#602

Auch heute möchte ich beim Freitagsfüller von Barbara dabei sein. Es wird langsam besser mit
meiner Regelmäßigkeit.
Also dann…

1. Der Spaß am Gestalten der Freizeit wird einem durch die immer schärferen Maßnahmen gründlich verdorben.

2. Ich kenne einige, von denen ich sagen möchte, er oder sie ist ein großartiger Mensch.

3. Meine erste Weihnachtsdeko in diesem Jahr wird es nicht geben, denn ich dekoriere sonst auch nicht, warum sollte ich es in diesem Jahr tun? Ich finde es bei anderen meist sehr schön, aber selbst mag ich es nicht haben.

4. Den Kopf in den Sand stecken und warten, dass alles vorüber geht, ist keine Lösung.

5. Oh je, da kommen schon wieder die krausen Gedanken und die Befürchtungen, was die Machthaber noch alles mit diesem Land anstellen. Kann man das nicht mal wenigstens eine kleine Weile ausblenden, damit die Seele zur Ruhe kommt.

6. Eventuell komme ich in diesem Jahr gar nicht zum Plätzchen backen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Heimfahrt , morgen habe ich geplant, mich um die Mutti zu kümmern und Sonntag möchte ich mich ganz entspannt zurücklehnen, vielleicht einen Spaziergang machen oder stricken, stricken und stricken!

Habt ein schönes Wochenende und bleibt gesund.
Eure Mira

Ein Donnerstag im November

Da frag ich mich…
Gestern nach der Arbeit war ich noch im Drogeriemarkt. Was ich kaufen wollte, gab es nicht, da werde ich wohl doch wieder zu Pferd-Mensch müssen. Aber Tee habe ich entdeckt und natürlich mitgenommen. Ich kam an zahlreichen Kosmetikregalen vorbei. In dem Moment tauchte, wie in einer Sprechblase im Comic eine Frage auf: Kauft denn überhaupt noch jemand Lippenstifte? Ich mein, wenn Mund und Nase ohnehin immer verdeckt werden, wozu soll man sich die Lippen rot malen? Naja, vielleicht, wenn man einsam ist, um den Spiegel zu küssen?
Nicht mein Tag…
Beim Brötchenaufschneiden für das Frühstück habe ich mir mit dem Brotmesser in die Hand gesenst. *brrrr*
Die Teetasse mit Teebeutel drin auf den Schreibtisch stellen, ist keine gute Idee. Jedenfalls nicht, wenn man hektisch nach etwas greift, dabei das Bändel des Teebeutel mit erwischt und den ganzen Trödel aus der Tasse zottelt.
Die Handtasche unter den Schreibtisch stellen, ist eine genauso schlechte Idee. Zumindest, wenn die Tasche lange Henkel hat und man so zappelig ist, wie ich. Dann kann es nämlich sein, dass man sich beim Aufstehen mit dem Fuß im Henkel verheddert, die Tasche umreißt und deren Inhalt durch das halbe Büro kullert.
Wenn aller schlechten Dinge, wie aller Guten drei sind, war es das für heute. Damit wäre ich zufrieden.
Leute gibt’s…
Anruf am späten Nachmittag: Ich habe dieses und jenes Anliegen und wollte mal fragen, ob ich morgen früh vorbei kommen kann.
Ich überschlage kurz, welche Termine ich für den nächsten Vormittag schon zugesagt habe, stelle fest, dass das schon mehr ist, als ohne Stress zu schaffen ist und möchte gern einen Termin in der nächsten Woche vergeben, gleich am Montag oder am Dienstag.
Nee. Kommt gar nicht in Frage. Ich kann nur morgen!
Und warum fragt die dumme Nuss überhaupt, wenn sie doch schon festgelegt hat, dass sie nur morgen kommen will?
Also, Leute gibt’s!

Ein Mittwoch im November

Ich kann heute nichts schreiben. Ich bin so aufgewühlt. Ich habe Videos gesehen von der Demo in Berlin. Private Videos von Teilnehmern. Da war nichts zu sehen von geworfenen Steinen, Böllern und Flaschen, die in den Medien als Begründung dafür herhalten müssen, warum die Polizei Wasserwerfer gegen überwiegend friedliche Demonstranten einsetzte.
Leute, werdet endlich munter! Es geht nicht um Masken tragen oder auch nicht. Es geht auch nicht darum, Corona zu leugnen. Es geht auch nicht um rechtes, ultralinkes oder sonstwie extremistisches Gedankengut. Es geht darum, dass unsere Regierung in Windeseile Gesetze verabschiedet, die es ihr ermöglichen, die Grundrechte der Bevölkerung zu beschneiden, das Grundgesetz teilweise außer Kraft zu setzen und die Demokratie abzuschaffen. Bei Georg gibt es eine kleine Diskussion zu diesem Thema, die ich hier verlinkt habe, weil ich hoffe, dass sie einige Menschen zum Nachdenken bringt und dazu, nicht unreflektiert alles zu glauben, was in den Mainstream-Medien behauptet wird.
Wobei man zuweilen sogar bei den Öffentlich Rechtlichen {Was für eine Bezeichnung!} kritische oder zumindest um Objektivität bemühte Stimmen hören {lesen} kann, wenn auch nur zwischen den Zeilen und weit unten im Text.
Ich ziehe mich jetzt zurück. Ich habe Magenschmerzen. Und ich habe Angst. Nicht vor Corona, weil ich natürlich wachsam bin und mich an mögliche Schutzmaßnahmen halte. Wovor ich Angst habe, ist, was unsere Altvorderen daraus machen, wozu sie die Angst und Panik der Bevölkerung ausnutzen, die sie selbst täglich von Neuem anfachen. Angst davor, in Zukunft vielleicht entrechtet in einem Land leben zu müssen, in dem es keine Kunst und Kultur mehr gibt, keine Gesellschaft oder Gemeinschaft. Ein Land in dem jeder den anderen bespitzelt und denunziert, weil der sich angeblich nicht an Gesetze und Verordnungen hält. Ein Land, in dem man an dem Ort bleiben muss, an dem man zum Ausbruch der Krise gerade wohnte und nicht einmal mehr einen Ausflug machen darf. Ein Land, indem man weder Weihnachten, noch Silvester feiern darf, auch nicht geruhsam und in aller Stille. Ein Land, indem man seine Familie vernachlässigen muss und nicht mehr treffen darf, wenn man nicht gerade in einem Haushalt zusammen wohnt. Davor habe ich Angst. Und davor, dass dieser Zustand dauerhaft wird, denn wäre das alles vorübergehend, müsste man all diese Einschränkungen nicht in Gesetzen festschreiben.
Niedergeschlagene Grüße
von Mira

Ein Dienstag im November

Geschichten erzählen…
…ist gar nicht so leicht in diesen Zeiten. Allzu oft wird die Muse abgelenkt durch unangenehme Wendungen, die das Zeitgeschehen nimmt.
Doch gerade dann erscheint es mir wichtig, die Gedanken schweifen zu lassen. SuShe, von der ich leider seit Jahren nichts mehr gehört habe, sagte einmal: Immer, wenn die Zeiten schlecht sind, brauchen die Menschen Märchen. Und die Zeiten sind schlecht. Als ob wir damals überhaupt geahnt hätten, wie schlechte Zeiten aussehen…
Immer, wenn ich von meinem Hotel zur Firma laufe, komme ich an einer Schuhmacherei vorbei, in deren Schaufenster ein Plakat für den Schatz der Burger Lutken wirbt. Jedes Mal, wenn ich das Plakat sah, nahm ich mir vor, herauszufinden, was es mit diesen Lutken auf sich hat. Und immer wieder vergaß ich es, kaum dass ich um die nächste Ecke bog. Bis heute. Heute habe ich mich auf die Suche gemacht. Es ist aber gar nicht so leicht, Geschichten über die kleinen Leute aufzustöbern.
Hier und hier habe ich etwas gefunden. Vielleicht habt ihr Freude daran. Und wer weiß, vielleicht findet oder wisst ihr noch weitere Geschichten und mögt sie hier erzählen oder verlinken.
Viel Spaß mit den Kleinen Leuten.

Montagsstarter 47/20

Der Tag ist längst gestartet und auch laufe "auf Hochtouren", so wird es höchste Zeit für den Montagsstarter von Anni und Martin.

1) Es ist gar nicht so einfach, in diesen Zeiten bei Laune zu bleiben. Kultur erleben, Festivals und Konzerte besuchen oder einfach mal mit Freunden klönen, das fehlt mir gewaltig.

2) Sowas, also das Fehlen von gemeinschaftlichem Tun, kann heftig auf’s Gemüt schlagen, bei grauem Novemberwetter ganz besonders. Da wird man schnell schwermütig.

3) Die Kultur, die Kunst und Teile der Wirtschaft zugrunde zu richten, das kann es doch nicht sein.

4) Ein gutes Gespräch mit Freunden bei einer Kanne Tee, könnte viel Gutes bewirken und zum Wohlbefinden beitragen.

5) Dass nun vielleicht sogar Weihnachten in Familie verboten wird, weil die Kinder erwachsen sind und eigene Wohnungen haben, damit habe ich ein Problem.

6) Dabei geht es doch gar nicht um rauschende Feste und wilde Partys, nur um ein wenig Besinnlichkeit und menschliche Wärme, die über das Telefon so einfach nicht vermittelt werden kann.

7) Meine Woche: Montag bis Freitag Dienstreise, Samstag Einkäufe und alles nachholen, was zu Hause liegen geblieben ist. Sonntag schnell alles richten, was ich bei den nächsten Dienstreise brauche.

Tja, das waren nun meine Lückenfüller. Ziemlich einseitig heute, weil das allgegenwärtige Thema, mir auf die Nerven geht, aber sowas von…
Lasst euch nicht unterkriegen und habt eine feine Woche.
Und vor allem: Bleibt gesund!

Sieben Sachen Sonntagsglück

Nachdem ich am letzten Sonntag zwar meine Tätigkeiten im Bild festgehalten, dann aber aus lauter Vergesslichkeit doch nicht verbloggt hatte, will ich jetzt schnell noch meinen Beitrag zu Geraldins Sieben-Sachen-Sonntag schreiben. Mal sehen, ob und wie ich das mit den Fotos hinbekomme. Die wohnen nämlich noch im Handy, das ich hier an den Rechner weder anschließen kann, noch habe ich von hier aus Zugriff auf meine Cloud. Da werde ich ein wenig tricksen müssen.
Die Gänsekeulen müssen aus der Pfanne genommen und anschließend die Soße durch ein Sieb gegossen werden.

Der Bratensatz soll auch durch das Sieb gestrichen werden, damit die Mutti ihre angedickte Soße bekommt. Ich hätte auch gern eine klare Soße, aber die Sache mit dem Bratensatz ist ein Kompromiss, denn Mehl kommt mir unter gar keinen Umständen an die Soße.

Ganz schön abgebrüht… sind meine Masken. Nach dem Waschen übergieße ich sie immer noch einmal mit kochendem Wasser. Das musste ich zwischendurch mal schnell erledigen, damit die Masken noch trocknen, bis ich sie in die Reisetasche packe.

Apropos Reisetasche: Ich richte mal schnell noch die Kleider, die ich mitnehmen will, damit das eigentliche Packen dann ruckzuck geht.

Nebenbei spüle ich die neue Teekanne, damit ich sie benutzen kann. Ich wollte schon länger so eine Kanne haben, sie hat nämlich 1,5 Liter Fassungsvermögen. Wie gut es ist, eine so große Kanne zu haben, hab ich immer bei Katl festgestellt, als ich da noch zum Tee trinken vorbeischauen durfte. Nun habe ich selbst eine.

Ganz fix muss nun noch der Rosenkohl geputzt und verpackt werden. Zubereiten kann ich ihn später bei Mutti, während die Klöße durchziehen.

Und dann habe ich aufgetafelt.

Damit habe ich sieben Sachen gezeigt, die ich heute mit meinen Händen getan habe. Natürlich gab es noch mehr zu tun, was ich dann aber ohnehin nicht im Bild festhalten konnte oder wollte, weil ich doch ein wenig in Eile geriet. Die Taschen wurden gepackt, auch eine mit diversen Garnen zusätzlich zum Pullover-Strickzeug. Könnte womöglich sein, dass der unter der Woche fertig wird und ich dann nichts mehr zu stricken hätte. Das wäre fatal. 😉
Tja, und dann war da noch die Fahrt nach Cottbus. Die habe ich diesmal endlich in der vom Navi angekündigten Zeit geschafft, wobei ich das Navi diesmal gar nicht mehr brauchte.
Jetzt trinke ich noch einen Pott Tee und dann ist dieser Sonntag zu Ende.
Gute Nacht ihr Lieben da draußen.
Schlaft gut.

Samstagsplausch {14.11.2020} ACHTUNG: Werbung unbezahlt und so…

Guten Morgen
Ich freue mich darauf, von meiner Woche zu erzählen und den Beitrag dann bei Andrea und ihrem Samstagsplausch vorbei zu bringen.
Letzten Samstag habe ich das leider versäumt. Gern hätte ich es noch nachgetragen, aber die Erinnerungen an die verflossene Woche hatten mich schon verlassen. Deshalb habe ich nun endlich wieder angefangen, was ich schon lange wollte und was nun auch Illy seit Oktober bewundernswert durchzieht: Jeden Tag ein Blogeintrag, wenn auch manchmal ein ganz kleiner und in dieser Woche oft auch erst nachgetragen. Immerhin helfen mir diese kleinen Gedankenstützen beim Erinnern.

Samstag, 07. November 2020
Ich fühlte mich ja nun verpflichtet, die Kleine Frau zu bespaßen. {Wie dumm von mir. Sie versucht schon wieder, mich vollständig zu vereinnahmen und mir mein eigenes Leben wegzunehmen, nur damit sie sich nicht langweilt. Aber das ist eigentlich eine andere Geschichte und geht auch schon wieder dem Ende entgegen.}
Jedenfalls hatte ich ihr vorgeschlagen, unseren "Wochenendausflug" schon am Samstag zu machen. Deshalb war ich auch nicht zum plauschen gekommen. Das Ziel sollte nämlich ein bestimmter Laden sein, den sie noch nicht kannte und den ich ihr zeigen wollte. einfach so, weil mir nicht andauernd neue Ziele einfallen, zumindest keine, zu denen ich sie mitnehmen könnte. Wir fuhren nach Eilenburg, und weil das Wetter traumhaft war, wollte sie nach dem Einkauf noch nicht nach Hause. Also führte uns unser Weg noch zu einem See. Ich bin vorher noch nie von dieser Seite an den See heran gefahren. Es war herrlich.

Sonntag, 08. November 2020
Öhm, wo ist denn der Sieben-Sachen-Sonntag hin? Ich habe doch Fotos gemacht und mir eingebildet, auch den Eintrag geschrieben zu haben.
 
Also, die Fotos habe ich jetzt gefunden, den Eintrag leider nicht. Da es sich aber darum handelt, sieben Dinge aufzuzeigen, die man am Sonntag mir seinen Händen gemacht hat, kann ich den Eintrag auch jetzt noch schnell nachtragen.

Montag, 09. November 2020
An diesem Tag durfte ich nicht arbeiten. Es sind nicht genug Leute da, die meinen Einsatz in Torgau rechtfertigen würden. Das heißt, ganz so stimmt das nicht. Die Leute sind da und sie würden mich auch brauchen. Da aber eine Kollegin die Projektberichte, die ich für das zu Ende gegangene Projekt geschrieben hatte {mit Empfehlungen, wie man weiterarbeiten sollte} nicht an das zuständige Amt weitergeleitet hatte, war auch noch kein neues Projekt bewilligt worden, mit dem Ergebnis, dass ich erst mal keinen Auftrag mehr habe. Sowas Blödes. Die Dame hat ja ihren Job, sitzt warm und trocken, warum sollte sie sich darum bemühen, dass andere auch ihren Job behalten?
Ich war am Montag ohnehin auf Krawall gebürstet, weil mir zum einen bestimmte Machenschaften gegen den Strich gingen, zum anderen eine panikmachende und tatsachenverdrehende Medienberichterstattung und zum Dritten dieser vorauseilende Gehorsam vieler Menschen hierzulande.
Das schlug sich dann auch in meinem Montagsstarter nieder.

Dienstag, 10. November 2020
Am Dienstag war ich mit dem Sohn verabredet, der ein paar Kleinigkeiten am Auto richten wollte und mir das auch gleich zeigen, damit ich es in Zukunft selbst kann. Wie sich herausstellte, hätte ich das ohnehin allein gekonnt, aber so war es schöner. Schön war auch der Nebel, nur leider nahm ich mir nicht die Zeit, auf dem Hinweg am See anzuhalten. Und auf dem Rückweg war dann der Nebel weg.
Dieses Foto hatte ich im Status, und eine Klassenkameradin schrieb mir gleich, wo genau das ist. Wow. Na gut, sie geht dort öfter mit ihrem Hundi, deshalb hat sie die Stelle sofort erkannt. Trotzdem beeindruckend, weil man ja nun nicht wirklich was erkennt.

Mittwoch, 11. November 2020
Der Martinstag brachte so gar nichts besonderes, das zu erwähnen sich lohnen würde.

Donnerstag, 12. November 2020
Dafür gab es am Donnerstag die 12 von 12. Eben habe ich gesehen, dass ich die Rückblicke auf vergangene 12. November vergessen habe. Die werde ich dann mal noch einfügen.

Freitag, 13. November 2020
Der Freitag, der 13. war diesmal ein guter Tag für mich. Am Morgen rief der Cottbuser an, um zu klären, dass ich nun kommende Woche wirklich dort sein werde und wie es dann die nächste Woche aussehen könnte. Nun ereilt es uns auch, dass wir ganztägig mit Maske unterrichten müssen. Für mich sind das 9 Stunden täglich. Zeitstunden, nicht Unterrichtseinheiten! Wie ich das aushalte, weiß ich noch nicht, nachdem ich am Donnerstag schon nach einer Stunde schlapp gemacht habe. Ich muss mir da was einfallen lassen. Leider kann ich den Unterrricht nicht nach draußen verlegen, weil die Leute ihre Rechner brauchen. Und außerdem nutzt das nicht viel, weil in Cottbus auch auf einem Großteil der öffentlichen Wege Maskenpflicht gilt. Ich werde berichten, wie sich das anfühlt.
Gegen Mittag kam dann noch ein Anruf aus Leipzig. Ein neuer Auftrag. Am liebsten hätte ich schon kommende Woche damit beginnen sollen, aber da bin ich ja nun schon verplant. Immerhin ist nun der Dezember abgesichert. Fein, fein.
Der Tag war mutti-frei. Nachdem ich den Großteil des Donnerstags für sie da war und mich habe rumschubsen lassen, rief sie am Abend noch mal an: Hach, ich habe ganz vergessen, was wir wegen des Einkaufs ausgemacht haben…
Wir hatten nichts ausgemacht, weil sie mir erzählt hatte, dass sie am Freitag eine Frau besuchen wollte, die so einen Notfallsknopf vom DRK hat. Von ihr will sie sich beraten lassen.
Na, wie machen wir es denn nun? Freitag oder Samstag?
Gar nicht. Du brauchst nichts Dringendes. Und ich brauche mal etwas Zeit für mich, weil ich noch jede Menge zu tun und vorzubereiten habe. Für die Martinsgans und für meine Dienstreise.
Sie war dann ganz schön schnippisch. Meinte, das solle ich mal schön meine viele Arbeit erledigen. Es hätte nur noch gefehlt, sie hätte "angeblich viele Arbeit" gesagt. Der Tonfall war so. Für den Moment fühlte sich das blöd an. Aber dann tat es gut, ihr mal wieder klar gemacht zhu haben, dass ich auch noch ein eigenes Leben habe, das ich mir von ihr nicht vollkommen wegnehmen lasse. Ich habe auch nicht angerufen. Das musste mal sein.

Samstag, 14. November 2020
Und nun ist Samstag. ich habe euch von meiner etwas seltsamen Woche erzählt und werde mir als nächstes einen Einkaufszettel schreiben, weil ich unter der Woche einiges vergessen habe, das ich unbedingt noch besorgen möchte. Die alte Frau kann ich auf dieser Runde nicht gebrauchen, sonst dauert das wieder den halben Tag und ich habe am Ende trotzdem nicht alles. Also dann.
Habt ein schönes Wochenende.
Bleibt oder werdet gesund.
Eure Mira

#601

Zwei Wochen in Folge beim Freitagsfüller von Barbara dabei. Ich werde doch nicht noch ordentlich auf meine alten Tage?

1. Als ich heute aufwachte, lag ein arbeitsreicher Tag vor mir.

2. All diese Arbeiten fertigzustellen, schaffe ich bald.

3. Ich kaufe gerne auf der Eisenbahnstraße ein. Die türkischen oder arabischen Läden dort bieten so tolles abwechslungsreiches Essen und vor allem vielseitiges frisches Gemüse.

4. Ich versuche, Geschenke selbst zu machen. Meist gelingt mir das, aber leider nicht immer.

5. Was ist denn los mit den Menschen? Glauben sie alles, was die Medien ihnen auftischen? Haben sie das Selberdenken verlernt?.

6. Wenn man mit Menschen umgeht, die ihren Platz im Leben nicht allein finden können, braucht man viel Fingerspitzengefühl.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meine Badewanne, morgen habe ich geplant, Gänsekeulen zuzubereiten und Sonntag möchte ich diese Gänsekeulen mit der Familie verspeisen und am späten Abend meine Dienstreise beginnen !

So, nun ist auch das geschafft. Habt ein schönes Wochenende und bleibt gesund.
Eure Mira

12 von 12 im November

12_von_12
Dieser 12. November war ein seltsamer Tag, einer, an dem ich viel Zeit mit sinnlosem Warten verbrachte und in diesen Wartezeiten nicht einmal schöne Fotos machen konnte. Trotzdem geht das Ganze jetzt noch zu Caro. Vielleicht interessiert es ja wen.

Einen feinen Earl Grey mit Milch möchte ich auf dem Balkon genießen. In aller Ruhe, bevor ich nachher die Mutti zum Arzt fahren darf. Da entdecke ich die Nachricht des Sohnes, in der er anfragt, ob ich ihn abholen und nach T. bringen könnte. In einer knappen Stunde. Da ist es mit der Ruhe vorbei.

Ich lasse einen sehnsüchtigen Blick zum blauen Himmel und über den sonnigen Hof gleiten, dann mache ich mich auf den Weg.

Vorm Haus des Sohnes muss ich das erste Mal warten, wenn auch nicht lange. Die Zeit reicht, um eine Ente zu beobachten. Ja, wir sind auf dem Land.

Weil ich durch die Aktion mit dem Sohn nun viel zu früh dran bin, es aber auch nicht mehr lohnt, nochmal heim zu fahren, warte ich das nächste Mal bei der Mutti darauf, dass wir in Richtung Arzt starten können. In der Zwischenzeit habe ich Order, am Fernseher etwas einzustellen, was mir natürlich nicht gelingt. Ich habe definitiv keine Ahnung von Fernsehgeräten, schließlich habe ich selbst nie einen besessen. Halt, diese Aussage stimmt nicht ganz. In den zwei Jahren meiner unrühmlichen Ehe gab es im Haushalt ein Fernsehgerät, das jedoch von meinem damaligen Mann beherrscht wurde. *hüstel*

Die nächste Wartezeit ist die, welche mich am meisten ärgert. Wir waren beim Arzt angekommen und die Mutti bestand darauf, dass ich mit ins Wartezimmer komme. Ich, die um Ärzte und erst recht um Wartezimmer am liebsten einen riesigen Bogen macht. In einer Zeit, da unnütze Menschenansammlungen verboten sind, erningelt sich die Mutti, dass ich mich mit Maske in ein volles Wartezimmer hocke. Mir geht es schlecht, ich bekomme schlecht Luft und infolgedessen Kopfschmerzen, aber erst nach einer Stunde, als ich es gar nicht mehr aushalten kann, erteilt die alte Frau mir die Erlaubnis, mich zu verziehen. Ich bin wüternd auf mich selbst, dass ich mich wieder so von ihr habe manipulieren lassen. *grrrrrrr*
Im Auto, wo ich ohne Maske wieder frei atmen kann und im Handumdrehen meine Kopfschmerzen los bin, mache ich es mir gemütlich und stricke ein paar Runden. Diese zweite Wartestunde vergeht wie im Flug.

Auf dem Rückweg fahren wir noch zu einem Schlüsseldienst. Die Mutti will einen Schlüssel kopiert haben, damit sie den bei Gelegenheit dem Notdienst geben kann. Sie hat sich inzwischen dazu durchgerungen, einen Notfallknopf zu beauftragen. Nun soll ich eben diesen Schlüssel besorgen. Sie weiß ganz genau, dass die anderen das immer da hinten haben machen lassen. Ich weiß, dass der Schlüsseldienst "da hinten" keine Schlüssel von Schließanlagen kopiert. Aber die Mutti weiß es mal wieder besser. Also fahren wir da hin, damit sie von dem freundlichen Herrn da im Laden erfährt, was sie mir unter keinen Umständen glauben wollte.
Die Wartezeit, als die Mutti Kartoffeln aufgesetzt hat, weil ich unbedingt noch mit essen soll, vertreibe ich mir, indem ich mit der Schwester telefoniere. Bei Mutti ruft sie nämlich jeden Tag an, während sie mit mir immer nur per WhatsApp textet. Das tut sie auch jeden Tag und das ist auch schön, aber manchmal fehlt es mir, mal mit ihr zu reden. Deshalb nutze ich das aus.

Es ist mittlerweile fast 15 Uhr, als ich endlich meiner Wege ziehen kann.
Ich sorge für Proviant für die Dienstreise. Eine ganze Woche in der "Fremde ", wo keine Gaststätten geöffnet sein dürfen und ich im winzigen Hotelzimmer zwar übernachten darf, weil das Beherbergungsverbot zum Glück nur für Touristen gilt, wo ich aber keine Kochgelegenheit habe. Also brauche ich Verpflegung, für deren Zubereitung eine große Tasse und ein Wasserkocher ausreichen. Die habe ich nun.

Den Mangosaft muss ich natürlich gleich einmal ausprobieren, damit ich weiß, ob ich da vielleicht noch ein paar Packungen mehr kaufe. Ja, den gibt es leider nicht in Flaschen. Lecker ist er trotzdem.

Bevor ich mich für den Abend niederlassen kann, ist noch einiges zu tun, zum Beispiel Blumen gießen. Meine Weihnachtskakteen sind noch nicht so weit, wie Illys {ich finde den Einzeleintrag gerade nicht}, aber ich freue mich an den dicken Knospen.

Der Wäscheständer steht jetzt im Wohnzimmer.

Und die Kleider hängen im Bad. Da werden sie über Nacht trocken, hoffe ich.

Schnell noch die Tee-Reserven auffüllen. [ACHTUNG: Unbezahlte Werbung] Die Mädels in Torgau hatten immer so schöne Trinkflaschen. Ich fragte, wo sie diese her haben und erhielt zur Antwort: Internet Ich sah mich da um, entschied aber, dass mir rund 25 Euro für eine Trinkflasche zu teuer sind. Ein paar Tage später entdeckte ich beim N-Markt im Kühlregal bei den Direktsäften drei leckere Sorten in tollen bemalten Glasflaschen mit Schraubdeckel. Da brachte mir mir in den folgenden Tagen immer eine andere Flasche mit. Der Saft ist richtig, richtig lecker. Und die Flaschen nutze ich seither als Tee-Trinkflaschen.
Man kann den Tee direkt in der Flasche aufgießen und wenn man danach die Teebeutel entfernt und den Deckel zuschraubt, zieht er sich beim Erkalten zu und die Flasche ist dicht verschlossen. Finde ich gut.

Zum Abendessen gibt es Baguette. Und dann beginnt der Strick- und Fernsehabend.
Dass ich kein Fernsehgerät habe, heißt ja nicht, dass ich nicht ab und an die Mediatheken bemühe, um Filmchen zu gucken. Also dann…