Samstagsplausch {05.01.2019}


Guten Morgen liebe Plauscherinnen. Willkommen bei meinem ersten Plauschbeitrag im neuen Jahr.
Wenn wir die ganze Woche betrachten wollen, müssen wir noch einmal zurückkehren ins Jahr 1028. Oups, netter Zahlendreher. Sooo lange ist der letzte Samstag nun doch noch nicht her.

Viel geschah am letzten Wochenende des alten Jahres nicht.
Den Samstag, 29. Dezember verbrachte ich ruhig mit einer alten Serie und dem Stricken einiger Patche für die Decke, die ich im Januar begonnen hatte und die noch lange nicht fertig ist.

Am Sonntag, 30. Dezember wollte ich JJ aus Froburg abholen. Als ich dort anfragte, wann ich am besten hinkommen sollte, hieß es am liebsten gar nicht, weil die Junghexe inzwischen beschlossen hatte, Silvester dort zu feiern. Ich besprach das alles noch mit Sarah und blieb daheim. Das war mir ganz recht, weil ich schon den gesamten Tag Kopfschmerzen hatte und diese durch einen verspäteten Mittagsschlaf dann endlich vertreiben konnte.

Montag, 31. Dezember
Unsere Silvesterfeier war sehr schön. Mutti hatte es auch sehr gut gefallen und wir hatten zu dritt {Katl war auch dabei} eine Menge Spaß.
Der Heimweg war allerdings etwas anstrengend. Ich hatte mir schon eine Route ausgesucht, die uns überwiegend über große, mehrspurige Straßen führte, weil ich hoffte, dass dort genug Platz wäre, um torkelnden, Knallkörper um sich werfenden Individuen auszuweichen. Ganz gelang das nicht. Gleich zu Beginn unseres Weges sperrten ein paar Typen die Straße, weil einer von ihnen versuchte, just in den Straßenbahngleisen eine Feuerwerksbatterie zu zünden. Er war aber zu besoffen, um das hinzubekommen, und so fuhr ich einfach um ihn herum, ganz langsam, für den Fall, dass er plötzlich umfällt. Später, als wir die Ostvorstadt tangierten, versuchten ein paar junge Menschen {eindeutig mit Migrationshintergrund} uns am Weiterfahren zu hindern. Da ich mich, wiederum gaaanz langsam, nicht hindern ließ, hieben sie gegen das Auto, zum Glück nur mit den Händen, so dass kein Sachschaden entstand.
Als richtig schlimm empfand ich jedoch nicht die übermütigen Menschen, sondern die Berge leergebrannter Feuerwerkshülsen, die nicht nur am Rand, sondern mitten auf den Straßen lagen und häufig noch vor sich hin brannten. Dazu dieser Pulverdampf, der teilweise sogar die Sicht behinderte und der Gestank. Das hatte nichts mehr von der freudigen Begrüßung eines neuen Jahres. Das sah aus, wie im Bürgerkrieg.
Ich war froh, als wir die Stadt hinter uns hatten und in unserem Vorort die Straßen nicht ganz so verdreckt waren und vor allem keine Menschen mehr durch die Gegend torkelten. Geböllert wurde allerdings noch bis kurz vor vier.
Als ich endlich ins Bett ging, war der Neujahrsdienstag schon fast fünf Stunden alt.
Den Rest des Tages verbrachte ich wiederum sehr ruhig. Nur zwei Waschladungen Buntes mussten erledigt werden, weil ich ansonsten nicht gewusst hätte, wie ich dies im Rest der Woche unterbringen sollte.
Ach ja, mit Evchen habe ich telefoniert, so etwa eine Stunde lang oder etwas länger. Wir haben uns schon wieder seit August nicht mehr gesehen, und ich bin mir nicht mehr sicher, ob wir uns beim Wollefest Anfang März getroffen hatten. Falls nicht, war der Markt in Neckeroda unsere einzige Begegnung 2018. Das sollten wir in diesem Jahr ändern und öfter mal Zeit füreinander finden.

Mittwoch, 02. Januar
Das fing ja gut an. In der Firma war über den Jahreswechsel die Heizung ausgefallen. Wir hatten ganze 14°C in den kleinen Büros. In den großen Schulungsräumen war es noch etwas kühler. Bis Mittag hielten wir es aus, dann gab es unerwartet ein paar Stunden Freizeit, die ich nutzte, um in der Wohnung ein wenig herumzuräumen. Ich hab immer zu räumen. Am Nachmittag holte ich dann den Sohn vom Fernbus ab. Danach fuhren wir gleich weiter in Richtung Frohburg, wo ich nun endlich die Jungshexe samt Freundin einsammelte. Auf dem Rückweg gab es noch Abendessen. Dann lieferte ich die Mädels bei Sarah ab und den Sohn bei seiner Wohnung. Gegen 21 Uhr war ich wieder daheim. Da passierte dann nicht mehr viel.

Donnerstag, 03. Januar
Wie schön! Die Heizung funktioniert wieder. Ich hatte einiges zu tun und die Zeit bis zum Feierabend verging wie im Flug.
Mit der Mutti ging es dann zur Bücherei. Diesmal hatte ich ein besseres Händchen. Das weiß ich jetzt schon, weil ich Eric Bergs Krimis sehr gern lese.
Als wir aus der Bücherei heraus kamen, schneite es heftig.
Den Drogeriemarkt schenkten wir uns und fuhren gleich zum N-Markt, wo ich so wenig kaufte, dass ich an der Kasse sogar noch Geld heraus bekam. {Ich hatte wieder eine große Tüte mit Leergut dabei gehabt. Wer trinkt nur immer dieses viele Mineralwasser? *kicher*}

Freitag, 04. Januar
Ich hatte mit der Lieblingskollegin eine Menge zu besprechen. So verging der Arbeitstag schnell. Unterwegs in die Therme erreichte mich ein Anruf der Junghexe, die gern mitkommen wollte. Nach einigen Hin-und-her-Telefonaten holte ich zuerst die Katl ab, dann ein paar Würstchen und Getränke aus dem N-Markt und dann JJ und Laura. Danach war fünf Stunden Planschen angesagt. Wir gehörten zu den Letzten, die die Therme kurz vor 23 Uhr verließen.
Traurig war ich, dass wir Janine verpasst hatten. Sie hatte vorher geschrieben, sie sei nach der Arbeit jetzt immer so kaputt, dass sie nicht wisse, ob sie sich zur Sauna aufraffen könne. Deshalb habe ich sie dann nicht informiert, dass wir nicht in den Saunabereich gehen, weil die jungen Weiblein sich nämlich genieren, dort nackicht herumzulaufen. Und so habe wir uns dann eben verfehlt. Naja, nächste Woche klappt das besser.
Ganz spät, so um Mitternacht herum, habe ich in der Mediathek noch den Krimi von gestern zu Ende geschaut.
Da war dann längst Samstag, 05. Januar, als ich endlich schlafen ging.
Der Wecker klingelte kurz nach Fünf. Tja, wenn man einmal am Samstag früh raus muss und danach vergisst, den Wecker wieder zu löschen, reißt er einen eben auch aus dem Schlaf, wenn man eigentlich
So habe ich zunächst die Badesachen von gestern gründlich gespült. Inzwischen tanzen sie in der Waschmaschine, die mit ihrer Arbeit schon fast fertig geworden ist, während ich diesen Eintrag schrieb. Zwei Tassen Kaffee habe ich bereits geleert. Langsam wir es hell draußen. Na gut, nicht gleich hell, nur eben nicht mehr ganz finster.
Heute ist ja noch WmdedgT, wie an jedem Fünften. Also werde ich am Abend noch aufschreiben, was ich heute alles so getan haben werde. Hihi, Futur II, wann braucht man das schon mal?
Jetzt schaue ich erst einmal zu Andrea, ob schon jemand in der Plauderecke sitzt.
Habt ein schönes Wochenende.

11 Gedanken zu “Samstagsplausch {05.01.2019}

    1. Stimmt, liebe Andrea, ich bin IMMER die Fahrerin.
      Deshalb liebe ich Busreisen, weil da für mich der Urlaub beginnt, wenn ich die Wohnung verlasse, weil ich mich hinsetzen und herumfahren lassen kann.

      Liebe Grüße
      die Mira

  1. Liebe Mira,
    hört sich nach einer schönen Woche, auch mit deiner Mutti an. Irgendwie habe ich das gefühl, dass sich die Lage zwischen euch in den letzten Monaten echt entspannt hat und es wirklich gut läuft mit ihr. Das freut mich sehr und ich hoffe, dass das ganze jahr 2019 über anhält.
    Als ich das von der Therme las musste ich schmunzeln. Ich gehöre auch zu den genierlichen, was das nackicht sein angeht. 😉 Von daher kann ich dein Jungvolk gut verstehen. Schön, dass ihr einen so wunderbaren Tag verbringen konntet.
    Ich würde sagen, dass der Start ins neue Jahr doch schonmal gut geglückt ist. So kann es weitergehen.
    Ich schicke dir alles Liebe für 2019
    Yvonne

    1. Liebe Yvonne,
      das hast du recht gut eingeschätzt, was dieses Mutter-Tochter-Dings betrifft. Die Mutti ist natürlich immer noch so… wie soll ich sagen? …fordernd? …anspruchsvoll? Und nervig. Das auch. ABER ich habe meine Einstellung dazu geändert. Ich sage mir jetzt immer: Sie ist alt. Sie kann nicht anders. Ich habe mich einfach dazu durchgerungen, ihr Generalabsolution zu erteilen. UND ich habe irgendwann im Sommer damit angefangen, auch mal NEIN zu sagen und bestimmte Dinge einfach nicht zu tun, zumindest nicht gleich zu springen oder auch mal Kritik anzubringen.
      Seitdem funktioniert das ganz gut.

      Ja, für mich fing das neue Jahr gut an. So darf es gern weitergehen.
      Auch für dich wünsche ich alles Gute.
      Bis bald,
      die Mira

  2. >Das sah aus, wie im Bürgerkrieg.
    @ Sylvia
    > ja auch hier herrschten Kriegsähnliche Zustände

    Hmm ? Der Vergleich ist schwer nachzuvollziehen. Wohl einfach nur dahergeredet, oder?

    Silvester ist wohl nicht mit Krieg zu vergleichen.
    Wenn man sich die Städte in Syrien anschaut. So sah es bei uns in der friedlichen Welt wohl nicht aus am Neujahrsmorgen.

    Ich wünsche ein frohes neues Jahr mit viel Schaffenskraft, Erfolg und dies vor allem immer bei bester Gesundheit und mit möglichst viel Frieden auf der Welt.
    Liebe Grüße Peter von https://www.peterbloggt.de

    1. Liebe Peter,
      dieses Blog erlaubt es, eigene Meinungen oder Empfindungen zu posten, egal, ob in Beiträgen oder Kommentaren.
      So ist es auch mit deiner Empfindung, dass du gewisse Äußerungen nicht nachvollziehen kannst.
      Soweit, so gut. Aber deine Äußerung “einfach nur dahergeredet” impliziert, wir würden ohne nachzudenken dummes Zeug labern. Und DAS finde ich schon ziemlich anmaßend, zum einen, weil du mich nicht kennst und Sylvia vermutlich auch nicht. Zum anderen, weil du wahrscheinlich in der Neujahrsnacht nicht in speziellen Stadtteilen Leipzigs oder Berlins unterwegs gewesen bist und möglicherweise deine Schlussfolgerungen aus der Beschaulichkeit eines wunderschönen erzgebirgischen Kleinstädtchens ziehst.
      Schau, DAS ist deine Empfindung und die sei dir unbenommen und darf hier auch jederzeit geäußert werden. Aber dass du uns hier als Nur-so-daher-Redner abstempelst, das bitte ich dich, in Zukunft zu überdenken, denn das könnte leicht als Beleidigung aufgefasst werden und Beleidigungen, die mag ich hier dann doch nicht haben.
      Und ich glaube auch, du hast das selbst so nicht gewollt, denn deine guten Wünsche für 2019 sprechen eine ganz andere Sprache.
      Für diese Danke ich dir und gebe sie gern an dich zurück.
      Beste Grüße
      die Mira

  3. Guten Morgen liebe Mira, ja auch hier herrschten Kriegsähnliche Zustände. Nach dem wir im Jahr davor von den Leuten aus dem Lokal mit Feuerwerkskörper beschossen wurden, hatten wir beschlossen zu Hause zu feiern und waren etwas früher draußen uns haben etwas geknallt. Unseren Müll habe ich aber entsorgt. Wenn das jeder machen würde, sähe es nicht so schlimm aus. -;))
    So nun wünsche ich Dir ein schönes erholsames Wochenende. Viel Spaß bei den Dingen, die Du Dir vorgenommen hast. Lieben Gruß Sylvia

    1. Vielen Dank für deine lieben Wünsche. Sie gehen bereits in Erfüllung, denn ich habe ein recht schönes und heute auch entspannendes Wochenende.
      Liebe Grüße
      die Mira

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