Samstagsplausch {18.08.2018}

Liebe Plauscherinnen, ich kündige es schon gleich einmal an: In der nächsten Woche wird es meinen Plauschbeitrag wieder einmal verspätet geben {ich hoffe am Sonntag}, denn wenn ihr euch bei Andrea zum gemütlichen Plausch versammelt, werde ich im Färberdorf Neckeroda {in der Nähe von Rudolstadt} meinen Stand aufbauen und mit vielen tollen Sonderangeboten auf Sockengarne locken. Viel anderes werde ich gar nicht mitnehmen, schließlich habe ich mir einen Kombi zugelegt, keinen LKW *lach*. Aber die schönen Sockengarne rufen regelrecht danach, verstrickt zu werden.
Nun aber genug der Vorschau, jetzt sollt ihr erst einmal erfahren, was rückblickend in der letzten Woche so los war.

Samstag, 11. August
Das war vielleicht ein Chaostag. Ich kam fast gar nicht zur Ruhe. Allerdings war es zumindest am Anfang so, dass ich über die Abwechslung recht froh war. Während der Hitzewelle hatte ich außer dem Job kaum etwas auf die Reihe bekommen und die freie Zeit fast ausschließlich dazu genutzt, mich zu entspannen. Das war zwingend notwendig und tat mir sehr gut. Nur, wer mich kennt, weiß, dass so viel Entspannung gar nicht meins ist. Ich brauche das unbedingt, aber schon nach relativ kurzer Zeit langweilt mich das und ich muss wieder loswuseln. Hinzu kam mein Kinobesuch in der vorherigen Woche und dessen "Folgen". Inspiriert durch den Film dachte ich über mein Leben nach, darüber, wie wuselig ich immer gewesen war und wie lahm ich jetzt bin. Darüber, dass mein Leben jetzt nur noch aus Job, Garten und Mutti betüddeln besteht, wobei letzteres ja keine notwendige Pflege ist, sondern eingefordertes Langeweilevertreiben. Zwangsläufig kam ich zu dem Schluss, dass dies noch nicht alles gewesen sein kann. Nicht alles gewesen sein darf. Es muss doch noch etwas anderes für mich geben, als mit einer fast 30 Jahre älteren Frau auf der Gartenbank zu sitzen. Damit bin ich nicht glücklich und das muss ich auch nicht. Als ich mit meinen Überlegungen so weit gekommen war, war ich froh darüber, dass der Sohn am Samstag Morgen dringend zum Einkaufen ins P.C. wollte. Das ist doch gleich etwas ganz anderes, als immer nur die Runde durch den N-Markt zu drehen. Natürlich schleppte ich die Mutti mit, die plötzlich meinte, sie käme sonst ja nie raus und unbedingt mehrere Schuhgeschäfte abklappern wollte. Meine Wünsche … {geschenkt}

Der Gedanke: Das kann doch nicht alles sein! ist noch nicht zu Ende gedacht.

Selbst Mutti stellte am Samstag Nachmittag fest, dass ich bissel viel auf einmal um die Ohren hatte. Da kündigte ich gleich an, am Sonntag einen Tag ganz für mich allein haben zu wollen. Dabei ging es mir gar nicht um Ruhe, sondern um die Chance, spontan zu entscheiden, wonach mir der Sinn steht und nicht immer nur nach voreingestelltem Programm abzulaufen. Naja, ich hab das ja schon des Öfteren erwähnt. Ihr versteht mich schon.

Sonntag, 12. August
Am Ende war der Sonntag dann doch ein stinknormaler Ruhetag, den ich im 12 von 12 versucht habe, festzuhalten.

Montag, 13. August
Der Montag brachte Stress. Ich kam nicht dazu, Pause zu machen, ich kam nicht einmal dazu, zwischendurch einen Kaffee zu trinken. Ich rannte und tat und drehte mich, und zu einem nicht unwesentlichen Teil erledigte ich Arbeiten, die andere Kollegen hätten im Vorfeld schon erledigen sollen.
Zum Feierabend war ich ziemlich geschafft und freute mich sehr darauf, mich bei trübem Wetter in den Garten zu verziehen und den Feierabend zu genießen. Ja, natürlich bin ich gern im Garten. Natürlich genieße ich die Ruhe dort, wenn denn Ruhe ist. Ich mag es nur nicht, wenn das alles vorprogrammiert ist und von anderen {Mutti} erwartet wird. Dann will ich es gerade nicht!

Dienstag, 14. August
War das nun am Dienstag, als auf dem Heimweg ein so heftiger Regenguss nieder ging, dass meine alte Jolanda noch einmal richtig schön sauber gewaschen wurde?
Im Garten war allerdings kein Regen gefallen.
Die Nachbarin kam auf einen Schwatz. Der Sohn heizte den Grill an. Es war wieder einmal Mitternacht, als wir in die Wohnung fuhren.

Mittwoch, 15. August
Endlich erreichte ich jemanden im Autohaus und konnte gleich noch am Nachmittag hinkommen, um ein paar Papiere zu unterschreiben. Mein neues Baby durfte ich auch streicheln. Und genau in einer Woche, also am nächsten Mittwoch, kann ich es abholen.

Donnerstag, 16. August
Kontrolltermin bei der Ärztin. Das machte mich richtig, richtig sauer. Ich hatte seit dem letzten Termin nur ein Kilo abgenommen (das Mal zuvor waren es drei gewesen), und nun muss ich sechs Wochen lang jeden Krümel aufschreiben, den ich zu mir nehme und eigentlich darf ich überhaupt nichts mehr essen. In meinen Salaten, die im Wechsel mal eine Kartoffel, mal ein paar Körner Mais, mal ein paar Schinkenwürfel enthielten, muss ich all das weglassen. Statt roter Paprika, lieber nur gelbe verwenden. Kohlehydrate weglassen sowieso, nun auch Fleisch. Was bitte, soll ich denn dann überhaupt essen? Na gut, ich mache das. Aber es kann sein, dass ich dabei zu einer bösen grilligen Alten mutiere. Und wenn das passiert, schreie ich die Ärztin das nächste Mal an. So! Das hat sie dann davon!

Danach traf ich mich mit Mutti zur Einkaufstour. Die Arme bekam meinen ganzen Frust über den Arztbesuch ab uns schaffte es gar nicht, mich zu beruhigen.

Freitag, 17. August
Der letzte Chaostag auf Arbeit. Am Montag bekomme ich zwar auch wieder neue Leute, aber nur drei. Und die 12 von dieser Woche sind dann schon nicht mehr neu und haben sich eingewöhnt und sind damit nicht mehr ganz so anstrengend.
Dumm ist, dass ich seit zwei Tagen Rückenschmerzen habe, die zum Feierabend im Garten auch nicht besser wurden.
Am Abend gab es ein kleines Gewitter und in der Nacht regnete es dann auch noch einmal, ein wenig mehr.
Samstag, 18. August
4.04 Uhr stand ich auf. Eigentlich wollte ich nur pieseln, aber ein fieser Wadenkrampf scheuchte mich hoch und die Rückenschmerzen bewirkten, dass ich ihn gar nicht richtig weglaufen konnte, weil mir jeder kleine Schritt zusätzlich weh tat. Nun war ich einmal wach, also packte ich meinen Kram zusammen und fuhr in die Wohnung, wo ich Frust, Krampf und Rückenweh abduschte. Das warme Wasser tat sehr gut. Dann programmierte ich die Waschfee, damit sie halb sieben mit ihrer Arbeit beginnen konnte. Ich selbst kroch gegen halb sechs in mein Bett und schlief immerhin bis halb acht, was für mich schon ziemlich lange ist.

Inzwischen ist die Wäsche verpackt, um sie im Garten aufhängen zu können. Auch zwei Kartons mit Sockenwolle stehen bereit, einer mit neuen Knäulen, einer mit den Resten, aus denen ich Restesocken stricken will. @Catrin, du siehst, ich habe deinen Rat befolgt.

So, und jetzt wurde in einem halbstündigen Telefonat geklärt, dass ich mein Wochenende nicht selbst zu bestimmen habe, sondern es gefälligst anderen schön zu machen habe. Das kann ich schließlich mal tun, wenn ich schon nächsten Samstag unbedingt auf so nen blöden Markt fahren muss.

Also, habt es schön bei Andrea und überhaupt in euren Wochenenden. Ich gehe mich jetzt nerven lassen, damit ich nicht womöglich auf die Idee komme, ein schönes Leben haben zu wollen. Wie war das noch? Ich kann gar nicht mit viel Entspannung umgehen. Also sorgt mein Umfeld dafür, dass ich nicht zuviel davon bekomme. Sind die nicht lieb?

Ach so, falls ihr kommentieren wollt und diese seltsame Fehlermeldung mit dem INTERNAL SERVER ERROR bekommt, könntet ihr bitte diesem Link folgen http://a.bytecamp.net/
und die dort angegebenen Daten entweder an mich senden mira@besinnlich.de oder direkt an den Support support@bytecamp.net . Im zweiten Fall müsstet ihr bitte noch dazu schreiben, dass es sich um den Fehler Internal Server Error auf besinnlich.de handelt. Nur so hätte ich eine Chance, dass der Support den sporadisch auftretenden Fehler findet und beseitigen kann.
Vielen Dank für eure Mithilfe.

12 von 12 im August

Wenn der 12. auf einen Sonntag fällt, sollte es doch leicht sein, die 12 Fotos für 12_von_12 zusammen zu bekommen.

Kurz nach 7 Uhr. Die Sonne kriecht durch den Apfelbaum. Endlich…

…und beleuchtet mein Gartenidyll.

Der Tag beginnt, wie auf dem Bild zu sehen kalt.

Das ist schon der zweite Guten-Morgen-Kaffee. Den ersten habe ich zum Aufwärmen ganz schnell getrunken.

Eigentlich wollte ich die Grafitti-verschmierte S-Bahn aufnehmen, wurde aber von einer kaffeegierigen Wespe attakiert, und schon war die Bahn vorbei.

Und die Wespe? Seht selbst.

Schnell mal was zum Naschen gepflückt.

Was könnte man denn mal noch aussäen, wenn die Kartoffeln geerntet sind?

Geschenke von der Nachbarin. Super leckere eigene Ernte.

Als ich bei Nachbars zum Kaffee saß, hatte ich das Strickzeug dabei und die Socke ein gutes Stück voran gebracht.

Sieht das da am Himmel nicht aus wie Engelsflügel?

Ich habe einfach gar keine Lust, in die Wohnung zu fahren. Also sitze ich noch unter dem Apfelbaum und träume, während der Sohn in der Hütte seine Siebensachen zusammen packt. Dann geht es heim und kurz nach Mitternacht ganz schnell ins Bett, denn um 5 klingelt wieder der Wecker.

Der Zwölfte ist schon eine Weile vorbei. Ich sende dies trotzdem noch zu 12 von 12.
Bis in einem Monat.

Samstagsplausch {11.08.2018}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen. Da bin ich wieder.

Am Samstag, 04. August hatte ich mich in den Garten verkrochen und konnte mich nicht entschließen, in die Wohnung zu gehen, um den Plauschbeitrag zu schreiben und zu posten. Das habe ich am Montag nachgeholt, und wer sich dafür noch interessiert, bitte hier entlang.
Sonntag, 05. August
Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Das habe ich mich an dem Sonntag auch gefragt. Der Tag war einfach um, ohne dass ich etwas Spürbares für mich getan hätte. Nicht gestrickt, kaum gelesen.
Aber die Mutti bedankte sich am Abend für den schönen Tag. Das ist doch was!
Montag, 06. August
Weil es am Sonntag etwas kühler war, gab es am Montag kein Hitzefrei, obwohl da das Thermometer schon wieder auf 32°C kletterte. Immerhin bestand die Arbeitszeitverlagerung weiterhin, sodass ich doch recht früh im Bad war und schon eine Stunde im nicht wirklich kühlen Wasser zugebracht hatte, bevor Katl eintraf. Wenig später kam auch Janine an. Die beiden strickten fleißig, eine rechts, eine links von mir. Ich lag auf der Liege in der Mitte und träumte vor mich hin, denn mein Strickbeutel liegt seit reichlich zwei Wochen in der Laube und träumt dort ebenfalls vor sich hin.
Dienstag, 07. August
Es gab wieder eine halbe Stunde Hitzefrei. Viel nützte mir das nicht, denn für diesen Tag hatte ich auf dem Heimweg einige Erledigungen eingeplant. Leider erreichte ich nur etwa die Hälfte dessen, was ich mir vorgenommen hatte. Entweder waren die Leute nicht da oder die Ware nicht oder es stand etwas oder jemand im Weg. *grrr* Etwas frustriert beschloss ich den Feierabend im Garten, wo die komische Stimmung leider auch nicht völlig von mir abfiel.
Mittwoch, 08. August
Obwohl in unserem Vorstadtkino an Dienstagen und Donnerstagen Kinotag ist, hatten wir für Mittwoch einen Kinobesuch geplant. Mutti wollte gern Mama mia! sehen. Aber am Dienstag hatte sie eine Einladung und am Donnerstag haben wir ohnehin immer etwas vor.
Also holte ich sie am Mittwoch ab und ging mit ihr ins Kino. Ach ja, war nett. Herzkino eben. Ab und zu sehe ich sowas ganz gern. Die Musik von ABBA mag ich sowieso, mochte ich schon immer und immer noch. Viele sagen, der erste Teil von vor zehn Jahren sei schöner gewesen. Das kann ich mir für mich nicht vorstellen. Ich habe ihn nicht gesehen, mich nur über den Inhalt belesen und glaube nun, dass der zweite Teil mein Favorit wäre, auch wenn ich beide Teile gesehen hätte. Dieser spielt nämlich auf zwei Zeitebenen. Und das mag ich nicht nur bei Büchern.
Donnerstag, 09. August
Beim Einkaufen traf ich Atanasius und wir schwatzten ein wenig. Nicht lange, denn er hatte die Hände voll Kram und ich hatte irgendwo zwischen den Supermarktregalen die Mutti verbummelt. Aber es war nett, brachte mich zum Lächeln.
Freitag, 10. August
Es hat sich deutlich abgekühlt. Leipzig hat 21°C. Es ist windig, so dass man auch gut die stickigen Räume lüften kann. Alle atmen auf und freuen sich. Ich bin mir aber sicher, hätte der gesamte Sommer diese Temperaturen, würden alle jammern, was für ein besch… Sommer das wäre.
Ähm, ja, von mir aus, dürfte es auch wieder wärmer werden. Es dürfte auch so bleiben. Mir wäre alles recht, Hauptsache es ist nicht dauergrau und regnerisch, wobei ich gegen einzelne Regentage nichts einzuwenden hätte. Jaja, ich weiß. Ich hab immer irgendwelche unsinnigen Wünsche.

Samstag, 11. August
Ich bin in die Wohnung gefahren, um Wäsche zu waschen. Die wollte ich dann mit in den Garten nehmen, um sie dort zu trocknen. Gleichzeitig wollte ich noch die Mutti mit in den Garten nehmen. Und nun möchte der Sohn noch einiges erledigen. Das mache ich gern mit. Dann ist dieser Samstag wenigstens nicht so brav, bieder, vorhergezeichnet wie die anderen alle. Das freut mich.

Und nun bringe ich fix diesen Eintrag zu Andrea.
Habt ein schönes Wochenende.

Freitagsfüller 484

Na, bei mir ist es natürlich nicht der 484. Freitagsfüller, aber da ich keine eigene Nummerierung habe, und weil mir die Zahl gefällt, dachte ich, ich übernehme diese einfach.

1. Jetzt kann man mal so richtig durchlüften, denn über Nacht hat es sich deutlich abgekühlt.

2. Ich kann diesen Sommer wirklich genießen. Selbst bei 38°C ist das für mich nicht unmöglich.

3. Es macht Spaß jede freie Minute im Freien zu verbringen und auch unter freiem Himmel zu schlafen.

4. Der hoffentlich bald erledigte Autokauf wird mein Highlight der 2. Jahreshälfte.

5. Ich frage mich, wann es endlich soweit ist.

6. Ich habe mich ewig beraten lassen und den Verkäufer mit immer neuen Fragen und Idee gequält, aber ich denke, das war es wert.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Garten und die entspannung und mal sehen, was alles noch geschieht. Samstag habe ich ebenfalls einen schönen Gartentag geplant, und Sonntag möchte ich ganz für mich haben.

Den Freitagsfüller, wie immer, von Barbara.
Mal sehen, ob ich nach ihrem Blogumzug endlich wieder bei ihr kommentieren kann.

WmdedgT – August 2018

Der 5. August, der Tag an dem Frau Brüllen wieder fragt Was machst du eigentlich den ganzen Tag?, fiel auf einen Sonntag. Ich freute mich schon darauf. Hey, Sonntag. Endlich mal Gelegenheit, etwas anderes zu tun, als Büroarbeit, die zwar interessant ist, aber nicht für die Blogleser, fürchte ich.
Und dann? Ja, dann hatte ich von dem schönen Sonntag auch nicht wirklich etwas zu berichten. Wobei…
Kurz nach Mitternacht.
Ich hatte es mir in meinem Lehnstuhl bequem gemacht, die Füße hochgelegt. Ich war eingerichtet für die Nacht. Der Sohn bestand allerdings darauf, mir noch ein Kissen zu bringen und eine leichte Decke. Dann verabschiedete er sich, wollte noch zu einem Freund. Im Nachbargarten ist noch eine Party im Gange mit Musik von Heintje und sehr viel Gekicher.
00:50 Uhr.
Ich ziehe vom Lehnstuhl auf die Hollywoodschaukel um. Die Party ist sehr viel leiser geworden. Irgendwo weit weg blitzt es immer wieder, aber über mir ist der Himmel sternenklar.
02:38 Uhr.
Kühler Wind streichelt mein Gesicht. Wie angenehm. Jetzt bin ich froh, dass ich die Decke habe. Die Party ist zu Ende, drüben ist alles dunkel. Nur das seltsame Blitzen, das gewiss kein Wetterleuchten ist, setzt sich noch immer fort. Es sieht fast aus wie das Blinken des Flughafen-Towers, nur steht der in einer ganz anderen Richtung.
05:03 Uhr.
Jetzt habe ich aber schön lange geschlafen, zweieinhalb Stunden am Stück. Es beginnt gerade zu dämmern. Ich ziehe die Decke, die bisher nur auf meinen Füßen lag, bis ans Kinn und weigere mich, aufzustehen. Schließlich ist Sonntag.
07:08 Uhr.
Sonne lugt zwischen den Apfelbäumen hindurch. Zeit, aufzustehen, mich frisch zu machen. Noch ist es angenehm kühl. Während das Kaffeewasser blubbert, mache ich erste Guten-Morgen-Fotos. Beim ersten Kaffee verbastle ich sie zu einem Gruß und versende ihn an meine Lieben. Crissi, die Nachbarin, kommt und wir trinken ein Käffchen gemeinsam. Es ist selten, dass sie am Sonntag Morgen dafür Zeit hat. Deshalb genießen wir das.
Etwas später bringt sie mir Tomaten, eigene Ernte. Hmmm, so aromatisch.
09:30 Uhr.
Nun ist Eile geboten, da ich um diese Zeit schon bei Mutti sein sollte. Ich rufe sie fix an und gebe Bescheid, dass ich unterwegs bin. Bis wir wieder im Garten ankommen, hat sich die Wolkendecke zugezogen. Ein frisches Lüftchen weht. Wir haben angenehme 24°C.
Ich koche Pellkartoffeln, die ich zum Abgießen einfach in die Wiese schütte. *kicher*
Ein paar davon schäle ich und schneide sie für den Salat. Mutti mopst mir mit spitzbübischem Lächeln immer wieder Kartoffelscheiben, bis ich ihr eine eigene Kartoffel zum Schälen gebe. Ich hole ihr noch Butter und Salz dazu, während ich noch eine Menge Gemüse schnipple und den Kartoffelsalat würze.
Zum Schutz vor gierigen Wespen muss die Salatschüssel unter die Käseglocke, die laut Etikett Speisen Abdeckhaube heißt.
12:30 Uhr
Die kleine alte Dame schreit Huuunger, dabei dachte ich, sie wäre schon vom Katroffeln-Naschen satt. Also essen wir unseren Salat. Ich räume den Tisch ab, hole Abwaschwasser, das heute nicht ganz so heiß wie sonst aus der Leitung kommt.
Mutti will unbedingt Unkraut rupfen, weil es heute ja so kühl ist. Zwischendurch ruft meine Schwester an. Ansonsten habe ich die ganze Zeit irgend etwas zu tun, zu muddeln. Nichts richtiges, aber da mal etwas Unkraut gezupft, dort mal was aufgeräumt. Ich würde gern lesen, aber Mutti fällt immer wieder etwas zu schwatzen ein, bis sie wieder zu ihrem Krimi greift und ich mich auf die Schaukel zurück ziehe. Aber da komme ich auch nicht zum lesen, weil ich einnicke.
Nach 20 Minuten erholsamem Schlaf ist es 15:00 Uhr und ich setze Kaffee auf. Nach dem Vesper vertieft sich Mutti wieder in ihr Buch, während ich wieder abwasche, den restlichen Salat transportsicher verpacke und dann durch den Garten ziehe, um unsere Pflanzen vor dem Verdorren zu retten.
Als ich mich wieder hinsetzen kann, um noch ein wenig zu lesen, hat Mutti ihren Krimi fertig und meiner ist weg. Ich frage mehr mich als sie, wo denn mein Buch geblieben ist. Da macht sie wieder ihr spitzbübisches Gesicht und hält das Buch hoch. AHA.
Nun gut. Also beschäftige ich mich noch ein bisschen. Zu muddeln gibt es immer etwas. Und dann packe ich auch schon langsam zusammen.
18:00 Uhr
Inzwischen hat auch die Mutti zusammengepackt, wir verlassen den Garten und ich bringe sie nach Hause. Vor der Haustür meint sie, es wäre ein sehr schöner Tag gewesen. Naja.
19:00 Uhr
Daheim füttere ich die Waschfee, schwatze mit dem Sohn. Esse zum Abend etwas von den mitgebrachten Resten.
Später hänge ich die Wäsche auf und lege mich für eine Weile ich die kühle Wanne.
Dann endlich lese ich noch eine Weile.
Gegen 22:30 Uhr beschließe ich diesen Sonntag, an dem ich das Gefühl hatte, immer nur herumgewuselt zu sein. Richtig fertig geworden ist nichts, aber richtig ausgeruht habe ich mich auch nicht. Da ist die Frage Was machst du eigentlich den ganzen Tag? nur allzu berechtigt.

Samstagsplausch {04.08.2018}

Liebe Plauscherinnen, in dieser {letzten, eben vergangenen} Woche kam ich leider nicht dazu, mit euch zu plauschen. Warum? Nun, ihr könnt es euch denken. Ich war natürlich über das Wochenende wieder im Garten {ohne Internet} und konnte mich diesmal auch nicht dazu aufraffen, am Samstag Morgen in die Wohnung zu fahren. Also blieb leider der Plausch auf der Strecke. Dennoch möchte ich wenigstens ein paar Stichworte festhalten, damit mir die Woche vom 28. Juli bis 03. August nicht aus meiner Erinnerung verloren geht. Viel gibt es allerdings nicht zu berichten.
Zusammenfassen kann ich die Woche in einem Wort: heiß!
Aber das ist ja nichts Neues und ihr wisst das alle selbst. Also krame ich mal in meinem Gehirn, was es sonst so gab.
Arbeit…
…passend zum heißen Wetter natürlich von Montag bis Freitag in Vollzeit. Wobei… der Chef ab Dienstag "Hitzefrei" gewährte, täglich ab 14 Uhr. Gepaart mit der Arbeitszeitverlagerung ergab das für mich zwar nur 0,5 Stunden am Tag, ganze 2 Stunden in dieser Woche, aber ich freute mich schon über die Geste und einen wesentlichen Vorteil hat es doch, dass die Kollegen im Büro auch 14 Uhr Schluss haben und somit nicht mehr eben noch schnell etwas von mir wollen.
Nun könnte ich zwar grummeln, dass ich ausgerechnet jetzt bei diesem traumhaften Urlaubswetter einen Auftrag habe, der aber bald ausläuft, wahrscheinlich pünktlich zu dem Moment, wenn das Wetter in eine Regenphase umkippt. *grummelgrummel* Aber nein, ich grummle nicht. Schließlich wollte ich diesen Auftrag unbedingt haben.
Außerdem wollte ich…
Sommer…
…und deshalb schockiere ich unter der Hitze stöhnende Kollegen, Freunde, Bekannte, Nachbarn gern mit der Bemerkung:
Ich find’s schön.
Natürlich schwitze ich und habe Probleme mit dick geschwollenen Knöcheln. Bin nur einmal müde, und das ist immer. Und wenn ich von der Arbeit heim {bzw. in den Garten} komme, kann ich mich kaum noch zu irgend etwas motivieren, außer mich mit Buch und Getränk in den Schatten zu setzen, die Füße hochzulegen und vor mich hinzuträumern. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb genieße ich diesen Sommer. Er macht vieles so schön unkompliziert. Die Hektik ist verschwunden, weil keiner mehr Kraft hat, überhaupt noch Stress zu machen. Oder empfinde das nur ich so, weil ich mich gerade im Genießermodus befinde?
Schwimmen…
…war ich nur am Montag. Das hat nicht wirklich Spaß gemacht, weil das Wasser sehr warm war. Also, die Sonne darf vom Himmel prasseln, aber das Wasser sollte dann bitteschön erfrischend sein. War es aber nicht, und außerdem war es mir zu voll. Ich hab’s ja nicht so mit vielen Menschen, jedenfalls nicht immer.
Gelesen…
…habe ich natürlich viel, denn ich habe ja sonst kaum was getan.

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Titel: Herzsammler
Autor: Stefan Ahnhem
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: List
Einschätzung: Gut, dass dieser Thriller in Skandinavien spielt und von einem schwedischen Autor stammt.
Wäre der gleiche Stoff in einem amerikanischen Thriller behandelt worden, hätte ich ihn wahrscheinlich nicht gemocht.
Eine ziemlich blutrünstige Geschichte, aber gerade noch erträglich. Die Figur des Ermittlers Fabian Risk wurde mir
im Verlauf der Handlung unsympatisch, besonders durch eine Handlung, die ich nicht näher benennen kann, ohne zu spoilern.
Der Schreibstil hingegen gefiel mir gut und bewirkte, dass ich recht schnell las und das Buch nur ungern weglegte.
Mir gefällt es immer sehr gut, wenn die Handlung sich auf verschieden Ebenen verteilt, sei es räumlich oder auch
zeitlich oder beides {wie hier}. Und ich mag es, wenn sich am Ende die offenen Fragen der einzelnen Ebenen
zu einer Lösung verdichten.
Es gab allerdings eine Ebene, die ich nirgends einordnen konnte und die, falls sie nicht als Cliffhanger
für den nächsten Band gedacht war, überhaupt keinen Sinn ergibt.
Neugierig bin ich nun auf "Und morgen du", das bereits ein Jahr vor "Herzsammler" veröffentlicht wurde,
dessen Handlung aber danach angesiedelt ist.
Wertung: drei von fünf Sternen.
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Die Abende…
…verbrachte ich im Garten {außer Montag}. Ansonsten passierte nicht viel.
Ach, doch, ein sehr nettes Gespräch hatte ich mit Catrin. Zeitversetzt, weil über Sprachnachrichten, die wir beide mögen, weil der Gesprächspartner {anders als beim Telefonat} sie abhören kann, wann es gerade passt. Sie gab mir eine so umfassende Beratung zu ihrem tollen Topf, dass ich mich entschlossen habe, mir vom übernächsten Honorar einen solchen zu gönnen.
Mehr gab es über die Super-Sommer-Woche nicht zu erzählen. Vielleicht wird es am nächsten Samstag mehr. Und vielleicht schaffe ich es dann auch, euch wieder bei Andrea zu treffen.
Jetzt halte ich mal noch ein wenig Nachlese.

Samstagsplausch {28.07.2018}

Guten Morgen liebe Plauschrunde. Auch wenn ich in dieser Woche kaum Gelegenheit hatte, zwischendurch zu bloggen, wird dieser Wochenrückblick nicht so ausführlich, wie ihr das sonst von mir kennt. Das schöne Sommerwetter ist mir einfach zu schade, um drinnen am Rechner zu sitzen. Das versteht ihr gewiss.
Im Grunde war es für mich eine Art Urlaubswoche, zumindest am Anfang. Natürlich habe ich von Montag bis Donnerstag Vollzeit gearbeitet, aber danach habe ich ganz einfach nichts mehr getan. Außerdem hatte der Chef uns freigestellt, täglich eine halbe Stunde früher mit der Arbeit zu beginnen und entsprechend früher Feierabend zu machen. Das haben wir dann getan, wobei mir das nicht viel nützt, wenn andere Kollegen die Arbeitszeit nicht verlagern und dann immer noch ganz fix etwas zu besprechen haben, wenn ich “eigentlich” schon Schluss hätte. Immerhin haben wir diese wüstenheiße Arbeitswoche irgendwie überstanden, genau wie das vorhergehende Wochenende mit dicken Wolken, die leider kein Gewitter brachten, sondern nur Schwüle.
Am Samstag, 21. Juli war Gartentag mit Mutti angesagt, die ich gegen 11 Uhr abholte. Es war bedeckt und so drückend, dass man sich kaum bewegen mochte. Mutti meinte dann, sie käme am Sonntag, 22. Juli lieber nicht noch einmal mit. So haben wir es dann auch gehalten.
Am Donnerstag war es dann vorbei mit dem Nichtstun zum Feierabend, denn da war Einkaufstag, die große Runde, mit Bücherei, dafür diesmal ohne Drogeriemarkt. Stattdessen wollte Mutti noch in einen "Fidschiladen" wegen ein paar Hauspantoffeln. Unmittelbar daneben ist eine Bäckerei, die auch super leckeres Eis anbietet, und ich hatte mir schon am Morgen überlegt, dass ich Mutti zu einer Kugel Eis überrede. Das war nett.

Und sonst so?
geschwommen…
…bin ich in dieser Woche nur am Montag {23. Juli}. Das war schön und tat gut, wenn ich auch insgesamt etwas knurkelig war. Wegen des frühen Feierabends schafften wir den Aufguss um 18.00, der mit Heudüften und Musikuntermalung besonders schön war.
getroffen…
…habe ich am Montag im Bad außerdem die Janine. Nachdem ich ihr geschrieben hatte, dass ich dort sein würde, entschloss sie sich ganz spontan, auch hinzukommen. Wir hatten wieder jede Menge zu erzählen.
Außerdem holten die Uraltfreundin und ich am Dienstag {24. Juli} unser immer wieder verschobenes Treffen nach. Diesmal bei mir im Garten, wo wir uns unter Apfelbaum und Sonnenschirm vor der stärksten Sonneneinwirkung versteckten. Später am Abend kam dann noch Sylvana hinzu.
geschnippelt…
…wurden in dieser Woche Berge von Gemüse. Jeden Morgen vor der Fahrt zum Dienst zauberte ich mir einen riesigen Salat, bestehend auch Paprika, Gurke, Tomaten, einigen wenigen kleinen Kartoffeln und einer Menge Kräutern. Auch am Dienstag Abend schnippelten wir Gemüse, mischten dieses unter eine Tzatzizubereitung aus dem N-Markt und aßen Pellkartoffeln dazu. Das mit dem Tzatziki war eigentlich eine Notlösung, weil ursprünglich Sylvana vorgeschlagen hatte, am Abend im Garten Kartoffeln und Quark zu essen und den Quark dafür mitzubringen. Nun kam sie aber zunächst nicht, und ich wollte das Abendbrot auftischen, also wurde statt des Quarks Tzatziki genommen. Und, was soll ich sagen? Das mache ich demnächst wieder.
gestrickt…
…habe ich dieser Woche nicht eine Masche.
gelesen…
…habe ich immer zwischendurch.

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Titel: Kiellinie
Autorin: Angelika Svensson
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Knaur
Einschätzung: Eine schöne schnelle Schreibweise, die auch zum schnellen Lesen animiert.
Charaktere, die man mögen kann. Ein wenig Menschelndes, das man nicht unbedingt mögen muss, das aber der Geschichte keinen Abbruch tut.
Gegen Ende vielleicht ein klein wenig zu dick aufgetragen. Aber insgesamt kurzweriliges Lesevergnügen.
Die nachfolgenden Bücher der selben Autorin mit dem gleichen Ermittlerteam werde ich auch noch lesen.
Wertung: dreieinhalb von fünf Sternen.
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geschlafen…
…habe ich länger, als ich wollte, am Donnerstag {26. Juli}. Und das kam daher, dass ich gegen 19 Uhr bei Mutti fertig war und mich entschloss, nicht in den Garten sondern in die Wohnung zu fahren. Dort belud ich die Waschfee und überlegte noch, ob ich, wenn sie fertig ist, vielleicht doch noch in den Garten düse, um dort die Wäsche aufzuhängen. So lange die Fee ihre Arbeit verrichtete, wollte ich nur ein wenig die Füße hochlegen. Die waren, wie jeden Nachmittag ziemlich angeschwollen. Aufgewacht bin ich dann kurz nach Mitternacht, habe die Wäsche zu Hause aufgehängt und bin wieder ins Bett gekrochen.

Am Freitag, 27. Juli war dann alles anders. Es begann schon damit, dass ich an diesem Tag kein Gemüse schnippeln musste, weil mir der immer gleiche Salat inzwischen zum Hals heraus hing. Also packte ich einen Becher Tzatziki und einen riesigen Kohlrabi als Wegzehrung ein und ging ganz entspannt und rechtzeitig aus dem Haus.
Dann aber hatte die alte Jolanda partout keine Lust anzuspringen. Ich versuchte alles, was mir nur einfallen wollte. Leider erfolglos. Menno. Zwei Wochen müsste sie noch durchhalten. Nur zwei Wochen. Dann kommt das neue Auto. Aber wahrscheinlich will die alte Rostlaube mir den Abschied leicht machen. Also packte ich die Taschen um, denn alles, was ich schon für den Wochenfeierabend im Garten dabei hatte, konnte ich unmöglich mit der Straßenbahn mit in die Stadt schleppen. Die Bahn fuhr mir dann prompt vor der Nase weg. Ich musste nur noch die Hauptstraße überqueren und einsteigen, da setzte die Bahn sich in Bewegung. Die nächste fuhr erst 20 Minunten später.
Den Kollegen hatte ich Bescheid gegeben, und ändern konnte ich das nun sowieso nicht mehr. Den Sohn bat ich dann, mit dem Fahrrad meine restlichen Taschen aus dem Auto zu bergen, damit ich am Nachmittag von der Endhaltestelle direkt in den Garten wandern konnte.
Am Nachmittag gab es eine Stunde "Hitzefrei", so dass ich insgesamt 1,5 Stunden früher nach Hause fahren konnte, als sonst. Das hatte den Vorteil, dass die Tram ganz leer war. Kurz nach der Endhaltestelle, sammelte mich dann ein Bekannter des Sohnes mit dem Auto ein, so dass ich nicht einmal zum Garten laufen musste.
Anke und Jürgen baten mich zu Kaffeetrinken, und kaum hatten wir uns niedergelassen, ging endlich ein lang ersehntes Gewitter nieder. Das tat gut.
Pünktlich zur Mondfinsternis war der Himmel wieder klar, der Blutmond war gut zu sehen.
Weil alle Sträucher und Büsche noch vor Nässe troffen, wagte der Sohn später noch ein Lagerfeuer, gut gezähmt im Feuerkorb. Wir waren nicht die einzigen. Auf mehreren Grundstücken kamen die Feuerschalen zum Einsatz. Sehr stimmungsvoll.
Und heute zum Samstag, 28. Juli? Darf ich wieder die Mutti zu von ihr bestimmten Zeiten {die mir sehr ungünstig sind} holen und zurück bringen. Eigentlich bin ich zu einer Gartenparty geladen. Aber die kleine alte Frau besteht trotzdem darauf, dass ich sie hole. Dann gehst du eben zwischendurch mal zum Kaffee rüber.
Hallo? Wir sind keine 85, unsere Partys finden abends statt und beschränken sich nicht auf "mal ein Kaffeetrinken". Nun ist sie bereit, schon 17 Uhr wieder heim zu gehen, nicht erst 18.30 Uhr. Also darf ich dann in wenigen Stunden wieder das Auto satteln {das der Sohn wieder zum Laufen bekommen hat} und sie wieder wegbringen.
Wegen der derzeitigen Verkehrslage, kosten mich die gerade mal 6 km eine reichliche Stunde. Aber das ist ja egal, ist ja nur meine Lebenszeit, die ich sinnlos im Auto vertue. Hauptsache, die alte Frau hat ihren Willen und hat wieder mal über mich bestimmt. *grrr*
Morgen hole ich sie jedenfalls nicht.

Euch allen ein schönes, möglichst selbstbestimmtes Wochenende.

Samstagsplausch {21.07.2018}


Hallo liebe Plauschrunde. Diesmal ist einiges anders, denn ich kann meinen Beitrag wieder einmal erst am Sonntag Abend online stellen. Der Grund war wieder mal der Garten, wo ich noch immer keine Möglichkeit habe zu bloggen. Eine Lösung wäre, am Samstag ganz früh in die Wohnung zu fahren, Wäsche zu waschen und während die Waschfee ihre Runden dreht, den Wochenrückblick zu schreiben. Das habe ich auch schon praktiziert. Nur, dieses Wochenende hatte ich nicht die geringste Lust, aus dem Garten wegzufahren. Es war einfach so schön und entspannend, unter dem Apfelbaum zu sitzen und im Morgensonnenschein meinen Kaffee zu genießen. Jaha, am Samstag Morgen schien die Sonne noch.
Außerdem wird mein Plauschbeitrag vielleicht etwas kürzer als sonst, weil ich unter der Woche schon hier herumgeschwatzt habe.

Am Montag, 16. Juli hing ich noch ein wenig dem Wochenende nach und fasste im weiteren Tagesverlauf neue Zuversicht.
Am Dienstag, 17. Juli machte ich mir Gedanken über Job-Alternativen.
Der Mittwoch, 18. Juli stand unter dem Eindruck unseres schönen Kinderfestes.
Der Donnerstag, 19. Juli stimmte mich nachdenklich und brachte mir einen sehr angenehmen neuen Kontakt.
Freitag, 20. Juli
Den Wochenfeierabend wollte ich ganz unbedingt im Garten verbringen und hatte mich auch darauf vorbereitet, draußen zu übernachten. Das ist immer so schön. Sowohl abends das Einschlafen, als auch das Aufwachen am Morgen. Den ersten Kaffee unter dem Apfelbaum genießen. Herrlich.

Und sonst so?
geschwommen…
…bin ich an zwei Feierabenden in der Therme. Die ist zur Zeit recht leer, weil viele Menschen lieber an die umliegenden Seen fahren oder ins Freibad gehen. Das ist deutlich preiswerter als die Therme. Da ich aber das Abo ohnehin bezahlt habe, kann ich auch dort schwimmen gehen und am Abend, um 21 Uhr, noch einen herrlichen Duftausguss in der Kelo-Sauna genießen. Außerdem ist das Außengelände so schön.

entspannt…
…habe ich mich an den anderen beiden Feierabenden im Garten. Dienstags mit der Mutti, die ich nach der Arbeit daheim abholte. Das war nur halb entspannend, weil ich 19.30 Uhr, also für meine Begriffe viel zu früh, die kleine alte Dame wieder nach Hause chauffieren musste. Am Donnerstag nach dem Einkaufen brachte ich sie dann gleich nach Hause und fuhr ohne sie in den Garten.

gekocht…
…wurde das erste Apfelmus in diesem Jahr aus Falläpfeln, die ich in Ankes Garten aufgelesen hatte. Insofern war es dann doch wieder gut, dass ich am Dienstag so früh heim fahren musste, denn das Putzen der Äpfel dauerte geraume Zeit und dann noch das Kochen und Passieren. Da war es dann auch wieder Mitternacht.

geschwatzt…
…habe ich am Donnerstag Abend mit dem Sohn. Das war richtig, richtig schön. Wir saßen vor der Gartenlaube, tranken gegen 22.30 Uhr erst mal noch Kaffee und unterhielten uns ausgiebig über allerlei, auch über Zukunftsmusik und Träume. Das tat sehr gut, denn obwohl wir uns nahezu täglich sehen, ist oft nur für die nötigsten Absprachen Zeit, oder wir sind nicht unter uns, oder uns ist nicht nach Reden, oder einer von uns schläft ein.

geschrieben…
…habe ich an meinen Spinnradgeschichten, die endlich einmal fertig werden sollen.

gestrickt…
…wurden nur wenige Runden an einer Socke, die ich am letzten Sonntag begann, die aber noch nicht einmal bei der Ferse angekommen ist. Man kann schließlich nicht alles schaffen. Ich jedenfalls nicht.
[Edit]
Übers Wochenende kam noch die eine oder andere Runde hinzu, so dass die Socke fast bei der Ferse angekommen ist. Das ist nun auch nicht wirklich viel, aber zu meiner Entschuldigung kann ich vielleicht anführen, dass ich außerdem zwei Patche an meine Decke gestrickt und damit nun die 5. Patchreihe vervollständigt habe. Elf sollen es mindestens werden, also war es Zeit, da auch mal wieder weiterzuarbeiten.

Ansonsten gibt es vom Wochenende nicht viel zu berichten, denn ich habe es zur Erholung genutzt.
Und nun husch husch, ganz schnell den Eintrag zu Andrea verlinken.
Bis die Tage, ihr Lieben.

Samstagsplausch {14.07.2018}

Guten Morgen liebe Plauscherinnen. Das Wochenende ging gestern Abend etwas holperig los, weil Mutti mal wieder meinte, ihren Unmut an mit auslassen zu müssen. Das macht sie gern, wenn andere Menschen in ihrer Nähe sind, vor denen sie glänzen möchte. Da kommen dann immer so kleine boshafte Bemerkungen über meine Unzulänglichkeiten. Beispielsweise damals während unserer Schiffsreise hatte sie bei Tisch immer etwas an mir zu deuteln, weil da noch vier Damen dabei waren, vor denen sie sich irgendwie darstellen wollte. Mir fällt jetzt gar kein konkretes Beispiel ein, aber das geht immer so in die Richtung, dass ich nicht wirklich etwas tauge. Ach doch, ein Beispiel. Ich arbeite doch als freie Dozentin. Andere Mütter würden das vielleicht positiv darstellen, vielleicht die Firma nennen, für die die Tochter arbeitet, vielleicht sagen, mit welchen Fachgebiet sie sich beschäftigt. Meine Mutter sagt mit Leidensmiene: Meine Tochter hat doch keine Arbeit! Sie meint damit, dass ich keine Festanstellung habe. Die Leute, denen sie das erzählt, glauben natürlich, ich sei arbeitslos. Wenn man dann noch den Kontext betrachtet, in dem solche Bemerkungen kommen, wird klar, dass sie genau diese Wirkung bei ihren Zuhörern beabsichtigt hat. Mich runtermachen.
Nun ist die Zuhörerin im Moment aber eine Nichte, bei der solche Spielchen nicht verfangen. Da musste dann gestern stärkeres Geschütz aufgefahren werden. Das funktioniert dann so, dass mir erzählt wird, wie furchtbar unglücklich sie ist. Ich dumme Kuh gehe darauf ein, hinterfrage, weil ich daraus dann gutes Zureden, Beruhigung, Lösungsvorschläge entwickeln möchte, jenachdem, wie das "Problem" aussieht. Da faucht sie mich mitten in meiner Frage an, ich solle nicht immer so sein zu ihr. So gemein. Ich hätte angeblich die Augen verdreht und gestöhnt, weil mir nicht passe, was sie sagt. Das hat mir dann tatsächlich nicht gepasst, solche unsinnigen Unterstellungen. Wie hätte ich denn stöhnen sollen, wo ich doch gerade mitten dabei war, ihr Fragen zu stellen?
Ihr blödes Benehmen überschattete den ganzen schönen Wochenfeierabend, weil sie es dann vorzog, nicht mehr mit mir zu reden. Sowas kindisches. Langsam glaube ich, das ist doch irgend so ein altersbedingtes Dings, nicht gerade Demenz, aber irgend eine Art veränderter Wahrnehmung oder so.
Am Abend, kurz bevor wir heim fahren wollten, sorgte sie dann noch einmal richtig für Aufregung, als sie auf dem Gartenweg ins Taumeln geriet und beinahe ins Wasserfass gefallen wäre. Jetzt, als ich diesen Satz schrieb, musste ich fast ein wenig grinsen, obwohl das natürlich nicht zum Lachen ist. Sie hat sich dabei ja auch weh getan. Trotzdem schleicht sich auch da so ein kleiner böser Gedanken in den Hinterkopf, ob das nicht auch ein klein wenig Mache war, so nach dem Motto: Seht ihr? Ihr dürft mich nicht allein lassen. Ihr müsst ständig in meiner Nähe sein!
Im Grunde passte der komische Freitag Abend zum Rest dieser völlig verrückten Woche.

In der Firma hatte ich ordentlich Stress, weil ich derzeit 4 verschiedene Kurse zu betreuen habe, von denen zwei sehr betreuungsintensiv sind. JA, ich kann das gut. Und JA, es macht mir Spaß. Dennoch ist es anstrengend, teilweise nervenaufreibend und zum Feierabend bin ich geschafft und erholungsbedürftig.

Den letzten Plauschbeitrag hatte ich erst am Montag, 09. Juli veröffentlicht. Wer ihn gelesen hat, weiß, dass ich wieder eine {sehr kurzfristige} Einladung zu einer Eigentümerversammlung bekommen hatte, die ich unbedingt wahrnehmen wollte. Also tankte ich am Montag nach der Arbeit das Auto voll, schnappte zwei Taschen {mit Kleidung und mit Badezeug}, sammelte die Katl ein und gefühlte tausend CDs und düste Richtung Norden. Wir kamen super gut durch und es war noch hell, als wir in Gützkow die A20 verließen. Deshalb fuhr ich gleich erst einmal durch bis ans Wasser. Diesmal gingen wir in Karlshagen an den Strand. Es war sehr angenehm. Erstaunlich fand ich allerdings, dass so wenig los war. Es war kurz nach 22 Uhr, und alle Restaurants, Bars, Kioske hatten bereits geschlossen oder kehrten gerade die letzten Gäste hinaus. In einem Seebad in der Sommersaison??? Es waren aber auch fast keine Leute unterwegs. Ich fragte mich, wie das wohl sein mochte. Schlossen die Kneipen so früh, weil es keine Gäste gab, oder waren keine Menschen unterwegs, weil sie nirgend hätten einkehren können? Jaja, die Frage nach dem Huhn und dem Ei.
Dienstag, 10. Juli
Wirklich ausgeschlafen hatte ich nicht, obwohl Zeit gewesen wäre. Das Wetter war grummelig, so dass ich keine Lust hatte, ans Wasser zu fahren. Also waren wir nur einkaufen, und ich zauberte für einen schmalen Taler eine ganz leckere Fischsuppe. Es muss nicht immer ein Restaurant sein. Dumm nur, dass meine Induktionskochplatte den Geist aufgab. Naja. Am Abend fand dann die Versammlung mit endgültiger Abstimmung über den Heizungseinbau statt. Es ergab sich für mich genau die Lösung, die ich mir von Anfang an vorgestellt hatte. Passt!
Zurück in der Wohnung trank ich mit Katl noch einen Kaffee. Dann machten wir uns auf den Heimweg. Wir kamen wieder sehr gut durch, so dass ich Punkt 1.00 Uhr die Katl absetzte und wenig später selbst daheim war.
Mittwoch, 11. Juli
Das Aufstehen fiel nach der kurzen Nacht etwas schwer. Zum Glück hatte ich auf Arbeit so viel zu tun, dass ich zum Müde-sein gar keine Zeit hatte. Zum Feierabend ging es dann zum Hauptbahnhof, wo ich meine liebste Lieblingsnichte {ich habe nur diese eine, aber diese hab ich richtig lieb} vom Zug abholte. Zusammen fuhren wir zu Oma/Mutti, die gleich Kaffee und Kuchen auftafelte. Meinen Vorschlag, noch in den Garten zu fahren, nahmen die beiden gern an. Mutti hatte Kartoffelsalat vorbereitet und Würstchen mitgebracht, so dass wir draußen noch Abendbrot essen konnten. Daheim war ich ca. halb zehn.
Donnerstag, 12. Juli
Der Tag für 12 von 12 mit Einkauf und Spaziergang und Garten.
Freitag, 13. Juli
Ach ja, richtig, es war Freitag-der-Dreizehnte. Vielleicht lag es ja daran, dass der Abend so quer lief.
Samstag, 14. Juli
Da ich Mutti und Lisa ohnehin heim bringen musste, übernachtete ich diesmal nicht im Garten. Das hatte den Vorteil, dass ich 4.50 Uhr aufstehen und die Waschfee füttern konnte. Zuerst wollte ich mich noch mal hinlegen, aber wie das so ist, wenn man erst einmal im Haushalt herumgewuselt hat, ist man dann auch munter und legt sich eben nicht nochmal hin. Inzwischen ist die Wäsche fertig und ich werde sie wohl nachher mit in den Garten nehmen, um sie dort an der frischen Luft zu trocknen. Lisa und die Oma hole ich nachher sowieso ab und hoffe sehr, dass wir heute die gemeinsame Zeit wirklich genießen können, denn am Abend fährt Lisa leider schon wieder nach Hause. Ich werde sie zum Bahnhof bringen und Mutti kündigte gestern schon an, sie wolle mitfahren, aber danach dann nach Hause gehen.

Jetzt will ich aber erst einmal schauen, ob schon jemand bei Andrea am Plaudertisch sitzt.

12 von 12 im Juli 2018

12_von_12
Jaaha, es ist mal wieder der 12. und ich möchte mich gern an 12 von 12 beteiligen. Da ein normaler Wochenarbeitstag ist, wird es tagsüber schwierig mit Fotos. Auch hat mir diesmal die Freundin seit langer Zeit das erste Mal kein Erinnerungsfoto geschickt. Klar, daran bin ich selbst schuld, denn es ist mittlerweile fast genau einen Monat her, dass ich so dämlich war, ihren Geburtstag zu verschwitzen. Wobei, wirklich vergessen hatte ich das gar nicht, im Gegenteil, ich hatte mir lange vorher Gedanken gemacht und wahrscheinlich sogar wieder mal viel zu viele Gedanken. Ich hätte das mit dem Geschenk einfach lockerer sehen sollen, dann wäre vielleicht weniger Blödsinn heraus gekommen. Dann hätte ich mich vielleicht nicht so auf einen falschen Termin versteift und dann wäre mir das vielleicht früher aufgefallen. Aber darüber zu grübeln und zu spekulieren, hat ja nun auch keinen Zweck mehr. Es ist nun, wie es ist. Ich habe nun mal versagt. Ich habe mich mit dem Tag vertan. Ich hatte an dem entscheidenden Tag kein Geschenk dabei und ich habe deshalb meine Teilnahme an dem gemeinsamen Abendessen abgesagt. Ich hätte nicht gedacht, dass meine Freundin mir das derartig übel nimmt, dass sie meine kläglichen Versuche, mich zu entschuldigen, nicht annehmen konnte. Wahrscheinlich war sie zu sehr verletzt, so dass es egal war, was ich sage oder schreibe, ich konnte es nicht wieder gutmachen. Ich kam einfach nicht mehr an sie heran, so dass ich mich dann schweren Herzens entschlossen habe, sie in Ruhe zu lassen. Irgendwann kann sie mir vielleicht doch verzeihen, mir wieder freundschaftlicher begegnen. Bis dahin muss ich abwarten, denn das Wichtigste ist mir, dass es ihr gut geht und sie sich nicht von mir genervt fühlt. Sie hat genug um die Ohren, da braucht sie nicht noch eine nervtötende Freundin, die sie gerade gar nicht ertragen kann. Vielleicht wird das ja alles wieder gut, wenn es ihr insgesamt besser geht.
Nun schaun wir aber erst einmal, was es am 12. Juli 2018 so alles zu sehen gibt. Zuerst stelle ich den Kalender um, damit jeder sieht, welcher Tag heute ist.

Dann stürze ich mich in die Arbeit.
Den ganzen Vormittag regnet es und zu Mittag ist draußen immer noch alles grau. Da werden wir unseren Plan für den Nachmittag und Abend wohl auf morgen verschieben müssen.

Zum Feierabend ist ein winziges Fitzelchen Blau zu sehen am Himmel über Leipzig. Und wärmer geworden ist es auch.

Ich schaffe es in erstaunlich kurzer Zeit bis zu Mutti, die für mich zu erst ein tolles Mittagessen bereit hält. Spargel, Schinken, Kartollen, {hä? was sind denn Kartollen? Kartoffeln sollte das heißen. *kicher*} Sauce. Ich denke erst nach dem Essen daran, dass ich es hätte fotografieren können. Auch vom anschließenden ‘Einkauf gibt es kein Foto. Das ist ja auch nicht so interessant. Dafür gibt es anschließend jede Menge schöne Fotomotive. Es gelingt mir nämlich, die Mutti doch zu einer Fahrt in den Garten zu überreden. Lisa wollte gern spazieren gehen, doch die Mutti interveniert, weil sie nicht so gut zu Fuß ist. Am Ende machen wir doch beides. Ich parke an der Sparkasse und schleppe die zwei in den schönen Park, in dem in den letzten Sommern immer das schöne Ancient trance Festival stattfand.
Naaacknaaack, wer kommt denn da?

Ein paar Schritte weiter: Postkartenblick auf Park und Kirche.

Überbleibsel des Festivals. Damals leuchteten diese Buckel in den Farben des Regenbogens. Das weiß ich jedoch nur, weil ich neulich einen Beitrag darüber gelesen und ein Foto gesehen habe. Während des Festivals war mir diese Installation direkt entgangen. Die meisten Installationen waren schon kurz nach dem Fest verschwunden {oder abgebaut}, von manchen sieht man noch Reste, diese eine ist noch recht gut erhalten. Nur die Farben sind weg, wie man sieht. Sie besteht, wie alle anderen, von denen man noch Reste sieht, aus Naturmaterialien, die mit der Zeit verwittern und vom Park absorbiert werden. Bis zum nächsten Festival sollen die Hügel auch verschwunden sein.

Wir haben den Teich schon fast umrundet, als wir auf "unsere Wohnweide" stoßen, die ich Mutti zeigen wollte. Nicht im letzten Sommer, aber in den Jahren davor hatten wir während der Festivals immer an diesem Baum unseren Standort. Wir ließen Decken und Sitzkissen dort und wer uns treffen wollte, fand uns dort. Falls nicht, konnte man da warten, denn wir kehrten immer wieder dahin zurück. "Wohnweide", weil wir tatsächlich im Baum saßen. Allerdings fehlt ihm inzwischen ein Stamm. Da links im Bild, wo jetzt die dünnen Zweige austreiben.

Am Ende unseres Rundgangs der Beweis, dass es tatsächlich geregnet hat.

Abendessen im Garten. Ich denke natürlich wieder erst nach dem Essen ans Foto.

Der Abend senkt sich über den Garten. Gute Nacht.

Das waren sie, meine 12 von 12 im Juli 2018.