WmdedgT im Juni 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Ja, was mache ich an einem Sonntag, auf den der Fünfte des Monats fällt?
Ich stehe um 3.30 Uhr auf, weil ich mal zwischendurch munter bin und mir sogleich wieder eine Menge zu tun einfällt. Mach mal langsam, könntet ihr sagen. Es ist schließlich Sonntag. Schon, aber Sonntag, genauer Pfingstsonntag, bedeutet für mich familiäre Verpflichtungen. Die Mutti will bespaßt werden, da ja Feiertag ist und das somit ihr gutes Recht ist, von mir bespaßt zu werden. Da die Schwester zu Besuch ist, ist das nun nicht nur ihr Recht, sondern meine Pflicht.
Also, dann mal los:

03:30 Uhr
Der Gedanke an, was ich noch alles erledigen muss, raubt mir den Schlaf. Also hoch mit dem alten Körper, raus aus dem Bett. Schlafen kannst du, wenn du tot bist! Das wusste 1992 schon der schöne John {Bon Jovi}

Ich erledige einige Überweisungen. Höre nebenbei Il Civetto. Trinke zwei Tassen Kaffee, dann ist mir schlecht.
Ich räume in der Küche herum. Irgendwas räume ich immer.

05:40 Uhr
Ich kommentiere verschiedene Samstagsplausche. Lese und genieße andere, ohne Kommentar. Ich suche die möglichen Routen zu unserem heutigen Ausflugsziel heraus und kann mich nicht entscheiden, ob ich Landstraße fahre, wie sonst immer oder, der Schnelligkeit halber Autobahn. Wobei das am Pfingstsonntag vielleicht gar nicht schneller geht. Ich überlege, was ich anziehen möchte und ärgere mich ein wenig, dass ich gestern nicht noch eine Trommel Wäsche angesetzt habe. Naja, nun ist es nicht zu ändern.

07:35 Uhr
Inzwischen bin ich bei Bon Jovi gelandet. Ne Schnulze, ich weiß, aber wenn der Gunter {von seiner damaligen Band gibt es wohl keine Aufzeichnungen} die gesungen hat, bin ich regelmäßig dahingeschmolzen.

07:50 Uhr
Jetzt bin ich müde, aber wenn ich mich jetzt nochmal hinlege, verschlafe ich nachher womöglich.
Also hose ich mich an und mache mich schön, also, soweit das bei mir geht. Nee, ich bin nicht hässlich, ich brauche nur länger als andere im Bad *hüstel*
Das ist natürlich nur ein Spruch, denn ich schminke mich nie. Mit meinen Haaren bin ich derzeit aber sehr unzufrieden. So pfriemle ich dauernd an Frisuren herum, die ich dann doch wieder auflöse. So auch heute.
Zum Frühstück gibt es süßen Bulgursalat. Also, wirklich süß ist der natürlich nicht, aber es sind Rosinen drin. In Zukunft mache ich mir den selbst. Ich muss nur erst mal wieder Couscous und Bulgur holen und vielleicht auch Hirse. Wobei… Reis hab ich da und Buchweizen auch. So ein Salat aus Buchweizen hat auch was. Das könnte ich morgen gleich mal ausprobieren.

09:00 Uhr
Ich mache mich auf den Weg zu Mutti. Wir wollen uns 10 Uhr dort treffen und ich will noch das Auto aufräumen, damit die beiden hinten überhaupt sitzen können.

09:30 Uhr
Ich sage der Mutti Bescheid, dass ich da bin, aber noch zu tun habe und dass ich am oberen Ende der Straße parke. Sie kommt runter. Bis sie das geschafft hat, bin ich mit meiner Umräumaktion fertig und das Auto ist wieder chic. Ich flitze noch mal in ihre Wohnung, weil ich schon wieder pieseln muss. Ach ist das nervig.
Dann warten wir.

10:30 Uhr
Schwester und Schwager trudeln endlich ein, steigen in mein Auto um, dann kann es losgehen. Ich habe mich mittlerweile doch für die Landstraße entschieden {War eigentlich klar, oder?} und bin erstaunt, wie zügig ich durch Leipzig durch komme. Einmal quer durch. Dabei ist WGT und Stadtfest, aber trotzdem nicht viel los.

Mittag
Wir erreichen das Wasserschloss St. Ulrich und sind enttäuscht. Es ist eine heruntergekommene Anlage, deren Charme man nur erahnen kann, wenn man die Gabe dazu hat. Die hab ich und stelle mir vor, wie schön man das alles sanieren könnte. Natürlich ist mir klar, dass die Sanierung der gesamten Anlage wahrscheinlich mehrere Millionen verschlingen würde. Wer hat die schon?
Meine Reisegesellschaft steigt trotzdem aus und vertritt sich die Beine. Der Schwager knuckert, was ich da für ein blödes Ziel ausgesucht habe und weil es hier keine Gastronomie gibt.
Na, dem kann geholfen werden, schließlich sind wir am Geiseltalsee. Ich steuere die Seebrücke Brausbedra an und endlich sind alle glücklich. Also, zumindest die Mutti, die Schwester und ich. Ich glaube, der Schwager kann gar nicht glücklich sein, aber wenigstens meckert er nicht mehr.

14:30 Uhr
Mir fällt mit Schrecken die Parkuhr ein, aber es ist noch etwas Zeit. Die Reisegesellschaft möchte ohnehin aufbrechen. Die haben alle kein Sitzfleisch.
Auf dem Rückweg fahre ich ein Stück Autobahn. Blöde Idee, weil ich nicht wusste, wie intensiv am Schkeuditzer Kreuz gebaut wird und dass ich dort gar nicht in Richtung Leipzig {Dresden} abfahren kann. So ergibt sich ab Wiedemar dann noch ein ordenlicher Umweg, wieder über Landstraßen. Mutti und Schwester erfreuen sich an den Feldern mit Mohn. Der Schwager meckert. Was auch sonst?

Spätnachmittag
Wir kommen bei Mutti an. Die Schwester bekommt noch ein größeres Geschenk. Dann gibt es eine Verabschiedungsrunde und schon sind die Zwei wieder fort. Mir fallen die Augen zu. Die Mutti stupst mich an: Also, ich will dich nicht wegschicken, aber…
Nee, nee, alles gut. Ich mache jetzt los.
Unterwegs rufe ich die Hexe zurück, was ich ihr versprochen hatte.

18:00 Uhr
Als ich daheim ankomme, ist der Sohn da. Er wollte duschen, sich chic machen und dann los zum Klassentreffen.
Wir schwatzen kurz. Ich erzähle ihm vom Dienstag und welche seltsamen Gedanken ich mir um die Hexe mache. Bei dem Thema wird er immer unwirrsch. Es ist aber auch seltsam und ich weiß nicht so recht, was ich denken soll.

Irgendwann dann
Ich möchte diesen Eintrag fertig schreiben, aber mir fallen schon wieder die Augen zu. Ist vielleicht auch normal, da ich schon so früh auf war. Ich strecke mich mal kurz auf die Couch und dann ist dieser 5. Juni 2022 auch schon zu Ende.

Euch allen noch einen schönen Pfingstmontag.
Macht es euch fein.

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3 Gedanken zu “WmdedgT im Juni 2022

  1. Liebe Mira,
    ich bin inzwischen auch zum Frühaufsteher mutiert, nicht so früh, aber ab 5 Uhr quäle ich mich und spätestens um 6 bin ich auf. Abends bin ich dann entsprechend zeitig müde. Würde ich dir jetzt nicht schreiben, wäre ich schon im Bett. Aber da gehe ich gleich auch hin.
    Sonst klingt es aber nach einem schönen Tag bei euch.
    Liebe Grüße, Catrin.

    1. Ja, schön war es. Noch schöner wäre es allein gewesen oder mit jemandem an meiner Seite, du weißt schon…
      Die Familie im Schlepp nervt manchmal {oft}, aber das weißt du ja auch.
      Dann geh mal schön zeitig zu Bett, damit du am Morgen halbwegs ausgeruht bist.

      Ich versuche es jetzt mal mit Kaffee.
      Liebe Grüße
      von Mira

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