Samstagsplausch {29.07.2017}

Wie an {fast} jedem Samstag setze ich mich heute wieder sehr gern zu euch an den Tisch bei Andrea, um in angenehmer Runde zu plauschen und euch von meiner Woche zu erzählen.
Sie war wieder vollgepackt, ereignisreich und sehr schön.
Da war zunächst der letzte Samstag, 22. Juli, der stürmisch und mit heftigen Regenfällen begann. Mit Sorge beobachtete ich das Wetter, denn ab 17 Uhr sollte das Gartenfest zum 90. Vereinsjubiläum beginnen. Ich hatte mir vorgenommen, in jedem Fall und bei jedem Wetter hinzugehen, weil sich einige Vereinsmitglieder sehr viel Mühe mit der Vorbereitung gemacht hatten und es einfach nicht fair gewesen wäre, wegen ein paar Regentropfen wegzubleiben.
VORHER führte mich mein Weg erst noch einmal in den Handyladen, wo meine neue Sim-Karte tatsächlich bereit lag. Ich hatte gar nicht wirklich damit gerechnet und freute mich um so mehr. Dann war ich natürlich erst einmal mit der Einrichtung des Handys beschäftigt und vertüddelte die Zeit, bis Mutti anrief und fragte, ob es denn nun gar nichts würde mit dem Garten und dem Fest. Also unterbrach ich meine Beschäftigung mit dem Telefon und machte mich auf den Weg. Meine "Verspätung" hatte zwei Vorteile. Zum einen konnte ich auf einem Weg nach der Mutti auch gleich noch Chris aus den Hotel abholen und beide mit in den Garten nehmen, zum zweiten hatte sich das Wetter deutlich gebessert und bis wir im Garten ankamen, strahlte die Sonne.
Es wurde ein schöner, lustiger Grillabend. Wir haben viel geschwatzt. Tom spielte Akkordeon, was uns sehr gut gefiel. Und vor allem haben wir sehr viel und herzhaft gelacht.
Für Sonntag, 23. Juli stand ein Ausflug auf dem Plan, über den ich hier schon berichtet habe. Es war sehr, sehr schön und ich beschloss, eine ähnliche Tour mit der Familie bald noch einmal zu machen. Mit meinen Eltern waren meine Schwester und ich, als wir Kinder waren, sehr oft dort in der Gegend und haben ausgedehnte Wanderungen unternommen. Das kann die Mutti ja nun wirklich nicht mehr. Aber in Hrensko schön essen gehen und vielleicht in Tisa zwischen den Felsen herum laufen, können wir allemal. Wenn ich es mir recht überlege, sollten wir das vielleicht gleich am kommenden Sonntag unternehmen, denn da hat Christoph noch frei und die Junghexe ist zugegen. Da könnten wir alle vier einen schönen Tag haben…
Ich habe Christoph diesen Vorschlag schon unterbreitet, aber es war wie immer, er wollte sich nicht festlegen. Und ich Doofe warte wieder auf eine Aussage. *grrrr*
Doch zurück zum Wochenbericht.
Bei schönem Wetter kann jeder…
…dachten wir uns am Montag, 24. Juli. Weil ich am Wochenende im Garten zu nichts gekommen war, wollte ich mich mit Christoph am Montag gleich nach der Arbeit da treffen, um ein wenig auf dem Land herumzuwuseln und unbedingt die Bohnen zu pflücken. Zwischendurch dachte ich noch, dass ich auf dem Heimweg auch noch die Mutti mitnehmen könnte. Aber genau, als ich das Firmengebäude am Feierabend verließ, begann es zu regnen. Und es war diese Art von Regen, die nicht so bald wieder aufhört. Christoph meinte, er wolle trotzdem raus, so schlimm sei der Regen ja nicht. Bis ich allerdings dort war, hatte es sich richtig eingeregnet. Aber nun stand ich einmal vor dem Tor, also ging ich auch hinein. Und dann saßen wir zu zweit bei strömendem Regen unter dem Sonnenschirm, tranken Kaffee und schwatzten ein wenig. Es war nicht kalt, so dass es ein entspannter, angenehmer Feierabend wurde.170724_172414_a

Und dann kam der Dienstag, 25. Juli. Für mich ein denkwürdiger Tag.
Ich fuhr nach Berlin.
Von der Arbeit hatte ich mir frei genommen. Ich wollte nicht mit dem Auto nach Berlin fahren. Wenn ich nicht gerade Spinnräder oder andere sperrige Gegenstände zu transportieren habe, nehme ich nie das Auto, wenn ich nach Berlin fahre. Also kaufte ich mir ein Quer-durchs-Land-Ticket, suchte mir eine passende Verbindung heraus, bei der ich nur 3 mal umsteigen musste, einmal gleich am Anfang der Fahrt in Leipzig-Nord {was eigentlich nicht zählt}, einmal in Dessau und einmal in Berlin-Friedrichstraße {was eigentlich auch nicht zählt, denn…} …das letzte Stück {3 Stationen} fuhr ich mit der U-Bahn. Das war irgendwie ein gruseliges Unterfangen. Also, wenn die U-Bahn wirklich untergrund fährt, was in Berlin bekanntlich nicht überall der Fall ist, empfinde ich das als bedrückend. Vielleicht lag es auch nur an dieser Linie, vielleicht lag es daran, dass es am Bahnhof Friedrichstraße so verwinkelt zugeht, bis man überhaupt auf dem U-Bahnsteig ankommt, vielleicht lag es daran, dass es ein grauer, regnerischer Tag war oder daran, dass ich ein wenig aufgeregt war. Jedenfalls war ich froh, dass ich nach 3 Stationen {oder waren es vier?} wieder ans trübe Tageslicht steigen konnte. Noch auf dem Bahnsteig fragte ich einen jungen Mann, auf welcher Seite ich günstiger weise nach oben klettern sollte. Er war total freundlich und hilfsbereit und zeigte mir den Weg gleich noch auf seinem Handy. Als ich oben war, wurde mir klar, dass es kaum einen Unterschied gemacht hätte, wo ich heraus komme.
Und dann stand ich da mitten im dicksten Gewühl am Checkpoint Charlie.170726_141433_083 Von dort aus waren es keine Fünf Minuten zu Fuß bis zu meinem Termin.
Eine reichliche Stunde und vier Unterschriften später stand ich wieder auf der Straße. Täuschte ich mich, oder sah der Tag wirklich weniger grau aus?
Gern wäre ich noch ein wenig durch Berlin gestromert, aber ich wollte kurz nach 17 Uhr am Bahnhof Friedrichstraße einen Zug nach Cottbus erwischen, weil dieser die günstigste Verbindung für die Heimfahrt darstellte. Also machte ich mich auf den Weg.
Der Zug brachte mich wieder in den den Spreewald, durch so schöne Orte wie Lübbenau und Raddusch. Von der Bahn aus sah man jedoch nichts von den Fließen und der Schönheit der Ortschaften. Immerhin kam die Sonne heraus.
Daheim holte mich Christoph noch vom Bahnhof ab.

In der Nacht zum Mittwoch, 26. Juli ging es mir nicht gut. Durchfall und Übelkeit quälten mich, so dass ich kaum geschlafen habe. Woher das kam, weiß ich nicht. Aufregung konnte es nun ja nicht mehr sein. Im Laufe des Tages wurde es von allein wieder besser. So wäre ich gern an diesem Nachmittag in den Garten gegangen. Aber auch da regnete es, wie schon den ganzen Tag. Immerhin konnte ich Chris abholen und mit ihm noch Schrauben und ähnliches holen, damit er mit seinen Werkeleien im Garten weiter kommt, sobald es das Wetter wieder zulässt.
Am Abend machte ich mich über eine riesige Zucchini her, die ich am Montag von der Nachbarin geschenkt bekommen hatte. Das hat ewig gedauert, zumal ich zwischendurch immer wieder mit WhatsApp beschäftigt war. Die Frau ElGau, der ich am Dienstag in Berlin das erste Mal begegnet bin, schickte mir zahlreiche Fotos, Tipps und Links zu Sehenswüdigkeiten rund um Anklam. Da werde ich wohl in zukünftigen Urlauben einiges zu erkunden haben.

Der Donnerstag, 27. Juli hatte einen ereignisreichen Feierabend. Als ich Mutti zum Einkaufen abholte, empfing sie mich mit einem Brief vom Finanzamt, in dem man von ihr verlangte, sie solle diverse Erklärungen nachreichen und das unbedingt elektronisch tun. Die kleine alte Frau wusste überhaupt nicht, was die von ihr wollten. Aber ich weiß es. Und nun habe ich wieder eine Menge zusätzlicher Arbeit. Es dürfte den Ämtern nicht gestattet sein, alles ausschließlich elektronisch zu verlangen. Wie sollen das alte Menschen bewerkstelligen, die weder Computer noch Internet besitzen und schon Mühe haben, mit ihrem Handy klarzukommen? Mutti hat wenigstens mich, aber andere haben vielleicht niemanden, den sie um Hilfe bitten können.
Nachdem ich ihre Unterlagen an mich genommen und sie beruhigt hatte, fuhren wir zum N-Markt. Ich wollte unbedingt Fisch essen und erstand Wildlachsfilets.
Danach wollte ich noch ins Werk, etwas holen, aber ich wollte nicht so gern allein hin fahren. Also fragte ich Mutti, ob ich sie erst zu Hause absetzen soll, oder ob sie vielleicht mitkommen mag. Sie mochte. Und ich konnte die nächste Erledigung abhaken.
Kurz nach 19 Uhr war ich dann vor meiner Haustür und kam auf die Idee, bei Chris anzufragen, ob er mit den Mädels im Garten übernachtet. Falls nämlich nicht, stellte sich die Frage, wie sie dann zu ihm nach Hause gelangen. Wir einigten uns darauf, dass ich mir erst einmal etwas zu essen mache, damit ich nicht vor Hunger grillig werde. Danach wollten wir den familiären Shuttelservice besprechen.
Ich hatte gerade meinen Fisch gebraten, als er mir mitteilte, dass er eine andere Lösung gefunden hatte und ich nicht noch einmal los musste. Sehr gut.
So konnte ich mich um meine Post kümmern. Als wir im Spreewald waren, war ich auf der Rückfahrt geblitzt worden. Am Donnerstag kam der Anhörungsbogen, den ich ausfüllen sollte. 23 km/h zu schnell. Oh weh. Ich bin ein rücksichtsvoller Fahrer und halte mich nahezu IMMER an Geschwindigkeitsbegrenzungen. Und dann sowas. Ich musste gleich im aktuellen Bußgeldkatalog nachsehen. Das gibt 80 Euro und einen Punkt. Puh, zum Glück kein Fahrverbot. Schnell füllte ich den Bogen aus und bekannte mich schuldig {was hätte ich auch sonst tun sollen?}. Ein weiterer Brief enthielt die Rechnung der Maklerin. Das ging ja schnell. Und ich zahlte auch schnell, weil ich das alles im Reinen haben möchte.
Dann schwatzte ich noch ein Weilchen mit Uta am Telefon. Das war schön. Ab und an muss man mal schwatzen, nicht immer nur schreiben.
Ganz am Abend wollte ich mir noch einen Film heraussuchen, den Jürgen mir empfohlen hatte, und stolperte dabei über ein Konzert von Bodo Wartke, das ich noch nicht kannte. Das war dann ein sehr angenehmer Ausklang des vollgepackten Tages.
Am Freitag, 28. Juli gab es in der Mittagspause ein Gläschen Sekt. Eine Kollegin, die ich sehr mag, nahm ihren Abschied und gleichzeitig wurde ihre Nachfolgerin eingeführt. Bei der Gelegenheit überreichte ich, was ich am Donnerstag aus dem Werk geholt hatte, nämlich ein Paar handgestrickte Socken. Sie hat sich sehr gefreut, und das wiederum freute mich.
Auf dem Heimweg war ich so müde, dass ich Kaugummi kauen musste, um mich hinterm Steuer munter zu halten. Zuerst holte ich noch Christoph und die unghexe bei ihm ab, um sie mit nach T. zu nehmen. Sie wussten nicht genau, ob sie ins Kino oder in den Garten wollten, entschieden sich dann für den Garten. Ich mochte nicht mit dort bleiben, wollte erst mal zu Hause etwas ruhen und dann vielleicht noch mal los. Daraus wurde dann nichts mehr, macht aber nichts.

Und nun ist wieder Samstag, 29. Juli. Ich bin schon 6 Uhr aufgestanden, habe die erste Trommel Wäsche schon fertig und bevor ich die jetzt auf den Trockenboden bringe, plausche ich erst mal ein wenig mit euch bei Andrea

2 Gedanken zu “Samstagsplausch {29.07.2017}

  1. Oh, du warst in Berlin! Und so dicht bei Herrn U! Schade, da hätte man sich ja mal treffen können.
    Deine Woche ist immer so prall gefüllt, das ich mich echt wundere, das du noch zum atmen kommst.
    Ich freue mich schon auf deinen nächsten Bericht,
    Andrea

  2. Zunächst einmal gute Besserung! Ja, es ist tatsächlich eine Zumutung, was alten Menschen so vom Staat abverlangt wird. Wie können sie sich wehren?!

    {K}eine glänzende Woche, es gibt etliches zu erzählen – es wird wieder geplauscht!
    Mit sonnigen Grüßen wünsche ich Dir noch schnell ein wunderschönes Wochenende, Heidrun

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