Samstagsplausch {18.05.2019}

Schon wieder habe ich auf zwei Wochen zurückzublicken, denn letzten Samstag konnte ich nicht am Plausch teilnehmen, weil wir im strömenden Regen den Muttertagsausflug um einen Tag vorverlegt hatten. Nun, wir hatten das beste aus dem Tag gemacht.
Die Woche 06. bis 12. Mai ist schnell erzählt, war sie doch wieder geprägt von sehr zu viel Arbeit und überschattet von der verzweifelten Wohnungssuche. Das herausragendste Ereignis dieser Woche war kein Höhe- sondern ein Tiefpunkt, denn am Dienstag ging es mir nach den vier Einheiten in Leipzig so mies, dass ich unter keinen Umständen nach Torgau fahren konnte. Ich weiß genau, hätte ich die nächsten sechs Einheiten in Leipzig absolvieren können, wo ich schon vor Ort war, dann hätte ich das wieder erzwungen, mir abverlangt. So aber sah ich keine Möglichkeit, die 60 km, die mich vom nachmittäglichen Arbeitsort trennten, irgendwie zu überwinden. Immerhin fährt man da auf Bundesstraßen, eingegrenzt zwischen Leitplanken. Nothaltebuchten oder andere Möglichkeiten, den Weg zu verlassen, sind selten. Anhalten geht mitten auf der Strecke auch nicht. Wo hätte ich also hin gesollt, mit meiner Übelkeit? So musste ich etwas tun, was ich in all den Jahren meiner Selbständigkeit, also seit dem Jahr 2000, noch nie getan habe: Ich musste einen Einsatz aus gesundheitlichen Gründen absagen.
Allen, die jetzt denken: Das war ein Alarmsignal des Körpers, weil ich mich übernommen hatte, euch allen muss ich sagen: Ihr habt recht. Genau das war es. Und die Botschaft ist angekommen.

Woche 13. bis 18. Mai
Montag, 13. Mai
Das war mein Tag. Nachdem ich die ersten beiden Einheiten absolviert hatte, wollte ich nachsehen, wer als nächstes im Plan steht und stellte überrascht fest, dass ich zwei Freistunden hatte. Ja genau, da hatte eine Person ihren Kurs wegen chronischer Unlust abgebrochen und ich hatte in all meinem Stress versäumt, den Termin neu zu vergeben. Das musste irgenwie so sein. So hatte ich Zeit, mich noch einmal auf Wohnungssuche zu begeben. Schließlich war ich völlig durch den Wind, weil sich von all den vielen Maklern, Verwaltern usw., denen ich meine Unterlagen übergeben hatte, noch kein einziger gemeldet hatte. Zudem hatte die Mutti einer freie Wohnung in ihrer Straße gefunden, von der wir aber nicht wussten, wer der Vermieter ist. Das fand ich heraus, sendete eine Anfrage dort hin und dann begab ich mich völlig entspannt und ohne Zeitdruck auf den Weg nach Torgau. Ich war noch nicht aus Leipzig hinaus, als sich der eben kontaktierte Makler meldete und mir einen Besichtigungstermin anbot. Gleich stieg meine Stimmung, die wegen des entspannten Dienstes ohnehin schon gut war.
Tja, und was soll ich sagen? Gerade als ich in Torgau das Auto abgestellt hatte und zum Büro schlenderte, erreichte mich der Anruf einer anderen Malerin und ich bekam den Zuschag für eine Wohnung. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich mich über jede Zusage gefreut, und nun war es auch noch die Wohnung, die ich am allerliebsten haben wollte. {5 Minuten zu Fuß bis zum Garten.}
Dienstag, 14. Mai
An diesem Tag musste ich nicht nach Torgau und hatte recht früh Feierabend. Ich fuhr zunächst heim und gönnte mir ein Stündchen Ruhe. Danach muddelte ich im Haushalt herum. Es war ja unendlich viel liegen gebieben in den letzten Wochen. Dann rief der Sohn an, es sei zwar kalt, aber sehr schön im Garten, ob ich denn nicht noch hinaus kommen wolle. So schnappte ich mir einen zusätzlichen Pullover und meine Kuscheljacke und fuhr hin. Es war wirklich herrlich draußen. Der Sohn warf den Grill an {wir haben da so einen ganz kleinen, für den man nur eine Handvoll Holzkohle braucht}.
Ein herrlicher Abend.
Mittwoch, 15. Mai
Der vorläufig letzte Einsatz in Torgau. Ich verabschiedete mich mt einem lachenden {weil der Stress geringer wird} und einem weinenden {weil ich wirklich sehr gern dort gearbeitet habe} Auge. Für wie lange? Das kann man nie wissen. Erst mal für länger, aber das kann sich nächste Woche schon wieder ändern.

Irrungen und Wirrungen gab es am Donnerstag, 16. Mai. Am Vormittag rief die Maklerin an. Aus meinem geplanten Einzug ab 1. Juni wird nichts, weil die Verwalterin, die mir die Wohnung samt Schlüsseln übergeben soll, zu diesem Zeitpunkt im Urlaub ist. Mietbeginn könnte erst der 15. Juni sein. Na Klasse! Da habe ich dann für den Umzug noch ganze zwei Wochen. Ich frage mich, wie wir das schaffen sollen, zumal zu diesem Zeitpunkt alle Feiertage, an denen man viel schaffen könnte, vorüber sind. Ich kann vorher nicht viel packen, weil ich dann in dieser winzigen Hütte hier gar nicht wüsste, wohin ich die gepackten Kisten stellen soll. Hach. Ich war vergnatzt und dachte: Wie gut, dass ich die Besichtigung in Muttis Straße nicht abgesagt hatte.
Also ging ich da hin. Und was soll ich sagen? Diese Wohnung ist sooo schön, dass ich sie fast lieber hätte. Nun habe ich also für diese Wohnung auch noch Unterlagen eingereicht und am Freitag, 17. Mai noch mit dem Makler telefoniert und ihm mein Dilemma erzählt von der knappen Zeit für den Umzug und davon, dass ich bereits eine andere Zusage habe, jedoch noch keinen Vertrag. Er versprach, sich schnellstens zu melden. Na gut, das hatte die andere auch versprochen, und nun zieht sich die Geschichte schon seit dem 29. April hin. Ich werde ja sehen, wieviel an der Aussage dran ist.
Vorteile Wohnung 1:
Nähe zum Garten
Stellplatz für mein Auto
Bad mit Wanne

Vorteile Wohnung 2:
Große Küche
helles Wohnzimmer
Wintergarten
großer Balkon

Nun ist Sanstag, 18. Mai.
Ich will nachher in den Garten fahren und Mutti mitnehmen. Vorher muss ich noch mal kurz einkaufen, der Kaffee geht zur Neige. Später möchte ich noch einen schönen Salat zaubern, den ich mit zu Janine nehme. Wir wollen nämlich heute Abend gemeinsam ESC schauen. Das wird bestimmt lustig, zumal ich von dieser Veranstaltung überhaupt nichts halte, während sie Fan davon ist. Da ist gegenseitiges Necken vorprogrammiert und hat schon in vergangenen Jahren immer für viel Spaß gesorgt.
Jetzt komme ich erst einmal zu Andrea in die Plauderecke nd schaue, wie es euch so ergangen ist.
Habt ein schönes Wochenende.

4 Gedanken zu “Samstagsplausch {18.05.2019}

  1. Oh, ich kann dich verstehen, liebe Mira. Dies ist wirklich eine schwere Entscheidung. Mich würde der Wintergarten freuen ;-). Ich wünsche dir, dass es mit der für dich passenden Wohnung klappt.
    Liebe Grüße
    Ingrid

  2. Wenn das mal endlich gut wird, nicht dass du noch unter einer Brücke schlafen musst. Das stelle ich mit sehr zermürbend vor mit der Wohnungsuche. Ansonsten bleibt dir ja über den Sommer noch das Gartenhaus.
    L G Pia

  3. Liebe Mira was sind das für Wochen. Ein auf und ab. Ich drücke Dir die Daumen, das es die Wohnung wird , die Du haben möchtest. Erho, Dich etwas und ich hoffe Du hattest heute viel Spass. Lieben Gruß Sylvia

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