WmdedgT – Dezember 2019

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? hat Frau Brüllen das letzte Mal für dieses Jahr gefragt.
Tja.
5.05 Uhr
Der Wecker rettet mich aus einem sehr seltsamen Traum. Nein, ich möchte keine Reiseleiterin für eine riesige Gruppe von Musikern sein, die alle irgendwo anders hinmöchten. Ich möchte mit diesen Leuten auch nicht in einem Zug fahren, der an keinem der angesteuerten Bahnhöfe hält, mit dem Ergebnis, dass die Leute, die dort aussteigen wollten, immer ungehaltener werden und immer lauter musizieren. Was für ein Chaos. Ich bin froh, dass der Wecker dazwischen schreit und nach einen kurzen Tastendruck Stille herrscht. Allerdings… warum meldet sich der Wecker nicht erst 5.15 Uhr? Wer hat denn den umgestellt?
Trotz des blöden Traums, es war nur der letzte von dreien in dieser Nacht und nicht mal der blödeste, fühle ich mich energiegeladen, stelle auf dem Handy das Lied des Tages ein und nehme es mit ins Bad. Bei der soundsovielten Wiederholung des Songs tanze ich durch den Flur. Auch eine Art Frühsport, auf den ich sonst immer verzichte.
Kaffee aufbrühen, Adventskalenderlos freirubbeln, 5 Hähnchendinos für die Mittagspause braten, hübsch verpacktes Bobbel aus dem anderen Adventskalender zotteln. Huch, wer hat denn meinen Kaffeepott leer getrunken? Schnell noch einen aufbrühen. VORSICHT! Der Tomatensaft gehört nicht in den Kaffee! Pfanne mit Dinos zum Abkühlen auf den Balkon stellen. Das Glas mit dem Rote-Beete-Salat bekommt zur Sicherheit noch eine Mülltüte umgewickelt, damit mir nicht womöglich der rote Saft in die Tasche rinnt. Ich denke daran, nicht nur das Schlafzimmerfenster, sondern auch die Balkontür zu schließen {das hatte ich neulich vergessen *Hilfe*} und ich packe auch die Dinos ein.
6.30 Uhr
Auf dem Parkplatz beglückwünsche ich mich dazu, dass ich am Abend zuvor noch mal losgefahren war, denn beim Zurückkommen hatte der Regen aufgehört, so dass ich die Abdeckung auf die Frontscheiben legen konnte. Das erspart mir nun am Morgen das Eiskratzen. Ich kann früh starten, komme lange vor der S-Bahn am Bahnübergang an. Der gute Lauf setzt sich fort, bis ich die Stadt durchquert habe und beim Kaufmannsladen ankomme. Es gibt Heidelbeeren im Angebot. Ich finde etwas, das ich dem Sohn in die Schuhe schieben in den Nikolausstiefel stecken kann und erstehe ein weiteres Geschenk.
Als ich auf Arbeit ankomme, sind meine Kursteilnehmer schon da. Es sind nicht mehr viele, und es sind die angenehmen, die übriggeblieben sind. Der Tag kann gar nicht anders, als so gut zu bleiben, wie er begann.
Am Vormittag ruft Mutti an: Was haben wir denn heute für das Einkaufen ausgemacht?
Gar nichts, wir machen alles wie immer. Es ist ein ganz normaler Donnerstag.
Neiiin. Eben nicht!
Sie ist zu einer Geburtstagsfeier eingeladen und hatte bis dahin vergessen, mir Bescheid zu geben. Mich freut es aus zwei Gründen. Einmal, weil sie etwas Schönes vor hat und außerdem, weil ich unverhofft früh Feierabend habe.
Gegen Mittag… ruft auch noch mein Coachee an und sagt den Nachmittagstermin ab. Ich habe noch genug anderes zu tun. Ist also nicht weiter schlimm.
16.30 Uhr
Feierabend daheim. Es gibt Gemüsepfanne zum Abendbrot. Danach stricke ich an den Adventskalenderpatches. Schließlich möchte ich am Ball bleiben und die schönen Garne möglichst gleich verarbeiten, die ich im Adventskalender finde.
Weil die letzte Nacht wegen der chaotischen Träume nicht wirklich erholsam war, kuschle ich mich an diesem Abend etwas früher in die Kissen als sonst. Diesen Eintrag verschiebe ich auf später, nehme mir jedoch ganz fest vor, im nächsten Jahr pünktlicher bei WmdedgT teilzunehmen.

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