Guten Morgen
Ich bin müde und habe leichte Kopfschmerzen. Die gehen hoffentlich weg, wenn der erste Milchkaffee aus der Tasse in meinen Körper geflossen ist. Trotz der Müdigkeit bin ich 6:00 Uhr aufgestanden, denn es ist Zeit für den Samstagsplausch. In den letgzten Wochen habe ich den immer schon in der Nacht geschrieben und konnte dann moregens ein wenig länger herumträumern. Letzte Nacht konnte ich mich dazu nicht aufraffen. Dann also jetzt.
Wochenrückschau
Samstag, 12. Juli 2025
Ein kompletter Regentag. Wegen der 12 von 12 empfand ich ihn als erfüllten Tag, obwohl ich nicht viel angestellt habe. Immerhin habe ich Geld auf der Straße gefunden, meine Einparkkünste trainiert, eine leckere Erdbeere genascht. Ja, eine einzige. *lach*
Sonntag, 13. Juli 2025
Ich habe gegen den Schatten angekämpft, indem ich mich an Sabines High Five der Woche beteiligt und tatsächlich ein paar Höhepunkte gefunden habe. Am Abend kam RoHen.
Montag, 14. Juli 2025
Am Morgen fuhr ich mit der gleichen Bahn, mit der ich sonst zur Arbeit fahre, in die entgegengesetzte Richtung. Ich musste {jetzt kann ich darüber schreiben} in die Uniklinik zur Tumorsprechstunde. Seltsam, als ich unterwegs war, fiel all meine Angst der letzten Wochen von mir ab. Ich ergab mich in mein Schicksal, fühlte gar nichts mehr.
09:00 Uhr war ich dort schon wieder raus, wieder ohne Befund. Man wollte mich am nächsten Tag einem Radiologen vorstellen, wobei meine MRT-Bilder reichten, ich musste da nicht selbst erscheinen. Man wollte mich am Abend anrufen und mit mir besprechen, wie die nächsten Termine laufen sollten. Vorbereitungsgespräch, Gewebeentnahme und was nicht noch alles.
Ich machte mich auf den Weg zur Arbeit. Der Tag schleppte sich dahin. PesTör rief an, was nun herausgekommen sei. Kollegin Wirbelwind fragte nach. Ich will nicht drüber reden! Nicht heute!
RoHen traute sich gar nicht zu fragen.
Auf dem Heimweg im Zug traf ich meinen Orthopäden. Wir unterhielten uns kurz. NICHT über meine Krankheiten. Das war irgendwie schön. Tröstlich.
Dienstag, 15. Juli 2025
Ich hatte verschlafen. Das kommt bei mir normalerweise nicht vor, aber weil ich am Montag etwas später los musste, hatte ich den Wecker später gestellt und am Abend vergessen, ihn wieder zurück zu stellen. Nun musste ich das Auto nehmen. Hach.
Auf der Rückfahrt dachte ich immerzu: Die rufen nicht an, weil nix Schlimmes ist. Plötzlich war ich überzeugt davon. Und tatsächlich kam der Anruf nicht, der mir zwischen 16 und 18 Uhr angekündigt war. Ich entspannte mich schon. Dann, 18:30 Uhr klingelte das Telefon doch noch. Ich sah die Leipziger Nummer und verzog mich zum Telefonieren in mein Kämmerlein.
Es sieht zwar etwas ungewöhnlich aus, aber wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es sich um ein Lipom handelt. Da Sie keine Beschwerden haben und dieses nicht einmal tastbar ist, werden wir keine Gewebeproben entnehmen und es auch nicht entfernen. Sie sollten sich aber in einem halben Jahr mit einem frischen MRT noch einmal bei uns vorstellen. Na, das mache ich doch gern!
Ich kann gar nicht beschreiben, wie erlöst ich mich fühlte und seitdem immer noch fühle.
Mittwoch, 16. Juli 2025
Ich entschloss mich, auch diesmal wieder das Auto zu nehmen. Schließlich machte es jetzt Sinn, meinen Bastelkram und noch so allerlei mit nach Torgau zu schleppen. Ich würde ja dort arbeiten, die nächsten 9 Monate.
RoHen half mir noch, das ganze Zeug ins Auto zu laden. Dann nahmen wir Abschied. Er musste zurück nach Jena.
Ich fühlte mich so erlöst {nicht von RoHen, sondern von meinen Sorgen und Ängsten}, dass ich an diesem Tag voller Tatendrang war und die Kreativzeit mit meinen Leuten dazu nutze, meine erste Boho-Perle zu basteln und ihnen zu zeigen, wie man das macht.
Die Unmengen Perlen und Kram, den ich auf den Tisch gepackt hatte, beflügelten auch die Kreativität meiner "Mädels".
War das ein schöner Tag!
Am Abend reichte mein Elan sogar noch für einen kleinen Einkauf und zum Kochen. Asiagemüse mit Glasnudeln. Mein Mittagessen für die nächsten zwei Tage.
Donnerstag, 17. Juli 2025
Wir füllten die Kreativzeit mit allem Möglichen. Olga hatte auf dem Weg zur Arbeit den Wegesrand geplündert und alle möglichen Beikräuter mitgebracht, die sie für verschiedene Gestaltungen trocknen wollte. Ich habe leider vergessen, die Sammlung zu fotografieren und das schöne Wandbild, dass sie gestaltet hat. Das hole ich nächste Woche nach.
Ich hatte die Idee, am Nachmittag mal zum Lenta-Laden zu fahren und eventuell die Katl mitzunehmen. Andererseits war ich auch erschöpft und weil die Katl ohnehin nicht mitkommen wollte, mochte ich den Umweg auch nicht machen.
Ja, ich fühle mich glücklich und erlöst und voller Tatendrang. Doch auch wenn die schreckliche Diagnose nicht eingetreten ist, bin ich ja leider nicht wirklich gesund. Die Behinderung nach der OP vom letzten Sommer hält noch immer an und wird sich auch nicht mehr wirklich verflüchtigen, das hat mir mein Orthopäde schon prophezeit. Dadurch ist es leider so, dass mich Vollzeitbeschäftigung anstrengt, zuzüglich je einer Stunde Hin- und Heimweg. Tatendrang hin und her, gegen Ende der Woche ist davon nicht mehr viel übrig.
Freitag, 18. Juli 2025
Am Abend gab es ein Vereinstreffen der Spielzeugretter. Viel gibt es auf der Homepage noch nicht zu sehen. Diese ging nun in meine Verantwortlichkeit über. Da werde ich einiges zu tun haben. Mal sehen, wie wir das machen.
Nach der Klärung einiger Vereinsangelegenheiten wurde der Grill angeworfen. 
Heute
Heute kommt RoHen. Wir wollen morgen mal einen gemeinsamen Tag haben, ohne dass einer von uns arbeiten muss. Darauf freue ich mich riesig.
Nachdem ich gestern noch im langärmeligen Kleid unterwegs war, sollen heute plötzlich wieder 30° werden. Es fühlt sich schon heute morgen so an, als könnte dies tatsächlich eintreffen. Dann bekomme ich wenigstens meine Wäsche trocken. Die Waschfee dreht sich schon.
Außerdem möchte ich heute {und morgen} zwei Taschen ausräumen beziehungsweise deren Inhalte in meine Regale verräumen. Genau genommen sind es sogar drei Taschen, weil ich eine schon aus Torgau mit zurückgebracht habe, gefüllt mit Malutensilien, die ich dort nicht brauche. Malen kann ich dieses Wochenende nicht, weil ich mein Skizzenbüchlein in Torgau vergessen habe. Seit mir das aufgefallen ist, nervt mich das. Dabei habe ich es die letzten Wochen immer hin und her geschleppt und nie gemalt. Ich habe auch so genug Beschäftigung.
Ich wollte noch etwas erzählen, das mir jetzt entfallen ist. Dann vielleicht später.
Jetzt bringe ich erst einmal diesen Eintrag zu Andrea und wünsche Euch allen ein wunderfeines Wochenende.
Eure Mira
Gebloggt in dieser Woche
Samstag: Samstagsplausch {12. Juli 2025}
12 von 12 im Juli 2025
Sonntag: High Five der Woche {28/2025}
Montag: Der 29. Montag
Dienstag: Projekt 52: Juli 25/01
Mittwoch: Yippiiieeee
Donnerstag: Projekt 52: Juli 25/02
Freitag: Freitagsfüller – 18. Juli 2025