Samstagsplausch {02.03.2019}

Guten Morgen ihr Lieben, auch heute möchte ich mich wieder am Samstagplausch bei Andrea beteiligen, obwohl ich diesmal wenig zu erzählen habe.
Am vergangenen Samstag, 23. Februar hatte ich die Idee, die Mutti mal wieder ins Paunsdorf Center zu verschleppen. Der Hintergrund war, dass der herrliche Sonnenschein mich unwiderstehlich nach draußen lockte, es aber verhältnismäßig kalt war { die vorhergesagten 16°C hatten wir nur am Mittag mal für eine Stunde}, so dass der Aufenthalt im Freien ohne viel Bewegung nicht ratsam schien. Erst recht nicht, da ich die zweite Erkältung gerade erst und nochnicht ganz vollständig überstanden hatte. Tja, und der Mutti war es ohnehin zu kalt. Das Center aber war verlockend. Natürlich wollte sie wieder in diesen bestimmten Klamottenladen, wahrscheinlich fühlt sie sich dadurch meiner Schwester besonders verbunden, weil diese sehr viel Kleidung aus diesem Laden trägt. Immerhin konnte ich die Mutti diesmal überreden, uns am "Fresstempel" in der Mitte des Centers, etwas Leckeres auszusuchen und gemütlich zu Mittag zu essen. Das war schön.
Am Sonntag, 25. Februar war ich mit dem Sohn im Garten.
Die Feierabende des Dienstag, 26. Februar und des Donnerstag, 28. Februar liefen etwas chaotisch, was ich bereits im Einzelnen beschrieben habe.
Dafür war der Mittwoch, 27. Februar sehr entspannt. Ich traf mich mit Katl, die mich zum Abendessen einlud. Wir haben sehr schön geplaudert. Ach ja.

Gestern, am Freitag begann nun schon der März, der Frühlingsmonat. Pünktlich dazu wurde das Wetter mistig. Das konnte den Tag aber nicht verderben, NICHTS hätte das gekonnt, denn wir holten die wundervolle Teenie-Hexe ab und waren mit ihr im Gourmetpalast essen. Es war ein super schöner Abend.

Das Wochenende dürfte ruhig und unspektakulär verlaufen. Es ist grau draußen. Passend dazu habe ich mir etwas Büroarbeit vorgenommen. Ansonsten möchte ich schauen, ob ich diesmal in der Bücherei ein besseres Händchen hatte als letztes Mal, denn da waren die Bücher, die ich ausgewählt hatte, alle nicht lesbar.

Jetzt komme ich erst mal zu Andrea und schaue, wer von euch schon da war. Bis dann.

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Donnerstags ist nur äußerst selten zeitig Feierabend, denn nach der Arbeit ruft die Pflicht, mit Mutti einkaufen zu fahren, auch dann, wenn sie eigentlich nichts braucht. Meist wird das dann recht nett, weil sie sich meist irgend eine Suppe für mich ausdenkt {ich liebe Suppen, und sie ist da sehr kreativ} oder weil wir vor dem Einkauf noch in die Bücherei gehen. Ich bin gern da. So auch diese Woche. Also, so war es zumindest geplant.
Ich war gerade von der Arbeit losgefahren, als der Sohn anfragte, ob ich ihn vielleicht aus dem Garten abholen und mit zur Oma nehmen möchte. Er weiß, dass ich solch eine Bitte nie ablehnen würde. Dumm war nur, dass ich zum Garten eine ganz andere Strecke hätte nehmen sollen, bei der ich zwei verstopfte Kreuzungen [die sind an jedem Feierabend richtig, richtig verstopft] und einen Bahnübergang hätte vermeiden können. Das ging nun nicht und ich musste mich in der Blechlawine anstellen. Trotzdem waren wir erstaunlich früh bei Mutti, die sich natürlich freute, dass der Sohn mitgekommen war, da sie für ihn einige kleine Reparatur-Aufträge hatte. Er kümmerte sich darum, wir fuhren los, trafen uns an der Bücherei noch kurz mit Katl, die mir ein paar Kleinigkeiten übergab, die wir tags zuvor vergessen hatten.
Im N-Markt schob ich dann meinen leeren Wagen durch die Gänge, weil ich wirklich nichts brauchte, Mutti aber nicht allein hinein gehen wollte. 😉
Wieder bei ihr angekommen, entlastete mich der Sohn sehr, indem er das Mineralwasser nach oben trug und auch die Tasche mit den restlichen Einkäufen. Dafür hatte er dann den nächsten Wunsch. Er wollte unbedingt die Geranien, die in Muttis Keller überwintert hatten, in den Garten bringen. Mir erschien das zu früh, aber er wollte es so gern und hatte es auch schon vorbereitet. Also noch mal los in Richtung Garten. Nachdem das erledigt war, kam die Frage, ob wir noch Gips holen können, denn den braucht der Sohn, um die restlichen kleinen Reparatueren bei Oma auszuführen.
Okay. Fahren wir in den Baumarkt.
Und dann könnten wir noch zusammen Abendbrot essen!
Ich wollte gar kein Abendbrot, denn ich hatte ja bei Mutti die Suppe gefuttert. Dem Sohn stand der Sinn nach asiatisch. Auf dem Rückweg vom Baumarkt hätten wir von einem Stand vor dem Kaufmannsladen etwas mitnehmen können. Doch dann meinte er: "Ich würde aber lieber bei dir zu Hause dein selbstgemachtes Asia-Essen haben."
Ooookayyy Dafür mussten wir aber noch mal zum N-Markt, denn dazu brauchte ich Gemüse und Hähnchenbrust.
Daheim musste ich dann erst einmal schnell den Abwasch wegmachen, damit ich wieder Platz zum Kochen habe. {Wie werde ich das genießen, dass die künftige Wohnung eine viel größere Küche hat.} Das Kochen ging dann schnell. Der Sohn fragte immer wieder, ob er mir irgendwie helfen könnte, aber in der winzigen Küche wären wir uns wohl gegenseitig auf die Zehen getreten. Außerdem passen, wenn ich Glasnudeln mit Gemüse und Hühnchen mache, alle Handgriffe ineinander, so dass ich bzw. das Essen dann im Handumdrehen fertig war.
20.15 Uhr
Wir hatten gegessen und der Sohn hatte sich auf der Couch ausgestreckt. Sein Freund, der ihn abholen und in seine Wohnung bringen wollte, hatte sich nicht noch einmal gemeldet und mich wollte er wohl nicht noch einmal los scheuchen. Selbst kam ich irgendwie auch nicht auf die Idee, es ihm anzubieten. So saß ich dann allein am Küchentisch und ließ langsam Ruhe einkehren.
Es war kein schlechter Abend, wir haben viel erledigt, ich war mit lieben Menschen zusammen und habe lecker gegessen. Ich konnte zufrieden sein. Aber es war der zweite Abend in dieser Woche, an dem ich ständig am Umdisponieren war und immer noch etwas und noch etwas hinzu kam. Da kommen mir dann schon so Gedanken, dass ich das bitte nicht dauernd haben möchte. Zumindest sollte es möglichst nicht häufiger sein, als jetzt schon.

Wie hieß es so schön…

..bei Grönemeyer? Bleibt alles anders. So könnte man auch meinen Dienstag-Feierabend beschreiben. Denn es wurde mal wieder alles ganz anders als geplant, und damit war es ja wieder mal wie immer.
Meine wundervolle Junghexe hatte Geburtstag. Dreizehn!!! Für eine junge Hexe wohl eine bedeutungsvolle Jahreszahl. Finde ich.
Sie hatte mir schon in der letzten Woche erzählt, dass sie an diesem Tag nicht zu Hause sein würde. Ein Ausflug stand auf dem Plan. Sinnvoll, zumal im Sachsenlande noch Schulferien sind. Wir verfielen deshalb auf die Idee, am Wochenende mit dem Hexenmädchen fein essen zu gehen.
Nun erhielt ich am Dienstag Vormittag vom Sohn die Nachricht, der Ausflug sei auf Donnerstag verschoben und ob wir am Nachmittag zum Kaffee kommen wollen.
Hach. Das wollten wir natürlich. Klar. Nur hätte ich das zu gern schon gestern gewusst, denn dann hätte ich das Geschenk am Morgen mit zur Arbeit nehmen können, um dann zum Feierabend direkt zum Mädel zu fahren.
Okay, ratter ratter macht das Hirn und disponiert um und erfragt Öffnungszeiten einer bestimmten Lokalität und und und. Dann steht der neue Plan.
Ich mache sehr, sehr pünktlich Feierabend, düse zum Sohn und bin schon 15.40 Uhr dort, damit wir unsere eigene Vorgabe zwischen 16.00 und 16.30 Uhr einhalten können. Der Sohn hat so früh noch gar nicht mit mir gerechnet und braucht noch ein Weilchen. Kurz nach vier kommen wir bei der Hexe an, nur da hatte man inzwischen auch noch einmal umdisponiert und war gar nicht da. Hm?
Der Sohn hatte ohnehin schon angekündigt, nicht allzulange zu bleiben, weil er noch verschiedenes erledigen und dann mit zu mir kommen wollte, um da auch zu übernachten, da er für den nächsten Morgen gleich Erledigungen in T. geplant hatte. Dafür passte es. Wir fuhren also wieder ab und über verschiedene andere Optionen kamen wir zuletzt darauf, noch in den Garten zu fahren, die letzten Sonnenstrahlen des Nachmittags zu genießen und dann den Grill anzuwerfen.
Gedacht, getan, wobei wir unterwegs noch verschiedenes zu tun hatten, so dass die Sonne schon recht tief stand, als wir endlich draußen ankamen.
Was für ein Durcheinander.
Dann aber kehrte Ruhe ein. Die Nachbarin brachte ein Pfirsichbäumchen vorbei, der Sohn stellte mir einen Milchkaffee hin. Ich machte es mir bequem. Der Sohn heizte den Grill an, und als sein Freund bei uns eintraf, wurde lecker gegessen. Hühnchen.
Wenn die Sonne versunken ist, wird es natürlich schnell kalt. Da muss man sich warm einmummeln, um nicht zu frieren oder sich {wieder einmal} zu erkälten. Der Sohn hatte eine noch viel bessere Idee. In der tief ausgegrabenen Feuerstelle um den alten Koniferenstubben herum schichtete er altes Holz auf und entzündete ein Lagerfeuer. Da ließ es sich gut sitzen und träumen und den etwas hektischen Tag in Ruhe ausklingen lassen.
Mitten in der Woche ein kleiner Urlaub.

Ich muss mal raus…

Meine Schwester erwähnte am Sonntag, sie seien unterwegs nach Haßloch zum Streetfood. Da bekam ich solche Sehnsucht nach Leben. Und wurde sehr nachdenklich und beleuchtete mal mein derzeitiges Leben, meinen Alltag. Woraus besteht der denn? Es gibt einen interessanten Artikel unter der Überschrift Alltag frisst mein Leben auf und das gilt leider nicht nur für Familien mit Kindern. Das gilt genauso für Leute mit Nine-to-five-Jobs und dem ewig gleichen Trott.
Ich kann mich an Zeiten erinnern, da war ich außer montags immer irgendwo in der Stadt unterwegs. Irgendwo gab es immer Livemusik, und manchmal fiel die Entscheidung schwer, weil mehrere Bands gleichzeitig auftraten und ich alle gern gehört hätte. Das alles ist Jahre her. Ich hatte andere Jobs damals, konnte mir meine Zeit freier einteilen. Gearbeitet habe ich trotzdem meine 60 Wochenstunden, manchmal auch mehr, aber eben zu den unterschiedlichsten Zeiten und oft vom heimischen Schreibtisch aus, Home Office hieße das heute hochtrabend. Zumindest musste ich nicht kurz nach 5 Uhr aufstehen, und wenn, dann nicht fünf Tage die Woche, Jahr aus, Jahr ein. Seit ich dieser geregelten Arbeit nachgehe, sind meine Feierabend-Freizeit-Aktivitäten immer weniger geworden. Zumindest die vergnüglichen. Ich bin einfach kaputt nach der Arbeit und habe dann keine Lust mehr, wenn ich endlich daheim bin, noch mal loszufahren. Auch ist es blöd, unter der Woche Veranstaltungen zu besuchen, die bis 1 Uhr nachts dauern, wenn man weiß, dass 4 Stunden später der Wecker schreit. Wie soll ich denn dann den nächsten Arbeitstag überstehen? Und so verfalle ich immer mehr und mehr in einen langweiligen Alltagstrott, der mit Lebensfreude nicht mehr so sehr viel zu tun hat.
Tja, und an den Wochenenden? Und in den Urlauben, die ich nicht wirklich habe, die sich auf Feiertagsanhäufungen wie Ostern oder Pfingsten beschränken? Da muss ich Rücksicht nehmen auf die Mutti. Ja, das mache ich, und es ist das alte Thema: Ich versuche mir diese Verpflichtung schön zu reden mit dem Spruch, wer weiß, wie lange ich sie noch habe. Da will ich doch die Zeit mit ihr genießen. Nur: Die Mutti ist 28 älter als ich. Und wenn ich mich in jedem Urlaub und an jedem Wochenende nur mit den Dingen beschäftige, die die alte Dame noch kann, dann macht mich das ebenso alt. Jedenfalls fühle ich mich so.
Als ich über all das nachdachte, spülte eine große Frust-Welle über mich hinweg.
Das alles erzählte ich meiner Schwester und sie fasste das Ganze in einem einzigen Satz zusammen: Du musst mal raus!

Und ich? Was habe ich getan? Ich habe mich an den Rechner geklemmt und recherchiert. Eine der Veranstaltungsreihen, die ich früher schon gern besucht habe, gibt es immer noch. Dienstags gibt es Live-Musik in der Ankerkneipe. Und im März gleich drei Konzerte, die mich interessieren, zwei davon, die ich unbedingt erleben möchte. Die Termine habe ich gleich in meinen Kalender eingetragen und der Katl Bescheid gegeben, damit sie vielleicht auch mitkommt. Bei der Gelegenheit entdeckte ich ein Konzert, das zwar erst im November stattfindet, das ich aber auch sehr gern miterleben möchte. Und dafür bestellte ich dann gleich Karten, so dass ich jetzt schon etwwas zum Drauf-Freuen habe. Dann schaute ich noch nach Streetfood und stellte fest, dass es auch noch im März ein entsprechendes Festival in Leipzig gibt. Das ist jetzt bei mir auch fest eingeplant. Für jenes Wochenende werde ich keine Lebensmittel einkaufen und nicht kochen. Lieber futtere ich mich durch die vielen internationalen Angebote. Ein Gericht weiß ich jetzt schon, allerdings habe ich den Namen vergessen. Es besteht überwiegend aus Petersilie und ist super lecker. Ich habe das beim Ancent Trance Festival immer gegessen und werde es ganz bestimmt beim Streetfood Fest wiederfinden.

Nun ist der März mit jeder Menge möglichen Aktivitäten vollgepackt. Ich hoffe sehr, dass mir bei keinem der Termine etwas dazwischen kommt, weder die üblichen Anrufe mein Fernseher funktioniert nicht, noch meine eigene Müdigkeit/Unlust. Diesmal nicht. Es wird Frühling, und ich will raus und hole mir mein Leben zurück. SO!

Nachdenkliches…

Zuerst einmal möchte ich euch danken, die ihr euch meiner Frage nach dem Arbeiten mit Erkältung oder besser nicht angenommen habt. Eure Antworten haben mich nachdenklich gestimmt. Bisher war ich immer der recht saloppen Meinung, die sollen sich mal alle nicht so haben. Ist doch nur ein Schnupfen, deswegen rennt man nicht zum Arzt und lässt sich krank schreiben. Andererseits habt ihr wohl recht, wenn ihr sagt, es wäre doch besser, daheim zu bleiben. Dann hätte ich viel mehr schlafen können, mir öfter einen Tee aufbrühen, ein paar Brustwickel mehr machen und mir insgesamt mehr Gutes tun können.
Inzwischen habe ich es erst einmal überstanden und hoffe sehr, nun keinen weiteren Rückfall zu bekommen. Aber ich denke ernsthaft darüber nach, wenn es mich wieder einmal so heftig erwischt, doch wenigstens mal zwei Tage daheim zu bleiben, bis das Allerschlimmste überstanden ist.

Samstagsplausch {23.02.2019}

Guten Morgen ihr Lieben, die ihr mit mir plauschen wollt, bei Andrea oder wo immer ihr seid.
Meine Woche vom 16. Februar bis 23. Februar ist schnell zusammengefasst.
Am Sonntag kehrte nämlich die hässliche Erkältung zurück und brachte diesmal außer dem Schnupfen auch Husten mit. So konnte ich nicht wirklich etwas bewegen, sondern schonte mich, so gut es ging. Die Dienste waren {bis auf Freitag} anstrengend, und ich musste mir auch noch vorwerfen lassen, dass ich andere anstecke und sie nun meinetwegen zum Arzt müssten. Wegen eines Schnupfens.
Sagt, geht ihr wegen Schnupfen zum Arzt und lasst euch krank schreiben? Also, es gibt durchaus Berufe, die man mit einem Schnupfen nicht ausüben sollte, so zum Beispiel alles, was mit der Zubereitung von Nahrung zu tun hat, alles, was mit der Pflege alter oder kranker Menschen zu tun hat oder mit der Pflege und Betreuung kleiner Kinder.
Aber Arbeiten am Schreibtisch, am Computer, die kann man doch trotzdem ausführen. Ich sage ja nicht, dass es angenehm oder vergnüglich ist, aber es ist machbar. Finde ich. Wie seht ihr das? Ist meine Einstellung eventuell falsch? Sollte man sich mit Schnupfen lieber ins Bett legen? Also, ich meine, am Sonntag habe ich das auch getan und wenn ich an den Wochentagen heim kam, wurde auch nicht mehr viel, außer Tee kocken, eine heiße Suppe schlürfen und dann ab ins Bett. Aber so generell krank feiern wegen einer Erkältung? Ich spreche nicht von Grippe!
Egal, die Woche ist überstanden, die Erkältung mit Hausmitteln und viel, viel Tee in die Schranken gewiesen. Nach dem grauen, düsteren Freitag {nur wettertechnisch} lacht heute wieder die Sonne und ich habe mit dem Sohn bereits verabredet, dass wir irgendetwas im Freien anstellen wollen.
Den besten Moment hatte diese Woche am Dienstag, 19. Februar. Da kam nämlich am Vormittag ein Anruf, und es war Zufall, dass ich ihn überhaupt bemerkte, während das Telefon lautlos eingestellt war. Wir haben uns entschieden. Also, Sie bekommen die Wohnung.
Jippieeeeee!!!
Und nun geht’s erst einmal auf in ein schönes sonniges Wochenende.
Ach, und hier habe ich noch ein Foto, das ich für Georg herausgesucht habe. Kreativität am Arbeitsplatz. Es war im Februar 2015.

Ich werde umziehen!

Waaas? Wann denn?
In ein paar Wochen. Im Mai wahrscheinlich.
Ans Meer?
Nein, das geht leider noch nicht so bald. Erst mal ziehe ich hier im Ort um.
Warum denn das, wenn du irgendwann dann doch noch ans Meer ziehst?

Und hier die ganze Geschichte.
Als ich vor mittlerweile 14 Jahren in meine jetzige Wohnung zog, wusste ich von Anfang an, dass ich dort nicht ewig bleiben würde. Sie fühlte sich einfach nicht an, wie meine Wohnung. Anfangs waren es Kleinigkeiten, aber sie summierten sich. Mit der Zeit kamen Unannehmlichkeiten hinzu, derentwegen ich mich immer weniger zu Hause fühlte. Drei Winter lang fiel permanent die Heizung aus, meist am Freitag Abend, wenn kein Handwerker mehr erreichbar war, so dass ich übers Wochenende in einer ungeheizten Bude hockte. Drei Winter lang wurden meine ständigen Hilferufe nicht ernst genommen. Da wurde mir unterstellt, ich wisse nicht, wie man eine Heizung aufdreht. Da wurde mir unterstellt, ich hätte die Heizung nicht entlüftet. Dann wieder hieß es, ich hätte sie nicht entlüften dürfen. Als es in den vierten Winter hinein ging, stellte ich die Mietzahlung ein. Da wurde die Heizanlage endlich repariert.
Jedes Jahr kam eine kleine Bosheit der Eigentümergemeinschaft hinzu. Diese trifft sich einmal im Jahr, um abzurechnen, Beschlüsse zu fassen und und und. Im Ergebnis dieser Versammlung, an der meine Vermieterin nie teilnahm, bekam ich von dieser dann einige Jahre lang bitterböse Briefe. Einmal wurde ich aufgefordert, für den Stellplatz an einen anderen Mieter eine Mietgebühr zu entrichten, weil ich angeblich auf dessen Stellplatz stehe. Als ich versuchte, dies aufzuklären, wurde ich zunächst beschimpft, und als sich dann endlich herausstellte, dass es sich um einen ganz anderen Stallplatz handelte, auf dem ich NIE geparkt hatte, gab es nicht mal ne Entschuldigung, sondern den blöden Spruch: Na, nun regen Sie sich mal nicht auf. Wenn Sie sich nicht mehr (!) dort hin stellen, ist es doch gut. Hallo? In wieder einem anderen Jahr, wurde ich aufgefordert, die von mir vor die Haustür geworfenen Zigarettenkippen zu beräumen. Sollte ich dies nicht tun, werde man eine Reinigungsfirma beauftragen, die ich dann zu bezahlen hätte. Dazu sollte man wissen, dass ich Nichtraucher bin, schon immer! Im Vorfeld dieser Aktion hatte ich Berge von Kippen in meinem Briefkasten liegen, versetzt mit altem Laub. Man konnte deutlich erkennen, dass die jemand irgendwo auf der Straße aufgekehrt hatte, um sie mir in den Briefkasten zu werfen.
All solche Sachen. Jedes Jahr auf’s Neue. Und es ist wahrlich so, dass ich niemandem in diesem blöden Haus irgend etwas antue. Ich gehe früh und komme spät. Ich bin im Grunde nur zum Schlafen und Wäschewaschen dort und begegne nur sehr selten jemandem im Treppenhaus. Aber wahrscheinlich ist es genau das, was manche Leute stört, dass ich nicht angreifbar bin, weil sie nichts von mir wissen. Und da sie nichts haben, was sie gegen mich vorbringen können, erfinden sie was. Blödes Volk.
Seit ich die Wohnung am Meer habe, nehme ich das alles gelassener, weil ich weiß, dass ich nicht mehr ewig dort bleiben muss.
Ein weiterer Nachteil dieser Wohnung ist jedoch, dass sie sich im vierten Stock befindet und ich die Treppe hinauf wegen meines Gewichts mächtig zu schnaufen habe, die Treppe runter schmerzt hingegen das Knie. Man wird ja nicht jünger.
Im letzten Jahr wurde, ohne irgend eine Verbesserung an der Wohnung, die Miete erhöht, mit der Begründung, man habe das schon lange nicht mehr getan und wolle es nun einfach mal tun.
Das alles habe ich irgendwie immer wieder weggesteckt mit dem großen Gedanken: Irgendwann ziehe ich ans Meer. Dann bleibt der ganze Mist hinter mir zurück.
Doch nun, vor etwa einem Monat eröffnete mir meine Vermieterin freudestrahlend, dass sie Eigentümerversammlung nun doch beschlossen habe, an die Wohnungen Balkons anzubauen. Das werde zwar vermutlich noch 2 Jahre dauern, denn nun würden zuerst Kostenvoranschläge eingeholt, aber ich könne mich schon mal auf diese Aufwertung der Wohnung freuen. Nur: Ich kann mich darüber gar nicht freuen. Ich müsste nämlich zunächst einmal Baufreiheit schaffen. Wie soll das gehen auf 42 qm? Dazu der Dreck, wenn die Fensterfront herausgenommen und durch ein Fenster samt Balkontür ersetzt wird. Dann die Heizug, die ebenfalls umgebaut werden muss, denn der Heizkörper erstreckt sich jetzt unter dem gesamten großen Fenster. Und nicht zuletzt fehlt dann dauerhaft der Platz, der für den Zugang zum Balkon freigehalten werden muss.
Da reifte in mir der Gedanke: Bis die Umbaumaßnahmen losgehen, will ich da weg sein.
Also schaute ich mich nach Wohnungen um, bekam eine angeboten, die mir gut gefallen würde: Drei Zimmer, Erdgeschoss, frisch saniert {das ist noch nicht ganz fertig, deshalb kann der Umzug auch erst im Mai erfolgen} und in der gleichen Straße, in der die Mutti wohnt, was mir die Betüddelung der kleinen alten Dame erheblich erleichtert. Klar, letzteres kann auch zum Nachteil werden, wenn sie dann dauernd vor meiner Tür steht, nur damit ich ihr die Zeit vertreibe. Andererseits wird vieles einfacher, weil ich es im Vorbeigehen erledigen kann und nicht immer extra noch mal hin muss.
Ich bewarb mich für diese Wohnung und am Dienstag bekam ich die Zusage.
Und nun freue ich mich so sehr, dass ich aus diesem komischen Haus heraus komme, in eine Wohnung die 20 qm größer ist, als meine jetzige winzige Hütte, aber nur ca. 30 Euro teurer. Die besser geschnitten ist und auch noch besser ausgestattet. Und dadurch, dass es mit der Sanierung jetzt noch eine Weile dauert, habe ich genug Zeit, meine Habe zusammen zu packen und gleich noch auszumisten. Ach ja, das wird schön.

Samstagsplausch {16.02.2019}

Guten Morgen ihr Lieben, die ihr mit mir plauschen wollt, bei Andrea oder wo immer ihr seid.
Seid ihr auch so froh über das Wochenende wie ich? In der Arbeit bin ich kaum zum durchatmen gekommen. Das war so heftig wie lange nicht mehr. Immerhin gab es diese Woche keinen Ärgern mehr. Dass sich ab Donnerstag immer mehr die Sonne durchsetzte, machte auch einiges zwar nicht leichter, aber besser zu ertragen.
Und sonst?
Nachdem wir am Wochenende mit unserer Räumaktion begonnen hatten, hatte ich auch am Montag und Dienstag, 11./12. Februar damit noch zu tun. Wie der Dienstag im Einzelnen verlief, könnt ihr bei 12 von 12 nachlesen.
Mittwoch, 13. Februar wurde mein Tag. Am Morgen stand ich früher auf als sonst, weil ich die Katl abholen wollte. Die gute Seele hat nämlich ihren Tag dafür geopfert, in meiner Wohnung auf den Heizungsableser zu warten, der angegeben hatte, zwischen 7.30 Uhr und 14.30 Uhr kommen zu wollen. Was ist das denn für eine Zeitspanne? Wo bleibt da der Service?
Zur Belohnung wollten wir nach Feierabend in die Sauna. Da der Ableser dann doch schon kurz vor zehn fertig war, musste die Katl nicht mehr bei mir warten und hatte die Idee, mich von der Arbeit abzuholen, damit wir dann direkt zur Therme fahren können. Nach meinem chaotischen Arbeitstag {Es passierte so viel Unvorhergesehenes, dass die Lieblingskollegin dauernd umdisponieren musste und immer wieder fragte kannst du das auch noch übernehmen? Und ich konnte! Was blieb mir anderes übrig?} war das eine feine kleine Freude für mich.
In der Sauna geschah dann etwas… Wir gingen nicht zum Aufguss, weil die Katl eine Erkältung noch nicht vollständig losgeworden war und Hustenanfälle fürchtete. Deshalb besuchten wir die Kelosauna {95°C} außerhalb der Aufgusszeit. Da hatten wir sie ganz für uns allein. Ich breitete mein Handtuch aus, ließ mich nieder, schloss die Augen… und dann hatte ich das Gefühl, dass alles, was sich in der letzten Zeit angestaut hatte, aus mir heraus floss, wie eine dreckige Flüssigkeit, die ein Gefäß verlässt. Vom Kopf angefangen bis zu den Zehenspitzen. Ich fühlte mich von allem befreit, völlig leer, bereit für Neues, Gutes, Schönes. Später saß ich lange draußen auf einer Bank und tat nichts, außer zu schauen. Die Kiefer, die sich im Wind wiegte, ein riesiger Rhododendron. Ich hatte nicht einmal mehr Gedanken, ich war einfach nur da. Das war wundervoll. Wisst ihr, ich dachte bisher immer, dass man immer denkt, selbst wenn man abschweift, träumt. Ich dachte, es wäre gar nicht möglich, nicht zu denken, zumindest im wachen Zustand. Doch denken ist ja auch etwas tun. Es ist Bewegung, wenn auch nicht körperlich. In dieser Zeit auf der Bank tat ich gar nichts. Ich dachte nicht. Ich war einfach nur da. Eine ganz wunderbare Erfahrung, die ich so intensiv noch nie vorher erlebt hatte. Herrlich.

Donnerstag, 14. Februar
Zufälle gibt’s!
Schon im letzten Winter hatte ich das Riesenrad fotografiert und wollte es diesmal gern wieder tun. Das funktioniert aber nur, wenn ich als erste an der Ampel zum Stehen komme. An diesem Tag klappte es. 3 Minuten später hörte ich im Radio, das heute der Welttag des Riesenrads sei, weil der Erfinder des Riesenrades just an diesem Tag Geburtstag hatte.
Cool, oder?
Freitag, 15. Februar
Obwohl es in der Firma noch einen Zacken stressiger wurde, war es ein toller Tag, denn 15.30 Uhr begann mein Wochenende. Ein Wochenende, für das frühlingshafte Temperaturen vorausgesagt wurden und Sonne satt. Und es stehen keine größeren Verpflichtungen an.
In den Garten wollen wir bei diesem Traumwetter. Wahrscheinlich grillen, obwohl ich dafür noch nichts eingekauft habe. Auf alle Fälle wird es ein Genießerwochenende.

12 von 12 im Februar

Nachdem ich im Januar keine 12 Fotos für Caros 12_von_12 zusammengebracht hatte, will ich das heute wieder versuchen.

Jeden Morgen werden verschiedene Daten notiert. Das muss jetzt mal vier Wochen lang sein. Danach kann ich das wieder lockern. Vielleicht habe ich mich bis dahin auch so daran gewöhnt, dass ich es beibehalte.


Genau vor diesem Schild war noch ein Parkplatz frei. Dann nicht mehr. 😉

Nachdem wir die Arbeit der Putzfrau reklamiert hatten, richtet sie es neuerdings immer so ein, dass sie uns nicht mehr begegnet. Ob sie wohl nun mit diesem zurückgelassenen Lappen anzeigen wollte, dass sie da gewesen ist? An der Sauberkeit der Räume erkennt man das nämlich leider nicht.

Schon gestern Abend geschnippelt, konnte der Salat über Nacht gut durchziehen. Hier auf dem Schreibtisch kann die Verpflegung für den ganzen Tag aber nicht stehen bleiben. Ab damit in den Kühlschrank.

Mein Schreibtisch ist ohnehin zu klein. Ist ja auch nicht wirklich mein Schreibtisch. Den musste ich räumen, weil andere Kurse dort laufen. Mich kann man ja vertreiben. Ich bin ja sowieso nur…

Am Nachmittag sah es dann bei dem Schild {siehe oben} schon anders aus. Fleißige Arbeiter hatten ein Loch gebuddelt. Was an dieser Straße dauernd gegraben und ausgebessert wird! Kaum ist ein Loch wieder geschlossen, wird daneben ein anderes gegraben.

Und noch mehr Löcher, diesmal in der Wolkendecke. Durch sie leuchtet das Himmelblau, und sorgt für gute Laune.

Hatte ich erzählt, dass ich mich auf’s Räumen und Sortieren freue? Diesem Berg geht es zu Leibe.

Keine Stunde später… Nur, wo packe ich das nun alles hin?

Noch etwas später… alles weg.

Und zwar hier.

Vom Gemüseputzen, Salat schnippeln und Suppe kochen mache ich keine Fotos. Weiß doch jeder, wie das aussieht. Nur, dadurch sind es heute wieder keine 12 Fotos. Macht nix. Ich poste das trotzdem… wenn auch verspätet, weil sich die Bilder nicht so hochaden ließen, wie ich das wollte.

y<1

*kicher* Die Überschrift entstand, weil ich zwingend gerade jetzt im Moment zum Putztuch greifen und Staub von meiner Tastatur wischen musste. Und irgendwie passt das zu dem Thema, über das ich eigentlich schreiben wollte.
Immer mal wieder lese ich von Aufräum-, Entrümpelungs- und ähnlichen Aktionen, mit denen Menschen versuchen, den Balast abzuwerfen, der sich im Laufe ihres Lebens angesammelt hat und immer bedrückender wird.
Immer mal wieder dachte ich: Das müsste ich auch tun. Nur aufgerafft hatte ich mich bisher nie so recht. Nicht einmal, als meine Schwester im Herbst mit einer solchen Aktion begann.
Nun bin ich seit unserer Hauruck-Aktion am Sonntag voll dabei und kann gar nicht aufhören. Gestern war der Kleiderberg dran. Allerdings wurde ich damit nicht ganz fertig, weil ich zu müde war und verschob "den Rest" auf heute. Und jetzt ertappe ich mich dabei, dass ich in ruhigen Momente Plänen schmiede, welche Schrankfächer als nächstes an die Reihe kommen und wie ich die Aktion am besten fortsetze. Und {oh Schreck} ich freue mich sogar auf das Räumen. Na huch.
Nun hat auch noch Yvonne vom Buchbahnhof eine Rezension über eine 30-Tage-Aufräum-Challenge geschrieben {warum heißt das überhaupt Challenge und nicht Aktion oder Herausforderung?} und ich frage mich in diesem Zusammenhang, ob das Räumen auch zur Sucht werden kann? Ich meine, das Aufheben, das Sammeln von Dingen, die man nicht {mehr} braucht, das ist eine Sucht, im schwereren Fall eine anerkannte Erkrankung. Aber wenn man sich davon entfernt und anfängt zu räumen, und dann daran Spaß findet, kann das dann ebenfalls zur Sucht werden? Hm?
Jedenfalls habe ich mir gestern, als ich vor meinem halbausgeräumten Kleiderschrank stand, erst einmal ein Klamotten-Kaufverbot auferlegt. Ich habe so viel Zeug. Hilfe! Naja, nähen darf ich {falls ich mal dazu komme}, stricken und häkeln auch. Und, hm, zum Saisonbeginn könnte ich vielleicht das eine oder andere luftige Teil gebrauchen. Mal sehen. Ganz besonders stolz bin ich, dass ich mich von einigen Teilen getrennt habe, die ich wegen des Stoffs aufgehoben hatte für eventuelle Recyclingprojekte. Die habe ich rigoros entsorgt. Nur einige ganz wenige will ich vielleicht verschenken.
Ich fürchte, ich hab nen Knall, aber ich freue mich nachher auf’s Räumen.