Mittwoch, 27.05.2020

Ein Mittwoch Ende Mai
5.30 Uhr
Der Wecker klingelt eine halbe Stunde früher als sonst. Heute ist mein erster Arbeitstag in Torgau und ich möchte mich in aller Ruhe fertig machen.
6.50 Uhr
Wir kommen so spät vom Hof, wie noch nie. Entsprechend spät sind wir beim Arbeitsplatz des Sohnes.
Ich hoffe darauf, dass ich bis zu meinem Einsatzort nur eine halbe Stunde brauche, was sich wenig später als Trugschluss erweist, als mich das Navi in der nächsten größeren Gemeinde zweimal im Kreis herum schickt.
Ich bleibe gelassen und genieße die Fahrt zwischen Feldern, über denen ein leichter Morgennebel wabert, Waldstücken, die wie verzaubert in der Morgensonne liegen und kleinen Dörfern mit wunderhübsch bepflanzten Vorgärten.
Nächste Woche fahre ich unbedingt früher los, damit ich anhalten und fotografieren kann.
8.00 Uhr
Ich ergattere einen Parkplatz direkt vor der Haustür und stehe {gerade noch pünktlich} an derselben.
Hinein kann ich nicht, weil eine Kette davor gespannt ist. Die Frau am Empfangstresen schaut mich fragend an und ich nenne zur Begrüßung meinen Namen. Da strahlt sie mich an, noch bevor ich weiterreden und mein Anliegen vortragen kann, kommt zur Kette geflitzt und sagt: "Wir haben uns schon sehr auf Sie gefreut!"
Im Laufe des Tages erfahre ich, dass die Chefin dort mich natürlich angekündigt hatte und den Mitarbeitern versprochen hat, dass ich gaaaanz anders bin, als die bisherige Sozialpädagogin, mit der keiner wirklich klar gekommen ist.
Das zeugt einmal vom Vertrauen der Chefin in mich. Wir kennen uns seit ca. 3 Jahren, hatten aber bisher wenig miteinander zu tun. Es zeigt aber auch das Vertrauen der Mitarbeiter in die Chefin, wenn sie auf deren bloße Ankündigung hin sich schon so sehr auf "die Neue" freuen.
Ich führe mehrere Gruppengespräche und ein recht langes Einzelgespräch. Später planen wir noch ein paar Aktivitäten für die kommenden Wochen.
Feierabend
Auf Empfehlung der neuen Chefin kaufe ich bei einem Privatfleischer am Ende der Gasse für das Abendessen ein. Den Heimweg verkürzt mir Lili mit ihrem Anruf. Ich erzähle von meinem ersten Arbeitstag und teile meine Begeisterung mit ihr.
18.00 Uhr
Obwohl ich früh daheim bin, unternehme ich nichts mehr, sondern genieße das Gefühl, Feierabend zu haben. Ich schnipple wieder eine Schüssel voll Tomatensalat mit Knobi. Heute darf ich ja, weil ich morgen nicht unter Leute muss.
Später vertiefe ich mich in meinen Krimi und… schlafe prompt ein.

So ein schöner Tag

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