Guten Morgen
Irgendetwas stimmt nicht. Mit mir, mit der Welt, mit meinem kleinen persönlichen Kosmos. Also, mit der Welt stimmt so ziemlich nichts mehr, aber darüber mag ich jetzt nicht nachdenken, erst recht nicht reden. Mit mir selbst, nun ja, ich zweifle schon mal wieder an mir, an allem. Mein persönlicher Kosmos ist einigermaßen in Ordnung. Ich habe eine Wohnung, ich habe einen Job. Ich bin halbwegs gesund und, was am wichtigsten ist, ich habe RoHen. Es sollte mir gut gehen. Und wenn ich mir all das, was ich habe, vor Augen führe, geht es mir tatsächlich gut. Und dann sind da noch diese Momente… Da möchte ich allein sein, am besten in einem alten Wohnwagen, der irgendwo im Wald steht. Eingewickelt in eine Decke möchte ich dort sitzen, Tee trinken und Socken stricken. Vielleicht lesen, aber mit niemandem reden. Hach.
Nun aber möchte ich mit Anitas Lückentext in die Woche starten.
❶ Manchmal möchte ich mich einfach in mich selbst zurückziehen. (Siehe oben) .
❷ Ich würde auf jeden Fall mein Strickzeug einpacken, wenn ich nur mit Handgepäck verreisen würde.
❸ Rund um die Uhr ist meine Lieblings-Tageszeit. Je nachdem, was ich gerade vor habe.
❹ Nach Stellenanzeigen für BFD habe ich zuletzt online gesucht.
❺ Es tut mir gut, dass ich täglich irgend etwas Kreatives mache.
❻ Meditationen mit Regenklängen hilft helfen, wenn/bei ich einschlafen möchte.
❼ Ich freue mich diese Woche auf zwei schöne Abende mit RoHen , habe ein paar kleine Vorbereitungen geplant und dann kommt meine Schwester aus der Pfalz angereist und wir gehen gemeinsam hier zum Stadtfest. Wir werden viel zu schwatzen haben, wozu wir während des Festivals nicht gekommen sind. Ich freue mich riesig auf sie und darauf, sie für mich allein zu haben. .
Ich wünsche euch allen eine feine Woche.
Liebe Mira,
vielleicht ist das mit den Auszeiten und dem sich zurückziehen so ein Ding, das mit den Jahren kommt. Ich höre es so oft von Freundinnen und empfinde es selbst auch oft so, dass ich mir wünsche, irgendwo in der Natur mal für eine Weile alleine sein zu können. Dach überm Kopf, Strom und Wasser wären wichtig, aber nichts reden, nicht über den Alltag nachdenken müssen, nichts organisieren… einfach sein. Punkt. Mir geht es oft im Garten so, denn in der Anlage ist erstaunlicherweise selten viel los, sodass ich dort tatsächlich oft alleine vor mich hin werkle oder auf der Bank sitze und meinen Gedanken nachhänge oder einfach gar nichts denke und nur sitze und genieße. Danach fühle ich mich erholt, auch wenn ich zuvor körperlich viel geschafft habe. Zu viel Mensch… herrlich und treffend in deinem vorstehenden Kommentar geschrieben.
Pass auf dich auf und schöne Sonntagsgrüße (du ahnst, dass hier viel los war, sodass ich heute erst zum Lesen der Montagsstarter komme…)
Anita
Liebe Anita, nun ist heute schon wieder der nächste Montagsstarter an der Reihe. Manchmal ist das einfach so, dass man gar nicht zum Lesen kommt. Ich halte dann gern auch einmal Nachlese.
Heute ist das für mich allerdings ein wenig erschwert, weil daheim das WLAN ausgefallen ist. Das muss ich erst wieder in Ordnung bringen und hoffe, dass mir das heute Abend gelingt.
Ganz liebe Grüße
von Mira
Liebe Mira,
….das eine schliesst das andere ja nicht aus!:-)
Ein gebrauchtes Wohnwägel kaufen, einen Stellplatz finden und sich dorthin bei Bedarf zurück ziehen.
Ich kenne dieses Wunsch(gefühl) auch. Manchmal ist , obwohl es einem gut geht, alles zuviel. Zuviel Arbeit, zuviel Sorgen , zuviel Nähe usw.
Ich wünsche Ihnen einen Rückzugsort…nur für Sie…ganz allein.
Wie schauts denn mit dem Haus am Meer aus? Mal ganz alleine für ein Wochenende oder einige Tage?
Herzlichst
Ilona
Oh ja, für ein paar Tage dort sein, das wäre schon mal wieder toll. In den nächsten Monaten wird das wohl wegen der Arbeit leider nicht klappen. Aber irgend einen kleinen Rückzugsort brauche ich, und wenn es die Gartenlaube ist. Mal sehen, was mir einfällt.
Was mir jedoch gut tut, ist, dass mich jemand versteht und diese seltsamen Gefühle nachvollziehen kann. Ich glaube, es liegt auch ein wenig daran, dass ich mit Menschen arbeite. Das ist schön und ich möchte nichts anderes machen. Aber manchmal ist es dann eben zu viel Mensch.
Danke für die interessanten Gedanken. Herzlich grüßt
Mira