12 von 12 im Oktober

Habe ich wirklich im März das letzte Mal an
12_von_12 teilgenommen? Dann wird es jetzt aber wirklich Zeit.
Für den 12. Oktober 20019 sind Temperaturen über 20°C vorhergesagt. Eine gute Voraussetzung, um den Guten-Morgen-Kaffee auf dem Balkon zu trinken. Weil es aber in den letzten Tagen schon sehr herbstlich war, wurde zunächst eine kleine Vorbereitung nötig. Meine geliebte Bank und der Boden davor wollten von gelben Blättern befreit werden. Apropos gelb. In dem schönen großen Innenhof hinter meinem Haus stehen mehrere riesige Ahornbäume, die im Sommer das Licht, das in meine Wohnung fiel, wundervoll grün gefärbt hatten. Manche haben noch immer grüne Blätter, manche sogar ein paar rote. Der Elfenbaum jedoch, der direkt vor meinen Fenstern steht, ist komplett gelb. Und was für ein schönes sonniges Gelb das ist. Seht mal.
Und dann gab es endlich den Kaffee samt Strickzeug. Allerdings war es mit 13°C zum Stricken dann doch etwas frisch.
Da in meiner Wohnung noch immer nicht alles verräumt ist {Das wird auch noch ein Weilchen dauern.} schnappte ich mir den vorletzten meiner Klamottensäcke, leerte ihn aus und verräumte die Sachen in meine neuen Schränke. Hier war er noch voll. Ich war gerade fertig, als meine Schwester anrief. Videoanruf. Das mag ich sehr. Da sehen wir uns wenigstens, auch wenn sie 550 km weit weg wohnt.

Die Mutti wollte erst 14 Uhr in den Garten geholt werden und bis 17 Uhr bleiben. Normalerweise mag ich solche Zeitvorgaben nicht, weil sie mir den ganzen Tag zerreißen und ich nichts richtig Schönes unternehmen kann, wenn mir an den seltenen freien Tagen solche Zeitfenster vorgegeben werden. An diesem Samstag passte mir das aber, weil ich mich gar nicht wohl fühlte. Mein Kreislauf schlug Capriolen und ich war froh, dass ich mich über Mittag noch ein wenig hinlegen konnte.
Als wir dann endlich im Garten ankamen, "entführte" ich zuerst Ankes kleinen Hund. Die Kleine kommt immer an den Zaun, sobald sie meine Stimme hört. Und als ich das Törchen öffnete, folgte sie mir brav in meinen Garten, wo sie sich bequem auf Muttis Füßen niederließ.

Der Sohn hatte für uns eine Box voller ausgerissener Bohnenpflanzen vorbereitet, die wir abernten wollten. Es dauerte gar nicht lange, bis wir diesen Berg Bohnen aufgehäuft hatten.
Weil sich solche Arbeiten im Garten einfach besser erledigen lassen, packte ich noch 2 Kilo Rosenkohl auf den Tisch, den wir in der Sonne sitzend putzten.
Während andere Leute Wäsche zum Trocknen auf ihre Leinen hängen, hängen wir Tomatenrispen zum Reifen in die Sonne.

Dann ging es auch schon wieder heim. Das heißt, zu Mutti, Verband wechseln. Vorher gab es einen kleinen Umweg zum Kaufmannsladen. So war es dann doch fast dunkel, als ich heim kam.
Gern wollte ich mir mit Katl einen schönen Abend machen, besonders, weil das am Freitag schief gegangen war. Sie kam auch gegen 20.30 Uhr bei mir an. Leider spann mein Kreislauf da immer noch oder schon wieder, so dass ich nur die beiden Päckchen entgegen nahm, die sie mir mitgebracht hatte. Nicht einmal mehr geöffnet habe ich sie an diesem Abend. Ich wusste ja, was drin ist. Ich schleppte mich noch ein wenig durch die Küche, um die Ernte auszupacken, unter anderem diese schöne Zucchini, die mir Anke geschenkt hatte und aus der ich Suppe kochen möchte.
Als Katl wieder ging, wollte ich nur noch ins Bett. "Nur kurz" nahm ich noch einmal das Strickzeug zur Hand. Und dann, schwups, waren die Socken fertig, von denen ich den zweiten am Morgen erst begonnen hatte.
Das war mein Tagesablauf am 12. Oktober 2019 und ich habe es tatsächlich mal wieder auf 12 Fotos gebracht. Bis zum nächsten Mal.

In früheren Jahren
12. Oktober 2018
12. Oktober 2017

Samstagsplausch {12.10.2019}

Oh, ich bin spät dran für den Samstagsplausch bei Andrea. Dabei habe ich mir nicht mal das ersehnte Ausschlafen gegönnt, eben weil ich in Ruhe ein Käffchen auf dem Balkon trinken und meine Wochenzusammenfassung schreiben wollte. Außerdem wollte ich gern noch in den anderen Plauschbeiträgen stöbern und vielleicht ein paar Kommentare hinterlassen. Aber…
Nunja, den Kaffee hab ich getrunken. Wie ihr an der Bank erkennen könnt, auch tatsächlich auf dem Balkon. Stricken war allerdings nicht so toll, denn bei 13°C werden die Finger schnell kalt und schwerfällig.
Dann kam ein Videoanruf meiner Schwester. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Darüber freue ich mich immer. Inzwischen habe ich auch den versprochenen Anruf bei Mutti getätigt. Nun sind wir zu 14 Uhr verabredet. Das verschafft mir noch ein wenig Zeit für mich. Schön.

Ansonsten…
…war die Woche seltsam, weil ich am Montag und Dienstag noch Büroarbeit mit nach Hause genommen und bis in die Nacht hinein daran gesessen hatte. Da war kein Raum für Schönes. Dafür verlief der Termin am Mittwoch sehr gut. Die ganze Arbeit hat sich gelohnt.

Die Mutti muss ich jetzt jeden Tag besuchen. Die kleine Frau war nämlich am Mittwoch beim Hautarzt, der ihr eine komische Stelle aus ihrer Haut geschnitten hat. Nichts Schlimmes, nur komisch und unangenehm. Nun hat sie stattdessen einen sehr sauberen geraden, Schnitt, der sehr akkurat genäht wurde und nun täglich versorgt werden muss. Sie würde das gern selbst tun, nur kommt sie an die Stelle unter dem Arm gar nicht heran. Also werde ich das tun.

Kreatives…
…gab es in dieser Woche auch nicht viel. Allerdings habe ich etwas ausprobiert. Meine Schwester malt seit Jahren sehr schöne Aquarelle und ich wünschte mir schon länger, ich könnte das auch. Kann ich aber nicht! Nun hat sie mir eine Anleitung geschickt, wie man eine Brücke konstruieren kann. Tja nun: Konstruieren kann ich. Und am Mittwoch in der Mittagspause probierte ich das auf einem Schmierzettel aus. Schaut mal.

Gestern…
…habe ich mich noch bei Ravelry in einer Wichtelgruppe angemeldet. Das mache ich sonst nicht, weil ich nie weiß, was ich einpacken soll. Hier geht es aber um Sockengarnreste und davon habe ich reichlich und sehr schöne. Da freue ich mich aufs Wichteln.

Und jetzt freue ich mich aufs Stöbern in euren Plaudereien.
Habt ein schönes Wochenende.

Sieben Sachen Sonntagsglück

Wochengedanken
stelle ich gern so zusammen, dass ich sie am Samstag Morgen bei Andreas Samstagsplausch veröffentlichenlinken kann, was letzte Woche wieder einmal nicht funktionierte. Aus Gründen.

Dann ist da noch der Sieben-Sachen-Sonntag, den ich gern mag, obwohl ich selten wirklich sieben Fotos zusammen bekomme, von Dingen, die ich mit den Händen gemacht habe. Mal sind es mehr, oft sind es weniger, weil ich finde, dass man nicht von allem, was man tut, sehenswerte Fotos machen kann. Zumindest ich nicht. Wenn möglich beteilige ich mich trotzdem an Geraldines Linkparty, weil es mich freut, dass sie diese immer noch fortführt. Und weil ich Linkparties mag.
Nun bin ich vor kurzem über Catrin endlich zu Katrin gelangt, die mit ihrem Sonntagsglück und dem Motto Netzwerken am Sonntag ganz genau meinen Nerv trifft.
Zwischen diesen drei Stühlen sitze ich heute und möchte von meinen vergangenen anderthalb Wochen erzählen, obgleich weder Samstag noch Sonntag ist.
Es ist Donnerstag und ich habe Zeit. Zeit die ich mir nehmen kann, weil Feiertag ist und weil ich nicht ans Meer gefahren bin.

Woche vom 23. bis 29. September
Entspannter ging es in der Firma zu, weil der Kollege T. aus dem Urlaub zurück war. Auch der Chef war wieder zugegen, doch ich hatte mich entschieden, mich nicht über die Lieblingskollegin zu beschweren, sondern ihr stattdessen aus dem Weg zu gehen. Das bewährte sich.
An den Feierabenden…
…pflegte ich Freundschaften.
Telefonierte lange mit Evchen, die ich gern einmal besuchen möchte. Schrieb an PeStör, die daraufhin zurückrief. Und bekam meine Katl aus dem Urlaub zurück, den sie mit ihrer Schwägerin auf Madeira verbracht hatte.
…half ich bei Mathe, was im Grunde auch unter Freundschaftspflege zählt.
…führte ich Sondierungsgespräche für einen neuen Job.
…betüddelte ich die Mutti.
Am Donnerstag hatten wir die große Einkaufsrunde, mit Bücherei und diesmal mit Kaufmannsladen. Da wollte sie gern hin, weil sie Verschiedenes brauchte, was es im N-Markt nicht gibt. Allerdings steht ihr im Kaufmannsladen das Mineralwasser nicht an und außerdem hat donnerstags der Uhrmacher in der Nähe der Bücherei geschlossen. So mussten wir am Freitag noch einmal los, zu eben diesem Uhrmacher und in den N-Markt, um Mineralwasser zu kaufen. Also noch einmal die große Runde.
Anschließend belud der Sohn mein Auto mit Dingen, so dass eine für später am Abend geplante Fahrt mit Katl zum Möbelschweden wegen Platzmangels ausfallen musste.

Gedanken kreisten
Erinnert ihr euch an diese?
Als ich am Montag den Firmenhof wieder betrat, fand ich sie so vor.
Wie sinnlos.
Sinnfrei erscheint mir auch etwas, das ich bei den Kollegen der Nachbarabteilung auf dem Schreibtisch entdeckte. Was das ist, dürfte klar sein. Geschedderte Banknoten, eingeschweißt in eine Plastikfolie. Doch wozu ist das gut? Mit dem Geld kann man nichts mehr anfangen, denn es ist zu Fitzelchen von etwa 1 x 10 mm zerstückelt. Außerdem dürfte es sich ausschließlich um aus dem Verkehr gezogene Banknoten handeln. Zur Deko gereicht das hässliche Teil aber auch nicht. Bestenfalls könnte man es zum Karneval als Konfetti verwenden. Wenn man denn Konfetti irgendetwas Gutes abgewinnen kann.
Hat von euch jemand eine Idee, wozu das gut sein kann?

Mit den Händen am Sonntag…
Diese schönen Plisse-Rollos machen den Raum gleich viel gemütlicher.
Dies ist ein Platzhalter im Arbeitszimmer. Um das Möbelstück ganz fertigzustellen, ist noch ein Besuch beim Möbelschweden erforderlich. Der, den ich neulich verschieben musste. Wenn es denn vor dem 23. November fertig wird, wovon ich stark ausgehe, wird das Ergebnis auch beim Handarbeitsbingo landen. Hach, darauf freue ich mich.
{Wie jetzt? Den Handarbeitstisch aufräumen/umgestalten steht gar nicht auf dem Bingoschein? Wo hab ich denn da geschaut?}

In der kurzen Woche vom 30. September bis 02. Oktober
In der Firma wurde es wieder etwas wuseliger, weil am 9. Oktober ein größeres Ereignis ins Haus steht.
Regelrecht chaotisch wurden die Feierabende, weil ich noch sehr viel zu erledigen hatte und unbedingt am Mittwoch gleich nach der Arbeit in Richtung Meer starten wollte. Es war beim besten Willen nicht alles zu schaffen. Außerdem schlief ich sehr schlecht, war in der einen Nacht ab halb drei auf, in der anderen schlief ich zu dieser Zeit gerade ein. Ich war so fertig, dass ich mir nicht vorstellen konnte, am Mittwoch Abend noch 450 km Autobahnfahrt hinter mich zu bringen. So sagte ich die Reise ab. Und schlagartig ging es mir besser. So sehr ich ans Meer wollte und so gut mir das dort sein getan hätte. Das Hinkommen stellte mich vor ein nahezu unlösbares Problem. Und nun kam ich zur Ruhe, hab einen guten Plan für Ende Oktober, wenn es noch einmal diese günstige Konstellation von Feier- und Brückentag samt Wochenende gibt. Gestern gestaltete ich mir mit Katl einen schönen Nachmittag, als sie mich von der Arbeit abholte und wir zum Stöbern in einen Schnickschnack-Laden fuhren. Anschließend brachte ich mir aus dem Baumarkt noch zwei Rollos für das Arbeitszimmer mit, die der Sohn heute anbringen möchte.

Alles wird schön!

Für heute wird dieser Eintrag ganz allein hier stehen, was ihm nichts ausmacht, denn er ist so lang, dass er sich wohl selbst genügt. 😉
Am Wochenende werde ich ihn zum Samstagsplausch verlinken und zum Sonntagsglück.
Ansonsten freue ich mich, wenn ihr mir bei Bloglovin folgt.

Ein wunderbares {hoffentlich auch für euch} verlängertes Wochende wünscht
die Mira

Samstagsplausch {21.09.2019}

Guten Morgen. Die Wetter-App zeigt 6°C. Ich habe trotzdem den ersten Kaffee auf dem Balkon getrunken. Zum Stricken ist es mir allerdings zu frisch. Das Gestricksel auf dem Foto soll eine Zackentunika werden. Das Garn hat 550m auf 100g und ich stricke mit NS 2,5. Das dauert eeeeewig. Schnell fertig bekommen habe ich die Socken für einen lieben Menschen, als die ich sie im Herbsthandarbeitsbingo von 60° Nord eintragen möchte.

Noch blühen die Zimmerpflanzen auf dem Balkon, aber dieses Wochenende möchte ich sie herein holen, damit sie nicht doch womöglich Frost abbekommen. Dazu ist hier aber noch ein wenig umbauen und umräumen nötig. {Ich glaube, ich werde nie mehr fertig damit.} Und deshalb möchte ich mich mit der Wochenrückschau ein wenig beeilen.
Eine richtig schöne Woche war es. Die Arbeitstage vergingen wie im Flug, weil ich zusätzlich zu meinen Kursen und der Einzelbetreuung auch noch einen Kollegen vertreten durfte, der ein recht anspruchsvolles Fach unterrichtet. Das hat Spaß gemacht. Ja, ich bin richtig gern zur Arbeit gegangen und habe mich auf jeden neuen Arbeitstag gefreut. Anstrengend war es natürlich trotzdem, besonders, weil die Lieblingskollegin zur Zeit ein wenig quer schießt. Sie will nicht, dass ich den Kollegen vertrete, was man bedingt nachvollziehen kann. Schließlich nehme ich ihr normalerweise einen Großteil ihrer Arbeit ab, wozu ich während der Vertretung logischerweise kaum Zeit habe. Nicht nachvollziehen kann ich aber, warum sie mir dann zu all meiner Arbeit noch Knüppel wischen die Beine wirft. Läuft herum, und versucht Leute zu finden, die bestätigen, dass ich für das Fach des Kollegen zu unwissend bin. Ich soll dem Chef sagen, das sei mir technisch zu anspruchsvoll. Hallo? Ich bin Diplomingenieur, mir ist CNC-Drehen nicht zu anspruchsvoll, zumal es vorläufig nur um die Theorie geht {Zeichnungen, Programmierung}. Ja, es ist anspruchsvoller als das andere Zeugs, das ich sonst unterrichte. Das ist ja gerade das Schöne daran, der Grund, weshalb es mir besonders viel Spaß macht. Und ich bin nicht zu dumm dafür. Also werde ich das dem Chef auch so nicht sagen. Es gab noch mehr, womit sie meine Arbeit behindert hat. Das will ich hier nicht ausbreiten. Ich frage mich nur, ob sie sich nicht überlegt, dass ihre Aktionen auch ganz nach hinten losgehen könnten. Sie will meine Arbeitskraft ganz für sich bzw. für ihre Kurse. Was wäre nun, wenn sie den Chef davon überzeugt, dass ich meine Arbeit nicht mehr ordentlich mache und/oder gar nicht weiß, was ich da tue, und er mich daraufhin vielleich rauswirft? Dann hat sie ganz und gar das Nachsehen. Ich denke nun nicht, dass es soweit kommt. Aber dann könnte sie sich ihre komischen Aktionen doch auch sparen, oder? Immerhin, die Freude an der Arbeit hat sie mir keineswegs verdorben. Im Gegenteil!

Und sonst so?
Gestrickt habe ich an fast jedem Abend. Am Mittwoch hatte mich Janine dazu inspiriert, an einer Strickrunde teilzunehmen. Einige Frauen kannte ich noch von früheren Strickzusammenkünften und freute mich, sie wiederzusehen. Ganz besonders war für mich, dass ich endlich einmal wieder in der Innenstadt war. Tagtäglich fahre ich daran vorbei, einmal morgens, einmal abends, aber immer bin ich in Eile. Morgens, klar, da muss ich zur Arbeit. Und am Nachmittag? Da warten diverse Verpflichtungen, so dass ich mir auch da nie die Zeit nehme, einfach mal in die Stadt zu gehen. Das sollte ich ändern.
Am Freitag habe ich die Feierabendroutine schon einmal geändert, indem ich gleich nach der Arbeit zum Möbelschweden gefahren bin. Ich brauchte noch ein paar Zutaten für meine Räumerei. Anschließend gönnte ich mir gleich noch ein Abendessen. Gefüllte Teigtaschen mit Gemüse. Dazu Lachs. Lecker war’s.

Jetzt fällt mir gerade ein, dass ich euch noch etwas zeigen möchte. Gerade, als ich gestern Nachmittag den Hof der Firma verlassen wollte, entdeckte ich diese Dame, die da ganz unscheinbar zwischen einer Hausecke und einem Busch hockte. Wie schön.

Nun werde ich mich mal meiner Wäsche widmen. Die Waschfee ist schon seit einer Weile fertig. Vorher komme ich noch in die Plauderecke bei Andrea, um nach euch zu sehen.
Habt ein schönes Wochenende.

Ich möchte da mal was ausprobieren.
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Sieben Sachen Sonntag {15.09.2019}

Hier kommt mein Eintrag für die Linkparade bei Geraldine. Mal schauen, ob wir Sieben Sachen für diesen Sonntag zusammen bekommen, für die ich meine Hände gebraucht habe.
Am Morgen musste natürlich mindestens ein Kaffee sein. Doch bevor ich ihn genießen konnte, musste ich erst den Wasserkocher trockenlegen, da dieser stark geschwappert hatte. Leider bekomme ich nicht heraus, wo genau das Wasser heraus kommt, so dass ich nur schwer gegensteuern kann und befürchte, dass ich mich demnächst vielleicht von dem Kocher werde trennen müssen.
Heute war wohl ein "Schwappertag", denn seht, ich schaffte es nicht, den Kaffeepott ordentlich auf dem Balkon abzusetzen und schon war noch einmal trockenlegen angesagt. Dann konnte ich endlich meinen Kaffee genießen und ein paar Runden stricken.
Der Sohn wollte, dass ich die Mutti in den Garten hole. Er versprach auch, sich um sie zu kümmern. Und kochen wollte er auch. Ich fuhr also los, die kleine Frau holen. Ich schleppte alles mit in den Garten, was er haben wollte. Nicht nur die Zutaten für das Mittagessen, auch die Turmreibe, Gelierzucker, Gewürze. Vermutlich wollte er noch Apfelkonfitüre kochen. Ich wäre bereit gewesen, alle Zuarbeiten zu erledigen, aber er kochte dann doch nicht und ich bekam nichts zu essen und wurde grillig. Aus Verzweiflung naschte ich Wasabi-Nüsse und weil die nicht so super gesund sind, machte ich mich noch über ein paar Pfirsische her, die teilweise ausgeschnitten werden mussten.Eine Handvoll Kletterbohnen konnte ich noch ernten, bevor die Pflanzen gar nichts mehr hergeben. Auch fast zwei Kilo Tomaten nahm ich ab. Die waren schon beinahe überreif. Die roten Beete, die ich aus der Erde zog, schafften es nicht auf ein Foto, so schnell hatte Mutti sie sich geschnappt und in ihrem Beutel verstaut. Hoffentlich schmecken sie ihr.Zusammen mit einer kleingewürfelten Zwiebel, zwei Knopblauchzehen und drei Sorten Käse {Feta, Parmesan, Edamer} wurde aus den Tomaten ein leckerer Salat. Die Tomaten waren so aromatisch, dass ich keine weiteren Gewürze brauchte. Zum Abschluss des Tages räumte ich noch das obere Fach des Kinderbücher-Regals ein. Danach konnte ich den Sonntag mit einem guten Gefühl ausklingen lassen.

Samstagsplausch {14.09.2019}

Was für eine Woche!
Am Montag war Katl bei mir. Nein, halt! War das überhaupt diese Woche? Es geschieht so viel in der letzten Zeit. Ich kann mich jetzt wirklich nicht erinnern, ob das diesen Montag war oder was ich sonst an jenem Feierabend gemacht habe.
Umso besser und nachhaltiger ist mir der Diestag in Erinnerung und wird es immer bleiben. An diesem Nachmittag war ich direkt nach der Arbeit mit und bei Janine verabredet. Wir saßen auf ihrem Balkon in der Sonne und strickschwatzten. Das schöne Tuch, das ihr oben auf dem Foto seht, übergab sie mir bei dieser Gelegenheit. Sie hatte es bei unserem Markt in Neckeroda begonnen, um zu zeigen, was aus dem schönen Garn werden kann, das ich dort anbot.
Ich wusste, dass an diesem Abend 2 Roses in der Ankerkneipe spielen würden. Weil Janine dort ganz in der Nähe wohnt UND weil der von mir seit Jaaaahren verehrte Gitarrist Flecke im Sommer aus der Band ausgestiegen war, überredete ich Janine, mit mir in den Anker zu kommen, weil ich ihn unbedingt noch einmal hören wollte. Es war wundervoll, es war ungaublich, unbeschreiblich. Thomas schrieb mir am nächsten Tag: "…es war ein denkwürdiger Abend." Ich hatte bisher gehofft, dass Flecke wenigstens mit 2 Roses und wenigstens in Leipzig weitermacht, aber es sieht so aus, als ob wir wirklich seinen letzten Live-Auftritt miterlebt hätten. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand, der so sehr eins ist mit seiner Gitarre, wirklich aufhören kann, müssen wir erst einmal davon ausgehen, dass es so ist.
Am Donnerstag Abend spielte die Band dann mit dem neuen Gitarristen. Ich konnte da nicht hingehen. So kurz nach Fleckes letzten Auftritt konnte ich mir das nicht antun. Ich wäre vermutlich schrecklich ungerecht gewesen und der Neue hätte noch so gut sein können, ich hätte ihn nicht gemocht, einfach, weil er nicht Flecke ist. Wenn ihr euch das Video anschaut, anhört, wisst ihr, warum ich mir noch ein paar Tage Trauer gönne. Nächsten Samstag allerdings werde ich dem Neuen "eine Chance geben" und mir Four Roses auf dem Leipziger Augustusplatz anhören. 😉

Am Mittwoch war ich mit Mutti unterwegs. Sie hatte einen Augenarzttermin und ich holte sie dort ab und brachte sie heim. Später am Abend kam Sylvana überraschend vorbei.
Und dann war Freitag, der 13..
Mein absoluter Glückstag. Was ich nämlich wirklich niemandem erzählt hatte, war die Sorge, die ich seit ein paar Wochen mit mir herum trug. Und gestern kam den Befund: Ich brauche euch nicht zu sagen, wie groß der Stein war, der mir vom Herzen fiel.
Am Abend kam Sylvana und das Bücherregal nahm Gestalt an. Seltsam ist, dass das Regal schon sehr voll ist, es aber auf dem Boden davor noch immer aussieht, als hätten wir überhaupt nichts weggeräumt. Eieiei.
Jetzt räume ich aber auch nicht weiter, sondern packe meine Sachen, denn in Kürze beginnt im Garten meine Mathe-Nachhilfe für die Prüfungsvorbereitung 10. Klasse.
In der Plauderecke bei Andrea schaue ich jetzt nur kurz und heute Abend dann ausführlicher vorbei.

Sieben Sachen Sonntag {08.09.2019}

Sieben Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände gebraucht habe, werden gesammelt von Geraldine Das ist so eine Sache mit den Sieben-Sachen. Manchmal bin ich den ganzen Sonntag beschäftigt, allerdings nur mit einer Sache. Dann wieder mache ich tausend Dinge, die sich nicht gut fotografieren lassen. Oder ich vergesse es einfach, Fotos zu schießen.
Da ich es aber schön Finde, dass Geraldine diese Aktion immer noch weiterführt, will ich auch dann über meine Sonntage berichten, wenn ich das Motto nicht ganz treffe.
Ich hatte gut geschlafen und vor allem lange. Erst gegen 7.30 Uhr klappte ich meine Augen auf. Es war grau draußen, aber nicht ganz so grau, wie gestern. Zum Fenster kam es kalt herein, aber nicht ganz so kalt wie gestern. Eine halbe Stunde später saß ich schon im kurzärmeligen Shirt {oh, ich Heldin!} auf dem Balkon mit Kaffee und Strickzeug. Es wurde ein zweiter Kaffee und noch einige Maschen, doch der Entschluss, in den Garten zu gehen, reifte nicht, obwohl die Taschen schon seit gestern gepackt waren.
Zum Glück fragte Sylvana irgendwann an: Wollen wir uns in 20 Minuten im Garten auf ein Käffchen treffen?
Oh ja. Da schaffte ich es, die Taschen zu schnappen und loszugehen. Vor dem Haus traf ich den Verteiler der Sonntagszeitung und nahm eine gleich mit, weil mir kurz vorher eingefallen war, dass es in dieser Woche die Coupons für den Liebslingsasiaten geben müsste. Diesen habe ich dann auch gleich ausgeschnitten. Katl, guck, was ich habe. *lach* Bei weitern zwei Pötten Kaffee und der Unterhaltung mit Sylvana wurde die Socke fertig, die beim Guten-Morgen-Kaffee gerade an der Ferse angekommen war. {Das Foto habe ich erst am Abend bei Kunstlicht aufgenommen, deshalb ist es nicht so schön.

Der Sohn wollte Mittagessen kochen und ich erbot mich, die Kartoffeln zu schälen. Ich habe auch ein paar rote, meinte er. Eine davon war besonders. Ich habe sie trotzdem geschält.
Gleich danach machte ich mich über die Zucchini her. Auch weitere Gemüse wurden in kleine Stücke geschnippelt und in handliche Portionen verpackt. Als ich mit dem Gemüse fertig war, kamen die Äpfel an die Reihe. Im Grunde habe ich den ganzen Nachmittag geschält, geschnippelt und verpackt.
Sylvana fuhr heim, der Sohn machte sich auf den Weg, um seine Arbeitswäsche zu waschen. Plötzlich war ich allein. Ich nutzte die Zeit, um aus einem Rest des grauen Sockengarns ein Patch an meine Decke zu stricken {Davon gibt es heute kein Foto, hab’s vergessen} und ging mit meinem letzten Rest kalten Kaffees zu Anke und Jürgen hinüber auf ein Schwätzchen. Da senkte sich bereits der Abend über die Gärten und den beiden war es zu frisch, so dass sie sich auch auf den Heimweg machten. Auch ich packte meine Taschen, als der Sohn anrief und fragte, ob ich Abendessen möchte. Daran habe ich mit meinen Händen nicht viel getan, nur ausgepackt und in den Mund geschoben. 😉
Dafür gab es zu Hause noch etwas zu erledigen, nämlich die Wäsche abzunehmen und zu verräumen. Die Wäsche des Sohnes war nicht geschleudert, weil die Waschmaschine zu voll war. Also teilte ich die Waschladung, schaltete zweimal den Schleudergang ein. Gerade als ich die zweite Ladung aufhängen wollte, begann es wie aus Eimern zu gießen. Also hievte ich den Wäscheständer vom Balkon ins Bad, riss die Fenster auf, damit die Wäschen im Gegenzug wedeln konnte, ohne wieder nass zu werden.
Dann kuschelte ich mich in meine Decken. Der Film, den ich mir aus der Mediathek gesucht hatte, flimmerte ohne mich. Dafür hatte ich angenehme Träume.

Nachtrag
Wie ich oben schon erwähnt hatte, passt mein Eintrag nicht so 100%-ig ins Format des Sieben-Sachen-Sonntag, weil es diesmal wieder einmal viel mehr Dinge waren, die ich gatan habe. Aber glücklich war ich an diesem Tag, weil ich so viel geschafft und so viele schöne Vorräte angelegt hatte. Und deshalb dachte ich mir, ich schaue mal, ob mein Eintrag zu Katrins #Sonntagsglück passt. Ich finde schon, und habe es deshalb jetzt auch noch dort verlinkt.

Macht es hübsch, bis nächste Woche.

Samstagsplausch {07.09.2019}

Guten Morgen!
Die Wetterapp verspricht Regen. Dann hätte das Grau da draußen wenigstens einen Sinn. Ansonsten kann ich Grau gar gar gar nicht leiden. Zumal mich selbst bei Sonnenschein derzeit trübe, düstere Gedanken begleiten.
Deshalb verkrümle ich mich jetzt in die Plauderecke bei Andrea und versuche, mich von euch in angenehmere Stimmung bringen zu lassen.

Und warum…
…habe ich am letzten Samstag schon wieder die Plauderrunde versäumt? Weil ich am Morgen kurz nach 6 Uhr mit meinem tags zuvor beladenen Auto in Richtung Thüringen gestartet bin. Ein kurzer Stopp erfolgte, um Janine samt Strickzeug, Klappstühlen und jeder Menge toller fertiger Stricksachen einzusammeln. Dann ging es nach Neckeroda zum alljährlichen Färbefest. Ähm ja, inzwischen nennt man es Handwerkerfest. Mit Wolle und Färben hat das Fest kaum noch etwas zu tun, obwohl in diesem Jahr doch ein paar Stände da waren, an denen das Färben mit Naturfarben gezeigt wurde und Produkte angeboten wurden, die mit Pflanzenfarben gefärbt worden waren. Gegen die Sonne fotografiert, wirkt unser Stand ein wenig blass. Die schönen Stricksachen sollten aber doch zu erkennen sein.
Für uns {für mich} war es ein schöner Markt, mit tollen Besuchern und angeregten Gesprächen am Stand. Mit Zeit zum Strickschwatzen mit Janine. Mit Kaffee und leckerem hausgebackenen Kuchen. Mit dem unerlässlichen Thüringer Rostbrätl. Mit Fransen am Mund, weil wir unzählige Male erklärten, wie die Zackentunika oder die Patchworkdecke zu stricken sind. Ich muss direkt die Janine noch fragen, ob sie am nächsten Tag Muskelkater hatte. Sie trug nämlich eine kurz vorher fertig gestellte Zackentunika, und jedes Mal, wenn sich jemand das Garn anschaute, sprang sie auf und zeigte, wie dieses verstrickt aussah. Hach ja.

Sonntag, 01. September
An diesem Tag war mein Ruhetag. Ich kam am Morgen erst einmal gar nicht in Gang, holte später aber doch die Mutti in den Garten. Der Sommer gab noch einmal alles und beehrte uns mit 30°C, bevor dann am Nachmittag der Wind auffrischte und Abkühlung brachte.

Am Montag, 02. September holte die Katl mich von der Arbeit ab. Das war schön. Sie saß schon unten, als ich im Schulungsraum die Fenster schloss. Es tat mir gut, dass ich nicht allein heim fahren musste, zumal wir erst einmal zur Lagerbox fuhren, um das Auto wieder auszuladen. Auf dem Rückweg besuchten wir einen Laden, in dem ich schon lange mal herumschnobern wollte und kauften einige Lebensmittel. Mit einem Kaffee setzten wir uns auf meinen Balkon und strickten ein wenig. Später stiegen wir noch in den Keller hinunter und holten einen Umzugssack mit Küchenuntensilien herauf, die ich meinte zu brauchen.

Der Dienstag, 03. September
verlief so unspektakulär, dass ich mich heute schon gar nicht mehr daran erinnern kann. Dafür drehte am Mittwoch, 04. September der Sommer noch enmal richtig auf und brachte 27°C. Grund genug für mich, die Wohnung Wohnung sein zu lassen und mich nach der Arbeit in den Garten unter den Apfelbaum zu hocken, zu stricken und die letzten warmen Sonnenstrahlen zu genießen. Der Sohn kam gegen 20 Uhr und hat noch für uns gekocht. Gemüse mit Hühnchenfleisch. Jaaa, wir essen Fleisch und ich schäme mich nicht einmal dafür.

Weil am Donnerstag, 05. September der Fünfte war, habe ich ihn hier dokumentiert.

Freitag, 06. September
Dieser Tag begann etwas chaotisch, weil der Sohn seinen Wecker nicht gehört hatte und auch nicht auf meinen Sicherheitsweckruf reagierte. Also erledigte ich in Windeseile die tausend Handgriffe, die ich morgens zu tun habe und eilte in den Garten, um das "Kind" zu wecken.
Der Blick über den Gartenzaun entschädigte für all die Eile. Der Wochenfeierabend strafte die Wettervorhersage Lügen und brachte Sonne und angenehme Wärme. Deshalb zog es mich auch wieder in den Garten unter den Apfelbaum. Herrlich.

WmdedgT – September 2019

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? wird Frau Brüllen heute Abend wieder fragen. Hoffe ich. Also erzähle ich mal…

5.05 Uhr
Was waren das denn für seltsame Träume heute Nacht? Zum Glück hinterließen sie endlich einmal NICHT diesen depressiven Eindruck wie in den letzten beiden Wochen. Ich schreibe der Schwester einen Guten-Morgen-Gruß und bin froh, dass sie nicht gleich antwortet, denn heute kann ich mich nicht aufhalten. Der Sohn hat angekündigt, dass er kurz vorbei kommen will. Da möchte ich mit meinen morgendlichen Pflichten fertig sein.
5.40 Uhr
Ich starte einen Sicherheitsweckruf. Das hatte ich gestern Abend versprochen. Der Sohn hebt nach dem ersten Rufzeichen ab und steht wenig später bei mir im Flur. Es bleibt Zeit für eine Tasse Kaffee auf dem Balkon.
6.30 Uhr
Ich hoffe, ich habe an alles gedacht, denn heute muss ich direkt nach dem Dienst zu einer Vorsorguntersuchung. Der Gedanke daran vermiest mir den Tag. Ich hasse Arztbesuche, erst recht, wenn ich mich gesund fühle. Jetzt starte ich erst einmal meine abenteuerliche Fahrt zur Arbeit.
7.40 bis 12.00 Uhr
Recherchen füllen den Vormittag aus.
Einzelne Kollegen machen es sich einfach. Statt selbst aktiv zu werden, fragen sie mich nach jeder Kleinigkeit. Statt lang und breit zu erklären, erledige ich die Arbeiten. Eine Dauerlösung ist das nicht.
12.00 Uhr
Zu Mittag gibt es Knäckebrot, eine Tomate und zwei Karotten.
13.00 Uhr
Der Nachmittagstermin, auf den ich mich gefreut und intensiv vorbereitet hatte, wird wegen Krankheit abgesagt. Ich nutze die gewonnene Zeit für weitere Recherchen, auch nach Weiterbildungsangeboten für mich. Außerdem führe ich ein paar klärende Telefonate und freue mich über die Ergebnisse.
15.00 Uhr
Nun aber schnell! Ein wenig frisch machen muss sein. Es stellt sich heraus, dass ich am Morgen wirklich an alles gedacht habe. Dann beginnt auch schon wieder das Abenteuer. Normalerweise würde ich mit dem Auto bis zum Krankenhaus ganze 4 Minuten brauchen. Aber was ist in dieser Stadt schon normal? Der Straßenverkehr jedenfalls nicht. Weil die direkte Verbindung gesperrt ist und vier von fünf Straßen in diese Richtung als Sackgassen an der Baustelle enden, frage ich den Routenplaner, wie ich das Dilemma auf möglichst kurzem Weg umfahren kann. Er bietet mir eine {abenteuerliche} Route, für die ich nur 7 Minuten brauchen sollte. Ich weiß, dass dort vor einem sehr schmalen, verwinkelten Streckenabschnitt Poller stehen, um Autos fern zu halten. Ich folge der Route trotzdem und stelle fest: Der Planer ist schlauer als ich. Die Poller sind weg. Doch auch der schlaue Planer weiß nicht alles. Nach dem nächsten Abbiegen stehe ich in einer Sackgasse. Ich wende in 7 Zügen zwischen eng beieinander parkenden Autos und Monster-Baufahrzeugen und fahre weiter stadtauswärts, obwohl ich längst am Krankenhaus vorbei bin, nur eben einen Straßenzug zu weit unten. Drei Nebenstraßen weiter kann ich endlich abbiegen und tatsächlich am oberen Ende auf die Hauptstraße und dort wieder stadteinwärts fahren. Das Ziel befindet sich rechts. Ich habe nur 16 Minuten gebraucht, das Vierfache des normalen Weges. Dafür gibt es jede Menge freie Parkplätze direkt beim Eingang. Die Untersuchung beginnt pünktlich und dauert ganze 15 Minuten.
Details des Heimweges spare ich mir hier. Da ich erst einmal zu Mutti will, bietet sich ein Umweg an, auf dem es an diesem Nachmittag keine Überraschungen gibt. Allerdings geht unmittelbar bei Muttis Haus fast nichts mehr. Ich quäle mich drei Runden suchend ums Carré und parke am Ende in der Baustelle.
17.10 Uhr
Mutti hat Nudelsuppe für mich gekocht, die ich heißhungrig verschlinge. Dann können wir los zum Kaufmannsladen.
Man sollte bei der Stadt Zuschuss zu den Spritkosten beantragen, wegen der unzähligen Baustellen und dadurch nötigen Umwege.
Bei unserer Rückkehr ergattere ich einen legalen Parkplatz in der Nähe des Hauses. So habe ich keine Eile, wieder wegzufahren und zeige Mutti noch dieses Video von Frank Schöbel, in dem ich mich zur Zeit wiedererkenne.
19.30 Uhr
Endlich daheim. Ich lege die Taschen ab und plumpse auf mein Sofa. Nur mal ganz kurz entspannen.

Mühsam öffne ich die Augen. Es ist dunkel. Wie spät haben wir’s denn? Ah, 22.20 Uhr. Na, da kann ich doch noch einiges erledigen. Wenn ich doch nur nicht so müde wäre! Wenigstens den WmdedgT-Eintrag schreibe ich noch fertig. Dann ist dieser 5. September 2019 auch schon wieder Geschichte.

Der Mittwoch…

…wird der letzte Sommertag des Jahres, hieß es am Morgen im Radio. Fahren Sie an den See oder gehen Sie in den Park. Nutzen Sie diesen letzten schönen sommerlich warmen Tag! Wer kann das schon an einem Mittwoch? Die meisten von uns müssen arbeiten und haben erst Feierabend, wenn die Sonne sich schon wieder verabschiedet.
Ich war immer dafür, die Zeitumstellung abzuschaffen. Bin ich immer noch. Außerdem war ich der Meinung, wenn es soweit ist, muss die "Winter"zeit beibehalten werden, weil dies für unseren Längengrad die tatsächliche Normalzeit ist. Auch dieser Meinung bin ich immer noch. Wenn ich dann allerdings 20 Uhr auf meinem Balkon Wäsche aufhänge und feststelle, dass es schon fast dunkel ist, dann erschreckt mich das sehr, bedeutet es doch, dass es normalerweise schon 19 Uhr so düster wäre. Hilfe. Da hat man ja gar nichts mehr vom Tag/Feierabend. Ich weiß gar nicht, weshalb mir das in diesem Jahr so besonders auffällt. Vielleicht, weil ich nicht viel vom Sommer hatte wegen all dieser Unmöglichkeiten mit der Wohnung?
Jetzt geht es zumindest erst mal hinaus in die Sonne, ins Auto, in die unsäglichen Staus und Umleitungen dieser Stadt. Auf meinen möglichen Heimwegen sind mittlerweile so viele Straßen gesperrt, dass ich zunächst in die komplett entgegengesetzte Richtung fahren muss, um in einem riesigen Bogen irgendwann mal eine befahrbare Strecke zu erreichen. Massenweise zusätzliche Kilometer.
Soviel zum Umweltschutz.