Samstagsplausch {16.06.2018}

Guten Tag liebe Plauscherinnen. Sitzt ihr noch bei Andrea beisammen, oder seid ihr schon in einen kunterbunten oder auch geruhsamen Samstag hinaus gegangen?
Ich hatte den Wochenrückblick schon vorbereitet, nun aber beinahe vergessen, ihn zu veröffentlichen. Na sowas.

Samstag, 09. Juni
Nachdem ich am Freitag die Mutti zum Feierabend mit in den Garten genommen und dann recht bald {weil sie das so wollte} auch wieder nach Hause gebracht hatte, fuhr ich noch mal raus und überlegte im Verlauf des Abends, über Nacht dort zu bleiben. Weil ich aber nicht wirklich darauf eingerichtet war {Wechselwäsche, Medikamente…}, entschied ich mich halb eins in der Nacht noch einmal um und fuhr doch heim.
Nach Wäschewaschen und diversen anderen Verrichtungen zog es mich dann aber doch wieder nach draußen.
Das Gewitter am Abend war ein Genuss, brachte es doch endlich etwas Abkühlung. Da auch am späten Abend immer noch ein wenig Regen drohte, blieb ich auch diesmal nicht über Nacht, obwohl ich bestens darauf eingerichtet war.
Sonntag, 10. Juni
Der Tag begann etwas trüb und kühler als die letzten Tage. Immer mal wieder nieselten ein paar Tropfen herab, die mich nicht davon abhielten, mich wieder in den Garten zu verkrümeln. Es war so herrlich ruhig dort, wie schon lange nicht mehr. So schaffte ich es bequem, die am Freitag begonnenen Socken für die Lieblingskollegin fertig zu stricken, die ich ihr am Montag mitnehmen wollte. Am Nachmittag kam der Sohn auf die Idee, doch noch zu kochen, so dass wir zur Vesperzeit ein leckeres Mittagessen verspeisten.
Montag, 11. Juni
Der erste Arbeitstag am alten Platz. Die Kollegen freuten sich sehr, dass ich wieder da war. Ob ich mich freuen kann, muss sich erst noch herausstellen. Viel zu tun war jedenfalls. Sehr viel zu tun.
Der Heimweg am Nachmittag dauerte eine Stunde, also fast doppelt so lang, wie letzte Woche. Bevor ich in den Garten eilte, nahm ich noch schnell die Mutti mit, die heute etwas länger Zeit hatte. Na gut.
Im Garten fand ich Matheaufgaben vor, die ich lösen wollte. So richtig voran kam ich anfangs nicht, weil ich mich nicht konzentrieren konnte. Das ist schon erstaunlich, was nachmittags in und an einem Eckgarten so alles los ist, wer alles kommt oder geht oder Fragen und Wünsche hat oder einfach nur was erzählen möchte. Das fällt sonst gar nicht auf, außer eben, wenn man sich auf Mathe konzentrieren will. Gegen acht wollte die Mutti dann doch heim und Sylvana wollte etwas später die Hausaufgaben abholen. Zu dieser Zeit waren viele schon heim gegangen und im Garten war Ruhe eingekehrt. Da kam ich doch gleich viel besser voran, wurde allerdings langsam müde. Viel später {kurz vor Ladenschluss} zogen Sylvana und der Sohn nochmal los, etwas zum Abendessen zu beschaffen und der Sohn tafelte auf. So wurde es wieder einmal Mitternacht, bevor ich den Heimweg antrat.
Dienstag, 12. Juni
Es war der Tag für 12 von 12.
Mittwoch, 13. Juni
Der Mittwoch hätte der schönste Tag der Woche werden sollen, mit Freundinnen treffen, asiatisch essen und all solchen schönen Dingen. Weil ich aber dämlich war und mich blöd benahm, wurde es der traurigste Tag. Und nun ist eine liebe Freundin richtig sauer auf mich. Und ich bin sowieso sauer auf mich selbst. Und traurig bin ich außerdem. Ich würde es gern ändern, wenn ich könnte.
Donnerstag, 14. Juni
Gleich früh am Morgen, noch vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn, mussten ein paar Angelegenheiten geklärt werden, damit alle wieder in Ruhe arbeiten können. Es war ja nun nicht mein Verschulden, dass ich die letzten Wochen nicht vor Ort sein konnte. Ausbaden musste ich es trotzdem. Nun ist es hoffentlich geklärt. Macht mir zwar wieder mal mehr Arbeit, aber nun, das bin ich ja gewöhnt.
Der Tag lief mies. Der Feierabend wurde dann entspannt, weil ich mich zu der Einstellung durchgerungen hatte, dass es viel schöner ist, mit Mutti in aller Ruhe in den N-Markt zu gehen, statt mir irgendwo das Eröffnungsspiel der Fußball-WM anzusehen. Darf man das überhaupt schreiben, Fußball-WM? Oder ist das womöglich ein urheberrechtlich geschützter Begriff? Man weiß ja nie. Also, sollte jemand Ansprüche auf das Wort erheben, möge er es mir mitteilen, dann lösche ich das sofort. Nachdem die Einkäufe samt Mutti wieder daheim waren, fuhr ich noch in den Garten. Der Postmann winkte mich in seinen Garten: "Komm rein, wir schauen Fußball." Aber es lief schon die zweite Halbzeit. Da mochte ich dann auch nicht mehr. Lieber las ich den Krimi zu Ende, den Chrissi mir geliehen hatte. Später kam noch der Sohn vorbei. Nett war’s.
Freitag, 15. Juni
Am Morgen war ich im Kaufmannsladen, um ungebrühte Bratwürste zu kaufen. Dann hatte ich den ganzen Arbeitstag lang Sorge, sie im Firmenkühlschrank zu vergessen, was dann aber zum Glück nicht geschehen ist. Zum Feierabend erledigte ich noch einen weiteren Einkauf, dann zog ich mich mit Buch und Strickzeug in den Garten zurück, wo ich langsam mal eine pflanzliche Abgrenzung zum Weg hin schaffen muss. Die bestand früher aus Koniferen und war sehr schön blickdicht. Diese mussten wir aber ausdünnen und werden sie früher oder später ganz beseitigen müssen, denn Koniferen sind in Kleingartenanlagen nicht erlaubt. Die Folge ist nun, dass ich in meinem Garten auf dem Präsentierteller hocke, wenn ich mich nicht gerade in die Laube verkriechen will. Auch gibt es inzwischen einige Leute, die mich in Gespräche verwickeln, sobald ich da draußen auftauche. Das kann ich nicht immer haben. Zur Zeit kann ich das gerade überhaupt nicht haben, erst recht nicht am Freitag-Abend. Richtig entspannt wurde es erst, als all die gesprächsdurstigen Menschen entweder heim gegangen waren oder sich in ihre Gärten zurückgezogen hatten. Da allerdings setzte die "Invasion der Junikäfer" ein. Habt ihr das auch schon festgestellt, wie viele Junikäfer es in diesem Jahr gibt? Gegen Mitternacht machte ich mich auf den Heimweg, der in der Gartenanlage noch von zahlreichen Glühwürmchen begleitet wurde. Auch davon gibt es in diesem Jahr sehr viele. Das finde ich so romantisch.
Und nun ist Samstag, 16. Juni. Der Sohn hat in den Garten zum Spaghetti-Essen eingeladen. Es werden wieder eine Menge Leute zusammenkommen. Ich habe hier zu Hause noch herumgemuddel, Hähnchenfleisch eingelegt und überhaupt. Nun muss ich langsam los, damit ich zum Essen nicht zu spät komme. Danach flitze ich zur Party auf der Scholle. Und morgen werde ich dann wohl wieder die Mutti in den Garten holen müssen. Das heißt, sobald ich hier diesen Eintrag hochgeladen habe, ist es mit der Ruhe für dieses Wochenende vorbei. Dann beginnt der Aktionismus und endet erst, wenn das Wochenende vorbei ist. Und dann weicht er auch nur dem Aktionismus der nächsten Arbeitswoche. Diese wird auch wieder kunterbunt, aber davon berichte ich dann nächsten Samstag.
Langweilig wird es jedenfalls bei mir nicht. Es sei denn, ich falle irgendwann mal um und bleibe liegen.

4 Gedanken zu “Samstagsplausch {16.06.2018}

  1. Puh, was für eine Woche! Wünsche dir, dass sich nicht nur die Kollegen über deine Rückkehr freuen, sondern dass du selbst wieder Freude an deiner neuen/alten Arbeit findest!
    Liebe Grüße
    Ingrid

    1. Danke liebe Ingrid.
      Ja, die Arbeit macht schon Spaß. Anders wäre sie gar nicht auszuhalten. Ob ich mich aber über meine Rückkehr freuen kann, hängt besonders davon ab, ob die Aufträge nach dem derzeitigen auch weitergehen. Im Moment sieht es schon wieder nicht danach aus, aber ich hoffe sehr, das ändert sich noch.
      Die laufende Woche ist noch heftiger, als die vergangenen. Ich glaube, wenn du das am Samstag liest, wirst du mich komplett für verrückt erklären. *lach*
      Liebe Grüße
      die Mira

  2. Liebe Mira, ich muss sagen Deine Tage wären mir zu anstrengend. Wahnsinn was sich bei Dir alles tut. Gut das Du trotzdem Ruhe für Dich findest.
    Hab eine schöne Woche. Lieben Gruß Sylvia

    1. Liebe Sylvia, das tut mir gut, dass es hier Menschen gibt, die mir sagen, sie finden das zu heftig, was ich an meinen “normalen” Tagen so veranstalte. Ich komme mir nämlich langsam richtig blöd vor, weil ich mich durch meinen Alltag überlastet fühle und mir immer häufiger Erholungsphasen wünsche, die, wenn überhaupt vorhanden, dann mir aber immer viel zu kurz sind.
      Dadurch fühle ich mich zunehmend unfähig und unzulänglich und schäme mich immer öfter dafür, dass ich die Erwartungen meiner Mitmenschen nicht mehr erfüllen kann [und auch teilweise nicht mehr erfüllen will].
      Da tut es mir dann sehr gut, mal von anderen zu hören, dass ihnen das, was ich immer veranstalte, auch zu viel wäre. Da komme ich mir gleich nicht mehr ganz zu unfähig vor.

      Übrigens, wenn du am kommenden Samstag liest, was diese Woche bei mir los war, wirst du wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammen schlagen und mich für komplett verrückt erklären. *lach*
      Beste Grüße
      die Mira

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.