Samstagsplausch {17.03.2018}

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Guten Morgen liebe Plauscherinnen. All allererstes möchte ich euch danken für eure vielen lieben Nachrichten und Genesungswünsche. Das hat mir gut getan. Ja, ich bin letztes Wochenende, als das wunderschöne Frühlingswetter nur so zum Draußensein einlud, tatsächlich in meinem Bett geblieben. Das musste einfach sein.So heftig war ich schon seit Jahren nicht mehr erkältet. Ich musste mich einfach ausruhen.
Am Sonntag, 11. März wurde diese Ruhe allerdings am Morgen durch einen Anruf unterbrochen. Mutti meinte, sie hätte nun diese Grippe, denn sie hätte die ganze Nacht gehustet. Und außerdem haben sie das gesagt. {Die im Radio}. Noch ein paar scheppernde Huster ins Telefon und die gut dressierte Tochter raffte brav all ihrer Anit-Husten-Medikamente zusammen, außerdem ein Glas Hühnerbrühe mit Fleisch, warf irgend etwas wärmendes über und taumelte zum Auto. Mit Hilfe meiner vierrädrigen Unterstützung kam ich heil bei Mutti an. Naja, heil war ich nicht gerade, aber wenigstens kam ich an. Schleppte mich die Treppen hinauf und packte all meine Schätze auf den Küchentisch. Es gab noch ein kurzes Wortgerangel, der Art: Warum bist du denn so grillig zu mir?
Weil ich meine letzten Kräfte zusammengekratzt habe, um dir Dinge zu bringen, die dir gut tun sollen, und du lehnst alles ab. Das tut mir weh.
Ich glaube, in dem Moment hat sie realisiert, dass es mir möglicherweise schlecher ging als ihr. Gesagt hat sie weiter nichts, aber am NAchmittag rief sie an, um mir zu erzählen, wie gut ihr die Hühnerbrühe getan habe und dass sie meinen Rat befolgt hätte und sich tatsächlich ins Bett gelegt habe, was auch gut getan habe. Ach guck!
Am Montag, 12. März raffte ich mich auf, um zur Arbeit zu fahren. Das erste Mal seit einer Woche. Solange ich am Schreibtisch sitzen konnte und dem neuen Teilnehmer alles zeigen konnte, ging es ganz gut. Aufstehen und herumlaufen war allerdings nicht so toll. Da spürte ich meine Schwäche. Trotzdem schaffte ich es, 12 Fotos für 12 von 12 zusammenzukratzen.

Ich war froh, dass ich am Dienstag, 13. März noch einmal zu Hause bleiben konnte. Es war ein Ausruhtag, an dem ich viel gelesen und ein wenig gestrickt habe.
Mittwoch, 14. März
An diesem Tag durfte ich arbeiten. Leider war die Lieblingskollegin noch krank geschrieben und eine meiner TNinnen auch. Wir anderen schleppten uns durch den Tag. Am Abend war der Sohn da, dem ich das Rezept für meinen Wunschkuchen aufschrieb.
Donnerstag, 15. März
Ich hatte frei. Zum Kaffee waren wir alle {Sohn, Enkelin und ich} bei Mutti verabredet. Sie hatte den Tisch fein gedeckt, der Sohn brachte die Torte. Als Mutti später los musste, um mit ihrer Freundin deren 91. Geburtstag zu feiern, blieben wir noch ein wenig dort. Der Sohn erledigte noch den Abwasch und räumte auf.
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Wie verabredet, hatte ich am Nachmittag eine Mitarbeiterin in Halle angerufen, die mir zusagte, dass ich ab April dort arbeiten darf. Sie will einen Plan erstellen, an welchen Tagen ich dort eingesetzt werden kann und mir diesen nächste Woche per Mail zusenden.
Ich hatte erwartet, dass ich mich über diese Zusage viel mehr freuen würde. Irgend etwas stimmt nicht. Ich habe ein seltsames Gefühl.

Freitag, 16. März
Noch ein Arbeitstag. Der Chef passte mich auf dem Gang ab, um mir mitzuteilen, dass ich ab Mai einen Tag pro Woche in Wurzen arbeiten kann. Ich merkte an, dass ich es ungünstig finde, solche Gespräche zwischen Tür und Angel zu führen, dass ich ihm aber dennoch mitteilen möchte, dass ich im April die Arbeitstage, die mir hier ausfallen, in Halle absolvieren werde. Er ließ sich deutlich anmerken, dass ihm das nicht passt. Kündigte an, er werde darauf reagieren müssen. Hallo??? Er war es doch, der mir Ende Januar die Stunden drastisch kürzte und Anfang Februar dann entschied, ich könne gar nicht mehr kommen. Dass ich nun im März wenigstens noch ein paar Tage arbeiten durfte, habe ich nur der Intervention der Lieblingskollegin zu verdanken. Er hätte mich gnadenlos eingespart. Und wenn ich mir dann Aufträge suche, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren, tut er so, als ließe ich ihn im Stich. Geht’s noch? Er hat doch mich im Stich gelassen. Wie soll ich seiner Meinung nach denn bis Mai überleben? Und denkt er, dass solch Almosen von einem Arbeitstag pro Woche ausreicht?
Gestern war ich nur enttäuscht. Heute, Samstag, 17. März, während ich es für euch aufschreibe, gerate ich in Wut. Gut, dass das heute geschieht, so kann ich mich wieder abkühlen, bis ich ihn das nächste Mal sehe. *brrrr*
Und sonst so? Draußen sieht es schön aus, weiß und prächtig. Und es schneit leise vor sich hin. Ganz genau so, wie man sich das Wetter für Weihnachten wünscht. Irgendwie hat Petrus wohl die Feiertage verwechselt.
Heute Abend fahre ich mit Sohn und Enkelmaus und eigentlich auch mit Mutti nach Frohburg, um bei den Dornenröschen zu Abend zu essen. In Anbetracht des Winterwetters scheint das eine blöde Idee. Wer konnte denn vor drei Wochen ahnen, dass wir noch einmal einen richtigen Winter bekommen werden. Ob Mutti überhaupt mitkommt, weiß ich noch gar nicht. Sie meinte irgendwann diese Woche, ihr werde das wahrscheinlich zu viel. Mal sehen.

So, und nun schaue ich noch mal zu Andrea. Ich war vorhin schon mal kurz da, um Guten Morgen zu sagen. Jetzt bleibe ich ein wenig länger und schaue mal, wie es euch so ergangen ist. Habt ein schönes Wochenende und bleibt gesund.

10 Gedanken zu “Samstagsplausch {17.03.2018}

  1. Wie lieb von dir, dass du deine Mutti mit Hühnerbrühe versorgt hast, obwohl es dir selbst so schlecht ging!! Ja, diese unglaubliche Schwäche hatte ich nun auch 2 Wochen gespürt. Es ging gar nichts mehr und ich bin froh, dass es mir jetzt wieder besser geht. Hoffe, dir geht es auch gut und wünsche dir, dass es mit der Arbeit in Halle klappt!!
    Liebe Grüße
    Ingrid

    1. So langsam geht es wieder. Wobei ich nach einem Arbeitstag in der Firma mächtig geschafft bin und am Abend dann kaum mehr was auf die Reihe bekomme. Gestern war ich sogar zum Stricken zu müde.
      Aber wenn nun irgendwann hoffentlich der Frühling kommt, wird das wohl alles wieder besser.
      Liebe Grüße
      die Mira

  2. Die Grippe ist wirklich sehr Hartnäckig diesen Winter. Ich bin erstaunt wie schnell es deiner betagten Mutti besser ging, dass sie schon wieder zu einem Geburtstag gehen konnte. Deine Wut auf den Chef kann ich gut nachvollziehen.
    L G Pia

    1. Nunja, es war dann wohl ZUM GLÜCK keine Grippe, sondern nur ein Husten. Und zu diesem Geburtstag konnte sie gehen, weil ihr das wichtig war. Zu meiner Feier zwei Tage später mochte sie dann nicht mitkommen. Tja, so ist sie eben.
      LG die Mira

  3. Liebe Mira na das sind ja keine erfreulichen Dinge. Ich drücke Dir den Daumen das es klappt mit der neuen Stelle. Erhol Dich, Ärger Dich nicht. Hab ein schönes Wochenende. Lieben Gruß Sylvia

    1. Naja, so richtig schön war das Wochenende nicht, denn es hatte einige Enttäuschungen für mich bereit. Aber erholen konnte ich mich trotzdem.
      Nun warte ich auf Nachricht von der neuen Stelle.
      Hab Dank für deine Grüße
      die Mira

  4. Hallo Mira,
    ich wünsch Dir weiterhin Gute Besserung. Diese Grippe/Erkältung oder was auch immer, scheint wirklich eine hartnäckige Sorte zu sein.
    Ansonsten: Mütter und Chefs.. manchmal kann man nur den Kopf schütteln… da wünsche ich mir oft, man könnte starke Nerven in Tüten packen und verschicken.. und dann immer was rausnehmen, wenns gebraucht wird.
    Eine gute und sichere Fahrt heute und ein schönes Wochenende…
    Liebe Grüsse
    illy

    1. Tja, wir sind dann am Ende gar nicht gefahren und ich blieb allein zu Haus.
      Die Tüte mit den Nerven hätte ich gut gebrauchen können. Da ich keine hatte, hab ich einfach ne leere Tüte genommen, und meinen Frust rein getan. Die hab ich dann fest zugeklebt. Und nachher flattert sie auf den Müll.
      Liebe Grüße
      die Mira

  5. Liebe Mira, wie ich lese, hattest du einen wunderschönen 15. März und das freut mich sehr. Deine Mutti ….. so sind sie leider in dem Alter, ich habe es auch so erlebt. Ärgere dich nicht zu sehr. Wichtig und gut finde ich, wenn du ihr deine Enttäuschung auch mitteilst. Ja und dein Chef, da kann ich nichts mehr dazu sagen, nur mit dem Kopf schütteln. Freu dich auf die Stelle in Halle, evtl. treffen wir uns dann mal wieder 😉 Alles wird gut, schau froh nach vorn und mache dir noch keine trüben Gedanken.
    Liebe Grüße von Catrin.

    1. Ich habe beschlossen, mir wirklich keine Gedanken mehr um die Stelle[n] zu machen. Ich warte jetzt einfach ab, wer mir wann den Einsatzplan zuschickt. Und wenn ich die Pläne habe, bitte ich den Chef vielleicht noch mal um ein Gespräch. Am Schreibtisch, nicht auf dem Flur. Oder vielleicht lasse ich es auch sein. Das wird sich finden.
      Auf die Arbeit in Halle freue ich mich.
      Liebe Grüße
      die Mira

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