
Ich schlage meine Augen auf und sehe dieses schöne Bild.

Meine Aufstehhilfe.
Ohne diesen Stuhl, an dem ich mich festhalten kann, käme ich nicht aus dem Bett hoch.
Ich schleppe mich ins Bad. Heute kommt niemand, um mir beim Waschen zu helfen. Ich bekomme das hin.
Die Morgensonne strahlt das Haus gegenüber an.
Auf der Bettkante hockend habe ich meine Haare gebürstet und geflochten. Ich möchte zur Visite halbwegs gut aussehen.
Am Samstag hieß es, Entlassung vielleicht am Freitag. Heute war von mindestens noch einer Woche die Rede.
Die Tablettenbox lag auf dem Schrank. War das nun Gedankenlösigkeit oder wollte man mich dazu animieren, aufzustehen und auf unsicheren Füßen durch das Zimmer zu tapsen? Ich hole mir die Box auf den Nachttisch.
Frühstück. Jeden Tag das Gleiche. Morgen bestelle ich mir was anderes. Mal sehen, was es gibt.
Etwas Kultur auf dem Nachttisch. Das ist eigentlich ein Taschentuch. Aber weil es so hübsch aussieht, nutze ich es als Serviette.
Die Physiotherapeutin hilft mir, über den Flur zu laufen und stellt mich auf eine Waage, weil sie glaubt, ich hätte abgenommen. Hab ich leider nicht, aber nun, ich habe jetzt ja auch Zement und eine Menge Titan im Körper.
Und schon ist Mittag. Gemüsenudelpfanne. Sieht etwas seltsam aus, schmeckt aber toll. Nach ganz vielen Kräutern.
Der junge Mann vom Sanitätshaus bringt meine Bandage. Mit der kann ich besser stehen und laufen. Auch sitzen, aber das darf ich noch nicht so oft.
Da hängt doch schon wieder ein Infusionsfläschchen über meinem Bett. Also Bandage ab, hinlegen und das Antibiotikum in mich hinein tröpfeln lassen.
Jetzt hat sich die Jalousie automatisch geöffnet. Fein. Nun kann ich zusehen, wie sich die Wolken rosa färben. Vielleicht lese ich noch ein wenig.
Das waren 12 von 12 aus dem Krankenhaus.
Wer sich jetzt fragt, was bei mir los ist: Ich hatte eine sehr schwere Entzündung der Wirbelsäule, die bei meinem Krankenhausaufenthalt im Juni/Juli in Anklam nicht erkannt worden und mittlerweile lebensbedrohlich war. Deshalb wurde ich am 2. August an der Wirbelsäule operiert und versuche nun, mich davon zu erholen und wieder fit zu werden.
Es war unglaublich anstrengend, diesen Eintrag zu schreiben. Deshalb werde ich nachher sicher noch bei euch lesen aber vorläufig nicht kommentieren. Bitte verzeiht.
Eure Mira
In früheren Jahren
12 von 12 im August 2023
12 von 12 im August 2022
12 von 12 im August 2021
12 von 12 im August 2020
12 von 12 im August 2018
12 von 12 im August 2017
Eine neue Routine: Jeden Morgen Zucker messen.
Danach Tablette teilen und eine Hälfte schlucken.
Tee für uns. Die Tasse für den Mann, die Kanne für mich.
Ja, bei uns gibt es Heringshäckerle zum Frühstück. Der Mann ißt das mit Senf.
Das Keto-Getränk für den Tag wird gemixt.
Ein Paket kommt und ich freue mich riesig. Gleich darauf bin ich schwer enttäuscht. Sehr schöne Schuhe, tolle Sohle, noch tolleres Obermaterial. Aber die Passform geht gar nicht. Die Sohle ist 3 cm zu lang und der Spann ist so flach, dass ich beim besten Willen nicht in den Schuh komme. Man sieht ja die schöne lose Schnürung, die dabei helfen könnte, auch bei hohem Spann in den Schuh zu kommen. Aber, wie man sehen kann, ist das Material unter der Schnürung kein Bisschen dehnbar. Wenn wenigstens die Sohle passen würde, dann hätte ich das Obermaterial aufgeschnitten, frisch versäubert und die Schuhe dann sehr gern getragen. So aber kann ich sie nicht gebrauchen.
Müll und Pfandflaschen sortiert und bereit gestellt.
Nein, das ist kein Nebel, das ist ein heftiger Regenguss.
Zwischendurch mit dem Heizkissen auf die Couch. Irgendwie muss ich ja gegen die Rückenschmwerzen ankämpfen. Im Krankenhaus hatte ich Fango, aber mein Hausarzt wollte mir nichts weiter verschreiben. So muss es das Heizkissen tun.
Snackteller am Nachmittag. Den hat der Mann für mich hergerichtet. Da brauche ich definitiv kein Abendbrot mehr.
Körperpflege mit Teebaumöl. Ich liebe das. Es riecht so schön sauber und gepflegt.









Das untere Foto war dermaßen unscharf, dass ich es jetzt mit Blitzlicht wiederholen musste. Dadurch kommen die Farben jetzt genauso, wie sie in Natura sind.
Die Pflanze des Jenaers sah bis vor ein paar Wochen ebenso "verhungert" aus. Seit sie nun auf seiner Terrasse steht, ist sie richtig schön und buschig geworden. Ich hoffe, dass mir das mit dieser Pflanze auch gelingt.
Von oben links nach unten rechts in der Reihenfolge will ich sie verstricken. Es soll in Abwandlung des Schachbrett-Pullovers eine Strickjacke werden. Den Pullover haben die Halleschen Strickmädels in allen möglichen Varianten gestrickt und C. hat eine Strickjacke gezaubert, die mir super gefällt und die ich nun auch haben {stricken} möchte. Bei
Auf dem Balkon habe ich ein wenig geträumert. Den Sonnenaufgang kann ich hier nur indirekt erleben, wenn ich sehe, wie sich das Licht auf den Bäumen oder in den Scheiben gegenüber spiegelt.
9:00 Uhr hatte ich bereits die Taschen gepackt und auch schon ins Auto geladen. Und ich habe das Päckchen mit herein gebracht, das ich gestern endlich von der Tanke abholen konnte.
Oh ja, liebes Päckchen, ich freue mich auch, dich zu sehen.
In dem anderen Päckchen, das ich schon am Freitag bekam, steckte dieser Crepe-Maker. Den musste ich nun endlich ausprobieren.
Hauchdünn sind sie geworden und schmecken gut. Die ersten beiden sahen eher aus wie Kaiserschmarrn, so zerrupft. Aber dann hatte ich den Bogen raus.
Nach Inspektion meiner Nadelsammlung startete ich noch einen letzten Versuch mit NS 2,5
Doch auch dieser stellte mich nicht zufrieden und ich bestellte neue {dünnere} Nadeln. 
An der "Futterkrippe" fand ich einen Glückspfennig {Cent}.
Auf dem Rückweg habe ich noch getankt. Ich komme mir immer komisch vor, an solchen Orten zu fotografieren, deshalb lasse ich das meist. So auch heute.
Noch vor dem ersten Kaffee war Bürokram an der Reihe. Ich dachte, der wäre dringend. Bei einem Telefonat stellte sich heraus, dass es noch Zeit gehabt hätte. Gerade jetzt, da es mir nicht so gut geht, ist mir aber besonders wichtig, dass mit der Krankenversicherung alles im Reinen ist.
Danach gab es dann doch keinen Kaffee, sondern wegen der angeschlagenen Blase, eine große Kanne Tee. Der tat gut.
Nebenher strickte ich an einer Socke mit meinem Sommer-Stino-Muster. Weit kam ich allerdings nicht, weil ich mich wegen der Bauchschmerzen auf der Couch ausstreckte und doch prompt noch einmal einschlief.
Bevor ich mich der Kocherei widmen konnte, musste ich erst einmal die Zwiebeln aussortieren und das Eimerchen auswaschen.
Dann endlich landerten die Eisbeinchen auf dem Herd. Die brauchten eine Weile.
Deshalb gab es zu Mittag erstmal etwas Gesundes. Gemüse. Nur Gemüse.
Diese waren schon bei
Weil es auf dem Balkon so schön war, blieb ich noch eine Weile draußen und schaute in das zartgrüne Blätterdach, das der Ahorn über meinem Balkon erhebt und durch das die Sonne lugt.
Diesen kleinen Küchenhelfer benutze ich derzeit andauernd, und als ob Instagram mich in meiner Küche beobachten könnte {wer weiß
Seht ihr?
Die kleinen Klopse landeten dann noch für 30 Minuten in meiner Fritzi. 





Naja, der Fußboden in der Augenklinik gibt nicht viel her.


…und bin nun hin-und-her-gerissen, ob ich die Familie doch noch umdisponiere und mich für das Konzert entscheide. Letzten Endes lasse ich dann alles wie geplant.
Ich schaffe nur eine, die anderen isst später der Sohn. Als dieser wieder fort ist, fällt mir meine Wäsche wieder ein und ich hänge sie noch schnell ins Bad. 
Ich habe einen Lichtkasten. So einen wollte ich schon lange mal haben und nun blieb bei der Räumung der Firma einer übrig, den ich davor bewahrte, entsorgt zu werden. Heute kommt er das erste Mal zum Einsatz.
Heute sind einmal blaue Kompressionsstrümpfe gefragt, weil ich ein blaues Kleid tragen werde.
Bevor ich losfahre, stelle ich mir das Hörbuch ein, das mich nun eine Stunde lang in den Morgen begleitet.
Schnell sorge ich noch für Verpflegung und Getränke.
Dank meines eigenen Einkaufs und der tatkräftigen Mithilfe einiger Teilnehmer bekomme ich das Couponheftchen voll und kann mir noch eine gläserne Form zulegen.
Diese Lass-mich-dran-Deckel sind furchtbar. Sie drehen sich beim Ausgießen immer dahin, wohin sie nicht sollen und man kleckert alles voll.
Von der Arbeit gibt es natürlich keine Fotos, dafür vom Feierabend beim Sohn. Klar erwartet mich dort zuerst ein Milchkaffee.
Danach räumen wir Muttis Bücher aus. Klar, dass sie alle zu mir umziehen.
Ich frage die Schwester, ob sie das süße Mockaservice haben möchte. Schließlich trinkt sie gern Espresso. Und das ist doch auch sowas wie Mocca, oder?
Endlich daheim werden noch schnell die Einkäufe verräumt.
Dabei reiße ich das Kümmelglas herunter und obwohl es nicht direkt auf die Fließen fällt, zerspringt es in tausend Scherben und ich kann nur noch die Schweinerei beseitigen. Zum Glück ist es trocken.
Bei der Blumenrunde stelle ich fest, dass es höchste Zeit ist, den Austernpilz zu ernten.












Die Waschfee hat einen Schönheitsfehler. Das habe ich schon verschiedenen Topladern von Bauknecht gesehen, dass die Deckel rosten. Scheint ein Manko dieses Fabrikats zu sein. Immerhin wäscht sie tadellos.
Der Wasserkerfi möchte auch frisch versorgt werden. Das Getränk ist mir diesmal etwas zu süß. Ich mag es saurer. Der Jenaer sagt allerdings, es sollte gar nicht so sauer sein. Tja, wie denn nun? Hat jemand vor euch Erfahrung damit?




Und ich hatte sogar schon ein Foto, weil, als ich ankam, ein Karton mit Spielzeug vor der Tür stand, den ich ganz fix hinein geräumt habe, weil es eben zu nieseln begann. 
Nach der Bergung des Kartons gab es erst einmal einen Milchkaffee für mich.
Im Mini-Einkaufszentrum auf dem Berg kaufte ich Batterien und brachte gleich noch eine Packung Windelhöschen mit. Neulich hatte ich mich vergriffen und einfache Windeln zum Binden erwischt. Damit kommt weder die Mutti klar, noch der Pflegedienst. Und ich sowieso nicht. Ein Packet sollte reichen für die letzten drei Tage daheim. Danach regelt das alles die WG.

Mit Tausend Ideen im Kopf betrachtete ich meine neuen Stricknadeln, um mir eine für ein Projekt auszuwählen. Das verwarf ich jedoch wieder und packte die Nadeln weg.

Wir luden alles ein und später bei Muttis neuer Wohnung wieder aus.
…und dann zur Kleinen Frau, um ihr für den nächsten Tag ein Mittagessen zu kochen.