Februarnotizen – 25. Februar 2026

Die wichtigsten…
Tagesaufgaben gestern

01. Passbilder
02. Bücherei Bücher zurückgeben und neuen Leseausweis erstellen lassen
Das war ein heftiges Hin-und-Her wegen der Passbilder. Erst hieß es, ich brauche biometrische Passbilder. Klar! Dann fand ich beim Landratsamt einen Hinweis, dass in Torgau keine Papierbilder mehr akzeptiert werden und ich digitale Passbilder bräuchte. Es gab einen weiteren Hinweis, dass man diese im Bürgeramt in Torgau bekommen könne. Also tobte ich dort hin. Es war sonnig und der Fußweg zum Bürgeramt war von der Arbeit aus ein Katzensprung. Als ich der sehr netten jungen Mitarbeiterin dort mein Dilemma schilderte, war ihre Antwort "Jein". Sie könne zwar digitale Passbilder erstellen, aber nirgends hinschicken oder speichern. Diese Bilder dienten nur zur Beantragung eines Personalausweises oder Reispasses und werden automatisch in das entsprechenden Formular eingefügt. Das nutzte mir nun nichts, da ich die Bilder für die Führerscheinstelle brauche. Die junge Frau schickte mich zu dm, empfahl mir alternativ noch einen Fotografen im Ort, den ich bevorzugte, weil ich bei dm wieder nur einen Automaten und keine Beratung gehabt hätte.
Der Weg vom Bürgeramt zum Fotografen war ebenfalls sehr kurz und machte Freude, weil ich an ein paar netten Geschäften vorbei kam. Der Fotograf selbst war eine Bereicherung. Er konnte mich nämlich umfassend beraten und erklärte mir, dass diese digitalen Passbilder tatsächlich nur für die Ausweise gebraucht würden. Für deren Übermittlung gäbe es eine extra gesicherte Leitung, die er nutzen müssen… Tja und die Führerscheinstelle beteilige sich nicht an dieser Sache. Dort wolle man Papierbilder, das wisse er genau, da er erst vor einer Woche selbst dort war. So bekam ich dann meine biometrischen Papierpassbilder und dem Hinweis, sollte sich in dieser einen Woche etwas geändert haben, mögen man ihn anrufen und er sende dann das digitale Bild {den QR-Code} dort hin.
Am Abend war ich in der Bücherei. Die Bücher, die ich gemeinsam mit RoHen ausgeliehen hatte, wollten zurückgebracht werden. Ich hatte sie schon verlängert, weil ich zur Fälligkeit keine Zeit hatte, zur Bücherei zu gehen. Nun aber! Außerdem würde mein Leseausweis zum 4. März ablaufen und außerdem brauchte ich ohnehin einen neuen, weil er ja auch in der gestohlenen Geldbörse gewesen war. Ich mag unsere Bücherei. Sie hat so etwas heimeliges. Außerdem schien die Sonne, wodurch es dann in der Bücherei noch schöner ist, wenn die Abendsonnenstrahlen schräg durch die kleinen Sprossenfenster fallen.
Ein gelungener Tag war das.
Tagesaufgaben heute
01. Führerscheinstelle
02. Zulassungsstelle
03. Kleinigkeiten einkaufen
04. Wäsche

Ein Irrtum klärt sich auf
Ich habe doch immer mal wieder erwähnt, dass ich noch zwei Jahre bis zur Rente habe. Kollegen und Kolleginnen vom Betriebsrat waren der Meinung, nach allem, was ich in den vielen Jahren {seit 2009} für die Firma getan habe, wäre es nur recht und billig, wenn man mich diese zwei Jahre noch beschäftigt hätte, zumal in einer Zweigstelle gleich zwei Festangestellte gekündigt hatten. Man war der Meinung, dass man mir eine dieser Stellen hätte geben können. Tatsächlich wollte man das auch, aber wieder auf Honorarbasis. In meinem Alter kann ich mir das jedoch nicht mehr leisten, weil es bedeutet, Vollzeit zu arbeiten, im konkreten Fall mit sehr weiten Anfahrtswegen zu Arbeitsstellen in Thüringen. Die Arbeitgeberanteile zu Kranken-, Renten-, Sozialversicherungen müsste ich selbst zahlen. Urlaubsanspruch hätte ich keinen und ebenso keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und kein Krankengeld. Wenn mir also, was man natürlich nicht hofft, wieder so etwas passiert, wie 2024 mit dem Rücken, stünde ich von jetzt auf gleich ohne Einkommen da. Das war 2024 auch so, aber damals hatte ich noch ein paar Rücklagen, die durch die Krankheit dann aufgebraucht wurden. Neue Rücklagen konnte ich leider nicht bilden. Aus Gründen.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich brauche eine Festanstellung. Der Chef hat jedoch geäußert: Die kriegt keine Festanstellung von mir. Die hat immer auf Honorar gearbeitet, das soll sie gefälligst wieder tun. NEIN! Ich habe ja noch zwei andere Bewerbungen laufen.
Und nun kommt die Sache mit dem Irrtum ins Spiel. Ich war, wie gesagt, immer der Meinung, ich müsse noch bis September 2028 arbeiten und könne erst ab Oktober 2028 in Rente gehen. Beim Sortieren einiger persönlicher Unterlagen stellte ich nun fest, dass ich schon im Oktober 2027 in Rente gehen kann. Bis dahin reicht mein Anspruch auf ALG1.
Das bedeutet nun: Ich arbeite noch diese und nächste Woche und dann noch 2 Tage, die jetzt noch nicht feststehen, weil sie sich nach Entsorgungs- und Räumterminen richten. Das können auch gut 4 halbe Tage werden, je nach Termin. Um diese 2 oder 4 halben Tage herum habe ich 3 Wochen Urlaub. Und danach bin ich arbeitslos und kann das bis zum Renteneintritt bleiben! Ich muss nicht mehr arbeiten!
Ich bin nie so gewesen. Ich wollte immer arbeiten und weil es in meinen diversen Jobs nur selten Festanstellungen gab, habe ich Selbständigkeit und Honorartätigkeit mit all ihren Nachteilen in Kauf genommen. Selbst letztes Jahr, als die Aufträge wegbrachen, ich von meinem Einkommen nicht mehr leben konnte und gezwungen war, mich arbeitslos zu melden, hatte ich von Anfang an angezeigt, dass ich die Honorartätigkeit fortsetzen werde, sobald die Auftragslage besser wird. Schön blöd! Ich habe gearbeitet, mich mit scheußlichen Aufträgen herumgeschlagen, bis ich zum Glück mein Spielzeugland noch einmal wiederbekam. und was hat es mir gebracht, außer Mühen? Ärger mit dem Amt, das zunächst erst einmal meine Bezüge herunter setzte, weil ich ja arbeite. Dann die gezahlten Leistungen zurück forderte, weil ich ja gearbeitet hatte. Und zuletzt auch noch falsche Angaben machte. Angeblich soll ich nämlich im Dezember letzten Jahres Leistungen vom Amt bekommen haben. So ein Quatsch. Da habe ich im Spielzeugland gearbeitet und definitiv nix vom Amt bekommen. Aber dies dem Finanzamt gegenüber zu beweisen obliegt mir. Na, gut, so schlimm ist das nicht, ich kann es beweisen, ich muss nur sämtliche Kontoauszüge beim Finanzamt vorlegen, da sieht man ja, wann ich nichts vom Arbeitsamt bekommen habe. Ist nachweisbar, bedeutet aber auch wieder Rennereien und Mühen, die ich nicht hätte, wenn der Amtsschimmel geradeaus laufen könnte.
Ich will mich darüber gar nicht aufregen. Aber vielleicht erklärt es meine Einstellung: Nicht nochmal! Hätte ich nämlich nur das bewilligte Geld kassiert und nicht zusätzlich gearbeitet, wäre mir dieser gesamte Ärger erspart geblieben. Immerhin ist ALG1 eine Versicherungsleistung. Ich liege damit nicht dem Steuerzahler auf den Tasche. Also kann ich jetzt auch langsam machen.

Positives vom Amt
Ja, das gibt es auch. Gutes Beispiel: die Fahrerlaubnisbehörde. Abgesehen davon, dass ich mich beim Termin vertan hatte und zu früh dort war, klappte alles hervorragend. Die Mitarbeiterin war sehr fürsorglich, kam sogar mit zum Kassenautomaten, um mich zu unterstützen und aktivierte gleich noch einen Termin in der Zulassungsstelle, damit ich da nicht extra nochmal hin musste. Teuer war das ganze natürlich, aber nun habe ich einen neuen Fahrzeugschein und ein paar Unterlagen, die ich vorweisen kann, falls ich in der nächsten Zeit kontrolliert werden sollte, bevor meine neue Plasikkarten-Fahrerlaubnis da ist. In strahlendem Sonnenschein lief ich zurück zur Arbeit und fühlte mich wunderbar leicht.

Februarnotizen – 19. Februar 2026

KI-Bild. Es macht Spaß, diese zu gestalten. Mal so zwischendurch, zum Gedanken sammeln und überhaupt.
Gedanken
Heute war viel zu tun. Ich wollte bestimmte Räumaktionen koordinieren und habe dies in der Morgenrunde angesprochen. Sofort zückten einige ihre Telefone, bestellten Leute her, die Zeug wegfahren könnten, das aber erst noch auseinander gebaut werden musste. Dann wuselten alle wie die Wilden und was ich koordinieren wollte, lieft nun völlig ungeordnet ab.
Aber gut, dann haben sie wenigstens gearbeitet, statt sich nur die Zeit zu vertreiben.
Ich überlegte, ob ich die Anrufe, die ich zwecks Organisation heute erledigen wolle, überhaupt noch ausführe. Man muss ja keine schlafenden Hunde wecken.
Dann erledigten sich auch diese Anrufe, indem die Leute, die ich nicht wecken wollte, mich anriefen, mir Termine vorschlugen und gleich noch andere Personen mitbringen würden, so dass ich mich gar nicht darum kümmern muss.
Manchmal ist es einfach.
So sieht zum Feierabend der Tag viel besser aus, als am Morgen. Außerdem scheint die Sonne.
Nur mit dem Sortieren gewisser Unterlagen bin ich nur ein kleines Stück vorangekommen. Dafür wäre mehr Zeit nötig. Die finde ich auch noch. UND ein Beutel ist leer geworden. Was darin war, wurde anderswo untergebracht und teilweise entsorgt. Also dieses Projekt weniger ist mehr läuft bei mir weniger auf entrümpeln, mehr auf umsortieren und ggf. verschenken hinaus. Wobei ich heute tatsächlich auch drei Hände voll alte Briefumschläge, zehn alte Postkarten und 5 eingetrocknete Stifte entsorgt habe. Diese 18 entsorgten Dinge wiegen aber nicht so schwer, wie die eine leergeräumte Tasche. Die ist ein echter Erfolg.

Februarnotizen – 18. Februar 2026

KI-Bild Naja, Regen rinnt gerade nicht die Fenster herunter. Es tanzen immer noch Schneeflocken, aber ich habe mein Limit für KI-Bilder erreicht und muss noch eine Stunde warten, bis ich ein anderes Bild gestalten kann.

Heute habe ich mal wieder eine To-Do-Liste.
Tagesaufgaben
01. Schreibtischfächer ausleeren Zwei sind leer, die anderen beiden kommen morgen dran.
02. Mosaiksteine für Pocahontas sicherstellen
03. eine Trommel Wäsche waschen
04. Ein Formular ausfüllen
05. Kleinigkeiten für RoHen zusammen packen
06. Schreibschnuppe Gab heute keine.
07. Einen großen Beutel leer räumen

Februarnotizen – 17. Februar 2026

KI-Bild
Es wird immer schwieriger
Nun muss ich morgens noch früher los und komme abends noch später heim. Warum? Weil ich nicht mehr mit dem Auto zum Bahnhof fahren kann und von dort abends auch nach Hause laufen muss. Bei den gestohlenen Dokumenten war auch der Führerschein dabei. Um einen Ersatzschein zu beantragen, benötige ich einen Termin bei der Führerscheinstelle. Der frühestmögliche Termin, den ich bekommen habe, ist nächste Woche Mittwoch. Und bis dahin darf ich nicht Auto fahren, weil dies Fahren ohne Führerschein wäre. Die Diebstahlanzeige reicht nicht, um zum Fahren zu berechtigen. Auch die Bescheinigung über die Anzeige, die man zusätzlich braucht, um den Ersatzschein zu beantragen, genügt nicht. Also muss ich die zusätzlichen Rennereien nun auch noch zu Fuß ausführen. Ist ja nicht so, als würde mich das Kraft kosten.

Was so alles passiert
Am Morgen schneite es immer noch, wodurch der Fußweg zum Bahnhof noch einen Tick beschwerlicher wurde. Immerhin kam der Zug heute pünktlich. In Eilenburg kam jedoch die Durchsage, dass im nächsten Ort die Weichen verschneit seien und man nun nicht wisse, wann es weiterginge. Wenig später rollte der Zug wieder. Wie schön. In Mockrehna das gleiche Spiel. Hier hieß es nun, in Torgau seien mehrere Weichen nicht benutzbar, man setze dort jetzt gerade einen Zug um, damit wir Durchfahrt bekämen, das werde aber dauern. Mit genau 10 Minuten Verspätung kam der Zug in Torgau an. Bis zum Bus wären noch 2 Minuten verblieben. Ein paar junge Menschen, die im Eismatsch rennen konnten, erwischten den Bus, der ausgerechnet heute 2 Minuten zu früh am Bussteig war. Mir fuhr das Teil vor der Nase weg.
Glück im Unglück: Einen Bussteig weiter stand ein anderes Fahrzeug, das auf einer völlig anderen Strecke zu einer Station fuhr, die nicht ganz so nah bei meiner Arbeitsstelle liegt. Der Weg ist aber schaffbar. Also stieg ich in diesen Bus, der auch 2 Minuten früher startete, als im Plan stand. Das war mir recht.
Und nun kam das ganz große Dilemma. Das Innere des Busses war beleuchtet und draußen dämmerte es gerade. Ich konnte also von der Umgebung nichts erkennen UND ich kannte die Strecke nicht. So verließ ich mich auf die Anzeige im Bus… nächste Haltestelle… und so. Meine Station wurde angezeigt, ich drückte die Haltewunschtaste, das Fahrzeug hielt, ich stieg aus… und stand an einer Station, die einen reichlichen Kilometer entfernt war von da, wohin ich wollte. Da war die Anzeige im Bus vorgegangen und ich somit eine Station zu früh ausgestiegen. Der Bus war weg, der nächste käme in einer Stunde. Also stapfte ich los durch das vereismatschte Torgau. Als ich endlich in der Firma ankam, war ich schon das erste Mal kaputt für diesen Tag. Statt des morgendlichen Kaffees kochte ich mir Tee.

Das Gute daran
Bis vor kurzem hätten mich all die kleinen Unannehmlichkeiten mental völlig aus der Bahn gebracht. Jetzt habe ich an mir beobachtet, dass ich alles mit Gleichmut hinnehme. Das begann schon mit dem Diebstahl am Samstag. Ich nahm das seltsam gelassen hin. Klar, ich habe es hier erzählt, weil es ja auch ärgerlich war. Gleichzeitig war aber auch das Gefühl in mir: Ich kann es nicht ändern. Ich muss da jetzt durch. Auch heute Morgen, als ich zum Bahnhof stapfte, dachte ich nur so bei mir: Wenn jetzt Sommer wäre, wäre es hell und eisfrei. Da liefe es sich besser! Aber ich haderte nicht so sehr mit meiner Situation und stapfte weiter. Und nachdem das mit dem Bus passiert war, dachte ich auch nur: Was solls? Irgendwann komme ich an.
Das ist eine neue Erfahrung mit mir selbst. Und sie tut gut.
Noch etwas Gutes geschah am Nachmittag. Ich hatte gestern meine Diebstahlanzeige online gestellt. Nun wollte ich heute vom Bahnhof aus zu unserer Wache pilgern, die bis 18 Uhr geöffnet sein sollte. Ich brauchte ja noch die erwähnte Bescheinigung darüber, dass ich die Anzeige gestellt hatte. {Der Ausdruck der Anzeige selbst reicht nicht}. Nun schaute ich kurz vor Feierabend noch in mein Mailfach. Und was fand ich da? Eine Mail von der Polizei und im Anhang eben jene Bestätigung. Wie schön, das ersparte mir den Weg zur Wache. So blieb mir noch ein wenig Kraft übrig, stattdessen zum N-Markt zu wandern, weil es dort laut APP jede Menge tolle Angebote für jeweil 1,- Euro geben sollte. Naja, unser N-Markt hier ist ein ziemlicher Lumpenladen. Die gelben Schilder mit den 1.- Euro Angeboten fand ich an den Regalen, aber bis auf die 2-kg-Karotten waren sämtliche Regale leer. Zum Trost nahm ich eine Packung Miniwindbeutel mit. Der Sohn kochte Kaffee und wir vesperten gemeinsam. Das war auch schön.
UND, ebenfalls sehr angenehm, es war noch hell, als ich heim kam.
Eine Kleinigkeit, die mein Gemüt auch ein weng aufhellt: Ich habe mal wieder ein wenig mit der KI herumprobiert und ein paar nette Bildchen erstellt, die ich als Beitragsbilder nutzen kann, wenn mir schon keine gescheiten Fotos gelingen.

Februarnotizen – 12. Februar 2026

Es gibt noch ein paar Notizen aus diesem Tag, nicht in die 12 von 12 passten, weil nicht fotografierbar.
Am Vormittag gab es ein Meeting wegen eines Jobs, den ich eventuell nach dem 1. April übernehmen könnte. Die Voraussetzung war, dass zwei Kolleginnen zum 31. März die Firma verlassen. Zwei Festangestellte. So dachte ich, es könnte doch vielleicht trotz dauerhaften Einstellungsstopps wenigstens eine Ersatzeinstellung geben. Immerhin gab es in diesem Jahr schon zwei Neueinstellungen in westlichen Bundesländern {Das erfährt man immer durch das Firmen-Info-Netz}.
Tja, nicht hier im Osten. Man strukturiert um und hat sich gedacht, weil die vorhandenen Aufgaben für die verbleibenden Mitarbeiterinnen auf Dauer zu viel würden, holt man sich jemanden ins Boot, der die Firma und die Abläufe seit Jahren kennt, den man aber mit einem Honoarvertrag und tageweisen Einsätzen abspeisen kann. Okay, das mit dem "abspeisen" habe ich jetzt gesagt, sie haben das netter formuliert. Letzten Endes läuft es aber genau darauf hinaus. Ich arbeite, wann immer ich gebraucht werde, aber wenn nicht so viel Arbeit anliegt, schickt man mich weg und ich stehe ohne Einkommen da. {Ist ja zum Beispiel Anfang 2025 passiert.} Ich zahle alle Lohnnebenkosten selbst, also auch die Arbeitgeberanteile und zum Dank dafür habe ich weder einen Urlaubsanspruch, noch Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Natürlich kann ich frei nehmen, ich kann mich auch ins Bett legen, wenn mich irgendwas aus den Latschen kippt. Aber dann habe ich immer gleich gar kein Einkommen.
Das kann man machen, wenn man 30 ist und die Gefahr, krank zu werden nicht so groß. Mit 65 kann ich mir das nicht mehr leisten.
Das sagte ich der netten Noch-Kollegin genauso. Sie meinte, sie habe dafür volles Verständnis und wir kamen überein, dass wir uns Ende März noch einmal melden und bis dahin sehen, ob vielleicht ein Tag die Woche auf Honorarbasis eine Option wäre, als Zuverdienst zum ALG1. Na, kommt drauf an. Weite Anfahrtswege für einen Tag und Gegenrechnen des Honorars durch das Amt, wobei nur 100 Euro im Monat nicht angerechnet werden. Das würde bedeuten, ich treibe diesen ganzen Aufwand, 4 Tage arbeiten und den weiten Weg für ganzwe 100 Euro. Na, ich weiß nicht.
Trotzdem hat mich das Gespräch beruhigt. Immerhin gibt es Optionen.

Sehr schön war, dass Pocahontas schon am Morgen kam, um ihren restlichen Kram zu sortieren und mitzunehmen. Sie war eine ganze Weile da und wir konnten uns unterhalten. Ja, das war schön.

Nicht so schön war dann, dass sich ab Mittag bei mir ein Schnupfen anbahnte, dem ich zwar sofort mit diversen Hausmitteln zu Leibe rückte. Leider ließ er sich nicht verscheuchen, sondern nervte mich hartnäckig. Natürlich habe ich meinen Koffer für morgen trotzdem gepackt. Ob ich aber nach Jena fahre, entscheide ich je nachdem, wie ich durch die Nacht komme und durch den morgigen Arbeitstag. Wenn mir Schnief und Schneuz auf der Zugfahrt zu heftig wird, fahre ich zum Feierabend wieder heim und lege mich ins Bett. Mal sehen.

Februarnotizen – 11. Februar 2026

Guten Morgen
Heute war ich sehr früh in der Firma und nun dampft schon der erste Kaffee auf meinem überfüllten Schreibtisch. Kennt ihr das auch? Wenn man aufräumen will, wird zuerst alles viel chaotischer, als es je war. Also, mir geht das jedenfalls so. Ja, und so ist nun auch auf meinem Schreibtisch das Chaos ausgebrochen. Und mittendrin der Kaffee.

Die Tages- und Wochenaufgaben schleppe ich von Tag zu Tag mit, wobei ich selten etwas ausstreichen kann, weil die Räumaktionen noch andauern und auch einzelne Schrankfächer nicht auf einen Schlag zu beräumen sind. Andere Arbeiten hängen wiederum von "Partnern" ab, die sich nicht an ihre Terminzusagen halten.
Und nun muss ich heute Mittag noch einen zusätzlichen Termin einplanen, weil der Chef sich über den Stand der Räumung informieren will. Psssst. Der kann sich herbewegen und mithelfen, dann sieht er schon, auf welchem den Stand wir sind.
Mich macht das alles fertig. Ich war gestern so aufgeregt, dass ich den halben Abend geheult habe. Zum Glück konnte ich mit RoHen telefonieren, der mich trotz seiner eigenen Sorgen {schlimme Zahnbehandlung} etwas aufmuntern konnte. Er meinte, ich sollte zum Arzt gehen, mich krank schreiben lassen. Das Objekt hier zu räumen ist schließlich nicht meine Aufgabe. Einerseits hat er recht. Was ich hier mache, steht in keinem Arbeitsvertrag und in keiner Stellenbeschreibung. Der Chef hat mir im Grunde nur zwei Eckdaten gegeben. Am 31.03. endet der Mietvertrag und Wir haben damals diverse Möbel übernommen. Die werden wir jetzt auch stehen lassen und nicht entsorgen. Einzelheiten konnte mir keiner sagen. Auch der Vermieter nicht.
Klar, ich hätte es mir einfach machen können, diverse Entrümpelungsfirmen um Angebote bitten und mit dem preiswertesten einen Termin vereinbaren. Kann ich immer noch machen müssen. Aber damit nicht alles im Container landet, beräumen wir erst einmal selbst, soweit wir können.
Die Schwester sagt auch: Klar, lass dich krank schreiben. Dann hast du wenigstens Zeit, deinen Kram zu Hause auf die Reihe zu bekommen! Freilich. Das wäre einfach. Lass dich krank schreiben, damit du arbeiten kannst. Als ob davon die Sorgen weggehen würden. Als ob zu-Hause-sein gegen Depressionen helfen würde. Eher im Gegenteil. Das wird so dahin gesagt, damit ich dann Zeit habe, mich vor einen anderen Karren spannen zu lassen. NEIN!
Wenn das in der Firma erledigt ist, habe ich 3 Wochen Urlaub. Da kann ich dann andere Sachen erledigen, mich um meinen Kram kümmern, der im Grunde auch der Kram der Schwester ist, deshalb will sie ja, dass ich mir dafür Zeit nehme. Da gilt das Gleiche, wie ich vorhin schon geschrieben habe. Sie könnte doch auch herkommen und sich mal durch Muttis alte Unterlagen wühlen und durch die Kisten und Kartons, die ich noch habe. Warum muss denn alles ich machen und die anderen stauben nur ab? Einmal war sie bei mir, hat auch ein paar Kisten durchsucht, weil sie Muttis Ringe mitnehmen wollte. Tja, so ist das. Kennt ihr den Spruch: Wer solch eine Familie hat, braucht keine Feinde? Wobei das natürlich nicht für meine gesamte Familie gilt {die leider sehr klein ist} und auch nicht immer, nur ganz manchmal. Und da schwappt bei mir dann der Frust hoch. ´tschuldigung.
Inzwischen ist die Sonne heraus gekommen. Das Meeting mit dem Chef habe ich auch hinter mich gebracht. Jetzt gibt’s ’nen frischen Kaffee. Und dann mal sehen…

Tagesaufgaben
13. Es gibt immer noch ungesehene Thüringen Krimis in Staffel 1 {zwei, um genau zu sein} Einen davon habe ich gestern angefangen.
14. Noch eine Trommel Wäsche waschen Wegen Unlust auf heute verschoben.
15. Eis kaufen
16. Eis essen {ganz viel} Naja, ein bisschen
17. Für Jürschn einen Avatar einrichten Och nööö, Wenn ich das jetzt von hier aus mache, zerschieße ich mein eigenes Profil. Angebliche Bequemlichkeit {automatisches Einloggen und so} kann manchmal ganz schön hinderlich sein.

Februarnotizen – 10. Februar 2026

Gedanken
Als ich gestern die beiden Einträge aus dem August 2020 verlinkte, hatte ich den Eindruck, dass ich damals schönere, glücklichere Einträge veröffentlicht habe als jetzt. Wenn ich mich an die Zeit erinnere, war ich wohl tatsächlich glücklicher als jetzt. Nun frage ich mich natürlich, woran das wohl liegt? Immerhin habe ich jetzt RoHen, bin nicht mehr allein. Weshalb also fühlt sich mein Leben jetzt so viel grauer an? Es müsste doch bunter sein, vielleicht sogar rosarot.
Bin ich in diesen nicht mal ganz 6 Jahren so stark gealtert? Bin ich vielleicht wegen und nach der OP 2024 so stark gealtert. Liegt es überhaupt am Alter?
Oder kommt es mir vielleicht nur so vor, als wären meine Einträge damals schöner gewesen?

Ich habe eben erfahren, dass mein Job in G., wenn er denn überhaupt zustande kommt, erst am 1. Mai beginnt. Nun gut, dann eben Ostern am Meer, ganz entspannt und ohne zeitliches Gedrängel.

Die Sonne ist herausgekrochen und macht den Tag ein bisschen schöner. Hachz.

Tages- und Wochenaufgaben
Neu sortiert:
00. Einen gewissen Teil der Akten umsortieren {die, welche aufbewahrt werden müssen} letzte und diese und nächste Woche. Es ist viel zu tun.
02. Bastelschank 3 ausräumen, Reste
03. Bastelschank 2 ausräumen, Farben und Filzwolle
04. Aktentonne füllen Wurde laut Anbieter auf den 5. März verschoben. Das ist mein vorletzter Tag. Hoffentlich klappt das.
05. Bastelzeug zu Hause wegräumen Ein Anfang ist gemacht, aber es kommt auch immer wieder was dazu, das ursprünglich bei mir auf Arbeit wohnte und wieder mit nach Hause muss, weil es mir gehört.
07. Pocahontas muss Kleidersäcke abholen Sie will am Mittwoch oder Donnerstag kommen.
13. Es gibt immer noch ungesehene Thüringen Krimis in Staffel 1 {zwei, um genau zu sein}
14. Noch eine Trommel Wäsche waschen

Februarnotizen – 09. Februar 2026

Am Morgen sah alles völlig anders aus
Ich musste in aller Frühe tanken, sonst wäre ich noch zum Bahnhof hin gekommen, aber vielleicht nicht mehr zurück. Eigenartig fühlte ich mich. Nachdem mich am Wochenende Depressionen bedrückt hatten, wirkte an diesen Morgen alles so einfach. Nicht einmal die Ungewissheit des Job störte mich. Ich lebte, wie ich mir immer wünschte, im Augenblick.
Unterwegs hörte ich Brigitta von Gundermann in einer Version von Alexander Scheer. Hach, da kamen Erinnerungen an schöne Zeiten. Bei YouTube habe ich den Song von Gundi nur in der Kurzversion gefunden. Die lange Fassung gab es nicht von Scheer, aber hier kann man sie von Felix Meyer hören. Diesen mag ich nicht besonders, aber der Song ist einfach schön. Und ich war dann seltsam sentimental. Das war aber auch schön, damals im August 2020 in der Lausitz.

Tages- und Wochenaufgaben
Neu sortiert:
00. Einen gewissen Teil der Akten umsortieren {die, welche aufbewahrt werden müssen} letzte und diese und nächste Woche. Es ist viel zu tun.
01. tanken
02. Bastelschank 3 ausräumen, Reste
03. Bastelschank 2 ausräumen, Farben und Filzwolle
04. Aktentonne füllen Wurde laut Anbieter auf den 5. März verschoben. Das ist mein vorletzter Tag. Hoffentlich klappt das.
05. Bastelzeug zu Hause wegräumen Ein Anfang ist gemacht, aber es kommt auch immer wieder was dazu, das ursprünglich bei mir auf Arbeit wohnte und wieder mit nach Hause muss, weil es mir gehört.
06. Keller leer räumen
07. Pocahontas muss Kleidersäcke abholen
08. Kisten für Verein packen
09. 13 Mustersätze stricken
10. RoHen anrufen
11. Thüringen Krimi Staffel 1 weiterschauen
12. Eine Trommel Wäsche waschen

Februarnotizen – 04. Februar 2026

Gedanken
*brrrr* Ich hasse Winter. Hab ich schon gesagt, oder? In der Nacht hat es schon wieder geschneit. Der Sohn war so lieb, mein Auto abzukehren, damit ich bis zum Bahnhof fahren konnte. Zu Fuß wäre ich vermutlich nie dort angekommen.
Gestern durfte ich rund hundert Kilometer fahren, um zur Arbeit zu kommen, weil ich zuerst noch zur Arbeitsagentur musste, um mich persönlich arbeitslos zu melden. Von zu Hause bis dorthin waren es laut Routenplaner 40 km. Vom Amt bis zur Arbeit dann 58 km. Und das alles mit dem Auto, weil es da nur 2,5 Stunden gedauert hat. Mit dem Zug wäre ich fast den ganzen Arbeitstag unterwegs gewesen, weil die Verbindungen so ungünstig sind. In alle Richtungen führen Zuglinien sternförmig nach Leipzig hin und wieder hinaus. Und wenn Ausgangs- und Zielort nicht an der selben Linie liegen, muss man immer erst nach Leipzig hinein und in einer anderen Richtung wieder hinausfahren. Umständlich hoch 3.

Tages- und Wochenaufgaben
00. Einen gewissen Teil der Akten neu sortieren {die, welche aufbewahrt werden müssen} diese und nächste Woche
02. Bastelschank 3 ausräumen
03. Bastelschank 2 ausräumen, Farben und Filzwolle
09. Karotten verarbeiten
10. Aktentonne füllen {Sollte am Mittwoch passieren, aber die Tonne wurde nicht geliefert} Angemahnt!
11. Bastelzeug zu Hause wegräumen Am Wochenende, vorher wird das nix. Das müsste ich gestrichelt durchstreichen, weil nur ein Teil fertig wurde
14. Keller leer räumen {Teil 1, Deko}
15. Pocahontas anschreiben, Kleidersäcke abholen

Februarnotizen – 02. Februar 2026

Ein paar Nachträge
Ja, ich hinke hinterher. Im Januar stand die Idee im Raum, für jeden Tag ein Gedicht zu schreiben, mindestens ein Elfchen. Am vergangenen Freitag dümpelten Fragmente in einer Datei herum, aus denen ein Gedicht werden sollte, dass sich um gemütliche Hütten am Waldrand drehen sollte. Um gelbes Licht, das aus Fenstern auf den Schnee hinaus scheint, um prasselnde Feuer. Ich bekam kein Gedicht zustande, so dass am Ende nur ein Elfchen daraus wurde.
Hütte
am Waldrand
warmes gelbes Licht
sickert in die Dunkelheit
Winternacht

Für den Samstag schrieb ich auch nur ein Elfchen.
Gitarrenklänge
Stäbchen räuchern
sanft gedimmtes Licht.
Deine Hände streicheln zärtlich.
Liebe

Und damit war der Januar um und hatte für jeden Tag sein Gedicht.

Neue Notizen
Noch fünf Wochen arbeiten. Fünf Wochen, in denen mein Wecker mich 4:30 Uhr anschreit. Raus müssen in Eis, Kälte, Dunkelheit. Fahren mit unpünktlichen Zügen, Laufen über vereiste Gehwege. Und immer dieses Kaputt-Machen. Werte verschleudern, damit sie nicht am Ende in der Tonne landen. Abbau – Raubbau.
Die Freundin fragte, ob sie das im Samstagsplausch richtig verstanden hätte, dass mir ein Job vor die Füße gefallen sei. Ja, hast du richtig verstanden, liebe Freundin, wobei… es sind sogar drei Jobs, aber keiner ist bisher konkret. Niemand hat bisher gesagt: "Du kannst ab dem soundsovielten für dieses Geld soundsoviel Wochenstunden da und dort arbeiten."
Alle fragten nur: Würden Sie dort arbeiten, als Dies-und-Jenes? Genaueres sagen wir Ihnen noch. Die einen müssen es mit einem Chef besprechen, die anderen mit einem Amt, die dritten mit der Person, die den Job zur Zeit noch innehat. SO funktioniert das aber nicht. Ich kann mich auf keines dieser Angebote verlassen. Man hat sie mir nur gemacht, um sicherzustellen, dass ich keinen anderen Job annehme und um mir dann die Konditionen zu diktieren. {Außer dem, der auf die amtliche Zusage wartet. Da weiß ich nur das Datum nicht, ab wann ich da beginnen könnte, falls ich da beginnen kann.} Wie ihr seht, ist das nichts Halbes und nichts Ganzes. Oder besser gesagt, es sind drei Halbe, aber kein Ganzes. Und deshalb mache ich erst einmal weiter, wie bisher. Löse mein Spielzeugland auf, nehme einen Termin beim Amt wahr, beanspruche ab Mitte März meinen Resturlaub aus 2025 und den anteiligen Urlaub für 2026. Und ab April sehen dann, was wird.
Und hinter alledem das Meer. Ja, vielleicht dann doch.
 
 
Tages- und Wochenaufgaben
00. Einen gewissen Teil der Akten neu sortieren {die, welche aufbewahrt werden müssen} diese und nächste Woche
01. Bastelschrank 1 ausräumen {Die Kollegen legen immer wieder etwas in die schon einmal leeren Fächer. Hachz.}
02. Bastelschank 3 ausräumen
03. Bastelschank 2 ausräumen, Fach 1 und 4
04. Monatsabrechnung ans Amt senden
05. Monatsabrechnung an die Kollegen senden
06. tanken
07. Toilettenpapier und Kaffee kaufen
08. Krautsuppe köcheln
09. Karotten verarbeiten
10. Aktentonne füllen {Sollte am Mittwoch passieren, aber die Tonne wurde nicht geliefert} Angemahnt!
11. Bastelzeug zu Hause wegräumen Am Wochenende, vorher wird das nix.
12. Hackklößchen fertigen
13. Check Inn schreiben