Am Mittwoch…

…habe ich es endlich geschafft, meinen neuen Pullover anzustricken.
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Das Garn ist nicht so rot, wie auf dem Foto, eher rostfarben. Sieht sehr schön aus. Wie ihr euch denken könnt, wird es ein RVO. Die Zöpfchen will ich in den Raglanschrägen fortsetzen. Als nächstes kommt erst einmal der kniffelige Teil mit den verkürzten Reihen, damit sich der Halsausschnitt ergibt. Das ist immer ein bissel tricky, weil man die Rückreihen umdenken muss und sich bei jeder Zunahme fragt, ob das denn am Ende hinkommt. Aber wenn man stur alle Maschen so strickt, wie sie erscheinen, stellt man in der ersten Runde, die man wieder vollständig strickt, plötzlich fest, dass doch alles aufgeht, egal, wie komisch es einem vorher vorkam.
Bis zu ebendieser Runde habe ich am Mittwoch noch gestrickt. Das musste sein. Ich wollte sehen, wie es aufgeht.

40 Tage…

…ist 2021 alt.
Und 40 Minuten habe ich geschippt und gekehrt, um mein Auto freizulegen und fahrbereit zu machen.
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Das alles, damit ich die Mutti zum Kaufmannsladen und anschließend wieder heim bringen konnte. Sie hat sich sehr gefreut und sie ist tapfer über schlecht bis gar nicht geräumte Wege gestapft. Das Autofahren selbst war eine Tortur, weil wirklich nur die größten Straßen geräumt waren und selbst da nur die Geradeaus-Spuren. wollte man abbiegen, musste man auf der Geradeaus-Spur stehen bleiben und von da aus denn um die Kurve, wenn die Ampel grün wurde. Die kleinen Straßen in den Siedlungen waren knöcheltief bedeckt mir fest- und wieder losegefahrenem Schnee, der sich bestens als Schmiermittel eigenete. Und es gab zumeist nur eine Spur und an den Rändern von Schneehaufen umgebene parkende Autos, die keine Chance hatte, da rauszukommen, ohne dass sie jemand mühevoll freigeschippt hätte. Das bedeutete auch, dass ich vor Muttis Haustür nicht parken konnte. Also stand meine Walli mit laufendem Motor in der einzigen Fahrspur, während ich Muttis Taschen hinaufbugsierte und vor der Wohnungstür abstellte. Und schon sauste ich wieder hinunter, um die Straße wieder freizumachen. Ach menno.
So war ich für das bissel Einkauf den halben Tag unterwegs und als ich heim kam, ziemlich geschafft. Außerdem hatte ich von der Schipperei Rückenschmerzen. Trotzdem hat es irgendwie auch Spaß gemacht.

Samstag ohne Plausch {06.02.2021}

An diesem Samstag habe ich es nicht geschafft, zu Andrea zu kommen und an der schönen Plauschrunde teilzunehmen. Das hatte einen guten Grund.
Ich hatte zwar in der Nacht über 8 Stunden geschlafen, laut Fitness-Uhr auch die meiste Zeit tief. Aber jedes Mal, wenn ich kurz aufwachte, hatte ich Kopfschmerzen, denen weder durch Umlagern, noch durch ausgiebiges Lüften beizukommen war. So stand ich dann auf, machte mich fertig und wollte schon ein wenig räumen, bevor die Katl da sein wollte. Das klappte überhaupt nicht. Ich konnte mich… doch, ich konnte mich aufraffen, ich wollte ja unbedingt bis Mittag mit der Räumaktion Teil Eins fertig sein. Leider hielt ich nie lange durch. Packte hier was und da und schon musste ich mich wieder setzen. So kam ich natürlich nicht voran. Als die Katl dann da war, motivierte mich das noch mal zu besseren Leistungen, denn ich wollte sie nicht ausnutzen. Wenn sie mir schon hilft, will ich doch auch was leisten. Wir haben das tatsächlich geschafft bis Mittag. So, wie wir es uns vorgenommen hatten.
Das heißt, die große Räumaktion ist fertig. Platz in den Regalen ist geschaffen. Was nun folgt, sind die Details. Das wird deutlich länger dauern, macht aber auch Spaß. Da werde ich mir immer mal ein Fach vornehmen, alles raus- und neu wieder einräumen. Immer mal ein Stück. Eigentlich wollte ich damit schon am Nachmittag beginnen, ließ mir das aber von Katl sehr gern ausreden, die meinte: Nun ruh dich doch erst mal aus, wenn es dir schon nicht so gut geht.
Zunächst aber wurde gekocht. Katl hatte einen Kürbis dabei, den sie schon geputzt hatte. Außerdem vorbereitetes Hackfleisch und Käse. Ich musste den Kürbis nur noch klein schnippeln, was ich, wie ihr wisst, sehr gern mache. Dann kam zuerst der Kürbis in die Backröhre, etwas später dann das Hackfleisch und ganz zum Schluss der Käse.
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Lecker war’s. Und viiiiiel. Da hatte ich dann auch noch zum Abendessen genug übrig.
Zur Verdauung und Erholung haben wir gestrickt.
Es war noch hell, als Katl den Heimweg antrat, während ich in meine Wanne stieg und es mir in einem feinen Lavendelbad gut gehen ließ.
Später wollte ich noch ein wenig lesen. Für den Rechner hatte ich an diesem Abend keinen Nwerv mehr. Das ist manchmal so.

Auf ein Neues

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Najaaaa, so neu ist das Regal gar nicht. Aber leer und neu zusammengestellt. Nun freue ich mich darauf, es in den nächsten Tagen einzuräumen.

Die Katl war da und hatte einen super leckeren Kartoffelsalat dabei. Ich hatte Würstchen. Das passte.

Diverse Anrufe kamen. Einer war dabei, über den ich mich besonders freute. Leider wurden wir unterbrochen und das angekündigte: Ich rufe gleich nochmal zurück. kam dann doch nicht. Naja, vielleicht irgendwann.

Jetzt gibt’s noch einen Krimi und dann ab ins Bett. Oder umgekehrt. Erst schön einkuscheln und dann den Krimi. Ja, so mach ich das.

Mittwoch…

…ist mein schönster Tag. Das stimmt schon lange nicht mehr. Außerdem ist es gerade schwierig, einen Tag schön zu machen. Da muss ich mir was einfallen lassen.
Gestern hatte die Weinkönigin eine Idee für heute. Nur, ob wir die wirklich umsetzen, ist nicht sicher.

Ähm… ja, also, die Weinkönigin hat sich gar nicht erst gemeldet. Irgendwie hab ich das schon geahnt. Also habe ich die Zeit genutzt, um weiter zu räumen. Was man da alles findet oder wieder mal in die Hände bekommt.

34/365
Ich war dabei und habe mir die CDs ein Jahr später dann zugelegt. Bei den 30. Songs war ich natürlich wieder dort. Es waren die letzten, die auf der schönen Bühne vor Kloster Banz stattfanden. Die Fortsetzungen in den Folgejahren konnte ich zeitlich nicht einordnen. Erst 2020 passten die Termine endlich wieder. Nur, gab es dann eben keine Songs an einem Sommerabend. Es ist nicht abzusehen, ob es sie je wieder geben wird.
Immerhin gibt es schon einen Termin für die Lieder auf Banz, das Nachfolgefestival vor bewährter Kulisse. Sollte die Regierung allerdings den Forderungen neu aufgetauchter Wissenschaftler {weil mit Drosten nun niemand mehr zu beeindrucken ist} folgen und den Lockdown noch um weitere vier Wochen verlängern, zwingt man mich mit dem Verbot zu arbeiten endgültig in die Knie, an den Rand des Ruins und naja, dann werde ich froh sein, wenn ich noch den Strom bezahlen kann, um die eine oder andere CD abzuspielen. Eintrittskarten zu Festivals kann ich mir dann keinesfalls mehr leisten.
Na, schaun wer mal.

Ich frage mich…

…warum er sich nicht meldet. Ich meine, schreiben hätte er doch mal können, oder?
Dann eben nicht. Da weiß ich nun auch, was ich davon zu halten habe und dass ich so Anzeichen, die ich bei jedem Anderen klar zu deuten wüsste, eben nicht auf mich beziehen darf. Für mich sind die nicht gemeint. So! Nun weiß ich das mal wieder! Warum bin ich eigentlich so blöd und denke und hoffe doch immer mal wieder? Naja, weil ich ganz offensichtlich eben ziemlich blöd bin. So in gewisser Hinsicht.
Trotzdem, träumen werde ich wohl dürfen.
Tja. Wenn das so einfach wäre!

33/365
Ich hatte am Montag in der Bücherei angerufen. Dort braucht man derzeit einen Termin. Man darf auch nicht selbst in den Regalen stöbern, aber man kann bestellen, was man lesen möchte. Da ich keine konkrete Vorstellung hatte, stellte mein Lieblingsbibliothekar aufgrund unserer bekannten Lesegewohnheiten eine Auswahl zusammen. Es waren 14 Krimis. Ich schleppte sie alle mit.
Zehn ließ ich bei Mutti, aber diese vier habe ich mir ausgesucht und mitgenommen.

Samstagsplausch {30.01.2021}

30/365
Den kleinen Leuchtturm habe ich beim Kramen in meinen Tüten und Kartons gefunden. Leider ist es kein Leucht-, sondern bestenfalls ein Räucherturm, denn die Öffnung an der Rückseite ist zu klein, um ein Teelicht hindurch zu schieben. Wie doof ist das denn?
Egal, gemeinsam mit der Zeit-für-Meer-Tasse sorgt er für maritime Stimmung. Und das ist gut so, denn den Winter und den Schneematsch und das Grau ertrage ich nicht mehr. Also träume ich mich weg von hier ans Meer, wo ich auch diese Witterung und die kurzen Tage und einfach alles ertragen und sogar mögen würde. Und euch nehme ich mit.

Hilfreich beim Wegträumen sind natürlich Krimis, die am Meer spielen.
Wie der Der Seenebelmord, den ich diese Woche ausgelesne habe, und Flaschenpost vom Mörder, den ich derzeit am Wickel habe. Dabei macht das gar nichts, dass diese beiden Bücher an der Nordsee spielen, während das Meer meiner Träume die Ostsee ist.
Heute Morgen sendete mir meine Freundin noch dieses wunderbare Lied, das mir genau aus der Seele geschrieben ist. Aber so genau…

Jetzt bin ich in so angenehmer Stimmung, dass ich gar nicht mehr über den Rest der Woche berichten mag. Vielleicht später. Vorläufig möchte ich die Träume vom Meer einfach so stehen lassen. Also mache ich mir jetzt einen Friesentee, mit Wölkchen, aber ohne Kluntjes, weil ich es lieber herb habe, als süß.
Und dann komme ich zu Andrea und schau, was ihr an diesem Samstag so zu plauschen habt.
Bis gleich
eure Mira

Abschied im Schnee

29/365
Ja, es heißt Abschied nehmen von diesem Ort. Ein, zwei Mal werde ich noch hin fahren, um alle Werkzeuge und Utensilien abzuholen, die der Sohn mit der Zeit dorthin geschleppt hat. Aber ab Ende Februar haben wir dann dort nichts mehr zu suchen.
Schade, ich war gern dort. Hab ihn morgens oft hin gebracht und abends abgeholt. Tja, nun.

Bizarr

28/365

Die Mutti versorgt täglich ihre Schnittblumen. So bekamen auch die Tulpen noch einmal frisches Wasser und wurden schräg angeschnitten, damit sie sich noch ein Weilchen halten. Doch kaum standen sie wieder in der Vase am Fenster, ließ eine nach der anderen sämtliche Blütenblätter fallen, bis nur noch dieser außergewöhnliche Strauß übrig blieb.

Von jetzt an…

27/365

…geht es nur noch geradeaus. Oder besser gesagt rundherum. Ein schmaler Rock soll das werden.
Für Andreas Nadelgeplapper reicht dieser Beitrag nic ht aus, für meine Erinnerungen schon. Die Katl hat mir am Sonntag {War das am Sonntag???} ein ganzes Kilo dieses schönen Garns mitgebracht. Und nun habe ich wieder ein Gestricksel, dass ich überallhin mitnehmen kann, um bei jeder Gelegenheit dran zu arbeiten, denn hier muss ich nicht aufpassen, mir über nichts Gedanken machen. Einfach nur vor mich hin stricken und dabei schwatzen, fernsehen, was auch immer. Hier würde vielleicht sogar lesen funktionieren. Das muss ich mal testen.