Samstagsplausch {25.12.2021}

Der letzte Samstagsplausch in diesem Jahr. Da möchte ich gern dabei sein. In der vergangenen Woche fiel er wohl dem zu und für Mutti rennen zum Opfer. Keine Zeit zum Bloggen und Abends nach 22:00 Uhr dann auch einfach keinen Nerv und keine Kraft mehr. Doch heute, am 1. Weihnachtsfeiertag will ich mir die Zeit einfach nehmen, obwohl ich bis 7:00 Uhr geschlafen habe. Das war nicht so gut, 6:00 aufzustehen, wäre besser gewesen, bei allem, was ich noch zu tun und zu bedenken habe. ABER! Ich nehme mir dieses Zeit für mich jetzt trotzdem, weil ich sie brauche und weil nichts Schlimmeres passieren kann, als dass mir die Mutti Vorwürfe macht, zu spät dran zu sein. Aber hey, ihr kann ich es sowieso nicht recht machen. Also kann ich den Vorwurf direkt an mir ablaufen lassen. Und die anderen Drei sind selbst öfter mal spät dran. Sie werden mir wohl gar keinen Vorwurf machen. Nee, bestimmt nicht. Also ist doch alles gut. Irgendwie.

Die Woche in einem Wort
Scheußlich.
Ich weiß, das hatte ich vor 14 Tagen schon geschrieben, es war aber leider immer noch der Fall. Ich kann nur hoffen, dass es jetzt langsam besser wird und dass ich nächste Woche, beim ersten Samstagplausch des neuen Jahres da vielleicht schön hinschreiben kann.

Und sonst so?
Ich habe von meinen eigenen Belangen zwei sehr wichtige Dinge nicht geschafft. Die stehen nun auf der Agenda für die erste Januarwoche und müssen da auch unbedingt geschafft werden.

Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit einer Mitarbeiterin eines örtlichen Pflegedienstes. Sie schaffte es, mir eine Menge Zuversicht zu vermitteln, was das kommende Jahr und die Betüddelung der Mutti angeht. Sie erklärte mir, dass ein Pflegegrad, den wir natürlich beantragt haben, zunächst gar nicht erforderlich ist. Damit sie tätig werden, genügt vorerst eine Verordnung des Hausarztes. Das hätte dieser doch aber auch wissen können. Naja, ich mag den nicht besonders. Kenne ihn von Kindesbeinen an. Damals war er in unserer Gruppe immer der Depp. Und heute ist er eben immer noch etwas eigen. Er kann ja trotzdem ein guter Arzt sein, aber ich mag ihn nicht, so rein menschlich. macht aber nix, die Verordnung wird er uns geben {müssen} und dann kann ich meine große Sorge, dass die Mutti ihre Medikamente regelmäßich und richtig einnimmt, ab Januar an den Pflegedienst abgeben. Das hilft mir sehr.

Weihnachten
Dieses Jahr hätte das "Fest" sehr gern ausfallen dürfen. All die {von der Mutti gewünschten} Vorbereitungen und Rennereien hätte ich mir sparen können, denn der Heiligabend, der für uns immer der Höhepunkt des Festes war, der Moment, wenn aller Stress, alles Gerenne im Lichterglanz zurücktrat und Ruhe und Besinnlichkeit einkehrte war für mich in diesem Jahr der sch…eidenste Heiligabend, den ich je erlebt habe. Von früh an stand ich unter Druck. Da war ein Teil eines Geschenks fertigzustellen, was längst hätte fertig sein können, wenn ich zwischen all der Rennerei der letzten Wochen ein, zwei Stunden mehr Zeit für mich {und eben dieses Geschenk} gehabt hätte. Nun, ich habe es geschafft, wenn auch mit Hindernissen der Art… mach doch erst mal die Lichterkette… wolltest du nicht in die Küche… noch eine Lichterkette… Die Ansagen wurden immer kürzer, immer befehlsmäßiger. Bis ich ein "Machtwort" sprach: Jetzt mache ich das hier fertig! Was letzten Endes nur noch eine Viertelstunde dauerte, da ich es dann endlich nicht wegen -zig Kleinigkeiten immer wieder aus der Hand legen musste.
Dann wurde es kurzeitig besser, auch wenn ich zwanzig Minuten vor Ladenschluss nochmal zum N-Markt musste, wegen diverser Batterien, die ich zwei Stunden später auch vom Sohn hätte mitbringen könnem, aber nein, die Elfenlichterketten, mussten jetzt sein. Schön sehen sie ja aus, meine Elfenlichterketten.
Als wir dann endlich vom Sohn zurück waren, ich wollte nir Das Abendessen und die Geschenke hinbringen und hoffte während der Hin- und Rückfahrt auf ein paar minuten für mich, vielleicht bissel Musik hören. Aber die alte Frau wollte unbedingt mitfahren, weil sie nicht allein zu Hause bleiben wollte, was natürlich alles ziemlich erschwerte und verzögerte und… naja. Jedenfalls, als wir zurück waren, wollten wir Kaffee trinken und danach wollte ich die Gänsekeulen in den Herd schieben. Von der Anstrengung war die Mutti aber so geschafft, dass sie auf der Couch einschlief. Also gab es keinen Kaffe, keine Stolle. Dafür setzte ich mich in den Sessel, froh darüber, dass mal für eine Weile keine Hol-mir-mal-bring-mir-mal-Anweisungen kamen und muss wohl selbst auch eingenickt sein.
Dann klappte die Mutti die Augen wieder auf: Beine reinstecken!
Ich {ganz verdattert=: Was denn für Beine?
Sie: In den Ofen!
Oh weh, ich Idiotin! Ich hatte die Gänsekeulen vergessen. Nun aber schnell.
Sie kam in die Küche: soll ich aus den paar Kartoffeln Salat machen?
Ich: Du hast gesagt, höchstens vier, es sind fünf.
Sie: Na, aber doch nicht solche Kleinen!
Ich: Dann lass es! Dann essen wir eben Brot. Ich hab sowieso keinen Hunger.
Sie: Ich auch nicht! {Und beginnt, die Pellkartoffeln zu schälen.}
Am Ende wurde es eine riesige Schüssel Salat, die wir natürlich nicht geschafft haben. Ich bereitete die Wiener zu, nicht ganz klassisch, sondern halbiert, an den Enden kreuzweise eingeschnitten und in der Pfanne gebraten. Ich tafelte auf, holte sie zum Essen und als ich nachkam weil ich wieder schnell noch was erledigen durfte, hatte sie ihren Teller schon leergegessen.
Vielleicht bin ich blöd, aber mich hat das verletzt, dass sie nicht mal den Moment mit dem Essen auf mich gewartet hat. Das hatte sie zwar am Mittag auch schon getan und dann zu mir gesagt: Kannst gleich meinen Rest essen.
Aber zum Heiligabend…
Beschehrung gab es selbstredend auch nicht.
Als ich nach einer Stunde im Herd nach den Gänsekeulen schaute {sie hatte schon nach 15 Minuten das erste Mal nachsehen wollen}, war noch alles in Ordnung. Als ich nach einer weiteren Stunde schaute und erwartete, dass der Braten fertig sei, war die Temperatur am Ofen auf Null gedreht, nur die Umluft fauchte im kalten Herd. Also alles wieder eingestellt und nochmal eine Stunde gewartet. Als die Beine endlich gar waren, meinte sie, sie ginge jetzt ins Bett, nicht ohne noch mehrmals zu rufen, ob ich das Licht gelöscht hätte und und und.

Ende gut…
Als ich das Haus verließ, begann es zu schneien. Ich hielt das Gesicht in den Himmel und ließ mich berieseln.
Und als ich heim kam, fand ich einen Weihnachtsbrief im Briefkasten.
Von Anni. Mit einer wunderbaren, ganz zarten Sternenkette darin.
Da war mein Heiligabend dann perfekt.
Ich habe mich so so sehr gefreut. Ich habe mir einen Tee gemacht, mich auf die Couch gesetzt und die Karte mit der Sternenkette eine Weile einfach in der Hand gehalten.
Und da war dann ALLES gut.

So, ihr Lieben und nun muss ich los, bin tatsächlich schon weider zu spät, aber das ist es mir wert.
Euch allen schöne, besinnliche Weihnachtstage.
Eure Mira

Der 51. Montag

Ich bin schon wieder spät dran. Zwar nicht einen ganzen Tag zu spät, wie letzte Woche, aber es ist schon Mittag, ich stehe extrem unter Zeitdruck, weil die Mutti dadurch, dass sie gestürzt war und ich sie pfegen musste, sich nun sedhr daran gewöhnt hat, mich am liebsten rund um die Uhr zu beanspruchen. Nun habe ich ja aber noch einen eigenen Haushalt und ich habe noch ein paar Dinge zu erledigen und mich zu kümmern, die nicht in einer viertelstunde zu schaffen sind. Ich wisst ja selbst, wie das ist mit Untgerlagen für Behörden, die herauszusuchen und aufzubereite sind. Schon allen, den ganzen Miost zu scannen dauert seine Zeit. Das kann die alte Frau aber nicht verstehen und will es auch nicht. Auch dass man bei schönem Wetter die Wäsche draußen aufhängen kann, dass man die aber nicht bis zum Dunkelwerden hängen lassen kann oder gar bis zum nächsten Tag…
Trotzdem muss ich mir jetzt die Zeit für den Montagsstarter von Anni nehmen, denn den brauche ich für mein Seelenheil.

1.) Jetzt fülle ich diesen Starter aus, weil mir das gut tut und dann renne ich wieder zur Mutti, um sie zu bespaßen, ihr was zu kochen und mal sehen, was sie sonst noch als Hol-mir-mal-bring-mir-mal für mich vorgesehen hat. Und wenn sie mich lässt, rette ich noch ein paar Dinge, die mir wsegen des dauernden zu ihr Gerenne durch die Lappen gegangen sind.

2.) Früher war es auch nicht leicht, weil ich immer alles alleion entscheiden, allein verantworten, allein regeln musste,aber da hatte ich wenigstens ein Leben und 24 Stunden am Tag für eben diese Erledigungnen (natürlich einschließlich Job) .

3.) Darauf hab ich doch auch ein Recht, oder?

4.) Kennst du eine gute Lösung eine eigensinnige alte Frau, die inzwischen wieder fit genug ist, sich Beschäftigungen für mich zu überlegen, zu betreuen, ohne sie in ein Heim abzuschieben, aber auch ohne mein ganzes Leben in ihrer Wohnung zubringen zu müssen ?

5.) Wenn wir _______________, dann __________________.So etwas kann ich im Moment nicht denken, weil es immedr nur heißt: Warum gehst du denn schon? {Nach 6 Stunden} oder, Wann kommst du denn endlich? {Morgens um 8}

6.) Welche Möglichkeit soll ich wählen: Mir die Hacken ablaufen für die alte Frau und es ihr doch nicht recht machen können oder ein Minimum an eigenem Leben beanspruchen, das ich auch nur zur Erfüllung von Pflichten nutzen kann, weil mehr Zeit nicht bleibt und dann auch nur die Böse zu sein, die sich nicht genug kümmert?

7.) Diese Woche wird gruselig und als Highlight lege ich mich am Heiligabend bei der Mutti auf den Teppich und hole Schlaf nach, falls sie mich lässt.

Zwanzig Minuten hab ich mir Zeit genommen. 20 Minuten, die auch nur Frust enthielten, weil ich nichts, aber auch gar nichts fertig bekomme, in der Zeit, die mir die Mutti zubilligt. Eben weil diese Zeit einfach nicht reicht, um alles zu schaffen, was ich dringend schaffen müsste.

Ich wümnsche euch allen, dass euch eine bessere Woche bevorsteht als mir.
Und dann, am Ende der Woche genießt ein wundervolles Weihnachtsfest.
Eure Mira

Der 50. Montag

Ich hinke hinterher. Gestern zum Montag habe ich meine 12 von 12 vom Sonntag fertiggestellt. Heute zum Dienstag möchte ich unbedingt noch Annis Lückentext für den Montagsstarter ausfüllen, weil ich den so gern habe.

1.) Das Jahresende naht. Nicht mehr lange, dann wird ein chaotisches und anstrengendes Jahr zu Ende gehen.

2.) Mit Hass, Häme und Streit kann ich derzeit überhaupt nicht umgehen. Am liebsten würde ich mich in eine einsame Hütte im Wald zurückziehen und keinen Menschen begegnen.

3.) Außerdem finde ich Wohnmobile sehr praktisch.

4.) Urlaub in den Bergen reizt mich/reizt mich nicht, weil ich ein Fan von weitem flachen Land und Meer bin.

5.) Es kommt mir nicht in den Sinn auf den Montagsstarter zu verzichten, auch wenn ich manchmal sehr spät dran bin.

6.) Es ist ja nun nicht so, als ginge es mich nichts an, was da draußen in der Welt passiert, aber momentan möchte ich am liebsten den Kopf in den Sand stecken.

7.) Diese Woche habe ich außer Arbeiten noch die Versorgung der kleinen alten Frau geplant und außerdem steht/stehen endlich ihr Termin zum Röntgen im Kalender.

So, nun kann dieser Starter noch bei Anni verlinkt werden.

Euch allen wünsche ich eine schöne Restwoche
Eure Mira

12 von 12 im Dezember

Bisher kannte ich Draußen nur Kännchen von Caro, die immer so fleißig unsere 12_von_12 sammelt.
Nun habe ich zufällig noch ein anderes Draußen nur Kännchen gefunden. Na huch. Ich hatte erst ein wenig hin und her geschaltet, weil ich am Anfang dachte, Caro hätte ihr Desing geändert, aber es sind wirklich zwei.
Da heute der 12. ist, bleiben wir natürlich hier und sammeln 12 Fotos vom Tage, die am Ende bei Caro verlinkt werden.

6.00 Uhr
Es ist zwar Sonntag, aber ich habe einiges zu erledigen, also stehe ich auf. Ab ins Bad und dann schnell fertig machen für den Tag. Im Moment ist es so, jeden Morgen, wenn ich meine Schlafsachen ausziehe und ins Bett lege, freue ich mich schon darauf, dass ich sie irgendwann am Abend wieder anziehen kann. Kein guter Zustand derzeit. Es geht gerade nicht anders.
Ich beginne zu kochen. Mutti möchte Gräupchen zu Mittag.
Dann endlich gibt es einen Milchkaffee, mit dem ich mich an den Rechner setze, um noch etwas wegen unserer Silvesterreise nachzuschauen. Leider finde ich die Unterlagen nicht gleich und in der Zwischenzeit brennt das Suppenfleisch an. Hilfe!
Das Fleisch kann ich retten, die Brühe nicht. Und den Topf? Den weiche ich erst einmal ein.

Als ich endlich los kann zur Mutti, sind die Autoscheiben schon fast wieder eisfrei.

Auf dem Parkplatz neben meinem steht ein riesenhafter Geländewagen. Kann man das im Spiegelbild erkennen, dass schon die Motorhaube höher ist, als ich groß {1,54 m} bin?

Vor Muttis Tür erwartet mich das nächste Malheur: Ich kann ihren Schlüssel nicht finden. Wo habe ich den bloß gelassen? Zum Glück ist die kleine Frau schon wieder so gut beisammen, dass sie mir öffnen kann.
Nun endlich setze ich für sie Kaffee auf und richte ihr Frühstück.
Dann befolge ich ihren Rat und räume meine gesamte Tasche aus. UND tataa, der Schlüssel war, wo er sein sollte, ich hatte ihn nur nicht gesehen. Na, wenigstens etwas.

Ich schnipple Gemüse und setze das Essen auf, auch wenn die Mutti meint, sie hätte gar keinen Hunger.

Nachdem sie dann gegen 14 Uhr doch gegessen hat, verlasse ich sie mal für eine Weile, treffe mich mit Sohn und SchwieTo, um im Garten noch die restlichen Utensilien von der Party abzuholen.

Danach geht es heim für knapp 2 Stunden, die ich auf der Couch zubringe. In dieser Zeit schaffe ich es tatsächlich, mal ein paar Runden zu stricken. Die bunten Farben tun mir gut.

Außerdem füttere ich die Waschfee, kann sie aber nicht einschalten. Ist ja Sonntag. Nun wartet sie auf morgen, wenn sie loswuseln darf.

Dann ist es an der Zeit, wieder zu Mutti zu fahren. Abendessen richten, Tabletten verabreichen. Gleich richte ich noch die Medikamente für den nächsten Morgen.
Da es inzwischen hässlich nieselt, biete ich noch einmal Fahrdienst für Sohn und SchwieTo an, was die beiden dankbar annehmen.

20.00 Uhr
Feierabend. Wieder daheim. Ich habe mich über den angebrannten Topf hergemacht und wie man sieht, ist er schon fast wieder chic. Den Rest weiche ich nochmals ein.
Das ist es nun wirklich für diesen Sonntag.

Kommt morgen gut in die neue Woche.
Eure Mira

Samstagsplausch {11.12.2021}

Ihr Lieben, ich bin sehr dankbar, dass ich am Samstagsplausch bei Andrea dabei sein darf. Deshalb versuche ich nun, euch an meinem Leben und meinen Gedanken teilhaben zu lassen, ohne euch Ärger zu bereiten. Leider war meine Woche nicht so toll, so dass ich wohl nicht so sehr auf Einzelheiten eingehen sollte. Mal schauen.

Die Woche in einem Wort
Scheußlich.

Was war denn so schlimm?
Alles! Naja, nicht ganz alles, das stimmt so nicht, denn es gab auch Schönes, was ich nachher noch nennen möchte. Das Schlechte war eher seelischer Natur. Es gab eine Menge Anfeindungen, insbesondere von Menschen, die enger oder ferner etwas mit Gesundeheit zu tun haben. Ich habe mir das alles schwer zu Herzen genommen und tatsächlich auf mich selbst und mich allein bezogen. Im Laufe der Woche erfuhr ich dann von einigen anderen Menschen, dass sie sich den gleichen Anfeindungen gegenüber sahen und dies ebenso schwer genommen hatten wie ich, zumal ein Teil der Aussagen einfach behauptet wurden, ohne zu hinterfragen und diese Behauptungen schlichtweg unzutreffend waren. Was ist bloß los mit den Menschen?
Das ist eine rhetorische Frage.
Sonst noch?
Der Mutti geht es nicht so gut, weil sie gestürzt ist. Die Pflege ist besonders deshalb anstrengend, weil sie schon auf dem Weg der Besserung ist. Dafür bin ich in erster Linie sehr dankbar. Es hat nun jedoch die Folge, dass sie schon wieder mit ihrem Kopf durch alle Wände will und sich die Welt zurecht denkt, wie sie leider nicht ist. Und das macht es dem Sohn und mir dann schwer. Wir bemühen uns nun um einen ambulanten Pflegedienst, der vielleicht wenigstens die Medikamentengabe übernehmen kann, weil sie grundsätzlich Fremden lieber glaubt als uns. Ach, ach, es ist nicht einfach, das könnt ihr euch ganz sicher vorstellen. Es hat aber selbst auch dies etwas Gutes. Sie kann nun nicht draußen herumrennen und sich damit auch keinem Infektionsrisiko aussetzen. Booster will sie nämlich nicht, jedenfalls nicht jetzt, weil sie gerade eben ihre Grippeschutzimpfung bekommen hat. *kopfschüttel* aber wie gesagt, sie glaubt lieber sonstwem, den sie auf der Straße trifft, als der eigenen Familie. Der Schwager hatte, als er hier war, schon Termine für sie herausgesucht. ABER… ich wiederhole mich.

Und nun die schönen Dinge!
In der Arbeit wurde ich mit ganz viel Wärme und Zuneigung empfangen. Sogar ein paar Weihnachts-, Genesungs-, Adventsgeschenke habe ich bekommen und bei jedem war ich den Tränen nahe. Tränen der Rührung und der Freude. Allein, wenn ich bedenke, dass Menschen, die selbst fast nichts haben, gesammelt haben, um mir ein Geschenk zu machen. Da kann man doch nur einfach aus tiefstem Herzen dankbar sein, dass man mit solchen Menschen arbeiten darf. Oder?
Herzerfrischend war auch der Ronny aus dem Handyladen. Und was ich im Freitagsfüller schrieb, dass ich da was gerade rücken muss, das haben wir getan. Also, der Ronny hat’s gerade gerückt. UND, oh Freude, ich bekomme in den nächsten Tagen ein neues Telefon.
Das wiederum brachte mir ein schönes Gespräch mit Katl. Auch andere Freundinnen meldeten sich und boten mir zumindest Gespräche an. Manchmal hilft das schon weiter.
Und der Sohn… und die kleine SchwieTo kümmern sich rührend um die Oma. Familie rückt zusammen in diesen Tagen. Das tut gut.

Samstag, 11. Dezember 2021
Ich muss mich beeilen. Gleich noch fix zu Andrea und dann auf zur Mutti. Mal sehen, was mich außer Körperpflege, Medikamenten und Frühstück machen noch so erwartet. Ach, einen Einkaufsauftrag habe ich noch, und obwohl das für die Bewirtung an Weihnachten gedacht ist {wer weiß, was bis dahin noch alles passiert} muss das heute herangeschafft werden, weil sie es "eigentlich gestern schon" gesagt hatte.
Mittags bin ich Abschleppdienst für ein defektes Auto. Nachmittags helfe ich der kleinen SchwieTo. Spätnachmittag/Abend psssst, Geheimnis und Mutti betüddeln. Zwischendurch muss ich die Hexe abholen und einen großen Topf Suppe zubereiten. Wann zwischendurch, weiß ich noch nicht. Aber wird schon werden.

Nun wünsche ich euch allen ein gutes Wochenende, einen angenehmen 3. Advent und das Übliche.
Eure Mira

# 656

Oh oh, ich war ewig nicht bei Barbara, um mich am Freitagsfüller zu beteiligen. Das wird mal wieder Zeit, denn ich liebe ja solche Lückentexte.

1. Als ich heute morgen aus dem Fenster schaute, war es noch dunkel und ich sah nicht viel. Immerhin konnte ich erkennen, dass kein Schnee mehr lag.

2. Die vielen Anfeindungen der Menschen untereinander und der Hass, mit dem viele sich derzeit begegnen, macht für mich überhaupt keinen Sinn.

3. Das schönste Geschenk in aller Ruhe beisammen sein.

4. An diesem Weihnachten gibt es von allem ein bisschen weniger.

5. Glaubst du an Menschlichkeit? Mir fällt das derzeit schwer, weil mir gerade sehr oft Menschen begegnen, die sich alles andere als menschlich verhalten.

6. Wenn ich diesen Freitags-Füller ausgefüllt habe, muss ich mich ganz dringend darum kümmern, etwas gerade zu biegen, was jemand verbockt hat, der mir gern eoinen Vertrag aufschwatzen möchte. Ich muss nun zusehen, dass das für mich nicht nach hinten losgeht..

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf gar nichts, hoffe nur, dass ich halbwegs alle Verpflichtungen erfüllen kann, die ich aufgehalöst bekomme, morgen habe ich geplant, an etwas Schönem mitzuwirken und Sonntag möchte ich das weiß ich noch nicht !

Ähm ja, ich liebe die Lückentexte, bin aber gerade in keiner guten Verfassung, so dass dieser hier etwas holperig ist.
Bitte verzeiht mir das und habt einen schönen Freitag.

Der 49. Montag

Zwei Montagsstarter fehlen. Aus Gründen.
Heute kann ich wieder dabei sein und bin auch relativ früh dran. Also mal nachsehen, welche Lückentexte Anni zusammengestellt hat.

1.) Zum Glück kann ich wieder sagen: Socken stricken macht viel Spaß.

2.) Warum nur können sich Menschen nicht mit gegenseitiger Achtung begegnen, auch und gerade, wenn sie unterschiedlicher Meinung sind?

3.) Einen Tag auf der Couch verträumern muss auch mal sein.

4.) Kennst du schon …ist eine Frage, die ich fast nie stelle, weil es meist die Anderen sind, die mir was zeigen, waas ich noch nicht kannte.

5.) Was mich aktuell am meisten nervt, ist die Bosheit und der Hass, mit denen sich Menschen hieruzulande immer öfter begegnen.

6.) Mit Weihnachtsdeko/Geschenken habe ich ich nicht viel am Hut. Sowieso nicht und dieses Jahr gleich gar nicht.

7.) Diese Woche habe ich den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben geplant und außerdem steht/stehen nichts weiter im Kalender.

Soviel zum Start in den Montag und die neue Woche. Ich kann es ruhig angehen lassen, und das muss ich auch.
Lasst es euch alle recht gut gehen.

Bis bald
eure Mira

WmdedgT im Dezember 2021

Auch heute fragte Frau Brüllen wieder Was machst du eigentlich den ganzen Tag?.
Ein besonderer Tag war und ist das für mich. Die Quarantänezeit ist vorüber und der offizielle Test im Testzentrum war negativ, so dass ich wieder unter Menschen darf und als genesen gelte. Übrigens hab ich mich nur ins Testzentrum getraut, weil ich vorher schon jeden Tag einen Schnelltest daheim gemacht hatte und diese seit Mittwoch oder so schon negativ waren. Andernfalls wäre ich selbstredend nicht rausgegangen.
Und nun, was war heute los?

05:03 Uhr
Ich wache auf und weiß, dass ich nicht nochmal einschlafen werde. Nicht gleich. Wirklich tun mag ich aber auch nichts, weil ich mich immer noch sehr abgeschlagen fühle. Also verkrieche ich mich auf meine Couch und schnappe mir eine frisches Knäuel Sockengarn. Heute macht das Spaß. Auf Spot**y suche ich mir {m}eine Playlist von Wenzel und träume davon, im kommenden Sommer vielleicht doch wieder zum Hafenfest nach Kamp zu dürfen.

06:00 Uhr
Ich habe einen Mordshunger. Also brate ich eine Zwiebel an und dann die Reste der Bratkartoffeln von gestern Abend. Ein Ei drüber. Lecker.
Ich schaffe nur die Hälfte. Wo ist denn mein riesiger Hunger hin?

08:05 Uhr
Ich wollte doch noch frischen Saft pressen für meine Lieben zum Frühstück. Also wasche ich Äpfel, schäle Karotten und Mandarinen und jage alles durch den Schredder {Rohentsafter, mein neuestes Lieblingsspielzeug}. Ich fülle den Saft in meine schönen bunten Flaschen, eine in den Kühlschrank, die andere in meine Tasche.

09:00 Uhr
Jetzt muss ich mich aber beeilen, denn ich muss unbedingt noch unter die Dusche, bevor ich losfahre zur Mutti. Da sind die Schwester samt Mann zu Besuch für 4 Tage und ich soll/möchte/darf zum Frühstück kommen.
Den Saft und das Strickzeug nehme ich mit.

Vormittag
Ich hänge strickenderweise im Sessel herum, während im Fernsehen Märchen laufen.
Gegen Mittag bekomme ich wieder Hunger, aber es gibt heute kein Mittagessen. Stattdessen am Nachmittag Kaffee und ein Stück Stolle.
Die Schwester besucht eine Freundin und ich fahre heim.

17:00 Uhr
Mir geht’s nicht gut. So seelisch. Ich versuche zu lesen, aber der Hiddensee-Krimi macht mich auch trübsinnig. Hätte ich nicht für möglich gehalten.

18:00 Uhr
Ich setzte mich an den Rechner und mit den Kommentaren zu meinem letzten Eintrag auseinander. Das kostet Kraft, doch ich finde, wenn ich eine Lawine von Kommentaren lostrete, bin ich auch in der Verantwortung, mich darum zu kümmern.

ab 19:45 Uhr
Ich schalte den Livestream zu Sarah Lesch ein, hole mir meine Saftflaschen aus dem Kühlschrank und genieße ein wunderbares Wohnzimmerkonzert.
Als dieses gegen 22:30 Uhr zu Ende ist, gibt es noch eine Live-Session auf Insta. Während ich die verfolge, schreibe ich diesen Eintrag hier. Und es geht mir seelisch wieder besser. Also, in den Kommentaren gestern und heute kam auch so bissel zum Ausdruck, dass wir wohl auf hohem Niveau jammern. Na, das machen wir ohnehin gern. *hüstel* Und dass wir mal überlegen sollten, was wir wirklich brauchen. Und ja, stimmt, es ist nicht notwendig, bei den kleinen Einzelhändlern Briefumschläge oder zwei Knäule Baumwollgarn zu kaufen, außer vielleicht für den Einzelhändler. Es ist auch nicht notwendig, Hähnchenfleisch oder Käse zu kaufen, die letzten 14 Tage ging es auch mit Butterbrot und es wäre auch ohne Butter gegangen. Sogar die seit 2 Wochen abgelaufene Buttermilch war noch genießbar. Das geht alles, und ich wäre auch in der Lage und bereit, auf noch viel mehr zu verzichten. Balast abwerfen wäre sowieso gut. Aber für die seelische Gesundheit brauche ich Kultur, brauche ich persönlich Musik und die auch nicht nur aus der Konserve, sondern bitte, bitte auch wenigstens ab und an so wie heute Abend. Also, doch, ich finde schon: Kultur ist systemrelevant, wie ein befreundeter Kabarettist schon im Spätherbst 2020 äußerte. Freilich werde ich mit dieser Meinung ganz bestimmt auch wieder anecken. …die Armee der Zeigefinger brüllt: du spinnst… Zitatende.
Egal. Das war’s für heute.
Gute Nacht.

In früheren Jahren
Dezember 2020
Dezember 2018
Dezember 2017

Samstagsplausch {04.12.2021}

Drei Samstage in Folge beteiligte ich mich nicht am Samstagsplausch. Die ersten beiden Wochen vom 08. bis 20. November hatte ich hier zusammengefasst. Nun bin ich, nochmals mit einer 2-Wochen-Zusammenfassung wieder, dabei und sehr froh drum.

Die Woche in einem Wort
Corona
Eine Woche zuvor
…war bei mir Totalausfall. Ihr werdet lesen, warum.

Gehen wir mal der Reihe nach.
Sonntag, 21. November 2021
Am Abend zuvor hatte ich mehrfach geniest und inzwischen meldete sich auch ein Husten an. Nicht doll, aber eben… Außerdem war ich sehr müde, wurde den gesamten Sonntag nicht wirklich wach und unterzog mich einem Schnelltest. Negativ. Prima. Dann sollte der Sonntag einfach mal komplett der Erholung dienen.
Das war besonders deshalb nötig, weil ich die Woche zuvor meinen seit Sommer geplanten Urlaub nicht nehmen konnte. Schließlich hatte sich die Kollegin krank schreiben lassen müssen, weil ihr Zehnjähriger aus der Schule in Quarantäne geschickt worden war {zum Glück nicht erkrankt, nur isoliert} und sie diesen daheim bespaßen musste, damit ihm nicht langweilig wird. Und für die kommende Woche hatte sie sich auch noch eine Krankschreibung geholt mit der Begründung: Ich muss mal zur Ruhe kommen. Klar, verstehe ich.
Also brauchte ich den Sonntag für mich, damit ich mal zur Ruhe komme.
Montag, 22. November 2021
Ab diesem Tag sollten verschärfte Regeln gelten. 2G im Einzelhandel, 3G am Arbeitsplatz. Diese Regelung hatte ich etwas fehlinterpretiert und mir dafür einen Rüffel der direkten Chefin eingehandelt {Wer soll denn dieses ganzen Tests bezahlen?} Ja, ihr versteht das schon richtig. 3G heißt geimpft, genesen oder getestet, was bedeutet, ich hätte nur eine einzige Ungeimpfte testen müssen/dürfen. Ich machte den Fehler, alle anwesenden MA zu testen, mich eingeschlossen. Und was soll ich sagen? Von den 10 geimpftem MitarbeiterInnen waren fünf positiv, mich eingeschlossen.
Jetzt erzählt mir bloß nichts von "Impfdurchbrüchen"!
50% sind kein Impfdurchbruch. 50% sind ein deutlicher Beweis dafür, dass die Impfung eben nicht so wirkt, wie es eine Impfung tun sollte, nämlich, eine Ansteckung verhindern. Möglich, dass der Verlauf ohne Impfung heftiger wäre, aber das weiß man nicht, das muss man glauben. Allerdings ist in Bezug auf die Impfungen schon seit fast einem Jahr von Politk und Leitmedien so viel behauptet und gelogen worden, dass ich da gar nichts mehr glauben kann.
Ich schickte die betroffenen Kolleginnen nach Hause, packte meine Tasche und ging auch wieder heim. Die Chefin forderte allerdings: Du musst zu deinem Hausarzt. Der muss einen PCR-Test machen. Ich brauche den.
Weiß ich selbst, hatte ich auch vor.
Nur: Ein Anruf beim Hausarzt ergab, man darf mich da gar nicht einlassen. Ich solle beim Gesundheitamt anrufen, die hätten da eine Hotline.
Nachdem ich bei dieser dreimal zehn Minuten in der Warteschleife verbracht hatte, änderte sich die Bandansage, man solle auf weitere Anrufe verzichten und sich stattdessen per Mail melden.
Forderung der Chefin: Rufe weiter an! Ich brauche den Test. Der Chef will den haben! Außerdem die Hausärzte sind verpflichtet. Du musst da hin!
Inzwischen hatte der Sohn mit meiner {desinfizierten} Gesundheitskarte eine Krankschreibung für mich abgeholt. Naja, wenigstens fehlte ich nicht unentschuldigt.
Dienstag, 23. November 2021
4:11 Uhr beginnt die WhatsApp-Nachrichtenschwämme mit Anweisungen, was ich zu tun und zu lassen habe und und und. Übrigens keine Frage danach, wie es mir geht.
Uiuiui, da ist aber jemand sauer. Als ob ich mir das herausgesucht habe. Ich hab den Keim bestimmt nicht haben wollen. Und ich habe ihn mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht in die Firma eingeschleppt. {Siehe letzter Eintrag, Dienstag, 16. November 2021}
Am Nachmittag Nachricht vom Gesundheitamt: Man wird mich anrufen zwecks Termin für den PDR-Test. Na, immerhin. Mir geht es inzwischen immer mieser. Ich hätte gern, dass sich ein Arzt das mal anschaut, vielleicht abhorcht, irgendwas verschreibt. Aber ich darf ja nicht hin. Ich habe von meiner Erkältung im Oktober noch Tropfen. Mit denen behelfe ich mich.
Gegen 15 Uhr kommt der Anruf des Gesundheitsamtes. Ich soll am nächsten Morgen zwischen 8 und 10 Uhr deren Testzentrum kommen. Ich darf doch die Wohnung nicht verlassen!
Doch! Sie wissen doch noch gar nicht, ob sie wirklich positiv sind.
Aha!
Mittwoch, 24. November 2021
Früh am Morgen 40 km zum Gesundheitsamt gefahren. Von kurz vor 8 Uhr in Kälte und Nieselregen eine Stunde vor dem Testcontainer angestanden. 40 km wieder heim. Währenddessen eine Menge Nachrichten, was ich alles im Homeoffice erledigen soll. Hallo? Ich bin krank. Mir geht’s dreckig.
Das schlimmste aber war die Häme: Hätten Sie sich mal impfen lassen, dann stünden Sie jetzt nicht hier!
Ich bin geimpft.
Das tut jetzt nichts zur Sache!
Hä???
Ich bin zu schwach, mich aufzuregen. Ich will einfach nur in mein Bett.
Donnerstag, 25. November 2021
Homeoffice. Telefonat mit einer Kollegin aus L.E. Jede Menge Unterlagen.
Dann ein Riesenfehler meinerseits. Ich hatte Order, die Unterlagen jemandem zu mailen, was ich auch tun wollte. Ich schrieb noch eine freundliche und erklärende Mail dazu, achtete auch darauf, dass die Unterlagen angehängt waren und dass es auch die richtigen Unterlagen waren. Klick auf senden, E-mail-Programm schließen, Rechner runterfahren und ins Bett. Es ging mir richtig mies und ich hatte wahrlich genug gearbeitet. Das stand mir jetzt mal zu, mich ins Bett zu legen, wo ich für die nächsten Tage auch blieb.

Montag, 29. November 2021
6.00
Guten Morgen! Bist du nachher bei der Besprechung dabei?
Keine Frage, wie es mir geht, nichts.
Die Besprechung lief gut und der Chef fragte als allererstes, wie es mir geht und ob ich überhaupt dabei bleiben möchte. Das wollte ich. Ja.
Am Nachmittag stellte sich dann heraus, warum eine Person am Morgen so angefressen war.
Sie hatte sich ausgebootet gefühlt. Weil ich nämlich die Unterlagen, die die Person haben wollte, nicht geschickt hatte.
Ihr erinnert euch? Donnerstag Nachmittag? Ob die Anhänge richtig waren, hatte ich kontrolliert. Ob die Mail tatsächlich versendet wurde, nicht. Wozu auch, die werden doch immer versendet. In diesem Fall jedoch nicht. Naja, ist mir schon nachvollziehbar, dass sie sich da blöd gefühlt hat. Obwohl, ich hab sie noch nie im Stich gelassen oder ausgebootet. Wieso denkt sie das von mir? Wahrscheinlich, weil sie zu viel um die Ohren hat und dadurch angeschlagen ist. Anders kann ich es mir nicht erklären.
Dienstag, 30. November 2021
Es geht mir besser. Das merke ich schon daran, dass ich wieder Lust habe zu lesen. Allerdings nur Ivo Pala. Sanft und freundlich. Anderes verkrafte ich nicht. Keine Ahnung, warum.
Immerhin habe ich sogar Lust auf einen Kaffee. Leider schmeckt er nach nix. Naja. Das wird wohl noch ne Weile so bleiben. Ich wage einen Schnelltest, und siehe da, er ist negativ. Vom Gesundheitsamt habe ich noch nichts wieder gehört. Auch keine Quarantänemitteilung erhalten. Nur an besagtem Donnerstag die telefonische Meldung, dass der PCR-Test positiv gewesen war. Na, das habe ich gemerkt! Das könnt ihr glauben.
Mittwoch, 01. Dezember 2021
Gar nicht mein Tag. Ich fühle mich so abgespannt, wie am Anfang. Trotzdem stricke ich ein paar Runden an einer Socke. Nicht viele. Geht nicht so recht.
18.00 Uhr klingelt der Paketbote und stellt mein Weihnachtsgeschenk an die Haustür. Ein Rohentsafter. Das gibt mir etwas Auftrieb, denn den muss ich doch gleich ausprobieren und zaubere aus 6 Karotten, zwei Mandarinen, 3 Äpfeln und ein paar Spritzern Zitronenöl einen super leckeren Multivitaminsaft.
Donnerstag, 02. November 2021
Post vom Gesundheitsamt. 5 Seiten Handlungsanweisungen für geimpfte und ungeimpfte Haushaltangehörige und sonstige enge Kontaktpersonen eines positiv Getesteten.
Ich lebe allein und befinde mich überdies seit 11 Tagen in vollständiger Isolation. Dieses viele Papier hätten sie sich sparen können. Wobei, es soll ja Leute geben, die nach 2 Jahren mit Corona immer noch nicht wissen, wie man sich im Falle eines Falles zu verhalten hat. Also wohl doch nicht so abwegig. Immerhin enthält das erste Blatt den Hinweis, dass ich die Quarantänemitteilung für den Arbeitgeber erst bekomme, wenn das Amt Kontakt mit mir aufgenommen hat, um meine Kontakte zu überprüfen. Das kann sich wohl verzögern, man bittet um Verständnis. Nee, hab ich nicht! Wenn ich nämlich auf das Gesundheitsamt gehört hätte und mich nicht hätte krank schreiben lassen, würde ich jetzt seit 2 Wochen auf Arbeit unentschuldigt fehlen. Ich mein, ja, ich hab schon Verständnis dafür, dass die Mitarbeiter dort schrecklich überlastet sind. Das schon. Aber einerseits die Einhaltung der Quarantäne verlangen {was gut und richtig ist} und andereseits den eigenen Teil der Regelungen nicht im Mindesten erfüllen können. Hallo?
Freitag, 03. November 2021
Heute endet meine Krankschreibung und ich könnte auch meine Quarantäne beendet, wenn es mir gelänge, einen negativen Test zu bekommen. Beim Hausarzt ging niemand ans Telefon, obwohl er am Nachmittag Sprechstunde gehabt hätte. Offensichtlich doch nicht. Mein Schnelltest war negativ, deshalb wage ich mich morgen in ein Testzentrum und dann kommt alles wieder ins Lot. Hoffe ich.

Samstag, 04. Dezember 2021
So, ihr Lieben, da bin ich nun und hoffe, dass ich nachher ins Testzentrum fahren kann und dort nicht unbedingt stundenlang anstehen muss.
Wisst ihr, was für mich fast schlimmer war, als die körperlichen Leiden?
Der seelische Druck.
Da hatte ich nun ausschließlich telefonische oder Mail-Kontakte und ganz wenige über Insta. Aber es war so viel Hass, so viel Bosheit dabei. Es fühlte sich teilweise so an, als sei ich für Corona verantwortlich. Zumindest als sei ich schuld daran, dass ich erkrankt bin. Bin ich nicht! Was ich möglicherweise bin, empfindlicher, dünnhäutiger. Und nachdenklicher. Nachdenklich darüber, was dieses Ganze alles mit uns und aus uns macht. Dieser ganze Hass, der gesät wird, die Zwietracht. Da brechen Freundschaften auseinander, sogar Familien. Da beschimpfen sich jeweils anders Denkende auf übelste Weise, und keiner scheint zu bemerken, dass genau das von den Machthabern zumindest in diesem Land hier genauso gewollt ist.

Ihr lieben Leute, ich habe eine große Bitte:
Lasst euch impfen oder lasst es bleiben!
Macht euch eigene Gedanken, oder plappert nach, was die Leitmedien vorgeben.
Bildet euch eure eigene Meinung oder übernehmt die von der Politik vorgegebene.
Trefft eure Entscheidungen!
Aber hört bitte, bitte damit auf, andere Menschen herunterzumachen, weil sie zu all diesen Themen unserer Zeit eine andere Meinung vertreten, als ihr selbst. Schwingt euch von euren hohen Rössern herunter und maßt euch nicht an, andere Menschen als ignorant, kriminell, unsozial oder wie auch immer zu beschimpfen. Wenn ihr euch nicht impfen lasst, ist das eure Entscheidung, aber es macht euch nicht automatisch zu Märtyrern, auch wenn ihr für diese Haltung nun mit Beschneidung eure Menschenrechte bestraft werdet. Und falls ihr euch, aus welchen Gründen auch immer, doch habt impfen lassen, dann bildet euch nicht ein, dass euch das automatisch zu besseren Menschen macht. Genau das macht es nicht! Und wie man gesehen hat, schützt es euch auch nicht vor Erkrankung.
Denkt bitte immer daran, wir alle sind Menschen. Vielleicht keine besonders Guten und erst recht keine Schlechten.
Die Viren bedrohen unser aller Gesundheit. Niemand ist davor gefeit, so gern wir uns das auch einreden lassen möchten.
Und die Politik in diesem Lande bedroht ebenfalls unser aller Wohl. Sie zielte zu keiner Zeit, außer vielleicht ganz am Anfang des ersten Lockdown, als man noch fast nichts wusste, auf die Gesunderhaltung der Bevölkerung. Spätestens seit letztem Weihnachten haben all die Regelungen, Ver- und Gebote zwei Hauptziele. Eines ist: den Machthabern die Taschen zu füllen, auf dass man sich noch eine Villa und noch eine Eigentumswohnung leisten kann, während im ganzen Lande ganze Wirtschaftszweige in existenzielle Not geraten. Das zweite, und das erscheint mir persönlich noch viel schlimmer: die Bevölkerung zu spalten, gegeneinander aufzuwiegeln, auf dass sie sich nicht zusammenschließt und gegen diese korrupte Politik ankämpft.
divide et impera
stifte Unfrieden unter denen, die du beherrschen willst! (legendäres, sprichwörtlich gewordenes Prinzip der altrömischen Außenpolitik)
Funktioniert auch innenpolitisch.
Apropos Innenpolitik.
Wer wirklich mal über all das nachdenken möchte und bereit ist, andere Meinungen gelten zu lassen, der möge dem Herrn Lafontaine einmal eine Weile zuhören.
Nach dem, was dieser Mann hier sagt, hätte es meinen Appel an eure Menschlichkeit gar nicht mehr gebraucht. Ganz besonders wichtig erscheint mir sein letzter Satz.

Und nun, ihr Lieben, empfehle ich mich zu Andrea.
Ich wünsche euch ein schönes zweites Adventswochenende, an dem ihr das große Dilemma vielleicht für eine Weile vergessen könnt.
Und bitte versucht, gesund zu bleiben. Der Keim ist echt ein fieser, den kann NIEMAND gebrauchen. Also passt auf euch auf.

Eure Mira

Samstagsplausch {20.11.2021}

Ja, ich weiß, der Samstagsplausch vom 20. November ist längst Geschichte. Für mich jedoch nicht, weil ich zwei Wochenrückblicke seinerzeit geschrieben habe und nun veröffentlichen möchte, auch wenn schon wieder weitere zwei Wochen darüber hingegangen sind…

Die Woche in einem Wort

Eine Woche zuvor
…gab es bei mir keinen Samstagsplausch. Ich wollte nicht schreiben, obwohl genug Zeit dagewesen wäre. Die verbrachte ich aber lieber strickend {und vor mich hin grummelnd} auf der Couch.
Der Hintergrund war, dass es über die zweite Novemberwoche 2021 nicht wirklich Gutes zu berichten gab.
Vielleicht noch vom Mittwoch. Tags zuvor hatte ich auf dem Wochenmarkt zwei sehr schöne Gestecke erstanden, gleich noch die Mutti angerufen und mich mit ihr für den Nachmittag verabredet. Bei strahlendem Sonnenschein brachten wir die Gestecke auf den Friedhof und es war wirklich friedlich da und schön. Später holten wir die Hexe ab und brachten sie zu einer Verabredung und danach wollte ich noch zu einem Schnickschnack-Laden. Auf dem Weg dorthin wurde ich geblitzt und war darüber so sauer, dass ich umkehrte und eben nicht zum Schnickschnack-Laden ging. Wobei ich glaube, dass die Blitzeraufzeichnung gar nicht verwertbar ist, aber das ist eine andere Geschichte. Von da an nahm die Woche keinen günstigen Verlauf mehr, obwohl ich am Donnerstag einen neuen Versuch unternahm und tatsächlich recht schönen und nützlichen Schnickschnack zu kaufen bekam.
Der Freitag warf dann auch dunkle Schatten, obwohl das gar kein Freitag der 13. war. Er fühlte sich aber so an und war einer der ganz wenigen Tage, an denen ich schlechte Laune hatte. Das kommt bei mir vielleicht alle drei Jahre mal vor, aber Freitag, 12. November war so in Tag.
Da wurde mir nämlich mitgeteilt, dass ich den für die kommende Woche geplanten Urlaub in die Tonne kloppen kann. Zu allem Überfluss zeigte mein Auto eine Warnleuchte, bei der im Handbuch nur steht Bring mich Werkstatt. Leider wusste ich am Freitag Abend gleich gar nicht, an welche Werkstatt ich mich wenden sollte, weil mein Lieblingsschrauber vor ein paar Jahren, als ich meine Wollwerkstatt aufgeben musste, ebenfalls das alte Werk hatte verlassen müssen.
Die Grübeleien überschatteten auch noch das Wochenende. Hachz.

Und dann kam die neue Woche
Montag, 15. November 2021
Der Lieblingsautoschrauber hatte sich gemeldet und ich durfte nach Feierabend gleich noch zu ihm kommen. Den ganzen Tag über freute ich mich. Wenigstens eine der drückenden Sorgen sollte ich am Abend abhaken können.
Leider war dem dann doch nicht so. Der Lieblingsautoschrauber konnte mir so direkt nicht helfen, gab mir aber einen guten Tipp, den ich noch am selben Abend in Angriff nahm. Schließlich war ich nun einmal unterwegs. Am Ende war ich wieder geknickt, weil man mir dort auch nicht half, ich aber noch das Gefühl vermittelt bekam, dass man das auch gar nicht wollte.
Dienstag, 16. November 2021
Dieses miese Gefühl schleppte ich mit in den Dienstag. Nichts war gut und es fühlte sich an, als würde es das auch nie wieder werden.
Dazu kam das Verhalten einiger Mitmenschen, die nunja…
Eine junge Frau {vollständig geimpft} war am Montag bei einem Routinetest auf Arbeit positiv getestet worden. Daraufhin wurde beschlossen, dass dieser Test wohl falsch gewesen sei. Am Abend zeigte die junge Frau Erkältungssymptome, weshalb sie einen weiteren Schnelltest durchführte, der wiederum positiv war. Trotzdem ließ sich besagte Frau von einer anderen, nennen wir sie P. am Dienstag Morgen zur Arbeit bringen. Mit dem Auto, weil es ihr nicht gut ging. Dort wurde sie wiederum getestet und nun zum dritten Mal positiv. Da endlich entschied nennen wir sie P., dass sie die junge Frau nun zum Arzt bringt, um einen PCR-Test machen zu lassen, der – wen wundert es? – auch positiv ausfiel. Daraufhin brachte nennen wir sie P. die kranke junge Frau nach Hause und kam anschließend zu uns in die Firma, weil sie Verschiedenes abholen wollte.
Ich fragte, ob sie nicht eigentlich in Quarantäne müsste.
Sie meinte, der Arzt habe nichts gesagt. Hahahahaha

Als nennen wir sie P. wieder fort war, kamen die anderen zu mir und meinten, sie fanden das nicht in Ordnung, was die Frau getan hat. Alle kamen einzeln zu mir und "beschwerten" sich. Es ihr selbst zu sagen, hatte keine gewagt. Und, naja, es hätte ja auch nichts gebracht, denn ich hatte ja was gesagt, was sie aber auch nicht zur Einsicht bewegt hatte.

Mich bedrückt so etwas. Mich belastet das richtig. Und am Dienstag war das richtig schlimm, dieser seelische Druck, diese Anspannung, weil ich immer alles allein zu verantworten habe und nie jemanden habe, mit dem ich mir die Verantwortung auch mal teilen kann. Ich fühlte mich am Ende meiner psychischen Kräfte. Ich dachte wirklich, wenn ich nicht bald jemanden finde, bei dem ich mal auftanken kann, der mich vielleicht einfach in den Arm nimmt und mir das sagt, was sonst immer alle von mir hören: Ich kümmere mich drum, dann breche ich zusammen.
Und das sind jetzt keine Dinge, wo ich einfach nur mal NEIN sagen müsste. Da will das eine Amt irgend eine Aufstellung von mir haben. Da schreibt eine andere Einrichtung, dass sie Meldungen gemacht haben über Dinge, die ich schon vor einem halben Jahr angegeben und gemeldet habe. Nun, da diese amtliche Meldung jetzt erst erfolgt, sieht es so aus, als müsste ich dies jetzt auch noch tun. Nun ist es wieder an mir, das richtig zu stellen. Also wieder Ämter anrufen, anschreiben, Beweise kopieren und und und. Und alles am besten SOFORT. Und das alles einmal im dienstlichen Bereich und einmal im Privaten. Und dann noch der Rest der Familie, der ähnliche Sorgen hat, wo ich dann den Schriftkram übernehmen muss, weil es die anderen nicht können. Mutti ist fast 89, die kann sich nicht mehr mit Behörden herumärgern, weil sie deren Ausdrucksweise gar nicht mehr versteht.
Und dann rückte der Dienstag Abend heran und ich hatte mich an diesem Tag ganz kurz entschlossen, am Abend zu einem Konzert zu gehen.
ES WAR DIE BESTE ENTSCHEIDUNG!
Das Konzert war sooo schön, es tat sooo gut. Und all diese blöden Gefühle und Gedanken fielen nicht direkt von mir ab, aber sie schwiegen für eine Weile.

Mittwoch, 17. November 2021
In Sachsen ist Feiertag. Den genieße ich. Der Morgen ist düster und verregnet. Eine gute Gelegenheit, es mir drinnen gemütlich zu machen, mit Milchkaffee und Strickdecke.

Donnerstag, 18. November 2021
Ich versuche, den Papierkram in der Firma aufzuarbeiten, was nicht so recht voran geht, weil ab 6.00 Uhr immer neue Anweisungen per WhatsApp eintrudeln, manchmal so seltsame, wie: Wenn du ein Blatt Papier zerschneiden willst, nimm doch einfach eine Schere dazu. {Also jetzt sinngemäß.} Es ist zweifellos gut gemeint. Leider ist dies allzuoft das Gegenteil von gut.

Freitag, 19. November 2021
GsD ist Freitag.
Ich spreche mit einer Mitarbeiterin wegen ihres Tests. Sie meint, sie hätte ja gestern Nachmittag schon, da bräuchte sie jetzt eher nicht. Ein paar Minten später gebe ich die Tests für die anderen Kollegen aus, faucht diese Person mich an, weshalb ich für sie keinen "übrig" hätte. Ob ich an ihr sparen wollte. Na, geht`s denn noch? Macht dieses ganze Corona-Regeln-Gesöhns jetzt alle weich in der Birne?
Na, GsD ist Freitag.

Samstag, 20. November 2021
Ein schöner Tag, erfolgreich auch.
Von Sohn und SchwieTo hole ich den leckeren Entbraten samt Klößen und Rotkohl ab und bringe alles zur Mutti, um mit ihr zu essen.
Da sie am Nachmittag noch eine Verabredung hat, fahre ich bald wieder fort, kaufe auf dem Rückweg im N-Markt noch Milch und Mineralwasser für die Arbeit und entschließe mich gleich noch, im Kaufmannsladen nach Gänsekeulen zu schauen für Weihnachten. Ich ergattere tatsächlich die letzten fünf.
Am späten Nachmittag ruft die SchwieTo an, ob wir vielleicht nochmal losfahren in den Schnickschnack-Markt? Da ich mich schon gefragt hatte, ob dieser Markt aufgrund der beschlossenen extraharten Regeln vielleicht ab Montag schließen muss, bin ich schnell dabei, noch einmal loszufahren.

Soviel zum 2.. November 2021 und den beiden Wochen davor.
Bei Andrea hatte ich diesen 2-Wochen-Beitrag nicht verlinkt. Ich weiß gar nicht, warum.