Der 29. Montag 2022 – Tagebuch

04:58 Uhr
Ich bin genau zwei Minuten vor dem Wecker wach. Die Schlaf-App zeigt 4 h 54 min. Das könnte genügen, wenn da diese Träume nicht gewesen wären. Sowas von stressig, die ganze Zeit nur für einen Job herum gerannt, den ich gar nicht haben wollte. Komische Chefs, komische Kollegen. Und für alles, was schief ging, war ich verantwortlich. Menno
Also, erholsam geht anders.

06:00 Uhr
Ich müsste los, aber ich mag nicht. Ich mag hier sitzen und träumern. Und ich möchte auch einfach mal wo anrufen dürfen und sagen: Ich komme heute mal nicht, ich nehme einen Tag Urlaub. einfach so. Hach. Dabei muss ich schon froh sein, dass ich die seit einem Jahr geplanten drei Tage für das Festival frei bekomme. Die stehen nun aber fest. Vertretung ist bereits geplant. Als ob wir für drei Tage eine Vertretung bräuchten. Aber egal, um so sicherer ist, dass ich frei machen kann. Und das ist mir sehr wichtig.

08:00 bis 12.00 Uhr
Frühschicht. Neue Mitarbeiterin eingewiesen und dazugehörigen Papierkram erledigt. Von Pocahontas kamen gleich noch ein paar Anforderungen. Klar, mache ich doch gern. Ich meine, wirklich. Nur nicht jetzt.
Stattdessen Absprachen mit anderen Mitarbeitern getroffen, mir um einen Sorgen gemacht. Mir außerdem und ganz nebenbei um die Hexe Sorgen gemacht.
Für das Puppenhaus brauchen wir Perlenvorhänge. Einer hängt schon, ich hätte es gern zarter. Also sucht die Kollegin Rocailles und andere kleine Perlen heraus und während alle behaupten Das geht nicht!, beginne ich zu fädeln. Und wie das geht.

12.00 Uhr
Feierabend. Nicht für mich. Ich mach erst mal ein Päuschen. Ein kleines.
Danach widme ich mich dem Bürokrams. Das kann ich nicht ewig machen, weil mir von Sitzen der Rücken schmerzt und überhaupt. So probiere ich hinten in der Malwerkstatt etwas aus, was ich schon längst mal probieren wollte. Fädle noch einen Perlenstrang und brauche noch einen Kaffee. Als ich gerade Wasser aufsetzen will, fällt mein Blick auf die Uhr. Wie jetzt, so spät schon? Wann ist das denn passiert?
Ich lasse das mit dem Kaffee und packe meine Taschen, denn es ist längst Feierabend, auch für mich.

Auf dem Heimweg…
…kommt mir in den Sinn, auf der Umleitungsstrecke früher abzubiegen. Das wollte ich auch schon längst einmal tun. Der Weg führt mich durch den Wald, zwischen Feldern hindurch und in kleine Ortschaften, die ich bisher nur von den Wegweisern kannte. Ich komme von einer anderen Seite nach Wurzen hinein, so dass der Besuch eines bestimmten Marktes einen Umweg bedeutet hätte. Das lasse ich lieber. Es gibt Märkte direkt am Weg, wo ich Mineralwasser kaufe. Dann geht es direkt heim, wo ich sogar einen Parkplatz vor dem Haus finde, so dass das Ausräumen der Getränke leichter wird.

Abend
Erst stricke ich ein wenig auf dem Balkon, aber irgendwie ist das gerade nicht so meins.
Die Bohnen brauchen Wasser.
Die Hexe ruft an wegen eines Konzerts von Faun, aber an dem Tag sind wir noch auf dem Festival. Ich telefoniere mit Mutti wegen der Essensbestellung. Später beschaffe ich noch Karten für Faun in Halle. Uiuiui, stolzer Preis. Aber nun.

Ich bin müde, kann aber nicht schlafen. Also lese ich. Und lese und lese und…

Der 8. Montag 2022 – Teil 2

Was für ein Tag!
Im Montagsstarter hatte ich geschrieben, dass die HU anstand und ich, warum auch immer, ein mulmiges Gefühl hatte.
Das war nicht ganz unberechtigt, aber von einer Seite, die ich nicht erwartet hatte. Die Leuchtweitenregulierung funktionierte nicht. Der junge Mensch, der das feststellte, meinte, so gäbe es kein positives Ergebnis und riet mir, in eine Werkstatt zu fahren und danach einfach ohne Termin noch einmal wiederzukommen.
Ich fuhr also zurück zur Firma und rief meinen ‚Lieblingsschrauber an. Er meinte: Mach dir keine Sorgen, das kriegen wir wieder hin. So unglaublich beruhigend in meiner Not.
Am Nachmittag konnte ich jedoch nicht gleich zu ihm fahren, weil ich ausgerechnet an diesem Tag endlich mit der Pflegedienstleitung verabredet war.
Also Eile, Eile… am Feierabend erst einmal dort hin. Alles besprochen, die Tabletten abgeliefert, Vertrag unterschrieben. Als ich wieder raus war, hatte der Schrauber noch etwa eine Stunde Dienst. Also fuhr ich hin, in der Hoffnung, dass er sich das anschaut und eventuell benötigte Teile bestellt, damit ich am Dienstag nach Feierabend hinfahren kann. Was soll ich sagen? Am längsten dauerte es, das Auto so zu positionieren, dass der Wind die Motorhaube nicht nach hinten schlagen kann, wenn diese geöffnet wird. Er hat vielleicht 3 Minuten gebraucht, dann war das Licht wieder in Ordnung.
Als ich dort wieder vom Hof fuhr, hatte ich noch etwa eine Stunde, bis der Pflegedienst bei Mutti sein wollte. Also fuhr ich zu Mutti, weil ich sie beim ersten Besuch des Pflegedienstes nicht allein lassen wollte.
Die Kleine Frau war zickig. Sie wollte den Pflegedienst nicht und fühlte sich von mir abgeschoben. Hach! Die beiden Schwestern, eine Diensthabende und eine ganz junge Frau in der Ausbildung, waren total lieb zur Mutti und erklärten ihr alles noch einmal, um ihr die Angst und/oder Abneigung zu nehmen. Die Mutti lächelte verkniffen.
Ich fuhr dann noch zum N-Markt und danach noch zur Junghexe.
20:02 Uhr war ich daheim und so breit, dass ich gar nichts mehr tun wollte, nicht mal eine Suppe heiß machen.
Ja, es war viel Rennerei an dem Tag. Ich habe auch viel erreicht und konnte froh sein. Was mich am meisten geschafft hatte, war wohl das Emotionale.
Nun muss ich am Dienstag noch einmal zur HU. Hachzzz

Ostermontag

Auch an diesem Feiertagsmontag haben Anni und Martin wieder den Montagsstarter bereitgestellt.
Dann mal los:

1.) Im Moment muss ich sagen, dass ich wenig seelische Kraft habe und es mir deshalb schwer fällt, immer wieder andere in schier endlosen Telefonaten aufzubauen, wenn sie mir mit ICH-HABE-ALLES-SO-SATT-Sprüchen in den Ohren liegen, jeden Tag auf`s Neue.

2.) Bei dem Song ABENTEUERLAND mag ich nur das Original von PUR, und zwar sehr. Während ich die neue Coverversion scheußlich finde.

3.) Uns allen wird es hoffentlich guttun, wenn es endlich wärmer wird und wir wieder mehr draußen sein können in der Natur, im Garten, in Parks und auf Plätzen…

4.) Ich könnte besser mit Zunkunftsplänen umgehen, wenn nicht ständig, neue unsinnige Verbote über uns verhängt würden, die weder einer klaren Linie folgen, noch irgend einen Nutzen bringen, wie die letzten 12 Monate leider deutlich gezeigt haben.

5.) Nach Lösungen und Auswegen aus meiner derzeitig unerfreulichen Situation suche ich ständig, auch wenn mir alle Ideen und Lösungsansätze immer wieder zunichte gemacht werden.

6.) Bist du damit einverstanden, wenn sich die jetzige Situation irgendwann mal wieder entspannt, nur noch in einer 4-Tage-Arbeitswoche zu arbeiten, wie es vor C. schon mal im Gespräch war? Mir würde das Modell mit einem freien Mittwoch am besten gefallen.

7.) Ich freue mich auf kommenden Freitag, an dem die Mutti Geburtstag hat, habe bis dahin noch einige Vorbereitungen zu erledigen und dann feiern wir im Minikreis, so gut es sich eben feiern lässt.

Weil der April sich mit Regen und Kälte von seiner hässlichsten Seite zeigt, werde ich mir jetzt einen Pott Kakao kochen und mich mit einem Krimi auf die Couch zurückziehen.

Der 13. Montag

Natürlich gibt es auch heute wieder den Montagsstarter von Anni und Martin. Auch wenn es bisher kein guter Tag war und inzwischen schon Spätnachmittag ist, will ich mich mal noch dem Lückentext widmen.

1.) Ich habe eben beschlossen, den Lückentext doch auszufüllen, obwohl mir heute nicht wirklich danach zumute ist. .

2.) Ich genieße derzeit gar nichts so recht, weil mir … siehe 1. Was, ihr könnt euch das sicher schon denken, natürlich daran liegt, dass sich der Auftrag, über den ich mich letzte Woche so gefreut hatte, infolge des Lockdown-Chaos – mal verschärfen, mal nicht und dann am liebsten doch für immer – zerschlagen hat und die Existenzsorgen wieder hochschwappen. Warum lässt man Leute nach Malle fliegen, aber weiterbilden dürfen sie sich nicht? Klar, weil man ungebildeten Menschen besser Angst machen kann und ängstliche Menschen sich besser in die von der Politik gewünschten Formen pressen lassen. Das war schon zu Zeiten der Inquisition so.

3.) Was ich in diesen Tagen sehr vermisse, ist/sind ehrliche, wahrheitsgetreue Informationen. Aber die kann man als Bewohner Deutschlands wohl nicht erwarten. Das wäre ja mal ganz was Neues.

4.) Nur weil etwas in den Medien immer wieder breitgetreten wird, ist es noch lange nicht wahr.

5.) Wenn ich „prasselndes Kaminfeuer“ lese/höre, denke ich an eine winzige Hütte, in die ich mich gern zurückziehen möchte.

6.) Kaltes Wetter hatten wir genug. Jetzt darf endlich Frühling werden, oder am besten gleich Sommer.

7) Diese Woche habe ich nichts geplant, weil alle Pläne, die ich hatte, zersplittert sind wie Glas, das man mit Steinen bewirft und außerdem deshalb steht auch nichts im Kalender.

Ja, ich weiß, es ist ein frustrierter Montagsstarter. Aber so ist es nun mal am 13. Montag des Jahres 2021. Zumindest für mich.
Euch allen wünsche ich, dass es euch besser geht. Mir wünsche ich, dass es auch mir bald wieder besser geht.

Der 12. Montag

Da sind sie wieder, die berühmten Lückentexte von Anni und Martin.
Der Montagsstarter

1 Die Lückentexte auszufüllen macht mir jedes Mal viel Freude.

2 Zu viel Zeit verbringe ich am Rechner oft mit Dingen, die nicht wirklich sein müssten. Dann wieder gibt es Dinge, die zwar auch nicht dringend sein müssten aber viel Freude bereiten, deshalb bin ich jetzt genau hier!

3 Diese Woche freu ich mich besonders auf den Sonntag, wenn ich zu meiner Enkelhexe gehe zum Babygucken. Nein, kein Menschenbaby, dafür ist die Hexe schon noch zu jung. Ein Hundebaby wird am Samstag bei ihr einziehen und ich darf es am Sonntag schon besuchen.

4 Ohne Milchkaffee gut in den Tag zu starten ist unmöglich .

5 In meinem Flur ist es leider zu düster für Pflanzen, das zeigt mir der Affenbrotbaum recht deutlich.

6 Jede Menge leere Einkaufstaschen , einen Großpack Milch, den ich einzeln nach Hause trage, weil er mir sonst viel zu schwer ist und ein Päckchen Masken findest du in meinem Auto.

7 Diese Woche wird Konzentration und Organisation verlangen, damit ich nichts vergesse und für kommende Woche einschließlich Osterfest alles parat habe und als Highlight besuche ich am Sonntag die Junghexe. Siehe oben.
Das war es erst mal für den Start in den Tag und in die Woche.
Später, am Abend trage ich hier vielleicht noch etwas nach.

Der 7. Montag

46/365

Oma, hast du Zeit?
Die nehme ich mir für dich, meine Hexe!

Der Montagsstarter von Anni und Martin.

1_Das Wochenende ist vorüber, aber mit meinen neuen Socken bin ich nicht fertig geworden.

2_Musik ist für mich alles. Entspannung, Lebensfreude oder auch, tja, wie soll ich sagen? Weisheit? Also, ich meine, wenn mir in gewissen Situationen bestimmte Textzeilen einfallen und ich diese dann zitiere.

3_Was ich am Homeoffice nicht mag bzw. mir nicht vorstellen kann ist …nichts. Nachdem ich letzte Woche geschrieben habe, dass ich daran alles mag, fällt mir jetzt hier nichts ein, was ich aufschreiben könnte.

4_Zu Hause vergesse ich über dem Stricken und erst recht üvber dem Lesen manchmal die Zeit.

5_ Der Montagsstarter ist ein guter Anlass, um bei euch vorbei zu schauen und mich über eure Gedanken zu freuen.

6_ Die Konditionen für meinen Wunschjob haben sich verschlechtert, allerdings habe ich trotzdem zugesagt. Ich will endlich wieder arbeiten!

7_Diese Woche habe ich einen bösen Brief zu schreiben geplant und außerdem steht/stehen ein Telefonat mit dem Anwalt im Kalender. Nicht schön das Ganze, aber ich kann mir einfach nicht alles gefallen lassen!

Soviel erst mal von mir. Habt alle eine angenehme Woche und vor allem, bleibt gesund.

Der vierte Montag

25/365

Am Morgen endlich noch die Fäden vernäht, wozu ich gestern dann doch keine Lust mehr hatte, und mich dann in den diversen Strickgruppen für meinen Fleiß feiern lassen. *hüstel*
Dann kam ein Aruf von der Hexe. Hatten wir für heute irgendwas verabredet?
Hatten wir nicht und sie konnte auch nicht kommen, weil sie allein daheim war. Also schickte sie mir die Aufgabenblätter und rief dann wieder an. Per Telefonkonferrenz half ich ihr bei der Erledigung, wobei meine Hilfe fast gar nicht nötig war. Sie konnte alle Aufgaben ohne Hilfe lösten, richtig lösen! Das einzige, was ich für sie tun konnte, war, dabei zu sitzen und ihr ihre Verunsicherung zu nehmen, indem sie mich, bevor sie etwas niederschrieb, fragte, ob das richtig sei. Es war immer richtig.

Den Montagsstarter wollte ich zwischendurch ausfüllen, was nicht funktionierte, weil der Lückentext für mich diesmal sehr anspruchsvoll war. *grübelgrübel*

1_An einer Auslage mit Garnen oder Stoffen kann ich nicht vorbeigehen.

2_Das Sammeln irgendwelcher Dinge habe ich mir abgewöhnt, da ich nicht mehr weiß, wohin mit dem ganzen Zeug. Das gilt sogar für Bücher, die ich mir nach Möglichkeit ausleihe oder als e-books lese. Ausnahmen mache ich bei bestimmten Kinderbüchern. Zum Beispiel bei Alexander Wolkow und den Nachfolgebüchern Jurij Kusnezows und des Autorenduos Nikolai Bachnow. Auch die Bücher über die Vier treuen Freunde würde ich sammeln, so ich ihrer zu einem vertretbaren Preis habhaft würde.

3_Für den Schwung am Morgen brauche ich nicht viel. Ein paar Sonnenstrahlen, einen Job, der Spaß macht, Musik. Manchmal jedoch hilft gar nichts. Da komme ich einfach überhaupt nicht in Schwung, und das passiert leider derzeit recht oft. Zu oft.

4_Heute haben wir/habe ich eine schöne Unterhaltung mit meiner Enkelhexe am Telefon geführt. Es ging um Klugheit und Schulbildung und darum, dass diese zwei Begriffe nicht zwingend zusammengehören.

5_Nach einem Jahr ist leider vieles von dem eingetreten, wofür ich im März 2020 als Schwarzmaler und Schlimmeres beschimpft wurde. Dabei hätte ich mich SO GERN geirrt.

6_Star Trek habe ich gesehen, Star Wars auch. Als "Fan von" kann ich mich bei beiden nicht bezeichnen.

7_Ich freue mich auf den Tag in dieser Woche, wenn wir das Auto der Weinkönigen zurückholen und ich dafür wieder ein Stück überland fahren muss , habe noch einen blöden Papierkram zu erledigen und dann kann ich mich hoffentlich vollends entspannen.