Samstagsplausch {07.08.2021}

Die Woche in einem Wort
Festival

Obwohl das Festival hauptsächlich am gerade begonnenen Wochenende stattfindet, warf es schon in der Woche zuvor seine {buntgefleckten} Schatten voraus.

Wochenrückschau

Samstag, 31. Juli 2021
Schlaf: 5 h 29 min
Noch weit entfernt vom Festivalwochenende hatte ich für den Samstag einen Ausflug mit dem Mütterlein geplant. Mir war so. Sie freut sich ja immer, wenn ich so etwas vorschlage. So hatten wir uns zu 11 Uhr verabredet und es sollte in die nährere Umgebung gehen.
Meine Idee war, mal nach Oschatz zu fahren, weil ich bisher nur ein einziges Mal für einen kurzen Moment dort war und weil ich eventuell da mal aushilfsweise arbeiten werde. Als ich mir die Strecke heraussuchte und schaute, was es in der Nähe vielleicht noch zu erkunden gibt, fand ich etwas, das ich vor Jahren schon erfolglos gesucht hatte: Das wüste Schloss Osterland.
Weil die Mutti schon früher ausgehfertig war, starteten wir schon 10 Uhr und gelangten auf Umwegen nach Oschatz.
Zuerst liefen wir in der Stadt herum, besichtigten Kirchen und waren auf dem Markt und dem Altmarkt unterwegs.

Zu Mittag gönnten wir uns gebackene Ente. Danach ging es aus der Stadt hinaus in die Natur und zu besagtem Schloss.



Nicht fotografieren konnte ich das Wasserhaus, obwohl es als besonders wertvolles Architekturdenkmal gilt. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1991/92 wurde es vollständig freigelegt, später aber, um es vor weiterem Verfall zu schützen, wieder zugeschüttet. Ich verstehe nicht, wie man so etwas tun kann.
Wem nutzt ein architektonisches Kleinod, wenn es unter Erdmassen begraben liegt und es nur am Rand der Anlage eine Schautafel mit zwei Fotos des Wasserhauses gibt? Nunja, vielleicht wäre es einfach zu teuer gewesen, das Ganze anders zu konservieren als durch Verschütten.
Eine Abbildung sieht man auf diesem Buch.
Über unzählige Umleitungen und Umleitungen der Umleitung versuchten wir, uns wieder heimwärts zu bewegen. Die letzte Umleitung nutzten wir dann zu einem Abstecher in eine tolle Eisdiele und gönnten uns etwas Süßes.
Der Mutti hat der Ausflug sehr gut gefallen, was mich nun wiederum gefreut hat.
Am Abend kam der erste Festivalvorbote in Form eines Anrufes der Hexe. Ach?
Gut, dass ich die Karten noch nicht weggeben hatte. Ich stellte ein paar Bedingungen. Sollten die nicht eingehalten werden, droht Abbruch der Veranstaltung für die Hexe und ihre Freundin.

Schritte: 9.390

Sonntag, 01. August 2021
Schlaf: 8 h 42 min
Es war keine gute Nacht. Ich war immer wieder wach und am Morgen hatte ich leichte Kopfschmerzen und fühlte mich wie zerschlagen.
So dümpelte ich an diesem Sonntag nur herum, räumte hier etwas weg und da etwas hin. Bereitete Essen zu, auf das ich dann keinen Appetit hatte.
Am Abend rief der Sohn an und fragte, ob ich die zwei aus dem Garten nach Hause bringen würde, weil es inzwischen regnete. Bis ich dann dort war, regnete es schon nicht mehr und ein Bruchstück eines Regenbogens zeigte sich am Himmel, das sich aber nicht fotografieren ließ.
Schritte: 3.886

Montag, 02. August 2021
Schlaf: 3 h 24 min
Es wird ruckartig später hell. Also, als ich an diesem Montag zur Arbeit fuhr, war es noch deutlich dunkler, als am Freitag zuvor, was nur zum Teil an den dicken Wolken lag.
In der Firma versuchte ich einige Aufträge zu klären, was mir nicht so gelang, wie ich mir das vorgestellt hatte. Erst erreichte ich die passenden Ansprechpartner nicht, dann wollten diese von uns andere Zuarbeiten, als die Kleine Chefin vermittelt hatte. Hach. Nun muss ich mir was einfallen lassen.
Auf dem Heimweg gönnte ich mir eine Süßigkeit im N-Markt, die ich dann allerdings verpackt ließ und in der großen Tasche sogar vergaß.
Daheim wollte ich mich um die Wäsche kümmern. Beim wollen blieb es. Ich überlegte, früh zu Bett zu gehen, konnte mich aber nicht entschließen, weil ich noch so gar nichts wirklich für mich getan hatte. Dann rappelte es an der Tür. Sohn und SchwieTo kamen. Das war schön. Zumal sie eigentlich gar nichts wollten. Wir schwatzten ein wenig, dann gingen sie wieder. Und dann war es auch schon dunkel und ich ließ das mit der Wäsche bleiben. Nuschaaa.
Schritte: 6.503

Dienstag, 03. August 2021
Schlaf: 5 h 18 min
Die Kollegin brachte mir eine Power Bank mit. Nun ist zumindest der Kontakt zu den Hexen während des Festivals sichergestellt.
Dafür meldete der Fitness-Tracker Energiemangel. Das Kabel hatte ich jedoch nicht in der Tasche, obwohl ich ansonsten den halben Hausstand mit mir herumschleppe. Da werden die Schritte am Abend sehr mager ausfallen.
Zum Feierabend trudelte ich heimwärts und dann gleich zur Mutti, um mit ihr zur Bücherei zu fahren. Ich nahm diesmal keine Bücher mit, ich habe noch zu lesen. Danach huschte ich noch in die Drogerie und war dann froh, die Mutti wieder absetzen zu können. Ich war sooo müde. Trotzdem fütterte ich daheim die Waschfee. Nutzt ja nix. Mehr bekam ich nicht fertig. Ach, doch, den Tracker hing ich ans Ladegerät. Und dann ging es endlich einmal sehr früh ins Bett.

Schritte: 4.987 plus ca. 3.000 ohne Aufzeichnung

Mittwoch, 04. August 2021
Schlaf: 7 h 27 min
Nach einer so langen Nacht kam ich kaum hoch. Da half selbst er erste Milchkaffee auf dem noch dunklen Balkon nicht viel.
Der Feierabend hielt wieder jede Menge Aktivitäten bereit. Zunächst hatte mich die SchwieTo gebeten, einen eBay-Kauf abzuholen. Danach eilte ich zur Hexe, stopfte sie in mein Auto und tüddelte mit ihr die 110km nach Teichdorf, um die andere Hexe zu holen. Beide brachte ich dann zur Hexe nach Hause, denn ich musste ja am nächsten Tag noch mal arbeiten und konnte die Mädels da noch nicht bei mir daheim brauchen.

Schritte: 6.695

Donnerstag, 05. August 2021
Schlaf: 4 h 19 min
Es war der 5. des Monats, so dass es wieder eine Tagebuchaufzeichnung nach dem Motto WmdedgT. Außerdem begann das Festival, was sich in den Schrittzahlen bemerkbar machte.

Schritte: 13.246

Freitag, 06. August 2021
Schlaf: 6 h 08 min
Das Festival ist in vollem Gang.
Wunderbare Musik, tolle Menschen überall und sowas von leckerem Essen aus aller Welt.
Und am Abend elfenhafte Lichtspiele.

Die Hexen sind begeistert und tanzen wie verrückt. Sie wünschen sich, es wäre jedes Jahr so ein Festival, besser noch jeden Monat und überhaupt am liebsten immer. Ich bin total glücklich.
Andreas Spruch von der Verrücktheit passt 100%ig.
Schritte: 16.342

Samstag, 07. August 2021
Schlaf: 6 h 25 min
Für mich ist das viel, für ein Festival erst recht.
Heute Abend freue ich mich ganz besonders auf Orange. Da werde ich tanzen bis zum Umfallen.

Habt alle ein schönes Wochenende.
Ich werde später noch berichten.

Samstagsplausch {31.07.2021}

Die Woche in einem Wort
Gefühlschaos

Wochenrückschau

Samstag, 24. Juli 2021
Schlaf: 7 h 31 min
Es war wieder ein Tag, an dem ich das Nein-Sagen leider nicht beherrschte. Dabei hatte ich mir doch so fest vorgenommen, das Wochenende irgendwo zu verbringen, nur nicht im Zugriffsbereich meiner Familie. Nachdem ich am Freitag Abend noch die Steuerklärungen fertiggestellt hatte, hätte das auch funktionieren können.
hätte, könnte Hat aber nicht. Und daran war ich ganz allein selbst schuld. Hatte ich doch jemandem vom freigeschaufelten Wochenende geschrieben und {dämlich, wie ich bin} darauf gehofft, dass irgendein Vorschlag kommt. Kam natürlich nicht. Dafür zeitfressende Anrufe und die Nachricht, dass bestimmte Bürotätigkeiten mal wieder von mir erledigt werden sollten.
Die Wartezeit füllte ich mit Wäsche und Hauskram und wurde wütend auf mich selbst. Weil ich mir nicht erfüllte, was ich mir gewünscht und vorgenommen hatte. Gegen Nachmittag dann ein Kurzbesuch: Wir wollen noch an den See.
Na prima, und ich?
Ich beschloss, dass nun nur noch ein großer Eimer Eis helfen kann.
Da rief die Mutti an. Einfach so. Sie schleppte ich gleich noch mit in den Kaufmannsladen. Eis habe ich am Ende gar nicht gekauft, dafür aber eine Melone.
Schritte: 6.209

Sonntag, 25. Juli 2021
Schlaf: 8 h 16 min
Wenn auch die Ausfahrt nicht geklappt hatte, so verschaffte ich mir eine verträumte Auszeit im Garten.

Als dat Anki kam, überredete ich sie zu einem Kaffee.
Am Nachmittag schleppte ich die Katl mit in die Therme und hatte nun die nächste Auszeit. Alles irgendwie Stückwerk und mit einem Wochenend-Trip nicht zu vergleichen, aber eine Mira freut sich und es ist immerhin besser als nichts.
Schritte: 8.588

Montag, 26. Juli 2021
Schlaf: 5 h 14 min
Den Montag mochte ich zunächst nicht, artete meine Arbeit doch wider Erwarten in Stress aus. Der war allerdings handgemacht, teilweise durch die Kleine Chefin, die an diesem Tag erstaunlich unsortiert rüberkam. Teilweise, weil ich eben bin, wie ich bin.
Gefühlschaos Teil eins
Da rief doch ein Kollege an, mit dem ich etwas Technisches zu klären hatte, und während die Rechner rödelten, unterhielten wir uns über mögliche, geplante und nicht zustandegekommene Arbeitseinsätze. Dabei erfuhr ich von Wunsch-Szenarien vom Jahresanfang und war froh, dass ich damals nicht einmal etwas davon geahnt hatte. Das brachte mich noch nachträglich aus der Fassung und ich fragte mich einmal mehr, wieso sich der Altchef so schwer tat, mir einen Vertrag zu geben, wenn es doch so viele Einsatzorte gab, an denen man mich unbedingt haben wollte. ***
Weil nun aber eine Aufregung selten allein kommt, erreichten mich noch während des Gesprächs mit dem Kollegen weitere Nachrichten. Auch diese enthielten Aufträge und die dringende Bitte um "Amtshilfe". Ich verwies auf den Altchef. Und dann hätte ich mich am liebsten in ein Mauseloch verkrochen, und konnte in der folgenden Nacht kaum schlafen, weil ich mir vorstellte, dass der Altchef über mein Ansinnen, diese "Amtshilfe" tatsächlich zu leisten, verärgert sein könnte. War er aber gar nicht.
Bei Arbeitsaufträgen kann ich noch schlechter NEIN sagen als sonst. Ich meine, bei Arbeitsaufträgen übe ich das Nein-Sagen nicht mal.

Am Feierabend mochte ich den Montag dann doch, denn die Janine hatte mich eingeladen, in ihren Garten zu kommen und "Beute zu machen". Sie gestaltet ihren neu erworbenen Garten gerade um und hatte jede Menge Pflanzen abzugeben. Mein Auto sah aus, als hätte ich eine Gärtnerei überfallen. Leider habe ich kein Foto gemacht, denn ich wollte nur noch heim, damit die Pflanzen wenigstens Wasser bekamen.
Es war bereits dunkel, als der Sohn nochmals vorbei kam, um mir die Unterlagen für seinen Bürokram zu bringen.
Schritte: 8.300

Dienstag, 27. Juli 2021
Schlaf: 5 h 07 min
Dieser Tag fing gut an mit einem entspannten Arbeitsfrühstück.
Auf dem Rückweg schlenderte ich noch über den Markt.
Die Katl hatte mir angeboten, im Garten zu helfen. Ich holte sie nach der Arbeit zu Hause ab. Zunächst mussten wir Kaffee trinken. Dann rückten wir einer Rabatte zuleibe, die mehr {wie sagt Illy immer?} Beikraut enthielt als Pflanzen.
Angesteckt durch Janines Elan begannen nun auch wir mit der Umgestaltung, wenn auch in kleinerem Rahmen.
Zur Belohnung und zum Tagesabschluss kredenzte der Sohn uns noch Camparisoda.

Gefühlschaos Teil zwei
Ein Foto in meinem Status bewirkte bei bestimmten Menschen eine {beabsichtigte} witzige Reaktion. Nur von einem bestimmten Menschen kam eine hochwissenschaftliche Antwort, auf die ich mir keinen Reim machen konnte. Außerdem kam die Ankündigung eines Telefonats, aber auch die war irgendwie seltsam. So emotionslos. Das hätte man auch lassen können. Ich hätte das Telefonklingeln schon bemerkt. Das muss man nicht extra ankündigen. Es wirkte vielmehr so, als wollte er mir sagen: *Ich melde mich, aber lass mich bis dahin in Ruh’.*

Schritte: 8.870

Mittwoch, 28. Juli 2021
Schlaf: 3 h 21 min
Gefühlschaos Teil drei
Der Anruf erfolgte gleich früh am Morgen, so als wollte man ihn schnell hinter sich bringen. Die Informationen waren nicht sonderlich bewegend und allesamt eben nur Informationen, auf die ich gut hätte verzichten können. Das Gefühl, das zurückblieb war eine seltsame Gleichgültigkeit und bei der Frage *Wir hören doch wieder voneinander?* sagte ich zwar: *Das hoffe ich doch!*, dachte aber: *Ja, vielleicht. Irgendwann.*
Die Anrede jedoch hatte mich aufgeregt und geärgert und war überhaupt der Auslöser für meine verhaltenen Reaktionen im weiteren Verlauf des Gesprächs. Sagt der doch zu mir "Meine Gute…"
Sag mal, geht’s noch? Meine Gute…
"Meine Liebe" wäre eine ganz andere Hausnummer gewesen. Aber Meine Gute! Ich bin niemandes GUTE. Ich kam mir vor, wie ein kleines Kind, dem man gönnerhaft über’s Haar streicht, damit es nicht weint.
Meine Gute… das trieft doch von Herablassung. Was bildet denn der sich ein?

Die Arbeit mit den Kollegen lenkte mich wunderbar von meinem Ärger ab. Bis Mittag hatte ich den schon fast verdaut. Wie schnell das gehen kann.
Am Nachmittag stand die Frage, ob ich Katl abhole und wir weiter im Garten buddeln. Wegen des extrem wenigen Schlafs entschied ich mich jedoch für einen Ruhetag. So sammelte ich auf dem Heimweg im N-Markt noch ein paar Lebensmittel ein und fuhr direkt nach Hause.
Dort: Waschfee gefüttert, Hühnerbeine in die Röhre geschoben und mit einem großen Wasser auf der Couch gedöst, bis die Waschfee fertig war. Dann Wäsche aufgehängt {oder gehangen, oder wie?}, Hühnerbeine abgepuzzelt, mit der Schwester geschrieben, mit der Mutti versucht zu telefonieren {sie rief gegen 22 Uhr zurück}, die Kleidung für den nächsten Tag zurechtgelegt, damit es am Morgen schnell geht. Die Wäsche wieder abgenommen und weil sie noch nicht ganz trocken war, noch übergehängt.
Zum Abschalten noch einen Film aus der Mediathek gesucht, aber nur ein Drittel davon angeschaut, dann ging nichts mehr. Ich fiel ins Bett, konnte jedoch nicht gleich einschlafen und räumte das Bettzeug ein paar Mal hin und her.
Schritte: 6.835

Donnerstag, 29. Juli 2021
Schlaf: 4 h 52 min
Ich fuhr einem malerischen Sonnenaufgang entgegen. Traumhaft schön. Leider habe ich auf der gesamten Strecke keine Gelegenheit anzuhalten für ein paar Fotos. So nahm ich mir wieder einmal vor, am Wochenende genauso früh aufzustehen, wie unter der Woche und einfach mal zum Fotografieren rauszufahren.
Mal sehen, ob das klappt.
Den Feierabend verbrachte ich mit Katl in der Therme, wo ich wunderbar entspannen konnte. Katl hatte eine tolle Käseauswahl zum Naschen/Abendessen mitgebracht. Da brauchte ich daheim nicht nochmal anzufangen.
Bei den Schritten kommen noch mindesten 1.000 hinzu, weil ich die Fitness-Uhr in der Therme ablege, dort aber viel hin und her laufe.
Schritte: 6.488

Freitag, 30. Juli 2021
Schlaf: 3 h 22 min
Schon wieder so wenig Schlaf. Hilfe, wohin soll das noch führen? Dabei war ich schon halb zwölf im Bett und der Wecker durfte, weil alles so gut vorbereitet war, 25 Minuten später klingeln als sonst. Dafür hat die Uhr zwischen 1:30 Uhr und 3:00 Uhr überhaupt keinen Schlaf registriert, obwohl ich nicht bewusst wach lag. Vermutlich war ich einfach zu unruhig. Geträumt habe ich, das ist mir aufgefallen, weil es ein paar Nächte nicht so war. Bei mir ist das Wiedereinsetzen von Träumen immer ein Zeichen dafür, dass meine Seele wieder in Ordnung kommt. Wenn ich sehr traurig oder depressiv bin, träume ich nämlich nicht, was mir meist aber erst hinterher auffällt.
Gefühlschaos Schlussbetrachtung
Auf den Autofahrten zur und von der Arbeit hatte ich ausreichend Zeit, über alles nachzudenken. So wälzte ich auch das seltsame Telefonat immer wieder durch meine Gedanken und bekam auf diese Weise immer mehr Abstand. Ich ärgere mich nicht mehr. Im Gegenteil, ich bin froh, dass ich die verschiedenen Äußerungen, Gunstbezeugungen und was auch immer jetzt ohne Rosafilter betrachten kann. Das verhindert zu wohlwollende Fehleinschätzungen.
Ich bin enttäuscht im positiven Sinn, denn Enttäuschung heißt doch, die {Selbst-}Täuschung hat ein Ende. Und das ist gut so!
Somit hat auch das Gefühlschaos ein Ende. Zumindest bis zum nächsten Tohowabohu, in das ich mich stürze. *hüstel*
Wer mich kennt oder Teil eins gelesen hat, weiß, dass ich ein gefühltchaotischer Mensch bin und es bei mir dazu nicht das große Gefühl *L i e b e* braucht. So etwas, wie im letzten dreiviertel Jahr passiert mir ohnehin nicht so schnell wieder. Ich habe zu sehr vertraut und ich wollte so gern glauben, das auch für mich mal jemand ein so großes Gefühl übrig hat. Jetzt weiß ich {einmal mehr}, dass es wieder nur um die Kumpeline ging, um die geduldige Zuhörerin, der man alles erzählen kann und um die Arbeitskraft, auf die man sich 1.000 %ig verlassen kann. Tja!

Ich habe die Monatsabschlüsse fertig gemacht, soweit das die Kleine Chefin sonst immer macht. Schätze, das wird auch in Zukunft meine Aufgabe bleiben, auch wenn sie nicht im Urlaub ist. Es macht mir Spaß.
Zwischendurch war ich mal für 15 Minuten weg, auf dem Markt. Ich brauchte noch ein Geschenk und wusste auch genau, was ich haben wollte. Deshalb ging das auch so schnell. Außerdem sitzen wir mitten in der Stadt, haben also sehr kurze Wege. Nach diesem wunderbaren Strauchbasilikum duftete dann mein gesamtes Büro.

Da ich wieder nur dreieinhalb Stunden geschlafen hatte, wählte ich den Garten als Feierabendoption ab. Auch den Einkauf auf dem Heimweg ließ ich bleiben und bekam sogar noch einen Parkplatz vor dem Haus.
Schritte: 6.517

Samstag, 31. Juli 2021
Schlaf: 3 h 54 min
Wenn ihr euch das anschaut, könnt ihr euch denken, dass die Idee vom Sonnaufgang-Fotografieren heute schon mal nicht aufging. Ich kam zur Sonnenaufgangszeit einfach nicht hoch. Vielleich morgen. Oder aber ich vertage das Ganze in den Herbst, wenn die Sonne später aufgeht.
Jetzt denke ich mir erst mal ein Ziel aus für einen kleinen Ausflug mit der Mutti. Das habe ich mir selbst so ausgesucht und das wird mein gutes Werk für diese Woche.

Jetzt komme ich erstmal zu Andrea und ihrem Samstagsplausch, in dem es heute um Waldatmen geht. Ein schönes Thema.

Habt alle ein feines Wochenende.

Samstagsplausch {24.07.2021}

Die Woche in einem Wort
Selbstfürsorge

Wochenrückschau

Samstag, 17. Juli 2021
Ein Thema in Andreas letztem Samstagsplausch war Selbstfürsorge und ich dachte, diese würde mir gerade recht gut gelingen. Ich sollte so etwas nicht denken, denn dieses Wochenende wurde alles andere als fürsorglich mit mir umgegangen und ich schaffte es nicht, mich zur Wehr zu setzen. Ich schaffte es auch nicht, mich um mich selbst zu kümmern.

Ich bin rumgerannt.
Am Samstag Morgen war die Welt noch halbwegs in Ordnung. Dann rief die Mutti an, ich sollte ihre Geldkarte sperren lassen, weil sie sie verloren hat. UNSINN. Die Karte hatte sie mir gegeben und gebe sie ihr natürlich zurück, falls sie diese braucht. Sie wollte mir das gar nicht glauben, also dass ich sie wirklich habe. Tja.
Als ich gerade los wollte, um die kleine Frau mit ins Paunsdorf Center zu nehmen, erreichte mich ein Hilferuf. Mein Schwager war 60 km vor Leipzig mit dem Roller liegengeblieben. Leider konnte ich ihm nicht helfen, so gern ich das gewollt hätte.
Also fuhr ich doch noch mit der Mutti ins PC. Danach allein in den Kaufmannsladen.
Sie: Warum fährst du denn da allein hin?
Ich: Weil DU zu einer bestimmten Zeit daheim sein willst und wir das zusammen nicht mehr schaffen würden!
Später ging ich in den Garten, wo ich mich gern entspannen wollte. Sohn und SchwieTo waren noch da und wir hatten endlich Gelegenheit, über ein Jobangebot für ihn zu sprechen.
Die ersehnte Ruhe fand ich, als die Nacht sich über die Gärten senkte und ich auf der Schaukel unter dem Sternenzelt leise in den Schlaf gewiegt wurde.

Sonntag, 18. Juli 2021
199/365
Sonnenaufgang, 4:37 Uhr
Frühstück im Garten, 7:49 Uhr
Bis dahin war die Welt auch noch in Ordung, jedenfalls halbwegs. Ich dachte, ich könnte mich mental von dem bösen Freitag erholen und mir einen Ruhetag gönnen.
Als es im Garten voll wurde, zog ich mich nach Hause zurück. Erst mal duschen. Dann kam schon der Anruf, ob ich mit dem Grillzeug komme. Das hatte sich bei mir daheim besser lagern lassen als im Garten. Was mich aus der Bahn warf, war die Frage: Wann kommst du denn dann mit der Oma?
Die Oma war doch gar nicht eingeplant. Und dann: Du kannst doch die arme alte Frau nicht in ihrer Wohnung hocken lassen!!!
Na klasse. Ich zottel sie doch dauernd mit mir herum, aber wenigstens am Sonntag wollte ich nicht wieder fremdbestimmt sein.
Das Ende vom Lied war, dass ich die Oma holte und mich dann natürlich nicht zurückziehen konnte, weil ich sie ja irgendwann wieder heim bringen musste. Und einfach mal ein bissel lesen oder vor mich hinträumern ging auch nicht, weil eben diese alte Dame dann immer etwas zu bestimmen oder mir vorzuwerfen hatte.
Was soll denn das jetzt? Du hast die Augen zu!!!
Du hast doch hier gut geschlafen!
Ja, freilich, von Mitternacht bis 6 Uhr. Das ist ja auch sooo viel Schlaf an einem Wochenende.
Na, das kann reichen. Du kannst nicht immer nur schlafen!
Mich hat das alles schrecklich aufgeregt. Dieses dauernde Befinden darüber, dass ich in ihren Augen alles falsch mache. Dieses ewige Gegängel.

Am Abend dieses Tages hatte ich nur einen Wunsch: Am nächsten Wochenende einfach wegzufahren und keinem in der Familie irgendwas davon zu sagen. Einfach mal weg sein, nicht erreichbar, nicht herumschubsbar. Sollen sie doch alle mal merken, wie das ist, wenn ich nicht als Hol-einmal-bring-einmal zur Verfügung stehe.
Am Abend mancher Tage {Lift}

Montag, 19. Juli 2021

Nach dem Wochenende freute ich mich noch mehr als sonst auf meine Arbeit in TDO.
Hin und her überlegte ich, wo ich das Wochenende verbringen könnte, weit weg von zu Hause. Oder doch gar nicht weit, aber unbedingt weg. So recht fiel mir keine Lösung ein. Nur der Drang, mich rar zu machen, der blieb.
Ich schnitt einen Coupon aus der Sonntagszeitung aus und schickte ein Foto an Katl. Am Ende trafen wir uns, um den Gopalast zu besuchen.
Das war Selbstfürsorge pur.




Dienstag, 20. Juli 2021
Der für Montag versprochene Anruf ließ auch am Dienstag auf sich warten. Wobei… nun warte ich nicht mehr. Wenn ich keinen Anruf wert bin, ist mir das nun auch nichts mehr wert. Geht schon irgendwie.
Am Nachmittag versuchte ich, meine Selbstfürsorge {Besuch der Therme} mit der Pflichterfüllung zu verbinden, indem ich die Mutti mitnahm. Fragt mich bitte nicht, warum ich mir das angetan habe. Sie wollte mit. Das ging schon seit Freitag, dass sie zunächst äußerte, sie ginge da gern mal hin. Später meinte sie, ach, sie wolle mir meinen Besuch dort nicht vermiesen. Solche Äußerungen erfolgen dann immer in einem leidenden Tonfall. So: Ach, ich Arme, jetzt muss ich verzichten, damit ich dich nicht störe. Nur um Äußerungen heraufzubeschwören, wie Du störst mich nicht. Oder dass ich gar noch bitte, sie mitnehmen zu dürfen. Damit sie dann hinterher sagen kann: Du wolltest doch, dass ich mitkomme.
Also entschied ich: Jetzt hast du gesagt, du willst mit, also kommst du nun auch mit! Wir werden ja sehen, wie gut oder schlecht das geht.
Und was soll ich sagen? Es ging erstaunlich gut. Wir hatten richtig Spaß, ich konnte mich tatsächlich entspannen und sie war glücklich.
Das können wir mal wieder tun.
Auf dem Rückweg meinte sie: Nun konnte meinetwegen die arme Katl gar nicht mit.
Doch dem war nicht so. Die Katl hätte sehr wohl noch Platz im Auto gehabt. Das könnte man also auch mal noch durchführen.

Mittwoch, 21. Juli 2021
202/365


Ein Hilferuf früh am Morgen bewog mich, vor dem Weg zur Arbeit noch im Garten vorbeizuschauen. Ich konnte leider auch diesmal nicht wirklich helfen, weil ich die vermisste Person nicht fand. Allerdings habe ich eine gewisse Vermutung. Wenn eine erwachsene Person abgängig ist, muss nicht immer gleich etwas Schlimmes passiert sein.
Die Person ist inzwischen längst wieder aufgetaucht und es ist tatsächlich nichts weiter passiert. Naja, wie man’s nimmt.
Eine Dienstfahrt führte mich am Vormittag ein Stück auf meine "alte" Route in Richtung Cottbus. Besonders die Rückfahrt spülte Erinnerungen hoch, die ich doch lieber am Boden halten möchte. Blöde Gefühle aber auch!
Zum Feierabend erreichte mich ein weiterer Hilferuf: Ich brauche mal deinen Rat. Das Gespräch dauerte über 2 Stunden, aber zum Glück konnte ich tatsächlich helfen.
Am Ende mahnte ich auch die Hilfesuchende an ihre Selbstfürsorge. Das sagt die Richtige. *lach* Aber JA, das ist wichtig. Das habe ich längst für mich erkannt, nicht zuletzt, weil Regula mich daran gemahnt hat. Und ich sehe ganz deutlich bei anderen, wenn es da schleift. Bei mir selbst sehe ich das auch, nur fällt da die Umsetzung oft schwer. Diese Woche aber achte ich intensiv darauf.

Donnerstag, 22. Juli 2021
Am Morgen hatte ich straff zu tun, denn es war eine neue Mitarbeiterin einzuweisen und das gestaltete sich etwas eigensinnig.
Außerdem hatte ich noch eine Kollegin zu coachen. In Teilen unseres Jobs bräuchten wir Supervision. Da dies Kosten verursachen würde, die unsere Chef-Etage natürlich nicht tragen möchte, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns gegenseitig zu unterstützen und zu coachen und aufeinander aufzupassen. Viele Kollegen wissen um meine Fähigkeiten als Coach und um meine {externen} Erfolge und so vertrauen sie mir auch intern.
Am Vormittag hielt ich die Ungewissheit nicht mehr aus und schrieb einem Freund(?), ob es ihm gut geht. Der Rückruf kam wenige Minuten später. Dann war ich sehr beruhigt, denn bis auf viel Stress, geht es ihm gut. Na, immerhin.
Für den Abend wollte ich… nein, dass muss ich anders erzählen: Nach dem vergangenen Chaoswochenende hatte ich mir fest vorgenommen, am kommenden Wochenende zu verschwinden und für niemanden erreichbar zu sein {eine, mir sehr wichtige, Person ausgenommen}. Nun fiel mir am Dienstag mit Schrecken ein, dass für die Steuererklärungen nicht mehr viel Zeit bleibt, und ich nahm mir vor, diese am Mittwoch und Donnerstag zu bearbeiten, damit ich mir das Wochenende von solchen Aufgaben frei halte. Nachdem ich mich nun am Mittwoch Abend um die Kollegin gekümmert hatte und danach dann keinen Nerv mehr für den Steuerkram hatte, sollte dies am Donnerstag unbedingt noch erledigt werden.
Vorher auf dem Heimweg war noch das Wegbringen unzähliger Mineralwasserflaschen geplant. Und ein kleiner Einkauf. Das Leergut war so viel, dass ich das Pfandgeld mit dem Einkauf nicht einmal aufbrauchte und noch etwas heraus bekam.
Vier Kilometer weiter entdeckte ich an einer Tankstelle einen sehr günstigen Spritpreis, so dass ich da auch noch einmal ranfuhr.
Gegen 17 Uhr war ich endlich daheim und so geschafft, dass ich mir ein Tässchen Tee und ein kleines Abendessen gönnte. Weit kam ich damit allerdings nicht, denn als das Telefon klingelte und Lili wissen wollte, wie ich mich fühle, war es 21 Uhr, der Tee war kalt und an dem Abendessen hatten sich zwei Fliegen gütlich getan, so dass ich es nicht mehr essen mochte.
Wer glaubt, dass ich nun noch die Steuererklärungen bearbeitete?
Leider bedeutet das, dass ich nun am Wochenende nur in eine Richtung verschwinden kann… hinter meinen Rechner und die Berge von Steuerunterlagen.

Freitag, 23. Juli 2021
Manchmal muss man morgens einfach noch eine Nachricht schreiben, auch wenn man längst unterwegs sein sollte.
Und man muss seine Gedanken beisammen haben und allen Bürokram in eine Tasche stopfen und mitnehmen. Und wenn dann Feierabend ist, kann man sich einen Kaffee aufbrühen und sich über all den Steuerkram hermachen, den man schon zwei Abende vor sich her geschoben hat. Und irgendwann ist das dann erledigt.
Man selbst ist dann zwar auch erledigt, aber mit dem guten Gefühl, das Wochenende frei zu haben.
In der Abendsonne fuhr ich heim und fühlte mich beschwingt. Und ein klitzekleinwenig traurig, weil ich nun dieses schöne freie Wochenende vor mir hatte und noch immer nicht wusste wohin.

Samstag, 24. Juli 2021
Heute wollten wir in Kamp sein.
Hier seht ihr Kamp, so wie wir es gern erlebt hätten, wie es aber Dank beschränkter Beschränker in diesem Jahr nur sehr wenige erleben dürfen.

Und hier das gleiche Lied vorgetragen im Plauener Malzhaus. Die Anmoderation ist hörenswert.

Ich hätte vielleicht trotz allem ans Meer fahren sollen.

Samstagsplausch {17.07.2021}

Die Woche in einem Wort
Durchwurschtelt.

Wochenrückschau

Samstag, 10. Juli 2021
Ein etwas anderer Samstag. Der Jürschn und das Anki nahmen mich mit auf einen ihrer Wald-Wiese-Fluss-Teich-Berg-Einkaufsausflüge. Jürschn hatte schon immer gute Ideen für Ausflüge, indem er die Autobahnen mied und dadurch auf wundervollen Nebenstrecken viel Interessantes entdeckte. Während der Lockdowns hatten die beiden diese Ausflüge in die nähere Umgebung verlegt, wegen der 15 km im Umkreis und immer mit Einkäufen verbunden. Not macht erfinderisch. Und nun setzen sie das ohne Not fort und ich bin immer begeistert, welch schöne Fleckchen sie entdecken. Diese Woche nun passte es und sie nahmen mich mit.
191/2021

Sonntag, 11. Juli 2021
Ruhetag. Das Wetter war besser, als vorhergesagt, so dass ich bereit gewesen wäre, die Mutti irgendwohin zu schleppen. Außerdem hatte ich mir eingebildet, zu Mittag bei einem Griechen essen zu gehen. Die Mutti wollte das nicht: Ach, ich habe noch Gräupchen!
Gut, dann nicht.
Katl hatte noch Brot im Ofen. Ich hatte ohnehin nicht damit gerechnet, dass Katl mitkommt. Sie ist nicht so der spontane Typ. Macht nichts.
Ich hätte allein gehen sollen, aber dann fiel mir ein, dass ich auch zu Hause richtig gut essen kann.
192/2021

Montag, 12. Juli 2021
Na, was ist? Der 12te, der Tag für 12 von 12. Der Tag lief völlig anders, als geplant. Und er war für mich einer meiner ganz seltenen Schlechte-Laune-Tage, wobei diese Laune sich erst gegen Mittag wegen diverser Ereignisse einstellte.

Dienstag, 13. Juli 2021
Als ich am Morgen zur Arbeit fuhr, empfand ich es als sehr angenehm, dass ich erst 5.30 Uhr diese Strecke fahren musste und nicht schon vor zwei Stunden, wie, wenn ich auf dem Weg nach CB gewesen wäre. So verläuft nun schon die zweite Woche relativ stressarm, zumindest was die Arbeitswege und Fahrstecken angeht.
Da ich, wie ihr wisst, wenn ihr 12 von 12 gelesen habt, am Montag den Besuch der Therme absagen musste, rief ich am Nachmittag die Katl an, um ihr zu sagen, dass wir dies am Dienstag nachholen. Allerdings hatte es sich die Katl gerade mit ihrem Strickzeug gemütlich gemacht und offensichtlich keine Lust, aus dem Haus zu gehen. Die Begründung war fadenscheinig. Es sei ihr zu unsicher, weil Gewitter vorhergesagt waren. Nunja. Wer nicht will…
Das Gewitter kam tatsächlich. In der Nacht! Also kein echter Grund, nicht in die Therme zu gehen.
Ein Anruf am Nachmittag verbesserte meine Stimmung so deutlich, dass es sogar den Kollegen auffiel, also einer Kollegin. In dieser guten Stimmung war es sehr angenehm, allein in die Therme zu gehen. Es war ein sehr schöner Feierabend, an dem ich zu vorgerückter Stunde schnell noch im Kaufmannsladen etwas Leckeres für den nächsten Tag einsammelte.

Mittwoch, 14. Juli 2021
An diesem Tag kam die Tiefkühlware, die schon für den vergangenen Dienstag angekündigt gewesen war. Das brachte den gesamten Tagesablauf durcheinander, sowohl in der Firma, als auch zum Feierabend, weil die Schätze schnellstens in diverse Kühltruhen umgelagert werden mussten. Außerdem musste ich aus meinen Unterlagen ein paar wichtige Informationen für die Personalabteilung heraussuchen. Danach raffte ich mich leider auch nicht noch einmal auf, zum Schwimmen zu fahren. Dafür war ich mal zeitig im Bett, was insofern nichts brachte, als ich dann in der Nacht aufwachte und nicht wieder einschlafen konnte.
Notiz an mich: Ich muss dringend meine Gedanken und Gefühle(!!!) aufräumen! Wenn das so einfach wäre!

Donnerstag, 15. Juli 2021
Der Arbeitstag verlief sehr ruhig.
196/2021

Zum Nachmittag fragte ich die Mutti, ob sie mit in den Schnickschnackladen möchte. Mochte sie und freute sich sehr. Zum Abend bereitete ich mir ein leckeres Essen zu und hatte endlich wieder einmal das Gefühl, dass alles in den Bahnen läuft, in denen es laufen soll. Drei Schreiben müssen noch erledigt werden, aber die bekomme ich auch noch hin.
Spät am Abend kamen dann Anrufe und Nachrichten, die mich wieder aus der Bahn warfen und mir bis in die Frühe gegen halb drei den Schlaf raubten. Dann blieben mir mal wieder nur 2 Stunden Nachtruhe.

Freitag, 16. Juli 2021
Der Wecker klingelte zur gewohnten Zeit, aber ich hatte eine halbe Stunde übrig, in der ich meinen Kaffee auf dem Balkon trank. Das brauchte ich nach der kurzen Nacht.

Es fühlte sich wundervoll an, zwischen den Feldern hindurch in Richtung Arbeit zu rollen. Ich mag diese Strecke sehr.
In der Firma erreichten mich Nachrichten, die ich… nunja, einfach nicht gut fand. Meine Laune blieb gut, aber meine innere Stimmung litt natürlich. Gut, dass es einen Menschen gibt, mit dem ich über alles reden kann. Da genügt es schon, dies zu wissen, da muss ich das nicht mal unbedingt tun.
Die Kollegen aus L.E., die mit einer großen Lieferung am Vormittag ankamen, reparierten gleich noch mein Auto. Also, für sie war das keine große Sache, es musste nur eine Lampe gewechselt werden. Aber ich hätte das nicht hinbekommen. Weil ich ein Mädchen bin!
Das hat mich sehr gefreut. Ich kann das gar nicht beschreiben. Dieser Zusammenhalt und dass mir jemand hilft. Also, klar, in der Familie… der Sohn hilft mir auch. Klar. Aber so eigentlich Fremde. Das tut mir gut! Das macht mich dankbar.
Am Nachmittag verpasste ich einen Anruf, auf den ich mich seit Stunden gefreut hatte. Und warum? Weil die Hexe mich wieder extrem beanspruchte und meinem {erzieherischen} NEIN endloses Generve entgegen setzte. Schließlich war ich noch bis 17.30 Uhr unterwegs, um wieder einmal Kastanien aus dem Feuer zu holen.
Als ich dann {zum zweiten Mal an diesem Tag} im Garten ankam, war der Sohn schon da. Außerdem Nachbar DaK mit dem süßen Rudi. Der Kleine ist sowas von goldig. Aber mit der Ruhe war es vorbei. Dat Anki war inzwischen weg. Dafür tudelte Daggi Duck ein und diverse andere Nachbarn und manche gingen auch wieder. Ich bot meine Torte an.

AnAt kam, um eine Urlausrunde zu geben. Das war schön. Endlich kam auch die SchwieTo. Das ist so ein angenehmes Persönchen! Die Jungs heizten den Grill an. Rudi sagt übrigens Oma zu mir. Das finde ich so süß. Als sich die Nacht über die Gärten senkte, kehrt Ruhe ein. Ich hatte meinen Sessel unter dem Apfelbaum. Auf der Schaukel kuschelte sich Rudi zwischen Sohn und SchwieTo. Gute Nacht alle!

Samstag, 17. Juli 2021
Der Tag wird ein wenig durcheinander geraten. Zunächst einmal habe ich nämlich verschlafen und wachte erst 8 Uhr auf. Nun aber fix.
Weil ich für die kleine Chefin etwas aus einer bestimmten Drogerie abholen will, muss ich nachher ins Paunsdorf Center. Ich hatte mir vorgestellt, das gleich am Morgen zu erledigen und dann… mal sehen.
So funktioniert das aber nicht, weil ich die Bestellung erst ab 13:30 Uhr holen kann. Also werde ich nun die Gelegenheit nutzen, die Mutti mitzuschleppen. Da hat sie eine Freude und ich einen Pluspunkt *hüstel*. Und dann will ich gleich noch durch meinen Lieblingsladen schlendern. Da finde ich bestimmt… ach ja, genau, ich brauche Nähgarn. Das kann ich mir von dort mitbringen. Die haben immer so schöne Farben.

Nun bringe ich diesen Eintrag erst einmal zu Andrea und schaue, wer schon alles dabei ist, beim Samstagsplausch.

Habt ein feines Wochenende.

Samstagsplausch {10.07.2021}

Weil Andrea heute wieder ihren Samstagsplausch abhalten wird, habe ich mich zurückerinnert an die vergangene Woche und ein paar Begebenheiten und Befindlichkeiten notiert. Im Vergleich zu den vier Wochen vorher, verlief diese relativ ruhig.

Die Woche in einem Wort
Beruhigt

Wochenrückschau

Samstag, 03. Juli 2021
Genießertag mit Buch. Lesen musste sein, das lenkte von allerlei Gedanken ab, das tat mir gut. Zwischendurch habe ich Wäsche gewaschen, getrocknet, verräumt. Ich würde gern etwas handarbeiten, aber zu den begonnenen Projekten habe ich gerade keine Lust und für neues fehlt eine zündende Idee.
Irgendwann zwischendurch rief die Mutti an: Wir unternehmen wohl heute gar nichts?
Na, nee!

Sonntag, 04. Juli 2021
Am Sonntag unternahmen wir doch etwas. Wir fuhren an den Süßen See. Nachdem wir einige Gastwirtschaften vergeblich abgeklappert hatten, landeten wie bei den Seeterrassen. Es war so voll, dass wir anderthalb Stunden auf das Mittagessen warteten. Wir hatten jedoch einen so guten Platz am Wasser, dass zumindest mir die Zeit nicht lang wurde. Die Mutti wurde schon ein wenig hibbelig, ich hingegen konnte die Zeit genießen.
185/365

Zum Eis essen wollten wir dann noch nach Eilenburg, als wir aber in Taucha von der Autobahn kamen, wollte die Mutti dann doch lieber in den Garten. Also verabredeten wir uns da mit Sohn und SchwieTo.
Das Anki kam auf einen Kaffee herüber.
Nachdem ich die Mutti daheim abgeliefert hatte, war mein Sonntag auch um.

Montag, 05. Juli 2021
Die Begebenheiten dieses Tages zeichnete ich unter dem Stichwort WmdedgT auf.
Das erste Mal seit über einem Jahr waren wir wieder in der Therme. Es war herrlich. Ich konnte es genießen, dass ich an diesem Abend keine Reisetasche packen und den Wecker nicht auf 3 Uhr stellen musste.

Dienstag, 06. Juli 2021
Der erste Dienstag, an dem ich nicht in aller Frühe nach Cottbus aufbrechen musste. Kurz nach sieben verglich ich die Fotos von vor genau einer Woche und jetzt. Etwas seltsam war das schon.


Die kleine Chefin hatte den Transponder für das Hoftor wieder nicht dabei und die Knöllchenverteilerinnen freuten sich.
Da für diesen Tag eine Lieferung von Tiefkühlware angekündigt worden war, plante ich ein, von der Arbeit aus direkt nach Hause zu fahren, um die Ware in die Kühltruhe zu räumen und danach erst meine Feierabendrunde zu starten, die mich mit Mutti zur Bücherei führen sollte und danach mit der Katl nochmals zur Therme. Weil ich sowieso zuerst nach Hause musste, ließ ich die Tasche mit den Büchern und auch die mit den Badesachen da.
Und dann kam wieder alles anders.
Die Tiefkühlware kam nicht, dafür ein Hilferuf der Hexe, so dass ich von Arbeit aus erst einmal zu ihr fuhr. Von dort aus konnte ich nun leider nicht gleich zur Mutti, weil die Bücher zu Hause geblieben waren. Also war dieser Weg nun auch noch nötig. Außerdem wollte die Mutti nach dem Büchertausch noch zum N-Markt.
So kam es, dass ich nach ewiger Hin-und-Her-Fahrerei schließlich 18.30 Uhr im Bad ankam. Katl hatte wieder ganz liebevoll verschiedene Leckereien vorbereitet. Leider hatten mir Sorgen um die Hexe den Appetit verhagelt.
Wie am Tag zuvor war ich gegen 22.30 Uhr zu Hause. Schnell transportierte ich noch ein paar Fotos vom Handy auf den Rechner und von da per Mail auf den Rechner in der Firma, denn dort brauchte ich sie am nächsten Tag.
Dann fiel ich nur noch ins Bett.

Mittwoch, 07. Juli 2021
Diesmal drehte ich den Knöllchenverteilern eine lange Nase. Bis 8 Uhr kann man oben an der Straße kostenfrei parken. Bis dahin war die kleine Chefin am Laden lang gekommen und hatte den Transponder gebracht. Die Einfahrt zum Hof ist vielleicht einen halben Meter breiter als mein Auto und ich muss von einer ganz schmalen Schlippe aus rechtwinklich hinein rangieren. Das war schon eine kleine Herausforderung und ist es noch.
Am Abend nach draußen passte das irgendwie besser, so dass ich überlegte, ob ich das Einparken vielleicht mal rückwärts probieren sollte. Da ich aber grundsetzlich nicht gut rückwärts fahren kann, lasse ich das wohl doch lieber bleiben.
Eine WhatApp-Nachricht um 23.03 Uhr bewirkte, dass ich in dieser Nacht ganz wunderbar träumen konnte. Blöd ist nur, dass ich dadurch keinen Abstand bekomme, weil mit jeder Nachricht meine Gefühle wieder durcheinandergewirbelt werden, und das immer dann, wenn ich gerade anfange… Ähm, im Satz verfitzt. Na, ihr wisst schon, was gemeint ist.

Donnerstag, 08. Juli 2021
Heute beteiligte ich mich in der Werkstatt an der Reparatur eines Spieles, das wegen Unvollständigkeit schon beinahe entsorgt worden wäre. Die fehlenden Teile ließen sich jedoch gut nacharbeiten. Das hat richtig Spaß gemacht. Dieser kreative Teil fehlte bei meinen früheren Jobs und macht meine Arbeit jetzt besonders abwechslungsreich. Ich glaube, das hatte ich schon am Montag erwähnt.
Ein klitzekleinwenig arbeitete ich noch für CB, indem ich zumindest ein paar Leute an Termine erinnerte und so im Hintergrund ein paar Fäden zog. Mehr konnte ich nicht tun.
Am Nachmittag kämpfte ich mich quer durch Leipzig, weil ich mich mit einer Kollegin zum Eisessen treffen wollte. Wir hatten uns 2018 bei meinem dienstlichen Intermezzo in Halle kennengelernt und seit damals nicht mehr gesehen. Da gab es viel zu schwatzen.
Wieder daheim erinnerte die Schwester mich an den Amsterdamkrimi. Ich hatte den aber schon vor einiger Zeit gesehen. So blieb die Flimmerkiste auch an diesem Abend aus.

Freitag, 09. Juli 2021
Regen, Regen, Regen. Von leicht über prasselnd bis Ich halte auf der Landstraße an, weil ich nix mehr sehen kann ist alles dabei. Als ich auf den Hof rangiere {in nur drei Zügen} tropft es nur noch vom Walnussbaum. Die Mitarbeiter kommen eine Stunde später an, als hätten sie mit Kleidung unter der Dusche gestanden. Hach.
Es ist so grau und düster, dass wir uns gleich zum Kaffee zusammensetzen, als alle eingetrudelt sind. Die Gruppe braucht das heute. Ich auch.
Ich helfe hier ein wenig, bringe da eine Idee ein. Büroarbeit kann ich erledigen, wenn die Leute schon im Feierabend sind.
190/365
Auf meinem Drucker hockt ein Nackedei.
Als ich dann endlich Feierabend habe, lacht die Sonne. Wie schön.
Je weiter ich mich aber von der Elbe entferne, um so schlechter wird das Wetter. Daheim gießt es in Strömen. Also gibt es keinen Abstecher in den Schnickschnack-Laden, dafür einen ruhigen Abend mit ein paar Telefonaten.

Samstag, 10. Juli 2021
Für diesen Tag ist ein kleiner Ausflug geplant. Der Jürschn und das Anki nehmen mich mit. Das wird mir sehr gut tun, mal nicht selbst zu fahren und auch keine Verantwortung dafür zu haben, wohin es überhaupt geht. Der Jürschn hat immer gute Ideen für Ausflüge in die nähere Umgebung. Ich nehme die Kamera mit. Vielleicht gelingen ein paar interessante Aufnahmen. Und vielleicht bekomme ich auch einen Beitrag zu Im Fokus zustande.

JETZT komme ich noch schnell zu Andrea und ihrem Samstagsplausch Bei euch lesen werde ich dann später.

Habt alle ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {03.07.2021}

Die Woche in einem Wort
Emotionaaaaal

Wochenrückschau

Samstag, 26. Juni 2021
Geplant war Nudelsalat vorbereiten, Grillzeugs einkaufen, Mutti holen und ab in den Garten. Später vielleicht die Mutti heim bringen und nochmal zurück in den Garten auf ein Gläschen Wein.
Abgesehen davon, dass die Mutti zwei Stunden vor der verabredeten Zeit anrief und geholt werden wollte, klappte das sogar. Und ja, am Abend, nachdem ich die Mutti heim gebracht hatte, gab es für mich ein Gläschen Bitterol und ein Lagerfeuer.
177/365

Sonntag, 27. Juni 2021
In anderer Leute Garten.
Die Kinder hatten mich gefragt, ob ich sie fahren kann. Klar konnte ich. Fremde Leute kamen, den Garten zu besichtigen und machten rundweg alles schlecht. Keinen Cent sei der Garten wert. Davon abgesehen waren sie äußerst unsympatisch. Denen hätte ich den Garten nicht geben wollen, selbst wenn sie bereit gewesen wären, die geforderte Summe zu zahlen. Der Sohn war sehr geduldig und blieb freundlich. Das hätte ich nicht gekonnt. Ich hätte schon viel früher gesagt: Ich sehe, Sie wollen den Garten nicht, dann machen Sie es gut.
Aber ich hatte ja nichts zu sagen. Ich war nur die Fahrerin. Trotzdem belastete mich diese Sache und verdarb mir den halben Sonntag. Keine Ahnung, warum eigentlich. Vielleicht, weil ich mit missgünstigen Menschen nicht umgehen kann?
Am späten Nachmittag pilgerte ich dann in unseren eigenen Garten. Wir verzehrten die Reste vom Grillen.
Später richtete ich meine Outfits für die kommende Woche, damit das Taschepacken am Montag Abend schneller geht.
Am Abend bekam ich eine Nachricht, die mir unglaublich gut tat. Was ein Foto und zwei Sätze small talk doch ausmachen.

Montag, 28. Juni 2021
Zum Glück habe ich den Montagsstarter geschrieben, sonst wüsste ich nicht mehr so recht, dass es den Tag überhaupt gab. Dabei hatte ich an diesem Tag sogar noch Aufregung, die mit nicht durchgestellten Anrufen zusammenhing und mich so fusselig machte, dass ich am Abend einen WhatsApp-Hilferuf startete, der umgehend mit einem Trösteanruf beantwortet wurde. Tat das gut!
Danach habe ich mit Lili noch bis in die Nacht über alte Autos und noch ältere Motorräder geschwatzt. Auch das tat gut.

Dienstag, 29. Juni 2021
Wie letzte Woche war ich vor dem Wecker munter. Na, was man nachts um drei munter nennen kann. Die Straßen waren frei und ich kam so gut durch, dass ich es beinahe geschafft hätte, vor dem Kollegen in Cottbus zu sein. Beinahe.
180/365

Ich hatte eine Menge zu tun, weil ich meine Abschlussberichte fertig machen wollte. Das sollte nicht in der nächsten Woche am Kollegen hängen bleiben. Er hat schließlich genug um die Ohren, wenn ich nicht mehr da bin.
Es gab ein Abendessen beim Italiener am Altmarkt.
Später schaute ich noch Fußball, eher halbherzig, also so, wie die Jungs auch gespielt hatten. Als Löw nachher in die Katakomben schlich, tat er mir fast leid.

Mittwoch, 30. Juni 2021
Mein wirklich allerletzter Tag in Cottbus. Als ich das Hotel verließ, goss es in Strömen, so dass ich, als ich in der Firma ankam, aussah, wie ein gebadeter Hamster. Das macht doch nichts! sagte der Kollege. Nunja.
Die letzten Coachings, die letzten Berichte, die letzten Pötte hervorragenden Kaffees und die letzten Gespräche mit dem Kollegen. Ab Mittag funktionierte mein externer Mitarbeiterzugang nicht mehr, der interne noch nicht. Die letzten Unterlagen richtete ich an einem Schulungsrechner, die allerletzten handschriftlich.
Zum Abschied lagen wir uns in den Armen und ich hätte ihn am liebsten nie wieder losgelassen.
Inzwischen schien die Sonne, aber als ich aus der Stadt hinausrollte, weinte Cottbus. Und an diesem allerletzten Tag verpasste ich die Ausfahrt und musste einen Bogen fahren, um wieder auf die Ausfallstraße zu gelangen, fast, als wollte Cottbus mich nicht gehen lassen.
Und dann war ich wieder zu Hause…
…und konnte nicht damit umgehen.
Deshalb überfiel ich die Katl mit Abendessen vom Asiaten. Ich war zum Umfallen müde und doch so aufgedreht, dass ich… ich weiß gar nicht was. Doch, am liebsten wäre ich die 200 km wieder zurückgefahren.
Klaus Lage – Wieder zuhaus

Donnerstag, 01. Juli 2021
Mein erster Tag als intere Mitarbeiterin. An der Arbeit hat sich im Vergleich zu Montag und den letzten Wochen nichts geändert. Und doch… Es ist seltsam und ich kann es nicht beschreiben, ich kann es nicht mal verstehen. Der Donnerstag wurde zum Chaostag.
Aus Leipzig kam ein Kollege, mit dem ich dort schon seit Jahren zusammengearbeitet hatte. Wir waren sogar gemeinsam auf Lehrgängen und ich habe damals extra seinetwegen gelernt, wie man Drehmaschinen programmiert, damit ich ihn vertreten konnte, als er in Elternzeit ging. Man kann schon sagen, wir waren ziemlich eng die ganzen Jahre. Nun hatten wir uns seit März 2020 nicht mehr gesehen und als wir uns im Flur gegenüberstanden, zog er mich einfach zu sich heran und umarmte mich, und ich hatte das Gefühl, dass er sich ehrlich freut, dass ich wieder da bin.
Zwei Stunden später kamen zwei andere Kollegen aus Leipzig, von denen ich einen auch schon einige Jahre kenne, wobei wir seltener miteinander zu tun hatten. Mit ihm wiederholte sich die Begrüßungsszene. Auch diesmal kam eine Herzlichkeit rüber, die ich so nicht erwartet hatte. Gleichzeitig war da aber noch etwas anderes. Unterschwellig. Etwas leicht Schmerzliches. Nun haben wir dich zwar wieder, aber irgendwie doch auch nicht. Ich gehöre wieder zu ihnen, durch den veränderten Vertrag sogar mehr als je zuvor, aber wir sehen uns trotzdem nicht täglich, so wie das früher war. Können am Morgen keinen Tee zusammen trinken oder mal schnell einen Kaffee zwischendurch. Und was vielleicht am schwersten wiegt: Ab August muss einer von ihnen "meinen" Job mit übernehmen. Also den, den ich bis 18. März 2020 in Leipzig ausgeführt hatte. Daran kranken sie. Sie verübeln mir das nicht, aber sie bedauern es. Wie sollen wir das denn machen, wenn du in Torgau bist? Diese Frage ist, seit ich Anfang Juni den Vertrag unterschrieben hatte, anscheinend in aller Munde. Zumindest wird sie mir von verschiedenen Seiten immer wieder zugetragen. Wir müssen irgendwie eine Lösung finden. Die Frau S. steht uns leider nicht mehr zur Verfügung.
Hey, Leute, ihr hattet keinen Auftrag für mich. Die ganzen Monate nicht und jetzt noch immer nicht. Wie sollte ich das denn machen ohne Job? Ihr tut gerade so, als sei ich unentbehrlich. Warum ist euch das nicht früher eingefallen? Zum Beispiel im März 2020, als ich den Online-Unterricht schon vorbereitet hatte, dann aber nicht halten durfte, sondern an Kollegen abgeben musste. Oder im Ende März 2019, als der Chef mir in der Küche beim Kaffee Aufbrühen sagte: Sie können ab Montag nicht mehr kommen. Aber rufen Sie mal in Torgau an. {Damals saß da noch eine andere Chefin, die tatsächlich einen Auftrag für mich hatte.} Oder im Februar 2018, als der Chef mir durch die Kollegin Wirbelwind ausrichten lies, er brauche mich ab kommenden Montag leider nicht mehr. Woraufhin ich dann zu jenem Montag nach Halle gewechselt hatte, was zwar ganz in der Nähe ist, aber erstaunlicherweise nicht in die Zuständigkeit eben jenes Chefs fällt. Dort hätte ich bleiben sollen. Dann wäre mir das ganze Hickhack des letzten Jahres wahrscheinlich erspart geblieben. Obwohl… dann hätte ich auch vieles nicht kennengelernt, was ich trotz allem nicht missen möchte.

182/365
Als ich heim kam, lehnte ein Päckchen an der Wohnungstür. Von Lili. Wir telefonierten, was mich aber dieses Mal nicht wirklich erden konnte, weil Lili an einem Thema festhielt, das ich gern vergessen oder zumindest ausblenden möchte. Parallel textete ich mit Ljudi, was sich den ganzen Abend hinzog und mir viel Zuversicht vermittelte.

Freitag, 02. Juli 2021
Zwischen Baum und Borke
Solange ich mich nur auf die Arbeit in TDO konzentriere, ist alles gut. Wir haben heute viel geschafft. Die Leute packen kräftig mit an, und ich habe ihnen gesagt, dass ich stolz auf "meine" Truppe bin, wie fleißig sie sind und wie gut das alles läuft.
Als die Truppe Feierabend hatte {freitags ist das früher als an den übrigen Wochentagen}, blieb mir noch Zeit für den Bürokram. Und da war es dann wieder, das blöde Gefühl, das aus dem Verwaltungstrakt herüberschwappte. Das passiert sogar per Mail. Am liebsten hätte ich den Cottbuser Kollegen angerufen und mich ausgeheult. Er hat mir noch immer geholfen. Aber ich hab mich natürlich zusammengenommen und ihn nicht genervt. Er hat schon genug Trouble, weil ich ihn dort allein gelassen habe, da kann ich ihn nicht noch mit meinen Nöten belästigen.
Mal sehen, wie ich das am Montag alles hinbekomme. Falls es mir nicht gelingt, rufe ich den Leipziger Chef an. Er hat schließlich diese zusätzlichen Aufgaben verteilt, dann soll er mir auch sagen, wie ich das lösen kann. Ich fürchte nämlich, dass das mit der Technik, die ich in TDO zur Verfügung habe, gar nicht geht.
Am Abend war Markt in Taucha. Armselig, sag ich euch. Kaum Stände und noch weniger Besucher.
183/365

Samstag, 03. Juli 2021
Die Waschfee grummelt. Die WetterApp verspricht nur 3% Regenwahrscheinlichkeit. Da kann ich die Wäsche auf den Trockenplatz hängen und noch mehr waschen, fein.
Ansonsten mal sehen, was ich mit dem Tag anfange. Wichtig ist mir, richtig abzuschalten, damit ich die neue Arbeitswoche ohne all mein Gedanken- und vor allem ohne mein Gefühlschaos angehen kann.

JETZT komme ich erst einmal zu Andrea und ihrem Samstagsplausch

Habt alle ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {26.06.2021}

Was hat Illy mir gewünscht? Eine verrückte, vollgepackte Woche. Wahrlich, die hatte ich.

Die Woche in einem Wort
Schwierig.

Wochenrückschau

Samstag, 19. Juni 2021
Es ist viel zu heiß. Najaaa, so dürfte ich das wohl nicht sagen, denn ich liebe Sommer, hohe Temperaturen und überhaupt…
An diesem Tag aber fühlte ich mich seltsam. Die Woche war anstrengend, weil ich auch am Freitag arbeiten musste/durfte. Solange ich noch unter der Woche nach CB fahre, ist das ein recht heftiges Programm. Entsprechend malade war ich am Samstag. Immerhin fütterte ich die Waschfee und hängte später die Wäsche auf den Trockenplatz.
Und ich musste noch zur Drogerie. Waschmittel alle, Geschirrspülmittel alle, Toilettenpapier alle. Noch eine Woche verschieben ging nicht.
Vorher hatte ich in einem Telefonat mal wieder meine Freundschaft zu Katl reklamiert, besser gesagt, ihre Freundschaft zu mir. Und als ich dann losfuhr zur Drogerie schickte ich ihr einen Text, falls sie noch nicht dort gewesen sei, könnten wir uns da treffen. Das war eine gute Idee, denn in der Drogerie war es angenehm kühl. Inzwischen hatte die Junghexe angerufen und um meine Fahrdienste gebeten. So nahm ich die Katl kurzerhand mit, sammelte die Hexe ein und brachte sie an ihr Ziel, dann die Katl heim, dann mich selbst zum N-Markt, um noch eine Melone einzusammeln.
Und dann war Zeit für Fußball mit abschließender Konferenzschaltung zwischen Katl, der Mutti und mir.
Jahahaa, die Kleine Frau schaut Fußball und hat davon auch Ahnung {wahrscheinlich sogar mehr als ich}. Am Ende meinte die Katl: Und das nächste Spiel schauen wir beide zusammen. Das hat mich riesig gefreut. Da hat meine Reklamation mir doch Glück gebracht.

Sonntag, 20. Juni 2021
Noch ein seltsamer Tag. Der Himmel ist grau verhangen, aber es ist immer noch drückend und schwühl. Und mir hängt eine Müdigkeit an, die ich nicht beschreiben kann. Und erklären kann ich sie mir auch nicht. Ich schwanke gerade zwischen Wanne mit kühlem Wasser und Couch zwecks Mittagsruhe, als die Hexe anruft. Sie hat etwas wichtiges in W. vergessen, das sie unbedingt heute braucht, aber es fahren wieder keine S-Bahnen. Also springe ich schnell unter die Dusche und rase los zum Fahrdienst. Die Erledigungen der Hexe gehen schnell und danach meint sie, wir könnten doch noch Eis essen. Mir ist aber nicht nach Eis, weil mein Magen grummelt. Die Hexe will noch nicht wieder nach Hause. Also nehme ich sie mit zu mir.
Wir haben einen angenehmen Lazy Sunday Afternoon, finden in der Wohnung jede ihren Rückzugsort, wo wir abhängen und nichtstun. Ich lesend, sie mit Freundinnen telefonierend. Nur eben, dass wir nicht allein sind und die andere anquatschen könnten, wenn wir wollten. Ich genieße das. Sie auch, glaube ich, denn als ich sie abends wieder heim bringe, mag sie gar nicht so recht.

Montag, 21. Juni 2021
Wieder in TDO.
Die Teilnehmer freuten sich: Das ist so schön, dass Sie wieder bei uns sind. Ach ja, klar, ich war ja die gesamte letzte Woche nicht hier.
Die Chefin freute sich auch. Sie hatte mir schon am Freitag geschrieben, was wir am Montag mal müssten. Das taten wir auch.
Danach erzählten sie mir von ihren aus Holz gefertigten Schmetterlingen und dass eine Passantin sich sehr dafür interessiert hatte wegen der Landesgartenschau im nächsten Jahr. Wie die Frau hieß, wussten sie nicht, wie man sie erreichen konnte, erst recht nicht. Ich verzog mich kurz ins Büro, rief die Stadtseite auf und begann zu telefonieren. Ich musste nur zweimal mein Sprüchlein aufsagen und wurde einmal weiterverbunden. Nach einem sehr netten Gespräch mit einigem Erstaunen auf der anderen Seite hatte ich die Zusage zur Zusammenarbeit. Es fiel mir genauso leicht, wie in CB neue Teilnehmer zu akquirieren. Man braucht nur die richtigen Argumente und ein Gespür für die richtigen Ansprechpartner. Das habe ich offenbar. Kommentar eines Kollegen: Weil du eben gut bist. So ganz langsam fange ich an, ihm zu glauben. Warum das wohl so ist? Vermutlich, weil ich meinen Job mit so viel Herzblut mache. Da ist es irgendwie ganz leicht, gut zu sein.
Als ich mich am Feierabend "bis Donnerstag" verabschiedete, kam von einer Teilnehmerin: Nur noch nächste Woche, dann haben wir Sie ganz für uns!
Da bekommt man doch gleich Pippi in die Augen, oder?

Dienstag, 22. Juni 2021
2:55 Uhr, also 5 Minuten vor dem Weckerklingeln bin ich wach. Ich mache mich reisefertig, aber weil so sehr kühle Luft zu den Fenstern hereinweht, disponiere ich die Kleidung für diesen Tag noch einmal um. Dann geht es los in Richtung CB. Obwohl fast Mittsommer ist, wird es an diesem Morgen ewig nicht hell. Der Grund sind tiefhängende graue Wolken. In der Firma angekommen, bitte ich den Kollegen, mich heute noch intensiver als sonst mit unserem schwarzen Lebenselixier zu versorgen. Das macht er auch. Außerdem ist der Tag voller Termine, so dass die Müdigkeit keine Chance hat und ich zeitweise sogar die grauen Wolken vergesse.
Zum Feierabend kommt dann sogar noch die Sonne heraus. Trotzdem stürzt gerade dann der Tag ins Dunkelgrau, infolge eines Gespräches, das mir klar macht, dass ich {wiedermal} eine Chance verpasst habe. Nur diesmal hatte ich wegen des ewigen Lockdowns gar keine Möglichkeit, das zu verhindern oder die Chance irgendwie zu nutzen. Nun ist das so!
Keine Sorge, ich komm schon klar. Ist ja nicht das erste Mal. Wird noch ein Weilchen weh tun, dann komme ich wieder in meinen alten Tritt. Hab ja genug um die Ohren. Da würde eine Liebschaft letzten Endes nur stören.

Mittwoch, 23. Juni 2021
Das Prinzenpaar aus G. hatte sich angekündigt. Da lernte ich die beiden nun kurz vor Ende doch noch persönlich kennen. Viel Gelegenheit hatten wir dafür nicht, weil meine Termine Schlag auf Schlag folgten. Geht nicht anders bei 10 Unterrichtseinheiten pro Tag. Das wollte ich schließlich so.
174/365

Ganz früh am Morgen beim ersten guten Kaffee des Tages, noch vor dem offiziellen Dienstbeginn, stellte der Kollege mir dieses Geschenk auf den Schreibtisch. Zwei Teilnehmerinnen, die ich im letzten Jahr ganz intensiv auf ihre Zwischenprüfung vorbereitet hatte und die nun in ein paar Tagen die Abschlussprüfung hinter sich bringen werden, wollten sich verabschieden. Hach, da war es wieder, das Pippi…

Auf der Rückfahrt nach Sachsen begleitete mich herrlicher Sonnenschein und ich war seltsam aufgekratzt. In meiner Wohnung hätte ich es an diesem Abend kaum ausgehalten, aber zum Glück hatte mich die Katl zum Abendessen und Fußballgucken eingeladen.
Ich liebe Matjes. besonders diesen roten.

Donnerstag, 24. Juni 2021
Die Chefin hatte mich gebeten, in der Frühe gar nicht erst nach TDO zu kommen, sondern von zu Hause aus in die Leipziger Niederlassung zu fahren. Macht Sinn, schon allein von der Fahrstrecke her. Trotzdem war ich froh, als ich dort wieder gehen und mich endlich auf den Weg nach TDO machen konnte. Die Termine, die ich mir dort für den Donnerstag vorgenommen hatte, schaffte ich dann natürlich nicht mehr.
Zum Feierabend machte ich mich dann auf den von dort aus recht weiten Weg an den Süßen See, wo ich mich mit vier {Strick-}Freundinnen treffen durfte. Das war soooo schön.
175/365

> Leider reichte der Akku nur noch für ein paar Fressfotos. So habe ich diesmal keine eigenen Aufnahmen vom See. Aber wir wollen vielleicht in diesem Sommer noch ein weiteres Treffen dort veranstalten, sozusagen als Ersatz für das, welches im letzten Sommer ausfallen musste.

Freitag, 25. Juni 2021
Mein letzter freier Freitag. Ausschlafen war nicht. Also wuselte ich ein wenig im Haushalt. Wäsche wurde auch fertig. Als ich mich um Bürokrams kümmern wollte, vermisste ich mein "Gedächtnis", eine riesige Speicherkarte, die mein Büroleben der letzten 5 Jahre enthält. Mindestens. Das meiste davon {bis auf die letzen beiden Monate} ist auch noch woanders gesichert, aber ich musste das Gedächtnis unbedingt wiederfinden. Mit Suchen gelang das nicht, wohl aber, wie fast immer, mit Nachdenken, wo und wann ich es zuletzt gebraucht hatte.
Dann war der Tag schon fast wieder in Ordnung. Als am Nachmittag die Sonne herauskam, trocknete auch meine Wäsche.
Dann rief die Hexe an. Sie wollte nach Teichwolframsdorf. Das ist eine sehr schöne Gegend und die Strecke dahin ist auch angenehm zu fahren und bietet malerische Ausblicke über weite Felder und auf kleine Ortschaften, die in den Tälern verstreut liegen. Da es diesmal neben dem Sonnenschein immer nieselte, wirkten die Täler im Dunst wie verwunschen. Das ließ sich leider nicht gut fotografieren. Hach.
Wie gesagt, ich mag die Strecke. Ich mag auch die Griechen, die die Hexe dort besucht und bei denen sie sowas wie eine zweite Familie gefunden hat. Das tröstet schon darüber hinweg, dass ich für einen solchen Enkel-Bring-Dienst rund 250 km fahre, denn ich muss ja auch wieder zurück.
Das hatte ich dann gegen 21:00 Uhr geschafft.
Der Sohn war zwar noch im Garten, aber um diese Zeit hatte ich dann auch keine Lust mehr, nochmal loszugehen.

Samstag, 26. Juni 2021
Und nun? Für heute steht nun der Garten auf dem Plan. Und Grillen. Und die Mutti mitschleppen, was für mich bedeutet, ich bin wieder der Kutscher. Ich erreiche den Garten von meiner Wohnung aus in wenigen Minuten zu Fuß. Das heißt, ich könnte abends am Feuer durchaus mal ein Gläschen Rotwein trinken. Mehr als ein Glas schaffe ich sowieso nicht, aber das würde ich gern in angenehmer Runde genießen. Wenn die Mutti mitwill, muss ich das Auto nehmen, denn sie kann nun mal nicht zu Fuß kommen. Alles sehr umständlich und wahrscheinlich will sie gerade dann nach Hause, wenn es gerade gemütlich wird und ich mich entspannen könnte. Wir werden sehen.
Mitnehmen muss ich sie, weil ich "ungehorsame Tochter" mir diese Woche schon zu viel eigenes Leben erlaubt hatte.
Du lässt das ja nicht sein! Du fährst ja immer noch nach Cottbus. Ich dachte, das unterbleibt nun endlich! Nee, tut es nicht, solange ich dort noch einen Vertrag zu erfüllen habe, also bis 30. Juni. Na, und dann war ich Mittwoch Abend bei Katl und am Donnerstag am Süßen See. Und dann gestern auch noch mit der Hexe unterwegs. eieieieiei
Soll ich euch was sagen? Ich genieße das gerade unglaublich, dass ich mir Stück für Stück mein Leben zurückholen kann.
Und jetzt, ihr Lieben, bringe ich diesen Eintrag zu Andrea und ihrem Samstagsplausch und schau mal bei euch vorbei.

Habt ein schönes Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {19.06.2021}

Andrea lädt wie jeden Samstag zum Samstagsplausch ein. Und natürlich lasse ich euch gern an meiner Woche teilhaben.

Die Woche in einem Wort
Sentimental

Wochenrückschau
Samstag, 12. Juni 2021
Ein seltsamer Tag, der keine Fotos für 12 von 12 hergab.
Mehrere Telefonate mit Lili. Manchmal mag ich nicht.
Ein schönes Telefonat mit Katl. Das war überfällig, aber wenn ich mich nicht melde…
Unzählige Male auf das Handy gestarrt, wohl wissend, dass keine Nachricht kommen kann und doch immer hoffend.
163/365
Immerhin wurden fast unbewusst die Socken fertig, die ich am Sonntag verschenken wollte.

Sonntag, 13. Juni 2021
Ausflug nach Köthen.
Uta hatte Geburtstag. Für sie waren die Socken bestimmt, die ich tags zuvor zu Ende genadelt hatte. Da sie schon vor einer Woche erzählt hatte, dass sie auf dem Markt in Köthen ihren Stand aufbauen würde, stand für mich fest, wohin der Wochenendausflug mit Mutti gehen sollte.
Bei solchen Ausflügen meide ich die Autobahn und freute mich diesmal sehr, dass ich den schönen Mohn aus der Nähe fotografieren konnte.
164/365
Meine Überraschung an Utas Stand gelang.
Es war ein richtig schöner Tag. Am Abend hatte ich sogar die schmetterlingsbedingte Melancholie im Griff und einen Plan für Dienstag… oder auch nicht.

Montag, 14. Juni 2021
Bleibt alles anders sang Grönemeyer. Mein Alltag zeigt, wie anders alles bleiben kann.
Im Vorfeld des ab 1. Juli geltenden Vertrages arbeite ich bereits jetzt mit Honorarvertrag für eben jenen Standort. In diesem Rahmen wurde ich gebeten, {wieder einmal} eine Vertretung zu übernehmen, an einem Standort, an dem ich vorher noch nie war. Vertretung – unbekannter Standort – Mira sozusagen ins kalte Wasser geworfen, weil alle wissen, dass sie es kann. BLEIBT!
Arbeit mit anderen, mir bekannten Standorten nicht zu vergleichen – wiedermal neue Erfahrung ANDERS!
Aber schön!
165/365
Weil manche Dinge für ein paar Tage Vertretung keinen Sinn ergeben, und weil es mir ohnehin nicht liegt, die Chefin herauszukehren, sondern ich mit Mitarbeitern, Teilnehmern und überhaupt mit Menschn lieber auf Augenhöhe bleibe, suchte ich mir eine Beschäftigung, die allen nützt und saß schließlich den ganzen Tag an der Nähmaschine.
Was für ein schöner Job!

Dienstag, 15. Juni 2021
Einsatz in Cottbus.
…nun komm ich noch zweimal und dann nimmer mehr.
Um der Sentimentalität Herr zu werden, stürzte ich mich in die Arbeit und achtete darauf, dass keine Pausen entstanden. Es war genug zu tun und ich hatte Erfolge. Das ist manchmal nicht so einfach, schließlich arbeiten wir mit Menschen. Nach acht Stunden ohne aufzuschauen, war plötzlich alles fertig, was ich für diesen Tag geplant hatte. Der Kollege im Büro gegenüber versank noch im Aktengewirr auf seinem Schreibtisch, weil er zu vielen Dingen überhaupt erst kommt, wenn der Arbeitstag vorbei ist. Ich konnte nicht anders, ich packte mit an. Anderthalb Stunden später hatten wir es geschafft. Es ist schon wirklich so, dass er mich dort brauchen würde.

Der Höhepunkt des Tages war der Spaziergang in die Innenstadt {sind von der Firma aus nur ein paarhundert Meter} und das Abendessen beim Italiener. Im Freien, ohne Maske, ohne Impfausweis oder Test {obwohl ich einen dabei hatte}. Wir teilten uns ein Viertel Rotwein, weil wir später beide noch fahren mussten, und schwatzten die ganze Zeit über Musik. Hach ja.

Mittwoch, 16. Juni 2021
Am Vormittag meinte ein Teilnehmer, seit ich wieder da sei, habe er keine Sorge mehr um seine Zwischenprüfung, schließlich hätten im letzten Jahr nach meiner Vorbereitung alle die Prüfung mit Bevour bestanden. Es schnürte mir die Kehle zu, gerade mal, dass ich nicht losheulen musste.
Ja, der Job am Montag hat riesig Spaß gemacht. Ja, ich wollte den Job in TDO unbedingt, insbesondere den Festvertrag. Alles richtig. Und vernünftig obendrein. Aber diesen Job in CB hab ich sehr, sehr gern gemacht. Dass ich ihn jetzt aufgeben muss, tut ganz tief drinnen doch weh. Wenn doch nur der weite Weg nicht wäre!
Die Kollegen in der Lausitz tun ein Übriges, mir den Abschied schwer zu machen. Denen ist meine Arbeit wichtig. Sie achten mich, meinen Einsatz und meine Fähigkeiten.
Die "kleine" Chefin in TDO tut das auch. Sie hat wie eine Löwin darum gekämpt, dass ich nach TDO komme und hat letzten Endes gewonnen. Rein karrieremäßig ist dieser Vertrag aber ein Rückschritt {mehrere Schritte}. Daran kranke ich gerade etwas.

Donnerstag, 17. Juni 2021
Wieder daheim in Sachsen. Noch einmal Vertretung, wie schon am Montag. Es liegen ein paar Stoffberge neben "meiner" Nähmaschine. Mit jeder Naht kriege ich mich ein bissel wieder ein. Und dann kommt am Nachmittag die Kollegin und drückt mir eine CD in die Hand mit schönem Gruß von den Mädels aus dem Erdgeschoss. Feenmärchen. Ich hatte am Morgen dabeigestanden, als sie sich über ihre Träume unterhielten, einmal im Leben nach Irland zu fahren und hatte erwähnt, dass ich eine Märchentante bin. Und als ihnen dann etwas später die CD in die Hände fiel, haben sie sofort an mich gedacht. So lieb!

Zum Feierabend war es dann Janine, die mich wieder erdete. Wir hatten beide unsere Teilnahme am Strickpicknick im Park abgesagt. Aus unterschiedlichen Gründen. So konnte ich ihr eine Melone auf den Tisch packen…
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…aus der wir unseren berühmten Salat zauberten. Und nebenbei konnte ich ihr die Ohren volljammern.
Sie führte mir die Vorteile meines künftigen Jobs noch einmal deutlich vor Augen und meinte, es ist doch keine Schande, endlich mal ein wenig ruhiger zu Leben.
Recht hat sie.
Freitag, 18. Juni 2021
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Der dritte und letzte Vertretungstag. Ich habe viel geschafft und hatte Spaß daran.
Zum Feierabend daheim kamen ein paar nicht so schöne Dinge zu Tage. Die Junghexe hat Probleme, die sie nicht ernst nimmt und ich mache mir natürlich Sorgen. Dabei wird mir bewusst, dass ich niemanden habe, den ich in einer solchen Situation anrufen, bei dem ich mich mal aussprechen könnte. Janine will ich nicht schon wieder belasten, sie hat mir ja erst gesten zugehört und geholfen. Und meine anderen Freundinnen können mir aus verschiedensten Gründen nicht helfen. Katl nicht, Lili nicht und die Weinkönigin schon gar nicht. Nicht einmal Catrin, obwohl sie das gern tun würde. Das weiß ich.
Später ruft die Weinkönigin mich an und es hilft irgendwie doch, weil es mich zumindest von meinem Dilemma ablenkt. Und weil ich wieder zu dem Schluss komme, dass ich nicht der ganzen Welt helfen kann und auch nicht dafür verantwortlich bin, dass meine Familie glücklich ist. Die sind alle schon groß, sogar die Junghexe, denn zum Blödsinn machen ist sie ja auch groß genug.

Samstag, 19. Juni 2021
Ich habe etwas besser geschlafen als in der Nacht zuvor und bin erst seit 5:00 Uhr auf. {Die Nacht zuvor war ich bereits seit 0:50 Uhr wach.}
Die Waschfee hat bereits ihre Runden gedreht. Jetzt hänge ich gleich die Wäsche raus und dann mal sehen, was ich aus diesem schönen freien Tag mache.

Habt alle ein schönes Wochenende.

Samstagsplausch {12.06.2021}

Andrea lädt wie jeden Samstag zum Samstagsplausch ein. Nun werde ich mal versuchen, euch an meiner verrückten Woche teilhaben zu lassen.

Die Woche in einem Wort
Aufregend

Wochenrückblick
Wochenende, 05. und 06. Juni 2021
Ja, die Woche war aufregend im positiven Sinn. Am Wochenende zeigte sich das allerdings noch nicht. Am Samstag schnappte ich die Mutti, um wieder einen unserer Miniausflüge zu starten. Der führte uns nach Torgau, wo wir ursprünglich auf dem Markt Eis essen wollten. Vorher zeigte ich der Mutti meine neue Wirkungsstätte und sie war begeistert. Staunend wie ein Kind stand sie zwischen den Regalen und meinte: Für Kinder muss das doch das Paradies sein.
Sie: Wem gehört das denn alles?
Ich: Uns! Wir verschenken es.
Ich glaube, die Kleine Frau konnte das nicht so ganz fassen, denn es kam mal wieder die bekannte Äußerung: Aber das ist doch keine Arbeit.
Dazu sage ich nichts mehr. Ich glaube, für sie wäre es nur Arbeit, wenn ich im Steinbruch schuften würde. *lach*
Sie muss mein Leben nicht verstehen. Reicht, wenn ich es verstehe.
Als wir wieder heraus kamen, türmten sich dicke dunkle Wolken über der schmalen Gasse. Grund genug, auf das Eisessen zu verzichten, damit wir nicht in das Gewitter geraten.
Als das tatsächlich losbrach, waren wir längst wieder daheim. Es war immerhin so heftig, dass unser Keller geflutet wurde. Nur meinem fantastischen jungen Nachbarn verdanken wir es, dass kein Schaden entstand, da er noch in der Nacht den Keller wieder leergeschöpft hat.
Danke!
Auf WmdedgT habe ich verzichtet, was hätte ich groß schreiben sollen?
Für den Sonntag hatten wir einen Ausflug nach Bad Kösen geplant. Ich wollte die Mutti 10 Uhr abholen, quälte mich aber herum, weil ich seit dem Vortag schon heftige Rückenschmerzen hatte.
9:50 Uhr rief sie an: Kommst du?
Ähm, ja. Ich ziehe mich gerade ausgehfein an. Dauert bissel, weil mir alles weh tut.
Naja, ich dachte… weil doch das Wetter nicht gut ist… Vielleicht hast du dir ja gesagt, das sieht die Mutti doch selbst, dass wir bei solchem Wetter keinen Ausflug machen…
Ich wusste nicht, was es an dem Wetter zu beanstanden gab. Leicht bewölkt und 22 Grad. Aber wir ließen den Ausflug sein. Mir war es recht. So hatte ich mehr Ruhe, die Socken fertigzustellen, die ich am Montag verschenken wollte.
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Montag, 07. Juni 2021
Arbeit in TDO. Der Honorarvertrag ist schon wieder ausgelaufen. Ich gehe trotzdem hin. Außerdem hat der Chef aus L.E. angekündigt, dass er mir im Laufe des Tages meinen Festvertrag zusenden wird. Ich hatte ziemlich Bauchschmerzen deswegen, weil es am Freitag hieß, dass ich nur eine reduzierte Stundenzahl bekomme. Und wie es mit der Bezahlung aussehen würde, konnte mir keiner sagen. Die Chefin in TDO machte mich ganz hibbelig, so dass ich gefühlt alle 5 Minuten meine Mails checkte. Was ich nicht zugab, sich aber in meinem Kopf schon manifestiert hatte: Ich würde den Vertrag ablehnen! Ganz einfach, weil ich unter einer bestimmten Einkommensgrenze damit nicht würde leben können. Genau das wollte ich dem Chef am Telefon sagen und dann am nächsten Tag nach CB fahren {Das stand sowieso fest.} und dort einen neuen Honorarvertrag ab Juli aushandeln. Mit der langen Fahrtstrecke hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits meinen Frieden gemacht.
Diese Entscheidung behielt ich vorerst für mich, weil ich der Chefin nicht weh tun wollte und weil ich sowieso Bauchschmerzen damit hatte. Aber hey, ich muss Geld verdienen und das muss zum Leben reichen.
Und dann, am frühen Nachmittag, kam der Vertrag! Und mir blieb der Mund offen stehen!
Einen besseren Vertrag konnte ich mir nicht wünschen.
Ich unterschrieb und fuhr noch am selben Nachmittag zum Leipziger Büro, um den Vertrag da abzugeben.

Dienstag, 08. Juni 2021
Noch habe ich einen Vertrag in CB zu erfüllen. Bis Ende Juni jeden Dienstag und Mittwoch. Es sei denn, der dortige Leiter ist so sauer, weil ich den Torgauer Vertrag unterschrieben habe, dass er mich gar nicht mehr sehen will. Ich meine, verstehen könnte ich ihn. Er hat Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um genug Aufträge heranzuholen, damit er mich wenigstens drei Tage die Woche einsetzen kann. Ich weiß, dass er mich gern für ganz nach CB holen würde. Er weiß, dass ich mich darauf nur mit Festvertrag einlassen kann, weil ich für einen jederzeit aussetzbaren Hororarvertrag keinen Wohnungswechsel in Kauf nehmen kann. Und nun muss ich ihm sagen, dass ich nur noch bis Ende Juni zur Verfügung stehe.
Ihr könnt euch vorstellen, dass ich wieder Bauchschmerzen hatte. Egal, wie ich mich entschieden hätte, einen musste ich enttäuschen. Das wiederum war mein Preis dafür, dass ich ab Juli überhaupt noch einen Job habe, denn das hätte auch ganz anders ausgehen können.
Und dann hat dieser Mensch so großartig reagiert. Er hatte wohl schon damit gerechnet, dass genau dieser Fall eintritt. Und er hatte volles Vertändnis für meine Entscheidung, so von wegen Spatz in der Hand.
Es wurden zwei wundervolle Arbeitstage in CB, an denen ich für meine "Schutzbefohlenen" viel erreicht habe. Auch wenn die ganze Zeit eine riesige Welle Sentimentalität mitschwang. Oder vielleicht gerade deshalb.
Mittwoch, 09. Juni 2021
Siehe Dienstag. Was soll ich weiter schreiben?

Donnerstag, 10. Juni 2021
Arbeit in TDO. Ich habe den Leuten dort mitgeteilt, dass ich nun ab Juli ganz bei ihnen sein werde. Die Antwort hat mich dann fast wieder umgehauen. Mit strahlenden Augen sagten sie mir, dass die Chefin ihnen das schon erzählt hatte und dass sie sich riesig freuen. Und zwar alle!
Gegen Mittag rief das Impfzentrum an, ob wir früher kommen können. Ich verabredete 16 Uhr und musste das nun auch der Mutti verklickern. Das war nicht so einfach. Am Ende klappte es aber ganz gut und ich schaffte es zwischendurch sogar noch zur Bücherei, wo ich zu meiner Freude auch noch meinen Lieblingsbibliothekar antraf.
Ganz früh noch vor der Arbeit habe ich jemandem gesagt, dass ich ihn brauche. In dem Moment fühlte sich das richtig an. Später dachte ich dann, ich hätte es wohl besser lassen sollen, erst recht, als auf dem Heimweg noch dieses Lied im Radio lief.
Für alle, die sich das Lied nicht extra anhören wollen: Es gibt da eine Textzeile …dass ich dich brauche, weil ich dich liebe… Naja.

Freitag, 11. Juni 2021
Einer meiner letzten freien Freitage. Den Füller habe ich wieder verpasst, weil ich zum einen noch ein paar unliebsame Dinge erledigen musste. Da war doch noch was mit dem Anwalt… und zum anderen, hach ja. Aus den Schmetterlingen wurden zwischenzeitlich Jagdbomber.
Dann kam der Sohn und baute meine Balkoninstallation. Super. Ich freue mich riesig und es ist auch gleich irgendwie wohnlicher, obwohl noch gar keine Pflanzen hochranken.
Später am Abend durchliefen die Jagdbomber eine Rückverwandlung zu Schmetterlingen. Hach. Warum ist denn das so schwierig? Ich weiß, weil Männer vom Mars kommen und wir Weibsen von der Venus. Sowas aber auch.
Der Stoppok weiß davon auch ein Lied zu singen.
162/365
Ich weiß, womit wir auf deinen Vertrag anstoßen, sagt der Sohn.
Nur er und vielleicht die Katl wissen, weshalb mir diese Flasche Wein etwas bedeutet. Csilla hätte es auch gewusst. Leider verstehe ich nur wenige Worte Ungarisch, deshalb habe ich mein Lieblingslied von Edda jetzt nicht gefunden. Macht aber nix, denn für mich klingt jeder Song von Edda, als würde ich ihn schon ewig kennen.
Ja, ich war glücklich in den Sommern, da zwischen Bükk und Mátragebirge.

Samstag, 12. Juni 2021
Ein seltsam durchwachsener Tag. Erst war alles gut und ich dachte, ich schreibe schnell den Plausch und unternehme dann was. Inzwischen ist Mittag vorbei. Wäsche hängt auf der Leine. Mir wird bewusst, dass der 12. ist und ich vermutlich kein Dutzend Fotos zusammenbekomme. Nicht mal ein halbes.
Vielleicht sollte ich aus den über eintausend Bildern, die ich heute ganz früh am Tage vom Handy auf eine Speicherkarte geräumt habe, ein paar auswählen. Schließlich habe ich mich heute mit ihnen beschäftigt und außerdem passen 972 davon zum Wein und zu Edda.

Habt ein feines Wochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {05.06.2021}

Bei Andrea wird geplauscht und auch ich will euch wieder von meiner Woche erzählen.
Die Woche in einem Wort
Durchwachsen

Wochenrückblick
Samstag, 29. Mai
Schon beinahe nicht mehr wahr, das Pfingstrosenfest in Nauendorf


Ich wollte euch noch mehr von diesem Ausflug erzählen, euch vorschwärmen, wie schön das war. Es war wirklich, wirklich schön. Im Moment fehlen mir aber die Worte. Die Tausend-Worte-Laber-Quassel-Quelle sprudelt gerade nicht so recht.

Sonntag, 30. Mai
Der Tag ist aus der Erinnerung verschwunden. Es gibt auch kein Foto. Dafür eine Notiz an mich: Unbedingt wieder jeden Tag ein Foto machen, als Erinnerungsanker!

Montag, 31. Mai
Arbeiten in TDO. Gismo zieht nen Flunsch. Das passt zur Stimmung, denn es gibt einige Aufregung. Ich entschließe mich, die Fahrt ans Meer abzusagen. Dafür sage ich einen weiteren Arbeitstag in TDO zu.

Dienstag, 01. Juni
Internationaler Kindertag.
Mein zusätzlicher Arbeitstag, an dem die Chefin von einer Beratung zur nächsten rast und an dem sich entscheidet, ob ich ab Juli diesen Job weitermachen darf. Inzwischen weiß ich, dass ich darf, wenn auch leider nicht zu den Konditionen, die mir ursprünglich in Aussicht gestellt wurden. Ich hab’s gewusst. War klar, da die direkte Chefin das leider nicht entscheiden darf. Sie kämpft immer noch um die besseren Konditionen für mich. Ob sie damit Erfolg haben wird???

Mittwoch, 02. Juni
Mein letzter freier Mittwoch. Natürlich fahre ich mit der Mutti auf den Markt. Als wir wieder im Auto sitzen, jammert sie:
Nun komme ich heute wieder nicht raus!
Ich: Aber wir sind doch draußen!
Sie: Najaaaaa…
Sie hätte auch sagen können: Das reicht mir nicht!
Es fällt mir immer schwerer, ihr etwas zu bieten, womit sie zufrieden ist. Und selbst wenn, hält das nie lange an, dann geht das Gejammer von vorn los. Ich kann sie nun mal nicht 24/7 bespaßen. Ich hab noch nen Job {worüber ich sehr froh bin} und auch noch ein ganz klein bissel ein eigenes Leben. Zumindest möchte ich das haben.
An diesem Mittwoch fahre ich einfach los, Richtung Mulde. Dann landen wir in Wurzen auf einem kleinen Markt, an dessen Rand ein paar Läden geöffnet haben, die wir mit Maske betreten dürfen, ohne einen negativen Test vorweisen zu müssen.
153/365 Die Mutti findet ein paar Teile, die sie kaufen kann und ist für diesen Tag erst einmal zufrieden.
Ich schwöre: Ich übe das Nein-Sagen. Wirklich!

Donnerstag, 03. Juni
Arbeiten in TDO. Wir räumen mein künftiges Büro um. Es ist winzig, aber nach der Räumaktion wirkt es viel geräumiger. Das freut mich. Vielleicht können die Männer in der Holzwerkstatt bei Gelegenheit noch ein Regal für meine vielen Ordner bauen.
Am Nachmittag eile ich heim, weil der Sohn endlich meine Balkoneinrichtung bauen will. Wenn das diese Woche wieder nichts wird, brauche ich es in diesem Sommer nicht mehr. Da sollten nämlich Pflanzen hinein, aber im September muss ich die dann nicht mehr pflanzen.
Könnt ihr es euch denken? Richtig, es ist nichts geworden. Angefangen ja, dann musste er "nur kurz" weg. Er kam auch wieder, allerdings viel später, als vorhergesagt und musste dann auch gleich wieder los.

Freitag, 04. Juni
Ein blöder Tag.
Ich muss eine komplette Bewerbung schreiben, mit Anschreiben, Zeugnissen und Lebenslauf. Ich arbeite seit elf Jahren für diese Firma, alle Unterlagen liegen dort seit Jahren vor, aber für den Auftrag in TDO brauche ich eine Bewerbung. *kopfschüttel*
Ich habe sie dann so formuliert, als würde der Leipziger Chef mich nicht seit elf Jahren kennen und als wäre die Firma, die ich als Referenz anführe nicht die eigene. Alles sehr offiziell. Ist ne gute Bewerbung geworden. Allerdings, als ich sie fertig hatte, ausgedruckt und unterschrieben, versagte mein Scanner und ich habe ewig damit zugebracht eine halbwegs ordentliche PDF zustande zu bringen. Sowas nervt.

Samstag, 05. Juni 2021
Ich habe gesehen, dass ich noch zwei weitere Kommentare zum letzten Samstagsplausch bekommen habe. Vielen Dank dafür. Überhaupt danke ich euch, die ihr hier lest, was ich so alles erlebe. Ist ja zumeist ein ziemliches Chaos. *hüstel*
Heute ist ja auch noch der 5. und so wird es am Abend dann auch noch WmdedgT bei Frau Brüllen geben. Deshalb werde ich mal sehen, was ich jetzt so machen kann, damit ich am Abend etwas zu schreiben habe.
Habt ein schönes Wochenende
eure Mira