Der erste Dienstag im September

{08.09.2020}

Und der Dienstag dichtet…

Heimweg
Ein Steinchen im Schuh piekt in meine Ferse
und wandert nach vorn zu den Zeh’n.
Ich bin auf dem Heimweg, schon leicht genervt.
Doch der Stein drückt, also bleibe ich steh’n.
Ich schüttle den Schuh aus, mein Blick fällt auf einen
Busch Rosen, die meisten verblüht.
Doch hier und da eine einzelne Knospe
noch frisch voller Lebenslust sprüht.
Ich bin auf dem Heimweg, mich drücken schwer
die Henkel der Einkaufstasche.
Ich schleppe mich ab mit Gemüse und Obst
und mit einer Wasserflasche.
Ich wechsle die Traghand und zwischen den Häusern
kommt ein Stück Himmel in Sicht.
Und rosafarbene Schäfchenwolken
verkünden: Hier gibt es noch Licht.
Ich komm in mein Zimmer und werfe sie ab,
die Last und auch meine Kleider.
Vom Hof draußen klingt Musik zu mir her
sie singt: Es geht immer weiter!

Ein Dienstag Ende August

{25.08.2020}

07:00 bis 16.00 Uhr
Was für ein Tag!
Es war eine Menge zu tun und einiges, das ich noch nie vorher getan habe, weil es bisher nicht zu meinem Aufgabengebiet gehörte. Hier in dieser Dienststelle ist vieles anders und *hüstel* sinnvoller geregelt, als ich das von der früheren Dienststelle kannte. Natürlich habe ich nun mehr Verantwortung, dadurch macht es auch viel mehr Spaß. Und Spaß am Job ist doch was Tolles, oder?

Und weil…
der Dienstag dichtet, habe ich mich auch einmal wieder an einem Gedicht versucht, obwohl ich letztens noch dachte, ich könnte das nicht mehr.

Es schwebt in hauchzarten Klängen
ein Lied dahin über den See.
An seinem Ufer steht träumend
die sommerliche Fee.

Sie trägt aus Seerosenblättern
und Schilf ein grünes Gewand.
Mit nackten Füßen im Wasser steht sie
gedankenverloren am Strand.

Was wird aus ihr, wenn die Winde
kälter aus Norden weh’n,
und all die grünen Blätter
braun werden und vergeh’n?

Dann trägt sie ein Kleid aus Spinnweb,
so grau wie die Wolken im Wind.
Mit Kürbis-Orange und Apfelrot
wird sie dann des Herbstes Kind.