
Kurz nach Mitternacht wachte ich auf, wechselte ein paar Worte mit dem "Mitbewohner", der gerade eingetroffen war und mir Essen mitgebracht hatte. Gegrilltes Kotelett, hier noch in der Transportverpackung, in der ich es dann erst einmal in den Kühlschrank verfrachtet habe.

Danach war es mit Schlafen erst mal vorbei. Also kramte ich die Patch-Decke aus der Tasche, in der sie noch vom Mittwoch Abend steckte, und stellte endlich den Rand fertig. Diesen Rand musste ich dann dem "Mitbewohner" unbedingt zeigen, weil er mich überhaupt erst auf die Idee gebracht hatte, welches Garn ich dafür verwenden sollte. Ein Foto der Decke gibt es an dieser Stelle nicht, weil die Decke denmächst einen gesamten eigenen Eintrag bekommt.
Wenn man jahrelang an so einem großen Projekt strickt, entsteht eine eigenartige Leere, wenn es dann endlich fertig ist. So überlegte ich schon vor einer Weile, gleich wieder eine neue Decke zu beginnen, allerdings diesmal nur aus Resten, die überwiegend grün sind. Am Mittwoch brachte mich Uta jedoch auf eine andere Idee, die ich dann heute Nacht unbedingt noch anstricken musste.
Viel erkennt man noch nicht, aber als ich soweit gekommen war, war es inzwischen nach 3 Uhr und ich wollte noch ein wenig schlafen, bevor für diese Woche der letzte Tag im Hamsterrad begann.
So schön sah der Himmel aus, als ich zur Arbeit musste.
Beim Morgenritual durch das K-Land gestromert und einfach mal ein Regal fotografiert, weil es so schön "belebt" aussah.
Dann schnell die grüne Tasche mit allem gefüllt, was ich in den Arbeitspausen. falls ich dazu käme, essen und trinken wollte.
Schwups, schnell den Arbeitsplatz eingerichtet, bevor die ersten Fragen kamen, wer was alles brauchte und mochte oder auch nicht. 😉
Zweieinhalb Stunden später, dank Christel, die mich aus dem Schulungsraum holte, der erste Kaffee {sollte auch der einzige bleiben, da keine Zeit für mehr} und kalt geworden ist er auch, bevor ich dazu kam, ihn zu trinken.
Pünktlich zum Feierabend brauten sich dunkle Wolken über der Stadt zusammen. Das vorhergesagte Gewitter erschöpfte sich jedoch in wenigen Regenspritzern während der Heimfahrt.
Ich frage mich, wie der Putzmann die Ecken sauber bekommen will, wenn er die Fußmatten immer so drapiert, wie hier im Bild. Das macht er mit allen Fußmatten, im ganzen Haus. Und dann wischt er. Das kann ja nix Gescheites werden.
Endlich daheim gibt es erst mal eine Kanne Tee.
Die Lieblingswurst, die den ganzen Tag in der grünen Tasche gewohnt hatte, sah ein wenig derangiert aus, schmeckte zum Abendbrot aber lecker.
Und dann war eine Runde ribbeln angesagt. Und natürlich ein Neubeginn. Den zeige ich euch gleich noch.












Sonntag Morgen 7:09 Uhr. Augen auf! Ich seh nichts. Ach so, es herrscht Nebel.
40 Minuten später in der Küche ein paar Vorbereitungen für die Verpflegung an diesem Tag.
Die Tasche ist gepackt und verstaut. Mal sehen, wieviele Patches während des Wollefest-Sonntags fertig werden.
Der Nebel hat sich aufgelöst und das Messegelände empfängt uns mit Sonnenschein. Trotz Kälte {am Morgen waren noch -1°} ist der Springbrunnen in Betrieb.
Erste Beute. Nachdem Monika gestern einen solchen Strang mitgenommen hatte, überlegte ich mir, dass dieser ein Paar Socken ergeben könnte, die ganz wunderbar
Drei Stänge á 800 m entdeckt von
Nun brauchten wir erst einmal eine Stärkung. Die gute Katl hatte inzwischen aufgetafelt, während wir noch auf Schatzsuche waren.
Bevor wir wieder auf Beutezug gingen, wurden erst ein paar Maschen gestrickt. Das muss bei einem Wollefest schließlich sein.
Was wäre ein Wollefest ohne Schaf(e)? Eines {ich glaube sogar, es war genau dieses} hat mich sogar geknuddelt. Wie schrieb Karin doch gestern- Man braucht täglich 16 Umarmungen, um glücklich zu sein. Die Umarmung eines Schafes zählt bestimmt mehrfach, oder?
Wenn das Wollefest zu Ende geht, bin ich immer ein bisschen traurig. Da hat man zwei Tage lang Menschen getroffen, von denen man einige nur bei diesem Fest trifft, manche nicht einmal jedes Jahr. Da hat man zwei Tage lang dem Hobby gefrönt, in schönen Eindrücken geschwelgt. Da habe ich Zeit nur für mich genutzt und nur Dinge getan, die mir Freude gemacht haben. Wenn dann die Abendsonne ihre schrägen Strahlen über das Messegelände sendet, die Händler die wenigen nicht verkauften Waren einpacken und man zum Parkplatz schlendert, wird man immer langsamer und langsamer, um den endgültigen Abschied noch hinauszuzögern. Dann ist es gut, wenn man noch etwas vor hat, irgend etwas kleines, womit man die plötzliche Leere füllen kann, wenn alle weggefahren sind. Es ist so ein Gefühl, wisst ihr, wie wenn man jemanden zum Zug gebracht hat. Der Abfahrende hat seine Reise vor sich, aber man selbst bleibt allein am Bahnsteig zurück. Da entsteht auch so eine Leere.
So, wie er jetzt aussieht, hätte ich mir den niemals gekauft. Aber ich weiß ja in etwa, wie er verstrickt aussieht. Ihr dürft gespannt sein.
Frühstück im Hotel. Und weil es im Urlaub immer Bacon geben
Als wir gestern ankamen, war es es sehr windig. Kalter Wind, der in die Ohren biss. Und ich bin die einzige von uns, die keine Mütze dabei hat. Ich besitze gar keine Mütze. So habe ich aus meinem Vorrat, den ich für die Patchdecke mitgenommen habe, einen ausreichend großen und farblich passenden Rest heraus gekramt und schnell ein Stirnband angeschlagen. Das Bild ist leider unscharf, aber das habe ich erst festgestellt, als das Stirnband längst fertig war.
Endlich am Strand. Sonne und Wellen, was braucht man mehr am Meer? Ach, doch, etwas braucht man noch. Eine Tüte für die Muscheln, die man findet.
Das Laufen im Sand ist etwas beschwerlich, besonders, wenn man nicht mehr so ganz blutjung ist. Doch unbeirrt stapft Mutti zum Strand und in Richtung Göhrener Seebrücke.
Ich bewundere inzwischen die Tüchervielfalt in der kleinen Boutique an der Promenade. Eines schöner als das andere. Ich kann mich nur schwer entscheiden. Am Ende wird es das, welches hier ganz rechts im Bild zu sehen ist.
Endlich eingekehrt. In Göhren gibt es da beim Bahnhof ein kleines Fischrestaurant. Wir kannten es schon von vergangenen Urlauben. Damals waren wir zufriedener. Außerhalb der Saison geben sie sich vielleicht nicht so viel Mühe.
Die Lieblingsmenschen sind trotzdem satt geworden.
Einsame Galionsfigur ohne Schiff. Das Gelb leuchtet weit und entschädigt für fehlende Sonnenstrahlen.
Letzter Blick zur Seebrücke in Göhren. Letzer Blick? Wir kommen doch noch mal her, oder? Der Urlaub hat doch gerade erst angefangen.
Das kommt davon, wenn man voll bekleidet den Wellen zu nahe kommt. Nur gut, dass die Heizung so gut funktioniert.
Abendessen vor der Glotze. Was sonst? Die Sachen hängen ja auf der
Am Abend noch ein Foto-Schuh-ting.
Frühmorgens noch gar nicht an das Projekt
Mein neuer alter Autoschlüssel muss natürlich auch mit. Wochenlang fungierte er nur noch als Schlüssel, weil die Batterie für die Zentralverriegelung leer war. Die Folge war, dass ich immer, wenn ich das Auto aufschloss, ganze 30 Sekunden Zeit hatte, die Zündung einzuschalten und dass in dieser Zeit keine andere als die Fahrertür geöffnet werden durfte. Anderenfalls ging der Alarm los und konnte nur durch eben dieses Einschalten der Zündung gestoppt werden.
Am dunklen Morgenhimmel ein Märchenmond. Was fielen mir da nicht gleich für schöne Geschichten ein. Wenn ich nicht zur Arbeit gemusst hätte, wie gern wäre ich eingetaucht in die Märchenwelt. Gewiss wäre ein schönes Märchen entstanden. Hach.
Noch vor den ersten Amtshandlungen erst mal ein Pott Kaffee. Der reicht dann für den Tag, immerhin fasst er beinahe einen Liter.
Die Frühstückspause für ein paar Besorgungen genutzt. Ein paar Basics, die ich unbedingt mit Schnickschnack, Drüberziehchen und ähnlichem ergänzen möchte. Da ist Handarbeit angesagt. Re- und Upcycling, wie das neudeutsch heißt. Man könnte auch sagen, ich hätte da ein paar ältere, teilweise verschlissene Kleidungsstücke, die ich ummodeln und aufpeppen möchte. Das sollte in den nächsten Wochen mal geschehen. Ideen habe ich dafür jede Menge.
Mittagessen. Ganz und gar nicht gesund, ich weiß. Aber in der Firma sind die Möglichkeiten begrenzt, und irgendetwas muss ich ja essen. Heute Abend bei Mutti gibt es bestimmt wieder irgend eine feine Suppe.
Feierabend. In dieser Straße parke ich mein Auto. Diesmal aber an einer anderen Stelle, als sonst. Das gab einen kleinen Schreck, als ich es zuerst nicht fand.
Kurz nach dem Start in Richtung zu Hause meldete sich die Tankanzeige mit durchdringendem Warnton. Zwar wäre mir noch eine Reichweite von etwa 70 km geblieben, aber sicherheitshalber fuhr ich mal an einer Tankstelle ran.
Wie vermutet gab es bei Mutti eine feine Suppe. Grüne Bohnen. Hmmmm. Das ist inzwischen Tradition geworden, dass es eine Suppe gibt, wenn ich sie zum Einkaufen abhole. Darauf freue ich mich schon immer.
Heute war mal wieder die Bücherei dran. Das machen wir dann immer zuerst. Danach die Drogerie {falls Mutti da was braucht} und am Schluss der Kaufmannsladen.
Diesmal brauchte sie etwas aus der Drogerie.
Besonderheit an diesem Tag war, dass ich nach dem Einkaufen nicht nur die Taschen in die Wohnung trug und dann in den Feierabend verschand, sondern bei Mutti auf mein Kind wartete, der an einer kleinen Uhr noch die Batterie wechseln wollte. Sonst ist Mutti jedes Mal zum Uhrmacher gegangen und die letzte Batterie, die dieser eingesetzt hatte, hielt ganze 6 Wochen. Nun machen wir das selbst. Das ist deutlich preiswerter und wird wahrscheinlich auch länger halten.