WmdedgT – Mai

Heute wieder Tagebuchbloggen unter dem Motto Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Ja, was mache ich denn? Es ist Freitag und kein Feiertag.

01:41 Uhr
Ich wache auf und weiß, ich kann vorläufig nicht wieder einschlafen. Also lese ich. Letzte Nacht hatte ich gestrickt, aber dazu habe ich diesmal keine Lust.
03:22 Uhr
Ich leg mich nochmal hin.
05:00 Uhr
Der Wecker rappelt. Jetzt könnte ich schlafen. *grrr*
Aber nun ist Eile geboten, denn ganz früh, so gegen 7.15 Uhr will Pocahontas kommen und ein Außenspielzeug abholen, das jemand für eine Veranstaltung benötigt. So möchte ich mal noch eine halbe Stunde frühe los, als sonst.
06:50 Uhr
Das mit dem Überpünktlichsein hat funktioniert, obwohl gerade, da ich es eilig hatte, natürlich über viele Kilometer ein Traktor vor mir mit 40 über die Landstraße zockelte. Nun, ich hatte es ja eingeplant.
Da steht doch tatsächlich ein Mitarbeiter schon an der Tür, dessen Arbeitsbeginn 8.00 Uhr ist und der sonst so gegen 7.30 Uhr erscheint, weil er vor Dienstbeginn noch Kaffee kochen will.
Was machen Sie denn schon hier?
Na, Sie sind doch auch schon da! Er lacht.
Als ich vom Aufschließen des Werkstatteinganges wieder nach vorn komme, sitzt die nächste Kollegin auch fast eine Stunde zu früh da. Ihr Kommentar: Ich brauche sowieso immer meine Zeit, um richtig in Gang zu kommen.
Nach und nach trudeln auch die anderen Frühaufsteher ein, nur Pocahontas nicht. Sie kommt 07:57 Uhr Da hätte ich mir die besondere Eile auch sparen können. Nachdem sie das Außenspielzeug an seinen Bestimmungsort gebracht hat, kommt sie noch mal zurück und wir haben noch Zeit für eine Tasse Kaffee und ein kleines Gespräch, gemeinsam mit meinen Leuten, bevor sie wieder los muss und ich meinen Besuch vom JC empfange.
09:50 Uhr
Der Besuch blieb nicht ganz so lange, wie ursprünglich gedacht. So flitze ich schnell einmal los zum Fleischer um die Ecke, um ein Kilo des leckersten Mett zu holen, das es in unserer Gegend gibt. Frische Brötchen hatte die Große Nic schon am Morgen von unterwegs mitgebracht. Und dann sitzen wir alle um den großen Tisch herum, futtern unsere Mettbrötchen und reden und reden und reden… über die Ereignisse des Mittwoch und die Konsequenzen, die sich daraus {zu unserem Glück} ergeben haben und ein wenig auch über die Ursachen und warum es soweit kommen konnte. Die Gepräche laufen in ruhiger unaufgeregter Atmosphäre ab. Dass sie sich fast bis zum Mittag hinziehen und dass jeder, wirklich jeder sich äußert und alle in ähnlicher Weise, zeigt mir, wie sehr die Leute vorher unter der Situation gelitten hatten und wie recht der Georg hatte, mit seinem Kommentar gestern, dass ein einziger Krafträuber und Manipulator einer ganzen Gruppe von Menschen ihren freien Willen rauben kann.
12:00 Uhr
Die Mitarbeiter haben Feierabend. Manche gehen gleich ins wohlverdiente Wochenende, ein paar bleiben noch und die Gepräche drehen sich noch immer um das gleiche Thema. Das wird noch eine Weile so bleiben. Da ist ne Menge aufzuarbeiten.
13:00 Uhr
Nachdem die Letzten gegangen sind, widme ich mich der Büroarbeit. Ich schaffe fast alles, bin jedoch sehr erstaunt, wie schnell die Zeit verfliegt.
Schwups ist Feierabend.
17:30 Uhr
Ich bin früh zu Hause, mache mir ein kleines Abendessen und nicke doch glatt auf der Couch ein.
18:30 Uhr
Mutti ruft an. Unter Tränen. Ich hab schon wieder Mist gemacht.
Ach, das glaube ich nicht, was hast du denn gemacht?
Ich laufe hier seit Stunden auf und ab, weil ich dich nicht verpassen wollte.
Aber wir waren doch gar nicht verabredet. Wo wolltest du denn hin?
Na, wir müssen doch zu diesem Arzt, wegen dem du auf dein Konzert verzichtet hast!
Das ist erst nächste Woche, am Donnerstag. Heute ist Freitag. Da gehen wir zu keinem Arzt.
Also habe ich doch Mist gemacht!
Nein, hast du nicht. Du hast nur den Tag verwechslt. Das ist doch nicht schlimm.

Aber es ist schlimm, weil sie merkt, dass sie alles durcheinander bringt und sich dadurch, dass sie alles richtig machen will, immer mehr unter Druck setzt und dadurch ihre Verwirrung noch größer wird. Die arme kleine Frau.

Ich muddle noch in der Küche.
Als ich danach wieder auf die Couch hocke, schlafe ich doch glatt wieder ein.
21:30 Uhr
Der Sohn ruft an. Ein paar kleine Absprachen für morgen. Wann ich zur Oma gehe, will er wissen. Das weiß ich selbst noch nicht genau. Am Vormittag jedenfalls.
An Schlaf ist nun nicht mehr zu denken. Da kann ich auch noch bloggen.
Und während ich diesen Beitrag schreibe, geht der Tag zu Ende.
Gute Nacht.

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WmdedgT – März 2023

Wie immer am 5. des Monats ist es Zeit für Tagebuchbloggen unter dem Motto Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
0:03 Uhr
Ich wollte doch vor Mitternacht ins Bett. War ich auch, aber mit dem Einschlafen klappte das nicht so. Also habe ich noch gelesen und dann musste ich nochmal ins Bad. Und nun? Licht aus!

4:27 Uhr
Wenn jetzt Wochentag wäre, müsste ich aufstehen. So öffne ich das Fenster sperrangelweit und kuschle mich wieder ins Bett.

6:12 Uhr
Ich mag immer noch nicht aufstehen, schließlich ist Sonntag.

7:15 Uhr
Jetzt aber! Ich brauche ewig im Bad. Wieso eigentlich? Und dann endlich den ersten Kaffee aus der gleichen Tasse wie gestern, mit dem schönen Spruch. Nur dass der heute wohl nicht wieder funktionieren wird, da immer noch das Mathe-Üben-mit-Lilli im Raum steht. Auch wenn sie sich bisher nicht gemeldet hat, kann es gut sein, dass mich im laufe des Tages eine Nachricht erreicht: Wie machen wir das denn nun mit Mathe?
Naja, vielleicht auch nicht.

9:30 Uhr
Jetzt habe ich mich doch tatsächlich festgelesen. Dabei wollte ich nur die Veröffentlichung dieses Eintrages ein wenig vorbereiten, indem ich die Links für meine Rubrik "in früheren Jahren" schon mal zusammensuche. Dabei stellte ich fest, dass es WmdedgT im März nicht regelmäßig gab. Weil ich aber Erinnerung mag {und vieles davon schon vergessen hatte}, las ich erst einmal die alten Beiträge.

12:00 Uhr
Die Nachricht wegen Mathe kam nicht, dafür hängt inzwischen die Wäsche zwar nicht auf der Leine, aber auf Kleiderbügeln im Bad.
Zu Mittag gibt es Couscous.

13:00 Uhr
Ich möche ein Mittagsschläfchen genießen. 11 Minuten später weckt mich ein Anruf der Hexe. Soviel zur Mittagsruhe.

14:00 Uhr
Lili ruft an. Es wird ein längeres Gespräch über Märkte und Kräuter und und und…

17:00 Uhr
Noch ein Anruf der Hexe, der mich gerade überfordert. Schon wieder Anfragen, ob ich am Freitag eine 2×2-Stunden-Taxifahrt übernehme. Mensch!!! Die Woche hat noch nicht mal angefangen, da ist schon bis zu ihrem Ende Stress programmiert. Ich weiß echt nicht, wie lange ich das noch durchalten kann. Und dann werde ich auch noch angeblubbert, wenn ich NEIN sage.
Dann ein Anruf vom Sohn. Über den freue ich mich sehr. Er hat sich um die Oma gekümmert und nimmt mir damit mein schlechtes Gewissen. Und überhaupt ist es schön, dass er anruft.
Dann ein weiterer Anruf, diesmal vom Schwager, der mal wieder mit sich und seinen Jobs nicht klar kommt und Ratschläge von mir haben möchte, die ihm dann anscheinend nicht gefallen. Ich rede mit Engelszungen, weil er ein Typ Mensch ist, der immer sofort dicht macht und erstmal schimpft, statt ein wenig innezuhalten und lieber nochmal nachzudenken, bevor man etwas rundheraus ablehnt.

20:00 Uhr
Mir reichts für heute. Es war zwar ein stiller, unspektakulärer Tag, infolge der verschiedenen Telefonate trotzdem emotional unentspannt. Ich gehe jetzt in die Wanne. Das tut mir hoffentlich gut.

23:47 Uhr
Da dachte ich nun, nach dem Baden könnte ich gut schlafen. Dann war ich nach einem kurzen, seltsamen Traum schon vor Mitternacht wieder wach. Danach konnte ich ewig nicht mehr einschlafen, doch das ist dann schon der nächtes Tag und gehört nicht mehr hier her.

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WmdedgT – Februar 2023

Wie immer am 5. des Monats ist es Zeit für Tagebuchbloggen unter dem Motto Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
5:27 Uhr
Was? Ich hab doch noch nicht ausgeschlafen! Es ist doch Sonntag. Aber schlafen konnte ich eben auch nicht mehr. Ich schaue auf dem Handy herum, dümple dann am Rechner. Greife zwischendurch zum Strickzeug. Dann lese ich. Dabei verschwindet meine Unrast zu einem großen Teil.
7:00 Uhr
Zeit für Kaffee und Frühstück. Ausgiebiges Frühstück.
9:59 Uhr
Huch, jetzt war ich doch tatsächlich noch mal im Sitzen auf der Couch eingenickt. Dabei wollte ich nur den Massagekragen für meinen Nacken nutzen.
Was mache ich denn nun? Soll ich etwas für Mittag kochen? Lust habe ich keine. Ich habe überhaupt keine Lust zu gar nichts. Dabei ist es nicht mal wirklich grau draußen. Dafür aber in mir. Alles grau. Alles…keine Ahnung.
11:50 Uhr
Endlich bin ich soweit, zur Mutti zu fahren. Das wollte ich schon viel früher. Aber ich wurde und wurde nicht fertig mit mir selbst. Als ich zum Parkplatz lief, fiel mir auf, dass ich das Telefon vergessen hatte. Aber ich wollte nicht nochmal zurück gehen. Als ich dann am Parkplatz ankam, stand das Auto nicht dort. Da fiel mir wieder ein, dass ich es gestern Abend ein Stück die Straße runter abgestellt hatte. 🙈
Nun konnte ich auch das Telefon noch holen, ich lief ja sowieso nochmal an meiner Haustür vorbei.
12:27 Uhr
Vor Muttis Haus fand ich die ersten Schneeglöckchen.
Sie hatte Geflügelleber gebraten und drückte mir einen kleinen Teller voll in die Hand. Ordentlich an den Tisch setzen zum Essen wollte sie nicht.
Später suchte sie sich Mittagessen aus, das ich für kommende Woche bestellen sollte.
Die Schwester rief an und ich hatte auch Gelegenheit, ein wenig mit ihr zu schwatzen.
Mutti wollte, dass ich ein wenig Siesta mache. Im Sessel. Aber kaum saß ich da ganz entspannt, fing sie an zu schwatzen. Das macht sie immer so. Ich komme bei ihr nicht zur Ruhe. Muss ja auch nicht sein. Wieder etwas später verschwand sie in der Küche und kam mit Eis zurück. Das war lecker.
16:00 Uhr
Zeit, wieder heim zu fahren. Sie rief noch zweimal an, wollte aber gar nicht mich, sondern ihre Iris, mit der sie immer spazieren geht.
Ich muddelte in der Wohnung herum. Hatte in der Küche zu tun und meine Wäsche auf dem Trockner umzuhängen und dann noch Kram für morgen zu packen.
19:30 Uhr
Es ist zu früh, um ins Bett zu gehen, obwohl ich mich seltsam fühle und einen schönen Traum gebrauchen könnte. Stattdessen setze ich mich an den Rechner, denn ich wollte doch noch das Essen bestellen und die Festivalkarte für die Schwester.
22:40 Uhr
Die Bestätigungsmail für die Festivalkarte ist immer noch nicht da. Auch nicht im Spamordner. Wieder etwas, worum ich mich zusätzlich kümmern muss, weil es nicht reibungslos läuft. Menno, warum hat sie denn ihre Karte nicht selbst bestellt?
Jetzt ist aber wirklich Bettzeit.
Gute Nacht, euch da draußen.
Schlaft gut und träumt was Schönes.
Eure Mira

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WmdedgT – Januar 2023

Wie immer am 5. des Monats ist es Zeit für Tagebuchbloggen unter dem Motto Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
4:20 Uhr
Ich hätte noch Zeit bis zum Wecker, aber das Körperchen meint nö, ich bin wach. So kann ich noch verschiedene Kleinigkeiten erledigen, bevor ich die Hexe wecken muss.
6:30 Uhr
Gestern um die Zeit zeigten sich schon rötliche Streifen am Horizont. Heute sind wir im Stockdunklen unterwegs. Zum Glück regnet es nicht, dafür rüttelt der Sturm am Auto, während wir überland unterwegs sind.
7:00 Uhr
Es ist sehr still im Spielzeugland. Die Praktikantin kümmert sich um die Küche, ich habe im Büro zu tun.
9:00 bis 10:30 Uhr
Wir fahren Spielzeug einsammeln. Das Wetter wirkt aprilig. Von Regen über Sturm bis zu gleißendem Sonnenlicht ist alles dabei.
10:30 bis 14:30 Uhr
Die Mutti ruft an: Ich habe wahrscheinlich wieder Mist gebaut. Hat sie NICHT! Es war wieder einmal ein Werbeanruf, bei dem man ihr etwas aufschwatzen wollte und sie hat gesagt: So etwas regelt alles meine Tochter. Dann hat sie aufgelegt und nun hatte sie Angst, sie hätte mir wieder etwas aufgehalst, worum ich mich kümmern muss. Ich erklärte ihr, dass sie sich genau richtig verhalten hat. Dann erzählte sie mir noch, dass am Morgen, als die Pflegedienstlerin da war, eine Glühlampe explodiert sei und sie seitdem kein Licht mehr habe. Menno, diese Pflegemenschen rufen sonst wegen jeder Kleinigkeit bei mir an. Warum denn jetzt nicht? Das ist doch wichtig! Ich aktiviere den Sohn, weil er näher dran ist und er verspricht, sich zu kümmern.
Der restliche Arbeitstag wird wirbelig. Wir haben gut zu tun, zumal 4 von 10 Leuten noch immer fehlen.
Es kommen Anrufe vom JC wegen unserer Anträge und einer von Pocahontas, unter anderem wegen meines Vertrages. Gute Anrufe, gute Nachrichten.
Feierabend
Ich fahre mit der Hexe ins Paunsdorf Center. Ich möchte in eine Drogerie und dann wollen wir ein wenig bummeln.
Die Hexe stöbert im Buchladen… …als sie wieder heraus kommt, ist sie frustriert: Diese blöde Inflation hat auch vor dem Buchladen nicht Halt gemacht.
Ich möchte sie noch zum Asia-Essen einladen. Als wir dort am Imbiss stehen, bin dann auch ich frustriert. Zwölf Euro für eine Portion Ente aus der Pappschachtel ist mir dann doch zu happig. Die Hexe meint: Lass uns heim fahren, da haben wir noch genug zu essen. Wo sie recht hat…
Da wir den Sohn nicht erreichen können, fahren wir auf dem Heimweg noch bei Mutti vorbei. Wirklich nur vorbei, um zu schauen, ob Licht brennt. Wäre es dunkel gewesen, wären wir rauf gegangen, so aber sehen wir, dass der Sohn sein Versprechen eingelöst und sich um Omas Beleuchtung gekümmert hatte.
Er rief später an, um uns zu sagen, dass sein Akku leer gewesen und er deshalb nicht erreichbar war.
Alles gut!
Ich kochte noch eine Kleinigkeit für die Hexe. Sie sprudelte Wasser für uns.
Den Abend beschlossen wir strickend. Beide! Jaha, die Hexe strickt. Hat lange gedauert, bis ich sie anstecken konnte mit meinem Hobby. Nun aber!

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WmdedgT im Dezember 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Montag, 5. Dezember 2022
01:45 Uhr
Wir sind vom Il-Civetto-Tourabschluss in Potsdam zurück. Sehr emotional das Ganze. Die Hexe hat geweint. Verständlich. Auch ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie das gehen soll, die Jungs jetzt anderthalb Jahre nicht live zu erleben. Wir spielen doch Festivals, da kommt ihr einfach.
Na, wenn das so einfach ist…
05:40 Uhr
Der Wecker singt. 40 Minuten später als üblich. Das kann ich mir nicht immer erlauben, aber heute hatte ich alles vorbereitet, musste nur kurz ins Bad, dann in die Kleider springen und los.
07:00 Uhr
Ich beichte der Chefin, dass ich nun doch zur Arbeit gefahren bin, weil ich den einzigen noch unverplanten Urlaubstag am kommenden Montag nötiger brauche als heute.
🤭
Vormittag
Die Krankmeldungen der Mitwirkenden trudeln ein. Ich frage mich, wie ich mit so wenig Leuten den Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten soll.
Die Chefin bestätigt mir meine Soundsovielte Urlaubsverschiebung. Alles gut! schreibt sie. Wie gut!
Nachmittag
Während die wenigen verbliebenen Mitwirkenden eifrig gestalten und werkeln, entschließe ich mich, für ein wenig vorweihnachtliche Stimmung zu sorgen. Ich lese meine Geschichte vom Silber der Zwerge. Die Leute sind begeistert und genießen es. Ich bin nach einer Stunde lesen etwas heiser und mein Hals schmerzt. Aber die Freude in den Augen meiner Leute ist mir das wert.
Feierabend
Zuerst geht es in die Bücherei. Die ausgeliehenen Bücher gebe ich zurück. Neue kommen heute nicht mit. Das mache ich nächste Woche mit Mutti.
Diese besuche ich als nächstes. Es wird eine Zerrerei um Termine, zum Stollen kaufen und anderes. Am Ende scheucht sie mich noch mal hoch. Wir kaufen die Stollen JETZT!!!
Das gelingt sogar und dann habe ich das wenigstens erledigt.
19:50 Uhr
Endlich daheim. Ich bin sooo müde, nach der extrem kurzen Nacht und dem vollgepackten Tag. Das Telefon klingelt: Du hast deinen meinen Wohnungsschlüssel hier liegen lassen. Oups, das hab ich noch gar nicht bemerkt.
Wo soll ich den denn jetzt hinräumen? Vielleicht an den Haken im Flur?
Zehn Minuten später klingelt das Telefon erneut: Jetzt habe ich den Schlüssel verlegt. Ich wollte ihn an den Haken hängen, aber er ist nicht mehr da.
Mir reicht es für heute.
Ich kringel mich ins Bett.

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WmdedgT im November 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Samstag, 5. November 2022
08:23 Uhr
Wuhaaaa, ich habe verschlafen. Nicht, dass ich den Schlaf nicht dringend gebraucht hätte, aber ich habe doch so viel zu tun an diesem Samstag, und nun ist der schon halb vorbei. 🤭
Als erstes, noch vor dem Gang ins Bad, wird die Waschfee eingeschaltet. Es sieht nach einem sonnigen Tag aus, so dass ich die Wäsche wohl draußen aufhängen kann.
Nach dem Fertigmachen sollte ein Kaffee an die Reihe kommen, aber zunächst musste ich mit Pocahontas korrespondieren, die mir einige dienstliche Anweisungen für Montag gab. Menno, da werden wieder alle meine Pläne und Zusagen für den Montag über den Haufen geworfen und die Arbeitswoche wird hektisch beginnen. Nunja, es muss eben gespart werden. Überall.
09:45 Uhr
Die Waschfee ist fertig. Raus geht es auf den Trockenplatz.
Ich setze eine zweite Trommel Wäsche an.
Danach packe ich alles zusammen, was ich der Mutti mitbringen will.
Und dann gibt es 10:45 Uhr endlich meinen ersten Milchkaffee.
Später Vormittag
Auf zu Mutti. Sie empfängt mich auf der Couch sitzend mit der dramatischen Nachricht: Ich kann nichts mehr sehen!
Ich erschrecke bis ins Mark und versuche, sie zu retten und zu erkunden, was überhaupt passiert ist. Da stellt sich heraus, dass sie "nur" ihre Lesebrille verbummelt hat. Wobei eine solche auf dem Couchtisch liegt. Die Mutti behauptet, das sei eine Kaufhausbrille. Ist es nicht! Aber zugegeben, sie hatte noch eine andere, bessere. Ich will mich nun auf die Suche machen, da meint sie, sie hätte schon überall gesucht und wir sollten doch jetzt lieber duschen.
Okay, dann eben erst mal duschen. Zwischenzeitlich rief meine Schwester an, was der Mutti gerade gar nicht passte. So musste ich sie abwimmeln, obwohl ich gern noch ein paar Minuten mit ihr geschwatzt hätte. Aber die Mutti geht nun mal vor.
Später präsentierte ich ihr, was ich alles mitgebracht hatte und wir verräumten die Schnitzel und den Braten portionsweise in den Tiefkühler.
Dann kam der Sohn, was mich sehr freute, weil ich ihn schon wieder … weiß nicht wie lange nicht gesehen hatte. Ach, doch, er war ja kürzlich da, nur hatte ich da wegen eines unfruchtbaren Telefonats mit der Mutti keine Zeit für ihn, bis er dann keine Zeit mehr für mich hatte. Hachzzz.
Ja, genau, am Mittwoch war das.
Nun jedenfalls war der Sohn bei Mutti aufgetaucht und nach einer liebevollen Begrüßung begann er sogleich, die Fenster zu putzen. Er ist groß, braucht keine Leiter, um überall heran zu kommen. UND er hat gutes Handwerkszeug {Abzieher und ähnliches} von dem Reinigungsprofi, mit dem er häufig zusammenarbeitet. Somit geht das bei ihm rasend schnell. Auch richtete er es so ein, dass er zuerst die Fenster putzte in den Räumen, in denen wir uns gerade aufhielten, so dass wir uns bissel unterhalten konnten. Nur die Mutti grummelte, wir sollten nicht so viel schwatzen, er solle lieber putzen. Tat er doch! Hachzzz.
Ich vermute, ihr passte unser "Geschwätz" deshalb nicht, weil wir uns in normaler Lautstärke und schnell unterhielten und sie wahrscheinlich die Hälfte davon akustisch nicht verstand und sich vielleicht ausgegrenzt fühlte.
Dann rief eine ihrer Spaziergeh-Freundinnen an und sie meinte, sie käme mit. Mir sagte sie: "Ich will dir damit eine Freude machen, damit du heim gehen und dich um deine Wäsche kümmern kannst."
Ach, mein Mütterchen, mein kleines.
15:15 Uhr war es dann soweit. Ich ging zum Auto. Der Sohn war beim vorletzten Fenster und winkte mir, wobei ich an Catrin denken musste, weil ich feststellte, wie schön das ist, wenn einem jemand winkt. Sie winkt ja auch immer, ihrem wbLM, ihrer Enkelin… Schön!
16:00 Uhr
Daheim. Ich hatte erst an der Kreuzung angestanden und danach noch an der Schranke. 🙈
Nun landete der zweite Schwung Wäsche im Korb. Den hatte ich am Vormittag nicht mehr geschafft aufzuhängen. Also musste das jetzt geschehen und die Wäsche bleibt über Nacht draußen. Das machen hier im Geviert viele, besonders jetzt, wenn es so früh dunkel wird. Das Wäscheaufhängen macht mir immer viel Spaß, das Abnehmen weniger, aber diesmal ging es flott von der Hand. Die Wäsche vom Vormittag war nämlich gut getrocknet in dem leisen Wind.
Danach gönnte ich mir noch einen Milchkaffee und beschloss, eine Kleinigkeit zu essen. {Das erste heute.} Da war noch ein Brötchen von vorgestern, das infolge der Aufbewahrung in einer Plastiktüte immer noch weich war. Ja, Plastik ist nicht immer schlecht.
Abend
Obwohl ich heute außer Wäsche, Muttibetüddelung und ein ganz klein wenig Haushalt nichts gemacht habe, bin ich erschöpft. Zu einem Teil mögen das noch die Nachwehen des gestrigen wundervollen Konzertabends mit 3 Stunden Tanzen am Stück sein und der Nacht, in der ich infolge Muskelkaters und schmerzender Knöchel immer wieder wach lag, bis ich auf die Idee kam, meine Magnesiumtablette doch noch einzunehmen. Zum anderen Teil ist es wohl dieser Daueranspannung geschuldet, dass ich immer MUSS, immer in Eile bin und herum hetze. Wenn dann abends alles erledigt ist, was schaffbar war und der immer verbleibende Rest auf morgen oder übermorgen verschoben ist, wohl wissend, dass auch da wieder nicht alles geschafft werden kann, dann bin ich eben breit.
So sinke ich auf meine Couch und greife nach dem Strickzeug. Ein Patch an der Decke geht noch. So bin ich bis Montag im Vorlauf, so dass das Innere Ich nichts zu meckern hat. Hat es aber doch: Du wolltest die Socken Größe 40 fertig machen! Jaja, halt die Klappe! 🤭
Ach Mensch Georg, du hast mein Inneres Ich aufgeweckt. Dabei hatte ich doch auch vorher schon genug Geister in meinem Kopf. Hachzzz.
Wer inzwischen aber auch schon wieder parat steht, sind die Müdlinge. Kennt ihr die? Sie sind winzig, nahezu unsichtbar, meist nur wahrnehmbar als dunkler Schatten unter den Augen. Dort hocken sie. Dann strecken sie sich, ergreifen das obere Augenlid und ziehen es mit all ihrer Kraft nach unten. Und da ihrer viele sind, haben sie auch genug Kraft, so dass die Augenlider unwiderstehlich nach unten klappen. Und schwups, bist du eingeschlafen.
21:52 Uhr
Telefon!
Schloafst du schon?
Nicht mehr.
Der Schwager hat mir Reisevorschläge geschickt. Nun muss ich mich drum kümmern, wer mitkommt. Hm. Ja, es war meine Idee. Aber doch bitte nicht mitten in der Nacht.
22:30 Uhr
Telefon!
Störe ich?
Du störst nie!
Der Sohn wollte bissel schwatzen, weil wir am Nachmittag nicht wirklich dazu gekommen waren.
Er schickt mir dann noch einen interessanten Link. In Österreich darf man noch sagen, was an der globalen Politik gerade noch scheißer läuft als seit Jahren schon. {Verzeihen Sie den Kraftausdruck. Er ist ohnehin kein echtes, im Duden nachschlagbares Wort, also darf er hier auch mal benutzt werden. Finde ich!}
Mitternacht
Der 5. November ist um. Ich habe, ja was eigentlich? gemacht.
Und nun gehe ich endlich ins Bett. Anrufen wird jetzt wohl niemand mehr.
Gute Nacht.

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WmdedgT im Oktober 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Mittwoch
01:14 Uhr
Ich wache auf und weiß, dass ich vorläufig nicht wieder einschlafen werde. Die Füße kribbeln und schmerzen. So komme ich auf den Gedanken, endlich wieder mal die Entgiftungs-Pflaster einzusetzen. Hab ich schon ein paar Wochen nicht mehr gemacht.
02:33 Uhr
Ich strecke mich nochmal im Bett aus und schlafe dann wohl auch recht schnell ein.
05:00 Uhr
Wecker, Bad, Küche, Taschen umräumen, Essen einpacken. Die Füße schmerzen kein bissel mehr. Die Pflaster helfen mir wirklich. Ich werde wohl Nachschub bestellen müssen.
07:00 bis 12:00 Uhr
Die Chefetage oder wer immer das tut, hat mich schon wieder für einen Online-Kurs eingeschrieben. Der dritte in einer Woche. Man gönnt sich ja sonst nichts. 🙈
Die Praktikantin bekommt eine Lehrunterweisung in Word. Mal bissel unterrichten genau am Tag des Lehrers macht schon auch Spaß.
wir schaffen für die gespendeten Kindersachen eine neues Ordnungssystem.
12:00 bis 15:30 Uhr
In der "Mittagspause" buche ich für die Mutti und mich einen Kurzurlaub, für das Feiertagswochenende Ende Oktober. Das wird hoffentlich lustig. Sie freut sich jedenfalls sehr, als ich sie anrufe, um ihr davon zu erzählen.
Aus unerfindlichen Gründen bin ich heute froh, als die Frühschicht nach Hause geht.
15:30 bis 18:00 Uhr
Auf dem Heimweg landen wir noch bei der Hexe an und später noch in einem Markt, den ich sonst nur sehr selten nutze {mir zu teuer}.
Feierabend
Es ist verschiedenes aus dem Auto zu räumen, Taschen aus- und umzupacken. Zum Abendessen werden Kartoffelpuffer gegrillt.
Dann geht es auf die Couch. Zuerst stricke ich eine Socke fertig, die erste von Paar #16 gesellt sich zur ersten von Paar #15. Ich stricke hierzu doch gleich die zweite an. Das mit den mehreren angefangenen Paaren ist doch keine so gute Idee. Dann gibt es noch ein Patch an die Decke der Hexe und dann, als ich schon längst ins Bett wollte, kommt noch ein weiteres Patch hinzu.
Die Hexe träumert noch auf dem Balkon herum, während ich mich ins Bett verziehe.

WmdedgT im September 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Es ist Montag. Die neue Arbeitswoche startet. Was mache ich da wohl den ganzen Tag?

Ich bin im Bad und stelle fest, dass ich noch eine Stunde Zeit habe, bis der Wecker schreit. Schön wäre es, wenn ich noch einmal einschlafen könnte. Klappt aber nicht. So stehe ich dann schon halb fünf in der Küche und brate Rührei mit Schinken, das ich dann mit zur Arbeit nehme.

07:30 Uhr
Die ersten Kollegen trudeln ein und es gibt Stress wegen der Verteilung der Dienste. Nachdem ich mich schon vier mal dafür entschuldigt habe, dass ich am vergangenen Donnerstag mit den Schichten etwas durcheinander geraten war und der Kollege zum fünften Mal wieder darauf herum hackte, wie Schei**e er das findet, reichte es mir. Das sagte ich ihm auch und ebenfalls, dass er überhaupt keinen Grund zum Meckern hat, weil ich an seiner Schicht gar nichts geändert hatte. Drei Leute aus seiner Schicht mussten leider gehen. Folglich kamen die drei Neuen in ebendiese Schicht. Ich fragte ihn, was daran so schlimm wäre, dass er mich hier so runtermachen müsste. Da beruhigte er sich langsam.
Wer keine Probleme hat, macht sich welche. Nicht mit mir.

11:00 Uhr
Die Welt kommt in Ordnung, als die zweite Schicht eintrudelt. Ach, schön.

15:00 bis 15:30 Uhr
Die Leute sind pünktlich in den Feierabend gegangen. Damit das auch für mich klappt, beginne ich schon mal, ein bissel zusammen zu packen. Leider hat die Mutti eine neue Angewohnheit. Sie ruft immer in der Zeit an wegen Belanglosigkeiten. Und dann komme ich eben nicht pünktlich vom Hof. Und diesmal habe ich sogar meine Handtasche im Büro vergessen. Mit allen Papieren und dem Bargeld. Das stelle ich jedoch erst zu Hause fest. Nun gut, dann ist das so.

17:30 Uhr
Ich hocke mich auf die Couch und widme mich der Catrin, der ich ihre Nachrichten bei Wh*ts*pp beantworte und noch jede Menge Kram erzähle. Das genieße ich. Es ist ein schönes Feierabendritual, finde ich.

19:00 Uhr
Ich gehe nochmal zum Auto, weil ich schauen will, ob die Tasche nicht doch vielleicht nur vom Sitz gerutscht ist oder so. Außerdem hole ich die Stoffe herein, die ich schon eine Weile spazieren fahre und meine Neuerwerbung, den Dörrautomaten. Den stelle ich in der Küche auf, reinige ihn, wie in der Betriebsanleitung beschrieben. Ihn dann tatsächlich auszuprobieren, fehlt mir die Motivation.
Ich mache mir eine Brühe heiß, weil mir plötzlich einfällt, dass ich seit dem Mittag nichts mehr gegessen habe.

20:00 Uhr
Es ist schon recht düster draußen. Ich knuddel mich auf die Couch, um zu lesen. Lange dauert das sicher nicht mehr, bis mir die Augen zufallen. Ach menno, warum bin ich nur immer so müde?

Gute Nacht euch allen.

In früheren Jahren

September 2021
September 2019
September 2018
September 2017

WmdedgT im Juli 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Es ist Dienstag im Sommer. Was mache ich denn da?

05:00 Uhr
Der Wecker klingelt und ich ziehe die Entgiftungspflaster von den Fußsohlen und hopse ins Bad.

06:00 Uhr
10 Minuten gönne ich mir noch und spreche für Catrin eine Nachricht auf.

07:30 Uhr
Ich setze Kaffee auf, so viel Zeit muss sein, bevor ich mit der Kollegin zu einer Fahrt überland starte, um Spielzeugspenden abzuholen.

10:30 Uhr
Wir sind zurück und die Kollegen räumen das Auto aus. Es ist viel diesmal. Sogar zwei kleine Fußballtore sind dabei. Ich nehme mir etwas zu essen und noch einen Kaffee.

Der Nachmittag vergeht wie im Flug mit den verschiedensten Arbeiten. Einer Kollegin will ich zeigen, wie man Topflappen häkelt, aber sie mag heute nicht häkeln. Na, dann eben ein andermal.

15:30 Uhr
Ich trete den Heimweg an. Eine Stunde überland. Die Mirabellen werden reif.

16:30 Uhr
Ich fahre natürlich nicht direkt nach Hause, sondern hole die Mutti ab. Wir machen den Drogeriemarkt unsicher und ich denke diesmal endlich an die Hornhautsocken.

18:00 Uhr
Wieder vor Muttis Haus. Sie mag nicht aussteigen.
Kommst du nochmal mit hoch?
Nicht unbedingt. Ich möchte nach Hause.
Gehst du jetzt in den Garten?
Nein, ich möchte heim. Was hast du denn nur immer mit dem Garten?
Na, ich will da so gern hin.
Jetzt?
Na, es ist doch noch nicht so spät.

Ich sage ihr natürlich nicht, dass mich das nervt, nie mal einfach Feierabend zu machen. Klar, sie kann ja nichts dafür, dass ich schon am
Montag meins gemacht und das Hörspielfestival besucht habe. Hätte ich ja nicht tun müssen. Hätte in der Zeit ja den Haushalt schwingen können oder was ich sonst so immer am Feierabend machen will. Na, hab ich doch.
Es ist immer das gleiche und ich bin es Leid. Ich muss mich doch nicht rechtfertigen, wenn ich nach der Arbeit nach Hause will. Das machen alle anderen Menschen so. Nur ich nicht, weil die Mutti das nicht will.
Beinahe wäre ich tatsächlich mit ihr in den Garten gekutscht. Da meinte sie aber, ich soll es lassen und stieg aus.

19:00 Uhr
Die Taschen sind ausgepackt und ihr Inhalt verräumt.
Jetzt bin ich froh, dass die Mutti dann doch ausgestiegen ist. Ich hätte mich doch tatsächlich breitklopfen lassen und sie in den Garten gebracht. Und dann wäre ich den ganzen Abend wütend auf mich selbst gewesen und hätte mir selbst Stress gemacht, weil ich nicht NEIN gesagt hatte. Und irgendwann hätte ich sie ja auch wieder heim bringen müssen. So war das jetzt schon besser.

21:30 Uhr
Die Hexe ruft kurz an. Ich bin aber dröselig, weil ich schon überm Einschlafen war. Also verschwinde ich dann mal ins Bett.

Gute Nacht euch allen.

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WmdedgT im Juni 2022

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
Ja, was mache ich an einem Sonntag, auf den der Fünfte des Monats fällt?
Ich stehe um 3.30 Uhr auf, weil ich mal zwischendurch munter bin und mir sogleich wieder eine Menge zu tun einfällt. Mach mal langsam, könntet ihr sagen. Es ist schließlich Sonntag. Schon, aber Sonntag, genauer Pfingstsonntag, bedeutet für mich familiäre Verpflichtungen. Die Mutti will bespaßt werden, da ja Feiertag ist und das somit ihr gutes Recht ist, von mir bespaßt zu werden. Da die Schwester zu Besuch ist, ist das nun nicht nur ihr Recht, sondern meine Pflicht.
Also, dann mal los:

03:30 Uhr
Der Gedanke an, was ich noch alles erledigen muss, raubt mir den Schlaf. Also hoch mit dem alten Körper, raus aus dem Bett. Schlafen kannst du, wenn du tot bist! Das wusste 1992 schon der schöne John {Bon Jovi}

Ich erledige einige Überweisungen. Höre nebenbei Il Civetto. Trinke zwei Tassen Kaffee, dann ist mir schlecht.
Ich räume in der Küche herum. Irgendwas räume ich immer.

05:40 Uhr
Ich kommentiere verschiedene Samstagsplausche. Lese und genieße andere, ohne Kommentar. Ich suche die möglichen Routen zu unserem heutigen Ausflugsziel heraus und kann mich nicht entscheiden, ob ich Landstraße fahre, wie sonst immer oder, der Schnelligkeit halber Autobahn. Wobei das am Pfingstsonntag vielleicht gar nicht schneller geht. Ich überlege, was ich anziehen möchte und ärgere mich ein wenig, dass ich gestern nicht noch eine Trommel Wäsche angesetzt habe. Naja, nun ist es nicht zu ändern.

07:35 Uhr
Inzwischen bin ich bei Bon Jovi gelandet. Ne Schnulze, ich weiß, aber wenn der Gunter {von seiner damaligen Band gibt es wohl keine Aufzeichnungen} die gesungen hat, bin ich regelmäßig dahingeschmolzen.

07:50 Uhr
Jetzt bin ich müde, aber wenn ich mich jetzt nochmal hinlege, verschlafe ich nachher womöglich.
Also hose ich mich an und mache mich schön, also, soweit das bei mir geht. Nee, ich bin nicht hässlich, ich brauche nur länger als andere im Bad *hüstel*
Das ist natürlich nur ein Spruch, denn ich schminke mich nie. Mit meinen Haaren bin ich derzeit aber sehr unzufrieden. So pfriemle ich dauernd an Frisuren herum, die ich dann doch wieder auflöse. So auch heute.
Zum Frühstück gibt es süßen Bulgursalat. Also, wirklich süß ist der natürlich nicht, aber es sind Rosinen drin. In Zukunft mache ich mir den selbst. Ich muss nur erst mal wieder Couscous und Bulgur holen und vielleicht auch Hirse. Wobei… Reis hab ich da und Buchweizen auch. So ein Salat aus Buchweizen hat auch was. Das könnte ich morgen gleich mal ausprobieren.

09:00 Uhr
Ich mache mich auf den Weg zu Mutti. Wir wollen uns 10 Uhr dort treffen und ich will noch das Auto aufräumen, damit die beiden hinten überhaupt sitzen können.

09:30 Uhr
Ich sage der Mutti Bescheid, dass ich da bin, aber noch zu tun habe und dass ich am oberen Ende der Straße parke. Sie kommt runter. Bis sie das geschafft hat, bin ich mit meiner Umräumaktion fertig und das Auto ist wieder chic. Ich flitze noch mal in ihre Wohnung, weil ich schon wieder pieseln muss. Ach ist das nervig.
Dann warten wir.

10:30 Uhr
Schwester und Schwager trudeln endlich ein, steigen in mein Auto um, dann kann es losgehen. Ich habe mich mittlerweile doch für die Landstraße entschieden {War eigentlich klar, oder?} und bin erstaunt, wie zügig ich durch Leipzig durch komme. Einmal quer durch. Dabei ist WGT und Stadtfest, aber trotzdem nicht viel los.

Mittag
Wir erreichen das Wasserschloss St. Ulrich und sind enttäuscht. Es ist eine heruntergekommene Anlage, deren Charme man nur erahnen kann, wenn man die Gabe dazu hat. Die hab ich und stelle mir vor, wie schön man das alles sanieren könnte. Natürlich ist mir klar, dass die Sanierung der gesamten Anlage wahrscheinlich mehrere Millionen verschlingen würde. Wer hat die schon?
Meine Reisegesellschaft steigt trotzdem aus und vertritt sich die Beine. Der Schwager knuckert, was ich da für ein blödes Ziel ausgesucht habe und weil es hier keine Gastronomie gibt.
Na, dem kann geholfen werden, schließlich sind wir am Geiseltalsee. Ich steuere die Seebrücke Brausbedra an und endlich sind alle glücklich. Also, zumindest die Mutti, die Schwester und ich. Ich glaube, der Schwager kann gar nicht glücklich sein, aber wenigstens meckert er nicht mehr.

14:30 Uhr
Mir fällt mit Schrecken die Parkuhr ein, aber es ist noch etwas Zeit. Die Reisegesellschaft möchte ohnehin aufbrechen. Die haben alle kein Sitzfleisch.
Auf dem Rückweg fahre ich ein Stück Autobahn. Blöde Idee, weil ich nicht wusste, wie intensiv am Schkeuditzer Kreuz gebaut wird und dass ich dort gar nicht in Richtung Leipzig {Dresden} abfahren kann. So ergibt sich ab Wiedemar dann noch ein ordenlicher Umweg, wieder über Landstraßen. Mutti und Schwester erfreuen sich an den Feldern mit Mohn. Der Schwager meckert. Was auch sonst?

Spätnachmittag
Wir kommen bei Mutti an. Die Schwester bekommt noch ein größeres Geschenk. Dann gibt es eine Verabschiedungsrunde und schon sind die Zwei wieder fort. Mir fallen die Augen zu. Die Mutti stupst mich an: Also, ich will dich nicht wegschicken, aber…
Nee, nee, alles gut. Ich mache jetzt los.
Unterwegs rufe ich die Hexe zurück, was ich ihr versprochen hatte.

18:00 Uhr
Als ich daheim ankomme, ist der Sohn da. Er wollte duschen, sich chic machen und dann los zum Klassentreffen.
Wir schwatzen kurz. Ich erzähle ihm vom Dienstag und welche seltsamen Gedanken ich mir um die Hexe mache. Bei dem Thema wird er immer unwirrsch. Es ist aber auch seltsam und ich weiß nicht so recht, was ich denken soll.

Irgendwann dann
Ich möchte diesen Eintrag fertig schreiben, aber mir fallen schon wieder die Augen zu. Ist vielleicht auch normal, da ich schon so früh auf war. Ich strecke mich mal kurz auf die Couch und dann ist dieser 5. Juni 2022 auch schon zu Ende.

Euch allen noch einen schönen Pfingstmontag.
Macht es euch fein.

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