Samstagsplausch {09.01.2021}


Manchmal hilft es, den Samstagsplausch schon unter der Woche ein wenig vorzubereiten, damit man am Samstag nicht mehr so viel schreiben muss und frühzeitig bei Andrea sein kann. Da ist das mit dem Erinnern auch einfacher.
Nur hat das mit dem frühzeitig heute mal wieder nicht geklappt, weil schon kurz nach sieben der erste Anruf kam und mich aufhielt. Dann WhatApp-Nachrichten, die unbedingt beantwortet werden mussten, weil sie wichtig waren. {Dazu komme ich noch.}
Tja nun.
Die Woche zwei Worten
Schwarz-goldener Farbverlauf

Der Rückblick
Samstag, 02. Januar 2021
An die Jahreszahl musste ich mich erst gewöhnen. Ich tippte immer 2012 statt 2021. Wollte mir diese Zahl etwas sagen? Ich habe mal den Januar 2012 aus dem Archiv gekramt. Damals hab ich das auch versucht mit dem täglichen Bild. Das werde ich mal weiter verfolgen.
Ansonsten war der Samstag wieder recht fremdbestimmt, weil die Mutti einkaufen wollte, der Sohn zu seinem Fahrrad gebracht werden musste. Dann hatte die Mutti noch Heringssalat gemacht, weil sie wollte, dass wir zusammen essen. Ich konnte dann aber nicht auf Sohn und SchwieTo warten, weil ich nicht gefrühstückt hatte und dringend etwas in den Magen brauchte.
Nach dem Essen hockte ich mich in den großen Sessel und nickte prompt ein. So war ich immer noch dort, als die zwei Jungschen eintrafen und es gab noch Kaffee und Kuchen. Danach verzog ich mich endlich heimwärts, wo ich aber nicht mehr viel fertig brachte, außer ein wenig Gestricksel.

Sonntag, 03. Januar 2021
Ein Tag nur für mich. Als ich gegen 5 Uhr aufwachte, schneite es und hörte bis Mittag nicht auf.

Montag, 04. Januar 2021
Die Verlängerung des Lockdown ist in aller Munde und verursacht mir Zukunftsängste. Immerhin hellt meine Freundin Janine meine trüben Gedanken auf.

Dienstag, 05. Januar 2021
Es ist der Tag des Tagebuchbloggens und für mich ein seltsamer, sehr dunkelgrauer Tag. Nachzulesen hier. Die Existenzängste haben mich fest im Griff.

Mittwoch, 06. Januar 2021
Wenn einer eine Reise tut…
…dann muss er auch irgendwann mal wieder nach Hause. So auch die Junghexe. Aber es wollte sie keiner holen. Alle hatten Ausreden. So fuhr dann ich in Richtung Winter. Es tat gut, unterwegs zu sein, wenn auch allein und ohne Aussteigen. Nur die Hexe stieg dann zu und sonst nix. Das geht nun mal nicht anders, wobei es mir schon genügte, so ganz allein unterwegs zu sein.
Abends entstand ein wenig Wirbel, weil der Sohn in meinem Bad einen Spiegelschrank montieren wollte, was aber so, wie wir uns das vorgestellt hatten, keinen rechten Sinn ergab, weshalb wir die Idee dann doch wieder verwarfen.

Donnerstag, 07. Januar 2021
Die Katl hatte Geburtstag und als Einzelperson durfte ich ihr sogar persönlich gratulieren, freilich ohne Handschütteln und ohne Umarmung. Aber immerhin.
An diesem Tag wurden infolge eines Anrufes meine Existenzängste gemildert, wenn nicht gar aufgelöst. Ich habe durchaus Jobangebote {Aufträge}, nur muss eben erst mal der Lockdown gelockert werden, damit ich sie auch ausführen darf. Und bis dahin muss bissel der Kopf in den Sand. Naja.

Freitag, 08. Januar 2021
Eigentlich wollte ich stricken. Eigentlich wollte ich baden und mir was Gutes tun. Eigentlich wollte ich den Freitagsfüller ausfüllen.
Irgendwie wurde das alles nichts. Immerhin habe ich meinen ersten Beitrag zu Andreas Nadelgeplapper geschrieben, was mir viel Freude machte.
Und dann kam am Nachmittag eine Nachricht, die meine Ängste wegfegte. Hach. Danke Sandy! Danke, danke, danke.

Samstag, 09. Januar 2021

Das Jahr ist noch keine zehn Tage alt, und ich bin schon durch so viele emotionale Wechselbäder gegangen, dass es mindestens für 3 Monate reichen könnte. Tut es wahrscheinlich auch. Weil, naja. Wie erzähle ich das denn am besten?

Erstes Wechselbad: Job & Co.
Bis 10. Januar wollte ich ohnehin nicht arbeiten. Ich wollte mir einen ausgedehnten Weihnachts- und Neujahrsurlaub gönnen, wie er schon viele Jahre nicht mehr möglich gewesen war. Ich hoffte jedoch darauf, ab dem 12. Januar wieder arbeiten zu dürfen und hatte dafür sogar zwei Aufträge in Aussicht, von denen mir der in Cottbus der liebere gewesen wäre.
Am Montag gingen die Wogen hoch, wegen der Verlängerung des Lockdown. Da waren so Ideen wie bis nach Ostern im Gespräch, was meine Stimmung in den Keller sinken ließ, denn so lange würden meine finanziellen Mittel nicht reichen.
Am Dienstag war die Entscheidung dann gefallen, erst mal bis Ende Januar, aber mit Gedanken über schrittweise Öffnung der Schulen, was mir ein klein wenig Hoffnung gab, im Februar wieder arbeiten zu dürfen.
Am Donnerstag dann der Anruf aus Cottbus und ein sehr interessantes Gespräch über Möglichkeiten. Der Februar als Arbeitsbeginn stand im Raum und eine weitere Option, die wir zunächst nur ins Konzept gedacht hatten und die auch noch nicht weiter gedeien konnte, weil sie zum einen von verschiedenen Faktoren abhing, die wir nicht beeinflussen konnten und weil ich zum anderen die Idee zwar geäußert hatte, aber selbst nicht wusste, ob ich das überhaupt will, weil es mein gesamtes bisheriges Privatleben über den Haufen werfen würde. Will man das für einen Job?
Bis Freitag Mittag war ich zu dem Schluss gekommen, dass ich dazu tatsächlich bereit wäre, unter bestimmten Bedingungen. Schließlich würde es bedeuten, dass ich etwas mal nur für mich entscheide, ohne Rücksicht auf diejenigen, die so oft gar keine Rücksicht auf mich nehmen {z.B. die Kleine Frau}.
Und dann kam am Freitag Spätnachmittag das Angebot, auf das ich ganz, ganz im Stillen die ganze Zeit gehofft hatte. Und es war{ist} verbindlich.
Tja nun, ich habe zugesagt und freue mich darauf und kann nun die Zeit, bis es tatsächlich losgeht {Anfang März} genießen, indem ich alle möglichen Dinge tue und vorbereite, zu denen ich sonst nie komme. Ende gut, alles gut.
Das zweite Wechselbad ist viel komplizierter und wird noch verschlimmert dadurch, dass sich beim Job anscheinend doch alles zum Guten wendet. Dabei geht es um Gefühle, die noch nicht so ganz in dem Topf sind, in dem sie köcheln sollten. Da würde ich noch ein Weilchen brauchen, um mir klar zu werden, ob ich die Zeichen richtig deute und um meinerseits Zeichen zu setzen. Es könnte allerdings sein, dass wir diese Zeit oder besser die Gelegenheit dazu nicht mehr bekommen. Das wäre schade, aber in Anbetracht der Gesamtsituation… nunja, vielleicht nicht anders möglich. Dann muss das wohl so sein. Ein klein wenig Zeit bleibt noch, mal sehen, ob und wie wir sie nutzen können.
Ja, das ist etwas kryptisch hier, geht aber nicht anders.
So, und nun ist infolge mehrerer Unterbrechungen {weil mich wieder Leute vor ihre Karren spannen wollten} schon Mittag vorbei. Also höchste Zeit, zu Andrea zu kommen.

Habt ein schönes Wochenende.
Eure Mira

6 Gedanken zu “Samstagsplausch {09.01.2021}

    1. Das mache ich, liebe Andrea. Ich gebe mir zumindest Mühe, dass ich nicht ganz zu kurz komme.
      Regula hatte da mal so ein schönes Wort gebraucht, das hieß Selbstfürsorge. Auf diese will ich mehr Augenmerk legen.

      Liebe Grüße
      von Mira

  1. So ein spontanes Mittagsschläfchen tut doch einfach gut. Und wie heisst es doch so schön, es geht immer wieder ein Türchen auf. So von der Hand in den Mund leben ist ja nicht jedermanns Sache.
    L G Pia

    1. Da sagst du was. Im Grunde mache ich das schon seit fast 20 Jahren, un d es hat immer funktioniert. Immer siknd neue Türen aufgegangen. Aber 2020 mit seinen Lockdowns und Verboten hat mich an den Rand meiner Möglichkeiten gebracht, weil es nicht in meiner Hand lag, ob ich arbeite oder nicht.
      Nun muss ich mal schauen, was in Kürze möglich ist.
      Das werde ich dann berichten.
      Liebe Grüßé von Mira

  2. Hallo liebe Mira,
    ich mußte lachen, als ich deinen Kommentar mit den Wahlen bei Regula gelesen habe. Gebe Gott, dass es nicht wahr sein wird, aber dieselben Gedanken habe ich auch.
    Der Lockdown wird weiterhin verlängert werden und und und und glaub nur nicht, dass wir in allzu naher Zeit wieder unser normales Leben aufnehmen werden.
    Ich glaube es nicht, würde mich freuen, wenn es so wäre und ich kann soviele nicht mehr positiv sehen. Ich bin froh, dass die Welt draußen anders ist, als das Internet.

    Du kommst doch aus Torgau? Da möchte ich dieses Jahr hin, fall es möglich ist.
    Kommt dann auf dich zu, wegen Tips, wenn ich darf.
    Lieben Gruß Eva

    1. Liebe Eva, ich komme zwar nicht genau aus Torgau, sondern aus Taucha bei Leipzig (ca. 40 km von Torgau), aber ich werde, wenn alles klappt, dort arbeiten. Und natürlich kann ich dir gern Tipps geben, was man unternehmen kann in dieser Stadt. Und vielleicht können wir uns dann sogar auf einen Kaffee treffen, falls es die hübschen kleinen Cafés bis dahin nicht alle hinweggerafft hat.
      Liebe Grüße
      die Mira

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.