Samstagsplausch {13.01.2024}

Wochenrückschau
Montag, 08. Januar 2024
Tag der Blockaden. Am Abend habe ich mit dem Sohn Muttis Kleidung durchgesehen, die wir an verschiedene Kleiderkammern geben. Sie hatte so viele schöne Kleidung, aber wir können nichts davon nutzen, weil weder meine Schwester, noch ich hinein passen. Mutti hat sowohl mein erstes Kleidchen aufgehoben, als auch das meiner Schwester.
Dienstag, 09. Januar 2024
Zum Feierabend war ich in der Bücherei. Man hatte mir zwei Bücher von Patrick Rothfuss reserviert. Danach war ich, stellt euch mal vor, bei Katl zum Tee eingeladen. Sie hatte diese Idee und ich fand es gut. Es fühlte sich richtig an. Im Nachhinein dachte ich, ich habe mich vielleicht blöd benommen. Ich habe ihr so vom Jenaer vorgeschwärmt. Hoffentlich habe ich ihr damit nicht weh getan.
Mittwoch, 10. Januar 2024
Stricktreffen im Café Grundmann. Ich habe mich schön mit Gloria unterhalten, dann auch mit Beate, die von ihrer Mutti erzählte, ich von meiner. Wir haben beide ein wenig geweint.
Dann kam Romy. Diesmal hat sie mich endgültig mit ihrer 10-Stich-Blanket "infiziert". Ich habe sie gleich am nächsten Morgen angestrickt, noch vor dem Weg zur Arbeit.
Donnerstag, 11. Januar
An diesem Abend fand das Gedenkkonzert für Lutz Heinrich statt. Ich fühlte mich außerstande, gedrückt von meiner eigenen Trauer, dort hinzugehen. Die Hexe wollte das aber unbedingt. Sie ging allein und ich bin sehr, sehr froh über meinen Musikerfreundeskreis. Sie haben mein einsames junges Mädel nämlich unter ihre Fittiche genommen, mit an ihren Tisch geholt und sozusagen in ihren Kreis aufgenommen und was Lutz ihr vor einem Jahr versprochen hatte, wird, seinem Wunsch gemäß, nun Mario umsetzen.
Freitag, 12. Januar
Ich hatte etwas außer Acht gelassen, dass der 12. war und demzufolge etwas spät mit den Fotos des Tages begonnen.
Am Nachmittag fuhr ich dann nach Jena. Etwas zwiegespalten. Das bin ich derzeit immer. Ich dachte, ich führe lieber heim, um mich einzuigeln. Andererseits wollte ich nicht noch so ein depressives Wochenende erleben, wie das letzte. Der Schatz hat sich so gefreut, dass ich doch hergefahren bin.
Heute
Nachher mache ich die beiden Lachsrollen fertig. Die nehmen wir dann am Abend mit ins Kunstwerk. Im Moment habe ich das Gefühl, dass ich die Veranstaltung nicht gut aushalten werde. Aber vielleicht wird das ja noch. Ich habe ja noch ein paar Stunden Zeit, mich an den Gedanken zu gewöhnen.
Jetzt komme ich mit diesem Eintrag erst einmal zu Andrea und wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

Samstagsplausch {06.01.2024}

Den ersten Samstagsplausch im neuen Jahr möchte ich mir nicht entgehen lassen, auch wenn ich vielleicht kaum etwas zu erzählen habe. Bei Andrea habe ich schon gelesen. Sie fragt, was uns glücklich macht. Bei mir sind es viele Kleinigkeiten, die leider nicht mehr selbstverständlich sind. Blumen am Wegesrand zum Beispiel oder ein gutes Gespräch. Im Moment, also konkret heute schwappt leider eine große Traurigkeit über meinen Tag hinweg, so dass ich mich nachher wahrscheinlich mit ein paar Filmen ablenken und an den Ufo-Socken stricken werde, weil ich etwas anderes vermutlich nicht fertig bekomme. Mein größtes Glück im letzten Jahr war meine Begegnung mit dem Jenaer. Und was er mir wünschte, als wir auf den neue Jahr anstießen. Ein gutes Jahr, ein gemeinsames. Das hat mich sehr glücklich gemacht. Ebenso unser Neujahrsausflug. Das Gewässer, das da im Hintergrund glitzert, ist ein Arm der Peene, die fröhlich durch das Land mäandert.
Am zweiten Januar fuhren wir weg vom Meer, am dritten war ich dann wieder in der Firma. Am Abend schrie mich der Schwager an, er wäre spontan mit zum Bestattungsinstitut gekommen und hätte dort mit der Faust auf den Tisch gehauen, damit wir einen früheren Termin bekommen. Aber wir sind dazu ja zu dämlich. Was für ein empathieloses A…. Zum Glück ist er ja nur der Schwager. Ich vermute, dass wir ihn hier nicht mehr zu Gesicht bekommen, wenn nichts mehr zu holen ist. Meine Schwester ist zum Glück ganz anders, auch wenn sie unter seinem Pantoffel steht. Sie ist mir hier jederzeit willkommen. Er nicht.
Ein wunderbares Gespräch hatte ich mit meiner Nichte. Das werden wir unbedingt wiederholen. Öfter.

Heute
Wie gesagt, es geht mir nicht gut. Seelisch. Zum Glück liegt nichts weiter an, als nachher mal loszugehen und Gemüse zu kaufen. Mal sehen, was es feines gibt.

Samstagsplausch {30.12.2023}

Die letzte Woche des Jahres 2023
Ich werde euch nicht viel von dieser Woche berichten.
Die Weihnachtstage nutzte ich, um zur Ruhe zu kommen und mich von meiner kurz vor Weihnachten eingesammelten C-Erkrankung zu erholen. Das gelang recht gut und ich dachte, ich könnte einen recht glücklichen Wochenrückblick schreiben. Doch dann kam am Morgen des 2. Weihnachtsfeiertages der Anruf: Die kleine Frau ist eingeschlafen.

Mein wundervoller Sohn sagte, er werde sich um alles kümmern und schickte mich ans Meer. Es nutzt mir nichts, wenn du hier zusammen klappst. Lass den Wind deine traurigen Gedanken wegpusten.
Er bestand jedoch darauf, dass ich den Jenaer mitnehme, weil er keinesfalls wollte, dass ich ganz allein bin.
Nun bin ich hier und die Ablenkung funktioniert einigermaßen. Der Jenaer kümmert sich rührend um mich und mit dem Sohn telefoniere ich täglich.

Kommt alle gut ins neue Jahr. Dann lesen wir uns wieder bei Andrea

Samstagsplausch {23. Dezember 2023}

Der letzte Samstagsplausch
… in diesem Jahr. Ach nein, der vorletzte. Ob ich aber den letzten schreiben werde oder überhaupt schreiben kann, weiß ich noch nicht. Sollte ich mich am 27. Dezember halbwegs fühlen, würde ich mich nämlich auf den Weg ans Meer machen. Und dort bliebe mir zum Plauschen wieder nur das Handy. Weiß noch nicht, ob ich das will.

Und was war los, diese Woche?

Montag, 18. Dezember
Mein erster Arbeitstag. Ich habe hier etwas mehr darüber geschieben.

Dienstag, 19. Dezember
Auch für diesen Tag gibt es ausführliche Notizen

Mittwoch, 20. Dezember
Da hatte es sich schon wieder ausnotiert. Es war der einzige Tag der woche, an dem ich wirklich mal direkt Feierabend machen konnte. Dachte ich und verschob deshalb meinen Besuch im Schnickschnack-Laden. So dringend war das nicht.
Kaum dass ich daheim war, klingelte des Telefon. Jemand aus der WG. Dort sei die Krätze ausgebrochen und die Angehörigen der betroffenen Bewohner sollten möglichst jeden Tag kommen, die Bettwäsche abholen und daheim waschen. Man hat ja sonst nichts zu tun. Na klar, für meine kleine Mutti mache ich das natürlich, aber hey, was sind denn das für Zustände? Die Mutti hat ihr Leben lang noch nie die Krätze gehabt, nicht mal in den schwierigen Kriegs- und Nachkriegsjahren. Die arme kleine Frau.
Der Jenaer meinte allerdings, ich solle mich nicht verrückt machen. Er habe jahrelang im Kindergarten gearbeitet und sich alles, was dort krabbelte und kräuchte, eingefangen.
Na, wirklich beruhigt hat mich das nicht. Schließlich ist die WG eine geschützte Einrichtung. Ich frage mich, wer das da hinein schleppt.

Donnerstag, 21. Dezember
Am morgen kam Entwarnung aus der WG. Die Mutti ist nicht betroffen. Also brauche ich keine Wäsche zu wechseln. Sehr gut, denn seit dem Vormittag ging es mir elend. Eine dicke Erkältung machtge sich breit. und hatte mich so fest im Griff, dass ich sogar vergaß, den Schatz zurüchzurufen. Als er anrief, war ich noch 10 Minuten vor zu Hause entfernt und versprach den Rückruf. Dann musste ich aber zuerst ins Bad und schlief dort schon fast ein. So schleppte ich mich auf mein Sofa, kippte um und schlief bis 2 Uhr nachts. Sieben Stunden am Stück. Das kenne ich gar nicht mehr.

Freitag, 22. Dezember
Der letzte Arbweitstag für dieses Jahr. Ich weiß nicht genau, wie ich ihn überstanden habe. Mit einer Kanne Salbeitee und einer heißen Suppe ging es irgendwie. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, die Mutti abzuholen, durch die Gegend zu fahren und vor allem, sie zu pflegen, denn das wäre auf mich zugekommenm, da sich ihr Zustand nach dem Krankenhausaufenthalt deutlich verschlechtert hat. Sie wusste gar nicht mehr, dass wir wegfahren wollten. War jedes Mal, wenn ich sie daran erinnerte, sehr estaunt und fragte, warum wir das überhaupt tun sollten. Nun gut. Ich gab also in der WG Bescheid, dass ich sie nun doch nicht abholen kann. Traurig bin ich darüber, denn ich wollte ihr noch ein schönes Weihnachten bescheren.
Aber wenn mir die Kraft fehlt, mich um sie zu kümmern, wäre es ja doch kein schönes Weihnachten geworden.

Heute
Unendlich langsam habe ich meine Taschen gepackt, um nachher doch noch ins Hotel zu fahren. Dort kann ich für ein paar Tage die Füße unter den Tisch stecken, muss nicht kochen und nicht abwaschen und kann in meinem Hotelzimmer in aller Ruhe stricken. Und allein in der Gegend herumwanderen. Und gerade habe ich nochmal getestet, nur noch ein Strich! Also kann ich auch in den Urlaub fahren. Masken nehme ich natürlich mit, denn auch einen "harmlosen" Schnupfen möchte ich niemandem aufhalsen.

Euch allen wünsche ich ein geruhsames besinnliches Weihnachtsfest.
Lasst euch von nichts und niemandem stressen und genießt die Zeit.
Eure Mira

Samstagsplausch {16. Dezember 2023}

Guten Tag liebe Plauscherinnen.
Heute wird das wohl wieder eine kurze Wortmeldung meinerseits, denn ich habe seit Donnerstag Besuch und heute wird der Haupttag. Dennoch möchte ich mich gern in Andreas Plauderrunde einreihen und berichten, was diese Woche so los war.
Montag, 11. Dezember
Ich fuhr am frühen Vormittag von Jena weg. Sehr, sehr ungern, aber es half ja nix. Unterwegs fiel ich beim Möbelschweden ein und dann erreichten mich doch wieder Nachrichten aus OZ. Ich bekam es zum Glück hin, das Drum-Kümmern zu delegieren. Dann erreichte mich ein Anruf des Jenaers, dem wieder eingefallen war, wonach ich ihn neulich gefragt hatte. Es wurde ein sehr langes {und sehr schönes} Gespräch. Dann fuhr ich endlich weiter nach Hause. Dort schrieb ich meinen Montagsstarter und starte danach nochmal zum Sohn. Die SchwieTo hatte Langosh gemacht. So lecker. Wie auf dem Weihnachtsmarkt. Nur deutlich preiswerter. Das werde ich demnächst auch mal machen.
Just an dieser Stelle…
…klopfte es an meiner Zimmertür und der Sohn kam herein. Wie hab ich mich gefreut!!! Und die kleine SchwieTo war auch da. Wir tranken einen Kaffee zusammen. Der Sohn probierte meinen Malzkaffee, den ich neuerdings dem Bohnen-Gebräu vorziehe.
Es waren schöne Gespräche über Pläne und dies und das. Als sie wieder loszogen, wurde es Zeit, das Wichtel für die Mutti zu verpacken und mich fertig zu machen, um zur Weihnachtsfeier in die WG zu gehen. Meine Schwester traf Entscheidungen. Ich sitze neben Mutti. Ich sehe sie doch so selten! Für mich selbst war dann kein Platz mehr an der Kaffeetafel. Ich saß abseits in einer Ecke.
Nächste Enscheidung: Ich bringe sie jetzt in ihr Zimmer. Sonst schläft sie noch am Tisch ein!
Warte doch mal. Jetzt sollen gerade die Wichtelpäckchen verteilt werden.
Das ist mir jetzt egal. Ich will nicht, dass sie hier einnickt. Ich bringe sie jetzt weg.
Und so wurden die Päckchen eben ohne meine Kleine Frau verteilt.
Diese hat meine Schwester später auf Muttis Zimmer ausgepackt und ihr gezeigt. Und sie dachte dann, dass ich ihr gar nichts mitgebracht habe. Egal, morgen weiß sie das wahrscheinlich nicht mehr.
Und dann musste meine Schwester unbedingt nach draußen. Ihr war zu warm. Sie ningelte wegen diesem und jenem und ich musste mit. Die Mutti hat mich aber auch fortgeschickt. Sie wollte schlafen. Ja gut, dann gingen wir eben.
Auf dem Rückweg trafen wir uns mit dem Schwager beim Asia-Stand und nahmen Abendessen mit nach Hause. Da brauchte ich wenigstens nicht zu kochen. Lecker war es. Teuer auch.

Nochmal zurück zum Wochenrückblick
Dienstag, 12. Dezember
!2. Dezember? Da war doch noch was!
Genau, die 12 von 12 bei denen ich nur auf 8 Fotos kam. Dafür gab es ein wichtiges Gespräch. Fein.

Mittwoch, 13. Dezember
Es gab Geschichten am Spinnrad in der Auwaldstation.

Donnerstag, 14. Dezember
Schwester und Schwager trafen ein. Ich kochte asiatisch. Ob es geschmeckt hat, weiß ich nicht. Also, mir schon.

Freitag, 15. Dezember
Die Schwester war mit ihrer Schulfreundin verabredet. Ich fuhr mit dem Schwager mit zum Werksverkauf nach Wurzen Jaja, Werbung unbeauftragt, unbezahlt.
Wieder daheim war ich irgendwie kaputt, aber während die zwei sich bei Kaffee im Wohnzimmer entspannten, hatte ich zu kochen. Wie schon tags zuvor: Mir hat es geschmeckt.

Heute
Das habt ihr oben schon gelesen.
Ich sehne mich nach Natur.

Samstagsplausch {09. Dezember 2023}

Guten Morgen
Es ist 6:30 Uhr und ich sitze im Mädchenzimmer und versuche, meine Woche zusammen zu fassen. Vorher überlege ich, ob ich nicht doch in die Küche wechseln soll, damit ich mir einen Kaffee ☕️ machen kann. Hm.
Die Woche war seltsam.
Montag, 4. Dezember
Am frühen Vormittag fiel das WLAN aus. Man sollte es nicht für möglich halten, wie sehr das auf meine Stimmung drückte. Das seltsamste aber war, als es endlich wieder funktionierte, Tage später, habe ich es gar nicht genutzt. Aber es war ein gutes Gefühl es nutzen zu können, wenn ich denn wollte. Ich hab nen Knall, oder? 😂
Dienstag 5. Dezember
Nicht mein Tag, zumindest am Anfang nicht, als ich wegen des immer noch ausgefallenen Internets meine WmdedgT mit dem Handy schreiben musste.
Besser wurde es, als ich die Hexe abholte und mit ihr im Lager mein Spinnrad holte.
Mittwoch, 06. Dezember
Nikolaustag. Wenn es dazu nicht -zig Meldungen bei WhatsApp und Instagram gegeben hätte, wäre das an mir vorbei gegangen. Ich war den ganzen Tag unterwegs. Zuerst gab es Märchen in einem schönen Kaminzimmer bei munter prasselndem Feuer. Das ist so genau meins. Balsam für die geschundene Seele. Wegträumen in eine verwunschene Welt.
Danach musste ich mich der chaotischen Alltagswelt stellen und in ein großes Einkaufscenter fahren, weil es genau dort einen Telekom-Shop gab. Zum Glück begleitete mich die Hexe, sonst wäre ich wahrscheinlich auf halbem Weg umgekehrt. Zum Glück wurde ich dort im Shop sehr gut bedient und beraten. Das half mir weiter. Und am Abend war dann plötzlich auch das WLAN wieder da.
Noch später am Abend rief Damaris an. Sie hätte Perücken für mich und ich solle mich verkleiden, schließlich müsse man den Besuchern des Weihnachtsmarktes etwas bieten. Man könne nicht einfach an seinem Stand stehen und etwas verkaufen wollen. Das ginge ja GAR NICHT.
Ähm, was tatsächlich nicht geht, ist das Chaos, das diese Frau um sich herum verbreitet. Nicht für mich, nicht in meiner derzeitigen Verfassung. Ich musste grantig werden, bis sie akzeptierte, dass ich da nicht mitmache, nicht mitmachen kann.
Donnerstag, 07. Dezember
Ruhetag. Den brauchte ich. Viel konnte ich nicht tun an diesem Tag. Da ich nun definitiv nicht zum Weihnachtsmarkt fahren würde, ließ ich die Fertigstellung der Lichtfänger erst einmal bleiben. Lieber strickte ich noch ein paar Patches an die Decke, da ich mich ja nun entschlossen hatte, mindestens noch zwei Reihen mehr zu stricken.
Freitag, 8. Dezember
Arztbesuch am Nachmittag. Ich bleibe noch eine Woche daheim. Wir werden einen Psychologen hinzuziehen. Vielleicht eine Therapie zur Unterstützung, vielleicht im nächsten Jahr auch eine Reha. Mal sehen.
Ich wollte nicht mehr, als mich an meinen lieben Menschen kuscheln und für ein Wochenende alles von mir fern halten.
Da kam der Anruf aus der WG. Sie haben die Mutti ins Krankenhaus geschickt, weil sie gestürzt war und über Schmerzen im Knie klagte. Das hatten wir alles schon mehrfach. Wir haben nie ein Krankenhaus gebraucht. Allerdings hatten wir die Mutti immer zu Hause und ich habe mich um sie gekümmert. Da lehnen die Pfleger die Verantwortung ab.
Die Ärztin aus dem KH rief über den Abend noch ein paarmal an. Sie hat sie viel Mühe mit meiner kleinen Frau gemacht und meinte, es wäre nichts. Weder an den Knien, noch an den Füßen. Das einzige, was sie gefunden haben, ist ein Wirbel, der nicht so ganz in Ordnung ist. Das ist aber eine alte Verletzung, die verheilt ist. Man könnte das wohl operieren, aber ob das ratsam ist??? Letzten Endes bestätigte sie meine Meinung, dass mir die bei einer mehr als 90-Jährigen die Risiken einer OP zu hoch sind, zumal es für diesen Wirbel auch andere Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Heute
Ich habe natürlich kaum geschlafen, weil ich mir Sorgen um die Mutti mache. Das versteht ihr sicher. Auch frage ich mich, ob es richtig war, mich gegen die OP zu entscheiden. Ich weiß aber, dass die Mutti selbst das auch nicht wollen würde. Und der Sohn, den ich natürlich gester gleich angerufen habe, meinte auch gleich Nein, keinesfalls. Sie wacht uns womöglich nicht mehr auf. Hm. Jedenfalls will er nachher in der WG ein paar Sachen abholen und ins Krankenhaus bringen. Und die Ärztin will heute auch wieder anrufen, wie es nun weitergeht.
Und ich? Gehe jetzt doch mal in die Küche, Kaffee machen.
Vorher bringe ich noch diesen Eintrag zu Andrea und wünsche euch allen ein schönes und entspanntes Adventswochenende.
Eure Mira

Samstagsplausch {02. Dezember 2023}

Mir ist da was aufgefallen
Neulich habe ich etwas gesucht, was nicht in meinem dicken Kalender vermerkt war. Also schaute ich hier im Blog nach. Und dabei stellte ich fest, dass ich sowohl bei meinen Notizen, als auch bei den Rückblicken {Samstagsplausch} nachlässig geworden bin.
Mal vermerke ich das Datum, leider ohne Wochentag, ein andermal stehen da die Wochentage, leider ohne Datum. Wie soll man sich denn da zurechtfinden, wenn man etwas sucht? Ich habe durch Zufall heute gesehen, dass ich das noch 2022 viel ordentlicher vermerkt habe mit Datum und Wochentag. Da werde ich mich wohl mal ein bissel zusammennehmen müssen und meine Aufzeichnungen hier vollständiger gestalten.
Wie ist das bei Euch? Nutzt ihr euer Blog auch gelegentlich zum Nachschlagen? Da war doch dieses Konzert im letzten Herbst, aber wann genau? oder Wir waren doch im Sommer an diesem See, wie hieß der denn noch gleich? Kennt ihr das? Blättert ihr auch in euren Blogs herum, wenn ihr etwas nochmal genau wissen möchtet. Oder einfach auch so? Ich mache das gern. Zum Beispiel lese ich, wenn ich WmdedgT oder 12 von 12 schreibe, immer nochmal die Einträge im jeweiligen Monat vergangener Jahre. Das mache ich auch gern bei Euch, dass ich "alte" Beiträge nochmals lese. Ich bin, glaube ich zumindest, keine Ewig Gestrige, aber in Erinnerungen schwelgen finde ich schön.
Und damit das mit den Erinnerungen auch weiterhin funktioniert, fasse ich jetzt erst einmal meine vergangene Woche zusammen. MIT Datum.

Was für Tage!
Montag, 27. November
Der Arbeitstag war ermüdend, aber halbwegs in Ordnung. Auch wenn ich erst eine Stunde nach dem offiziellen Feierabend aus der Firma kam. Kaum war ich daheim, rief der Jenaer an, der wissen wollte, ob ich gut daheim gelandet war. Der Anruf tat mir gut. Zwischendrin klingelte der Sohn an, den ich dann zurückrief, weil ich mit ihm Verschiedenes besprechen wollte, auch wegen der Oma und der Weihnachtsdekoration für ihr Zimmer. Kaum war dieses Gespräch beendet, meldete sich der Jürschn. Er ist zur Kur und langweilt sich. Als dieses Gepräch zu Ende war, war es mittlerweile nach 20 Uhr und ich hatte keine Lust mehr, noch etwas zu kochen. Also nahm ich mir ein Brot und verzog mich mit dem Strickzeug auf die Couch. Weit kam ich mit der Strickerei leider nicht.
Dienstag, 28. November
Nach einer Nacht, in der ich wieder stundenlang keinen Schlaf gefunden hatte, überlegte ich schon, ob ich auf mein Pflichtbewusstsein hörte und zur Arbeit fuhr oder ob ich auf meinen Körper und meine Seele hören und zum Arzt gehen sollte.
Ihr könnt es euch denken, ich entschied mich für die Arbeit, weil ich mir wieder einredete, dort gebraucht zu werden. Nun hatte es in der Nacht das erste Mal in diesem Winter auch in der Leipziger Tieflandsbucht geschneit und die Straßenverhältnisse waren entsprechend mies. Die Straßendienste funktionierten wie immer, wenn es im Winter plötzlich und unerwartet schneit, nämlich gar nicht. Und das Verhalten der Autofahrer war entsprechend. Ich brauchte für meine 65 km geschlagene zweieinhalb Stunden. Immerhin war ich dort, bevor die Kollegen eintrafen. Das war schon mal was.
Zum Feierabend wollte ich eigentlich zur Mutti. Ich hatte Pfefferkuchen und Mandarinen für sie dabei. Leider brauchte ich für den Heimweg zwar keine zweieinhalb Stunden aber doch deutlich länger als sonst und war außerdem schon wieder völlig geschafft, als ich in unserem Ort ankam. So fuhr ich eben nicht zur Mutti, sondern direkt heim, wo ich noch einen Parkplatz vor dem Haus ergatterte. Das war wichtig, weil ich wieder eine Menge Kram aus der Firma mitgebracht hatte {Wolle beispielsweise}. Bevor ich das Auto ausräumen konnte, musste ich aber erst einmal fix ins Bad. Doch auch dazu kam es erst einmal nicht, denn noch im Hausflur klingelte mein Telefon.
Die Freundin einer Freundin: Wir brauchen dringend deine Hilfe!
Ach?
Ja, du weißt doch, dass wir uns für den Weihnachtsmarkt in deinem Ort angemeldet haben…?
Freilich wusste ich das. In früheren Jahren war ich dort oft mit meinem Spinnrad und einem kleinen Wollestand. Diesmal hatten sie sich da angemeldet und zwei Spinnerinnen und zwei Wollestände braucht der kleine Markt eher nicht. Also ließ ich es bleiben. Unter uns: Ich hätte es wohl auch kaum geschafft, den Markt ordentlich vorzubereiten. Ihr wisst ja, wie gestresst ich in der letzten Zeit war {und nochimmer bin.}
Naja, die E. war jetzt krank und fühlt sich immernoch schlapp. Sie kommt nicht mit. Und ich kann nicht spinnen. Aber wir sind ja nun mit Spinnrad angemeldet. Und da wollten wir dich fragen, ob du mal für ein paar Stunden kommst und für uns spinnst.
Als ich NEIN sagte, war sie hörbar geschockt. Auf die Idee, dass ich ablehnen könnte, war niemand gekommen.
Soll ich euch was sagen? Es fühlte sich gut und richtig an.

Mittwoch, 29. November
Die SchwieTo hat Geburtstag. Wir hätten auch Stricktreffen im Grundmanns gehabt und auf die Mädels hatte ich mich gefreut. Aber meine Arbeitstage schaffen mich und die Fahrerei obendrein. Und wie einige von euch schon geschrieben haben: Das klingt nach Überforderung. Und so fühlt es sich auch an. So sagte ich meine Teilnahme ab.

Donnerstag, 30. November
Ich zog die Notbremse, hatte ich doch das Gefühl, dass gar nichts mehr ging. Ich zog mich in Ruhe an und machte mich auf den Weg zum Doc. Die Schwester am Empfang grummelte ein wenig, warum ich denn nicht angerufen hätte, nun müsse ich länger warten. Mir machte die Wartezeit nichts aus. Im Gegenteil, sie trug zur Entschleunigung bei. Schließlich hatte ich in dieser Zeit nichts anderes zu tun.
Schlimm wurde es erst nach dem Arztbesuch, weil ich nun meiner Chefin wieder beibringen musste, dass ich für eine weitere Woche ausfalle. Warum habe ich nur ein schlechtes Gewissen? Ich markiere doch nicht. Es geht mir wirklich nicht gut. Es ging mir auch den Rest des Tages nicht gut. Ich möchte meine angeschlagene Psyche wieder in den Griff bekommen. Schließlich will ich noch etwas vom Leben haben und nicht nur ängstlich daheim sitzen und mich nicht auf die Straße getrauen, wie es am Donnerstag war und wie es auch schon oft in der letzten Zeit der Fall war. Angeschlagen bin ich schon. Ich möchte nicht, dass das schlimmer wird. Schließlich muss ich mir für kommenden März einen neuen Job suchen. Da kann ich nicht als Wrack ankommen, nur weil ich auf eine Firma Rücksicht genommen habe, die mich ihrerseits "in den Hintern tritt".

Freitag, 01. Dezember
Ich habe keinen Adventskalender. Ich hatte auch leider keine Muße, eine Geschichte zu schreiben. Anfänge gab es, aber mir wollte kein Plot einfallen.
Immerhin schaffte ich es, mich am Freitag endlich aufzuraffen und zu Mutti zu gehen. Meine Tochter! rief sie erfreut, Guckt mal, meine Tochter ist da!
Ach, die kleine Frau. Über meine Wintergebamsel freute sie sich. Auch über die Pfefferkuchen und frische Mandarinen. Sie fragte -zig mal nach der Weihnachtsreise und wollte dann wissen, ob mich ihre Fragerei nervt. Nein, sie nervte nicht. Kein bissel.

Heute
Ich bin schon wieder in Eile. Und warum? Weil mir Leute, die ihre Arbeit nicht so machen, wie sie versprachen, zusätzliche Aufgaben aufhalsen.
Als die Mutti in die WG zog, sollten wir bei ihrem Hausarzt ein Rezept für Inkontinenzmaterial holen. Das verzögerte sich ein wenig, weil der Arzt zu diesem Zeitpunkt krank war und das Rezept nicht unterschreiben konnte. Bei einer der vielen Beratungen eine Woche nach Muttis Einzug, brachte ich dies zur Sprache und der Teamleiter meinte, er habe den Arzt im Hausflur gesehen {die Praxis ist eine Etage unter der WG angesiedelt} und er werde das Rezept morgen abholen. Wieder eine Woche später bekam ich einen Anruf der PDL, die bei jener Beratung federführend gewesen war, die Pantys seien alle und ich solle heute noch neue vorbeibringen und mich endlich um das Rezept bemühen. Als ich sie an die Zusage des Teamleiters erinnerte, meinte sie, ach, na eben und wollte sich kümmern. Noch eine Woche später unterhielt ich mich mit einer Pflegerin, die mir erzählte, das Rezept sei jetzt da, allerdings nur bis Jahresende, weil es dann im neuen Jahr eines gäbe für ein ganzes Jahr. Das ist mittlerwele rund 3 Wochen her. Und gestern meinte der Pfleger, die Pantys seien alle und ich solle dringend heute noch neue besorgen. Als ich ihm sagte, ich wolle lieber noch bei Mutti sein und nicht gleich wieder losrennen, meinte er, er ließe sich für die Nacht was einfallen, wenn ich dann heute früh gleich käme. Da sei im übrigen auch die Pflegerin da, die für die Bestellung zuständig sei. Die könnte ich dann gleich fragen, wieso das nicht längst geschehen sei.
Das werde ich tun. Ich weiß, dass diese Menschen viel um die Ohren haben und man da schon mal was vergessen kann. Und ich bin denen auch nicht böse oder so. Aber nach nunmehr fast 2 Monaten, die die Mutti nun schon dort wohnt, sollte es sich langsam mal einschleifen. Zumal sie das Rezept haben und ich somit die Pantys, die ich beschaffe, selbst bezahlen muss. Für die Mutti mache ich das natürlich gern. Ich würde mir aber wünschen, dass der Pflegedienst all seine Arbeiten ordentlich ausführt, zumal man es versprochen hatte und ich für diese Zusatzleistungen auch bezahle. 25 Euro extra im Monat sind mir nicht zu viel, wenn sie sich kümmern. WENN sie sich kümmern.
Jetzt kümmere ich mich erst mal wieder. Nutzt ja nix.

Wann…
… ich den Jenaer wiedersehe, steht in den Sternen. Er hat das ganze Wochenende Termine, von denen ich hoffe, dass sie nicht allzu kraftraubend sind. Es sind schöne Termine, aber kräftezehrend sind sie vermutlich trotzdem. Letzten Sonntag hat er mir zwei Mistelzweige geschenkt. An ihnen erfreue ich mich nun. Am Sonntag hatte ich sie über uns gehalten und ihn geküsst. Wie war das noch gleich mit dem Kuss unter dem Mistelzweig?
Jaja.
Nun verlinke ich diesen Beitrag bei Andrea und dann muss ich eilen, eilen.
Habt ein schönes erstes Adventswochenende.

Samstagsplausch {25. November 2023}

Guten Morgen liebe Plauschgemeinde.🥰
Da bin ich heute 5.30 Uhr aufgestanden, um beim ersten Milchkaffee des Tages hier einen Eintrag zu schreiben und diesen nachher bei Andrea zu verlinken, und was muss ich feststellen? Ich habe das Tablet nicht dabei. *grummel grummel*
So habe ich erst noch ein wenig hergegrumpelt, die Teller vom Abendessen gespült, das Telefon geladen und mich nun tatsächlich mit dem Handy in die Küche gehockt, um mich hier ein bissel zu verewigen. Wer mich kennt, weiß, dass ich bloggen am Handy überhaupt nicht mag, doch jetzt stelle ich fest, dass es nicht sooo unkomfortabel ist, wie ich dachte.
Was erzähle ich euch denn nun?

Meine Woche
Die war seltsam. Nachdem das Zu-Hause-bleiben in den vorherigen Wochen nicht viel gebracht hatte, weil ich ja doch jeden Tag mit Arbeit konfrontiert wurde, die ich dann im Homeoffice erledigte, hatte ich den intensiven Nachfragen meiner Chefin nachgegeben und war am Montag in aller Frühe wieder nach OZ zur Arbeit gefahren. Mit dem Auto, weil die Regionalbahnen die Strecke diese Woche nicht bedienten. Vermutlich hätte es SEV gegeben, ganz sicher sogar. Aber das war mir zu umständlich. Außerdem hatte ich noch eine Menge privaten Kram in der Firma, den ich bei dieser Gelegenheit gleich mit heim nehmen konnte.
Kennt ihr das? Wenn man einen teilweise kreativen Job hat, schleppt man mit der Zeit das eine oder andere Handwerkszeug von zu Hause mit. Diverse Materialien, Stifte, Farben und und und… Tja, und das brauche ich in OZ nicht mehr, weil sich unser Tätigkeitsfeld inzwischen verlagert hat. Wir räumen aus und wickeln uns selber ab. Darüber möchte ich jetzt aber nichts weiter berichten, weil es mich jedes Mal irre aufregt, wenn ich die Firmenleitung über Nachhaltigkeit schwafeln höre und sie gleichzeitig die nachhaltigsten Projekte, die sie haben, kaputt machen, weil diese sich nicht mit der angestrebten Gewinnmaximierung vereinbaren lassen.
Ähm…
Am Montag erfuhr ich dann auch, warum es der Chefin am vergangenen Donnerstag so wichtig war, dass ich wieder zur Arbeit komme: Meine Vertretung hatte sich zum Donnerstag krank gemeldet. Ich hätte es mir denken müssen, das war bis jetzt jedes Mal so, wenn die Gute mich mal mehr als ein, zwei Tage vertreten sollte, dass sie dann krank wurde. Keine Ahnung, warum das so ist. So toxisch ist der Job ja nun nicht. Sie hat mir allerdings mal gesagt, dass ihr der Arbeitsweg grässlich weit ist. Das kann ich verstehen. Sie hat zwar nur 30 km, im Gegensatz zu meinen 65 km, aber wenn man es gewohnt ist, am Wohnort zu arbeiten, sind 30 km schon ganz schön weit.
Wie dem auch sei, ich quälte mich meine 65 km hin und abends auch wieder zurück. Danach war ich dann aber auch geschafft und brachte außer ein paar Patches an der Hexendecke nichts mehr fertig. Auch nicht am Mittwoch, der bei uns in Sachsen Feiertag war.

Ein wenig kreativ…
…war ich dann aber doch.

Aus lufttrocknendem Ton werkelte ich zwei Wichtel, die ich fotografierte und meiner Schwester zeigte. Diese fand sie "süß", so dass ich inspiriert war, am Freitag noch einen ganzen Schwarm dieser kleinen Figuren zu werkeln. Nun dürfen sie übers Wochenende vor sich hin trocknen.
Dem Schatz kann ich davon nichts erzählen. Er kann richtig töpfern, mit echtem Ton und Brennofen und allem. Als ich ihn vorsichtig fragte, wie dieser lufttrocknende Ton zu verarbeiten sei, meinte er, ich solle diesen Schrott wegwerfen. Naja, Ansichtssache. Ich wollte ja nur wissen, was ich tun kann, damit er beim Trocknen nicht reißt. Das ist meiner Chefin nämlich passiert, als sie mit ihren Leuten Elfenhäuser basteln wollte. Nunja, da muss ich meine Erfahrungen eben selbst sammeln. Es ist ja nun auch nicht so, dass ich mit Ton sonderlich geschickt wäre. Stricken ist einfacher.🤭

Da fällt mir ein…
…dass ich noch vom vergangenen Samstag berichten wollte. Erinnert ihr euch? Ich sollte zu einer Besprechung in Muttis WG kommen und mochte da nicht wirklich hin. Dennoch hatte ich mich entschlossen, noch eine Quarktorte ohne Boden zu backen und pünktlich dort zu sein. Zunächst hielt ich mich sehr zurück, doch dann stellte ich fest, dass diese Angehörigen die gesamte Gruppe der Bewohner und der Angehörigen als Familie betrachten. Das fühlte sich doch recht gut an. Und so wurde es doch ein recht schöner Nachmittag. Die Mutti war auch gut beisammen, zumindest so lange due anderen noch alle dabei waren. Als die übrigen Angehörigen sich nach und nach verabschiedeten, wurde sie bissel komisch. Da konnte sie plötzlich mal wieder keine zusammenhängenden Sätze mehr sprechen. Das kenne ich schon, auch aus der Zeit, als sie noch in ihrer Wohnung war. Das kommt immer, wenn sie nicht will, dass ich gehe. Ob es Absicht ist oder sie nicht anders ausdrücken kann, dass ich bleiben soll, vermag ich nicht einzuschätzen. Tatsache ist jedoch, dass sie das nur bei mir macht. Hm 🤔

Und heute?
Es ist kalt und auch ein wenig grau. Ich würde trotzdem gern raus in die Umgebung oder wenigstens ins Paradies {ein schöner Park hier in der Nähe}, aber der Männermensch kränkelt, und ihr wisst ja, wie das mit Männern und Erkältung so zugeht.🤭
Na, mal sehen.
Jetzt wünsche ich euch allen ein wunderfeines Wochenende
Eure Mira

Samstagsplausch {18. November 2023}

Ich sitze am heimischen Rechner, an dem sich der Beitrag zum Samstagsplausch bei Andrea um einiges komfortabler schreiben lässt, als am Tablet.
Bevor ich aufliste, was diese Woche so alles geschah {viel war es nicht}, möchte ich ausdrücklich feststellen: Es ist KEIN Jammerpost, sondern nur ein Feststellpost. Ja? Okay!

Und wie erging es mir nun diese Woche?
Es war die zweite Woche meiner Krankschreibenung, in der ich mich laut Aussage meines Arztes unbedingt vom Job fernhalten sollte. Seht selbst, was es gebracht hat.
Montag
7.36 Uhr Nachricht von der Chefin, wie wir das nun machen wollen, mit dem Elektriker, der am Dienstag früh in "mein" Objekt kommt, um sich anzuschauen, was im März zurückgebaut werden muss. Das einfachste wäre, die Chefin würde den Termin wahrnehmen, denn sie war dabei, als diese Aufgabe besprochen wurde und hatte es damals ganz eilig, mir das überzuhelfen. Alternativ hätte sie es auch meiner Vertretung erklären können, die sie extra hin beordert hatte, damit sie mich nicht selbst vertreten muss.
Stattdessen passierten mehrere Dinge nahezu zeitgleich. Der Elektriker tauchte schon am Montag Morgen auf. ???
Die Vertretung rief die Chefin an, um ihr das mitzuteilen. Die Chefin schrieb mir, dass der Mann schon da ist. Meine Mädels in OZ riefen mich an. Ich ließ mir den Handwerker ans Telefon rufen, leitete ihn durchs Objekt und erklärte ihm, was wir wollen. War alles gar nicht so schwer. ABER, warum musste ich das machen? Die Chefin, wenn sie denn nun von der Vertretung schon angerufen wurde, hätte genauso gut mit dem Mann telefonieren können. Sie wusste genau, was getan werden soll. ODER die Vertretung hätte mit dem Mann einfach einen anderen Termin verabreden können. ODER sie hätte ihm sagen können, dass ich krank bin und mich noch einmal melde, wenn ich wieder auf Arbeit bin. Hallo? Was ist denn daran so schwer? Warum bekommen die Leute das nicht hin? Dass meine Mitarbeiter mich anrufen, ist klar. Die sind darauf geeicht, mit allen Sorgen und Nöten zu mir zu kommen, damit ich es richte. Das liegt in der Natur unseres Projektes. Aber die, die mir vorgesetzt sind oder mich vertreten sollen, von denen erwarte ich, dass sie selber denken. Dafür werden sie bezahlt, und deutlich besser als ich.
Dienstag
Meine Vertretung streitet sich mit einer Teilnehmerin um einen Arbeitsplatz. 🙈
Geht’s noch? Die Teilnehmerin hat Probleme mit Menschen. Wenn mehr als drei beisammen sind, wird ihr mulmig und sie ergreift die Flucht oder zieht sich in sich selbst zurück, schottet sich ab. Das wusste ich bereits, bevor sie unserem Projekt zugeteilt wurde, weil sie als Kundin bei uns war, aber nicht mit herein kam, sondern ihrer Freundin überließ, bei uns Spielzeuge zu holen. Deshalb gab ich ihr einen Arbeitsplatz in einer Ecke, wo sie von den anderen abgeschirmt arbeiten konnte. Das machte sie gut und gewöhnte sich langsam an die Kolleginnen. Kam auch zwischendurch in die Gruppe, konnte sich ja zurückziehen, wenn es ihr zu viel wurde. Nun bestand aber die Vertretung darauf, genau an diesem Platz zu sitzen und weil die Kollegin den nicht räumen wollte, beschwerte sie sich bei der Chefin, die daraufhin entschied, dass die Kollegin sich in die Gruppe zu setzen habe oder daheim bleiben müsse, solange meine Vertretung da sei. Was ist denn das für ein Kindergarten? Ich sollte vielleicht hinzufügen, dass diese Vertretung studierte Psychologin ist. Kann man als solche nicht auf Menschen mit psychischen Problemen eingehen? Hä?
Meine Chefin teilte mir das natürlich alles mit. Wieso eigentlich? Ich bin krank!
Mittwoch
6:51 Nachricht einer Teilnehmerin, dass sie heute nicht kommt, weil es ihr nicht gut geht. Morgen kommt sie aber wieder. Ich möchte das bitte den anderen Kollegen ausrichten. Hab ich getan. Aber warum wenden sich die Leute nicht an die Vertretung oder an die Chefin? Weil sie gar nicht wissen, wie sie diese erreichen können. Die geben ihre Handynummern nicht heraus, obwohl es Diensthandys sind. Ich habe kein Diensthandy, ich musste meine private Nummer herausgeben, weshalb ich eben auch ständig erreichbar bin.
Der Männermensch runzelt die Stirn: So kommst du nie zur Ruhe!
Ich weiß!
Donnerstag
Gegen Mittag die Frage der Chefin, ob ich denn nun nächste Woche wiederkomme. Ich will nicht, oder sollte ich besser sagen: Ich kann nicht! Die Vorstellung, am Montag wieder ins Hamsterrad zu müssen gruselt mich zutiefst. Ist wohl irgendwie auch klar, oder? Ich hatte ja keinen Tag Ruhe vor der Arbeit. Wie sollte ich mich da erholen? Und es war ja nicht nur die Arbeit. Andere Anforderungen prasselten auch noch auf mich ein. Der ehemalige Pflegedienst wollte Unterschriften von mir. Der neue Pflegedienst will mich zum soundsovielten Male "beraten", Muttis Vermieter will auch noch eine Unterschrift. Diverse Dinge sind noch zu klärten und zu kündigen. Gestaffelt natürlich, denn Strom brauichen wir in Muttis Wohnung noch bis zum Schluss. Der Sohn unterstützt mich, aber die Planung liegt bei mir.
Zudem quengelt die Chefin. Da müsse sie einen Raum ausräumen, da die Vertretung einen Arbeitsplatz bräuchte. Und ob ich nicht wenigstens halbtags kommen könne. Halbtags, bei einem Arbeitsweg von 65 km, eine Strecke! Irgendwann schrieb ich dann, ich käme am Montag wieder zur Arbeit. Wir müssen dann einfach sehen, ob ich es aushalte. Falls nicht, muss ich eben später wieder zum Arzt.
Freitag
Die Firma lässt mich in Ruhe. Jippie. Ist ja auch klar. Man hat, was man wollte. Die Dumme kommt wieder auf Arbeit gerannt. Man kann wieder alles ihr überlassen und sich zurück lehnen. Nunja.
Ich nehme einen Termin bei Muttis altem Pflegedienst wahr. Dabei merke ich deutlich, dass ich das gar nicht aushalten kann. Es kostet mich schon Überwindung, am Morgen das Haus zu verlassen. Es wird Mittag, bis ich das endlich geschafft habe. Danach gehe ich noch in den N-Markt und kaufe mir Tiramisu. Mir ist nach Süßem, obwohl ich das gar nicht vertrage. Ich hadere mit meiner Zusage, am Montag zur Arbeit zu kommen. Aber vielleicht wird das ja auch gut, weil ich einfach wieder funktionieren MUSS. Eines weiß ich aber ganz sicher, wenn es sich schlecht anfühlt, rufe ich die Chefin an und fahre wieder heim.
Heute
Es steht wieder ein Termin an, vor dem mir graust. Die Angehörigen der Senioren-WG haben zu einem Treffen aufgerufen. Aufgaben sollen verteilt werden und es wird erwartet, dass ich auch welche übernehme, weil ich ja neu bin und auch was für die Gemeinschaft tun muss. Hä? Nee!
Ich habe tausend Baustellen, ich brauche keine weitere. Ich kann nichts Weiteres übernehmen. Ich habe die Mutti dorthin gegeben, weil ich die Betüddelung nicht mehr geschafft habe. Und wir bezahlen einen Haufen Geld dafür, dass sie dort gut aufgehoben ist. Was denn nun noch alles?
Gestern kamen Rundmails. Jeder sollte eintragen, was er zur Besprechung mitbringt. Kuchen, Obstsalat, Kaffee. Ich komme zu dieser Besprechung, weil ich muss. Nicht, weil ich mit Leuten, die ich nicht kenne, gemütlich beisammen sitzen will. Das werde ich nachher auch sagen. Ist mir egal, ob die mich blöd finden.
Ich muss doch das NEIN-Sagen lernen. Das wäre ein guter Anfang.
Das einzig Gute daran, dass ich Montag wieder arbeiten gehe, ist, dass ich heute Abend zu einem Konzert gehen kannm, weil ich nicht mehr krank geschrieben bin . Wobei ich noch nicht weiß, wie sich das anfühlen wird, weil ich momentan selbst Probleme mit vielen Menschen habe.
Vielleicht drücke ich PeStör auch die Karten in die Hand und haue wieder ab.

So, und nun? Gehe ich nochmal zum N-Markt, Quark und Eier kaufen und backe doch noch einen Kuchen für nachher? Ich weiß es noch nicht.
Habt alle ein schönes Wochenende und fühlt euch hoffentlich besser, als ich.
Eure Mira

Samstagsplausch {11. November 2023}

Wie schön, es ist Samstag, und bei Andrea wird wieder geplauscht. Ich sitze mit dem Tablet in der Küche, während der Männermensch noch ruht. Er hatte keine so gute Nacht, so dass ich froh bin, dass er jetzt noch bissel schläft.
Und wie erging es mir diese Woche?
Nicht so gut, muss ich zugeben. Nicht so, wie ich erhofft hatte.
Montag
Ich hatte vor ein paar Wochen die Idee, nicht Sonntag Abend nach Hause zu fahren, sondern montags in der Frühe von Jena aus gleich in die Firma zu fahren. So spare ich mir den Stress am Sonntag und montags morgens ist es auch nicht hektischer, als würde ich von daheim starten. Die Aufstehzeit ist die gleiche, die Fahrzeit nur eine halbe Stunde länger, weil auf den Autobahnen im Vergleich zur sonst genutzen Landstraße noch kaum Betrieb herrscht.
Solange ich im Büro noch allein war, erschien mir alles gut. Aber dann kamen die ersten Mitarbeiterinnen und ich wurde sofort mit Beschlag belegt, weil man mir alles mögliche erzählen musste, zumeist für die Arbeit unwichtiges Zeug, das den Leuten aber wichtig erschien. Also musste ich es mir anhören, und das auch gleich mehrfach. Manche Menschen, die sonst niemanden zum Reden haben, neigen dazu, ihre Erzählungen gleich zwei- oder dreimal hintereinander zu wiederholen. Kennt ihr das?
Jedenfalls merkte ich, wie mein Nervenkostüm sich schon wieder verabschiedete. Da hatte das Wochenende in Jena nicht allzuviel bewirkt. Als dann noch die Kollegen am Gemeinschaftstisch zu scherzen begannen und laut lachten, war meine Beherschung endgültig am Ende. Ich zog mich ins Büro zurück und musste heulen. Das war der Punkt, an dem ich einen Entschluss fasste: Ich rief in meiner Hausarztpraxis an, ob an diesem Tag die Nachmittagssprechstunde stattfindet. Ja! Und ich könne jederzeit vorbei kommen. Das tat ich dann, und als der Doc fragte, wie es mir ginge, kamen mir schon wieder die Tränen. Er erklärte mir etwas von stressbedingter allgemeiner Erschöpfung und dass man sich in solchen Fällen von der Arbeit fernhalten sollte. Er schrieb mich für 2 Wochen krank und ich dachte zu diesem Zeitpunkt tatsächlich, dass mir das helfen könnte, zu mir zu kommen und vielleicht in dieser Zeit all das Unerledigte aufzuarbeiten, dass ich immer vor mir her schob und das mich zusehends belastete, weil es immer mehr wurde, statt weniger.
Tatsächlich war das Einzige Befreiende, dass ich den Wecker abstellen konnte und dadurch an den folgenden Tagen statt halb fünf erst um sechs aufstand. Zur Ruhe kam ich trotzdem nicht, denn…
Dienstag
Zunächst musste ich mich bei meiner direkten Chefin krank melden, was eine ewige Litanei an WhatsApp-Nachrichten nach sich zog. Im Einzelnen mag ich das jetzt nicht erzählen, weil es kein besonders gutes Licht auf die Chefin werfen würde oder zumindest schlecht verstanden werden könnte. Ich hatte zu tun, sie zu beruhigen, ihr zu erklären, dass die Dinge, vor denen ihr graust, die aber erst im kommenden März stattfinden werden, bereits durchdacht und teilweise schon organisiert sind. Schließlich will ich selbst das geregelt haben und sie hat es ja gemeinsam mit dem großen Chef geschafft, mir die Verantwortung aufzuhalsen, obwohl sie vorher noch verkündet hatte, dass wir das von uns weisen. Naja, von sich gewiesen hat sie es auch, nur ich habe es nun am Hals. Also habe ich es auch organisiert.
Damit und mit Telefonaten mit meinen Leuten in OZ und mit weiteren Telefonaten, um für OZ noch verschiedenes zu organisieren, was sich die Leute nicht allein zutrauen, verging mein Tag.
Mittwoch
6:59 Uhr Nachricht von der Chefin. Und du bist jetzt wirklich zwei Wochen krank? Ich habe ihr den Krankenschein zugeschickt, obwohl sie tags zuvor gemeint hatte, den brauche sie nicht. Naja.
Dann Wäsche gewaschen und im Freien zum Trocknen aufgehängt. Das waren Momente, in denen es mir gut ging.
Im Briefkasten lag eine Mitteilung über einen Beratungstermin bei dem Pflegedienst, der Muttis WG betreut. Das ist, seit Mitte Oktober der 5. Beratungstermin. Was wollen die denn schon wieder? Na, im Grunde weiß ich, was die wollen, mir noch weitere Leistungen aufschwatzen, um noch mehr Geld aus Muttis Tasche zu ziehen. Dabei ist die kleine Frau jetzt wirklich gut versorgt. Und ihr Zustand bessert sich tatsächlich. Außerdem liegt der Termin clevererweise wieder in meiner Arbeitszeit, obwohl ich denen bei jedem bisherigen Termin schon erklärt habe, wie lange ich arbeite und wann ich frühestens wo sein kann. Mich regt das auf und von Entspannung, die ich dringend nötig habe, bin ich auch an diesem Tag weit entfernt.
Donnerstag
5:11 Uhr die erste Nachricht der Chefin. Korrespondenz bis gegen Mittag, als ich ihr verkünde, dass ich mich jetzt endlich erst mal ausruhen muss. Da klingelt es an der Wohnungstür und vor mir steht in der Pose eines Racheengels meine seltsame Nachbarin von oben drüber. Die ist sowieso komisch. Diesmal: Muss das denn immer sein, dass Sie jede Nacht waschen? Angeblich ließe ich jede Nacht zwischen drei und vier meine Waschmaschine laufen und sie fielen wegen des Gerüttels fast aus dem Bett.
Hey, in der Zeit schlafe ich, falls ich denn kann. Die soll mich bloß in Ruhe lassen.
Ich lasse so ziemlich alles stehen und liegen und ergreife die Flucht.
Freitag
Die Oschatzer rufen an. Sie haben per SMS eine Anweisung der Chefin erhalten, mit der sie nicht umzugehen wissen, weil dadurch alles, was wir für die kommende Woche geplant und organisiert hatten, über den Haufen geworfen wird. Sie sind sauer. Ich auch. Ich setze mich mit der Chefin in Verbindung, dann ist sie sauer, weil die Leute mich angerufen haben und nicht sie. Das wiederum kann ich verstehen. Die Leute sind es gewohnt, mit allem zu mir zu kommen und ich richte es dann. Wenn sie sich stattdessen mit der Chefin in Verbindung setzen müssten, wüssten sie gar nicht, was sie sagen sollen. Wieder einmal zieht sich die Korrespondenz bis in den Nachmittag.
Soviel zur Aussage meines Arztes, man soll sich in solchen Fällen von der Arbeit fern halten.
Heute
Es ist Samstag. Der Mann kam in die Küche geturnt: Hilfe, Hilfe, meine Freundin sitzt in der Küche und macht Geräusche. Ich hätte nicht gedacht, dass die Tablettastatur so laut ist. 😉
Ich kann ja jetzt hier auch mal Schluss machen. Schließlich will ich noch in den N-Markt, mal nach Obst schauen. Später muss ich dann in die Stadt, die Hexe vom Zug abholen. Das wird schön. Ich hab sie lange nicht gesehen.
Dann wünsche ich euch allen jetzt mal ein wunderfeines Wochenende.
Eure Mira