Samstagsplausch {19.08.2017}

Das war eine seltsame Woche, die ich hinter mich gebracht habe. Dennoch, oder vielleicht gerade deshalb will ich es mir nicht nehmen lassen, mich mit euch bei Andrea zu einem netten Samstagsplausch zu treffen.
Das Wochenende 12. und 13. August habe ich mit den 12 von 12 im August und den Sieben Sachen vom Festival bereits beschrieben, obwohl beide Tage ziemlich unbeschreiblich waren. Unbeschreiblich schön.
Entsprechen schwer fiel es mir, am Montag, 14. August wieder im Alltag Fuß zu fassen. Verlassen konnte ich diesen dann am Nachmittag wieder, als vom Sohn eine Nachricht kam, in der er fragte, ob er mit seinem Freund mal in den Baumarkt fahren könnte. {Heißt: Würdest du uns dein Auto geben?} Die Nachricht lautete weiter: Wir sind im Garten. Du musst nichts machen, nur dich erholen. Ist doch lieb, oder?
Naja, das tat ich dann auch. Fuhr in den Garten, bekam vom Sohn einen Kaffee serviert, holte die Häkelarbeit heraus, die ich beim Festival angefangen, aber natürlich nicht fertig bekommen hatte {hab ich immer noch nicht}. Als die Lieblingsgartennachbarin vorbei kam, lud ich sie auf einen Kaffee ein. Sie wollte aber erst einmal ankommen, was ich gut verstehen konnte, nach ihrem anstrengenden Dienst. Später kam sie dann rüber, teilte ihr Lieblingsradler mit mir und wir schwatzten sehr angeregt über alles mögliche.
Es wurde ein sehr angenehmer Abend.
Am Dienstag, 15. August wurde der Feierabend nicht mehr ganz so schön, was natürlich an niemandem sonst lag, als an mir. Der näherrückende Arzttermin am Donnerstag verdarb mir die Stimmung. Ich hatte in den letzten 3 Monaten nach meiner Messung nicht ein Gramm abgenommen und rechnete fest damit, von der Ärztin deswegen einen Rüffel zu bekommen. Zwar wappnete ich mich, indem ich meine Aufzeichnungen über meine Ernährung der letzten Wochen ausdruckte und mir fest vornahm, zurück zu rüffeln, weil ich schließlich genau deshalb seit Jahren versuche, ärztliche Hilfe zu bekommen, weil ich trotz gesunder, bewusster {und teilweise extrem weniger} Ernährung eben nicht von meinem Gewicht herunter komme und endlich Hilfe haben möchte. Die Stimmung verdarb mir der Gedanke an den Arztbesuch trotzdem.
Immerhin fand ich Links zu der wunderbaren Musik von Oleg Bondarenko und Estas Tonne, die ich den ganzen Abend laufen ließ. Beim Ticketdealer meines Vertrauens bestellte ich gleich noch Karten für ein Konzert von Estas Tonne. Das brachte den Abend dann doch wieder ins Lot.
Trotzdem lag auch über dem Mittwoch, 16. August dieser Schatten des bevorstehenden Arztbesuches.
Das positive Ereignis des Abend war ein dicker Brief des Amtes Züssow, der eine kleine Rechnung enthielt, für die Bestätigung, dass die Gemeinde kein Vorkaufsrecht für die Garage in Anspruch nimmt, die zur Wohnung in Schlatkow dazu gehört. Darüber hinaus schickte man mir allerlei Lesenswertes über die Gemeinde sowie Kartenmaterial. Ich habe mir mal die Bevölkerungsdichte angesehen. Ich der Kleinstadt, in der ich jetzt wohne, leben 455 Einwohner je km2, dort sind es ganze 30. Schön.
Am Donnerstag, 17. August stand nun der Arztbesuch auf dem Programm. Und? Sie hat nicht geschimpft. Tatsächlich hatte ich nämlich doch ein klein wenig abgenommen. Ganze 2 Kilo. Das ist verschwindend wenig, wenn man bedenkt, wovon ich mich ernähre. Aber sie versuchte, mir das zu erklären. Und ja, ich sollte mich mehr bewegen. Frage mich nur, wann. Einen Schrittzähler soll ich mir zulegen, meinte die Ärztin. Und dann täglich 10.000 Schritte tun.
Das habe ich dann am Freitag, 18. August gleich in Angriff genommen, indem ich noch vor der Arbeit bei P*e*n*n*y war, weil es dort Schrittzähler im Angebot geben sollte. Die waren natürlich schon alle. Also habe ich einen bei Amazon bestellt, der, weil ich prime-Mitglied bin, heute geliefert werden sollte. Vorhin habe ich die Bestätigung erhalten, nach der er nun am Montag garantiert ankommt. Na fein. Prime ist auch nicht mehr das, was es mal war. Eine Freude hatte ich am Freitag Morgen noch, als ich in den Briefkasten schaute. Das hatte ich am Abend zuvor wohl vergessen. Da lag ein Umschlag, dessen Absender ich nicht erkennen konnte. Bei solchen Sachen erschrecke ich immer und erwarte gleich irgend etwas Negatives. Aber es war etwas sehr Schönes, nämlich meine bestellten Karten.170818_101330
Und jetzt gehe ich in Andreas Plauderecke, um zu sehen, wie eure Woche war. Bis dann.

13 Gedanken zu “Samstagsplausch {19.08.2017}

  1. Schrittzähler sind ganz toll.
    Ich hoffe du bekommst ihn dann auch heute. Solche Dinge motivieren ungemein.

    Manchmal macht man sich schon am Anfang der Woche verrückt und dann ist es gar nicht so schlimm.
    Genieße deine Woche,
    Andrea

  2. Ein Schrittzähler ist toll. Ich habe auch einen. Und ich bin immer bemüht meine Schritte zu schaffen. Warum schließt du dich denn nicht einer WalkingGruppe für Einsteiger an? Sowas gibt es und gemeinsam macht es mehr Spaß!

    Gruß Marion

    1. Liebe Marion, das mit der Gruppe ist gewiss eine gute Idee, für mich aber schwer durchführbar, weil die Leute vermutlich zu bestimmten Zeiten laufen und eher nicht mit dem Laufen warten, bis ich nach Feierabend meine übrigen Erledigungen geschafft habe. So ruhige Wochen wie die letzte, in der ich an zwei Tagen zur gleichen Zeit daheim war, sind bei mir selten. Da werde ich wohl allein losziehen müssen.
      Mal sehen, wie das wird.
      LG die Mira

  3. Toll mit den 2 Kilo. Du hast nicht zugenommen und bist nicht stehen geblieben. Das ist doch gut. Du musst Dich mehr Motivieren -;))
    Das schaffst Du auch. Toi toi toi. Dir ein schönes Wochenende und herzlichen Gruß Sylvia

    1. Danke für’s Mut machen. Nun bin ich richtig gespannt, wieviel Schritte ich überhaupt im Alltag zurücklege und hoffe, dass die Motivation von Dauer ist.
      Liebe Grüße
      die Mira

  4. Liebe Mira,
    Ich finde es klasse, das du dir einen Schrittzähler besorgt hast. Ich benutze auch einen und versuche jeden Tag auf wenigsten 10.000 Schritte zu kommen. Schaffe das auch meistens. Man fühlt sich richtig stolz abends, wenn man die Schrittzahl abliest. Es motiviert.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und eine wunderbare Woche
    Tina

    1. Auch dir vielen Dank für die Zuversicht, die deine Worte mir geben. Für mich war die Zahl 10.000 irgendwie utopisch. Aber wer weiß, vielleicht schaffe ich das auch?
      Also, so wie ihr mir alle zugesprochen habt, muss ich das ja hinbekommen, das bin ich euch ja direkt schuldig.
      Ich werde berichten.
      Liebe Grüße
      die Mira

  5. Hallo Mira,

    habt ihr einen Schrebergarten? Ich finde den Gedanken irgendwie schön, dass man in seinen Garten fahren kann und dann dort auf nette Gartennachbarn trifft. Das fehlt mir hier bei meinem Garten (hinterm Haus) immer ein bisschen, dass halt niemand mal spontan auf einen Kaffee oder auch nur einen Plausch vorbei kommt.
    2 kg hört sich vielleicht erstmal nicht viel an, aber ich freue mich trotzdem für dich, wenn du dich nicht selbst so doll freuen kannst. Wenn die Ärztin zufrieden ist, dann ist das doch auch super. Bestimmt wird es noch mehr (ich drück dir feste die Daumen).
    Hab ein wundervolles Wochenende
    LG
    Yvonne

    1. Ja, liebe Yvonne, es ist ein Schrebergarten. und eigentlich hätte ich lieber einen am Haus, wo ich nicht erst hinfahren muss, sondern morgens um 6 aus der Tür treten und im Freien sein kann. Auch stört mich in Schrebergartenanlagen normalerweise dieses Über-den-Zaun-Gucken, weil ich lieber einen Rückzugsort in der Natur hätte. Allerdings haben wir Glück mit der Ecke der Anlage, in der unser Garten liegt, denn die unmittelbaren Nachbarn sind sehr in Ordnung.
      Danke für deine Mut machenden Wort wegen des Gewichts. Habe nun auch wieder etwas Ansporn, noch etwas mehr abzunehmen.
      Ein wunderbares Wochenende und eine schöne Woche
      die Mira

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