Samstagsplausch {21.11.2020}

Es ist kalt geworden. Auf der Wiese liegt Reif und ich habe meinen Milchkaffee ganz schnell wieder nach drinnen getragen, bevor er zu Eiskaffee wird.

Die Woche in einem Wort
Heftig!


Die arme Andrea wurde nicht nur in Quarantäne gesteckt, sondern ist tatsächlich erkrankt. Im Vergleich dazu ist alles, was ich erlebt habe, Pillepalle.
Andererseits auch wieder nicht, wenn man bedenkt, was uns allen als Bevölkerung dieses Landes gerade angetan wird. Naja.
Jetzt schreibe ich hier erst mal ein paar Gedanken und Erinnerungen an die Woche auf und bringe sie zum Samstagsplausch, auf den ich mich jede Woche immer wieder freue.

Der Rückblick

Samstag, 14. November 2020
Ich wollte auf eine ungestörte Einkaufstour gehen, weil ich all das einsammeln wollte, was ich unter der Woche bei Touren mit Mutti immer vergessen hatte. Da kam einiges zusammen, weil es mittlerweile so ist, dass ich, wenn ich die Alte Frau dabei habe, nur noch für sie dazusein habe. Sie stellt sich mitten in den N-Markt und piepst "Kaffeesahne" und dann habe ich loszulaufen und ihr drei Fläschchen Kondensmilch zu bringen. Inzwischen hat sie aber ihren Standort geändert und ich darf durch die Gänge kurven und sie suchen. Das ist doch kein Einkaufen nich!
Deshalb an jenem Samstag mein Alleingang.
Allerdings! Nachdem ich im Drogeriemarkt richtig viele Dinge gekauft hatte, auch solche, von denen sie nach einem Kontrollbliock in meinen Korb mit Sicherheit behauptet hätte: Das brauchst du doch alles gar nicht!, stand ich in der Sonne auf dem Parkplatz und dachte, dass ich ein egoistisches Miststück sei, wenn ich sie bei diesem wundervollen Wetter in ihrer Wohnung sitzen lasse. Also nahm ich sie auf den Rest der Tour dann doch mit. Und siehe da, sie hatte schon wieder einen dicken Einkaufszettel.
Nein, ich weiß, ich bin nicht egoistisch, eher denke ich viel zu selten mal an mich. Das muss ich mir erst angewöhnen und gleichzeitig der Mutti abgewöhnen, mich immer so zu scheuchen. Gegen ihre Manipulations- und Erpressungsversuche muss ich mir ein dickes Fell wachsen lassen. Nur wächst das eben sehr langsam. *zwinker*

Sonntag, 15. November 2020
Am Sonntag gabe es dann unsere Martinsgans. NEIN, wir haben nicht gegen die Corona-Regeln verstoßen.
Sachsen ist, soweit ich das überblicken kann, das einzige Bundesland, in dem es bei den Kontaktbeschränkungen auf zwei Haushalte einen Zusatz gibt "…oder ein Haushalt und maximal 5 weitere Personen auch aus unterschiedlichen Haushalten…" Nun, wir waren insgesamt nur zu viert und lagen damit innerhalb dieser Einschränkungen. Ich hoffe und wünsche mir für uns alle, dass dieser Zusatz für alle Bundesländer übernommen wird, damit ein stilles, geruhsames Weihnachtsfest im Kreise der engsten Familie möglich wird, ohne dass wir gerade unsere einsamen Alten ganz allein lassen {müssen}.

Montag, 16. November 2020
Die Arbeitswoche in Cottbus begann recht entspannt. Prüfungsvorbeitung stand auf dem Programm und funktionierte auch recht gut. Manchen haben leider noch immer Probleme mit der Kalkulation im Hundert. Da mussten ein paar Eselsbrücken her. Ich hoffe, die waren einprägsam.
Den Nachmittag und die immer noch wärmenden Sonnenstrahlen genoss ich auf einer Bank vor der Pension, während ich auif meinen Zimmerschlüssel wartete. Sonst hatte ich mir den immer im Restaurant abgeholt, aber das ist ja nun geschossen.
Deshalb gab es zum Abendessen auch nur eine Instantsuppe auf dem Zimmer. Eine große Tasse und den Wasserkocher hatte ich extra mitgeschleppt.

Dienstag, 17. November 2020
??? Der Dienstag ist schon wieder aus meinem Gedächtnis gefallen. Ich habe gerade mal nachgelesen, was ich {außer der Arbeit} an diesem Tag getrieben habe.

Mittwoch, 18. November 2020
Der Mittwoch war für mich ein schwarzer Tag. Immerhin mit einer gehaltvollen Diskussion.

Donnerstag, 19. November 2020
Der Donnerstag plätscherte dahin. Ich habe bewusst Abstand von politischen Diskussionen gehalten, weil mir die Kraft dazu fehlte. Gegen 21.30 Uhr erreichten mich dann ein paar Fake-News, die Freunde mir zuspielten, die darüber sehr entsetzt waren, weil sie nicht erkannt hatten, dass es Fakes waren.
Und schwups war die Diskussion wieder im Gange und raubte mir bis weit nach Mitternacht den Schlaf.
Tja, da fallen mir immer wieder Heines Nachtgedanken ein, wobei nur die erste Strophe für mich derzeit zutreffend ist.

Freitag, 20. November 2020
Am Freitag werden die Faulen fleißig meinte eine Teilnehmerin. Das hatte wirklich den Anschein, denn pausenlos klingelte das Telefon und alle möglichen Anfragen stapelten sich, die ich im Laufe der Woche gern bearbeitet hätte, die nun aber alle noch auf den letzten Arbeitstag der Woche sein mussten. So wüst, wie an diesem Tag hatte mein Schreibtisch die ganze Woche nicht ausgesehen.
Freitag ab eins… wurde es dann ruhig. Ich schaffte bis 15 Uhr alles abzuarbeiten. Der Chef hatte mir schon 13.30 Uhr ein e gute Heimfahrt gewünscht. Die hatte ich dann auch, denn als ich startete, schein die Sonne, auch wenn es recht kalt geworden war. Das Auto hat schließlich ne Heizung, also stand einer entspannten Fahrt nichts im Wege.
Am Abend musste ich natürlich einige Telefonate führen und bekam gleich wieder meine Marschrichtung für den Samstag vorgegeben. Die Alte Frau kann es nicht lassen. Allerdings habe ich festgelegt, wann ich was mache. Und das wird anders sein, als sie sich das vorstellt. Da muss sie d
durch!

Samstag, 21. November 2020
Ich muss mich sputen, denn ich habe zugesagt, gegen 10.30 bei der Mutti zu sein, um ihr den Kopf zu waschen die Haare zu waschen. Danach setze ich sie unter die Haube und dann kann sie sowieso nicht raus bei der Kälte mit frisch gewaschenen Haaren. Also kann ich mich dann erst mal wieder um meine Belange kümmern. Da ist auch noch einiges zu tun, Wäsche, Einkauf, Haushalt. Aber eben meins.

Ich wünsche euch allen ein angenehmes und selbstbestimmtes Wochenende.
Bleibt oder werdet gesund.

Eure Mira

Samstagsplausch {14.11.2020} ACHTUNG: Werbung unbezahlt und so…

Guten Morgen
Ich freue mich darauf, von meiner Woche zu erzählen und den Beitrag dann bei Andrea und ihrem Samstagsplausch vorbei zu bringen.
Letzten Samstag habe ich das leider versäumt. Gern hätte ich es noch nachgetragen, aber die Erinnerungen an die verflossene Woche hatten mich schon verlassen. Deshalb habe ich nun endlich wieder angefangen, was ich schon lange wollte und was nun auch Illy seit Oktober bewundernswert durchzieht: Jeden Tag ein Blogeintrag, wenn auch manchmal ein ganz kleiner und in dieser Woche oft auch erst nachgetragen. Immerhin helfen mir diese kleinen Gedankenstützen beim Erinnern.

Samstag, 07. November 2020
Ich fühlte mich ja nun verpflichtet, die Kleine Frau zu bespaßen. {Wie dumm von mir. Sie versucht schon wieder, mich vollständig zu vereinnahmen und mir mein eigenes Leben wegzunehmen, nur damit sie sich nicht langweilt. Aber das ist eigentlich eine andere Geschichte und geht auch schon wieder dem Ende entgegen.}
Jedenfalls hatte ich ihr vorgeschlagen, unseren "Wochenendausflug" schon am Samstag zu machen. Deshalb war ich auch nicht zum plauschen gekommen. Das Ziel sollte nämlich ein bestimmter Laden sein, den sie noch nicht kannte und den ich ihr zeigen wollte. einfach so, weil mir nicht andauernd neue Ziele einfallen, zumindest keine, zu denen ich sie mitnehmen könnte. Wir fuhren nach Eilenburg, und weil das Wetter traumhaft war, wollte sie nach dem Einkauf noch nicht nach Hause. Also führte uns unser Weg noch zu einem See. Ich bin vorher noch nie von dieser Seite an den See heran gefahren. Es war herrlich.

Sonntag, 08. November 2020
Öhm, wo ist denn der Sieben-Sachen-Sonntag hin? Ich habe doch Fotos gemacht und mir eingebildet, auch den Eintrag geschrieben zu haben.
 
Also, die Fotos habe ich jetzt gefunden, den Eintrag leider nicht. Da es sich aber darum handelt, sieben Dinge aufzuzeigen, die man am Sonntag mir seinen Händen gemacht hat, kann ich den Eintrag auch jetzt noch schnell nachtragen.

Montag, 09. November 2020
An diesem Tag durfte ich nicht arbeiten. Es sind nicht genug Leute da, die meinen Einsatz in Torgau rechtfertigen würden. Das heißt, ganz so stimmt das nicht. Die Leute sind da und sie würden mich auch brauchen. Da aber eine Kollegin die Projektberichte, die ich für das zu Ende gegangene Projekt geschrieben hatte {mit Empfehlungen, wie man weiterarbeiten sollte} nicht an das zuständige Amt weitergeleitet hatte, war auch noch kein neues Projekt bewilligt worden, mit dem Ergebnis, dass ich erst mal keinen Auftrag mehr habe. Sowas Blödes. Die Dame hat ja ihren Job, sitzt warm und trocken, warum sollte sie sich darum bemühen, dass andere auch ihren Job behalten?
Ich war am Montag ohnehin auf Krawall gebürstet, weil mir zum einen bestimmte Machenschaften gegen den Strich gingen, zum anderen eine panikmachende und tatsachenverdrehende Medienberichterstattung und zum Dritten dieser vorauseilende Gehorsam vieler Menschen hierzulande.
Das schlug sich dann auch in meinem Montagsstarter nieder.

Dienstag, 10. November 2020
Am Dienstag war ich mit dem Sohn verabredet, der ein paar Kleinigkeiten am Auto richten wollte und mir das auch gleich zeigen, damit ich es in Zukunft selbst kann. Wie sich herausstellte, hätte ich das ohnehin allein gekonnt, aber so war es schöner. Schön war auch der Nebel, nur leider nahm ich mir nicht die Zeit, auf dem Hinweg am See anzuhalten. Und auf dem Rückweg war dann der Nebel weg.
Dieses Foto hatte ich im Status, und eine Klassenkameradin schrieb mir gleich, wo genau das ist. Wow. Na gut, sie geht dort öfter mit ihrem Hundi, deshalb hat sie die Stelle sofort erkannt. Trotzdem beeindruckend, weil man ja nun nicht wirklich was erkennt.

Mittwoch, 11. November 2020
Der Martinstag brachte so gar nichts besonderes, das zu erwähnen sich lohnen würde.

Donnerstag, 12. November 2020
Dafür gab es am Donnerstag die 12 von 12. Eben habe ich gesehen, dass ich die Rückblicke auf vergangene 12. November vergessen habe. Die werde ich dann mal noch einfügen.

Freitag, 13. November 2020
Der Freitag, der 13. war diesmal ein guter Tag für mich. Am Morgen rief der Cottbuser an, um zu klären, dass ich nun kommende Woche wirklich dort sein werde und wie es dann die nächste Woche aussehen könnte. Nun ereilt es uns auch, dass wir ganztägig mit Maske unterrichten müssen. Für mich sind das 9 Stunden täglich. Zeitstunden, nicht Unterrichtseinheiten! Wie ich das aushalte, weiß ich noch nicht, nachdem ich am Donnerstag schon nach einer Stunde schlapp gemacht habe. Ich muss mir da was einfallen lassen. Leider kann ich den Unterrricht nicht nach draußen verlegen, weil die Leute ihre Rechner brauchen. Und außerdem nutzt das nicht viel, weil in Cottbus auch auf einem Großteil der öffentlichen Wege Maskenpflicht gilt. Ich werde berichten, wie sich das anfühlt.
Gegen Mittag kam dann noch ein Anruf aus Leipzig. Ein neuer Auftrag. Am liebsten hätte ich schon kommende Woche damit beginnen sollen, aber da bin ich ja nun schon verplant. Immerhin ist nun der Dezember abgesichert. Fein, fein.
Der Tag war mutti-frei. Nachdem ich den Großteil des Donnerstags für sie da war und mich habe rumschubsen lassen, rief sie am Abend noch mal an: Hach, ich habe ganz vergessen, was wir wegen des Einkaufs ausgemacht haben…
Wir hatten nichts ausgemacht, weil sie mir erzählt hatte, dass sie am Freitag eine Frau besuchen wollte, die so einen Notfallsknopf vom DRK hat. Von ihr will sie sich beraten lassen.
Na, wie machen wir es denn nun? Freitag oder Samstag?
Gar nicht. Du brauchst nichts Dringendes. Und ich brauche mal etwas Zeit für mich, weil ich noch jede Menge zu tun und vorzubereiten habe. Für die Martinsgans und für meine Dienstreise.
Sie war dann ganz schön schnippisch. Meinte, das solle ich mal schön meine viele Arbeit erledigen. Es hätte nur noch gefehlt, sie hätte "angeblich viele Arbeit" gesagt. Der Tonfall war so. Für den Moment fühlte sich das blöd an. Aber dann tat es gut, ihr mal wieder klar gemacht zhu haben, dass ich auch noch ein eigenes Leben habe, das ich mir von ihr nicht vollkommen wegnehmen lasse. Ich habe auch nicht angerufen. Das musste mal sein.

Samstag, 14. November 2020
Und nun ist Samstag. ich habe euch von meiner etwas seltsamen Woche erzählt und werde mir als nächstes einen Einkaufszettel schreiben, weil ich unter der Woche einiges vergessen habe, das ich unbedingt noch besorgen möchte. Die alte Frau kann ich auf dieser Runde nicht gebrauchen, sonst dauert das wieder den halben Tag und ich habe am Ende trotzdem nicht alles. Also dann.
Habt ein schönes Wochenende.
Bleibt oder werdet gesund.
Eure Mira

Samstagsplausch {31.10.2020}

Guten Morgen
Es ist Samstag, der letzte im Oktober, und ich freue mich sehr, dass ich heute einmal ganz entspannt hier bei
Andrea hocken und mit euch plauschen kann. In Sachsen ist Feiertag, so dass mich kein eventueller Einkauf oder irgendetwas anderes nach draußen treibt. Die Mutti allerdings werde ich nachher aufsuchen müssen, um ihr die Einkäufe zu bringen, die ich gestern noch auf der Rückfahrt von der Dienstreise unterwegs eingesammelt habe. Die alte Dame braucht schließlich ihr Großpack Mineralwasser {obwohl noch eines im Keller steht}, ihre 3 Flaschen Bier {obwohl von letzter Woche nur eine bisher verbraucht wurde}, ihren Lieblingsfrischkäse und einen TK-Kuchen {falls Besuch kommt, der aber nicht kommt *tststs*}. Naja. Vorher habe ich aber Zeit für mich und für euch.

Die Woche im Rückblick
Jo, war gut, die Woche. Obwohl das am Anfang gar nicht so aussah.

Samstag, 24. Oktober 2020
Erinnert ihr euch? Wir wollten ein Fernsehgerät für die Kleine Frau kaufen. Da der Sohn noch einen Auftrag auszuführen hatte, konnten wir erst gegen 18 Uhr los. Ziel war ein Elektronik-Markt, in dem wir auch fündig wurden {logisch}. Der Sohn baute das Gerät bei Mutti zu Hause noch auf und richtete es ein. Die wichtigsten Sender bekommt sie {ca. 30}, aber natürlich möchte sie alle Sender sehen, die sie vorher hatte. Das ist ja auch in Ordnung, sie bezahlt ja auch dafür. Nur benötigt sie dafür irgendein Modul, worum ich mich kommende Woche kümmern muss, dass sie das erhält.
Nach der Aktion Fernseher war ich mit Sohn und SchwieTo noch beim Kaufmannsladen. Und danach war ich dann geschafft. Komisch, ich ermüde neuerdings immer so schnell, ganz besonders dann, wenn ich viel mit Maske unterwegs bin.
Ich schiebe es darauf, dass ich dann keine frische Luft atmen kann, sondern meine eigene verbrauchte Ausatemluft wieder einatmen muss, die mit CO2 angereichert ist.

Sonntag, 25. Oktober 2020
Den Sonntag wollte ich für mich haben, aber das Wetter war recht schön, so dass sich die Kleine Frau wieder einen Ausflug erquengelte. Naja, Ausflug. 10 km in die Umgebung ging es. Ich wäre sehr gern ein Stück durch den herbstlichen Wald gelaufen. Sie wollte zu einer in unserer Gegend berühmten Eisdiele. Da dort eine riesige Schlange davor stand, liefen wir dann doch noch ein Stück durch den angrenzenden Wald das angrenzende Mini-Wäldchen. Auf dem Rückweg stellten wir fest, dass die Schlange am Straßenverkauf anstand, aber niemand in das schöne Gartenlokal wollte. Dort waren mehrere Tische frei. So kam ich doch noch zu einem tollen Eisbecher und hatte gleichzeitig meine gute Tat absolviert.

Montag, 26. Oktober 2020
Der Arbeitstag war diesmal sehr emotional und damit auch sehr anstrengend. Ich habe schon öfter festgestellt, dass mich geistige oder emotionale Arbeit mehr anstrengt als körperliche. Geht euch das auch so?
Zum Feierabend war ich bei Mutti und habe ihr die Haare gewaschen. Danach brachte ich nichts mehr fertig, außer drei Runden am Pullover, Maschenzahl steigend.

Dienstag, 27. Oktober 2020
Mein freier Tag, an dem ich natürlich jede Menge zu erledigen hatte. Wäsche waschen, trocknen, legen und die Taschen für die Dienstreise packen.
Da es mir davor grauste, am nächsten Morgen 3 Uhr aufzustehen und unausgeschlafen auf die Fahrt zu gehen, packte ich alles zusammen und fuhr schon am Abend.

Mittwoch, 28. Oktober 2020
Dies erwies sich als sehr gute Entscheidung. Zwar hatte ich wieder fast drei Stunden für die Fahrt gebraucht, die das Navi mit 2 Stunden veranschlagt. Aber als ich da war, hatte ich ein sehr gutes Gefühl und konnte trotz der seltsamen Umstände sehr gut schlafen, so dass ich mich am Morgen angenehm ausgeruht fühlte. Das mache ich beim nächsten Mal wieder so, mit ein paar kleinen Verbesserungen.
Der Arbeitstag empfing mich mit dem Regenbogen {siehe oben}.Das heißt, da es nicht regnete, war es wohl ein Halobogen. Egal, jedenfalls war er schön.
Da ich keine Lust hatte, auch im Freien mit Maske herum zu spazieren, verzog ich mich ins Hotel, wo ich in gebührendem Abstand meinen Schlüssel auf den Tresen gelegt bekam und ansonsten keine Menschenseele traf. An diesem Abend war mir das recht, denn inzwischen machte sich doch wieder Müdigkeit bemerkbar.

Donnerstag, 29. Oktober 2020
Nach der Arbeit, die an diesem Tag richtig viel Spaß machte, schlenderte ich doch noch kurz über die Sprem. Ab und an blieb ich stehen, um die Maske kurz zu lüften. Angenehm geht anders. Deshalb zog ich mich mit einer Portion Asia-Futter zum Mitnehmen ins Hotel zurück.
Dieses ganze Gefasel von Zusammenhalten und Gemeinsam gegen die Ausbreitung des Virus geht mir gehörig auf den Senkel. Separiert werden wir. In die Isolation gedrängt. Das kann nicht gesund sein. Was nutzt uns alle körperliche Gesundheit, wenn die geistige und seelische den Bach runter geht. Und das tut sie. Flächendeckend. Die {Spät}folgen sind noch überhaupt nicht abzusehen.
Ich jedenfalls verbrachte einen isolierten Abend im Hotelzimmer und verkroch mich in ein Buch.
Freitag, 30. Oktober 2020
Prüfungsvorbereitungen, Tests abnehmen und auswerten. Ein bisschen von allem und jede Menge Papierkram, der ohne Corona nicht notwendig wäre. Umweltschutz und Datenschutz sind bedeutungslos geworden ob der neu erwachten Reglementierungs- und Kontrollwut. Dieser ganze Quatsch hat zur Folge, dass ich erst eine reichliche halbe Stunde nach meinem offiziellen Feierabend vom Hof komme, und das, obwohl der Chef mich schon eine reichliche Stunde vorfristig auf den Weg geschickt hatte. Ich wollte es aber nicht für den Kollegen liegen lassen, der am Montag Morgen noch ganz andere Dinge zu erledigen hat.
Auf dem Heimweg fuhr ich bei einem N-Markt ran, um für die Mutti… siehe oben.
Samstag, 31. Oktober 2020
Tja, und nun habe ich hier in einem ziemlichen Durcheinander Begebenheiten, Befindlichkeiten und den einen oder anderen frustrierten Gedanken hinterlassen.
Zeit, mich zu verabschieden, mir einen Tee einzuschenken und mich durch eure Wochenrückblicke treiben zu lassen.

Habt ein schönes Wochenende und bleibt glücklich
eure Mira

Samstagsplausch {08.02.2020}


Hallo ihr Lieben,
schon wieder ist eine verrückte Woche vorüber gerauscht und bevor ich mich auch am Samstag in den Strudel ziehen lasse, schreibe ich hier schnell noch einen kleinen Wochenrückblick.
Schnell noch? An dieser Stelle klingelte das Telefon. Die Mutti. Sie hatte einen Brief vom Finanzamt bekommen, der sie so aus der Fassung gebracht hatte, dass sie die ganze Nacht nicht hatte schlafen können. Und nun rief sie in ihrer Verzweiflung eben an.
Ach ja, das Finanzamt… Von allen Ämtern, mit denen wir hier so gelegentlich zu tun bekommen, war das hiesige Finanzamt bisher immer das korrekteste. Die Bearbeitung funktionierte zügig. Wenn man Fragen hatte, erreichte man immer jemanden, der auch Ahnung von seinem Job hatte und einem auch dann weiterhalf, wenn eigentlich ein Kollege zuständig gewesen wäre. Seit Beginn diesen Jahres häufen sich hier aber Seltsamkeiten, Unregelmäßigkeiten, die ich mir nur damit erklären kann, dass man beim Finanzamt möglicherweise die internen Abläufe geändert und damit alles durcheinander gebracht hat. Ich habe zumindest schon eine kleine Liste, die ich am Montag zunächst versuchen werde, telefonisch abzuklären. Da kommt das Schreiben, das die Mutti bekommen hat, gleich mit dazu.
Nun aber doch erst mal ein wenig Rückblickiges.
Montag, 03. Februar 2020
In der Firma lag so viel Kannst-du-mal-eben-schnell an, dass ich überhaupt nicht zu meiner eigentlichen Arbeit kam. Dies und das und jenes und immer am besten sofort und ehe ich mich versah, war die Frühstückspause längst vorüber. Also erstmal kein Kaffee und daran denken, dass man die Mittagspause nicht verpassen darf. Es ist nämlich ein Phänomen in dieser Firma, dass es nie jemandem auffällt, wenn ich Mittagspause hätte und auf dem Gang abgefangen und gebeten werde, nur mal eben schnell bei diesem und jenem zu helfen, was dann in der Regel etwas länger als 30 Mintuen dauert. Wenn ich aber dann auf die Idee komme, mir doch noch einen Kaffee aufzugießen, wird demonstrativ mahnend zur Uhr geschaut, was soviel heißt wie Sie haben doch jetzt gar keine Pause!!! Und natürlich, geneigte Leser ahnen es, verpasste ich natürlich auch an diesem Montag die Mittagspause wieder und verzichtete ganz auf den Kaffee. Soll ja auch nicht schaden.
Für den Abend stand ein Termin an, auf den ich mich sehr freute. Ein Webinar zum Thema Gesunde Ernährung. Geplant war eine Stunde, die nicht eingehalten wurde, weil das Thema so interessant war und auch sehr gut aufbereitet, dass man gern länger in der Leitung blieb. Ach ja.
Übrigens: Was ich durch Selbstversuche seit Weihnachten für mich herausgefunden und beschlossen hatte, wurde hier wissenschaftlich untermauert. Sehr schön.
Nochmal übrigens: Meine Waage bestätigt die Richtigkeit meiner Theorien, wobei die Waage natürlich nicht alles ist.

Dienstag, 04. Februar 2020
Den Dienstag habe ich vergessen. Nein, stimmt nicht, eben erinnere ich mich wieder. Die Arbeit ist nicht erwähnenswert, weil man einfach den Montag noch einmal lesen könnte, um zu erfahren, wie der Dienstag verlief. Für den Abend hatte ich mich mit Lili zum Telefonieren verabredet. Dass ich schon Termine machen muss, wenn ich mit Freundinnen telefonieren will. tststs. Was für eine verrückte Zeit. Es war immerhin ein schöner, entspannter Abend.

Mittwoch, 05. Februar 2020
Den Mittwoch habe ich, weil es der Fünfte war, hier ausführlich beschrieben.

Donnerstag, 06. Februar 2020
Statt eines Guten Morgen fauchte die Lieblingskollegin mich an, als sie zur Tür herein kam. Ich polterte zurück. Alles lasse selbst ich mir nicht gefallen. Sie hat sich etwas später dann entschuldigt. Na gut.
Die "fremden" Kursteilnehmer haben ihre Nachprüfung bestanden. Alle! ich denke, dass dies zu einem großen Teil mein Verdienst ist.
Privat war Einkaufstag mit großer Runde, das heißt Bücherei, Drogeriemarkt und dann erst Kaufmannsladen bzw. N-Markt. Ich habe mir aus der Bücherei Ein Buch mit gebracht, das ich schon seit Ewigkeiten mal lesen wollte und immer wieder verschoben habe. Herr Lehmann von Sven Regener.

Freitag, 07. Februar 2020
Ich habe am frühen Morgen, als ich auf den Sohn wartete, den ich mit in die Stadt nehmen wollte, die erste Seite Herr Lehmann gelesen und schon das erste Mal geschmunzelt. Ja, ich bin sicher, dieses Buch wird mir gefallen. Wahrscheinlich habt ihr es alle längst gelesen, falls nicht, habe ich hier den Affiliate-Link für euch.
Wahrscheinlich ist es aber nicht jedermanns Sache. Man muss Regeners Wortwitz mögen und seine meisterlich zusammengefügten Schachtelsätze. Spielerei mit Sprache. Jajaja.

Samstag, 08. Februar 2020
Heute sollte ich fasten. Ich bin nämlich für den Abend mit zwei Kolleginnen beim Asiaten verabredet und möchte am mongolischem Grill bei den Meeresfrüchten kräftig zulangen. Vorher möchte ich noch etwas Hauskram erledigen, etwas Büro und stricken und lesen möchte ich nach Mögichkeit auch. Da mittlerweile schon Mittag ist, werde ich einiges {das Vergnügliche} auf morgen verschieben müssen oder auf unbestimmt später.

Nun bringe ich erst einmal diesen Beitrag zu Andrea, die in ihrem Samstagsplausch heute über die Pflege von Freundschaften schreibt. Ein sehr interessantes und wichtiges Thema, finde ich.