
Dieser 12. November war ein seltsamer Tag, einer, an dem ich viel Zeit mit sinnlosem Warten verbrachte und in diesen Wartezeiten nicht einmal schöne Fotos machen konnte. Trotzdem geht das Ganze jetzt noch zu Caro. Vielleicht interessiert es ja wen.
Einen feinen Earl Grey mit Milch möchte ich auf dem Balkon genießen. In aller Ruhe, bevor ich nachher die Mutti zum Arzt fahren darf. Da entdecke ich die Nachricht des Sohnes, in der er anfragt, ob ich ihn abholen und nach T. bringen könnte. In einer knappen Stunde. Da ist es mit der Ruhe vorbei.
Ich lasse einen sehnsüchtigen Blick zum blauen Himmel und über den sonnigen Hof gleiten, dann mache ich mich auf den Weg.
Vorm Haus des Sohnes muss ich das erste Mal warten, wenn auch nicht lange. Die Zeit reicht, um eine Ente zu beobachten. Ja, wir sind auf dem Land.
Weil ich durch die Aktion mit dem Sohn nun viel zu früh dran bin, es aber auch nicht mehr lohnt, nochmal heim zu fahren, warte ich das nächste Mal bei der Mutti darauf, dass wir in Richtung Arzt starten können. In der Zwischenzeit habe ich Order, am Fernseher etwas einzustellen, was mir natürlich nicht gelingt. Ich habe definitiv keine Ahnung von Fernsehgeräten, schließlich habe ich selbst nie einen besessen. Halt, diese Aussage stimmt nicht ganz. In den zwei Jahren meiner unrühmlichen Ehe gab es im Haushalt ein Fernsehgerät, das jedoch von meinem damaligen Mann beherrscht wurde. *hüstel*
Die nächste Wartezeit ist die, welche mich am meisten ärgert. Wir waren beim Arzt angekommen und die Mutti bestand darauf, dass ich mit ins Wartezimmer komme. Ich, die um Ärzte und erst recht um Wartezimmer am liebsten einen riesigen Bogen macht. In einer Zeit, da unnütze Menschenansammlungen verboten sind, erningelt sich die Mutti, dass ich mich mit Maske in ein volles Wartezimmer hocke. Mir geht es schlecht, ich bekomme schlecht Luft und infolgedessen Kopfschmerzen, aber erst nach einer Stunde, als ich es gar nicht mehr aushalten kann, erteilt die alte Frau mir die Erlaubnis, mich zu verziehen. Ich bin wüternd auf mich selbst, dass ich mich wieder so von ihr habe manipulieren lassen. *grrrrrrr*
Im Auto, wo ich ohne Maske wieder frei atmen kann und im Handumdrehen meine Kopfschmerzen los bin, mache ich es mir gemütlich und stricke ein paar Runden. Diese zweite Wartestunde vergeht wie im Flug.
Auf dem Rückweg fahren wir noch zu einem Schlüsseldienst. Die Mutti will einen Schlüssel kopiert haben, damit sie den bei Gelegenheit dem Notdienst geben kann. Sie hat sich inzwischen dazu durchgerungen, einen Notfallknopf zu beauftragen. Nun soll ich eben diesen Schlüssel besorgen. Sie weiß ganz genau, dass die anderen das immer da hinten haben machen lassen. Ich weiß, dass der Schlüsseldienst "da hinten" keine Schlüssel von Schließanlagen kopiert. Aber die Mutti weiß es mal wieder besser. Also fahren wir da hin, damit sie von dem freundlichen Herrn da im Laden erfährt, was sie mir unter keinen Umständen glauben wollte.
Die Wartezeit, als die Mutti Kartoffeln aufgesetzt hat, weil ich unbedingt noch mit essen soll, vertreibe ich mir, indem ich mit der Schwester telefoniere. Bei Mutti ruft sie nämlich jeden Tag an, während sie mit mir immer nur per WhatsApp textet. Das tut sie auch jeden Tag und das ist auch schön, aber manchmal fehlt es mir, mal mit ihr zu reden. Deshalb nutze ich das aus.
Es ist mittlerweile fast 15 Uhr, als ich endlich meiner Wege ziehen kann.
Ich sorge für Proviant für die Dienstreise. Eine ganze Woche in der "Fremde ", wo keine Gaststätten geöffnet sein dürfen und ich im winzigen Hotelzimmer zwar übernachten darf, weil das Beherbergungsverbot zum Glück nur für Touristen gilt, wo ich aber keine Kochgelegenheit habe. Also brauche ich Verpflegung, für deren Zubereitung eine große Tasse und ein Wasserkocher ausreichen. Die habe ich nun.
Den Mangosaft muss ich natürlich gleich einmal ausprobieren, damit ich weiß, ob ich da vielleicht noch ein paar Packungen mehr kaufe. Ja, den gibt es leider nicht in Flaschen. Lecker ist er trotzdem.
Bevor ich mich für den Abend niederlassen kann, ist noch einiges zu tun, zum Beispiel Blumen gießen. Meine Weihnachtskakteen sind noch nicht so weit, wie Illys {ich finde den Einzeleintrag gerade nicht}, aber ich freue mich an den dicken Knospen.
Der Wäscheständer steht jetzt im Wohnzimmer.
Und die Kleider hängen im Bad. Da werden sie über Nacht trocken, hoffe ich.
Schnell noch die Tee-Reserven auffüllen. [ACHTUNG: Unbezahlte Werbung] Die Mädels in Torgau hatten immer so schöne Trinkflaschen. Ich fragte, wo sie diese her haben und erhielt zur Antwort: Internet Ich sah mich da um, entschied aber, dass mir rund 25 Euro für eine Trinkflasche zu teuer sind. Ein paar Tage später entdeckte ich beim N-Markt im Kühlregal bei den Direktsäften drei leckere Sorten in tollen bemalten Glasflaschen mit Schraubdeckel. Da brachte mir mir in den folgenden Tagen immer eine andere Flasche mit. Der Saft ist richtig, richtig lecker. Und die Flaschen nutze ich seither als Tee-Trinkflaschen.
Man kann den Tee direkt in der Flasche aufgießen und wenn man danach die Teebeutel entfernt und den Deckel zuschraubt, zieht er sich beim Erkalten zu und die Flasche ist dicht verschlossen. Finde ich gut.
Zum Abendessen gibt es Baguette. Und dann beginnt der Strick- und Fernsehabend.
Dass ich kein Fernsehgerät habe, heißt ja nicht, dass ich nicht ab und an die Mediatheken bemühe, um Filmchen zu gucken. Also dann…
Wie ihr wisst, trinke ich gern morgens einen Kaffee auf meinem Balkon. Diesmal war meine weiße Bank schon "besetzt"
Auch auf dem Wäscheständer herbstelt es.
Damit uns die vorwitzigen Blätter nicht gar noch in die Kaffeetassen fallen oder auf dem Frühstücksbrot landen, wird der Tisch eben drinnen gedeckt. Nicht so romantisch mit Kerzenlicht, wie bei Katl, dafür aber altmodisch und märchenhaft {siehe Teller}.
In diesem Zug sitzt die Lieblingsnichte und wird gleich Richtung Heimat starten.
Ich bleibe allein zurück. 🙁
Vom Rande {von der obersten Ebene} betrachte ich das bunte Leben und Treiben. Die Werbung ist rein zufällig auf dem Foto gelandet, lässt sich aber nicht vermeiden. Egal von welchem Platz aus man in die Promenaden hinein fotografiert, irgendwelche Leuchtreklamen sind immer zu sehen.
Da wende ich mich dann doch lieber um 180° und gönne mir einen Rückblick in die Kinderzeit, als ich für Modellbahnen schwärmte.
Ein paar Meter weiter gibt es noch etwas Bahnromantik.
Ich glaube, das Parkhaus im Hauptbahnhof ist das günstigste der ganzen Stadt.
Nun lade ich die Katl zum Ente-Essen ein.
Ein Mitbringsel vom Weimarer Zwiebelmarkt.
Weil ich schon Frühstück und Mittagessen hatte, gibt es statt Abendbrot nur noch gesunde Naschereien aus dem Garten.
Frühstück auf dem Balkon. Da ich nur Milchkaffee frühstücke, geht das mit der kleinen Leiter als Tisch.
Die Bank möchte schnell noch geputzt werden. Die ist ja völlig verkleckert.
Dann ist auch schon die erste Trommel Wäsche fertig und kann in der anderen Ecke des Balkons vor sich hin trocknen.
Ich probiere indessen die neuen Kleider an, von denen leider kein einziges passt. Das liegt leider nicht daran, dass ich mich beim Bestellen in der Größe vertan hätte {das könnte man ja korrigieren}. Nein, es liegt einfach daran, dass die Schnittdesigner überhaupt nicht auf die Idee gekommen sind, dass Frauen, deren dicke Hintern eine Größe 52/54 benötigen, vermutlich auch eine passende Oberweite haben. Die Kleider passen in der Taille und haben um den dicken Pops herum noch angenehm viel Spiel. Nur um die Brust herum sind sie teilweise schmaler als an der Taille. A-Form. Passt mir nun mal nicht.
Auf dem Weg zum Auto werde ich kritisch beobachtet. Wo will sie denn bloß hin? Und was hat sie da Knisterndes in dem großen Beutel? {Lehrgut, denn die Mutti will zum N-Markt. Das nutze ich gleich zum Entsorgen.}
Das nasche ich natürlich nicht selbst, sondern bringe es meinen Leuten mit, die auf einem Tischchen bunte Teller und Schüsseln angerichtet haben, zu deren Füllung ich ein wenig beitragen will. Und der Kaffee ist für die Jungs, die in der letzten Woche jeden Tag für mich Kaffee mitgekocht haben.
Interessant, was ich in der Drogerie alles bekommen habe für nicht mal 10 Euro. Da kann ich mich mit der Haarpflege austoben.
Dem Rechner, den der Schwager vorletzte Woche für mich aufgemotzt hat, spendiere ich noch eine neue Maus samt Tastatur. Ich kann mit Laptop-Tastaturen nicht wirklich schreiben, vertippe mich andauernd, verrrutsche in den Zeilen und verliere deshalb sehr schnell die Lust an längeren Texten. Und die alte Maus war einfach nur gruselig, was auch der Grund war, warum ich am Samstag Morgen den Eintrag zum Samstagsplausch abgebrochen hatte. Das war einfach kein Arbeiten. Nun aber!
Daheim prangt in seiner ganzen Hässlichkeit ein Zettel an der Haustür. Ab der nächsten Woche werden die Balkonbrüstungsabdeckungen erneuert und man soll doch bitte sämtliche Anbauten und Blumenkästen entfernen. Ich hab dieses Jahr keine, finde es aber trotzdem heftig, diese Ankündigung zwei Tage vor Beginn der Arbeiten anzubringen. Die meisten Mieter haben ihre Balkons sehr liebevoll gestaltet und bepflanzt. Das muss nun alles herunter gerissen werden. Und was, wenn jemand verreist ist und dieses Wochenende den Zettel gar nicht sieht? Nicht schön! Rücksichts- oder zumindest gedankenlos. Wie so Vieles.
Schnell verpacke ich noch zwei Paar Socken und hätte mal beim Fotografieren besser auf den Lichteinfall achten sollen.
…bin ich auch schon wieder unterwegs. Es herbstelt. Sieht aber schön aus, so im Abendlicht.
Zum Herrnholz.
Ich bin angekommen.
Ein letztes Mal durch den Wald zur Arbeit. Den Weg genießen. Ach ja.
An der Haustür schnell den Blumenpott vorschieben, damit die Tür offen bleibt.
Aus dem Haus kommt mir ein Schwall warme, abgestandene Luft entgegen. Dabei sieht es im Hausflur doch so schön frisch aus, oder?
Im Büro alle Fenster auf, damit die noch etwas kühlere Luft durch die Räume wehen kann. Hoffentlich erkältet sich in der Zugluft niemand. Dann wird der Mini-Kühler mit Wasser aufgefüllt.
Im März dachte ich, ich würde niemals wieder einen dieser Kalender auf einen 12. umstellen und ablichten können. Und nun doch.
Dann endlich Kaffee. Ihr kennt die Tasse? Ja, die habe ich mit auf die Dienstreise geschleppt. Das musste sein!
In diesem Haus hat jemand einen absolut grünen Daumen. So sieht es im ersten Stock auf dem Flur aus. Auch in den Waschräumen, überall stehen riesige Pötte mit noch riesigeren Grünpflanzen herum. Herrlich.
Zum Feierabend mache ich mich auf den Heimweg. Da hätte ich doch beinahe den Firmenschlüssel mitgeschleppt. Das wäre fatal geworden. Deshalb schnell nochmal zum Haus zurück und den Schlüssel abgeben. Dann aber ab auf die Landstraße.
Drei Stunden und knapp 200 km später lande ich bei Katl, die Gurkensuppe für uns gemacht hat. Hmmmm. Lecker. Und das Beste an so einem heißen Augusttag.
Warum ich zu Katl gefahren bin, statt direkt nach Hause? Weil die gute Seele meine Päckchen entgegen genommen hat und in einem davon meine eigene Mini-Klimaanlage drin war, die wir natürlich sofort ausprobierten.
In dem anderen Päckchen steckten diese schönen Schuhe. Ich hätte sie mir gern in Schwarz bestellt, aber da waren sie in meiner Größe nicht aufzutreiben. Vielleicht später mal.
Zur Erfrischung tischte Katl noch Tomaten aus Helgas Garten auf.
Zuletzt entspannten wir uns noch mit ein paar Runden Socken stricken, wobei ich der Katl die Fixe Ferse erklärte.
Das hätte sicher ein paar schöne Fotos gegeben, doch wir hatten es eilig. Also kratzte der Sohn die Frontscheibe und die vorderen Seitenscheiben frei und wir machten uns auf den Weg.

…und kaufte dafür Radieschen, gekörnten Frischkäse und ein sehr dunkles Körnerbrot.
Die kleine Frau litt sichtlich, weshalb ich sie gern zum Zahnarzt gebracht hätte, aber sie wollte nicht. Also nun Sohn abholen. Auf dem Weg dorthin, stellte sie fest, dass wir ja beim Zahnarzt direkt vorbei kamen und wollte nun gern auf dem Rückweg doch dorthin. Wie gut, dass sowohl der Sohn, als auch ich {woher er das wohl hat?} immer mit riesigen Taschen unterwegs sind und den halben Hausstand mit uns herum schleppen, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. So konnte die kleine Frau beim Sohn auf Arbeit schnell noch Zähne putzen und Mund spülen, bevor wir sie beim Zahnarzt absetzen. Dann brachte ich schnell den Sohn zu seinem Termin und als ich von da zurückkehrte kam mir die Mutti mit leuchtenden Augen entgegen. Ich bin sofort dran gekommen. Mir geht’s wieder gut.
Wie alt es ist, kann man an diesen Fragmenten des alten Türbogens ablesen, die bei der Restaurierung wieder eingesetzt wurden.
Normalerweise sind dort auf einem Fuß drei Sitze montiert. In diesen unnormalen Zeiten hat man den mittleren Sitz abmontiert, damit sich Menschen, die sich dort ausruhen wollen, auch gewiss nicht zu nahe kommen. Immerhin bot das Gestell noch Platz für unsere Eisbecher.
Am Rand der Stadt bei den Feldern zauberte der blauweiße Himmel wieder eine wundersam Stimmung. Ohne die beiden Oberleitungen hätte das Bild etwas unwirkliches, oder?
Ebenso zauberhaft war das grün-goldene Abendlicht auf meinem Balkon.
ich werde sie noch einmal umtüfteln müssen, da sie so, wie ich sie hier aufgeschrieben habe, nicht funktionieren kann. Aber das Bündchen der neuen Sommersocke kann ich ja schon mal stricken.
Kurz nach 7 Uhr startete ich mit dem ersten Milchkaffee aus meiner Meeres-Sehnsuchts-Tasse und dem aktuellen Sockengestrick auf dem Balkon.
Ich zog an den Rechner um und sortierte Fotos. Damit hatte ich neulich begonnen, als ich Meeresfotos suchte. Es braucht eine Menge Zeit, weil ich doch immer wieder in schöne Erinnerungen abdrifte. In Zeiten wie diesen habe ich dafür endlich einmal Zeit oder nehme sie mir.
Hier war erst einmal Ribbeln angesagt. Ich hatte mich um eine Musterreihe vertan, dies aber erst einen ganzen Mustersatz später bemerkt. Nicht schlimm, es waren nur 6 Runden.
Warum haben Marienkäfer weiße Punkte, statt schwarzen? Und seit wann legen Hühner violette Eier?
Mutti hatte sich gewünscht, bunte Eier im Gras zu finden, aber dann hat sie nicht einmal hingeschaut. Na, der Sohn fand die Eier und auch diverse Käfer und freute sich. So kann man auch erwachsenen Kindern noch Freude geben.
Die Schwester wusste nicht, wie Goldlack aussieht. Deshalb nahm ich ein Foto für sie auf und schickte es in die Pfalz. Den betörenden Duft dieser Pflanze konnte ich leider nicht mitschicken. Er ist ohnehin noch schwach, weil die meisten Knospen noch fest verschlossen sind.
Dafür duftete etwas später der Kaffee an der frischen Luft {besser, als er schmeckte}. Vielleicht lag es auch an meiner Einstellung, dass mir der Kaffee nicht schmeckte. Ich hatte auch keine Lust auf Pralinen, weil ich in den letzten Tagen für meinen Geschmack schon viel zu viel Süßes gegessen hatte. Mutti war deshalb ein wenig enttäuscht, aber ich kann es ihr derzeit sowieso nicht recht machen, was vermutlich an der angespannten Gesamtsituation liegt, die uns alle belastet, weil sie unterschwellig immer und überall präsent ist.
Super lecker war hingegen die Vitaminbombe, die der Sohn uns verordnet hatte, damit wir fein gesund bleiben.
In Vorbereitung auf das Abendessen war Schnippeln angesagt. Der Sohn hatte sich Gurkensalat gewünscht. Noch bevor dieser fertig war, kam der Nachbar und stellte einen Teller auf dem Wasserfass ab. Schön weit weg, wegen des Abstands.
Er hatte gegrillt, ganz für sich allein und musste nun auch für sich allein essen. Aber er wollte, dass wir 200 Meter weiter zur gleichen Zeit mit ihm essen und uns so etwas Gemeinsamkeit erhalten. Der Teller war randvoll, mir fiel aber erst ein zu fotografieren, als wir uns schon auf die Cevapcici gestürzt hatten. Oder waren es eher Pljeskavica? Wahrscheinlich, denn es war keine Petersilie daran. Egal, die Hackröllchen haben super geschmeckt, was man an dem fast leeren Teller erkennen kann. Mutti schüttelte sich allerdings vor den Sprotten und auch der Sohn hatte keinen Appetit auf Fisch. Das war auch ganz gut so, denn ich hatte ja noch die feinen Hähnchenbrustfilets eingelegt.
Von denen blieb, wie man sieht, auch ein Berg übrig. Alle geworden ist nur der Gurkensalat.
Und dann wurden mit einem Mal auch die Sonnenstrahlen alle, weil die Wolken sich zusammen ballten.
Gleich nach der Morgentoilette wird noch der Koriander versorgt, ausgelesen, gewaschen und zusammen mit diversen Gemüsen in ein Glas gefüllt.
Außerdem landet noch ein Klecks Ziegenfrischkäse in der Bowl.
Und als Topping oben drauf ein paar Kichererbsen.
Beim Lüften offenbart ein Blick unter das Fester diese Schönheiten.
Auf dem Weg zum Auto schnell noch einen Miniumweg um das Haus herum, um auch noch die anderen Farbtupfer in der ungepflegten Wiese aufzunehmen. Sie tun mir gut in dieser stressigen Zeit.
Ebenso gut tun rosa Wolken und ein blasser Mond…
…und am Rand des Parkplatzes ein paar Tupfen Gelb.
Als ich in der Firma den hässlichen Kalender auf die 12 stellte, wusste ich noch nicht, dass es {Dank Corona} das letzte Mal sein würde.
Bei den Kollegen der Toys Company nahm ich mir ein Andenken mit.
Die Straßen sind leer. Es gibt kaum Feierabendverkehr und ich bin früh zu Hause. Ob ich am Abend wohl diese Socke fertig bekomme?
Erst mal schnell das Abendessen schälen und schnippeln.
Und dann, ein paar Stunden später… Tataaa. Fertig und gleich noch die zweite Socke angeschlagen. Nun aber fix ins Bett, denn morgen wird es wieder stressig.
Das Morgengrauen ist nicht grau und der Silberstreif am Horizont ist nicht silbern. Doch es ist schön, dass es schon langsam hell wird, wenn ich das Haus verlasse.
Beim Morgenritual am Kaufmannsladen liegt ein rosa Hauch über den Dächern.
Schnell habe ich noch etwas Pausenversorgung eingesammelt, in der Hoffnung, dass ich Pausen haben werde.
Noch ist es winterlich kahl am Flüsschen. Die dicken Knospen lassen den Frühling schon erahnen.
Das Sonnenlicht macht Gute Laune auf dem Heimweg.
Der strahlend blaue Himmel auch. Bei solchen Bildern denke ich immer: Auf den Dächern hockt ein satter Gott und predigt von Genügsamkeit.
Vor Muttis Haus blühen die Schneeglöckchen, fast meint man, sie bimmeln zu hören.
Und ein Primelchen. Von weitem dachte ich, wegen der Farbe, es wären Veilchen.
Mutti hat wieder für mich gekocht. Ich liebe Suppen, und wenn ich zu ihr komme, um sie zum Einkaufen abzuholen, hat sie immer etwas Leckeres für mich.
Die Blumen, die ihr am Morgen im Einkaufswagen gesehen habt, bekommen endlich Wasser. Nun wird es nicht mehr lange dauern, bis sie in leuchtendem Gelb erstrahlen.
"Haben Sie jetzt den schönen Abendhimmel fotografiert?" fragt mich eine Frau vor dem N-Markt. Ja, hab ich. Wir schwatzen kurz über die Natur und den Frühling, bis sie ihre Einkäufe verstaut hat und sich auf ihr Fahrrad schwingt, während ich Mutti nachlaufe in den Markt.
Daheim empfängt auch mich strahlendes Gelb. Die Forsythienzweige, die der Sohn mir neulich mitgebracht hat, sind inzwischen aufgeblüht.

Schaut nur, wie schön es da draußen ist.
Ich erwäge, dieses Foto vielleicht für einen Zwölftel Blick zu nutzen.
Und weil ich nun einmal dran war und gleich noch Fotos für diesen Beitrag zusammensuchen wollte, räumte ich gleich noch die Speicherkarten auf und sicherte Fotos aus den Jahren 2018 und 2019. Das heißt, ich begann damit. Fertig bin ich noch nicht, denn das frisst sehr viel Zeit.






…und aus dem Wichtelpäckchen ein weiteres Bobbelchen fische.
AUSPACKEN. Los!!!
Wir ihr seht, nutze ich meine künftigen Türstopper immer noch als Deko auf dem Flurregal, weil ich noch immer keinen Filz drunter geklebt habe und sie deshalb nicht auf das Parkett stellen will. Das schwarz-rot-goldene Bobbelchen kommt im trüben Morgenlicht nicht so gut.
Jaja, Werbung ohne Auftrag und unbezahlt. Steht ja auch oben drüber.
Und weil bald Weihnachten ist, gab es einen geschenkten Strang.
Der war bei manch anderer Empfängerin etwas bunter, meiner ist komplett blau und gefällt mir gut, mal davon abgesehen, dass die Lichtverhältnisse am Abend nicht besser waren als am frühen Morgen. Naja, isso.
Damit hat es sich erst einmal ausgepacht, die Kissenhülle muss warten, denn noch sind nicht alle Wehnachtssocken fertig. Immerhin schaffe ich das Paar für den Sohn noch an diesem Abend…
…und beginne auch die für Mutti noch.
