Das Frühstück bei Eva…

…war wie ein kleiner Urlaub. Schon die Fahrt zu ihr war herrlich. An den Feldrändern blühen Mohn- und Kornblumen. Die Bäume bogen sich im heftigen Wind, der wiederum Wolken in allen Schattierungen von schmutzigweiß bis dunkelgrau über den Himmel jagte und mal zu dramatischen Gebirgen zusammen schob, mal wieder auseinander riss und klitzekleine Fetzen blauen Himmels durchscheinen ließ.
Aus dem Frühstück auf der Terrasse wurde freilich nichts. Da hätte uns besagter Wind glatt die Brötchen vom Teller geweht. Ja, er war wirklich heftig. Und kalt. Also frühstückten wir in Evas wunderschöner Küche, die ich diesmal ganz intensiv beäugt habe, besonders den Wirtschaftsteil. Bei dem Telefonat an Freitag hatte sich nämlich herausgestellt, dass Eva genau das Küchenmodell hat, das ich mir auch ausgesucht habe. Und sie hatte mir davon abgeraten, weil der Putzaufwand recht hoch ist. Hm, ja, das kann ich mir vorstellen. Eine glatte Front ist schnell abgewischt, bei Brettern und Fugen muss man gründlicher wischen. Ein sehr guter Rat, den mir Eva da gegeben hat. Wahrscheinlich werde ich ihn nicht beherzigen, denn die Küche sieht einfach zu schön aus. Hach ja.

Die kleine Frau holte ich dann gegen Mittag ab, nachdem ich ihr geraen hatte, sich warme Sachen mitzunehmen. Daraufhin hatte sie sich extrag noch einmal um- und wärmer angezogen und war ganz froh darüber. Später behielt die Wettervorhersage recht und es wurde tatsächlich wärmer und die Sonne kam heraus. Mutti war trotzdem froh, dass sie auf mich gehört hatte. *lach*

Unser Grillen mussten wir vertagen, weil der Sohn und sein Freund einfach zu gutmütig sind. Da gibt es so einen Bekannten, der irgendwo außerhalb ein Grundstück besitzt, auf dem ständig etweas zu tun ist. Er holte dei beiden am Nachmittag ab, damit sie ihm wieder helfen, brachte sie aber nicht zur gewünschten Zeit zurück, sondern erst viel später. Ich kann den Typen überhaupt nicht mehr leiden, weil er die Jungs nur ausnutzt. Sie sollen jede Menge schwere Arbeit für ihn erledigen, für die er ihnen aber nicht einen Cent zahlt, sondern immer nur fordert und dann auch noch herum meckert. Wenn es aber mal darum geht, dass ein anderer Hilfe braucht, ist er nie da. Nie.

Das war gestern schade, denn die Kleine Frau hat lange im Garten ausgeharrt, weil sie gern wollte, dass wir grillen. Stattdessen habe ich dann für uns zum Abendessen Minipizzen aufgebacken. Gegen 20.30 Uhr habe ich sie dann heim gebracht, bin aber danach nicht noch einmal raus gefahren, obwohl die Jungs gegen 21.15 Uhr endlich zurück waren.

Nunja, nachher werde ich wieder draußen sein. Ich will noch ein paar Pflänzchen umsetzen. Aus der Komposterde auf der Rabatte sind nämlich kleien Tomaten gewachsen, und ich hoffe, dass es so kleine gelbe Cocktailtomaten sind, wie im letzten Jahr. Die waren nämlich super lecker und man hatte den ganzen Sommer etwas zu Naschen.

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