Notizen – 22. Mai 2024

Messe
Ein wenig hat es mir vor diesem Tag gegrauselt. Ähm, zugegeben, es hat mich sehr gegrauselt. So sehr, dass ich schon am Wochenende nicht gut schlafen konnte. Warum nur mache ich mich immer so verrückt? Mir liegt doch ohnehin nichts mehr an diesem Job, wieso war es mir denn dann so wichtig, mich vor dem Chef C. nicht zu blamieren? Und wieso dachte ich überhaupt, dass das passieren könnte? Ich mein, ich weiß doch, was ich tue. Und ich weiß, dass ich es kann.
Nunja. Am Morgen fuhr ich, beladen mit Aufstellern, einer Kiste voll Flyern und diversem Dekokram zum Veranstaltungsort. Dort wurde ich sehr freundlich empfangen und ein junger Mann vom Stand gegenüber half mir mit meinem Aufsteller, weil ich einfach zu kurz geraten bin, um ihn oben einzuhängen. Das Gewusel, dass am Veranstaltungsort herrschte, erinnerte ein wenig daran, wie es beim Aufbau von Märkten zugeht. Und im Grunde war es auch nichts anderes. Jeder wollte seine Produkte anpreisen und möglichst viele Interessenten gewinnen. Das lief dann auch recht gut. Chef C. fragte, ob das meine erste Messe sei und dass ich in diesem Fall heute viel lernen werde. Ich habe einiges gelernt, wenn auch anders, als er es vermutlich gemeint hatte. Und nein, es war gar nicht meine erste Messe, selbst wenn man die vielen Märkte nicht mitrechnet. Ist aber alles lange her, sehr lange.
Am frühen Nachmittag war ich zurück im Büro und begann, meine Ausbeute zu sichten und die Termine vorzubereiten, die ich für morgen vereinbart habe.
Zum Feierabend strickte ich an meiner Jacke bis zum nächsten Farbwechsel. Einkaufen war ich auch noch. Jetzt werde ich mal zum Auto gehen und noch ein wenig Kram umpacken. Und dann ist auch Schluss für heute. Vielleicht lese ich noch ein wenig.

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