Samstagsplausch {07.07.2018}

Guten Tag liebe Plauscherinnen. Ich veröffentliche diesen Beitrag als Wochenrückschau, auch wenn es für den Plausch 27/18 bereits zu spät ist. Auf den Wochenrückblick möchte ich aber nicht verzichten, weil so viel geschieht im Laufe einer Woche und ich so schnell vergesse.

Zu allererst möchte ich euch danken für eure lieben Kommentare zu meinem letzten Plausch. Besonders eure Meinungen zu meinem Autokauf haben mich angespornt, und ich kann euch jetzt verkünden: Die Kaufaktion hat die nächste Phase erreicht.

Ich war letzte Woche recht nachlässig mit meinen Kommentaren bei Euch. Das lag hauptsächlich daran, dass ich in der Firma ein so straffes Programm am Rechner hatte, dass ich zum Feierabend gar keine Lust verspürte, mich noch an den Kasten zu setzen. Lieber habe ich mich im Garten herumgedrückt und die Seele baumeln lassen, sobald ich meine Feierabendaktivitäten erledigt hatte {zu denen auch Besuche im Autohaus gehörten}.
Nach all dem kann ich nur sagen:
Es war eine schöne Woche!

Das ging schon am {vor-}letzten Wochenende los.

Samstag, 30. Juni
Der Tag begann nach einer Nacht unter freiem Himmel schon kurz nach 5 Uhr, als ich beschloss, in die Wohnung zu fahren und zwei Trommeln Wäsche zu waschen. Ein ganz winziges Bisschen Stress brach aus, als der Sohn anrief, Arbeitssachen brauchte und mir mitteilte, dass er 8 Uhr bei der Arbeit sein muss. Oh weh, ich hatte vor, ihn 8 Uhr zu wecken. Das wäre beinahe schief gegangen. Aber eben nur beinahe. Ganz fix disponierte ich um, nahm die gewaschene Wäsche mit in den Garten, um sie dort zu trocknen. Fuhr später noch einmal in die Wohnung, um die zweite Charge Wäsche zu holen und nahm bei der Gelegenheit die Mutti mit in den Garten.
Natürlich hatte die Mutti noch das übliche dies-und-das, häckelte hier und goss dort. Zur Mittagszeit!!! Hach. Aber letzten Endes trocknete meine Wäsche wunderbar an der Luft. Ich pflanzte eine Rose, setzte aus den abgebrochenen Zweigen Stecklinge, tüddelte hier, tüddelte da. Fast schon am Ende des Gartentages tauchte die Katl auf, die mir schon am Morgen geschrieben hatte, sie wolle schnell Kaffee trinken, dann zum N-Markt und dann in meinen Garten kommen. Na huch.
Sie ließ sich am Tisch nieder, der gar kein Plaudertisch war, weil weder Mutti, noch ich sehr gesprächig waren, da wir spannende Bücher dabei hatten. Katl strickte. Da sie nun doch nicht im N-Markt gewesen war, wollte sie das auf dem Heimweg erledigen und musste deshalb gegen 19 Uhr wieder gehen. Das passte gut, weil ja auch die Mutti wieder heim wollte.
Und dann? Dann wurde mein Samstag endgültig zum totalen Genießersamstag. Ich kehrte zurück in den Garten. Ein Nachbar brachte mir einen tollen Kesselgulasch vorbei, den er tatsächlich in einem großen Kessel über offenem Feuer zubereitet hatte. Lecker!!! Ich vertiefte mich in meinen Krimi, bis es zu dunkel wurde zum Lesen. Dann träumte ich einfach vor mich hin, wohl wissend, dass ich am nächsten Morgen ausschlafen konnte.
Sonntag, 01. Juli
Ausgeschlafen hatte ich halb sieben. Und dieser Tag wurde noch ruhiger, als der Samstag. Am Vormittag holte ich die Mutti, die wieder einen Krimi mitbrachte. Wir haben den ganzen Tag gelesen und beide unser Buch geschafft. Das war richtig, richtig schön. Kochen musste ich auch nicht, weil der Nachbar noch einen großen Topf Gulasch übrig hatte, den er mich bat, zu Mittag heiß zu machen. Klar doch. Gern geschehen. Zum Dank ließ er zwei Schüsseln voll da, so dass wir unser Essen hatten. Klasse.
Am Abend wollte die Katl auch noch mit Suppe vorbei kommen, aber das passte dann nicht so recht, weil wir zum einen gar nichts mehr essen mochten, zumal wir am Nachmittag von einem anderen Nachbarn noch Kuchen bekommen hatten, und zum anderen, weil die gute Katl erst mitten in unserem Aufbruch überhaupt angekommen wäre.
Montag, 02. Juli
Drei Briefe im Postkasten. Offizielle Briefe. Hm.
Nein, keine Sorge, nix Schlimmes. Der eine Brief enthielt nur ein Protokoll. Der zweite eine Einladung zur nächsten Eigentümerversammlung, die schon am 10. Juli stattfindet. Man muss nun mal wegen der Heizung zu Potte kommen. Für mich bedeutet das wieder eine kurze und kurzfristige Fahrt ans Meer. Wie schön.
Der dritte Brief hing damit zusammen, dass ich neulich geblitzt wurde. 11 km/h zu schnell. Das geht ja noch. Insofern war auch das ein positiver Brief, weil ich Schlimmeres befürchtet hatte.
In der Firma kam am Montag eine neue Mitstreiterin, die allerdings nur eine Woche da bleibt. Da war gleich von Anfang an straff zu tun.
Feierabend dann im Garten. Ich habe noch etwas von dem Holz verräumt, das der Sohn am Samstag Abend angeliefert hatte.
Dienstag, 03. Juli
Nach Feierabend hatte ich noch mal einen Termin im Autohaus, bei dem super sympatischen Verkäufer, der mich zu gar nichts gedrängt, sondern wirklich gut und geduldig beraten hat. Ich probierte dies und das aus, ließ mir noch mehr zeigen, fragte dem jungen Mann das buchstäbliche Loch in den Bauch, bis er zu dem Schluss kam, dass er mir keines der vorgestellten Fahrzeuge mit ruhigem Gewissen verkaufen könne. Das Fahrzeug, das zu meinen Wünschen, zu meinem Fahrverhalten und meinen Gewohnheiten passen würde, war aber nicht nur nicht vorrätig, sondern nicht einmal bestellbar. Und selbst wenn, müsste ich dann mit einer Lieferzeit von 4 bis 5 Monaten rechnen. Na huch. Ich hatte mir nicht vorgestellt, dass es so schwierig ist, ein Auto zu kaufen. Wahrscheinlich mache ich das zu selten. Ich dachte, ins Autohaus gehen, Fahrzeug aussuchen, damit wegfahren… Immerhin hatte der junge Mann noch eine Idee, einen Vorschlag. Nun musste ich sehen, ob er damit erfolgreich sein würde.
Als ich am Abend im Garten saß und trotz des interessanten Krimis meine Gedanken immer wieder abschweiften, hatte ich plötzlich das Gefühl, dass sich alles fügen würde. Kennt ihr das? Da hat man tausend Baustellen, kommt nirgends so recht voran und kann auch gar nicht wirklich selbst etwas bewirken, weil man auf Zuarbeit, Entscheidungen von anderen oder einfach auf bestimmte Gegebenheiten angewiesen ist. Und dann löst sich eine Sache, und plötzlich fallen alle anderen wie Puzzelteile einfach an ihren Platz. Dieses Gefühl hatte ich am Dienstag Abend. Ich dachte, wenn er sich am Mittwoch meldet und das ultimative Auto für mich gefunden hat, dann wird sich auch alles andere fügen, die Heizung, der Job, die Geschichten, die Märkte, alles.
Und was soll ich euch sagen? Ihr ahnt es?
Mittwoch, 04. Juli
Vormittag. Ich war gerade mitten dabei, eine kniffelige Aufgabenstellung zu erklären, als mein Telefon klingelte. Normalerweise schalte ich es lautlos, wenn ich unterrichte. Diesmal hatte ich das vergessen. Der Autohändler hatte ein Fahrzeug gefunden, nannte mir ein paar Eckdaten und meinte, er würde mir das Angebot mailen und dann sollten wir noch mal telefonieren. Als ich ihn zurück rief, war er gerade in einer Besprechung. In der Mittagspause war ich zu nichts zu gebrauchen. Ich musste rechnen, vergleichen, planen. Und dann schrieb ich eine Antwortmail, dass ich genau dieses Auto haben möchte.
Am Dienstag hatte Mutti angerufen, dass sie diese Woche gern in den Kaufmannsladen möchte, statt zum N-Markt. Und weil sie so gar nichts mehr zu essen hat, schlug ich ihr vor, schon am Mittag einzukaufen, statt erst am Donnerstag. Also stand die Einkaufsrunde für Nachmittag auf dem Plan.
Donnerstag, 05. Juli
Weil der Fünfte war, beteiligte ich mich wieder an WmdedgT. Für alle, die keine Lust haben, den gesamten Tagesablauf nachzulesen, hier nur soviel: Nochmal Termin im Autohaus. Diesmal wurde die verbindliche Bestellung ausgelöst. Was das heißt, könnt ihr euch denken… ich bestelle mir zum ersten Mal im Leben einen Neuwagen. Nicht, dass ich nicht schon mehrfach Neuwagen hatte, aber die gehörten immer den Firmen, für die ich tätig war. Meine eigenen Autos waren bisher immer gebraucht. Jolanda war zwar ein Jahreswagen, aber eben doch auch gebraucht. Gleichzeitig wird es wahrscheinlich das letzte Auto sein, das ich mir kaufe, zumindest wenn ich von der Lebensdauer meiner bisherigen Fahrzeuge ausgehe. Die Gustel, ein hellblauer Ford Sierra, den ich von meinem Vati übernommen hatte, wurde 18 Jahre alt, Jolanda ist 17. Wenn ich das neue Auto wieder fahre, bis es 17, 18 oder 20 Jahre alt ist, bin ich ein gutes Stück über 70. Ob ich mir dann noch mal ein Auto kaufen kann, ob ich das überhaupt erlebe…

Weil ich schon am Mittwoch mit der Mutti eingekauft hatte, konnte ich nach dem Termin im Autohaus noch in die Therme, wo ich mich mit Katl traf. Schwimmen, planschen und zwischendurch ausruhen. Herrlich. Wir schafften sogar drei Saunagänge. Auch wenn man meint, man hätte den ganzen Tag schon genug geschwitzt, Sauna mit Aufguss hat doch eine ganz andere Qualität.
Freitag, 06. Juli
Der Arbeitstag zog sich in die Länge. Ab Mittag war nicht nur bei meinen Teilnehmern, sondern auch bei mir die Luft raus. so Fuhr ich nach einem kurzen Abstecher zum N-Markt direkt in den Garten. Füße hoch, Krimi, Wochenende.
Samstag, 07. Juli
Obwohl ich den Plauscheintrag schon ein wenig vorbereitet hatte, mochte ich ihn am Samstag nicht posten, denn das hätte bedeutet, dass ich am Morgen extra deswegen in die Wohnung hätte fahren müssen. Dazu hatte ich jedoch keine Lust. Ich blieb leiber im Garten, genoss die sonne und den frischen Wind. Als ich am Mittag die Mutti anrief, war sie gar nicht da. Na, auch gut. Am Abend musste ich mir dann natürlich ihren Ärger anhören, weil sie mit ihrer Freundin in deren Garten gewesen war und ich mir erlaubte zu sagen, dass sie doch bitte nicht so unzufrieden sein soll, da sie einen schönen Tag hatte.
Da kam in recht schnippischem Ton: "Na, wenn du meinst!"
Jawohl, das meine ich!
Sonntag, 08. Juli
Die Nacht zum Sonntag war mit 16°C um 4 Grad wärmer als die Nacht zuvor. Ich habe aber ein so gutes Lager, dass ich auch bei niedrigeren Temperarturen nicht friere. Nur regnen darf es nicht. *lach* Gegen 7 Uhr stand ich auf, drehte meine Runden durch den Garten, trank später meinen Morgenkaffee unter dem Apfelbaum. Die Mutti holte ich auch, machte aber weiter kein Aufhebens. Es war ein schöner stiller Sonntag.

2 Gedanken zu “Samstagsplausch {07.07.2018}

    1. Ach, die Insekten habe ich überhaupt nicht bemerkt.
      Wegen der langen Trockenheit, gibt es nur sehr wenige Mücken. Und sonst habe ich auch keine Krabbeltiere bemerkt, die mich beim Schlafen gestört hätten. Die Junikäfer hatten ein paar Tage lange Höhenflüge, aber um die Zeit war ich ohnehin noch wach, die haben also auch nicht gestört. Und insgesamt muss ich einräumen, dass ich da auch überhaupt nicht zimperlich bin.
      Liebe Grüße
      die Mira

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