12 von 12 im Juli 2021

Caro von Draußen nur Kännchen sammelt wieder unsere Beiträge zu
12_von_12
Es ist Montag. Es ist ein Stino-Arbeitstag. Aber immerhin ist es ein Arbeitstag in TDO. Da will ich mal sehen, wie ich die 12 Fotos zusammenbringe.

4:50 Uhr
Ich brauche ein paar Dateien für die Arbeit. Ein schneller Milchkaffee muss sein. Sonst würde ich gar nicht munter nach dieser Nacht mit gerade 3 Stunden Schlaf. Warum ich nicht schlafen konnte, weiß ich nicht. Im Laufe des Tage wird sich herausstellen, dass es vielen Menschen ähnlich erging.

6:33 Uhr
Ich habe es geschafft, das Auto auf den Hof und unter den Walnussbaum zu bugsieren.

6:40 Uhr
Eine Zeitlang dachte ich, solch ein Kalender stünde mir nie wieder zur Verfügung. Nun hängt wieder einer neben meinem Schreibtisch.

Am Vormittag
Papierkram und kein Ende.

Immerhin trudelt die Quittung für die Farben ein. So kann ich diese nun wegräumen. Solange sie nicht bezahlt waren, mochte ich sie nicht verräumen, damit ich das nicht womöglich noch vergesse.

Mittagszeit
Jetzt hocken sie schon zu zweit auf meinem Drucker und warten auf die Fertigstellung ihrer Kleider. Na, heute wird das nix mehr.

Feierabend
Transponder vergessen, also nochmal zurück ins Büro.

Bei herrlichem Sommerwetter, bei dem ich eigentlich schwimmen gehen wollte, rase ich heim und starte den Rechner. Der Sohn und die Hexe haben mir unabhängig voneinander den Tag verhagelt. Was die Hexe betrifft, will ich jetzt nicht drüber reden. Naja, und der Sohn muss unbedingt heute Nachmittag seinen Papierkram von mir erledigt haben, der schon seit vier Wochen liegt und für den er mich schon mal von Abend zu Abend umsonst hat warten lassen. Es stinkt mir so sehr. Warum hab ich blöde Guste nicht gesagt: Heute nicht! Ich weiß es, weil mir dann das Unerledigte wieder auf der Seele gelegen hätte. Da hätte ich das Schwimmen auch bloß nicht genießen können.

16:15 Uhr
Wir waren zu 16:00 Uhr verabredet. Er ist natürlich nicht da. Wenn ich doch sowieso wieder meine Freizeit verwarte, kann ich auch die Waschfee füttern.

16:45 Uhr
Ein Anruf der SchwieTo: Wir wollten dir nur sagen, dass es später wird. Nur damit du nicht sauer bist.
Ich bin sauer, ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr!
Um mich zu beruhigen, spüle ich Katls schöne Schalen und Schüsseln und räume sie in eine Tragetasche.

17:55 Uhr
Es ist noch immer keiner hier.
Ich versuche, einen Kohl zu putzen, rutsche ab und schneide mich in den Finger. Zum Glück nicht doll.
Auch nicht doll ist das, was unter dem herausgeschnittenen Strunk zum Vorschein kommt. Igitt.

18:20 Uhr
Inzwischen sind die Kinder da und die Waschfee ist fertig. Ich hänge die Wäsche nach draußen. Dann unterhalten wir uns über die Hexe. Klären können wir vorläufig nichts, beschließen aber, am Wochenende erst mit ihr und später mit der gesamten Familie Rat zu halten. Ich möchte, dass sie zum Herbst die Schule wechselt. Sohn und SchwieTo stimmen mir da zu. Mal sehen, wie das weitergeht.

21:30 Uhr
Nachdem wir mit allem Kram fertig sind und das, wozu uns Informationen fehlen, auf anderwann vertagt haben, fahre ich mit der SchwieTo noch in den Kaufmannsladen. Der Sohn macht sich auf in den Garten, um sein Fahrrad zu reparieren. Die SchwieTo bricht nach dem Einkauf ebenfalls dorthin auf. Eine Energie haben die jungen Leute!
Ich sammle die Wäsche von der Leine und gönne der traurigen Seele eine Großpackung Eis.

Das waren meine 12 von 12 für den Juli 2021.

In früheren Jahren
12 von 12 im Juli 2018
12 von 12 im Juli 2017

Samstagsplausch {10.07.2021}

Weil Andrea heute wieder ihren Samstagsplausch abhalten wird, habe ich mich zurückerinnert an die vergangene Woche und ein paar Begebenheiten und Befindlichkeiten notiert. Im Vergleich zu den vier Wochen vorher, verlief diese relativ ruhig.

Die Woche in einem Wort
Beruhigt

Wochenrückschau

Samstag, 03. Juli 2021
Genießertag mit Buch. Lesen musste sein, das lenkte von allerlei Gedanken ab, das tat mir gut. Zwischendurch habe ich Wäsche gewaschen, getrocknet, verräumt. Ich würde gern etwas handarbeiten, aber zu den begonnenen Projekten habe ich gerade keine Lust und für neues fehlt eine zündende Idee.
Irgendwann zwischendurch rief die Mutti an: Wir unternehmen wohl heute gar nichts?
Na, nee!

Sonntag, 04. Juli 2021
Am Sonntag unternahmen wir doch etwas. Wir fuhren an den Süßen See. Nachdem wir einige Gastwirtschaften vergeblich abgeklappert hatten, landeten wie bei den Seeterrassen. Es war so voll, dass wir anderthalb Stunden auf das Mittagessen warteten. Wir hatten jedoch einen so guten Platz am Wasser, dass zumindest mir die Zeit nicht lang wurde. Die Mutti wurde schon ein wenig hibbelig, ich hingegen konnte die Zeit genießen.
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Zum Eis essen wollten wir dann noch nach Eilenburg, als wir aber in Taucha von der Autobahn kamen, wollte die Mutti dann doch lieber in den Garten. Also verabredeten wir uns da mit Sohn und SchwieTo.
Das Anki kam auf einen Kaffee herüber.
Nachdem ich die Mutti daheim abgeliefert hatte, war mein Sonntag auch um.

Montag, 05. Juli 2021
Die Begebenheiten dieses Tages zeichnete ich unter dem Stichwort WmdedgT auf.
Das erste Mal seit über einem Jahr waren wir wieder in der Therme. Es war herrlich. Ich konnte es genießen, dass ich an diesem Abend keine Reisetasche packen und den Wecker nicht auf 3 Uhr stellen musste.

Dienstag, 06. Juli 2021
Der erste Dienstag, an dem ich nicht in aller Frühe nach Cottbus aufbrechen musste. Kurz nach sieben verglich ich die Fotos von vor genau einer Woche und jetzt. Etwas seltsam war das schon.


Die kleine Chefin hatte den Transponder für das Hoftor wieder nicht dabei und die Knöllchenverteilerinnen freuten sich.
Da für diesen Tag eine Lieferung von Tiefkühlware angekündigt worden war, plante ich ein, von der Arbeit aus direkt nach Hause zu fahren, um die Ware in die Kühltruhe zu räumen und danach erst meine Feierabendrunde zu starten, die mich mit Mutti zur Bücherei führen sollte und danach mit der Katl nochmals zur Therme. Weil ich sowieso zuerst nach Hause musste, ließ ich die Tasche mit den Büchern und auch die mit den Badesachen da.
Und dann kam wieder alles anders.
Die Tiefkühlware kam nicht, dafür ein Hilferuf der Hexe, so dass ich von Arbeit aus erst einmal zu ihr fuhr. Von dort aus konnte ich nun leider nicht gleich zur Mutti, weil die Bücher zu Hause geblieben waren. Also war dieser Weg nun auch noch nötig. Außerdem wollte die Mutti nach dem Büchertausch noch zum N-Markt.
So kam es, dass ich nach ewiger Hin-und-Her-Fahrerei schließlich 18.30 Uhr im Bad ankam. Katl hatte wieder ganz liebevoll verschiedene Leckereien vorbereitet. Leider hatten mir Sorgen um die Hexe den Appetit verhagelt.
Wie am Tag zuvor war ich gegen 22.30 Uhr zu Hause. Schnell transportierte ich noch ein paar Fotos vom Handy auf den Rechner und von da per Mail auf den Rechner in der Firma, denn dort brauchte ich sie am nächsten Tag.
Dann fiel ich nur noch ins Bett.

Mittwoch, 07. Juli 2021
Diesmal drehte ich den Knöllchenverteilern eine lange Nase. Bis 8 Uhr kann man oben an der Straße kostenfrei parken. Bis dahin war die kleine Chefin am Laden lang gekommen und hatte den Transponder gebracht. Die Einfahrt zum Hof ist vielleicht einen halben Meter breiter als mein Auto und ich muss von einer ganz schmalen Schlippe aus rechtwinklich hinein rangieren. Das war schon eine kleine Herausforderung und ist es noch.
Am Abend nach draußen passte das irgendwie besser, so dass ich überlegte, ob ich das Einparken vielleicht mal rückwärts probieren sollte. Da ich aber grundsetzlich nicht gut rückwärts fahren kann, lasse ich das wohl doch lieber bleiben.
Eine WhatApp-Nachricht um 23.03 Uhr bewirkte, dass ich in dieser Nacht ganz wunderbar träumen konnte. Blöd ist nur, dass ich dadurch keinen Abstand bekomme, weil mit jeder Nachricht meine Gefühle wieder durcheinandergewirbelt werden, und das immer dann, wenn ich gerade anfange… Ähm, im Satz verfitzt. Na, ihr wisst schon, was gemeint ist.

Donnerstag, 08. Juli 2021
Heute beteiligte ich mich in der Werkstatt an der Reparatur eines Spieles, das wegen Unvollständigkeit schon beinahe entsorgt worden wäre. Die fehlenden Teile ließen sich jedoch gut nacharbeiten. Das hat richtig Spaß gemacht. Dieser kreative Teil fehlte bei meinen früheren Jobs und macht meine Arbeit jetzt besonders abwechslungsreich. Ich glaube, das hatte ich schon am Montag erwähnt.
Ein klitzekleinwenig arbeitete ich noch für CB, indem ich zumindest ein paar Leute an Termine erinnerte und so im Hintergrund ein paar Fäden zog. Mehr konnte ich nicht tun.
Am Nachmittag kämpfte ich mich quer durch Leipzig, weil ich mich mit einer Kollegin zum Eisessen treffen wollte. Wir hatten uns 2018 bei meinem dienstlichen Intermezzo in Halle kennengelernt und seit damals nicht mehr gesehen. Da gab es viel zu schwatzen.
Wieder daheim erinnerte die Schwester mich an den Amsterdamkrimi. Ich hatte den aber schon vor einiger Zeit gesehen. So blieb die Flimmerkiste auch an diesem Abend aus.

Freitag, 09. Juli 2021
Regen, Regen, Regen. Von leicht über prasselnd bis Ich halte auf der Landstraße an, weil ich nix mehr sehen kann ist alles dabei. Als ich auf den Hof rangiere {in nur drei Zügen} tropft es nur noch vom Walnussbaum. Die Mitarbeiter kommen eine Stunde später an, als hätten sie mit Kleidung unter der Dusche gestanden. Hach.
Es ist so grau und düster, dass wir uns gleich zum Kaffee zusammensetzen, als alle eingetrudelt sind. Die Gruppe braucht das heute. Ich auch.
Ich helfe hier ein wenig, bringe da eine Idee ein. Büroarbeit kann ich erledigen, wenn die Leute schon im Feierabend sind.
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Auf meinem Drucker hockt ein Nackedei.
Als ich dann endlich Feierabend habe, lacht die Sonne. Wie schön.
Je weiter ich mich aber von der Elbe entferne, um so schlechter wird das Wetter. Daheim gießt es in Strömen. Also gibt es keinen Abstecher in den Schnickschnack-Laden, dafür einen ruhigen Abend mit ein paar Telefonaten.

Samstag, 10. Juli 2021
Für diesen Tag ist ein kleiner Ausflug geplant. Der Jürschn und das Anki nehmen mich mit. Das wird mir sehr gut tun, mal nicht selbst zu fahren und auch keine Verantwortung dafür zu haben, wohin es überhaupt geht. Der Jürschn hat immer gute Ideen für Ausflüge in die nähere Umgebung. Ich nehme die Kamera mit. Vielleicht gelingen ein paar interessante Aufnahmen. Und vielleicht bekomme ich auch einen Beitrag zu Im Fokus zustande.

JETZT komme ich noch schnell zu Andrea und ihrem Samstagsplausch Bei euch lesen werde ich dann später.

Habt alle ein schönes Wochenende.
Eure Mira

WmdedgT im Juli 2021

Im Juni hatte ich es nicht geschafft, meinen 5. des Monats aufzuschreiben. Zum Glück fragte Frau Brüllen auch im Juli wieder: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? und obwohl es ein ganz normaler Arbeitstag war, an dem es "eigentlich" nicht viel aufzuschreiben gibt, will ich diesen 5. Juli 2021 hier reflektieren.

04:30 Uhr
Der Wecker reißt mich aus einem seltsamen Traum, der sich um einen Job drehte, den es so gar nicht gibt. Naja, Traum eben.
Ich träumere im Bad herum und muss mich dann sputen, weil ich mir noch Rührei zum Mitnehmen brate und auch die Badetasche nicht vergessen darf.

06:30 Uhr
Die ersten Kollegen treffen gleichzeitig mit mir ein. Und dabei hatte ich gehofft, noch eine halbe Stunde im Büro für mich allein zu haben.
Die Knöllchenverteilerinnen sind Frühaufsteher. *grrrr*
Damit ich auf unseren Parkplatz fahren kann, bitte ich die Kollegin um den Transponder für das Hoftor. Den hat sie zu Hause. Bitte, was soll er denn da?

09:00 Uhr
Nach dem Kaffeetrinken geht es zum Baumarkt. Wir benötigen diverse Utensilien für unsere kleine Werkstatt. Ich mag die Abwechslung in diesem neuen Job, auch wenn ich zu meinen Bürotätigkeiten meist erst nach Feierabend komme, oder eben am Freitag ab Mittag.
Ein Anruf bei der kleinen Chefin während meiner Abwesenheit sorgt nachträglich für Herzklopfen, als ich davon erfahre. Nunjaaaa.
Beim Nachmittagskaffee erzähle ich von meiner Absicht, die Sauna zu besuchen. Das sorgt für Aufruhr: Wie kann ich nur? Dann haben wir so herzhaft gelacht, das tat richtig, richtig gut.

15:10 Uhr
Ich schließe gerade das Büro ab, als Mutti anruft. Warum steht denn in meinem Handy stumm neben deinem Namen?
Ich sitze noch 20 Minuten im aufgeheizten Auto und telefoniere mit ihr ohne sinnvolles Ergebnis. Das gesamte Gespräch ist unsinnig, weil sich herausstellt, dass das, was sie mir ursprünglich gesagt hatte, gar nicht zutreffend war. Es war wieder nur ein "Bewerbchen", in der Hoffnung, ich sage: Ich komme zu dir und schaue nach dem Handy. Aber genau dazu bin ich nicht bereit und tue es auch nicht.
Dann starte ich endlich Richtung Heimat, um Katl einzusammeln.
Sie steht schon vor der Haustür. Gemeinsam stauen wir uns dann in Richtung Therme. Als wir dort sind, stelle ich fest, dass die Karte, die ich für die Clubkarte hielt, doch nicht meine Clubkarte ist.
Es bleibt mir nichts anderes übrig, als heim zu fahren und die Karte zu suchen. Ich will Katl dort lassen, aber darauf geht sie nicht, ein. Allein will ich auch nicht. Lieber helfe ich dir suchen.
Nachdem wir die Karte gefunden haben {Sie war genau da, wo ich sie nun vermutet hatte.} wollen wir wieder los zur Therme. Aber nun ist mein Schlüssel weg. HILFEEEE!
Dieser war, als ich herein kam und die Schlüssel mit Schwung auf den Flurschrank warf, dahinter gerutscht. Hach.

18:30 Uhr
Mit 2 Stunden Verspätung landen wir endlich im Wasser. Ich kann das genießen, als wäre ich im Urlaub. Das hab ich mir jetzt aber auch verdient.

22:30 Uhr
Gerade heim gekommen. Ich packe die Taschen aus, beantworte schnell ein paar Nachrichten. Dann falle ich ins Bett.

In früheren Jahren
Juli 2019
Juli 2018
Juli 2017

Der 27. Montag

1.) Hey! Es ist Sommer. Der ist zum Genießen da.

2.) Es ist kaum zu glauben, wie viele Erlebnisse in so eine Woche passen.

3.) Wenn ich nicht immerzu auch mich aufpasse, kann es schon mal passieren, dass ich mich zu Unternehmungen verdonnern lasse, die ich gar nicht will.

4.) Rücksichtnahme und Höflichkeit sind für mich selbstverständlich, aber das wird einem leider nur selten gedankt.

5.) Wenn mein Alltag mich nervt, überlege ich mir schöne Geschichte(n).

6.) Bei Urlaub bin ich mehr der Typ der viel erleben möchte, damit ich von den Erinnerungen lange zehren kann. Untätig (am Strand oder sonstwo) herumliegen kann ich auch daheim, dazu muss ich nicht verreisen.

7.) Ich freue mich auf die Sauna und das Schwimmen am Abend, habe den Büchereibesuch mit Mutti und diverse andere Pflichten zu erledigen und dann möchte ich alles genießen, was mir das Leben bietet. .

So, das war für diese Woche mein ausgefüllter Lückentext, den
Anni in Zusammenarbeit mit Martin wieder zur Verfügung gestellt hat.

Heute ist auch noch WmdedgT. Aber das schreibe ich erst heute Abend, wenn ich weiß, was ich so alles gemacht habe.

Sonntags Top 7 {210704}

Anni schreibt heute keine Sonntags Top 7, zumindest jetzt noch nicht. Dafür will ich das heute endlich mal wieder tun.
Die Themen sind, wie immer:

Lesen
Ach ja. Als ich das letzte Mal die Sonntags Top 7 schrieb, hatte ich gerade einen neuen Honorarvertrag bekommen, den ersten nach dem Ewig-Lockdown. Und nun ist das alles schon wieder Geschichte. Es ist unglaublich viel passiert in dieser Zeit, viel Schönes. Aber nun ist es zu Ende. Ich habe es beendet, ich dumme Kuh. Und nun leide ich vor mich hin. Um das jetzt ebenfalls zu beenden oder zumindest zu mildern, las ich seit Wochenmitte Spiegel & Schatten {Affiliate-Link} , den zweiten Teil der Meisterin von Markus Heitz. Das lenkt mich ganz wunderbar von meinen übrigen Gedanken ab.

Musik
Als ich am Mittwoch nach der Rückkehr aus Cottbus auf dem Tauchaer Marktplatz stand, fiel mir der Song von Klaus Lage ein. Ich blieb ein wenig dabei kleben. Sonst mochte ich Musik in dieser Woche eher nicht, weil sie schmerzlich gewesen wäre. Glaub ich.

Flimmerkiste
Die bleibt schon seit Wochen ausgeschaltet. Das heißt, ich habe ja gar keine echte Flimmerkiste, nur den Rechner und die Mediatheken. Etwas habe ich mir diese Woche aber doch angeschaut und zwar auf einer echten Flimmerkiste am Dienstag im Hotel. Das Fußballspiel zum Ende einer Ära. Nun ist es aber gut mit Fußballgucken, bis nächstes Jahr zur WM, falls wir die Quali schaffen.

Erlebnis
Huch, wo soll ich da anfangen? Die ganze Woche war vollgepackt mit Erlebnissen. Wer das wirklich wissen möchte, kann sich durch meinen Wochenrückblick kämpfen, wenn das nicht schon gestern geschehen ist.

Genuss
Oh ja. den gab es. Am Dienstag Abend waren wir ein letztes Mal auf dem Altmarkt in Cottbus beim Italiener. Nicht nur das Essen {ich hatte einen Meeresfrüchtesalat}, nicht nur der Wein {für jeden nur ein Glas, weil wir, wie immer, noch fahren mussten} die gesamte Stimmung, die Gespräche, einfach alles war ein Genuss, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Web-Fundstück/e
Ach nö, lieber nicht. Da kommen seltsame und teils unangenehme Dinge zu Tage. Und ich will gerade nicht unangenehm. Kann das eben nicht brauchen. Lieber für ein kleine Weile Kopp in den Sand.

Hobbys
Nicht wirklich in dieser Woche. Ich hatte das Strickzeug nicht mal mit auf die Dienstreise genommen und auch danach noch nicht wieder angefasst. Vielleicht nächste Woche wieder.

Sind das jetzt sieben? Ja, sind es. Na dann.

Habt alle einen wunderbaren Sonntag
eure Mira

Samstagsplausch {03.07.2021}

Die Woche in einem Wort
Emotionaaaaal

Wochenrückschau

Samstag, 26. Juni 2021
Geplant war Nudelsalat vorbereiten, Grillzeugs einkaufen, Mutti holen und ab in den Garten. Später vielleicht die Mutti heim bringen und nochmal zurück in den Garten auf ein Gläschen Wein.
Abgesehen davon, dass die Mutti zwei Stunden vor der verabredeten Zeit anrief und geholt werden wollte, klappte das sogar. Und ja, am Abend, nachdem ich die Mutti heim gebracht hatte, gab es für mich ein Gläschen Bitterol und ein Lagerfeuer.
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Sonntag, 27. Juni 2021
In anderer Leute Garten.
Die Kinder hatten mich gefragt, ob ich sie fahren kann. Klar konnte ich. Fremde Leute kamen, den Garten zu besichtigen und machten rundweg alles schlecht. Keinen Cent sei der Garten wert. Davon abgesehen waren sie äußerst unsympatisch. Denen hätte ich den Garten nicht geben wollen, selbst wenn sie bereit gewesen wären, die geforderte Summe zu zahlen. Der Sohn war sehr geduldig und blieb freundlich. Das hätte ich nicht gekonnt. Ich hätte schon viel früher gesagt: Ich sehe, Sie wollen den Garten nicht, dann machen Sie es gut.
Aber ich hatte ja nichts zu sagen. Ich war nur die Fahrerin. Trotzdem belastete mich diese Sache und verdarb mir den halben Sonntag. Keine Ahnung, warum eigentlich. Vielleicht, weil ich mit missgünstigen Menschen nicht umgehen kann?
Am späten Nachmittag pilgerte ich dann in unseren eigenen Garten. Wir verzehrten die Reste vom Grillen.
Später richtete ich meine Outfits für die kommende Woche, damit das Taschepacken am Montag Abend schneller geht.
Am Abend bekam ich eine Nachricht, die mir unglaublich gut tat. Was ein Foto und zwei Sätze small talk doch ausmachen.

Montag, 28. Juni 2021
Zum Glück habe ich den Montagsstarter geschrieben, sonst wüsste ich nicht mehr so recht, dass es den Tag überhaupt gab. Dabei hatte ich an diesem Tag sogar noch Aufregung, die mit nicht durchgestellten Anrufen zusammenhing und mich so fusselig machte, dass ich am Abend einen WhatsApp-Hilferuf startete, der umgehend mit einem Trösteanruf beantwortet wurde. Tat das gut!
Danach habe ich mit Lili noch bis in die Nacht über alte Autos und noch ältere Motorräder geschwatzt. Auch das tat gut.

Dienstag, 29. Juni 2021
Wie letzte Woche war ich vor dem Wecker munter. Na, was man nachts um drei munter nennen kann. Die Straßen waren frei und ich kam so gut durch, dass ich es beinahe geschafft hätte, vor dem Kollegen in Cottbus zu sein. Beinahe.
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Ich hatte eine Menge zu tun, weil ich meine Abschlussberichte fertig machen wollte. Das sollte nicht in der nächsten Woche am Kollegen hängen bleiben. Er hat schließlich genug um die Ohren, wenn ich nicht mehr da bin.
Es gab ein Abendessen beim Italiener am Altmarkt.
Später schaute ich noch Fußball, eher halbherzig, also so, wie die Jungs auch gespielt hatten. Als Löw nachher in die Katakomben schlich, tat er mir fast leid.

Mittwoch, 30. Juni 2021
Mein wirklich allerletzter Tag in Cottbus. Als ich das Hotel verließ, goss es in Strömen, so dass ich, als ich in der Firma ankam, aussah, wie ein gebadeter Hamster. Das macht doch nichts! sagte der Kollege. Nunja.
Die letzten Coachings, die letzten Berichte, die letzten Pötte hervorragenden Kaffees und die letzten Gespräche mit dem Kollegen. Ab Mittag funktionierte mein externer Mitarbeiterzugang nicht mehr, der interne noch nicht. Die letzten Unterlagen richtete ich an einem Schulungsrechner, die allerletzten handschriftlich.
Zum Abschied lagen wir uns in den Armen und ich hätte ihn am liebsten nie wieder losgelassen.
Inzwischen schien die Sonne, aber als ich aus der Stadt hinausrollte, weinte Cottbus. Und an diesem allerletzten Tag verpasste ich die Ausfahrt und musste einen Bogen fahren, um wieder auf die Ausfallstraße zu gelangen, fast, als wollte Cottbus mich nicht gehen lassen.
Und dann war ich wieder zu Hause…
…und konnte nicht damit umgehen.
Deshalb überfiel ich die Katl mit Abendessen vom Asiaten. Ich war zum Umfallen müde und doch so aufgedreht, dass ich… ich weiß gar nicht was. Doch, am liebsten wäre ich die 200 km wieder zurückgefahren.
Klaus Lage – Wieder zuhaus

Donnerstag, 01. Juli 2021
Mein erster Tag als intere Mitarbeiterin. An der Arbeit hat sich im Vergleich zu Montag und den letzten Wochen nichts geändert. Und doch… Es ist seltsam und ich kann es nicht beschreiben, ich kann es nicht mal verstehen. Der Donnerstag wurde zum Chaostag.
Aus Leipzig kam ein Kollege, mit dem ich dort schon seit Jahren zusammengearbeitet hatte. Wir waren sogar gemeinsam auf Lehrgängen und ich habe damals extra seinetwegen gelernt, wie man Drehmaschinen programmiert, damit ich ihn vertreten konnte, als er in Elternzeit ging. Man kann schon sagen, wir waren ziemlich eng die ganzen Jahre. Nun hatten wir uns seit März 2020 nicht mehr gesehen und als wir uns im Flur gegenüberstanden, zog er mich einfach zu sich heran und umarmte mich, und ich hatte das Gefühl, dass er sich ehrlich freut, dass ich wieder da bin.
Zwei Stunden später kamen zwei andere Kollegen aus Leipzig, von denen ich einen auch schon einige Jahre kenne, wobei wir seltener miteinander zu tun hatten. Mit ihm wiederholte sich die Begrüßungsszene. Auch diesmal kam eine Herzlichkeit rüber, die ich so nicht erwartet hatte. Gleichzeitig war da aber noch etwas anderes. Unterschwellig. Etwas leicht Schmerzliches. Nun haben wir dich zwar wieder, aber irgendwie doch auch nicht. Ich gehöre wieder zu ihnen, durch den veränderten Vertrag sogar mehr als je zuvor, aber wir sehen uns trotzdem nicht täglich, so wie das früher war. Können am Morgen keinen Tee zusammen trinken oder mal schnell einen Kaffee zwischendurch. Und was vielleicht am schwersten wiegt: Ab August muss einer von ihnen "meinen" Job mit übernehmen. Also den, den ich bis 18. März 2020 in Leipzig ausgeführt hatte. Daran kranken sie. Sie verübeln mir das nicht, aber sie bedauern es. Wie sollen wir das denn machen, wenn du in Torgau bist? Diese Frage ist, seit ich Anfang Juni den Vertrag unterschrieben hatte, anscheinend in aller Munde. Zumindest wird sie mir von verschiedenen Seiten immer wieder zugetragen. Wir müssen irgendwie eine Lösung finden. Die Frau S. steht uns leider nicht mehr zur Verfügung.
Hey, Leute, ihr hattet keinen Auftrag für mich. Die ganzen Monate nicht und jetzt noch immer nicht. Wie sollte ich das denn machen ohne Job? Ihr tut gerade so, als sei ich unentbehrlich. Warum ist euch das nicht früher eingefallen? Zum Beispiel im März 2020, als ich den Online-Unterricht schon vorbereitet hatte, dann aber nicht halten durfte, sondern an Kollegen abgeben musste. Oder im Ende März 2019, als der Chef mir in der Küche beim Kaffee Aufbrühen sagte: Sie können ab Montag nicht mehr kommen. Aber rufen Sie mal in Torgau an. {Damals saß da noch eine andere Chefin, die tatsächlich einen Auftrag für mich hatte.} Oder im Februar 2018, als der Chef mir durch die Kollegin Wirbelwind ausrichten lies, er brauche mich ab kommenden Montag leider nicht mehr. Woraufhin ich dann zu jenem Montag nach Halle gewechselt hatte, was zwar ganz in der Nähe ist, aber erstaunlicherweise nicht in die Zuständigkeit eben jenes Chefs fällt. Dort hätte ich bleiben sollen. Dann wäre mir das ganze Hickhack des letzten Jahres wahrscheinlich erspart geblieben. Obwohl… dann hätte ich auch vieles nicht kennengelernt, was ich trotz allem nicht missen möchte.

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Als ich heim kam, lehnte ein Päckchen an der Wohnungstür. Von Lili. Wir telefonierten, was mich aber dieses Mal nicht wirklich erden konnte, weil Lili an einem Thema festhielt, das ich gern vergessen oder zumindest ausblenden möchte. Parallel textete ich mit Ljudi, was sich den ganzen Abend hinzog und mir viel Zuversicht vermittelte.

Freitag, 02. Juli 2021
Zwischen Baum und Borke
Solange ich mich nur auf die Arbeit in TDO konzentriere, ist alles gut. Wir haben heute viel geschafft. Die Leute packen kräftig mit an, und ich habe ihnen gesagt, dass ich stolz auf "meine" Truppe bin, wie fleißig sie sind und wie gut das alles läuft.
Als die Truppe Feierabend hatte {freitags ist das früher als an den übrigen Wochentagen}, blieb mir noch Zeit für den Bürokram. Und da war es dann wieder, das blöde Gefühl, das aus dem Verwaltungstrakt herüberschwappte. Das passiert sogar per Mail. Am liebsten hätte ich den Cottbuser Kollegen angerufen und mich ausgeheult. Er hat mir noch immer geholfen. Aber ich hab mich natürlich zusammengenommen und ihn nicht genervt. Er hat schon genug Trouble, weil ich ihn dort allein gelassen habe, da kann ich ihn nicht noch mit meinen Nöten belästigen.
Mal sehen, wie ich das am Montag alles hinbekomme. Falls es mir nicht gelingt, rufe ich den Leipziger Chef an. Er hat schließlich diese zusätzlichen Aufgaben verteilt, dann soll er mir auch sagen, wie ich das lösen kann. Ich fürchte nämlich, dass das mit der Technik, die ich in TDO zur Verfügung habe, gar nicht geht.
Am Abend war Markt in Taucha. Armselig, sag ich euch. Kaum Stände und noch weniger Besucher.
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Samstag, 03. Juli 2021
Die Waschfee grummelt. Die WetterApp verspricht nur 3% Regenwahrscheinlichkeit. Da kann ich die Wäsche auf den Trockenplatz hängen und noch mehr waschen, fein.
Ansonsten mal sehen, was ich mit dem Tag anfange. Wichtig ist mir, richtig abzuschalten, damit ich die neue Arbeitswoche ohne all mein Gedanken- und vor allem ohne mein Gefühlschaos angehen kann.

JETZT komme ich erst einmal zu Andrea und ihrem Samstagsplausch

Habt alle ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Der 26. Montag…

…bringt mich wieder nach TDO und meinem Fest-Job immer näher.

1.) Rausgehen ist wie eine Therapie gegen trübe Gedanken oder gar Depressionen. Draußen ist alles besser.

2.) Ich wasche gern Wäsche hänge sie auch gern zum Trocknen auf. Nur zusammenlegen und wieder in die Schränke räumen, das mache ich nicht gern.

3.) Ich mach mal eben schnell… sage ich oft. Und dann wird aus schnell ein tagfüllendes Programm, weil ich vom Steinchen aufs Stöcken komme und alles auch noch "eben schnell" dazwischen schiebe.

4.) Luftige Kleider aus Baumwolle und darunter Radlerhosen trage ich im Sommer am liebsten.

5.) Wenn ich dürfte, wie ich wollte, würde ich… vermutlich gar nichts tun, weil ich Angst vor der eigene Courage hätte.

6.) Auf die Gefühle bestimmter, einzelner, weniger Menschen habe ich leider keinen Einfluss. Doch wenn ich den hätte, wüsste ich gar nicht, ob ich das dann auch wirklich will. Ist wahrscheinlich ganz gut, dass ich in gewissen Momenten nicht bekomme, was ich mir wünsche.

7.) Diese Woche habe ich den Abschied von meiner Wirkungsstätte in Cottbus geplant und außerdem steht/stehen nichts weiter im Kalender.

So, das war für diese Woche mein ausgefüllter Lückentext, den
Anni in Zusammenarbeit mit Martin wieder zur Verfügung gestellt hat.

Samstagsplausch {26.06.2021}

Was hat Illy mir gewünscht? Eine verrückte, vollgepackte Woche. Wahrlich, die hatte ich.

Die Woche in einem Wort
Schwierig.

Wochenrückschau

Samstag, 19. Juni 2021
Es ist viel zu heiß. Najaaa, so dürfte ich das wohl nicht sagen, denn ich liebe Sommer, hohe Temperaturen und überhaupt…
An diesem Tag aber fühlte ich mich seltsam. Die Woche war anstrengend, weil ich auch am Freitag arbeiten musste/durfte. Solange ich noch unter der Woche nach CB fahre, ist das ein recht heftiges Programm. Entsprechend malade war ich am Samstag. Immerhin fütterte ich die Waschfee und hängte später die Wäsche auf den Trockenplatz.
Und ich musste noch zur Drogerie. Waschmittel alle, Geschirrspülmittel alle, Toilettenpapier alle. Noch eine Woche verschieben ging nicht.
Vorher hatte ich in einem Telefonat mal wieder meine Freundschaft zu Katl reklamiert, besser gesagt, ihre Freundschaft zu mir. Und als ich dann losfuhr zur Drogerie schickte ich ihr einen Text, falls sie noch nicht dort gewesen sei, könnten wir uns da treffen. Das war eine gute Idee, denn in der Drogerie war es angenehm kühl. Inzwischen hatte die Junghexe angerufen und um meine Fahrdienste gebeten. So nahm ich die Katl kurzerhand mit, sammelte die Hexe ein und brachte sie an ihr Ziel, dann die Katl heim, dann mich selbst zum N-Markt, um noch eine Melone einzusammeln.
Und dann war Zeit für Fußball mit abschließender Konferenzschaltung zwischen Katl, der Mutti und mir.
Jahahaa, die Kleine Frau schaut Fußball und hat davon auch Ahnung {wahrscheinlich sogar mehr als ich}. Am Ende meinte die Katl: Und das nächste Spiel schauen wir beide zusammen. Das hat mich riesig gefreut. Da hat meine Reklamation mir doch Glück gebracht.

Sonntag, 20. Juni 2021
Noch ein seltsamer Tag. Der Himmel ist grau verhangen, aber es ist immer noch drückend und schwühl. Und mir hängt eine Müdigkeit an, die ich nicht beschreiben kann. Und erklären kann ich sie mir auch nicht. Ich schwanke gerade zwischen Wanne mit kühlem Wasser und Couch zwecks Mittagsruhe, als die Hexe anruft. Sie hat etwas wichtiges in W. vergessen, das sie unbedingt heute braucht, aber es fahren wieder keine S-Bahnen. Also springe ich schnell unter die Dusche und rase los zum Fahrdienst. Die Erledigungen der Hexe gehen schnell und danach meint sie, wir könnten doch noch Eis essen. Mir ist aber nicht nach Eis, weil mein Magen grummelt. Die Hexe will noch nicht wieder nach Hause. Also nehme ich sie mit zu mir.
Wir haben einen angenehmen Lazy Sunday Afternoon, finden in der Wohnung jede ihren Rückzugsort, wo wir abhängen und nichtstun. Ich lesend, sie mit Freundinnen telefonierend. Nur eben, dass wir nicht allein sind und die andere anquatschen könnten, wenn wir wollten. Ich genieße das. Sie auch, glaube ich, denn als ich sie abends wieder heim bringe, mag sie gar nicht so recht.

Montag, 21. Juni 2021
Wieder in TDO.
Die Teilnehmer freuten sich: Das ist so schön, dass Sie wieder bei uns sind. Ach ja, klar, ich war ja die gesamte letzte Woche nicht hier.
Die Chefin freute sich auch. Sie hatte mir schon am Freitag geschrieben, was wir am Montag mal müssten. Das taten wir auch.
Danach erzählten sie mir von ihren aus Holz gefertigten Schmetterlingen und dass eine Passantin sich sehr dafür interessiert hatte wegen der Landesgartenschau im nächsten Jahr. Wie die Frau hieß, wussten sie nicht, wie man sie erreichen konnte, erst recht nicht. Ich verzog mich kurz ins Büro, rief die Stadtseite auf und begann zu telefonieren. Ich musste nur zweimal mein Sprüchlein aufsagen und wurde einmal weiterverbunden. Nach einem sehr netten Gespräch mit einigem Erstaunen auf der anderen Seite hatte ich die Zusage zur Zusammenarbeit. Es fiel mir genauso leicht, wie in CB neue Teilnehmer zu akquirieren. Man braucht nur die richtigen Argumente und ein Gespür für die richtigen Ansprechpartner. Das habe ich offenbar. Kommentar eines Kollegen: Weil du eben gut bist. So ganz langsam fange ich an, ihm zu glauben. Warum das wohl so ist? Vermutlich, weil ich meinen Job mit so viel Herzblut mache. Da ist es irgendwie ganz leicht, gut zu sein.
Als ich mich am Feierabend "bis Donnerstag" verabschiedete, kam von einer Teilnehmerin: Nur noch nächste Woche, dann haben wir Sie ganz für uns!
Da bekommt man doch gleich Pippi in die Augen, oder?

Dienstag, 22. Juni 2021
2:55 Uhr, also 5 Minuten vor dem Weckerklingeln bin ich wach. Ich mache mich reisefertig, aber weil so sehr kühle Luft zu den Fenstern hereinweht, disponiere ich die Kleidung für diesen Tag noch einmal um. Dann geht es los in Richtung CB. Obwohl fast Mittsommer ist, wird es an diesem Morgen ewig nicht hell. Der Grund sind tiefhängende graue Wolken. In der Firma angekommen, bitte ich den Kollegen, mich heute noch intensiver als sonst mit unserem schwarzen Lebenselixier zu versorgen. Das macht er auch. Außerdem ist der Tag voller Termine, so dass die Müdigkeit keine Chance hat und ich zeitweise sogar die grauen Wolken vergesse.
Zum Feierabend kommt dann sogar noch die Sonne heraus. Trotzdem stürzt gerade dann der Tag ins Dunkelgrau, infolge eines Gespräches, das mir klar macht, dass ich {wiedermal} eine Chance verpasst habe. Nur diesmal hatte ich wegen des ewigen Lockdowns gar keine Möglichkeit, das zu verhindern oder die Chance irgendwie zu nutzen. Nun ist das so!
Keine Sorge, ich komm schon klar. Ist ja nicht das erste Mal. Wird noch ein Weilchen weh tun, dann komme ich wieder in meinen alten Tritt. Hab ja genug um die Ohren. Da würde eine Liebschaft letzten Endes nur stören.

Mittwoch, 23. Juni 2021
Das Prinzenpaar aus G. hatte sich angekündigt. Da lernte ich die beiden nun kurz vor Ende doch noch persönlich kennen. Viel Gelegenheit hatten wir dafür nicht, weil meine Termine Schlag auf Schlag folgten. Geht nicht anders bei 10 Unterrichtseinheiten pro Tag. Das wollte ich schließlich so.
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Ganz früh am Morgen beim ersten guten Kaffee des Tages, noch vor dem offiziellen Dienstbeginn, stellte der Kollege mir dieses Geschenk auf den Schreibtisch. Zwei Teilnehmerinnen, die ich im letzten Jahr ganz intensiv auf ihre Zwischenprüfung vorbereitet hatte und die nun in ein paar Tagen die Abschlussprüfung hinter sich bringen werden, wollten sich verabschieden. Hach, da war es wieder, das Pippi…

Auf der Rückfahrt nach Sachsen begleitete mich herrlicher Sonnenschein und ich war seltsam aufgekratzt. In meiner Wohnung hätte ich es an diesem Abend kaum ausgehalten, aber zum Glück hatte mich die Katl zum Abendessen und Fußballgucken eingeladen.
Ich liebe Matjes. besonders diesen roten.

Donnerstag, 24. Juni 2021
Die Chefin hatte mich gebeten, in der Frühe gar nicht erst nach TDO zu kommen, sondern von zu Hause aus in die Leipziger Niederlassung zu fahren. Macht Sinn, schon allein von der Fahrstrecke her. Trotzdem war ich froh, als ich dort wieder gehen und mich endlich auf den Weg nach TDO machen konnte. Die Termine, die ich mir dort für den Donnerstag vorgenommen hatte, schaffte ich dann natürlich nicht mehr.
Zum Feierabend machte ich mich dann auf den von dort aus recht weiten Weg an den Süßen See, wo ich mich mit vier {Strick-}Freundinnen treffen durfte. Das war soooo schön.
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> Leider reichte der Akku nur noch für ein paar Fressfotos. So habe ich diesmal keine eigenen Aufnahmen vom See. Aber wir wollen vielleicht in diesem Sommer noch ein weiteres Treffen dort veranstalten, sozusagen als Ersatz für das, welches im letzten Sommer ausfallen musste.

Freitag, 25. Juni 2021
Mein letzter freier Freitag. Ausschlafen war nicht. Also wuselte ich ein wenig im Haushalt. Wäsche wurde auch fertig. Als ich mich um Bürokrams kümmern wollte, vermisste ich mein "Gedächtnis", eine riesige Speicherkarte, die mein Büroleben der letzten 5 Jahre enthält. Mindestens. Das meiste davon {bis auf die letzen beiden Monate} ist auch noch woanders gesichert, aber ich musste das Gedächtnis unbedingt wiederfinden. Mit Suchen gelang das nicht, wohl aber, wie fast immer, mit Nachdenken, wo und wann ich es zuletzt gebraucht hatte.
Dann war der Tag schon fast wieder in Ordnung. Als am Nachmittag die Sonne herauskam, trocknete auch meine Wäsche.
Dann rief die Hexe an. Sie wollte nach Teichwolframsdorf. Das ist eine sehr schöne Gegend und die Strecke dahin ist auch angenehm zu fahren und bietet malerische Ausblicke über weite Felder und auf kleine Ortschaften, die in den Tälern verstreut liegen. Da es diesmal neben dem Sonnenschein immer nieselte, wirkten die Täler im Dunst wie verwunschen. Das ließ sich leider nicht gut fotografieren. Hach.
Wie gesagt, ich mag die Strecke. Ich mag auch die Griechen, die die Hexe dort besucht und bei denen sie sowas wie eine zweite Familie gefunden hat. Das tröstet schon darüber hinweg, dass ich für einen solchen Enkel-Bring-Dienst rund 250 km fahre, denn ich muss ja auch wieder zurück.
Das hatte ich dann gegen 21:00 Uhr geschafft.
Der Sohn war zwar noch im Garten, aber um diese Zeit hatte ich dann auch keine Lust mehr, nochmal loszugehen.

Samstag, 26. Juni 2021
Und nun? Für heute steht nun der Garten auf dem Plan. Und Grillen. Und die Mutti mitschleppen, was für mich bedeutet, ich bin wieder der Kutscher. Ich erreiche den Garten von meiner Wohnung aus in wenigen Minuten zu Fuß. Das heißt, ich könnte abends am Feuer durchaus mal ein Gläschen Rotwein trinken. Mehr als ein Glas schaffe ich sowieso nicht, aber das würde ich gern in angenehmer Runde genießen. Wenn die Mutti mitwill, muss ich das Auto nehmen, denn sie kann nun mal nicht zu Fuß kommen. Alles sehr umständlich und wahrscheinlich will sie gerade dann nach Hause, wenn es gerade gemütlich wird und ich mich entspannen könnte. Wir werden sehen.
Mitnehmen muss ich sie, weil ich "ungehorsame Tochter" mir diese Woche schon zu viel eigenes Leben erlaubt hatte.
Du lässt das ja nicht sein! Du fährst ja immer noch nach Cottbus. Ich dachte, das unterbleibt nun endlich! Nee, tut es nicht, solange ich dort noch einen Vertrag zu erfüllen habe, also bis 30. Juni. Na, und dann war ich Mittwoch Abend bei Katl und am Donnerstag am Süßen See. Und dann gestern auch noch mit der Hexe unterwegs. eieieieiei
Soll ich euch was sagen? Ich genieße das gerade unglaublich, dass ich mir Stück für Stück mein Leben zurückholen kann.
Und jetzt, ihr Lieben, bringe ich diesen Eintrag zu Andrea und ihrem Samstagsplausch und schau mal bei euch vorbei.

Habt ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Der Dienstag dichtet…

…ein Format bei Katha kritzelt, an dem ich mich sehr gern beteiligen würde. Leider schreibe ich nicht mehr so oft Gedichte. Gestern aber flatterte eines durch meinen Kopf.

Schmetterlinge
Der Flügelschlag eines Schmetterlings
kann Stürme heraufbeschwören.
Ein Wimpernschlag, ein Lächeln
kann empfindsame Seelen betören.
Die Schmetterlinge, die bunten,
die hatten sich verflogen.
Bevor sie noch landen konnten,
war der Schwarm schon weitergezogen.

Mira 22. Juni 2021

Der 25. Montag…

…ist schon fast vorüber. Nun möchte ich mich noch dem Lückentext widmen, den Anni und Martin jede Woche bereit stellen.

1.) Früh am Morgen stehe ich gern auch schon vor dem Weckerklingeln auf. Um so mehr Zeit habe ich, gemächlich in den Tag zu starten. Das mag ich sehr.

2.) Mein Leben ist so abwechslungsreich, um nicht zu sagen, chaotisch, dass es kaum etwas gibt, von dem ich sagen kann, es ist eine liebgewonnene Gewohnheit. Vieleicht der Montagsstarter und der Samstagsplausch, wobei ich auch diese zu den unterschiedlichsten Zeiten schreibe, so dass ich zwar unbedingt von "liebgewonnen" sprechen kann, aber von "Gewohnheit"?

3.) Wände tapezieren möchte ich in Zukunft nicht mehr. Ein dekorativer Putz, der gelegentlich gestrichen wird, gefällt mir besser.

4.) Was mich motiviert ist/sind die Anerkennung der Menschen, mit denen ich arbeite und die Erfolge, die ich dabei erziele.

5.) Abends vorm Einschlafen denke ich meist über meine Träume und Wünsche nach. Darüber, wie {un-}realistisch sie sind und was ich ggf. tun kann, um sie wahr werden zu lassen.

6.) Heute habe ich schon viel erreicht, unter anderem einen neuen Auftrag für meine künftige Wirkungsstätte an Land gezogen und ein richtungweisendes Gespräch mit einer Mitarbeiterin geführt.

7.) Diese Woche habe ich meine vorletzte Dienstreise nach Cottbus geplant und außerdem steht/stehen noch drei schöne Termine im Kalender.
Das sind nun meine Antworten für diesen Montag.

Habt alle eine recht schöne, erfolgreiche, erfreuliche… Woche.
Eure Mira