Februarnotizen – 25. Februar 2026

Die wichtigsten…
Tagesaufgaben gestern

01. Passbilder
02. Bücherei Bücher zurückgeben und neuen Leseausweis erstellen lassen
Das war ein heftiges Hin-und-Her wegen der Passbilder. Erst hieß es, ich brauche biometrische Passbilder. Klar! Dann fand ich beim Landratsamt einen Hinweis, dass in Torgau keine Papierbilder mehr akzeptiert werden und ich digitale Passbilder bräuchte. Es gab einen weiteren Hinweis, dass man diese im Bürgeramt in Torgau bekommen könne. Also tobte ich dort hin. Es war sonnig und der Fußweg zum Bürgeramt war von der Arbeit aus ein Katzensprung. Als ich der sehr netten jungen Mitarbeiterin dort mein Dilemma schilderte, war ihre Antwort "Jein". Sie könne zwar digitale Passbilder erstellen, aber nirgends hinschicken oder speichern. Diese Bilder dienten nur zur Beantragung eines Personalausweises oder Reispasses und werden automatisch in das entsprechenden Formular eingefügt. Das nutzte mir nun nichts, da ich die Bilder für die Führerscheinstelle brauche. Die junge Frau schickte mich zu dm, empfahl mir alternativ noch einen Fotografen im Ort, den ich bevorzugte, weil ich bei dm wieder nur einen Automaten und keine Beratung gehabt hätte.
Der Weg vom Bürgeramt zum Fotografen war ebenfalls sehr kurz und machte Freude, weil ich an ein paar netten Geschäften vorbei kam. Der Fotograf selbst war eine Bereicherung. Er konnte mich nämlich umfassend beraten und erklärte mir, dass diese digitalen Passbilder tatsächlich nur für die Ausweise gebraucht würden. Für deren Übermittlung gäbe es eine extra gesicherte Leitung, die er nutzen müssen… Tja und die Führerscheinstelle beteilige sich nicht an dieser Sache. Dort wolle man Papierbilder, das wisse er genau, da er erst vor einer Woche selbst dort war. So bekam ich dann meine biometrischen Papierpassbilder und dem Hinweis, sollte sich in dieser einen Woche etwas geändert haben, mögen man ihn anrufen und er sende dann das digitale Bild {den QR-Code} dort hin.
Am Abend war ich in der Bücherei. Die Bücher, die ich gemeinsam mit RoHen ausgeliehen hatte, wollten zurückgebracht werden. Ich hatte sie schon verlängert, weil ich zur Fälligkeit keine Zeit hatte, zur Bücherei zu gehen. Nun aber! Außerdem würde mein Leseausweis zum 4. März ablaufen und außerdem brauchte ich ohnehin einen neuen, weil er ja auch in der gestohlenen Geldbörse gewesen war. Ich mag unsere Bücherei. Sie hat so etwas heimeliges. Außerdem schien die Sonne, wodurch es dann in der Bücherei noch schöner ist, wenn die Abendsonnenstrahlen schräg durch die kleinen Sprossenfenster fallen.
Ein gelungener Tag war das.
Tagesaufgaben heute
01. Führerscheinstelle
02. Zulassungsstelle
03. Kleinigkeiten einkaufen
04. Wäsche

Ein Irrtum klärt sich auf
Ich habe doch immer mal wieder erwähnt, dass ich noch zwei Jahre bis zur Rente habe. Kollegen und Kolleginnen vom Betriebsrat waren der Meinung, nach allem, was ich in den vielen Jahren {seit 2009} für die Firma getan habe, wäre es nur recht und billig, wenn man mich diese zwei Jahre noch beschäftigt hätte, zumal in einer Zweigstelle gleich zwei Festangestellte gekündigt hatten. Man war der Meinung, dass man mir eine dieser Stellen hätte geben können. Tatsächlich wollte man das auch, aber wieder auf Honorarbasis. In meinem Alter kann ich mir das jedoch nicht mehr leisten, weil es bedeutet, Vollzeit zu arbeiten, im konkreten Fall mit sehr weiten Anfahrtswegen zu Arbeitsstellen in Thüringen. Die Arbeitgeberanteile zu Kranken-, Renten-, Sozialversicherungen müsste ich selbst zahlen. Urlaubsanspruch hätte ich keinen und ebenso keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und kein Krankengeld. Wenn mir also, was man natürlich nicht hofft, wieder so etwas passiert, wie 2024 mit dem Rücken, stünde ich von jetzt auf gleich ohne Einkommen da. Das war 2024 auch so, aber damals hatte ich noch ein paar Rücklagen, die durch die Krankheit dann aufgebraucht wurden. Neue Rücklagen konnte ich leider nicht bilden. Aus Gründen.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich brauche eine Festanstellung. Der Chef hat jedoch geäußert: Die kriegt keine Festanstellung von mir. Die hat immer auf Honorar gearbeitet, das soll sie gefälligst wieder tun. NEIN! Ich habe ja noch zwei andere Bewerbungen laufen.
Und nun kommt die Sache mit dem Irrtum ins Spiel. Ich war, wie gesagt, immer der Meinung, ich müsse noch bis September 2028 arbeiten und könne erst ab Oktober 2028 in Rente gehen. Beim Sortieren einiger persönlicher Unterlagen stellte ich nun fest, dass ich schon im Oktober 2027 in Rente gehen kann. Bis dahin reicht mein Anspruch auf ALG1.
Das bedeutet nun: Ich arbeite noch diese und nächste Woche und dann noch 2 Tage, die jetzt noch nicht feststehen, weil sie sich nach Entsorgungs- und Räumterminen richten. Das können auch gut 4 halbe Tage werden, je nach Termin. Um diese 2 oder 4 halben Tage herum habe ich 3 Wochen Urlaub. Und danach bin ich arbeitslos und kann das bis zum Renteneintritt bleiben! Ich muss nicht mehr arbeiten!
Ich bin nie so gewesen. Ich wollte immer arbeiten und weil es in meinen diversen Jobs nur selten Festanstellungen gab, habe ich Selbständigkeit und Honorartätigkeit mit all ihren Nachteilen in Kauf genommen. Selbst letztes Jahr, als die Aufträge wegbrachen, ich von meinem Einkommen nicht mehr leben konnte und gezwungen war, mich arbeitslos zu melden, hatte ich von Anfang an angezeigt, dass ich die Honorartätigkeit fortsetzen werde, sobald die Auftragslage besser wird. Schön blöd! Ich habe gearbeitet, mich mit scheußlichen Aufträgen herumgeschlagen, bis ich zum Glück mein Spielzeugland noch einmal wiederbekam. und was hat es mir gebracht, außer Mühen? Ärger mit dem Amt, das zunächst erst einmal meine Bezüge herunter setzte, weil ich ja arbeite. Dann die gezahlten Leistungen zurück forderte, weil ich ja gearbeitet hatte. Und zuletzt auch noch falsche Angaben machte. Angeblich soll ich nämlich im Dezember letzten Jahres Leistungen vom Amt bekommen haben. So ein Quatsch. Da habe ich im Spielzeugland gearbeitet und definitiv nix vom Amt bekommen. Aber dies dem Finanzamt gegenüber zu beweisen obliegt mir. Na, gut, so schlimm ist das nicht, ich kann es beweisen, ich muss nur sämtliche Kontoauszüge beim Finanzamt vorlegen, da sieht man ja, wann ich nichts vom Arbeitsamt bekommen habe. Ist nachweisbar, bedeutet aber auch wieder Rennereien und Mühen, die ich nicht hätte, wenn der Amtsschimmel geradeaus laufen könnte.
Ich will mich darüber gar nicht aufregen. Aber vielleicht erklärt es meine Einstellung: Nicht nochmal! Hätte ich nämlich nur das bewilligte Geld kassiert und nicht zusätzlich gearbeitet, wäre mir dieser gesamte Ärger erspart geblieben. Immerhin ist ALG1 eine Versicherungsleistung. Ich liege damit nicht dem Steuerzahler auf den Tasche. Also kann ich jetzt auch langsam machen.

Positives vom Amt
Ja, das gibt es auch. Gutes Beispiel: die Fahrerlaubnisbehörde. Abgesehen davon, dass ich mich beim Termin vertan hatte und zu früh dort war, klappte alles hervorragend. Die Mitarbeiterin war sehr fürsorglich, kam sogar mit zum Kassenautomaten, um mich zu unterstützen und aktivierte gleich noch einen Termin in der Zulassungsstelle, damit ich da nicht extra nochmal hin musste. Teuer war das ganze natürlich, aber nun habe ich einen neuen Fahrzeugschein und ein paar Unterlagen, die ich vorweisen kann, falls ich in der nächsten Zeit kontrolliert werden sollte, bevor meine neue Plasikkarten-Fahrerlaubnis da ist. In strahlendem Sonnenschein lief ich zurück zur Arbeit und fühlte mich wunderbar leicht.

2 Gedanken zu “Februarnotizen – 25. Februar 2026

  1. Liebe Mira,
    schön das Du jetzt endlich wieder Auto fahren kannst. Hier ist es auch so, das man für Perso digitale Fotos braucht, und beim Führerschein nach wie vor Papierbilder sein müssen.
    Das Du die Rente schon ein Jahr früher antreten kannst, ist doch prima.
    Bei mir dauert es jetzt noch fünf Jahre, dann bin ich 65 und in meinem 50. Arbeitsjahr. Krass…….
    Ich wünsche Dir und Rohen ein schönes und gemütliches Wochenende.
    Liebe Grüße
    Karin

    1. Liebe Karin,
      50. Arbeitsjahr, wie das klingt. Und dann kommen diese schrecklichen Politiker, die für sehr viel Geld nicht viel mehr tun, als unsinniges Zeug zu labern, und verlangen, wir sollen noch mehr arbeiten, weil wir ja angeblichso faul sind. Man könnte…
      Ich wünsche dir, dass du diese fünf Jahre noch bei guten Kräften überstehst. Mir ist es in den letzten Monaten immer schwerer gefallen und ich bin froh, dass es nun vorbei ist.
      Gemütliche Wochenendgrüße
      von Mira

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