Der 1. Montag

…im neuen Jahr. Gleichzeitig der erste Arbeitstag nach 2 Wochen Urlaub, von denen ich die erste bei Mutti verbracht habe und mit der Pflege und allzeit Einsatzbereitschaft an meine Grenzen gelangt bin. Die zweite Woche verbrachten wir im Oberbergischen Land. Natürlich hatte ich die gesamte Zeit die Mutti um mich, was besonders nachts eine Herausforderung war, wenn von vier Uhr an alle Stunden das Licht eingeschaltet wurde und die alte Dame sich bereit machte, frühstücken zu gehen. Dennoch war es auch für mich ein wenig erholsam, da ich zumindest nicht einkaufen, nicht kochen und auch kein Geschirr spülen musste.
Für zu Hause stellte ich mich darauf ein, ab heute oder morgen den Pflegedienst zuminstest für die Medikamentengaben morgens und abends einzuschalten. Jetzt will sie das nicht mehr! Hilfe!
Trotzdem war ich heute wieder arbeiten und das tat gut.
Erst recht wird mir der Montagsstarter mit Annis Lückentext gut tun.
Hier ist er:

1.) Mein/unser Tannenbaum hatte in diesem Jahr das allererste Mal, seit ich mich erinnern kann, keine echten Kerzen. Das war mir bei Muttis Tütteligkeit zu heikel.

2.) Die liegengebliebenen Wichtigkeiten aus dem Dezember möchte ich im Januar unbedingt erledigen/fertigstellen.

3.) Das sind meine Vorsätze fürs neue Jahr: Endlich ein paar Freiräume für mich {zurück}erobern.

4.) Dabei ist das wohl schwieriger, als es jetzt klingt, oder?

5.) Durch Unvermeidliches muss man durch.

6.) Es geht nie nur darum, den eigenen Willen durchzusetzen. Oft ist das einfach Selbstschutz.

7.) Diese Woche habe ich endlich wieder arbeiten geplant und außerdem steht/stehen Katls Geburtstag und der Heizungsableser im Kalender.
Na, das ging ja jetzt schnell.

Zu 3. und 4. gibt es noch ein Anekdötchen. Ich schrieb der Uraltfreundin: Wichtiger als dies ist mir in diesem Jahr die Selbstfürsorge. Die werde ich pflegen.
Woraufhin sie schrieb: Den Satz rahmen wir jetzt mal ein und hängen ihn dir übers Bett. Oder ins Bad an den Spiegel!!! Und ich werde dich daran erinnern!
Gut, heute brauche ich die Erinnerung nicht, denn gerade jetzt nehme ich mir Zeit für mich, indem ich mich diesem Blogeintrag widme.
Und meinen Kalender habe ich auch schon hübsch gemacht. Das Bild muss ich allerdings nachreichen, da ich es im Moment nicht laden kann. Das gibt die Verbindung gerade nicht her.

Nun, ihr Lieben, habt erst einmal eine schöne Woche.
Eure Mira

Der erste Montag 2021

14 Gedanken zu “Der 1. Montag

  1. Liebe Mira,
    ganz vieles ist in den vorherigen Kommentaren bereits gesagt worden. Du musst unbedingt auf dich aufpassen, denn das bist du dir und deinem Sohn schuldig. Und schlussendlich möchtest du ein wenig ja auch noch für deine Mutti da sein. Ich wünsche dir sehr, dass du das mit dem Pflegedienst hinbekommst. Egal, ob deine Mutti das will oder nicht, darum geht es längst nicht mehr.
    Alle Kraft und alles Liebe für dich, pass auf dich auf und bleib gesund.
    Herzensgrüße
    Anni

  2. Hallo Mira,
    Frohes Neues Jahr Dir!!
    Soso .. im Oberbergischen… Da kann ich rüberwinken… *gg*
    Klingt zumindest, als wäre es ein wenig Entspannung gewesen im Urlaub… auch wenn man Licht ab 4 Uhr im Urlaub ja eher nicht braucht…
    Falls Du noch einen Stups brauchst: Deine Idee die Tablettenvergabe an einen Pflegedienst zu delegieren halte ich für sehr gut.
    Probiere das bitte auf jeden Fall. Und alles was noch helfen könnte.
    Liebe Grüße
    illy

    1. Liebe Illy, ich glaube, ich werde mich in diesem Jahr mal dransetzen, mir irgendwo aufzumalen, wo meine LeserInnen genau zu finden sind. Ich muss gestehen, wenn ich nicht diese Reise gebucht hätte, wüsste ich wohl immer noch nicht, welch schöne Gegend das dort ist.
      Den Stups hat die Mutti heute schon wieder selbst gegeben, nachdem ich ihr gestern Abend eine neue {regenbogenfarbene} Tablettenbox mitgebracht hatte, rief sie heute Morgen den Sohn an, sie bekäme die Box nicht auf. *Hiiilfe*
      Also, das machen wir unbedingt, hing bis jetzt nur an dem komischen Hausarzt, der die Mutti mündlich für den 3.1. bestellt hatte, auf dem Bestellzettel steht der 9.1. {Sonntag} und geöffnet hat er überhaupt erst wieder ab 10.1.
      Da holen wir die Verordnung, und sollte er sich quer stellen, frage ich *meinen* Hausarzt.
      Ach so, dir liebe Illy auch alles Gute für 2022. Ich freue mich auf viele schöne Blogeinträge.
      Liebe Grüße
      Mira

  3. Hallo Mira, du weißt doch sicher, daß ich im Oberbergischen wohne. Hätte mich über ein Wiedersehen sehr gefreut. Wo wart ihr denn?

    1. Hallo Dirk,
      wir waren im Bierenbachtal. Und nein, ich wusste das erst nicht, habe es dann aber erfahren.
      Mit einem Treffen hätte es nicht geklappt, da ich mich da ja mit Schwester und Schwager getroffen hatte und zudem die Mutti im Schlepp hatte.
      Also sei bitte nicht traurig.
      Liebe Grüße
      von Mira

        1. Ach, echt?
          Also, es ist wirklich schön da. Wir wohnten im Bierenbacher Hof. Wirklich hübsches Hotel, sehr freundliche Leute da und super Küche.
          Ist eben nur ziemlich weit von hier. Zumindest die Mutti kann ich auf eine so weite Fahrt sicher nicht nocheinmal mitnehmen.
          LG Mira

          1. Ja, ist wirklich gut da. Gehen schon mal dorthin zum Gamba-Essen. Die machen dort immer mal wieder verschiedene Motto-Essen.
            Also nochmal, ich fand es schade, das wir uns nicht sehen konnten.
            Wünsche Dir, dass Du das ganze Jahr viel Arbeit hast ( nicht mit Deiner Mutter ) und das wir uns irgendwann mal wiedersehen.
            LG Dirk

  4. Liebe Mira,
    ich möchte dir Mut machen, dich durchzusetzen mit dem Pflegedienst. Ich habe das ähnlich auch erlebt mit meiner Mutter, wenn man sich nicht erpressen lässt, dann akzeptieren sie es auch.
    Die Mutter einer Bekannten hat diese dermaßen ausgenutzt, dass sie jetzt mal einen Schlussstrich gezogen hat und seit einem halben Jahr nicht mehr bei ihr war (sie hat sogar eine Therapie begonnen weil sie so ausgebrannt war).
    Bei aller Liebe zur Mutter, man muss eigentlich rechtzeitig Grenzen setzen. Diese Mütter mit ihrer Dominanz sind furchtbar. Die reflektieren aber auch gar nichts. Ich werde für mich alles daran setzen, nicht so zu werden.
    Ich wünsche dir alles Gute für die kommende Zeit und Kraft für die Bewältigung!

    1. Liebe Barbara,
      deine Zeilen haben mir wirklich Mut gemacht, da sie mir auch gezeigt haben, dass ich mit diesem Dilemma nicht allein bin, dass ich aber auch kein bedauernswertes Opfer bin, sondern einfach mal ein paar Dinge in die Hand nehmen und entscheiden muss.
      Ganz toll finde ich, dass mein Sohn mich da sehr unterstützt. Ich habe manchmal gesagt: Hoffentlich werde ich mal nicht genauso. Da sagt er dann immer: Ganz sicher nicht, dafür bist du jetzt schon viel zu verschieden von ihr. Das tut natürlich gut. Manchmal ertappe ich mich aber dabei, dass ich mich schon genauso anhöre wie sie. Dann unterbreche ich mich mitten im Satz und entschuldige mich bei ihm. Und dann lacht er, nimmt mich in den Arm und sagt: Alles gut, du klingst NICHT wie sie.
      Ich kann natürlich jedes bisschen Kraft brauchen, und diese ziehe ich, so verrückt das klingen mag, aus meiner Arbeit.
      Ja, im Moment fühlt sich das gut an, keinen Urlaub mehr zu haben.
      Liebe Grüße
      Mira

    2. Sehr spannende Einblicke in das Leben deiner Bekannten. Das mit der Dominanz macht mir fast ein wenig Angst, ich kenne es hier ähnlich von der Nachbarsmutter. Ich befürchte fast, dass die Dominanz „von ganz alleine“ kommt bei den betagteren Menschen, auch wenn sie früher vielleicht anderes darüber gedacht/gesprochen haben/hätten. Hoffentlich kommt es tatsächlich bei uns nicht soweit und wir nehmen eher auch fremde Hilfe an.
      Liebe Grüße
      Anni

  5. Hallo Mira,
    wünsche dir noch ein gutes neue Jahr.
    Ach, du hast deinen Urlaub im Oberbergischen Land verbracht, da wart ihr ja fast in meiner Nähe. Hat es euch gefallen?
    Nun noch eine schöne Woche.
    L.G.
    Hannelore

    1. Mira,
      das hatte ich noch vergessen zu schreiben.
      Unser Vater hat auch zuerst „geschnaubt“ als wir mit der Verordnung für die Tabletten ankamen da er das ja noch immer selbst gemacht hat, das hat sich aber schnell gelegt da meine Eltern immer mit den Pfleger und Pflegerinen Spaß machen konnten.

      1. Liebe Hannelore,
        ich hoffe auch darauf, dass diese kleinen Besuche des Pflegedienstes ihr am Ende Spaß machen und Abwechslung bringen. Verkaufen werde ich ihr, dass wir {die Familie} dann ja viel mehr Zeit haben, uns um sie zu kümmern, wenn wir das leidige Medikamenten-Thema vom Tisch haben. Tatsächlich empfinde ich das so. Da habe ich eine Sorge weniger und kann entspannter mit allem umgehen. Denke ich, hoffe ich.
        Wie oben schon erwähnt, möchte ich mal schauen, wo genau ihr alle steckt. Das finde ich jetzt eine schöne Vorstellung.
        Nun erst mal liebe Grüße
        von Mira

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