Jürgen hat ein wunderschönes Bild herausgesucht, dass es am 23. Dezember zu beschreiben galt. Da ich zu diesem Zeitpunkt im Ausland war und für die Zeit des Urlaubs dem Internet abgeschworen hatte, fragte ich, ob ich das Dienstagsdrabble auch später noch schreiben dürfte. Na klar durfte ich. Und hier ist es nun.
"Pst, sei ganz leise", ermahnte Eola ihren kleinen Bruder Olwin und öffnete die Tür zu dem Zimmer, das sie nicht betreten sollten, einen Spalt breit. Überwältigt von dem Anblick, der sich den Kindern bot, sank Olwin auf die Knie. Dort, in dem verborgenen Raum, stand ein Tannenbaum, über und über geschmückt mit funkelnden Lichtern. War das ein Glanz und ein Gleißen und Glitzern! Den Kindern schien es, als wäre dieser Baum, ja, als wäre der ganze Raum verzaubert. Düfte schwebten in der Luft, nach Tanne und Harz. Nach Plätzchen und Schokolade. Es war wie im Traum. Der Traum von Weihnachten.