Geschichten erzählen am Mittwoch

Alltagsgeschichten

Die Sache mit dem Job
Da hieß es Ende Februar: Die Berufsschulen öffnen am 22. März und wir sind noch vor den Berufsschulen dran. Ab 15. März arbeiten wir wieder. Ich hatte mir das schon ausgemalt, wie ich das mit der Feier machen kann, wenn ich am 15. gegen 16.30 Uhr von der Arbeit komme. Das wäre ja für Kaffeetrinken etwas spät geworden. Aber es kam ja anders, die Fahrschulen (die ähnlich strukturiert sind, wie wir) öffneten am 8. März, die Berufsschulen am 15. NUR WIR NICHT.
Nun habe ich mal so etwas wie Ursachenforschung betrieben, weil ich fand, dass es unlogisch ist, dass Bildungsträger der Erwachsenenqualifizierung geschlossen bleiben müssen, während Fahr- und Berufsschulen öffnen dürfen. Na gut, dachte ich, von dem, was unsere Politiker so alles entscheiden oder nicht entscheiden in diesen Zeiten, ist der größte Teil unlogisch. Da passt vieles nicht zusammen. ABER, es ist gar keine Entscheidung {wie sinnvoll auch immer} der Politik. Viele andere Bildungsträger sind wieder am Start. Manche haben ihr Kursangebot cleverer als wir auf Online-Unterricht umgestellt und mussten gar nicht schließen. Genau für die Maßnahme, in der ich am allerliebsten arbeiten möchte {wobei mir jede Maßnahme recht wäre, wenn ich nur endlich wieder dürfte} kamen schon in der vergangenen Woche mehrere Anfragen aus diversen JobCentern und Arbeitsagenturen, wie es genau ablaufen soll, wenn wir am 15. wieder starten. Als sie zur Antwort bekamen, dass wir eben nicht starten, waren sie sehr verwundert bis entsetzt, und es war des Öfteren zu hören: Aber warum denn nicht, alle anderen starten doch auch? Da die Verantwortlichen an den einzelnen Standorten diese Frage nicht beantworten konnten, leiteten sie diese an den Gebietschef weiter. {Das ist derjenige, den ich immer mal als den alten Chef bezeichnet habe, obwohl er so alt gar nicht ist.} Und der hatte eine sehr seltsame Antwort auf all diese Anfragen: ICH habe gesagt, bis zum 31. bleibt zu. Also bleibt bis zum 31. zu!!!
Das heißt, ich darf bzw. wir alle dürfen nicht arbeiten, weil er das gesagt hat. So ein … Mist aber auch.
Keiner von uns, weder in Sachsen, noch in Thüringen kann die Beweggründe dieses Mannes verstehen. Man könnte glatt den Eindruck gewinnen, er will sein Gebiet an die Wand fahren. Nur, warum? Dann verdient er doch auch nichts mehr und beweist, dass er als Chef nicht gerade eine Koryphäe ist.
Seltsamerweise habe ich aus dem ganzen Wirrwar die Hoffnung geschöpft, dass wir nach Ostern endlich arbeiten dürfen.
Leider schreit nun der profilierungssüchtige sächsische Ministerpräsident schon wieder nach einem noch viel schärferen Lockdown. Ich glaube, wenn der genügend Gefängnisse hätte, würde er die gesamte Sächsische Bevölkerung komplett wegschließen.
Ich bin gespannt, was nun als nächstes geschieht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.