war, stand er noch sehr groß und gelb am Himmel. Jetzt, da er voll sein soll und eben super, ist er schon so hoch geklettert, dass er weit weg erscheint und klein. Nicht heller und nicht größer als andere Vollmonde. Dann eben nicht.
Gute Nacht.
In früheren Jahren
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WmdedgT im Oktober 2025
Sonntag, 05. Oktober 2025
Auch WmdedgT ist in diesem Monat ein Nachtrag, denn gestern habe ich mir zwar einiges notiert, was ich an diesem Tag getan habe, aber zum Bloggen kam ich dann nicht mehr.
00:08 Uhr
Ich wache kurz auf, kruschdele ins Bad.
01:24 Uhr
Kurz wach.
02:45 Uhr
Kurz wach.
03:30 Uhr
Kurz wach.
06:45 Uhr
Ich suche die Socken, die ich in der Nacht abgestrampelt habe und stopfe meine Füße hinein. Schlurfe ins Bad.
Ich mache mir den ersten Kaffee und setze mich in meinen Großmuttersessel. Da nicke ich nochmal ein.
09:00 Uhr
Ich mache mir noch einen Kaffee. Dann überbacke ich ein Brötchen mit Tomaten und Käse.
09:30 Uhr
Der Sohn steht auf und werkelt in der Küche. Frühstück.
10:15 Uhr
Der Sohn legt sich nochmal hin. Die Sonne kommt heraus. Ich lese.
12:30 Uhr
Ich beschließe, nicht nochmal ans Meer zu fahren. Wir orientieren auf Heimfahrt 16:00 Uhr. Der Sohn legt sich noch etwas hin. Ich stricke.
16:00 Uhr
Wir haben noch ein wenig auf dem Balkon zu tun. Ich packe die Taschen und räume die erste schon ins Auto.
18:30 Uhr
Start Richtung Leipzig. Es windet sehr, so dass es etwas anstrengend ist zu fahren. Zum Glück regnet es nicht. Der Sohn findet ein Hörspiel auf einem Kultursender.
20:00 Uhr
Endlich auf der A11. Der Wind lässt nach.
Zwei kleine Rasten legen wir ein. Eine zum Pieseln, die andere zum Kaffee trinken. Inzwischen hat es zu regnen begonnen.
Als wir endlich auf der A9 sind, hat der Regen wieder aufgehört.
22:10 Uhr
Wir stehen vor der Haustür. Der Sohn räumt das Auto leer. Ich fahre zum Parkplatz. Als ich zurückkomme, muss ich RoHen wecken. Er freut sich, dass wir da sind.
Ich brauche noch ein wenig Zeit, um runterzukommen. Aber der Rechner bleibt aus. Blogbeiträge schreibe ich erst morgen wieder.
Gute Nacht
In früheren Jahren
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WmdedgT im September 2025
Freitag, 05. September 2025
Ich habe festgestellt, dass der 05. September einer der ganz wenigen Tage ist, an denen ich WmdedgT seit 2017 regelmäßig in jedem Jahr geschrieben habe. Interessant.
Mitternacht
Ich bin wach, muddle am Rechner, schreibe der Schwester. Da kann ich auch gleich noch diesen Beitrag vorbereiten.
01:30 Uhr
Ich baue das Bett um, packe das Kopfkissen ans Fußende und habe dadurch vor dem Einschlafen das Fenster im Blick. Eine schöne neue Einschlafmeditation habe ich gefunden.
05:00 Uhr
Der Wecker singt. Jaja, ich stehe ja schon auf.
In der Nacht hat es geregnet, jetzt glänzt Morgenlicht in den Pfützen. Auf der Landstraße ist ungewöhnlich viel los, so dass ich glatt 5 Minuten zu spät komme. Macht nichts, denn ich bin die erste Stunde immer die Einzige und nachmittags bin ich sehr oft länger da oder erledige etwas abends zu Hause. Da kommt es auf die 5 Minuten wirklich nicht an, obwohl ich es lieber habe, wenn ich eine halbe Stunde zu früh da bin, als 5 Minuten spät. Ich mag diese Ruhe morgens, wenn mir noch niemand irgendwas erzählt und noch kein Telefon klingelt.
08:00 Uhr
Olga hat Kuchen gebacken. Hmmm, lecker.
Ich habe noch ein wenig Papierkram zu erledigen, weil 6 Leute ausscheiden. Mein Platz im Gemeinschaftsraum ist besetzt. Eine der Ausscheidenden platziert sich neuerdings immer dort, weil sie nicht so weit von den anderen weg sitzen will. So ein Quatsch, wikr sitzen alle um einen großen Tisch herum. Tatsächlich will sie nicht neben der jungen Frau sitzen, die sie seit ich dort bin {und wahrscheinlich auch schon vorher} ununterbrochen gemobbt hat. Karma hat aufgepasst. Sie muss gehen, während die junge Frasu bleiben darf.
Ich staubsauge mein Büro. Das fällt mir schwer, aber die Kollegin, die das eigentlich übernehmen wollte, bewegt heute ihren Hintern nicht vom Stuhl hoch. Manchmal sind die Leute aber auch…
Ich ziehe mich ins Büro zurück und bereite die nächste Woche vor. Es ist heute ohnehin alles seltsam. Einige, von denen ich das nie gedacht hätte, benehmen sich heute kräftig daneben. Ich mache mir heute nicht die Mühe, zu ergründen, woran das liegt. Das kann nur eine einmalige Sache sein. Falls nicht, kann ich nächste Woche immer noch Theater machen.
11:30 Uhr
Im Gemeinschaftsraum ist es immer lauter und lauter geworden. Sie lachen. Das ist gut. Die Witze, die insbesondere eine Person ständig reißt, könnten flacher nicht sein. Wenn die anderen trotzdem lachen, erzählt sie die gleiche Geschichte dann noch 3 bis 5 mal, weil sie sich so toll findet.
Ich bin heute aber auch empfindlich. Deshalb schicke ich die Leute heute eine halbe Stunde zu früh ins Wochenende.
Endlich Ruhe. Jetzt kann ich zügig arbeiten.
15:30 Uhr
Hoch die Hände, Wochenende
Die Landstraße ist wieder ungewöhnlich voll. Vermutlich liegt das doch am Schienenersatzverkehr. Nicht, dass die Busse die Straßen verstopfen, aber viele, die sonst den Zug nehmen, sind wahrscheinlich, wie ich, aufs Auto umgestiegen. Nächste Woche soll die S-bahn wieder regulär fahren. Hoffentlich.
Ich hatte überlegt, auf dem Heimweg noch beim Kaufmannsladen anzuhalten. Ich muss sowieso dort entlang, weil "mein" Bahnübergang seit heute auch gesperrt ist. Unterwegs überlege ich mir, dass ich genauosgut in Mockrehna beim N-Markt sanhalten könnte. Auf dem Weg dorthin gehe ich durch, welche Schätze noch im Kühlschrank wohnen und entscheide, nirgends ranzufahren. Dadurch erwische ich noch einen Parkplatz vor dem Haus.
16:45 Uhr
Jetzt habe ich Hunger. Es gibt Muscheln zum Abendessen. Danach wassche ich die restli8chen Pflaumen, die mir eine Kollegin Vorgestern gegeben hat. Sortiere sie aus und verkrümlich mich auf den Balkon. So ein schöner Wochenfeierabend.
Zwischendurch besuche ich mein privates Nagelstudio, mein Badezimmer, um die Verziehungen der letzten beiden Wochen zu entfernen. Das dauert eine Weile, immerhin gibt es da drei Schichten Lack und die Sticker, die immer den Anschein erwecken, gleich abzufallen, aber wenn sie rujnter sollen, halten sie sich fest.
Weil der Rücken zwickt, lege ich mich ein wenig lang und schlafe doch prompt ein.
22:35 Uhr
Ich glaube, ich habe ausgeschlafen. So kann ich mich diesem Eintrag widmen und später noch den Samstagplausch vorbereiten.
Ich suche nach Fotos und stelle fest: Es gibt keine. Nicht von dieser Woche. Tolle Motive hätte es gegeben, morgens, wenn ich Richtung Osten fuhr und die Sonne aus den Feldern stieg. Während der Fahrt fotografiert es sich leider sehr schlecht und mal eben ranfahren ist auf den gut ausgebauten Bundesstraßen auch nicht mehr möglich. Tja.
Ich gruschdele noch ein wenig in den Büchern herum, die ich demnächst lesen möchte. Und dann ist der 5. September auch schon wieder vorbei.
Gute Nacht.
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WmdedgT im August 2025
Dienstag, 05. August 2025
05:00 Uhr
Der Wecker klingelt, denn der Urlaub ist zu Ende.
Ich bin schnell fertig im Bad, schnell fertig mit ankleiden und mit Tasche packen auch.
06:00 Uhr
Der Güterzug hat heute 5 Waggons. Es beginnt zu nieseln.
07:00 Uhr
In Torgau komme ich trockenen Fußes zum Spielzeugland und beginne pünktlich mit meinem Dienst.
Ich bedanke mich beim Kollegen für die Vertretung. Dann meldet sich Kollegin Wirbelwind. Es hat mal wieder Veränderungen in der Verwaltung gegeben, die sich auch auf meine Leute auswirken. Sie erzählt mir, dass die Ergebnisse des Audits da sind. Ich will es am liebsten nicht wissen. Die andere Kollegin sendet mir den Text trotzdem zu. Daraufhin schreibe ich eine Stellungnahme, weil ca. 80% der Behauptungen des Auditors, freundlich ausgedrückt, Fantasieprodukte sind. Ich überlege noch, ob ich diese Stellungnahme an die zuständigen Kollegen versende und bin schon fast soweit, sie wieder zu löschen, weil es ja doch nichts bringt. Der Kunde ist nun mal der Besitzer der Welt, der darf behaupten, was immer er will. Der Leistungserbringer ist immer der Dumme. Bevor ich die Löschtaste drücken kann, kommt eine Nachricht vom Chef, ob ich ihm erläutern möchte, was das zu bedeuten hat. Seinem Tonfall nach kann er diese Einschätzung gar nicht glauben. So sende ich ihm die Stellungnahme und dazu ein paar sehr persönliche Gedanken meinerseits. Er schreibt, ich möchte bitte die Stellungnahme genau so an die Verantwortliche senden, einschließlich eines Teils meiner privaten Gedanken. Die Verantwortliche bittet um ein Gespräch am Nachmittag.
Zwei Erledigungen in meinem eigentlichen Job schaffe ich noch, dann ist Mittag.
12:00 Uhr
Ich gönne mir eine Tasse Kaffee mit meinen Mitstreitern. Den brauche ich jetzt ebensosehr, wie die minikleine Auszeit mit meinen Leuten. Sie schaffen es sogar, mich zum Lachen zu bringen.
12:10 Uhr
Ein Kollege aus der IT ruft an, fragt nach einem externen Account. Wir stellen fest, dass ich diesen definitiv nicht brauche.
Ich erhalte eine Antwort auf meine Anfrage vom Vormittag. Es ist eine automatisch generierte Antwort, die mich kein Stück weiterbringt.
Es gießt in Strömen.
Eine Kollegin aus der Zentrale fragt mich nach Unterlagen von einem anderen Standort. Ich verspreche, danach zu suchen und beginne umgehend damit.
14:30 Uhr
Gespräch mit der Verantwortlichen {siehe oben}. In den letzten beiden Wochen, unmittelbar nach Einführung umfangreicher Neuerungen, hat es so viele Audits gegeben, wie nie zuvor. Vorzugsweise wurden Kollegen überprüft, die solche Kurse zum ersten Mal hielten. Alle Kollegen erhielten schlechte Bewertungen. Das könnte mich beruhigen, insofern es nicht mein Versagen war. Es beunruhigt mich aber auch, weil sich gewisse Vermutungen {die ich vorher schon hatte} verstärken. Der Irrsinn hat offensichtlich Methode.
15:30 Uhr
Feierabend. Es nieselt nur noch ganz schwach.
Der Bus hat Verspätung. Trotzdem erreiche ich meine S-Bahn. Gerade so.
16:20 Uhr
Ankunft in T.
Die Sonne scheint.
Die Ex-SchwieTo ruft an und freut sich, dass ich mit ihr einen Antrag durchgehe, den sie stellen muss. Manche Behördentexte sind aber auch…
RoHen ruft an.
Der Sohn ruft an. Die Hexe ist auf dem Heimweg.
Die Schwester textet.
RoHen kommt heim.
Der Sohn ruft an, ob er noch Wäsche waschen kann. Klar doch.
RoHen kocht eine leckere Suppe.
Der Sohn kommt.
22:30 Uhr
Ich schreibe noch einen Blogeintrag. Diesen hier.
Mir reicht es für heute.
Gute Nacht.
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Im Jahr 2024 lag ich nach der OP auf Intensiv und habe deshalb kein WmdedgT geschrieben.
August 2023
Im Jahr 2022 war ich beim Festival und habe deshalb kein WmdedgT geschrieben.
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WmdedgT im Juli 2025
Samstag, 05. Juli 2025
05:45 Uhr
Natürlich bin ich noch müde, aber ich möchte den Beitrag zum Samstagsplausch schreiben, bevor das Tagwerk beginnt. Also los.
Wie üblich verzettle ich mich. Lese hier, recherchiere dort. Die Schwester textet. Ich texte zurück.
08:00 Uhr
Der Beitrag ist verlinkt. Jetzt gibt es den zweiten Pott Milchkaffee und einen kleinen Joghurt. Frühstück auf dem Balkon. Ich möchte mich beeilen, denn 9 Uhr will der Sohn hier sein und mit mir gemeinsam zum Gemüsemann.
09:00 Uhr
Der Sohn ruft an. Ob ich allein zum Gemüsemann fahren möchte. Der am Morgen bei ihm den Pool abholen wollte, hat sich noch nicht gemeldet. Ach, und ob wir später noch zu seiner Wohnung fahren können. Und eine Poolleiter wegbringen {zu jemand anderem, als dem, der den Pool holen will} und ja, Leergut sollten wir auch wegbringen und noch ne Kleinigkeit einkaufen.
Ja, und die Rindersteaks, die ich ihm für den Grillabend angeboten habe, die nimmt er natürlich sehr gern. Ob ich sie denn noch einlegen könne.
Nun ja. Ich wähle den Gemüsemann ab und verkrümle mich in die Küche, mariniere die Steaks. Dann schalte ich die Waschfee ein.
Die Decke wächst um ein Patch.
Ich toaste mir ein Brot.
12:20 Uhr
Der Sohn taucht endlich auf, hat aber noch keine Zeit, mit mir seine Wege zu fahren. Wir vertagen einen Teil auf morgen, einen Teil auf nächste Woche. Diese Verschieberei. Ich bin grillig. Trotzdem verpacke ich natürlich die Geschenke für die Zwillinge. Sie werden heute vier.
Immerhin trinke ich noch einen Kaffee. Die Decke wächst um ein weiteres Patch.
Irgendwann zwischendurch hat der Jürschn mir einen Text geschickt. Da er diesen auch schon in seinem Status veröffentlicht hat, gehe ich davon aus, dass es nicht nur ein Entwurf sein soll, sondern das Endprodukt. Ich habe trotzdem ein wenig daran herumgekritelt und überlege die ganze Zeit, ob ich ihm Änderungsvorschläge senden soll. Der Plot selbst gefällt mir nämlich sehr, sehr gut. Das habe ich ihm auch geschrieben. Aber er hat noch nicht geantwortet. Vielleicht ist er sauer.
14:30 Uhr
Ich habe Wäsche von der Leine gepflückt und frische Wäsche aufgehangen.
Joghurt landet zwecks Eisherstellung im Gefrierschrank. Ich muss das Handy laden, weil ich nachher noch lesen möchte.
Auf dem Balkon ist es windig. Sehr angenehm.
15:30 Uhr
Für mich habe ich den Text überarbeitet. Es gibt verschiedene Varianten und zwei Zeilen kann ich nicht bearbeiten, weil sich mir nicht erschließt, was er damit ausdrücken will. Macht nix. Ich sende ihm den Text sowieso nicht, weil ich vermute, dass er den gar nicht haben möchte. Es hat mir Freude gemacht, den Text zu bearbeiten, aber ich will ihm keinesfalls etwas vorschreiben. Ach ja.
17:00 Uhr
Der Sohn kommt vorbei. Er fühlt sich nicht, will seine Beteiligung am Grillen heute Abend absagen. Wozu habe ich nun das Fleisch eingelegt?
Er verschwindet wieder.
Ich breite mir Melone zum Abendessen. Dann texte ich kurz mit GabhÄu und noch kürzer mit der Schwester.
Dann ist der Sohn wieder da. Er macht sich fein und ist zögerlich, als ich ihn frage, wohin er will. Da komme ich mir blöd vor. Er ist mir doch keine Rechenschaft schuldig und überhaupt. Ich möchte doch nur, dass er einen schönen Abend hat. Nur deshalb habe ich gefragt. So sage ich ihm das auch. Er lacht. Und verschwindet wieder.
Abend
Ich stricke noch ein Patch. Dann lese ich.
Die Elfenlichter schalten sich ein.
Der Rücken ruft nach Entlastung. Wenn ich mich jetzt hinlege, schlafe ich wahrscheinlich ein.
Dann mal gute Nacht.
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