Samstagsplausch {19.06.2021}

Andrea lädt wie jeden Samstag zum Samstagsplausch ein. Und natürlich lasse ich euch gern an meiner Woche teilhaben.

Die Woche in einem Wort
Sentimental

Wochenrückschau
Samstag, 12. Juni 2021
Ein seltsamer Tag, der keine Fotos für 12 von 12 hergab.
Mehrere Telefonate mit Lili. Manchmal mag ich nicht.
Ein schönes Telefonat mit Katl. Das war überfällig, aber wenn ich mich nicht melde…
Unzählige Male auf das Handy gestarrt, wohl wissend, dass keine Nachricht kommen kann und doch immer hoffend.
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Immerhin wurden fast unbewusst die Socken fertig, die ich am Sonntag verschenken wollte.

Sonntag, 13. Juni 2021
Ausflug nach Köthen.
Uta hatte Geburtstag. Für sie waren die Socken bestimmt, die ich tags zuvor zu Ende genadelt hatte. Da sie schon vor einer Woche erzählt hatte, dass sie auf dem Markt in Köthen ihren Stand aufbauen würde, stand für mich fest, wohin der Wochenendausflug mit Mutti gehen sollte.
Bei solchen Ausflügen meide ich die Autobahn und freute mich diesmal sehr, dass ich den schönen Mohn aus der Nähe fotografieren konnte.
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Meine Überraschung an Utas Stand gelang.
Es war ein richtig schöner Tag. Am Abend hatte ich sogar die schmetterlingsbedingte Melancholie im Griff und einen Plan für Dienstag… oder auch nicht.

Montag, 14. Juni 2021
Bleibt alles anders sang Grönemeyer. Mein Alltag zeigt, wie anders alles bleiben kann.
Im Vorfeld des ab 1. Juli geltenden Vertrages arbeite ich bereits jetzt mit Honorarvertrag für eben jenen Standort. In diesem Rahmen wurde ich gebeten, {wieder einmal} eine Vertretung zu übernehmen, an einem Standort, an dem ich vorher noch nie war. Vertretung – unbekannter Standort – Mira sozusagen ins kalte Wasser geworfen, weil alle wissen, dass sie es kann. BLEIBT!
Arbeit mit anderen, mir bekannten Standorten nicht zu vergleichen – wiedermal neue Erfahrung ANDERS!
Aber schön!
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Weil manche Dinge für ein paar Tage Vertretung keinen Sinn ergeben, und weil es mir ohnehin nicht liegt, die Chefin herauszukehren, sondern ich mit Mitarbeitern, Teilnehmern und überhaupt mit Menschn lieber auf Augenhöhe bleibe, suchte ich mir eine Beschäftigung, die allen nützt und saß schließlich den ganzen Tag an der Nähmaschine.
Was für ein schöner Job!

Dienstag, 15. Juni 2021
Einsatz in Cottbus.
…nun komm ich noch zweimal und dann nimmer mehr.
Um der Sentimentalität Herr zu werden, stürzte ich mich in die Arbeit und achtete darauf, dass keine Pausen entstanden. Es war genug zu tun und ich hatte Erfolge. Das ist manchmal nicht so einfach, schließlich arbeiten wir mit Menschen. Nach acht Stunden ohne aufzuschauen, war plötzlich alles fertig, was ich für diesen Tag geplant hatte. Der Kollege im Büro gegenüber versank noch im Aktengewirr auf seinem Schreibtisch, weil er zu vielen Dingen überhaupt erst kommt, wenn der Arbeitstag vorbei ist. Ich konnte nicht anders, ich packte mit an. Anderthalb Stunden später hatten wir es geschafft. Es ist schon wirklich so, dass er mich dort brauchen würde.

Der Höhepunkt des Tages war der Spaziergang in die Innenstadt {sind von der Firma aus nur ein paarhundert Meter} und das Abendessen beim Italiener. Im Freien, ohne Maske, ohne Impfausweis oder Test {obwohl ich einen dabei hatte}. Wir teilten uns ein Viertel Rotwein, weil wir später beide noch fahren mussten, und schwatzten die ganze Zeit über Musik. Hach ja.

Mittwoch, 16. Juni 2021
Am Vormittag meinte ein Teilnehmer, seit ich wieder da sei, habe er keine Sorge mehr um seine Zwischenprüfung, schließlich hätten im letzten Jahr nach meiner Vorbereitung alle die Prüfung mit Bevour bestanden. Es schnürte mir die Kehle zu, gerade mal, dass ich nicht losheulen musste.
Ja, der Job am Montag hat riesig Spaß gemacht. Ja, ich wollte den Job in TDO unbedingt, insbesondere den Festvertrag. Alles richtig. Und vernünftig obendrein. Aber diesen Job in CB hab ich sehr, sehr gern gemacht. Dass ich ihn jetzt aufgeben muss, tut ganz tief drinnen doch weh. Wenn doch nur der weite Weg nicht wäre!
Die Kollegen in der Lausitz tun ein Übriges, mir den Abschied schwer zu machen. Denen ist meine Arbeit wichtig. Sie achten mich, meinen Einsatz und meine Fähigkeiten.
Die "kleine" Chefin in TDO tut das auch. Sie hat wie eine Löwin darum gekämpt, dass ich nach TDO komme und hat letzten Endes gewonnen. Rein karrieremäßig ist dieser Vertrag aber ein Rückschritt {mehrere Schritte}. Daran kranke ich gerade etwas.

Donnerstag, 17. Juni 2021
Wieder daheim in Sachsen. Noch einmal Vertretung, wie schon am Montag. Es liegen ein paar Stoffberge neben "meiner" Nähmaschine. Mit jeder Naht kriege ich mich ein bissel wieder ein. Und dann kommt am Nachmittag die Kollegin und drückt mir eine CD in die Hand mit schönem Gruß von den Mädels aus dem Erdgeschoss. Feenmärchen. Ich hatte am Morgen dabeigestanden, als sie sich über ihre Träume unterhielten, einmal im Leben nach Irland zu fahren und hatte erwähnt, dass ich eine Märchentante bin. Und als ihnen dann etwas später die CD in die Hände fiel, haben sie sofort an mich gedacht. So lieb!

Zum Feierabend war es dann Janine, die mich wieder erdete. Wir hatten beide unsere Teilnahme am Strickpicknick im Park abgesagt. Aus unterschiedlichen Gründen. So konnte ich ihr eine Melone auf den Tisch packen…
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…aus der wir unseren berühmten Salat zauberten. Und nebenbei konnte ich ihr die Ohren volljammern.
Sie führte mir die Vorteile meines künftigen Jobs noch einmal deutlich vor Augen und meinte, es ist doch keine Schande, endlich mal ein wenig ruhiger zu Leben.
Recht hat sie.
Freitag, 18. Juni 2021
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Der dritte und letzte Vertretungstag. Ich habe viel geschafft und hatte Spaß daran.
Zum Feierabend daheim kamen ein paar nicht so schöne Dinge zu Tage. Die Junghexe hat Probleme, die sie nicht ernst nimmt und ich mache mir natürlich Sorgen. Dabei wird mir bewusst, dass ich niemanden habe, den ich in einer solchen Situation anrufen, bei dem ich mich mal aussprechen könnte. Janine will ich nicht schon wieder belasten, sie hat mir ja erst gesten zugehört und geholfen. Und meine anderen Freundinnen können mir aus verschiedensten Gründen nicht helfen. Katl nicht, Lili nicht und die Weinkönigin schon gar nicht. Nicht einmal Catrin, obwohl sie das gern tun würde. Das weiß ich.
Später ruft die Weinkönigin mich an und es hilft irgendwie doch, weil es mich zumindest von meinem Dilemma ablenkt. Und weil ich wieder zu dem Schluss komme, dass ich nicht der ganzen Welt helfen kann und auch nicht dafür verantwortlich bin, dass meine Familie glücklich ist. Die sind alle schon groß, sogar die Junghexe, denn zum Blödsinn machen ist sie ja auch groß genug.

Samstag, 19. Juni 2021
Ich habe etwas besser geschlafen als in der Nacht zuvor und bin erst seit 5:00 Uhr auf. {Die Nacht zuvor war ich bereits seit 0:50 Uhr wach.}
Die Waschfee hat bereits ihre Runden gedreht. Jetzt hänge ich gleich die Wäsche raus und dann mal sehen, was ich aus diesem schönen freien Tag mache.

Habt alle ein schönes Wochenende.

9 Gedanken zu “Samstagsplausch {19.06.2021}

  1. Spontanverliebt! Deine Socken sind die coolsten, die ich seit langem gesehen habe. Was ist es für eine Wolle? Opal vielleicht?

    Hätte ich den Knäuel, ich würde noch heute Abend anschlagen.

    LG von Regula

    1. Danke für das liebe Kompliment. Es ist tatsächlich Opalgarn, und zwar aus einem ABO.
      Da habe ich vor ein paar Monaten versucht, etwas nachzubestellen und bei der Gelegenheit erfahren, dass die Knäule extra für das Abo gefärbt werden. Deshalb kann ich dir jetzt nicht mal so ein Knäulchen zukommen lassen. :-((
      Dabei hast du auch immer so schöne Garne.
      Falls du das Muster brauchst, kann ich dir das schnell aufschreiben. Wahrscheinlkich kennst du das aber sowieso schon.
      Liebe Grüße
      von Mira, die heute nichts anderes schafft, als zu lesen.

  2. Ach liebe Mira, da hat Janine dir bei dem einen Gedankenkarussell helfen können und dann kommt das nächste. Aber das passiert eben wirklich nur, weil wir für alle gern da sein möchten und weil das eben nicht immer angenommen wird. Gerade bei solchen Junghexen ist das machmal sehr schwer. Na zumindest hätte ich aber versuchen können, dir zu helfen und was viel wichtiger ist: ich hätte dir zugehört und du wärest es wenigstens los geworden. Ich jammere doch auch mal bei dir, also keine Scheu bitte. 😉
    Ein schönes Wochenende trotzdem und ganz liebe Grüße
    von Catrin.

    1. Ich weiß, liebe Catrin, und weißt du was? Manchmal hilft das schon, dass da draußwen jemand ist, den man anrufen KÖNNTE, auch wenn man es dann am Ende gar nicht tut. Weißt, wie ich meine?
      Insofern hast du mir ja doch geholfen.
      Liebe GRüße
      von Mira

      1. Ich weiß genau, wie du das meinst, liebe Mira und du hast recht, der Gedanke, dass jemand da ist, hilft oftmals ungemein.
        Genieße den Sonntag und lass dich mal drücken von Catrin.

  3. Meine Freundin meint zwischendurch im Gespräch immer einmal wieder: alles hat seine Zeit… und dann gucken wir uns an und lachen darüber. Ja, wir können kaum etwas festhalten. Veränderungen, die mitunter unerwartet oder unerwünscht, entpuppen sich wohl. Ich hoffe es in diesem Sinne auch für Dich, liebe Mira.

    Hab ein schönes Wochenende, liebe Grüßle von Heidrun

    1. Ja, liebe Heidrun, das wird auch bei mir so. Wenn erst mal Juli ist, und ich mich ganz tief in die nicht mehr ganz neue Arbeit hinein knie, dann wird das alles auch wieder gut. Dann wird die Freude über die Menschen, mit denen ich dort arbeite, die Sentimentalität vertreiben.
      Und dann wird das ein schöner Sommer. Und überhaupt.
      Liebe Grüße
      von Mira

    1. Ja, die Woche war verrückt Und die nächste, das weiß ich schon, wird genauso.
      Ich liebe solche vollgepüackten Wochen. Da spüre ich, dass ich lebe.
      Abkühlung wird es heute geben, wenn das angekündigte Gewitter wirklich kommt.
      Wenn nichrt, ist mir das auch recht, denn ich bin ein Sommermensch. Mir kann es gar nicht heiß genug sein.
      Liebe Grüße
      von Mira

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