Samstagsplausch – {17. Januar 2026}

Vorigen Samstag…
…nicht geplauscht. Der Samstag war anderweitig gefüllt. Erst gab es einen kleinen {oder größeren} Einkauf. Dann hatten wir Salate zu schnippeln und RoHen musste noch Kleinigkeiten kochen. Danach packten wir alles ein und bewegten uns zum Kunstwerk, wo die tolle Veranstaltung Kunst und Küche stattfand. Jeder, der daran teilnimmt, leistet einen Beitrag, entweder kultureller Art {Musik, Lesung, Performance} oder Futter. Es kommt immer ein sehr feines Buffet zusammen mit nicht alltäglichen Leckereien und es gibt ein reiches Programm mit Musik bis in die frühen Morgenstunden. Ich bin ein großer Fan dieser Veranstaltung, die leider nur einmal im Jahr stattfindet. Öfter wäre vermutlich zu aufwändig, wobei diesmal die Frage nach einer Sommerveranstaltung aufkam. Toll war’s.

Rückblick
Die Woche begann, wie die vorherige geendet hatte. Mit Schnee. Chaotisch im Januar. Damit rechnet doch keiner. *kicher*
Am Dienstag musste ich von der Firma zum Bahnhof laufen, weil die ungeneißge Busfahrerin mich nicht mitgenommen hat. Ich stand an der Haltestelle, an der hohe Schneeberge aufgetürmt waren. Daneben riesige Pfützen, weil es bereits taute. Der Bus kam, hielt aber außerhalb der Haltestelle an einer Straße, weil dort das Einsteigen einfacher war. Ich flitzte zum Bus, so gut ich eben flitzen kann. Hielt auch mein Handy mit der Fahrkarte hoch, damit die Gute sieht, dass ich diesen Bus nutzen möchte. Statt mir nun die vordere Tür, die ich fast erreicht hatte, zu öffnen, damit ich einsteigen konnte, schloss die Fahrerin die hintere Tür, an der Leute ausgestiegen waren, und fuhr ab. Danke für gar nichts, du blöde Kuh. So etwas Rücksichtsloses habe ich bei den Torgauer Busfahrern noch nie erlebt. Die meisten sind sehr lieb, halten mitunter sogar nochmal an, wenn noch jemand zu- oder aussteigen will, der es vorher verpasst hat. Diese Dame war die unrühmliche Ausnahme.
Der nächste Bus käme drei Viertelstunden später, da wäre mein Zug weg gewesen. Also musste ich laufen. Das ist nicht so sehr weit, aber in meiner Verfassung und bei dem Wetter und dann noch in Eile, damit ich den Zug erwische, war es für mich schlimm. Seitdem habe ich verstärkt Rückenschmerzen.
Der schwärzeste Tag der Woche war der Donnerstag. An diesem Tag erhielt ich die Nachricht, dass der Verein, der unser Spielzeugprojekt fortführen und mir damit auch einen Job für ein weiteres Jahr geben wollte, den Zuschlag vom Jobcenter nicht bekommen hat. Zwei Mitbewerber waren angeblich um die Hälfte billiger. Ich kann das nicht glauben, weil es vielleicht um 4 bis 5 Tausen preisgünstiger machbar wäre, aber nicht um mehrere Zehntausend. Fakt ist nun aber, dass ich wiedermal ein Spielzeugland auflösen und ausräumen muss und danach arbeitslos bin. Das heißt dann auch, dass ich mir meine Wohnung nicht mehr leisten kann und Hals über Kopf ans Meer ziehen muss. Freilich, ich wollte ans Meer, wenn ich alt bin und in Rente gehe. Aber doch bitte nicht so unvorbereitet und plötzlich.
Nach einer durchheulten Nacht, habe ich Pläne gemacht. Dann bin ich nach Jena gefahren, um mich bei RoHen auszuheulen und mich von ihm auf bessere Gedanken bringen zu lassen.
Inzwischen bin ich ganz froh, dass ich ab April nicht mehr Vollzeit arbeiten muss mit täglich 3 Stunden Wegezeit. In meinem Alter und bei meiner Konstitution muss ich das nicht mehr haben. Vielleicht ergibt sich noch ein kleiner Zuverdienst, damit ich die Wohnung wenigstens noch über den Sommer halten kann. Und dann geht es eben ans Meer. Das wollte ich immer. Nur eben ein wenig besser vorbereitet.

Heute
Die Sonne strahlt, und es ist fröstelig. Ich habe noch ein paar kleine Dinge zu tun und morgen Mittag starte ich dann schon wieder Richtung Leipzig. Dort werde ich dann auch die nächsten Wochenenden bleiben, denn nun geht es los mit räumen und packen und was nicht noch alles. Ablasten war sowieso geplant. Nun wird es dringend.
Jetzt verlinke ich diesen Eintrag bei Andrea, die diese Woche etwas von einer Käsekuchenchallenge geschrieben hat.
Habt alle ein wunderfeines Wochenende.
Eure Mira
 
Gebloggt in dieser Woche
Montag: Der 3. Montag
12 von 12 im Januar 2026
Dienstag: Drabble am Dienstag
Der Dienstag dichtet
Mittwoch: Schreibschnuppe 3/26
Donnerstag: Januarnotizen – 15. Januar 2026

13 Gedanken zu “Samstagsplausch – {17. Januar 2026}

  1. Och, das ist ja alles zum k…. da kommt eins zum anderen.
    Da hast du dich eingesetzt und als Dank steht man da.
    Zum Glück hast du noch eine Ausweichmöglichkeit.
    Alles Gute
    L.G.
    Hannelore

  2. Liebe Mira, es tut mir so leid, dass es mit einem weiteren Jahr im Spielzeugland nun doch nicht klappt! Ich wünsche dir sehr, dass du genügend Zeit und Ruhe für die Renovierung der Wohnung am Meer und das Zusammenpacken zu Hause bekommen kannst. Der Abschied von deinem alten Zuhause und den Menschen dort wird sicher auch nicht leicht.
    Viele liebe Grüße von Karin

    1. Da hast du recht. Jetzt, da dieser Umzug ans Meer so plötzlich und unmittelbar bevor steht, mag ich gar nicht gehen. Andererseits wollte ich immer dort hin. Im Moment fühle ich mich recht zerrissen.
      Es gibt aber zwei gute Dinge. Das eine ist, dass RoHen alles mitträgt und mit mir ans Meer gehen wird.
      Das andere ist, dass ich nicht mehr 40 Wochenstunden arbeiten und zusätzlich mindestens 15 Wochenstunden Wegezeit in Kauf nehmen muss. Ich gewöhne mich an den Gedanken und er erfreut mich jeden Tag mehr.
      Ganz liebe Grüße
      von Mira

      1. Das sind natürlich zwei große und superschöne Dinge, die vieles leichter machen und auf die du dich sehr freuen kannst.
        Liebe Abendgrüße zu dir aus Aachen

  3. Liebe Mira,
    es tut mir sehr leid, das zu lesen. Bereits zum April ist wirklich sehr schnell und holterdipolter. Ich hoffe, dass sich für dich alles einigermaßen zum Guten wendet und du wenigstens eine schöne Wohnung am Meer findest.
    Viele liebe Grüße
    Yvonne

    1. Liebe Yvonne, danke für deine lieben Worte. Und ja, die Wohnung am Meer habe ich bereits. Und sie gehört mir. Deshalb müssen wir auch dorthin, wenn ich mir hier keine {Miet-}wohnung mehr leisten kann, denn für die Nebenkosten und das Drumherum reicht sowohl das ALG, als auch später die Rente. Nur ist die Wohnung im Moment noch renovierungsbedürftig, was für Kurzreisen ans Meer ausreichend war, aber eben nicht, wenn wir dauerhaft dort wohnen wollen.
      Nun wird es also alles recht chaotisch, wobei ich hoffe, hier noch ein Nebeneinkommen zu generieren, damit ich uns mehr Zeit für den Ausbau verschaffen kann.
      Liebe Grüße
      Mira

    1. Ich muss mir das Gute daran vor Augen führen, sonst werde ich verrückt. Und das will ich nicht. Obwohl, ein bissel verrückt ist ja ganz gut.
      Positive Grüße
      von Mira

  4. Liebe Mira,
    nach gefühlten Ewigkeiten kommentiere ich nun mal wieder bei dir und – ja da bin ich ehrlich – auch gelesen habe ich immer nur sporadisch. Deshalb bin ich natürlich zu Leipzig gar nicht auf dem Laufenden. Vielleicht verrätst du mir das mal auf dem – unserem – anderen Kanal? Aber noch weißt du ja gar nicht wer hier schreibt. Finde es heraus! Nein, so schwer mache ich es dir nicht, wenn ich auch mit neuer E-Mail und Website kommentiere. 😀
    Ganz liebe Grüße schickt Catrin von „Wolle & Wildwuchs“.

    1. Na, so schwer war das ja nun nicht. Ich kenne nur eine Catrin. Und ja, ich melde mich auf dem anderen Kanal, wo ich dich ohnehin heimlich verfolge, zumindest, wenn du Monis Pullover kommentierst. {Insider} *hüstel*

      Bis bald ganz liebe Grüße
      von Mira

  5. Liebe Mira, wie leid mir das tut, dass du aber auch nie zur Ruhe kommst! Das heißt ja wohl auch, dass das ALGI nicht für Miete und Lebensunterhalt reicht. Angesichts dessen, dass du ein langes Arbeitsleben hinter dir hast, eine Frechheit. In diesem Staat wird ja mittlerweile alles alimentiert was reinströmt, nur die eigene Bevölkerung muss sehen, wie sie zurande kommt.
    Vielleicht findet sich ja wieder eine Tätigkeit, so viele Talente die du doch hast.

    Gut, dass du ans Meer kannst, wenn sich in deiner Umgebung nichts findet.

    1. Tja, liebe Barbara, für Fälle, wie diesen habe ich die Wohnung am Meer angeschafft zu einer Zeit, als das noch möglich war. DENN, mir war längst klar, dass auch meine Rente nicht für Miete und Leben reichen würde, was zum Teil daran lag, dass ich jahrelang selbständig war und nicht in die Rentenkasse eingezahlt habe. Ich habe eben anders vorgesorgt. Wobei ich auch Freundinnen habe, die ihr Leben lang angestellt im Schuldienst gearbeitet haben, allerdings, weil das hier "im Osten" nicht üblich war, nicht verbeamtet wurden. Sie brauchen auch einen Nebenjob, um ihren Lebensstandard zu halten. Das kann es doch nicht sein!
      Ich werde auf alle Fälle berichten, wie das alles hier weitergeht.
      Liebe Grüße
      von Mira

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