Ein Dienstag Mitte August

{18.08.2020}
06:30 Uhr
Wie schön! Ich durfte heute ohne Wecker aufwachen und freue ich, dass es nicht viel später ist, als sonst, mit Wecker. Gerade mal eine Stunde länger habe ich geschlafen, fühle mich um vieles frischer.
Ich überlege, ob ich den Kollegen in W. anrufen soll, weil er nachher einen Termin haben wird, den ich für ihn vereinbart habe. Jedoch hatte ich auf meinem "Muttizettel" vergessen, diesen zu erwähnen.
Andererseits klemmt ein Zettel auf seinem Schreibtisch, auf dem der Termin vermerkt ist. Den wird er inzwischen gefunden haben. Und(!) der Kollege ist ja schon groß, den muss ich nicht mehr bemuttern. Nee. Nicht, dass er das womöglich noch als Bevormundung ansieht. Wird er nicht, bestimmt nicht. Ich muss es trotzdem nicht tun.
08:30 Uhr
Erst mal Kaffee!
Was ist das bloß? Gestern auf dem Heimweg war ich so müde und schlaff, dass ich dachte, wie gut es doch ist, diese Woche nicht noch mal zur Arbeit zu müssen. Ist ja nicht so, dass zu Hause nichts zu tun wäre, und außerdem sind diese Woche der Donnerstag und der Freitag Mutti-Tage, weil sie zu einer kleinen ambulanten OP geht und hernach betüddelt werden muss. Dafür hab ich mir schon ein paar Kleinigkeiten ausgedacht, damit sie es schön hat. {Erzähle ich später.}
Trotzdem, also, obwohl ich noch einiges zu tun hätte, bin ich jetzt unruhig und kann mich gar nicht auf eine Aufgabe fokussieren. Ich fange hier was an und räume dort etwas, kann aber einfach nicht drüber bleiben. Nicht, weil ich gestört würde, sondern, weil ich mich selbst immer wieder ablenke. Klar, es muss alles irgendwie und irgendwann getan werden. Aber doch nicht unbedingt jetzt und vor allem nicht alles gleichzeitig. Und doch ist da diese Unrast, und ich wünsche mir, zur Arbeit fahren zu dürfen, wo alles fokussiert ist und ich nicht von Steinchen auf’s Stöckchen…
Oder doch???
Um die Mittagszeit
Es poltert ein Gewitter. Kurz regnet es fette Tropfen, so dass die Luift schön frisch riecht. Das ist alles. Na, immerhin.
Am Nachmittag
Ich lasse mich durchs Netz treiben und lande bei Katha und ihrem Der Dienstag dichtet Gern möchte ich mich dort einreihen, stelle aber fest, dass ich noch nicht wieder soweit bin, Gedichte zu schreiben. Das läuft gerade nicht, während mir märchenhafte Geschichten reihenweise durchs Hirn schweben. Mal sehen.
Später finde ich ein paar tolle Kleider, die ich mir bestelle. Bei einem Anbieter, bei dem ich skeptisch bin. Es ist ein Versuch. Vielleicht muss ich alles zurücksenden. Vielleicht habe ich aber auch Glück.
Zwischendurch lese ich einen Ostseekrimi {Affiliatlink} und muss mich nach 13 Krimis von Ivo Pala erst wieder an einen anderen Schreibstil gewöhnen. Geht aber gut.
Am Abend
Der Sohn kommt vorbei. Wir erledigen ein wenig Bürokram. Schwatzen. Ich telefoniere mit Lili und gehe schon 21.30 Uhr zu Bett.

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