WmdedgT im Dezember 2021

Auch heute fragte Frau Brüllen wieder Was machst du eigentlich den ganzen Tag?.
Ein besonderer Tag war und ist das für mich. Die Quarantänezeit ist vorüber und der offizielle Test im Testzentrum war negativ, so dass ich wieder unter Menschen darf und als genesen gelte. Übrigens hab ich mich nur ins Testzentrum getraut, weil ich vorher schon jeden Tag einen Schnelltest daheim gemacht hatte und diese seit Mittwoch oder so schon negativ waren. Andernfalls wäre ich selbstredend nicht rausgegangen.
Und nun, was war heute los?

05:03 Uhr
Ich wache auf und weiß, dass ich nicht nochmal einschlafen werde. Nicht gleich. Wirklich tun mag ich aber auch nichts, weil ich mich immer noch sehr abgeschlagen fühle. Also verkrieche ich mich auf meine Couch und schnappe mir eine frisches Knäuel Sockengarn. Heute macht das Spaß. Auf Spot**y suche ich mir {m}eine Playlist von Wenzel und träume davon, im kommenden Sommer vielleicht doch wieder zum Hafenfest nach Kamp zu dürfen.

06:00 Uhr
Ich habe einen Mordshunger. Also brate ich eine Zwiebel an und dann die Reste der Bratkartoffeln von gestern Abend. Ein Ei drüber. Lecker.
Ich schaffe nur die Hälfte. Wo ist denn mein riesiger Hunger hin?

08:05 Uhr
Ich wollte doch noch frischen Saft pressen für meine Lieben zum Frühstück. Also wasche ich Äpfel, schäle Karotten und Mandarinen und jage alles durch den Schredder {Rohentsafter, mein neuestes Lieblingsspielzeug}. Ich fülle den Saft in meine schönen bunten Flaschen, eine in den Kühlschrank, die andere in meine Tasche.

09:00 Uhr
Jetzt muss ich mich aber beeilen, denn ich muss unbedingt noch unter die Dusche, bevor ich losfahre zur Mutti. Da sind die Schwester samt Mann zu Besuch für 4 Tage und ich soll/möchte/darf zum Frühstück kommen.
Den Saft und das Strickzeug nehme ich mit.

Vormittag
Ich hänge strickenderweise im Sessel herum, während im Fernsehen Märchen laufen.
Gegen Mittag bekomme ich wieder Hunger, aber es gibt heute kein Mittagessen. Stattdessen am Nachmittag Kaffee und ein Stück Stolle.
Die Schwester besucht eine Freundin und ich fahre heim.

17:00 Uhr
Mir geht’s nicht gut. So seelisch. Ich versuche zu lesen, aber der Hiddensee-Krimi macht mich auch trübsinnig. Hätte ich nicht für möglich gehalten.

18:00 Uhr
Ich setzte mich an den Rechner und mit den Kommentaren zu meinem letzten Eintrag auseinander. Das kostet Kraft, doch ich finde, wenn ich eine Lawine von Kommentaren lostrete, bin ich auch in der Verantwortung, mich darum zu kümmern.

ab 19:45 Uhr
Ich schalte den Livestream zu Sarah Lesch ein, hole mir meine Saftflaschen aus dem Kühlschrank und genieße ein wunderbares Wohnzimmerkonzert.
Als dieses gegen 22:30 Uhr zu Ende ist, gibt es noch eine Live-Session auf Insta. Während ich die verfolge, schreibe ich diesen Eintrag hier. Und es geht mir seelisch wieder besser. Also, in den Kommentaren gestern und heute kam auch so bissel zum Ausdruck, dass wir wohl auf hohem Niveau jammern. Na, das machen wir ohnehin gern. *hüstel* Und dass wir mal überlegen sollten, was wir wirklich brauchen. Und ja, stimmt, es ist nicht notwendig, bei den kleinen Einzelhändlern Briefumschläge oder zwei Knäule Baumwollgarn zu kaufen, außer vielleicht für den Einzelhändler. Es ist auch nicht notwendig, Hähnchenfleisch oder Käse zu kaufen, die letzten 14 Tage ging es auch mit Butterbrot und es wäre auch ohne Butter gegangen. Sogar die seit 2 Wochen abgelaufene Buttermilch war noch genießbar. Das geht alles, und ich wäre auch in der Lage und bereit, auf noch viel mehr zu verzichten. Balast abwerfen wäre sowieso gut. Aber für die seelische Gesundheit brauche ich Kultur, brauche ich persönlich Musik und die auch nicht nur aus der Konserve, sondern bitte, bitte auch wenigstens ab und an so wie heute Abend. Also, doch, ich finde schon: Kultur ist systemrelevant, wie ein befreundeter Kabarettist schon im Spätherbst 2020 äußerte. Freilich werde ich mit dieser Meinung ganz bestimmt auch wieder anecken. …die Armee der Zeigefinger brüllt: du spinnst… Zitatende.
Egal. Das war’s für heute.
Gute Nacht.

In früheren Jahren
Dezember 2020
Dezember 2018
Dezember 2017

7 Gedanken zu “WmdedgT im Dezember 2021

  1. Ich habe Deine Verlinkung gelöscht und möchte Dich bitten, in Zukunft keine Beiträge mehr bei WMDEDGT zu verlinken. Ich möchte mit Menschen Deiner Geisteshaltung nichts zu tun haben und nicht auch nur am Rande dazu beitragen, dass dieses wissenschafts- und faktenleugnende Gedankengut weiterverbreitet wird. Danke.

    1. Okay. Ich hab ja schon geahnt, dass ich wieder anecke, wenn ich zugebe, dass mir Kultur wichtig ist.
      Und wenn Frau Brüllen mit solchen Menschen nix zu tun haben will, na, dann ist das eben so.
      Wo ich nun aber wissenschafts- und faktenleugnend aufgetreten sein soll, erschließt sich mir nicht. Im Gegenteil, hatte ich noch gerade dazu aufgerufen, bissel mehr nachzudenken und nicht nur nachzuplappern und/oder zu leugnen. Gerade darum ging es mir doch: Auch anderer Leute Meinung gelten zu lassen, zumindestels als Meinung und diese nicht pauschal zu verteufeln.
      Ich finde es bedauerlich, dass Frau Brüllen dies nicht so verstanden hat und mich nun ihrerseits für meine Nachdenklichkeit und Fragestellungen verteufelt. Dann muss sie das eben tun.

      1. Ich beziehe mich natürlich nicht darauf, dass Ihnen Kultur wichtig ist, sondern u.a. auf diese Aussage hier:“Jetzt erzählt mir bloß nichts von „Impfdurchbrüchen“!
        50% sind kein Impfdurchbruch. 50% sind ein deutlicher Beweis dafür, dass die Impfung eben nicht so wirkt, wie es eine Impfung tun sollte, nämlich, eine Ansteckung verhindern. Möglich, dass der Verlauf ohne Impfung heftiger wäre, aber das weiß man nicht, das muss man glauben. Allerdings ist in Bezug auf die Impfungen schon seit fast einem Jahr von Politk und Leitmedien so viel behauptet und gelogen worden, dass ich da gar nichts mehr glauben kann.“ Das ist wissenschafts- und faktenleugnend und mit Menschen, die so denken und so etwas verbreiten, möchte ich nichts zu tun haben. Dass Sie das nun uminterpretieren, damit es in Ihr Narrativ passt, war zu erwarten.

      1. Danke liebe Hannelore,
        ich bin nun mal nicht einfach ne seichte Tagebuchbloggerin, die nur aufzählt, wie oft die Katze gefüttert wurde und die Kinder irgendwo hingebacht. Das mache ich auch, oft sogar und gern. Und ich lese das auch gern. Aber ich denke eben auch nach und ich äußere auch Meinungen
        UND ich höre mir auch gern an, was andere dazu sagen, sofern sie sachlich bleiben, wie z.B. Magda am Samstag/Sonntag. Was sie da kommentiert hat, fand ich sehr interessant und habe ihr das auch geschrieben.

        Ansonsten bzgl. Frau Brüllen, wer mich nicht will, hat mich nicht verdient. *hüstel*

        Liebe Grüße
        die Mira

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.