Samstagsplausch {11.05.2024}

Es gibt einen Nachtrag
Guten Morgen ihr Lieben
Kennt das jemand von euch? Man möchte sich hinsetzen und nichts weiter tun als schreiben, schreiben, schreiben. Wenn man dem nachgibt, gerät man ins Schwafeln und irgendwann denkt man: Was schreibst du denn da zusammen? Das interessiert doch keinen! So ging mir das gestern Abend, und dann habe ich die Notizen – 10. Mai 2024 eben lieber nicht veröffentlicht.
Was ich euch aber unbedingt zeigen möchte, ist diese Karte. Sie lag im Briefkasten, als ich von der Arbeit kam. Eine stille Leserin wollte mir auf diese Weise zeigen, wie gern sie meinen Blog mag. Ich habe mich unbändig darüber gefreut. Vielen lieben Dank.

Wochenrückschau
Beginnen wir mit dem…
Wochenende, 04./05. Mai
Viel geschah da nicht. Der Schatz war am Freitag am Frühabend angereist. Ich hatte ihn vom Zug abgeholt und gleich noch zum Kaufmannsladen geschleppt, damit er mir dann die Taschen nach Hause schleppen kann. Ich durfte das nämlich nicht und hätte es auch nicht gekonnt. Das stellte ich schmerzhaft fest, als ich sie ins Auto hievte, während der Schatz am Asia-Imbiss nach unserem Abend essen anstand.
Am Samstag räumte und gruschdelte der Schatz auf dem Balkon, während ich mich um die Wäsche kümmerte. Ich konnte schließlich nicht nur herumliegen, obwohl mir genau danach zumute war. Außerdem hatte ich am Samstag Morgen eine Socke zu reparieren und konnte damit gleich ein Bingofeld ausfüllen.
Ach ja, und der Sonntag war der Fünfte und ich schrieb kurz zusammen, was ich denn eigentlich den ganzen Tag gemacht habe. Viel war es nicht.

Montag, 06. Mai 2024
Ich sah mich nicht in der Lage zu arbeiten, weder in Cottbus, was für diesen Tag ohnehin nicht geplant war, noch virtuell vor dem heimischen Rechner. So trabte ich am Morgen zur Ärztin und holte mir eine Krankschreibung. Menno, warum fühle ich mich denn immer noch so schlecht?
Der Schatz wollte heim. Fertig mit Freundin betüddeln. Er meinte zwar, er möchte gar nicht weg, aber er müsse, denn seine gesamte Terrasse ist bepflanzt und da kann er nicht so lange wegbleiben. Das kann er den Pflanzen nicht antun. Die gehen da womöglich alle ein. Das wäre ja schade um die viele Arbeit, die er da hineingesteckt hat. Ich raffte mich auf und brachte ihn am frühen Nachmittag zum Zug.
Als ich wieder daheim war, überrollte mich eine Depression. Ich fühlte mich ungeliebt, einsam, überflüssig. Zum Glück rief PeStör an. Sie brachte mich auf andere Gedanken und dass sie mich sehr gern hat, das weiß ich. Sie hat irgendwann mal zu mir gesagt: Ich möchte dich nie wieder aus meinem Leben verlieren. Was kann man jemandem schöneres sagen?
Dann schrieb ich noch meinen Montagsstarter, auch wenn der Montag schon fast vorbei war. Der Starter ist mir eine lieb gewordene Tradition. Ich muss mal gerade nachsehen, wie lange ich ihn schon ohne Unterbrechung zelebriere. Also, 2021 gab es eine Unterbrechung von zwei Wochen, weil mich das große C. im Bett festgetackert hatte. Danach nicht mehr. Fein, dann wissen wir das jetzt auch. *lach*

Dienstag, 07. Mai 2024
Hach, was war denn am Dienstag? Nicht viel. Es ging mir nicht besser, als am Montag. Eher etwas schlechter, weshalb ich den Tag überwiegend auf der Couch verbrachte. Und ein wenig am Rechner, weil ich mal meine Sockenpaare auflisten wollte.

Mittwoch, 08. Mai 2024
Am frühen Abend rief die Hexe an. Sie ist gerade in Kroatien und wollte mal hören, wie es mir geht, weil sie ja nun nicht einfach nach mir schauen kann. Sie war ein wenig entsetzt, als ich ihr erzählte, dass und warum der Jenaer am Montag abgereist ist. Echt jetzt? Ein paar Pflanzen sind ihm wichtiger als du? Naja… ich bin ihm schon wichtig. Als er hier war, war er sehr liebevoll und kuschelig und überhaupt.
Am späten Abend rief besagter Mensch dann auch noch an. Das verwunderte mich, weil ich ja nun inzwischen begriffen habe, dass er nicht gern telefoniert. Er hat auch kein Smartphone, wegen ausspionieren und solchem Kram. Ja, man kann dieser Meinung sein. Aber echt mal, wer etwas über uns wissen will, erfährt das auch, egal welches Telefon wir benutzen. Da hilft kein Datenschutz und kein gar nix. Im Gegenzug frage ich mich, was an uns so wichtig sein kann, dass man uns ausspioniert. Hä? Naja, als Blogger darf man solche Gedanken ohnehin nicht an sich heran lassen, sonst war’s das für’s Bloggen. Tja, jedenfalls benutzt der Jenaer das Telefon nur, um mal Termine zu verabreden oder auch abzusagen. Verpasste Anrufe bekommt er selten mit und SMS liest er, wenn überhaupt, auch erst Tage später. Da ich das alles weiß, verwunderte mich sein Anruf. Und im Nachhinein ärgerte ich mich, dass ich ihn überhaupt entgegengenommen hatte. Dieser Mensch, von dem mein Kumpel Jürschn mal fragte: Dein neuer Freund ist wohl nicht sehr romantisch?, ist nicht nur nicht sehr romatisch, er ist Wissenschaftler. Und als solcher kann er gar nicht einfach so plaudern. Wenn wir persönlich beisammen sind, geht das halbwegs, wobei ich auch da, egal bei welchem Thema, spätestens im dritten oder vierten Satz damit rechnen muss, dass er mich unterbricht und dann einen Fachvortrag hält. Er weiß ja auch immer alles {besser}. Bei mir ruft sein Verhalten gelegentlich Trotzreaktionen hervor. Da bin ich nicht stolz drauf, aber kann es manchmal einfach nicht ändern. So auch bei besagtem Telefonat. Ich erzählte was von kuschelig und lieb und wurde, wie meist, mitten im Satz unterbrochen:
Nun stell mich mal nicht so gut dar!
Okay, dann lassen wir das!
Mensch, nun schnapp doch nicht immer gleich ein.
Hallo? Ich schnappe gar nicht gleich ein. Ich bin kein Mensch, der überhaupt einschnappt. Im Gegenteil, ich möchte Ungereimtheiten gern ausdiskutieren, was mit ihm eher nicht möglich ist, weil er mich selten zu Wort kommen lässt. Dann bin ich eben still. Das hat aber nichts mit einschnappen zu tun, sondern mit der Erkenntnis, das ein Gespräch zu diesem Zeitpunkt nicht möglich ist. Und bevor es noch Streit gibt, halte ich dann eben meine Klappe. So sehe zumindest ich mein Verhalten. Er sieht es natürlich anders. Wissenschaftlich!!! Und er weiß, wie gesagt, immer alles {besser}. *hüstel*

Donnerstag, 09. Mai 2024
Endlich wieder Sonne. Und ein Genießertag für mich. Hier habe ich darüber schon berichtet. Am Abend war ich ein klein wenig aufgregt wegen des Auftrags am Freitag. Ein klein wenig!

Freitag, 10. Mai 2024
Ja, naja, das war ein wirbeliger Tag. Das ging schon in der Nacht los mit aberwitzigen Träumen, in denen seltsamerweise Norbert L. eine Rolle spielte. Wenn er das wüsste! *kicher*
Die kleine Kollegin freute sich riesig, mich zu sehen und fiel mir gleich um den Hals. Chef A. kam und drückte mir einen Vertrag in die Hand. Wow. Solche Vertäge hätte ich gern öfter. Kann ich nicht vielleicht doch wieder zurück nach Leipzig? An die "ganz alte" Wirkungsstätte? Ich weiß, ich weiß, ich wollte da nie wieder hin. Aber Zeiten ändern sich, Dinge und Gegebenheiten ändern sich und man soll doch ohnehin niemals nie sagen. Gegen Ende der Dienstzeit kam Chef A. noch einmal. Wir unterhielten uns über meinen Job in Cottbus {das war ursprünglich seine Idee gewesen}. Es stellte sich heraus, dass er sich das ganz anders vorgestellt hatte, als Chef C. das derzeit umsetzt. Daran, dass er mit Chef C. darüber noch einmal spricht, hinderte ich ihn, indem ich ihm erzählte, wie sich mein Einsatz oder Nichteinsatz nach dem 31. Mai gestelten würde. Er war sehr nachdenklich, meinte dann aber, wir sollten am Dienstag mal telefonieren. Das werden wir! Diese Kletterhortensie habe ich schon vor vielen Jahren mal fotografiert. Es gibt sie immer noch. Auch die schöne Pausenecke unter den Platanen.
Inzwischen hatte mich eine Zustellbenachrichtigung von Hermes erreicht. Achtung! Antiwerbung! Der Abholort lag auf meinem Heimweg. NUR! Das Paket war nicht dort. Der nette Mensch in der Tanke meinte, er werde am nächsten Tag den Fahrer darauf ansprechen. Das sei ein ganz neuer gewesen, den er noch nie gesehen hatte. Und wenn es diesmal ein anderer ist, der nicht weiß, was der Kollege am Freitag verzapft hat? Hachchch. Weiter fuhr ich zu einer anderen Abholstelle, wo von GLS ein Päckchen hinterlegt worden war. Das war zumindest vorhanden. Immerhin. Allerdings habe ich auch hier Grund zu meckern, denn es wurde angeblich am Mittwoch versucht zuzustellen. Ich war den ganzen Tag daheim UND GlS hat eine dauerhafte Abstellgenehmigung. Wieso also konnte mein Päckchen am Mittwoch nicht zugestellt werden? Weil es überhaupt nicht versucht wurde! So! Die einzigen, bei denen die Zustellung immer klappt, sind DHL und Amazon. Unbezahlte Werbung.
Als ich dann daheim ankam, war ich erschöpft. Der Arbeitstag hatte mir Spaß gemacht und das Herumgerenne hinterher war auch gar nicht so wild. Aber irgendwie bin ich noch nicht wieder auf dem Posten. Außerdem hatte ich wieder Schmerzen. Bin eben nicht mehr die Jüngste und stecke so Sachen wie eine OP nicht mehr so leicht weg. Immerhin habe ich noch ein schönes ruhiges Wochenende vor mir, bevor ich am Montag in aller Frühe wieder nach Cottbus starte.

Heute
Tja, heute habe ich zu lange geschlafen und mich dann auch noch ewig mit diesem Samstagsplauscheintrag aufgehalten. Andererseits wollte ich es ja ruhig angehen lassen. Nur um irgendwo frühstücken zu gehen, ist es jetzt ein bissel spät. Wäsche werde ich gleich mal noch ansetzen und dann zum Kaufmannsladen fahren. Ich brauche Mehl und wünsche mir bissel was ausgefallenes. Mal sehen. Außerdem möchte ich mir noch überlegen, was ich als Verpflegung mit nach Cottbus nehme. Mineralwasser brauche ich auch noch. Falls es meine bevorzugte Sorte gibt. Neulich war die nämlich aus.

Morgen
Ist Muttertag. Ich bin gespannt, ob der Sohn sich meldet. Das hat er schon die ganze Woche nicht getan. Aber nun, ich habe mich ja zum Männertag auch nicht gemeldet. Da muss ich nun wohl durch. *lach*
Einen kleinen Ausflug habe ich mir vorgenommen. Mal sehen, wohin es mich verschlägt. Schade, dass Jürschn Besuch hat. Er hat immer tolle Ideen für Ausflüge in der Nähe. Egal, ich werde schon was finden. Oder ich gehe morgen mal frühstücken, nachdem ich das heute verpasst habe.
Jetzt komme ich noch zu Andrea in die Plauderecke.
Euch allen wünsche ich ein feines Wochenende.
Eure Mira

2 Gedanken zu “Samstagsplausch {11.05.2024}

  1. Vorträge – ach, das kenne ich von meinem Mann nur zu gut. Er ist kein Wissenschaftler, sondern Lehrer, aber das nimmt sich diesbezüglich ja wohl nichts.

    Ich stichle gerne fein – aber ich hasse es, Socken zu reparieren. Wir würden uns diesbezüglich wunderbar ergänzen, zumal wir uns vermutlich ausreden lassen würden ;-).

    Hab einen wunderschönen Muttertag und liebe Grüße

    Sabine vom Wortgestrick

    1. Ja, da sagst du was. Ich denke auch, dass wir uns super ergänzen würden. Leider können wir uns nicht einfach so zusammen hocken, aber Socken reparieren könnte ich für dich gern. Ich repariere auch die für meinen Schwager immer. Und dass er mir sie immer wieder zur Reparatur bringt oder schickt, zeigt mir, dass er meine Handgestrickten zu schätzen weiß. Deshalb bekommt er auch immer mal neue. Feine Wochenendgrüße
      von Mira

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